189 Gedanken zu “Selbermach Samstag

  1. Das Abstract beginnt mit: „Women continue to be underrepresented in science, technology, engineering, and mathematics (STEM) fields.“ Die Bereiche in denen Frauen die Mehrheit bilden, zum Teil sogar eine großere Mehrheit interessieren nicht. Da passt ja alles.

    Zur Erklärung Agentic vs Communal:

    Agentic goal types focused on stereotypically “male” traits such as agency and leadership, and communal goal types focused on stereotypically “female” traits such as helping and serving.

    Professoren machen kaum einen Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Auftreten und sind zudem eher bereit Frauen zu antworten – soviel zu Frauendiskriminierung durch hohe Männeranteile unter Professoren.
    Professorinnen hingegen geben Männer, die eher auf weibliche Eigenschaften abzielen, seltener eine Chance.

    Zeigt sich also mal wieder, dass das Patriarchat für Männer nur bestimmte Rollen und Eigenschaften zulässt. Deswegen müssen Männer jetzt mal über ihre toxische Männlichkeit nachdenken, um diese Sexismus zu begegnen./ironyoff

    Frauen sind die größeren Sexisten. Zeigt sich ein ums andere Mal.

    • Und jedes Programm, dass den Frauenanteil in STEM erhöhen will, rennt im Grunde offene Türen ein. Frauen werden dort nicht diskriminiert. Ihr Anteil würde sofort steigen, WENN sie sich nur öfters bewerben würden.

      Aber vielleicht redet ihnen ja auch irgendwer ein das es in diesem Bereich für Frauen nicht so angenehm ist?

    • Es ist ein bisschen schade, dass ich hier kommentiere und nicht in deinem Blog.
      Aber du wirbst ja hier.

      Das im Artikel angesprochene Trans-paradoxon finde ich sehr interessant.
      Transfrauen müssen feminin auftreten, weil sie sonst nicht als Frauen gesehen werden.
      Im Grunde ist das der lose Grundstein, der das ganze Gendergebäude zusammenfallen lässt.

      Entweder erkennen wir an, dass Frauen Frauen sind und somit anders als Männer – dann kann das Zusammenleben fair sein, aber die Geschlechter sind trotzdem nie gleich (vertreten).

      Oder Frauen sind grundsätzlich nicht viel anders als Männer, abgesehen von einigen biologischen Details, zb wer das mit der Geburt erledigt.
      – Dann ist das Konzept der Transfrau aber eigentlich hinfällig, denn was soll dann eine Transfrau sein?

      Gleiches gilt für die Gleichstellung – entweder sind Frauen grundsätzlich anders – dann müssten sie speziell unterstützt werden. Dann sind 50-50 in STEM und Politik aber weder realistisch noch wünschenswert.

      Oder die weibliche Identität ist eine Konstruktion der Gesellschaft, dann sollte sich 50 – 50 in STEM und Politik langfristig automatisch einstellen wenn man nur minimal fördert und das gesellschaftliche Bewusstsein ändert.

      Davon ganz abgesehen geht die genderdebatte voll an den Problemen des täglichen Lebens vorbei (zB Kita-Plätze, Halbtagesarbeit). Ich bin nicht sicher ob ich das gut finden soll, weil der ganze Genderwahnsinn zu nichts führt, oder ob es schade ist, weil ich ja doch irgendwie Feministist bin.

      • @uiiideas

        „Davon ganz abgesehen geht die genderdebatte voll an den Problemen des täglichen Lebens vorbei (zB Kita-Plätze, Halbtagesarbeit).“

        Danke für Deine Worte. Das sehe ich ganz genauso.

          • EinLeser,

            stell Dir vor, genau das mache ich. Deswegen habe ich auch nicht die Zeit so wie Du um 13:39 an einem Montag hier andere Menschen anzupöbeln.

  2. Volle Namen in Dating Apps:
    https://www.theverge.com/2019/12/2/20991656/match-group-dating-apps-identity-tinder-hinge-background-check

    Aus der Kategorie erst denken, dann virtue signalisieren:

    Frauen wurden von tinder Dates vergewaltigt. Hintergrund-Checks funktionieren nicht. Daraufhin denkt der Artikel über Klarnamen nach.
    Was eine Standortbasierte Dating App mit Klarnamen für Stalker bedeutet muss man nicht ausführen, oder? 😀

    Das einzige was zur Sicherheit einer Frau beiträgt ist eine längere Kennenlernphase, oder das physische Kraftgefälle auszugleichen, also zb Kampfsport.

    • Ich habe als Kind und Jugendliche einige Jahre (bis meine Gelenke das nicht mehr mitmachten) Kampfsport ausgeübt und es hat mir kaum geholfen (was mich aber nicht davon abhält, auch unsere Töchter hinzuschicken).

      Im Grunde trainierst Du ja für eine Situation, wo Dein Gegenüber Dir offen aggressiv entgegentritt; bei sexualisierter Gewalt fühlt es sich hingegen oft so an, als würde die eigentliche Aggression schon von Opfer-Seite ausgehen müssen.

      D.h. mir war klar währenddessen, dass initial wohl keine Schädigungsabsichten vorlagen – die Furcht davor, was ein meine Grenzen wahrender Erstschlag an dieser Motivation ändern könnte, war aber überraschend riesig.

      Ich empfinde es als großes Glück (im Unglück), gleich zweimal (mit 13 und mit 15) zudringlichen jungen Männern entkommen zu sein (die waren 17 respektive 24 oder 25, weiß ich nicht mehr genau… aber ich weiß: ihm fehlte irgendein Finger-Glied) – jeweils zu einem Zeitpunkt, wo ich damit schon gar nicht mehr gerechnet hatte.

      Im 1. Fall konnte ich einen Überraschungsmoment ausnutzen (ein grölender Passant brachte den Typ mit runtergelassenen Hosen zum Kopf-drehen: zack! ein Tritt in den Magen und weg war ich… das war aber echt knapp!); beim 2. Fall hat er tatsächlich irgendwann noch, nach langer, laaanger Zeit verstanden, dass ich mein in brüchigem Französisch vorgetragenes Mantra „nein, ich will das nicht, lass mich bitte gehen“ _wirklich_ so meinte, hörte auf mich zu begrabschen etc. und trat seufzend (?) zur Seite, so dass ich die Klotür öffnen und doch einfach gehen konnte (er war mir in die Kabine gefolgt, selbstverständlich uneingeladen). Den hatte ich dann aber noch die nächste Stunde ca. am Arsch, während der ich meine Gastschwestern suchte (die Disko hatte zwischenzeitlich nämlich geschlossen; als ich aus dem Klo trat, sah ich die Putzfrau den vollerleuchteten Raum saugen und sie guckte verdutzt^^), und die ganze Zeit über versuchte er mich zu überreden, doch mit zu ihm zu kommen… (als ich sie fand, dachten sie offensichtlich, ich sei freiwillig mit ihm dort geblieben… und meine Scham zusammen mit der Sprachbarriere hielten mich von einer Klarstellung ab).

      • …bei sexualisierter Gewalt fühlt es sich hingegen oft so an, als würde die eigentliche Aggression schon von Opfer-Seite ausgehen müssen

        Zum Glück hast du nicht Sportschützin gerlernt. Und zum Glück hat dich deine Furcht vor deinen möglichen Taten davor bewahrt, jemanden zu töten oder zu verletzen, der dich vielleicht nur unbeholfen anmachen wollte…

        Auch ich hatte als Junge auf dem Schulweg zur Grundschule einen Exhibitionisten mit Regenschirm und frierendem Glied. Das war spooky. Aber ich hätte ihn schon damals nicht dafür angegriffen, selbst wenn ich es mir zugetraut hätte. Da sind schon einige kranke Spinner unterwegs. Aber die gibt es immer – nicht nur unter den Männern.

        Schlimmer war damals für mich auf dem Schulweg der unangeleinte Boxer-Hund einer mittelalten Frau. Der stürzte auf mich los, begrub mich unter sich, um dann auf mir liegend einen Speichelfaden in mein Gesicht tropfen zu lassen. Diese Erinnerung lässt mich auch heute noch gelegentlich unsanft erwachen.

        • „Zum Glück hast du nicht Sportschützin gerlernt.“

          Es ist 10 Jahre her, dass ein Mann, in den ich mich ein klein bisschen verliebte, mir das Kompliment machte, ich würde eine prima Auftragskillerin abgeben, fällt mir da ein.

          But my ultimate power-phantasy will forever be:

          „Auch ich hatte als Junge auf dem Schulweg zur Grundschule einen Exhibitionisten mit Regenschirm und frierendem Glied. Das war spooky. Aber ich hätte ihn schon damals nicht dafür angegriffen, selbst wenn ich es mir zugetraut hätte.“

          Ja, weil?
          Du nicht um Deine Sicherheit/körperliche Unversehrtheit besorgt warst.
          Es war ein unangenehmes, aber nicht existenziell bedrohliches Erlebnis.
          Richtig?

          „Da sind schon einige kranke Spinner unterwegs. Aber die gibt es immer – nicht nur unter den Männern.“

          Wirklich furchtbar finde ich ja z.B. auch die Frauen, die Ohrfeigen (empfangen) als zum Liebesspiel gehörig proklamieren, das sind tatsächlich „Verräterinnen“ in meinen Augen.
          Ich kann mir ja gar nicht ausmalen, wie ich reagiert hätte, wenn irgendein „unbeholfener“ Sex- oder Flirt-Partner mal spontan auf die Idee gekommen wäre, das „zu probieren“. Tinder und Konsorten würd ich allein deshalb schon nicht ausprobieren (mal angenommen, ich wäre eine junge Single-Frau), weil ich das Risiko, dort auf solche kranken Spinner zu treffen, noch als weitaus höher einschätze als in sozusagen organisch gewachsenen Beziehungen.

          • Boah, du bist aber böse. Natürlich ist es mit sieben Jahren ein existentielles Nahtoderlebnis, wenn ein dicker Boxer auf dir liegt, während du alleine in einer menschenlosen Gegend auf dem Schulweg bist. Und ich als Siebenjähriger musste im Unterschied zu meiner Schwester eben alleine in die Schule gehen.

            Du sagst ernsthaft, dass ein siebenjähriges Kind, nur weil es männlich ist, nicht ausreichend um seine Unversehrtheit besorgt ist??? Genau das meine ich mit Empathie-Lücke.

          • Ich habe mich ganz ausdrücklich auf die geschilderte Episode (im weitesten Sinne) sexualisierter Gewalt bezogen.

            Angst vor Hunden kann ich aber tatsächlich auch nicht persönlich nachvollziehen, da ich immer ein gutes Verhältnis zu diesen Mitgeschöpfen hatte. Wollte Deine Angst dennoch nicht kleinreden; für mich war schließlich auch beispielsweise die erste Fahrt mit dem ollen Ski-lift ein emotionales Nahtod-Erlebnis^^

          • Ich habe mich ganz ausdrücklich auf die geschilderte Episode (im weitesten Sinne) sexualisierter Gewalt bezogen.

            Genau. Weil es ja so völlig normal ist, dass man als 7-Jähriger auf dem Schulweg einem Exhi begegnet.
            Dass die meisten eher harmlos sind, weiß der kluge Grundschüler natürlich sofort.

            Merkst du eigentlich nicht selbst, was für ein dummes Gelaber du immer wieder von dir gibst?
            Ach wen frag ich denn?

          • Kompliment machte, ich würde eine prima Auftragskillerin

            Das ist für Dich ein Kompliment !!
            faszinierend !

          • „Wirklich furchtbar finde ich ja z.B. auch die Frauen, die Ohrfeigen (empfangen) als zum Liebesspiel gehörig proklamieren, das sind tatsächlich „Verräterinnen“ in meinen Augen.“
            Mach ich fast bei jedem Sex. Aber die Frauen mit denen ich das mache sind die vermutlich auch intellektuell meilenweit überlegen und würden dich bestenfalls auslachen.
            Da kann ich nebenbei Popcorn essen.

          • „Weil es ja so völlig normal ist, dass man als 7-Jähriger auf dem Schulweg einem Exhi begegnet“

            Ein nackter, unerregter Mann ist meinem Gesetzes-Verständnis nach übrigens noch kein Exhibitionist. (Ein Mann, der unvermittelt ein Dickpic von sich verschickt, i.d.R. aber schon!)

            „prima Auftragskillerin

            Das ist für Dich ein Kompliment !!
            faszinierend !“

            Ich hätte das damals zwar weit von mir gewiesen, aber die Idee, als gefährlich wahrgenommen zu werden, gefiel mir insgeheim außerordentlich gut.

            In Remembrance:

            „Mach ich fast bei jedem Sex.Aber die Frauen mit denen ich das mache sind die vermutlich auch intellektuell meilenweit überlegen und würden dich bestenfalls auslachen.“

            Na und schlimmstenfalls?

            Das wären dieselben Frauen, die Du Stolz bist ohne ihr Einverständnis zu filmen, ne?
            Ich mein, Du hättest mal geschrieben, dass Du ohne Absprache auch die Ohrfeigen verteilst, sie anpisst, etc. Man kann nur hoffen, Du bist ein reiner Möchtegern-Wichser. Anderenfalls wärst Du sicher jemand, den man zum Schutz der Allgemeinheit wegsperren müsste.

          • „Wirklich furchtbar finde ich ja z.B. auch die Frauen, die Ohrfeigen (empfangen) als zum Liebesspiel gehörig proklamieren, das sind tatsächlich „Verräterinnen“ in meinen Augen.“

            Aus deinem Mund nehme ich das mal als Kompliment 😉

            Kleiner Tipp: Man kann mit einem Sexualpartner darüber reden, was man mag und was nicht.

          • Die Verbindung von Sex und Gewalt ist derart Mainstream, dass Frauen wahrscheinlich häufig selber Schwierigkeiten damit haben, z.B. Schläge auf den Arsch oder Würgen während des Akts korrekt als gewaltvolle Handlungen einzuordnen.
            Oder auch Beschimpfungen. Warum gelten Abwertungen des weiblichen Parts during intercourse überhaupt als sexy?
            Hast Du denn explizit darum gebeten, bevor Du sowas das erste Mal erlebt hast?

          • Ich finde das auch „nicht schlimm“, bin bereit, sowas meinem Partner zuliebe zu dulden und mit viel gutem Willen gar zu unterstellen, er machte dies, um auch meine Lust in diesem Moment zu mehren. Tatsache ist aber (und immerhin mein Mann weiß das auch – frühere Lover erhielten noch kein Feedback diesbezüglich), dass mir ohne dies überhaupt nix fehlte (ich also nie denke „oh, bitte, bitte!“ bzw. „oh, toll“) und es mich eher ausm Flow bringt (einem Würgen versuche ich inzwischen eigentlich immer/es passiert nurnoch selten/ zu entkommen – ohne ein „safeword“ zu benutzen bzw. sonstwie „die Stimmung zu zerstören“).

          • Die Verbindung von Sex und Gewalt ist derart Mainstream, dass Frauen wahrscheinlich häufig selber Schwierigkeiten damit haben, z.B. Schläge auf den Arsch oder Würgen während des Akts korrekt als gewaltvolle Handlungen einzuordnen.

            Was ist denn das? Entweder man empfindet etwas als schön oder als geht so oder als schlecht. Dass ich aber gar keine eigene Meinung dazu habe, wenn mir einer beim Sex auf den Hintern schlägt, passt nicht in mein Weltbild.

            Gibt es wirklich Frauen, die das nur deshalb gut finden, weil sie in einer Frauenzeitschrift gelesen haben, es sei gut – und weil es eben damit Mainstream ist?

            Krass! Die spüren ja gar nichts mehr…

          • @Semikolon

            Und wenn wir hier schon so intim sind noch etwas Aufklärung: Es ist verboten, wenn ein Mann exhibitionistisch sein Glied öffentlich zeigt, unabhängig davon, ob er es als Bild verschickt oder nicht. Dies gilt nur für Männer. Frauen dürfen uns alles ins Blickfeld halten – wogegen übrigens auch einige Feministinnen zu Felde ziehen. Da bin ich allerdings auf ihrer Seite, weil das manchmal die Grenzen des Erträglichen überschreitet.

            §StGB 183a (1) Ein Mann, der eine andere Person durch eine exhibitionistische Handlung belästigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
            https://dejure.org/gesetze/StGB/183.htm

          • „Entweder man empfindet etwas als schön oder als geht so oder als schlecht.“

            Wie wärs mit: schön für ihn, geht so für mich, aber eigentlich schlecht, wenn ichs näher aufdrösel.

            „Gibt es wirklich Frauen, die das nur deshalb gut finden, weil sie in einer Frauenzeitschrift gelesen haben, es sei gut – und weil es eben damit Mainstream ist?“

            Manchmal erscheint mir das Kokettieren mit Masochismus primär als Selbst-Vermarktungs-Strategie dieser Frauen, vielleicht aus evolutionärer Sicht als costly signal einzuordnen. Und ich vermute auch einen Zusammenhang mit der Gehirnchemie respektive depressiven Verstimmungen, bzw. ich wüsste nicht, wie man das dem BDSM zugrundeliegende Selbstbild davon abgrenzen sollte. Aber Medien, die gewalthaltigen Sex (selbst ssc) normalisieren, werden sicher auch eine Rolle hinsichtlich der Verbreitung spielen. Oder auch die Tatsache, dass wir in unserer wohlorganisierten Welt nur verhältnismäßig wenige, tiefe Emotionen auslösende Abenteuer erleben. Und Fakt ist nunmal: außergewöhnliche emotionale Lagen, sprich das Gefühl, etwas dem Alltag enthobenes gemeinsam erlebt zu haben, bei dem sich alle Sinne scharfstellten, vertieft Bindungen; lässt Menschen sich verliebter fühlen; macht high.

            Vergangene Woche beispielsweise bin ich auf einer echt überraschend krassen Achterbahn gewesen. Vor uns (meinem Mann, unserer Großen und mir) in der Warteschlange standen zwei Frauen und ein Mann, die zusammengehörten, ca. Anfang 20. Er hatte unheimlich niedliche Grübchen, da blieb mein Blick schon mal dran hängen (und bei seinen schrecklich großen Füßen). Jedenfalls waren das dann 2er-Sitzreihen, und schnick, schnack, schnuck hat bei uns die Platzwahl entschieden. Als ich zu diesem jungen Mann trat, sprach er mich freundlich an: „wir fahren also zusammen, ja?“. „Es ist mein erstes Mal“ sagte ich dann noch, wozu er meinte: „wir können zuerst drüber reden“. Worauf ich hinauswill: letztlich habe ich von ihm dann phantasiert – und das ist mir seit Jahren nicht mehr in der Form passiert, seit Jahren! Und da dachte ich auch sofort: die Achterbahnfahrt war nunmal aufregend!

            „Krass! Die spüren ja gar nichts mehr…“

            Das hat mich übrigens wahnsinnig beschäftigt damals mit 15 auf der Disko-Toilette in Tours: ich hab (irgendwann jedenfalls) gar nicht mehr gespürt, was der da mit Händen und Mund mit meinem Körper überhaupt machte, speziell nachdem das Licht ausging. Die Erinnerung besteht auch nur aus wenigen Sequenzen. Ginge ich danach, könnte das Ganze nicht länger als ein paar Minuten gedauert haben (was aber ausgeschlossen ist). Und nachdem ich es aufgeschrieben hatte, kam mir jetzt noch die Idee, dass er sich ja möglicherweise bis zum Orgasmus gebracht hatte und mich deshalb dann auch gehen ließ. Registriert hätte ichs zwar nicht – aber aus Erwachsenensicht erscheint mir das eigentlich sogar wahrscheinlich.

          • Jetzt seh ich erst, welches Missverständnis Dein „Auch ich“ vor der Exhibitionisten-Sache indiziert.
            Du hast natürlich nicht mitdenken können (weil ich die Geschichte nun zu knapp schilderte), dass dieser untenrum Entblößte mich zuvor quasi entführt hatte auf eine eher spezielle Art (ich nenne es mal leicht windschief „das umgekehrte Dornröschen“, da er mir einen Doc Martens Halbschuh vom Fuß stibitzte, mit dem er dann in den Wald rannte. Ernsthaft…), sein Glück bereits ein Weilchen probiert hatte (in beinah akzeptablem Rahmen) sowie – ob nun zum Schein oder real, ich nehme aber an letzteres – den Versuch aufgab, was ich erleichtert zur Kenntnis nahm. Dann aber machte er doch nochmal abrupt auf dem Absatz kehrt, schubste und presste mich in einen Stuhl mit Armlehnen, wo dann eben… s.o.

          • „(Ich hätt mir die Kreativ-Bezeichnung sparen sollen. Falsches Märchen, of course. Echt peinlich)“

            Das hast Du mit Absicht gemacht. Willst uns glauben lassen, Du wärst schlecht im Märchenerzählen. 😉

          • „Das wären dieselben Frauen, die Du Stolz bist ohne ihr Einverständnis zu filmen, ne?
            Ich mein, Du hättest mal geschrieben, dass Du ohne Absprache auch die Ohrfeigen verteilst, sie anpisst, etc. Man kann nur hoffen, Du bist ein reiner Möchtegern-Wichser. Anderenfalls wärst Du sicher jemand, den man zum Schutz der Allgemeinheit wegsperren müsste.“

            Dass solche wie du vermutlich alleine, verbittert und nur mit ihren Katzen in der Wohnung rumsitzen und ihren Männerhass in die Welt posaunen ist auf jeden Fall verdienst.
            Der Unterschied zu dir ist, dass die Frauen mich anbetteln bei ihnen das zu machen. Ich brauche schon lange keine Frauen mehr aufreißen – sie reißen mich auf. Bei dir hingegen wird jeder vernünftige Mann und jede vernünftige Frau die Finger von lassen. Dein Geheule ist die Erkenntnis gehasst zu werden. Deswegen lache ich immer wenn du irgendwas schreibst.

          • Du wirst es wohl nicht glauben, aber ich persönlich fürchte mich ja so überhaupt gar nicht davor, Menschen zum Lachen zu bringen. Im Gegenteil halte ich es für eins der schönsten Talente überhaupt und bin unheimlich dankbar, so es mir in der Rückschau gelingt, sogar auch selbst die komischen Elemente vergangener Situationen (die für mich Alles Andere als schön waren) zu entdecken.

            „Der Unterschied zu dir ist, dass die Frauen mich anbetteln bei ihnen das zu machen. Ich brauche schon lange keine Frauen mehr aufreißen – sie reißen mich auf.“

            Wie kämst Du denn an diese Frauen, sprich wo lerntest Du sie kennen? In einschlägigen Portalen?
            Und die machten das nicht etwa zum Gelderwerb (rhetorische Frage, natürlich würdest Du auch nicht zugeben, wenn Du regelmäßig vorab Schmerzensgeld zahltest)?

            Vielleicht kannst Dus ja wenigstens erklären: _warum_ nur würde man Sex mit jemandem wollen, der einen aus tiefstem Herzen verachtet? Das ist doch völlig hirnrissig.

          • „Du wirst es wohl nicht glauben, aber ich persönlich fürchte mich ja so überhaupt gar nicht davor, Menschen zum Lachen zu bringen. Im Gegenteil halte ich es für eins der schönsten Talente überhaupt und bin unheimlich dankbar, so es mir in der Rückschau gelingt, sogar auch selbst die komischen Elemente vergangener Situationen (die für mich Alles Andere als schön waren) zu entdecken.“
            Ich bezweifle, dass du viele Menschen zum Lachen bringen wirst wenn du da so bist wie hier im Forum. Guter Humor hat generell ein selbstironisches Element und das traue ich dir nicht zu. Wie den meisten Feministen traue ich dir in der Tat nur Hasswitze gegen Männer zu (im Prinzip das Äquivalent zum antisemitischen Humor der Kabarettistenim 3. Reich).

            „Wie kämst Du denn an diese Frauen, sprich wo lerntest Du sie kennen? In einschlägigen Portalen?
            Und die machten das nicht etwa zum Gelderwerb (rhetorische Frage, natürlich würdest Du auch nicht zugeben, wenn Du regelmäßig vorab Schmerzensgeld zahltest)?“
            Dein Problem ist, dass du Menschen nicht verstehst. Das haben viele radikale Ideologien an sich und der Feminismus ist da nicht anders. Es gibt Frauen die WOLLEN das, die betteln mich an sie zu verhauen und ja, da gibt es Portale wo sich die Frauen erst einmal anmelden müssen. Nicht zu glauben was?

            „Vielleicht kannst Dus ja wenigstens erklären: _warum_ nur würde man Sex mit jemandem wollen, der einen aus tiefstem Herzen verachtet? Das ist doch völlig hirnrissig.“
            Erst einmal verachtet mich keine dieser Frauen, oft himmeln sie mich sogar an. Ich mag dieses unterwürfige Gehabe eigentlich nicht aber wenn die Frau gut aussieht – was solls.
            Zum anderen habe ich aber auch gerne mit Feministinnen Sex weil ich diesen so die Unlogik ihrer eigenen Ideologie in der Praxis demostrieren kann. So in etwa wie ich gerne Veganer zum Fleischessen verführe.
            Und zum dritten sind Hatefucks einfach was geiles. Jemanden zu ficken den du im innersten deines Herzens verachtest hat etwas animalisches. Du musst keine Rücksicht nehmen, dich nicht zurück nehmen, sondern kannst deinen ganzen Hass auf diesen Menschen in etwas für dich Positives verwandeln. Die Gefühle des anderen sind dir scheißegal. Es gibt keinen Sex der einem Hatefuck auch nur Nahe kommt, es ist die ultimative Karthasis. Und manche Frauen suchen genau diesen animalischen Sex mit jemanden der alles rauslässt. Ich bezweifle, dass du das verstehst aber es ist auch für die Frauen die da mitmachen eine extreme Erfüllung.
            Allerdings mache ich nach dem Sex auch gerne Aftercare denn auch wenn ich die Ideologie der manche der Frauen anhänge verachte, so sind die Frauen nach dem Sex einfach nur Menschen die aufgefangen werden müssen.

        • @semikolon:
          „Die Verbindung von Sex und Gewalt ist derart Mainstream, dass Frauen wahrscheinlich häufig selber Schwierigkeiten damit haben, z.B. Schläge auf den Arsch oder Würgen während des Akts korrekt als gewaltvolle Handlungen einzuordnen.“

          Warum sollte man das als Gewalt einordnen, wenn es einvernehmlich geschieht?

          “ Hast Du denn explizit darum gebeten, bevor Du sowas das erste Mal erlebt hast?“

          Ich hatte mir meinem ersten Freund eine BDSM Beziehung ohne dass jede einzelne Praxis haarklein abgesprochen war. Ich habe also nicht explizit um Ohrfeigen gebeten, aber er wusste, dass ich auch auf Schläge stehe.

          “ Tatsache ist aber (und immerhin mein Mann weiß das auch – frühere Lover erhielten noch kein Feedback diesbezüglich), dass mir ohne dies überhaupt nix fehlte (ich also nie denke „oh, bitte, bitte!“ bzw. „oh, toll“) und es mich eher ausm Flow bringt (einem Würgen versuche ich inzwischen eigentlich immer/es passiert nurnoch selten/ zu entkommen – ohne ein „safeword“ zu benutzen bzw. sonstwie „die Stimmung zu zerstören““

          Warum machst du nicht in einer Situation außerhalb des Sex klar, dass dir würgen eben nicht gefällt?

          • „Warum sollte man das als Gewalt einordnen, wenn es einvernehmlich geschieht?“

            Semi ist eine Feministin. Und die beanspruchen für sich die Definitionshoheit.
            Danach gibt es keine einvernehmliche Gewalt. Wenn Du sie gut findest, hast Du nur die patriarchale Herrschaft des Mannes verinnerlicht und bist zu keiner wirklich eigenen Meinung fähig. Meistens bist Du auch noch tief im Inneren verängstigt.

          • @carnofis:
            Ich verstehe mich ebenfalls als Feministin, das bedeutet für mich aber auch die Selbstbestimmung einer jeden Frau zu akzeptieren und ihnen nicht ihre Meinung abzusprechen.

            Auch die Entscheidung die BDSM kam eine selbstbestimmte und somit feministische sein.

          • @Miria
            „Auch die Entscheidung die BDSM kam eine selbstbestimmte und somit feministische sein.“

            Selbstbestimmung ungleich Feminismus.

            Selbstbestimmung und Verantwortung ist eine liberale Denkansicht und das ist das genaue Gegenteil des Feminismus. Der Feminismus ist eine kollektivierende Ideologie, indem es eben keine Selbstbestimmtheit gibt, wie du ja anhand von Semi gesehen hast.

          • „Der Feminismus ist eine kollektivierende Ideologie, indem es eben keine Selbstbestimmtheit gibt, wie du ja anhand von Semi gesehen hast.“

            So ist es.
            Du musst Deine Vorlieben erst ins feministische Kollektiv einbringen und dort diskutieren, um zu wissen, ob Du unterdrückt wirst, oder diese Form von Sex genießen darfst.

          • „Ich hatte mir meinem ersten Freund eine BDSM Beziehung ohne dass jede einzelne Praxis haarklein abgesprochen war. Ich habe also nicht explizit um Ohrfeigen gebeten, aber er wusste, dass ich auch auf Schläge stehe.“

            Woher wusstest Du denn, dass Du ins Gesicht geschlagen werden wolltest, bevor er es das erste Mal tat? Hatte Dich sonst irgendwer schon mal geohrfeigt?
            Spürst Du ernstlich keine Wut in so einem Moment?
            Ziehst Du aus Angst einen Lustgewinn, oder meinst Du, nicht wirklich um Deine Sicherheit besorgt sein zu müssen (aber was, wenn Du Deinen Dom noch nicht näher kennst)?

          • Hahaha genau Semi, du verhältst dich auch noch genauso wie carnofis und ich das einen Kommentar weiter oben vorhersagen.
            Du kannst dir einfach nicht vorstellen, dass es der Miria einfach gefällt, weil es kann nicht sein, was nicht sein darf.

            Nun, vielleicht hilft es ja und Miria (nachdem sie sich selbst gegenüber einer Feministin rechtfertigen muss) distanziert sich von dem Feminismus-Blödsinn.

          • @Semikolon:
            „Woher wusstest Du denn, dass Du ins Gesicht geschlagen werden wolltest, bevor er es das erste Mal tat?“
            Woher wusstest du, dass du Sex willst bevor du ihn das erste Mal hattest?

            „Hatte Dich sonst irgendwer schon mal geohrfeigt?“
            Nein. Du kannst dir also das Märchen vom armen Opfer, dass irgendwelche Missbrauchserfahrungen mit BDSM kompensiert, sparen. 😉

            „Spürst Du ernstlich keine Wut in so einem Moment?“
            Spürst Du Wut, wenn dein Partner mit dir schläft?
            Warum sollte ich wütend sein, wenn mir jemand, den ich im besten Fall noch liebe, Lust verschafft?

            „Ziehst Du aus Angst einen Lustgewinn, oder meinst Du, nicht wirklich um Deine Sicherheit besorgt sein zu müssen…“
            Ich habe doch keine Angst vor meinem Partner!

            „(aber was, wenn Du Deinen Dom noch nicht näher kennst)?“
            Ich lasse mich doch nicht auf jeden x-beliebigen ein!

          • @EinLeser:
            „Nun, vielleicht hilft es ja und Miria (nachdem sie sich selbst gegenüber einer Feministin rechtfertigen muss) distanziert sich von dem Feminismus-Blödsinn.“

            Feminismus bedeutet Emanzipation und somit Selbstbeytimmung der Frau. Ich kann nichts dafür, wenn das von anderen falsch interpretiert wird. So wie ich mir nichts von irgendwelchen Männern vorschreiben lasse, werde ich das auch nicht bei irgendwelchen Frauen dulden!

            Und mich vom Feminismus abzubringen wurde hier schon lang und oft versucht, du gibst am besten gleich auf! 😉

          • „Woher wusstest du, dass du Sex willst bevor du ihn das erste Mal hattest?“

            Als wäre beides gleichermaßen erklärungsbedürftig… aber gut, falls ich dann eine ebenso ausführliche Antwort von Dir erhalte:

            Also als Erstes „wusste“ ich ja bloß, dass ich irgendwann mal Kinder haben würde; später erst verstand ich, dass ich dafür Sex haben „muss“, und noch später erfolgte dann die Konfrontation mit der Porno-Realität. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich schonmal verknallt gehabt und eine ziemliche Lust auf Rumknutschen entwickelt, und ich genoss natürlich auch das sich dabei einstellende, erregte Gefühl zwischen den Beinen sehr. Dennoch empfand ich die Pornos als tief schockierend in ihrer Gewalthaltigkeit (obwohl da nichtmal gehauen wurde). Ich habe mich nie in den dort abgebildeten Frauen gesehen. Und ich war mir auch Alles Andere als sicher, dass mir Penetration gefallen könnte, fürchtete mich vor Schmerzen.

            Als ich mich in first love verliebte, suchte ich sehr offensiv seine Nähe, und es dauerte dann auch bloß 3 Wochen, bis ich entschied, dass ich mein erstes Mal nu „endlich“ hinter mich bringen wollte. Ich rechnete eigentlich nicht damit, dass ich Spaß haben würde, war beim Vollzug dann aber doch noch leicht entsetzt – nicht nur darüber, wie weh es mir tat; ich konnte vorallem nicht verstehen, wie er bitteschön kommen kann, obwohl es für mich doch gerad so furchtbar ist! „Merkt der Spasti das denn nicht, oder isses ihm nur egal?“ war da der dominierende Gedanke (der aber nicht ausformuliert wurde). Der zweite Versuch war leider auch kein Stück besser (das war einfach zu knapp danach, da waren die Wunden noch nicht verheilt). Aber beim 3. Mal (eine Woche drauf) hat er sich dann auch von ganz allein „die Mühe“ gemacht, vorab erstmals (!) meine Klit mit seinen Fingern zu bespielen. Die Erregung, die ich dabei fühlte, hielt ich zumindest damals glatt für meinen ersten Orgasmus… sein Schwanz war da für mich aber noch Tabu, will meinen: ich hatte noch immer viel zu viel Schiss vor dem Teil um es anzufassen. Ihn störte das wohl nicht, er schien total zufrieden damit vögeln zu können. Als ich mir dann aber nach einigen Wochen ein Herz fasste und ihn (zunächst mal nur vorsichtig mit dem Mund) erkundete, regnete es Komplimente und so ganz allmählich „kam ich rein“. (Eine Libido hatte ich aber erst viele Jahre später nachdem ich die Pille abgesetzt hatte – was zusammenfiel mit der Aufnahme regelmäßiger Masturbation, bei der ich mir übrigens niemals irgendwas vaginal einführe)

            „Spürst Du Wut, wenn dein Partner mit dir schläft?“

            Abgesehen vom gerade Erwähnten: nein.
            Nur in Ausnahmefällen sind negative Emotionen für mich kompatibel mit sexueller Lust (zum Beispiel unter den Wehen, oder aber wenn jemand Nahestehendes verstorben ist).

            „Ich habe doch keine Angst vor meinem Partner!“

            Dass Deiner Karriere als Nutte keine lange Haltbarkeit beschieden war, liegt – so mutmaße ich – daran, dass Du anscheinend ne miese Schauspielerin bist. Reminder: gerad im Nachbarthread hast Du noch geschrieben, dass Du „aus Sicherheitsgründen“ nur selbstgekaufte Kondome benutzen willst. Mehr Misstrauen geht doch kaum. Aber Du stellst Männern, deren Kink oder Fetisch es ist, Frauen Schmerzen zuzufügen, Blanko-Scheine aus laut denen sie Dich schlagen und sonstwie misshandeln dürfen, ohne zu befürchten, dass da mal was auf dem Ruder laufen könnte? Du musst doch zugeben wie absurd das wirkt.

          • „Als wäre beides gleichermaßen erklärungsbedürftig… aber gut, falls ich dann eine ebenso ausführliche Antwort von Dir erhalte:..“

            Natürlich ist es gleichermaßen erklärungsbedürftig, es geht in beiden Punkten um Praktiken, die sexuelle Lust verschaffen.
            Ich hatte schon früh Fantasien in die Richtung und habe erotische Filme gesehen, die mich erregt haben. Ich wusste, war ich wollte, war mich steht auch ohne, dass ich es ausprobiert hatte, da ich entsprechende Fantasien hatte. Natürlich kam man immernoch sagen, hätte ja dann in der Realität ganz anders sein können, war es aber nicht.
            Anders als es bei dir scheint, hätte ich mich aber auch nie selbst irgendwie unter Druck gesetzt, dass ich irgendwas „hinter mich bringen musste. Weder der normale Sex noch irgendwelche Bdsm Praktiken. Ich gehörte zu denjenigen, die lieber auf den richtigen warten als zu früh Sex zu haben, daher war ich auch schon 18 beim ersten Mal, hatte mich schon länger mit Sex und verschieben Praktiken auseinandergesetzt und wusste genau war ich wollte. Ich hatte nie ein sexuelles Erlebnis, das mir unangenehm wegetan hat oder ähnliches. Ich hatte auch nie Angst vor irgendetwas, das mit Sex zu tun hat. Ein aufgeregtes Kribbeln war vielleicht dabei, aber das wars. Ich hatte viel mehr Schiss, dass mein Freund da nicht auf meiner Seite wäre und mich vielleicht nicht fesseln oder schlagen wollte bevor ich ihm davon erzählt habe. Das war zum Glück nicht so.
            Das erste Mal überhaupt, dass mein Partner mich geschlagen hat war sogar so, dass er mehr Angst hatte mir wehzutun oder mich zu verletzen. Die Einführung des Safewords war bei uns auch dazu da um ihm zu zeigen, es ist noch ok, so lange ich das nicht sage.

            „Dass Deiner Karriere als Nutte keine lange Haltbarkeit beschieden war, liegt – so mutmaße ich – daran, dass Du anscheinend ne miese Schauspielerin bist.“
            Hat jetzt irgendwie nichts mehr mit dem Thema zu tun, aber es gab nie eine „Karriere“ als Nutte. Ich habe ein Experiment gemacht, dass von Annahme am als solches geplant war und mir – auch wenn du es nicht glauben magst – Spaß gemacht hast. Schauspielern musste ich dabei eigentlich nie, weil ich nur gemacht habe, war mir gefällt. Mit zwei ehemaligen Kunden habe ich immernoch freundschaftliche Kontakte.
            Schauspielerst du bei ONS?

            „Reminder: gerad im Nachbarthread hast Du noch geschrieben, dass Du „aus Sicherheitsgründen“ nur selbstgekaufte Kondome benutzen willst. Mehr Misstrauen geht doch kaum.“

            Das hat weniger mit Misstrauen als mit einfacher Sicherheitsvorkehrung zu tun. Ich verhüte aufgrund von Geschlechtskrankheiten außerhalb einer Beziehung immer mit Kondom ohne damit jedem Mann unterstellen zu wollen er hätte solche. Ganz normales Sicherheitsbedürfnis.
            Und ich nehme lieber an, dass Männer zu dumm sind, zu wissen wie man Kondome richtig aufbewahrt als nachher irgendwelche Krankheiten zu haben.

            „Aber Du stellst Männern, deren Kink oder Fetisch es ist, Frauen Schmerzen zuzufügen, Blanko-Scheine aus laut denen sie Dich schlagen und sonstwie misshandeln dürfen, ohne zu befürchten, dass da mal was auf dem Ruder laufen könnte? Du musst doch zugeben wie absurd das wirkt.“

            Für solche Befürchtungen gibt es immerhin das Safeword (dass ich im übrigen noch nie benutzen musste) und wie erwähnt habe ich nicht mit jedem y-beliebigen bdsm Sex, sondern man lernt auch zunächst ein wenig kennen und spricht auch über Vorlieben und Tabus. Wenn ich immer Angst vor allem hätte, dann könnte ich die Sache mit dem Sex ja gleich sein lassen. Schließlich kam auch ein „normaler Mann“ einen vergewaltigen.

          • „Natürlich ist es gleichermaßen erklärungsbedürftig, es geht in beiden Punkten um Praktiken, die sexuelle Lust verschaffen.“

            Welchen biologischen Sinn machen Paraphilien D.A.n.?

            „Ich hatte schon früh Fantasien in die Richtung und habe erotische Filme gesehen, die mich erregt haben.“

            Und lass mich raten: ich soll Dir nu abkaufen, dass die SM-Phantasien in Dir entstanden sind noch bevor Du mit entsprechenden Medien konfrontiert wurdest?

            (als passionierter Tagträumer habe ich übrigens schon früh begriffen, dass die meisten Phantasien überhaupt nicht für die Überführung in die Realität gedacht sind)

            „Ich hatte auch nie Angst vor irgendetwas, das mit Sex zu tun hat. Ein aufgeregtes Kribbeln war vielleicht dabei, aber das wars.“

            Da sucht 1 den Nervenkitzel und findet ihn trotz aller Grenzgänge nicht. So sad!

            „Das erste Mal überhaupt, dass mein Partner mich geschlagen hat war sogar so, dass er mehr Angst hatte mir wehzutun oder mich zu verletzen.“

            Klar: jemanden, den man liebt oder auch nur mag auf Verlangen ausdauernd zu schlagen und dabei auch zu beschimpfen, fordert viel.

            Immerhin muss man sich aktiv in Hass-Gefühle reinsteigern, für die womöglich ja überhaupt keine Grundlage besteht.

            Das Label Feministin erscheint bei Dir wie eine Strategie, um möglichst viel Verachtung zu erfahren und Deinen Spielpartnern eben diese Sache mit dem Hass zu erleichtern. Was hast Du sonst noch für Tricks auf Lager?

            „Die Einführung des Safewords war bei uns auch dazu da um ihm zu zeigen, es ist noch ok, so lange ich das nicht sage.“

            Wenn das nur der Nebenzweck war, was war dann der Hauptzweck?

            „Hat jetzt irgendwie nichts mehr mit dem Thema zu tun, aber es gab nie eine „Karriere“ als Nutte. Ich habe ein Experiment gemacht, dass von Annahme am als solches geplant war und mir – auch wenn du es nicht glauben magst – Spaß gemacht hast.“

            Wenn ich mich richtig erinnere, warst Du davon sogar so begeistert, dass es nu wiederum eher schwer fällt zu verstehen, warum Du nicht dabei bleiben wolltest?

            „Schauspielern musste ich dabei eigentlich nie, weil ich nur gemacht habe, war mir gefällt. Mit zwei ehemaligen Kunden habe ich immernoch freundschaftliche Kontakte.“

            Klingt jetzt irgendwie, als hättest Du einfach die Männer, an denen Du ohnehin interessiert warst, um Geld angebettelt.

            „Schauspielerst du bei ONS?“

            Ein ONS blieb ja nie grundlos einer. Wenn Intimität mit einem speziellen Menschen 1 Mal und dann nie wieder gewünscht wird, hat da halt irgendwas nicht gepasst.

            Um Deine Frage zu beantworten: bei dem einen ONS, den ich hatte, sah ich mich gezwungen, meine Enttäuschung über die Größe seines Genitals zu überspielen.

            „Wenn ich immer Angst vor allem hätte, dann könnte ich die Sache mit dem Sex ja gleich sein lassen. Schließlich kam auch ein „normaler Mann“ einen vergewaltigen.“

            Der „normale Mann“ wurde dann aber eben nicht dazu aufgefordert, sich in die Richtung dieser emotionalen Lage zu bewegen. Von daher ist es schon irgendwo nicht ganz unverständlich, wenn Tatverdächtige einer Tötung im SM-Milieu (bzw. bei Vorliegen einer behaupteten „Spielbeziehung“) vor Gericht frei von Schuld gesprochen werden. War halt nur ein bedauerlicher Sex-Unfall, ne?

            „Anders als es bei dir scheint, hätte ich mich aber auch nie selbst irgendwie unter Druck gesetzt, dass ich irgendwas „hinter mich bringen musste.“

            Ich wollte mir ja schon selbst aussuchen können/dürfen, WER mich entjungfert. Und nach 2 (so wahrgenommenen) versuchten Vergewaltigungen hatte ich dann den Eindruck, ich sollte mich vielleicht ein bisschen beeilen mit meiner Entscheidung, damit das auch noch so hinhaut.

            „Ich gehörte zu denjenigen, die lieber auf den richtigen warten als zu früh Sex zu haben,“

            War es zu früh? Naja, jedenfalls stimmte die Reihenfolge bei unserem Vorgehen nicht^^.
            Aber war er der Falsche? Nein, ich denke nicht.

            Er hat zumindest auch um Entschuldigung gebeten nachher als wirs besprachen. Hatte sehr wohl gemerkt wie es mir ging; war selbst überrascht, auf wieviel Widerstand er traf beim Versuch einzudringen (seine bis dato schwierigste Entjungerung, wie er meinte) – fand das aber eben auch gleichzeitig „leider zu geil“; wollte auch meinetwegen nicht auf halber Strecke wieder kehrt machen, da musst‘ ich halt durch
            (das gab auch ein richtiges „Plop“-Geräusch, vergleichbar dem Platzen der Fruchtblase, nur nicht ganz so laut).

            Maybe I simply should have popped my cherry all by myself.

          • @Semi

            „Und lass mich raten: ich soll Dir nu abkaufen, dass die SM-Phantasien in Dir entstanden sind noch bevor Du mit entsprechenden Medien konfrontiert wurdest?“

            Abgesehen davon, dass das kaum eine Rolle spielt, ist das bei SM-Anhängern oft so. War es bei mir auch, sogar präpubertär (was mich damals sehr irritiert hat, deshalb erinnere ich das noch gut). Ich kann mich auch an keinen Auslöser erinnern, weder bin ich jemals misshandelt worden noch gab es in der DDR entsprechende Pornos (schon gar nicht für Kinder).

            Ich fürchte, du musst dich damit abfinden, dass nicht alle so ticken wie du.

            Was diese „Paraphilien“ für einen Sinn machen, weiß ich nicht. Vielleicht erhöhen sie in Extremsituation die Überlebensfähigkeit. Bedauerlicherweise gibt es kaum Forschung dazu. Gerade SM-Neigungen müssten sich eigentlich auf Neurotransmitterebene irgendwie niederschlagen.

          • @Semikolon:
            „Welchen biologischen Sinn machen Paraphilien D.A.n.?“

            Ich bin keine Biologin und habe mir da noch nie Gedanken drüber gemacht. Welchen biologischen Sinn macht Homosexualität?

            „Und lass mich raten: ich soll Dir nu abkaufen, dass die SM-Phantasien in Dir entstanden sind noch bevor Du mit entsprechenden Medien konfrontiert wurdest?“

            Du hattest keine Fantasien von etwas, dass dich erregt bevor du Por os gesehen hast? Ich kaufe dir das eher nicht ab. Denn der Normalfall, das Menschen entsprechende Fantasien entwickeln ohne von Filmen dazu angeregt zu werden.

            „Ich hatte auch nie Angst vor irgendetwas, das mit Sex zu tun hat. Ein aufgeregtes Kribbeln war vielleicht dabei, aber das wars.“

            „Da sucht 1 den Nervenkitzel und findet ihn trotz aller Grenzgänge nicht. So sad!“

            Wie kommst du darauf, dass ich irgendeinen Nervenkitzel suche? Wäre dem so, würde ich Autorennen fahren oder Fallschirmspringen!

            „Immerhin muss man sich aktiv in Hass-Gefühle reinsteigern, für die womöglich ja überhaupt keine Grundlage besteht.“

            Es geht bei Sex und Erotik doch nicht um Hass, sondern um Liebe!

            „Das Label Feministin erscheint bei Dir wie eine Strategie, um möglichst viel Verachtung zu erfahren und Deinen Spielpartnern eben diese Sache mit dem Hass zu erleichtern. Was hast Du sonst noch für Tricks auf Lager?“

            Bist du dumm oder nur überfordert komplexe Dinge zu verstehen? Ich will weder gehasst werden noch hassen meine Partner mich, eher im Gegenteil!

            “ Wenn das nur der Nebenzweck war, was war dann der Hauptzweck?“

            Hauptzeck sollte dir bekannt sein. Wie bei einem Kondom handelt es sich um eine grundlegende Sicherheitsvorkehrung.

            „Wenn ich mich richtig erinnere, warst Du davon sogar so begeistert, dass es nu wiederum eher schwer fällt zu verstehen, warum Du nicht dabei bleiben wolltest?“

            Vielleicht weil ich innerhalb einer Beziehung kein Bedürfnis mehr nach Sex außerhalb hatte.

            “ Klingt jetzt irgendwie, als hättest Du einfach die Männer, an denen Du ohnehin interessiert warst, um Geld angebettelt.“

            Du weißt offenbar nicht, was es bedeutet, eine Dienstleistung anzubieten. Bettelst du Arbeitgeber/Kunden um Geld an?

            „Um Deine Frage zu beantworten: bei dem einen ONS, den ich hatte, sah ich mich gezwungen, meine Enttäuschung über die Größe seines Genitals zu überspielen.“

            Traurig.

            „Wenn ich immer Angst vor allem hätte, dann könnte ich die Sache mit dem Sex ja gleich sein lassen. Schließlich kam auch ein „normaler Mann“ einen vergewaltigen.“

            „Anders als es bei dir scheint, hätte ich mich aber auch nie selbst irgendwie unter Druck gesetzt, dass ich irgendwas „hinter mich bringen musste.“

            „Ich wollte mir ja schon selbst aussuchen können/dürfen, WER mich entjungfert. Und nach 2 (so wahrgenommenen) versuchten Vergewaltigungen hatte ich dann den Eindruck, ich sollte mich vielleicht ein bisschen beeilen mit meiner Entscheidung, damit das auch noch so hinhaut.“

            Es tut mir leid, was du erlebt hast. Aber nach all deinen Erzählungen habe ich den Eindruck, dass du ein ziemlich verkorkstes Sexleben hast und es dir vielleicht auch deshalb schwer fällt zu glauben, dass andere mit ihrem Sexleben rundum zufrieden sind. Speziell wenn es dann noch Bdsm ist, was du warum auch immer ja offensichtlich als verabscheuungswürdig betrachtest.

            „War es zu früh? Naja, jedenfalls stimmte die Reihenfolge bei unserem Vorgehen nicht^^.
            Aber war er der Falsche? Nein, ich denke nicht.“

            Die Beschreibung von deinem ersten mal klang zumindest nicht gerade glücklich.

            „Er hat zumindest auch um Entschuldigung gebeten nachher als wirs besprachen. Hatte sehr wohl gemerkt wie es mir ging; war selbst überrascht, auf wieviel Widerstand er traf beim Versuch einzudringen (seine bis dato schwierigste Entjungerung, wie er meinte) – fand das aber eben auch gleichzeitig „leider zu geil“; wollte auch meinetwegen nicht auf halber Strecke wieder kehrt machen, da musst‘ ich halt durch
            (das gab auch ein richtiges „Plop“-Geräusch, vergleichbar dem Platzen der Fruchtblase, nur nicht ganz so laut).“

            Klingt nach einem rücksichtslosen Arschloch, Glückwunsch!

          • Hey Androsch,
            was war denn der ungefähre Inhalt Deiner (prä-)pubertären BDSM-Phantasien?

            Und bist Du eigentlich fix festgelegt auf die eine Seite, oder nur sozusagen qua Umstände?

            ät Miria:

            „Bist du dumm oder nur überfordert komplexe Dinge zu verstehen?“

            Komplex wirds vorallem dann, wenn man neben Deine Sicht die eines dominanten Parts stellt, Beispiel:

            https://taz.de/Sadomasochismus-und-Verantwortung/!5641241/):

            „Das Machtspiel gelingt nur, wenn ich das Sub-Begehren einhundert Prozent ernst nehme, das Oben und Unten real werden lasse. Ich den anderen also tatsächlich als den dreckigen, wertlosen Köter sehe, der er in diesem Moment sein möchte. Würde ich das nicht tun, würde ich nur so tun als ob, dann würde ich damit sein ehrliches Begehren verraten.

            Ich muss also bereit sein, ihm alles zu nehmen, seinen Wert als Person, seine Verantwortung sich selbst gegenüber, seine Scham. Und zugleich muss ich aufmerksam bleiben für den Moment, an dem er seine Grenzen erreicht. Denn obwohl ich alles kontrolliere, kontrolliere ich das Entscheidende nicht: wann das Spiel endet.“

            Sorry: ein echter Dom wird niemals müde?

            „Dem oder der Sub wird so ermöglicht, sich zu befreien.“

            Noch ne Zwischenfrage: von was?

            „Der oder die Dom hingegen nimmt alle Bürden auf sich. Das ist massive Sorge­arbeit, und es kommt nicht selten vor, dass Doms danach in ein Loch fallen. Denn während des Spiels hat sich niemand um meine Bürden, meine emotionalen Lasten, meine Scham gekümmert. Ich war an der Macht, und dort, an der Macht, ist niemand für dich da.“

            Größte Schwäche dieses Beitrags imho: das Risiko der bespielten Seite auszublenden, das mit „sub-drop“ immerhin einen eigenen Fachausdruck erhielt.

            „Hauptzeck sollte dir bekannt sein. Wie bei einem Kondom handelt es sich um eine grundlegende Sicherheitsvorkehrung.“

            Ein Safeword braucht man dann, wenn man Nein, Stopp, bitte nicht, hör auf usw. sagen und sich vielleicht sogar auch körperlich wehren können will währenddessen – ohne, dass er darauf entsprechend reagiert. Sowas gehört doch auch zur Show? Ein echter Sadist hat doch nur wenig Spaß an einem selbst im Spiel willigen Opfer, das artig Danke sagt nach jeder Ohrfeige?
            .
            „„Um Deine Frage zu beantworten: bei dem einen ONS, den ich hatte, sah ich mich gezwungen, meine Enttäuschung über die Größe seines Genitals zu überspielen.“
            Traurig.“

            Was, dass mir nicht jeder Schwanz gleich recht ist? Oder findest Du es traurig, dass ich mich bemühte, seine Gefühle nicht zu verletzen (das unmittelbare danach war übrigens wieder so spitze wie der Flirt an sich. Pech halt)?

            „Es tut mir leid, was du erlebt hast. Aber nach all deinen Erzählungen habe ich den Eindruck, dass du ein ziemlich verkorkstes Sexleben hast“

            Ich verstehe, dass dieser Eindruck entstehen muss. Nur erkenne ich (für mich persönlich wie auch diese Seite) wenig Sinn darin, positive Highlights auszuformulieren. Das schafft doch nur Neider.

            „und es dir vielleicht auch deshalb schwer fällt zu glauben, dass andere mit ihrem Sexleben rundum zufrieden sind. Speziell wenn es dann noch Bdsm ist, was du warum auch immer ja offensichtlich als verabscheuungswürdig betrachtest.“

            Ich stelle Fragen wie z.B.: woran will sub erkennen, dass sie_er in einer missbräuchlichen Beziehung steckt? Wie alltäglich müsste sein/ihr Partner ihn/sie schlagen, damit sub das so langsam satt hätte und begänne von unverzeihlicher Gewalt zu sprechen?

            Ein Safeword auszumachen, aber nie zu benutzten, könnte doch auch bedeuten, dass sub sich zu sehr davor fürchtet mutmaßlich feststellen zu müssen, dass vielleicht auch das überhört würde?

            „Klingt nach einem rücksichtslosen Arschloch, Glückwunsch!“

            Not sure if serious^^

          • „“ Dem oder der Sub wird so ermöglicht, sich zu befreien.“

            Noch ne Zwischenfrage: von was?“

            Probleme, quälende Gedanken all diese eben.

            “ Ein Safeword braucht man dann, wenn man Nein, Stopp, bitte nicht, hör auf usw. sagen und sich vielleicht sogar auch körperlich wehren können will währenddessen – ohne, dass er darauf entsprechend reagiert. Sowas gehört doch auch zur Show? Ein echter Sadist hat doch nur wenig Spaß an einem selbst im Spiel willigen Opfer, das artig Danke sagt nach jeder Ohrfeige?“

            Es muss nicht um Spiel gehen, es kann auch sein, dass einem schnell mal ein Stopp rausrutscht und gar nicht so gemeint ist. Deshalb ist es auch wichtig, dass das Safeword nicht eins ist, dass man mal versehentlich sagt.

            “ Ich verstehe, dass dieser Eindruck entstehen muss. Nur erkenne ich (für mich persönlich wie auch diese Seite) wenig Sinn darin, positive Highlights auszuformulieren. Das schafft doch nur Neider.“

            Ich kann immer nur von dem ausgehen, was du hier offenbarst

            “ Ich stelle Fragen wie z.B.: woran will sub erkennen, dass sie_er in einer missbräuchlichen Beziehung steckt?“

            Ich würde sagen wie bei jeder anderen Beziehung auch, zum Beispiel wenn der Respekt fureinander fehlt.

            „Wie alltäglich müsste sein/ihr Partner ihn/sie schlagen, damit sub das so langsam satt hätte und begänne von unverzeihlicher Gewalt zu sprechen?“

            Das hat nichts mit alltäglich oder nicht zu tun, sondern Gewalt ist es immer dann, wenn so etwas gegen den Willen von jemandem geschieht – ist doch eigentlich ganz einfach.

            “ Ein Safeword auszumachen, aber nie zu benutzten, könnte doch auch bedeuten, dass sub sich zu sehr davor fürchtet mutmaßlich feststellen zu müssen, dass vielleicht auch das überhört würde?“

            Wie in jeder Beziehung kann also nie nein zu sagen auch bedeuten, dass man sich davor fürchtet, dass es nicht akzeptiert wird!

          • Für welche Probleme bzw. quälende Gedanken sollte das theoretisch klappen können und wieso?

            Nehmen wir mal an (wahrscheinlich kein ganz so seltener Fall), sub fühlt sich hässlich und ungeliebt; sucht und findet dann einen Dom, der „ihr entgegenkommt in ihrem Begehren“, sub also auf mannigfaltige Art – verbal und tätlich – eben dieses schlechte Selbstbild bestätigt… und zwar so lange, bis ER alle seine (überwiegend künstlich heraufbeschworenen) Aggressionen rausgelassen hat und schlicht keinen Bock mehr aufbringen kann um weiterzumachen (ich soll Dir vermutlich auch glauben, dass Deine Lustzentren so schief verdrahtet wären, dass Du Orgasmen erlebtest, wenn Du bespuckt und geohrfeigt etc. wirst. Lächerlich, sorry)…

            Was daran wirkt nun „befreiend“ für sub?

            Womöglich bloß der Aftercare-Part, wo der zuvor schlagende Partner dann die Reue emuliert, die auch viele Konstellationen ordinärer häuslicher Gewalt stabilisiert?

            Welche anderen Probleme und quälende Gedanken hegt sub noch typischerweise?

            Versuche, traumatische Erfahrungen der Vergangenheit irgendwie so durch ein sexuelles Rollenspiel zu transformieren in etwas weniger Schmerzliches, hielte ich sogar noch für ein halbwegs verständliches Anliegen. Nur kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass dieses Ziel nun gerade in der Funktion des unterlegenen Parts erreichbar sein sollte. Und würde das häufiger als nicht tatsächlich gelingen, bliebe weiterhin unverständlich, wie Leute in der BDSM-Schiene hängenbleiben können.

            „Es muss nicht um Spiel gehen, es kann auch sein, dass einem schnell mal ein Stopp rausrutscht und gar nicht so gemeint ist.“

            In welcher Hinsicht wäre es eigentlich ein Problem, wenn Top das „rausgerutschte Stopp“ (das ernst-gemeint rüberkommt!) respektieren müsste so als wäre es ein „Safeword“?

            Und sach ma, Miria: zu welchen Anteilen bist Du masochistisch bzw. devot?

          • „Für welche Probleme bzw. quälende Gedanken sollte das theoretisch klappen können und wieso?“

            Für Probleme jeglicher Art, zB Stress auf der Arbeit, Probleme in der Familie wasauchimmer. Der Punkt ist, dass man sich hingeben kann und sich keine Gedanken über die Probleme machen sollte.

            “ (ich soll Dir vermutlich auch glauben, dass Deine Lustzentren so schief verdrahtet wären, dass Du Orgasmen erlebtest, wenn Du bespuckt und geohrfeigt etc. wirst. Lächerlich, sorry)…“

            Durch Schmerz kann man sehr wohl einen Orgasmus bekommen und daran ist auch gar nichts irgendwie lächerlich, sondern es lässt sich sehr leicht biologisch erklären. 😉

            “ Was daran wirkt nun „befreiend“ für sub?“

            Das such hingeben können, sich keine Gedanken machen müssen, die Liebe, die sie empfängt.

            „Womöglich bloß der Aftercare-Part, wo der zuvor schlagende Partner dann die Reue emuliert, die auch viele Konstellationen ordinärer häuslicher Gewalt stabilisiert?“

            Aftercare hat doch nichts mit Reue zu tun!

            „Welche anderen Probleme und quälende Gedanken hegt sub noch typischerweise?“

            Welche Probleme und quälenden Gedanken hast du denn so?

            „In welcher Hinsicht wäre es eigentlich ein Problem, wenn Top das „rausgerutschte Stopp“ (das ernst-gemeint rüberkommt!) respektieren müsste so als wäre es ein „Safeword“?“

            Es macht das Spiel und die Stimmung kaputt!

            „Und sach ma, Miria: zu welchen Anteilen bist Du masochistisch bzw. devot?“

            Ca 50/50

          • „Für Probleme jeglicher Art, zB Stress auf der Arbeit, Probleme in der Familie wasauchimmer. Der Punkt ist, dass man sich hingeben kann und sich keine Gedanken über die Probleme machen sollte.“

            Bei nicht-Gestörten erfüllt „Blümchensex“ diese Funktion bereits vollständig.

            „Durch Schmerz kann man sehr wohl einen Orgasmus bekommen und daran ist auch gar nichts irgendwie lächerlich, sondern es lässt sich sehr leicht biologisch erklären.“

            Dann mach ma. Bleib aber bitte auch beim Bild dabei: anspucken, ohrfeigen und natürlich auch beschimpfen. Dass nach langer Tortur durch Folterinstrumente der alte Spruch „so schön, wenn der Schmerz nachlässt“ gilt, brauchst Du mir nicht „biologisch zu erklären“.

            „Das such hingeben können, sich keine Gedanken machen müssen, die Liebe, die sie empfängt.“

            Es bekümmert Dich gar nicht, dass dieses Liebe-empfangen ein pures Hirngespinst von sub ist, Top selbst währenddessen jedenfalls nicht das Gefühl hätte, Liebe auszusenden?

            „Aftercare hat doch nichts mit Reue zu tun!“

            Wäre es für einen objektiven (unsichtbaren) Beobachter unterscheidbar, ob er jetzt dem Nachspiel eines klassischen Falls häuslicher Gewalt oder dem eines S/M-Paars nach einer Session beiwohnt, und falls ja, wie?

            Ich stelle mir jedenfalls vor, nach einer „gelungenen“ Session wird sub durchschüttelt von Weinkrämpfen, die Top versucht zu trösten (und das wird dann zu dieser „Befreiung“ umgedeutet).

            „Welche Probleme und quälenden Gedanken hast du denn so?“

            In Zusammenhang mit Sex? Wow, da müsst ich echt überlegen, spontan fällt mir nix ein.

            „Es macht das Spiel und die Stimmung kaputt!“

            Nur, wenn das Ziel in der Simulation einer Gewalttat besteht, die Stimmung wechselseitigen Begehrens als abturnend gilt.

            50/50 also… da bin ich echt überrascht. Ich hätte angenommen, Du wärst stärker devot und würdest das Aushalten körperlicher Schmerzen mehr als Liebesbeweis für Deinen jeweiligen Angebeteten sehen. Hast Du Dich denn schonmal getrennt von jemandem, weil er Dir nicht hart genug zuschlug bzw. würdest Du?

          • „was war denn der ungefähre Inhalt Deiner (prä-)pubertären BDSM-Phantasien?“

            Ins Detail möchte ich da nicht gehen, das ist dann doch zu intim. Es waren jedenfalls Phantasien, bei denen ich erniedrigt wurde, weitgehend ohne sexuelle Komponente (ich war damals noch nicht aufgeklärt), aber doch auch nicht komplett ohne. Erspar mir nähere Schilderungen. Mich hat das als Kind sehr verwirrt, ich konnte das auch nicht zuordnen und mit niemandem drüber reden.

            „Und bist Du eigentlich fix festgelegt auf die eine Seite, oder nur sozusagen qua Umstände?“

            Ich bin beides und kann aus beidem Lust gewinnen, die masochistische Seite ist aber die sehr viel intensivere und erregendere, auch wenn ich sie in der Realität nicht ausleben kann. Man kann das jemandem, der das nicht als lustvoll empfindet, nicht vermitteln. Es ist ein ganz eigenes Gefühl, manche haben es offenbar und manche nicht (ich wünschte, die „Wissenschaft“ könnte was drüber sagen, kann sie aber nicht). Und es beschränkt sich auf den spielerischen Bereich, im Alltagsleben sind unfreiwillige Erniedrigungserfahrungen vermutlich für kaum jemanden lustvoll.

          • @Semi

            „Nur, wenn das Ziel in der Simulation einer Gewalttat besteht, die Stimmung wechselseitigen Begehrens als abturnend gilt.“

            Das ist nicht der Fall, im Gegenteil ist es so, dass SM eine Potenzierung des Begehrens darstellt. Der Top will sich den Sub komplett aneignen und der Sub sich komplett aneignen lassen. Der eine Teil will also komplett übernehmen (inklusive der Verantwortung), der andere komplett übergeben (inklusive seines freien Willens). Durch die Erniedrigungskomponente wird das Ganze erst manifest. Diese muss daher auch nicht unbedingt besonders gewalttätig sein oder besonders schmerzhaft, sie ist fast immer mehr oder weniger angedeutet, wobei sich da die persönlichen Geschmäcker halt unterscheiden.

            Das ist die Natur dieses „Spieles“, deshalb funktioniert es außerhalb eines abgesprochenen Rahmens normalerweise auch nicht, weil unfreiwillige Erniedrigungserfahrungen oft nicht diese Begehrenskomponente haben und außerdem leicht übergriffig werden, d.h. die Grenzen und Wünsche des Sub nicht respektieren.

            „50/50 also… da bin ich echt überrascht. Ich hätte angenommen, Du wärst stärker devot und würdest das Aushalten körperlicher Schmerzen mehr als Liebesbeweis für Deinen jeweiligen Angebeteten sehen.“

            Du interpretierst das falsch, von außen her. Man kann regelrecht greifen, dass du nicht verstehst, was da wirklich passiert.

            BDSM-Beziehungen sind (i.d.R. es gibt natürlich auch da Ausnahmen) ganz normale Beziehungen, m.E. sogar eher vertrauter und liebevoller, als 0815-Beziehungen, weil man halt einen Fetisch teilt, ein gemeinsames „Geheimnis“ hat. Die SM-Komponente kommt fast immer nur beim Sex (auch das nicht zwangsweise immer) und nach Absprache zur Anwendung. Wenn beide Lust darauf haben und immer nur im Rahmen der eigenen Phantasien, wird dieser überschritten, ist die Lust weg, weshalb beide Seiten das vermeiden.

          • „Erspar mir nähere Schilderungen.“

            Ungern.

            Na komm, so schlimm kanns doch nicht sein… meinst Du denn, ich hätte schon mal mit jemandem über das, was hier im Thread steht, sprechen können? Anonym schreiben ist wirklich sehr leicht im Vergleich.

            „Ich bin beides und kann aus beidem Lust gewinnen, die masochistische Seite ist aber die sehr viel intensivere und erregendere, auch wenn ich sie in der Realität nicht ausleben kann.“

            Und das weiß Deine Frau auch? Was sagt sie dazu, warum kann oder will sie Dir Deine Wünsche nicht erfüllen?

            „Man kann das jemandem, der das nicht als lustvoll empfindet, nicht vermitteln. Es ist ein ganz eigenes Gefühl, manche haben es offenbar und manche nicht (ich wünschte, die „Wissenschaft“ könnte was drüber sagen, kann sie aber nicht).“

            Du bist doch ein Anhänger der Reinkarnations-Theorie. Da dürfte es Dir nicht schwer fallen, Geistes-Bilder, für die sich in diesem Leben keine Grundlage finden lassen, als Erinnerung eines Ereignisses im vergangenen Leben zu deuten.

          • @Semi

            „Na komm, so schlimm kanns doch nicht sein… meinst Du denn, ich hätte schon mal mit jemandem über das, was hier im Thread steht, sprechen können? Anonym schreiben ist wirklich sehr leicht im Vergleich.“

            Ich will nicht, ich fürchte das mußt du akzeptieren. Ich wüsste auch nicht, was dir das für einen Erkenntnisgewinn bringen sollte.

            „Und das weiß Deine Frau auch? Was sagt sie dazu, warum kann oder will sie Dir Deine Wünsche nicht erfüllen?“

            Nein, weiß sie nicht, will ich auch nicht. Die Sache ist komplizierter und ich will sie dir weder im Detail erklären, noch gehe ich davon aus, dass du sie verstehen würdest. Eine sadistische Ader kann man als Mann sehr viel leichter ausleben, als eine masochistische, erst recht, wenn man groß und muskulös und heterosexuell ist. Das muss als Erklärung reichen. Ich habe mich längst damit abgefunden, dass mein Sexualleben Stückwerk ist und bleiben wird, man kann nicht alles haben.

            „Du bist doch ein Anhänger der Reinkarnations-Theorie. Da dürfte es Dir nicht schwer fallen, Geistes-Bilder, für die sich in diesem Leben keine Grundlage finden lassen, als Erinnerung eines Ereignisses im vergangenen Leben zu deuten.“

            Ich habe aber keine „Geistesbilder,“ die darauf hindeuten. Ich kann eine solche Verbindung nicht ausschließen, aber ich habe auch keinen Grund sie als Ursache zu vermuten. Ich gehe den Leuten mit dem Thema ohnehin schon auf den Keks. Ich bin sehr vorsichtig damit, alle meine Problemchen und Fetische auf irgendein ominöses Vorleben zu schieben (welches mir ansonsten komplett verschlossen bleibt, selbst Rückführungshypnosen sind bei mit wirkungslos), das ist nämlich sehr bequem, aber ziemlich sicher meist ein Irrweg.

            SM-Neigungen sind zudem ein sehr weit verbreiteter Fetisch (auch unter Männern, guckst du z.B. auf fetisch.de oder sklavenzentrale.com) , ich vermute, dass es eine physische Komponente dabei gibt, aber was weiß ich schon? Der ganze Geist-Körper-Komplex ist ja kaum erforscht, wir verstehen ja nichtmal, wieso Placebos wirken…

          • „Ich wüsste auch nicht, was dir das für einen Erkenntnisgewinn bringen sollte.“

            Womöglich erinnerte ich mich durch Deine Schilderung daran, dass ich vielleicht sogar eine dem ähnliche Phantasie hatte, wer weiß? Das Feld ist halt sehr breit. Und „nicht-sexuell, aber auch nicht so ganz“ hinreichend unspezifisch, um Interesse zu wecken. Aber ich schätze mal, Dir ist einfach peinlich, wie harmlos dieser zur ersten BDSM-Phantasie hochgejazzte Erinnerungsfetzen eigentlich ist.

            „Nein, weiß sie nicht, will ich auch nicht.“

            Ich brauch Dir nicht sagen, dass das ein Problem ist.
            Die Pornos, die Du schaust, bilden welche Seite stärker ab btw?

            „Die Sache ist komplizierter und ich will sie dir weder im Detail erklären, noch gehe ich davon aus, dass du sie verstehen würdest. Eine sadistische Ader kann man als Mann sehr viel leichter ausleben, als eine masochistische, erst recht, wenn man groß und muskulös und heterosexuell ist.“

            Also ich zumindest könnte mich ja wesentlich eher damit arrangieren, wenn mein Partner sich mir anbetungswürdiger Göttin zu Füßen werfen wollte, als wenn ihn das Gegenteil anmachte (ich mein als fixe Rolle, nicht temporär).

            Mein erster Boyfriend stand z.B. darauf, sich Strapse und Damenwäsche anzuziehen etc.; auch meinen ersten Strap-on erhielt ich von ihm, um Manche seiner Phantasien zu inszenieren. Letztlich reiner Zufall, dass er nicht „mehr“ verlangte – aber ich wäre auch das ganz sicher mitgegangen, auch ohne es zu verstehen.

            „wir verstehen ja nichtmal, wieso Placebos wirken“

            Der Glaube daran, eine wirksame Medizin erhalten zu haben, aktiviert die Selbstheilungskräfte des Körpers. Warum sollte das nicht ausreichen als Erklärung?

          • Boah, ich hab das Bild jetzt wieder vor Augen: 1,90 m groß, schlank, stramm und bestrapst tanzte er für mich. Wirklich großartig. Worth mentioning^^

          • „Letztlich reiner Zufall, dass er nicht „mehr“ verlangte – aber ich wäre auch das ganz sicher mitgegangen, auch ohne es zu verstehen.“

            Ich ziehe diese Aussage in ihrer Absolutheit zurück. Nicht zuletzt, weil er als Kind und Jugendlicher von beiden Elternteilen häufig verprügelt wurde und unter den Erinnerungen litt, wären mir wohl auch damals schon die SM-Kernhandlungen als zu gefährlich erschienen bzw. er hätte zumindest sehr sehr gut erklären müssen, was er potentiell daraus ziehen könnte. Und hätte er andersrum auch nur einmal die Hand gegen mich erhoben, hätte ich mich eh nicht mehr sicher fühlen können.

            War schon spitze, so wies war: experimentierfreudig bishin zu kinky, aber weitestgehend gewaltlos. Glück gehabt, würd ich da ma sagen.

            Der weiter oben verlinkte taz-Dom/Switch würde womöglich meinen, dass unsere Handlungen auch teilweise ins BDSM-Spektrum fielen, aber dieser Vereinnahmung würde ich mich verwehren, da die Atmosphäre eine durchweg positive, auf Reziprozität angelegte war und bei uns auch die „regulären Safewörter“ unserer Gesellschaft ihre Geltung behielten.

          • Ach, dazu noch:

            „Ich bin sehr vorsichtig damit, alle meine Problemchen und Fetische auf irgendein ominöses Vorleben zu schieben (welches mir ansonsten komplett verschlossen bleibt, selbst Rückführungshypnosen sind bei mit wirkungslos), das ist nämlich sehr bequem, aber ziemlich sicher meist ein Irrweg.“

            (Gewalt-)Traumata werden vererbt/können epigenetisch vererbt werden über min. 3 Generationen, so mein Wissensstand.

          • @Semi

            „(Gewalt-)Traumata werden vererbt/können epigenetisch vererbt werden über min. 3 Generationen, so mein Wissensstand.“

            Tja, wer weiß. Reine Spekulation. Mir sind keine Trauma bekannt, aber das muss ja nichts heißen. Die Logik dahinter leuchtet mir auch nicht ein, warum sollte ein Trauma dazu führen, dass man eine traumatische Situation lustvoll nachspielt? Das macht evolutionär keinen Sinn, im Gegenteil müsste man alles meiden, was auch nur im Entferntesten an das Trauma erinnert. So ist es m.W. auch bei echten Gewalterfahrungen. Man könnte es höchstens als Versuch des Geistes deuten, die traumatische Erfahrung umzudeuten und zu integrieren (ich weiß nicht, ob es dafür anerkannte Präzedenzfälle gibt), dann macht aber eine epigenetische Vererbung dieser Sache wiederum keinen Sinn.

            Du scheinst das Ganze auch für eine negative Sache zu halten, ich selbst habe aber kein Trauma und empfinde diese Veranlagung auch nicht als negativ, im Gegenteil! Sie ist ausgesprochen geil, im wahrsten Sinne des Wortes! Mir tun die Leute leid, die sie nicht haben, sie verleiht dem Sex eine zusätzliche aufregende Spielart, die den 0815-Blümchensex regelrecht langweilig erscheinen lässt.

            Woher das kommt, wäre zwar interessant zu wissen, ist aber letztendlich egal. Obwohl, vielleicht könnte man es chemisch induzieren, verstärken oder die Stimmung auf Abruf erzeugen. Würde ich sofort kaufen, wenn es eine Pille dafür gäbe 🙂

          • @Semi

            „Und „nicht-sexuell, aber auch nicht so ganz“ hinreichend unspezifisch, um Interesse zu wecken.“

            Ich hab ne Erektion bekommen, konnte damit aber nichts anfangen. Ich hatte keine sexuellen Phantasien, weil ich von Sex noch gar nichts wußte.

            “ Aber ich schätze mal, Dir ist einfach peinlich, wie harmlos dieser zur ersten BDSM-Phantasie hochgejazzte Erinnerungsfetzen eigentlich ist.“

            Schöner Versuch, aber ganz so leicht lasse ich mich dann doch nicht manipulieren 😉

            „Nein, weiß sie nicht, will ich auch nicht.“
            Ich brauch Dir nicht sagen, dass das ein Problem ist.

            Nein, ist es nicht, Frau Küchenpsychologin.

            „Die Pornos, die Du schaust, bilden welche Seite stärker ab btw?“

            Die Frage macht keinen Sinn, BDSM-Pornos bilden immer beide Seiten gleichzeitig ab. Die Frage ist, mit welcher man sich mehr identifiziert und das schwankt und ist nicht unbedingt geschlechtsspezifisch. Ich kann mich auch mit der Rolle einer erniedrigten Frau identifizieren, was gleichzeitig auch die sadistische Seite besser, weil einfühlsamer macht. Ich hoffe, das verwirrt dich jetzt nicht zu sehr, ich vermag es nicht besser zu erklären und erwarte nicht, dass du das verstehst. Probier es in der nächsten Inkarnation einfach mal selbst 😉

            „Also ich zumindest könnte mich ja wesentlich eher damit arrangieren, wenn mein Partner sich mir anbetungswürdiger Göttin zu Füßen werfen wollte, als wenn ihn das Gegenteil anmachte (ich mein als fixe Rolle, nicht temporär).“

            Könnte ein epigenetisch vererbtes Trauma sein, welches tiefe Minderwertigkeitskomplexe in dir hinterlassen hat?

            „Mein erster Boyfriend stand z.B. darauf, sich Strapse und Damenwäsche anzuziehen etc.; auch meinen ersten Strap-on erhielt ich von ihm, um Manche seiner Phantasien zu inszenieren. Letztlich reiner Zufall, dass er nicht „mehr“ verlangte – aber ich wäre auch das ganz sicher mitgegangen, auch ohne es zu verstehen.“

            Na immerhin abwechslungsreiches Sexualleben hattest du. Ich würde nie von meiner Partnerin verlangen, dass sie etwas macht, was ihr keinen Spaß macht. Vielleicht finde ich ja auch einfach, dass meine Frau dafür nicht gut passt?

            „Der Glaube daran, eine wirksame Medizin erhalten zu haben, aktiviert die Selbstheilungskräfte des Körpers. Warum sollte das nicht ausreichen als Erklärung?“

            Weil du damit lediglich „Placebo“ gegen eine unspezifische Phrase austauschst, nämlich „aktivierte Selbstheilungskräfte“. In der klassischen Medizin gibt es keine derartige Kopplung von Geist und Körper, sondern da sind wir lediglich Bio-Automaten. Der Placebo-Effekt beweist, dass es nicht so ist, auf welche Weise er welche ominösen „Selbstheilungskräfte“ aktiviert, ist m.W. noch fast vollkommen unerforscht. Eine Phrase dafür zu haben, erklärt nämlich noch nicht, wie es funktioniert.

          • Wow, dass der Thread immer noch beackert wird… dann will ich auch mal meinen Senf beitragen.

            @Androsch: Wenn du ein SZ-Profil hast, würde ich gerne ein paar PNs mit dir austauschen.

            @Semi: Ich mache auch mal den Versuch, dir SM näherzubringen. Ich durfte mal bei einer Session dabei sein, in der ein Typ sehr heftig von einer Frau geschlagen wurde. Sie steht laut eigenem Bekunden auf Schmerzensschreie, das turnt sie mega an, und auf Striemen am Körper des anderen, am besten blutige. Er steht laut eigenen Angaben auf Schmerzen und darauf, für eine Frau zu leiden. Merkst du, wie das zusammenpasst? Er wollte wohl keine blutenden Verletzungen, in der Hinsicht musste sie sich also zurückhalten, aber sie hat ihn mit diversen Schlaginstrumenten traktiert, dass er gebrüllt hat vor Schmerzen (und hinterher am halben Leib blaue Flecken hatte). Während der Session hat sie immer mehr gegrinst, und auch er hat in den Pausen zwischen den Schlägen, völlig außer Atem, obwohl gerade noch vor Schmerzen schreibend, zurückgelächelt, wenn sie ihn angeblickt hat. Die beiden hatten am Ende dieses Leuchten in den Augen, dass man nur kriegt, wenn man sehr, sehr guten Sex gehabt hat.

            Es ist klar, dass dieses Verlangen viele Menschen nicht nachempfinden können. Aber wo ist der Unterschied dazu, wenn ich als (Hetero-)Mann nicht nachfühlen kann, wie eine Frau einen Männerkörper attraktiv findet? Oder andersherum? Oder dass jemand auf Lederjacken steht, dicke Titten, einen knackigen Hintern,…? Sex ist so vielfältig, und das, was gefällt, auch. Wenn Claudia auf ihren Schäferhund steht, dann ist das eben so, und der einzige ethische Maßstab, der angelegt werden sollte, ist, ob das, was dann geschieht, im gegenseitigen Einverständnis mündiger Menschen (okay, für den Schäferhund: Wesen) passiert.

          • @Semikolon
            „Bei nicht-Gestörten erfüllt „Blümchensex“ diese Funktion bereits vollständig.“

            Bist du eigentlich überhaupt In Lage zu anständigen Konversationen?

            „Dann mach ma. Bleib aber bitte auch beim Bild dabei: anspucken, ohrfeigen und natürlich auch beschimpfen. Dass nach langer Tortur durch Folterinstrumente der alte Spruch „so schön, wenn der Schmerz nachlässt“ gilt, brauchst Du mir nicht „biologisch zu erklären“.“

            Um Schmerz zu bekämpfen schüttet der Körper einen Stoff aus, der glücklich macht. Dies kann man so weit treiben, dass es zum Orgasmus kommt.

            „Es bekümmert Dich gar nicht, dass dieses Liebe-empfangen ein pures Hirngespinst von sub ist, Top selbst währenddessen jedenfalls nicht das Gefühl hätte, Liebe auszusenden?“

            Es ist kein Hirsngespenst. Du hast nur einfach keine Ahnung.

            „Wäre es für einen objektiven (unsichtbaren) Beobachter unterscheidbar, ob er jetzt dem Nachspiel eines klassischen Falls häuslicher Gewalt oder dem eines S/M-Paars nach einer Session beiwohnt, und falls ja, wie?“

            Ich habe nie häusliche Gewalt gesehen oder erlebt, könnte mir aber denken, dass da die Betroffene Person eher Angst vor dem Täter hat als sich hinzugeben mit Liebe.

            „Es macht das Spiel und die Stimmung kaputt!“

            „Nur, wenn das Ziel in der Simulation einer Gewalttat besteht, die Stimmung wechselseitigen Begehrens als abturnend gilt.“

            Schwachsinn, die ganze Zeit geht es um wechselseitiges Begehren.

            „Hast Du Dich denn schonmal getrennt von jemandem, weil er Dir nicht hart genug zuschlug bzw. würdest Du?“

            Ich habe mich noch nie deswegen getrennt, würde aber auch keine Beziehung mit jemandem anfangen, der keine SM Neigung hat.

          • „Die Logik dahinter leuchtet mir auch nicht ein, warum sollte ein Trauma dazu führen, dass man eine traumatische Situation lustvoll nachspielt?“

            Ich kann nichts dafür dass Du so ignorant bist
            /sorry meine Kommataste hat sich zwischenzeitlich verabschiedet.

            http://www.wolfgang-woeller.de/mediapool/88/887915/data/Aufsatz_Woeller_1_1_.pdf

            „Ich hab ne Erektion bekommen, konnte damit aber nichts anfangen“

            Erektionen kriegt mann auch bei Todesangst mind you

            „Die Frage macht keinen Sinn, BDSM-Pornos bilden immer beide Seiten gleichzeitig ab.“

            Identifizierst Du Dich auch mit schlagenden Frauen?

            „Könnte ein epigenetisch vererbtes Trauma sein, welches tiefe Minderwertigkeitskomplexe in dir hinterlassen hat?“

            Man ist sicher nicht gestört wenn man beim Sex Verehrung durch seinen Partner ersehnt. Aber man muss sehr wohl gestört sein um absichtlich zugefügte Schmerzen unter Verehrung zu labeln.

          • „Sie steht laut eigenem Bekunden auf Schmerzensschreie, das turnt sie mega an, und auf Striemen am Körper des anderen, am besten blutige.“

            Und das erscheint Dir tolerabel weil unproblematisch?
            Und nicht als etwas was so eine Person versuchen sollte zu überwinden?

          • „Bist du eigentlich überhaupt In Lage zu anständigen Konversationen?“

            Ich tue Dir jetzt jedenfalls nicht den Gefallen verbal auf Dich einzudreschen… (was mich an diesen alten Witz erinnert:
            Masochist: Schlag mich!
            Sadist: Nein.^^)

            Der Anteil der Menschen die sich dem BDSM Spektrum zugehörig erklären liegt m.W.n. zwischen 1-2 % (wobei letzterer Wert für Männer gilt). Die Psychologie zählt bdsm unter die Störungen der Sexualpräferenz.

            „Um Schmerz zu bekämpfen schüttet der Körper einen Stoff aus, der glücklich macht. Dies kann man so weit treiben, dass es zum Orgasmus kommt.“

            Wieviele Ohrfeigen brauchts dafür bei Dir im Schnitt?

            „Schwachsinn, die ganze Zeit geht es um wechselseitiges Begehren.“

            Du findest hier im Thread 2 Dom-Äußerungen nach denen während des Spiels sub keine positiven Gefühle entgegengebracht werden können.

            Oh aber vorher und nachher respektiert er Dich doch wieder als Mensch meinst Du? Woher nimmst Du die Überzeugung? Du kannst ja nicht in seinen Kopf gucken.

          • @semi
            Selbstverständlich halte ich das für tolerabel, nur nicht aus den von dir vermuteten Gründen. Gewöhne dir bitte mal an, die Dinge auseinander zu halten. Das Begehren besagter Frau steckt in ihr, so wie in dir dein heterosexuelles, in Adrian sein homosexuelles, und sogar im Pädophilen das pädophile Begehren. Diese Begehren MUSS man tolerieren, denn es bleibt uns gar nichts anderes übrig. Kein Mensch kann sein Begehren ändern, weder wenn er selbst es will, geschweige denn wenn andere es von ihm verlangen. (Wie Schopenhauer sagt: Wir können nicht wollen, was wir wollen. Oder Christian: Attraction is not a choice.)
            Das ist die eine Sache. Davon trennen muss man, insbesondere auch du, was Menschen aus ihrem Begehren machen. Einem Pädophilen werde ich die Erfüllung seines Verlangens sicherlich nicht zugestehen. Aber zwei erwachsenen, mündigen Menschen? Na und ob! Warum sollte ich ihnen das nicht gönnen? Dabei sind mir die Problematiken einer SM-Neigung sicherlich bewusster als dir. (Nur mal als Stichwort: Wie geht man mit extremen Fantasien um, die real vielleicht alles andere als erfüllend sind, sondern sich als Riesenfehler herausstellen können?) Aber bloß, weil etwas schwierig und auch ein Stück weit gefährlich ist, werde ich es niemandem untersagen wollen. Schwierig und ein Stück weit gefährlich ist z.B. Bergsteigen nämlich auch.
            Von dir hätte ich aber statt rhetorischer Rückfragen gerne mal eine klare Aussage. Findest du, die Frau und der Mann aus meiner Erzählung sollten das Recht haben, ihre Neigung so wie beschrieben auszuleben, oder möchtest du ihnen dieses Recht verwehren? (Wobei eine klare Antwort auch ein begründetes „Bin mir nicht sicher“ sein kann.)

          • Bei Hooligans gibt sich die Polizei m.W.n. große Mühe einvernehmliche verabredete Gewalthandlungen abzuwenden indem
            – sie die Parteien trennt
            – Anzeigen wegen verschiedener Strafdelikte stellt
            – sowie auch schon mal temporär die Reisefreiheit entzieht.

            Warum wird die SM-Szene nicht ebenso kritisch beobachtet frag ich Dich?

            Gilt es etwa gesellschaftlich als akzeptabler wenn einvehmliche Gewalttaten bloß einseitig ausgeübt werden unter dem Etikett „Sex“? Macht das Sinn?

            Jemanden schlagen bzw. sich schlagen lassen wird sogar dann noch als einvernehmlich und tolerabel betrachtet wenn die eine Seite von der anderen bezahlt wird.

            Entschädigungszahlungen potentiellen _Gegnern_ zu versprechen würde im Hooligan-Milieu wahrscheinlich schon ausreichen für Strafanzeige und Verurteilung?

            Zu Deinem Paar:
            ich würde sie nicht ihre kranke Show vor Publikum veranstalten lassen. Clubs oder Events die Geld verdienen indem sie dies fördern oder dulden sollte die Lizenz entzogen werden imho.

            Und wenn diese 2 sich ganz im Privaten auch so verhalten
            sub aber im Anschluss unter dem Erlebten leidet
            sollte Top auch wegen Körperverletzung verurteilt werden
            respektive falls noch mehr schief ginge und sub sogar zu Tode käme beim „Spielchen“
            könnte es i.d.R. nicht angehen wenn Top freigesprochen würde. Meine ich.

            Ist aber leider Alles anders nech?

          • „Bei Hooligans gibt sich die Polizei m.W.n. große Mühe einvernehmliche verabredete Gewalthandlungen abzuwenden indem“

            Hooligans:
            1) üben Gewalt im öffentlichen Raum aus
            2) verursachen Sachschaden
            3) müssen nach ihrem Späßchen nicht selten medizinisch versorgt werden
            4) stellen eine Gefahr für Unbeteiligte Dritte dar

            Nichts davon trifft (normalerweise) auf SM zu.

            „Warum wird die SM-Szene nicht ebenso kritisch beobachtet frag ich Dich?“

            Da hast du die Antwort, hättest du mit 2 Minuten Nachdenken auch rausfinden können.

            „Gilt es etwa gesellschaftlich als akzeptabler wenn einvehmliche Gewalttaten bloß einseitig ausgeübt werden unter dem Etikett „Sex“? Macht das Sinn?“

            Es gilt noch immer das Rechtsprinzip: wo kein Geschädigter, da keine Schuld.

            „Jemanden schlagen bzw. sich schlagen lassen wird sogar dann noch als einvernehmlich und tolerabel betrachtet wenn die eine Seite von der anderen bezahlt wird.“

            Warum auch nicht? Anderenfalls müsstest du auch Boxsport verbieten, da bezahlen die Zuschauer dafür, dass zwei Leute sich grün und blau schlagen.

            „Entschädigungszahlungen potentiellen _Gegnern_ zu versprechen würde im Hooligan-Milieu wahrscheinlich schon ausreichen für Strafanzeige und Verurteilung?“

            Nur dann, wenn obige Faktoren verschwänden. Die also nicht mehr im öffentlichen Raum prügeln, sich extra versichern würden, keinen Sachschaden anrichten und keine unbeteiligten Dritten gefährden. Allerdings würde man sie dann nicht mehr Hooligans nennen 😉

            „ich würde sie nicht ihre kranke Show vor Publikum veranstalten lassen. Clubs oder Events die Geld verdienen indem sie dies fördern oder dulden sollte die Lizenz entzogen werden imho.“

            Ja, so würde man das in einem autokratischen Staat machen.

            „Und wenn diese 2 sich ganz im Privaten auch so verhalten
            sub aber im Anschluss unter dem Erlebten leidet
            sollte Top auch wegen Körperverletzung verurteilt werden
            respektive falls noch mehr schief ginge und sub sogar zu Tode käme beim „Spielchen“
            könnte es i.d.R. nicht angehen wenn Top freigesprochen würde. Meine ich.“

            Faszinierend, dass du dir um Leute Sorgen machst, die sicher gern darauf verzichten würden, von dir bemuttert zu werden. Jedes normale SM-Paar spricht sich ab und nutzt Safe-Wörter. Absprachebrüche bei SM (und nur die wären strafbar, das subjektive Empfinden des Sub kann juristisch keine Rolle spielen), insbesondere wenn Schaden entsteht, sind juristisch ein Graubereich, wie jede Sexualität, weil eben Aussage gegen Aussage steht. Deshalb sollte man sowas auch nicht mit Leuten praktizieren, die man nicht kennt, zumindest nicht ohne sich (etwa schriftlich) abzusichern oder ohne Notruf und Rausschmeißer (wenn es kommerziell praktiziert wird).

            Wenn du so arg unter SM leidest (ganz ohne Peitschenhiebe *g*), dann ignoriere die Szene halt und misch dich nicht in Sachen ein, die du nicht verstehst. Ich würde auch nie auf den Mount Everest klettern und verbiete es trotzdem niemanden, dort in einer Eisspalte den Tod zu finden.

          • @Semi

            „http://www.wolfgang-woeller.de/mediapool/88/887915/data/Aufsatz_Woeller_1_1_.pdf“

            Das ist interessant (ich bitte vielmals um Entschuldigung, dass ich den mittlerweile extrem langen und unübersichtlichen Thread u.U. nicht komplett gelesen habe bzw. erinnere).

            Nichtdestotrotz trifft es nicht SM, in dem Dokument wird von einer “ Reviktimisierung“ gesprochen, bei SM gibt es aber keine Opfer. Es handelt sich nicht um ein unbewusstes Reproduzieren einer unangenehmen Situation, sondern um das Gegenteil, das bewusste Herstellen einer als angenehm empfundenen Situation, in der ein Teil ein Opfer SPIELT, während der andere TÄTER spielt und beide für begrenzte Zeit Spaß daran haben. Wirst du das irgendwann verstehen?

            Ich kann nicht ausschließen, dass das auch auf ein Trauma irgendeiner Art zurückgeht oder zurückgehen kann, insbesondere wenn man bereit ist, sämtliche Vorleben mit einzubeziehen (was eine wissenschaftliche Aussage verunmöglicht, weil man die nicht ausreichend genau untersuchen kann). Es spielte dann aber auch keine Rolle, weil SMler nicht darunter leiden, sondern eben Spaß haben.

            „Erektionen kriegt mann auch bei Todesangst mind you“

            Du meinst, ich kann Todesangst nicht von Erregung unterscheiden? Oder was willst du mir sagen?

            „Identifizierst Du Dich auch mit schlagenden Frauen?“

            Ich kann mich sowohl mit Täter wie auch mit Opfer identifizieren (je nach Stimmung mal das eine mehr, mal das andere). Das Geschlecht ist da zweitrangig (beide Männer, beide Frauen, Frau top oder sub mit Mann top oder sub), allerdings muss es (für meinen Fetisch) körperlich passen, d.h. ein Schwarzenegger, der sich von einem 1,5m Weibchen dominieren lässt, wirkt (auf mich) einfach nur lächerlich. Von daher überwiegt das Mann-Top-Frau-Sub-Schema, allein deshalb, weil es da auch die meisten Videos dazu gibt. Bis auf reine Mann-Mann Videos (ich bin halt Hetero, Frauen gefallen mir einfach besser und m2m Videos liegen separiert in der Homo-Rubrik) habe ich aber von jeder Sorte was.

            „Man ist sicher nicht gestört wenn man beim Sex Verehrung durch seinen Partner ersehnt. Aber man muss sehr wohl gestört sein um absichtlich zugefügte Schmerzen unter Verehrung zu labeln.“

            Tststs, ich wollte dich natürlich nur necken, aber du haust sofort mit dem Baseballschläger zurück. Was du als gestört empfindest, ist zum Glück nicht maßgeblich in unserer Gesellschaft, sondern (noch) gelten objektivierbare abstrakte Standards, weil Menschen halt wirklich sehr seltsam sein können. Und ist es nicht die Diversität, die wir alle auf Händen tragen und lieben…?
            😉

          • @semi

            Typisch. Ich bitte um eine klare Aussage und keine rhetorischen Fragen. Was kriege ich von dir: Rhetorische Fragen und keine klare Aussage!
            Hier nochmal meine Frage: Willst du dem Paar das Ausleben ihrer Neigung grundsätzlich untersagen oder nicht? Bei deinen ausweichenden Antworten a la „unter bestimmten Bedingungen sollte es verboten sein“ habe ich immer den Eindruck, du bist zu feige, um dazu zu stehen, Leuten das Ausleben ihrer Sexualität verbieten zu wollen.

            Zu deinen Punkten im einzelnen:

            „Bei Hooligans…“
            Zum Unterschied zwischen BDSM und Holliganismus hat Androsch bereits alles Wesentliche gesagt.

            „ich würde sie nicht ihre kranke Show vor Publikum veranstalten lassen“
            Nur zur Info: Außer uns gab es keine weiteren Anwesenden. Ist aber auch egal. Mir geht es um deine Wortwahl: „krank“; und oben schriebst du, die Frau „solle so etwas (ihre Neigung) versuchen zu überwinden“ (wie so oft in eine deine rhetorischen Fragen verpackt, die das, was du eigentlich sagen willst, schwerer greifbar machen sollen).
            Du kannst SM-Praktiken meinetwegen als abnorm, pervers, abstoßend, widerlich, oder auch geil, ungewöhnlich oder faszinierend bezeichnen. Aber „krank“ und „sollte man versuchen, zu überwinden“ ist genauso übergriffig, wie einem Homosexuellen eine Konversionstherapie nahezulegen. Denk mal darüber nach.

            „[wenn]… sub aber im Anschluss unter dem Erlebten leidet sollte Top auch wegen Körperverletzung verurteilt werden“
            „sub sogar zu Tode käme beim „Spielchen“ könnte es i.d.R. nicht angehen wenn Top freigesprochen würde“
            Da bin ich immerhin zur Hälfte bei dir. Der Top hat die Verantwortung für den Sub. Wenn’s krass schiefläuft, kann er sich nicht rausreden. Im Todesfall wird er auch nach gängiger Rechtsprechung wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung mit Todesfolge oder was auch immer, bin kein Jurist, bestraft. Zu recht, wie ich finde.
            Wenn der Sub allerdings im Nachhinein feststellt, dass er unter dem Erlebten leidet, ist das nicht pauschal dem Top anzulasten. Kommt immer auf den Einzelfall an. Auch der Sub trägt eine Verantwortung, dem Top seinen Zustand und sein Empfinden richtig zu kommunizieren. Deshalb beruht SM so stark auf Vertrauen, beide sind aufeinander angewiesen! Da kann es aber auch mal passieren, gerade, wenn jemand noch in der Findungsphase ist, dass Sub sich übernimmt. Ist dann aber nicht zwangsläufig die Schuld des Tops.

            „Ist aber leider Alles anders nech?“
            Meinst du damit, ich sehe alles anders als du? Das habe ich dir hoffentlich eben beantwortet. Aber von dir steht die Antwort auf meine Frage noch aus, deshalb nochmal in Kurzform:
            Private BDSM-Handlungen verbieten – JA ODER NEIN? Kein Ausweichen mehr!

          • Interessanter Disput.

            Meine Anmerkung dazu:
            die Schwarzgeld-Alice war (in „Der kleine Unterschied“) der Meinung, dass es gar KEINEN! einvernehmlichen Sex zwischen Männern und Frauen geben KÖNNE. Vaginaler Sex sei nurmehr lustfreies Dominanzverhalten von Männern über Frauen.
            Tendenziell scheint Semi – wie ja auch ihre sonstigen Beiträge zeigen – dieser Ansicht zu folgen, mit der einen Ausnahme, dass sie aus eigener Erfahrung bereit ist, PIV als lustgebend zu akzeptieren.

          • Nicht bloß PIV.
            Darum gehts: „Was – versteht sich – nicht heißt, dass Frauen das Penetrieren nun keinen Spaß machen darf. Wenn es so ist, um so besser.“
            Dieser olle Schwarzer-Beitrag (erschienen mehr als 20 Jahre bevor die Ausmaße der Klitoris „wiederentdeckt“ wurden von der Urologin Dr. Helen O’Connell) ist es immernoch Wert tatsächlich gelesen zu werden: https://www.emma.de/artikel/sexualitaet-und-identitaet-penetration-264913

            —-
            „Private BDSM-Handlungen verbieten – JA ODER NEIN?“

            Eigentlich willst Du von mir wissen, ob ich es für _sittenwidrig_ halte, wenn Menschen ihrer Misshandlung scheinbar zustimmen, bzw. ihr in der Situation geäußertes „nein“ in sämtlichen gängigen Ausformungen nicht als ihre tatsächliche Willensäußerung respektiert wird. Ja, das tue ich.

            „Der Top hat die Verantwortung für den Sub. Wenn’s krass schiefläuft, kann er sich nicht rausreden. Im Todesfall wird er auch nach gängiger Rechtsprechung wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung mit Todesfolge oder was auch immer, bin kein Jurist, bestraft.“

            Kannst Du mal ein Fälle verlinken, wo der Tod eines subs nicht mit Freispruch oder Bewährung „geahndet“ wurde?

            „Wenn der Sub allerdings im Nachhinein feststellt, dass er unter dem Erlebten leidet, ist das nicht pauschal dem Top anzulasten. Kommt immer auf den Einzelfall an.“

            Dann konstruiere doch mal einen Einzelfall, wo das dem Top D.A.n. anzulasten wäre.

            —-
            „das subjektive Empfinden des Sub kann juristisch keine Rolle spielen“

            Illegale Handlungen bleiben demnach illegal – selbst wenn sub sie subjektiv und situativ als „gewollt“ empfindet.

            „Nichtdestotrotz trifft es nicht SM, in dem Dokument wird von einer “ Reviktimisierung“ gesprochen, bei SM gibt es aber keine Opfer.“

            Wieviele Berichte soll ich Dir raussuchen von subs, die heftig abgestürzt sind nach einer Session?

            „Du meinst, ich kann Todesangst nicht von Erregung unterscheiden?“

            Wie gut bekannt bist Du denn mit Todesangst ganz allgemein?
            Und Du kannst Dir aber doch sehr wohl vorstellen, wie sehr es Dich erregen könnte, wenn jemand Todesangst vor Dir hat?

            „Ich kann mich sowohl mit Täter wie auch mit Opfer identifizieren … allerdings muss es (für meinen Fetisch) körperlich passen, d.h. ein Schwarzenegger, der sich von einem 1,5m Weibchen dominieren lässt, wirkt (auf mich) einfach nur lächerlich.“

            Sieht man IHN als sub und SIE als Top, ahnt man: hier unterwirft sich jemand freiwillig. Andersrum bleibt das aufgrund der realen Kräfteverhältnisse aber stets fragwürdig.

            „Von daher überwiegt das Mann-Top-Frau-Sub-Schema, allein deshalb, weil es da auch die meisten Videos dazu gibt.“

            Und um dieses klassische Schema zu Sehen brauchste auch nichtmal in die bdsm-Abteilung überwechseln. Stino-Hetero-Pornos sind sicher häufig gar nicht so viel weniger schmerzhaft und gefährlich für die „Darstellerinnen“, beschimpft werden sie auch dort sehr oft etc.

          • „Private BDSM-Handlungen verbieten – JA ODER NEIN?“

            „Eigentlich willst Du von mir wissen, ob ich es für _sittenwidrig_ halte…“

            Nein. Ich will deine Haltung zu genau dem Sachverhalt erfahren, den ich in einer klar mit Ja oder Nein zu beantworteten Frage formuliert habe. Wie du auf die Idee kommst, dass ich etwas anderes wissen will, ist mit schleierhaft. Du weichst schon wieder aus, und mein Eindruck, dass du entweder zu feige bist, ein grundsätzliches Verbot zu fordern, oder aber dieses abzulehnen, verfestigt sich.

            „…wenn [von] Menschen … ihr in der Situation geäußertes „nein“ in sämtlichen gängigen Ausformungen nicht als ihre tatsächliche Willensäußerung respektiert wird. Ja, das tue ich.“

            Womit du sämtliches Spiel mit Codewort unter sittenwidrig fasst. Okay, kann man machen. Zeigt aber gleichzeitig, dass du den spielerischen Charakter im SM überhaupt nicht verstanden hast. Manche wollen jammern und um Gnade betteln, ohne dass der Top darauf eingeht. Ist das so schwer zu begreifen? Wenn man einen Egoshooter spielt, will man zum Spaß ein Feuergefecht ja auch nur simulieren, und nicht real erleben. Trotzdem spricht man davon, jemanden zu töten, und meint damit eben NICHT genau das.

            „Kannst Du mal ein Fälle verlinken, wo der Tod eines subs nicht mit Freispruch oder Bewährung „geahndet“ wurde?“

            Wozu sollte ich? Bin ich dein Google-Sklave? Und was willst du damit sagen, dass diese Fälle ohne Freispruch oder Bewährung sein sollen? Dass dir das üblicherweise verhängte Strafmaß nicht passt? Wenn das hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnunfall_von_Bad_Aibling nur zu dreieinhalb Jahren Haft führt, wundert es mich nicht, wenn Gefängnisstrafen bei Todesfällen durch SM-Sex selten sind.
            Und nur zur Erinnerung: Während eine Bewährungsstrafe bedeutet, dass auch tatsächlich ein Verbrechen begangen wurde, stellt ein Freispruch fest, dass KEIN Verbrechen begangen wurde. Das beides in einen Sack zu stopfen, sagt einiges über dein Rechtsverständnis aus. Nichts Gutes.

            „Dann konstruiere doch mal einen Einzelfall, wo das dem Top D.A.n. anzulasten wäre.“

            Du hast echt keine Phantasie & keine Ahnung von SM. Immer, wenn Top und Sub sich entschließen, etwas Neues auszuprobieren, lastet die Verantwortung auf beider Schultern. (Ich sprach nur von „nicht pauschal“ dem Top anzulasten, erinnerst du dich?) Damit du zumindest die Chance hast, deinen Mangel an Phantasie auszugleichen:
            Sub möchte eine neue Stufe des Gefühls von Ausgeliefertsein erklimmen. Deshalb vereinbart er mit Top ein Tunnelspiel: Bei der nächsten Rohrstockzüchtigung wird Sub, anders als sonst, nicht nur gefesselt, sondern auch geknebelt. Beiden ist klar, dass Sub damit keine Möglichkeit hat, das Codewort zu benutzen, und Sub also durch die vorher vereinbarte Tortur durch muss. (Das ist das Charakteristikum eines Tunnelspiels.) Vereinbart wird eine Züchtigung auf den Hintern, die kurz aber heftig ist, und nicht über das hinausgeht, was Sub bisher ungeknebelt erduldet hat. Die Absprache wird eingehalten, aber während der Züchtigung stellt Sub fest, dass die Unmöglichkeit, das Spiel abzubrechen, bei ihm Panik auslöst. Als nach zwei Minuten alles schon wieder vorüber ist, ist Sub völlig aufgelöst und muss von Top getröstet werden. Noch mehrere Tage lang kriegt Sub aus heiterem Himmel Angstzustände, wacht nachts mit Herzrasen auf.

            Wäre ich Sub, würde ich Top nicht verantwortlich machen, schließlich hat der sich an die Absprache gehalten. Ich würde das unter „wieder um eine Erfahrung reicher, jetzt weiß ich, was mir nicht gefällt“ verbuchen. Und wäre ich der Top, würde mir Sub natürlich leid tun, und ich hielte es für meine Pflicht, mich um Sub zu kümmern, aber wenn Sub mir die Schuld an seinem Absturz geben würde, wäre mein Vertrauen in Sub tief erschüttert.

          • @Semi

            Es wäre der Übersichtlichkeit dienlich, wenn du jedem einzeln antworten würdest, statt so ein Wurmposting zu machen.

            „das subjektive Empfinden des Sub kann juristisch keine Rolle spielen“
            Illegale Handlungen bleiben demnach illegal – selbst wenn sub sie subjektiv und situativ als „gewollt“ empfindet.

            Das dürfte ein rechtlicher Graubereich sein, keine Ahnung wie weit die Vertragsfreiheit bei sowas reicht und wie der Spielraum der Richter ist. Moralisch gesehen ist die Sache hingegen vollkommen eindeutig, solange gegen keine Abmachung verstoßen wurde. Und juristisch bleibt das Problem „Aussage gegen Aussage“, dieser Bereich ist niemals wirklich rechtlich zu fassen, du schaffst so oder so immer nur neue Ungerechtigkeiten.

            „Nichtdestotrotz trifft es nicht SM, in dem Dokument wird von einer “ Reviktimisierung“ gesprochen, bei SM gibt es aber keine Opfer.“
            Wieviele Berichte soll ich Dir raussuchen von subs, die heftig abgestürzt sind nach einer Session?

            Wie wäre es mit einem? Ist ja eh wieder nur unüberprüfbare feministische Gräuel-Propaganda, so wie bei der Prostitution.

            Und nach wie vor gilt: bei jeder Form von freiwilligem Verkehr herrscht Eigenverantwortlichkeit. Jeder entscheidet selbst, mit wem er sich unter welchen Bedingungen einlässt. Genau deshalb galt da früher auch ein strenger Moralkodex, um dumme Menschen vor dummen Fehlern zu bewahren. Ich weiß, Eigenverantwortlichkeit, ein Reizwort für Feministinnen.

            „Du meinst, ich kann Todesangst nicht von Erregung unterscheiden?“
            Wie gut bekannt bist Du denn mit Todesangst ganz allgemein?
            Und Du kannst Dir aber doch sehr wohl vorstellen, wie sehr es Dich erregen könnte, wenn jemand Todesangst vor Dir hat?

            Du rabulisierst mal wieder, lenkst auf ein total abseitiges Feld ab, weil deine Aussage Blödsinn war. Das nervt! Ich kann mich nicht erinnern schon mal Todesangst gehabt zu haben, bin aber sicher, dass es sich sehr anders anfühlt, als meine Empfindungen damals. Und nein, es erregt mich nicht im Geringsten, wenn jemand Angst vor mir hat und reale Gewalt törnt mich sogar ausgesprochen ab. Was das noch mit meinen kindlichen Erfahrungen zu tun hat? Keine Ahnung!

            „Und um dieses klassische Schema zu Sehen brauchste auch nichtmal in die bdsm-Abteilung überwechseln. Stino-Hetero-Pornos sind sicher häufig gar nicht so viel weniger schmerzhaft und gefährlich für die „Darstellerinnen“, beschimpft werden sie auch dort sehr oft etc.“

            Ja, ja, ja, *GÄÄÄÄHN* die armen ausgebeuteten dauervergewaltigten Frauen. Ich kanns echt nicht mehr hören! Warum machen die blöden Weiber das dann, wenn es ihnen keinen Spaß macht? Werden die von der „Gesellschaft“ (=dem Patriarchat) gezwungen? Wohl kaum! Ob es dir passt oder nicht, es gibt Leute denen macht sowas Spaß! Und die verdienen sogar richtiges Geld damit! Ja, echt! Ich weiß, alle Frauen sind gleich und die Abweichlerinnen sind „Verräter“ an der richtigen Sache, aber weißt du was? Im nächsten Leben inkarniere ich als naturgeile Blondine und mach einen auf Edelhure. Endlich regelmäßigen Verkehr, keinen schei**-öden Bürojob mehr und genug Geld um ein schönes Leben zu führen, zumindest bis ich knittrig werde und das Gesäß Falten schlägt…

          • @semikolon:

            „Der Anteil der Menschen die sich dem BDSM Spektrum zugehörig erklären liegt m.W.n. zwischen 1-2 % (wobei letzterer Wert für Männer gilt). Die Psychologie zählt bdsm unter die Störungen der Sexualpräferenz.“

            BDSM zählt allgemein nicht als Störung der Sexualpräferenz, sondern als sexuelle Spielart oder Neigung.
            Nur in Ausnahmefällen, wenn jemand selbst darunter länger als 6 Monate wirklich leidet, gilt es als Störung.

            Wieviele Ohrfeigen brauchts dafür bei Dir im Schnitt?

            Ohrfeigen eignen sich dafür eher über gut, da man sehr starke Schmerzen braucht. Besser Schläge mit der Peitsche auf Rücken und Hinten. Wie lange oder wie viel keine Ahnung, ich habe beim Sex anders zu tun, als darauf u achten.

            „Oh aber vorher und nachher respektiert er Dich doch wieder als Mensch meinst Du? Woher nimmst Du die Überzeugung? Du kannst ja nicht in seinen Kopf gucken.“

            Wenn dein Partner dir sagt, dass er dich liebt, woher nimmst du die Überzeugung? Du kannst ja nicht in seinem Kopf gucken.

          • @Androsch

            Ich weiß nicht, ob du das oben gelesen hattest, deshalb hier nochmal der Versuch: Falls du ein SZ-Profil hast, würde ich gerne ein paar PNs unter vier Augen mit dir austauschen.
            MfG Renton

          • @Renton

            Hatte ich überlesen, habe kein aktives Profil mehr dort.

            Kannst mir aber auf eine meiner Ramsch/Spam-Mailadressen schreiben, ich schaue dann die nächste Zeit mal rein:
            rupert-rausch at public-files.de

          • „Du weichst schon wieder aus, und mein Eindruck, dass du entweder zu feige bist, ein grundsätzliches Verbot zu fordern, oder aber dieses abzulehnen, verfestigt sich.“

            Bereits eine versuchte, vorsätzliche Körperverletzung IST grundsätzlich verboten.
            Nur entspricht es seit 15 Jahren ca. de jure unseren Sitten, für unter BDSM-Sex gelabelte Gewalthandlungen Ausnahmen zu machen.

            „Womit du sämtliches Spiel mit Codewort unter sittenwidrig fasst. Okay, kann man machen.“

            Danke.

            „Zeigt aber gleichzeitig, dass du den spielerischen Charakter im SM überhaupt nicht verstanden hast. Manche wollen jammern und um Gnade betteln, ohne dass der Top darauf eingeht. Ist das so schwer zu begreifen?“

            Ja, für jemanden ohne diese Störung ist das unverständlich.
            Leider will bzw. kann auch die sub im Thread nicht näher beleuchten, wofür sie diese Show braucht. Hat eher den Anschein erweckt, als geschehe sowas „versehentlich“.

            „was willst du damit sagen, dass diese Fälle ohne Freispruch oder Bewährung sein sollen? Dass dir das üblicherweise verhängte Strafmaß nicht passt?“

            Das ist korrekt – trifft aber auch weit mehrheitlich für andere Sexualverbrechen zu.

            „Und nur zur Erinnerung: Während eine Bewährungsstrafe bedeutet, dass auch tatsächlich ein Verbrechen begangen wurde, stellt ein Freispruch fest, dass KEIN Verbrechen begangen wurde.“

            Ein Freispruch bedeutet – speziell bei sexualisierter Gewalt – sehr häufig nur, dass nach Überzeugung des Gerichts nicht sämtliche Zweifel an der Schuld des Angeklagten zerstreut wurden und nicht etwa, dass es kein Opfer gäbe. Siehe z.B.: https://www.emma.de/artikel/vergewaltigung-ein-skandaloeses-urteil-334451

            „„Dann konstruiere doch mal einen Einzelfall, wo das dem Top D.A.n. anzulasten wäre.“
            Du hast echt keine Phantasie & keine Ahnung von SM.“

            Und dann skizzierst Du _keinen_ Einzelfall, wo den Top D.A.n. die Schuld trifft.
            Bemerkenswert.

          • „Wieviele Berichte soll ich Dir raussuchen von subs, die heftig abgestürzt sind nach einer Session?
            Wie wäre es mit einem?“

            Das war eine rhetorische Frage. Beschäftige Dich doch einfach mal mit der Realität zur Abwechselung! Jede kack-Infoseite und jedes Forum ist schließlich voll mit Beschreibungen! „Je höher Du geflogen bist, desto tiefer stürzt Du ab“ gemäß Faustformel, manchmal unmittelbar im Anschluss, oft aber auch erst Tage später; nicht selten zweifeln subs dann an ihrer „Neigung“, verstehen selbst nicht mehr, warum sie sowas überhaupt mit sich machen lassen.
            Buyer’s remorse on steroids.

            „Ist ja eh wieder nur unüberprüfbare feministische Gräuel-Propaganda, so wie bei der Prostitution.“

            Das Urteil gegen Rudloff vergangenes Jahr ist an Dir vorbeigegangen? Der saubere Vorzeige-Bordellchef (der mal in einer Talkshow ehrlich meinte, es würde ihm das Herz brechen, wenn eine seiner Töchter in seiner „Wellnessoase“ anschaffte) und sein Marketingleiter sitzen nun für Jahre im Bau, weil sie mit Zuhältern/Menschenhändlern kooperierten. „Ein sauberes Bordell in dieser Größe ist nicht vorstellbar“, hieß es im Richterspruch. Gespannt warte ich nun auf eine adäquate Reaktion der Politik…

            „Jeder entscheidet selbst, mit wem er sich unter welchen Bedingungen einlässt. Genau deshalb galt da früher auch ein strenger Moralkodex, um dumme Menschen vor dummen Fehlern zu bewahren.“

            Was meinst Du denn damit?

            „Und nein, es erregt mich nicht im Geringsten, wenn jemand Angst vor mir hat und reale Gewalt törnt mich sogar ausgesprochen ab.“

            Ahahaha. Was für ein verlogener Heuchler Du bist.

            „Ja, ja, ja, *GÄÄÄÄHN* die armen ausgebeuteten dauervergewaltigten Frauen. Ich kanns echt nicht mehr hören!“

            Du hast Opfern doch noch nie zugehört (ohne Dich an ihrem durchlittenen Grauen aufzugeilen), wenn Du ehrlich bist.

            „Im nächsten Leben inkarniere ich als naturgeile Blondine und mach einen auf Edelhure.“

            Viel Verkehr erwartet Dich aber nicht im Hochpreis-Segment, sondern im Gegenteil: wenn Du den suchst, solltest Du Deinen Arsch schon für rund 50 Euro pro Nummer hinhalten – so wie die meisten Prostituierten hierzulande (die das sicher nicht aus „Naturgeilheit“ tun). 5 Sexpartner am Tag sind dann Dein Minimum, nur um keine Schulden zu machen.

          • „BDSM zählt allgemein nicht als Störung der Sexualpräferenz, sondern als sexuelle Spielart oder Neigung. Nur in Ausnahmefällen, wenn jemand selbst darunter länger als 6 Monate wirklich leidet, gilt es als Störung.“

            Ich halte mich an den ICD-10 in deutscher Fassung, der noch 2 Jahre lang gültig ist. Und selbst für die zur Diskussion stehende, neue Richtlinie gilt:

            „Mit dieser Definition könnte man, so man wollte, noch immer eine Diagnose stellen, wenn jemand einvernehmlichen BDSM praktiziert. Denn der Umstand „involves significant risk of injury“ – also wenn ein signifikantes Risiko von Verletzungen besteht – ist vermutlich realistischerweise häufig gegeben. Ist ja irgendwie der Witz dabei.“
            https://meinlebenimpelz.wordpress.com/2018/06/24/wichtige-news-fuer-perverse-und-solche-die-es-werden-wollen/

            „Ohrfeigen eignen sich dafür eher über gut, da man sehr starke Schmerzen braucht.“

            Schalt mal die Autokorrektur aus, KI lässt Dich zu oft doch nur noch dümmer aussehen als ohnehin schon.

            Also löst es bei Dir keine Orgasmen aus, ins Gesicht geschlagen, bespuckt und dabei beschimpft zu werden? Das Geständnis hat aber verdammt lange auf sich warten lassen! Dann sag mir: warum steht das nicht auf Deiner Tabu-Liste, wenn es Dir keine sexuelle Befriedigung bringt? Weil Du gelernt hast, dass das doch irgendwie dazu gehört? Weil Doms keine „Wunschzettel“-Subs mögen, die ihnen _zu_ genau den Rahmen abstecken? Weil… was?

            „Besser Schläge mit der Peitsche auf Rücken und Hinten. Wie lange oder wie viel keine Ahnung, ich habe beim Sex anders zu tun, als darauf u achten.“

            Einatmen – Ausatmen.
            Auspeitschen ist kein Sex.

            „Wenn dein Partner dir sagt, dass er dich liebt, woher nimmst du die Überzeugung? Du kannst ja nicht in seinem Kopf gucken.“

            Selbstverständlich gab es auch schon Momente, wo ich an seiner Liebe zu mir zweifelte. Zum Beispiel in der Phase um die Geburt unserer Großen rum. Die letzten beiden Nächte vor Einsetzen der Wehen (und sie erblickte das Licht der Welt nur einen Tag vor dem errechneten ET) zog er nämlich mit Kumpels um die Häuser und erwischte nicht wie versprochen die letzte Bahn; Handy war aus. Eine Woche nach der Geburt sowas ähnliches, nur, dass, er mich da auch noch mit besoffenem Kopf beschimpfte. Das und Anderes war damals sehr, sehr hart für mich und hat sicherlich mit zu meiner halbseitigen Gesichtslähmung beigetragen. Es hat 2 Jahre gedauert, bis ich die Kraft hatte, erstmals das Gespräch über die ganze Episode zu suchen (Total-Flop!). Und noch einige mehr, bis er begann, sich in mich einfühlen zu können. Wieso ich mich nicht getrennt habe? Unable to proceed.

            Ich weiß: Dir liegt wahnsinnig viel daran, wie jemand zu erscheinen, der noch keine schlimmen Sachen mitgemacht hat. Das ist doch aber unauthentisch.

          • @Semi

            „Du weichst schon wieder aus, und mein Eindruck, dass du entweder zu feige bist, ein grundsätzliches Verbot zu fordern, oder aber dieses abzulehnen, verfestigt sich.“

            Ein grundsätzliches Verbot von BDSM? Natürlich lehne ich das ab, man verbietet keine Sachen bei denen es (normalerweise und im Durchschnitt) keine Opfer gibt. Man verbietet ja auch nicht Ski fahren, auch wenn sich da, was weiß ich, jeder Zehntausendste den Hals dabei bricht.

            „Bereits eine versuchte, vorsätzliche Körperverletzung IST grundsätzlich verboten.
            Nur entspricht es seit 15 Jahren ca. de jure unseren Sitten, für unter BDSM-Sex gelabelte Gewalthandlungen Ausnahmen zu machen.“

            Was auch gut so ist, weil beide Parteien mindestens einen mündlichen Vertrag eingegangen sind, der die Ausnahmen regelt (regeln sollte). Einen Richter wird das immer in ein Dilemma bringen, schrieb ich doch schon. Das ist genauso wie mit Frauen, die im Nachhinein (und nachweislich sehr oft erlogen und aus Erpressungsgründen) behaupten, vergewaltigt worden zu sein. Da hast du Aussage gegen Aussage. Nur weil das manchmal schiefgeht, kannst du aber auch keinen Sex verbieten. Du kannst ihn auch nicht in irgendeiner Form mehr formalisieren oder generell die Männer bestrafen oder sowas, die strukturell immer in der Defensive sind, bei einer juristischen Auseinandersetzung. Es gilt auch hier das Eigenverantwortlichkeitsgebot, Frau muss sich halt überlegen mit wem sie in die Kiste hüpft und zunehmend auch wieder mehr, wo sie sich wann rumtreibt (die Gesellschaft degeneriert ja immer mehr).

            „Das war eine rhetorische Frage. Beschäftige Dich doch einfach mal mit der Realität zur Abwechselung! Jede kack-Infoseite und jedes Forum ist schließlich voll mit Beschreibungen! „Je höher Du geflogen bist, desto tiefer stürzt Du ab“ gemäß Faustformel, manchmal unmittelbar im Anschluss, oft aber auch erst Tage später; nicht selten zweifeln subs dann an ihrer „Neigung“, verstehen selbst nicht mehr, warum sie sowas überhaupt mit sich machen lassen“.

            Dachte ich mir schon, dass du kein Beispiel bringen kannst. Ich habe gehört, dass es sowas geben soll, kann es selbst aber nicht nachvollziehen und halte das auch nicht für den Standardfall. Ein bisschen praktische Erfahrung habe ich von früher auch und mir ging es nie so.

            Es ändert aber nichts. Wenn ich was einkaufe und bereue es danach und frage mich, wie bescheuert ich eigentlich war, soviel Geld für xyz auszugeben, kann ich normalerweise doch nicht den Verkäufer wegen Betrug rankriegen. Meine Stimmungen sind meine Verantwortung. Du kannst nicht alle Menschen vor solchen Erfahrungen schützen, damit regulierst du die Welt zu Tode und es wird dir auch keiner danken.

            „Ein sauberes Bordell in dieser Größe ist nicht vorstellbar“, hieß es im Richterspruch. Gespannt warte ich nun auf eine adäquate Reaktion der Politik…

            Wenn ich das richtig verstanden habe, hatten die vor allem Probleme damit, ständig das versprochene Angebot vorzuhalten. Das ist kriminelle Dummheit, man verspricht keine Sachen, die man dann nicht halten kann. Es gibt viele Frauen die gern anschaffen oder das als ganz normalen Job sehen (auch darüber gibt es Dokus) und denen kannst du das nicht verbieten. Wenn Bordelle „dieser Größe“ nicht legal betrieben werden können, dann hat es die Polizei ja sehr leicht, sie muss nur noch dahin gehen und Beweise sammeln und kann dann schwuppdiwupp die Menschenhändler hochnehmen. Man könnte natürlich auch die Grenzen kontrollieren, aber das Thema hatten wir schon.

            „Jeder entscheidet selbst, mit wem er sich unter welchen Bedingungen einlässt. Genau deshalb galt da früher auch ein strenger Moralkodex, um dumme Menschen vor dummen Fehlern zu bewahren.“
            Was meinst Du denn damit?

            Genau das, was es aussagt. Ein Moralkodex schützt Backfisch-Weibchen z.B. davor, mit einem Blender ins Bett zu steigen (und es danach zu bereuen), Letzteres war nämlich erst in der Hochzeitsnacht erlaubt. Es war früher auch nicht üblich, dass junge Frauen sich bis spät in der Nacht in fragwürdigen Vergnügungslokalitäten (Disko) herumtrieben, unter scharenweise alkoholisierten Männern. Es ist ein Fortschritt der Aufklärung und sexuellen Befreiung, dass das heute geht, aber es verlangt auch ein hohes Maß an Umsicht.

            „Und nein, es erregt mich nicht im Geringsten, wenn jemand Angst vor mir hat und reale Gewalt törnt mich sogar ausgesprochen ab.“
            Ahahaha. Was für ein verlogener Heuchler Du bist.

            Würdest du bitte die Beleidigungen lassen! Und nein, ich heuchle nicht. Reale Gewalt törnt mich ab. Ich habe schon so Videos gesehen, auf manchen Streaming-Plattformen wird ja alles mögliche hochgeladen. Eines war eindeutig eine Vergewaltigung (ich glaube ein mexikanisches Video), das hat mir auf Tage die Stimmung versaut. Nur weil du den Unterschied zwischen realer Gewalt und BDSM nicht verstehst, bin ich noch lange kein Heuchler.

            „Du hast Opfern doch noch nie zugehört (ohne Dich an ihrem durchlittenen Grauen aufzugeilen), wenn Du ehrlich bist.“

            Opfer der eigenen Handlungen? Ich kann Leute nicht leiden, die sich über Sachen beschweren, die sie freiwillig mitgemacht haben. Es gibt immer welche, die nicht freiwillig mitmachen, aber da ich nicht ständig feministische Prosa lese, in der nur das thematisiert wird (und meist unüberprüfbar), halte ich die für eine Minderheit. Zumindest im Pornobereich. Man sieht, ob jemand Spaß an einer Sache hat oder nicht, man sieht ja schon, wenn die das nur des Geldes wegen machen.

            „Viel Verkehr erwartet Dich aber nicht im Hochpreis-Segment, sondern im Gegenteil: wenn Du den suchst, solltest Du Deinen Arsch schon für rund 50 Euro pro Nummer hinhalten – so wie die meisten Prostituierten hierzulande (die das sicher nicht aus „Naturgeilheit“ tun). 5 Sexpartner am Tag sind dann Dein Minimum, nur um keine Schulden zu machen.“

            Hach, *seufz*, also doch wenigstens zeitweise normal arbeiten gehen, wie andere Menschen auch. In einem langweiligen Job, der die Lebenszeit auffrisst und bei dem kaum was rüberwächst. Na dann halt nur ein gelegentliches Zubrot, immer noch besser als es die meisten Männer haben. Man wird sehen 🙂

          • @semi

            „Bereits eine versuchte, vorsätzliche Körperverletzung IST grundsätzlich verboten.“

            Bla,bla,bla. Auch jede ärztliche OP ist eine vorsätzliche Körperverletzung.
            Du versteckst dich schon wieder, diesmal hinter der juristischen Sachlage. Ich habe dich danach gefragt, wie DU es gestaltet sehen willst. Nunja, ich kann es mir inzwischen denken. Mehr dazu unten.

            „Nur entspricht es seit 15 Jahren ca. de jure unseren Sitten, für unter BDSM-Sex gelabelte Gewalthandlungen Ausnahmen zu machen.“

            Da du dich ja unaufhörlich davor drückst, deine Meinung klar zu sagen, kann ich nur vermuten, dass du den Begriff „Gewalthandlungen“ verwendest, um SM-Sex als verbrecherisch zu charakterisieren, und nicht als einvernehmliche Praxis, so wie eine (gewollte) Arzt-OP. Deshalb werde ich jetzt mal etwas klarstellen.
            Um nicht zuviel von mir selbst preiszugeben, habe ich oben bewusst irreführend formuliert, als ich die Geschichte von dem SM-Pärchen erzählt habe. Ich durfte tatsächlich bei der Session dabei sein, aber eben, weil ich der Mann WAR, der geschlagen wurde. Es hat mir irre viel Spaß gemacht und der Frau auch. Wir waren uns einig, dass für uns Sex ohne das, was du als Gewalthandlungen bezeichnest, zwar okay sein kann, aber nur mit Sadomaso-Praktiken wirklich sehr guter Sex ist. Faktisch hatte ich mit dieser Frau den besten Sex meines Lebens. (Soviel zu deiner Meinung, Auspeitschen sei kein Sex. Für manche gehört es – und sei es im Rahmen des Vorspiels – eben doch dazu.) Ich weiß, dass ich damit abnorm veranlagt bin, aber ich fühle mich weder krank, gestört, noch glaube ich, das Opfer eines Verbrechens geworden zu sein. Und ich empfinde es als beleidigend, wenn du SMlern, und damit MIR, derartiges zuschreibst.
            Schlimmer noch finde ich, dass, auch wenn du dich davor drückst, es offen zu sagen, du SMlern und damit auch mir das Ausleben meiner Neigung untersagen möchtest. (Deine Beiträge lassen bei mir keine andere Schlussfolgerung mehr zu.) Mit welchem Recht maßt du dir an, uns eine erfüllende Sexualität verbieten zu wollen? Dass du unsere Neigungen nicht nachvollziehen kannst, ist verständlich, aber die Penetranz, mit der du unsere Erfahrungen und Empfindungen in Frage stellst, bloß weil du sie nicht teilst, ist ungeheuerlich.

            „…Dass dir das üblicherweise verhängte Strafmaß nicht passt? – Das ist korrekt – trifft aber auch weit mehrheitlich für andere Sexualverbrechen zu.“
            Eine fahrlässige Tötung ist kein Sexualverbrechen. Härtere Strafen zu fordern ist dein gutes Recht, auch wenn ich zur Verhältnismäßigkeit ja schon einen Vergleichsfall verlinkt hatte.

            „Ein Freispruch bedeutet – speziell bei sexualisierter Gewalt – sehr häufig nur, dass nach Überzeugung des Gerichts nicht sämtliche Zweifel an der Schuld des Angeklagten zerstreut wurden.“
            1. Eine fahrlässige Tötung ist auch keine sexualisierte Gewalt. Es kommt mir vor, als würdest du dir die Situation, in der ein Mensch einen anderen beim SM tötet, so vorstellen, als würde da stets jemand vor lauter Ausleben der eigenen Triebe sämtliche Rücksichten fallen lassen. Entspricht ja deiner primitiven Sicht auf SM. Einen Unfall aus Fahr- oder Nachlässigkeit kannst du dir anscheinend nicht vorstellen.
            2. Ich zitiere den Kachelmann-Richter: „Es gibt keinen Freispruch zweiter Klasse.“ Und einen freigesprochenen Menschen weiterhin des beschuldigten Verbrechens zu zeihen, ist Verleumdung. Dass das leider bedeutet, dass manche Straftäter ungestraft davon kommen, ist in einem Rechtsstaat hinzunehmen.

            „Dann konstruiere doch mal einen Einzelfall, wo das dem Top D.A.n. anzulasten wäre.“
            „Und dann skizzierst Du _keinen_ Einzelfall, wo den Top D.A.n. die Schuld trifft.
            Bemerkenswert.“

            Das ist ein Missverständnis. Ich hielt das „n.“ in deinem „D.A.n.“ für ein „nicht“, statt für ein „nach“. Ist mir jetzt erst nach deiner Antwort aufgefallen.
            Top ist z.B. immer dann schuld, wenn er sich nicht an Absprachen hält. Wenn in meinem Beispiel eine kurze Auspeitschung abgemacht war, Top aber, weil’s ihm soviel Spaß macht, mehrfach ansetzt, trifft ihn volle Schuld, wenn Sub anschließend Angstzustände hat. Das rechtfertigt dann auch eine Anzeige wegen Nötigung und Körperverletzung, mit Forderung auf Schadenersatz und Schmerzensgeld. Solche Tops werden in der Szene übrigens herabsetzend als „Dumm-Doms“ bezeichnet.
            Falls du geglaubt hast, dass meine Sicht auf SM ähnlich einseitig ist wie deine, muss ich dich enttäuschen.

          • @Semikolon:
            „Bereits eine versuchte, vorsätzliche Körperverletzung IST grundsätzlich verboten.
            Nur entspricht es seit 15 Jahren ca. de jure unseren Sitten, für unter BDSM-Sex gelabelte Gewalthandlungen Ausnahmen zu machen.“

            Die Aussage ist einfach falsch! Vorsätzliche Körperverletzungen sind nicht strafbar, wenn diese einvernehmlich geschehen. Das betrifft nicht nur BDSM, sondern auch Kampfsport, Ärzte und sogar den Friseur!

            “ Ja, für jemanden ohne diese Störung ist das unverständlich.“

            Jetzt haben dir doch schon mehrere Personen hier erklärt, dass es sich nicht um eine Störung handelt, könntest du also bitte aufhören völlig gesunde Menschen weiterhin als „gestört“ und damit krank zu bezeichnen!

            „Leider will bzw. kann auch die sub im Thread nicht näher beleuchten, wofür sie diese Show braucht. Hat eher den Anschein erweckt, als geschehe sowas „versehentlich“.“

            Es kann versehentlich oder ganz bewusst passieren. Wofür ist doch ganz logisch, es geht um sexuelle Erregung, in dem Fall aus Erniedrigung.

            “ Das war eine rhetorische Frage. Beschäftige Dich doch einfach mal mit der Realität zur Abwechselung! Jede kack-Infoseite und jedes Forum ist schließlich voll mit Beschreibungen! „Je höher Du geflogen bist, desto tiefer stürzt Du ab“ gemäß Faustformel, manchmal unmittelbar im Anschluss, oft aber auch erst Tage später; nicht selten zweifeln subs dann an ihrer „Neigung“, verstehen selbst nicht mehr, warum sie sowas überhaupt mit sich machen lassen.“

            Ein Absturz ist kein Normalfall, sondern eher etwas, was selten vorkommt und zwar dann, wenn zB der top sich nicht gut um sub gekümmert hat, ändert es ist wie gesagt selten und nicht der Normalfall.

            “ Ich halte mich an den ICD-10 in deutscher Fassung, der noch 2 Jahre lang gültig ist. Und selbst für die zur Diskussion stehende, neue Richtlinie gilt:“

            Vielleicht hättest du lieber mal die Diagnoseleitlinien zum icd 10 gehörig, lesen sollen statt irgendein anonymes Blog im Internet! 😉
            Ich zitiere mal kurz daraus:“ als behandlungsbedürftig
            gelten sie nur, wenn entsprechende Handlungen folgen oder
            wenn sich die Betroffenen durch Fantasien und Impulse deutlich
            (persönlich, beruflich oder sozial) beeinträchtigt fühlen und die
            Präferenz mindestens sechs Monate besteht. “

            Da finden sich dann auch die von mir erwähnten 6 Monate!

            “ Also löst es bei Dir keine Orgasmen aus, ins Gesicht geschlagen, bespuckt und dabei beschimpft zu werden? Das Geständnis hat aber verdammt lange auf sich warten lassen! Dann sag mir: warum steht das nicht auf Deiner Tabu-Liste, wenn es Dir keine sexuelle Befriedigung bringt? Weil Du gelernt hast, dass das doch irgendwie dazu gehört? Weil Doms keine „Wunschzettel“-Subs mögen, die ihnen _zu_ genau den Rahmen abstecken? Weil… was?“

            Vielleicht gehören für mich zum Sex einfach mehr Dinge als welche, die konkret einen Orgasmus auslösen. Löst streicheln bei dir einen Orgasmus aus oder steht es auf deiner Tabuliste?

            “ Auspeitschen ist kein Sex.“

            Es kann als Bestandteil natürlich zum Sex gehören wow zum Beispiel auch streicheln und küssen. Es ist schon eine sehr unnormale Sicht, nur PIV als Sex zu betrachten.

            „Wenn dein Partner dir sagt, dass er dich liebt, woher nimmst du die Überzeugung? Du kannst ja nicht in seinem Kopf gucken.“

            „Ich weiß: Dir liegt wahnsinnig viel daran, wie jemand zu erscheinen, der noch keine schlimmen Sachen mitgemacht hat. Das ist doch aber unauthentisch.“

            Mir ist ehrlich gesagt ziemlich egal, was du von mir denkst! Ich finde es allerdings traurig, dass du offenbar ein so schlechtes Sexleben hast, dass es für dich schon ungewöhnlich erscheint, wenn jemand zufrieden ist mit seinem Sexleben.

          • Deine Naturgeilheit triebe Dich nichtmal hypothetisch ins schnieke Großbordell mit täglicher Laufkundschaft im höheren 3-stelligen Bereich, Androsch?
            Ja sach: wie kommts?
            Ist Dir der Zwang, mit mehr als 5 Menschen pro Arbeitstag (und das bis zur Rente^^) sexuellen Kontakt haben zu müssen um nicht in die Schuldenfalle zu geraten, dann doch von der Vorstellung her schon irgendwie ein bisschen unangenehm? Und das trotz masochistischer Neigung, die Dich doch eigentlich in besonderem Maße dazu befähigen müsste, den motivierenden Aspekt dessen anzunehmen?

          • „Top ist z.B. immer dann schuld, wenn er sich nicht an Absprachen hält. Wenn in meinem Beispiel eine kurze Auspeitschung abgemacht war, Top aber, weil’s ihm soviel Spaß macht, mehrfach ansetzt, trifft ihn volle Schuld, wenn Sub anschließend Angstzustände hat. Das rechtfertigt dann auch eine Anzeige wegen Nötigung und Körperverletzung, mit Forderung auf Schadenersatz und Schmerzensgeld.“

            Du glaubst aber doch nicht in echt, dass es auch zu so einem Urteil käme? Zumal wenn sub eingestandermaßen nicht das „safeword“ benutzte? Ich rate: dann wäre sub D.A.n. auch wieder selber Schuld. Selbst wenn Top vorab etwas gesagt hätte wie: „wenn Du das Wort benutzt, bin ich sofort weg“ – oder wär das für Dich wieder was Anderes?

          • Semikolon,

            die Antwort, die du gegeben hast, hättest du dir sparen können, da ich von einem Spiel OHNE safeword sprach. Dafür ist es bezeichnend, auf was in meinem Posting du alles NICHT antwortest. Selbst den Vorwurf, Menschen das Ausleben ihrer Sexualität verweigern zu wollen, lässt du unwidersprochen. Weil’s stimmt, weil du nie einen Fehler eingestehen willst, weil…? Weiß der Teufel, warum. Ich habe lange nicht verstanden, warum du hier im Forum immer so angeflamed wirst, wenn du dich zu Wort meldest. Jetzt verstehe ich, warum.
            Du bist eine notorische Rechtwollenhaberin; müsste ich deinen Beruf raten, würde ich auf Lehrer tippen. Wenn’s stimmt, bedauere ich deine Schüler. Aber mehr noch bedauere ich die Menschen in deinem realen Leben, die mal auf deine Unterstützung angewiesen sind in einer Sache, die du nicht nachfühlen kannst. Diese Menschen sind dann aufgeschmissen.

            Bleib, wo der Pfeffer wächst.

            Renton

          • @Semi

            „Ist Dir der Zwang, mit mehr als 5 Menschen pro Arbeitstag (und das bis zur Rente^^) sexuellen Kontakt haben zu müssen um nicht in die Schuldenfalle zu geraten, dann doch von der Vorstellung her schon irgendwie ein bisschen unangenehm?“

            Vor allem zu anstrengend. Ich verstehe die Intention deiner Frage aber nicht, willst du mir unterstellen, dass ich Zwang gut finde? Das tue ich nicht, Menschenhandel und Nötigung müssen bekämpft werden und werden es auch. Es gibt da keinen Regelungsbedarf, höchstens Geldmangel und zu offene Grenzen.

            „Und das trotz masochistischer Neigung, die Dich doch eigentlich in besonderem Maße dazu befähigen müsste, den motivierenden Aspekt dessen anzunehmen?“

            Du hast immer noch nicht verstanden, dass BDSM auf Freiwilligkeit basiert und auch nur so Spaß macht, obwohl ich das groß und breit ausgewalzt und erklärt hatte.

            Du kümmerst dich um Probleme die dich nicht betreffen und willst erwachsenen Leuten bei Sachen reinreden, die du nicht verstehst und Dinge vorschreiben, gegen die sie sich verwehren. Woher kommt dieser übertriebene Bemutterungsinstinkt? Man müsste meinen, du hast mit deinen 3 (?) Kindern genug zu tun?

            Aber auch wenn ich in der nächsten Inkarnation nicht im Großbordell anschaffen will, lasse ich dich ja vielleicht mal ran, wenn du gut genug zahlst (und du darfst mich auch ein bisschen ohrfeigen, während ich deinen Schwan* lutsche *g*). Denn eines ist sicher, im nächsten Leben wirst du ein Mann, damit du endlich auch mal die andere Perspektive aus erster Hand kennenlernst 😉
            Ich freu mich schon drauf.

          • @Semi

            Ach so, das hatte ich vergessen, weil du den Blödsinn immer anschleppst:

            „um nicht in die Schuldenfalle zu geraten“

            Wie machen Männer das denn? Normalerweise reicht es, wenn man einer geregelten Arbeit nachgeht. Notfalls lebt man auf H4. Probleme haben (oh Wunder!) nur Frauen mit zu großen Ansprüchen (bei zu kleiner Leistungsfähigkeit) oder welche die man aus dem Ausland hierher geschafft hat, die deshalb unsere Sprache nicht sprechen, denen man den Pass abgenommen hat etc.

            Meine Meinung zu Letzterem kennst du, wer Grenzenlosigkeit will, muss halt damit leben, dass sich sein Land in ein unkontrollierbares Shithole verwandelt. Ich habe Merkel nicht gewählt…

          • „als behandlungsbedürftig
            gelten sie nur, wenn entsprechende Handlungen folgen“

            Won’t argue with that!

            „Vielleicht gehören für mich zum Sex einfach mehr Dinge als welche, die konkret einen Orgasmus auslösen. Löst streicheln bei dir einen Orgasmus aus oder steht es auf deiner Tabuliste?“

            Selbstverständlich. Wie bei jedem.
            Was glaubst Du eigentlich, wie Dein Autismus mit Deiner Neigung zusammenspielt?

            „Ich finde es allerdings traurig, dass du offenbar ein so schlechtes Sexleben hast, dass es für dich schon ungewöhnlich erscheint, wenn jemand zufrieden ist mit seinem Sexleben.“

            Hab extra ein paar Orgasmen abgewartet, bevor ich Dir antworte. Sidenode: beim letzten Würgeversuch hats tatsächlich gereicht, bloß innerlich die Augen zu verdrehen. Er deutete es quasi also nur an, bevor ich zufrieden dachte: na also, geht doch!^^

            Hatt Dich denn auch jemand verkloppt die letzten Tage, oder sitzt Du gerad freiwillig auf dem Trocknen?

      • Im Grunde trainierst Du ja für eine Situation, wo Dein Gegenüber Dir offen aggressiv entgegentritt

        Das übliche Dummgeschwätz der Semikolon.
        Es heißt nicht umsonst KampfSPORT. Man trainiert eben nicht für Schlägereien und hat es als guter Kampfsportler gleich in mehrfacher Hinsicht nicht nötig, sich im „Straßenkampf“ zu prügeln.
        Nicht zuletzt, weil man eine Haltung ausstrahlt und einnimmt, die einen selten zum Opfer werden lässt. Und u.a. auch, weil man weiß was man kann und es nicht nötig hat, es sich selbst, geschweige denn Anderen zu beweisen.
        Ja, tatsächlich könnte man, wenn man wollte – glücklicherweise sind gute Kampfsportler aber idR. nicht so krank im Kopf.

        • Der beste Kampf ist der, der vermieden werden kann.
          Gilt umso mehr für jemanden mit ungefähr meiner Statur: ich war immer die kleinste und leichteste in meinen (selbstverständlich unisex-)Trainingsgruppen. Immer.
          Ich weiß ziemlich genau, wie (mutmaßlich untrainiert&)groß&schwer jemand gerad noch sein darf, damit ich wenigstens den Hauch einer Chance hätte. Und der Durchschnittsmann liegt schon weit über dieser Grenze, da könnten mich nur der Mut der Verzweiflung plus glückliche Umstände retten.
          Hätte ich keinen Kampfsport gemacht, wäre ich mir dessen sicher weniger bewusst. Möglicherweise hätte ich dann auch weniger Hemmungen gehabt, in beschriebenen Situationen wild um mich zu schlagen – wodurch das Ganze dann womöglich ganz anders ausgegangen wäre, wer weiß das schon.

      • Was mir gerad noch einfiel zu „Fall 1“: alle Jubeljahre (dieses z.B.) erwähnen meine Eltern beiläufig jenen Abend. Ich war da nämlich – natürlich – nicht beim Treffpunkt erschienen, von wo ich normalerweise abgeholt wurde, und so liefen sie voller Sorge den Weg entlang der Schnellstraße (neben einem Waldstück), um mich zu suchen.

        Und dann erkannten sie von Weitem bereits Milli, meine heißgeliebte, kleine Marienkäfer-Taschenlampe. Sie waren sich absolut sicher, dass es Milli sein müsse, und sie hatten auch recht. Nur hielt sie „dieser eine Typ, wie hieß der nochmal?“ und stammelte sich darauf angesprochen irgendwas zurecht…

        Ich hab übrigens den totalen Filmriss, wenn es darum geht, wie ich zurück ins Ferienhaus fand, was ich wohl meinen Eltern erzählt haben mag damals etc. Nunja.

        • Deine persönlichen Lebensgeschichten interessieren hier wirklich niemanden. Verschone uns damit.
          Wenn du über dein eigenes Leben berichten willst, nimm diese sozialen Medien wie fb/twitter/ig dafür.

          • Hier hatte – mein ich – sogar mal jemand ein tool gebastelt, um ihm missliebige Kommentatoren (die er sich nicht zutraut zu überscrollen) so wie moi auszublenden. Wär doch vielleicht auch was für Dich? Musst Du nur mal in die Runde für fragen, nehm ich an.

          • „Deine persönlichen Lebensgeschichten interessieren hier wirklich niemanden.“

            Mich interessiert es schon.
            Immerhin erklärt es dann ein wenig, weshalb das Satzzeichen so kompromisslos auf der Frauenseite steht – auch dann, wenn – wie im Fall Kachelmann – die Rechtslage eindeutig ist.

            Ich bin keine Frau und kann daher so wenig entsprechende Erfahrungen berichten, wie ich beurteilen kann, wie ich reagiert hätte.
            Aber ich kann mir zumindest VORSTELLEN, dass es für eine 13-jährige keine so erheiternde Erfahrung ist, ungewollt die Sexpuppe für einen Mann zu werden.

            Was ich Semi dagegen ankreide ist, dass sie es sich ganz offensichtlich NICHT vorstellen kann, wie es für einen Mann ist, von einer rachsüchtigen Frau fälschlich des sexuellen Missbrauchs bezichtigt zu werden.

          • Es geht nicht darum „missliebige Kommentatoren“ auszublenden, deren Meinung mir nicht passt.
            Im Gegenteil ich finde es immer sehr schön hier battles zwischen den Fronten zu lesen.

            Klar kann man auch mal etwas über sich persönlich schreiben, vor allem wenn es zu dem Thema passt, aber was mir unendlich auf den Sack geht, sind die vielen irrelevante Dinge wie z.B. welche Taschen du dir kaufen willst oder wie toll du Kampfsport betreibst. Hier gehts nicht um Selbstdarstellung, sondern gesellschaftliche Zusammenhänge.

          • „Hier gehts nicht um Selbstdarstellung, sondern gesellschaftliche Zusammenhänge.“

            Da hast Du recht. Aber eben WEIL die Meinungen oft so krass divergieren, finde ich es manchmal erhellend, wenn ich den persönlichen Hintergrund kenne.

            Nicht, dass ich Semis Ansichten auch nur im Ansatz teile – sie liefert geradezu ein Paradebeispiel für eine saturierte Freizeitfeministin, die sich über angebliche Unterdrückungen von Frauen echauffiert, sich dabei aber strikt weigert, ihr von ihrem Mann finanziertes Wohlfühlnest zu verlassen, um in der realen Welt da draußen ihre angeblich beschnittenen Rechte aktiv einzufordern – aber ich kann nachvollziehen, warum sie wie ein Zäpfchen beim Thema Missbrauch und Vergewaltigung abgeht.

        • Ich erinnere mich an das eine mal, als ich von Semi was gelernt hatte und es erst gar nicht glauben wollte, aber Semi war dichter an der Realität dran als ich’s für möglich hielt.

          Ich sag nur GGG ….

  3. MRA: „Ich denke der Feminimus hat sich ideologisch verrannt.“
    Feministin: “ So what you are saying.. du denkst also FRAUEN haben sich ideologisch verrannt.“

    Und das geht dann so weiter…

    Die Feministinnen unterstellen Positionen, anstatt nachzufragen. Und diese Positionen sind natürlich alle schlecht. Und sie FÜHLEN sich ja schon unwohl, wenn sie nur an MRAs denken. Eine fragt sogar warum man überhaupt MRAs braucht, obwohl sie selbst in dem Video nicht leugnet das Männer vor Gericht diskriminiert werden.

    Sie wollen ja nicht nur das Leben von Frauen einfacher machen. Sie wollen auch das Leben von Männer zu einem noch größeren Minenfeld machen. Feminismus ist nicht gut für Männer.

    Ja-ja, das sind nur ein paar einzelne Feministinnen, die extrem sind. Listen and believe.

  4. „Sie wollen auch das Leben von Männer zu einem noch größeren Minenfeld machen.“

    Dazu:

    https://genderama.blogspot.com/2019/12/deutschlands-erstes-metoo-urteil-news.html

    Es geht ihm nicht gut. Depressionen, Sehstörungen, Schwierigkeiten beim Formulieren. „Ich, der ich immer so eloquent war.“ Herzrhythmusstörungen. Seine Frau hat Angst um ihn, was ihn zusätzlich bekümmert. Das ganze Leben sei ruiniert, resümiert er bei einem Treffen in München, in allen Bereichen: im akademischen, im institutionellen und auf dem freien Markt. Vorträge wurden abgesagt, die meisten Konzerte storniert, Vorlesungen gecancelt.

    Niemand will mehr mit ihm zu tun haben. Die Alte Aula der Heidelberger Universität blieb ihm für eine Vortragsreihe verschlossen. Er suchte einen anderen Saal, fand einen in einem Theater. „Da drohte die Stadt, es gebe künftig keine Subventionen mehr, wenn ich dort auftrete.“ Die Universität Basel sagte auf Betreiben der Frauenbeauftragten eine Vorlesung ab: Den Zuhörerinnen sei die Veranstaltung nicht zuzumuten.

    The strong, independent women are at it again.
    Einfach nicht zu der Veranstaltung gehen, geht anscheinend nicht.

    Vom Vorwurf der Vergewaltigung hat man Mauser freigesprochen. Am Ende des Verfahrens blieben drei unerwünschte Küsse. Vor zwölf Jahren, 2007, soll er als Präsident der Münchner Musikhochschule in seinem Büro eine Bekannte, Bewerberin um eine Professorenstelle, überfallartig auf ein Sofa gestoßen, sie zu küssen versucht und an die Brust gefasst haben. Zeugen dafür gibt es nicht. Im Sekretariat, durch das man hindurchmusste, wollte man zu ihm ins Büro, hat niemand etwas bemerkt. Auch der nächsten Besucherin, die draußen wartete, fiel keine angeblich verstörte Flüchtende auf, die mit offener Bluse und verrutschtem Rock aus seinem Dienstzimmer rannte.

    2009, als die Bewerberin erneut bei ihm vorsprach, soll Mauser ihr bei der Verabschiedung wieder „seine Zunge so heftig in den Mund“ gedrängt haben, „dass dies einen Würgereiz auslöste“, wie es im Urteil heißt. Und 2013 noch einmal, wobei er auch noch ihre Hand zu seiner Hose geführt haben soll. „Sie war insgesamt neunmal bei mir – neunmal! –, jeweils außerhalb des regulären Bewerbungsverfahrens“, erregt sich Mauser nun während des Gesprächs in einem Lokal, „weil sie unbedingt einen Lehrauftrag haben wollte. Darüber hatte aber nicht ich allein zu entscheiden, sondern ein Gremium. Ich soll sie dreimal überfallartig bedrängt haben? Und was war bei den übrigen sechs Besuchen?“ Die Frau gebe inzwischen ihm die Schuld, dass aus ihren Bewerbungsversuchen nichts wurde.

    Ist ja auch völlig abwegig das DIESE Frau einfach nur Rache will und ihn deswegen falschbeschuldigt.

    Believe women… und das tun sie auch:

    Es ist eine Glaubenssache. Das fiel schon bei der Beobachtung des Prozesses in München auf: Es wurde viel geglaubt und wenig nachgeprüft. Die Strafkammer, die gegen Mauser eine Gefängnisstrafe für angemessen hielt und der sich der BGH jetzt anschloss, war über vieles hinweggegangen und hatte viele Fragen nicht gestellt, die sich aufdrängten. Als Zeugin vor Gericht zum Beispiel behauptete die Geschädigte, wie sie im Juristendeutsch genannt wird, Mauser 2013 erzählt zu haben, dass sie vor 30 Jahren schon mal von einem Dirigenten gegen ihren Willen in ein Gebüsch gezerrt und geküsst worden sei. Und dass sie diesem Mann eine Ohrfeige gegeben und ihn angezeigt habe. Auch die Richter des Bundesgerichtshofs erwähnen diese Episode in ihrem Urteil.

    Hätte jemand nachgefragt, ob sich die Sache wirklich so zugetragen hat: Man hätte erfahren, dass es sich offenbar um eine reine Erfindung handelt. Denn besagter Dirigent versichert mittlerweile an Eides statt, einen solchen Vorfall habe es nie gegeben. Er erinnere sich noch gut an die Dame, die damals die Carmen hätte singen sollen, wegen schlechter Leistung aber entlassen worden sei und statt des ihr entgangenen Honorars eine Entschädigung bekommen habe. Es gebe noch Unterlagen dazu.

    Drei – angebliche – Küsse:

    „Wer akzeptiert mich denn? Es muss doch auch mal ein Ende haben mit dem Prozessieren und dem Bestraftwerden.“ Sein Vermögen ist weitgehend aufgebraucht, die drei Küsse haben ihn auch noch die Altersversorgung gekostet. Denn als Beamter verliert er als gesetzliche Folge einer Verurteilung zu mehr als einem Jahr den Anspruch auf seine Ruhebezüge. Man hat ihm dies sofort nach der mündlichen Begründung des BGH-Urteils mitgeteilt.

    alle lachen

  5. https://genderama.blogspot.com/2019/12/usa-immer-mehr-manner-klagen-wegen.html

    Eine wachsende Zahl südkoreanischer Frauen schließt sich zusammen, um starre patriarchalische Normen abzulehnen, und schwört, niemals zu heiraten, Kinder zu haben oder sich auch nur zu verabreden und Sex zu haben.

    „Ich habe immer das Gefühl gehabt, dass es als Frau mehr Nachteile als Vorteile gibt, wenn man verheiratet ist“, sagte Lee, eine 40-Jährige, die mit ihrem Hund in der Nähe von Seoul lebt.

    Jetzt ist sie noch weiter gegangen und hat von der radikalen feministische Bewegung, die 4B genannt wird, die „vier Neins“ übernommen: keine Dates, kein Sex, keine Ehe und keine Kinder.

    (…) 4B-Mitglieder sagen, dass ihre Bewegung mindestens 4.000 Anhängerinnen hat.

    Ein separater feministischer YouTube-Kanal mit Nachrichten zum Boykott der Ehe und Kindererziehung hat mehr als 100.000 Abonnenten.

    Lee hat auch einige Grundsätze von „Escape the Corset“ übernommen, einer Bewegung gegen die strengen Schönheitsstandards Südkoreas. Einige Anhängerinnen haben virale Videos von sich geteilt, auf denen sie ihre Make-up-Sammlungen zerstören.

    (…) Der letzte Tropfen für Lee kam letztes Jahr, als ein fortschrittlicher männlicher Politiker, der sich selbst als Feminist bezeichnete, verurteilt und inhaftiert wurde, weil er eine weibliche Mitarbeiterin vergewaltigt hatte.

    Lee sagt dazu: „Ich erkannte, dass unsere Gesellschaft ein System ist, das ich als Frau nicht akzeptieren kann, und von da an wurde jede Begegnung mit Männern – ob Heirat oder Dating – für mich bedeutungslos.“

    (…) Die südkoreanische Regierung hat versucht, die Ehe zu fördern, indem sie Wohngeld für Neuvermählte und niedrig verzinsliche Hypotheken anbietet.

    Aber für Lee ist die Zukunft weiblich.

    Sie bestand darauf: „Mein Traum ist es, Wohnungen nur für Frauen zu bauen, die planen, nie zu heiraten.“

    Sie lehnen also Männer ab. So wenn sie 40 sind. Heißt das, dass sie in Höhlen schlafen?

    Nee im Ernst: Welche Nachteile erleiden denn diese Frauen, wenn sie sich versorgen lassen? Es ist anzunehmen, dass es sich um Akademikerinnen handelt, die in gut bezahlten Amüsierberufen unterwegs sind und nicht teilen wollen.

    • Ich sehe in denen die Pendants zu MGTOW. Die scheinen halt kaum (positive) Erfahrungen gemacht zu haben, sonst verhält man sich nicht so.

      „Nee im Ernst: Welche Nachteile erleiden denn diese Frauen, wenn sie sich versorgen lassen?“

      Ich wäre allerdings vorsichtig dabei, asiatische Lebensweise mit unserer gleichzusetzen. Diese Gesellschaften sind m.W. sehr viel konservativer als unsere. Ich kann durchaus verstehen, wenn eine Frau, die einen Job hat, der ihr gefällt und sie unabhängig macht, nicht plötzlich das abhängige Heimchen sein möchte. Irritierend finde ich immer, wenn jemand dann lieber verzichtet, als sich durchzusetzen und Kompromisse auszuhandeln. Aber gut, sind halt Frauen und die Libido unterschiedlich ausgeprägt. Evolutionär kein Problem, solche Menschen gab es immer, früher gingen die halt ins Kloster, heute machen sie irgendeinen Verein auf.

  6. Mal wieder etwas für die gute Laune!

    Kleiner Streich beim Weihnachtsbaumeinkauf

    https://brainblog.net/item/2019/12/papa-kauft-nen-weihnachtsbaum/

    Nonnen beim Feiern:

    http://www.hornoxe.com/nonnen-rave/

    Die Frau das unbekannte Wesen, diesmal: Alle Chips müssen abgeleckt sein!

    https://de.orschlurch.net/post/chips-lecken

    Schwieriger Level beim VR-Jedi (*man muss sich richtig reinknien*)

    http://www.hornoxe.com/vr-jedi/#comment-360882

    Frau beim Bund

    https://de.orschlurch.net/post/frauen-beim-bund

    Für Liebhaber von Tetris, ein Wettkampf in der Großmeisterklasse, mir haben die Hände vom Zusehen geschwitzt:

    ab Minute 43(!) kann man abschalten

    https://brainblog.net/item/2019/12/zwei-tetris-profis-spielen-gegeneinander/

  7. Sie könnten sich ja auch einen besseren Job suchen, aber – wahrscheinlich schon gewohnheitsgemäß – geben sie lieber Männern die Schuld.
    Deswegen Grundeinkommen (nur) für Frauen!!!

    Zu sagen das der eigene Partner nicht gut genug für einen ist, scheint mir manchmal auch als virtue signaling bei Frauen angesehen zu werden. Bei Männern ist es dann eher anders herum.

    • Da sind wir sind wieder bei Life Choices… wer sich mit Anfang 20 auf nen nur mindergut bezahlten Service- oder Medienjob eingerichtet hat, der wechselt mit 30 nicht mehr so einfach.
      Es ist selten dass man sich direkt nach der Schule schon auf einen Karriereweg eingeschossen hat den man relativ linear verfolgen kann.

      Ist es verlogen und bigott da jetzt ne Diskrimierungsnummer draus zu machen, 100%!

      Allerdings will ich nicht wissen wieviel mentaler Selbstschutz hier noch dabei ist, wenn man sich weigert anzuerkennen dass man weit hinter den eigenen Ansprüchen zurückgeblieben ist.

      Da sind wir wieder bei den Rolemodels aus der Zeit bevor sich konservative Männer und Suffragetten zusammengeschlossen haben. Frauen sind alleine nicht überlebensfähig und brauchen einen Beschützer, einen der die Verantwortung zur Aussenwelt hin für sie übernimmt.

  8. Klonovsky rezensiert Douglas Murrays „Wahnsinn der Massen. Wie Meinungsmache und Hysterie unsere Gesellschaft vergiften“ und findet es empfehlenswert.

    Zitat:
    „Last but not least ist das digitale Weltgehirn im Silicon Valley die wahrscheinlich politisch korrekteste Firmenansiedlungsregion der Erde. Jeder Bewerber dort, notiert Murray, werde beim Einstellungsgespräch auf Herz und Nieren getestet, damit nicht versehentlich jemand rekrutiert wird, der falsche Gedanken denkt. Bei Google sind Murray zufolge etwa 10.000 und bei Facebook etwa 30.000 Mitarbeiter ausschließlich damit beschäftigt, darauf zu achten, dass der content politisch korrekt ist. Brave new world! Dass die Dinge günstiger liegen werden, wenn dereinst die Chinesen wieder bzw. auch global die Gehirnwäsche übernehmen, mag ich nicht glauben.“

    Ich vermute, dass dies die jeweilige Gesamtzahl der Zensoren ist. Bei einer Suchmaschine (!) sind also 10k Leute u.a. für politisch korrekte Optimierung eingestellt. Da wundert mich nichts mehr.

    • Ach und noch ein schönes Zitat:

      „Das entscheidende Statement, die schlechthinnige Feinderklärung, steht in Murrays Buch auf Seite 224 und stammt von Professor Robin DiAngelo, die an der University of Washington „Multicultural education“ lehrt, also ganz harte Wissenschaft (promoviert hat sie über „Whitness in racial dialogue“). Frau DiAngelo beteuerte im März 2019 in einem Vortrag, dass sie „gern ein bisschen weniger weiß wäre, was nichts anderes heißt als weniger unterdrückerisch, selbstvergessen, defensiv, ignorant und arrogant“ („defensiv“ war wohl ein Freud’scher Verplapperer), um anschließend zu statuieren – jetzt kommt’s –, dass „Weiße, die ihre Mitmenschen eher als Individuen ansehen und nicht aufgrund ihrer Hautfarbe beurteilen, wirklich gefährlich sind“.“
      .
      Das muss man zweimal lesen. Es ist der lupenreinste rassistische Stoff, der momentan in Übersee gehandelt wird. Ihren moralischen Profit bezieht unsere Dealerin aus dem Hass auf die eigene Ethnie. Diese autoaggressiven Weißen hoffen, morgen verschont zu bleiben, wenn sie sich heute auf die Seite der tendenziell Stärkeren schlagen. Wahrscheinlich unterschätzen die meisten weißen Mittelschichtler die Dynamik dieses Prozesses, weil sie heute noch mehrheitlich am Ende der Nahrungskette stehen.

  9. Mal so ein Wenig OT:

    Was passiert, wenn sich Kritiker cognacglasschwenkend über ein Werk hermachen und dabei ungewollt eingestehen, selbiges nicht verstanden zu haben?

    Zum Beispiel: https://www.zeit.de/digital/games/2019-12/death-stranding-game-social-media

    Vorweg die enormen inhaltlichen Unsinnigkeiten: Der Autor tut so, als bestände der für das Spiel und auch letztlich seine Aussage elementar wichtige Onlineaspekt in erster Linie aus dem sich gegenseitigen Zuschieben von „Likes“. Unglaublich oberflächlich! Likes sind so etwas wie Erfahrungspunkte in dem Spiel, die man vor allem von NPCs (non playable characters) bekommt für das Vollenden von Aufträgen. Die Likes die sich Spieler untereinander geben können, sind tatsächlich nur noch ein Feedback für vorher Getanes, wie z. B. dem Bau einer Brücke über eine Schlucht oder der Reparatur von einem der Dutzenden Straßenabschnitte. Dies erleichtert das Fortkommen für jeden einzelnen Spieler enorm und man könnte das Gefühl von „gemeinsam geht alles besser“ meines Erachtens kaum plastischer in einem an sich reinen Singleplayer-Spiel darstellen, in dessen Story es ja auch vor allem darum geht, voneinander getrennte Menschen wieder zu verbinden.

    Dass das sich gegenseitige Zuschieben von Likes angeblich dazu dienlich ist, die Statuswerte zu verbessern, ist dabei nur noch eine weitere inhaltliche Falschaussage, weil die Statuswerte des Protagonisten ausschließlich über die von NPCs erhaltenen Likes verbessert werden (kann mehr tragen, besser das Gleichgewicht halten, etc.), welche man nur durch das Abschließen von Aufträgen erhält. Die Likes von anderen Spielern ermöglichen einem lediglich so „wichtige“ Sachen, wie einem etwas größeren Zeitfenster zum Vergeben von Likes an andere Spieler.

    Nun aber noch zur inhaltlichen Kritik, bei der mir folgender Part, so kurz er auch sein mag im Text, als Kernproblem erscheint, welches den Autor relativ unfähig hat werden lassen, die Aussage des Spieles zu begreifen:

    „Wie bei allen Metaphern von Death Stranding scheut Hideo Kojima auch hier jede klare Position. Dass nicht nur die Toten mit öliger Konsistenz über den „Beach“ hinaus auf das Land schwemmen, sondern auch die Spielenden zum wachsenden Umweltproblem werden, wäre eine Steilvorlage für klimapolitische Aussagen. Doch ebenso wie die Anspielungen auf die Trump-USA tritt auch dieses Potenzial hinter die spielerische Funktionalität von Transport- und Like-Mechanik zurück. In Kojimas Moby Dick wird der weiße Wal mit Plastikmüll im Magen tot an den Strand gespült, und anstatt innezuhalten und darüber nachzudenken, wird klickoptimiert ein wütendes Emoji danebengepflanzt.“

    Den Autor störte wohl, dass sich Kojima nicht lang und breit genug in der Gesellschaftskritik erging, die dem Autor genehm und – so sage ich mal ganz böse – geistig simpel genug wäre. Sprich: plumpes Trumpbashing und penetrantes Klimawandel-Hysterie-Geplärre.

    Für mich war dieser Teil deshalb so aufschlussreich, weil der Autor offenkundig gar nicht merkt, dass er mit seiner Geisteshaltung zu eben genau den Zuständen beiträgt, die im Spiel überwunden werden sollen (also natürlich nicht zum „gestrandeten Tod“ – das will ich ihm nun auch nicht unterstellen – sondern zu der Entfremdung der Menschen voneinander). Im gesamten Spiel erhält man von einem der NPCs genau eine Mail, in der er mit Verweis auf einen Präsidenten, der eine Mauer baute, die ihn von seiner Familie trennte, einen Hinweis auf Trump gibt. Auf Basis dieses Krümels, gemessen am Gesamtspielumfang, zu glauben, dass das gesamte Spiel einen Kommentar zu Trumps Amerika abgeben will, dies aber dafür einfach nicht „mutig“ genug tut, kann eigentlich nur unter dem Einfluss erheblicher filterblasenverursachter Voreingenommenheit zustande kommen. Denn so zeigt er, dass nach seiner Auffassung für die Entfremdung der Menschen voneinander natürlich nur „die bösen Anderen“ Verantwortlich sein können, mit denen man natürlich nur schon aufgrund dessen auf gar keinen Fall reden, ihnen keinen Quadratmillimeter Raum geben dürfe. Ironische Selbstoffenbarung in wenigen Zeilen.

    Ja, das Spiel positioniert sich nicht politisch im Sinne von „Lagerdenken“. Und, vor dem Hintergrund der Kernaussage, tat Kojima verdammt gut daran, denn eine Politisierung in eine sich eindeutig dann auch noch „zeitgeistig“ gebende Richtung hätte wohl genau diese Aussage konterkariert und sie für nicht wenige Menschen zerstört, die sich an genau dieser Buhmann suchenden Darbietung gestoßen hätten. Irgendwie erinnert das im Kleinen daran, wie der Film „Joker“ von etlichen Medienschaffenden zerrissen wurde. Man stört sich nicht daran, dass gar keine Aussage in der Geschichte vorhanden ist, man stört sich viel mehr daran, dass die getätigte Aussage nicht strikt den Narrativen folgt, die man in diesen Kreisen nur noch zu hören gewohnt und vor allem auch bereit ist.

    • „Für mich war dieser Teil deshalb so aufschlussreich, weil der Autor offenkundig gar nicht merkt, dass er mit seiner Geisteshaltung zu eben genau den Zuständen beiträgt, die im Spiel überwunden werden sollen …“

      Mach Dir nix draus, PC-Spinner (hier im Sinne von „Political Correctness“) hat es schon vor 50 Jahren gegeben – und es wird sie immer geben.

  10. „The very politicians and academics who in the morning denounce America’s lethal white supremacy in the afternoon demand that the country open its borders to every intending Third World immigrant, with no penalty for illegal entry. These two positions are contradictory: The U.S. cannot be at the same time the graveyard for nonwhite people and an essential beacon of freedom and life-preserving haven from oppression for these same people.“

  11. Obama ist ein „nice guy“. Warum hat er dann 2008 kandidiert und nicht einer Frau den Vortritt gelassen? I hope she sees this bro…

    Es war immer eine kleine Gruppe von Menschen, die über die Köpfe der Bevölkerung hinwegentschieden haben. Früher waren wir Menschen viel unzivilisierter, dahingehend haben wir uns weiterentwickelt.

    Frauen, die an der Macht waren, waren kein Deut besser. Kleopatra und Königinnen haben Kriege geführt, die Bevölkerung ausgebeutet und versklavt. Margaret Thatcher war in England als „eiserne Lady“ bekannt und hat mit sehr strenger Hand regiert.

    Marine Le Pen (Frankreich), Alice Weidel (Deutschland), Beata Szydlo (Polen), Siv Jensen (Norwegen), Giorgia Meloni (Italien), Pia Kjaersgaard (Norwegen) sind die Gesichter der neuen rechten Parteien.

    Aus meinem Gastbeitrag:
    1. Angela Merkel – 14 Jahre Bundeskanzlerin (Danke für den Wirtschaftslobbyismus. Danke für die Kluft zwischen Arm und Reich. Danke, dass sie nichts gegen den NSA-Skandal unternommen haben)
    2. Ursula Von der Leyen – Bundesministerin der Verteidigung (Danke für die millionenschwere Berateraffäre. Danke für die Waffenexporte in Kriegsgebiete. Danke für den aufrecht erhaltenen US-Stützpunkt Ramstein)
    3. Julia Klöckner – Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft (Danke, dass weiterhin Ferkel ohne Betäubung kastriert werden. Danke, dass weiterhin stundenlange Tiertransporte zur Schlachtung unter grausamen Bedingungen erlaubt sind)
    4. Marlene Mortler – Drogenbeauftragte (Danke, dass Cannabis weder legalisiert noch für Konsumenten entkriminalisiert wird)
    5. Katarina Barley – Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz (Danke für Artikel 13. Sie hatte ein Vetorecht und hätte es verhindern können)
    6. Annegrette Kramp Karrenbauer (Danke, dass sie die Meinungsfreiheit vor dem Wahlkampf regulieren/einschränken möchten)

    Es ist keine Frage des Geschlechts, sondern des Charakters. Aber im Feminismus sind Frauen bekanntlich die besseren Menschen.

    • „The World Health Organization is calling on countries that are vaccinating boys against the human papillomavirus (HPV) to suspend these programmes until all girls who need the vaccine can get it.“

      Ja-ja, die Gesellschaft hasst Frauen. Sie hasst sie einfach.

      Es geht nicht nur darum Frauen zu helfen. Nein, es ist ebenso wichtig Männern nicht zu helfen.
      Deswegen nennen sie sich auch Feministinnen und nicht Frauenrechtlerin.

  12. Oh man, wie kommt man bloß auf sowas?

    Und war das nicht in Afrika, wo sie bei irgendeinem interafrikainischen Völkermord – ich glaube Ruanda – alle Schusswaffen auf einen Haufen geworfen und durch Machete ersetzt haben, weil sie die „Feinde“ lieber kleinhacken wollten?

    Vielleicht sollte man die Afirkanische Geschichte doch öfter in der Schule behandeln, aber dort eben auch die schlechten Sachen, die da auch heute noch ohne Interaktionen mit Weißen stattfinden, wie z.B. Sklaverei.

    • „dort eben auch die schlechten Sachen, die da auch heute noch ohne Interaktionen mit Weißen stattfinden, wie z.B. Sklaverei“

      Der Zug ist abgefahren. Mittlerweile zensieren sich ja sogar erfahrende Reiselustige und Entwicklungshelfer selbst, weil der moderne Westler sofort mit Rassismus-Blafasel daherkommt, wenn man nur die Zustände schildert…

  13. https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/4genderstudies-ein-aktionstag-fuer-die-geschlechterforschung/25344092.html
    17.12.2019: „Ein Aktionstag für die Geschlechterforschung

    An diesem Mittwoch machen Forschende in den Gender Studies auf ihre Arbeit aufmerksam und wehren sich gegen Angriffe auf ihre Disziplin. “

    Da wird geframed was das Zeug hält, #4GenderStudies wäre nötig, weil es „massive Drohungen und Hasskommentare“ gäbe. Als wären es die Genderstudies, die durch ausgelöste Feueralarme unterbrochen werden, mit Milkshake beworfen werden, geblockt, gemeldet und gebannt werden und sich durch eine massive Wand an Gegendemonstrationschreiern zu ihren Veranstaltungen kämpfen müssten.

    “ im Jahr 2017 185 Professuren an deutschen Hochschulen, die sich mit der Geschlechterforschung befassen. Allerdings haben nur 27 davon eine Voll-Denomination im Bereich Gender,“

    Echt? Das glaub ich nicht. Hier wird irgendwas verdreht oder ziemlich verquer dargestellt.

    • „Allerdings haben nur 27 davon eine Voll-Denomination im Bereich Gender“

      Vermutlich überspezifisch, die restlichen sind halt dann „Gender-, Diversitäts- und Gleichstellungsprofessuren“ in Einem. Ein (noch) erlaubter Trick, um die teuren, politisch erzwungenen, unproduktiven und nervigen Labertaschen-Lehrstühle auf ein Mimimum zu begrenzen…

    • „GenderStudies wäre nötig, weil es „massive Drohungen und Hasskommentare“ gäbe“

      Gibt es auch noch andere Gründe oder rechtfertigt mal wieder Kritik und Ablehnung, die Wichtigkeit und Richtigkeit der Sache?

  14. Der schwedische Staat wird denen jetzt wahrscheinlich mit erhobenen Finger und einen Du-du-du-du drohen, ihnen dann den Kopf täscheln, wie schön es doch ist, das sie da sind und Schweden mit ihrer Kultur bereichern und sie dann laufen lassen. Vielleicht starten sie noch eine Untersuchung gegen den geschlagenen und angepissten schwedischen Jungen, ob er sich nicht eines Hate Crimes schuldig gemacht hat.

  15. Ich kann mir noch keinen wirklichen Reim drauf machen, aber ich vermute, dass wir in den nächsten Jahren tatsächlich (auch offiziell) Ufo-Technologie zu sehen bekommen:

    „The technology is on the engineering benches today. But most Americans and most members of Congress have not had time to really look deeply at what is going on here. But I’ve had the benefit of 33 years of studying and becoming friends with these scientists. This technology can be built today with technology that is not developmental to deliver any human being from any place on planet Earth to any other place in less than an hour.“
    https://www.thedrive.com/the-war-zone/31445/recently-retired-usaf-general-makes-eyebrow-raising-claims-about-advanced-space-technology
    oder mit google translate:
    https://translate.google.de/translate?sl=auto&tl=de&u=https%3A%2F%2Fwww.thedrive.com%2Fthe-war-zone%2F31445%2Frecently-retired-usaf-general-makes-eyebrow-raising-claims-about-advanced-space-technology

    Bei einem Erdumfang von 40k km, wären das mindestens 20’000 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit. Nicht zu vernachlässigen die Aussage „jeden Menschen von jedem Ort an jeden Ort“, denn das impliziert, dass man dazu keinen Weltraumflughafen oder größeren Flugplatz benötigt.

    Nur daher geschwätzt? Das war immerhin ein usaf-General und der fordert u.a. auch, eine Weltraumflotte zu bauen, weil die Chinesen das schon machen würden:
    „Kwast claims China is already building a “Navy in space” complete with the space-based equivalents of „battleships and destroyers“ which are “able to maneuver and kill and communicate with dominance, and we [the United States] are not.”

    Allerdings könnte er im letzten Punkt irren. Da war doch mal was, ach ja, das hier:
    „I also got access to Excel spreadsheets. One was titled „Non-Terrestrial Officers.“ It contained names and ranks of U.S. Air Force personnel who are not registered anywhere else. It also contained information about ship-to-ship transfers, but I’ve never seen the names of these ships noted anywhere else.“
    https://www.wired.com/2006/06/ufo-hacker-tells-what-he-found/

    Dass Gary McKinnon den Hack tatsächlich gemacht hatte, bestätigten die Amis, indem sie einen Auslieferungsantrag an die Briten stellten, der zum Glück abgelehnt wurde:
    https://www.exopolitik.org/wissen/zeitgeschehen/politik/755-ufo-hacker-gary-mckinnon-wird-nicht-an-usa-ausgeliefert

    Zitat:
    „Das aktuelle Urteil ist nicht nur überraschend, sondern auch vor dem Hintergrund bemerkenswert, dass es zwischen Großbritannien und den USA ein Kooperationsabkommen für Auslieferungsverfahren gibt und die USA massiven Druck auf die britische Regierung ausgeübt hatte. Die amerikanischen Strafverfolger bezeichneten McKinnons Hack als „größten militärischen Computer-Überfall aller Zeiten“.

    Was einem gewissen Witz nicht entbehrt, denn m.W. griff der lediglich auf ungeschützte VNC-Server zu (was ihm dann auch zum Verhängnis wurde, weil jemand die Fremdaktivität am Monitor bemerkte 🙂 ).

    Es wurden auch eine Reihe sehr seltsame Patente eingereicht, angeblich auch mit Rückendeckung des amerikanischen Militärs und mit dem Verweis auf die Chinesen:
    https://www.thedrive.com/the-war-zone/30256/scientist-behind-the-navys-ufo-patents-has-now-filed-one-for-a-compact-fusion-reactor

    Könnte auch Desinformation sein. Fühlt sich für mich aber nicht so an, es deuten noch eine Menge subtile Zeichen ebenfalls in diese Richtung. Glauben kann man es erst, wenn man es sieht, aber das könnte evtl. schneller kommen, als mancher erwartet…

    • https://pbs.twimg.com/media/EMFUlaGWkAA2PyR?format=png

      „Mr McPaul had first met the woman, who cannot be identified for legal reasons,“

      Komisch das sein Name und sein Bild nicht geschützt sind.

      „The jury was told that the alleged rape victim had posted on a Facebook group, naming Mr McPaul as her rapist to almost 3,000 members, most of whom were anonymous strangers she did not know.

      In a post which began with the letters TW – meaning ‚Trigger Warning‘ – the alleged victim had claimed that a man, who she initially named as a friend of a friend, had raped her and added: ‚I find it terrifying that he is going to be a doctor. He thinks it is okay to have sex with someone who is drunk/asleep, without a condom as well!'“

      Feministische Justiz.

      Und sie bezeichnen die Frau immer noch als Opfer. Unglaublich.

  16. Die Frau war rechtlich „nicht da“, das bedeutete das der Mann für die Verbrechen seiner Frau verantwortlich gemacht wurde. Das hieß auch, dass die Frau auf Kredit in seinem Name einkaufen konnte – sie musste nur behaupten das seien notwendige Einkäufe – und er musste dann dafür finanziell aufkommen. Das wurde auch dazu benutzt um den Mann unter Druck zu setzen, um z.B. bessere Bedingungen bei einer Scheidung zu erreichen. Einige Männer sind wegen dieser Ausgaben ihrer Frauen auch im Gefängnis gelandet.
    Bei Thema häuslicher Gewalt wurde dem Mann die Schuld dafür gegeben, wenn seine Frau in schlägt.
    Einfach nur abgefahren.

    Male Privilege und Women were oppressed. Listen and believe.

    Aber schaut euch z.B. die hier an:

    Glaubt jemand das die feministische Wahrheiten hinterfragen will? Das die überhaupt irgendwas hinterfragen will?

    • Oh-oh, sie sagt etwas gutes über Männer. Eine Ketzerin!

      In Oklahoma ist man schon weiter:

      Das weiß man schon das es falsch ist öffentlich zu sagen das es okay ist weiß zu sein.

  17. Genervt vom Scrollen…

    „die Antwort, die du gegeben hast, hättest du dir sparen können, da ich von einem Spiel OHNE safeword sprach“

    Ja sorry, habs nachgelesen: Du sprachst von Tunnelspielen und einem sub, der zu seiner Überraschung das Spiel abbrechen wollte, aber nicht konnte. Dessen daraus resultierende, längerfristig bestehende Angstzustände ihn erst dann juristisch zum Opfer machten, wenn Top die Peitschenhiebe falsch mitzählte^^ o.ä.

    Was man als Befürworter des Enthusiastic Consent-Prinzips immer wieder zu hören kriegt, ist ja, dass es der Sache doch den ganzen Spaß nähme, wenn jede Handlung kleinteilig abgefragt und bejaht werden müsste. Aber ich soll Dir glauben, dass SMler das mehrheitlich vorher täten? Und dass ein dominanter Mensch mit sadistischer Ader es _nicht_ als besonderen Kick empfände, MEHR Gewalt als formal vereinbart auszuüben? Den anderen wirklich zu brechen suchte, statt ihm gegenüber bloß als Dienstleister aufzutreten?

    „Dafür ist es bezeichnend, auf was in meinem Posting du alles NICHT antwortest.“

    Oft reicht es mir tatsächlich, die Gegenargumente abzuwiegen und bloß zu wissen, dass meine Sicht trumpft. Ich muss nicht immer überzeugen. (da hab ich auch gar nicht die zeitlichen Kapazitäten für)

    „Selbst den Vorwurf, Menschen das Ausleben ihrer Sexualität verweigern zu wollen, lässt du unwidersprochen.“

    Mir ist klar, dass manche Menschen keine „Spielpartner“ mehr fänden, wenn meine Vorstellungen Realität würden. Dafür gäbe es aber sicher mehr qualifizierte, psychologische Hilfe als jetzt. Ich glaube durchaus: das würde zu einer Verringerung des Elends beitragen.

  18. „Probleme haben (oh Wunder!) nur Frauen … welche die man aus dem Ausland hierher geschafft hat, die deshalb unsere Sprache nicht sprechen, denen man den Pass abgenommen hat etc.

    Meine Meinung zu Letzterem kennst du, wer Grenzenlosigkeit will, muss halt damit leben, dass sich sein Land in ein unkontrollierbares Shithole verwandelt.“

    Wenn wir Schengen rückgängig machten etc., wären wir die Shitholes aber doch trotzdem nicht los. Was meinste denn, was die hunderttausende von einheimischen Männern, die Tag für Tag von diesen Zwangsstrukturen persönlich profitieren, machen würden ohne Zugriff auf weitgehend recht- und hilflose Migrantinnen? Würden die sich zwangsweise weiterentwickeln?

    „du darfst mich auch ein bisschen ohrfeigen, während ich deinen Schwan* lutsche “

    Oh wow. Zu einfach. Wer ist denn heutzutage noch so verklemmt, dass er sich nichtmal traut das Wort Schwanz auszuschreiben? Passt aber perfekt zum Rest, den Du bereits offenbart hast. Dass Du nur eine frischgeduschte und rasierte Muschi appetitlich findest; tagelang geknickt bist, wenn Dein Wunsch nach Sex abgelehnt wurde. SMler haben besonders große Angst vor Zurückweisung, sind einfach nicht cool mit Lust und Körperlichkeit – sonst bräuchten sie diesen sex-negativen Ansatz ja auch nicht.

    Was sollen Ohrfeigen während des Blasens eigentlich aussagen? „Lass das“ oder „Du bist so bescheuert, dass Du das machst“?

    Falls Du es nicht weißt: dreimal im Leben habe ich Gewalt gegen jemanden ausgeübt (bzw. 4x wenn man den Tritt mit 13 dazuzählt, der aber aus reiner Notwehr erfolgte). Dreimal bloß war ich also wütend genug, um auf die etwaigen Konsequenzen meiner Handlungen zu scheißen. Und ich gestehe, dass es mir ein kleines bisschen gutgetan hat – speziell das eine Mal, wo ich mich richtig mit meinen Fäusten ausgepowert habe und mein Mann beweisen durfte, dass er auch ein bisschen was aus seinem Judo-Training behalten hat^^.

    Nur wie kaputt wäre es, das zu „Kultivieren“ und mit einer so wundervollen Emotion wie sexueller Erregung zu vermischen? Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich daran selbst als Mann kein Interesse hätte.

    • Hier muss man dann jedoch hinzufügen, das Semi es als total normal ansieht wenn Frauen Männern ins Gesicht schlagen (Ohrfeige) und es auch Ihren Töchtern beibringt..Sie sieht das als wohl nicht als Gewalthandlung an.
      Ach ja gilt natürlich nur einseitig, nicht das einer auf die Idee kommt sie würde es akzeptieren das einer im Affekt zurückschlägt.
      (Hat Semi hier in Forum mehrfach bestätigt und vehement verteidigt, Ich mach mir jetzt jedoch nicht die Mühe das rauszusuchen)

      • Selbstverständlich sind die zwei Ohrfeigen – bzw. technisch gesehen 3, weil beim ersten Mal konnte ich mich spontan nicht für nur eine Schlaghand entscheiden^^ – mit drin in der obigen Aufzählung von mir ausgeübter Gewalthandlungen während meiner annähernd 40 Lebensjahre.

        Was ich gesagt hatte, war, dass eine Ohrfeige als angemessene Reaktion auf einen Grabscher durchgehen muss. Gleichzeitig weiß ich aber natürlich, dass es in der Realität so gut wie nie dazu kommt; sehr oft agieren Grabscher nämlich im Schutz einer Gruppe und hinter Deinem Rücken, so dass es schlechterdings unmöglich ist, mit Sicherheit dem Richtigen die verdiente Quittung zu verpassen.
        Und in einer Situation ganz ohne Zeugen bin ich – wie sich aus meinen Schilderungen ergibt – gleich gar nicht unbedingt der Ansicht, dass es schlau wäre, Übergriffigkeiten ganz energisch abzuwehren, so die Gefahr besteht, dass das Gegenüber zurückschlagen könnte. Jedenfalls wenn die Kräfteverhältnisse so eindeutig sind wie in meinem Fall.

        Vielleicht täusch ich mich da aber auch und mich träfe aufgrund meiner Statur sogar im Gegenteil eine besonders geringe Gefahr, zu Brei geschlagen zu werden. Wann immer ich Zivilcourage zeigte und sich kloppende, mir unbekannte Idioten trennte, agierte ich jedenfalls in dem Bewusstsein, besondere Narrenfreiheit zu besitzen. Nicht, dass ich nicht auch schon böse angeguckt und angegangen wurde in solchen Momenten. Nur konnte ich in ihren Augen lesen, wie sie versuchten zu kalkulieren, was wohl passieren würde, wenn… und sich dann entschieden, dass sie das doch lieber lassen. Aber diese Menschen hatten halt auch nur grundsätzliche Wut, und nicht speziell auf mich… macht bestimmt auch einen Unterschied.

        • „Was ich gesagt hatte, war, dass eine Ohrfeige als angemessene Reaktion auf einen Grabscher durchgehen muss.“

          Und so eine Backpfeife für den eigenen Vater sollte doch auch ok sein. Hat ja schließlich selbst Schuld, was wählt der auch die falsche Partei.

          • Du hast ja keine Ahnung, wie häufig dieser Mann mich tyrannisiert und rumgeschubst hat seit meiner Jugend. Er war immer Stolz darauf, dass er mich nie geschlagen hat, aber das macht einen auch noch nicht zum Spitzenvater.^^

            Und diese Auseinandersetzung erfolgte am Tage nach der Wahl von Trump und nicht, weil er sein Kreuz bei der afd gemacht hatte. (hat er vermutlich aber bereits schon, wenigstens bei der letzten Bundestagswahl, nehme ich zumindest an. Frag ich aber nicht nach. Wir reden nichtmehr über Politik. Besser is^^)

          • Das letzte Mal, dass er mich heftig geschubst hat, ist übrigens noch gar nicht sooo lange her.
            Unsere jüngste war gerade ein paar Monate alt UND ICH HIELT SIE AUF DEM ARM währenddessen!
            Und warum war er so ausgerastet?
            Weil ich ihm – zum wiederholten Male! – mitgeteilt hatte, dass er unserer Großen gefälligst nie mehr auf den Arsch hauen soll!

          • Siehst Du Semi, das ist das, was ich nicht verstehe: Du erträgst jahrzehntelange Tyrannisierung, aber rastest aus, weil Dein Vater (vernünftigerweise) die Trumpwahl begrüßt hat.
            Deine Verachtung für SM-Spiele, kommt sie daher?

          • Er hatte eine unsägliche Freude ins Gesicht geschrieben darüber, dass etwas eingetreten war, das ich als Katastrophe einstufte. „Hillary hätte den III. Weltkrieg angefangen“ war dann der Ausspruch, für den er die Watschn kassierte. Dann Handgemenge. Und witzigerweise – genau als er merkte, er ist nicht mehr stärker als ich – lautete sein Abschlussstatement: „Ich hätte ihn doch auch nicht gewählt, wenn ich gekonnt hätte“

            Wo Du da eine Verbindung zum SM-Thema sehen willst, raff ich einfach nicht^^

          • „Du erträgst jahrzehntelange Tyrannisierung“

            Oh, meine Mutter hat mal die Polizei gerufen, weil er in seinem Wahn, mir schaden zu wollen, eine Glas-Zwischentür zerstört hat. Das war kurz nach der Einführung des Gewaltschutzgesetzes, und die Beamten erteilten ihm dann tatsächlich 10 Tage Hausverbot. Es hat nicht lange gedauert, bis er mich auf dem Handy anrief, beschimpfte und seinen Selbstmord androhte. Hab ziemlich schlecht geschlafen die Nacht.

            Das Ding ist: was soll man denn machen, wenn man so einen Choleriker zum Vater hat? Einige Jahre war er auch nicht trocken, das hat auch viel ausgemacht. Seit er sich Insulin spritzt, ist er grundsätzlich ausgeglichener. Und inzwischen auch praktisch schwerhörig. Er hatte immer auch seine guten Seiten, und in die Phasen, in denen er sich so zeigt, werden immer länger. Happy end after all – sort of^^

          • Als kleines Mädchen war ich übrigens das totale Papa-Kind, sein ganzer Stolz, der Grund dafür mit der Sauferei aufzuhören, und er liebte unsere Diskussionen genauso wie ich. Klar hab ich mich gefragt, was genau dazu geführt hat, dass er mich phasenweise wie seinen schlimmsten Feind bekämpfte.

            Es hat ihn übel gestört, dass ich anfing, mich als Teenager zurückzuziehen. Das tat ich wohl ursprünglich, weil ich über die Dinge, die mich damals beschäftigten – u.a. s.o. – einfach nicht sprechen konnte. Und irgendwann hatte er durch seine Aufstände und Aktionen auch einfach meinen Respekt verloren. Ich war immernoch für ihn da wenn er mich brauchte, of course, zu meinem Leidwesen bin ich nämlich über meine Schmerzgrenze hinaus loyal. Aber andersrum wünschte ich mir einfach nur in Ruhe gelassen zu werden.

            Auch dachte ich schon oft, der entscheidende Fehler sei uns damals – da war ich 10 – bei einem Gespräch in seiner Werkstatt unterlaufen. Ich war mit dem Wunsch an ihn herangetreten, gemeinsam ein schrottreifes Motorrad herzurichten für mich später. Zeitgleich hatte er jedoch Pläne geschmiedet für ein Boot, das er bauen und nach mir benennen wollte. Er sagte, er hätte nur Zeit um eins dieser beiden Projekte zu verfolgen, und ich solle entscheiden, wessen Traum verwirklicht wird. Hab dann gesagt, er solle seiner Idee den Vorzug geben. Dadurch war er dann quasi schon nicht mehr greifbar für mich, noch bevor ich verstummte.

            Heute denk ich: das Motorrad-Projekt wäre die ideale Vorbereitung gewesen für den Bootsbau. Das hätte sicher ein paar Jahre gedauert, während der meine handwerklichen Skills sich soweit fortentwickelt hätten, dass ich ihm anschließend bei dem Boot auch eine Hilfe hätte sein können. Mit 10, 11, 12 konnte er verständlicherweise noch nicht darauf vertrauen, dass ich Rumpf-Schweißarbeiten fehlerlos absolvieren würde, und auf das fehlerfrei kam es in dem Fall aber gerade an^^
            Jedenfalls dauerte ihm das Ganze viel zu lange und entwickelte sich zu einer einsamen Angelegenheit, die er sich neben Vollzeitjob und Häuslebau aufgehalst hatte. Er hats irgendwann pausiert, wieder begonnen und sogar nochmal um 20 cm verlängert nach einiger Zeit, dann erneut drangegeben als er wieder zur Flasche griff. Nach mehr als einer Dekade ignorieren, verkaufte er das bereits schwimmfertige Teil ohne Innenausbau in unserer Garage schließlich rein zum Schrottpreis.
            Seine wohl größte Niederlage.

      • „Ach ja gilt natürlich nur einseitig, nicht das einer auf die Idee kommt sie würde es akzeptieren das einer im Affekt zurückschlägt.“

        Ich glaube, Du? hattest mich damals gefragt, ob denn theoretisch auch ein Mann, dem eine Frau zu seinem Verdruss an seinen Arsch gegrabscht hat, ihr eine Ohrfeige geben dürfte m.M.n.

        Ich ändere meine Antwort in dieser Wiederholung nun ab in der Hoffnung, dass Du es so besser verstehst: wenn er ihr sichtlich körperlich unterlegen ist – sprich er ist min. einen halben Kopf kleiner – hat er tatsächlich die Position, die eine Frau normalerweise in solchen Situationen hat, und eine Ohrfeige wäre a.m.S. auch noch völlig ok. Ist er aber etwa gleichgroß oder sogar deutlich größer als sie, sollte er sich in seiner Reaktion auf die – meinetwegen rabiate – Androhung von Gewalt beschränken, um nicht übers Ziel hinauszuschießen.

        Das Prinzip „man schlägt keine Schwächeren“, ist eine große zivilisatorische Leistung, hinter die wir als Gesellschaft nicht wieder zurückfallen dürfen.

    • „Wenn wir Schengen rückgängig machten etc., wären wir die Shitholes aber doch trotzdem nicht los. Was meinste denn, was die hunderttausende von einheimischen Männern, die Tag für Tag von diesen Zwangsstrukturen persönlich profitieren, machen würden ohne Zugriff auf weitgehend recht- und hilflose Migrantinnen? Würden die sich zwangsweise weiterentwickeln?“

      Seit wann kümmert dich das Los von Männern? Wenn die über die Grenze pendeln, ist es plötzlich auch das Problem des Auslandes, was dagegen zu tun, nicht mehr unseres. Jeder kehre vor seiner eigenen Tür und die Straße ist sauber…

      „Oh wow. Zu einfach. Wer ist denn heutzutage noch so verklemmt, dass er sich nichtmal traut das Wort Schwanz auszuschreiben“

      Oh, das war ein Gender-Deppen-Stern, falls du da Schwänzin einsetzen willst *g*

      „Passt aber perfekt zum Rest, den Du bereits offenbart hast. Dass Du nur eine frischgeduschte und rasierte Muschi appetitlich findest; tagelang geknickt bist, wenn Dein Wunsch nach Sex abgelehnt wurde. SMler haben besonders große Angst vor Zurückweisung, sind einfach nicht cool mit Lust und Körperlichkeit – sonst bräuchten sie diesen sex-negativen Ansatz ja auch nicht.“

      Faszinierend auf welch fiese rabulistische weibliche Art und Weise du die intimen Informationen, die ich hier rausgelassen habe, gegen mich zu nutzen versuchst, nur weil dir die Argumente ausgehen. Wieso SMler besondere Angst vor Zurückweisung haben sollten, wird wohl dein Geheimnis bleiben. Und „nicht cool mit Lust und Körperlichkeit“ ist meine Frau (und du beim Thema SM), ganz sicher nicht ich. Ich möchte dich mal sehen, wenn dein Mann dich mehrere Jahre nicht mehr anfasst und dich bei Annäherungsversuchen abbügelt…

      Im Übrigen wurde dieses Problem (durch mich) mittlerweile gelöst.

      „Was sollen Ohrfeigen während des Blasens eigentlich aussagen? „Lass das“ oder „Du bist so bescheuert, dass Du das machst“?“

      Teil der (lustvollen) Erniedrigung beim SM, such dir einen passenden Körper und reinkarniere. Anders lernst du es ja doch nicht 🙂

      „Nur wie kaputt wäre es, das zu „Kultivieren“ und mit einer so wundervollen Emotion wie sexueller Erregung zu vermischen? Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich daran selbst als Mann kein Interesse hätte.“

      Mein Gott, bist du… unerfahren. Kannst du dich nicht mehr an die Zeit vor der Pubertät erinnern, als Jungs noch eklig und doof waren (oder fandest du die immer toll)? Wieso hat sich das geändert? Du kannst überhaupt nichts gegen deine Bedürfnisse machen und sie auch nicht vorhersehen, weil sie nicht rational sind! Deine Aussage ist auf dem Niveau „Schwule müssen nur endlich anfangen Frauen zu begehren“…

      • „Wenn die über die Grenze pendeln, ist es plötzlich auch das Problem des Auslandes, was dagegen zu tun, nicht mehr unseres.“

        Die Freierbestrafung könnte – in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft – zumindest schonmal EU-weit kommen, die Grundlage dafür besteht. Und im Idealfall zieht man das so auf, dass auch im Ausland erfolgte Prostitutionskontakte hier sanktioniert werden bei eindeutiger Beweislage.

        Ich muss aber zugeben, ich hätte jetzt erwartet, dass Du für den Fall eine Steigerung angezeigter Vergewaltigungen in Aussicht stelltest.

        „Oh, das war ein Gender-Deppen-Stern, falls du da Schwänzin einsetzen willst *g*“

        Dass Du ein schlechter Lügner bist, hättest Du jetzt doch wirklich nicht nochmal extra beweisen müssen.

        „Wieso SMler besondere Angst vor Zurückweisung haben sollten, wird wohl dein Geheimnis bleiben.“

        Would you please educate yourself? Für den Einstieg:
        https://gentledom.de/schlagwoerter/warum/die-psychologische-dynamik-hinter-bdsm/

        „Schmerz ist eine Sache, die ein psychisch gesunder Mensch vermeiden will. Der menschliche Organismus versucht Schmerz immer zu vermeiden, um die eigenständige Handlungsfähigkeit erhalten zu können. Wenn der devote Teil dies erlaubt und dem dominanten Teil dafür auch noch dankbar ist, verliert der Sadist noch mehr seine Beziehungsangst als es allein bei Gehorsam oder Fesselung möglich wäre. Der Masochist sagt damit aus, selbst wenn du mir Böses tust, werde ich Dich noch LIEBEN.

        Ritual Gehorsam :
        Bereitschaft zu Disziplin und Gehorsam -> dadurch zeigt der devote Partner dem dominanten, dass er keine Gefahren fürchten muss. Der Sadist geht davon aus, dass er über die Ressourcen des Anderen jederzeit verfügen kann, ohne je auf Widerstand zu stoßen. Er lebt mit der irren Vorstellung, dass er angstfrei er selbst sein kann. Der Masochist tritt nicht nur seine Entscheidungsfreiheit ab, sondern damit auch die Verantwortung für alles was er tut. Somit braucht er keine Angst zu haben, sich durch eigenständige Taten schuldig zu machen. Alles was geschieht liegt in der Verantwortung des Beherrschens der Situation, also alles liegt in den Händen des Sadisten. …

        Ritual Schmerz:
        Diese Form des Rituales symbolisiert die größte Machtaufnahme auf der einen Seite und die größte Machtabgabe auf der anderen Seite. Es spiegelt die größte Angst beider Seiten vor Intimität wider. Die Angst vor Zurückweisung ist hier sowohl beim Sadisten als auch beim Masochisten am größten. …

        Der dominante Partner in einer Spielbeziehung mindert seine Angst vor Zurückweisung und Abwertung indem er vom Partner Unterwerfung fordert. Er kann sich nur dann völlig seinen sexuellen Impulsen überlassen, wenn der dominante Part den devoten so stark demütigen kann, dass dessen mögliche Zurückweisung keine Kraft mehr hat, den Sadisten zu kränken, wenn also ein mögliches Aufbegehren des Unterworfenen dank des Machtgefälles im Keim erstickt werden kann.
        Während ein Sadist sich vor Abwertung und vor Zurückweisung fürchtet, ist die Angst des Masochisten vor der Zurückweisung noch grösser, somit ist er bereit innerhalb der SM-Beziehung die untergeordnete Rolle einzunehmen. Zunächst wird das Gefühl der Minderwertigkeit noch verstärkt, denn wenn mich ein so mächtiger Mensch wie mein Partner als Gegenüber wählt, muss an mir selbst etwas wertvoll sein. …

        Der Masochist hat Angst vor Entwertung und Abgewiesen werden. Meistens ist die Angst vor der Zurückweisung stärker als die der Abwertung. Also auch ihn hindert Angst daran, in einer normalen sexuellen Begegnung Lust zu erleben. …

        In sadomasochistischen Beziehungen spielen Schamgefühle eine große Rolle.
        Der devote schämt sich wenn er den Impuls zur Selbstbestimmung seiner Psyche verrät. Indem er sich unterwirft, löst er aber nicht seinen ureigenen psychologischen Konflikt in sich, sondern er verleugnet ihn. Daraus resultiert neuerlich ein Schamgefühl, denn der Masochist bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück.
        Und da er sich durch Unterwerfung wie ein Objekt besitzen lässt, gibt er die Verantwortung für sein Erleben völlig an den dominanten Partner ab. Dadurch vermindert er sein Schamgefühl indem er sich für die eigenen Gefühle als nicht zuständig erklärt.
        Und für den Sadisten bedeutet das Beherrschen auch nicht die Lösung all seiner Schamprobleme. Ihm droht neue Scham. Zum einen wird auch er selbst beherrscht durch die Angst dass sein EGO entwertet wird. Im Umgang mit einem devoten Menschen mag er sexuelle Freiheit empfinden, in sich selbst bleibt aber der Zwang die eigenen Gefühle abzuwehren.
        Jeder Anspruch auf MACHT ist zugleich ein Signal einer eigenen Bedürftigkeit. Der Macht über andere zu bedürfen und sie zu beherrschen, heißt abhängig zu sein. Ob man es wahrnehmen will oder nicht, wenn man des Machtgefälles bedarf im Liebesspiel, schämt sich auch der Mächtige für sein Bedürfnis nach Macht. Wenn die Schamgefühle übermächtig werden droht eine gefährliche Eskalation.“

        — Ab jetzt wirst wieder Du zitiert.

        „Ich möchte dich mal sehen, wenn dein Mann dich mehrere Jahre nicht mehr anfasst und dich bei Annäherungsversuchen abbügelt“

        Tatsächlich kann ich mir das nicht vorstellen. Es ist zwar schon 1 2 mal vorgekommen, dass mein Mann noch vor seinem O entschuldigend abbrach vor lauter Müdigkeit, aber meine Verführungsversuche wurden soweit ich erinnere noch nie abgewiesen. Da fürchte ich mich aber auch nicht vor dem 1. Mal. Ausnahmsweise könnte ich das sicher wegstecken.

        „Im Übrigen wurde dieses Problem (durch mich) mittlerweile gelöst.“

        Heißt das, Dir vergeht nicht mehr jede Lust, wenn ihre letzte Dusche bereits einige Stunden zurückliegt, oder hat sie ihre Routine umgestellt um Dir entgegen zu kommen?

        „„Was sollen Ohrfeigen während des Blasens eigentlich aussagen? „Lass das“ oder „Du bist so bescheuert, dass Du das machst“?“
        Teil der (lustvollen) Erniedrigung beim SM“

        Hast Du das mit Deiner Frau denn auch schon gemacht? Falls ja wäre es wohl nur folgerichtig, intimen Begegnungen mit Dir großräumig auszuweichen.

        Halbwegs verständlich fände ich, wenn ein Paar sich mit wechselseitigen Züchtigungen zu Höchstleistungen anspornte, sprich statt bloß zu Nörgeln: „Du hast schon wieder Deine Wäsche neben den Wäschekorb geschmissen“ z.B., Regelverstöße innerhalb eines vereinbarten Rahmens mit Hieben zu ahnden. Aber jemanden demütigen zu wollen, während und weil er tut was ich will, ist so bekloppt, da muss man doch einfach am Geisteszustand der Beteiligten zweifeln.

        „Mein Gott, bist du… unerfahren. Kannst du dich nicht mehr an die Zeit vor der Pubertät erinnern, als Jungs noch eklig und doof waren (oder fandest du die immer toll)?“

        Ja, ich hatte immer auch männliche Freunde. Mit einem davon hab ich auch schon zu Kindergarten-Zeiten gespielt. Ganz normal eigentlich.

        „Deine Aussage ist auf dem Niveau „Schwule müssen nur endlich anfangen Frauen zu begehren“…“

        Die Präferenz für BDSM ist noch weniger stabiler Bestandteil der Persönlichkeit wie ein ausschließlich homosexuelles Begehren.

        • Ich finde es toll, dass es Dich hier im Blog gibt, Semi.

          So haben wir geradezu ein Bilderbuchbeispiel dafür, wofür Feminismus steht und dass es richtig ist, ihn zu bekämpfen.
          Wenn Ihr „an die Macht“ kommt, werden bald wieder die Scheiterhaufen brennen.
          Damore und Strumia haben da nur das Glück gehabt, dass Ihr noch in der Etablierungsphase seid. Aber da seid Ihr schon verdammt weit.
          Abschaffung der Unschuldvermutung für Männer,
          Abschaffung der Schuldvermutung für Frauen …

          Schöne, neue Welt.

        • Die Freierbestrafung könnte – in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft – zumindest schonmal EU-weit kommen, die Grundlage dafür besteht. Und im Idealfall zieht man das so auf, dass auch im Ausland erfolgte Prostitutionskontakte hier sanktioniert werden bei eindeutiger Beweislage.

          Jetzt willst du auch noch die Ehe unter Strafe stellen? Das geht zu weit.

  19. ich halte nichts von Gewalt, auch dann nicht wenn Sie von Frauen oder schwächeren ausgeht.
    Und im übrigen bin ich ganz auf der Seite der Gleichberechtigung, wenn Die Frau schlagen darf, wenn Ihr einer absichtlich an Arsch greift, dann gilt das auch das der Mann das darf wenn Ihm eine Frau absichtlich an Arsch greift.

    Da Du jedoch eine bekennende Feministierende bist, hast Du es nicht mit Gleichberechtigung, dass ist schon klar, denn euch geht es ja nur darum mehr Rechte, mehr Quote, mehr Unterstützung mehr was auch immer Vorteilhaftes zu bekommen.
    Von Verantwortung, Verpflichtungen und alles was nicht so angenehm ist wollt Ihr nichts wissen.

    • „wenn Die Frau schlagen darf, wenn Ihr einer absichtlich an Arsch greift, dann gilt das auch das der Mann das darf wenn Ihm eine Frau absichtlich an Arsch greift.“

      Aber Du meinst doch gar nicht, dass irgendwer das Recht hätte, einen ungewollten Arschgrabscher mit einer Ohrfeige zu beantworten. Was wäre im Idealfall Deiner Vorstellung zufolge dann die angemessene Reaktion in dieser Situation?

      • Wenn nach der allgemein akzeptierten Meinung es anerkannt ist, der Grapsch*Innen/Grapschrix ins Gesicht zu schlagen, dann ja von mir aus, gilt aber dann halt für alle und nix da mit der/die ist größer oder stärker der/die darf das nicht.
        Soweit mir bekannt ist, ist es keine allgemein akzeptierte Handlungsweise und damit Ist ein Schlag gegen den Kopf nunmal nicht legitim.

        Das ein Mann der angegrabscht wird nicht schlagen darf hast Du doch selber ausgeführt, was wäre denn Deiner Meinung nach eine angemessene Reaktion für einen Mann in dieser Situation?

        • Hab ich auch schon ausgeführt. „Willst Du Dir eine fangen?“ oder drastischere Aussprüche, sogar die Hand zu erheben als würde man gleich zuschlagen wollen, wäre imho noch ok.

          „Soweit mir bekannt ist, ist es keine allgemein akzeptierte Handlungsweise und damit Ist ein Schlag gegen den Kopf nunmal nicht legitim.“

          Ich hoffe, noone in their right mind würde eine zuvor begrabschte Frau dafür verurteilen wollen, dass sie zulangte. Und ebenso scheint mir, dass in unserer Kultur der von der Durchschnittsfrau angegrabschte Durchschnittsmann mit seiner Ohrfeige in den Augen der Umstehenden die Grenze des Zulässigen bereits überschritten hätte.

          Aber Du hast jetzt ja immernoch nicht verraten, wie Du Dich idealtypisch reagieren sähest in dem Szenario – ob nun als Mann oder Frau. Wär doch spannend zu erfahren.

          • Ich hatte bereits ausgeführt, das ich in einem Umfeld lebe und agiere wo Gewalt keine akzeptierte Handlungsweise ist, dass es Dir nur um Sonderrechte und Abwertung von Männern geht, hat carnofis gerade schon sehr schön dargelegt.

            Um es nochmal klar zu schreiben, das Angrabschen einer Person hat disziplinarische Konsequenzen, die jeder im Umfeld kennt.
            Die Gewaltanwendung wird ebensowenig toleriert, einen Schlag auf die Hand in einem solchen Fall würden die umstehenden wohl noch akzeptieren ein Schlag ins Gesicht definitiv nicht mehr und würde ebenfalls zu disziplinarischen Konsequenzen führen, die ebenfalls jeder kennt.
            Diese nehmen im übrigen auch keine Rücksicht auf Geschlechter, es herrscht hier echte Gleichberechtigung!

            Ich habe in meinem leben keine Entgleisung dieser Art erlebt, daher ist es sowieso mühselig. Hätte ich eine entsprechende Vorgehensweise in den von mir zu verantwortenden Bereichen erlebt, hätte ich die erwähnten disziplinarischen Maßnahmen durchgesetzt. Im übrigen würde ich auch bei Falschbeschuldigung die selben Maßnahmen durchsetzen wie für die Tat vorgesehen sind und hätte dazu auch die nötige Rückendeckung.

          • „dass es Dir nur um Sonderrechte und Abwertung von Männern geht, hat carnofis gerade schon sehr schön dargelegt“

            Highlight seines wirren Geschreibsels war ja wohl der Punkt „Abschaffung der Schuldvermutung für Frauen“. Was genau meinte er damit D.V.n.?

            „Um es nochmal klar zu schreiben, das Angrabschen einer Person hat disziplinarische Konsequenzen, die jeder im Umfeld kennt.“

            Um es nochmal klar zu schreiben: die unzähligen Male, die ich angegrabscht wurde, hatten nur zur Konsequenz, dass ich mich scheiße fühlte. Entweder bekommt das Umfeld sowas nicht mit, oder falls es doch registriert wird, hält man es bedauerlicherweise wohl für ein Kavaliersdelikt, bei dem es nicht lohne, dem verdatterten Opfer auch nur einen dezenten Hinweis auf den Täter zu geben.

            Genau das musste leider auch bereits unsere älteste Tochter auf dem Gang vor ihrem Klassenraum erleben und führte zu einem langanhaltenden Weinkrampf sowie dazu, dass ich sie abholen musste. Glücklicherweise sprach sie mit mir darüber und erwähnte dabei dann auch einen bereits länger zurückliegenden Fall, wo ein Mitschüler ihr frontal an die Brüste grabschte, was ebenfalls bloß dazu führte, dass sie sich sehr sehr mies fühlte. Ich habe damals durchaus mit dem Gedanken gespielt, zumindest die Eltern dieses Jungen darüber zu informieren – nur schien mir der zeitliche Abstand da leider schon zu groß. Beim nächsten Mal mach ich das aber. Falls sie dann immernoch nicht soweit sein sollte, sich mit einer Ohrfeige zu wehren, wozu ich sie selbstredend ermutigte. Und auch ihr Opa ist vorgewarnt: beim nächsten Arschgrabscher schaller zur Not ich ihm eine. Aber besser wärs natürlich, sie lernt das bezeiten.

            „Ich habe in meinem leben keine Entgleisung dieser Art erlebt“

            Und ich wollte noch fragen, ob Du denn schon einmal in Deinem Leben irgendwem gegenüber handgreiflich geworden bist, oder ob Deine Empörung rein auf Imagination basiert.

          • Korrektur: ihr Opa hat nicht gegrabscht, sondern getätschelt. Was kleine Mädchen noch zulassen ohne sich was dabei zu denken. Ab der Pubertät dann aber nicht mehr.
            Hab auch mal mit meiner Cousine darüber gesprochen, deren Tochter fast gleichalt ist. Sie meinte, ihr Vater habe durchaus etwas rumgejammert als seine Enkelin ihm das untersagte, es dann aber akzeptieren können. Mein Vater hingegen beharrte darauf, dass er das doch nicht böse meinte und bloß seine Intention zählen solle. Is aber nicht!

          • @Semi: Das Du keine Ahnung haben willst, was carnofis zur Schuldvermutung schreibt ist mir schon klar.
            Welche gruslige Doppelmoral an den Tag gelegt wird wenn Schüler von Lehrerinnen sexuell angegangen werden im vergleich von Lehrern die sich auf sexuellen Kontakt mit einer Schülerin einlassen kann man regelmäßig lesen.
            Das Gewalt in Beziehungen nur von Männern ausgeht davon bist Du ja sicher überzeugt. Das Frauen Ihren Partner sogar erlaubt sein soll Ihren Partner zu töten wenn Sie irgendwas von Gewalt phantasieren, ist jetzt auch nicht wirklich was neues.

            Nun wenn Du angegrabscht wurdest und Dich scheisse fühlst, ist das Deine Entscheidung. Das Dein Umfeld das als Kavaliersdelikt hält ist sicher nicht schön, dem kann aber entgegengewirkt werden, wer als betroffener die Klappe hält unterstützt sowas dann halt auch irgendwie.
            Das Deine Tochter da Verstört ist kann ich ja irgendwie noch nachvollziehen, jedoch bin ich mir nicht sicher ob Dein Du musst Ihm ins Gesicht schlagen die richtige Strategie war.

            Meine Söhne hatten in der Schule auch schon Erlebnisse die verstörend waren, das kann man nicht verhindern, die Welt ist halt leider so. Ich könnte Ihnen jedoch sehr wohl beibringen, das man durch eigenen Auftreten auch schon verhindern kann überhaupt angegangen zu werden und man eben auch nicht schweigen muss wenn es Vorfälle gegeben hat und es besser ist das unmittelbar anzusprechen.

            Was die Ohrfeige bewirken soll habe ich immer noch nicht verstanden, aber das ist wohl Dein Fetisch. Wer drauf aus ist Brüste zu Grabschen wird sich meiner Meinung nach nicht durch eine Ohrfeige davon abhalten lassen, das zumindest vermute ich.

            Irgendwie passt Deine Frage nicht, nein von mir ausgehende gab es noch nie Handgreiflichkeiten, was nicht heißt das jeder mit mir machen kann was er will, ich bevorzuge es jedoch klar Abstand zu halten als handgreiflich zu werden. Im übrigen kann man die Energie die Aktionen die gegen einen geführt werden auch gut nutzen um jemanden auf Abstand zu bringen.

            Mit einer übergriffigen Stiefoma hatte ich in jungen Jahren umzugehen, auch die habe ich nicht geschlagen.

          • Was genau meinst Du denn hier mit übergriffig, wie ist es Dir gelungen das Verhalten Deiner Stiefoma zu ahnden und welchen Fehler hattest Du D.A.n. gemacht, so dass es dazu überhaupt kommen konnte?

          • In dem Kontext ging es um Anfassen/Berührungen die unangemessen sind, auch wenn das in Dein feministisch verblendetes Hirn nicht reingehen mag auch Frauen/Omas könne übergriffig sein!
            Wie kommst Du auf die verrückte Idee, das ein Fehler bei mir zu suchen wäre?

            Warum es zu übergriffen kommt, habe ich jetzt jedoch durchaus verstanden und Mütter die Denken wie Du haben hier Ihren nicht zu unterschätzenden Anteil.

          • Unangemessenes Anfassen, wo?
            Elmar Diederichs beschwerte sich z.B. mal darüber, er sei irgendwie so „vulgär am Arm“ berührt worden (wollte auf Nachfrage dann aber auch nicht erklären, was man sich darunter vorzustellen habe), genau daran mich Deine unspezifische Äußerung jetzt zufällig.

            „Wie kommst Du auf die verrückte Idee, das ein Fehler bei mir zu suchen wäre?“

            In Deinem vorherigen Kommentar hattest Du aber doch geschrieben, richtiges Auftreten verhindere es angegangen zu werden?

            Ich halte das ja für Nonsens. Ich bin mir wirklich sicher, dass ich weder als Kind (wo mich mein Klavierlehrer regelmäßig auf seinen Schoß zog um mich zu küssen sowie auch mich zum Entkleiden brachte), noch als Jugendliche (wo ich z.B. im Schwimmbecken von einer Gruppe unter Wasser getaucht wurde bis zur Todesangst, damit man mich an Brust und zwischen den Beinen befummeln konnte), noch als Erwachsene (wo ich wiederholt schlafend beschlafen ergo vergewaltigt wurde) durch mein Verhalten eben jene sexualisierten Gewalttaten provozierte respektive hätte verhindern können. Aber natürlich belastet einen der xte Vorfall stärker als ein singulärer. Auch wegen dem Mythos von der Opfer-Persönlichkeit, die Täter anziehe. Ich stehe quasi lebenslang schon in dem Zwiespalt, einerseits (selbstverständlich) attraktiv sein zu wollen, und mich andererseits aber davor zu fürchten, als (zu) attraktiv wahrgenommen zu werden. Bin daher prinzipiell eigentlich sehr happy darüber, altersbedingt aus dem Beuteschema Etlicher so allmählich endlich rauszufallen, fange aber gleichzeitig seit einigen Jahren an, mich öfter gezielt hübsch zu machen, weil mir mein Spiegelbild sonst selbst nicht so wirklich gefällt. The struggle is real.

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