„Männer wirken in der Exosphäre, Frauen in der Endosphäre“

Ich fand diesen Kommentar von Only Me ganz interessant:

Ist eine alte These von mir:
a) Männer wirken in der Exosphäre, Frauen in der Endosphäre. Außer in Ausnahmefällen ist das die Geschichte der Menschheit

b) In einer überschaubaren Sphäre, in der sich alle gut und lange kennen, braucht es keine oder wenige formale Regeln, es reicht das unausgesprochene, austarierte moralische System der Art, das Kinder beim Spielen entwickeln. Weicht einer zu weit von dem ab, was die meisten „irgendwie fair“ empfinden, gibts einen auf die Glocke und gut is. (Vereinfacht gesprochen)

b1) „Ich will nicht, dass du in meiner Familie dazwischenquatschst, also quatsche ich nicht in deiner Familie dazwischen“

c) In der Exosphäre haben sehr häufig Menschen miteinander zu tun, die sich ggf. nicht gut kennen und nur kurz miteinander zu tun haben. Es ist keine Zeit da, dass sich was austariert, also braucht es formulierte Spielregeln und Schiedsrichter. Aus der nur gefühlten Moral wird Recht.

=> Recht (und damit abfärbend: Rechtsempfinden) war immer dafür da, männliches Verhalten zu regeln. Weibliches Verhalten musste nicht rechtlich geregelt werden, da es in der Familie statt fand und es die Verantwortung der Familie war, es einzuhegen, wie auch immer.

Das Prinzip wird natürlich befördert dadurch, dass die männliche Art der Problemlösung besser sichtbar ist als die weibliche. Des Mannes Power-Fantasy ist ja: „Ich kann mich durchsetzen und alle wissen das“ während der Frauen Power-Fantasy ist: „Ich schaffe es, dass alle mich für gut und unschuldig halten, so dass ich nicht aus der Endosphäre verstoßen werde und gleichzeitig durch unsichtbare Aktionen einen hohen sozialen Status erlange“
Und diese Ausrichtung entstand sehr lange vor dem ersten Rechtssystem

Was sagt ihr dazu?

38 Gedanken zu “„Männer wirken in der Exosphäre, Frauen in der Endosphäre“

  1. Die These stammt ursprünglich von dem Ethnologen Klaus E. Müller, nämlich aus seinem Buch Die bessere und die schlechtere Hälfte. Finde ich absolut einleuchtend, und hat mich ursprünglich auf die Idee gebracht, dass die These einer patriarchalen Geschlechterhierarchie so nicht stimmen kann. Müller selbst steigert sich in dem Buch zwar selbst ein bißchen in die These von der Geschlechterunterdrückung rein, aber meiner Meinung nach muss man das auf der Basis seiner Argumente nicht mitmachen.

    Müller spezifiziert die These in Die Siedlungsgemeinschaft dann noch mal für sesshafte Kulturen, das fand ich auch sehr einleuchtend (hab ihn auch schon auf GA zitiert).

    Ich finde den Gedanken darum so nützlich, weil man von ihm ausgehend sowohl die evolutionären Voraussetzungen einer geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung als auch die kulturelle Organisation primitiver Gemeinschaften in den Blick nehmen kann.

    Und Alt-Right-Autor Jack Donovan baut ein ganzes Buch auf dem (formal identischen) Gedanken auf, dass es der Job der Männer ist, den »Perimeter« der Gemeinschaft zu bewachen – wobei er dann so tut, als wolle er die ganze moderne Zivilisation schreddern und zu einem »Neobarbarismus« zurückkehren.

    • @djadmoros
      du meinst mit „These“ hier die Aussage über die Sphärenzugehörigkeit, oder?
      Den Teil habe ich tatsächlich bei dir abgeschrieben.

      Der Gedanke, auf den ich eigentlich hinaus wollte, ist aber, dass geschriebenes Recht (mit Schiedsrichter) viel mehr in der Exosphäre gebraucht wird, in der Endosphäre reicht Brauchtum, Sitte und oder Religion.

      Das bedeutet, dass geschriebenes Recht in erster Linie männliches Verhalten regelt und es gegen weibliches Missverhalten wenig tradiertes Recht gibt.

      (Wenn ich das richtig verstanden habe, haben die Briten vor 150 Jahren das Frauenproblem sogar so gelöst, dass sie es komplett dem Gatten aufgehalst haben. „Männer haften für ihre Frauen“)

      Falls sich das nachweisen ließe, wäre die Schlussfolgerung, dass die von Feministinnen so gern zitierte Kriminalstatistik gänzlich ungeeignet ist zu zeigen, wer der bessere Mensch ist.

      • @only me:

        »Der Gedanke, auf den ich eigentlich hinaus wollte, ist aber, dass geschriebenes Recht (mit Schiedsrichter) viel mehr in der Exosphäre gebraucht wird, in der Endosphäre reicht Brauchtum, Sitte und oder Religion.«

        Finde ich spontan zwar einleuchtend, bin mir aber nicht sicher, ob es in der Sache zutrifft. Ehebruch (oder Frauenraub) wird ja m. W. schon sehr früh (Altägypten, Babylonien) rechtlich sanktioniert, und das betrifft dann Angehörige der Endosphäre. Ich habe in der Diskussion mit Jonas auf GA die These vertreten, dass patriarchale Familienstrukturen in dem Moment entstehen, in dem der öffentliche (»exosphärische«) Regelungsbedarf anfängt, auf den familiären Binnenraum überzugreifen. Ehebruch ist eine Störung der sozialen Ordnung, weil er Konflikte zwischen Familienverbänden nach sich zieht.

        Das wird Gesellschaften, die primär auf Klanstrukturen beruhen, zwischen den Klans geregelt (siehe z. B. die mongolische Legende vom Raub Börtes, der Frau des Dschingis Khan), aber im Kontext staatlicher Organisation steht das in Konflikt mit dem Gewaltmonopol, also wird es mit Gesetzen geregelt, die in den familiären Binnenraum eingreifen.

        Dass der Mann traditionell für das Verhalten seiner Familienangehörigen haftet, trifft sicher zu, was freilich nichts daran ändert, dass die patria potestas ein Rechtsstatut ist, nicht einfach nur Brauch oder Sitte.

        • “ bin mir aber nicht sicher, ob es in der Sache zutrifft. “

          Ich auch nicht, deswegen „These“ und „Vermutung“.

          „dass die patria potestas ein Rechtsstatut ist, nicht einfach nur Brauch oder Sitte.“

          Bestätigt das nicht meinen Punkt? Die Regelung der Verantwortung des Mannes ist ein Rechtsstatut.
          Wie der Mann dieser Verantwortung nachkommt, regelt die mos maiorum, wörtlich „Sitte der Vorfahren“.

          • @only me:

            »Die Regelung der Verantwortung des Mannes ist ein Rechtsstatut. Wie der Mann dieser Verantwortung nachkommt, regelt die mos maiorum, wörtlich „Sitte der Vorfahren“.«

            Schon, aber es regelt nicht nur eine Pflicht bzw. Verantwortung nach außen, sondern auch ein Recht nach innen. Und der Wiki-Artikel zum »mos maiorum« beschreibt gerade die öffentliche Funktion der Sitte. Und dann haben wir noch staatliche Eingriffe in die Familie wie die augusteischen Ehegesetze, die sozusagen das »Paarungsverhalten« regeln sollten. Also mir sieht das nach zu viel Überschneidung aus, um Recht und Sitte klar nach Exo und Endo zu sortieren.

            Was ich von Deiner Ausgangsintuition aber festhalten würde, wäre die Idee, dass männliches Verhalten eben auch unter dem Aspekt der Pflichten geregelt wird, nicht nur unter dem Aspekt von Rechten. Genau das ist ja der Punkt, aus dem all die empirischen Fehlbilanzierungen des Feminismus entspringen.

          • Also mir sieht das nach zu viel Überschneidung aus, um Recht und Sitte klar nach Exo und Endo zu sortieren.

            Nein, eine klare Trennung ist offensichtlich Unsinn.
            Dann wiederum: Für den Beleg der Aussage „Jungs werden in der Schule benachteiligt“ muss man ja auch nicht nachweisen, dass ALLE Schüler, die in irgendeiner Form benachteiligt werden, Jungs sind.

            Interessant wäre also z.B. wieviele Gesetzte es gibt, die (traditionell) männliches Verhalten regeln und wie viele fürs weibliche.

        • @djadmoros
          Den Begriff ‚geschriebenes Recht‘ sollte man hier nicht wörtlich nehmen, obwohl es nachweislich bereits im altbabylonischen Reich (Hammurabi-Gesetzesstele) existierte. Der Begriff ‚formelles Recht‘ als Gegenstück (aber nicht etwa Gegensatz) zum informellen Recht wäre vielleicht besser als der Begriff ‚geschriebenes Recht‘. In alten Hochkulturen (wie etwa der altägyptischen oder in den Stadtstaaten Mesopotamiens) wurde zweifellos schon sehr früh formelles Recht gesprochen – selbst wenn es zunächst nur mündlich weitergegeben worden war, bis es nach Entwicklung einer leistungsfähigen Schrift endlich aufgeschrieben werden konnte.

          Eine gewisse Entsprechung der (männlich dominierten) Exo- bzw. (weiblich dominierten) Endosphäre gibt es auch im theoretischen Feminismus, wo von Produktions- und Reproduktionsarbeit gesprochen wird. Spätestens mit dem Aufkommen der ersten Hochkulturen war die Produktionsarbeit Bestandteil der Exosphäre; nur so konnten die politischen Machthaber über die Arbeitsprodukte verfügen. Damit sanken aber die weitaus meisten Männer auf die Stufe von blossen Ausbeutungsobjekten gegenüber der herrschenden Klasse herab. Solche Zusammenhänge sind jedoch den meisten Feminismustheoretikern bereits zu hoch, soweit es diese überhaupt noch gibt. Da wird dann das simple Dogma ‚mächtiger Mann versus machtlose Frau‘ verkündet, welches mit der Wirklichkeit nie sonderlich viel zu tun hatte.

          Die Kausalität ist dabei eher umgekehrt: die männlich dominierte Produktionsarbeit ist nicht aufgrund irgendeiner obskuren patriarchalischen Männlichkeit so geformt worden, sondern die Männer haben sich vielmehr der meistens recht harten Produktionsarbeit angepasst; d.h. die Anforderung der Produktionsarbeit an die Arbeiter prägte in hohem Masse die Männlichkeitskultur und nicht umgekehrt. Dabei wurde mit fortschreitender technischer, ökonomischer und sozialer Entwicklung die Arbeitsteilung und Spezialisierung immer wichtiger, was überhaupt erst die ersten Hochkulturen möglich machte, die nicht mehr auf blossen Sippen- und Stammesgemeinschaften beruhten; auch das hat die Männlichkeitskultur erheblich geprägt. Das wirkt wiederum bis in die heutige Zeit nach.

    • „…mit Menschen…“ bedeutet in fast der gesamten Menschheitsgeschichte „…in der (erweiterten) Familie/Clan/Dorf…“.

      Junge Frauen drängen heute zwar in die Exosphäre, sind aber endlos empört, wenn sie die Erfahrung machen, dass es dort nicht so sicher ist, wie im engeren Familienverband.

      Eine der m.E. wesentlichen Wurzeln des Feminismus: Mit zivilisatorischem Fortschritt wurde die Welt für Frauen immer sicherer. Aber die Beobachtung: „Ich kann mich – statt nur im Haus – in der ganzen Stadt frei bewegen“, löste nicht die Reaktion „Das ist ja toll“ aus, sondern „Wieso kann ich mich in Wald und Feld nicht frei bewegen? Ich werde unterdrückt!!“.
      De Fischer un sihn Fru.

    • @Anne Nühm:

      Was »Exosphäre« bedeutet, unterliegt ja dem, was wir den zivilisatorischen Prozess nennen, es ist also historisch variabel. Als Faustregel kann vielleicht dienen: »Exosphäre« beginnt da, wo es gefährlich wird, und wenn es gefährlich wird, kann ich (a) selber »meinen Mann stehen« oder (b) Schutz durch Mitmenschen aufrufen (macht auch der Bauer, der Vasall des Kriegers wird).

      Historisch kriegen Frauen vorgeschrieben, dass sie Schutz aufrufen müssen, weil sie sonst als Gebärerinnen ausfallen, was nicht heißt, dass sie nicht auch gern die Vorteile genießen, die das mit sich bringt.

      Und moderne Berufsarbeit enthält ja immer noch geschlechtsspezifische Differenzierung, in der sich die Exo-/Endo-Unterscheidung als »Gefahrengradient« durchzieht – wie viele Frauen arbeiten gerne im Bergwerk, wenn sie einen Job als Kindergärtnerin oder im Büro von Krupp haben können?

    • Deckt sich doch töfte mit der Managerinnenerfahrung.
      Frauen leiten die kleineren Teams.

      Und „Mit Menschen“ würd ich als Gegenstück zu „Mit Technik“ sehen.

    • @ Anne

      Erstens handelt es sich um eine Professionalisierung und Kommodifizierung von Tätigkeiten, die früher in der Familie von (überwiegend) der Mutter gewährleistet worden sind.
      Beispiele: Kindergärtnerin, (Grundschul-) Lehrerin, Krankenschwester, Altenpflegerin und Bereiche der staatlichen Fürsorge.
      Ich habe bewusst Kommodifizierung geschrieben, denn m.E. wird dies fälschlich als „Privatisierung“ verstanden – diese Arbeit wird jedoch auch zu einer Ware/Dienstleistung, wenn der Staat Akteur ist. Wenig beachtet wird bisher, welche Rückwirkungen dies auf die Rolle der Mutter haben muss.

      Zweitens handelt es sich also um eine (akzeptierte und respektierte) Verlängerung der familiären Rolle der Frau in ihre Berufsrolle hinein. Diesen Berufen ist gemeinsam, ihre Qualifikationen antizipieren eine (angestrebte) Erwerbsunterbrechung insofern, als durch diese keine Entwertung der Qualifikation einsetzt. Wer anstrebt, bis zur Einschulung des Kindes zu Hause zu bleiben, wird sich nicht für einen Beruf entscheiden, der sich auf „schneller technologischer Wandel“ reimt.

      Wie ich bereits schrieb: „EU-weit hat D einen relativ kleinen ÖD; laut OECD von 2017 arbeiten 10,6% der Beschäftigten dort (vgl. USA 15,3%) – in Norwegen sind es satte 30% (Dänemark 29,1%, Schweden 28,6%) !
      https://beamten-infoportal.de/magazin/wissen/deutschlands-oeffentlicher-dienst-im-internationalen-vergleich-eher-klein/
      Norwegen: Von den 1,25 Millionen beschäftigten Frauen in 2017 arbeiten 583.000 im ÖD (46,6%) und bei den 843.000 Beschäftigten im ÖD ist demnach der Frauenanteil 69%.“
      Nach: https://w3.unece.org

      D.h. der soziale Wohlfahrtsstaat hat diese spezifisch weibliche „Exosphäre“ erst geschaffen.
      Was erklärt, warum das feministische Bestreben ist, den Staat und dessen Aufgaben und Ausgaben zu bestimmen.

      • „Zweitens handelt es sich also um eine (akzeptierte und respektierte) Verlängerung der familiären Rolle der Frau in ihre Berufsrolle hinein. “

        Ich geh noch einen Schritt weiter zurück in der Gesellschaft.
        Es war für Frauen in den kleinen Clanstrukturen immer wichtig, in einer möglichst großen Gemeinschaft eingeflochten zu bleiben. Das schützt sie selbst besser, als als Einzelkämpferin, mehr noch aber ihre Kinder, wenn sie selbst – zumindest zeitweise – ausfallen sollte.
        Die Affinität heutiger junger Frauen für Lehr- und Pflegeberufe könnte also schlicht ein „Pflege ich eure Kinder, pflegt ihr meine“-Fundament haben.
        Eine Win-Win-Situation für alle Frauen, die sich dran beteiligen.

        • Ja, das ist eine plausible These.
          Es gibt marxistisch orientierte Anthropologen die meinen, dass sich eine „Frauensolidarität“ auf dieser Grundlage sehr früh herausgebildet hat und die die Basis für diese schon bei den Schimpansen sehen.

          Von dort bis zur Herausbildung eines Wohlfahrtsstaates ist es aber ein weiter Weg! 😉

          • „Von dort bis zur Herausbildung eines Wohlfahrtsstaates ist es aber ein weiter Weg!“

            Auf dem ersten Blick, ja.

            Aber wie alt ist der Wohlfahrtsstaat und wie lange haben sich „typisch männliche“ und „typisch weibliche“ Eigenschaften herausgebildet.
            Selbst wenn wir die Zeit seit den Römern als Herausbildung eines Wohlfahrtsstaats betrachten – was ziemlich verwegen ist – so ist dieser Zeitraum winzig im Verhältnis zu dem, wo Frauen eine relatv simple Gruppenbildung zur Kinderbetreuung entwickelten und Männer sich zur optimalen Nahrungsbeschaffung zu diversifizieren begannen.
            Die Annahme, dass sich die Gesellschaften/Geschlechter nach Aufforderung durch eine Handvoll vorwiegend lesbischer Soziopathinnen/Feministinnen innerhalb weniger Jahre ändern, dürfte groteske Selbstüberschätzung sein.
            Erst recht, weil insbesondere die Frauen von diesem Jahrtausende alten Muster immer noch trefflich profitieren.

          • … dass sich eine „Frauensolidarität“ auf dieser Grundlage sehr früh herausgebildet hat und die die Basis für diese schon bei den Schimpansen sehen.

            Sind Schimpansen an dieser Stelle tatsächlich ein Argument? Sie sind nicht unsere Vorfahren sondern unsere Cousins. Das Argument müsste sich meines Erachtens mehr auf Vorfahren beziehen, oder?

          • @carnofis @Werlauer

            Das ist eine richtige Beobachtung, nur hat sich unsere Perspektive verändert.
            Die Frau geht drei Meter hinter dem Mann ist nicht der doppelte Abstand zwischen dem Speer und dem Feind, den dieser erst einmal überbrücken müsste, sondern – feministische Lesart – Anzeichen für die geringere Wertigkeit des weiblichen Lebens.
            D.h. – im Rahmen dieser Perspektive – wäre diese Frau auf gleicher Höhe mit dem Mann, dann müsste sie auch in der Lage sein, einen Speer ebenso virtuos zu handhaben.
            Wäre „Gleichberechtigung“ vor diesem Hintergrund wirklich ein Thema gewesen, wieso ist „das Patriarchat“ so doof zu sehen, dass zwei mit Speeren versehene Verteidiger einen einzelnen Angreifer im Verhältnis von 2:1 „outnumbern“?
            Ganz offensichtlich, weil diese praktische Perspektive in der Praxis nicht existierte.
            Demzufolge auch keine gleiche Verteilung der Lasten, die durch die Gegend geschleppt worden sind.
            Alles, was dich daran hindert, ein effektiver Kämpfer zu sein, hindert dich auch daran mehr zu tragen als die Waffen zur Selbstverteidigung/Verteidigung der Gruppe.
            Die rationale Art und Weise, die Arbeitsteilung nach Geschlecht zu sehen unterscheidet sich fundamental von der feministischen.
            Wir sehen Notwendigkeiten des Handelns vor dem Hintergrund der übergeordneten Notwendigkeit des individuellen Beitrags zum überleben der Gruppe, den der bürgerliche Feminismus niemals haben kann.
            Dieser sieht nur die „Ungerechtigkeit“, warum Frauen so viel mehr tragen mussten und versteht nicht, WARUM?!
            Wie kann man davon „profitieren“, wenn frau doch vermeintlich „die Hauptlast der Geschichte“ tragen musste???
            Sie sind völlig unfähig, das zu begreifen.

            Es gab nie das weibliche Verhältnis -> Werkzeugproduktion, Speer, Feind, bezwingen.
            Oder: Stein, anderer Stein, Werkzeug -> Speerspitze, Feuerstein.
            Männer waren die „Werkzeuge“ der Frauen zur Bezwingung der Feinde/der feindlichen Umwelt und der Auseinandersetzung mit den objektiven Gegebenheiten der objektiven Welt.
            Weil das ein subjektives Verhältnis, ein BEZIEHUNGSVERHÄLTNIS ist glauben diese Frauen noch immer, so funktioniert die Welt.

            Kauft euch das Buch von djad.
            Der Irrtum, Männer mit „Gesellschaft“ zu verwechseln kommt nicht aus dem historischen Nirgendwo.
            Der bürgerliche Feminismus ist die Fortsetzung und Zuspitzung einer seit Äonen existierenden Geisteshaltung.

          • „Männer waren die „Werkzeuge“ der Frauen zur Bezwingung der Feinde/der feindlichen Umwelt und der Auseinandersetzung mit den objektiven Gegebenheiten der objektiven Welt.“

            Und genau deshalb haben sie nie eine komplexere Arbeitsteilung oder Spezialisierung entwickelt. Über 1.000 Generationen beschränkte sich der gesellschaftliche Beitrag der Frauen auf Kinderbetreuung und Nahrungsbereitung. Die Zahl der kulturellen Brüche in diesem Zeitraum ist – freundlich geschrieben – überschaubar.
            Das meinte ich mit „relativ simple Gruppenbildung“.

          • @carnofis

            Meine Antwort müsste ich im Grunde in mehreren Teilen schreiben.
            Ich widme mich deinem Kommentar mal Satz für Satz:
            „Und genau deshalb haben sie nie eine komplexere Arbeitsteilung oder Spezialisierung entwickelt.“
            Mein Problem ist die genaue Beschaffenheit von „sie“.

            Meine These ist, es ist dem (klein-) bürgerlichen Feminismus gelungen, eine satte Geschichtsfälschung zu schreiben, die nicht nur das Verhältnis von Männern und Frauen betrifft.
            Sondern sich selbst und seine eigenen historischen Erfahrungen als den zentralen Ausgangspunkt aller Erfahrungen aller Frauen zu setzen.
            Das ist die größte Fälschung schlechthin, denn sie haben historisch immer nur eine Minderheit aller Frauen „repräsentiert“.
            Man hätte Frauen „aus der Öffentlichkeit verbannt“ und „in das Heim und hinter den Herd“ gezwängt kommt für die Mehrheit alle Frauen schräg rüber, die jeden Tag auf dem Feld und in den Fabriken arbeiten mussten.
            Die spezifische „Unterdrückungserfahrung“ dieser (klein-) bürgerlichen Frauen ist aus deren Sicht ein Privileg, welches ironischerweise deren Männer ermöglicht hatten, die ihnen nämlich die Erfahrung von Feld- und Fabrikarbeit ersparen wollten.
            So weit muss man erst einmal kommen, die eigene Privilegierung als Unterdrückung zu vermarkten.
            Und damit alle Frauen in den Hintern zu treten, die gemeinsam mit ihren Männern und Familien tatsächlich unterdrückt und ausgebeutet worden sind; die wiederum ein exzellentes Verständnis davon hatten, gemeinsam in einem Boot zu sitzen.

            „Über 1.000 Generationen beschränkte sich der gesellschaftliche Beitrag der Frauen auf Kinderbetreuung und Nahrungsbereitung. Die Zahl der kulturellen Brüche in diesem Zeitraum ist – freundlich geschrieben – überschaubar.
            Das meinte ich mit „relativ simple Gruppenbildung“.“

            Da hast du recht, gar keine Frage.
            Das Problem aus meiner Sicht ist „unser“ eigener Beitrag an der Aufrechterhaltung dieser „unterkomplexen“ und bruchlosen Geschichte.
            Gesetzt dem Fall, du hast die kleinbürgerliche Erfolgsstory weiter gesponnen, deiner Frau diese Zumutungen zu ersparen, dann auch dabei mitgeholfen, es hat zu einem Bruch gar nicht haben kommen können.

            Nehmen wir einmal Eisfischen – es ist jedem klar, nachdem ein Loch in das Eis gebohrt oder gehackt ist, macht „Stoizismus“ bis zum Fang richtig viel Sinn. Wer den praktischen Sinn von männlichem „Stoizismus“ nicht gelernt hat, wird kein erfolgreicher Eisfischer sein.
            „Mir ist kalt!“ – „Halt´s Maul und reiß dich zusammen“
            Fokussiere das Ziel und ignoriere deine eigene Befindlichkeit – das ist die Botschaft.
            Sicherlich wird Frauen aus biologischen Gründen früher kalt als Männern, aber das ist nicht der Punkt.
            Jungs wird früher – oder überhaupt – klar gemacht, dass die Überwindung von subjektiv empfundenen Unannehmlichkeiten zu ihrem Geschlecht gehört.
            Während der (feministische) Fokus von Mädchen inzwischen auf der Identifizierung von subjektiven Unannehmlichkeiten gebracht wird (die niemals zu überwinden sind).

            D.h. hier arbeiten die „weißen Ritter“ (oder deren Mentalität) und der bürgerliche Feminismus Hand in Hand. Nachdem „klar ist“, vor einem ins Eis gehackten Loch zu sitzen und zu frieren ist „toxische Männlichkeit“ und daher sinnlos, ist auch klar, Eisfischerei war eine saublöde Erfindung des Patriarchats – wahrscheinlich, damit sich die „hegemoniale Männlichkeit“ inszenieren konnte. Während schlaue Mädchen – seit dem Pleistozän – Fischstäbchen im Supermarkt kaufen.

            Das Muster ist, sich NICHT mit dem Kern der Herausforderung auseinander setzen zu müssen, sondern eine Scheinalternative aus dem Hut zu zaubern, die eben keine ist.
            Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass „Dann sollen sie doch Kuchen essen!“ nicht böse gemeint war.

    • @Anne

      Diese Berufe sind ja geradezu ein Echo der zuvor vorherrschenden Rolle in der Familie.

      Ärztin, Kindergärtnerin, etc. lassen sich auf diese Rolle bzw. Teile davon zurückführen.

      Das Frauen immer häufiger einen Beruf ergreifen ist zum einen den Umständen geschuldet (vor 2-3 Generationen war Hausfrau u. a. mangels Haushaltsgeräten noch ein Vollzeitjob) und zum anderen politisch gewollt.

    • Dann beherrschen die Frauen nicht mehr nur die Familie, sondern die ganze Gesellschaft. Ist ja schlüssig. Jetzt sind wir aber damit konfrontiert, WIE sie das tun. Wie sie mit anderen Geschlechtern oder Kindern umgehen, wenn sie den Gesamtkomplex regieren. Welches Gesicht sie als Herrenfrauen an den Tag legen.

      Und da zeigt sich schon eine hässliche Fratze. Die radikale Abwertung und Ächtung männlicher Eigenschaften, das diktatorische Herrschen über die Kinder, ohne sie selbst zu betreuen. Kämpfe gegen Luxussteuer auf Tampons, aber nicht auf Kinderwindeln. Männer dürfen bei großen Parteien nur dann noch sprechen, wenn Frauen das gestatten.

      Zwischenmenschliche Kontakte sollen geregelt werden, die Gesellschaft (sprich die Dimpfelmosers) sollen sanktionieren, wenn sich Frauen benachteiligt oder angemacht fühlen. Das alles gemäß ihrer individuell und willkürlich gerade erwünschten „Roten Linie“, die keiner außer ihnen selbst erkennen kann.

      Subjektives wird zur Realität. Hat eine Frau in der Tiefgarage Angst, werden Frauenparkplätze geschaffen – obwohl die Wahrscheinlichkeit viel größer ist, als Mann in einer Tiefgarage Opfer einer Gewalttat zu werden.

      Die future ist wohl wirklich female. Aber ich glaube, da wird nichts besser, da riecht’s totalitär, nach Willkür, fast schon faschistoid.

      Da draußen gibt es ohne Ende Männer, die sich zum Handlanger dieser Willkür machen. Die dann Versammlungen zu missliebigen feminismuskritischen Themen aufmischen und Gewalt anwenden. Die auch gerne mal erwünscht diskriminieren, so wie es die Herrenfrauen eben gerade einfordern. Und die dann artig als Beispiele herhalten, dass Männer gewalttätig sind und Frauen diskriminieren.

      • Drei Punkte, die gegen ein allzu apokalyptisches Szenario sprechen:

        1. Als Rückwirkung der „Verstaatlichung“ mütterlicher Funktionen wird a. die spezifische Rolle der Mutter in der Familie mehr oder weniger überflüssig. Es konterkariert b. eine Gleichberechtigungsforderung (Aufteilung Haus- + „care“-Arbeit“) in der Familie die speziellen Rechte von Frauen am Kind, an den Kindern. Dadurch wird c. auch immer weniger nachvollziehbar, warum eine „Vereinbarkeitsproblematik“ sich ausschließlich auf das weibliche Geschlecht beziehen sollte.

        2. Ungeachtet aller Forderungen nach Diversifizierung weiblicher Qualifikationen neigen diese dazu, alle das Gleiche zu lernen/zu studieren. Bestimmte, von Frauen dominierte Sektoren und Berufe lassen sich nicht über einen Anteil von 100% steigern. Sicherlich geht es darum, den Ausbau wohlfahrtsstaatlicher Leistungen auszubauen und den Bedarf für zahlreiche Girlandenstudien noch zu schaffen.
        Nichtsdestotrotz kann man nur nüchtern feststellen: Das Frauenboot ist voll.

        3. In allen neuen Industrien/Technologien – selbst wenn ich nur buzzwords wie KI, Industrie 4.0, Energiewende, Digitalisierung, soziale Medien verwende – ist der Frauenanteil noch geringer als in den alten Industrien (Beschäftigtenanteil in den DAX-Unternehmen ca. 30%).

        Google bemüht sich darum, bei der Abfrage nach „CEO“ viele weibliche Gesichter auszuwerfen. Nicht, weil das die Realität ist, sondern weil es die Realität ist, die nach Google wünschenswert wäre.
        Deshalb meine Frage: Wie genau kann die „Zukunft weiblich“ sein, wenn der Frauenanteil in diesen zukünftigen Industrien/Technologien weniger weiblich ist?

        Ich sehe die Propaganda, wonach „die Zukunft weiblich ist“ vor diesem Hintergrund a. eher als das Pfeifen im Walde und b. als Sicherung eines Anteils am gesellschaftlich produzierten Kuchen bevor klar wird, in der Bäckerei ist der Frauenanteil marginal.

  2. Dazu passt aber nicht, das die Frauen früher die Sippe verlassen haben und in eine neue eingewandert sind, um so Inzucht zu verhindern. Und auch mit dem aufkommen der Heirat hat die Frau ja immer die angestammte Sippe verlassen.

    Dies hälte sich bis heute, siehe die Abwanderung von Frauen aus dem Osten in den Westen, während die Männer in ihrem Stammland bleiben.

    • „Dazu passt aber nicht, das die Frauen früher die Sippe verlassen haben und in eine neue eingewandert sind, um so Inzucht zu verhindern. Und auch mit dem aufkommen der Heirat hat die Frau ja immer die angestammte Sippe verlassen.“

      Sie wechseln lediglich die Endosphäre. Die wanderten ja normalerweise auch nicht herum, bis sie was fanden, sondern wurden irgendwie gehandelt und dann sicher an den neuen Zielort überführt, i.d.R. in ebenso sichere Systeme, wie die, aus denen sie kamen.

      „Dies hälte sich bis heute, siehe die Abwanderung von Frauen aus dem Osten in den Westen, während die Männer in ihrem Stammland bleiben.“

      Die Endosphäre hat sich in zivilisierten Staaten extrem ausgeweitet und umfasst normalerweise mindestens das ganze Land, wie djadmoros richtig festgestellt hat. Mit Ausnahmezonen sogar die ganze westliche Welt + Teile Südostasiens. Daher kann sich der gemeine Westler ja auch nicht mehr vorstellen, dass es anders, irgendwie unsicher sein könnte. Das Fehlen staatlicher Strukturen und Sicherheitssysteme ist kaum noch vermittelbar und führt gelegentlich zu bösem Erwachen bei allzu naiven Rucksacktouristen. Nur deshalb ist es auch akzeptabel geworden, dass Frauen an die Macht streben, selbst in die Verteidigungssysteme.

      Ostmänner wandern übrigens auch aus, nur etwas weniger:

      Klicke, um auf 07_Ost-Westwanderung_-_Buettgen.pdf zuzugreifen

      Der Grund warum mehr Frauen übersiedeln, ist mir nicht ganz klar. Vermutlich gab es im ärmeren Osten anfangs sehr viel weniger Verwaltungs-, Sozialjobs usw. (typische Frauenjobs halt), bei gleichzeitig sehr hoher Frauenerwerbsquote. Ist aber nur Spekulation. Vielleicht lockten auch die finanziell besser situierten Westmänner. Vielleicht ist tatsächlich die Familienbindung niedriger. Obwohl, nein, ist gar nicht meine Erfahrung, auch Studien besagen, dass die Familienbindung zur Familie der Frau fast immer dominiert.

      • Also, in dem Laden, in dem ich arbeite, tummeln sich ziemlich viele ausgesprochen attraktive und junge Ostfrauen. Da lockte dann wohl der attraktivere Heiratsmarkt, denn in westdeutschen Großstädten gibt es deutlich mehr gut situierte Männer.

    • „Dies hälte sich bis heute, siehe die Abwanderung von Frauen aus dem Osten in den Westen, während die Männer in ihrem Stammland bleiben.“

      Frauen wanderten traditionell von einer Familie in eine andere, wie Androsch Kubi richtig darstellte. Dieser Wechsel war so eng, dass ein Kontakt zur Exosphäre gar nicht stattfand.
      Männer dagegen erhöhten ihren Wert auf der Partnerbörse, wenn sie ein einträgliches Terrain besetzten.
      Das konnte am Geburtsort, oder am anderen Ende der Welt sein.
      Das Gros der Männer dürfte sein Glück eher in der Umgebung des Geburtsorts suchen. Das ist hier im Westen nicht anderes, nur fällt es nicht so sehr auf.
      Ob Frauen aus den östlichen Bundesländern wirklich auf gut Glück in den Westen migrieren, oder ob sie vorab über Partnership und Co das Terrain gesichtet haben, wäre noch zu klären.

  3. Deshalb meine Frage: Wie genau kann die „Zukunft weiblich“ sein, wenn der Frauenanteil in diesen zukünftigen Industrien/Technologien weniger weiblich ist?

    Um mal in meiner apokalyptischen Sichtweise zu bleiben: Vielleicht wird die Zukunft gar nicht von neuen Industrien/Technologien bestimmt, vor allem nicht hier. Wirtschaftliches Wachstum ist out, gilt als böse, männergemacht. China kann uns technologisch schon jetzt nicht mal mehr im Rückspiegel erkennen. Wir stecken unsere gesellschaftliche Kraft in co2-Reduktion und drücken solange es geht noch anachronistische SUVs in die Welt. Wir produzieren ohne Ende quotenbasierte Mittelmäßigkeit, nötigen die begabten Jungen hinter Ballerspiele, weil sie ohnehin bald toxisch werden.

    Wir können nicht mal einen Mobilfunkmast aufstellen. Wer 100 km nördlich von Berlin mobiles Internet braucht, muss an die polnische Grenze fahren. Wir regulieren uns ins Aus, weil eine unmögliche totale Gerechtigkeit wichtiger ist als Fortschritt. Tesla kann nicht nach Brandenburg kommen, weil in der Nähe der Schniedelwutz nistet. Was ist eigentlich KI?

    Auf diesem Nichts tuckert das Frauenboot. Es sieht zwar voll aus, muss aber einfach nur vergrößert und ausgebaut werden.

    Und die Veränderung der Beschäftigtenstruktur führt eindeutig nicht dazu, dass Väter Betreuungs- und Erziehungsaufgaben für die eigenen Kindern stärker übernehmen dürfen (s. Wechselmodell-Entscheidungen, Ausbau der ganztägigen Fremdbetreuung, gängige Familiengerichtsentscheidungen, Verbote des Wickelns von Kleinkindern in Krippen durch Männer etc.). Sie dürfen allenfalls den DÄXinnen die Pakete mit den Zalando-Schuhen in die Büros bringen.

    • Ich liebe die Apokalypse und gut gemachte Verschwörungstheorien! 🙂

      „Wirtschaftliches Wachstum ist out, gilt als böse, männergemacht.“

      Ja, wir hätte die weiblichen Höhlen (Vagina Symbol) nie verlassen dürfen!
      Haben wir aber und überall unsere Phallus Symbole hinterlassen. 😉

      „China kann uns technologisch schon jetzt nicht mal mehr im Rückspiegel erkennen.“

      Ganz so schlimm ist es nicht – sie kopieren ja auch nur von den Japanern (MITI), was die Industriepolitik betrifft und dieses Wissen ist vorhanden.

      „Wir stecken unsere gesellschaftliche Kraft in co2-Reduktion und drücken solange es geht noch anachronistische SUVs in die Welt.“

      Technologien zur CO2-Reduktion können selber eine neue Industrie generieren, bzw. das tun sie schon.
      Mit den SUVs stimme ich dir zu, das ist anachronistischer Schwachsinn.
      Ich verstehe die Nachfrage nicht – da habe ich wirklich ein Problem.

      „Wir produzieren ohne Ende quotenbasierte Mittelmäßigkeit, nötigen die begabten Jungen hinter Ballerspiele, weil sie ohnehin bald toxisch werden.“

      Sagen wir mal so, das Streben nach Exzellenz, das „sich recken nach der Decke“ als Bedürfnis ist da. Das Problem ist, es gibt keine Vision, es gibt kein gemeinsam geteiltes, realistisches Ziel, auf das dieses Bedürfnis gerichtet werden könnte.
      Das ist unser Job.

      „Wir können nicht mal einen Mobilfunkmast aufstellen. Wer 100 km nördlich von Berlin mobiles Internet braucht, muss an die polnische Grenze fahren. Wir regulieren uns ins Aus, weil eine unmögliche totale Gerechtigkeit wichtiger ist als Fortschritt. Tesla kann nicht nach Brandenburg kommen, weil in der Nähe der Schniedelwutz nistet.“

      Nope, da muss ich Lobo ausnahmsweise recht geben. Es gab bei den Frequenzversteigerungen nie eine Festlegung auf die Netzabdeckung. Das Problem ist die fehlende Regulation, nicht die Regulation. Die Haltung „Der Markt wird es schon richten!“ hat uns das Desaster eingebrockt.
      Fahr mal mit der Bahn von Berlin nach Hannover und dann ins Umland, um das live zu erleben.
      Dass Tesla nach Brandenburg kommt, halte ich übrigens für eine niedliche Propaganda.

      „Auf diesem Nichts tuckert das Frauenboot. Es sieht zwar voll aus, muss aber einfach nur vergrößert und ausgebaut werden.“

      Ja, in einer Flaute und als Segelboot.
      Alle werden angehalten, in die sich blähenden Segel zu pusten, um ein Vorankommen zu simulieren.
      Währenddessen die Umfrage läuft, welche weiblichen Tischler das Deck vergrößern und welche der CFK-Kundigen den Rumpf ausbauen.
      Was kann jetzt noch schief gehen? 😉

    • @Beweis.

      Imho ist es schlich unsinnig davon zu sprechen, dass die „Zukunft weiblich ist“.
      Die Geschichte der Menschheit/Gesellschaften war immer wieder von Entwicklungen so wie Verwerfungen betroffen und Kulturen kamen und gingen.
      Es mag sein, dass die westliche Zivilisation wirtschaftlich bald hinter anderen wie China zum erliegen kommt, es mag auch sein, dass es viele Reibungen geben und die jetzige Form stark veraendert wird. Aber letztlich wird sich daraus wieder eine neue und maennlich dominierte Gesellschaft ergeben. Das feministische Lala Land wird immer eine Utopie (oder je nach Blickwinkel Dystopie) bleiben. Die Sache ist naemlich die, dass es die Maenner sind die handeln, fuehren und ihren Willen notfalls auch mit Gewalt durchsetzen. Mag sein, dass sich Frauen ueber Beta Bernd hinwegsetzen und ihn domieren, bei Hantel Hakan schaut die Sache jedoch ganz anders aus.

      Schaut in die Vergangenheit – gab es jemals eine laenger andauernde von Frauen beherrschte Kultur in der Geschichte?

  4. Gerade passend:
    https://www.epochtimes.de/politik/europa/34-jaehrige-finnin-sanna-marin-als-weltweit-juengste-regierungschefin-vereidigt-a3093816.html

    „Die linksgerichtete Politikerin soll im kommenden Jahr auch die Parteiführung der Sozialdemokraten übernehmen. Damit wird sie eine Koalition aus fünf Parteien führen, die alle von Frauen geleitet werden (fast wie bei uns). Bis auf eine sind alle jünger als 35 Jahre.“

    Sie wuchs unter Lesben auf:

    „Marin wuchs in einer gleichgeschlechtlichen Familie – bei ihrer Mutter und deren Freundin – auf. Ihre „Regenbogenfamilie“ habe ihr die Bedeutung von „Gleichheit, Fairness und Menschenrechten“ aufgezeigt. Ihre Kindheit habe ihre politischen Prioritäten stark beeinflusst, sagte Marin. Dazu gehöre der Schutz des „großzügigen finnischen Sozialsystems“ und der „Kampf gegen Ungleichheit“.

    Zudem betonte sie, den „Klimaschutz“ ganz oben auf die Agenda zu setzen.

    Was kann da schon schiefgehen? Jung, weiblich und mit Lesben-Imprägnierung. Bei der rechten Konkurrenz dürften die Sektkorken knallen.

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