Die Diskursverweigerung der Feministinnen und das Schweigen der Männer

Die NZZ hatte einige feminismuskritische Artikel, darunter auch den folgenden:

Doch in der Euphorie gerät die grösste Gefahr für unsere Gesellschaft aus dem Blickfeld: die Entfremdung der Geschlechter, die manchmal sogar mit der Verletzung der Menschenwürde einhergeht und auf die nachwachsende Generation und ihre Identitätsbildung einen negativen Einfluss haben dürfte. Die drei aktuellsten Phänomene sind die belächelte oder negierte Diskussion über die Benachteiligung der Knaben im Bildungssystem; die Diskursverweigerung mancher Frauen, sobald bestimmte feministische Überzeugungen kritisiert werden; und das Schweigen der Männer, wenn es um Geschlechterfragen geht.

Das ist doch einmal eine interessante Zusammenstellung:

  • die belächelte oder negierte Diskussion über die Benachteiligung der Knaben im Bildungssystem;
  • die Diskursverweigerung mancher Frauen, sobald bestimmte feministische Überzeugungen kritisiert werden;
  • und das Schweigen der Männer, wenn es um Geschlechterfragen geht.

Alles Probleme, die hier auch schon diskutiert worden sind.

«Knaben müssen lernen, was es heisst, von den Mädchen überholt zu werden. Und überhaupt, solange Männer auf dem Arbeitsmarkt die Nase vorn haben, muss man nicht aktiv werden und ihnen mehr Aufmerksamkeit schenken. Schliesslich haben Mädchen in der Vergangenheit genug Benachteiligungen erlebt.» Diese aus weiblichem Munde stammende Aussage war kürzlich an einer Veranstaltung eine pointierte Antwort auf die These, die Knaben seien die neuen Sorgenkinder. Obwohl es eine empirische Tatsache ist, dass Knaben im Durchschnitt schlechtere Schulnoten haben, weniger hohe Bildungsabschlüsse erzielen und verhaltensauffälliger sind als Mädchen, will dies manche Frau nicht gelten lassen. Leider werden mit dieser Radikalität genau die Muster genutzt, die der Feminismus überwinden will, um jedem Menschen unabhängig von Herkunft, Kultur und Geschlechtsorientierung gleichermassen zu ermöglichen, sein Potenzial zu verwirklichen.

Man kennt diese Meldungen: „Gleichberechtigung hat sich verbessert, jetzt schneiden Mädchen endlich deutlich besser ab als Jungs“

Natürlich gibt es in der Realität viele rückwärtsgewandte Anti-Feministen. Doch auch für veränderungsbereite Männer ist der Alltag komplex.

In der Tat.

Bedrohlicher fühlt sich das zweite Phänomen an: die zunehmende Empörung, persönliche Wut und Diskursverweigerung von Frauen, wenn Kritik an gängigen Feminismusdiskussionen geäussert wird. Wer dies tut, gilt als rechtsreaktionär; wer sich traut, #MeToo zu durchleuchten, muss mit Empörung rechnen; wer das Gendersternchen kritisch unter die Lupe nimmt, bekommt die Etikette «rassistisch»; wer es sich erlaubt, die Verleugnung von Geschlechtsunterschieden zu relativieren, wird als unwissenschaftlich abgestempelt; und wer darauf verweist, dass es auch alte weisse Männer gibt, die ihre Gender-Einstellungen und ihr Verhalten umgekrempelt haben, wird bezichtigt, die Debatte nicht zu verstehen.

Ja, das irrationale der Diskussion und die Absolutheit mit denen dort teilweise sehr abstruse Thesen vertreten werden, ist schon erstaunlich. Man kann angefeindet werden, wenn man einen Penis als männlich ansieht. Und das Infragestellen, dass der Gender Pay Gap auf etwas anderes als einer Unterdrückung der Frau beruht, überhaupt irgendwelche Punkte, in denen Männer besser abschneiden, nicht das Produkt einer Diskriminierung sind, gilt als unfassbare Frauenfeindlichkeit.

Zwei Beispiele, die stellvertretend für diesen Shitstorm-Trend stehen, sind Jordan Peterson, Psychologe und als einer der einflussreichsten Intellektuellen bezeichnet, sowie Svenja Flasspöhler, Philosophin und Autorin des Bestseller-Büchleins «Die potente Frau». Beide äussern sich kritisch und kämpferisch zu feministischen Themen, und beide sind regelmässig Ziele aggressiven Moralisierens und persönlicher Anschuldigungen. Peterson wurde von Feministinnen als Messias der Schwachköpfe und als Intellektueller der Dummen bezeichnet. Flasspöhler wird vorgehalten, sie beleidige die Frauen, weil ihr Buch trivial, unterkomplex und mit gravierenden Defiziten ausgestattet sei, weshalb es gar nicht verdiene, diskutiert zu werden.

Selbstverständlich kann man mit den Ansichten von Peterson und Flasspöhler überhaupt nicht einverstanden sein und Ungenauigkeiten oder sogar Fehlschlüsse entdecken. Aber dies würde bedingen, sich mit dem Inhalt ihrer Texte und ihren Argumenten auseinanderzusetzen. Stattdessen macht man sich über die beiden lustig oder gibt sich betont wütend, als ob eine seit langem aufgestaute Wut sich unreflektiert Bahn gebrochen habe. Möglicherweise steckt hinter solcher Polemik auch eine Unwilligkeit, die eigene Intoleranz zu erkennen und Interesse an einem Diskurs zu entwickeln.

In der Tat werden dort Passagen stark verfälscht, Positionen unterstellt, die so gar nicht vertreten werden und Abwertungen aller Art vorgenommen, statt sich mit der eigentlichen Kritik und den Argumenten auseinander zu setzen

Vielleicht verbergen sich dahinter die Wurzeln des dritten Phänomens: Männer sind zum schweigenden Geschlecht geworden. Zwar haben manche den Frauenstreik unterstützt und die Euphorie auf sich selbst übergreifen lassen, andere aber nicht. Erstaunlich wenig Männer nehmen öffentlich zur aktuellen Entwicklung Stellung, obwohl sie im geschützten privaten Kreis ihren Frust kundtun und anmerken, dass sie zur Debatte schon noch ein paar Bemerkungen hätten. Manchmal wird dieses Schweigen als männlicher Selbstschutz definiert, doch gibt es auch eine andere Interpretation. Viele Männer fühlen sich in Kollektivhaftung genommen und von der Diskussion ausgeschlossen. Dies gilt nicht nur für alte weisse Männer, sondern auch für junge Gymnasiasten, die kürzlich im Interview mit Michèle Binswanger zu Protokoll gaben: «Wir werden damit bombardiert, dass man sich als Mann schuldig fühlen muss. Wir haben keinen Bock mehr, wenn wir so behandelt werden.»

Das wäre wieder eine Verlagerung der Debatte in den „Untergrund“ bzw aus der Öffentlichkeit heraus und tatsächlich trifft man viele dieser Positionen durchaus im vertrauteren Kreis, aber eben seltener in Zeitungen, Magazinen oder anderen Medien.

Natürlich gibt es in der Realität noch zu viele rückwärtsgewandte Anti-Feministen, die das Ende der weiblichen Emanzipationsbewegung herbeiwünschen und ihre Wut mit massiver Frontstellung in Online-Kommentaren kundtun. Zu Recht fordern deshalb viele Frauen, dass Männer endlich einmal wollen und sich bewegen sollen. Doch für veränderungsbereite Männer ist der Alltag komplex. Wollen sie sich mit Frauen solidarisieren, wird ihnen das Recht dazu abgesprochen, widersprechen sie dem feministischen Mainstream, wirft man ihnen vor, die eigene Machtposition nicht räumen zu wollen, und wenn sie ihre persönlichen Schwierigkeiten in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf erwähnen, werden sie mit Verweis auf die viel grössere Doppelbelastung der berufstätigen Mütter müde belächelt. Welche andere Rolle bleibt ihnen übrig, als zu schweigen, wenn sie in defizitären Kategorien wahrgenommen werden?

 

Rede, aber rede das was wir hören wollen. Du sollst sagen, was dich bedrückt, was du ungerecht findest, aber doch nicht das, sondern du sollst uns nachsprechen.

Unsere Multiplikatoren von morgen sind die nachfolgenden Generationen. Sie dürfen von uns erwarten, dass wir die historische Leistung des Feminismus zu einem erfolgreichen Ende bringen und die Gleichheit der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen verwirklichen. Eine wichtige Aufgabe ist es deshalb, unseren Moralhaushalt zu renovieren und die Sicht auf das Männliche zu verändern. Dies bedingt eine grundlegende Disziplinierung der Shitstorm-Kultur. Gegenwärtig lernen junge Menschen in erster Linie, dass, sobald von Feminismus, Frauen und Männern die Rede ist, Wut und Ressentiments dominieren, obwohl es eigentlich um Erkenntnis, Widerspruch, Toleranz und Zuhören gehen sollte. Mädchen und Knaben werden in eine Gesellschaft hineinsozialisiert, in der nicht nur Diskursverweigerung sowie mangelnde Selbstdistanz akzeptierte Merkmale sind, sondern sich zudem vor allem Frauen zu den zukünftigen Marschrichtungen der feministischen Grundfragen äussern, während das Gros der Männer schweigt. Dies wirft einen Schatten des Misstrauens auf die Geschlechterbeziehungen.

In der Tat ist es erstaunlich wie sich eine Kultur breit machen konnte, in der Leute nicht mehr bereit sind zu diskutieren, sondern nur noch feindliche Lager sehen, wo eine Streitkultur alles viel interessanter machen würde.

Weil es keine Debatte mehr gibt, an der Männer und Frauen gleichermassen beteiligt sind, haben es junge Menschen zunehmend schwer, sich mit möglichen Rollenmodellen auseinanderzusetzen und zu einer Ich-Identität zu finden. Dass gerade souveräne öffentliche Positionen von Männern rar sind, dürfte mit ein Grund sein, weshalb Orientierungslosigkeit immer häufiger junge Männer überrennt – und zwar nicht nur solche, die als Bildungsverlierer bezeichnet werden, sondern auch gut Gebildete.

Ich weiss, spätestens an dieser Stelle wird man mir vorwerfen, aus einer analytisch-normativen Perspektive zu argumentieren. Nein, ich habe nichts gegen Polemiken, schliesslich können sie Weckrufe sein und Proteste gegen Missstände mobilisieren – wie dies der Frauenstreik gezeigt hat. Ich habe auch nichts gegen die Wut, welche viele Frauen zu Recht empfinden. Wut will Veränderung, und Veränderung heisst Kämpfen, was weh tut. Doch wer Veränderung will, muss streiten können, Positionen aushandeln und sich einmischen. Feministische Diskussionen sollten deshalb rhetorisch abrüsten und sich ein paar neue Standards zulegen: der eigenen Empörung Argumente folgen lassen, welche auch andere Meinungen berücksichtigen; trotz grossen Spannungen Kontakt zum Gegenüber suchen; Ambivalenzen aushalten und den anderen achtsam zuhören. Dann würde vielleicht auch die männliche Courage aufleben, die der aufgeklärte Feminismus dringend brauchen würde. Davon ist die gegenwärtige Auseinandersetzung aber meilenweit entfernt.

Ein frommer Wunsch. Aber weit davon entfernt erfüllt zu werden

49 Gedanken zu “Die Diskursverweigerung der Feministinnen und das Schweigen der Männer

  1. „In der Tat ist es erstaunlich wie sich eine Kultur breit machen konnte, in der Leute nicht mehr bereit sind zu diskutieren, “

    Wirklich?
    Das scheint mir zutiefst menschlich.

    Ich finde es viel erstaunlicher, dass je eine Kultur entstehen konnte, in der die meisten Agierenden sich von klein auf darin trainieren, ihre Emotionen im Griff zu haben und in Diskussionen zwischen Sachebene und persönlicher Ebene zu unterscheiden.
    Das ist eine schwierige kulturelle Fähigkeit, die von allen beteiligten beständig geübt werden muss. Was nur funktionieren kann, wenn sie von Gesellschaft und Zeitgeist als Ideal hochgehalten wird.

    Dass diese Kultur zusammenbricht, sobald Menschen in Feuilletons und Parlamente strömen, die sich mit größtem Stolz „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ gegenseitig ins Poesiealbum schreiben, ist absolut zwangsläufig.

    Es würde mich nicht wundern, wenn auch hier die alte Genderkonstante des männlichen Verhaltens gelten würde: Von denen, die die Aufklärung leben (Physik studieren, sinnvoll Kampfsport betreiben, Autos reparieren etc.) können, sind nur 15 bis 20 Prozent weiblich.

    • Es würde mich nicht wundern, wenn auch hier die alte Genderkonstante des männlichen Verhaltens gelten würde: Von denen, die die Aufklärung leben (Physik studieren, sinnvoll Kampfsport betreiben, Autos reparieren etc.) können, sind nur 15 bis 20 Prozent weiblich.

      Die Ironie ist: oft haben sie das auch für oder wegen Frauen gemacht um dann von diesen noch Arschtritte zu ernten. (Mal gesamtgesellschaftlich gesehen)

    • Verweiblichung der Gesellschaft: Emotionen über alles und damit zwangsläufig die Degeneration der Rationalität und des sachlichen Diskurses.

          • Ich glaube, die Meinung der Autorin ist eigentlich eine Warnung an die lieben Mitfeministinnen, es nicht zu übertreiben.

            Diese gut gemeinte Warnung Angesichts der Tatsache, dass selbst junge Männer inzwischen mitbekommen, wie die feministisch moralisierende Erpressung/Diskurs-Taktik läuft: «Wir werden damit bombardiert, dass man sich als Mann schuldig fühlen muss. Wir haben keinen Bock mehr, wenn wir so behandelt werden.»

            Wer hat Lust auf Kollektivschuld und Sippenhaft? Ich würde sagen, wer den Diskurs beherrschen und als Opfer-Unternehmerin daraus Profit generieren will.

            Im originalen Interview geht es so weiter: „Der Druck komme von Lehrerinnen und Mitschülerinnen. «Dauernd wird man in ein schlechtes Licht gerückt.» Und besonders die feministisch orientierten Lehrerinnen würden die Buben strenger bewerten.“
            https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/die-leiden-der-jungen-maenner/story/18731813

            D.h. die lieben Mitschülerinnen werden frühzeitig in solche feministischen Machtspielchen mit einbezogen und den Jungs wird per Notengebung demonstriert, wer hier am längeren Hebel sitzt – sozusagen strukturell.

            Wer könnte bloß darauf kommen, die Folge solcher Handlungen könnte sein, „die Geschlechter entfremden sich“???
            Könnten die Jungen frühzeitig lernen, dass es gar nicht um „Gleichstellung“ und Gerechtigkeit geht, sondern nur ein verlogene Doppelmoral kultiviert wird, bei der sie gewohnheitsmäßig benachteiligt werden sollen?
            Ich denke schon.

            Meine Prognose: Die Warnung der Autorin wird verhallen. Sie werden ihr Pferd zu Tode reiten, weil das „one-trick-pony“ alles ist, was sie haben.
            Peak feminism.

          • „Sie werden ihr Pferd zu Tode reiten,“

            Nicht ganz klar ist mir, ob sie selbst einer der Apokalyptischen Reiter sind oder nur Nutznießer am Rande einer generellen Degenerierung, diese lediglich befeuernd.

          • Da es sich bei Margrit Stamm vermutlich um diese handelt, gehe ich eher von einer Mein-Feminismus-Feministin aus, die verstört darüber ist, dass andere Feministinnen einen Andere-Feministinnen-Feminismus vertreten, statt auf ihre alte, erfahrene Schwester zu hören.

            Finanziell hat sie als 69-jährige Professorin ihre Schäfchen im Trockenen, da geht es m.E. nur um ihre Weltsicht.

          • @ crumar

            „… die Meinung der Autorin ist eigentlich eine Warnung an die lieben Mitfeministinnen, es nicht zu übertreiben.“

            Sehe ich genauso.

            Zunächst einmal scheint der wesentliche Zweck des Artikels darin zu bestehen, die von only_me oben genannten feministischen Dogmen zu festigen. Selbst wenn man bspw. die Benachteiligung von Jungen im Schulunterricht kritisiert, selbst dann soll man doch bitte schön daran festhalten, dass wir „die Gleichheit der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen verwirklichen“ müssen, „dass wir die historische Leistung des Feminismus zu einem erfolgreichen Ende bringen“ müssen usw. usf.

            All das soll keinesfalls in Frage gestellt, wenn man den normalen Geschlechter-Diskurs in unserer Gesellschaft kritisch hinterfragt!

            Bemerkenswertes Detail: Von der Autorin gibt es ein Buch «Neue Väter brauchen neue Mütter: Warum Familie nur gemeinsam gelingt». Klingt zumindest nicht schlecht.

          • Ich befürchte, dass das was dem folgt, kein Stück besser wird, vor allem für Frauen, aber auch für Männer und auch hier hat der Feminismus eine Kritik an dieser Ideologie deutlich erschwert, weil man diese Kritik jetzt schon vorschnell mit Rassismus gleichsetzt .

          • Ich kenne einige Frauen, die beim stereotypen Männerbashing nicht mehr mitmachen. Auch eine Mitbegründerin der Berliner Frauenbewegung der 60-er. Das erinnert an die Frau in „The Red Pill“, die das von ihr gegründete Frauenhaus nicht mehr betreten darf.

            In ihrer Herrschsucht, ihrer Missgunst und Habgier überspannen die Herrenfrauen den Bogen. Das fällt besonders den Nachwachsenden auf, die sich zu recht fragen, was sie eigentlich Schlimmes gemacht haben, außer als Junge auf die Welt gekommen zu sein.

            Also kann man weiter am Fluss sitzen bleiben, bis sie irgendwann vorbeitreiben…

          • @only me @Jochen @beweis

            „Finanziell hat sie als 69-jährige Professorin ihre Schäfchen im Trockenen, da geht es m.E. nur um ihre Weltsicht.“

            Ist auch nicht so richtig neu, dass kaum sind sie den Institutionen entflohen, auf einmal die Kritik geäußert wird, die jahrelang nicht zur Sprache kam, oder?

            „All das soll keinesfalls in Frage gestellt, wenn man den normalen Geschlechter-Diskurs in unserer Gesellschaft kritisch hinterfragt!“

            Einverstanden – auf der anderen Seite artikuliert sie da m.E. eigene Ängste. Dass, wenn überzogen wird, nicht nur Teilaspekte am Feminismus kritisiert werden, sondern irgendwer anfängt die „historische Leistung des Feminismus“ in Gänze in Frage zu stellen.
            Womit ihr Lebenswerk bedroht wäre.

            „Das fällt besonders den Nachwachsenden auf, die sich zu recht fragen, was sie eigentlich Schlimmes gemacht haben, außer als Junge auf die Welt gekommen zu sein.“

            Ja, das biologische, sexistische Element der Kollektivstrafe fällt deutlich ins Auge. Was Feministinnen einfach nicht begreifen ist, wie weit sie mit ihren Vorstellungen von „Gerechtigkeit“ neben denen der Gesamtbevölkerung liegen.
            Dass sie sich durch die eigene Ideologie „ermächtigt“ fühlen so vorzugehen heißt jedoch nicht, dass sie jemand ermächtigt hat.

            Die verwechseln die Mehrheit in ihrer Filterblase mit der Mehrheit in der Gesellschaft. Sie haben keine und sie werden auch nie eine bekommen.

            „Also kann man weiter am Fluss sitzen bleiben, bis sie irgendwann vorbeitreiben…“

            Leider nein. Man muss sie schon noch reinwerfen…

          • Dass, wenn überzogen wird, nicht nur Teilaspekte am Feminismus kritisiert werden, sondern irgendwer anfängt die „historische Leistung des Feminismus“ in Gänze in Frage zu stellen.
            Womit ihr Lebenswerk bedroht wäre.

            Das ist plausibel.

            Das mit dem Reinwerfen auch. Obwohl: Reintreiben wäre besser.

          • Ich nehme meine Hoffnung zurück, dass sie irgendwann im Fluss vorbeitreiben. Der feministisch-industrielle Komplex löst sich ja nicht einfach auf, wenn sowas wie Gleichberechtigung erreicht ist. Der arbeitet weiter und denkt sich halt neue Aspekte aus, in denen Frauen bevorzugt oder Männer benachteiligt werden können. In USA und GB sieht man, dass mittlerweile selbst absolute Absurditäten ihren Weg in die reale Gesellschaft finden.

            Also wird doch immer weiter an den Herrenfrauen geformt, bis selbst das Kopfschütteln darüber unter Strafe gestellt wird. Das ist in der Tat ein Grund sich aufzulehnen.

          • „Was Feministinnen einfach nicht begreifen ist, wie weit sie mit ihren Vorstellungen von „Gerechtigkeit“ neben denen der Gesamtbevölkerung liegen.“

            Und weil sie es nicht begreifen, werden sie den Unterschied

            „Dass sie sich durch die eigene Ideologie „ermächtigt“ fühlen so vorzugehen heißt jedoch nicht, dass sie jemand ermächtigt hat.“

            nicht erkennen und – wie jede totalitäre Ideologie – das Pferd Feminismus sehenden Auges an die Wand fahren. Es liegt in der Natur der Sache, dass die „reine Lehre“ ein Zustand des nie erreichbaren Paradieses ist, weshalb das Kriegsgeschrei immer wilder und hysterischer ist, je weiter der zurückgelegte Weg.
            Jedes Jahr erfahren wir, dass die häusliche Gewalt in D wieder zugenommen hat und in den Medien werden Politiker gefragt, was sie gegen den zunehmenden Terror gegen Frauen zu tun gedenken.
            JEDER, absolut JEDER (außer Semi) weiß, dass das gequirlte Scheiße ist, was Feministinnen verbreiten, aber keiner widerspricht.
            Längst haben wir den Zustand des sozialen Herzflimmerns erreicht und operative Hektik ersetzt zunehmend die geistige Windstille der Protagonisten.
            Da wird ein kanadischer Regierungschef politisch beinahe geschlachtet, weil er in seiner späten Jugendzeit auf einem Maskenball mal mit geschwärztem Gesicht nen Mohren gespielt hat.
            Wahnsinn!
            Gestandene Schauspieler oder Sänger müssen um ihre Reputation, ja, ihr Lebenswerk fürchten, weil sie irgendwann in grauer Vorzeit eine Frau nicht den Regeln einer viel späteren Zeit konform behandelt haben sollen.
            Dass das langfristig nicht funzen kann, sagt einem sogar der gesunde Menschenverstand.

    • Eben diese Kultur der rationalen Auseinandersetzung und des Begründens der eigenen Position ist im Weltmaßstab bzw. in der Weltgeschichte die große Ausnahme. Sie ist eine spezifische Leistung der europäischen bzw. westlichen Kultur, die sich so in anderen Kulturen nicht findet. Sehr gut beschrieben wird das in Steven Pinkers Buch „Enlightenment now“.

      Was wir grade erleben ist das Eindringen das alten Stammesdenkens in unsere Kultur, in Form von irrationalen Ideologien wie dem Feminismus oder dem Intersektionalismus usw. Es geht nicht mehr um das bessere Argument, sondern es geht darum, dass die eigene Gruppe sich gegen die anderen durchsetzt, genau wie in den Kriegen des Mittelalters.

      • „es geht darum, dass die eigene Gruppe sich gegen die anderen durchsetzt, genau wie in den Kriegen des Mittelalters.“
        Und? Ist das schlimm? Die Demokratie ist ein Auslaufmodell da für ihre gelingen ein gewisser Wohlstand notwendig ist. Fällt dieser weg, wird das alte Stammesdenken wieder wichtig.
        Ich vertraue auch nur noch meiner Gruppe, andere Menschen halte ich grundsätzlich für nicht vertrauenswürdig.

        • Und? Ist das schlimm?

          Ja, finde ich schon. Ich lebe lieber in einer Welt, in der ein Grundvertrauen herrscht, als in einer, die von Clan-Loyalitäten geprägt ist.

          Auch die Frage, ob ich meine Jugend vom Feminismus oder vom 30-jährigen Krieg geprägt haben möchte, ist nicht schwer zu beantworten.

        • Oft sind die Dümmeren die Brutaleren, insofern würde das Herrschen eines Stammes nur das Jetzt des Feminismus durch einen anderen Totalitarismus austauschen. Insofern völlig abzulehnen.

  2. Auch in diesem Artikel stecken Phrasen, an deren Überwindung ich nicht mehr glaube.

    dass wir die historische Leistung des Feminismus zu einem erfolgreichen Ende bringen

    Was genau ist denn eigentlich die historische Leistung des Feminismus? Was genau ist auf den Feminismus zurückzuführen und nicht auf die Einführung der Pille, eine endlose Reihe von den Haushalt zur Nebensache machenden Erfindungen und das Erscheinen von einer Arbeitswelt mit vielen sicheren, körperlich anspruchslosen Jobs? Alles Errungenschaften von Männern, mit denen der Feminismus absolut nichts zu tun hat, es sei denn auf die urfeministische Weise: „Uns geht’s nicht gut genug, Männer: TUT was, nörgel, nörgel“

    die Gleichheit der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen verwirklichen

    Auf allen gesellschaftlichen Ebenen? Wie kann ein erwachsener Mensch so tun, als hätte der Feminismus jemals dieses Ziel vertreten?

    Zu Recht fordern deshalb viele Frauen, dass Männer endlich einmal wollen und sich bewegen sollen.

    Zu Recht? Das Geschlecht, das sich mit Händen, Füßen, Zähnen und Krallen dagegen wehrt, sich zu ändern, fordert „zu Recht“ von dem Geschlecht, das immer schon einen erstaunlichen Anpassungswillen gezeigt hat, dass es sich gefälligst ändern soll?
    Könnten wir vielleicht damit anfangen, dass Journalisten in der Ausbildung gezwungen werden, diesen Änderungswunsch der Frauen einmal klar runterzuschreiben?
    Ich fang mal an:

    Der Mann soll mich immer bewundern und unterstützen.
    In meiner Jugend soll ermir den Vortritt lassen und nicht mit einer starken Konkurrenzsituation stressen.
    Bis ich etwa 30 bin, soll er mir den Freiraum geben – idealerweise sogar darin unterstützen – , mich auszuleben und ’selbst zu finden‘.
    Wenn ich 30 bin, soll er inzwischen Karriere gemacht und sich in der Konkurrenz mit anderen Männern durchgesetzt haben, damit er mich heiraten kann und mich und meine Kinder (von denen jedes 10. nicht seins ist) bis ans Lebensende versorgen kann.
    Ab 40 soll er seine Ansprüche an einen geführten Haushalt so weit runterschrauben, dass ich einen interessanten, selbstverwirklichenden Teilzeitjob ergreifen kann.

    Das einzige, worin sich Frauen in den letzten 100 Jahren geändert haben, ist die Schamlosigkeit, mit der diese Wunschlist ausgedrückt und gelebt wird.

    • bravo ! Sehr gut auf den Punkt gebracht.

      Es gibt nichts Neues unter der Sonne, Feminismus ist lediglich die eskalierte unkontrollierte Ausuferung ganz NORMALEN weiblichen Verhaltens, tief instinktiv verwurzelt, unveränderbar, das zum Vorschein kommt, wenn die Gesellschaft keine existentiellen Sorgen mehr hat.
      Und das schweigend der Lämmer äh, Männer ? Männer haben sich schon immer von Frauen abrichten lassen.
      Mal abgeschweift, der letztens wegen seines Asylantrages in den Medien diskutierte Clanchef ist doch letztendlich auch nur das Werkzeug seiner im Hintergrund bleibenden weiblichen Familienangehörigen. Wie ich in einer Zeitung las, eine Frau der Familie ist wohl eine der größten Immobilienbesitzerinnen an Berliner Immobilien des Clans.
      Schlimmer ist das Schweigen der bekennenden oder zumindest funktionellen MGTOW-Fraktion. Hier ziehen sich gerade die Männer aus der aktiven Gestaltung der Gesellschaft zurück, die noch auf Grund geistiger Gesundheit einen sinnvollen Beitrag zur Lösung von Problemen leisten könnten. Sie tun das aus der Erkenntnis das weibliche Dummheit und männliche Ausrichtung daran unabänderlich sind. Und so taumelt die Menschheit, geführt von dumm-arroganten Frauen, mit Männchen, die je nach Situation den lila Pudel, weißen Ritter, schwarzen Ritter, Macho, Pantoffelheld geben im Schlepptau weiter in ihre bisher größte Krise hinein. Unfähig sich aus irren Kämpfen zu befreien, die letztlich gar nichts mit den Sachfragen zu tun haben, sondern im Balz – und Partnerwahlverhalten ihre verhaltensbiologischen Ursachen haben.
      Das macht es auch so schwer wirklich rationale Debatten zu führen. Und das drängt auch alle wirklich sachorientieren Politiker immer wieder aus den Kampfarenen.

      • MGTOWs wären doch keine MGTOWs, wenn sie beim Genderquatsch mitmachen würden. Warum sollen immer die Männer die Welt retten? Es ist Damenwahl auf der Tanzfläche der westlichen Welt.

        Vielleicht schauen MGTOWs lieber zu, wie die Frauen alles besser machen. Vielleicht merken sie auch, wie dogmatisch der Feminismus in sehr vielen Männern verwurzelt ist. Warum sollten sie dann die Welt mitgestalten, gegen Windmühlen kämpfen? Klar, das trainiert und hält fit, aber Hamsterrad ist kein echter Sport.

        • Ja klar, erinnert mich an ein Zitat von Arthur de Gobineau:

          „Ich denke, daß der edle Mann, der Mann, der seine Seele spürt, mehr als je die Pflicht hat, sich auf sich selbst zurückzuziehen, und, da er die übrigen nicht retten kann, an seiner Selbstverbesserung zu arbeiten. Das ist die wichtigste Aufgabe in Zeiten wie unseren. Alles was die Gesellschaft verliert, verschwindet nicht, sondern flüchtet sich in die individuelle Existenz.“

          Allerdings hat er das schon im 19 Jh. gesagt.

    • Gute zusammengefasstes Aufgabenprofil. Es fehlt aber der entscheidende Satz, den es erst seit ein paar Jahrzehnten gibt:
      Wenn der Mann nicht da ist oder ich ihn nicht mehr möchte, hat die Gesellschaft die genannten Aufgaben zu übernehmen.

    • Leider werden mit dieser Radikalität genau die Muster genutzt, die der Feminismus überwinden will,

      Als Ergänzung: Mittlerweile sollte auch dem Allerletzten klar geworden sein, dass feministische Propaganda wenig bis nichts mit dem real existierenden Feminismus zu tun hat. Angesichts der Realitäten ist es nur noch lächerlich, Feminismus als die politische Kraft zu sehen, die vor allem und zuerst für Gleichberechtigung einsteht. Feministen unterscheiden nicht mal – in der Regel bewusst, um die Leute zu täuschen – zwischen Gleichberechtigung und Gleichstellung. Als wäre das nicht schon fragwürdig genug, bezieht sich die sogenannte Gleichstellung nur auf gesellschaftliche Ungleichgewichte, in denen es für Feministen etwas zu holen gibt und nie dort, wo Vorteile aufgegeben werden müssten.

      Auf allen gesellschaftlichen Ebenen? Wie kann ein erwachsener Mensch so tun, als hätte der Feminismus jemals dieses Ziel vertreten?

      Eben. Propaganda vs. Realität.

      • Bei Antje Schrupp, mit ihrem politischen Lesbentum, ändert sich das ganze dann zu:

        Der Mann Die Gesellschaft soll mich immer bewundern und unterstützen.
        In meiner Jugend Die Gesellschaft soll er mir den Vortritt lassen und nicht mit einer starken Konkurrenzsituation stressen.
        Bis ich etwa 30 bin, Die Gesellschaft soll er mir den Freiraum geben – idealerweise sogar darin unterstützen – , mich auszuleben und ’selbst zu finden‘.
        Wenn ich 30 bin, soll er inzwischen Karriere gemacht und sich in der Konkurrenz mit anderen Männern durchgesetzt haben, damit er mich heiraten kann und Der Staat soll mich und meine Kinder (von denen jedes 10. nicht seins ist) bis ans Lebensende versorgen kann.
        Ab 40 soll er seine Die Gesellschaft soll ihre Ansprüche an einen geführten Haushalt so weit mich runterschrauben, dass ich einen interessanten, selbstverwirklichenden Teilzeitjob ergreifen kann..

        Schau, passt 😉

  3. Warum stimmen nicht mehr Männer in den Gender-Kanon ein? Ich vermute, die meisten wissen oder fühlen, dass diese Diskussion gar kein klares Ziel haben kann. Sie kann nur entweder lauter oder leiser geführt werden, aber ein für alle Seiten zufriedenstellendes Ergebnis kann es nicht geben.

    Vielleicht, wenn ein „Big Bang“ kommt, eine Katastrophe, die das Gezänke und Gejammer schlagartig verstummen lässt. Die Zusammengehörigkeit wird dann wieder über die Spezies definiert und nicht über das Geschlecht. Jeder Mann tut das, was er am besten kann, jede Frau das, worin sie besonders gut ist. Und das ist dann selbstverständlich, weil alle Menschen daraus den größten Nutzen ziehen. Hans, der kleine weiße Versicherungsvertreter mit der Fettleber wird die Höhle ausfegen und das Feuer anfachen, während die ukrainestämmige Ex-Kugelstoßerin Olga sich den Bären in den Weg stellt und das Rehkitz erlegt. In einer solchen Welt würde Gleichberechtigung die Überlebenschancen minimieren.

    Und aus einer solchen Welt kommen wir doch eigentlich.

    Warum also nicht noch mehr Genderdiskussionen, noch mehr Gerechtigkeitswut? Wie naiv muss man sein, um zu glauben, es könne überhaupt Gender-Gerechtigkeit geben? Da glaubt man, jetzt sei alles halbwegs gleich, dann kommen die Diversen um die Ecke und wollen auch ein Stück vom Sexus-Kuchen. Es folgen die Mehrfachbenachteiligten, die noch gar nicht ins Gerechtigkeitsschema eingepasst wurden. Plötzlich stellt man fest, dass man ja die Kinder ganz vergessen hat dabei. Wo sind sie denn nur? Hallo!

    Ach so, da vor dem iPad, da retten die Jungs gerade mit Monsterwaffen die ganze Welt – und die Mädchen konfigurieren sorgfältig die Barbie-App. Sieht von außen ganz gerecht aus, wie die Kinder da liegen und spielen…

    • Natürlich, sobald das diffizile, komplizierte Geflecht der westlich-kapitalistischen Kultur nicht mehr funktioniert, ist Schluss mit Feminismus, und die klassischen Rollen von Männern und Frauen sind wieder gültig. Bei den Yanomami haben die Männer die meisten Kinder, die am meisten Feinde töten; Frauen bevorzugen also gewalttätige Männer, weil sie sie und ihre Kinder besser schützen können.

      In den letzten Tagen gingen ja spektakuläre Meldungen über Vergewaltigungen in Indien durch die Medien, wobei die vergewaltigte Frau auf dem Weg zum Gericht von ihrem Vergewaltiger (der offenbar auf freiem Fuß war) abgefangen und angezündet wurde. Mir sind keine Kommentare von Feministinnen dazu bekannt. Sowas ist aber auch hier denkbar, wenn erst wieder Clans und Stämme das Leben bestimmen.

      • So lange muss man doch gar nicht warten. Die Liste der Ehrenmorde in Deutschland ist lang. Es traut sich nur keiner drüber zu sprechen. Warum wohl?

      • „Sowas ist aber auch hier denkbar, wenn erst wieder Clans und Stämme das Leben bestimmen.“

        Das braucht man sich mittlerweile gar nicht mehr ‚ausdenken‘, das passiert schon:

        Am 4. Juni lockt ein Mädchen einen jungen Mann (18) auf einem Schulhof in Essen-Altendorf in eine Falle. Statt des Mädchens, mit dem der junge Mann vorher geschrieben hatte und das nach DER WESTEN-Informationen mit einem Jugendlichen einer anderen bekannten libanesischen Großfamilie zusammen war, erwarten ihn dort acht junge Männer. Einige von ihnen Mitglieder einer libanesischen Großfamilie.

        Sie schlugen den 18-Jährigen brutal zusammen. Unfassbar: sie filmten ihre Tat auch. Das Video zeigt die ungehörige Gewaltbereitschaft der jungen Clan-Mitglieder.

        [..]

        Doch Clan-Größe Jamal Rammo wollte offenbar nicht auf deutsches Recht vertrauen. Er suchte Rache. Am 1. Juli kommt es in der Beisingstraße zu einem Großeinsatz der Polizei. 30 Beamte müssen eine Auseinandersetzung zweier größerer Personengruppen beenden.

        https://www.derwesten.de/staedte/essen/clan-clans-eskalation-essen-junger-mann-verpruegelt-vater-will-rache-id227829851.html

        Nebenbei: Das Mädchen wurde selbstverständlich nicht angeklagt.

        Naja, Diverstiy is our greatest Strenght! Listen and believe.

  4. Der Autor tut so als ob der jetzige Feminismus noch irgendwas mit Gleichberechtigung oder Gleichstellung zu tun hat. Mindest-Frauenquoten, von Frauen besetzte Ämter die nur wieder mit Frauen besetzt werden dürfen, ohne ein Äquivalent für Männer, Schutz immer nur für Frauen, Förderung und Bevorzugung immer nur für Frauen und das unaufhörliche Wiederholen von Lügen, nur um Frauen zu Opfern und Männer zu Tätern zu machen, ist genau das Gegenteil von Gleichberechtigung und Gleichstellung. Frauen haben schon alle Recht, mehr Schutz und mehr Förderung. Alles was Feminismus jetzt noch macht ist Diskriminierung.

    Ein demokratisch und eindeutig gewählten männlicher Politiker musste sich letztens dafür rechtfertigen das er die Wahl seiner Wähler auch annimmt und nicht den Posten einer Frau gibt, die weniger oder keine Menschen gewählt haben, weil auf den Posten doch bitte jetzt mal eine Frau gehöre, weil sie eine Frau ist. Oder ein anderer Artikel in dem Stärke umdefiniert wurde, so dass man behaupten konnte das Frauen stärker sind, weil in einer frauengleichberechtigten Welt kann es nicht sein das Frauen irgendwas nicht so gut können wie Männer, das ist Sexismus! Anderes herum ist das natürlich logisch, weil jeder ja weiß das Männer Müll sind. Das ist das Klima das Feminismus erzeugt.

    Das unaufhörliche Wiederholen von Lügen wird auch mit ein Grund sein warum viele Männer einfach nichts mehr sagen. Es ist sinnlos. Diese Frauen wollen es nicht hören, nicht akzeptieren das wenn sie 20% weniger arbeiten auch 20% weniger Lohn bekommen.

    • Und genau so wird Anti-Feministen eine Position unterstellt, die diese i.d.R. gar nicht einnehmen.

      Es ist als ob der Autor bloß nicht zu ketzerisch sein wollte.

    • „Die Autorin“.

      Soviel Zeit muss sein, bei Einzelpersonen.

      Sie scheint eine Feministin zu sein, die zwar klar für die Bevorzugung von Frauen ist, aber nur, wenn durch die Benachteiligung von Männern keine Nachteile für Frauen entstehen.
      Das muss man unter Feminstinnen glatt als „aufgeklärt“ bezeichnen. Stokowski ist da weit entfernt von.

      • Und die Nachteile für normale Frauen, die durch die Benachteiligung und Verteuflung des Männlichen entsteht, sind jetzt schon gewaltig und tun vielen weh:

        – Ihre Söhne werden leistungsschwach gemacht
        – Balzgehabe wird wo möglich vermieden
        – kein Lob mehr über hübsche Kleider oder flotte Frisuren und Figuren
        – weniger Versorgertypen
        – statt „Frauen und Kinder zuerst“ kommt öfter „Kinder und Bedürftige zuerst“
        – MGTOWs beachten sie nicht mehr
        – sie müssen gelegentlich für ihr Auskommen arbeiten
        – Männer vermeiden mit ihnen alleine zu sein

        • Teenager Mädchen kriegen immer noch ausreichend Aufmerksamkeit, wie ich in meiner Verwandtschaft beobachten kann.

          Richtig problematisch wirds für die Frau, wenn sie zu spät eine Familie gründen will, dass das Männerangebot für sie dann deutlich schlechter aussieht als 10 Jahre vorher.

          Aber, wie wir wissen, ist die automatische Reaktion dann nicht: „Der Feminismus hat unser Geschlechterverhältnis versaut“, sondern „Männer, die zu wenig verdienen und bindungsunfähig sind, sind Schuld, dass Frauen nicht heiraten können“
          Wohlgemerkt „bindungsunfähig“, nicht „bindungsunwillig“.

          Diese Frauen werden am Status Quo also nichts ändern.

          • Teenager Mädchen kriegen immer noch ausreichend Aufmerksamkeit

            Das ist richtig. Und besoffen von der Macht ihrer jungen Weiblichkeit, evtl. noch durch feministisches Gedankengut potenziert, denken sie in ihrer rauschhaften Glücksfahrt durchs junge Leben zu selten daran, daß diese Fahrt bei 30+x an einer Mauer enden kann, wenn man bis dahin keinen Kindsvater und keinen Kindsversorger ins Netz bekommen hat.

  5. Weil es keine Debatte mehr gibt, an der Männer und Frauen gleichermaßen beteiligt sind, haben es junge Menschen zunehmend schwer, sich mit möglichen Rollenmodellen auseinanderzusetzen und zu einer Ich-Identität zu finden.

    Das bezweifle ich.
    Seit je müssen Kinder und Jugendliche lernen, dass Erwachsene Wasser predigen und Wein trinken, dass es oft eine erhebliche Diskrepanz gibt zwischen dem, was man sagt, und dem, was man denkt. Political correctness ist da nur eine kleine Teilmenge von.

    Es muss ja auch mehr im Busch sein, als nur ein paar sektiererische, verschrobene Feministinnen, die qua geschicktem Genetzwerke überall Posten und Pöstchen erobern und ihre Ideologie zum common sense machen.

    Die meisten Männer sind nun mal keine Old-Shatterhands, die mit bloßen Fäusten einen Grizzly ausknocken. Gehässig könnte man sagen, dass die Mehrheit d. Deutschen Nachkommen sind von Leuten, die sich unauffällig durch die NS-Zeit durchgemogelt haben, Opportunisten in 5. oder 10. Generation, aber Blicke nach England, Frankreich, USA zeigen, dass es andernorts ja ähnlich aussieht – daran kann es also schlecht liegen.

    Wenn die Kunde vom Fachkräftemangel kein Märchen ist, dann ist zumindest die Wirtschaft weiter daran interessiert, dass auch Frauen intensiv berufstätig sind. Die Partnerschaften/Familien sind wohl weiterhin mehr an Konsum als an Freizeit interessiert.

    Zum Weiterdenken fehlt mir die Zeit, aber der Gedanke ist noch nicht fertig.

  6. Solange ein siebzigjähriger Mann Präsident ist müssen wir den siebenjährigen Knüppel zwischen die Stelzen werfen.

    Ein äusserst übergriffiges Geschlecht.

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