Machen Kinder glücklich?

Gerade stieß ich auf Twitter wieder auf einen Tweet, in der eine Umfrage zitiert wurde, dass mit Kindern die „Glücklichkeit“ nicht ansteigt, sondern sogar eher etwas abfällt.

Ich habe mir den Tweet leider nicht gemerkt, aber wer sucht, der findet entsprechende Forschung, die das zum Inhalt hat.

Mich überrascht das nicht, auch wenn Fräulein Schmidt das süßeste Kind der Welt ist.

Es liegt denke ich schlicht daran, dass man Glücklich sein auf diese Weise schlicht nicht messen kann und wir dabei wesentliche Daten nicht erfassen.

War ich vor der Geburt von Fräulein Schmidt oder auch nur vor der Schwangerschaft meiner Frau unglücklicher oder fehlte mir etwas? Nein, das Leben war durchaus schön und ich hatte ja auch noch nichts aufgegeben oder mich gegen etwas entschieden, so dass ich durch das fehlende Kind auch keinen wirklichen Verlust wahrgenommen habe.

Ich hatte Zeit abends wegzugehen, ich konnte ganz anders planen als heute und ich habe natürlich auch besser geschlafen.

Ein Kind bringt, dass ist ganz klar, einiges an Einschränkungen des persönlichen Lebens mit sich. Da man diese vorher nicht hatte verbucht man sie natürlich auf der „Minus-Seite“.

Das Glück durch das Kind ist da schwerer zu fassen. Genauso wie das Glück einen anderen Menschen in seinem Leben zu haben schwer zu fassen ist. Ein Kind macht Arbeit, es ist mal krank, mal schlecht gelaunt, mal braucht es Aufmerksamkeit, wenn man selbst gerade gerne abschalten würde, es muss versorgt werden und es hat seinen eigenen Kopf.

Es ist aber gleichzeitig auch eine ganz wunderbare Erfahrung ein Kind aufwachsen zu sehen und die kleinen Entwicklungsschritte täglich/wöchentlich/monatlich nachzuvollziehen. Es ist schön, wie es auf einen fixiert ist, wie es sich über Kleinigkeiten freut, wie es die Welt entdeckt. Aber es ist eben nichts, was einfach nur eine Lebensverbesserung bringt, weil es eben ein Mensch ist. Ein Mensch, der mit seinen Höhen und Tiefen in das gemeinsame Leben tritt.

Ist man deswegen tatsächlich unglücklicher? Ich würde eher sagen, dass es schlicht nicht zu vergleichen ist. Ein Indiz ist, dass wohl die allermeisten Eltern ihre Kinder nicht mehr hergeben würden. Natürlich ist es anstrengend und natürlich stellt man sein Leben auch wegen der Kinder um. Und sicherlich wird es auch Leute geben, die den Freiraum von früher vermissen und auch Leute, die meinen, dass ihr Kind ihnen ihr Leben verdorben hat.

Aber dennoch sind für die meisten ihre Kinder eine langfristige Bereicherung, eine tiefe Beziehung im Leben, die nicht auf einer einfachen „Glücklichsein-Skala“ zu berechnen ist.
Familie eben.

 

 

52 Gedanken zu “Machen Kinder glücklich?

  1. Ich erinnere mich an einen Freund von mir der nur meinte „Glaub den ganzen Neuvätern kein Wort. Das ganze Glücks-Gerede ist nur Rechtfertigung vor sich selber, wenn nach einem Monat der Hormonschub nachlässt.“

    Und ja. Da ist schon was Wahres dran. Ein Kind zu haben – oder mehrere – macht das Leben vor allem anders. Nicht schlechter. Nicht besser. Vor allem anders. Und gerade im ersten Jahr auch extrem anstrengend. Wenn ich Fotos von meiner Frau und mir am Ende des ersten Jahres Elternschaft sehe, erschrecke ich, wie runtergezombt wir aussehen.

    Aber das ändert sich alles. Das Kind ändert sich andauernd, und das Leben mit ihm auch. Wird anders anstrengend. Und anders lohnend. Und vor allem ein ganz eigener Mensch, keine Verlängerung des eigenen Selbst.

  2. Ich wollte nie ein Kind, weil ich nicht bereit war, die Verantwortung für ein Menschenleben zu übernehmen. Gerade in den ersten Lebensjahren besteht die rund um die Uhr, schließlich kann man das Kind nicht wie einen Staubsauger in die Ecke stellen, wenn man was anderes vor hat. Die Eltern sind – zutreffend – UMFASSEND und BEDINGUNGSLOS verantwortlich für das ihnen anvertraute, völlig von ihnen abhängige Menschenleben – insbesondere in den ersten Lebensjahren.
    Wer also diese extreme Verantwortung übernehmen will und übernommen hat, hat meinen Respekt. Es mag mit einem Kind viele Glückmomente geben, aber es gibt eben auch Zeiten, zu denen man sie man liebsten „an die Wand klatschen“ möchte, etwa im Kotzbrocken-Alter=Pubertät, wenn sie krank sind oder man sich große Sorgen um sie machen muss (Drogen z.B.) Und es gibt Zeiten der Routine, wo es es einfach neutral ist, das sind die häufigsten Zeit, wie auch im Leben ohne Kinder.
    Mit Kindern ist es nicht besser (glücklicher) oder schlechter als ohne Kinder, aber anders.

  3. Ich denke Christian hat das schon gut formuliert. Zumindest mein Leben hat an „Tiefe“ gewonnen, vielleicht vergleichbar mit einem guten Essen vs. FastFood, satt ist man nach beidem, aber das Erlebnis ist… abwechslungsreicher, spannender etc.

    Das mag aber jeder anders empfinden, ohne Kinder hätte mir persönlich was gefehlt, um nur für mich selbst zu leben, fehlt mir irgendwie der Antrieb, ich hätte dann wenigstens irgendeinen sozialen Beruf ergreifen müssen oder in die Politik gehen oder sowas. Die meisten Freizeitbeschäftigungen, denen andere frönen, kommen mir oberflächlich und sinnentleert vor, war früher nicht so extrem, wird aber mit dem Alter immer schlimmer.

  4. „Machen Kinder glücklich?“

    Die Frage impliziert für mich irgendwie, dass jemand ein Kind bekommt, damit er glücklich ist. Doch wer das macht, tut sich selbst und vor allem dem Kind keinen Gefallen. Ein Kind sollte nie zum Selbstzweck gezeugt werden. Andererseits ist die Entscheidung für ein Kind auch eine zutiefst egoistische Entscheidung, denn das Kind hat kein Mitspracherecht bei seiner Zeugung. Die Eltern entscheiden über seine Existenz. Das ist auch ein Grund, warum ich momentan kein Kind möchte. Denn möchte ich wirklich, dass mein Kind in einer Welt aufwächst, die täglich mehr verdummt? In der radikale Feministinnen und Intersektionalisten Wortführer sind? Die dich fertig macht, wenn du dich nicht politisch korrekt äußerst? Die dich auf eine Funktion in einer Leistungssgesellschaft reduziert? Das ist nicht meine Auffassung von wahrhaftigem, erfüllendem Leben. Wie könnte ich dann einem Kind so etwas antun? Und was sollte ich ihm antworten, wenn es mich fragt, warum ich es gezeugt habe?

    • „Egoismus“ ist ein interessantes Stichwort. Mir würde vorgehalten, ich sei egoistisch, weil ich KEIN Kind wolle. D.h. es wurde stillschweigend unterstellt, man zeuge Kinder, um für die Allgemeinheit etwas zu tun. Das habe ich mehrfach gehört. Ist m.E. unsinnig, denn Kinder werden gezeugt:
      1. aus Versehen wegen fehlerhafter Verhütung,
      2. Im Überschwang extremer Lust (G…heit),
      3. weil es zur Partnerschaft gehört, also der Norm entspricht,
      4. aus „Lifestyle“-Gründen,
      5. weil aus dem Liebesgefühl, aus dem Instinkt heraus der Wunsch nach noch innigerer Verbindung mit dem geliebten Menschen besteht, der sich durch ein Kind manifestieren soll,
      6. aus religiösen Gründen,
      7. um seinem Leben mehr Sinn zu geben,
      8. um Liebe zu geben und zu empfangen,
      9. um die Partnerschaft zu retten bzw. den Partner an sich zu binden.
      Und das sind letztlich alles „egoistische“ Gründe, wobei mir der Begriff zu negativ besetzt ist.

    • „Die Frage impliziert für mich irgendwie, dass jemand ein Kind bekommt, damit er glücklich ist. Doch wer das macht, tut sich selbst und vor allem dem Kind keinen Gefallen. Ein Kind sollte nie zum Selbstzweck gezeugt werden.“

      Hmmm, jein. wenn jemand seine Komplexe damit kurieren will, sehe ich das auch kritisch, aber man kann durchaus ein Bedürfnis danach haben. Und Selbstzweck ist es immer, oder sind bei dir nur Zufallszeugungen erlaubt?

      „Andererseits ist die Entscheidung für ein Kind auch eine zutiefst egoistische Entscheidung, denn das Kind hat kein Mitspracherecht bei seiner Zeugung.“

      Hängt davon ab, was du glaubst. Die Reinkarantionsforschung deutet eher auf anderes hin, nämlich dass die Eltern oft bewusst vor der Geburt ausgesucht werden, siehe z.B. der Fall James Leininger, ich zitiere mal:
      „One day, after raking leaves together, Bruce told James how happy he was to have him as a son. James replied, “That’s why I picked you; I know you would be a good daddy.” Bruce did not understand. James continued:
      “When I found you and Mommy, I knew you would be good to me.”
      “Where did you find us?”
      “Hawaii. . . . I found you at the big pink hotel. . . . I found you on the beach. You were eating dinner at night.”
      Bruce was dumbfounded. In 1977, Bruce and Andrew indeed went to Hawaii and stayed at the Royal Hawaii, a pink hotel on Waikiki beach. On the last evening, they had a moonlight dinner at the beach. Five weeks later, Andrea became pregnant with James.“

      Quelle: https://www.reincarnation-research.com/james-leininger/

      „Die Eltern entscheiden über seine Existenz. Das ist auch ein Grund, warum ich momentan kein Kind möchte. Denn möchte ich wirklich, dass mein Kind in einer Welt aufwächst, die täglich mehr verdummt? In der radikale Feministinnen und Intersektionalisten Wortführer sind? Die dich fertig macht, wenn du dich nicht politisch korrekt äußerst? Die dich auf eine Funktion in einer Leistungssgesellschaft reduziert? Das ist nicht meine Auffassung von wahrhaftigem, erfüllendem Leben. Wie könnte ich dann einem Kind so etwas antun?“

      Das ist wehleidiges westliches Gejammere und der Grund dafür, warum wir aussterben werden. Ich habe ältere Kollegen, die in den 80/90igern auf Kinder verzichteten, damals waren halt die Gründe andere, aber in etwa genauso stichhaltig. Ob ein Leben erfüllt ist, hängt oft erstaunlich wenig von den gesellschaftlichen Rahmenbedinungen und abstrakten Bedrohungen ab (gerade im reichen Westen).

      „Und was sollte ich ihm antworten, wenn es mich fragt, warum ich es gezeugt habe?“

      Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dann sag ihm, damit es sich für eine bessere Welt einsetzen kann (was immer es am Ende darunter versteht). Das passt immer, mindestens noch die nächsten 200 Jahre. Irgendwer muss ja auch erstmal das Paradies schaffen, vom Himmel wird es nicht fallen und wer, wenn nicht wir hochgebildeten und durchmoralisierten Westler, wäre eher dazu in der Lage, es zu schaffen?

      • Reinkarnation??????

        Welche Seele wäre so blöd, als Moslem oder Chinese zu reinkarnieren? Oder als Afrikaner? Gäbe es Reinkarnation, würde in großen Teilen der Welt kein Kind geboren werden. Reine Logik.

        Und wo kommen die ganzen Deppen eigentlich her? Genderdingens, Femis, Politiker, die Grünen und andere? Reinkarnierte sollten doch nach einigen Lebenszyklen ein bisserl schlauer sein.

        • „Welche Seele wäre so blöd, als Moslem oder Chinese zu reinkarnieren? Oder als Afrikaner? Gäbe es Reinkarnation, würde in großen Teilen der Welt kein Kind geboren werden. Reine Logik.“

          Das ist unrichtig, die Kriterien nach denen ein Leben ausgesucht wird, sind ja nicht diesseitig und materiell, sondern immateriell, auf Erleben und Lernen ausgerichtet. In Afrika kannst du halt ganz andere Sachen erleben, wie in Europa. Wir wissen auch nicht, wie sich die Realität wirklich gestaltet, vielleicht ist es möglich auf parallelen Welten/Zeitlinien zu inkarnieren. Das ist alles noch weitgehend im Dunkeln. Wir wissen auch nicht, ob jeder sich seine Eltern aussucht, oder ob das manchmal erzwungen ist oder zufällig.

          „Und wo kommen die ganzen Deppen eigentlich her? Genderdingens, Femis, Politiker, die Grünen und andere? Reinkarnierte sollten doch nach einigen Lebenszyklen ein bisserl schlauer sein.“

          Woher weißt du denn, wie oft die schon inkarniert haben? Vielleicht ist es das erste Mal? Vielleicht hat ein Großteil der Genderspinner zum ersten Mal ein anderes Geschlecht ausgewählt und jetzt so seine Probleme sich damit zurecht zu finden? Wer weiß das schon.

          • Ich übersetze mal: du hast von nix eine Ahnung, bist aber ganz sicher in deiner Überzeugung.

            Du solltest Politiker werden, die suchen solche Leute.

          • @Adrian

            Wenn du meinst. Ich bin aber ziemlich sicher, dass du dich da irrst, die Empirie und Indizien sagen nämlich anderes. Aber wir müssen das nicht vertiefen, du willst dich ja nicht wirklich mit dem Thema beschäftigen, wenn ich deine Aussagen bisher richtig interpretiere, also bist du auch nicht zu überzeugen.

          • @Mika

            „Ich übersetze mal: du hast von nix eine Ahnung, bist aber ganz sicher in deiner Überzeugung.“

            1) bin ich mir mit gar nichts sicher, ich folge lediglich dem, was ich für möglich und den Indizien gemäß für wahrscheinlich halte

            2) erschließt sich der Bereich naturgemäß nur sehr indirekt, weil

            3) uns die naturwissenschaftliche Gründung dazu noch komplett fehlt, dass es eine gibt, davon gehe ich übrigens aus

            Es gibt sehr sehr viele paranormale Phänomene, die man als quasi erwiesen ansehen kann. Für mich deutet das darauf hin, dass wir analog Platons Höhlengleichnis (noch) nicht in der Lage sind, die komplette Realität mit unseren Sinnen wahrzunehmen.

          • Ich würde Adrians Beitrag oben („Newsflash …“) einfach so verstehen, dass er gewisse Vorbehalte gegen diese Reinkarnations-Idee hat. Solche Bedenken finde ich nachvollziehbar.

          • @Jochen Schmidt

            Adrian hat sich früher schon zu dem Thema mit mir „gestritten“.

            Es ist, für sich genommen, auch schwer zu glauben. Ich war selbst lange davon überzeugt, dass sowas Unsinn ist. Irgendwann habe ich eine Schwelle überschritten, es fiel mir immer schwerer, die teilweise sehr glaubwürdigen Belege für alle möglichen Seltsamkeiten, einfach rundheraus abzustreiten. Wenn eine ansonsten psychisch normale 0815-Person Stein und Bein schwört, xy erlebt zu haben und sich sogar von allen dafür auslachen lässt, sich das Erlebte dann aber sogar bei anderen fast identisch wiederfindet, kann ich das nicht einfach abtun.

            Die Konsequenz daraus ist einfach, aber weitreichend: wir verstehen (zumindest offiziell) physikalisch fast noch nichts von der tatsächlichen Realität. Das Positive: sie scheint sehr viel aufregender und verrückter zu sein, als wir dachten.

          • @Adrian

            wissen tu ich es ja nicht, aber ich hoffe inständig, das es doch eine Seele gibt und das gewisse Seelen in der Hölle schmoren. Oder zumindest, das Linke als Stinkwanzen reinkarnieren. Aber das ist Wunschdenken….

          • „Oder zumindest, das Linke als Stinkwanzen reinkarnieren.“

            Vielleicht klappt das ja.
            Das würde auch die große Zahl von Stinkwanzen erklären.
            Besonders, weil die Linken wahrscheinlich den Rechten (also alles rechts von der SPD) das Gleiche wünschen 😀

          • Also Androsch, sorry, was ist das für ne scheisse….

            „In seinem Bericht nennt Stevenson weitere Aussagen und Beispiele von Wiedererkennung. Auch äusserliche Merkmale liessen sich feststellen: Ein Muttermal auf Jennifers Stirn entsprach einer Narbe, die Jacqueline hatte und ein anderes Muttermal auf ihrer linken Hüfte hatte die Tote an der gleichen Stelle (Reinkarnation: Über 3.000 Fälle sprechen Bände! (Videos)).“

            Da nehmen deine „Forscher“ zwei S/W Bildchen her und weil Person 1 da n Muttermal hat, wo sich Person 2 mal verletzt hat, wird das Beleg genommen.

            Das ganze hat in etwa die Seriositat und Wisschenschaftlichkeit von „Genderforschung“.

          • @EinLeser

            „Da nehmen deine „Forscher“ zwei S/W Bildchen her und weil Person 1 da n Muttermal hat, wo sich Person 2 mal verletzt hat, wird das Beleg genommen.“

            Stevenson hat nicht „zwei Bildchen hergenommen“, bei den Fällen wo das möglich war, war er vor Ort und hat mit Leuten und Angehörigen gesprochen, Fangfragen gestellt usw.

            Das ergibt sich nicht aus der Webseite, dazu muss man seine Bücher lesen. Stevenson war sehr gründlich und offen, musste er auch sein, sonst hätte man ihn bei dem Thema in der Luft zerrissen.

            Mehr als zusätzliche Indizien sind Muttermale und Co. nicht. Auch wenn die manchmal sehr eindrucksvoll und genetisch nicht zu erklären sind.

            „Das ganze hat in etwa die Seriositat und Wisschenschaftlichkeit von „Genderforschung“.“

            Durchaus nicht, es ist empirische Spurensuche und wie die unerklärlichen Erinnerungen zu Stande kommen, ist nicht geklärt. „Reinkarnation“ ist nur eine relativ naheliegende (wenn auch naturwissenschaftlich schwer zu akzeptierende) Hypothese, es gibt auch andere (die aber ebenfalls sehr exotisch sind und naturwissenschaftlich nicht zu akzeptieren).

            Die „Genderforschung“ basiert hingegen auf auf der falschen Vorannahme eines allmächtigen, weltweiten Patriarchats und interpretiert alle ihre „Ergebnisse“ entsprechend. Ein wissenschaftlicher Ansatz (auch die Geschlechterforschung könnte empirisch sauber forschen, wenn da nicht solche Dumpfbacken säßen) ist genauso wenig zu erkennen, wie irgendwelche Forschung. Ich sehe da keine Ähnlichkeit. Reinkarnationsforschung wird auch nicht staatlich gepampert und gesellschaftlich gefördert, Stevenson war in der Hinsicht ein Glücksfall, die allermeisten arbeiten ehrenamtlich und stecken nur Zeit und Geld da hinein.

            Einen deutschen Forscher gab/gibt es übrigens auch, Dieter Hassler, seine Seite:
            http://reinkarnation.de/
            listet auch einige Fälle auf, allerdings keine wirklich harten, weil das Glückstreffer sind. Im Westen fehlt einfach das Bewusstsein dafür. Der Zeitraum wo man sowas entdecken kann ist kurz (i.d.R. zwischen 2 und 6 Jahren) und die Eltern müssen es ernst nehmen und melden, ohne die geht halt nichts.

      • „Und Selbstzweck ist es immer, oder sind bei dir nur Zufallszeugungen erlaubt?“

        Nein. Ich sagte ja, es ist im Endeffekt immer egoistisch.

        „Die Reinkarantionsforschung deutet eher auf anderes hin, nämlich dass die Eltern oft bewusst vor der Geburt ausgesucht werden“

        Wie kann dann die Weltbevölkerung steigen, wenn man doch immer wiedergeboren wird? Irgendwo müssen die Seelen ja herkommen. Und warum suchen sich manche Kinder dann Eltern, die sie misshandeln oder ins Heim schicken? Und warum gibt es dann überhaupt Evolution? Ich halte den Glauben an die Evolution jedenfalls für wahrscheinlicher als die Reinkarnation.

        „Das ist wehleidiges westliches Gejammere und der Grund dafür, warum wir aussterben werden.“

        Falsch. Das ist (zumindest für mich) ein Fakt, den du einfach als wehleidiges westliches Gejammere abtust. Ich sehe es einfach als Realität an und die wirft nun mal Fragen auf. Und wie sagt der Volksmund so schön: „was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.“ Wenn du unsere Gesellschaft und unser Leben toll findest, dann ist das OK, aber ich hab da andere Ansichten. Und es ist ja auch nur ein Grund, warum ich mich derzeit gegen Kinder entscheide.

        „Ob ein Leben erfüllt ist, hängt oft erstaunlich wenig von den gesellschaftlichen Rahmenbedinungen und abstrakten Bedrohungen ab (gerade im reichen Westen).“

        Zuerst sagst du, dass es wenig von den Rahmenbedingungen abhängt, dann schiebst du den reichen Westen hinterher, der aber eine Rahmenbedigung ist. Ich würde z.B. sagen, dass der reiche Westen in seiner Dekadenz eher unglücklich macht. Abgesehen davon haben wir vielleicht einfach unterschiedliche Ansichten von einem erfüllten Leben.

        „Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dann sag ihm, damit es sich für eine bessere Welt einsetzen kann (was immer es am Ende darunter versteht).“

        Meinst du den unwahrscheinlichen Fall, dass ich Kinder kriege oder dass mir diese Frage gestellt wird? Hast du deine Kinder aus diesem Grund gezeugt? Was würdest du ihnen auf die Frage antworten? Deine Antwort klingt mehr wie eine Ausrede. Vielleicht will das Kind sich ja gar nicht für eine bessere Welt einsetzen, weil die Verantwortung zu groß ist oder weil es selbst daran verzweifelt. Ich könnte das nicht guten Gewissens tun.

        • „Wie kann dann die Weltbevölkerung steigen, wenn man doch immer wiedergeboren wird? Irgendwo müssen die Seelen ja herkommen. Und warum suchen sich manche Kinder dann Eltern, die sie misshandeln oder ins Heim schicken? Und warum gibt es dann überhaupt Evolution? Ich halte den Glauben an die Evolution jedenfalls für wahrscheinlicher als die Reinkarnation.“

          1) Evolution und Reinkarnation schließen sich nicht aus.

          2) wir wissen noch zu wenig, um sagen zu können, woher die Seelen kommen, wieviele es gibt usw.

          3) für tragische Schicksale kann es verschiedene Gründe geben, von Zufall (entsprechend dem freien Willen des Täters), über der Absicht, sowas durchleben zu wollen (der Erfahrung wegen) bis hin zum subtilen Zwang, es durchleben zu müssen, weil man selbst mal Täter war, wir wissen auch nicht genau, wie festgelegt ein gewähltes Leben ist, es gibt da wohl viele Freiheitsgrade

          „ist ja auch nur ein Grund, warum ich mich derzeit gegen Kinder entscheide.“

          Ein Kollege von mir, bedauerte, dass er sich so entschieden hat, aber natürlich ist es deine Entscheidung. Kinder die heute und hier im Westen geboren werden, haben so ziemlich die besten Voraussetzungen, sich ein erfülltes Leben zu schaffen, die es vermutlich je auf der Erde gab. Es IST westliches Gejammere, jeder Afghane würde in Hohngelächter ausbrechen und schnell noch ein Kind zeugen, wenn er deine Gründe hört…

          „Zuerst sagst du, dass es wenig von den Rahmenbedingungen abhängt, dann schiebst du den reichen Westen hinterher, der aber eine Rahmenbedigung ist.“

          Ja, das war ein bisschen mißverständlich. Ich meinte das so:

          1) ein erfülltes Leben kann man in jedem Schei**land haben, es hängt von deinen Ansprüchen und Fähigkeiten ab

          2) im Westen hast du die meisten Freiheitsgrade dabei, dir ein erfülltes Leben zu schaffen, egal wie schräg du drauf bist, gleichzeitig fordert das auch viele selbstbewusste Entscheidungen und man kann deswegen auch leicht scheitern

          „Meinst du den unwahrscheinlichen Fall, dass ich Kinder kriege oder dass mir diese Frage gestellt wird?“

          Dass dir die Frage gestellt wird. Kinder erpressen zwar gern mal ihre Eltern damit, dass sie ja nicht selbst entschieden haben, geboren worden zu sein, aber in Wirklichkeit stellen sie ihre eigene Existenz normalerweise nicht in Frage.

          „Hast du deine Kinder aus diesem Grund gezeugt? Was würdest du ihnen auf die Frage antworten?“

          In erster Linie habe ich, das hast du ganz richtig erkannt, egoistisch gehandelt. Im zweiter Linie sehe ich es als Verantwortung an, unsere Kultur und meine (guten 🙂 ) Gene weiterzugeben und in dritter Linie sehe ich auch eine Verantwortung der Kinder, ich bemühe mich (in meinen eng gesteckten Möglichkeiten) um eine bessere Welt und die sollen das weiterführen und auch dafür kämpfen. Es gibt keinen Anspruch darauf, in eine perfekte Welt geboren zu werden, wäre ja auch irgendwie langweilig, oder nicht? Irgendwas passt immer nicht.

          Aber mach, was du für richtig hältst. Ich kenne deinen Lebensplan nicht.

          • „1) Evolution und Reinkarnation schließen sich nicht aus.“

            Ja, nicht unbedingt und ich fand deine Beispiele auch sehr interessant. Wer weiß schon, was noch alles entdeckt wird. Früher dachte man auch mal die Erde sei eine Scheibe. Ich bin zwar basierend auf dem derzeitigen Wissen skeptisch, aber auch aufgeschlossen neuem gegenüber.

            „Es IST westliches Gejammere, jeder Afghane würde in Hohngelächter ausbrechen und schnell noch ein Kind zeugen, wenn er deine Gründe hört…“

            Nur weil es Anderswo für irgendwen noch schlimmer ist, heißt das ja nicht, dass für mich dann plötzlich alles gut ist. Das ist ein Trugschluss.

            „im Westen hast du die meisten Freiheitsgrade dabei, dir ein erfülltes Leben zu schaffen, egal wie schräg du drauf bist, gleichzeitig fordert das auch viele selbstbewusste Entscheidungen und man kann deswegen auch leicht scheitern“

            Das würde ich nicht so sehen. Du wirst in ein System (mit den ihm innewohnenden Zwängen) hineingeboren und wenn du dieses System nicht magst, dann hast du nur die Möglichkeit dich außerhalb des Systems zu bewegen, was aber auch nicht einfach ist, weil dann neue Probleme auftauchen. Oder du erlangst innerhalb des Systems einen Status, der dich von den Zwängen des Systems befreit, sprich, du hast einen Haufen Kohle 🙂

            „Es gibt keinen Anspruch darauf, in eine perfekte Welt geboren zu werden, wäre ja auch irgendwie langweilig, oder nicht? Irgendwas passt immer nicht.“

            Man kann aber auch keine Ansprüche an die Kinder stellen, die man in die Welt setzt. Und die Geburt bedingt auch keine wie auch immer gearteten Pflichten.

          • @mispel

            „Man kann aber auch keine Ansprüche an die Kinder stellen, die man in die Welt setzt. Und die Geburt bedingt auch keine wie auch immer gearteten Pflichten.“

            Ja, stimmt schon, es sind eher Hoffnungen und Erwartungen.

            Man hat zwar durchaus einigen, im Endeffekt aber viel weniger Einfluß, als man meint. Die Kinder gehen ihren eigenen Weg, mit allem Glück und allen Schmerzen, die halt dazu gehören. Man kann nur versuchen, ihnen einen guten Start zu verschaffen und da zu sein, wenn sie mal Hilfe brauchen. Das war es im Wesentlichen auch schon. Oder kurz: die können es trotzdem versauen, egal wie optimal die Ausgangsbedingungen waren oder sie können es trotzdem meistern, selbst wenn die Startbedingungen schlecht waren. Ich sehe daher die Entscheidung über das „ob“, nicht so in meinem Verantwortungsbereich und mache mir weniger Gedanken darüber, als du. Es gibt halt nicht das perfekte Leben, die perfekte Gesellschaft oder den perfekten Zeitpunkt, jede Generation hat wieder mit neuen Herausforderungen zu kämpfen und jede Person zusätzlich mit eigenen Problemen, so war es immer und wird es vermutlich auch immer sein. Vielleicht liegt ja genau darin der Sinn, an diesen Sachen zu wachsen, ist zumindest eine angenehme Vorstellung…

          • @mispel

            „Du wirst in ein System (mit den ihm innewohnenden Zwängen) hineingeboren und wenn du dieses System nicht magst, dann hast du nur die Möglichkeit dich außerhalb des Systems zu bewegen, was aber auch nicht einfach ist, weil dann neue Probleme auftauchen. Oder du erlangst innerhalb des Systems einen Status, der dich von den Zwängen des Systems befreit, sprich, du hast einen Haufen Kohle“

            Oder du versuchst das System zu ändern oder du suchst dir eine Nische mit Gleichgesinnten oder du verlässt es oder du versuchst das Beste daraus zu machen. Zugegeben, ich möchte auch nicht als Frau in Afghanistan geboren werden, aber auch dort gibt es sicher glückliche Beziehungen und erfüllte Leben. Auch dort gibt es Freiheitsgrade, wenn sie auch sehr viel kleiner sein mögen, als bei uns.

            Es geht bei einem erfüllten Leben ja in erster Linie um die Beziehungen die man aufbaut und lebt und da ist fast immer Spielraum da, egal wie schlecht die äußeren Bedingungen aussehen mögen.

          • @Androsch Kubi:

            „Oder du versuchst das System zu ändern oder du suchst dir eine Nische mit Gleichgesinnten oder du verlässt es oder du versuchst das Beste daraus zu machen.“

            Das System kann man als einzelner nicht ändern, weil man dazu die Menschen, die das System bilden, ändern müsste. Natürlich kann man versuchen etwas im kleinen zu ändern, aber ich halte die Vorstellung, dass man als einzelner oder kleine Gruppe das System ändern kann, immer für naiv. Aber klar, ein Versuch ist immer noch besser als nix. Einfach das beste draus zu machen ist für mich die derzeit beste Option. Dennoch möchte ich das dann niemand anders antun. Dabei handelt sich aber um eine rein subjektive Wahrnehmung meinerseits. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

        • @Androsch:

          Folge ich deiner Seite reinkarnation.de sieht man hier die Indizien (wie du es nennst), die für die reinkarnations“forschung“ herangezogen werden:


          Eine Vorhersage der Wiedergeburt zu Lebzeiten der früheren Person
          Träume des Kindes (der heutigen Person) über ein früheres Leben
          Träume der Verwandten des Kindes, in denen die frühere Person ihre Wiedergeburt ankündigt (Ankündigungsträume)
          Träume der Verwandten der gestorbenen, früheren Person, in der die frühere Person ihre Wiedergeburt beschreibt (Abreiseträume)
          Muttermale (allgemein Geburtsmale) oder Missbildungen des Kindes stehen in Beziehung zu körperlichen Merkmalen der früheren Person
          Das Kind macht Aussagen über sein früheres Leben
          Das Kind erkennt Personen, Orte und Gegenstände aus seinem früheren Leben wieder
          Das Kind zeigt Emotionen in Bezug zu seinem früheren Leben (Identifikation, Eifersucht, Rache, Weinen etc.)
          Das Kind weist Charakterzüge auf, die denen der früheren Person entsprechen (Vorlieben, Spiele, Dialekte, Phobien etc.)
          Das Kind macht Aussagen über das Jenseits, das “Kommen” und “Gehen”
          Die Mutter des Kindes entwickelt Gelüste in der Schwangerschaft, die typisch für die frühere Person sind.

          Nichts von alledem ist ein Beweis für irgendwas, das bewegt sich auf exakt dem selben Niveau wie wenn ich von Gott träume und dann behaupte, dass er deswegen echt ist.

          Du schreibst:

          „es ist empirische Spurensuche und wie die unerklärlichen Erinnerungen zu Stande kommen, ist nicht geklärt.“

          Nein es ist keine empirische Spurensuche. Es gibt nicht mal ein theoretisches Fundament zu dem man empirisch forschen könnte. Es ist reines Bullshitbingo wie Astrologie oder andere Esoterik…

          • „Nichts von alledem ist ein Beweis für irgendwas, das bewegt sich auf exakt dem selben Niveau wie wenn ich von Gott träume und dann behaupte, dass er deswegen echt ist.“

            reinkarnation.de hat m.E. (wie ich auch geschrieben hatte), keine harten Fälle, aber jede Menge weiche Indizien. Die harten Fälle verdanken wir Leuten wie Stevenson. Im Kern dreht es sich um genau das:
            „Das Kind macht Aussagen über sein früheres Leben“ und zwar Aussagen die sich überprüfen lassen!
            Von Sachen, die das Kind unmöglich wissen konnte! Das ist so nahe am Beweis wie möglich und nur abzustreiten, wenn man allen Beteiligten sehr geschickten und breit angelegten Betrug unterstellt (immerhin, das kann man machen, und zwar immer, das wäre dann das Pendant zum Flacherdler).

            Das kam auf der ersten verlinkten Seite ganz gut heraus, aber es war eben nur ein journalistischer Artikel dazu, ein Überblick, mit Videos, die ich selbst nicht überprüft habe. Du wirst an der Stelle nicht weiterkommen, wenn du allein aufs Internet abhebst. Das Buch über die europäischen Fälle, von Stevenson, welches ich gerade lese, hat allein 500 Seiten und ein entsprechendes Quellenverzeichnis und die europäischen Fälle machen den kleinsten Teil seiner Forschung aus. Stevenson hatte über 3000 Fälle weltweit gesammelt.

            „Nein es ist keine empirische Spurensuche. Es gibt nicht mal ein theoretisches Fundament zu dem man empirisch forschen könnte. Es ist reines Bullshitbingo wie Astrologie oder andere Esoterik…“

            Nein, ist es nicht. Das Phänomen existiert unabhängig davon, ob du ein „theoretisches Fundament“ dazu hast oder nicht, dass ein solches (noch) nicht existiert, habe ich nie abgestritten. Die Existenz eines solchen vorauszusetzen, ist der Irrsinn unserer Zeit und führt nur dazu, dass wir auf der Stelle treten. Wer alles abstreitet, was er noch nicht erklären kann, lernt eben nichts Neues mehr oder halt nur in Tippelschrittchen…

            Hassler implizit einen Esoteriker zu nennen, halte ich sogar für eine Beleidigung.

            Aber ist mir letztendlich wurscht, was du für möglich hältst und was nicht. Ich habe diese Diskussion schon tausendmal geführt, sie langweilt mich. Mehr als einen Anstoß sich damit zu beschäftigen, kann ich hier ohnehin nicht geben. Ich habe selbst lange genug abgestritten, dass da was dran sein könnte, mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher, dass ich mich geirrt habe, denn es handelt sich nicht nur um dieses Phänomen, sondern es deuten sehr viele in exakt die selbe Richtung. Ich tue mich schwer damit, das zu ignorieren… aber das soll jeder halten, wie er will.

        • Gell, was es alles gibt!

          Und das ist noch nichtmal das Exotischste, sondern sogar ziemlich bodenständig. Wirklich krass finde ich ITK (Tonbandstimmen) oder sowas:

          Da gibt es auch Forschung dazu, richtig mit Stimmenanalyse usw.
          https://www.exomagazin.tv/geisterstimmen/

          Oder Spukphänomene. Oder Ufos. Das sind Sachen, die mittlerweile derart gut untersucht sind, das es schwer fällt, sie abzustreiten. Das wird jeder feststellen, der sich näher damit befasst. Das Problem ist nur, dass die meisten fest daran glauben, es gäbe diese Sachen nicht, weil die Lügenmedien nicht darüber berichten und weil sich in all diesen Bereichen auch jede Menge Idioten, Geschäftemacher und Desinformanten herumtreiben, eine Schicht, die man leider erst durchdringen muß (woran viele scheitern)…

  5. Ist es eigentlich die Aufgabe von Kindern, Glück zu bringen? Oder was sollen sie sonst bringen?
    Früher hatten Kinder eine Aufgabe für die eigene Sippe, jetzt sind sie halt einer von bald acht Milliarden.
    Nach außen werden sie von der Mutter vergöttert, im Inneren herrscht kaltes #MotherhoodRegretting.

    Familien zerfallen oder entstehen gar nicht erst, Kinder werden in die Fremdbetreuung gegeben, dort verwaltet. Von Menschen, die dafür bezahlt werden. Die Großeltern sind im Altenheim, der Vater wurde in die Wüste geschickt. Im Volvo-SUV sind sie mit Acht-Punkt-Gurten fixiert, von Airbags umzingelt gondeln sie zwischen A und B hin und her.

    Natürlich will jedes FFF-Mädchen später viele süße co2-Emittenten gebären. Wenn sie sich nicht vorher mit veganer Mangelernährung die Regelblutung weggehungert hat. Aber warum eigentlich? Kinder verbrauchen Windeln, die der Luxussteuer unterliegen, stehen der Karriereplanung im Weg, nur um sich später als minderbegabte Egoshooter mit Hang zum Amoklauf den goldenen Schuss zu setzen.

    Kinder von heute müssen sich ihren Weg ganz einsam selbst suchen. Schon Babies werden gerfragt, ob sie dieses oder jenes wollen. Lieber Zoo oder lieber Weihnachtsmarkt? Was für eine Zumutung, wenn Eltern nicht mal mehr einen schönen Ausflug vorgeben können oder wollen, wenn sie kleinen Kindern, die dringend Anleitung und Führung brauchen, andauernd Entscheidungen abverlangen.

    Die Frage ist doch nicht, ob Kinder glücklich machen, sondern ob wir eine Welt bieten, in der sie Glück haben und empfinden können. Eine Welt, die Herz, Liebe und ehrliche Zuneigung zeigt.

    Mein Kind macht mich glücklich, wenn es glücklich ist.

    • Ist ja am Ende die Entscheidung von jedem selbst, wie er seine Kinder erzieht.

      „Lieber Zoo oder lieber Weihnachtsmarkt? Was für eine Zumutung, wenn Eltern nicht mal mehr einen schönen Ausflug vorgeben können oder wollen, wenn sie kleinen Kindern, die dringend Anleitung und Führung brauchen, andauernd Entscheidungen abverlangen.“

      Hihi, das ist wie mit dem Essen, nachdem man zwei- oder dreimal was gekocht hat, was dann selbst mit Drohungen und Bestechung niemand anrührte, fragt man dann halt beim nächsten Mal lieber. Jedes Kind ist da anders und Eltern haben auch nur begrenzte Zeit, Nerven und Erfahrung. Ich sehe das nicht so negativ, Kinder wissen oft sehr genau, was sie wollen und was nicht und überraschen kann man sie ja trotzdem noch mit neuen Sachen.

  6. Ohne Kinder würde ich z.B. niemals morgens, schon bevor die Sonne aufgeht, durch die Wohnung tanzen. Partyfeeling on a work day^^

    Und ich würde natürlich viel weniger lachen, also ja: sich mal nur unter Erwachsenen aufzuhalten kann auch ganz nett sein, aber auf Dauer hält das doch keiner aus…

    Und man lernt ja auch soviel… einfach schon, weil man so viele Entscheidungen zu treffen hat.

    Ich hab einen Spruch gehört in der Art wie:
    das 1. Kind verändert Dein Leben; das 2. verdoppelt die Arbeit und ab dem dritten wird’s zum Spaziergang oder irgendwie sowas^^

    Enjoy the ride

    • „Wenn Kinder glücklich machen würden, bräuchte es keinen Orgasmus.“

      Der Orgasmus ist die Entschädigung für die Schwulen. 😉
      Wenn der Mensch weitsichtig genug wäre, bzw. schon immer gewesen wäre, würde ich Dir Recht geben.
      Ich bin mir sicher, dass kaum ein Lebewesen (inkl. der ersten Menschen), welches sich sexuell fortpflanzt, weiß, dass seine Rammelei zu Nachwuchs führt.
      Ich würde es anders ausdrücken. Würden Kinder unglücklich machen, hätte der Höhlenmensch sie an die Wand geklatscht und es gäbe uns gar nicht.

  7. Das ist eine Frage, die so vielschichtige Aspekte beinhaltet, daß sie inzwischen ganze Bibliotheken füllt.
    Für unsere Erfahrung davon, was uns „glücklich macht“, kann diese Frage auch wiederum nicht isoliert betrachtet werden zu dem, was unser persönliches Wohlbefinden, Lebenszufriedenheit und Glücklichsein allgemein ausmacht, die ihrerseits wieder stark verknüpft sind mit Lebenszielen, kognitiven und emotionalen Kapazitäten, Lebensalter im Lebenszyklus und gesundheitlichen Gegebenheiten eines Menschen.
    Eine inzwischen „historische“ Quelle, die einen Eindruck zur wissenschaftlichen Forschung zu diesem Thema vermittelt, findet sich im Sammelband von Abele & Becker: „Wohlbefinden: Theorie, Empirie, Diagnostik“.
    Zur obigen Frage belegen die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zusammengefasst eine besondere (Stress-)Belastung der Eltern in den ersten Lebensjahren der Kinder; andererseits weisen Eltern bessere gesundheitliche Gegebenheiten auf, was evolutionstheoretisch ja auch sinnvoll ist.

  8. „Machen Kinder glücklich?“
    Meiner Ansicht nach ist die Frage falsch gestellt, weil sie impliziert, dass es eine allgemeingültige Antwort dafür gibt.
    Da aber Gefühle eine höchst individuelle Angelegenheit sind, für jeden Menschen sich die Rahmenbedingungen anders darbieten, wäre es vermessen zu glauben, dass bestimmte (Schwangerschaft, Geburt, Elternschaft) bei allen Eltern die gleichen Gefühle erzeugen.

    Für mich persönlich waren die Kinder eine unglaubliche Bereicherung meines Lebens und auch rückblickend möchte ich keine Minute mit meinen Kindern missen – es waren eh viel zu wenige (Minuten).
    Nach dem Abschluss des Studiums Ende der 80er Jahre ging es für mich in ein recht spannendes und erfüllendes Berufsleben, das aber eben jedesmal so gegen 17 Uhr endete. Mit den Jahren – an Kinder hatte ich da nicht eine Sekunde gedacht, nicht zuletzt, weil die dafür nötige Frau fehlte – stellte sich mir immer drängender die Sinnfrage. Konnte das Leben tatsächlich nur aus Aufstehen, Frühstücken, Zur Arbeit gehen, Zurückkehren, Abendbrot essen, Glotze anstellen, Schlafengehen bestehen?
    Man kann den Tagesablauf vielleicht mit Kneipenbesuchen, Fitnesscenter, Spazierengehen aufpeppen, aber irgendwie bleibt alles hohl. Die Altersgenossen entschwinden nacheinander in die Familienzeit, reden nur noch von Karriere, dem neuen Auto, den erdrückenden Hypotheken aufs kleine Haus in der Puppensiedlung, von der stressigen Tretmühle zwischen Frau, Job und Kindergarten.
    Nichts, wonach man selbst streben würde.
    Und dann kommt – im Idealfall – die Traumfrau und das Leben findet nach 17 Uhr seinen Fortgang und ist einfach nur geil.
    Dann plötzlich die Botschaft: „Ich bin schwanger!“
    Bei mir war es nicht einmal ein großer Schock, ich war innerlich zur Vaterschaft bereit.
    Natürlich musste auch ich erst dreimal schlucken angesichts der erwarteten Herausforderungen, aber im Gegensatz zur werdenden Mutter habe ich keine Sekunde an meiner Elternrolle gezweifelt.

    Wir bekamen zwei Jungs, beides „Unfälle“ (jedenfalls aus meiner Sicht).
    Und während die Beziehung zur Mutter sich schon vor dem ersten Kind als – sagen wir mal „sehr anstrengend“ – erwies, füllten meine beiden Jungs mein Leben mit Glück und Zufriedenheit aus. Die Migräneattacken, die mich seit meinr späten Kindheit traktierten, waren schlagartig verschwunden und ich durfte als Erwachsener die Welt aus Kinderaugen neu entdecken, ein Glück, dessen Ausmaß ich gar nicht in Worte zu fassen vermag.
    Klar ist man 24h nonstop für die Zwerge verantwortlich und auf standby. Ob man das als Last, oder als Teil des Lebens empfindet, ist aber keine Grundsatzfrage, sondern eine der persönlichen Einstellung.
    Meine Ex, die Mutter, rieb sich an der Dissonanz zwischen Mutter- und Hausfrauenschaft auf der einen und den Karriereplänen einer Uniabsolventin auf der anderen Seite auf und wurde immer unzufriedener und streitsüchtiger. Dabei war nicht die Unvereinbarkeit von Familie und Beruf das Problem, dem ich mich letztlich auch zu stellen hatte, sondern ihre Trägheit, selbst aktiv zu werden.

    Wenn man sich auf sie einlässt, können Kinder eine Wundertüte täglich neuer Überraschungen sein, eine Eigenschaft, die die, die sich eben nicht drauf einlassen können/wollen, an den Rand des Wahnsinns treiben.
    Ich bin – vielleicht, weil ich als F&Eler im Überraschenden routiniert war – jeden Tag aufs Neue neugierig angegangen, habe es aber immer vermieden, meinen Kindern ein Kumpel zu sein.
    Auch heute noch bestehe ich auf die Distanz zwischen Vater und Söhnen. Das gibt beiden Seiten eine gewisse Sicherheit, die besonders kleine Kinder bei ihren „modernen“ Eltern vermissen.

    Als mein Großer sieben und sein kleiner Bruder fünf Jahre alt war, trennten sich unsere Lebenswege. Ich wurde Zahlonkel und sah meine Kinder nur noch viermal im Jahr in den Ferien. Der „Große“ ist irgendwann dort an der Wirklichkeit gescheitert und sucht noch heute nach Orientierung, der „Kleine“ geht seinen Weg, hat aber ein distanziertes Verhältnis zu beiden Eltern.
    Die Zeit, die uns genommen wurde, hätte ich gern nachgeholt, um beiden Kindern die Voraussetzungen zu geben, über ihr weiteres Leben frei entscheiden zu können.
    Das aber geht leider nicht 😦 .
    Und das ist das Einzige, was ich zutiefst bedaure.

    • Danke für den Beitrag. Schade die Sache mit deiner Frau. Ich habe zum Glück eine geheiratet, die durchs Abi gerasselt ist und daher nicht die großen Ambitionen hatte 🙂

      „Auch heute noch bestehe ich auf die Distanz zwischen Vater und Söhnen. Das gibt beiden Seiten eine gewisse Sicherheit, die besonders kleine Kinder bei ihren „modernen“ Eltern vermissen.“

      Hmmm, ich verstehe, glaube ich, was du meinst. Ich empfinde mich selbst aber nicht distanziert und trotzdem nicht (oder nicht nur) als Kumpel der Kinder. Eine Hierarchie besteht ja irgendwie zwangsweise, weil man stärker ist und die Regeln vorgibt, bzw. vorgeben muss. Oder wie meinst du das?

      • „Eine Hierarchie besteht ja irgendwie zwangsweise, weil man stärker ist und die Regeln vorgibt, bzw. vorgeben muss. Oder wie meinst du das?“

        Bei Kindern heißt das, dass sie meinen Anweisungen letzten Endes Folge zu leisten haben, wenn sie mich nicht von etwas Anderem überzeugen konnten. Das liegt einfach in der Natur der Sache, dass ich aufgrund meiner Lebenserfahrung viele Dinge besser überblicken kann, als sie.
        Beispiel aus der damaligen Wirklichkeit: mein Sohn wollte mit dem Fahrrad immer in der Mitte der Fahrbahn fahren, weil es ihm sicherer erschien. Ich musste ihn irgendwann per Befehl auf den rechten Fahrbahnrand zwingen.
        Normalerweise war es immer mein Ziel, meine Jungs durch Einsicht zu einem bestimmten Verhalten bringen, weil fast alles, was wir tun, einer höheren Logik folgt. Meistens hat es auch geklappt, aber eben nicht immer. Und dann habe ich von meinem Weisungsrecht als Vater Gebrauch gemacht 🙂

        Die Methode verlangt allerdings ein ordentliches Stückweit Selbstdisziplin, weil die Gefahr allzu groß ist, seinen Willen auch dort durchzudrücken, wo eigentlich die Zwerge mit ihrem Argument recht haben, ich aber gerade keine Lust habe, ihnen zu folgen. DANN ist das Missbrauch des Weisungsrechts.

      • Später, also in und nach der Pubertät, bin und wäre ich nie mit meinen Jungs um die Häuser gezogen, weil da die entscheidende Distanz unterschritten worden wäre. Meine Jungs können sich immer drauf verlassen, dass ihr Alter auf sie aufpasst und ihnen hilft, wo es geht.
        Aber ihre Kumpel, mit denen sie um die Häuser ziehen, müssen sie sich woanders suchen.

        • Ja, so sehe ich das auch, dem kann ich zustimmen. Ich hätte auch gar keine Lust zu sowas. Mit dem Alter wird man ja schon irgendwie träger und entwickelt andere Interessen 🙂

  9. Ich fand das Leben mit Kindern oft anstrengend und auf so manchen Ort (wie z.B. Indoor-Spielplätze) und manches Erlebnis (z.B: Elternabende) hätte ich gut verzichten können, aber jetzt sind sie an der Schwelle zum Erwachsen werden. Eigentlich fnde ich ja, dass wir als Eltern all die Jahre mehr schlecht als recht vor uns hin gewurstelt habe, aber irgendwie scheinen wir erstaunlicherweise viel richtig gemacht zu haben.
    Jedenfalls habe ich jetzt da zwei selbstbewußte, selbstständige, interessierte und engagierte junge Erwachsene, zu denen eine tiefe Bindung besteht. Und das ist einfach wundervoll.

    • „Eigentlich fnde ich ja, dass wir als Eltern all die Jahre mehr schlecht als recht vor uns hin gewurstelt habe, aber irgendwie scheinen wir erstaunlicherweise viel richtig gemacht zu haben.“

      Ich glaube, so geht es den meisten, man ist halt immer zum ersten Mal „Eltern“ und hat heutzutage nicht mehr viele Kinder zum Ausprobieren 🙂

      Die Zeit vergeht so wahnsinnig schnell und spätestens mit dem Eintritt in die Schulzeit, wird man mehr oder weniger zum Beobachter degradiert und kann höchstens noch auf Fehlentwicklungen reagieren.

    • Der Einfluß der Eltern wird aus verständlichen Gründen von ihnen völlig überschätzt. Die Kinder werden von ihrer peer group stärker geprägt als von den Eltern. Das Entscheidende was von den Eltern kommt sind die Gene. Darüber läuft das richtig machen.

      • „Die Kinder werden von ihrer peer group stärker geprägt als von den Eltern.“

        Zumindest während der Pubertät, später, wenn sie selbst Familie haben, kommt dann m.E. das wieder hervor, was die eigenen Eltern vorgelebt haben. In der Erziehung ebenso, wie im Paarverhalten.

      • „Die Kinder werden von ihrer peer group stärker geprägt als von den Eltern.“

        Ist das so? Quellen?
        Und welchen Einfluss haben die Eltern auf die Wahl der peer group?

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