Schulische Benachteiligung von Jungs: Berechnungen von Crumar

Crumar hat in einem Kommentar die Gleichwertigkeit von Noten überprüft:

Ich hatte mir die Mühe gemacht, das Gutachten „Geschlechterdifferenzen im Bildungssystem“ von 2009 auseinander zu nehmen, vorzugsweise die erzielten Kompetenzwerte bei der PISA-Studie im Vergleich mit den Schulnoten auf S. 102 und 103: „Bei PISA werden unter anderem die Schulnoten der Schüler in bestimmten Fächern von der Schule erfragt. Auf dieser Datenbasis kann zum Beispiel dargestellt werden, welche Kompetenzwerte die Jugendlichen im Mathematiktest erreichen, die in der Mathematik auf einer bestimmte Notenstufe stehen. Die Abbildung 45 stellt die Noten und Kompetenzwerte von Mädchen und Jungen für Mathematik, Deutsch, Physik und Biologie dar.“

Was hier festgestellt wird: „Das Befundmuster lässt vermuten, dass die Notengebung Kompetenzunterschiede zwischen den Geschlechtern ausgleicht, weil Jungen in Deutsch und Mädchen in der Mathematik und in den naturwissenschaftlichen Fächern gemessen an ihrer Kompetenz jeweils „milder“ benotet werden. Insgesamt erscheinen die Schulnoten von Mädchen und Jungen im Mittel als ausgeglichen – obwohl sich, zumindest auf der Basis der Testergebnisse aus PISA, dahinter doch zum Teil bemerkenswerte Kompetenzunterschiede verbergen. Auf jeden Fall findet sich keine Evidenz dafür, dass Mädchen in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern durch eine differentielle, benachteiligende Zensurengebung entmutigt würden. Das Gleiche gilt für Jungen im Deutschunterricht.“
ist ganz simpel gelogen.

Aus den Daten geht klipp und klar hervor, dass selektiv Noten zugeteilt und Jungen in drei von vier Fächern benachteiligt werden.
Im Gegenzug wird ganz offensichtlich speziell in Mathematik das Niveau tiefer gehängt, damit es Mädchen einfacher fällt gute Noten zu schreiben.

Hier Note und Kompetenzpunkte für Mathe nach Geschlecht aufgeschlüsselt:
Mädchen Jungen
1 582 615
2 539 558
3 502 524
4 480 501
5/6 446 466

Kurz darauf hingewiesen, bei annähernd identischer Kompetenz entspricht die Note 4 der Jungen die 3 der Mädchen. Zwischen einer Jungen 1 und einer der Mädchen liegen satte 33 Kompetenzpunkte. Auch die Punktedifferenzen für die Notensprünge sind interessant.Von 2 auf 1 entspricht bei Mädchen einem Bonus von 43 Kompetenzpunkten, bei Jungen sind es 57. Von Note 3 auf eine 2 der Jungen wären es für Mädchen 56 Punkte, es sind jedoch nur 37, weil sie ein Mähähädchen ist.
Es wird ihnen nicht nur leichter gemacht „exzellente Noten“ zu schreiben, sie müssen für einen „Aufstieg“ auch noch weniger arbeiten.
Fun fact: In Physik von 2 auf 1 entspricht bei Mädchen einem Bonus von 35 Punkten, bei Jungen hingegen 68 – das sind knapp doppelt so viele Punkte.

Auch dass Biologie Mädchen besonders liegen würde, geht aus den Kompetenzpunkten nicht hervor:
Biologienote Mädchen Jungen
1 593 606
2 545 572
3 515 536
4 474 486
5/6 455 459

Für einen Jungen wäre der Aufstieg auf eine 2 der Mädchen mit 9 Punkten Zuwachs einfacher als auf eine 2 der Jungen mit einem Mehr von 36 Punkten. Zwischen den Noten 2 und 3 liegen liegen für Jungen 21 bzw, 27 Kompetenzpunkte Differenz – für die gleiche Note.
Sagen wir es freundlich, in Biologie werden die Noten „genderisiert“, unfreundlich ausgedrückt gibt es für Mädchen die 2 und die 3 geschenkt.

Ich würde die Differenz gerne in einer handlichen Note ausdrücken, das geht aber leider nicht.
Denn für Mädchen entspricht der Abstand zwischen 2 Noten 34,5 Punkte, für Jungen 36,8.
Dieses Muster zieht sich übrigens durch alle Fächer durch.
Bei mathematischer Kompetenz und naturwissenschaftlichen Kompetenzen (Biologie, Physik) liegt für Jungen der durchschnittliche Abstand zwischen 2 Noten bei 38,8 Punkten, für Mädchen bei 32,8 Punkten.

Das oft gehörte Märchen, es würde in die Benotung auch die „Motivation im Unterricht“ einfließen entpuppt sich als solches, weil 1. es im Schnitt keine einzige Note gibt, in der Jungen weniger Kompetenzpunkte hätten als Mädchen und 2. werden die Differenzen zwischen Jungen und Mädchen (zu Ungunsten der Jungen) um so größer, desto besser die Noten werden.
Man kann mir nicht erzählen, ausgerechnet Kandidaten für eine 1 oder 2 hätten „Motivationsprobleme“, die auf das Geschlecht zurückzuführen sind.

Kurz: Es wird nach Strich und Faden beschissen. Die 0,3 Noten Nachteil im Abitur für Jungen, die bereits eingeräumt worden sind, stellen m.E. die Spitze des Eisbergs dar.

Only me hat daraus eine Grafik gemacht:

Ich hab mal versucht, die Zahlen graphisch umzusetzen.
Unter der Annahme, dass die Kompetenzzahlen Mittelwerte für die entsprechende Zensur sind, habe mich für Verläufe statt für einfarbige Flächen entschieden…

Komu verlinkte noch die Quelle:

https://www.bildunginbayern.de/download/Aktionsrat_Bildung_Jahresgutachten_2009.pdf

Bei 6.2.3 Kompetenzen und Zensuren von Mädchen und Jungen S.97(pdf) o. 102(Papier)

Crumar legt noch mal nach:

1. Geschlechterdifferenzen im Bildungssystem – Jahresgutachten 2009 von Hans-Peter Blossfeld, Wilfried Bos, Bettina Hannover, Dieter Lenzen, Detlef Müller-Böling, Manfred Prenzel, Ludger Wößmann
Vollständig: Geschlechterdifferenzen_im_Bildungssystem__Jahresgutachten_2009.pdf

Das ist die Quelle, aus der ich die Zahlen entnommen habe.

2. Ebenfalls interessant: Herkunft zensiert? Leistungsdiagnostik und soziale Ungleichheiten in der schule
Eine Studie im Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland. Prof. Dr. Kai Maaz, Prof. Dr. Franz Baeriswyl,
Prof. Dr. Ulrich Trautwein – dort speziell S. 76, 78, 79

@only me
Voll dem krass! 🙂

Und noch ein paar vielsagende Beiträge zu 1.:
Ranking Note nach Fach und durchschnittlichen (Jungen/Mädchen) Kompetenzpunkten

Note 1 Physik 617
Deutsch 616
Biologie 600
Mathematik 599

Note 2 Physik 565
Biologie 559
Deutsch 552
Mathematik 549

Note 3 Physik 535
Biologie 526
Mathematik 513
Deutsch 511

Note 4 Physik 503
Mathematik 491
Biologie 480
Deutsch 476

Note 5 Physik 472
Biologie 457
Mathematik 456
Deutsch 413

Schaut euch bitte die Verteilung an! In allen Noten steht Physik im Ranking am höchsten, auch die Aufteilung und die Notensprünge nach Kompetenzpunkten haben eine nachvollziehbaren Sinn.
Von 5 auf 4 31 Punkte, von 4 auf 3 32 Punkte, von 3 auf 2 30 Punkte, von 2 auf 1 allerdings 52 Punkte (bei Deutsch sind es 64 Punkte!).

Anm.: Was daran liegen könnte, die Kandidaten für eine 1 haben herausragende Kompetenzen.
Andererseits kann es auch sein, nur herausragende Kandidaten erhalten eine 1. Auffällig ist nämlich, in allen Fächern verhält es sich so, dass zwischen Note 1 und 2 mehr Kompetenzpunkte liegen als zwischen den anderen Noten (im Schnitt 52 Punkte).

Mathe an letzter Stelle für die Noten 1 und 2. Und bei Deutsch recht auffällig für die Noten 3,4,5.
Wie komme ich bloß zu meiner Aussage, „in Mathe werden die Ansprüche für gute Noten tiefer gehängt“? 😉
Während bei Deutsch primär die Aufgabe zu sein scheint, die absolute Katastrophe (nicht etwa „milder zu bewerten“) zuzudecken, die faktisch vorliegt, denn bei sehr guten Leistungen bewegt sich die Fachnote auf dem Kompetenzniveau von Physik.

Nachfolgend habe ich die Fächer Mathe, Biologie und Physik kombiniert und verglichen, welche durchschnittlichen Kompetenzpunkte bei Jungen und Mädchen für welche Schulnote stehen und die jeweiligen Differenzen in den Kompetenzpunkten ausgewiesen.

Nur Mathematische Kompetenz und naturwissenschaftliche Kompetenzen
Note Mädchen Jungen Differenz
1 591 619 27,7
2 549 566 16,7
3 515 533 18,0
4 484 498 13,3
5/6 460 463 3,3

Es gibt wirklich keine einzige Note, in der die Jungen weniger Kompetenzpunkte aufweisen als die Mädchen. Sie sind selbst kompetenter „mangelhaft“. 😉
Der Durchschnitt der Differenz über alle Noten hinweg kann gering ausfallen, aber hier erkennt man doch sehr schön ein Muster.
Wäre „Motivation“ oder „Anstrengungsbereitschaft“ wirklich das Thema bei der Benotung, wieso nehmen die Differenzen dann zu, desto besser die Noten werden?!

Auch interessant die Notensprünge nach durchschnittlichen Kompetenzpunkten:
5 auf 3 für Jungen = 70 Punkte, für Mädchen = 55 Punkte,
3 auf 1 für Jungen = 86 Punkte, für Mädchen = 76 Punkte,
Jungen 3 auf Mädchen 1 für Jungen = 58 Punkte, für
Mädchen 3 auf Jungen 1 für Mädchen = 104 Punkte.
Preisfrage: Welchem Geschlecht wird es schwerer gemacht gute Leistungen zu erzielen? 😉

Objektive Richtwerte setzen: Wir setzen 500 Kompetenzpunkte als ausreichend = Note 4 und setzen die Notensprünge mit 31 Punkten von 5 bis 2 und 51 Punkten von 2 auf 1, dann wird ein weiteres Muster erkennbar:

Note Mädchen Jungen Richtwert
1 591 619 613
2 549 566 562
3 515 533 531
4 484 498 500
5/6 460 463 469

Deutlicher dargestellt:
Note Mädchen Jungen Diff. Richtwert
1 -22 +6 613
2 -13 +4 562
3 -16 +2 531
4 -16 -2 500
5/6 -9 -6 469

Es gibt keine Note für Mädchen, die sich aus dem so ermittelten Kompetenzniveau für diese Note herleiten ließe. Auffällig ist, Während Jungen die Richtwerte für die Noten 3 bis 1 übererfüllen, bleiben die Mädchen im Schnitt 0,4-0,5 Noten hinter dem Richtwert zurück.

Aus den Darstellungen lässt sich beweisen, dass Jungen systematisch in diesen Fächern benachteiligt werden. Sie erhalten trotz besserer Leistungen die gleichen Noten wie Mädchen und Mädchen erhalten gleiche Noten trotz schlechterer Leistungen.

Man muss anmerken, es handelt sich um einen Bericht aus dem Jahr 2009, es ist anzunehmen, die Zustände haben sich für Jungen in den letzten zehn Jahren verschlechtert oder sie stagnieren. Die Effekte für die Abi-Noten der letzten zehn Jahre kann man sich an zwei Fingern einer Hand ausrechnen…

Besonders dreist finde ich es angesichts dieser Benachteiligung – die man Diskriminierung nennen kann – Phrasen wie „Motivation“ zur Erklärung für diese Ungerechtigkeit heranzuziehen.
Wenn Schule es als Job versteht, das „Selbstbewusstsein“ und die „Motivation“ der Mädchen zu steigern, dann richtet sich das offensichtlich gegen „Selbstbewusstsein“ und „Motivation“ der Jungen.
Ich glaube nicht, dass sich die Institution Schule das Prädikat offen Jungen diskriminierend zu sein leisten kann, sie arbeiten aber sehr engagiert in diese Richtung.

 

61 Gedanken zu “Schulische Benachteiligung von Jungs: Berechnungen von Crumar

  1. Ein Effekt der mir auffiel war, dass Mädchen in punkto leicht abprüfbares Wissen besser abschnitten. Das bedeutet sie hatten durchweg ordentlichere Klausuren. Allerdings stand das oft (nicht immer) im deutlichen Kontrast zu dem im Unterricht gezeigten wirklichen Verständnis und daraus abgeleiteter Anwendung bzw weiterer Gedanken. Daran bestand auch oft keinerlei Interesse bei den Mädchen und für Lehrer war es einfacher schriftliche Ergebnisse zu bekommen als im Unterricht Kompetenz zu bewerten.

    • Auch wenn das jetzt nur anekdotisch ist – bei mir in der Klasse war es damals ganz genauso.
      Viele der Mädchen, die gute Noten bekommen haben, haben tatsächlich alles auswendig gelernt – waren aber zu keinerlei Abstraktion oder Transferleistung fähig. Es gab nur eine Ausnahme, die war tatsächlich in naturwissenschaftlichen Fächern stets mit die Beste und hat bei Lernfächern eher männlich abgeschnitten.

      Retrospektiv würde ich sagen, dass schon vor 20 Jahren Anpassung und Folgsamkeit in der Schule mehr als Eigeninitiative und Querdenken belohnt wurden, wobei es wenigstens noch männliche Lehrer gab. Ich kann mir gut vorstellen, dass es heute noch schlimmer ist…

      Gehen wir also davon aus, dass die Jungs faktisch benachteiligt sind.
      Wollen wir dann deshalb rumheulen?
      Nein, eigentlich ist es doch sogar gut, denn die weniger gepamperten werden lernen müssen sich auch gegen Widrigkeiten durchzusetzen. Und das ist der beste Keim zum persönlichen Wachstum.

      • „Nein, eigentlich ist es doch sogar gut, denn die weniger gepamperten werden lernen müssen sich auch gegen Widrigkeiten durchzusetzen.“

        Ungerechtigkeit motiviert nicht zu Spitzenleistungen, sondern demotiviert.
        Würdest Du Dich in Mathe richtig reinhängen, wenn Du WÜSSTEST, dass Du aufgrund Deines Geschlechts NIEMALS eine „1“ erreichen wirst?

        Ich hatte damals an der Berufsschule mal nen Lehrer, der glaubte, seine Schüler auf die Weise motivieren zu können.
        Hat natürlich überhaupt nicht geklappt.

        • Nein, Ungerechtigkeit motiviert nicht, da hast du völlig recht.
          Am Ende muss sich jeder selbst fragen „Was sind meine Ziele?“ und aus sich selbst die Motivation nehmen. Rückschläge und Ungerechtigkeiten wird es immer geben. Man darf sich von ihnen aber nicht behindern lassen. Mir ist klar, dass das eine individuelle Perspektive ist.

      • Nein, eigentlich ist es doch sogar gut, denn die weniger gepamperten werden lernen müssen sich auch gegen Widrigkeiten durchzusetzen.

        Das Argument hat Haidt auch schon mal gebracht.

        Was da fehlt:
        Es wird nur ein gewisser Prozentsatz sich nicht demotivieren lassen und an dem für sie rauhen Wind wachsen. Vielleicht ein Drittel? Das sind dann auch die, die in Zukunft die Apex-Fallacy der Feminstinnen weiter füttern werden, weil sie mehr und wichtigeres in der Schule gelernt haben werden als fast alle Mädchen.

        Aber was ist mit den anderen zwei Dritteln?
        Die werden unnötigerweise ein schlechteres Leben haben und deren eigentlich möglicher Input wird der Gesellschaft fehlen.

        Wie Adrian immer sagt: „Wir brauchen mehr Frauen“ ist totaler Quatsch. Wir brauchen nicht mehr Frauen, die mit 35 ihren gesellschaftlichen Input auf 30% drosseln.
        „Wir könnten die Leistungen der meisten Männer gebrauchen, die wir in der Schule ausbremsen.“ ist überhaupt kein Quatsch.

        Insofern ist das Rumgeheule sowohl aus menschlichen Gründen als auch aus volkswirtschaftlichen Gründen ausgesprochen sinnvoll.

        Würden die Mädchen kapieren, dass sie schlechtere Chancen auf dem Heiratsmarkt haben werden als direkte Folge davon, dass die Lehrerinnen bevorzugt ihnen Puder in den Arsch blasen, während sie die Jungs demotivieren, würden sie vermutlich mitheulen.
        Aber das sagt ihnen keiner und es selbst zu durchschauen, sind sie zu jung.

        So erhalten sich die Feminismus-Bonzen ihr Patriarchat, damit sie auch in 20 Jahren noch für ihr Profi-Klagen gut bezahlt werden.

        • „Aber was ist mit den anderen zwei Dritteln?
          Die werden unnötigerweise ein schlechteres Leben haben und deren eigentlich möglicher Input wird der Gesellschaft fehlen.“

          Korrekt.

          Während in Orwellscher Manier die Realität auf den Kopf gestellt, indem den Mädchen suggeriert wird, ihre objektive Bevorzugung fände gar nicht statt, sondern sie lebten in einer Gesellschaft, die sie permanent benachteiligt.
          Subjektiv haben sie sich durch die „patriarchale Institution Schule“ heroisch durchgekämpft, NICHT „ihnen wurde Puder in den Arsch geblasen“.
          Die werden mit einer solide verzerrten Wahrnehmung der Realität, des eigenen Egos und mit einer völlig irrealen Erwartungshaltung ins Leben starten.

        • „Aber was ist mit den anderen zwei Dritteln?
          Die werden unnötigerweise ein schlechteres Leben haben und deren eigentlich möglicher Input wird der Gesellschaft fehlen.“

          Ja, Ausschuss gibt’s halt. Dafür wissen die auch was Sache ist und werden keinen Rattenfängern mehr auf den Leim gehen.

          „Die werden mit einer solide verzerrten Wahrnehmung der Realität, des eigenen Egos und mit einer völlig irrealen Erwartungshaltung ins Leben starten.“

          Ja, kann dir doch egal sein?
          Ist doch eher lustig, dabei zu zu sehen, wenn sie sich dann mit der Realität auseinandersetzen müssen.

          • @EinLeser

            „Ja, Ausschuss gibt’s halt. Dafür wissen die auch was Sache ist und werden keinen Rattenfängern mehr auf den Leim gehen.“

            „Ist doch eher lustig, dabei zu zu sehen, wenn sie sich dann mit der Realität auseinandersetzen müssen.“

            Ich glaube du willst damit nur provozieren/trollen, ich kann mir nicht vorstellen, dass dies ernst gemeint war. Die Realität ist: viele werden dadurch vom Studium abgeschnitten, bzw. entmutigt oder in die längere Warteschlange gesteckt.

            Begründe mal bitte deutlich besser, sonst bist du mir nur ein „nicht den Troll füttern“ wert.

        • Aber was ist mit den anderen zwei Dritteln?
          Die werden unnötigerweise ein schlechteres Leben haben

          Zu denen heißt es feministischerseits – und damit meine ich ganze Ministerien – dass das kein größeres Problem wäre, da – sinngemäß – „später im Berufsleben hängen die Jungs die Mädchen immer noch ab“.

          • „“später im Berufsleben hängen die Jungs die Mädchen immer noch ab”.“

            Ja, das obere Drittel.
            Die unteren zwei Drittel werden, wie wir alle wissen, von Frauen kategorisch nicht wahrgenommen. Die gibt es nicht.

          • Mein lieber Only Me, da fehlt nur noch, dass du mich als Not-sieh bezeichnest, nur weil dir meine Aussage nicht passt.

          • Ja, das ist so hirnverbrannt dämlich, dass man gar nicht fassen kann, dass das jemand außerhalb der Geschlossenen ernsthaft äußert. Ist aber öfter zu hören, von Politkern, Bildungsforschern, Journalisten…

            Ich schrieb dazu mal: Beschneidung von Mädchen ist kein Problem, da später nur wenig Frauen unter den Folgen zu leiden haben.

          • @EinLeser,

            nein, ich kann durchaus zwischen Nazis und Durchschnitts-Dödeln unterscheiden.

            Und du bist offensichtlich ein common-or-garden-Exemplar all jener Menschen, die für den Empathy-Gap verantwortlich sind.
            Damit reicht es bei mir nicht mal zu Verachtung.
            Und wäre es nicht wichtig, den menschenverachtendsten Äußerungen in diesem Forum einen Kommentar dagegen zu setzen, hätte ich auch nicht auf den „Antworten“ Link geklickt.

          • @Only Me
            Hätte ein irgendwie ein bisschen mehr von dir erwartet, viele deiner Kommentare hier auf der Seite finde ich richtig gut. Schade, dass du mich hier nur in beleidigst…
            Letztlich kann es mir ja wurst sein, was du von mir denkst, aber eines lass mich bitte etwas klarstellen:
            Ich hab sicher keinen Empathy Gap in dem Sinn, dass ich für Männer kein oder weniger Mitleid empfinde als für Frauen! (Weiss jetzt nicht ob Empathy Gap das bedeutet, aber nehme es mal an).

            @Carnofis
            Nein, ich engagier mich in keiner Partei oder in keinem Männerverein. Ich gehe meinen eigenen Weg in dem ich meine eigenen Bedürfnisse maximiere. Am wichtigsten bin ich nämlich mir selbst. Der links grüne Feminismus zerlegt sich selbst und mir ist es ein Fest dabei zuzuschauen. Und mein persönlicher Beitrag besteht nur darin anderen Männern im real life, die Augen zu öffnen, dass die westliche Gesellschaft in vielen Bereichen gegen sie handelt. Was sie aus dieser Erkenntnis machen, ist ihre Sache.

          • @EinLeser bez. deiner Antwort an Only me u. Carnofis 19. November 2019 um 10:46 pm

            „Hätte ein irgendwie ein bisschen mehr von dir erwartet [,als Beleidigung]“

            Es gibt eine Geschichte von wiederkehrenden Trollereien in diesem Forum, da sind viele nicht mehr so geduldig.

            Wortwahl wie „Ausschuss“ für lebende Menschen verwenden… erinnert an #Menarescum, extreme Feministinnen haben solche Worte verwendet und Männer mit Abschaum gleichgesetzt.

            Und „Ist doch eher lustig, dabei zu zu sehen [Jungen benachteiligt werden], wenn sie sich dann mit der Realität auseinandersetzen müssen.“ .. erinnert an extreme Feministinnen die ihre Becher mit „Mailtears“(Männertränen) bedrucken und genüsslich grinsend daraus trinken.

            Du meinst die Kritik sei wegen der belegten Benachteiligung berechtigt, aber statt „kritisieren“ verwendest du das Wort „rumheulen“, das verwenden von negativ konnotierten Begriffen ist ein oft genutzter rhetorischer Kniff.

            „Ich hab sicher keinen Empathy Gap“ schreibst du, obwohl dir so erniedrigende und entmenschlichende Wortwahl ganz flüssig aus den Fingern springt. Wenn du tatsächlich ein Mann sein solltest, dann hast du vielleicht „die Mysandrie bereits internalisiert“ (also gehirngewaschen männerfeindliche Wertemuster angenommen).

            Ich wünsche Dir alles Gute, wenn du MGTOW folgen möchtest, bitte. Ich glaube du wirst trotzdem heftig zur Kasse gebeten werden, bei Steuern. Kranken u. Rentenversicherung. Und die neue Generation gehirngewaschener Jungen wird es dir auch nicht leicht machen. Wenn du selbst schon so gehirngewaschen daherkommst 😉

          • @Komu:

            „Und „Ist doch eher lustig, dabei zu zu sehen [Jungen benachteiligt werden], wenn sie sich dann mit der Realität auseinandersetzen müssen.“ .. erinnert an extreme Feministinnen die ihre Becher mit „Mailtears“(Männertränen) bedrucken und genüsslich grinsend daraus trinken.“

            Ach scheisse jetzt verstehe ich warum ihr mich so angeht!

            Diese obige Aussage bezog sich auf die gepamperten Prinzessinnen, die sich dann mit der Realität auseinander setzen müssen, wenn sie in der freien Wirtschaft ankommen (sollten).

            also nix male tears…

          • @EinLeser: „Diese obige Aussage bezog sich auf die gepamperten Prinzessinnen, die sich dann mit der Realität auseinander setzen müssen, wenn sie in der freien Wirtschaft ankommen (sollten).“

            😉 Reden hilft! Zeigt sich immer wieder. Nun gut, ich persönlich finde den empathielosen Umgang mit Tränen -egal von welchen Geschlecht- nicht förderlich. Ich denke so gut wie jeder profitiert davon den eigenen Zorn abzubauen und die Energie in das eigene Vorankommen zu investieren als in einen sinnlosen Kampf.

            Ich denke auch, dass man sich nicht über Feministen beschweren sollte, wenn man deren Idiotie nachahmt. Der Feminismus macht so viele Fehler… ich denke Männer sollten das besser können.

      • Das Problem ist, dass dann noch mehr Inkompetente auf Entscheider-Posten in Politik und Wirtschaft landen. Das schadet uns allen, es ist ja jetzt schon so. Es gibt da keinen Selbstreinigungseffekt, auf den man hoffen könnte.

      • „Es gab nur eine Ausnahme, die war tatsächlich in naturwissenschaftlichen Fächern stets mit die Beste und hat bei Lernfächern eher männlich abgeschnitten.“

        Ich habe grade das vergnügen (wirklich, ganz unironisch), bei einer sehr bemerkenswerten jungen Dame von 18 Jahren ein bisschen Vaterersatz zu werden, nachdem sie aus ihrer eigenen Familie mit zahlreichen Missbrauchserfahrungen ausgebrochen ist. Wobei eindeutig die Mutter die schlimmste war.

        Allein darüber wäre hier in diesem Blog vieles erzählenswert, denn trotz oder vielleicht grade wegen ihrer eigenen Erfahrungen ist ihre Haltung gegenüber dem zeitgenössischen Opferfeminismus ziemlich vernichtend.

        Jetzt arbeitet sie als Schweißerin, um nebenher ihr Abitur zu Ende bringen zu können und später ein Mechatronikstudium finanzieren zu können.
        Zu solchen Verschiebungen der Notenskalen stellt sie vor allem fest, dass dadurch IHRE (nach allem was ich so wahrnehme völlig gerechtfertigte) 1 in Mathe natürlich entwertet wird, weil sie nicht ohne weiteres beweisen kann, dass diese 1 gleichwertig zu einer „richtigen“ 1 ist und immer unter dem Verdacht steht, nur eine gender-1 zu sein.

        Wie so oft ist der Effekt nur ein „empowerment“ für die Frauen oder Mädchen, die es eigentlich entweder nicht verdienen oder nicht interessiert (oder beides) – während die wenigen, die tatsächlich etwas zu bieten haben, eher Entwertungen befürchten müssen.

          • Das wird dabei nicht stehen bleiben.
            Ich schrieb zu den auffälligen Differenzen der durchschnittlichen Kompetenzpunkte, die Noten der einzelnen Fächer betreffend:

            Note 1
            Physik 617
            Deutsch 616
            Biologie 600
            Mathematik 599

            Note 2
            Physik 565
            Biologie 559
            Deutsch 552
            Mathematik 549

            Die Differenz der Kompetenzpunkte für eine 1 zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Wert sind 18 Punkte, bei einer 2 immerhin noch 16 Punkte.
            Der Abstand zwischen der „schlechtesten“ 2 und der „besten“ 1 sind 68 Punkte, der zwischen der „besten“ 2 und der „schlechtesten“ 1 sind 34 Punkte. Ist ein bisschen arg auffällig.

            Wenn man anfängt, selektiv Leistungsanforderungen in bestimmten Fächern für bestimmte Gruppen zu senken, wird folgen, was Maddes beschrieb: „Zu solchen Verschiebungen der Notenskalen stellt sie vor allem fest, dass dadurch IHRE (nach allem was ich so wahrnehme völlig gerechtfertigte) 1 in Mathe natürlich entwertet wird“ – weil es sich um gar keine „Spitzenleistung“ mehr handelt.
            Was besonders denjenigen schadet, die Spitzenleistungen erbringen und/oder erbringen wollen.

            Wenn man aber die Linksidentären vollends von der Leine lässt, wird es 1001 „marginalisierte“ Gruppen geben, für die es immer noch keinen Förderunterricht geben wird, stattdessen wird das allgemeine Niveau gesenkt.
            Nach dem „bewährten“ Muster.

            Dann wird passieren, was in den USA mit „grade inflation“ unzureichend beschrieben ist, nämlich die komplette Entwertung schulischer Abschlussnoten.
            Was dann wiederum dazu führt, dass niemand einschätzen kann, wie der realistische Leistungsstand dieser jungen Menschen ist – und die jungen Menschen das auch nicht wissen. Desaster für die Gesellschaft.

      • In Zeiten eines umfassenden Numerus Clausus ist eine Benachteiligung keine motivierende Lappalie. Sondern ein Eingriff in die Berufsfreiheit.

        Medizin studieren? 1.0 Abi üblicherweise Pflicht.

        Wenn man da wegen Benachteiligung – aus welchem Grund auch immer – eine 1.3 bekommt, dann hilft einem das wenig, dass man „lernt, sich gegen Widrigkeiten durchzusetzen“.

        Ergebnis: doppelt so viele Frauen wie Männer an Unis für Medizin eingeschrieben.

        • @Komu
          Mir liegt es fern hier zu trollen oder zu provozieren.

          Klar fände ich es am besten, wenn einfach leistungsgerecht bewertet wird.
          Wie die Ausarbeitungen hier darstellen, bestehen daran zumindest berechtigte Zweifel.
          Wie dieser Blog hier jeden Tag aufs neue beweist, gibt es ganz viele Ecken, in denen du als Mann beschissen wirst.

          Was kann ich also Individuum dagegen machen?
          Rumheulen?
          Als Bürger kann ich alle x Jahr mal ein Kreuzchen an der richtigen Stelle machen. Vielleicht hilfts ja.
          Ansonsten ist meine Macht, mein Einfluss auf die Situation gleich null.

          Also kann ich nur meinen eigenen Weg gehen und das beste aus meiner eigenen individuellen Situation machen, z.B. kann ich mich fragen ist die schulische Leistung alleine so wichtig?
          https://whiteflag.de/warum-manner-nicht-mehr-studieren-sollten/

          • „Mir liegt es fern hier zu trollen oder zu provozieren.

            Klar fände ich es am besten, wenn einfach leistungsgerecht bewertet wird.“

            Also ich finde es erstrebenswert Denken, Sprechen und Handeln in einer Linie zu bringen.

            Du offenbar nicht, wenn du magst arbeite ich es Dir noch ausführlicher aus.

          • „Als Bürger kann ich alle x Jahr mal ein Kreuzchen an der richtigen Stelle machen. Vielleicht hilfts ja.
            Ansonsten ist meine Macht, mein Einfluss auf die Situation gleich null.“

            So kann man natürlich auch durchs Leben gehen.
            Oder man kann sich – so wie ich es die letzten 50 Jahre getan habe – in verschiedenen Gruppierungen/Parteien einbringen und selbst die Gesellschaft mitgestalten.

            Wie hieß damals in den 80ern der Sponti-Spruch?
            „Wer sich nicht wert, der lebt verkert“

      • Das kann auch ungeachtet der Ungerechtigkeiten kaum klappen, da setzt ja irgendwann eine Niveauspirale abwärts ein.

        Die ganz hohen kognitiven Funktionen sollen sich ja erst in späteren Jahren herausbilden, wenn’s im Köpfchen der Damen schon lange nicht mehr wachstumskribbelt.
        Da wundert die all denen mit entsprechender Sensorik gesegneten bekannte Annektdote nicht.

  2. Ich habe mich nicht viel mit Pisa beschäftigt und weiß es daher nicht… Aber man kann vielleicht davon ausgehen, dass die Inhalt der Fächer Mathe, Physik und Bio relativ gut mit dem übereinstimmt, was in den Pisa-Tests getestet wird.
    Jedoch: „Leseverständnis“ ist nur ein relativ kleiner Teil von „Deutsch“, nicht wahr?

    Es scheint mir, maßlos übertrieben ausgedrückt, als würde man die Kompetenz, sauber Ziffern zu malen, mit der Mathe-Note vergleichen.

    • Das ist nicht der Punkt!
      Offensichtlich wird nicht nach messbarer Kompetenz oder Leistung bewertet, sondern die Mädchen in Naturwissenschaften und Mathe bessere Noten als verdient erhalten, dann wäre es doch naiv anzunehmen es bleibt unbemerkt, das wird von der Institution gebilligt.
      Die Botschaft der offensichtlichen Bevorzugung der Mädchen und ebenso der Benachteiligung der Jungen steht konträr zum gesellschaftlichen Verständnis von Gerechtigkeit.
      Wenn diese gesellschaftliche Gerechtigkeitsvorstellung dem politischen Ziel einer faktischen Besserstellung von Mädchen geopfert wurde, dann sehe ich dies als ein Modellprojekt an, welches schon Jahre vor irgendeiner Bemühung um eine Quote oder Parité faktisch durchgesetzt worden ist.

      • Noch ein interessanter Punkt, der nicht deiner ist: Irgendwas, irgendeine „Leistung“, wird in der Schule gemessen. Offensichtlich nicht das, was Pisa misst oder was vernünftige Leute für als zu messen sinnvoll erachten würden, aber es wird etwas gemessen.

        Was genau ist das?

        Vermutung: Brav sein, beim Ausmalen innerhalb der Linien bleiben, der Lehrerin das Feedback geben, dass sie gute Arbeit leistet.

        Schade, dass man das nicht zuverlässig aus den Zahlen raus lesen kann.

        • Aus der zweiten von mir angeführten Quelle (ohne PISA, in der die Jugendlichen 15 Jahre alt sind mit meiner Herv.):

          „Für die Grundschule konnten Bewertungsunterschiede zwischen Mädchen und Jungen festgestellt werden. Während die Ergebnisse aus standardisierten Leistungstests leichte Vorteile der Jungen aufzeigten, erreichten die Mädchen bessere oder gleich gute Schulnoten. Allerdings differieren hier die Befunde domänenspezifisch. Bei gleichen Leistungen in den Tests wurden Jungen strenger bewertet als Mädchen.“ S. 76

          Ich kann mich wiederholen, bin jetzt aber ein paar Jahre früher in der Schullaufbahn (es geht um Gymnasialempfehlungen, übrigens): „Aus den Darstellungen lässt sich beweisen, dass Jungen systematisch in diesen Fächern benachteiligt werden. Sie erhalten trotz besserer Leistungen die gleichen Noten wie Mädchen und Mädchen erhalten gleiche Noten trotz schlechterer Leistungen.“
          Same shit, different Schuljahr.

          Schauen wir doch einmal auf das Ende der Schullaufbahn, 13. Klasse, Schulhalbjahr 13/1 und Prüfungsnote in Englisch Leistungskurs (S. 78):
          Ergebnisse LK: Jungen Mädchen
          Testleistung: 551,41 542,48
          Fachnote: 8,79 9,57
          Prüfungsnote: 8,71 9,42

          Sie schaffen es selbst im Englisch-LK noch nach Geschlechterstereotypen die jungen Frauen aufzuwerten, obwohl die schlechter im Test abschneiden.
          Da haben uns gewisse Evolutionsbiologen leider keinen Gefallen getan, die eine mathematische Über- und eine sprachliche Unterlegenheit der Jungen festzustellen glauben mussten… 😉
          Fun fact: In den SAT-Tests in den USA waren die jungen Frauen in der Geschichte des Tests nie besser bei den verbal skills.

          Was machen die Autoren daraus?
          „Die Geschlechtsunterschiede in der Benotung fielen in Mathematik bei den Prüfungsnoten etwas niedriger aus als bei den Fachnoten, in Englisch zeigten sich diesbezüglich kaum Unterschiede.“
          Ehrlich?

          Sie räumen ein: „So entspricht der im Mathematikgrundkurs für die Fachnoten festgestellte Bewertungsvorteil zugunsten der Schülerinnen ca. 1,5 Punkte, überführt in die herkömmliche Notenmetrik von 1 bis 6 immer noch 0,3 Notenstufen. Die Tatsache, dass beim Wettbewerb um stark nachgefragte Studienplätze zum Teil die zweite Nachkommastelle bei den Abiturnoten den
          Ausschlag für eine Zusage oder Ablehnung geben kann, unterstreicht die praktische Bedeutsamkeit der vorgefundenen Bewertungsunterschiede.“

          Ach?
          Was sie jedoch nicht tun, ist auf der Basis jeder einzelnen Note zu vergleichen und da werden ganz andere Ergebnisse auftauchen – sie meine Darstellung oben.

          Dann überhaupt der Hit und übrigens gerne international wiedergekäut: „Welche Ursachen haben die besseren Noten der Mädchen? Inzwischen gibt es gute Belege dafür, dass Mädchen insgesamt in Hinblick auf wichtige lernrelevante Kompetenzen im Bereich der Selbststeuerung, Motivation und des Sozialverhaltens von sich selbst und anderen positiver eingeschätzt werden als Jungen.“ (S. 72)

          Sie vergleichen Motivation, Anstrengungsbereitschaft, Gewissenhaftigkeit mit den erzielten Noten und räumen im Resümee ein: „Allerdings sollte hierbei auch kritisch bedacht werden, dass die entsprechenden Skalen Selbstberichte der Schülerinnen und Schüler darstellten und sich auch bei diesen Effekte von Geschlechterstereotypen niederschlagen könnten.“ (S. 78)

          1. Mädchen sind motivierter, gewissenhafter, leistungsbereiter – weil sie das so sagen.
          Listen and believe!
          2. Und also: „Diese Merkmale fließen auch in die – nach Kontrolle der Leistung in standardisierten Schulleistungstests – besseren Schulnoten der Mädchen ein.“
          Was übersetzt heißt: Die Mädchen sind zwar objektiv in standardisierten Schulleistungstests schlechter, aber die subjektiv erhobenen Merkmale der Mädchen dienen zur Rechtfertigung ihrer besseren Schulnoten.

      • „Die Botschaft der offensichtlichen Bevorzugung der Mädchen und ebenso der Benachteiligung der Jungen steht konträr zum gesellschaftlichen Verständnis von Gerechtigkeit.“

        Das tat sie schon immer, auch in meiner Schulzeit. Nur fällt es uns jetzt erstmals auf, weil die Gendas unsere Aufmerksamkeit auf diese Ungerechtigkeiten lenken.

      • @Crumar: „Wenn diese gesellschaftliche Gerechtigkeitsvorstellung dem politischen Ziel einer faktischen Besserstellung von Mädchen geopfert wurde, dann sehe ich dies als ein Modellprojekt an, welches schon Jahre vor irgendeiner Bemühung um eine Quote oder Parité faktisch durchgesetzt worden ist.“

        Das seit einem Jahrzehnt angewendete Gerechtigkeitsmodell ist die Bevorzugung des weiblichen Geschlechts, es soll nun u.a. mittels Quote- und Parité-Forderungen ausgeweitet werden. Es ist schlicht Diskriminierung unter dem Deckmantel von Gleichberechtigung.

        Ich habe einige Seiten des 2009er Papiers gelesen, es macht mich doch recht wütend.

        Crumar, du schriebst “ weil 1. es im Schnitt keine einzige Note gibt, in der Jungen weniger Kompetenzpunkte hätten als Mädchen“. Aber bei Deutsch/Lesekompetenz scheint das nicht zu stimmen: Note 1 M:626 J:605. Liegst du da falsch?

        Man könnte die Studie nach emotional, oder bewertenden Begriffen absuchen mir schweben vor

        befürchten, Furcht, schlecht, besser, geeignet, Kompetenz (noch weitere Vorschläge?)

        Einen entlarvenden Treffer hatte ich schon bei „befürchten“:
        2.4.2 Psychologische Theorien zur Erklärung von Geschlechterunterschieden

        S.49 „Stereotypenbedrohung (vgl. Steele 1997). Steele hat angenommen, dass Personen dann,
        wenn sie Mitglied einer Gruppe sind, über die ein negatives Stereotyp besteht (z. B. Frauen
        in Mathematik), befürchten, durch ihr eigenes Verhalten das Stereotyp bestätigen zu können.
        Diese „Bedrohung“ führt nun dazu, dass die Person tatsächlich wahrscheinlicher das Stereo-
        typ durch ihr eigenes Verhalten bestätigt, als es zu widerlegen“

        — Nichts davon, dass „Stereotypenbedrohung“ auch Jungen treffen könnte, wenn ihre Umgebung sie als Störer, Raufer oder Zappelphilipp stigmatisiert.

        6.4 Motivationale Orientierungen und Interessen

        Und S.107: „Mädchen…[(STEM)..viel weniger in der Hochleistungsgruppe und bei den Interessierten vertreten] Für den Nachwuchs in den naturwissenschaftsbezogenen
        Berufen lässt dieser Befund befürchten, dass Mädchen sich seltener als Jungen für eine
        solche berufliche Zukunft entscheiden werden, selbst wenn sie über die dafür notwendigen
        Kompetenzen verfügen.

        — Vermittelt den Eindruck als ginge es darum geschlechtsbezogene Eigeninteressen zu überwinden, den neutralen Menschen anzustreben, welcher nicht zwischen männlich u. weiblich aufzuteilen ist. Im Iran hätten die Autoren weniger Befürchtungen, dort sind in den STEM-Fächern erheblich mehr Frauen vertreten als in Deutschland.

        Mir vermittelt dies, dass Mädchen trotz institutionalisierten Privilegien (näher zur weiblichen Lehrerin u. Girlsday + spezielle Kurse), politisch gewollt mit Podesten versorgt werden die ihnen ein leichteres Vorankommen ermöglichen.

        Während Jungen die ersten zwei Dekaden ihres Lebens durchgängig gegen den Strich gebürstet werden. Ihre Blickwinkel, Bedürfnisse, Interessen und Eigenarten nicht nur unberücksichtigt bleiben, sondern tatsächlich auch verteufelt und beschränkt werden (z.B. nehmen zu viel Spielplatz-Raum ein, Grüne in München).

        • Nichts davon, dass „Stereotypenbedrohung“ auch Jungen treffen könnte

          Vor allem nichts davon, dass der stereotype threat im Replication Scandal der Social Sciences mit am heftigsten implodiert ist.
          Falls es diesen Effekt überhaupt gibt, rangiert er dermaßen und ferner liefen, dass sich damit nichts begründen lässt.

        • „Crumar, du schriebst “ weil 1. es im Schnitt keine einzige Note gibt, in der Jungen weniger Kompetenzpunkte hätten als Mädchen“. Aber bei Deutsch/Lesekompetenz scheint das nicht zu stimmen: Note 1 M:626 J:605. Liegst du da falsch?“

          Da habe ich mich missverständlich ausgedrückt!
          Das bezog sich auf die drei Fächer Physik, Mathematik und Biologie.
          Ich fand es dreist, dass gesagt wird, na ja, in Deutsch werden die Jungs „milder“ beurteilt – als wäre ein Fach, in dem sie besser beurteilt würden eine Kompensation für drei Fächer, in dem das Gegenteil gilt.

          Der nächste Punkt, der mich sauer macht, sind die Leseschwächen der Jungs, die seit JAHREN bekannt sind. Es könnte als Gegenmaßnahme eine spezielle Leseförderung für Jungs geben und getan wird GAR NICHTS. Um den Rückstand der Mädchen in Mathe aufzuholen wurde alles in Bewegung gesetzt, der Rückstand der Jungen in Deutsch wird wie ein Schicksal hingenommen, dass diese zu tragen haben.

          „Nichts davon, dass „Stereotypenbedrohung“ auch Jungen treffen könnte, wenn ihre Umgebung sie als Störer, Raufer oder Zappelphilipp stigmatisiert.“
          Jup. Und vor allen Dingen gilt – fein säuberlich nach Geschlecht getrennt: Alle positiven Stereotypen über Mädchen sind wahr und alle negativen über Jungen.

          Dass diejenigen, die am am meisten über die schrecklichen „Geschlechterstereotypen“ schreiben zugleich diejenigen sind, die sie bewusst produzieren, weil sie unbewusst selber voller „Geschlechterstereotypen“ sind, ist inzwischen eine Grundüberzeugung von mir.

          • die am am meisten über die schrecklichen „Geschlechterstereotypen“ schreiben zugleich diejenigen sind, die sie bewusst produzieren, weil sie unbewusst selber voller „Geschlechterstereotypen“ sind

            Projektion ist einer der drei(?) Grundfesten des Feminismus. Daran kann so gut wie kein Zweifel bestehen.

  3. Hab leider keine Zeit, mir das alles im Detail durchzulesen. Aber vielleicht kann mir ja jemand eine Antwort auf die folgenden Fragen mansplainen:

    Die Aussage ist ganz grob, dass Jungen – bei gleicher Note – mehr „Kompetenzpunkte“ erzielen als Mädchen.
    Wie werden diese „Kompetenzpunkte“ ermittelt?
    Bei Fächern wie Deutsch – ganz klar, da geht die subjektive Bewertung des Lehrers mit ein.
    Aber bei Mathematik oder Physik sollte die Bewertung doch eindeutig definiert sein: Entweder die Rechnung ist richtig, dann gibt es Punkte, ansonsten keine. Der Interpretationsspielraum des Lehrers ist zumindest wesentlich geringer als in Sprachen oder Lernfächern.
    Oder sind das hauptsächlich mündliche Noten? Die dürften aber m.E. nur mit einer relativ geringen Gewichtung in die Gesamtbewertung eingehen.

    OT: Happy International Men’s Day!

    • Hätte ich anscheinend klarer herausstellen müssen.
      Es geht hier um die in PISA gemessenen Kompetenzpunkte im Verhältnis zur Schulnote nach Geschlecht.
      Das Muster ist aber umfassender.
      Es geht darum, dass Jungen in standardisierten Leistungstests regelmäßig besser abschneiden, was sich jedoch nicht in den Schulnoten widerspiegelt.

      Mich interessieren im vorliegenden Fall besonders die Geschlechterdifferenzen der „Kompetenzpunkte“ nach den einzelnen Schulnoten, weil als Erklärung für die schlechteren Jungen der Noten das „schulrelevante Verhalten“ herangezogen wurde und wird.
      Diese Erklärung war mir schon immer suspekt.
      Denn unterstellt wird, es sei einheitlich für alle Jungen ein erklärender Faktor.

      Meine Frage war, wie es sein kann, dass ich einem Jungen, der gute/sehr gute Leistungen in einem Fach zeigt unterstellen kann, er wäre weniger „motiviert“ oder „gewissenhaft“, nur weil er ein Junge ist?
      Andersherum: Was haben eigentlich „Motivation“ und „Gewissenhaftigkeit“ für einen Wert (bei denen unterstellt wird, diese seien ausgeprägter bei Mädchen zu finden), wenn sie erkennbar nicht zu besseren Leistungen in standardisierten Tests führen?
      Hier schien mir der Sinn solcher Sekundärtugenden zu sein, eine Rechtfertigung für eine Benachteiligung einzuführen.

      Deshalb habe ich mir die Mühe gemacht, die Differenzen einzeln nach Note aufzuschlüsseln und tatsächlich steigen die Differenzen zwischen den Geschlechtern, um so besser die Note.
      D.h. um so besser die männlichen Schüler, desto schlechter ausgeprägt müsste das „schulrelevante Verhalten“ sein: „Um so besser die schulischen Leistungen, desto demotivierter, schlampiger und unaufmerksamer der Schüler.“
      Ich glaube, diese Erklärung verkauft sich nicht so gut. 😉

      Und vielen Dank für deine Wünsche! 🙂

      • „Meine Frage war, wie es sein kann, dass ich einem Jungen, der gute/sehr gute Leistungen in einem Fach zeigt unterstellen kann, er wäre weniger „motiviert“ oder „gewissenhaft“, nur weil er ein Junge ist?“

        Weil es für einen Jungen uncool ist, strebsam und fleißig zu erscheinen?
        Das macht es für Lehrerinnen leichter, sich bei der kognitiven Dissonanz zwischen Leistung und Verhalten für einen Malus in Verhalten zu entscheiden.
        Ich galt als Klassenclown, der mit spitzer Zunge auszuteilen verstand, war aber in Deutsch eindeutig Klassenbester und achtete auch in den anderen Fächern strikt darauf, nicht abgehängt zu werden.
        Allerdings immer unter der Prämisse, ja nicht durch Fleiß aufzufallen (was mir ausgezeichnet gelang 😀 )

        • Du nennst hier einen wichtigen Punkt, den ich hervorheben möchte: „Weil es für einen Jungen uncool ist, strebsam und fleißig zu erscheinen“ – nicht aber deshalb zu sein.

          Was die Forscher jedoch tun ist im Grunde a. sozial erwünschte Antwortverhalten abzufragen und die dann b. für bare Münze zu nehmen.
          Wenn es für Jungen als cool gilt, faul und ziellos zu sein, macht es keinen Sinn Befragungen einfach zu glauben, die diese im Zuge einer „Selbstauskunft“ produzieren.
          Was man misst sind nicht „Strebsamkeit“ und „Fleiß“, sondern den Grad der Internalisierung eines sozial erwünschten Antwortverhaltens.
          Gleiches gilt für Mädchen – „Gewissenhaftigkeit“ gilt per se als Mädchen-Domäne.

          Auch im vorliegenden Fall spekulieren die Forscher über die diversen „Geschlechterstereotypen“ und kommen nicht auf die Idee, dass ihre eigenen theoretischen Vorannahmen ernsthafte Mängel aufweisen.
          Sie hätten korrigierend Auskünfte von Eltern einholen und evtl. im Rahmen einer teilnehmenden Beobachtung eine Reihe Schulstunden in den Klassen verbringen müssen.

          Was aber dann wiederum vergeblich sein dürfte, wenn sie darauf geeicht sind, Jungen negativ zu stereotypisieren und lediglich auf eine Rechtfertigung für die schlechteren Noten aus sind.
          Da sich die Texte jedoch für mich so lesen, würde ich annehmen, genau das würde erfolgen.

          • Ich erinnere gern an das Experiment mit Bild eines weinenden Kleinkindes (Säuglings), das Erwachsenen einmal als Mädchen, einer anderen Testgruppe als Junge vorgestellt wurde.
            Mit völlig gegensätzlichen Aussagen zur Gefühlslage bzw. dem Verhalten des Kindes – mal verängstigt und unsicher, dann wieder frech und aggressiv.
            Solche Sterotype sind in unserer Welt offenbar fest veranktert.

          • Das ist ein sehr treffender Vergleich!

            Man braucht doch nur „lebendig“, „frech“ und „kritisch“ als typisches „Macker-Verhalten“ zu framen und hat prompt einen Anlass gefunden, das Verhalten abzuwerten und zu bestrafen.
            Rückblickend hätte ich in der Schule unter diesen Umständen keine Chance gehabt.

            Was mich an vielen Texten regelrecht bestürzt und aggressiv gemacht hat, war die geradezu sadistische Freude am Bildungsmisserfolg der Jungen.

            Das Ausmaß, in dem hier auf Jungen eingedroschen wird, weil man eigentlich Männer meint, aber zu feige ist, sich gegen diese direkt zu wenden fand ich einfach sagenhaft. Richtig riskieren, mal kräftig eins aufs Maul zu bekommen – so mutig sind sie wirklich nicht.

            Auch dass Erwachsene hier einen, nämlich ihren „Geschlechterkrieg“ auf dem Rücken von Kindern austragen, diese gegeneinander aufhetzen und sich in dem wohligen Gefühl moralischer Überlegenheit sonnen, weil sie vermeintlich zum Wohle einer besseren Sache agieren, lässt mich würgen.

            Es handelt sich um wirklich üble, inhumane Gestalten beiderlei Geschlechts, die weder etwas in der Schule, noch in der Wissenschaft verloren haben.

            Deshalb gelobe ich, diese werden in einer gerechten Gesellschaft in eine ländliche Umgebung mit Permafrostboden verbracht und Schnee schaufelnd produktiv eingesetzt werden! 🙂

            Subcomandante crumar
            Organisation MGTOW

          • „Deshalb gelobe ich, diese werden in einer gerechten Gesellschaft in eine ländliche Umgebung mit Permafrostboden verbracht und Schnee schaufelnd produktiv eingesetzt werden!“

            Ein guter Wunsch, dem ich mich trotzdem nicht anschließe.
            Gäbe es genug Platz, ich würde die ganze Bande in ein Land abschieben, wo es alles im Überfluss gibt – und wo sie sich zu Tode diskutieren und ihre Welt zugrunde verbessern können.
            Alle diese Typen sind für sich lebensunfähig, ihre einzige Leistung liegt in der Destruktion.

            Ach ja, und Kameras würde ich aufstellen, damit man von weitem ihnen beim Aufbau des feministischen Paradieses zuschauen kann 😀 😀 😀 (Mann, was bin ich gemein 😀 😀 😀 )

            Nach spätestens fünf Jahren wäre das Land wieder frei für normale Menschen.

          • Deshalb gelobe ich, diese werden in einer gerechten Gesellschaft in eine ländliche Umgebung mit Permafrostboden verbracht und Schnee schaufelnd produktiv eingesetzt werden!

            Ich find es schön, wenn du so tust, als wolltest du deinem Image gerecht werden. Aber, ich fürchte, Adrian liest heut gar nicht mit.

          • @carnofis @only me

            „Gäbe es genug Platz, ich würde die ganze Bande in ein Land abschieben, wo es alles im Überfluss gibt – und wo sie sich zu Tode diskutieren und ihre Welt zugrunde verbessern können.“

            Eine gute Idee! 🙂
            Oh, warte, aus historischer Warte betrachtet fürchte ich, du meinst unser Land, carnofis! 😦

            „Alle diese Typen sind für sich lebensunfähig, ihre einzige Leistung liegt in der Destruktion.“

            Ja, wenn man sie ließe, würden die durchgeschallerten Narzisstinnen und Narzissten nach bestem Gewissen und noch schlechterem Wissen diese Gesellschaft zerstören.
            Ich habe nicht vor, das zuzulassen.

            An dem Punkt ist mir die Naivität und der Hyper-Individualismus von MGTOW fremd.
            Es gibt kein Loch, in dem du dich verkriechen könntest, wo sie dich nicht aufspüren – das hätte spätestens ab gamer gate klar sein müssen.
            Völlig Wurst, ob man individuell für sich entscheidet, aus dieser Gesellschaft auszusteigen; die Spielregeln legt die Gesellschaft fest, nicht die Aussteiger.
            Traurig, wenn MGTOW nicht einmal wissen, dass die „Große Verweigerung“ bereits ein Leitmotiv der ´68er war – mit bekanntem Ausgang.

            „Ach ja, und Kameras würde ich aufstellen, damit man von weitem ihnen beim Aufbau des feministischen Paradieses zuschauen kann (…) Nach spätestens fünf Jahren wäre das Land wieder frei für normale Menschen.“
            Verhungern geht m.E. wesentlich schneller. 😉

            „Ich find es schön, wenn du so tust, als wolltest du deinem Image gerecht werden. Aber, ich fürchte, Adrian liest heut gar nicht mit.“

            Ich kann nicht immer nur Beiträge schreiben, die Adrian gefallen.
            Adrian hier, Adrian da – alles muss sich immer um Adrian drehen!
            Und wieso liest Adrian eigentlich meine Beiträge nicht?
            Frächhait!

    • Oder sind das hauptsächlich mündliche Noten? Die dürften aber m.E. nur mit einer relativ geringen Gewichtung in die Gesamtbewertung eingehen

      Zu meiner Zeit machte mündlich offiziell 60% der Gesamtnote aus. Ich glaube nicht, dass sich das geändert hat.
      Wenn eine Lehrerin dann für „Katrin hat zwar nie was schlaues gesagt, aber immer aufmerksam zur Tafel geschaut und genickt“ eine 2 gibt, dann eröffnet sich ein großer Spielraum.

      Anekdotisch habe ich mehrfach privat von Lehrerinnen einen Satz der Art gehört: „Sie gibt sich richtig Mühe, da habe ich die Note ’nach oben abgerundet‘, das wär sonst so enttäuschend“.

      • „Anekdotisch habe ich mehrfach privat von Lehrerinnen einen Satz der Art gehört: „Sie gibt sich richtig Mühe, da habe ich die Note ’nach oben abgerundet‘, das wär sonst so enttäuschend“.“

        Und erst in der männerdominierten, knallharten Arbeitswelt muss sie dann erfahren, dass „stets bemüht“ eben nicht so das Gelbe vom Ei ist.

      • Wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere, so zählten Stegreifaufgaben zu den mündlichen Noten, obwohl das eigentlich schriftliche Leistungserhebungen waren.
        Sofern das bei dir ebenfalls so war, wären die 60% plausibel.

        Mit mündlicher Leistung meinte ich jedoch z.B. eine interaktive Abfrage durch den Lehrer, an der Tafel etwas vorzurechnen, ein Referat zu halten, aktiv beim Unterricht mitzuarbeiten.

        Sie gibt sich richtig Mühe

        Bei Arbeitszeugnissen gilt: Bemühung ≠ Gelingen.

        • Nope, ich hatte einen Lehrer im LK, der auch in der Schulverwaltung irgendwie involviert war (und generell wusste, wovon er redet), der das ganz klar sagte: Es gibt eine mündliche Note, in die Qualität und Quantität des Engagements im Unterricht abbilden sollte. Und diese Note zählt zu 60% in der Gesamtnote.

          Die anderen Lehrer haben das nie so klar gemacht und die mündliche Note wohl eher so „Will ich ihn aufrunden oder abrunden“ frei Schnauze vergeben, aber die Richtilinie galt bei uns im Norden so.

          Andere Bundesländer, andere Sitten.

  4. Sorry für OT, aber gibt es heute noch einen Post zum #InternationalMensday ? Lese mir gerade auf Twitter die Tweets durch und gefühlt jeder zweite Post geht mir tierisch auf den Sack, da entweder: Lustigmachen, Men wird einfach mit Menstruation interpretiert, Männer sind doch eh die Arschlöcher oder Tweets wie „dann ist dieser Tag also wie alle anderen 364 Tage?“ oder „Aber 96% der Gewalttäter sind doch Männer“ …

  5. Und wer meint, das waere erst in letzter Zeit so, den darf ich – wegen eigener Erfahrungen – enttaeuschen. Als ich in den 70’ern aufs Gumminasium ging war das schon so.

    Von Klasse 5 bis 10 ging ich auf ein Alt-/Neusprachliches Gymnasium. Schon damals waren die MINT Faecher herunter-gedummt. Wenn ich eine 45 Minuten Klassenarbeit nach 30 Minuten schon abgab, wurde das eher ungern gesehen. War aber schon komisch, dass 5 andere, die erst nach 45 Minuten fertig waren, auch ne 1 bekamen. Damals gab es noch mehr maennliche Lehrer, nur in Deutsch praktisch gar keine. War schon seltsam, dass ich in Englisch und Franzoesisch immer eine 1 oder 2 bekam, in Deutsch aber immer eine 3 oder 4. Ist halt so, wenn die Deutschlehrerin eine Femanze ist.

    Die letzten 3 Klassen zum Abitur machte ich auf einem technischen Gymnasium. Dort waren auch die Klausuren nicht mehr herunter-gedummt. Merkte man daran, dass die Note in der schriftlichen Abi-Pruefung i.d.R. genau den bisherigen Schulnoten der Lehrer entsprach, waehrend die Freunde die im ‚Normalgymnasium‘ blieben, in den MINT Faechern meist 2-3 Punkte weniger in der Abi-Pruefung hatten, als in den Klassen 12+13. Durch die Mittelwertbildung (bzw, Aufaddierung) zur Gesamtnote, hat die das allerdings fuer den NC kaum benachteiligt.

  6. Soweit ich das beurteilen kann, zeigt sich hieran eine Lücke in der Öffentlichkeitsarbeit der Männerrechtler. Ich würde vermuten, die wichtigsten Ansprechpartner sind hier Eltern von Jungen, vor allem die Mütter. Diesen Leuten – die ja ohnehin schon Angst haben vor der Stigmatisierung ihrer Kinder durch die Schule (Zeugnisse) -, diesen Leuten müsste man das Ausmaß und die Konsequenzen der Benachteiligung ihrer Söhne in der Schule ans Herz legen: In der Schule werden ihre Jungen zu späteren Lebensversagern beschnitten, tagtäglich.

  7. https://getpocket.com/explore/item/want-to-raise-successful-boys-science-says-do-this-but-their-schools-probably-won-t?utm_source=pocket-newtab

    06.2017 Ein Artikel u.a. über den Zusammenhang von körperlicher Aktivität und das Jungen dadurch besser lernen können (Mädchen nicht tangiert). Die Ausweitung der Diagnose „ADHD“ wird angesprochen. Und es werden ein paar Jungs von Angesicht zu Angssicht befragt:

    „We have monkey bars, but we aren’t allowed to go upside down on them. They think we are going to hurt ourselves. I think I’m old enough to try going upside down.“

    „We have woods, but can’t go anywhere near them. It’s too dangerous.“

    „When it snows, we can’t touch it with our foot, or we have to stand by the teacher for the rest of recess.“

  8. Man kann das Betrugsprinzip relativ einfach und deutlich im Sportunterricht bewundern.
    Leichtathletik.
    Wo der 75% des Weltrekords erreichen muss um ein Sehr Gut mit Plus zu erreichen sind’s für’s Mädel dann 60%.
    Jeweils der Rekord des eigenen Geschlechts natürlich.

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