Großeltern und Kinderbetreuung

Südländerins Mutter kommt nächste Woche zu Besuch und wir, die wir sonst keine Großeltern in der Nähe haben, freuen uns schon auf etwas Entlastung.

Mal wieder ins Kino gehen wäre schön oder Abends mal in eine Kneipe.

Wir beneiden schon etwas die Eltern, die ihre Eltern in der Nähe haben und die Kinder im Notfall dahin mal abgeben können oder diese zumindest mal kurzzeitig abholen können.
Bei meiner Schwester, die in der Nähe meiner Eltern wohnt, verbringen die Kinder schon mal sehr gerne eine Nacht bei den Großeltern. Sie haben da ihr eigens Reich und ihre Rituale, man kommt morgens zum Großvater ins Bett, die Großmutter holt ein geeignetes Buch und der Großvater liest es vor. Es gibt allerlei zu basteln, es gibt genug Spielzeug etc

Wir sind also ganz gespannt, wie es laufen wird, Fräulein Schmidt kennt sie ja auch noch nicht so gut, hat sich aber beim letzen Besuch in Südland, der für sie ja aber ein Viertel Leben her ist, gut mit ihr verstanden. Südländerin wird es auf jeden Fall genießen, ihre Mutter wird schon gutes Südlandessen gekocht haben, wenn sie von der Arbeit kommt, das Haus wird vom letzten Schmutz befreit sein und alles ist etwas weniger stressig.

Es wird etwas eng, aber gleichzeitig auch hoffentlich etwas freier.

36 Gedanken zu “Großeltern und Kinderbetreuung

  1. Großeltern vor Ort sind kaum mit Gold aufzuwiegen. Allein die Notfälle, die mit Oma oder Opa behoben werden können (krankes Kind aus Kindergarten abholen, Baby Sitten, etc.) sind ein Traum.

  2. Meine Eltern waren beide berufstätig, meine Mutter drei tage pro Woche. In diesen Tagen war ich bei den Großeltern und habe es sehr genossen. Radfahren, Schwimmen, Kopfrechnen hat mir mein Opa beigebracht, Vorliebe für gutes Essen meine Oma.

    Kann das für jedes Kind nur wärmstens empfehlen.

  3. Es wäre schön, wenn unsere Kinder häufiger Kontakt mit ihren Großeltern haben könnten. Leider ist das insbesondere bei Trennungskindern nicht selbstverständlich, auch wenn Opa und Oma in der Nähe wohnen.

    Stattdessen müssen viele Kleine den Großteil ihrer Kindheit in Hort oder Ganztagskindergarten fristen, wo sie von häufig demotivierten und überforderten Erziehern „betreut“ werden. Sie sind dort ein Kind von ganz vielen – und die für die Zuwendung bezahlten Erzieher können nicht echte und ehrliche menschliche Nähe und Liebe beiten oder ersetzen.

    Die Großeltern hingegen lungern vor dem öffentlich-rechtlichen Frauenfernsehen sitzend vereinsamt ihrem Tod entgegen. Sie fühlen sich unnütz und überflüssig. Ihre Lebenserfahrung und die durch viele Jahrzehnte gelernte Entspanntheit im Umgang mit aktuell hysterisch hochgepeitschten Themen nehmen sie still mit ins Grab.

    • „Die Großeltern hingegen lungern vor dem öffentlich-rechtlichen Frauenfernsehen sitzend vereinsamt ihrem Tod entgegen. Sie fühlen sich unnütz und überflüssig. Ihre Lebenserfahrung und die durch viele Jahrzehnte gelernte Entspanntheit im Umgang mit aktuell hysterisch hochgepeitschten Themen nehmen sie still mit ins Grab.“

      Genau jene sind es doch, welche die SPD und CDU/CSU wählen, die Tagesschau als Wahrheitsinstanz auffassen und letztlich den ganzen Mainstream tragen.

      • Den Alten würde ich nicht unbedingt die Verantwortung für den Mainstream zuschieben, insbesondere nicht für den Genderkrieg, den Generationenhass a la Greta und den Verlust der Familie für viele Kinder.
        Dass die jetzt nicht mit erhobenem Stock den richtigen Weg skandieren, kann ich auch verstehen. Die wählen halt, was sie immer gewählt haben, glotzen, was es immer gab – und finden es toll, wenn die Jugend was in ihren Augen Positives macht… So hat das ja auch die Tagesschau erklärt gehabt.
        Alte Going Their Own Way.

        • Lese deinen Kommentar selbst noch mal durch. Du schreibst doch auch, dass sie CDUCSUSPD wählen und die Zwangsgebühr-„Demokratie“ Sender schauen. Sie sind damit der zweite Pfeiler neben der progressiven grün linken ökosozialistisch feministischen Gutmenschen Gruppe, die eben den Mainstream bilden.

          • Schon richtig. Aber bevor die für den Rest ihres Lebens im Fernsehsessel Platz genommen haben, waren „ihre“ Parteien noch anders drauf. Zum Beispiel war die SPD mal ne Volkspartei, die sich sogar um männliche Arbeiter gesorgt hat. Und jetzt kreuzen die Alten da halt immernoch an – und wenn aus Versehen Merkels Weihnachtsansprache vom letzten Jahr abgespult wird, merken sie es auch nicht mehr.

  4. Wenn man schon kein Dorf hat, um das Kind großzuziehen, wenigstens ein paar Großeltern sind super.
    Nebenbei, schreib vllt. besser: „meine Schwester, die in der Nähe UNSERER Eltern wohnt“. Schon, um ein gutes Beispiel für Fräulein Schmidt zu sein, wenn die mal ein Geschwisterchen kriegt.

  5. BTW: not all grandparents are created equal, scientifically speaking…

    „Die Gießener haben im Rahmen einer internationalen Forschungskooperation Zahlen aus vier Jahrhunderten und sieben Staaten gesammelt. Sie alle zeigen: Sowohl im ostfriesischen Krummhörn vor 1874 wie im englischen Cambridge des 18. Jahrhunderts, im heutigen Äthiopien genauso wie in Kanada, Japan, Gambia und dem heutigen Malawi ist die Anwesenheit der Großmutter väterlicherseits ein statistischer Risikofaktor.

    Ihr Einfluss ist – ganz im Gegensatz zur Großmutter mütterlicherseits, die einen deutlich positiven Effekt für den Nachwuchs hat – offenbar erschreckend negativ: So war zum Beispiel die Anzahl der Totgeburten in Krummhörn im Laufe von 150 Jahren höher, wenn die jeweilige Schwiegermutter noch lebte. Vor allem wenn sie in der Nähe wohnte, also im selben Dorf oder Haus, erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau tot gebärte, um 45 Prozent.

    Diesen Effekt haben Volands Mitarbeiter genauer analysiert. Demnach schadet die Oma väterlicherseits vor allem den männlichen Enkeln. Deren Sterberisiko ist im ersten Lebensmonat durch die Nähe der Großmutter um 150 Prozent erhöht. Der Impakt ist so gravierend, dass die Statistik den Schluss zulässt: Ein Junge profitiert, wenn die Oma väterlicherseits in einem anderen Dorf lebt, möglichst weit weg – oder gar nicht mehr. …

    Die Großeltern mütterlicherseits kümmern sich weit mehr um die Enkel als jene väterlicherseits. Mit Abstand am meisten Punkte sammelte die Großmutter mütterlicherseits. Ihr Ehemann, der mütterliche Opa, landete auf Platz zwei. Als Helfershelfer auf der mütterlichen Seite interessiert er sich noch mehr für das Wohl der Enkelkinder als die Großmutter väterlicherseits. Ganz abgeschlagen: der Großvater väterlicherseits. …

    Warum aber sind, wie Volands Statistiken zur Kindersterblichkeit nahelegen, vor allem die männlichen Enkel die Leidtragenden? Zur Erklärung verweist der Gießener Evolutionsforscher auf eine Besonderheit der Vererbung, die mit dem (weiblichen) X-Chromosom zusammenhängt. Ein Vater vererbt dieses Geschlechtschromosom immer an seine Tochter, nie jedoch an seinen Sohn (der erhält vom Papa schließlich das männliche Y und nur von der Mutter ein X). Folglich stammt bei einem Jungen dieses Chromosom nie aus dem Genbestand der Großmutter väterlicherseits. Mädchen dagegen mit ihrem Doppel-X erhalten (via Vater) stets eines aus dem Genom der väterlichen Großmutter. Die „X-Verwandtschaft“ beträgt somit bei Mädchen 50 Prozent, bei Jungen null. Und das wirke sich, glaubt Voland, negativ auf die Überlebenswahrscheinlichkeit der Jungen aus.

    Denn obwohl das X-Chromosom nur eines von 23 Chromosomen ist, enthält es einen relativ hohen Anteil der menschlichen Gene: 8 Prozent. Und viele davon übernehmen zentrale Aufgaben in den Bereichen Fortpflanzung und Intelligenz. Insofern scheint das X-Chromosom eine Art Kapitänsfunktion im Erbgut innezuhaben. Dadurch, dass Vaters Mutter ausgerechnet diese genetische Schlüsselstelle nicht an ihre Enkel weitergibt, entstehen also unterschiedliche Verwandtschaftsgrade: Mit der Enkelin ist die Papa-Oma insgesamt zu rund 31 Prozent verwandt, mit dem Enkel nur zu 23 Prozent. Könnte es sein, dass sich dieser Unterschied in starker respektive schwacher Zuneigung bemerkbar macht? Diese These würde jedenfalls perfekt zu den Statistiken passen, die – rund um die Welt und über Jahrhunderte hinweg – dasselbe Grundmuster dokumentieren.“

    https://www.zeit.de/2010/52/Genetik-Evolution-Familie/komplettansicht

      • Kommt drauf an, wie mans sieht… 23 % genetische Verwandtschaft sind ja nu nicht nix.
        Nur das spezifisch-weibliche Element stirbt in dem Fall aus.
        So wie das spezifisch-männliche (bereits) verschwindet, sobald ein Mann keine männlichen Nachkommen hat.

        • (also in der Theorie. In der Praxis kann es hingegen durchaus vorkommen, dass ein o. gar mehrere gegengeschlechtliche Chromosome zusätzlich mit-vererbt werden. Daraus folgt auch nicht zwangsläufig die Sterilität, soweit ich weiß)

        • Seit ich das (So wie das spezifisch-männliche (bereits) verschwindet, sobald ein Mann keine männlichen Nachkommen hat.) geschrieben habe, frage ich mich: wird das denn irgendwie berücksichtigt, wo es heißt, wir stammten von nur halb so vielen Männern wie Frauen ab… weiß das wer?

    • Die hatten halt im 18.Jhd noch keine Genderforschung. Sonst wüssten sie, dass Gene, Chromosomen usw. patriarchales Teufelszeug sind. Außerdem: Was ist das denn bitte für eine sexistische Kackscheiße dass Verwandschaftsverhältnisse so wichtig genommen werden??!? Wo jeder weiß dass nur die soziale Eltern/Großelternrolle wichtig ist. Der neue Freund der Mutter ist schließlich ein genauso guter Vater wie der genetische, das weiß doch jedes Kind.

    • Interessant. Das könnte erklären, warum ich meine Mutter nicht an meine Kinder gelassen habe. War damals nur so ein Bauchgefühl, aber so ganz zufällig erscheint das jetzt nicht mehr.

    • Wie kommt überhaupt die ZEIT plötzlich dazu, einen Beitrag zu veröffentlichen, in dem Frauen für den Tod von Kindern mitverantwortlich sind?

      Ach so, ist von 2010. Zu der Zeit war „Journalismus“ ja noch nicht durch „Haltung“ ersetzt worden…

    • Kann hinter der Korrelation vielleicht ein gemeinsamer dritter Grund stecken?
      Z. B. Vermögen, Konfession, usw. In welchen Schichten blieb man eher bei der Familie des Mannes bzw. wo „konnte“ man überhaupt weg (von der Familie des Mannes)?

      • Ganz klassisch siedeln sich Töchter bevorzugt in der Nähe ihrer Mütter an, sprich den dritten Grund könnte man womöglich auf „patriarchale Strukturen“ (wo die Frau typischerweise ihre Herkunftsfamilie zu verlassen hat) runterbrechen, wenn man denn wollte.

        • „Ganz klassisch siedeln sich Töchter bevorzugt in der Nähe ihrer Mütter an“
          In welchen gesellschaftlichen Schichten? In welchen Kulturen? In welchen Religionen?
          Gab es überhaupt die Möglichkeit zu „wählen“, wo man sich ansiedelt?
          Vielleicht war ja gerade der Hauptgrund bei der Familie des Mannes zu sein der gleiche, der zu höheren Jungssterblichkeiten führte.

    • correlation ain’t causation

      Männliche Babys gelten eben auch allgemein als gefährdeter (sterben häufiger früh; zeigen mehr Entwicklungsstörungen etc. pp.) – gängige Erklärung: weil ihnen das x-„Backup“ fehlt.

      • …was ja wiederum dagegen spricht, dass die Anwesenheit der väterlichen Oma eine Rolle spielt. Aber das tut sie ja wohl. Wie wirkt sich dann wohl die Anwesenheit von Erzieherinnen in Kleinstkindergruppen aus, die ja wohl gar keinen genetischen Zusammenhang haben?

        • Kita-Personal hat normalerweise keine (negativen) Auswirkungen auf die Kindsmütter… wohingegen Schwiegermütter sich einmischen und so einen deutlichen Stressfaktor darstellen können.

          • Was hat das mit den Kindsmüttern zu tun, wenn die Anwesenheit von deren Schwiegermütter den Tod ihrer Söhne nach sich zieht?
            Lassen dann doch die Mütter ihre Söhne sterben, weil die Schwiegermutter zu viel Stress bereitet?
            Wer ist denn nun in der Schlangengrube verantwortlich für das Sterben der kleinen Jungs? Oder ist es wie üblich einfach „Pech gehabt“?

          • Ich würde sagen: Konflikte mit der Schwiegermutter väterlicherseits können in statistisch signifikantem Maße werdende Mütter stressen, und das erhöht die Sterbe-Wahrscheinlichkeit von speziell Jungs – eben weil diese im Schnitt Problem-anfälliger sind.

          • Das Verhältnis Schwiegertochter/-mutter ist tatsächlich oft hochproblematisch, aber woran das nun genau liegt? Da könnte man mal ein extra Thread aufmachen.

          • Das will so aber nicht in meine Hirnwindungen rein. Vielleicht bin ich auch problematisch. Wenn also männliche Kinder in der Regel weniger lebensfähig sind in den Monaten nach der Geburt, warum tut dann keiner etwas dagegen und hilft? Warum werden dann männlichen Kindern später auch noch Gesundheitsprogramme vorenthalten, die Mädchen genießen dürfen. Ist das männliche Kind wirklich schon bei und nach der Geburt weniger wert? Warum lässt die Gesellschaft sie einfach verkümmern während Oma und Mama keifen?

          • „Wenn also männliche Kinder in der Regel weniger lebensfähig sind in den Monaten nach der Geburt, warum tut dann keiner etwas dagegen und hilft?“

            Öh… an was genau denkst Du da?

            außerdem:
            https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/muttermilch-maedchen-kriegen-mehr-jungen-reichhaltigere-milch-1.1890308

            „Warum werden dann männlichen Kindern später auch noch Gesundheitsprogramme vorenthalten, die Mädchen genießen dürfen.“

            Öh… s.o. (mir fehlt da wohl wieder die Phantasie)

          • @beweis

            Die Neonatologie in Deutschland macht doch keinen Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Neugeborenen, und auch die frühen Screenings (zB Pulsoxymetrie als Scan auf unentdeckte Herzfehler) gelten für beiderlei Geschlecht.

      • Schaut man sich „natürliche“ Gesellschaften an (ohne extensive medizinische Errungenschaften), z.B. im alten Rom, so würde ich mich wetten trauen, dass dort trotz deines fehlenden Backups etwa gleich viele Mädchen wie Jungen existierten.
        Es stimmt sicher, dass ein paar Jungen mehr draufgehen als Mädchen, es werden aber auch mehr geboren, so dass es von natürlicher Seite auf ein 50:50 Verhältnis raus läuft.

        Was das X als Backup angeht. Ich habe mal gehört (ich glaube auf Galileo auf pro 7 lol), dass es etwa auch ein Hinderer ist und eine Erklärung liefert, warum fast alle Genies männlich sind.

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