20 Gedanken zu “Paritätsbingo

  1. Man kann es noch 100mal sagen. Sie gute Frau hat nicht verstanden, was Demokratie ist. In einer Demokratie ist der Wählerwille das Entscheidende und nicht das Ideal von dieser Sigrun Mast. Und wenn der Wählerwille möchte, dass 80% Frauen oder Männer in der Legislative sitzen, dann nennt man das repräsentative Demokratie, zumal nur der Wählerwille repräsentiert werden muss und sonst überhaupt nix.

    • @Mark

      Die gute Frau hat aber verstanden, was „gelebte Demokratie“ in der SPD in den letzten drei Jahrzehnten der Einführung der Quote war.

      Man muss sich überlegen, dass die zahllosen Sonderrechte, die Frauen in der SPD gewährt worden sind nie dazu führten, dass der Frauenanteil der Mitglieder in der SPD sich hat signifikant steigern lassen.

      Während anders herum eine etablierte „Fraueninfrastruktur“ in der SPD es bravourös geschafft hat zu vermitteln, sie wären zwar – mit allen Vergünstigungen und Sonderrechten – in der SPD, aber dann doch wiederum das bessere „Außen“.
      Das ist letztlich die feministische Grundhaltung, als Frauen seien sie in der Gesellschaft, für den Zustand dieser aber nicht verantwortlich, gleichzeitig das bessere „Außen“, welches sich als Alternative zu dieser versteht, ohne anders als biologisch bestimmen zu können, worin denn die Alternative besteht.
      Sie sind die immer irgendwie, „ein Stück weit“ anwesend Abwesenden oder abwesend Anwesenden.

      Man sei zwar von Natur aus besser als Männer, scheitert aber Frau bei und an der praktischen Demonstration dieser Überlegenheit (Nahles bspw.), liegt es an den „männlichen Strukturen“ – die gleichen „männlichen Strukturen“, die ihnen Quote, Vergünstigungen und Sonderrechte erst ermöglicht haben.
      Betrug und Selbstbetrug einerseits, aber dazu, die Spielregeln innerparteilicher Demokratie als etwas zu begreifen, was für sie nicht gilt sind sie quasi eingeladen worden.

      Das der „Wählerwille das Entscheidende“ ist, war nie ein Bestandteil ihrer Erfahrungen, daher wird dieses Grundverständnis eben auf die Gesamtgesellschaft ausgedehnt.

      • „Das ist letztlich die feministische Grundhaltung“

        Ist das eine feministische oder eine weibliche Grundhaltung?

        „Frauen und Kinder zuerst“
        „Man schlägt keine Frauen“
        „Frauen verdienen Respekt “

        Da gibt es keine relativierenden Adjektive.
        Es heißt nicht „liebenswerte Frauen zuerst“ oder „man schlägt keine friedlichen Frauen“ oder „nur verdienstvolle Frauen verdienen Respekt“

        Wenn das das ist, was Mädchen von klein auf lernen, dass ihr XX ihnen immer eine Sonderrolle einräumt, wie sollten große Mädchen auf die Idee kommen, dass in Beruf oder Politik andere Regeln gelten?

        Und solange solche Pudel wie Scholz vor Begeisterung mit dem Schwanz wedeln ob ihrer überlegenen Weiblichkeit, gibt es für diese Frauen auch keinerlei Anlass, über die Widersprüche nachzudenken.

        Also werden Frauen weiter um ihre Biologie kreisen, alle Boni als selbstverständlich mitnehmen und empört aufschreien, wenn sie mal gleichberechtigt sind.

        • „Ist das eine feministische oder eine weibliche Grundhaltung?“

          Der bürgerliche Feminismus ist die Fortsetzung des Gynozentrismus mit anderen Mitteln. 😉

          „Es heißt nicht „liebenswerte Frauen zuerst“ oder „man schlägt keine friedlichen Frauen“ oder „nur verdienstvolle Frauen verdienen Respekt“

          Nein, denn das würde sich auf eine vorausgehende Haltung oder Handlung beziehen und suggeriert Wechselseitigkeit. Dass man einem freundlichen Menschen freundlich, einem pampigen pampig begegnet soll hier eben nicht gelten. Ich finde Farrells „human being“ noch zu kurz gegriffen. Es sollen diese gynozentrischen Standards schließlich völlig voraussetzungs- und bedingungslos gelten.

          „Wenn das das ist, was Mädchen von klein auf lernen, dass ihr XX ihnen immer eine Sonderrolle einräumt, wie sollten große Mädchen auf die Idee kommen, dass in Beruf oder Politik andere Regeln gelten?“

          Gar nicht. Die kleinen Mädchen aus dem Text von Doris Lessing sind so alt wie Sophie Passmann und die ist zwangsläufig eine feministische Rotzgöre geworden. Die jungen Männer dieses Alters tun mir leid.

          „Und solange solche Pudel wie Scholz vor Begeisterung mit dem Schwanz wedeln ob ihrer überlegenen Weiblichkeit, gibt es für diese Frauen auch keinerlei Anlass, über die Widersprüche nachzudenken.“

          Weil sie auch noch nie zu hören bekommen haben, dass da Widersprüche existieren. Rechtlich wird sich z.B. ein Verbot homosozialer Vereine nur gegen beide Geschlechter durchsetzen lassen. Mit dem Männergesangsverein verschwinden auch die Landfrauen – das Gesetz kann keinen Unterschied machen. Peinlich für den Pudel, dass er daran nicht gedacht hat.

          „Also werden Frauen weiter um ihre Biologie kreisen, alle Boni als selbstverständlich mitnehmen und empört aufschreien, wenn sie mal gleichberechtigt sind.“

          Ja. Und: Gleichberechtigung ist Diskriminierung, Bevorzugung eigentlich Benachteiligung.
          Letzteres trifft aber nicht auf alle Frauen zu, sondern gilt nur für (angelsächsisch geprägte) Ideologinnen, die damit ihre Brötchen verdienen.
          Die Frage ist generell, wie man die „Fraueninfrastruktur“ und ähnliche Bürokratinnen wieder los wird.

          • Die Frage ist generell, wie man die „Fraueninfrastruktur“ und ähnliche Bürokratinnen wieder los wird.

            ¯\_(ツ)_/¯

          • „Der bürgerliche Feminismus ist die Fortsetzung des Gynozentrismus mit anderen Mitteln.“

            Feminismus ist ohne Gynozentrismus undenkbar.

          • Ich hab manchmal das Gefühl hier von klammheimlichen Jakobinern umgeben zu sein…
            „Hat hier irgendwer Kuchen gesagt???“
            Chrchr.

          • Wo ist der Unterschied zwischen Jacobinern und Agnostikern?

            Jacobiner streben den gewaltsamen Umsturz an.
            Agnostiker beschränken sich auf die Frage: „Was sonst könnte die Karten neu mischen? Hast du eine Idee?“

            Hast du?

            Und sag nicht „Vernunft“, das steht als Antwort gleich neben „Der Weihnachtsmann“

          • Ich sagte ja bereits, wir waren im Nachhinein extrem blauäugig beim „Absterben des Staates“.
            Die Parteisekretäre und Gleichstellungsbeauftragten, die gender studies, postcolonial studies, women studies, fat studies werden nicht freiwillig verschwinden. Alle, die in der „identitätslinken Läuterungsagenda“ (Sandra Kostner) eine bezahlte Rolle spielen werden einen Scheißdreck tun zu verkünden, die üble „oppression“ ihrer Klientel sei überwunden.
            Sie sind mit ihrem Opfer-Narrativ und den Täter-Kollektiven die „one-trick-ponies“ der „grievance studies“.
            Bring forth the guillotine! 🙂

      • Es taucht wirklich überall auf. In einem Artikel über eine Schneewittcheninszenierung:
        Ebenso tritt aus heutiger Sicht die Beschränkung der Rolle der Frau auf das Gefallenmüssen sowie die Hausarbeit zutage; denn nur, weil Schneewittchen zusagt, ihren Haushalt zu schmeissen, findet es Aufnahme bei den sieben Zwergen.

        Man beachte die Empörung im letzten Satz.
        Man könnte jetzt natürlich fragen, ob die Autorin vielleicht darüber empört ist, dass die Zwerge Schneewittchen nicht einfach mit ins Bergwerk nehmen, wo sie mit nacktem Oberkörper Loren durch enge, heiße Gänge schieben muss.
        (https://www.historyextra.com/period/victorian/the-scandal-of-female-miners-in-19th-century-britain/)
        Oder ob es sie doch eher empört, dass überhaupt irgendeine Form der Gegenleistung gefordert wurde.

        Was meint ihr?

        • Habe heute einen Anruf zur Meinungsumfrage bzgl. des Bayrischen Rundfunks bekommen. Da sollte man unter anderem mit 1 bis 4 bewerten ob sich die Gesellschaft in die Richtige Richtung entwickelt, ob man Gewalt zum erreichen der Ziele angemessen findet und ob man sich als Teil der gesellschaftlichen Entwicklung sieht.

          Zudem noch jede Menge Fragen zu all den Apps und Kanälen des BR, die es wahrscheinlich in ähnlicher Form für jeden öffentlichen Sender gibt und was wohl auch der Grund ist warum die immer mehr Geld wollen.

  2. > Frauen wollen aber können aufgrund tatsächlicher Benachteiligung nicht

    Da gebe ich teilw. Recht, lange Sitzungsstunden bis in die Nacht, fehlende Kinderbetreuung, Zeitmangel. Allerdings trifft dies einen Mann der Kinder betreut genauso.

    > Hälfte der Macht für die Hälfte der Bevölkerung

    Die hat schon die Macht zu wählen, genau wie die Männer. Sie wollen MEHR macht für die die gewählt werden wollen. Nicht für die Hälfte der Bevölkerung, sondern für eine kleine elitäre Gruppe an Frauen. („neue SPD“)

    > Frauen keine Gruppe des Volkes

    WAS?

    > 3. Geschlecht, keine Änderung bei Auftrag für Gleichberechtigung

    Hauptsache irgendwas mit Gleichberechtigung, sie sind Gleichberechtigt. Wenn sollten sie ehrlich von Gleichstellung reden. Aber Ehrlichkeit scheint denen kein Begriff

    > Parteien, bei Frauenmangel, können außerhalb nach Kandidatinnen suchen

    Eklatante Ungleichbehandlung von Männern oder Parteien die Männerrechte verstärkt vertreten.

    > Vielzahl kompetenter Frauen, gewährleistet Kompetenz

    Was ein Blödsinn, beweist die Schwierigkeiten die sie mit einfachster Mathematik haben. Es gibt Statistisch viel mehr geeignete Männer, statistisch wäre eine Partei mit mehr Männer an der Spitze kompetenter.

  3. Wenn Frauen anhand von willkürlichen Regelungen mehr Mandate und Ämter in einer Partei besetzen, als sie anteilig Mitglieder stellen, werden Männer ihnen gegenüber benachteiligt. Das ist offenkundig, und nur durch ideologische Argumentation zu bestreiten.

    Und ja, Frauen könnten durchaus, aber wollen nicht. Das sieht man am Mitglieder Anteil der Frauen in der SPD, die seit 30 Jahren eine Frauenquote hat. Aber keine 50% weibliche Mitglieder

    Sie lügen sich selbst in die Tasche und möchten die Demokratie aus Freien und Gleichen aus reiner Machtgier für Ihre Partikularinteressen abschaffen.

    • „Wenn Frauen anhand von willkürlichen Regelungen mehr Mandate und Ämter in einer Partei besetzen, als sie anteilig Mitglieder stellen, werden Männer ihnen gegenüber benachteiligt. Das ist offenkundig, und nur durch ideologische Argumentation zu bestreiten.“
      Ja, und?
      Hier geht es nur um Macht. Werv das immer noch nicht verstanden hat *gehört* als erstes an die Wand gestellt wenn die Revolution kommt.

  4. „Parteien, bei Frauenmangel, können außerhalb nach Kandidatinnen suchen“

    ist astreine Parteiendiskriminierung.

    Es erinnert mich an folgende Argumentation die in konservativen Kreisen kursiert:

    „Wir brauchen keine gleichgeschlechtliche Ehe. Wenn ein Schwuler heiraten will kann er eine Frau heiraten.“

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