MIA zu den den Plänen das gemeinsame Sorgerecht auch für unverheiratete von Anfang an vorzusehen

MIA (Mütterinitiative für Alleinerziehende) hat ein Statement zu den Reformplänen im Umgangsrecht abgegeben, (via Mama arbeitet) nach dem auch unverheiratete Eltern das gemeinsame Sorgerecht haben sollen:

Insofern ist ein rechtlicher Automatismus dahingehend nicht nur eine überflüssige, sondern auch hoch problematische Regelung. Dieser Ansatz wurde in der letzten Sorgerechtsreform 2013 bewusst abgelehnt:

„Der Gesetzgeber muss sich am Leitbild orientieren, dass die gemeinsame Sorgetragung in der Regel dem Kindeswohl entspricht; wohl wissend, dass es davon Ausnahmen gibt. Die gemeinsame Sorgetragung setzt den Willen des Vaters, sich gleichwertig beteiligen zu wollen und eine Initiative des Vaters, mit der er dies erklärt, voraus. Dies kann niedrigschwellig dokumentiert werden, in dem der Vater seinen Willen zur Mitsorge durch einen Antrag bekundet. Das Antragserfordernis verhindert, dass Väter mitsorgeberechtigt werden, die kein Interesse an ihrem Kind haben.“

Ein Antragserfordernis in seiner rudimentärsten Form – der Vater muss lediglich den Antrag stellen und es muss klar sein (=von beiden Seiten zumindest nicht bestritten), dass er der genetische Vater ist und dann wird er als Vater eingetragen ohne das die Mutter tatsächlich zustimmen muss, dürfte allerdings auch von MIA abgelehnt werden. Es lassen sich viele Regelungen denken, die das Problem lösen ohne das die Mutter dazu ein Zustimmungserfordernis haben müsste.

Gravierende Probleme ergeben sich in Konstellationen, in denen die Eltern nie in einer Beziehung zusammengelebt oder sich bereits während der Schwangerschaft getrennt haben und und die Väter nicht willens sind, Verantwortung für ein Kind zu tragen. Auch diese Väter würden automatisch das gemeinsame Sorgerecht erhalten. Formal gleiche Rechte dürfen jedoch nicht zu einer Benachteiligung von Kindern und Müttern führen. Es ist auf die tatsächlichen Gleichstellungseffekte infolge von Rechtevergaben zu achten.
Ein gemeinsames Sorgerecht, das den Interessen des Vaters entgegensteht, kann nicht dem Kindeswohl dienen.

Und die Lösungen wären ja einfach:

  • Sie haben nie zusammengelebt: Vollkommen unerheblich, da das gemeinsame Sorgerecht keine Fragen des täglichen Lebens betrifft, sondern lediglich Fragen von einiger Bedeutung. Wenn das Kind nicht krank ist, dann sind das letztendlich die Anmeldung zu einer Kinderbetreuung oder später die Schule. Diese Fragen kann auch ein Elternteil, der das Kind nicht hauptsächlich betreut und nicht mit dem hauptsächlich betreuenden Elternteil zusammenlebt. Wenn es nicht klappt, dann kann eine Vollmacht ausgestellt werden oder ein Antrag auf Übertragung des gesetzlichen Sorgerecht gestellt werden
  • oder sich bereits während der Schwangerschaft getrennt haben: Auch das ist vollkommen unerheblich für ein gemeinsames Sorgerecht. Die beiden müssen dann eben – zur Not über eine Beratungsstelle – lernen, die Beziehungsebene und die Elternebene zu trennen. Das Kind hat dennoch Anspruch auf beide Eltern.
  • die Väter nicht willens sind, Verantwortung für ein Kind zu tragen Auch dann bleiben die Lösungen „Vollmacht für den betreuenden Elternteil“ oder „teilweise Entziehung des Sorgerechts“

Bereits 2008 stellte das BVerfG fest, dass ein unwilliger Vater nicht zu regelmäßigem Umgang mit seinem Kind gezwungen werden kann.

Das betraf einen sehr spezielle Fall, indem das Kind aus einem Seitensprung eines verheirateten Mannes entstanden war und die Mutter eigentlich über den Umgang mit dem Kind Kontakt zum Vater erzwingen wollte. Die Ehefrau des Vaters hingegen hatte deutlich gemacht, dass sie sich scheiden lässt, wenn er sich noch einmal mit ihr trifft. Er hatte erklärt, dass er seine Ehe nicht riskieren wolle und daher einen erzwungenen Umgang (aus dem Gedächtnis wiedergegeben) so wahrnehmen werde, dass er sich mit dem Gesicht zur Wand setzt und sich auf nichts einlässt. In diesem Ausnahmefall hat das BVerfG angeführt, dass der Umgang nicht vollstreckt werden darf. In anderen Fällen hingegen ist das durchaus möglich und man kommt keineswegs so leicht da raus. Natürlich: Wenn der Vater absolut nicht will, dann wird es dem Kind auch keinen Spass machen und dann endet der Umgang normalerweise auch. Aber die meisten Väter wollen es ja auch nicht an dem Kind auslassen.

Väter, die bewusst keinen oder äußerst sporadischen Umgang zu ihren Kindern pflegen, wären nun gezwungen, Entscheidungen wie die richtige Schulwahl oder über die Notwendigkeit einer Psychotherapie mit zu treffen.

Sie wären nicht gezwungen. Sie könnten der Mutter beispielweise ganz einvernehmlich eine Vollmacht ausstellen, dann kann diese alleine eine Entscheidung treffen. Oder die Mutter stellt einen entsprechenden Antrag.

Diese würden jeglicher Grundlage entbehren. Im Konfliktfall oder bei fehlender Rückmeldung im Entscheidungsprozess müsste jedes Mal das Familiengericht anrufen werden. Die Belastungen für Mütter und Kinder, die daraus entstehen, dürfen nicht bagatellisiert werden.

Das mag in einigen Fällen so sein. Allerdings ist der umgekehrte Prozess ja nicht besser: Die Mutter will das gemeinsame Sorgerecht nicht rausrücken, der Vater muss es gezwungenermaßen einklagen.

In den obigen Extrembeispielen bei denen es ihn nicht interessiert, wäre es eh unproblematisch.

Die aktuelle Regelung, in der unverheiratete Väter einen Antrag auf gemeinsames Sorgerecht stellen müssen, um ihr Interesse am Kind zu bekunden, soll vor den benannten Missständen schützen. Der Antrag des rechtlichen Vaters kann bereits heute nur in sehr seltenen Fällen abgelehnt werden, nämlich dann, wenn die Mutter beweist, dass die gemeinsame Sorge zu einer Gefährdung des Kindeswohls führen würde. Dieses Widerspruchsrecht der Mutter entfiele bei einem Automatismus
bezüglich des gemeinsamen Sorgerechts.

Aber es würde ja ersetzt werden durch einen Prozess, den die Mutter führen kann. Und den sonst der Vater führen müsste.

Auch ist nicht klar, wie Frauen vor Gewalt und Missbrauch des genetischen und/oder rechtlichen Kindsvaters geschützt werden sollen. Der Antrag zur Sorgerechtsreform, die 2013 in Kraft trat, merkte
dazu an: „Der Schutz vor Gewalt muss auch in den Entscheidungen über Sorgerecht (und Umgangsrecht) berücksichtigt werden. Die Unversehrtheit von Frauen und Kindern hat Priorität. Insbesondere für
Frauen, die mit ihren Kindern zum Schutz in ein Frauenhaus geflohen sind, ist die Praktizierung eines gemeinsamen Sorge- und Umgangrechts nicht möglich.“

Was für fiese Zicken. Die gleiche Lage besteht ja ebenso bei verheirateten und auch da ist es kein Problem. Warum soll es dann in anderen Konstellationen ein Problem sein? Zur Not wird sie eben eine einstweilige Anordnung beantragen müssen und dort ihren Vortrag an Eides statt versichern müssen. Das Jugendamt und der Verfahrensbeistand wird mit ihr und den Kindern sprechen, ebenso wie mit dem Vater. Und man wird klären müssen, ob ihre Angaben überzeugend sind.

Neben körperlicher Gewalt spielt auch psychische Gewalt eine Rolle, indem Väter über das gemeinsame Sorgerecht Macht und Kontrolle über die Mutter ausüben.

Eben. Und psychische Gewalt kann es genau so sein, wenn sie im das gemeinsame Sorgerecht nicht gibt, damit sie ihn besser kontrollieren kann und ihm die Wegnahme der Kinder androhen kann.

Die Probleme können also durch die bisherige Regelung also genau so auftreten. Und welche großartige Kontrolle bietet andererseits das gemeinsame Sorgerecht? Allenfalls für das Aufenthaltsbestimmungsrecht, aber das läuft bei Gewalt meist auch leer. Ansonsten stehen schon üblicherweise im normalen Leben des Kindes keine Fragen zur Entscheidung, die tatsächlich das gemeinsame Sorgerecht betreffen. Tatsächlich kann das gemeinsame Sorgerecht sogar selbst bei schlechten Verhältnis Probleme beseitigen, weil man ohne Sorgerecht Informationen von dem anderen Elternteil zu allem möglichen verlangen kann, während bei gemeinsamen Sorgerecht darauf verwiesen werden kann, dass der andere die sich an den passenden Stellen selbst holt.

Sicherlich ist den veränderten Lebensbedingungen Rechnung zu tragen. Im Vergleich zu früheren Generationen entscheiden sich immer mehr Paare dafür, unverheiratet zu bleiben oder erst später zu
heiraten und dennoch eine Familie zu gründen. Im Jahr 2015 lebten beispielsweise 10,54 Prozent aller Kinder unter 18 Jahren im Haushalt ihrer unverheirateten Eltern. Um die Rechte dieser Väter zu stärken, könnte z.B. ein gemeinsames Sorgerecht begründet werden, wenn die Eltern bei der
Anerkennung der Vaterschaft in einem gemeinsamen Haushalt leben. Hier kann ein Interesse des Vaters am Kind angenommen werden. Diese Möglichkeit wurde bereits 2018 auf dem 72. Deutschen
Juristentag diskutiert und in Betracht gezogen.

Also immerhin ein Zugeständnis. Aber im übrigen kein sehr überzeugender Einwand.

Analog zu den aufgestellten Thesen der Arbeitsgruppe würde dies bedeuten, dass der unverheiratete rechtliche Vater, der noch nie mit seinem Kind zusammengelebt hat, Inhaber des Sorgerechts ist, das
Recht auf Ausübung aber zunächst bei der Mutter alleine verbleiben müsste, solange kein Antrag gestellt wird.
Unter Berücksichtigung der Schwierigkeiten für unverheiratete Eltern, die sich bereits vor der Geburt getrennt oder nie eine Beziehung geführt haben und der niedrigschwelligen Möglichkeit für unverheiratete Väter das Sorgerecht zu erlangen, stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit der vorgestellten These. Notwendig wäre dagegen in jedem Fall eine Aufklärung werdender Eltern hinsichtlich der rechtlichen Tragweite ihrer jeweiligen Entscheidung, solange man nicht das deutsche Sorgerecht von Grund auf reformiert und die Rechte des Kindes in den Mittelpunkt stellt, anstatt das Recht der Eltern am Kind weiter voranzutreiben

„Die Rechte des Kindes in den Mittelpunkt stellen“ ist natürlich auch erst einmal nur eine hohle Floskel. Denn wenn man davon ausgeht, dass ein Kind das Recht auf beide Eltern hat und zu beiden eine Bindung aufbauen muss, dann kann das gemeinsame Sorgerecht, welches beide Eltern eher dazu bringt, zum Wohle des Kindes auf Augenhöhe zu kooperieren, genau diese Rechte schützen. Ich vermute Mia würde das aber anders sehen

46 Gedanken zu “MIA zu den den Plänen das gemeinsame Sorgerecht auch für unverheiratete von Anfang an vorzusehen

  1. Es wird immer schlimmer. Warum wird so massiv bekämpft, dass ein Kind die beiden Menschen als Vater und Mutter hat, von denen es gezeugt wurde? Und zwar selbstverständlich. Statt dessen kann nur Vater werden, wen die Mutter zum Zeitpunkt der Geburt als Ehemann akzeptierte – oder dem sie die Vaterschaft in einer Erklärung gegenüber dem Staat zubilligt. Warum hat das Kind bei uns keinen Anspruch auf seinen wirklichen Vater?

    Es gibt zig Beispiele, wo die Ämter Frauen versuchen davon abzubringen, dem Vater die gemeinsame Sorge zu gestatten, weil das die Rechtsposition der Frau und damit die Alleinherrschaft über das Kind schwäche. Schon wieder die Frage: Warum dürfen die Mütter den Kindern die Väter nehmen?

    Die Forderung der Mütterinitiative, dass ein Vater sich an einem Punkt in seinem Leben in einem Moment auf eine Frage entscheiden soll, ob er die Vaterrolle übernehmen will, ist unmenschlich. Ginge man immer nach solchen punktuellen Bekundungen müsste allen #regrettingMotherhood-Frauen sofort die Kinder weggenommen werden.

    Und immer wieder kommt dann die Leier von der Gewalt. Und wie immer kein Wort darüber, wie überforderte alleinerziehende Mütter vor allem ihre Söhne misshandeln und ihre Kinder massiver psychischer Gewalt aussetzen. Wie sie gemeinsam mit Ämtern und Medien versuchen, ihnen alle als männlich verortbaren Attribute als gewalttätig, böse, sexistisch, toxisch und triebgesteuert einzuimpfen.

    In unserer Gesellschaft gilt das folgende Prinzip:
    Kinder gehören der Mutter, denn nur sie ist wirklich Elternteil, da die Biologie dort akzeptiert wird.
    Die Mutter entscheidet, ob das Kind einen Vater haben darf und ob ein Vater wirklich den Vater im Leben des Kindes verkörpern darf (Ausnahme: Bei der Geburt verheiratet).
    Möchte sie das nicht, sorgt die Gesellschaft für die Frau – und die Frau dann hoffentlich auch ein bisschen für das Kind. Das Kind hat dabei gar keinen Anspruch auf seinen Vater.

    Selbst wenn der Vater Charles Manson, Adolf Hitler oder der CEO eines Braunkohlekraftwerks wäre, ist er der Vater des Kindes. Darauf hat das Kind ein Recht! Und dieses Recht wiegt meiner Ansicht nach schwerer als der omnipräsent erhobene Anspruch der Mutter auf Versorgung.

    Die bisherige Regelung und die Tendenz der sog. „Änderung“ gehen weiter genau in die Richtung, die Bedürfnisse der Mutter ins Zentrum zu stellen. Denn sie kann weiterhin einen Vater zulassen oder ablehnen – auf jeden Fall muss er zahlen, selbst wenn er gar nicht der Vater ist. Und er hat weiter genauso wie das Kind keinen natürlichen Anspruch auf einen Abstammungstest.

    Diese Zustände brauchen kein Refömchen, die brauchen einen ehrlichen Menschenrechtsgerichtshof.

    • „Die Mutter entscheidet, ob das Kind einen Vater haben darf und ob ein Vater wirklich den Vater im Leben des Kindes verkörpern darf (Ausnahme: Bei der Geburt verheiratet).“

      Falsch!
      Auch im Falle des ehelichen Kindes bedarf es der Zustimmung der Mutter, ob ein Vater Vater sein darf.
      Nur hat sie diese Zustimmung schon früher mit dem Ja-Wort vor dem Standesbeamten erteilt.

      Blödsinn?
      Genau so hat der damals oberste Verfassungsverdreher, Hans-Jürgen Papier, in dem Sorgerechtsurteil vom 30.1.2003 argumentiert.

    • „Ich verstehe nicht, was an diesem Konzept so revolutionär sein soll.“

      Das Revolutionäre wäre die Abkehr von der heiligen Unantastbarkeit der Mütter in D.

      • Es ist vollkommen schwachsinnig, das SR einer der beteiligten Personen losgelöst von der Sorge zu betrachten. Diese gilt ( aus rechtlicher Sicht ) immer für alle Beteiligten und unterliegt bei den Eltern – laut internationalem Recht und BVerfG-Rechtsprechung – der ebenfalls unlösbar dazugehörigen Pflicht. Lediglich das Kind hat ein alleiniges SR und das gilt vollkommen ohne Geschlechterbezug.
        Anders formuliert: Der ganze Schwurbelscheiß dreht sich um ein ausschließliches und eindeutig illegales Gruppenprivileg der Mütter, indem dasselbe über die Pflicht der Eltern und das Recht des Kindes gestellt wird.
        Das ist ein eindeutiger Rechtsbruch!
        MIA( wer immer das auch ist ) macht sich eines schweren Kinder- u. Menschenrechtsvergehens strafbar und gehört in den Knast ( bei gleichzeitigem vorläufigem Sorgeentzug! ).

        • „MIA( wer immer das auch ist ) macht sich eines schweren Kinder- u. Menschenrechtsvergehens strafbar und gehört in den Knast ( bei gleichzeitigem vorläufigem Sorgeentzug! ).“

          Ich glaub, MIA ist so ne Art VAM(V).

          • Scheint logisch, den VAM(v) am besten gleich mit verbieten und deren Aufhetzer einknasten.
            Kann sinnvollerweise durch einen Förderverein für leider Alleinerziehenmüssende ( z.B. Witwen auf einer Hallig ) ersetzt werden, der den Betroffenen beim Abmildern/Auflösen des Elends Unterstützung zukommen lässt. Das wäre mal eine echte ehrenamtliche soziale Hilfsaufgabe.

  2. Wie sagen die Feministinnen:

    Wer Privilegien hat, hat auch Angst diese zu verlieren.

    Ich könnte mir vorstellen das MIA nur mit Frauen zu tun hat, wo der Vater ein Problem ist und/oder die Fälle immer nur aus Sicht der Mütter kennt, die natürlich Lügen können wie sie wollen und ja auch tun – MIA wird ihnen glauben, sofern es deren Weltbild entspricht.

    Väter entsprechen nur in großer Mehrheit nicht dem MIA-Väterbild und die Gewalt die von Müttern gegen ihre eigenen, kleinen Kindern ausgeht, wird ausgeblendet, obwohl sie öfter die Täter sind. Das MIA daher in der Lage ist die Situation richtig zu bewerten, ist eher abwegig.

    • MIA, Mama arbeitet, midlife-Boom und wie sie alle heissen, setzen sich nur für Mütterprivilegien ein, nicht für die Kinder. Für die ist es natürlich in der Regel das beste, im Wechselmodell betreut zu werden, aber das interessiert die Mütter ja nicht. So wollen regelmäßige, üppige Unterhaltszahlungen einstreichen, das Kind als Druckmittel gegenüber dem Vater in Geiselhaft halten und als arme, unterstützenswerte Muttis wahrgenommen werden. Das fällt mit dem WM als Regelfall alles weg. Die Mehrzahl der Mütter unterstützen das WM, weil sie das Kind an erster Stelle sehen und dieses beide Eltern gleich liebt. Die o.g. Kindesbesitzerinnen, die man bei MIA usw. findet, denken halt an sich, und NUR an sich. Das Umgangsboykott Kindesmisshandlung und eine Straftat ist, interessiert die nicht und die jetzigen Gesetze unterstützen diese Horrormütter auch noch.

  3. „Und psychische Gewalt kann es genau so sein, wenn sie im das gemeinsame Sorgerecht nicht gibt, damit sie ihn besser kontrollieren kann und ihm die Wegnahme der Kinder androhen kann.“

    Das Umgangsrecht besteht ja unabhängig vom Sorgerecht … aber wie soll man sich „damit sie ihn besser kontrollieren kann“ vorstellen?

    • „Das Umgangsrecht besteht ja unabhängig vom Sorgerecht … “
      Nein, vollkommener Unfug! Die deutsche Jurisdiktion handhabt es illegalerweise so.
      Lässt sich einfach belegen: Versuche mal einem Kind die Nase zu putzen, das gar nicht da ist.
      Die Sorge wird durch Entzug des SR inkl. der höherstehenden Sorgepflicht und des SR des Kindes gelöscht, da es ohne unmöglich ist, sie auszuüben.
      Kann man übrigens auch in Gegenrichtung defakto gleich begründen, ist also eineindeutig.

  4. „Das betraf einen sehr spezielle Fall, indem das Kind aus einem Seitensprung eines verheirateten Mannes entstanden war und die Mutter eigentlich über den Umgang mit dem Kind Kontakt zum Vater erzwingen wollte.“

    Das wurde woraus geschlossen?

    „Die Ehefrau des Vaters hingegen hatte deutlich gemacht, dass sie sich scheiden lässt, wenn er sich noch einmal mit ihr trifft. Er hatte erklärt, dass er seine Ehe nicht riskieren wolle und daher einen erzwungenen Umgang (aus dem Gedächtnis wiedergegeben) so wahrnehmen werde, dass er sich mit dem Gesicht zur Wand setzt und sich auf nichts einlässt. In diesem Ausnahmefall hat das BVerfG angeführt, dass der Umgang nicht vollstreckt werden darf.“

    Ich finde es immernoch erstaunlich, dass dieses Urteil von Dir unterstützt wird, Christian. Die Rechte des Kindes wurden mit Füßen getreten. Sicher: mit 18 (und die ist er schon ne Weile, so ich mich richtig erinnere und falls er noch lebt) dürfte er dann nochmal den Umgang einklagen, meinten die Richter… nur wie das wohl ausginge? Wäre das Urteil dann abhängig davon, ob die Ehe noch bestünde?

    Man hätte zumindest ein Gutachten in Auftrag geben müssen, unter welcher psychischen Störung dieser Mann leidet und ob er damit nicht auch potentiell eine Gefahr für seine ehelichen Kinder darstellt. Das hätte womöglich ausgereicht, um ihn zum Einlenken zu bewegen.

    Ich verstehe, dass seine Ehefrau am Liebsten vergessen wollte, dass die gemeinsamen Kinder auch noch einen Halbbruder haben – es bleibt die Wahrheit. Die gemeinsamen Kinder werden sie auch schon gekannt haben (nach so vielen Jahren des Rechtsstreits). Ich denke, dass auch sie ein legitimes Interesse an einem Kennenlernen haben dürften (wie auch die nochmaligen Großeltern). Die Beziehung zu ihrem Vater wird auf jeden Fall Schaden genommen haben, aber so wurden sie außerdem der Möglichkeit beraubt, die Sache zu verarbeiten. Vom Jungen und seiner Mutter wollen wir gar nicht erst anfangen…

    • Also wenn ich das hier alles richtig lese und verstehe, nötigt die Ehefrau ihren Mann, sein Kind nicht mehr zu sehen, indem sie ihm droht, ihm ansonsten seine Familie wegzunehmen.
      Und in diesem Kontext hat das Verfassungsgericht gegen das Recht des Kindes auf Umgang mit seinem Vater entschieden?
      Warum hassen alle die Kinder so? Wo finde ich denn die Urteilsbegründung?

      • Gar nicht so schwer (wenn man denn sucht^^)
        https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2008/04/rs20080401_1bvr162004.html

        Überfliegs gerad auch zum 1. Mal, und siehe da: ich steh auf Seiten der damals um Stellungnahme gebetenen Väterverbände:

        „6. Der Verein Väter für Kinder ist der Meinung, die zwangsweise Durchsetzung der Umgangspflicht, die das Oberlandesgericht angedroht habe, sei nicht nur dem Kindesvater zumutbar, sondern eröffne auch die Chance, dass sich im Laufe der Zeit doch eine adäquate Vater-Kind-Beziehung entwickele. Dem Kind könne nicht das Recht abgesprochen werden, seinen Vater kennenzulernen. Die Behauptung des Beschwerdeführers, seine Ehe werde durch einen Kontakt mit dem Kind gefährdet, greife nicht durch, da sich der Beschwerdeführer von Anfang an im Klaren gewesen sein müsse, dass er mit seinem Verhalten auch ohne das Kind seine Ehe erheblich gefährden würde.

        44

        7. Der Verein Väteraufbruch für Kinder meint, soweit sich der Beschwerdeführer auf den Schutz seiner Ehe und Familie berufe, sei die Drohung der Ehefrau schon nicht glaubhaft.

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        Das zwangsweise Durchsetzen von Elternpflichten verstoße nicht gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Umgangsverpflichteten.

        46

        Die Androhung von Zwangsmitteln könne für den Verpflichteten in seinem unmittelbar mitbetroffenen Umfeld in vielen Fällen entlastend wirken. Dass der Beschwerdeführer sich durch Signale, Äußerungen und Handlungen seiner beiden ehelichen Kinder steuern lasse, erlaube eine vorsichtig optimistische Prognose über die weitere Entwicklung des Verhältnisses des Beschwerdeführers zu seinem nichtehelichen Sohn durch den anfangs erzwungenen Umgang. Nach dem Stand der Wissenschaft könne man vermuten, dass auch seltene Kontakte mit einem für die Anfangszeit eher abweisenden leiblichen Vater für die Entwicklung des Kindes förderlich seien, ihr gänzlicher Ausfall hingegen das Kindeswohl gefährde. Selbst bei ungünstigstem Ausgang solcher erzwungener Kontakte erhielte das Kind ein realistisches Bild des Vaters und werde nicht zuletzt auch der Mutter weniger Vorwürfe machen, sie habe ihm den Vater in irgendeiner Weise vorenthalten. Dies diene dem Kindeswohl.“

        • „Überfliegs gerad auch zum 1. Mal, und siehe da: ich steh auf Seiten der damals um Stellungnahme gebetenen Väterverbände: “

          Ich fürchte, da werden wir keine Zeugen einer wachsenden sozialen Intelligenz, vielmehr vom üblichen Wunsch einer Feministin nach Sanktionen gegen einen Mann.

          Ich hatte schon damals mich zu dem Fall dahingehend geäußert, dass ich grundsätzlich für einen Umgangszwang von Eltern bin, allerdings dann auch für die entsprechende Durchsetzung eines solchen in die andere Richtung. Es gibt tausende Väter, die sich einen Arm dafür abhacken lassen würden, ihre Kinder sehen zu dürfen und sich vor denselben Gerichten arm klagen, die sich hier so heldenhaft für eine arme geschundene Mutter ins Gefecht stürzten – ach nee, die kämpften natürlich für eine arme verlorene Kinderseele – und vor Kraft kaum geradeaus gehen konnten.
          Ich habe aber nie davon gehört, dass eine Mutter ernsthaft mit Sanktionen bedroht wurde, wenn sie den Kontakt zwischen Vater und Kind unterband.
          Fazit: Umgangszwang ja, wenn auch das Umgangsrecht mit derselben Nachdrücklichkeit durchgesetzt wird.
          Wenn nicht, haben die Roben die Schnauze zu halten und sich aus den Familien herauszuhalten

        • „Ich hatte schon damals mich zu dem Fall dahingehend geäußert, dass ich grundsätzlich für einen Umgangszwang von Eltern bin“

          2014 las sich das bei Dir so:

          „Ohne den Link zu öffnen, weiß ich vermutlich, dass Du auf den Fall anspielen willst, wo eine Frau den Vater ihres 7-jährigen Sohnes zum Umgang mit dem Kind zwingen wollte. Das unsägliche OLG Brandenburg meinte daraufhin, ihn mit 25.000€ Zwangsgeld motivieren zu können.
          Der Mann hatte sich noch vor der Geburt des Kindes von der Mutter getrennt und seinen Sohn nie gesehen.
          Ich bin mit dem Ergebnis wahrlich nicht glücklich, begrüße aber das BVerfG-Urteil, weil es ein vielleicht noch viel größeres Trauma des Kindes verhindert hat.
          Schon schlimm genug, wenn ein Kind das Desinteresse des Vaters (im Falle von Kaiser Wilhelm II z.B. der Mutter) erfahren muss. Wie aber muss es erst Ablehnung und Hass schädigen?“

          https://allesevolution.wordpress.com/2014/10/29/eltern-kind-entfremdung-parental-alienation-syndrome-pas/

          Und zwei Jahre später dann folgendermaßen:

          „Ich hab die Geschichte auch, soweit möglich, verfolgt. Und auch ich hatte weit eher den Eindruck, dass die Mutter des Jungen mit dem Vater ihres Kindes seelisch noch nicht fertig war und das Kind nun als Brechstange benutzen wollte, die Beziehung wiederherzustellen.
          Wohlgemerkt, wir reden von einer Beziehung die schon fast 10 Jahre vorbei – V O R B E I ! – war.
          Aus den Infos ging nicht hervor, dass sie sich in den 10 Jahren um eine Vater/Kind-Beziehung bemüht hatte.

          Es geht also nicht um einen Fall, wo ein Vater plötzlich den Kontakt abbrach. DANN hätte man ihn vom Gericht den Marsch geblasen.
          So aber wirkt die Aktion unglaubwürdig und man kann dem Mann glauben, dass er nicht bereit ist, für ein (fremdes) Kind seine Ehe und Familie dranzugeben.“

          https://allesevolution.wordpress.com/2016/12/13/als-evtl-vater-geld-bieten-fuer-eine-abtreibung/

          Meine Haltung wirkt da deutlich konstanter über die Zeit gesehen, nech?

          „Ich habe aber nie davon gehört, dass eine Mutter ernsthaft mit Sanktionen bedroht wurde, wenn sie den Kontakt zwischen Vater und Kind unterband.“

          Und wer übernimmt es jetzt an meiner statt, diese Deine Lüge aufzudecken? Christian vielleicht?

          • „Meine Haltung wirkt da deutlich konstanter über die Zeit gesehen, nech?“

            Findest Du meine Haltung inkonstant?
            In diesem speziellen Fall war es die beste Lösung, ansonsten wäre ich kompromisslos für die Verantwortung der Eltern, notfalls auch per gerichtlichen Druck.
            Ich bin sicher, dass ich das auch damals schon so rübergebracht habe – einschließlich meiner scharfen Kritik an den Roben, die – 2008 noch kompromissloser als heute – gern auf Väter mit dem Baseballschläger eindreschen und gegen Mütter in denselben Fällen mit Wattebäuschen schießen.

            „„Ich habe aber nie davon gehört, dass eine Mutter ernsthaft mit Sanktionen bedroht wurde, wenn sie den Kontakt zwischen Vater und Kind unterband.“

            Und wer übernimmt es jetzt an meiner statt, diese Deine Lüge aufzudecken?“

            Ok, ich weiß von einem Fall, wo eine umgangsboykottierende Mutter mit einem Bußgeld von einigen zehntausend Euronen bedroht wurde.
            Doch welche Glaubwürdigkeit hat eine solche Drohung gegenüber einer Mutter, die ihr Einkommen ausschließlich aus Unterhalt und Sozialhilfe bestreitet?
            Da wollte in meinen Augen ne Robe durch Aktionismus belegen, dass sie auch gegen Mütter vorgeht.
            Aber eine von vornherein ganz offensichtlich nicht vollstreckbare Sanktion ist nun mal keine Sanktion – und so war sie wohl auch gemeint.
            Es bleibt also bei dabei, dass ich noch nie … (s.o.)

        • Dank für die Quelle. Das Problem an dem Urteil ist, dass die Motivation des Vaters sein Kind nicht sehen zu wollen, nicht entsprechend gewürdigt wird.

          Würde er auch den Umgang verweigern, wenn ihm seine Ehefrau bereits aus einem anderen Grund die eheliche Familie weggenommen hätte? Er zahlte ja Unterhalt, erkannte das Kind als seines an und krankenversicherte es bei sich. Man kann nur mutmaßen, dass er ohne die Nötigung seiner Ehefrau ein positives Verhalten gegenüber seinem Kind an den Tag gelegt hätte.

          Wenn man jetzt entscheiden würde, der Typ muss sein Kind sehen. Als Folge macht die Gattin dann die Drohung war und entzieht ihm seine eheliche Familie. Der Typ muss dann aber trotzdem weiter sein Kind treffen. Die Mutti von diesem außerehelichen Kind ist ja überfordert und hat es fremduntergebracht in einer Wohngruppe. Die zentrale Frage setzt dann da an: Würde der Vater weiterhin jeden positiven Kontakt zu dem Kind vermeiden – oder würde aus ihm womöglich ein fürsorglicher, liebender alleinerziehender Vater werden? Einfach, weil der toxisch-weibliche Druck durch die Nötigung verschwunden ist.

          Wenn dafür eine Wahrscheinlichkeit in der Persönlichkeit des Vaters gefunden wird, muss er im Sinne des Kindes zum Umgang gezwungen werden.

          Das sagt mir mein innerer Senat…

          • „Wenn dafür eine Wahrscheinlichkeit in der Persönlichkeit des Vaters gefunden wird, muss er im Sinne des Kindes zum Umgang gezwungen werden.“

            Nach so vielen Jahren vor diversen Gerichten hätte ein derartiger Umgang für das Kind nur katastrophal ausfallen können.
            In solchen Fällen muss ein Umgang sofort und konsequent angeordnet werden, auch mit dem Risiko, dass die Ehe in die Grütze geht. Das verbuche ich unter Lebensrisiko. Keiner hat das Recht, rumzuvögeln, ohne die Konsequenzen inkauf zu nehmen.
            Aber – und da wiederhol ich mich – das gilt auch für die andere Variante „Mutter verweigert Umgang mit dem leiblichen Vater“.

      • Die Ehefrau des Vaters macht sich der Nötigung strafbar. Er allerdings verwirkt das SR ( vorläufig ) durch die bewußte und vorsätzliche Beschädigung der besten Interessen des Kindes. Dazu reicht die glaubhafte Bedrohung des Kindes durch Ankündigung kindesschädlichen Verhaltens aus. Somit wird er ( vorläufig ) Barunterhaltspflichtig.
        Wobei er m.E. regelmäßig auf seinen Geisteszustand untersucht werden sollte, da man eine gravierende Störung vermuten kann ( und muß ).

        Was sollte es da zu diskutieren geben? Das ist eindeutig.

          • Sie setzt die Schädigung des Kindes als Grundbedingung. Zwar vordergründig nur indirekt ( via Vater ), aber ein logischer Schritt über ganze zwei Stufen, ist i.d.R. sogar Feministen UND Juristen zumutbar.

            Man ist sogar verpflichtet den Schnee vom Autodach zu fegen, unbenommen ob man den durch Sichtbehinderung zu Tode verunfallten kennt oder nicht.
            Denk mal logisch!

    • @semikolon:
      Es ist doch klar woran der man leidet, die psychische Gewalt ausgehend von seiner Frau.
      Da es die jedoch nicht geben darf und wofür er auch keine Unterstützung finden darf muss dann eben ein solches Urteil zustande kommen.

      • Wie hättest Du denn geurteilt?
        (Begleiteter) Umgang oder ersatzweise Geldstrafe (ein ums andere Mal… bis hin zur Erzwingungshaft), nech?
        Dann hätte man jedenfalls von grundsätzlicher Kohärenz sprechen können.

        • Selbstverständlich hätte er in erster Instanz zweifelsfrei zu Umgang per Ordnungsmittel diszipliniert werden müssen. Ohne Urteil, per Beschluss nach §89 FamFG u.s.w..
          Auch da kann es gar keinen Zweifel geben. Anders kann der Rechtsweg unmöglich eingehalten werden ( außer bei zu erwartender Wiederholungslage ).
          Parallel muß von Amts wg. ein Verfahren gegen seine Gattin eröffnet werden ( wg. Offizialdelikt, erpresserische Nötigung o.ä. zum Schaden von Schutzbefohlenen )

          • „erpresserische Nötigung o.ä. zum Schaden von Schutzbefohlenen )“

            Es dürfte weder der Tatbestand der Nötigung noch der Erpressung erfüllt sein. Schon weil sie sich jederzeit ohne Angabe von Gründen von ihm scheiden lassen kann.

          • Ja ja, das „o.ä.“ ist ja nahezu unsichtbar, is klar ….
            meinetwegen kannst Du es auch „Aufforderung zu einer Straftat“ nennen.
            Korinthenkacker …
            Ob sie sich scheiden lassen kann, oder nicht, ist für den Sachverhalt nebenbei vollkommen unerheblich, da die Schädigung eindeutig gezielt und mit Vorsatz auf das Kind gerichtet ist.

      • Ich finde es nicht verkehrt, Mitleid mit seiner Frau zu haben. Klar braucht es Unterstützung, um so einen Betrug zu verdauen. Und ich würde ihr ohne freiwillig geäußerte Bereitschaft sicher auch nicht zumuten wollen, das Kind der Nebenbuhlerin wie bei normalem Umgang nötig alle 14 Tage verköstigen, beherbergen und ins eigene Familienleben integrieren zu müssen.
        Aber darum ging es soweit ich weiß ja auch gar nicht.
        Dieser Mann hat sich durch alle Instanzen geklagt, um sein ungewolltes Kind nie auch nur 1 mal Treffen zu müssen! Das hat so eine spezielle Art von Scheißhaftigkeit an sich… da muss er schon auch selbst den passenden Charakter zu besessen haben!

        • Nun wenn eine Frau einem Mann ein Kuckuckskind unterschiebt, dann spielt die biologische Vaterschaft ja auch keine Rolle, warum also umgekehrt?
          Dem Mann ist sowas also zuzumuten, die Frau braucht Unterstützung.
          Ja, da ist Sie wieder die widerliche Doppelmoral des sogenannten emphatischen Geschlecht.
          Du findest es nicht zumutbar das die Ehefrau das Kind der Nebenbuhlerin alle 14 Tage verköstigen soll umgekehrt jedoch vollkommen in Ordnung das der Ehemann 20-25 Jahre für das Kind des Nebenbuhlers vollumfänglich aufzukommen hat.

          Ja, Du hast recht diese Einstellung ist wirklich eine ganz besonders widerliche besondere Art der Scheißhaftigkeit.

          • Du beantwortest die Frage nicht, sondern wechselst das Thema?

            Wenn Du über Kuckuckskinder sprechen willst, verrat mir doch bitte mal als Erstes, ob z.B. die jährlichen (geschätzt für D) rund 5000 mithilfe einer Samenbank gezeugten Kinder darunter fallen oder nicht. Ich hab tatsächlich noch nie eine Einschätzung dazu gelesen.

          • Nein, es ist kein anderes Thema, in beiden Fällen ist ein Kind durch einen Seitensprung entstanden.
            Der einzige Unterschied ist, das die Mutter staatlich gedeckt Lügen kann (eigentlich sogar staatlich unterstützt) und dem Vater das Recht auf eine Überprüfung nicht zugestanden wird. Wohingegen dem Vater jede Möglichkeit auf Verdunklung ebenfalls stattlich verwehrt wird.
            Das die Kinder die durch gemeinsame Entscheidung der Eltern auf eine Samenspende zurückzugreifen hier nicht dazu gehören ist ja wohl eindeutig klar, hier sind beide zum Zeitpunkt der Zeugung bereits aufgeklärt und haben dem zugestimmt..
            Laut einer Metastudie liegt die Rate bei ca 2 Prozent, wohin gegen diverse Studien zwischen 0,4 und 12 Prozent liegen. Das die genau Anzahl hier nicht bekannt ist liegt schon allein an der Tatsache, das ein Ehemann automatisch rechtlicher Vater wird und die Überprüfung der Vaterschaft durch den Gesetzgeber mit sehr hohen Hürden versehen wurde.

            Was Deine Fragen betrifft beziehst Du Dich wohl auf den früheren Eintrag auf den ich nicht geantwortet habe. Nun es ist doch ganz einfach, warum soll es für Männer in einer gleichberechtigten Gesellschaft andere Regeln geben als für Frauen, wenn die Mutter nicht gezwungen wird Ihren Seitensprung offen zu legen, dann gibt es keinen Grund das für den Vater was anderes gilt.
            Hinzu kommt, das eine Frau (My Body – My Choice) ja alle Möglichkeiten hat sich unabhängig vom Vater zu entscheiden was Sie machen möchte. (Die Frau hat sich ja auch Eigenverantwortlich auf einen verheirateten Mann eingelassen, es hat Sie niemand dazu gezwungen. Wer in einer solchen Situation glaubt eine Entscheidung zu einer Beziehung über ein Kind erzwingen zu können, dem ist ja sowieso nicht zu helfen).

          • „dem Vater das Recht auf eine Überprüfung nicht zugestanden wird“

            Doch (mit einer Bedenkfrist von 2 Jahren).

            „Das die Kinder die durch gemeinsame Entscheidung der Eltern auf eine Samenspende zurückzugreifen hier nicht dazu gehören ist ja wohl eindeutig klar, hier sind beide zum Zeitpunkt der Zeugung bereits aufgeklärt und haben dem zugestimmt“

            Naja, faktisch sind es nicht-leibliche und könnten somit strenggenommen als Kuckuckskinder gezählt werden (um die Zahlen besonders groß wirken zu lassen).

            Ich mein: sie sind schon auch ein Beweis dafür, dass sich Elternschaft (sogar für Väter^^) nicht allein biologisch definieren lässt. Als Partner einer Frau Schwangerschaft und Anfangsjahre in der (juristischen) Vater-Rolle erlebt zu haben, ist womöglich eher selten bedeutungslos…
            wobei: da fällt mir der Fall ein, wo bei der IVF befruchtete Eizellen vertauscht wurden. Nach der Trennung Jahre später begehrte der juristische Vater ein Abstammungsgutachten (k.A. mit welcher Begründung) und dabei stellte man dann eben fest, dass keiner der beiden Elternteile rein biologisch mit dem Kind verwandt war. Konsequenz: er war raus aus seiner Vaterschaft (wie gewünscht), sie als die Frau, die das Kind ausgetragen und geboren hatte, blieb aber natürlich zweifelsfrei juristisch dessen Mutter (ebenfalls wie gewünscht). Wen versteht man eher?

            „Was Deine Fragen betrifft beziehst Du Dich wohl auf den früheren Eintrag auf den ich nicht geantwortet habe“

            Und Du hast es immernoch nicht.
            Kind ist da und auch schon kein Kleinkind mehr – würdest Du sein Kennenlern-/Umgangsrecht mit seinem 2. juristischen (weil biologischen) Elternteil auch mit Zwangsmitteln durchsetzen ja oder nein?

          • „Doch (mit einer Bedenkfrist von 2 Jahren)“

            Du kannst sicher auf das entsprechende Gesetz verweisen!

            Zahlen besonders groß aufblähen zu müssen, ist ein typisches Vorgehen von Feministierenden, so wie diese auch immer von sich auf andere schließen.
            Eine Samenspende hat mit Kuckuckskindern nichts zu tun, vor allem schon alleine weil da niemand irgendwann mit der Tatsache überraschst wird, dass die Abstammung genetisch mit den reichlichen Eltern nicht zusammen passt.

            Nun wenn es um die biologische Elternschaft geht (was im Falle von Kuckuckskindern ja nicht der Fall ist), dann ist es eine rein biologische Definition.
            Hier irgendwas mit Sonderfällen wie Samenspende oder IVF zu begründen ist schlichtweg eine Ablenkung von der Tatsache, das es hier um einen Betrug um die Vaterschaft im Rahmen eines Seitensprung geht.

            Da Stand der allgemeinen Rechtsprechung ist, dass Väter Ihr Umgangsrecht gegenüber der Verweigerung der Mutter nicht durchsetzen können, daher gibt es auch keine Grund das anders herum zu ermöglichen.

            Ich hatte darauf bereits sehr wohl geantwortet.
            Ein Unding ist doch hier, dass wiederum von einer psychologische Gewalttäterin erlaubt wurde einen Mann zu bedrohen.
            Das Du das ja auch noch unterstützenswert findest hast Du ja schon geschrieben („Mitleid mit seiner Frau zu haben….“ bla bla bla)
            Ja so tickt das sogenannte empathische Geschlecht, Ihr ist es nicht zumutbar, Ihn darf man unter Zwang setzen.

    • „Ich finde es immernoch erstaunlich, dass dieses Urteil von Dir unterstützt wird, Christian. Die Rechte des Kindes wurden mit Füßen getreten.“
      Aha, den Vater also gegen seinen erklärten Willen unter Androhung von Strafe zum Kontakt mit dem nichtehelichen Kind zwingen ist also im Interesse des Kindes? Das wird bestimmt eine ganz tolle Vater-Kind-Beziehung.

      „Man hätte zumindest ein Gutachten in Auftrag geben müssen, unter welcher psychischen Störung dieser Mann leidet […]“
      Billige Unterstellung. Oben steht doch, dass seine Frau mit Scheidung droht, wenn er die Nebenbuhlerin noch mal trifft. Und diese Ehe ist wie auch die Familie (seine ehelichen Kinder) vom Grundgesetz geschützt, also kann das Kinderwohl des weiteren Kindes nicht darüber stehen.

      • Und auf die Art lässt sich ein Gericht erpressen?
        Hätte es dann nicht aber wenigstens noch eine Klausel geben müssen in der Art: „sobald die Scheidung eingereicht wurde, tritt der Umgangs-Anspruch in Kraft“?

        • „sobald die Scheidung eingereicht wurde, tritt der Umgangs-Anspruch in Kraft“?

          Nein, eine solche Entscheidung kann ein Gericht nicht treffen. Sie wäre allenfalls in einem Vergleich möglich. Hier noch weniger, da es in dem Verfahren meines Wissens nach um die Abwehr der Vollstreckung ging

      • „Aha, den Vater also gegen seinen erklärten Willen unter Androhung von Strafe zum Kontakt mit dem nichtehelichen Kind zwingen ist also im Interesse des Kindes?“

        Ja, ist es! Nebenbei i.d.R. gerade NICHT unter Androhung von Strafe o. Zwang, sondern von Ordnungsmitteln.
        Das Kind hat u.a. auch das zuvörderste Recht sich selbst davon zu überzeugen, ob der Kerl ein Arschloch ist, oder eben nicht!
        Bitte erstmal überlegen, ob man vom Recht, oder von stereotypen soziologischen Postulaten ( recht unsicheren übrigens ) ausgehen will und ggf. die Argumentation entsprechend markieren.

  5. „Wenn das Kind nicht krank ist, dann sind das letztendlich die Anmeldung zu einer Kinderbetreuung oder später die Schule. Diese Fragen kann auch ein Elternteil, der das Kind nicht hauptsächlich betreut und nicht mit dem hauptsächlich betreuenden Elternteil zusammenlebt.“

    was? Bestimmen?

    „welche großartige Kontrolle bietet andererseits das gemeinsame Sorgerecht?“

    Es geht konkret um:
    – Reisepass beantragen und mehrwöchige Ferien im Ausland bspw.
    – Impfungen und andere medizinische Behandlungen
    – Bankkonto oder Bausparvertrag eröffnen
    – Religionszugehörigkeit
    – welche Kita/Schule
    – u.U. Wohnortwechsel

    In manchen dieser Fälle lässt sich objektiv feststellen, was im Interesse des Kindes liegt, in anderen nicht.

    Wir reden hier über eine (sehr?) kleine Minderheit. Die meisten Frauen bieten den Kindsvätern das gemeinsame Sorgerecht ja auf dem Silbertablett an (und das ist schön!). Wo sie das nicht tun, müssten uns zunächst mal die Gründe näher interessieren. Was kam denn bei den Untersuchungen dazu raus?

    „Allerdings ist der umgekehrte Prozess ja nicht besser: Die Mutter will das gemeinsame Sorgerecht nicht rausrücken, der Vater muss es gezwungenermaßen einklagen.“

    Passiert wie oft?

    „In den obigen Extrembeispielen bei denen es ihn nicht interessiert, wäre es eh unproblematisch.“

    Das ist nicht gesetzt. Es wäre möglich, das er im Prinzip Entscheidungsbefugnisse haben will und dann aber konkret nicht zeitnah reagiert.

    „Aber es würde ja ersetzt werden durch einen Prozess, den die Mutter führen kann. Und den sonst der Vater führen müsste.“

    Wenn das Gegenteil genauso blöd wäre, wo liegt dann die Verbesserung?

    „Tatsächlich kann das gemeinsame Sorgerecht sogar selbst bei schlechten Verhältnis Probleme beseitigen, weil man ohne Sorgerecht Informationen von dem anderen Elternteil zu allem möglichen verlangen kann, während bei gemeinsamen Sorgerecht darauf verwiesen werden kann, dass der andere die sich an den passenden Stellen selbst holt.“

    Hä? Da muss irgendwo ein Fehler drin stecken…

    • „Passiert wie oft?“

      Gar nicht so selten. Viele Frauen sehen das Kind eben als ihr Kind an.

      „Wenn das Gegenteil genauso blöd wäre, wo liegt dann die Verbesserung?“

      In der Klarstellung, dass es nicht etwas ist, was sie gewährt. Sondern etwas, bei dem Gerichte zustimmen müssen, dass es ihm weggenommen wird

      „Das ist nicht gesetzt. Es wäre möglich, das er im Prinzip Entscheidungsbefugnisse haben will und dann aber konkret nicht zeitnah reagiert“

      Dann wird es auch ein kurzer Prozess. Den in den Fällen kann auch entzogen werden

          • Um mal ne Größenordnung zu haben.

            Ich wüsste tatsächlich gern genauer, wie sich der Anteil gemeinsam Sorgeberechtigter (Unverheirateter) entwickelt hat (seit 1998 wo das möglich wurde), in wievielen Fällen Väter ein Gericht bemühen um ihr Sorgerecht zu erstreiten, wie häufig oder selten es ihnen verwehrt wird und mit welchen Gründen.
            Du etwa nicht?

          • „Ich wüsste tatsächlich gern genauer, wie sich der Anteil gemeinsam Sorgeberechtigter (Unverheirateter) entwickelt hat …“

            Du fragtest nach einer Relation zwischen Sorgerechtsanträgen und Adoptionsverfahren. Und diese Relation hat in dieser Diskussion keine Relevanz, soll eventuell nur vom Thema ablenken – eine gerade von Dir gern geübte Methode, Dich von unsicherem Terrain auf festen Boden zu retten.

            Wie sich die Sorgerechtsverhältnisse unverheirateter Väter im Verlaufe der letztzten 20 Jahre verändert hat, ist durchaus eine interessante Zahl, da gebe ich Dir recht.
            Mir fällt schon lange diese Stille bei dem Thema auf, wo doch sonst gern laut über jedes väterfreundliche Ei gegackert wird.

    • >>„Allerdings ist der umgekehrte Prozess ja nicht besser: Die Mutter will das gemeinsame Sorgerecht nicht rausrücken, der Vater muss es gezwungenermaßen einklagen.“

      >Passiert wie oft?

      @Semikolon: Hier kannst du einige Beispiele nachlesen: http://www.maennerservice.at/reports

      Ich habe den Eindruck, dass in Deutschland einige Jugendamtsmitarbeiterinnen, Frauen miese Tricks beibringen, die den Vater fernhalten sollen.

    • “ Die meisten Frauen bieten den Kindsvätern das gemeinsame Sorgerecht ja auf dem Silbertablett an (und das ist schön!). Wo sie das nicht tun, müssten uns zunächst mal die Gründe näher interessieren.“

      Hat mit den Kinderrechten überhaupt keinen Zusammenhang. Natürlich könnte man Mütter bei jedem Furz auf ihre Zurechnungsfähigkeit überprüfen, aber warum? I.d.R. ist doch von Unkenntnis der Rechtslage infolge einseitiger Propaganda auszugehen.

      „„Allerdings ist der umgekehrte Prozess ja nicht besser: Die Mutter will das gemeinsame Sorgerecht nicht rausrücken, der Vater muss es gezwungenermaßen einklagen.“

      Passiert wie oft?“

      Jedes einzelne Beispiel ist eines zuviel!

      „Das ist nicht gesetzt. Es wäre möglich, das er im Prinzip Entscheidungsbefugnisse haben will und dann aber konkret nicht zeitnah reagiert.“

      Das hat nix mit der Sorge an sich, sondern lediglich mit Problemen bei deren Ausgestaltung zu tun. Sowas kann man vertraglich regeln, per Mediation, über das Gericht. Letzteres muß anhand §89 FamFG u.s.w. reagieren.

      „„Tatsächlich kann das gemeinsame Sorgerecht sogar selbst bei schlechten Verhältnis Probleme beseitigen, weil man ohne Sorgerecht Informationen von dem anderen Elternteil zu allem möglichen verlangen kann, während bei gemeinsamen Sorgerecht darauf verwiesen werden kann, dass der andere die sich an den passenden Stellen selbst holt.“

      Hä? Da muss irgendwo ein Fehler drin stecken…“

      Ich vermute hinter der Formulierung einen ziemlich ungeschickten Hinweis auf die gesicherte Tatsache, daß gleichberechtigte Eltern sich immer aktiv wie passiv unterstützen und kontrollieren. Zwar eine soziologische Geschichte, die aber unmittelbar mit dem Recht interagiert und insofern als Argument zulässig ist ( lediglich in D. und durch Femis willkürlich bestritten wird ). Der Grund ist auh klar, nämlich, daß damit das ganze Mutterkultfeministische Lügengebäude mit einem Schlag in sich zusammenfallen würde.

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