Selbermach Samstag 262 (02.11.2019)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, der ist dazu herzlich eingeladen

Weibliche DAX-Vorstände verdienen mehr als männliche DAX-Vorstände

Eine interessante Mitteilung, die natürlich von allen feministischen Seiten als großer Erfolg für den Feminismus gefeiert* wird:

(*nicht erwähnt)

Laut einer aktuellen Erhebung des Beratungsunternehmens EY verdienten weibliche Vorstandsmitglieder bei einem Unternehmen des Aktienindex Dax im vergangenen Jahr im Durchschnitt 124.000 Euro mehr als ihre männlichen Kollegen. So kam ein weibliches Dax-30-Vorstandsmitglied auf eine Gesamtvergütung in Höhe von 3,039 Millionen Euro, die Männer mussten sich im Durchschnitt mit 2,915 Millionen Euro zufrieden geben.

Quelle: Infografik WELT

Von einer Diskriminierung der Frauen beim Gehalt kann auf den Chefetagen der größten Aktiengesellschaften des Landes also keine Rede sein – wenn schon, dann haben Männer Grund, sich zu beschweren. Zumal die Schere weiter auseinandergeht.

Während die durchschnittliche Vergütung weiblicher Vorstandsmitglieder seit 2013 stetig steigt, um insgesamt 16 Prozent, hat sich die durchschnittliche Vergütung der männlichen Kollegen im gleichen Zeitraum kaum verändert, lediglich um ein Prozent überstieg die Bezahlung 2018 jene von 2013.

„Der Gender-Pay-Gap in diesem Segment ist nachhaltig geschlossen“, sagt EY-Vergütungsexperte Jens Massmann. Die unterschiedliche Entwicklung lässt sich ganz nach Wirtschaftslehrbuch mit dem freien Spiel von Angebot und Nachfrage erklären. Weil Unternehmen verstärkt Frauen für das oberste Führungsgremium suchen, können diese die Preise bestimmen.

„Da geeignete Kandidatinnen knapp sind, steigt ihr Marktwert und damit auch ihre Vergütung“, sagt Massmann. Noch sind die Männer in Dax-Vorständen deutlich in der Überzahl: 23 weiblichen Vorstandsmitglieder standen im Vorjahr 116 männliche gegenüber.

Wie ist das in feministischer Theorie zu erklären? Lauern da nicht hunderte von absolut qualifizierten Frauen auf die Posten und würden sich gegenseitig unterbieten, wenn das Patriarchat endlich mal einen Posten aufgibt?

Eigentlich wäre ja der hohe Marktpreis der beste Beleg dafür, dass da wenig auf dem Markt ist. Sonst würde man für die notgedrungen eingekaufte Frau ja weniger zahlen.

Da der Feminismus leider nicht berichtet (oder hat da jemand eine feministiche Stellungnahme gesehen) übernehme ich es mal, dass ganze in einen Unterdrückungskontext  einzuordnen:

„Natürlich müssen sie mehr zahlen. Weil das Patriarchat jeden Mann ranlässt, aber bei Frauen wesentlich höhere Anforderungen stellt, die müssen perfekt sein und das kostet dann mehr. Außerdem muss sie zusätzlich dafür entlohnt werden, dass sie den ganzen Sexismus aushält, der zwangsläufig auf sie wirken muss. Es ist ein Schmerzensgeld“

Eigene Erklärungsversuche gerne in den Kommentaren.