Sollten wir nicht mehr Klatschen und statt dessen „Jazz hands“ machen?

Und noch ihre Klarstellung in Tweets:

Siehe auch:

Jazz Hands, Klatschen als Trigger und Schwule, die sich das Verhalten schwarzer Frauen aneignen

13 Gedanken zu “Sollten wir nicht mehr Klatschen und statt dessen „Jazz hands“ machen?

  1. Unbedingt! Das wäre auch viel toleranter gegenüber all denen, denen vielleicht eine oder zwei Hände fehlen. Die könnten dann mit dem Stumpf wedeln…

    Hier ist ein HowTo:

  2. Ich glaube diese Leute lieben es einfach anderen Leute Vorschriften zu machen. Auch wenn sie selbst davon nix haben. Vielleicht ist es auch nur Missgunst, den niemand klatsch für sie, außer sie hören auf zu reden oder verlassen den Raum

    • Tolles Beispiel! Das Gänsehautvideo wäre nicht möglich geworden, wenn alle nur mit den Händen wackeln würden…

      Missgunst ist leider wirklich eine der häufigsten und auch ekeligsten Triebfedern unserer Welt geworden.

  3. to be more ‚inclusive‘ to those with anxiety or sensitivity to loud sounds.

    Können wir auch Maßnahmen ergreifen, die jene inkludieren, denen vom Anblick von Quotenfrauen, die im Fernsehen Quotenfrauenzeugs reden, körperlich übel wird?

    Nein?

    Hmmm… Vielleicht sollten wir zu allererst über die Kriterien reden, nach denen jemand als schützenswert und zu inkludieren gewertet wird?
    Nein?
    Es reicht, dass Quotenfrauen das im Gefühl haben?

    OK, dann ist das wohl so.

    Ich will hier raus.

  4. Ich will mal eine Lanze für die jazz hands brechen. Nicht wegen der aufgeführten absurden Gründe, sondern aus ganz pragmatischen: ich komme aus eher basisdemokratischen Strukturen, in denen systemimmanent viel diskutiert wird. Und oft hat man das bekannte Phänomen: “es ist zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem.“ Wir nutzen die jazz hands als Zeichen der Zustimmung zu einer gerade getätigten Aussage, verbunden mit dem klaren Wunsch, nicht das gleiche Argument noch einmal selbst vorzutragen. Es ist erstaunlich, wie viel “Gelaber“ einem dadurch erspart bleibt … Wenn alle wedeln, weiß man, dass ein Argument Mehrheiten hinter sich hat. (Und wenn nicht, dann natürlich nicht.) Sieht albern aus, funktioniert aber überraschend gut. Nur mal so als Horizonterweiterung eingeworfen 😀

    • „Wir nutzen die jazz hands als Zeichen der Zustimmung zu einer gerade getätigten Aussage, verbunden mit dem klaren Wunsch, nicht das gleiche Argument noch einmal selbst vorzutragen. Es ist erstaunlich, wie viel “Gelaber“ einem dadurch erspart bleibt … Wenn alle wedeln, weiß man, dass ein Argument Mehrheiten hinter sich hat.“
      ——————————
      In „düsteren“, überwundenen Zeiten, Feminismus sei Dank, hat „man“(n) dafür „Kopfnicken“ und „Kopfschütteln“ verwendet. Das war sicher ökonomischer und eindeutiger, und mußte damit nicht erst mehr oder weniger aufwendig eingeübt werden. Aber damit war es zugleich auch verdächtig, als möglicher Weise von weißen alten Männern patriarchalisch dominierte und oktroyierte (etablierte) Gesten, die deshalb „natürlich“ ersetzt werden müssen!

  5. Schön ist ja auch, dass man schon wackeln kann, während noch jemand redet oder singt. Es ist schon eine lieblich humorige Geste. Aber hier geht es ja eher darum, das böse laute Applaudieren zu unterbinden, weil die Schneeflöckchen sonst einen Knacks im Kristall bekommen…

  6. … paar Wochen später wird irgendwer jazz hands verbieten wollen, weil …

    …das Wort „Jazz“ ist aus irgendeinem Grund rassistisch ist (z.B. weil Jazz lt. Wikipedia auf ein überwiegend europäisches Tonsystem zurückgreift)

    … das Wort „Jazz“ ist aus irgendeinem Grund sexistisch ist (klingt fast wie „jizz“, und darüber reden wir am besten nicht)

    … weil winkende Hände alle Menschen mit Lähmungen oder gar komplett ohne Hände diskriminieren (Ableism at its best)

    … weil das Geld weißer, arbeitender Männer verbraten ist, die gegen ihren Willen das Sinnlos-Studium von irgendeiner sich wichtig machen wollenden blöden Schnalle mitfinanzieren müssen und deshalb ordentlich Alarm geschlagen werden muss, damit wieder irgend ein anderer von anderen Geldern gefütterter Topf ein Bisschen Zuschuss rüberwachsen lässt

    … weil die ganze Welt sowieso längst ein Irrenhaus geworden ist

    Ich hab echt Schwierigkeiten, sowas ernst zu nehmen. Bin ich noch gesund oder schon Nazi?
    Egal. Nachdem ich mir diese Frage nicht ernsthaft stelle, bin ich also noch gesund. Und Nazi. Und fühle mich gut dabei. Jawoll. Eins11!!Elf!

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