Barbara Schöneberger zu geschminkten Männern und „Männer sollten Männer bleiben“

 

Aus der Welt:

. Barbara Schöneberger hat eine Meinung zu Männern, die morgens mehr tun, als sich einzucremen. „Also jetzt mal ganz ehrlich, Freunde. Irgendwann ist auch mal Schluss. Männer dürfen gerne von mir aus lustige, hochgekrempelte Hosen tragen und kurze Jacketts, die überm Arsch enden – dann macht es, wenn ihr das wollt. Aber wenn ihr euch jetzt auch noch schminkt… ich finde, irgendwo ist auch mal ein Punkt. Männer sind Männer, Männer sollen irgendwie auch Männer bleiben“, sagt die 45-Jährige in einem Instagramvideo für ihr Magazin “Barbara“.

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Auch sie wolle eine Frau sein. Ihr Tipp an alle Männer: „Schmiert euch morgens eine Creme ins Gesicht! (…) Es ist völlig wurscht, was ihr euch ins Gesicht schmiert. Und dieselt euch nicht ein mit dem Parfüm. Und schminkt euch bitte nicht!“

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Viele von Schönebergers Fans teilen diese Meinung nicht. Unter dem Beitrag sammeln sich kritische Kommentare. „Richtig moderne Weltanschauung“, lautet einer. Ein anderer: „Sollte man als bekannte Person nicht eigentlich über seine Wort nachdenken, bevor man sie in soziale Netzwerke katapultiert?“ Bislang beteiligt sich Schöneberger nicht an der Diskussion, auch auf ihrem persönlichen Instagramprofil greift sie das Thema nicht auf.

 

Der Machtbegriff in feministischen Theorien

In feministischen Identitätstheorien ist „Macht“ ein ganz wesentlicher Begriff. Verschiedene Gruppen kämpfen um Macht, die in den verschiedenen Kategorien ein Gruppe entweder hat oder nicht hat. Die mit Macht sind privilegiert, die ohne Macht sind nicht privilegiert (in der jeweiligen Kategorie).

Trotz dieses immerwährenden Machtkampfes zwischen den Gruppen scheinen gleichzeitig Mitglieder nichtprivilegierter Gruppen an Macht oder unfairen Mitteln zur Aneignung persönlicher Macht vollkommen uninteressiert. Und auch die Mitglieder privilegierter Gruppen würden nie Macht auf weniger geraden Weg erlangen.

Beispielsweise glaubt man in der feministischen Theorie zwar daran, dass Männer eine Rape Culture errichtet haben mit deren Hilfe sie Macht über Frauen ausüben.

Der Gedanke, dass ein Mann sich als Transsexuell ausgibt und damit in Umkleiden von Frauen eindringt ist aber von vorneherein ausgeschlossen, obwohl dies letztendlich auch nur eine Form von „Rape Culture“ sein könnte, indem man Schutzräume nimmt.

Genauso ist es für Feministen unvorstellbar, dass jemand über einen anderen Macht über eine Falschbeschuldigung ausüben will, was auch weit weniger erfordert als die Unterhaltung einer Rape Culture.

Oder das eine Frau Macht über Zugriff auf Kinder ausübt.

Sie können sich nicht vorstellen, dass Narzisstinnen Macht ausüben, indem sie von Leuten immer striktere Verhaltensnormen anfordern oder alltägliche Wahrnehmungen als nicht inklusiv genug rügen. Sie können sich nicht vorstellen, dass Leuten Privilegien vorzuhalten eine Form von Macht sein kann und das man gerade deswegen Leute abwertet.

Feministinnen würden vielleicht erwidern, dass das ja keine strukturelle Macht ist. Aber wie man im gegenwärtigen Klima sieht gewinnt der Vorwurf „alter weißer Mann“ an Gewicht. was gleichbedeutend mit einer „strukturellen Macht“ ist.