Wie können die Männer die jahrtausendelange Unterdrückung der Frau wieder gutmachen?

Matze kommentiert, ausgehend von einem Kommentar von Lukas, etwas zur „Erbschuld“ der Männer:

Wer von einer mehrtausendjährigen Unterdrückung der Frauen durch Männer ausgeht, der wird niemals irgendeine Leistung von Männern ausreichend finden, um die Schuld zu tilgen.“

Nur mal angenommen das wäre so: Wann würden Männer den beginnen diese Schuld abzubauen? Wenn man nach einigen Feministen im Westen geht, sind Frauen auch heute noch massiv unterdrückt. Demnach wird die Schuld ja heute immer noch größer. Und wenn man dann noch feministische Maßstäbe ansetzt, werden noch immer ALLE Männer in Haftung genommen, solange auch nur EINE EINZIGE Frau auf der Welt unterdrückt wird (selbst wenn diese Frau von einer anderen Frau unterdrückt wird).

Sie haben ja auch schon bewiesen, das sie gerade nicht aus den Fehlern der Vergangenheit lernen wollen und keine Probleme damit haben nun Männern ganz offen zu diskriminieren, zu entmenschlichen und von jedem Mitgefühl abzuschneiden. Diese Rechtfertigung durch die Vergangenheit, die wohlgemerkt auf sehr wackeligen Beinen steht, ist etwas für das junge Männer kein Verständnis aufbringen können, denn sie haben zu diesen Zeiten nicht gelebt und vertreten auch nicht diese Positionen, die man früher angeblich vertreten hat und werden heute trotzdem diskriminiert – kennen es nur so. Folgt dann nach den Jahrtausenden der Wiedergutmachung, erneut eine Zeit in der Männer für die Diskriminierung ihrer männlichen Vorfahren Reparationen von Frauen fordern sollen?

Oder setzen Feministinnen darauf das man Männer bis dahin ausgerottet hat? *lach*

Das ist eine gute Frage und die Antwort dürfte sehr von dem jeweiligen Feminismus und der jeweiligen Situation abhängen.

Einige werden anführen, dass sie keine Erbschuld sehen, sondern Männer eben „nur“ ihre toxische Männlichkeit ablegen und ihre Privilegien abgeben müssen.  Eben restlos. Ab wann das der Fall ist hängt auch von der Radikalität ab. 50%/50% im Schnitt oder in jedem einzelnen Bereich? Keine Gewalt oder stark reduzierte Gewalt?

Andere werden vielleicht anführen, dass eine Zeit weiblicher Führung zur Detoxisierung zwingend erforderlich ist und andere werden in der Tat anführen, dass Männer durch und durch verdorben sind und mit ihnen ab der Macht, auch teilweise, Frauen nie Frieden haben werden.

 

143 Gedanken zu “Wie können die Männer die jahrtausendelange Unterdrückung der Frau wieder gutmachen?

  1. Wann und wie sind Frauen von Männern unterdrückt worden?
    Beispielsweise immer dann, wenn Männer sich für Frauen die Köpfe einschlagen ließen und Frauen unterdrückte, indem man sie nicht mit in den Krieg ziehen ließ?

    Ich habe nicht nur keine Erbschuld, als Angehöriger der Gruppe „Mann“ habe ich gar keine Schuld.

  2. Wer »Wiedergutmachung« fordert, muss erst einmal eine Schuld nachweisen. Wer eine solche unterstellt, den sollte man nackt auf einer Insel aussetzen mit dem Auftrag: »Bitte Zivilisation selbst aufbauen!« Dann Stoppuhr starten und mitzählen, bis wann die Population ausgestorben ist. Mit anderen Worten: die Idee ist bereits als solche hochgradiger Schwachsinn!

    • Jup.
      Das Konzept beruht darauf, die säkulare Version einer Erbsünde ideologisch normativ zu setzen, auf der dann die Erbschuld und Ansprüche auf Wiedergutmachung basieren.
      Und das manichäisch-religiöse Weltbild von „Dominanz“ und „Unterdrückung“ kennt lediglich homogen „konstruierte“ Täter- und Opferkollektive.
      Diese Ideologie ist natürlich nur in Kombination mit einer massiven Geschichtsfälschung zu haben, denn sonst funktioniert die prophezeite Erlösung nicht.

      Die Priesterschaft dieses Kults kleinbürgerlicher Moralunternehmer (GmbH & Ko. KG) würde sich gerne institutionell verankern und – mit genügend Staatsknete versehen – permanente Predigten an das gemeine Volk moralisch Minderwertiger halten.

      Kann man sich nicht einfach auf der Basis eines noch zu schaffenden Straftatbestands religiöse Belästigung gegen diesen Schwachsinn wehren?! 😉

      • Kann man sich nicht einfach auf der Basis eines noch zu schaffenden Straftatbestands religiöse Belästigung gegen diesen Schwachsinn wehren?!

        Die Tendenz spricht dagegen. Wir erleben vielmehr eine Reklerikalisierung. Leider. Was sagst du, crumar, als „alter marxistischer Schwede“ dazu?

        • Na ja, als marxistischer Schotte 😉 finde ich es nicht ganz so erstaunlich.
          Diese Bewegung vollzieht sich zeitgleich mit der Abwendung von den traditionellen Kirchen – beinahe 38% sind in D inzwischen konfessionslos, 17% bezeichnen sich als Atheisten.
          Es werden damit politische Verschränkungen – CDUKatholiken, SPD Protestanten – unwichtiger, weil der Einfluss der Religion insgesamt schwindet.
          Vor diesem Hintergrund ist für mich der Ausspruch: „Der Islam gehört zu Deutschland!“ – wie das staatliche das Pfeifen im Walde, denn Religion insgesamt immer weniger.

          Irgendwohin müssen die versprengten und verstörten Schäfchen sich nun hinwenden.
          Da passt eine „Theorie“, in der es eine „moralische Dividende“ gibt, sich das Gute (TM) und das Böse (TM) wiederfinden, die Erbsünde, der Kampf der Mächte der Finsternis (alte weiße Männer) gegen die des Lichts (lesbische schwarze Behinderte) doch wie die Faust aufs Auge.

          Neu bei diesem Kult ist, dass statt Religion als „Opium des Volkes“ von vorneherein eine Religion als „Opium gegen das Volk“ gegründet wird.
          Beim Christentum z.B. hat es eine ganze Zeit gedauert, bis dieses zu einer Herrschaftsreligion geworden ist – der neue Kult ist von vorne herein als eine solche angelegt.

          • Das Christentum hatte neben der Erbschuld auch von Anfang an die Befreiung von der Erbschuld an Bord. („Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.“) Dieser Entlastungsaspekt geht dem neuen Kult völlig ab. Das liegt vielleicht auch daran, dass der neue Klerus vor der Religion vorhanden war und seine Finanzierung schon sicher stand. Da muss man den Schäfchen keinen Mehrwert bieten.

          • Der linke Progressivismus ist keine säkulare Kopie des Christentums, sondern der millenniaristischen apokalyptischen Kulte, die nur Interesse am Weltuntergang hatten. Der ist nämlich die endgültige Erlösung und auf dem Weg dahin brauch es nichts geben.

          • „Dieser Entlastungsaspekt geht dem neuen Kult völlig ab.“

            Das stimmt.
            Die moralische Dividende kann nur durch endloses vitue signalling eingestrichen werden zzgl. Bestrafung der Häretiker und Verbannung der Ungläubigen mit dem Ziel ihrer vollständigen Unterwerfung.

            „Sie _ist_ institutionell verankert.“
            Jup, teilweise – aber der Wahnsinn hat sich noch nicht vollends durchgesetzt, denn die Widerworte werden zahlreicher und heftiger.

          • @crumar Bist du wirklich aus Schottland, oder war das irgendein Insider-Gag den ich nicht verstehen muss? 🙂

          • Die erklärten Atheisten kommen übrigens überwiegend aus einem bestimmten Landesteil, daneben nur noch ein paar Großstädte.

          • @anorak2
            „Die erklärten Atheisten kommen übrigens überwiegend aus einem bestimmten Landesteil, daneben nur noch ein paar Großstädte.“

            Die brauchten ihre ganze Kraft schon dafür, zumindest öffentlich an einen funktionierenden Sozialismus zu glauben. Dass das zu Hause dann meist anders aussah, unterscheidet sich auch nicht vom christlichen Glauben.

        • Dieser Entlastungsaspekt geht dem neuen Kult völlig ab.

          Oh doch, es gibt die Entlastung – d.h. Unterwerfung. Mann kann die Beichte ablegen und sich zu seinen männlichen Sünden bekennen. Sünder bleibt Mann natürlich, aber das feministische Paradies ist nicht völlig verschlossen, sofern man sich denn andauernd seiner Schuld bewusst ist und aufrichtig Busse tut.

          • „Sünder bleibt Mann natürlich, aber das feministische Paradies ist nicht völlig verschlossen, sofern man sich denn andauernd seiner Schuld bewusst ist und aufrichtig Busse tut.“

            Erreichen tut mann aber auch dieses Paradies erst nach einem bußfertigen Leben.

          • „Am Anfang schuf Gott_*in Himmel und Erde und Vielfalt.
            Die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; insbesondere für Frauen.“

            Einleitung der Dissertation v. Dr. Franziska Giffey (S. 12 oder 65 bzw. 129)

          • „Einleitung der Dissertation v. Dr. Franziska Giffey“

            Oha.
            Und ich dachte, die sei unter den Berufsopferinnen in der SPD noch die Harmlose.

          • Oh doch, es gibt die Entlastung – d.h. Unterwerfung. Mann kann die Beichte ablegen und sich zu seinen männlichen Sünden bekennen.

            Das ist eine Master-Servant-Konstruktion. Die gibt es im Christentum nicht. Dort sind alle Sünder und Wohlverhalten ist keine Garantie für Erlösung; plus, jeder kann jeden Tag neu anfangen. Es gibt also eine Balance zwischen Vorschriften und Ermutigungen. Das gibt es im Feminismus nicht. Unterwerfung würde ich auch nicht Entlastung nennen. … Wobei das vollständige Aufgeben von Autonomie psychologisch schon so gesehen werden kann. In diesem Sinne ist Slaverei dann aber auch Entlastung.

          • „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“
            Dr. Franziska Giffey

          • „Denn wo zwei oder drei im Namen der Frauen versammelt sind, da weill ich mitten unter ihnen sein.“
            Dr. Franziska Giffey

          • Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben. Man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken“
            Dr. Franziska Giffey

      • @Crumar:
        Die Priesterschaft dieses Kults kleinbürgerlicher Moralunternehmer (GmbH & Ko. KG) würde sich gerne institutionell verankern..

        Sie _ist_ institutionell verankert.

        ..und – mit genügend Staatsknete versehen – permanente Predigten an das gemeine Volk moralisch Minderwertiger halten.

        Was ist Gendersprech denn Anderes als die in jedem einzelnem Satz mindestens 1x wiederholte Predigt, man habe doch gefälligst an die ubiquitäre Unterdrückung der Frau zu denken?

        Kann man sich nicht einfach auf der Basis eines noch zu schaffenden Straftatbestands religiöse Belästigung gegen diesen Schwachsinn wehren?!

        Sowas denke ich jedes mal, wenn ich mal wieder einen Brief von der Behörde erhalte. Es ist, als ob eine evangelikale Behörde mich ständig damit zuspamt, dass Satan überall und in Allem ist.

        • „Was ist Gendersprech denn Anderes als die in jedem einzelnem Satz mindestens 1x wiederholte Predigt, man habe doch gefälligst an die ubiquitäre Unterdrückung der Frau zu denken?“

          Ja, das ist der eigentliche Bezug von Floskeln wie ….

          Liebe Bürgerinnen und Bürger …..

          Es ist das sprichwörtliche „Amen in der Kirche“, nur wird das von den meisten gar nicht mal kapiert, so unreflektiert läuft ein rein und raus …

  3. Meine Rechnung sieht diesbezüglich wie folgt aus: Frauen haben seit 100 Jahren das Wahlrecht in unseren Breitengraden und somit tragen sie seit 100 Jahren die volle Mitverantwortung für diese Gesellschaft, im Guten wie im Schlechten. Ab 1931 haben Frauen sogar stärker als Männer Hitler gewählt, um das auch mal zu sagen, was natürlich Feministinnen nicht gerne hören. Und ich wüsste nicht, weshalb ich mich für etwas verantwortlich fühlen sollte, wo ich überhaupt noch nicht gelebt habe und somit nix damit zu tun habe.

    Ausserdem ist Geschlecht ja eine Konstruktion und ich sehe, fühle und konstruiere mich als geschlechtslos und somit habe ich mit diesem Genderkram überhaupt nix zu tun. 😉

    • Zumal nahezu alle Kinder vorrangig von Frauen erzogen werden (Mutter, Kindergärtnerin, Lehrerin, Partnerselektion der Frauen, …), also insbesondere die Frauen die Verantwortung dafür tragen, wenn Männer angeblich toxisch werden.

      • So sieht’s aus! Ich werde den Weibern nie verzeihen, dass aus mir so ein toxischer Kerl geworden ist. Viel lieber wäre ich so ein zartbesaiteter, emotionaler Mann, der gern auch mal Bäume umarmt. Da man aber mit Hirschpullover und Birkenstock-Latschen nicht so recht zum Stich kommt, musste ich meine Strategie wieder den Wünschen der Frauen anpassen.

  4. In einem Buch, das ich grad lese, verweist der Autor auf diesen Zeit-Artikel, der anscheinend überraschend feminismusfrei die Lage in einer Gruppe Schimpansen als Ausgangsunkt für eine Diskussion über Machtstrukturen nimmt.

    Die Darstellung im Buch (da der Artikel nicht frei ist):

    Im Dossier wird beschrieben, wie Shogun, der Patriarch einer Gruppe von Schimpansen an der Elfenbeinküste, stirbt. Auf einmal fehlte das Alphatier.
    Die Primatenforscher, die diese Gruppe beobachten, erwarten nun, dass eine heftige und kurze Auseinandersetzung um die Nachfolge erfolgt. Drei potenzielle Nachfolger stehen in den Startlöchern: Jacobo, ein aggressiver Tyrann, Ibrahim, ein kleinerer, ruhiger und abwartender Typ, sowie Kuba, ein großer, körperlich starker und gutmütiger Typ.
    Zunächst einmal geschieht allerdings drei Monate lang wenig. »Gelassenheit schien die Gruppe zu erfassen.« Aggressionen und Statusbekundungen fanden deutlich seltener statt. »Kein Chef forderte mehr seine Rechte ein. Wer jetzt einen Fruchtbaum entdeckte, durfte die Früchte als Erster essen. Wer jetzt ein Weibchen begatten wollte, kam auch zum Zug.«
    Jeder der drei Rivalen zeugte ein Kind.
    »Die Weibchen suchten sich ihre Partner aus und schienen das neue System gut zu finden.«
    Allerdings störte etwas. Die Mitglieder der Gruppe hatten zwar Handlungsfreiheit gewonnen, aber die benachbarten Gruppen traten geschlossener und damit stärker auf. Das Gebiet der untersuchten Gruppe schrumpfte. Und die Stresswerte im Urin der Männchen waren höher als zu den Zeiten, zu denen die Gruppe eine klare Hierarchie aufwies. Nach mehr als einem halben Jahr sah der ruhige, abwartende Ibrahim seine Chance. Wieder einmal wollte Jacobo den gutmütigen Kuba tyrannisieren. Ibrahim sprang vom Baum und stellte sich Jacobo entgegen. Gemeinsam mit Kuba jagten sie unter dem Beifall der Weibchen Jacobo vor sich her. Kurze Zeit später erklang Jacobos unterwürfiges Hechelgrunzen. Die Gruppe hatte in Ibrahim ihr neues Alphatier. Seine soziale Intelligenz hatte den Wettbewerb entschieden. Und obwohl die Mitglieder der Gruppe mit Ausnahme von Ibrahim unfreier waren, fühlten sich alle wohler. Natürlich ist die Geschichte aus dem Schimpansenreich nicht eins zu eins auf den Menschen übertragbar. Aber wir teilen 99 Prozent unseres Erbguts mit unseren nächsten Verwandten im Tierreich.

    Keine Feminstin ist in der Lage zu kapieren, dass es solche Zusammenhänge – wohl etwas komplizierter, aber im Prinzip gleich – auch beim Menschen gibt.

    Diese Dunning-Krugersche Barriere verhindert vollständig eine gemeinsame Diskussionsgrundlage. Feministinnen sehen ausschließlich den Part „die Mitglieder der Gruppe [waren] mit Ausnahme von Ibrahim unfreier“ und das ist dann schon die vollständige Gesellschaftsanalyse.
    Schlimmer und dümmer noch: Sie argumentieren, als seien ALLE Männer Ibrahim.

    All die argumentativen Volten oben sind letztlich nicht mehr als Gebrabbel, das den weiblichen Narzissmus verteidigt, das man vielleicht zusammenfassen kann mit:
    • Das Böse ist NICHT weiblich.
    • Ich habe ein RECHT darauf, geliebt, gemocht und versorgt zu werden.
    • KEINER darf meine Position in der Gemeinschaft zu gefährden
    • [leise, beiseite]: Ist schon toll, was die Männer alles so machen. Ich wünschte, ich könnte das auch. Aber bitte mit Netz und doppeltem Boden.

    Das war dann auch schon der gesamte heutige Feminismus.

    • Danke für den Link, sehr interessant! Dass der ZEIT tatsächlich immer noch hin- und wieder was Lesenswertes durchrutscht, überrascht mich 🙂

      • Oh, Mist, hinter Bezahlschranke.

        Jetzt verstehe ich auch, weshalb der durchrutschte:
        „Der Ruf der Macht ist miserabel. Warum eigentlich? Eine Ehrenrettung“

        Es handelt sich um den Versuch, Macht mit Verantwortung gleichzusetzen (leider ist allzuoft das Gegenteil der Fall). Sowas muss es in einer bilderbergenden Transatlantikpostille natürlich ab und zu geben.

  5. Das ist vollkommener Blödsinn. Zu nahezu allen Zeiten haben fast alle Menschen im Elend gelebt und Männlein wie Weiblein mussten sich von morgens früh bis abends spät abplagen, um irgendwie über die Runden zu kommen. Das änderte sich erst mit dem Aufkommen des Bürgertums, der Industrialisierung und dem Erstarken des (Welt-)handels. Breitere Schichten gelangten zu Wohlstand und da gesellte sich mit den Ehefrauen und Töchtern aus gutem Hause eine weitere Gruppe zu den Adeligen, die dass Privileg hatten, nicht für ihren Lebensunterhalt arbeiten zu müssen. In der Zeit war ja auch die vornehme Blässe das Schönheitsideal, um sich von den Malochern (und Malocherinnen) abzuheben.

    Und genau diese feudale Schicht versuchen die Berufsfeministinnen wieder zu etablieren. Nur mit dem Staat als Versorger anstatt dem Ehemann. Denn der Ehemann erwartet lästiger weise hin und wieder noch ein Mindestmaß an Gegenleistung.

  6. Es gibt keine Schuld der Männer. Männer sind immer so schuldig, wie Frauen sie titulieren. Umso unzufriedener Frauen mit etwas sind, umso schuldiger sind Männer daran. Umso ängstlicher Frauen sind, umso gefährlicher sind Männer.

    Das kennen die meisten doch aus dem Mikrokosmos der Beziehung. Zunehmend und mit der Vereinzelung der Menschen soll die „Schuld“ nun auf die Gesellschaft verlagert werden. Da diese patriarchalisch und diskriminierend sei, ist die Gesellschaft jetzt verantwortlich, Frauen zu beschützen und zu versorgen.

    Der weibliche Opferstatus kann beliebig ausgeweitet werden, rote Linien können subjektiv und willkürlich gezogen werden. Die Männer hecheln immer nur hinterher und fragen, ob sie denn nicht auch irgendwelche Rechte hätten und wie sie ihre „Schuld“ abarbeiten könnten.

    Feministen nehmen uns unsere Sprache, sie nehmen uns unsere Sexualität, sie nehmen uns das Selbstbewusstsein und unsere Stärke. Und wenn das alles weg ist, sind wir für Frauen nicht mehr attraktiv und werden in die Wüste geschickt. Dann springt der Staat ein und versorgt die Frauen.
    Dumm ist bloß, dass wir das gar nicht in dem Ausmaß erkennen.

  7. Das Schlimmste Projekt, in dem ich je war, war von oben bis unten mit Frauen in den Führungspositionen besetzt. Und nicht-toxisch war da gar nichts, sondern beliebig, irrational und politisch. Maximaler Druck wegen jedem Pups, keine verlässlichen Anforderungen, durchdrücken von Entscheidungen, die auf bloßer Meinung basierten (Konzernweites Stammdaten-System XY ist hässlich, das wollen wir nicht).

    Ich bezweifele stark, dass sich irgendetwas durch mehr Frauen besser wird. Auch Merkel, Thatcher, von der Leyen, Nahles… Was genau haben Sie besser gemacht? Ich kann es nicht erkennen.

  8. Mal ganz grundsätzlich gefragt: Wieso sollten Personen Ansprüche auf eine Kompensation für Unrecht, das anderen Personen widerfahren ist, haben? Ganz egal welche Eigenschaften sie mit diesen Personen gemein haben.

    • „Wieso sollten Personen Ansprüche auf eine Kompensation für Unrecht, das anderen Personen widerfahren ist, haben?“

      Also, ich finde, die Idee hat ihren Charme.
      Jedenfalls, solange ich davon profitiere 😉

    • „Mal ganz grundsätzlich gefragt: Wieso sollten Personen Ansprüche auf eine Kompensation für Unrecht, das anderen Personen widerfahren ist, haben?“

      Frag Feministinnen oder die Only-Not-White-Black-Lives-Matter Aktivisten in den USA.

      Es ist sehr bequem, anderen ungerechtfertigte Schuldgefühle einzutrichtern und sie damit für einen arbeiten zu lassen, anstatt sich sein Brötchen zu verdienen

  9. „Einige werden anführen, dass sie keine Erbschuld sehen, sondern Männer eben „nur“ ihre toxische Männlichkeit ablegen und ihre Privilegien abgeben müssen.“

    Richtig: Frauen ohne wenn und aber die Hälfte der Legislative, Judikative und Exekutive zuzugestehen wäre das Minimum.

    Und im Privaten kann jeder Hetero zumindest erahnen, wie sehr er davon profitiert hat, dass (junge) Frauen sich (mehrheitlich) chemisch kastrieren ließen/lassen; wieviel individuelle Schuld er auf sich geladen haben mag durch Verhütungsverweigerung…

    Unsere Töchter sollen auf jeden Fall unbeeinflusst von der Pille erwachsen werden dürfen. Mir ist klar, dass das mit ganz speziellen Schwierigkeiten einhergehen wird… aber ich bin dazu bereit, aufklärende Gespräche zu führen (mit ihren potentiellen, zukünftigen Partnern).

    Wie siehst Du das denn jetzt, Christian? Oder ist das noch immer zu weit weg für Dich?

    • Na da werden sich die zukünftigen Schwiegersöhne aber freuen!
      Deine Töchter tun mir jetzt schon Leid wie Du ihre möglcihen Partner vergraulst.

      • „Ich bin dazu bereit“ heißt nicht: „ich mach es in jedem Fall“.
        Zunächst will ich hoffen, dass sie sich allein werden durchsetzen können. Aber sollten sie das – überraschend^^ – schwer umzusetzen finden, wird Big Mama ihnen dann zur Seite springen. Das ist der Plan.

        • @Semikolon Stell dir mal vor der Vater deines Lovers würde dir ein paar Takte erzählen wenn du nicht spurst wie Sohneman will. Wie fändst’n ditte?

      • Die Pille ist ein Lustkiller und senkt die weibliche Libido. Mag Ausnahmen geben, aber so ist das, leider wird es nicht an die große Glocke gehängt, an die es gehört:
        https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/verhuetung-zerstoert-die-pille-weibliche-libido-auf-dauer-a-358222.html

        Ich hätte dreimal lieber mit Gummi verhütet, wenn ich dafür ein einigermaßen stabiles Sexualleben hätte haben können. Und außer Gummi gibt es auch noch Spirale und Co, man muss nur aufpassen, denn auch da hat die dreckige Pharmaindustrie ihre Griffel drin, reine Kupferspiralen scheint es nur noch auf Nachfrage zu geben.

        • @Androsch
          Das variiert wohl regional und bezieht sich eher auf das handwerkliche Geschick der Ärzte, die Spirale gut einsetzen zu können. Das Kupfer-IUP muss perfekt liegen, das kann manchmal anatomisch sehr tricky sein, die Hormonspiralen tun auch ihren Dienst, wenn sie ein bisschen verrutschen.

          Warum lässt sich Deine Frau ihre blöde Mirena nicht einfach ziehen? Das ist eine Sache von 3sec. Ist ihr das so egal, wie es Dir geht?
          Man nimmt sich als Frau und Paar doch auch soviel. Ich verstehe bis heute nicht, wie manche so monatelang neben ihren Männern herleben können.
          Der Eisprung im normalen Zyklus ist so krass Feuerwerk, das lässt sich gar nicht vergleichen, da MUSS der Kerl herhalten. 😉
          Das ist einer der wenigen Gründe, die gegen die sympto-thermale Methode (NFP) sprechen, man hat immer dann ultimativ Bock, wenn man eigentlich nicht „darf“.

          • „Warum lässt sich Deine Frau ihre blöde Mirena nicht einfach ziehen? Das ist eine Sache von 3sec.“

            Hat Geld gekostet und sie will ja schließlich sicher kein Kind mehr riskieren. (Er dagegen hätte Nichts gegen ein Weiteres)

            „Ist ihr das so egal, wie es Dir geht?“

            Androsch hatte mal gesagt, dass sie darüber gesprochen hätten und zu einer Vereinbarung gelangt seien, sprich auch ohne eigenes Bedürfnis erklärte sie sich mündlich zu regelmäßigem Sex bereit. K.A. wie das läuft, aber prinzipiell ist das schon mehr als in umgekehrter Situation ein Mann leisten würde, denke ich.

            „Das ist einer der wenigen Gründe, die gegen die sympto-thermale Methode (NFP) sprechen, man hat immer dann ultimativ Bock, wenn man eigentlich nicht „darf“.“

            Ich kann bei mir höchstens einen Zusammenhang beobachten: mehr Verkehrs-Lust während der Periode. Aber notfalls nimmt man halt – so PIV in der fruchtbaren Zeit gewünscht ist – ein Kondom her (hat dann nur nicht mehr das niedrige NFP-Schwangerschaftsrisiko, sondern das dieser Verhütungsmethode). Ich weiß es allerdings sehr zu schätzen, dass zu manchen Zeiten nur manuelle und orale Befriedigung besonders vernünftig und daher vorzuziehen ist. Macht das Ganze auf seine Art viel interessanter…

    • @Semikolon
      Du schreibst:

      „Richtig: Frauen ohne wenn und aber die Hälfte der Legislative, Judikative und Exekutive zuzugestehen wäre das Minimum.“

      Wir leben in einer Gesellschaft, die nennt sich Demokratie. Wichtig ist also, was der Wähler will. Und wenn dieser 80% Männer oder Frauen in die Legislative schickt, dann ist das ein demokratischer Entscheid und somit vollständig in Ordnung.
      Es gibt in unserer Gesellschaft übrigens auch das Prinzip der Chancengleichheit und der Leistungsgerechtigkeit. Dir schwebt Ergebnisgleichheit vor, aber Ergebnichtgleichheit kann Chancengleichheit und Leistungsgerechtigkeit gerade konterkarrieren.

      • Nehmen wir mal nur meinen höchst-eigenen Vorschlag für Parität auf Bundesebene: Einführung einer 3. Stimme – die dann gewährleistet, dass in jedem Wahlkreis die jeweils Besten m/w (unabhängig voneinander!) ins Parlament einziehen.
        Was hälst Du daran für problematisch?

        • Skizziere das Konzept bitte ganz kurz.

          Ich kann nicht sehen, wie mit drei Stimmen Parität gesichert werden kann.
          Das Einzige, was ich sehe ist, dass die Wahlkreise deutich größer geschnitten werden müssten, gäbe es eine doppelte Anzahl von Delegierten aus jedem Wahlkreis.

          • Als Ergänzung zu den paritätisch zu besetzenden Wahllisten of course… die allein nämlich nicht reichen würden (gilt auch andersrum), sieht man z.B. in Frankreich.

            „Das Einzige, was ich sehe ist, dass die Wahlkreise deutich größer geschnitten werden müssten, gäbe es eine doppelte Anzahl von Delegierten aus jedem Wahlkreis.“

            Ja, richtig. Und keinesfalls brauchen wir ein aufgeblähtes Parlament wie derzeit… Wahlrechtsreform jetzt! Nur kein Tandem!

          • „Paritätische Besetzung“ ist ein Euphemismus für Quotierung und bedeutet dass das passive Wahlrecht nach Geschlecht vergeben oder verweigert werden muss. Widerspricht direkt Grundgesetz Art. 3.3. Ende Geländer.

          • „Als Ergänzung zu den paritätisch zu besetzenden Wahllisten of course…“

            Schon dort klemmt es. Selbst bei den Grünen war und ist es vor jeder Wahl ein erbitterter Kampf, Frauen auf die vorderen Plätze der Wahllisten zu bekommen. Bei den anderen Parteien dürfte das noch viel schwerer zu realisieren sein.
            Deine Schwestern im Geiste ticken nämlich genau wie Du: sie konsumieren gern die Früchte der Saat anderer, ohne selbst zu ackern.

            „… die allein nämlich nicht reichen würden (gilt auch andersrum), sieht man z.B. in Frankreich.“

            Warum?
            Weil es auch ungerade Zahlen von Bewerbern geben könnte? Dann müssten also Mängel von einer Reserveliste durch eine gewisse Anzahl von – geschlechtsabhängigen – Kandidaten ergänzt werden?

            Ich weiß noch immer nicht, wie ich mir das vorstellen soll.
            Eine Stimme für die Zusammensetzung des Bundestags und zwei für die Direktkandidaten des Kreises, wobei immer nur ein Mann und eine Frau gewählt werden darf, nie aber zwei Männer und zwei Frauen?

            „Und keinesfalls brauchen wir ein aufgeblähtes Parlament wie derzeit… Wahlrechtsreform jetzt!“

            Dir ist aber schon bekannt, warum das Wahlsystem so ist, wie es ist?
            D ist kein Zentralstaat wie Frankreich, die Erststimme soll jeder Region ihren Einfluss in der gesamtdeutschen Politik sichern, damit nicht eine besonders aktive Region irgendwann alle anderen dominiert.

        • Wozu?
          Die, die vom Volk als „die Besten“ angesehen werden, ziehen doch ins Parlament ein.
          Hältst du „uns“ für so dumm, dass wir nach Geschlecht wählen?
          Sry, aber ich heiße doch nicht Semikolon…

          • „Hältst du „uns“ für so dumm, dass wir nach Geschlecht wählen?“

            Nicht dumm, aber perfide und schlau.
            Und wir überschlagen uns dabei förmlich, Frauen mit Geschenken zu überhäufen, um sie von der Politik fernzuhalten – siehe bedingungslose Grundrente, die zu allererst Frauen zugute kommt.

          • „Hältst du „uns“ für so dumm, dass wir nach Geschlecht wählen?“

            Häufiges Problem bei Feministinnen: Sie schließen von sich auf andere.

    • „Frauen ohne wenn und aber die Hälfte der Legislative, Judikative und Exekutive zuzugestehen wäre das Minimum.“

      Schätzchen, Ihr habt sogar Anspruch auf die GESAMTE Legislative, Judikative und Exekutive, wenn Ihr sie auf demokratischem Wege erstritten habt.
      Ihr müsst dafür nur den Arsch hochnehmen und ein wenig Arbeit investieren.

      Aber genau dort klemmt es, nicht wahr? Arbeit für das Gemeinwohl ist nicht so Euer Ding. Dafür sollen dann doch lieber die Männer herangezogen werden.

      „Unsere Töchter sollen auf jeden Fall unbeeinflusst von der Pille erwachsen werden dürfen.“

      Ach, dass Mädchen und junge Frauen das nicht dürfen, ist mir nun doch entgangen. Klär mich da doch mal auf, wo der Pillenzwang im Gesetz codiert ist.

      • „Klär mich da doch mal auf, wo der Pillenzwang im Gesetz codiert ist.“

        Das Patriarchat hat es niederträchtigerweise so eingerichtet, dass Mädchen schwanger werden, wenn sie keine Pille nehmen. Männer zwingen Mädchen also zu der Wahl: Nimm die Pille oder werde schwanger. Es gibt kein Drittes.

        So böse ist das Patriarchat.

        • Das übergeordnete Meme lautet: die Befreiung der Frau sei erst durch medikative Unterdrückung ihres Eisprungs erreichbar geworden. Ich finde es faszinierend, wie regelmäßig bspw. Jordan Peterson das einstreut. Und so falsch…

          • Er hat in der groben Richtung schon Recht. Wissenschaft, Technologie und Industrialisierung haben die biologischen Gründe für die Rollenverteilung obsolet gemacht, und sind deshalb der wahre Grund für deren Auflösung. Die Frauen haben dem Erfinder der Waschmaschine (und 1000 anderer moderner Errungenschaften, wie zB der Pille) unendlich viel mehr zu verdanken als Alice Schwarzgeld. Unsere Gesellschaft würde heute nicht viel anders aussehen, wenn es nie einen Feminismus gegeben hätte, außer dass es weniger Bigotterie gäbe.

          • Vor der Pille war eine gesunde Frau entweder enthaltsam oder schwanger.
            Davon hat sie die Pille befreit.

            Was ist daran falsch?

          • Den größten Geburtenrückgang seiner Geschichte erlebte Deutschland (Frankreich war wohl früher dran) zwischen ca. 1890 und 1917/18, in diesen roundabout 30 Jahren sank die Geburtenziffer nämlich kontinuierlich von über 4,5 Kinder im Schnitt pro Frau auf ziemlich genau 2. Mit 3 Babyboom-Ausnahmen (Peak um 1922 bei etwa 3,4; Anfang der 40er bei ungefähr 2,5; dito Mitte der 60er) liegt sie seither stabil unter dem sogenannten Bestandserhaltungsniveau.

            Wesentliche Gründe dafür dürften gewesen sein: verfügbare Sexualaufklärung (in Form von Büchern) und Rückgang der Kindersterblichkeit; gesteigerte Enthaltsamkeit würde ich nur für die letzten 4 Jahre dieser Epochenwende gelten lassen. Im Gegenteil ist davon auszugehen, dass frühere Generationen mangels Unterhaltungsalternativen weit häufiger schnackselten als moderne. Dennoch haben Frauen es – lange vor der Pille – geschafft, die Anzahl ihrer Schwangerschaften bzw. Geburten zu begrenzen.

            Wieviele Abtreibungen es damals gab, kann man anders als heute – wo sich die Zahl auf knapp 100.000 p.a. beläuft – natürlich nur schwerlichst schätzen.

            Die Vertreter der „Befreiung durch die Pille“-These übersehen so Einiges…

          • Dennoch haben Frauen es – lange vor der Pille – geschafft

            Na, das war wohl nicht das Verdienst der Frauen allein. Dazu gehören jeweils zwei. Schon mal was von Kondomen gehört? Funktionieren ganz unabhängig von künstlichen Eingriffen in den Hormonhaushalt, und verhindern die Übertragung von STDs.

          • @Semikolon: Der Grund für den Geburtenrückgang in den 1910er Jahren war der 1. Weltkrieg – davor gab es keinen. Da die Männer nicht zu Hause waren, konnten sie keine Kinder zeugen. Und da ein erheblicher Teil im Weltkrieg umkam, hielt der Zustand danach für etliche Jahre an. Im 2. Weltkrieg gab es den gleichen Effekt noch einmal.

          • „Schon mal was von Kondomen gehört?“

            Auch die Einführung (halbwegs) komfortabler Kondome wird sein Scheffelchen dazu beigetragen haben (obwohl von der Kirche strikt verpönt) – nur musste frau halt selbst wenn sie prinzipiell verfügbar waren dennoch erstmal (wieder) das (kulturelle) Wissen* erlangen, an welchen Tagen jeweils das Risiko einer Schwangerschaft für sie überhaupt bestand (ist dann ja auch eine ökonomische Frage).

            Selbe Situation wie heute, quasi, wo auch nur eine verschwindende Minderheit der Frauen in dem Sinne aufgeklärt bzw. völlig in ihrem Körper zuhause ist. (*Manche Frauen spüren ihren Eisprung ja sogar. Ich jetzt nicht…)

            Aber ist es nicht iwo auch interessant, dass wohl noch nie jemand meinte, die Befreiung der Frau wäre erst durch Kondome möglich geworden? Dass man auch nicht vom „Kondomknick“ spricht? (was womöglich daran liegen könnte, dass die Verbreitung real noch äußerst gering war)

            Graphik Geburtenrückgang:
            https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/bild-959087-673466.html

          • @Semikolon
            Aber in dem Diagramm dort beim Spiegel ist doch genau das bestätigt: Durch den 1. Weltkrieg kommt es zu einem Einbruch der Geburtenrate, danach Erholung aber nicht mehr auf das Level von zuvor, im 2. Weltkrieg das gleiche Bild und auch danach erneut ein Anstieg und dann mit Einführung der Pille ein nicht-kriegsbedingter Rückgang. Dass es bereits vor der Pille Verhütung gab, ist doch da gar kein Widerspruch.

            „Aber ist es nicht iwo auch interessant, dass wohl noch nie jemand meinte, die Befreiung der Frau wäre erst durch Kondome möglich geworden?“

            Könnte neben der geringen Verbreitung auch daran liegen, dass das Kondom von Mann angewendet wird, ich mich also auf ihn verlassen muss, während ich es mit der Pille (und Spirale) selbst in der Hand habe.

            „Selbe Situation wie heute, quasi, wo auch nur eine verschwindende Minderheit der Frauen in dem Sinne aufgeklärt bzw. völlig in ihrem Körper zuhause ist.“

            Jo, da haben wir es wieder – alle die meine Meinung nicht teilen, sind halt nicht aufgeklärt oder sonst irgendwie dumm oder ignorant.

          • „während ich es mit der Pille (und Spirale) selbst in der Hand habe“

            Überschlag doch mal: zu wievielen ungewollten Schwangerschaften kommt es jährlich in D. streng nach Pearl-Index (d.h. ohne Anwendungsfehler) bei diesen beiden invasiven Verhütungsmethoden?

          • Semikolon, wenn Frauen nicht schwanger werden wollen, müssen sie einfach keinen Sex haben. Das empfiehlt man Männern doch auch bei Thema ungewollte Vaterschaft.

          • @Semikolon
            „streng nach Pearl-Index (d.h. ohne Anwendungsfehler)“

            Was heist hier „streng nach“? Das ist nicht so eindeutig, da gibt es nicht den einen Pearl-Index, mal sind Anwendungsfehler berücksichtigt, mal nicht. Aber gut, schauen wir auf den Pearl-Index:
            https://www.netdoktor.at/sex/verhuetung/sicherste-verhuetungsmethode-5463

            Dann sind wir zwischen 0,1 und 0,9 und damit deutlich sicherer als ein Kondom und ähnlich gut wie bei der Sterilisation. Noch sicherer sind eigentlich nur Hormonstäbchen und ggf. die Kupferspirale, die aber andere Nachteile hat.

            Aber mal abgesehen davon: Worauf willst du eigentlich hinaus? Keine Frau muss die Pille nehmen. Ich bin froh, dass es diese Möglichkeit gibt, wenn du die Bill für dich ablehnst, auch gut.

          • „Dann sind wir zwischen 0,1 und 0,9“

            Bei rund 7 Millionen Pillen-Anwenderinnen in D sprechen wir also über eine gut fünfstellige Anzahl ungewollt Schwangerer jährlich, die an diesem Umstand mal überhaupt keine Schuld traf.

            Über viele zehntausende Mitbürgerinnen Jahr für Jahr, die letztlich vergebens Risiken und Nebenwirkungen der hormonellen Mittel in Kauf nehmen. Die sich dennoch (wenn sie „Glück“ haben und es noch rechtzeitig auffällt) vor der Entscheidung sehen: abtreiben oder austragen.

            Denen Partner, Familie, Freunde und Bekannte oftmals (wenn sie die Wahrheit sagen) kaum glauben dürften, dass sie ihre Misere „nicht mit Absicht“ (bzw. nichtmal unbewusst) hervorriefen.

            „und damit deutlich sicherer als ein Kondom“

            Der Witz ist doch: wer tatsächlich aufgeklärt ist, bräuchte im Prinzip (innerhalb von monogamen Beziehungen) nichtmal Kondome, um mit exakt derselben Zuverlässigkeit wie bei der Pille u.ä. ungewollte Schwangerschaften zu verhindern (ohne auf sexuelle Befriedigung auch nur einen Tag lang verzichten zu müssen).

          • „Keine Frau muss die Pille nehmen.“

            Erweitern wir Pille auf hormonelle Verhütungsmittel inkl. Dreimonatsspritze, dann doch.
            Geistig behinderte Frauen oder syrische Kinderbräute fallen mir da speziell ein.

          • @Semikolon
            “ die an diesem Umstand mal überhaupt keine Schuld traf.“

            Behauptet doch auch niemand, oder? Also ich zumindest nicht.

            „Der Witz ist doch: wer tatsächlich aufgeklärt ist, bräuchte im Prinzip (innerhalb von monogamen Beziehungen) nichtmal Kondome, um mit exakt derselben Zuverlässigkeit wie bei der Pille u.ä. ungewollte Schwangerschaften zu verhindern“

            Das ist ein schlechter Witz. Ich weiß nicht, an welche Methode du da denkst, aber da du dich eben auf den Pearl-Index berufen hast: Temperaturmessung ca. 3, „Kalendermethode 9. Aber klar, aus deiner Sicht liegt das wohl nur daran, dass die alle zu dumm und nicht aufgeklärt sind.

            „Erweitern wir Pille auf hormonelle Verhütungsmittel inkl. Dreimonatsspritze, dann doch.
            Geistig behinderte Frauen oder syrische Kinderbräute fallen mir da speziell ein.“

            Syrische Kinderbräute? Wovon sprichst du? Und geistig behinderten Frauen wird zwangsweise die 3-M-Spritze gegeben? Also ist mir neu, aber es bleibt mir schleierhaft, worauf du nun eigentlich hinaus willst. Was hat die Entscheidung von jungen Frau für oder gegen die Pille mit syrischen Kinderbräuten zu tun? Und willst du hormonelle Verhütungsmittel verbieten oder was ist dein Antrieb?

          • „Behauptet doch auch niemand, oder? Also ich zumindest nicht.“

            Löblich. Kannst Du Dich denn in diese Frauen hineinversetzen?

            „Das ist ein schlechter Witz. Ich weiß nicht, an welche Methode du da denkst, aber da du dich eben auf den Pearl-Index berufen hast: Temperaturmessung ca. 3, „Kalendermethode 9. Aber klar, aus deiner Sicht liegt das wohl nur daran, dass die alle zu dumm und nicht aufgeklärt sind.“

            Symptothermale Methode das vorletzte Mal als ich nachsah: 0,3-0,9;
            jetzt aber aktuell: 0,4-1,8 oder gar noch höher – jenachdem, wem man glaubt.

            „Syrische Kinderbräute? Wovon sprichst du?“

            Von diesem Fall, der vor ein paar Jahren mal durch die Presse ging (und auch hier diskutiert wurde). Da wurde diese damals 15-jährige de jure dazu gezwungen (so sie mit ihrem Ehemann zusammen leben wollte), sich die Dreimonatsspritze verpassen zu lassen. Und ich glaub nicht, dass das für diesen Fall ein Einzelfall war.

            „Und geistig behinderten Frauen wird zwangsweise die 3-M-Spritze gegeben?“

            Wenn die Gefahr besteht, dass sie unbeaufsichtigt Kontakt mit Männern haben könnten, sicher sehr überzeugt davon, das Richtige zu tun.

            „Also ist mir neu, aber es bleibt mir schleierhaft, worauf du nun eigentlich hinaus willst.“

            Ich trete offenkundig gegen den Mythos von der chemische Kastration als notwendige Vorbedingung weiblicher Freiheit an, und ich versuche das hier in aller gebotenen Kürze^^

            „Was hat die Entscheidung von jungen Frau für oder gegen die Pille mit syrischen Kinderbräuten zu tun?“

            Letzteres ist nur möglich aufgrund der Sage, die Mädchen seit Generationen vermittelt wird: hormonelle Verhütung ist die beste aller Verhütungsmethoden, sehr gut und sehr sicher. Ja klar, schlimmstenfalls schon auch mal lebensgefährlich, aber hey: ein bisschen Schwund ist immer.

            „Und willst du hormonelle Verhütungsmittel verbieten oder was ist dein Antrieb?“

            Ich freue mich, wenn der Trend dahingehen sollte, dass Hormongaben nur im äußersten Notfall verabreicht werden müssen (sprich nach einer Vergewaltigung in Form der Pille danach). Und ich finde es sowas von nicht ok, dass im Extrem sogar schon 11-jährige als mündige Pillenkonsumentinnen behandelt werden. Kommen wir da vielleicht schon zusammen?

          • Oh frau,

            Weil angeblich syrische Kinderbräute hormonell verhüten, ist hormonelle Verhütung allgemein schlecht? Das doch eine absurde Argumentation.

          • „ Und ich finde es sowas von nicht ok, dass im Extrem sogar schon 11-jährige als mündige Pillenkonsumentinnen behandelt werden. Kommen wir da vielleicht schon zusammen?„

            Wie du sagst: das ist ein Extremfall, ich bin nicht einmal sicher, ob es so einen Fall überhaupt gibt.

            Du aber störst dich doch offenbar daran, dass erwachsene Frauen oder meinetwegen auch Jugendliche darüber entschieden. Du willst also anderen deine Sicht aufzwingen.

          • Semikolon betreibt wieder, leider erfolgreich, ihr Derailing mit eines von ihren paar Themen. Als nächstes ist dann wieder Kachelmann dran.

          • Ich hatte mehr von Dir erwartet

            Kurze Umfrage: Gibt es in dieser Runde noch jemanden, der tatsächlich mehr vom Satzzeichen erwartet, als sie heute zeigt? Oder entspricht das Niveau voll den Erwartungen?

          • „Gibt es in dieser Runde noch jemanden, der tatsächlich mehr vom Satzzeichen erwartet, als sie heute zeigt? Oder entspricht das Niveau voll den Erwartungen?“

            Ne typische Feministin eben.
            Die Vorteile des – von Männern unterhaltenen und finanzierten – Systems mitnehmen, aber stets nach Kräften über die persönliche Benachteiligung lamentieren.
            Und wo die eigenen Argumente widerlegt werden, wird das Thema gewechselt, oder beendet.

            Da kann sie sich mit Claudia die Hand geben.

          • „ich bin nicht einmal sicher, ob es so einen Fall überhaupt gibt.“

            Keine aktuelle Meldung wie sich an der Verbreitungsrate zeigt (btw: 2013 lag der Anteil der Pillenkonsumentinnen in der Gruppe der Mindejährigen übrigens noch bei 74 Prozent, jedenfalls bei der TK https://www.tk.de/presse/themen/arzneimittel/tag-der-antibabypille-2069966)

            „„In diesem Jahr wurde unter anderem einem elfjährigen Mädchen hormonelle Verhütung verordnet“, so die SBK. Auch die Zahl der 12- und 13-Jährigen steige deutlich an. 2015 waren noch zehn Dreizehnjährige die jüngsten Nutzerinnen. „Besonders diese jungen Altersgruppen scheinen sich von der aktuellen Diskussion rund um die Nebenwirkungen hormoneller Verhütung somit kaum beeinflussen lassen.

            Kürzlich hatte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Untersuchung in Auftrag gegeben, um das Verordnungsverhalten der Ärzte zu analysieren. Dabei kam heraus, dass Präparate, deren Risiko bislang unbekannt ist, verstärkt verschrieben wurden. Außerdem wurde deutlich, dass zwischen 14 und 19 Jahren die Pille mit 53 Prozent das am häufigsten eingesetzte Verhütungsmittel ist. Von den etwa 71 Millionen Kassenpatienten fallen rund 3 Millionen Versicherte in die berücksichtigte Altersgruppe, von denen erhielten etwa 1,1 Millionen Frauen zwischen 10 und 20 Jahren kombinierte hormonale Kontrazeptiva als Tablette, transdermales Pflaster oder vaginales Freisetzungssystem.

            Ein Mindestalter für die Verordnung der Kontrazeptiva findet sich in den Fachinformationen nicht.“

            https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/pharmazie/pillenrezept-fuer-11-jaehrige-hormonelle-kontrazeptiva-pille-hormonspirale-risiken-apotheke/“

            Und das findest Du jetzt richtig, ja?

          • Liebe Semikolon,

            ich weiß immer noch nicht, worauf du eigentlich hinaus willst. Es gab also eine (!) Elfjährige und zuvor zehn (!) 13-jährige, die die Pille genommen haben. Wenn es dir wichtig ist: Ich finde nicht, dass 11-jährige die Pille nehmen sollten. Aber was ist denn nun dein Punkt?

          • Ich selbst war auch 13, als ich „freiwillig“ mit der Einnahme der Pille begann. Das war allerdings auch Anfang der 90er – sprich auf dem Höhepunkt ihrer Verbreitung unter Minderjährigen.

            Wie alt warst Du denn bei der Erst-Einnahme (falls Du nunweiter bei der Storyline beiben willst, Du seist weiblich)?

          • Der Punkt ist: ich weiß, wie diese „Beratung“ abläuft. Dass es keine Beratung ist, die diesen Namen verdient hätte. Damals nicht und heutzutage auch noch nicht.

            Zunächst erzählt man (ab der Grundschule), Mädchen könnten ja die Pille nehmen, das wäre jedenfalls das Beste. (Und ja klar, Kondome gibt’s auch noch. Zusätzlich. Nämlich eher wegen STDs und so…)
            Dann hat(te) das Ganze schon fast den Status eines Initiationsritus: Klassenkameradinnen wurden häufig informiert, so eine „ganz Frau“ wurde, indem sie die Pille nahm. Niemand wundert sich, wenn das betreffende Mädchen real noch ungeküsst ist bzw. keinen Freund hat… better to be prepared than to be sorry…

            In meinem Fall habe ich mir mehr als 3 Jahre _völlig sinnlos_ die Hormone reingepfiffen (aus dem Grund, dass ich die erste versuchte Vergewaltigung hinter mir hatte und es damals noch keine Pille danach gab. Better to be prepared…)

            Ich hatte Migräne, mehr als 1 Jahrzehnt lang (zuletzt im Rhythmus: alle 2 Wochen, für 2-3 Tage). Mit Kotzen und Sehstörungen. War unendlich müde und wurde depressiv. Beides stand (im Nachhinein weiß ich das) klar mit der Pille in Zusammenhang. Mein Arzt wechselte mir die Präparate, aber verlor nie auch nur ein Sterbenswörtchen über möglich Alternativen. Ist halt nicht sein Job, ne? Was geht’s ihn schon an, wenn da seine jungfräuliche Pillenpatientin rumkränkelt, sie ist selbstverantwortlich und ganz bestimmt doch auch zu Genüge aufgeklärt?

            Als ich mit Anfang 20 schlussendlich die Pille absetzte, lernte ich dann erst, wie wenig ausgeprägt das Verantwortungsbewusstsein von Männern war. Wie sehr sie zum kondomlosen Verkehr drängten, obwohl sie wussten, dass ich nicht auf Pille war. Ich selbst habe zufällig keine Überredungsversuche erlebt, dass ich doch die Pille (wieder) nehmen solle, aber extrem viel „wird schon gutgehen“ & Gummi-ist-doof-Mimimi. Das fand ich schon ärgerlich…

          • @Semikolon
            Dir wurde in der Grundschule erzählt, Mädchen sollten die Pille nehmen? Hm na gut, das kenn ich nun nicht und ich kann auch nicht behaupten, nicht über Alternativen aufgeklärt worden zu sein. Aber ok, du selbst hast da anscheinend andere Erfahrungen und außerdem Nebenwirkungen wie Migräne und Müdigkeit… okay, dass da bessere Aufklärung durch deinen Arzt/Ärztin gut gewesen wäre, kein Thema. Das gilt aber doch für alle Verhütungsvarianten: Kupferspirale kann zu mehr Blutung und (mehr) Mestruationsschmerzen führen, Temperatur- und Kalender sind sehr ungenau, Kondom bist du von der korrekten Anwendung durch den Mann abhängig…

            Dann schreibst du selbst, du wurdest zum kondomlosen Verkehr gedrängt – finde ich tatsächlich erstaunlich und würd ich auch ärgerlich finden. M.E. sollte ein Kondom ausserhalb der festen Beziehung eh normal sein, was bei dir anscheinend nicht der Fall war/ist, wenn ich dich da richtig verstehe. Insofern scheinst du ähnlich verantwortlungslos wie die Männer gewesen zu sein, als du noch die Pille genommen hast.

            Aber der Zusammenhang mit der Diskusison hier ist mir noch nicht ganz klar. Damit die Kerle aufhören über Kondome zu jammern, sollen nun alle Frauen auf hormonelle Verhütung verzichten?

          • @Hannah
            „Aber der Zusammenhang mit der Diskusison hier ist mir noch nicht ganz klar. Damit die Kerle aufhören über Kondome zu jammern, sollen nun alle Frauen auf hormonelle Verhütung verzichten?“
            Semi fordert hier seit Jahren die Zwangsvasektomie aller jungen Männer vor dem 1. Sex.

          • „Ich hatte Migräne, mehr als 1 Jahrzehnt lang (zuletzt im Rhythmus: alle 2 Wochen, für 2-3 Tage). Mit Kotzen und Sehstörungen. War unendlich müde und wurde depressiv. Beides stand (im Nachhinein weiß ich das) klar mit der Pille in Zusammenhang.“

            Ach, an der Pille lag das?
            Verdammt, hättest Du das nicht schon vor 50 Jahren sagen können? Dann wäre mir viel Leid erspart geblieben.

            Moment, ich hab die Pille gar nicht genommen :(.

            Und nun?

          • „Dir wurde in der Grundschule erzählt, Mädchen sollten die Pille nehmen? Hm na gut, das kenn ich nun nicht und ich kann auch nicht behaupten, nicht über Alternativen aufgeklärt worden zu sein.“

            Über welche Alternativen wurdest Du wann (von wem) aufgeklärt? Und kannst Du Dich zufällig auch noch erinnern, wie alt Du warst, als Du das 1. Mal den (Teil-)Satz „aber es gibt doch die Pille“ bewusst wahrnahmst?

            „dass da bessere Aufklärung durch deinen Arzt/Ärztin gut gewesen wäre, kein Thema.“

            Was sagst Du denn zu der Stelle oben, wo es heißt, laut (relativ aktueller) Analyse ihres Verschreibungsverhaltens neigten Ärzte dazu, Pillen zu verordnen mit besonders unklarer Risiko-Prognose?

            „Das gilt aber doch für alle Verhütungsvarianten:“

            Dass noch mehr Aufklärung betrieben werden muss, meinst Du?

            „Kupferspirale kann zu mehr Blutung und (mehr) Mestruationsschmerzen führen,“

            Kann ich nur bestätigen (plus: das Einsetzen/Rausholen tut schwer weh! und ich mag auch die Vorstellung überhaupt nicht, schwanger zu werden mit Spirale drinne – selbst wenn das dann i.d.R. in eine Abtreibung mündet)

            „Temperatur- und Kalender sind sehr ungenau,“

            kombiniert mit Schleim-/Zervix-Beobachtung nun wirklich nicht.

            „Kondom bist du von der korrekten Anwendung durch den Mann abhängig…“

            Sogenanntes Stealthing hab ich z.B. auch nie erlebt… (wohl aber geplatzte Kondome)

            „Dann schreibst du selbst, du wurdest zum kondomlosen Verkehr gedrängt – finde ich tatsächlich erstaunlich und würd ich auch ärgerlich finden. M.E. sollte ein Kondom ausserhalb der festen Beziehung eh normal sein, was bei dir anscheinend nicht der Fall war/ist, wenn ich dich da richtig verstehe.“

            Während ich auf Pille war, hatte ich bloß zwei (männliche) Sexpartner in Form von Langzeit-Beziehungen (hintereinander^^). Nach dem Absetzen hatte ich plötzlich überraschend eine Libido, was Anzahl sowie Variation meiner Intimpartner erhöhte. Ich dachte ja eigentlich, unter diesen Umständen (poly und fruchtbar) müsse die Gummifrage ein Leichte sein – war sie aber eben nicht (mit 1 löblichen Ausnahme).

            „Semi fordert hier seit Jahren die Zwangsvasektomie aller jungen Männer vor dem 1. Sex.“

            Da übertreibst Du meine modest proposal aber stark.

          • Man kann nicht pauschal sagen, dass das Einsetzen / Ziehen der Spirale immer sehr schmerzhaft ist.
            Von Vorteil kann sein, wenn die Frau bereits spontan geboren hat oder das Einsetzen zum Zeitpunkt der Menstruation passiert, weil der Muttermund dann leicht geöffnet ist, auch etwa 6 – 8 Wochen nach der Geburt geht es oft problemlos, da dann Uterus und Cervix noch aufgelockert sind. Der Arzt oder die Ärztin kommt quasi besser „um die Ecke“.
            Ansonsten gibt es die Möglichkeit, mit Medikation etwas zu lindern, sei es schmerzdämpfend oder eben muttermundserweichend, auch Kurznarkose hab‘ ich in seltenen Fällen schon erlebt.
            Ich habe es 3x hinter mir, weil mir mal eine verrutscht ist und gewechselt werden musste. Das war unspektakulär, keine Schmerzen.

            Wird die Frau trotz IUP schwanger und will das Kind behalten, wird die Spirale so schnell wie möglich gezogen. Natürlich kann es danach durch die Irritation noch zu einem Abort kommen, das ist abhängig davon, wo sich das Kindchen eingenistet hat, ich habe aber auch Frauen erlebt, da verlief die Schwangerschaft intakt. Einmal war es bereits so groß, das Ziehen daher unmöglich, da habe ich nach der Geburt die Spirale noch als Mitbringsel aus den Eihäuten gepflückt, das Kind hat sie einfach beim Wachsen zur Seite geschoben.

          • „Ich habe es 3x hinter mir, weil mir mal eine verrutscht ist und gewechselt werden musste.“

            Ich 2x: beim ersten Mal wenige Wochen nach der Horrorgeburt, die mich überhaupt erst zur Mutter machte, war das auch bei mir eine schmerzlose Prozedur. Als die dann aber Jahre später gewechselt werden musste/sollte, hats mir ja echt kurz die Schuhe ausgezogen! (man hatte mir auch da Nichts angeboten, um die Sache erträglicher zu gestalten und ich hatte ja gar nicht mit Unangenehmem gerechnet…).

            Und ja, es war die normale Kupferspirale und nicht dieses (vor etlichen Jahren mal auch sogar für noch-kinderlose Frauen gehypte) Gynefix-Dingens, bei dem ein Widerhaken in der hinteren Gebärmutterwand „verknotet“ wird (was mal wirklich, wirklich fies klingt, wenn Du mich fragst).

            „Das war unspektakulär, keine Schmerzen.“

            Und aus welchem Grund bist Du dann wieder von dieser Verhütungsform ab? (Oder bist Dus gar nicht?)

            Ich möchte noch ergänzen: ich hatte ein stetes obwohl unterschwelliges Fremdkörpergefühl, als würde ich tatsächlich genau „sehen“ können, wo sie liegt – was Einbildung gewesen sein mag. Aber der Kack-„Faden“ am Muttermund! Der ließ sich gefühlsmäßig nun wirklich nicht ausblenden… und irgendwann hatt ich davon einfach die Schnauze gestrichen voll.

            „Wird die Frau trotz IUP schwanger und will das Kind behalten, wird die Spirale so schnell wie möglich gezogen.“

            So die Schwangerschaft denn lange genug bestehen bleibt… was angeblich doch die Ausnahme sein soll? Normalerweise – hörte ich – würden Spirale-Nutzerinnen es gar nicht bewusst registrieren (können), dass eine Schwangerschaft eingetreten, aber durch dieses Verhütungsmittel auch sehr fix wieder abgebrochen wurde. (Frühzeitige) Abtreibung der Leibesfrucht wird als 1 Wirkmechanismus dieser Methode beschrieben, dachte ich?

            „Natürlich kann es danach durch die Irritation noch zu einem Abort kommen, das ist abhängig davon, wo sich das Kindchen eingenistet hat, ich habe aber auch Frauen erlebt, da verlief die Schwangerschaft intakt. Einmal war es bereits so groß, das Ziehen daher unmöglich, da habe ich nach der Geburt die Spirale noch als Mitbringsel aus den Eihäuten gepflückt“

            Genau so einen Fall hab ich auch im Bekanntenkreis (da war es dann das 4. Kind).

          • Ganz übersehen:

            „Damit die Kerle aufhören über Kondome zu jammern, sollen nun alle Frauen auf hormonelle Verhütung verzichten?“

            Geht der (Abkehr von der Pille-)Trend in dem Tempo des letzten Jahrzehnts weiter, wird der neuen Generation Männer irgendwann nicht mehr viel Anderes übrig bleiben… oder glaubt noch irgendwer daran, dass das starke Geschlecht selbst sich (mehr als 40 Jahre verspätet) doch noch auf hormonelle Verhütung einlassen wird? Da glaub ich eher an einen signifikanten Anstieg der Vasektomiezahlen (was man gerne beschleunigen dürfte durch verschiedene Maßnahmen, u.a. der Wieder-Einführung der Kostenübernahme).

          • „Emanzengelaber“, einige Sachen sind schlicht falsch dargestellt, deswegen habe ich etwas dazu geschrieben, zb auch diese Formulierung:

            „… dass eine Schwangerschaft eingetreten, aber durch dieses Verhütungsmittel auch sehr fix wieder abgebrochen wurde. (Frühzeitige) Abtreibung der Leibesfrucht wird als 1 Wirkmechanismus dieser Methode beschrieben…“

            Das impliziert eine Abtreibung in Dauerschleife.
            Die Kupfer-Ionen verändern das Endometrium so, dass eine möglicherweise befruchtete Eizelle sich gar nicht erst einnisten kann.
            Wer dieses Morula-Stadium für sich bereits als Leibesfrucht bezeichnet und ein IUP daher aus Gewissensgründen ablehnt, kann das tun. Ich für mich sehe das nicht so drastisch und finde diese Verhütungsmethode ziemlich gut. Dieser Vorgang passiert auch unter natürlichen Bedingungen oft und völlig unbemerkt.
            Ich glaube, das ist einfach Beschämung.
            Mir ging nämlich „nur-der-halbe-Mann-weil-gerade-Eisprung“-Variante bei NFP ziemlich auf die Nerven.

          • „Die Kupfer-Ionen verändern das Endometrium so, dass eine möglicherweise befruchtete Eizelle sich gar nicht erst einnisten kann.“

            Except when it does.

            Ich zitiere Dich wörtlich: Wird die Frau trotz IUP schwanger und will das Kind behalten, wird die Spirale so schnell wie möglich gezogen. Natürlich kann es danach durch die Irritation noch zu einem Abort kommen, das ist abhängig davon, wo sich das Kindchen eingenistet hat, ich habe aber auch Frauen erlebt, da verlief die Schwangerschaft intakt.

            „Ich glaube, das ist einfach Beschämung.
            Mir ging nämlich „nur-der-halbe-Mann-weil-gerade-Eisprung“-Variante bei NFP ziemlich auf die Nerven.“

            Aber Dein Mann nutzte Kondome völlig ohne Murren (und Dir war da nur das Risiko zu hoch)?

          • 100% Sicherheit gibt es nun mal nicht und Du stellst es so dar, als ob da laufend kleine Früchtchen abgeschert werden. Es gibt haufenweise Kuriositäten in der Geburtshilfe und irgendwo muss der 0.x Pearl-Index ja herkommen.

          • Du hast von Kind gesprochen – ich von Leibesfrucht. Verstehe Deine Aufregung nicht…

            Weißt Du: mittlerweile hab ich meinen Mann soweit, dass er sich nicht mehr gegen Kondome wehrt. Hat lang gedauert und der Preis dafür war hoch, aber das war es echt Wert.

          • Der PI bezieht sich auch auf die korrekt sitzende Spirale. Im ersten Halbjahr neigen die leider wohl oft zum Verrutschen, deswegen wird ja per US nochmal nachkontrolliert, bis sie sich „eingeruckelt“ hat.
            Ich mache viel Sport, vermutlich ist das deswegem damals bei mir passiert.

          • „Dieser Vorgang passiert auch unter natürlichen Bedingungen oft und völlig unbemerkt.“

            Bei Frauen mit Kinderwunsch/wo überhaupt nicht verhütet wird.

            Wer – auf korrekte Art – NFP betreibt und ganz unbedingt kein Kind haben will, erlebt es dann aber kaum noch, dass die Hormone Achterbahn fahren (weil Schwangerschaft eingetreten und vorzeitig abgebrochen).

          • „100% Sicherheit gibt es nun mal nicht“

            Ca. 150.000 Frauen jährlich würden widersprechen: nach ihren (zu über 90 % im medizinischen Sinne überflüssigen, wenngleich dennoch von der Krankenkasse gesponserten) Hysterektomien ist es ihnen nunmehr unmöglich, nochmal ungewollt schwanger zu werden.

          • „Vogonenlyrik“

            Oh freddled gruntbuggly!
            Thy micturations are to me
            As plurdled gabbleblotchits in a lurgid bee.
            Groop I implore thee my foonting turlingdromes,
            And hooptiously drangle me with crinkly bindle werdles,
            For otherwise I will rend thee in the gobberwarts with
            My blurglecruncheon see if I don’t.

            I thought that some of the metaphysical imagery was really particularly effective. . . . and, er, interesting rhythmic devices, too, which seemed to counterpoint the . . . surrealism of the underlying metaphor of the . . . er . . . Vogonity of the poet’s compassionate soul which contrives through the medium of the verse structure to sublimate this, transcend that, and come to terms with the fundamental dichotomies of the other, and one is left with a profound and vivid insight int . . . into . . .

            Ja, genau so. Jedes Mal, wenn das Satzzeichen spricht.

    • Wieder mal dein typisches feministisches Dummgeschwätz.

      Richtig: Frauen ohne wenn und aber die Hälfte der Legislative, Judikative und Exekutive zuzugestehen wäre das Minimum.

      Frauen haben längst zu 100% Zugang zu Legislative, Judikative und Exekutive. Und das teilweise anstrengungslos oder aber zumindest mit verminderten Anforderungen. Man denke nur mal an die Leistungsstests zum Eintritt in die „Exekutive“. Frauen-Gepampere gibt es dabei übrigens schon in der Grundschule, müssen Mädchen schließlich nicht mit den schweren „Männer-Sportgeräten“ hantieren, sondern kriegen die leichteren Bälle und niedrigere Anforderungen.

      Fakt ist, Frauen stehen längst alle Bereiche und alle Wege in alle Bereiche längst offen. Und das zu einem Teil zu Lasten der Männer.

      Unsere Töchter sollen auf jeden Fall unbeeinflusst von der Pille erwachsen werden dürfen. Mir ist klar, dass das mit ganz speziellen Schwierigkeiten einhergehen wird… aber ich bin dazu bereit, aufklärende Gespräche zu führen (mit ihren potentiellen, zukünftigen Partnern).

      Den potentiellen zukünftigen Partnern kann man nur empfehlen, gleich mit einer Familienpackung zu verhüten. Dein Gesabbel wäre vermutlich nicht auszuhalten, auch wenn das liebe Töchterlein die Schuld tragen würde, weil es die von dir so verhasste Pille vergessen hätte.

      • „Frauen haben längst zu 100% Zugang zu Legislative, Judikative und Exekutive.“

        Ja, aber sie will ja auch ein Minimum von 50%, sprich von 50-100% Frauenanteil ist alles drin. Du kannst bei Feministinnen nicht davon ausgehen, dass sie mit ihren Zielen eine Gleichbehandlung von Männern und Frauen anstreben.

        • Übrigens gibt es in D. eine Legislative ( offiziell ohne Jurisdiktion, inoffiziell mischt sie sich aber trotzdem ein ) und eine Exekutive ( inkl. offizielle Jurisdiktion ), aber keine Judikative ( als sog. „unabhängige Gewalt“ ). Auf was für Bretterschulen habt Ihr so rumgehangen?

          • Die dritte Gewalt sind die Richter.
            Nicht zu verwechseln mit der Justiz, Staatsanwälte, Justizvollzug, usw. Das sind Beamte und gehören zur Exekutive.
            Richter sind keine Beamte. Sie sind ihnen nur besoldungs- und versorgungsrechtlich gleichgestellt.

          • Völlig unwesentlich, das sog Gewaltendreieck bezieht sich unmißverständlich auf voneinander unabhängige Gewalten, die ausschließlich von Gesetz und Recht bestimmt werden. Hier ist es genau umgekehrt. Der Satz: „Was der Richter spricht, wird Recht“, erklärt es eindeutig, ein absolut korruptes Machtmonopol, ohne Rechtsgrundlage.

      • @Semikolon
        „in diesen roundabout 30 Jahren sank die Geburtenziffer nämlich kontinuierlich“

        „Kontinuierlich“ ist hier ein weit gefasster Begriff. Die Geburtenziffer brach mit dem 1. Weltkrieg ein (kann man in 5 sek ergooglen), was u.a. wohl daran gelegen haben dürfte, dass die jungen Männer an der Front waren. Und die Zahl konnte danach nicht auf das vorherige Niveau ansteigen, weil die Zahl der jungen Männer durch den Krieg kleiner war als zuvor.

        Und ja, der Rückgang der Geburten setzte vor der Pille ein – aber verhütet wurde wohl vor allem über spätes Heiratsalter und damit einen späten Beginn des Sexlebens und natürlich über koitus iterruptus….also ich bin froh, dass selbst bestimmen zu können.

    • aber die Hälfte [..] wäre das Minimum.

      Warum wäre dass das Minimum?
      Wegen der männlichen Erbschuld?
      Oder wegen dem allein von SJWs vorangetriebenen, unsinnigen Konzept der Repräsentation gemessen am Bevölkerungsanteil, weil Männer ja nicht Frauen vertreten können (Frauen selbstverständlich aber Männer)? Aber dann eben ein Minimum an Frauen. 80% Frauen ist auch i.O. weil feministischer Standard aká Doppelstandard.

    • 50% in Exekutive und Judikative?
      Und wie wird das berechnet? 50% bundesweit, landesweit, pro Behörde,…?
      Viel Erfolg beim Suchen von 50% Frauen für die technischen Dienste. Ach ja, und üblicherweise werden 50%-Stellen auch als halbe Beamte/Richter gezählt…

    • „, dass (junge) Frauen sich (mehrheitlich) chemisch kastrieren ließen/lassen“

      „Nur 48 Prozent und damit weniger als die Hälfte der TK-versicherten Frauen zwischen 16 und 19 Jahren bekam 2018 die Pille verordnet.“

      https://wirtechniker.tk.de/2019/08/16/immer-weniger-junge-frauen-setzen-auf-antibaby-pille/

      Gilt wohl auch allgemein, nicht nur für TK-Versicherte, finde da nur auf die Schnelle den passenden Link nicht. Also eine knappe Minderheit der jungen Frauen nimmt die Pille, was doch recht stark dafür spricht, dass es da keinerlei Zwang zu gibt. Und klar gibt es auch negative Aspekte, die doch aber auch überall breit diskutiert werden. Dennoch ist die Pille m.E. nicht nur für die Frauen, die sich dafür entschieden haben, sondern auch für alle anderen, die zumindest die Möglichkeit haben, ein enormer Zuwachs an Freiheit.

      • Das ist bei ihr ein terminologisches Problem. Freiheit=patriarchaler Zwang ( weil mit Eigenverantwortung verklammert ), anders duldet sie es nicht.
        Genau wie: Zuzugestehen=gefälligst leistungsfrei in den Arsch schieben ( siehe „Wahl“-Quoten, also ebenfalls ohne jede Verantwortung ).
        Deutsche Vokabeln laufen bei ihr auch unter patriarchaler Unterdrückung.

      • Wenn man jetzt die abzieht, die gar nicht verhüten, oder Coitus Interruptus praktizieren, werden die mit der Pille in der klaren Mehrheit sein. Insofern hat ; wohl Recht mit ihrer Aussage.

      • „Dennoch ist die Pille m.E. nicht nur für die Frauen, die sich dafür entschieden haben, sondern auch für alle anderen, die zumindest die Möglichkeit haben, ein enormer Zuwachs an Freiheit.“

        Was für Vorteile hat ein Mädchen/eine Frau, die ihre körperliche Integrität erhalten will, denn in Deinen Augen davon, dass die gesellschaftliche Erwartungshaltung lautet, sie solle sie verletzten?

        • Ich bekomme immer mehr den Eindruck, wir leben in zwei verschiedenen Welten.

          Erst kommst du mit syrischen Kinderbräuten und nun verletzt die Pille meine körperliche Integrität? Oh man….

          Wenn du über Temperatur und Kondom verhüten willst, mach das, aber schreib das bitte anderen nicht vor, wie die verhüten möchten.

          Btw. passt mal wieder: erst wird behauptet, es gäbe einen imaginären Zwang und um den zu beseitigen, sollen anderen Vorschriften gemacht werden.

          • „Wenn du über Temperatur und Kondom verhüten willst“

            Hast Du immernoch nicht verstanden, wie die (Dir vor Tagen scheinbar noch unbekannte) NFP-Methode eigentlich funktioniert, muss ichs nochmal ausführlich erklären?

            „Btw. passt mal wieder: erst wird behauptet, es gäbe einen imaginären Zwang und um den zu beseitigen, sollen anderen Vorschriften gemacht werden.“

            Dass Mädchen und Jungen in der Schule lernen, wie sich (sicher) die fruchtbare Zeit einer Frau bestimmen lässt, wäre doch wirklich nicht zuviel verlangt?

            Ich meine überdies, dass jedem Jungen (im Zweifel mehr als 1) Spermiogramm gesponsert werden sollte, um die geschätzten rund 20 % im medizinischen Sinne Unfruchtbaren frühzeitig über ihren Status zu informieren (überdies ließen sich daraus womöglich auch wissenschaftliche Erkenntnisse ableiten). Auch das würde viele Ängste nehmen bzw. tatsächlich unnötige Hormoneinnahmen verhindern können (wenigstens potentiell).

            Das empfändest Du als einschränkend?

          • Unfassbar diese Arroganz und diese lachhaften Unterstellungen.

            Also nochmals, wenn du nicht hormonell verhüten willst, mach das; es sei dir unbenommen. Aber du unterstellst doch allen, die da eine andere Ansicht haben als du und nicht „natürlich“ verhüten wollen, dass die keine Ahnung haben und nur von dir belehrt werden müssen.

            Viele junge Frauen und Mädchen nehmen die Pille nicht, weil sie nicht aufgehört wurden , sondern eben gerade weil sie sich über Vor- Nachteile informiert haben. Wieso kannst du das nicht akzeptieren?

          • Ich will weiter sachlich bleiben, von daher…

            Inwiefern stören Dich letztgenannte Vorschläge?

            Über was für Alternativen zur hormonellen Verhütung wurdest Du als Teenager aufgeklärt (wo NFP offenbar nicht dabei war)?

          • Es fällt mir zugegebenermaßen heutzutage äußerst schwer, irgendwelche Vorteile der Pille zu sehen.

            Ja, das mit der „besseren Haut“ (also weniger bis keine Pickel im Gesicht) scheint oft zu stimmen – was auch nicht verwundern kann bei einem anti-androgen wirksamen Mittel. Allerdings kommt das Problem dann gern auch schlagartig zurück mit dem Absetzen (das die Mehrheit für irgendwann mal einplant, weil sie Kinder möchte). Ist es leichter, sich als twenty- oder thirty-something mit unreiner Haut rumzuplagen denn als Teenager?

            Größere Brüste? Naja,… ich glaube, die genetische Anlage spielt da die erste Geige. Theoretisch lässt sich aber ein leichter Volumenzuwachs ebenso mit der veränderten Hormonlage begründen. Wesentlicher für den Eindruck halte ich jedoch die Gewichtszunahme, die ich dann auch für meinen Fall bestätigen kann: ohne Pille kostet es mich keinerlei Mühe, die 45 (+/- 2) kg zu halten – mit Pille lag mein Gewicht hingegen zwischen 50 und 54 kg, weshalb ich mich schon fett fand (scheißegal wie Andere darüber dachten). Ja, da hatt ich dann auch eine andere Körbchengröße… toll fand ich das aber nicht.

            Was sind denn noch so die Verkaufsargumente?
            Welche Freiheit fehlt der nicht-Konsumentin?

          • @semi: Was sind denn noch so die Verkaufsargumente?
            Welche Freiheit fehlt der nicht-Konsumentin?

            Die Freiheit von deinem schwachsinnigen Kreuzzug verschont zu bleiben.

  10. @Semikolon

    „Frauen ohne wenn und aber die Hälfte der Legislative, Judikative und Exekutive zuzugestehen wäre das Minimum“

    Falsch. Weder Frauen noch Männern den Zugang zu verwehren, und das Geschlecht weder als Einstellungs- noch als Ablehnungskriterium heranzuziehen wäre das Minimum. Das ist übrigens ein Grundrecht.

    Ein bestimmtes Zahlenverhältnis ist dagegen überhaupt kein sinnvolles Ziel. Wenn zu dessen Erreichung Methoden verwendet werden sollen, bei denen eine Person wegen ihres Geschlechts bevorzugt oder benachteiligt werden muss, dann sind diese Methoden abzulehnen.

  11. Sollen doch Frauen die Hälfte bekommen, aber bitte auch die Hälfte der Steuern und Abgaben tragen. Und natürlich die Rentengleichheit. Da Frauen so etwa 5 Jahre länger leben, sollte ihre Rente angemessen gestreckt werden. Das wäre doch mal Gleichheit.
    Und bitte bei allen Sozialleistungen immer genau die Hälfte für Frauen. Und euch fallen da bestimmt noch viel mehr Themen ein….

    • Dann aber auch genau eine Verwaltung und eine Administration für Frauen und je eine für Männer. Sollten dann übergreifende Problematiken auftreten, tja: „Sorry, kann man nix machen, Ihr habt’s ja so gewollt …“.

  12. Meine Rede. Und bitte auch eine 50% Quote bei der Freiwilligen Feuerwehr. Zu der kann man nämlich ungeachtet der Bezeichnung auch zwangsverpflichtet werden. Wieso dürfen Frauen denn ihre gerechte Hälfte dieser wichtigen gesellschaftlichen Verantwortung auf Männer abwälzen?!?!11elf

    Vielleicht sollten wir mal ein „Männerrechtler für ECHTE Gleichstellung“ Projekt ins Leben rufen, damit endlich klar wird, was für eine Farce das ist.

    • Meine Rede. Und bitte auch eine 50% Quote bei der Freiwilligen Feuerwehr. Zu der kann man nämlich ungeachtet der Bezeichnung auch zwangsverpflichtet werden.

      Ist das tatsächlich so?

      Bundeswehr mit der allgemeinen Wehrpflicht wäre auch noch so ein Fall für eine Mindes-Frauenquote.

      Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich das einem Kameraden zumuten wollen würde.
      Entweder unter Beschuss zu liegen und unbedingt eine Frau retten zu müssen – oder aber zu verrecken, weil man sich von einer Frau retten lassen muss. Die das allein aufgrund ihrer mangelnden physischen Konstitution nicht schaffen kann.
      Dazu dann am besten noch dieses unsäglich dämliche Feministinnen-Geschwafel… Nein danke…

      • Wann kommt dann endlich auch die längst überfällige Frauenquote auf dem Fußballplatz – beim FC Bayern oder anderen patriarchalen Clubs der Bundesliga? Nur so wird auch dem letzten Zweifler deutlich, dass Quoten uns inhaltlich nicht besser machen.

        Frauenministerin Dr. m. R. (Doktor mit Rüge) Giffey behauptet zwar, Frauen könnten alles, wenn man sie nur entsprechend unterstütze, aber ob sie dann wirklich an Süle vorbeidribbeln und Neuer das Ding reinsetzen, das können wir dann sehen. Es wird ein toller Klamauk, aber endlich mal ehrlich…

        • Es muss dan aber gleichberechtigt zugehen.
          Also:
          Nach jedem Tor, dass ein Man geschossen hat, muss ein Tor von einer Frau geschossen werden. Bis dahin zäheln alle von Männern geschossenen Tore nicht.
          Das ist nur gerecht.

          • Nach jedem Tor, dass ein Man geschossen hat, muss ein Tor von einer Frau geschossen werden.

            Das kann aber dauern! 90 Minuten genügen dafür nicht mal annähernd. Ich schlage deshalb vor, dass ein Kick von einer Frau über die Mittellinie als Tor gezählt wird. Oder sie kriegen von Anfang an 5 Tore gutgeschrieben, wegen Patriarchat und so.

      • Tatsächlich, beispielsweise:

        Hessisches Brand- und Katastrophenschutzgesetz (HBKG)
        § 10 (4) Alle Einwohnerinnen und Einwohner vom vollendeten 18. Lebensjahr bis zum vollendeten 50. Lebensjahr können bis zu einer Gesamtdauer von zehn Jahren zum ehrenamtlichen Dienst in der Gemeindefeuerwehr herangezogen werden. Ausgenommen sind Personen, deren Freistellung im öffentlichen Interesse liegt (…).

        Eine realistische und wünschenswerte Option ist das natürlich nicht. Bei meinem Vorschlag geht es auch nur um das Aufzeigen, wie blödsinnig der Ruf nach „Parität“ oder „Gleichstellung“ ist, weil niemand, gar niemand, eine absolute Gleichstellung möchte, und eine unvollständige Gleichstellung eben immer willkürlich und damit ungerecht sein muss.

      • Sollte die Wehrpflicht wieder in Kraft treten, sollten Frauen auch herangezogen werden, denn wenn man sieht, was bei Männern so mit Tauglichkeitsgrad >T1 herangezogen wird, kann eine Frau es auch nicht viel schlechter machen. Ich hatte damals beim Wehrdienst Kameraden, die man im Ernstfall lieber selbst erschossen hätte, um die eigene Überlebenschance zu erhöhen^^.
        Bei einer Berufsarmee hingegen haben Frauen nichts verloren, da sollten es schon die Besten sein.
        Gleiches gilt für Polizei und Feuerwehr. Man muss schon Selbstmörder oder Versicherungsbetrüger sein, um einen Dienst von Frauen bei der Feuerwehr zu verlangen.

  13. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie Feministinnen (hier Semikolon) Vorrechte und Freiheiten von Frauen in Unterdrückung umdichten. Bei der Reproduktion liegen nahezu alle Rechte bei der Frau und ein Mann hat eigentlich nur das Recht, Unterhalt zu zahlen. Kann ein Mann nur durch Heirat umgehen, was ihm aber dann auch eine massiv nachteilige Rechtsposition einbringt.

    Und wer sich als Mann mit Status und Geld beim Thema Verhütung auf die Frau verlässt, dem ist eh nicht zu helfen.

  14. Pingback: Rant: Hälfte der Macht | uepsilonniks

  15. Ein Unrecht vergangener Generationen wiedergutzumachen bedeutet durch die Haftbarmachung der gegenwärtigen Generation den Aufbau neuen Unrechts. Ob von Unrecht überhaupt die Rede sein kann, darüber lässt sich streiten. Haben doch Generationen von Männern in Kriegen ihren Kopf für die Gesellschaft riskiert und oftmals auch gelassen, ohne dass Frauen was Kriege angeht, jemals große Opfer hatten. Meiner Meinung nach, bringt das Aufeinanderrechnen unterschiedlicher Lebensbedingungen der Geschlechter unsere Gesellschaft nicht weiter. Vielmehr sollte die Lebenssituation beider Geschlechter in der heutigen Gesellschaft betrachtet werden. Der unermüdliche Drang der Feministinnen nach Fortführung der Gleichberechtigungsbestrebungen hat m.E. seinen Zenit längst überschritten und sich ein wenig umgekehrt, den Unmut der heutigen Männer hervorgehoben durch:

    * Ungleichbehandlung von Jungen bei Erziehung und in der Schule im Gegensatz zu Mädchen
    * Frauenbevorzugung im Berufsausbildung und auf dem Arbeitsmarkt
    * verschiedene Bewertung von Frauen und Männern in der Gesundheitspolitik
    * Benachteiligungen von Männern in Ehe & Partnerschaft & Familie
    * Benachteiligungen von Männern vor Gericht
    * unterschiedliche lobbyistische Vertretung
    * Herabwürdigung männlicher Diskriminierung und Benachteiligungen
    usf.

    Es ist genauso kein großes Geheimnis, dass der biologische Unterschied zwischen Mann und Frau auch automatisch gesellschaftliche Unterschiede produziert. Unterschiede in der Ausbildung der Geschlechtsorgane bewirken nun mal dass der Mann keine Kinder bekommen kann, die Frau bei Kraftfordernden Berufen oft nicht mithalten kann, die Ausprägung der Gehirne Frauen eher in die sozialen Berufe, Männer in die technikdominierten Bereiche des Arbeitsleben treibt. Gleichberechtigung im feministischen Sinn bedeutet meistens die Gleichschaltung, also der gleiche Anteil von Frauen und Männern in allen Bereichen, d.h. in allen Berufen, bei der haushaltlichen Aufgabenteilung (Beruf und Heim), Politik. Ein Ideal was ein rein utopische Ideal ist, weil es die Masse der Indidualentscheidungen unberücksichtigt lässt. Der Feminismus hält trotzdem an diesem Ideal fest, weil er die biologische Determination negiert und die Unterschiedlichkeit der Lebensweisen von Frauen und Männern alleinig der Erziehung und Prägung in den frühen Lebensjahren zuordnet und dort den Ursprung der Unterdrückung und damit der toxischen Männlichkeit vermutet. Ein fataler Fehler.

    Warum lässt man Frauen und Männer nicht so leben wie sie wollen ? Die Möglichkeiten dazu sind beiden Geschlechtern offen. Es gibt die Möglichkeit für die Frau, in der Wirtschaft oder in der Politik höchste Positionen zu erobern, wenn sie nur nicht immer wieder von ihrer Determination eingeholt wird. Vielleicht geht ja auch beides: Familie und Beruf. Jetzt kommt die Biologie ins Spiel: die Frau kriegt die Kinder. Das kann nun mal auch nicht der Feminismus quotieren! Würde er mit Sicherheit liebend gern, haben wir Männer uns aber nicht ausgesucht. Da geht der Frau mit beruflichen Ambitionen vielleicht ein wichtiges Jahr mindestens verloren: Anschluss verloren ! Konnte nur schief gehen ! Frustration kommt auch noch. Warum hat Mann, der sich vielleicht längst mit der Rolle des Hausmanns zufriedengeben hat, seine geliebte Frau in ihrer Not nicht ausreichend unterstützt ? Warum verdient er nicht das Managergehalt ? Alles muss man selber machen. Am besten trenne ich mich von dem Nichtsnutz. Endlich alleinerziehend. Niemand mehr, der mir in der Erziehung der Kinder dazwischenredet. Ich weiß doch wohl am besten was für die gut ist, ich habe sie schließlich geboren. Nun gut. Jetzt sind die Kinder groß, gehen ihre eigene Wege, aber die Entfremdung hat schon viel früher begonnen. Dabei habe ich denen doch alles gegeben, was möglich war mit einem Job als Sekretärin. Nun gut, wenigstens in der Nähe der Macht, vielleicht bietet sich ja irgendeine Gelegenheit zum Aufstieg, eine Dummheit eines Abteilungsleiters bei einer der nächsten Betriebsfeiern ? Warum nur laufen meine Kinder dem Versager, der sich biologisch auch noch Vater „meiner“ Kinder nennen darf, ob wohl das bis heute nicht eindeutig geklärt ist, hinterher ? Vielleicht auch gut so, sonst hätte ich ihnen ja nicht den Musikschulunterricht und andere Dinge bieten können. Sohnemann macht mir Sorgen, hatte schlechte Noten, die Klassenlehrerin meinte, er wäre bei ihr auf eine 5 gerutscht, bei den anderen Kolleginnen sähe es nicht viel besser aus, dabei hätten die an der Schule so ein für mich so überzeugendes Konzept: irgend so was von Gendermainstreaming oder so. Seit er zu seinem Varer ausgebüchst ist – verstehe wer will – ist er wie ausgewechselt. An der neuen Schule hat er ja jetzt sogar die Oberstufenreife attestiert bekommen. Ich werde noch verrückt. Was ist passiert ?

    Ich kann Euch sagen, was passiert ist: alles erdenklich Dumme, was im Moment in Deutschland möglich ist:

    Zum einen ist der Mythos „Powerfrau“ eine Erfindung, die es überhaupt nicht gibt. Im Sprachgebrauch verstehen wir darunter eine Frau, die ihr Leben im Griff hat und zielstrebig vorantreibt: gute Mutter, sogar alleinerziehend, verbringt viel Zeit mit ihnen, klettert zielstrebig die Karriereleiter empor, durch nichts aufzuhalten. In unserem Beispiel sah anfangs alles aus wie das Leben einer sog. „Powerfrau“: gutdotierter, aussichtsreicher Karrierejob, Mann an der Seite, der sie unterstützte und sogar die eigene Karriere zurückstellte. Jetzt kam die Schwangerschaft, die steil nach oben zeigend Karrierelinie wurde durchtrennt. Jetzt musste die Frau teilweise wegen der Schwangerschaft Zuhause bleiben, der Mann ist als Hausmann zurückgeblieben, die Frau sobald wie möglich wieder zurück im Job, aber nicht mehr im alten. Wegen Statusverlust hatte sie gekündigt und nach heftigem Streit mit ihrem sich scheiden lassen. Das sind nun mal die Spielregeln des Kapitalismus, nicht des Patriarchats, bitte nicht verwechseln !!! Kein Unternehmen kann sich ein paar Wochen/Monate Stillstand leisten, nur um einer schwangeren Geschäftdführung die Selbstverwirklichung eines Lebenstraumes zu erfüllen, das würden auch die Kapitalseigner nicht mitmachen. Es geht um ihre Kohle. Wenn wir jetzt gemein in der Geschichte wären, würden wir sogar noch annehmen, dass die Mehrheit der Kapitalseigner reiche Frauen sind, die sich noch nicht mal einer Leidensgenossin gegenüber solidarisch zeigen können. Demnach könnte man je nach Zusammensetzung der Kapitalseignergemeinschaft von patriarchalen oder matriarchalen Spielregeln der Wirtschaft sprechen, falls man mit dem Adjektiv „kapitalistisch“ nicht konstruieren kann. Frau tut gut daran, ihre Lebensplanung eingleisig zu fahren. Die Verteilung der Lebenskräfte auf mehrere Bereiche führt nur dazu, dass die Einzelwege mehr schlecht als recht absolviert werden, die Endziele der Wege oftmals gar nicht erreicht werden.

    Frust ist nachvollziehbar, aber individuell und daher der Gesellschaft nicht zumutbar, erst recht nicht dem Ehemann, der ihr und den nachfolgenden Kindern zuliebe schon den Karriereweg verlassen hat. Dafür muss er zusätzlich noch seine Frau ertragen, die sich nicht beherrschen kann und den Mann als Sündenbock abstempelt. Sie wirft ihm vor, er hätte schließlich die Kohle machen müssen (obwohl es ja ihr Wunsch war weiterzuarbeiten). Er ist sogar ein Nichtsnutz da er noch nicht mal die Erziehung der Kinder hinkriegt, selbstverständlich in ihrem Sinne, da sie ja die Expertin ist. Den entstehenden Hass überträgt sie bewusst oder unbewusst auf ihre Kinder, die aufgrund fehlendem 2. Leitbild in der Familie neben der Mutter orientierungslos ihre schulische Laufbahn fortsetzen. Der Junge scheitert, nicht weil er eine gewisse Intelligenz missen lässt, sondern weil sein Rollenvorbild, der Vater, fehlt. Und jetzt kommt etwas sehr Wichtiges: da die Mutter den Ursprung des Sohnes, seinen Vater bzw. ihren Ex-Mann, in jeglicher Form als Vorbild schlecht machte bzw. disqualifiziert, musste die Beziehung zwischen Mutter und Sohn scheitern. Töchter orientieren sich, weil sie sich biologisch ihrer Weiblichkeit durchaus bewusst sind, an ihren Müttern, Söhne in gleichem Maße an ihren nicht vorhandenen, meist gesetzlich ausgeblendeten Vätern, die Mütter niemals ersetzen können.

    Wer diese Zusammenhänge nicht versteht, wird wahrscheinlich auch nicht verstehen, warum es kommen musste wies es tatsächlich kam. Die Mutter hat nicht verstanden, wie wichtig Väter für ihre Söhne, aber auch für ihre Töchter sind. Die gleiche Wichtigkeit ergibt sich übrigens auch für die Mütter bei Alleinerziehenden Vätern (ja, kaum zu glauben, es gibt sie tatsächlich).

    • „Söhne in gleichem Maße an ihren nicht vorhandenen, meist gesetzlich ausgeblendeten Vätern, …“

      GERICHTLICH ausgeblendeten Vätern, Bernie, NICHT gesetzlich. Das Gesetz sieht grundsätzlich beide Eltern in der Pflicht. Aber es hat sich aus unterhaltstaktischen Gründen schon vor über dreißig Jahren eingebürgert – als sogenannte „ständige Rechtsprechung“, dass Väter entsorgt und die Kinder ihrem Schicksal überlassen werden.

      Wenn Du was ändern willst, musst Du in Karlsruhe Druck machen, nicht so sehr in Berlin.

  16. https://allesevolution.wordpress.com/2019/11/06/selbermach-mittwoch-240-06-11-2019/#comment-429795
    auf Wunsch auch nochmal hier gepostet:

    Heute früh (06.11.2019) starteten die ARD-Hörspieltage:
    https://www.sr.de/sr/sr2/veranstaltungen/kulturkalender/20191106_ard_hoerspieltage_2019_100.html

    Gleich hier in der Nähe in Karlsruhe am ZKM.

    Eigentlich keine schlechte Sache, trotzdem hat es der SWR(?) oder war es DLF(?) heute früh geschafft, mir damit den Tag zu versauen. Der erste Hinweis war, dass mittlerweile fast die 50% der Einreichungen von Frauen kämen, na gut, warum nicht? Logisch, dass das in unseren durchfeminisierten Medien unbedingt extra erwähnt werden muss. Der zweite Hinweis war, dass man deshalb diesmal die Jury zu 100% mit Frauen besetzt hätte:
    https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2019-10/47979072-ard-hoerspieltage-jury-100-prozent-weiblich-007.htm
    Das sind sie:
    https://www.swr.de/swr2/hoerspiel/ard-hoerspieltage/Die-Jury-des-Deutschen-Hoerspielpreises-der-ARD,jury-deutscher-hoerspielpreis-der-ard-100.html

    Juhuuu! Die Gleichstellung mit mindestens 50% Frauen ist endlich gelungen!1!!

    Und wer da alles drin ist!:
    „Frauenpower bestimmt die diesjährige Jury des Deutschen Hörspielpreises der ARD: Neben Jenni Zylka (Vorsitz) sind dies Milena Fessmann (Musikberaterin, Moderatorin), Lamya Kaddor (Islamwissenschaftlerin, Publizistin), Jenny Schily (Schauspielerin) und Maryam Zaree (Schauspielerin, Filmemacherin, Autorin).“

    Wirklich hochkarätig! Und zwei davon auch noch Mihigrus mit islamischen Hintergrund! Wenn das nicht die Quote vorbildlich erfüllt!

    Und auf diesen großen Erfolg weisen sie alle Nase lang hin und versichern, dass sie an sowas wie Ausgewogenheit auch zukünftig keinesfalls denken:
    „Und ich bin sicher, dass Ihnen der 100%ige Frauenanteil der diesjährigen Jury nicht weiter auf-gefallen ist. Wieso auch. Schließlich sind Sie Frauen gewöhnt. Seit 2006 – dem Jahr, in dem der Preis zum ersten Mal verliehen wurde – waren 27 von 65 Hörspielpreis-Juror*innen weiblich (ich habe nachgezählt). Das ist ein Schnitt, der fast den Frauenanteil in unserer Gesellschaft wider-spiegelt. Ungefähr die Hälfte aller Ohrenpaare, die Hörspiele genießen, ist weiblich.Es ist einerseits nichts Besonderes, wenn die Fachjury eines hochdotierten und relevanten Medi-enpreises also einmal komplett aus Frauen besteht. Andererseits doch: Es ist nämlich dringend notwendig. Und das wird noch eine Weile so bleiben. Bis die Hunderte von Jahren, in denen Jurys, Gremien, Komitees, Verwaltungs- und Aufsichtsräte, Regierungen und Akademien in sämtlichen Bereichen des öffentlichen Lebens männlich bestimmt oder komplett männlich besetzt waren, als »altertümliche Ungerechtigkeiten« gelten. Und jeder Mensch die ausgewogene Mitbestim-mung der Geschlechter (mal sehen, wie viele wir bis dahin zählen) an allen Entscheidungen für selbstverständlich hält.“

    Klicke, um auf download-ard-hoerspieltageprogrammheft-100.pdf zuzugreifen

    Sie spucken uns ins Gesicht und fühlen sich wohl dabei!

  17. Pingback: Androsch Kubi: ARD Hörspieltage | uepsilonniks

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