„“Wir leben noch immer in einem patriarchialen System, in dem weibliche Lust eigentlich gar keine sein darf“

Weibliche Lust darf keine sein? Seit wann das denn?

Wie können die Männer die jahrtausendelange Unterdrückung der Frau wieder gutmachen?

Matze kommentiert, ausgehend von einem Kommentar von Lukas, etwas zur „Erbschuld“ der Männer:

Wer von einer mehrtausendjährigen Unterdrückung der Frauen durch Männer ausgeht, der wird niemals irgendeine Leistung von Männern ausreichend finden, um die Schuld zu tilgen.“

Nur mal angenommen das wäre so: Wann würden Männer den beginnen diese Schuld abzubauen? Wenn man nach einigen Feministen im Westen geht, sind Frauen auch heute noch massiv unterdrückt. Demnach wird die Schuld ja heute immer noch größer. Und wenn man dann noch feministische Maßstäbe ansetzt, werden noch immer ALLE Männer in Haftung genommen, solange auch nur EINE EINZIGE Frau auf der Welt unterdrückt wird (selbst wenn diese Frau von einer anderen Frau unterdrückt wird).

Sie haben ja auch schon bewiesen, das sie gerade nicht aus den Fehlern der Vergangenheit lernen wollen und keine Probleme damit haben nun Männern ganz offen zu diskriminieren, zu entmenschlichen und von jedem Mitgefühl abzuschneiden. Diese Rechtfertigung durch die Vergangenheit, die wohlgemerkt auf sehr wackeligen Beinen steht, ist etwas für das junge Männer kein Verständnis aufbringen können, denn sie haben zu diesen Zeiten nicht gelebt und vertreten auch nicht diese Positionen, die man früher angeblich vertreten hat und werden heute trotzdem diskriminiert – kennen es nur so. Folgt dann nach den Jahrtausenden der Wiedergutmachung, erneut eine Zeit in der Männer für die Diskriminierung ihrer männlichen Vorfahren Reparationen von Frauen fordern sollen?

Oder setzen Feministinnen darauf das man Männer bis dahin ausgerottet hat? *lach*

Das ist eine gute Frage und die Antwort dürfte sehr von dem jeweiligen Feminismus und der jeweiligen Situation abhängen.

Einige werden anführen, dass sie keine Erbschuld sehen, sondern Männer eben „nur“ ihre toxische Männlichkeit ablegen und ihre Privilegien abgeben müssen.  Eben restlos. Ab wann das der Fall ist hängt auch von der Radikalität ab. 50%/50% im Schnitt oder in jedem einzelnen Bereich? Keine Gewalt oder stark reduzierte Gewalt?

Andere werden vielleicht anführen, dass eine Zeit weiblicher Führung zur Detoxisierung zwingend erforderlich ist und andere werden in der Tat anführen, dass Männer durch und durch verdorben sind und mit ihnen ab der Macht, auch teilweise, Frauen nie Frieden haben werden.