Weltmännertag

Ich hoffe ihr hattet alle einen schönen Weltmännertag und habt was für eure Gesundheit getan:

Der Weltmännertag ist ein Aktionstag zur Männergesundheit, der seit dem Jahr 2000 jährlich am 3. November stattfindet.[1] Dieser sollte laut Aussage von Michail Gorbatschow, als Schirmherr, das Bewusstsein der Männer im gesundheitlichen Bereich erweitern. So liege die Lebenserwartung der Männer im Durchschnitt sieben Jahre unter jener der Frauen. Neben der Männergesundheit waren in Deutschland auch die Wehrpflicht und Zukunftsperspektiven für Jungen Themenschwerpunkte.[2]

Ins Leben gerufen wurde der erste Weltmännertag im Jahr 2000 von Andrologen der Universität Wien. Gemeinsam mit der Stadt Wien, der Gorbatschow-StiftungMedical Connection und United Nations Office at Vienna (UNOV) wurde er das erste Mal offiziell 2000 in Wien veranstaltet. Heute stehen vor allem rechtzeitige Gesundheitsvorsorge und die realistische Einschätzung der eigenen gesundheitlichen Verfassung und Risiken im Vordergrund. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Internationalen Männertag, welcher am 19. November eines jeden Jahres stattfindet.

Ein paar Tweets:

16 Gedanken zu “Weltmännertag

  1. Dieses Lied ist pure Politik und purer Opportunismus und purer Männerhass. Der dadurch verkaufbar wurde, dass er von einem Mann rübergebracht wurde, als vermeintliche „Selbstkritik“.
    Unverständlich, wie man das zum Weltmännertag emphehlen kann und dann noch als apolitisch!

    • Das war ein pures Emanzen-Lied, sowas wie die „Antwort“ auf Ina Deter. Es war nebenbei auch ein viel zu später NDW-Versuch nachdem die NDW schon längst vorbei war. Textlich und musikalisch nur nachgemacht, und zwar schlecht nachgemacht, und das von jemandem der nichtmal vorgibt singen zu können. Wieso das damals irgendwer gekauft hat, verstehe ich bis heute nicht. Soviele Emanzen gab es doch gar nicht.

      • Ich verstehe nicht, wie du das als pures Emanzenlied sehen kannst. Man mag über Details streiten, aber ich habe es immer als „Männern zugewandt“ empfunden und auch als relativ ehrlich, alles was er besingt, gibt es doch auch, oder?

        Damals war Grönemeyers Musik außerdem noch irgendwie innovativ, poppig und nicht so ein bräsiger Brei wie heutzutage (zumindest das, was man von ihm vorgespielt bekommt), ich kaufe schon lange nichts mehr von ihm. Das Letzte irgendwann in den 90igern.

        • @Androsch Kubi
          „Ich verstehe nicht, wie du das als pures Emanzenlied sehen kannst.“

          Es hängt sich ans Männer-Frauen-Thema, das es ohne die Emanzen nie gegeben hatte. In einer (offensichtlich von femi-lastigen Geisteswissenschaftlerinnen gestalteten) Ausstellung vor etlichen Jahren über die Bundesrepublik der 80er wurden als „wichtige“ Musik die Singles von Ina Deter und Grönemeyer gezeigt. Auweia. Meine Musik fand zu der Zeit jedenfalls auf einem ganz anderen Planeten statt. *)

          „aber ich habe es immer als „Männern zugewandt“ empfunden“

          Es ist mehrdeutig, viele der Textzeilen sind doppeldeutig oder eindeutig abwertend. Und so wurde es sicher auch von einem Teil der Zielgruppe aufgefasst.

          „alles was er besingt, gibt es doch auch, oder?“

          Man kann bei allen Textzeilen auch „Frauen“ oder „Menschen“ einsetzen, dann stimmen sie genauso. Solche Aussagen nur auf ein Geschlecht zu beziehen ist an sich schon der emanzische Blickwinkel. Es ist außerdem alles sehr banal. Der Vers „Männer lügen am Telefon“ hat Fremdschäm-Potenzial.

          *)

        • Wenn man die Misandrie in dem Lied so recht würdigen will, sollte man sich die Gegendichtung von J.B.O. mal anhören und die sich die Reaktion der Durschnittsfeuilletonistierenden dazu vorstellen:

          Frauen machen uns arm,
          Frauen sind dekorativ,
          Frauen weinen mit Absicht,
          Frauen sind einfach nicht objektiv
          Oh, Frauen sind so verletzlich,
          Frauen sind auf jeder Party einfach unersetzlich.

          Frauen kaufen ein,
          Frauen haben Menstruation,
          Frauen sind ziemlich blöde,
          Frauen lästern am Telefon,
          Oh, Frau\’n wissen allzeit bescheid,
          Frauen nerven mit Geschwätz und ihrer Eitelkeit.

          Manche Frau ist schwer, manche leicht,
          außen hart und innen ganz weich,
          werden als Kind schon auf blond gebleicht.

          Wann ist \’ne Frau \’ne Frau…?

          Frauen lieben Muskeln,
          Frauen sind furchtbar laut,
          Frauen kriegen Blumen,
          Frauen kriegen Orangenhaut,
          Oh,Frauen sind einsame Spitze,
          verstehen keinen Spaß, versteh\’n keine Witze.

          Manche Frau ist schwer, manche leicht,
          außen hart und innen ganz weich,
          werden als Kind schon auf dumm geeicht.

          Wann ist \’ne Frau \’ne Frau…?

          Frauen kriegen Kinder,
          Frauen kriegen einen dicken Po,
          Frauen sind keine Menschen,
          Frauen trinken Piccolo,
          Oh, Frauen sind so verletzlich,
          Frauen sind auf jeder Party einfach unersetzlich.

          Manche Frau ist schwer, manche leicht,
          außen hart und innen ganz weich
          werden als Kind schon auf blond gebleicht…

          • Ich mag an der J.B.O. Version, dass sie ziemlich genau das Maß des Originals trifft.

            Wenn jemand „Männer“ OK findet, aber „Frauen“ nicht, dann stimmt mit dessen Justierung was nicht.

          • @only me

            „Wenn jemand „Männer“ OK findet, aber „Frauen“ nicht, dann stimmt mit dessen Justierung was nicht.“

            Nicht wirklich, JBO ist schon geil, aber sie überspitzen.

            Und an der Stelle wo die singen:
            „Frauen sind keine Menschen“ habe ich bei Grönemeyer immer verstanden „Männer sind auch Menschen“. Das kann man zumindest doppeldeutig sehen, als Verteidigung von Männern, gegen die Entmenschlichung durch den Feminismus oder als ein „obwohl sie so schlimm sind“.

            Andere Stellen sind schlicht beleidigend, wie „auf dumm geeicht“.

            Nur damit wir über dasselbe Lied diskutieren:

            Männer nehm’n in den Arm
            Männer geben Geborgenheit
            Männer weinen heimlich
            Männer brauchen viel Zärtlichkeit
            Oh Männer sind so verletzlich
            Männer sind auf dieser Welt einfach unersetzlich

            Männer kaufen Frauen
            Männer stehen ständig unter Strom
            Männer baggern wie blöde
            Männer lügen am Telefon
            Oh Männer sind allzeit bereit
            Männer bestechen durch ihr Geld und
            ihre Lässigkeit

            Männer haben Muskeln
            Männer sind furchtbar stark
            Männer können alles
            Männer kriegen ’nen Herzinfarkt
            Oh Männer sind einsame Streiter,
            müssen durch jede Wand,
            müssen immer weiter

            Männer führen Kriege
            Männer sind schon als Baby blau
            Männer rauchen Pfeife
            Männer sind furchtbar schlau
            Männer bauen Raketen
            Männer machen alles ganz genau

            Männer kriegen keine Kinder
            Männer kriegen dünnes Haar
            Männer sind auch Menschen
            Männer sind etwas sonderbar
            Männer sind so verletzlich
            Männer sind auf dieser Welt
            einfach unersetzlich.

            Männer haben’s schwer, nehmen’s leicht,
            außen hart und innen ganz weich
            werd’n als Kind schon auf Mann geeicht

            Natürlich sind es Klischees, positive wie auch negative, aber ich fühle mich durch das Lied nicht angegriffen oder verspottet. Sollte das seine Absicht gewesen sein, dann hat er sie (zumindest bei mir) verfehlt.

          • @anorak2

            „Es sind nicht nur irgendwelche Klischees, sondern feministische.“

            Das ist ein feministisches Klischee?:

            „Männer nehm’n in den Arm
            Männer geben Geborgenheit
            Männer weinen heimlich
            Männer brauchen viel Zärtlichkeit
            Oh Männer sind so verletzlich
            Männer sind auf dieser Welt einfach unersetzlich“

            Nochmal? Ein feministisches Klischee? Der Rape-Culture-Vorwurf nur anders formuliert?

            Und auf welchem feministischen Klischee soll das hier basieren?:

            „Männer haben Muskeln
            Männer sind furchtbar stark
            Männer können alles
            Männer kriegen ’nen Herzinfarkt
            Oh Männer sind einsame Streiter,
            müssen durch jede Wand,
            müssen immer weiter“

            Und erst das hier?:

            „Männer sind auf dieser Welt
            einfach unersetzlich.“

            Du kannst natürlich alles ironisch interpretieren, aber ich glaube nicht, dass er es so gemeint hat. Bei mir kam es nicht so an.

          • @Androsch Kubi Du hast jetzt ein bisschen selektiv zitiert und das Kritische weggelassen 🙂 Ich zitiere mal die relevanten Textstellen, und setze dahinter was die „Zwischen den Zeilen“ stehende Bedeutung, die der Autor vermutlich meinte und über die sich jede Feministin freuen dürfte.

            „Männer kaufen Frauen“ -> Männer gehen zu Prostituierten, Frauen nie. Männliche Prostituierte gibt es nicht. Weibliche Prostituierte für weibliche Kunden schon gar nicht.

            „Männer stehen ständig unter Strom“ -> Männer sind bescheuert

            „Männer baggern wie blöde“ -> Männer machen immerzu nur Frauen an, nerven damit nur, umgekehrt nie

            „Männer lügen am Telefon“ -> WTF? Eine der beklopptesten Textzeilen der gesamten deutschen Schlagergeschichte

            „Oh Männer sind allzeit bereit“ -> Männer wollen immer nur Sex

            „Männer bestechen durch ihr Geld und ihre Lässigkeit“ -> Männer sind Aufschneider

            „Männer haben Muskeln
            Männer sind furchtbar stark
            Männer können alles
            Männer kriegen ’nen Herzinfarkt“

            -> Männer tun gern stark, aber sind in Wirklichkeit Schlappschwänze

            „Männer führen Kriege“ -> Männer sind an Kriegen schuld, Frauen nie nicht.

            „Männer sind schon als Baby blau“ -> Männer sind Säufer

            „Männer rauchen Pfeife“ .-> und Raucher

            „Männer sind furchtbar schlau“ -> Tun nur schlau („Mansplaining“ bevor es das Wort gab)

            „Männer bauen Raketen“ -> Nochmal sind sie an Waffen und Kriegen alleinschuldig

            „Männer machen alles ganz genau“ -> Sie nerven nur damit

            „Männer sind auch Menschen“ -> Kann man notfalls anerkennen

            „Männer sind auf dieser Welt einfach unersetzlich.“ -> Aber es wäre schön wenn sie ersetzt werden könnten

            „werd’n als Kind schon auf Mann geeicht“ -> Sind Roboter die ihr Erziehungsprogramm abwickeln

          • „Natürlich sind es Klischees, positive wie auch negative, aber ich fühle mich durch das Lied nicht angegriffen oder verspottet. Sollte das seine Absicht gewesen sein, dann hat er sie (zumindest bei mir) verfehlt.“

            Sehe ich genauso.
            Grönemeyer beschreibt unser Geschlecht mit einem fröhlichen Augenzwinkern und so haben wir es damals auch immer verstanden, wenn wir auf den Semesterfeten im Chor „Männer“ mitsangen.
            Auch aus der Zeit heraus lässt sich die heute übliche Gehässigkeit gegenüber allem Männlichen nicht belegen. Der Feminismus hatte damals schon den Mainstream erreicht, aber eindeutig eine eher kooperative Konnotation, nicht die konfrontative von heute.

            Ich finde den Song sehr gelungen.

          • Ich würde mich hier den Auffassungen von Androsch und Carnofis anschließen. Sicher sind in dem Lied auch etliche eher bis klar negative Klischees verbraten. Aber auf jedes negative kommt mindestens ein positives. Und, davon mal ab, würde ich das Lied gar nicht auf diese Klischees beschränkt betrachten, sondern viel zentraler steht die Frage „Wann ist der Mann ein Mann?“. Und gerade durch die sehr widersprüchlichen Eigenschaften, die auch unmöglich allesamt in jedem einzelnen Mann gleichzeitig anzutreffen sein können, kann man als Hörer nur zu dem Schluss kommen, die Frage eigentlich gar nicht beantworten zu können.

            Und gerade das macht für mich die Aussage des Liedes nicht wirklich feministisch, sondern zu einer eher männlich emanzipierten Auseinandersetzung mit der Vielfältigkeit des „Mannseins“. Und genau das konterkariert ja gerade die feministische Darstellung von Männlichkeit. Für die (zumindest in ihrer Lautstärke und Präsenz) Mehrheit der Feministinnen beschränkt sich Männlichkeit nur auf eine kleine Auslese der übelsten Klischees aus dem recht langen Liedtext. Und gerade der wiederkehrend immer wieder abschließenden Aussage „Männer sind auf dieser Welt einfach unersetzlich“, welche Grönemeyer sicher nicht ironisch gemeint hat, sondern das ist nun mal ein – schon alleine aufgrund der Biologie – nicht wegzudiskutierender Fakt, würde wohl nur ein sehr kleiner Anteil von Feministinnen vorbehaltlos zustimmen.

            Ich habe das Lied auch schon das eine oder andere Mal in einschlägiger Richtung „geprüft“, wenn es im Radio kam, mein Urteil ging aber auch immer dahin, dass es ein in Gänze gesehen eher wohlwollender Song ist, der vor allem die Grundaussage hat: „Scheißegal, wie du bist, so lange du es mit Überzeugung bist, bist du auch ein Mann“, was für mich eine auch aus „männerrechtlicher“ Sicht vollkompatible Sache ist.

  2. „Er ist nicht zu verwechseln mit dem Internationalen Männertag, welcher am 19. November eines jeden Jahres stattfindet.“

    Was ist das eigentlich für ein Kack? Warum führte man erst 1999 den Internationalen Männertag ein, und dann ein (!) Jahr später außerdem noch diesen Weltmännertag?

    • Wenn Männer was machen, dann halt ordentlich. Anstatt zu jammern solltest du dir lieber ein Beispiel nehmen wie man so etwas vernünftig organisiert. Ihr bekommt ja nicht mal den Equal pay day hin weil ihr euch nicht entscheiden könnt ob Anfang (bis jetzt haben Frauen gratis gearbeitet) oder Ende (ab jetzt arbeiten Frauen gratis) des Jahres. Kein Wunder dass den niemand ernst nimmt.

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