Jessica Yaniv sah es als Diskrimierung an, dass ihr Frauen, die bei anderen Frauen die Genitalien mit Wachs enthaart haben, nicht auch ihren „weiblichen Penis“ mit Wachs enthaaren: Klage abgewiesen

Der Prozess von Jessica Yaniv, die sich diskrimiert sah, weil Schönheitssalons, die „Waxing“ für Frauen anboten, bei ihr nicht auch ein Waxing durchführten, weil sie als Transfrau auch genau so eine Frau sei, ist beendet und sie muss sogar eine Strafe zahlen, weil die Klagen als mißbräuchlich eingestuft worden sind

Jessica “Jonathan” Yaniv, who infamously brought human rights complaints against multiple British Columbia estheticians for declining to perform services on her male genitals has lost her cases.

The Justice Centre for Constitutional Freedoms today issued a news release declaring victory on behalf of their clients, as an early ruling in favour of the mostly home-based salon workers was announced just one day after the Canadian federal elections.

According to the news release, The decision noted, “human rights legislation does not require a service provider to wax a type of genitals they are not trained for and have not consented to wax.” The decision further found that Yaniv “engaged in improper conduct,” “filed complaints for improper purposes,” and concluded Yaniv’s testimony was “disingenuous and self-serving.” Finally, noted the Tribunal, Yaniv was “evasive and argumentative and contradicted herself” while giving evidence.

The JCCF represented five of more than 10 aesthetician workers Yaniv brought complaints against, many of whom were immigrants or from visible minority or highly religious communities. This, along with Yaniv’s history of racially charged remarks, led many to speculate that the complaints were racist or xenophobic in nature.

Most significantly, the Tribunal ordered costs of $2,000 payable each to three of the five women represented by the Justice Centre, including one woman, Mrs. Hehar Gill, who had been forced to close her business due to Yaniv’s vexatious litigation. According to the JCCF’s news release, Mrs. Gill, a practicing Sikh, explained to Yaniv that she was only able to provide services to female clients due to her religion.

Wir leben in interessanten Zeiten, wenn so eine Klage überhaupt ausgebracht wird und ein Gericht darüber entscheiden muss. Um so mehr, wenn man sich noch nicht mal sicher ist, ob sie es nicht vielleicht doch gewinnt.

Aber immerhin scheint hier der Wahnsinn doch noch nicht so weit fortgeschritten zu sein. 30

78 Gedanken zu “Jessica Yaniv sah es als Diskrimierung an, dass ihr Frauen, die bei anderen Frauen die Genitalien mit Wachs enthaart haben, nicht auch ihren „weiblichen Penis“ mit Wachs enthaaren: Klage abgewiesen

  1. Täusche 2000.- gegen ein geschlossenes Geschäft?
    Schlechter Deal.

    Aber das wird in Zukunft der Paradefall für missbräuchliche Transbehauptungen sein.

    • „Und ich dachte, als Frau die Haare sprießen zu lassen, ist voll progressiv?“

      🙂 Mal abgesehen davon, dass das einfach nur eklig ist: Ich bin immer wieder erstaunt, dass das in feministischen Kreisen so thematisiert wird, denn schließlich haben meiner Erfahrung nach auch die allerwenigsten Männer Wildwuchs im Intimbereich. Das ist also m.E. kein geschlechtsspezifisches Thema.

        • Ok, falsch ausgedrückt. Zwischen ganz haarlos und Wildwuchs gibt es ja eine gewisse Bandbreite und Wildwuchs empfinde ich persönlich als ungepflegt.

          • Um nicht ungepflegt zu sein, reicht es dem Mann von Welt, Wasser und Seife zu benutzen.

            Wer meint, Achsel- oder Intimbehaarung sei ekelhaft oder unhygienisch, ist eine Pottsau. Gegen Schweiß und Schweißgeruch hilft waschen. Das ist auch durch Rasur nicht zu ersetzen.

            Und natürlich verweigere ich mich einem kruden Mode Diktat und lasse wild wachsen.

          • @Mario

            „Um nicht ungepflegt zu sein, reicht es dem Mann von Welt, Wasser und Seife zu benutzen.“

            Mit der Seife sollte man es auch nicht übertreiben. Die ist eigentlich nur an Stellen sinnvoll, die wirklich verschmutzt sind. Wenn das bei jemanden an Stellen außer den Händen der Fall ist, sollte derjenige lieber seinen Waschintervall überdenken. Kleine Anekdote: Eine Ex von mir hat es mit der Körperhygiene etwas übertrieben. Täglich 2 x geduscht und ordentlich Duschgel benutzt um bloß nicht zu riechen. Damit hat sie sich ihre Scheidenflora ruiniert und sich einen hartnäckigen Pilz eingefangen. Und der hat gestunken wie ein toter Fisch nach 3 Tagen.

            „Und natürlich verweigere ich mich einem kruden Mode Diktat und lasse wild wachsen.“

            Mit Deinem „Mode Diktat“ kannst Du Dich gleich zu Claudia und ihrem „gesellschaftlichen Zwang“ gesellen.

          • Ich finde die ganze Debatte in erster Linie Euro/US-zentrisch; es ist sowohl in asiatischen, als auch in muslimischen Ländern usus, dass beide Geschlechter Achsel- und/oder Intimbehaarung rasieren. Was die feministische Verschwörungstheorie obsolet macht, es läge an irgendwelchen Zwängen eines „Patriarchats“ (oder es gibt „diverse“ Patriarchate 😉 ).

            Dass eine spezielle Form der Haarentfernung aus Brasilien kommt wundert mich nicht, denn überall wo es städtische Strandkulturen + ständig gutes Wetter gibt, existiert auch ein ausgeprägter Körperkult.
            Striiiiiiiiiiiiiiiiing-Bikini und seitlich aus diesem wuchernde Haare sieht eben Scheiße aus.
            Was Frauen an Haaren entfernen, müssen die Jungs wiederum an Muskulatur zulegen.

            Ein Narziss zu sein ist eben auch ein ganz schöner Stress… 🙂

          • @crumar

            „es ist sowohl in asiatischen, als auch in muslimischen Ländern usus, dass beide Geschlechter Achsel- und/oder Intimbehaarung rasieren.“

            Bist Du sicher? Ich dachte, dass gerade in asiatischen Ländern gilt: Je mehr und je dichter – desto besser. Also wenn man japanische Pornos findet, die nicht zensiert sind, sind die Protagonisten eigentlich immer dicht behaart und die Frauen quieken irgendwie jämmerlich.

          • Bei anderen Asiaten weiß ich das nicht, aber für Japaner kann ich bestätigen, dass der Normalfall Wildwuchs ist. Achsel- und körperhaare, soweit vorhanden, werden bei Frauen rasiert, bei Männern eher nicht.

          • Huch, da hat jemand geantwortet! 😉

            Ich beziehe mich konkret auf Thailand, Vietnam und Indonesien, wobei für letzteres die hygienischen Vorschriften des Islam (1) ausschlaggebend sind und dazu gehört nun einmal die Entfernung der Achsel- und Schambehaarung.

            Als ich zum ersten mal in dieser Richtung auf Tour war, hat mich mein Vater (ok, hatte da auch gelebt) darauf hingewiesen, dass ich mir wenigstens die Achselhaare rasiere, denn diese würden als unhygienisch gelten. Deshalb dachte ich, das wäre allgemein bekannt.

            Ich finde es schräg und ignorant wenn so getan wird, als wäre das eine universell geltende Geschlechter-Debatte. Es ist tatsächlich eine Euro-/US-zentrische.

            Persönlich habe ich viel schweißtreibenden Sport betrieben und fand, meine T-Shirts riechen nach dem waschen nur dann nicht nach Schweiß, wenn ich mir die Achselhaare rasiere.
            So weit ich mich erinnern kann, haben das alle Männer so gehandhabt und ich habe es einfach beibehalten.

            (1) https://islamfatwa.de/kleidung-schmuck/101-koerperpflege-a-kosmetik/654-basis-hygiene-im-islam

          • @ Mario
            „Und natürlich verweigere ich mich einem kruden Mode Diktat und lasse wild wachsen.“

            Einschließlich Kopf- und Gesichtshaar?

      • @Hannah,

        wird es denn als solches thematisiert? Ich denke es geht eher darum, den gesellschaftlichen Zwang auf die Frau zum Brazilian Waxing zu überwinden. Und es jeder Frau selber zu überlassen ob und wieviel Haare sie im Intimbereich haben möchte.

        • @claudia:
          Ich denke es geht eher darum, den gesellschaftlichen Zwang auf die Frau zum Brazilian Waxing zu überwinden.

          Jetzt müsstest du nur noch an konkreten Gegebenheiten und Beispielen diesen „gesellschaftlichen Zwang auf die Frau zum Brazilian Waxing“ zeigen. Bis dahin bleibt es eine luftleere Behauptung.

          Und es jeder Frau selber zu überlassen ob und wieviel Haare sie im Intimbereich haben möchte.

          Du schreibst das so, als hätten Frauen nicht die Entscheidungsfreiheit in dieser Frage. Auch diese Hypothese müsstest du an konkreten Gegebenheiten mit der Realität abgleichen.

          Und nein, der Hinweis auf diffuse „Strukturen“, die „Gesellschaft“ oder ein „Patriarchat“ reicht in keinem der beiden Fälle als Nachweis.

        • Ich finde durchaus, dass es thematisiert wird. Ich lese z.B. gerade „Das Beherrschte Geschlecht“ von Sandra Konrad und dort ist es Thema, in „Living Dolls“ glaube ich auch, in „Fleischmarkt“ ebenso. In Emma wurde es zumindest früher immer wieder thematisiert.

          Umgekehrt sehe ich keinen Druck auf „brazilian waxing“ – also ich bin nicht einmal sicher, ob ich eine kenne, die überhaupt zum Waxing geht (mag aber auch eine Kostenfrage sein). Dass ich mich dagegen rasiere – die eine mehr, die andere weniger und genauso bei den meisten Männern – ist für mich einfach Teil der Körperpflege, so wie ich ja auch die Fußnägel schneide und die Fingernägel pflege. Ganz subjektiv würde ich sagen, sind mehr Frauen komplett rasiert als teil und bei den Männern mehr teil als ganz, aber ganz unrasiert wüsste ich nicht, wann ich das mal gesehen habe.

          Und klar kann man sagen, das soll jeder selbst überlassen sein und gibt ja auch dazu keine Vorschrift. Aber würdest du auch in Bezug auf andere Körperteile so kritisch sagen, dass es da Druck gibt, sich z.B. die Fingernägel zu schneiden, obwohl das doch eigentlich jedem selbst überlassen sein sollte?

          • @Hannah,

            mit Brazilian Waxing meinte ich mehr das Ergebnis und nicht die Methode. Und den Druck insgesamt gibt es auch rein ergebnisorientiert.

            Also in Deinem Beispiel gibt es keinen Druck sich die Fingernägel zu schneiden aber der Erwartungsdruck, perfekt manikürte Nägel zu haben. Wie Frau zu diesen kommt, interessiert tatsächlich dann nur in zweiter Linie. Aber wehe sie hat keine…

            Freut mich, wenn das auch aktuell thematisiert wird. Hab da schon länger nichts mehr mitbekommen.

          • @Claudia der Druck trifft nur Männer. 90% der Frauen sind eher nicht schön. Starkes Übergewicht oder waschen sich nicht (wird meistens durch Schminke ausgeglichen und ist weiblicher Ersatz).
            An Männer hingegen steigen alle Ansprüche. Die six Sixes kennt jeder, wer sowas an Frauen formulieren würde, würde gesteinigt werden.

          • „Erwartungsdruck, perfekt manikürte Nägel“

            Männern sind Fingernägel einigemaßen egal, solange sie gepflegt sind. Wenn es da einen Erwartungsdruck für perfekt manikürte Nägel gibt, geht der von anderen Frauen aus.

            Aber nennen wir es ruhig Patriarchat 😉

          • @Claudia

            Ok, mit Waxing meinst du also kein Waxing, sondern die vollständige Haarentfernung im Intimbereich? Also ich empfinde da keinen Druck und kenne einige mit Teilrasur. Wenn ich dich nun richtig verstehe, wäre die Teilrasur aber vergleichbar mit einfach nur gepflegten Fingernägeln, die Komplettrasur aber mit der pefekten Maniküre? Wobei das schon nicht passt, da die Teilrasur m.E. aufwändiger ist.

            Aber gut, ich verstehe schon, dass es so etwas wie gesellschaftlich akzpetierte Schönheitsideale gibt. Und klar kann man so etwas per se ablehnen und bekämpfen, aber letztlich gelten solche Ideale doch für beide (bzw. alle) Geschlechter und ich habe nicht den Eindruck, dass es da einen Druck in Richtung Perfektionismus gibt. Ich habe bei meinem Partner keine konkrete Erwartung, wie seine Intimrasur sein sollte, aber wenn er zu Wildwuchs neigen würde, würde ich das durchaus sagen und umgekehrt genauso.

        • Prust! Bitte aufhören! Nicht schon so früh am Morgen so viel Erheiterung auf einmal!

          Welcher gesellschaftliche Zwang zum Brazilian Waxing bitte? Erde an Claudia: 99,9999999999 % der Gesellschaft (konservativ geschätzt) kriegt deine Intimfrisur nie zu Gesicht und wird entsprechend auch nie darüber urteilen können. In was für einem Wahn muss man sich befinden, um sich selbst bei der Intimpflege von der Gesellschaft unter Druck gesetzt zu fühlen?

          Das witzige: Gesellschaft heißt hier natürlich die patriarchale Gesellschaft = die Männer. Denen ist das aber gar nicht so wichtig, wie genau die Intimfrisur ausgestaltet ist. Männern genügt in der Regel eine angemessene Hygiene. Faktisch sind es Frauen, die untereinander konkurrieren. Ihr Attraktionskriterium ist äußerliche Schönheit. Im Bestreben, da miteinander zu konkurrieren, kamen irgendwann mal Frauen auf den Trichter, dass enthaarte Achseln und später auch (teil-) enthaarte Intimbereiche irgendwie schöner aussehen und begannen sich zu rasieren, als ob es kein Morgen gäbe. Männer dachten sich so „Joah! Warum net?“ oder – ganz männlich pragmatisch – „Hat man beim Lecken wenigstens nicht immer so viele Haare im Mund…“.

          So wurde dieses Ideal von Frauen etabliert und von Frauen betrieben und dann kamen andere Frauen, die darauf keine Lust hatten und begannen, diesen ganzen Scheiß, wie so ziemlich jede andere weibliche Marotte, die ihnen persönlich nicht gefällt, den Männern und „ihrer“ Gesellschaft in die Schuhe zu schieben. Und die Männer dachten sich nur: „Was…?!“

          • @Billy Coen,

            Deinen Beitrag könnte man echt einrahmen und darunter schreiben „Klassisches Beispiel für Mansplaining“.

          • @ Claudia

            Und deinen Kommentar kann man ganz einfach einrahmen und darunter schreiben „feministisch hirnsedierter Sexismus“.

            Meine Antwort hatte mit meinem und deinem Geschlecht nix zu tun, wie du dir natürlich in der üblichen feministischen Abwehrreaktion des geistig Unterlegenen selbst versichern musstest. Meine Antwort hätte ich in dieser Form jedem Idioten gegeben, egal, was er zwischen den Beinen hat.

          • Aber es ist doch letztendlich wirklich nur eine Sache zwischen Dir und Deinem Mann? Ob Du diesen ganzen Rummel mitmachen willst. Wen will man denn eigentlich beeindrucken am Ende.
            Intimrasur, Extensions, Kulleraugenwimpern, PushUp, ShapeWear whatever…
            Was gefällt Dir, was gefällt ihm, wo findet man zusammen, was geht gar nicht für Dich…

          • @claudia:

            „Deinen Beitrag könnte man echt einrahmen und darunter schreiben „Klassisches Beispiel für Mansplaining“.“

            Du kannst ja anderer Meinung sein als billy, du kannst von mir aus auch mit seinem Ton nicht einverstanden sein. Aber diese Antwort von dir ist ja mal wirklich schwach. Weder bist du auf einen seiner Punkte eingegangen, und er hat nun wirklich eine ganze Menge Punkte auf die man eingehen könnte genannt, noch hast du sonst irgendeiner Weise auf den Inhalt seines Postings reagiert. Von dir kommt nur reines ad hominem mit Rückgriff auf altbekannte sexistische Vorurteile. Erbärmlich.

          • @Freya
            Claudia hat leider in der Intimfrisursache nichts zu melden. Ihr Sexualpartner schon gar nicht. Die Entscheidung zur kompletten Rasur obliegt allein der patriarchalen Gesellschaft.^^
            Ernsthaft: Die westliche europäische Gesellschaft ist die, mit der größten sexuellen Freiheit.
            Dass diese Freiheit in Gefahr ist, ist aber nicht die Schuld dieser Gesellschaft, oder irgendeines Hirngespinstes, sondern die des Feminismus und die der importierten Intoleranz aus dem Orient und anderen Shitholes. Da sollte mit aller Macht gegen gehalten werden und Schwachsinn, wie der, den @Claudia hier verzapft sollte auch schnell als eben solcher betitelt werden.

          • @ Pingpong

            „du kannst von mir aus auch mit seinem Ton nicht einverstanden sein“

            Zugegeben, war gewiss mein Kommentar nicht gerade eine Einladung zur konstruktiven Diskussion. Aber Claudia ist mir hier im Forum schon seeeeehr oft mit sexistischen, männerfeindlichen Kommentaren aufgefallen, so dass ich für mich wenig Anlass sehe, auf derartigen Unfug, wie in ihrem von mir thematisierten Kommentar, noch in deutlich wohlwollenderer Weise zu reagieren. Und ihre Reaktion einzig mit dem Rückzug auf den ebenfalls sexistischen Terminus des „mansplainings“ hat mir leider nur bewiesen, dass ich nicht grundsätzlich falsch agiert habe.

          • @pingpong
            „Von dir kommt nur reines ad hominem mit Rückgriff auf altbekannte sexistische Vorurteile. Erbärmlich.“

            Außerdem ist es ziemlich hirnlos, jemandem in einem öffentlichen Kommentarbereich „Mansplaining“ vorzuwerfen, wenn er antwortet. @Claudia kennt ihre semiintelligenten Kampfbegriffe selbst nicht mal so richtig. Um „Mansplaining“ zu vermeiden, sollte es ihr vielleicht mal eine Frau erklären.

          • @Freya,

            „Aber es ist doch letztendlich wirklich nur eine Sache zwischen Dir und Deinem Mann“

            Ich denke, es ist mehr eine Sache zwischen ihr und der Queen Bee in der Umkleide oder beim Bikinikauf.

          • @Claudia

            „Deinen Beitrag könnte man echt einrahmen und darunter schreiben „Klassisches Beispiel für Mansplaining““

            Das ist in ihrer schlichten eloquenz eine sehr faszinierende Antwort.

            Was bringt einen (mutmaßlich) erwachsenen Menschen dazu, sowas als Antwort zu schreiben?

            Ein Mensch hat eine andere Meinung als Claudia und äußert diese – ist ja auch ein Diskussionsforum, man könnte die Auffassung haben, dass man mit anderen Meinungen rechnen muss, ja sie sogar erwarten kann.

            Die Antwort passt immer, wen jemand männliches etwas sagt, das Claudia nicht gefällt.
            Sie ist eine Killerphrase
            https://www.google.com/search?q=killerphrase

            und Killerphrasen haben üblicherweise die Funktion, Diskussion zu beenden.

            Was also treibt dich, @Claudia, zu dieser Killlerphrase?
            Ich habe dazu zwei sich widerprechende Annahmen:

            Zum einen gehe ich davon aus, dass in deiner üblichen Alltagserfahrung diese Killerphrase sich als sehr erfolgreich und wirkungsvoll erwiesen hat:
            Einem Mann „mansplaining“ vorzuwerfen, dürfte heute in vielen Fällen, zumal in feministischen Kreisen, zu sofortigen Verstummen und kläglichen Schwanz-einziehen des so bedachten führen – und wenn nicht, dann zumindest zu begeistertem Beifall der feministischen Protagonisten, es „dem“ mal wieder richtig gezeigt zu haben.
            Deine Antwort wäre somit eine einfache Reflexreaktion mit Rückgriff auf ein üblicherweise funktionierendes Verhalten.
            Allerdings bist du inzwischen lange genug in diesem Blog unterwegs, um genau zu wissen, dass das hier nicht funktionieren wird, sondern sofort widerspruch hervorrufen wird.
            Die einzig „sinnvolle“ Funktion, nämlich die Diskussion abzubrechen, kann sie gar nicht erfüllen.

            Die – neben dem geplanten Gesprächsende – einzig denkbaren weiteren Funktionen sind daher derailing (geschafft – zumindest teilweise) und pure provokation (nicht geschafft – so die richtig allergisch reagiernden, die darauf selber richtig beleidigend reagieren, sind wohl grad nicht da).

            Direkte Frage an @Claudia also:
            Was sagst du dazu?
            Warum schreibst du sowas?

          • „Deinen Beitrag könnte man echt einrahmen und darunter schreiben „Klassisches Beispiel für Mansplaining“.“

            Dann wusstest du das alles schon und hast nur vergessen es zu erwähnen?
            Und wie nennst du diese Konkurrenz unter Frauen? Toxische Weiblichkeit?

        • @Claudia
          Verschone mich vor der Mär vom „gesellschaftlichen Zwang“. Es gibt modische Trends, Dinge die „in“ sind. Die werden eben öfter gezeigt und beeinflussen oftmals die Geschmäcker. Genauso gibt es aber reichlich Leute, die das Gegenteil schön finden. Wo ist da der Zwang? Wenn man mit diesem Trend nicht einverstanden ist, ihm aber aus unerklärlicher Gefallsucht trotzdem hinterherhechelt, hat man selbst ein gewaltiges Problem und sollte es nicht auf die Gesellschaft schieben.

          „Und es jeder Frau selber zu überlassen ob und wieviel Haare sie im Intimbereich haben möchte.“

          Es IST jeder Frau selbst überlassen.

          • @Frank

            „Die westliche europäische Gesellschaft ist die, mit der größten sexuellen Freiheit.
            Dass diese Freiheit in Gefahr ist, ist aber nicht die Schuld dieser Gesellschaft, oder irgendeines Hirngespinstes, sondern die des Feminismus und die der importierten Intoleranz aus dem Orient“

            Ja, so ist es und das ist wohl auch ein verbindendes Element, nur unterdrückt die eine Gruppe Frauen ganz offen, während die andere sagt, wir müssen die Gesellschaft ändern, weil es aktuell keine wirkliche Freiheit gibt und wir Frauen unter Druck gesetzt werden und gar nicht wissen, was wir wirklich wollen (Sandra Konrad spricht in einem Kapitel von Selbstbetrug, bei von ihr interviewten Frauen, die so Sex haben wie sie wollen – aber eben nicht so wie Sandra Konrad es für richtig hält!).

          • „Es IST jeder Frau selbst überlassen.“
            So wie es ja auch jedem Mann selbst überlassen ist, ob er eine Intimrasur schön findet oder nicht. Und wenn die beiden Vorstellungen nicht zueinander passen, muss man halt entweder einen Kompromiss finden, oder es halt komplett lassen (Trennung). So wie es nunmal immer ist, wenn zwei Menschen mit unterschiedlichen Geschmäckern aufeinandertreffen. Finde da ist auch nix sexistisches oder dergleichen dabei.

        • @Claudia:

          worin besteht denn dieser gesellschaftliche Zwang?
          Ein gesellschaftlicher Zwang ist z.B. Steuern zu zahlen oder sich nüchtern vors Steuer zu setzen.
          Ist mir jetzt nicht bekannt, dass es einen Zwang gibt sich zu rasieren.

          Und ja es ist doch jeder Frau selbst überlassen… also was ist genau das Problem, dass du hier erfinden möchtest?

        • @Claudia
          Wo ist denn da ein „gesellschaftlicher Zwang“? Niemand der „Gesellschaft“ weiß, und niemanden interessiert das Ausmaß und der Zustand der Schambehaarung, solange man nicht selsbt damit hausieren geht.
          Sogar in einem FKK-Bereich redet niemand einem da rein.

          Wenn es einen Druck gibt, dann von Feministinnen, die anderen Frauen einreden wollen, es gäbe einen „gesellschaftlichen Zwang“.

          Ansonsten geht das nur jede Person allein an, sowie ihre Sexpartner. Und da streuen die Vorlieben weit.

          • Naja,so völlig falsch ist das mit dem gesellschaftlichen Zwang ja auch nicht.

            Natürlich beeinflusst der Mehrheitsgeschmack auch die eigenen Handlungen und wenn die Masse der Menschen möglicherweise behaarte Frauen nicht mag, dann verringert die Frau eben ihre eigenen Chancen und Optionen auf dem Markt der potentiellen Partner, wenn sie selber andere Wünsche hat. Es hängt dann von einem selber ab, wie selbstbewusst und erwachsen man ist, ob man dem Mehrheitsgeschmack nachkommt oder aber ob man es eben hinnimmt, u.U. länger nach passenden Menschen (Partner, Freundeskreis, …) zum eigenen Geschmack zu suchen.

            Was Feministinnen jedoch gerne übersehen oder vom Verstand nicht überblicken können, ist, dass dieser gesellschaftliche Druck nichts Unnatürliches oder Verwerfliches und schon gar nicht etwas ist, worunter besonders Frauen zu leiden hätten.

            Es ist nichts Verwerfliches, sondern es sind stinknormale Marktgesetze, dass jeder, der von einem anderen gerne etwas hätte, selber etwas leisten muss, was der andere gerne hätte. Und, wer ein auf dem Markt begehrtes Produkt hat, wird eben eher einen Käufer finden bzw. ggfls. selber höhere Preise verlangen können.

            Das Geplärre von Feministinnen ist nichts anderes als das Geplärre von Verkäufern, die beleidigt sind, dass sie am Markt vorbei anbieten und keiner ihre Ladenhüter zu völlig überteuerten Preisen kaufen möchte. Wer dem anderen nichts anbieten möchte, was für ihn erstrebenswert erscheint, der wird eben auch umgekehrt nichts bekommen, was er gerne hätte.

            Tatsächlich haben Männer mindestens den gleichen Druck (eben ganz normal auf einem Markt).

            Im Gegenteil ist der zulässige Korridor der zulässigen Handlungen für Männer in den allermeisten Fällen eher geringer, denn Männer kommen erheblich schwerer an Sex (als umgekehrt Frauen). Es ist daher stink normal auf einem Markt, dass derjenige, der etwas stärker möchte, einen höheren Preis bezahlen bzw. die Wünsche des Marktpartner stärker befriedigen muss.

            Außer Feministinnen, die penetrant mit der Realität nichts zu tun haben wollen, sollte eigentlich vielen die Statistik bekannt sein, dass Männer erheblich großzügiger und freundlicher in der optischen Bewertung von Frauen sind, wie Frauen umgekehrt Männer bewerten. Wer kennt die 80/20 Grundformel nicht, dass Männer weit mehr Frauen als durchschnittlich oder überdurchschnittlich attraktiv empfinden, während Frauen nur an einem kleinen Teil von Männern überhaupt Interesse hat.

            https://preview.redd.it/ccjv5cjcevp21.jpg?width=640&crop=smart&auto=webp&s=54200714a8f40b3e11add14d62c0b47854fcc381

            Nahezu jede Frau (wenn sie nicht zu den untersten 20% gehört) wird daher recht unproblematisch jemanden finden können, der sie ausreichend attraktiv findet. Eine Frau, die dem Mehrheitsgeschmack der Männer daher nicht folgen möchte, mag zwar vielleicht ihre Chancen auf dem Markt verringern, sie vernichtet ihre Chancen aber nicht, da es noch genug Männer gibt, die sie trotzdem als attraktiv genug bewerten werden. Es hängt dann nur von der Frau ab, ob auch sie mit dem Mann einverstanden ist.

            Meine Partnerin mag z.B. komischerweise gerne Männerunterhosen tragen. Auch trägt sie gerne meine Pullover. Alles überhaupt kein Problem. Würde ich hingegen anfangen, ihre Unterwäsche oder Oberteile zu tragen, würde sie mich sehr wahrscheinlich ziemlich schräg angucken und für einen Perversen halten bzw. aussortieren.

            Eine Frau kann völlig unproblematisch auch Männerschuhe oder Männerhosen tragen. Würde eine Mann hingegen anfangen, High Heels oder Kleider/Röcke tragen, wird er vermutlich dramatisch eher von der Gesellschaft ausgegrenzt bzw. müsste schon erheblich länger nach einer für ihn passenden Partnerin suchen, die das akzeptiert (geschweige denn sogar gut findet).

            Und so geht es durch fast alle Bereiche. Während eine Frau viel eher auch mal schwach, emotional, … sein darf, wird ein Mann hier ziemlich schnell in seine Schranken zurechtgewiesen, wenn er gesellschaftlich nicht aussortiert werden will („Mimimi“, „Jammerlappen“, „Du weinst wie ein Mädchen“, …).

            Männer, die dem gesellschaftlichen Druck der für Männer zulässigen Verhalten nicht nachkommen, würden damit ihre Marktchancen gewöhnlich nicht nur etwas verringern (wie umgekehrt Frauen), sondern würden ihre Chancen faktisch auf quasi limes Null vernichten. Ein Mann, der z.B. gerne High-Heels trägt, wird eben nicht nur etwas schwerer eine Partnerin finden, die zu seinem Geschmack passt, sondern er wird dadurch nahezu chancenlos sein (wenn er nicht anderweitig besondere Wünsche erfüllen kann: z.B. Popstar, sehr reich, …). Ein normaler Durchschnittsmann wird sich derartige Dinge außerhalb des von Frauen noch akzeptierten Handlungsspielraumes hingegen kaum erlauben können, wenn er sich gesellschaftlich nicht stark ins Abseits begeben möchte.

            Frauen vernichten ihre Chancen auf dem Markt eigentlich nur dann ähnlich effektiv, wenn sie es im negativen Sinne völlig übertreiben (also z.B. nahezu durchgehend herumplärren,…).

            Dass Frauen trotzdem sich als die größeren Opfer des Marktes betrachten, liegt einfach nur daran, dass Frauen eben anders als Männer nicht sofort für derartiges Opfergeplärre abgestraft und ausgegrenzt werden, sondern selbst dann noch bei Vielen einen Mitleidseffekt produzieren bzw. Beschützerinstinkt ansprechen, die dann mitfühlend zur Seite gesprungen kommen (z.B. lila Pudel). Wie gesagt, vergleichbar plärrende Männer würde nahezu keiner mehr ernst nehmen und solche Männer würden zu hören bekommen, dass die Realitäten nun einmal so sind und er eben an sich arbeiten muss und nicht wie ein unreifes Kleinkind glauben kann, dass sich die Welt ihm anpassen würde.

            Hinzu kommt noch ein weiterer Effekt, weshalb einige glauben, Frauen würden so einen großen Druck haben. Auch hier spielt wieder der 80/20-Effekt eine Rolle. Da Männer ziemlich viele Frauen für ausreichend attraktiv betrachten, kommen logischerweise auch mehr Frauen als Optionen in Betracht. Da Männer zudem auch nicht so darüber herumplärren, dass sie einen recht engen Verhaltenskorridor einhalten müssen, wenn sie erfolgreich sein wollen (also z.B. keine weibliche Unterwäsche oder High Heels tragen) und Männer ohnehin ihr ganzes Leben lang lernen, dass sich keiner für sie interessiert, wenn sie nicht etwas leisten, ist es für Männer vollkommen normal, dass sie sich bemühen müssen, wenn sie etwas erreichen wollen („Es ist halt so, wo ist das Problem“). Und da Männer eine Vielzahl von Frauen für ausreichend attraktiv erachten, haben sie eben auch einen größeren Kreis von Frauen bzw. viel mehr mögliche Optionen. Denn sie müssen ja nur einer der Top80% Frauen gefallen und die Wahrscheinlichkeit, dass man einer durchschnittlichen Frau gefallen wird ist eben höher, also einer Top20% zu gefallen, die viel stärker ihren eigenen Wünschen entsprechend selektieren kann. Männer daten eben auch nach unten, um eine Partnerin zu finden.

            Umgekehrt haben Frauen im Durchschnitt viel höhere Ansprüche und empfinden nur wenige Männer als ausreichend attraktiv. Wenn eine Frau aber nur an den Top20% der Männer interessiert ist, an denen eben sehr viele Frauen interessiert sind, dann haben diese Männer logischerweise eine recht hohe Auswahl, aus denen sie selektieren können. Es ist daher stinknormal, dass diese Frauen dann auch einen hohen Konkurrenzdruck haben, um eben die für den Mann beste Option darzustellen, damit dieser sich nicht für die Konkurrenz entscheidet. Und, wenn dieser Mann keinen ungepflegten Intimbereich mag, dann wird eine Frau mit ungepflegten Intimbereich es eben entsprechend schwerer haben, diesem Top20% Mann zu gefallen, je nachdem wie wichtig dieser Aspekt diesem Mann ist.

            Frauen haben daher nur deshalb den größeren Druck, weil sie selber höhere Ansprüche haben und eben an viel weniger Männern interessiert sind. Diese Frauen haben letztlich aber nur den vergleichbaren Druck, den genauso auch ein Mann hat, wenn dieser nur an den Top20% der Frauen interessiert wäre, an der fast alle Männer interessiert sind und die eben genauso ihren eigenen Wünschen entsprechend selektieren kann.

            Das sind eben völlig normale Marktgesetze.

            Wer selber sehr anspruchsvoll ist und ausschließlich nur an hochwertigen und sehr raren Produkten interessiert ist, muss eben einen höheren Preis bezahlen oder wird leer ausgehen. Wer hingegen auch mit einem durchschnittlichen Massenprodukt leben kann, muss selber umgekehrt auch nur einen normalen Preis bezahlen, um die Wünsche des Verkäufers zu erfüllen.

            Das ist aber keine Benachteiligung von Frauen, denn keiner zwingt die Frauen, anspruchsvoll zu sein und sich selber den Markt zu verknappen. Und es ist auch kein einziger Mann daran schuld, dass die Frau frei und eigenverantwortlich ihre Ansprüche haben darf und sich damit selber einer höheren Konkurrenzsituation aussetzt, weil sie nur an wenigen Männern Interesse hat.

          • @xyz
            Grundsätzlich stimme ich dir ja zu, aber das was du beschreibst, ist Partnerwahlverhalten, bei dem man sich für seine Zielgruppe möglichst attraktiv darstellen will.
            Mit „gesellschaftlichem Zwang“ hat das nichts zu tun. Abseits der Selektion eines passenden Partners ist es der „Gesellschaft“ als ganzer absolut schnurz, wieviele Haare man im Intimbereich trägt. [Nur die Rasierer-, Epilierer-, Wachs-, Enthaarungscreme-, und sonstige Haarentfernungsindustrie sowie entsprechende Dienstleister profitieren.]
            Ein Indikator für „gesellschaftlichen“ Druck wäre beispielsweise, wenn man in einer öffentlichen Sauna mit Repressalien oder wenigstens Vorbehalten rechnen müsste. Dem ist aber nicht so. Dort sieht man sämtliche Varianten, ohne dass sich jemand daran stört.

            Die Vorlieben sind ganz unterschiedlich. Und wenn dem potentiellem Partner die eigene Intimhaartracht nicht gefällt, dann sucht man sich eben einen anderen, dem das zu schätzen weiß, oder dem es zumindest nicht wichtig ist.

          • @xyz

            das ist kein „Geplärre“ sondern der öffentliche Gegendruck, der zur Änderung der Verhältnisse aufgebaut werden muss.

            Vor 50 jahren fanden es alle „normal und natürlich“ dass Frauen keine Hosen tragen. Feministinnen haben der Gesellschaft dann mit Druck aufgezeigt, dass daran gar nichts normal und natürlich war. Und es geändert.

            Was Du außerdem mit Deiner Argumentation völlig übersiehst ist:

            Nein, es geht nicht immer um Partnersuche oder Sex. Eiigentlich geht es fast nie darum bei solchen Themen. Es also auf einen „Marktwert auf dem Beziehungsmarkt“ zu reduzieren ist viel zu simpel (männlich?) gedacht.

            Und, ja, Frauen sind von diesem Druck viel stärker betroffen. Männer können sich unsichtbar machen. Und wenn sie wollen und können mit Leistung aus der Unsichtbarkeit heraustreten. Als Frau stehst Du immer unter Beobachtung und wirst zuallererst nach dem äußeren Erscheinungsbild bewertet. Egal ob du dies möchtest oder nicht. Und diese Bewertung ist dann immer dominierend und erbrachte Leistung dann zweitrangig.

          • Als Frau stehst Du immer unter Beobachtung und wirst zuallererst nach dem äußeren Erscheinungsbild bewertet. Egal ob du dies möchtest oder nicht. Und diese Bewertung ist dann immer dominierend und erbrachte Leistung dann zweitrangig.

            Ach je, du meine Güte, @Claudia! Was hast du da für einen Frust angesammelt?

          • @xyz

            „es sind stinknormale Marktgesetze,“

            Das ist ja grad das Empörende. Feministinnen lehnen sich dagegen auf, dass Männer sie in einen Markt zwingen.
            Das gefühlte Anrecht der Frau ist: jeder (Mann) nach seinen Fähigkeiten, jeder (Frau) nach ihren Bedürfnissen, und zwar bitte ohne Zwang und Anforderungen.

            Jedes System, dass die Bedürfnisse einer Frau nicht einfach dafür honoriert, dass sie Frau ist, ist unterdrückerisch-patriarchale Kackscheiße.

          • >>> Vor 50 jahren fanden es alle „normal
            >>> und natürlich“ dass Frauen keine Hosen
            >>> tragen. Feministinnen haben der
            >>> Gesellschaft dann mit Druck aufgezeigt,
            >>> dass daran gar nichts normal und natürlich
            >>> war. Und es geändert.

            Komisch, meine inzwischen über 70 jährige Mutter trug schon immer gerne Hosen und ich kenne sie von alten Fotos auch nicht anders. Und wenn ich an die 68er denke, denke ich auch eher an Schlaghosen bei Frauen, also scheint es auch vor 50 Jahren schon nichts wirklich Ungewöhnliches gewesen zu sein.

            Von Männern erwartet die Gesellschaft – auch Frauen – im Übrigen noch heute, dass es „normal und natürlich“ ist, dass Männer keine Röcke oder High-Heels tragen. Die allermeisten Männer haben damit aber auch überhaupt kein Problem, so dass diese auch keine dauerplärrenden Heulsusen benötigen, die daran etwas verändern wollen würden.

            Wo ist da also der größere Druck auf Frauen, wenn es offensichtlich für beide Geschlechter geschlechtstypische Kleidung gibt und Frauen offensichtlich erheblich eher aus derartigen Konventionen ausbrechen konnten und ein viel größeres Spektrum haben, was sie anziehen, tun, machen oder unterlassen dürfen, bevor sie gesellschaftlich ausgegrenzt werden?

            >>> Was Du außerdem mit Deiner Argumentation
            >>> völlig übersiehst ist:
            >>> Nein, es geht nicht immer um Partnersuche
            >>> oder Sex. Eiigentlich geht es fast nie
            >>> darum bei solchen Themen. Es also auf
            >>> einen „Marktwert auf dem Beziehungsmarkt“
            >>> zu reduzieren ist viel zu simpel (männlich?)
            >>> gedacht.

            Na, dann erkläre doch mal, worum geht es denn, wo die Gesellschaft bzw. Männer anderweitig Druck auf Frauen ausüben (wenn es nicht um Partnerschaft oder Sex geht)?

            Wer hat denn noch so viel Einfluss auf Menschen, dass andere sich unter Druck gesetzt fühlen. Jeder, der in einer Gruppe Anerkennung haben möchte oder von einem anderen Menschen etwas möchte, muss sich eben auch nach den Bedürfnissen der Gruppe bzw. des anderen Menschen richten oder aber sich zuerst den Respekt erarbeiten, damit andere sich nach einem richten.

            Das sind ganz normale soziale bzw. zwischenmenschliche Grundregeln und es ist wahrlich kaum zu glauben, aber es geht Männern tatsächlich exakt genau so. Wenn ein Mann im Fußballverein Anerkennung haben möchte, dann muss er mit seiner Persönlichkeit oder aber durch Leistungen die Gruppe eben erst einmal von sich überzeugen bzw. für sich gewinnen.

            Wo also sind die Beispiele, um die es Deiner Ansicht nach in Wirklichkeit geht und wo Männer angeblich so viel weniger von betroffen sind?

            Und ja, Leistung ist nicht gleich Leistung. In einem Fußballverein wünscht sich die Mannschaft eben gute Leistungen im Bereich des Fußballs. Respekt wird man sich daher sehr wahrscheinlich dann erarbeiten können, wenn man im Bereich des Fußballs besonders gute Leistungen erbringt. Wenn man hingegen nur besonders talentiert im Bereich des Bauchtanzes oder im Bereich der Gender-Studies ist, dann werden diese in diesen Bereichen erbrachten Leistungen eben als ziemlich „zweitrangig“ betrachtet.

            Und natürlich sind die Leistungen von Frauen oft ziemlich belanglos und zweitrangig, da kein Mann auch nur ansatzweise darauf spekulieren darf, daran mitpartizipieren zu können. Ein Mann, der wie selbstverständlich erwarten würde, dass die Frau ihn mitzufinanzieren hat, wird maximal erfolglos bleiben. Warum sollte ein Mann also die Leistungen von Frauen nicht als zweitrangig betrachten, wenn der Mann darauf ohnehin nicht spekulieren kann? Wenn jemand z.B. nicht nach unten datet und eben auch Wert darauf legt, dass die Mitmenschen stark genug sind, sich selber versorgen zu können, so dass diese mitpartizipieren zu brauchen, dann leistet man selber eben nichts, was für den anderen von Interesse sein könnte. Warum sollte ein Mann daher Leistungen von Frauen nicht als „zweitrangig“ betrachten, wenn er ohnehin vergleichbare Leistungen mitbringen muss und auch keine Ansprüche daran erheben darf.

            Im Übrigen ist es auch das Gegenteil von Druck, wenn etwas nur als unwichtig („zweitrangig“) betrachtet wird und in diesem Bereich eben keine besonderen Leistungen vorausgesetzt werden.

            >>> Als Frau stehst Du immer unter
            >>> Beobachtung und wirst zuallererst nach dem
            >>> äußeren Erscheinungsbild bewertet. Egal ob
            >>> du dies möchtest oder nicht. Und diese
            >>> Bewertung ist dann immer dominierend und
            >>> erbrachte Leistung dann zweitrangig.

            Jeder (egal ob Mann, Frau, Divers, Katze, Hund, Maus, …) wird zuerst nach seinem äußeren Erscheinungsbild bewertet.

            Wonach denn auch sonst?

            Dominierend bleibt die erste Bewertung eben nur bei den Menschen, die darüber hinaus wenig mehr zu bieten haben, was für andere noch interessant sein könnte.

            Wer hingegen Interesse am anderen Menschen zeigt, eine positive Ausstrahlung hat, Humor hat, sympathisch und selbstbewusst wirkt, eine positiv freundliche Stimmung verbreitet, sich um den Gegenüber menschlich bemüht, nicht erwartet dass die Welt sich um einen zu drehen hat, … wird hingegen kaum Probleme haben, andere von sich zu überzeugen bzw. auch einen etwaigen anderen ersten Eindruck wieder zu beseitigen.

            Wer hingegen nur passiv abwartet und erwartet, dass andere sich um einen zu bemühen haben und man selber nur zu existieren braucht, dem bleibt in der Tat nur der optisch erste Eindruck, der dann auch weiter dominierend bleibt. Das geht Männern, die nicht aktiv sind und andere machen lassen, exakt genau so.

            Und wie ich schon sagte, erbrachte Leistungen sind immer „zweitrangig“, wenn sie für den Gegenüber unwichtig sind bzw. der Gegenüber nicht die Hoffnung haben kann, daran irgendwie mitpartizipieren zu können.

            Ein Mann, der besondere Leistungen auf dem Gebiet des Fußballbildersammelns erbringt, wird damit auch nur Menschen beeindrucken können, die eine ähnliche Leidenschaft haben oder aber sich erhoffen können, daran irgendwie mitpartizipieren zu können (sei es, um dadurch ein paar Fußballbilder abstauben zu können oder sei es, weil andere einen dadurch cool finden, dass man mit solchen Menschen befreundet ist). Wenn der Fußballbildersammelgott aber deutlich macht, dass er keinem Bilder abgeben wird und die Leistung des Fußballbildersammelns auch kaum andere beeindruckt, dann wird auch kaum einer die Leistungen des Fußballbildersammelns nicht als belanglos und „zweitrangig“ betrachten.

            Wenn Du daher Menschen mit Deinen Leistungen beeindrucken möchtest, dann wirst Du das nur dann können, wenn Du dem Gegenüber das Gefühl vermitteln kannst, dass er daran einen eigenen Vorteil haben wird bzw. daran mitpartizipieren können wird (also z.B. Statusgewinn, weil er Dich kennt).

            Wenn Du hingegen dem Gegenüber das Gefühl vermittelst, dass Du aufgrund Deiner Leistungen etwas Besseres bist, deswegen auch höhere Ansprüche stellst und dadurch allenfalls noch teurer für den Gegenüber wirst, ohne dass er irgendwelche Vorteil für sich erkennen kann, dann wirst Du mit Deinen Leistungen auch keinen besonders positiven Eindruck machen können bzw. die Leistungen sind für den Gegenüber bestenfalls „zweitrangig“, weil sie ihm völlig egal sein können.

            >>> Und, ja, Frauen sind von diesem Druck viel
            >>> stärker betroffen. Männer können sich
            >>> unsichtbar machen. Und wenn sie wollen und
            >>> können mit Leistung aus der Unsichtbarkeit
            >>> heraustreten.

            Wie machen Männer sich denn aktiv unsichtbar? Und wieso können Frauen das nicht?

            Mache mal Beispiele, wie Männer sich denn aktiv unsichtbar machen und wieso Männer ein Interesse haben sollten, unsichtbar zu sein?

            Und mache mal Beispiele, inwiefern es für Frauen nachteilig ist, dass man auch dann noch Interesse an ihnen zeigt, selbst wenn sie nichts leisten?

          • @xyz

            „Na, dann erkläre doch mal, worum geht es denn,“

            Weibliche Dominanzhierarchien.

            Die Schönste gewinnt. Wobei das Schönsein ein Drahtseilakt ist, zwischen Normkonformität und elegantem Überschreiten der Regeln. Unsichere Frauen können letzteres nicht und spüren daher den Normzwang als erdrückend.

            Männer sind in dem Spiel erst mal unwichtig und werden erst relevant, wenn über ihre Aufmerksamkeit (oder Mangel derselben) der Punktestand festgestellt wird.

            Eine andere weibliche Hierarchie ist natürlich, wer in welchem Maße Zugriff auf sinnlose Ressourcen hat (costly signals). Daher all die unpraktischen aber sauteuren Pradataschen etc.

            Auch hier ist der Mann nur Mittel zum Zweck.

          • @only me: „Weibliche Dominanzhierarchien…“
            —————————
            ich bekenne, da ist (leider?) was dran!

          • „Natürlich beeinflusst der Mehrheitsgeschmack auch die eigenen Handlungen und wenn die Masse der Menschen möglicherweise behaarte Frauen nicht mag, dann verringert die Frau eben ihre eigenen Chancen und Optionen auf dem Markt der potentiellen Partner, wenn sie selber andere Wünsche hat. “

            Diese Idee würde vorraussetzen, dass der Partner den Behaarungsgrad vor dem Sex bereits kennt. Das ist in der Regel aber nicht der Fall.
            Wenn es zu Sex mit einem potentiellen längeren Partner kommt (im ggs zu einem ONS, bei dem das ganze nochmal anders ist), ist meist auch schon eine gewisse Nähe da – und dann kann man immer noch äußern, dass einem das nicht sonderlich gefällt.

            Ich bezweifle sehr, dass der Behaarungsgrad dann noch eine größere Rolle spielt.

          • „Vor 50 jahren fanden es alle „normal und natürlich“ dass Frauen keine Hosen tragen.“

            Google bildersuche Mode 1970:






            Die Behauptung „vor 50 Jahren“ ist also offensichtlich falsch.
            10 Jahre früher in den 1960ern muss ich schon deutlich länger scrollen/suchen, um sowas zu finden:



            aber “ „normal und natürlich“ dass Frauen keine Hosen tragen“ war auch vor 60 Jahren schon falsch

            Das hier ist 50 er jahre – also 70 Jahre alt:

            1930er (90 Jahre alt):
            „Radikale neue Mode – der Hosenanzug“


            ich hör hier mal auf.
            Es war tatsächlich ergiebiger, als ich selbst gedacht hatte, immer weiter zurück zu gehen.
            Dass „Frauen keine Hosen tragen“ ist jedenfals schon sehr, sehr lange nicht mehr „normal“.
            Auch wenn man weiter in der vergangenheit jeweils lämger suchen muss – aber ein Tabu war es NICHT.

            Nach 1968 gibt es eine explosion an Formen und Farben.

            „Feministinnen haben der Gesellschaft dann mit Druck aufgezeigt, dass daran gar nichts normal und natürlich war. Und es geändert.“

            Nein, das war die 68-er bewegung mit der sexuellen revolution.
            Da mögen auch feministierende darunter gewesen sein, aber das war weder ein Hauptgrund noch ein Hauptantrieb, und ganz sicher ist das damals nicht gegen einen irgendwie männlichen Widerstand geschehen, sondern gegen einen Bürgerlichen, der von bürgerlichen Frauen mindestens ebenso getragen war wie von bürgerlichen Männern, und von der rebellischen Jugend gleichermaßen von jungen Männern wie von jungen Frauen bekämpft wurde.

            Und es ist diese sexuelle revolution,die vom gegenwärtigen puritanischen Feminismus wieder rückabgewickelt zu werden droht.

          • @ madde

            „Nein, das war die 68-er bewegung mit der sexuellen revolution.
            Da mögen auch feministierende darunter gewesen sein, aber das war weder ein Hauptgrund noch ein Hauptantrieb, …“

            So ist es. Claudia schreibt feministischen Stuss, die üblichen Versatzstücke vom bösen Patriarchat, das arme kleine Frauen derart einschüchtert, dass sie eingehen, wie Primeln.

            Ich habe die besagten „vor 50 Jahren“ erlebt und ich kann versichern, dass die Frauen damals noch weit weniger verhuschte Hascherln waren, als sie es heute in dieser feministisch PC-überföhnten Zeit sind.
            Bis Ende der 60 waren rocktragende Frauen durchaus „norm“al, aber hosentragende waren wiederum auch nicht so selten, dass sie einen Verkehrsstau verursachten, wenn sie an der Straße entlang flanierten.
            Und Mitte der 70er trug so gut wie keine junge Frau mehr einen Rock bzw. ein Kleid.

            Schwarzgeld und Konsorten waren ein Produkt der schon vorhandenen Mode, sie haben sie nicht geprägt, schon gar nicht erfunden, dazu fehlte ihnen die Kreativität, um nicht zu sagen Intelligenz.
            Gut, einige haben ihren BH medienwirksam verbrannt, dann aber doch einen anderen wieder druntergezogen, weil (übrigens wurde der BH von einer Frau erfunden) es schon anatomische Gründe gab, die für das Kleidungsstück sprachen.

  2. „Wir leben in interessanten Zeiten“

    Alles deutet darauf hin, dass hier ein durch und durch bedeutungsloser Mann versucht, seinem Leben Glanz zu verleihen, indem er auf einen ideologischen Zug aufspringt und wehrlose Menschen schikaniert.
    Und ALLE, selbst Christian, spielen mit und nennen ihn „Jessica“.

    Das finde ich das Interessanteste.

    Jonathan ist ein Arschloch.
    Wir leben in einer Zeit, die Arschlöchern perverse Macht zugesteht.
    Ich respektiere Jonathans Masche in etwa so sehr, wie ich einen Blockwart oder einen IM respektiere.

    • Ja, ich glaube er ist ein Arschloch. Und zumindest zum Teil hat ihn die Gesellschaft dazu gemacht. Der typische Joker.

      Generell würde ich das Urteil (insbesondere auch die Strafe) ja begrüßen. Irgendwie habe ich aber das ungute Gefühl, eine richtige (Trans-)Frau wäre mit so einer (ähnlichen) Klage durchgekommen und nicht bestraft worden.

      • „Irgendwie habe ich aber das ungute Gefühl, eine richtige (Trans-)Frau wäre mit so einer (ähnlichen) Klage durchgekommen und nicht bestraft worden.“
        ————————————–
        Ich verstehe nicht, wie Du das meinst. Was ist für Dich eine „richtige (Trans-)Frau“, und warum wäre sie „mit so einer (ähnlichen) Klage durchgekommen…“?
        Das Yaniv wohl kaum dazugehört, scheint den meisten klar zu sein.
        Für eine „richtige (Trans-)Frau“ sind die prä-operativ unstimmigen Genitalien ein absolutes „no go“, das vor anderen Menschen tunlichst verborgen bleibt.
        Wer ernsthaft von einem „weiblichen Penis“ spricht, und diesen auch noch anderen Frauen zur „Behandlung“ aufnötigt, hat entweder nicht mehr alle Latten am Zaun oder ist ein dreister Exhibitionist oder was auch immer. Eines jedenfalls gewiss nicht: eine „richtige (Trans-)Frau“!

        • „Das Yaniv wohl kaum dazugehört, scheint den meisten klar zu sein.“

          Also ist Yaniv eine falsche Transfrau.
          Wenn es falsche Transfrauen gibt, gibt es auch richtige Transfrauen, oder „falsche Transfrau“ ist eine Tautologie.

    • @XYZ
      „Naja,so völlig falsch ist das mit dem gesellschaftlichen Zwang ja auch nicht.

      Natürlich beeinflusst der Mehrheitsgeschmack auch die eigenen Handlungen“

      Ich denke, niemand bestreitet, dass es in unterschiedlichen Gesellschaften, Subkulturen, Milieues, etc. und zu unterschiedlichen Zeiten auch unterschiedliche Geschmäcker, Moden, Schöneheitsideale gab.

    • @Claudia
      „sondern der öffentliche Gegendruck, der zur Änderung der Verhältnisse aufgebaut werden muss.“

      Ich möchte die Verhältnisse aber gar nicht so ändern wie du….

  3. Es geht also um das hier:

    Was soll das sein? Eine Mischung aus den Little-Britan-Figuren Emily Howard („ich bin eine Lady“) und Andy Pipkin („jaichweiß!“)?
    Das Tragische an dieser Zeit, in der wir leben, ist, dass so eine Witzfigur auch nur für eine Sekunde ernst genommen wird.

    • »Das Tragische an dieser Zeit, in der wir leben, ist, dass so eine Witzfigur auch nur für eine Sekunde ernst genommen wird.«

      Das Verrückte an dieser Zeit ist, daß Feministen und Genderisten – mit medialer und staatlicher Unterstützung – die Menschen zwingen wollen, so etwas ernst zu nehmen und jeden als Unmenschen darstellen, der es nicht toll findet.
      Und geradezu pervers ist, daß man bereits im Kindergarten (oder gar früher) damit anfängt.

      „Wer warnen will, den straft man mit Verachtung.
      Die Dummheit wurde zur Epidemie.
      So groß wie heute war die Zeit noch nie.
      Ein Volk versinkt in geistiger Umnachtung.“
      – Erich Kästner, Große Zeiten, 1931

  4. Letztendlich war es also gut, dass er geklagt hat.

    Meint ihr auch, dass in Deutschland „Hasssprech“ bald verboten wird? Wie in England das „Hatespeach“-Gesetzt? Da haben ja schon einige Strafen zahlen müssen, weil sie „gemissgendert“ haben.

    Ich habe den Eindruck, „Jessica“ hat solche Gesetze in Deutschland ein klein wenig erschwert.

    Allerdings bekomme ich Beklemmungen, wenn ich merke wie viel Anführungszeichen ich bei der Auseinandersetzung mit diesem Thema verwende.

  5. Das wichtigste Detail fehlt in dem Zitat:
    Dieses Trans-chloch ist gezielt hingegangen und hat nicht nur einen Kosmetiksalon, sondern gleich ein rundes Dutzend verklagt. Wie am Fließband. „Ich fühle mich diskriminiert, dass Euer Damensalon mir meine Hoden nicht wachst. Hodenwachsen ist Menschengrundrecht. Vertragsfreiheit zählt bei mir nicht, ich bin Trans. Zur Strafe zahlt Ihr jetzt 10.000€ und zwar zackig!“ Dabei ist unser Transwonneproppen hingegangen und hat ganz gezielt winzige Salons ausgewählt, bei denen die Aussichten sehr gut standen, dass sie sich keinen Anwalt leisten konnten und somit wehrlos vor Gericht gewesen wären.
    Zum Glück haben sich die Kosmetikerinnen zusammengeschlossen.

    Wenn „sie“ damit durchgekommen wäre, wären das mal eben x mal 10.000€ gewesen.
    …ich weiß ja nicht, in welcher Branche Ihr tätig seid, aber wie lange bräuchtet Ihr, um 100.000€ zu erwirtschaften?

  6. Bezeichnend finde ich, dass in der Berichterstattung, und – so wie ich das verstehe – zumindest zum Teil auch in der Gerichtsentscheidung, die Identität der Beklagten schon wieder eine Rolle spielt.

    Die Klage sei demnach rechtsmissbräuchlich, weil einige der Beklagten sogenannte „People of Color“ sind und/oder aus religiösen Minderheiten kommen.
    Heißt das im Umkehrschluss, wären die Beklagten weiße, heterosexuelle Männer gewesen, hätten sie dier Pseudo-Transe die Hoden enthaaren müssen?

    Das bestätigt wieder mal meine Vorahnung, dass wir uns auf ein System zubewegen, in dem nicht nur die Meritokratie abgeschafft und durch ein System von Quoten ersetzt wird, sondern auch die Justiz nicht mehr nach Recht und Unrecht, sondern nach Privilegierung entscheidet.

    • Frauenquoten in Parteien = es können nur noch Menschen mit dem richtigen Geschlecht gewählt werden -> Abschaffung der Demokratie
      #metoo vor Gericht = Wer angeklagt wird, ist schuldig. Aufhebung der Unschuldsvermutung. -> Abschaffung des Rechtsstaats und Einführung einer Klassenjustiz mit Schuldfähigkeit frei nach dem progressive stack

  7. Ein Aufschrei, weil irgendwer irgendwem nicht die Haare von den Eiern reißen will. Frauen, die durch repressiv-patriarchische Strukturen gezwungen sind, eine bestimmte Intimrasur anzufertigen. Das ist alles schon sehr besonders und verhaltensinteressant.

    Aber das sind ja nicht nur lustige Erzählungen, es wird ja immer anderen vorgeworfen, sie seien an irgendwas schuld, seien gewalttätig, würden unterdrücken. Aus jedem winzigen Haar wird ein moralischer Vorwurf gemacht. Das ist der Zeitgeist. Ich glaube, das hält man nicht wirklich lange durch.

    Letztens wollte mein sechsjähriges Kind wissen, warum ich irgendwen „Schneeflöckchen“ genannt habe. Ich erklärte ihm, wenn man diesen Menschen berühren oder anhauchen würde, dann würde aus ihm eine Träne werden – eben wie bei einer Schneeflocke.

    Beim heutigen Tränenmeer brauchen wir uns um den Meeresspiegel keine Sorgen mehr zu machen.

    • Es ist zum Schreien. Zwei Grundrechte treffen aufeinander. Die eine Partei will ihr Geschlecht selbsternannt bestimmen, die andere (zB Sikh) will ihre Intim-Kontakt-Regeln einhalten.

      Es ist metaphorisch gesehen der Transgender-Panzer der auf dem Feldweg herum gurken möchte, aber bei Hindernissen, wie Seiten-Rand-Parkern die er platt fährt, nach Kompensation schreit.

  8. „Wir leben in interessanten Zeiten, wenn so eine Klage überhaupt ausgebracht wird und ein Gericht darüber entscheiden muss.“

    Im anglo-amerikanischen Rechtswesen sind verrückt klingende Klagen nicht unüblich. Gab es da nicht mal die Klage gegen einen Hersteller von Mikrowellen weil jemand seinen hamster darin trocknen wollte und die Betriebsanleitung nicht vor den Folgen gewarnt hat?

    Erstaunlich finde ich die Abwägung des Gerichts und wie sie dabei tatsächliche intersektionale Kriterien in die Begründung aufgenommen hat. Das ist ein bedenklicher Präzedenzfall.

    Anatomische Unterschiede und die sich daraus zwangsläufig ergebende notwendige Qualifikation der Behandelnden hätte doch völlig gereicht. Penis ist Penis, egal ob männlich oder weiblich definiert.

    Aber die Religionszugehörigkeit als Begründung heranzuziehen weist in eine wirklich interessante Zukunft…

    • „Im anglo-amerikanischen Rechtswesen sind verrückt klingende Klagen nicht unüblich. Gab es da nicht mal die Klage gegen einen Hersteller von Mikrowellen weil jemand seinen hamster darin trocknen wollte und die Betriebsanleitung nicht vor den Folgen gewarnt hat?“

      Oder Mann frisst über viele Jahre hinweg täglich mindestens 20 Snickers-Riegel, bekommt Diabetes (welch Überraschung) und verklagt erfolgreich den Hersteller, weil der auf den Packungen nicht davor gewarnt hat.

      Auch die Aufschriften auf den Kaffeebechern z. B. bei Mc Donald’s (Vorsicht! Inhalt könnte heiß sein!) gehen in der Regel auf Klagen zurück, bei denen irgendwelche Vollpfosten komplett davon überrascht worden sind, dass frischgebrühter Kaffee heiß sein könnte.

      Hab vor einigen Jahren mal von einem Verein (ich glaube Baseball) gehört, vor dessen Stadien die infolge einer Klage nun auf allen Bänken ein Schild angebracht haben, das darauf hinweist, dass die Bänke sich unter Sonneneinstrahlung stark erhitzen können. Irgendein Fettsack hatte sich da wohl mal draufgefläzt und sich die nackten Schenkel versengt. Aber anstatt sich über die eigene Dämlichkeit zu ärgern, sich auf eine dunkel lackierte Bank, die in der prallen Mittagssonne steht, mit nackten Beinen gesetzt zu haben, ohne vorher mal die Oberfläche kurz mit der Hand auf ihre Temperatur geprüft zu haben, ist er natürlich, wie scheinbar üblich in den Staaten, direkt zum Anwalt gerannt und hat den Eigentümer der Bänke verklagt, weil der auf diesen für jeden halbwegs lebensfähig intelligenten Menschen bekannten Umstand, dass sich in der Sonne liegende Oberflächen stark erhitzen können, nicht explizit hingewiesen hat.

      Interessant finde ich dabei immer, dass gerade in der amerikanischen Gesellschaft ja ein sehr ausgeprägtes Bedürfnis nach „Unabhängigkeit“ besteht. Nirgends soll der Staat auch nur das geringste reinreden können. Alles will man selber, frei und unabhängig, nach eigenem Gutdünken machen können. Wenn dieses freie Handeln dann aber Konsequenzen hat, die einem nicht gefallen, rennt man sofort zu Vater Staat, damit der gefälligst irgendwen bestrafen soll, der angeblich die tatsächliche Verantwortung für diese Konsequenzen trägt. Diese etwas skurrile Kombination aus ständigem Einfordern absoluter Freiheit auf der einen Seite und der offensichtlichen Verweigerung persönlicher Verantwortlichkeit für etwaige Konsequenzen des eigenen Handelns auf der anderen, lassen es für mich sehr plausibel erscheinen, dass Ideologien wie der Intersektionalismus gerade in diesem kulturellen Umfeld so prächtig gedeihen und in alle Welt exportiert werden konnte.

      • Diese Freiheit vor dem Staat hat aber eben auch seine Schattenseiten, wenn man im produzierenden Gewerbe tätig ist. Die Amis lassen dich nämlich für diese vermeintliche Freiheit (vor z.B. im Vorwege durchzuführenden Prüfungen, Auflagen, Sicherheitsblabla…) bluten, wenn etwas schief geht. Diese teilweise irrsinnig erscheinenden Gerichtsurteile sollen andere wohl dazu ermutigen, möglichst alle Eventualitäten durchzudenken und Gefahren im Vorwege auszumerzen.

        Und die Geschichte mit der Katz/Hund/Hamster in der Microwelle ist eine urbane Legende.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Haustier_in_der_Mikrowelle

        • Bei Mackes ist Sinn der Maßnahme, dass Mäckes sonst lieber eine Hauttransplantation aus der Porto-Kasse bezahlt als Geld in gescheit eingestellte Kaffeemaschinen steckt.
          So ein Waxing-Studio ist aber erstens nicht Mackes, und es ist ja kein körperlicher Schaden entstanden, weil es ja sicher Waxing-Studios für Menschen mit Penis gibt.

        • „Allerdings spielt die Geschichte hier in Kanada vor einem Human Rights Tribunal. Und die scheinen manchmal ziemliche Gaga Urteile rauszuhauen.“

          Was wenig überrascht. Wer selbst die Menschenrechte im Namen trägt und einen derartigen Quatsch überhaupt zur Verhandlung zulässt, führt den Grundgedanken der Menschenrechte ad absurdum. Menschenrechte und Grundrechte sind in erster Linie eins: Abwehrrechte der Bürger gegen staatliche Willkür, staatlichen Autoritarismus, staatliche Grausamkeit. Sie waren nie dafür gedacht, dass sich Bürger untereinander mit Berufung auf Grund- und Menschenrechte vor den Kadi zerren können. Die Beziehungen von Bürgern untereinander werden über untergeordnete Gesetze geregelt (hierzulande StGB, BGB, etc., etc., etc.).

          Wenn es mindestens zugelassen wird, dass sich ein, wie man aus den von Freddy Krueger oben dankenswerterweise rausgesuchten Details ersehen kann, egomanisches Arschlosch überhaupt dergestalt darstellen kann, dass es eine Verletzung seiner Menschenrechte sei, wenn ihm andere Bürger nicht sein Skrotum wachsen wollen, dann ist das geradezu ein unmittelbarer Schlag in die Fresse der immer noch Milliarden von Menschen, die nur davon träumen können, nicht tagtäglich in ihren Ländern ihrer Menschenrechte, ihrer Menschenwürde beraubt zu werden. Denen geht es darum, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, eigene Meinungen entwickeln und äußern zu können, ohne Gefahr zu laufen, auf Nimmerwiedersehen in irgendein Foltergefängnis zu verschwinden. Und dieser Idiot bekommt von diesem „Tribunal“ eine Bühne geboten, um mit Verweis auf die Menschenrechte darüber zu klagen, dass es ihm in Frauensalons verwehrt wurde, seine „weiblichen Hoden“ enthaaren zu lassen.

          Das sind längst schon keine „first world problems“ mehr, das ist Rechtsstaatlichkeit als Travestie.

          • „Grundrechte sind in erster Linie eins: Abwehrrechte der Bürger gegen staatliche Willkür, staatlichen Autoritarismus, staatliche Grausamkeit. Sie waren nie dafür gedacht, dass sich Bürger untereinander mit Berufung auf Grund- und Menschenrechte vor den Kadi zerren können.“
            — Schön wär’s. Leider wurde im GG nicht geregelt, wie die Grundrechte diesbezüglich auszulegen seien (und ihr einfacher Wortlaut würde leider für eine unmittelbare Drittwirkung der Grundrechte sprechen). Bis zum Lüth-Urteil 1958 wurde vom BVerfG noch von einer unmittelbaren Drittwirkung des GG ausgegangen, ab dann wenigstens nur noch von einer mittelbaren (mit Wechselwirkungstheorie). Schon die erste Auslegungstheorie- und regelung, die vom BVerfG durchgesetzt wurde, ließ dem BVerfG mehr Regelungskompetenz – und somit Macht – zukommen als ohne Drittwirkung; noch mehr allerdings dann die zweite Auslegungstheorie und -regelung (d.h. die der mittelbaren Drittwirkung) – zum Glück (im Unglück), könnte man sagen als Freiheitlicher.
            — Und zum Thema staatliche Willkür, staatlichen Autoritarismus, staatliche Grausamkeit und jemanden vor[s Straf-]Gericht bringen, passt hier im Zusammenhang mit sog. überpositivem (d.h. ungeschriebenem, geschriebenes Gesetz modifizierendem) Richterrecht auch noch das Folgende, denn dort wird sehr eindrücklich erklärt, wie es um die Grundrechte als Abwehrrechte gegen den Staat bislang bestellt war und ist – und dabei geht’s noch nicht mal um alle Grundrechte, wie wir sie bspw. in der öffentlichen Debatte prominent vorfinden (z.B. bzgl. Meinungsfreiheit, informeller Selbstbestimmung oder auch körperlicher Unversehrtheit (vgl. Kinder-Impfzwang durch Staats[lizenz]schulgebäude-Aufenthaltszwang für Kinder/Jugendliche)), sondern nur um ganz bestimmte:
            (UNBEDINGTE LESE-EMPEHLUNG!^^)
            https://grundrechtepartei.de/amtsmissbrauch-muss-strafbar-sein/
            https://grundrechtepartei.de/rechtsbeugung/
            (Hierzu sei gesagt, dass der BGH – evtl. sogar aufgrund Erlangung von Kenntnis über die Veröffentlichungen der [mittlerweile ehemaligen] Grundrechtepartei/Grundrechte – die sog. Sperrwirkung des Straftatbestands der Rechtsbeugung seit dem 13. Mai 2015 durch gegenteilige Rechtsprechung aufgehoben hat (ebenso wie das BVerfG seit dem 26. Juni 2014 einen „Anspruch auf Strafverfolgung Dritter“ bei Vorliegen des hinreichend begründeten Anfangserdachts, dass ein Amtsträger in Ausübung des ihm anvertrauten öffentlichen Amtes eine Straftat begangen zu haben, bestätigt und somit ohne einen Straftatbestand des Amtsmissbrauch die Strafbarkeit von Amtsmissbrauch wieder einführte – was aber nun unseren verdeckten verkommenen Unrechtsstaat zum Offenbarungseid provozierte, s.u.). Davon hatte die [mittlerweile ehemalige] Grundrechtepartei/Grundrechtestiftung selbst allerdings noch nichts mitbekommen, als sie die oben verlinkten Texte zur Rechtsbeugung und zum Amtsmissbrauch verfasste, wie es scheint … was wohl auch daran liegen dürfte, dass diese Änderung in der Rechtsprechung noch nur geringfügigen resp. undeutlichen Eingang in die Rechtswissenschaft gefunden hat und auch – zumindest in Teilen – die regionale bundesdeutsche Justiz (hier: München) dementsprechend noch immer nach dem o.g. überpositiven Recht zu verfahren wollen scheint, wie RA Alexander Würdinger es z.B. in seinen Kommentaren unter dem folgend verlinkten – hier allerdings irrelevanten – Artikel aufdeckt: https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/bgh-hebt-freispruch-auf-proberichter-wird-rechtsbeugung-vorgeworfen/ Wer wissen will, wie’s da bislang weitergegangen ist und einen Beweis braucht, dass RA Würdinger einen bedeutenden Platz in der deutschen (Rechts-)Geschichte einnehmen wird (resp. dies schon tut) und die genauen Gründe dafür erfahren will, dem empfehle, ich folgende Seite zu lesen: https://community.beck.de/user/profil/ra-wurdinger Seine Rechtsmeinung(en) wurde(n) bisher teilweise schon – bewusst oder nicht-bewusst – vom BVerfG übernommen. Momentan ist er tatsächlich dabei, die korrupte Münchener und sogar höchste bayrische Justiz auseinanderzunehmen und vorzuführen, auch wenn es keine größere Veröffentlichungs-/Verbreitungsplattform gibt, die die entsprechenden Infos enthält, als den – unter den rechtswissenschaftlichen Blogs meistfrequentierte – beck-blog.)

      • „Aber anstatt sich über die eigene Dämlichkeit zu ärgern, sich auf eine dunkel lackierte Bank, die in der prallen Mittagssonne steht, mit nackten Beinen gesetzt zu haben, ohne vorher mal die Oberfläche kurz mit der Hand auf ihre Temperatur geprüft zu haben, ist er natürlich, wie scheinbar üblich in den Staaten, direkt zum Anwalt gerannt und hat den Eigentümer der Bänke verklagt, …“

        Woher willst Du wissen, ober der Typ dämlich war.
        Er hat sich den Hintern verbrannt – und sah schlagartig eine Chance, auf ganz elegante Weise und ohne Arbeit sehr schnell und sehr reich zu werden.
        Das ist eigentlich gar nicht dämlich.

  9. Jessica Yaniv sah es als Diskrimierung an, dass ihr Frauen, die bei anderen Frauen die Genitalien mit Wachs enthaart haben, nicht auch ihren „weiblichen Penis“ mit Wachs enthaaren

    Das sind eindeutig Nazis.

  10. Pingback: Und noch ein Grund, warum man zwischen Autor und Werk trennen sollte – apokolokynthose

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