Jordan Peterson zu „harmlosen Männern“ vs. „Die Zähmung des Biests“

Ein interessanter Artikel verweist auf ein Zitat von Jordan Peterson dazu, was Frauen an bestimmten Männern interessant finden:

Many modern men have been propagandized to believe that modern women want nice, sensitive, empathetic guys who make them feel safe.

And then they are perplexed and frustrated when they eventually find themselves dumped, divorced, or relegated to the friend-zone for perpetuity.

Gut, dass es auch sehr vereinfacht dargestellt. Frauen wollen ja durchaus auch gewisse Anteile an Nett, sensibel und empathisch. Nur eben in einem Mann, den sie heiß finden. Was wieder durch ganz andere Faktoren bestimmt wird.

According to Jordan Peterson—clinical psychologist, professor of psychology at the University of Toronto, and popular speaker—such results are not surprising. When he spoke to a gathering of people earlier this year, his thoughts on what women really want in a man supported a stereotype that still has popular cachet: that women are attracted to assholes.

Okay, so there’s a bit of hyperbole in the stereotype. I don’t really believe that “asshole” is the most accurate designation for the kind of man that a woman wants. But the hyperbole gets at a truth that Peterson more eloquently teases out in his thoughts, some of which I have transcribed below. (By the way, his thoughts came in the context of comments on the topic of cultural appropriation, which he said is “absolute nonsense”.)

„Frauen stehen auf Arschlöcher“ ist ja in der Tat ein alter Spruch, der so absolut nicht richtig ist. Sie stehen eben auf gewisse Aspekte, die einige „Arschlöcher“ gut bedienen, aber meist kommt ein mehr dazu.

Aber mal sehen, was Jordan Peterson sagt:

“It’s been really interesting for me to watch the response… of young Caucasian males to hip-hop. You know, there’s an aggressiveness about hip-hop that’s really attractive to young Caucasian males. And there’s something absurd about the spectacle of the young Caucasian males taking on the persona of inner-city black gang members. But I’m sympathetic to it because there’s an aggressiveness to that art form that’s a necessary corrective to the insistence that the highest moral virtue for a modern man is harmlessness—which is absurd.

Women don’t even like harmless men; they hate them. They like to claw them apart. What women want are dangerous men who are civilized; and they want to help civilize them. That’s Beauty and the Beast.

[…]

How many of you know what a Harlequin Romance is?… So those are archetypal stories. That’s the taming of the wild man, essentially, by the desirable and virginal woman. And if you think women don’t want that then you bloody better well come up with an explanation for Fifty Shades of Grey, which is the most rapid-selling novel in human history, and emerged at exactly the same time as all of this noise about the absence of gender roles is being produced en masse.”

Das ist ja durchaus eine sehr interessante Sache: Sie passt zu den evolutionären Erklärungen: Ein hochstehender, gefährlicher Mann, der aber auch in der Gesellschaft leben kann, der deren Regeln kennt und mit ihnen umgeht, zumindest die Regeln seiner Gesellschaft, und der dann auch noch gegenüber der Frau zivilisiert ist, von dieser zivilisiert wird, weil sie ihm etwas bedeutet, dass kann ein interessanter Fang sein.

Peterson further bolstered his case by revealing a blush-worthy statistic: what Google engineers discovered as “the five most desirable male entities” used in female pornography. They were:

1) Vampire
2) Werewolf
3) Billionaire
4) Surgeon
5) Pirate

As you’ll notice, weak guys that act like doormats to women didn’t crack the top five.

Vampire, Werewölfe und Piraten sind in der Tat gefährlich, sie haben aber eben wegen dieser Gefährlichkeit in ihrer idealisierten Form eine besondere Wertigkeit: Es ist der erfolgreiche Pirat, der in den Romanen der Love Interest ist, es ist der in seinem Clan eingebundene Vampire oder Werwolf, der dank dieser Eigenschaft über den Menschen steht (und wenn seine Tarnidentität auch noch ein Millionär, Adeliger oder sonst was ist: Um so besser).
Der Chirurge fällt da sicherlich etwas raus, er hat allenfalls einen hohen Status und eben als selbst unter den Ärzten noch herausgehobener Spezialist aus Sicht vieler sicherlich auch andere Eigenschaften wie Geld etc aber er ist nicht gerade gefährlich. Der Billionäre hat immerhin wirtschaftliche Macht, kombiniert mit ein wenig BDSM wie in „50 Shades“ bringt er dann auch eine gewisse Gefährlichkeit mit sich.

 

Hier noch mal das Video dazu:

26 Gedanken zu “Jordan Peterson zu „harmlosen Männern“ vs. „Die Zähmung des Biests“

  1. Ich glaube, ein Chirurg hat aber eine gewissene Unerschrockenheit, die auf Frauen anziehend wirkt. Jemand, der kühl und überlegt einen lebenden menschlichen Körper aufschneiden kann, ist mental ziemlich stark und wird vielleicht sogar unbewusst einige der Emotionen ansprechen, die Frauen bei „gefährlichen“ Männern verspüren.

    • „Jemand, der kühl und überlegt einen lebenden menschlichen Körper aufschneiden kann, “

      Das steht auf der Definitionsliste für toxische Männlichkeit.

  2. „Der Chirurge fällt da sicherlich etwas raus, er hat allenfalls einen hohen Status und eben als selbst unter den Ärzten noch herausgehobener Spezialist aus Sicht vieler sicherlich auch andere Eigenschaften wie Geld etc aber er ist nicht gerade gefährlich.“
    ———————————————-
    Ich weiß nicht, ob hier primär die „Gefährlichkeit“ gefragt ist, wahrscheinlich vielmehr das (männliche) Geschick aus Ur-Zeiten, das erfolgreich gejagte Wild auch „ansprechend“ ausweiden und zerlegen zu können (angemessene Instrumente und deren geschickter Gebrauch).

  3. Blue Pill Männer fallen immer wieder auf Borderliner und Golddigger rein, weil sie nicht wahrhaben wollen, dass eben nicht alle Frauen gut und göttlich und sugar and spice and evrything nice sind.

    Blue Pill Frauen fallen immer wieder auf den Glauben rein, dass der starke, wilde Mann durch die gute Frau gezähmt werden wird und dass eben sie diese Frau sind.
    Der Zeitgeist ist ja, dass alle Männer in ihrer Gefährlichkeit gleich sind und sie sieht ständig gezähmte Männer, also kann es den unbezähmbaren Mann nicht geben.
    Der andere Zeitgeist ist ja, dass alle Frauen gut und schön und göttlich sind. Die durchschnittliche Hussi bekommt den Vampir. Da geht das wichtige Detail aus dem Mythos, dass der stärkste und wildeste Mann nur durch die schönste und reinste Frau gezähmt werden kann, leicht verloren.

    Feminismus und Hollywood erzählen der Frau, was sie hören möchte, nicht was sie hören sollte.

    • „Feminismus und Hollywood erzählen der Frau, was sie hören möchte, nicht was sie hören sollte.“
      ————-
      Wie wahr!

      Ich denke, daß man „die Schöne und das Biest“ in seiner Aussagekraft nicht zu sehr wortwörtlich nehmen sollte! Ob der „wilde Kerl“ erst und ausschließlich durch mich als Frau, und ausschließlich für mich „zivilisiert“ werden kann und sollte, diese Erwartung ist an vermessener Unerfüllbarkeit kaum zu überbieten.
      Allerdings sehnten, sehnen und wünschen sich doch wohl die meisten Frauen von ihrem Mann/Lebenspartner, daß er dazu bereit ist, sie im Notfall mit allen seinen Mitteln und Kräften zu verteidigen, z.B. dann, wenn sie an Leib und Leben bedroht wird.
      Der Gender-Wahnsinn hat alles getan, und unternimmt alles, den wehrunfähigen männlichen Schlappschwanz zu generieren, zu einer Zeit, die Wehrhaftigkeit mehr denn je benötigt…

      • „Der Gender-Wahnsinn hat alles getan,“

        Nicht nur das: Eine Heerschaar von Gleichstellungsbeauftragten bringen immer mehr Männer zu der Überzeugung, dass sie es überhaupt nicht einsehen, für eine Frau die eigene Haut zu riskieren.

        Ich persönlich werde einen Teufel tun, wegen einer fremden Frau ein Risiko einzugehen. Die kann doch eh alles, was ich auch kann, und dann auch noch besser, rückwärts und in Stöckelschuhen. Wird mir täglich aus allen offiziellen Rohren erzählt.

        • „Ich persönlich werde einen Teufel tun, wegen einer fremden Frau ein Risiko einzugehen.“
          ————————————-
          Ja, das ist verständlich! Deshalb sind auch alle Frauen bestens beraten (gewesen), die in ihrer „attraktivsten Zeit“ eine stabile Beziehung aufbauen konnten und aufgebaut haben, die sie dauerhaft gemeinsam mit ihrem Mann gepflegt und stabilisiert haben, und die sich der Vergänglichkeit vieler körperlich-physischer Attraktoren bei Zeiten bewußt (gewesen) sind.
          Im übrigen habe ich die Erfahrung gemacht, daß viele Männer ein ganz gutes Gespür dafür besitzen oder (aus leidvoller Erfahrung?) entwickeln können, für welche Frau(en) es sich lohnt, sich für sie wirklich einzusetzen…

    • „Feminismus und Hollywood erzählen der Frau, was sie hören möchte, nicht was sie hören sollte.“

      Das würde ich so nicht sagen. Keine (normale) Frau möchte einen seiner „toxischen“ Männlichkeit beraubten Waschlappen, besonders nicht im Bett. Das Problem ist ja auch, dass der Feminismus Frauen ihrer Weiblichkeit beraubt, genauso wie er Männer ihrer Männlichkeit beraubt. Das kann nur in Unzufriedenheit enden, denn selbst wenn Mann und Frau denken, dass das alles so sein muss, so wird ihnen die Natur doch einen Strich durch die Rechnung machen.
      Ich würde eher sagen: Feminismus und Hollywood erzählen der Frau, was sie hören soll, nicht was sie hören will.

  4. „Das würde ich so nicht sagen. Keine (normale) Frau möchte einen seiner „toxischen“ Männlichkeit beraubten Waschlappen, besonders nicht im Bett“

    Naja, wenn Feministinnen täglich und millionenfach auch über die größten Medien/Zeitungen ihren Männerhass in die Welt schrei(b)en und wieder mal toxische Männlichkeit für alles Übel in der Welt verantwortlich machen, hört man selten bis gar keinen Einspruch von den „normalen“ Frauen. Tendenziell eher Zustimmung.

    • „… hört man selten bis gar keinen Einspruch von den „normalen“ Frauen. Tendenziell eher Zustimmung.“

      Frauen sind Meister in der Bewältigung der kognitiven Dissonanz.
      Sie begehren den Macho, das Arschloch, man hat ihnen aber erzählt, dass der Softie der moderne und bessere Partner sei.
      Also wünschen sie sich diesen – für alle anderen Frauen.

    • Die Frage ist halt, wieviel normale Frauen es in der Bevölkerung noch gibt. Ich habe den Satz von only me lediglich anders aufgefasst. Dennoch glaube ich, dass diese geistig völlig verstrahlten, nicht normalen Frauen, nicht wahrhaft glücklich sind.

  5. „Frauen sind Meister in der Bewältigung der kognitiven Dissonanz.
    Sie begehren den Macho, das Arschloch, man hat ihnen aber erzählt, dass der Softie der moderne und bessere Partner sei.
    Also wünschen sie sich diesen – für alle anderen Frauen.“
    —————————————
    Das könnte ja vielleicht auch -jenseits allen Sarkasmus- einen paradoxen evolutionären Vorteil haben?

    • Es ist ja sogar so, dass ein und die selbe Frau sowohl den Macho als auch den Softie haben will. Nur halt jeweils um 2 Wochen verschoben.
      Wenn sie ihre fruchtbaren Tage hat, solls der Macho sein, wenn sie nicht fruchtbar ist, solls der Softie sein.

      • Lassie Singers: Warum nette Mädchen niemals glücklich werden können

        Alle netten Mädchen suchen einen wilden Mann
        mit dem ein nettes Mädchen niemals glücklich werden kann

        Ein Mann der nie zuhause ist
        der mit fremden Frauen küsst
        Ein Mann der sie zum weinen bringt
        und ihr letztes Geld vertrinkt

        Alle netten Mädchen kriegen einen netten Mann
        mit dem ein nettes Mädchen leider niemals wild sein kann

        Ein Mann der immer zuhause ist
        den Gute-Nacht-Kuss nie vergisst
        der niemals aus dem Rahmen fällt
        und das Geld zusammen hält

        Alle netten Mädchen suchen einen wilden Mann
        mit dem ein nettes Mädchen niemals glücklich werden kann

      • Das hieße aber: entweder trifft die KD-Theorie für Frauen (hierbei) nicht zu oder (viele) Frauen verhalten sich (periodisch) paradox oder andere Frauen-Deutungen treffen zu, getreu der Devise des auf dem Mist krähenden Hahnes…

        • „KD-Theorie“?

          Aydin Paladin hat in diesem Film (wie immer) Tonnen von Studien gesammelt, die die These und ihre Folgen beleuchten.

          Den Effekt gibt es also auf jeden Fall. Und er ist die m.E. beste Erklärung dafür, warum so viele Frauen, kurz nachdem sie die Pille abgesetzt haben, „not haaappy“ in ihrer Beziehung sind.
          Dass es noch andere Effekte geben mag, die möglicherweise in andere Richtungen wirken, ist dessen ja unbenommen.

    • „Das könnte ja vielleicht auch -jenseits allen Sarkasmus- einen paradoxen evolutionären Vorteil haben?“

      Ganz bestimmt.
      Frauen müssen sich seit jeher mit dem Ist-Zustand arrangieren, während sie das Experimentieren mit neuen Verhältnissen, Substanzen Männern überlassen. Das ist völlig OK, umfasst merkwürdigerweise aber auch, dass sie weit bereitwilliger irgendwelche Räuberpistolen glauben.

  6. Wir sind aber auch nicht so viel anders, oder?
    Suchen eine Hure in heißen Dessous die unsere wildesten, sexuellen Phantasien noch übertrifft, aber uns bedingungslos treu ist und die wir als Jungfrau kennen lernen.
    Ein treu sorgende, verantwortliche Mutter aber mit uns sollte sie bedingungslos durchbrennen.

    So unvernünftig es ist, den Anderen für durch und durch vernünftig zu halten, so unvernünftig ist es, sich selbst für so außerordentlich vernünftig zu halten.

    • Zuallererst: Es gibt kein „wir“. Ok? Ich zweifle immer an der Männlichkeit von Leuten, die soetwas behaupten.
      Männliche Einheit gibt es immer nur um andere Themen herum, niemals um den Fakt das man männlich ist. Es hängt vom Kontext ab.

      Und daher auch mein Einwand: Nein, das ist kein „Widerspruch“, sondern schlichtweg kontextabhängiges Verhalten. Ausgelassen in der Intimität, liebevoll gegenüber den Kindern, loyal nach aussen. Done.
      Was ist daran schwierig? Und damit meine ich „Was ist daran so schwer zu verstehen“?

      Es hängt natürlich vom Mann ab, dass er die sexuelle Spannung aufbaut, die genau zu soetwas führt.
      Diese männlichen Anforderungen an Frauen sind im Übrigen weit einfacher zu erfüllen als die weiblichen, schon allein deswegen weil es rein instinktiv ist.
      Tendenziell ist es für Männer ausreichend Selbstbewusstsein zu haben, allerdings baut sich dieses häufig über externe Faktoren auf, die viel Arbeit erfordern.
      Das ist aber in Ordnung, da Männer Gesellschaft entwickeln, bauen und warten, während Frauen diese Gestalten. Ersteres erfordert mehr Arbeit, dafür sind Männer aber auch gebaut.

    • „… aber uns bedingungslos treu ist und die wir als Jungfrau kennen lernen.“

      Du hast hier einen wichtigen Hintergrund außer Acht gelassen: Männer müssen die Kinder ihrer Frauen oder Freundinnen materiell versorgen. Darum ist die Treue ihrer Frau oder Freundin für Männer so wichtig – weil diese Männer die Konsequenzen einer etwaigen Untreue für die nächsten 20 Jahre materiell versorgen müssen.

  7. Ach so, ja, und noch eine Bemerkung zum Chirurgen: Ungefährlich ist er vielleicht in der Oper oder auf dem Tennisplatz, aber mit seinem Messer an bewusstlosen Menschen operierend ist er täglich Herr über Leben und Tod – nicht nur brandgefährlich, sondern man ist ihm auch absolut wehrlos ausgeliefert. Richtig ist zwar, dass er wohl schon weitgehend durchzivilisiert sein muss, um Chirurg werden zu können. Vom Status steht er aber als Wohltäter an der Menschheit weit über dem Billionär, der im Verdacht steht andere auszubeuten, womöglich ein Immobilienspekulant oder Kredithai.
    Bei Werwolf und Vampir wird bei vielen wohl die Phantasie überstrapaziert; auch der Pirat ist sicher nicht ganz aus unserer Welt, sondern mehr so ein frisch geduschter und geföhnter Hollywoodpirat in leuchtend, rotem Dress, verwegen aber doch ganz Gentlemen.

  8. Eine Gemeinsamkeit, die alle Frauenhelden in Romanen/Filmen/Serien haben, wird so gar nicht diskutiert: sie sind -optisch- heiß.
    Keine Frau malt sich in ihrer Fantasie einen 50-jährigen übergewichtigen glatzköpfigen Piraten aus. Da kann er noch so wild sein.

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