Selbermach Samstag 259 (12.10.2019)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, der ist dazu herzlich eingeladen

141 Gedanken zu “Selbermach Samstag 259 (12.10.2019)

      • Diese Reaktion: „Sie geht freiwillig in die Sklaverei“ verkennt die wahren Verhältnisse. Die Nur-Hausfrau ist privilegiert.
        Ester Vilar in „Der dressierte Mann“ (schwer empfohlen) hat mal Frauensprache in Männersprache übersetzt. Erst die Sätze in Frauensprache, dann die Übersetzung:

        Ich will mich bei einem
        Mann geborgen fühlen.
        –>
        Mit Geldsorgen muß er mir
        um alles in der Welt vom
        Halse bleiben.
        ###
        Zu einem Mann muß Ich
        aufblicken können.
        –>
        Damit er für mich überhaupt
        in Frage kommt, muß er
        intelligenter, verantwor-
        tungsbewußter, mutiger,
        stärker, fleißiger sein als ich –
        was sollte ich denn sonst
        mit ihm anfangen?
        ###
        Ich würde meinen Beruf sofort
        aufgeben, wenn es mein Mann von
        mir verlangt.
        –>
        Sobald er genug Geld hat,
        werde Ich nie mehr arbeiten.
        ###
        Ich wünsche mir nichts wei-
        ter, als ihn glücklich zu
        machen.
        –>
        Ich werde mir alle Mühe
        ben, damit er niemals merkt,
        wie ich ihn ausnütze,
        ###
        Ich will ihm alle kleinen
        Sorgen abnehmen.
        –>
        Ich werde alles tun, damit
        ihn nichts von der Arbeit
        abhält.
        ###
        Ich will nur für ihn da sein
        –>
        Kein anderer Mann soll für
        mich arbeiten dürfen.
        ###
        Ich werde nur noch für
        meine Familie leben.
        –>
        Nie mehr im Leben werde
        ich etwas tun. Soll er sich
        mal anstrengen!
        ###
        Ich halte nichts von der
        weiblichen Emanzipation
        –>
        Ich bin doch nicht blöd. Ich
        lasse lieber einen Mann für
        mich arbeiten.
        ###
        Wir leben schließlich im
        Zeitalter der Gleichbe-
        rechtigung!
        –>
        Er soll nicht denken, daß er
        mir Vorschriften machen
        kann, nur weil er mein
        Geld verdient!
        ###
        Ich bin in diesen Dingen so
        schrecklich ungeschickt.
        –>
        Das ist eine Arbeit, die er
        mir abnehmen muß. Wozu
        ist er denn sonst da?
        ###
        Er weiß einfach alles.
        –>
        Man kann ihn sogar noch als
        Nachschlagewerk benützen.
        ###
        Wenn man sich wirklich
        liebt, braucht man nicht
        gleich einen Trauschein.
        –>
        Er ist noch etwas wider-
        spenstig, aber im Bett krieg-
        ich ihn schon rum.
        ###
        Ich liebe ihn.
        –>
        Er ist eine erstklassige
        Arbeitsmaschine.

        Weit weniger elegant und zugleich schamlose Eigenwerbung:
        Das Hausfrauenmodell und die „Unterdrückung“ der Frau

  1. Gerade heute gibt es einen Beitrag zum Thema Sportfeminismus bei FAZ: https://www.faz.net/aktuell/sport/mehr-sport/tapfere-frauen-und-maenner-bei-turn-wm-2019-in-stuttgart-16428679.html

    Die Reporterin Eva Simeoni bringt dort einen Bericht über einen Bodenturnwettbewerb in Stuttgart. Vom Sport ist dort nicht die Rede. Die Autorin erbittert etwas Anderes: Laut Reglement sind für Turnerinnen Bandagen in Hautfarbe vorgeschrieben, während Männer *weiße* (!) Bänder tragen dürfen. Skandal!

    Prompt nimmt sie das zum Anlass über Männer herzuziehen, denn die wären mit ihren „Männerschnupfen“ sowieso wehleidig. Deswegen die helleren Bandagen: „Sie werden getragen wie Ehrenzeichen. Seht her, Leute, signalisiert uns das: So tapfer sind wir!“

    Hinter der FAZ steckt schon lange kein kluger Kopf mehr.

    .. Bernd

    • „Oder vielleicht doch eher, damit niemand sieht, dass auch Turnerinnen Schmerzen haben und nicht nur Turner?“

      Oder vielleicht doch eher so:

      Make-Up und Push-BH, weibliche Täuschungslist zeigt sich auch in der WM. Mit hautfarbenen Bandagen suggerieren Sportlerinnen: Wir sind verletzungsfrei, denn wir haben Talent. Das wirkt sich positiv auf die Bewertung aus. Männer dagegen sind ungeschickte Tölpel – das zeigt sich durch leuchtend-weiße Bandagen, die ihre Verletzungen hervorheben. Die Eleganz der Übungen wird gestört und die Punktvergabe negativ beeinflusst. Es ist wie im richtigen Leben: Männer können (angeblich) weder anmutig sein noch geradeaus turnen, und Frauen ist jedes Mittel Recht, auch den kleinsten Makel zu übertünchen, um perfekt zu wirken.

      • „Männer dagegen sind ungeschickte Tölpel – das zeigt sich durch leuchtend-weiße Bandagen, die ihre Verletzungen hervorheben.“

        Ich dachte immer, die Bandagen seien dazu da, Verletzungen zu verhindern und Gelenke zu stützen.
        Man(n) lernt doch nie aus :/

    • „versucht gleichzeitig das beste von demjenigen zu denken, der einen… unkorrekt behandelt.“

      Das ist wohl ein Indiz, warum ich – wenn schon – eher mit mit dem Dao als mit Buddha was anfangen kann.

      Denn da hieße es eher: „versucht gleichzeitig das richtige von demjenigen zu denken, der einen… unkorrekt behandelt.“

      • Interessant. Im Buddhismus ist es so, dass ein Bodhisattva keinen Menschen aufgibt, auch nicht Verbrecher. Wie ist es im Dao? Wenn man jemanden als schlimmen Verbrecher erkennt, ist man dann noch um sein Wohl bemüht?

        • Ich nenne mich weder Daoist, noch bin ich Experte dieser Philosophie. Ich habe eine zeitlang dies und das davon und darüber gelesen, bitte aber dringend darum, meine Worte nicht auf die Goldwaage zu legen. Das sind Erinnerungen ohne Quellenangabe.

          Daoismus scheint mir letztlich sehr wenig menschenzentriert. Dao und De sind; und der Mensch, der das Wirken dieser erkennt, lebt „gut“, oder „richtig“, wobei beides nichts mit den entsprechenden Begriffen in anderen Religionen zu tun hat. Mehr „wie vorgesehen“ (falls es denn eine vorsehende Instanz gäbe, wovon nicht ausgegangen wird) oder gar „artgerecht“. „angemessen“ wäre auch OK.

          Es gibt damit keine „guten“ oder „schlechten“ Handlungskategorien, sondern nur die Frage: „Ist das etwas, was dem Fluss des Dao zufolge passieren sollte? …was, sozusagen, in den Rhythmus passt?“

          Es gibt im Daoismus kein „Du sollst“ oder „Du sollst nicht“ wie in der Bibel, mit menschlichen Größenordnungen in der Liste dessen, was ja oder nein.

          Es gibt ein „Du sollst nicht handeln, sondern tun“, wobei das auch besser formuliert wäre als „Wenn du der Welt deinen Willen aufdrücken willst, ohne den Willen der Welt höher zu achten als deinen, dann wird das schief gehen. Nicht zuletzt für dich. Tu stattdessen immer das, was angemessen ist. Je besser du das Wirken des Dao verstehst, desto klarer ist, was das ist.“ Es kann auch sein, jemanden zu töten. (Frag Eowyn 😉 )

          Kennst du die berühmte Geschichte mit dem Essig-Fass? Konfuzius, Buddha und Laodse sitzen um ein Fass mit zu Essig gewordenem Wein. Konfuzius ist zornig, weil jemand den Wein nicht so gelagert hat, dass er nicht zu Essig wird. Buddha ist traurig, weil der verdorbene Wein ihn an die Rückschläge in der Entwicklung der Menschen erinnert. Laodse lächelt, weil er den Platz von Essig in der Welt kennt.

          Meine daoistisch gefärbte Sicht auf deinen Artikel wäre also: Habe nicht den Anspruch, nicht du selbst zu sein. Lasse aber zu, dass du anders sein wirst, als du es jetzt bist. Lass deine Persönlichkeit in die Richtung fließen, die sich richtig anfühlt. Sobald du verstanden hast, inwiefern dumme Menschen wie Essig sind, erledigt sich das mit deinem Zorn von ganz allein.

          Das ist, zugegebenermaßen, eine Challenge, an der ich auch ständig scheitere.

          • Tiefgründiger Stoff!
            Habe jetzt mehr geschrieben und dann wieder gelöscht.

            „was (wie es) seinen Platz in der Welt hat.“

            Irgendwie ahne ich, was gemeint ist, kriege ich aber nicht zu fassen. Allerdings meine ich, dahinter Schönheit und Harmonie zu erkennen. Werde mich damit bei Gelegenheit befassen.

            Sobald du verstanden hast, inwiefern dumme Menschen wie Essig sind, erledigt sich das mit deinem Zorn von ganz allein.

            „Verstehen“ ist auch im Buddhismus ein entscheidender Aspekt. Sobald man die Unwissenheit überwunden hat, sobald man die Wirklichkeit so erkennt, wie sie tatsächlich ist, erledigt sich die Sache mit dem Zorn (und der Begierde) von selbst.

            Schönen Sonntag!

          • „Das ist, zugegebenermaßen, eine Challenge, an der ich auch ständig scheitere.“

            Ich auch, only me. Ich auch 🙂

            Der Taoismus ist scheinbar die einfachste der Religionen, weil sie am wenigsten Vorgaben macht. Erst wenn man danach zu leben versucht, wird man merken, dass es weit schwerer ist, als z.B. beim Christentum.
            Tröstlich ist, dass der Taoismus sehr tolerant ist. Er verlangt eben nicht, dass Du irgendwelchen Göttern gefällst, oder übergeordnete Normen erfüllst. Daher ist die Bezeichnung „Religion“ auch eher falsch für den Taoismus, Philosophie trifft es besser.
            Sehr treffend umschreibt das „Yin und Yang“-Zeichen die Philosophie. Der Ring, der die beiden Gegensätze umschreibt, symbolisiert den Lauf der Dinge, die keinen Anfang und kein Ende haben, sondern ewig sind. Die berühmten geschwungenen, sich umfassenden schwarzen und weißen Flächen mit den jeweils andersfarbigen Zentren werden hier im Westen gern als „Gut-und-Böse“-Zeichen genannt. Tatsächlich bezeichnen sie nur Gegensätze, ohne ihnen eine Wertung zuzuweisen (was in der profanen Auslegung allerdings durchaus geschieht). Wenn eines gut ist, ist das andere böse, wenn eines den Tag beschreibt, dann ist das andere die Nacht. Wenn eines weiblich ist, ist das andere männlich.
            Ich kann mir kein besseres Symbol vorstellen, dass die Gegensätze in einem dualistischen System besser beschreibt, als Yin und Yang.
            Einer Feministin, die per se jeden Dualismus ablehnt (außer vom „bösen Mann/Täter“ und der „guten Frau/Opfer“), muss dieses Symbol fremd bleiben.

        • Das „Tao Te King“ lesen!

          Ein merkwürdiges, großes Buch.
          Es gibt natürlich keine intellektuell präzise faßbaren Antworten.
          Den Taoismus – Religion, Spiritualität generell – intellektuell fassen (oder widerlegen) zu wollen, ist naiv, weil es nicht möglich ist. Weil das Spirituelle eben das Intellektuelle weit übersteigt.
          Zwischen Intellekt und Spiritualität besteht kein Gegensatz, sondern eine Hierarchie.
          So wie ein Fisch nicht das Meer begreifen kann – dies bräuchte einen Standpunkt außerhalb dessen – so kann der Intellekt den Geist („spiritus“) nicht begreifen, da er in diesen eingebettet, Teil dessen ist.

          Und deshalb:
          „Winke sind von Alters her/
          die Sprache der Götter“
          (Hölderlin)

          Gruß
          K.

          • @Adrian „Sucht Euch ein Hobby!“
            😉 tun sie ja grad.
            Immerhin ist das ein philosophisch/religiös/ideologisches Hobby, das aufgrund fehlenden Missionsauftrags nicht noch mehr Leid auf diese Welt bringt!

          • Das „Tao Te King“ lesen!

            Das ist ein schwieriger Vorschlag. Ich hab grad vor kurzem mal wieder einen Ausflug unternommen, mit 5 Übersetzungen parallel. Wenn man kein Alt-Chinesisch kann, ist sinnentnehmendes Lesen hier echt schwierig.

            Zum Einstieg würde ich da eher Dschuangdse empfehlen. Das ist durchaus verdaubar und hat so hübsche Geschichtchen drin, wie die vom Schmetterlink dem träumte, er sei ein Mensch.

            Und wer vor einer amerikanisch gefärbten Fernsicht nicht zurückschreckt, dem sei The Tao of Pooh ans Herz gelegt. Den Folgeband The Te of Piglet hingegen kann man sich komplett sparen.

    • ausgewählte Zitate, der Kommentar ist sehr bezugsreich:

      „The name Halle is now associated with the unleashing of racist violence. And it is also associated above all with a failure by the state to fulfil its central obligation, which is to protect the public space.“

      „And Kramp-Karrenbauer speaks of a „wake-up call.“ Perhaps it was a sign when, on October 4 in Berlin — only a few days before the attack in Halle — a Syrian man managed to overcome the barrier outside a synagogue, screaming “Fuck Israel” and “Allahu Akbar” before pulling a combat knife. He was arrested and released one day later. Apart from disturbing the peace, he was not charged with any other offences. Signs like that are understood. As an invitation.“

      „Germany’s political and media elites sleep the sleep of the righteous and dream the dream of political correctness. Are they scared of having their peace disturbed?“

      „When a man with several previous convictions butchers a person with a Samurai sword on a public street … Deutschlandfunk decides not to report on it. The supposed rationale behind this decision? The story is not relevant for Germany as a whole or for German society.“

      „The demonstration was given permission to go ahead and did take place. The appearance of the glorifiers of terrorism was prohibited at the last minute only because of immense pressure from the public. When a counter-protester unfolded an Israeli flag, the police tore it out of his hands.

      These are not wake-up calls. These are signs of the systemic failure of the open society.“

    • „We need the constitutional state to assert the rule of law, to apply the laws that are already there. And we need a confident and sovereign defense of our liberal values. We need a truly empowered democracy. If Germany fails to gain command over the challenges presented by old, but newly kindled Islamist, left-wing and right-wing anti-Semitism, then it has failed to pass the litmus test it has been set by history. „

  2. Es geht mal wieder um SEX bei meinem Kommentar, denn der verkauft sich bestens sowie um eine feministische Diskurstaktik, die ich aufzeigen möchte. 🙂

    Wir können uns alle noch an die Quintessenz des Schwarzerschen „Der kleine Unterschied“ erinnern?
    Andrea Roedig fasst zusammen und ich hebe kursiv hervor:
    „Frauen sind sexuell ausgebeutet, Penetration ist Gewalt und tötet die weibliche Lust, der vaginale Orgasmus ist ein Mythos zur Sicherung patriarchaler Vorherrschaft.“
    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/penetration-fur-alle

    Schwarzer in ihren eigenen Worten: „Zum Erzeugen von Lust ist die Klitoris unentbehrlich – für das Erzeugen von Kindern ist die Vagina zuständig, schrieb ich damals ­angriffslustig. Denn die Vagina hat so viele Nerven wie der Dickdarm, also fast keine.“
    https://www.emma.de/artikel/lust-und-politk-die-entfesselte-sexualitaet-308918

    Nun gab es aber in der Zwischenzeit neue wissenschaftliche Erkenntnisse und die möchte ich – nur aus pädagogischen Gründen – mit dem Satz einleiten, mit dem sich jeder mediale Volldepp entlarvt: „Ganz so einfach ist es aber nicht!“

    Im SPON (mit meiner Herv.): „Im Jahr 1998 entdeckte die australische Urologin Helen O’Connell, dass die Klitoris deutlich größer ist als bisher angenommen: Im Inneren der Frau erstrecken sich knapp zehn Zentimeter lange Schwellkörper, die sich bei sexueller Erregung mit Blut füllen, anschwellen und sich von innen an Vagina und Vulva schmiegen.
    https://www.spiegel.de/gesundheit/sex/weiblicher-orgasmus-die-klitoris-ist-der-schluessel-a-1214068.html

    Und die Urologin im Wortlaut beschrieb noch ein wenig präziser: „Die Klitoris ist näher an der Harnröhre und bedeckt einen viel größeren Teil der vorderen Vaginawand, als bislang angenommen“, sagt O“Connell. „Der Schwellkörperanteil ist sogar größer als beim Mann.“
    https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-7960205.html

    Diese Aussage ist das Gegenteil von dem, was Schwarzer damals formulierte: „Denn die Vagina hat so viele Nerven wie der Dickdarm, also fast keine.“, woraus die bekennende Narzisstin in ihrem Text selbstredend macht: „er (begann) den Text mit dem Satz: „Alice Schwarzer hat es schon immer gewusst.“

    Der SPON noch einmal mit besagter Urologin: „Wie es zu der krassen Fehleinschätzung des Organs in den meisten der gängigen Anatomiebücher inklusive des Standardwerks „Gray“s Anatomy“ kommen konnte, ist O’Connell noch unklar.“

    Ich habe da eine Idee über die Entstehung dieser Fehleinschätzung, denn Schwarzer hatte eine Vorgängerin (sie hat Theorien niemals selbst entwickelt, sondern lediglich importiert):
    „The Myth of the Vaginal Orgasm is a feminist essay on women’s sexuality, written by Anne Koedt, an American radical feminist, in 1968 and published in 1970. It first appeared in a four-paragraph outline form in the Notes from the Second Year journal published by the New York Radical Women and was partially based on findings from Masters and Johnson’s 1966 work Human Sexual Response. The Myth was then distributed as a pamphlet in its full form, including sections on evidence for the clitoral orgasm, female anatomy, and reasons the „myth“ of vaginal orgasm is maintained.“
    https://en.wikipedia.org/wiki/The_Myth_of_the_Vaginal_Orgasm

    Nachdem die feministische – damit sakrosankte – Position war, es gäbe gar keinen vaginalen Orgasmus, weil die Vagina ohne Nerven versehen dazu gar nicht in der Lage ist, warum sollte man suchen?
    Die Klitoris galt als der außen liegende „Lustknopf“ der Frau – wer anders denkt und andere Erfahrungen gemacht hat, möchte nur einen Mythos verteidigen, um die patriarchale Unterdrückung aufrecht zu erhalten PUNKT

    Nun sediert wissenschaftliches Wissen aber erstaunlich schnell in die Hirne, besonders wenn es um „intersexual dynamics“ geht, zudem ein feministischer „Gral der Erkenntnis“ sich als offensichtlich falsch erweist.
    Wie reagieren nun Feministinnen? Es folgt eine Lehrstunde in Techniken der Manipulation und der Meinungsmache bereits in der Überschrift des Artikels aus dem Jahr 2017:
    „Der vaginale Orgasmus ist ein Mythos, sagt der Biologe – ist das wirklich so?
    Wenn Frauen kommen, wie kommen sie dann eigentlich? Für einen Schweizer Biologen ist der vaginale Orgasmus ein Mythos, für zwei Expertinnen Fakt. Mehr noch: Er ist lernbar, sagen sie.“
    https://www.watson.ch/wissen/sex/157134593-der-vaginale-orgasmus-ist-ein-mythos-sagt-der-biologe-ist-das-wirklich-so

    Bitte beachtet die Verteilung der Geschlechter.
    Aus weiblichen Feministinnen, die Jahrzehnte propagierten, der vaginale Orgasmus sei ein Mythos, wird ein männlicher Biologe.
    Dem gegenüber stehen weibliche Expertinnen, die in einer Doppelfunktion belehren.
    Nämlich den falschen, weil männlichen Experten über seine falsche Ansicht.
    Und ihr (weibliches) Publikum.

    Sie fälschen nicht nur knapp 50 Jahre Geschichte, sondern stellen sie auf den Kopf, um keinen Augenblick die moralische Vorherrschaft zu verlieren.
    So wie sich Männer damals haben belehren lassen müssen, es gäbe keinen vaginalen Orgasmus, so gibt es ihn auf einmal fraglos.

    Zu den Ursachen aus dem identischen Artikel (kursiv von mir): „Die Gynäkologin Karoline Bischof hat dafür eine Erklärung: Die Frauen kennen es nicht anders. Das Hirn speichert die immer gleiche Art, zum Höhepunkt zu kommen, als Muster ab. Auch deshalb ist es für viele Frauen schwierig, einen vaginalen Orgasmus zu bekommen. Sie sind festgefahren. Sobald sie mit einem Mann im Bett liegen, läuft das für sie typische Erregungsprogramm ab. Die Klitoris ist der Startknopf, der sie auf Touren bringt. Ihr Hirn hat die Option vaginaler Orgasmus gar nicht abgelegt.“

    Woher sollten es die Frauen auch anders kennen? Es gibt schließlich keinen vaginalen Orgasmus – der ist ein Mythos. Wer hier die Ursache für sexuelle Praktiken und den Kenntnisstand zur weiblichen Erregung durch jahrelange Propaganda vorgegeben hat, ist gänzlich „vergessen“.

    Und weil Amnesie hilfreich ist, darf es ruhig eine Nummer steiler gehen: „Gehts nach Bischof, lässt sich das ändern. Frau kann sich aus der Orgasmuseintönigkeit befreien.“
    Ich möchte ganz kurz darauf aufmerksam machen, um was es sich beim allein selig machenden klitoralen Orgasmus also bisher gehandelt hat: Orgasmuseintönigkeit.
    Nur so als Argument für die nächste Diskussion…

    In Kursen kann die Frau lernen, „wie sie vaginal kommen kann. (…) Dort vermitteln Sexualtherapeuten zum Beispiel, dass sie «beim Liebesspiel das Becken schaukelnd bewegen muss». So spannten sich die Muskeln rund um die Vagina sachte an. Und so würden die Nervenenden, die in diesen Muskeln liegen, aktiviert.“

    Ist aktiv und aktivieren nicht wieder so ein patriarchales Teufelszeug, das durch binäre Gegensätze zu den vorgenannten, wie passiv und deaktivieren der Frau das Ausbleiben des Orgasmus selber zuschiebt? Victim blaming gar???

    Katja Levina wittert auf „Jetzt“ schon Unheil: „Unser (!!! Anm.: nicht etwa ihr) Wissen über weibliche Sexualität wird jedoch noch immer von Gerüchten, Mythen und Klischees bestimmt. Es wird Zeit aufzuräumen, findet unsere Autorin. Und schreibt deshalb die „Untenrum“-Kolumne.“
    https://www.jetzt.de/sex/untenrum-kolumne-der-mythos-vom-vaginalen-orgasmus

    Die Überschrift des Artikels lautet: „Vergesst den Mythos vom vaginalen Orgasmus! Und macht euch lieber schlau in Klitoris-Kunde.“
    Ihren Kenntnisstand schildert sie so: „Studien haben gezeigt, dass es dafür vor allem besondere anatomische Voraussetzungen braucht – eine größere Klitorisperle und einen kürzeren Abstand zwischen Klitoris und Vaginaleingang.“

    Was den neueren Erkenntnissen jedoch widerspricht (s.o.), vorsichtshalber kommt also erst der Schwarzersche Rittberger: „Was ist denn mit der Vagina? Tja, die ist an sich relativ unempfindlich. Auch während der Penetration ist es wieder die Klitoris, die mit ihren rund 8000 Nervenenden (mehr als jede andere Stelle unseres Körpers), für Spaß sorgt.“

    Und im nächsten – nämlich dem wirklich nächsten Satz – belehrt sie uns, das wäre aber Quatsch, echt jetzt! Denn: „In Wirklichkeit (!!!) ist sie nämlich weit mehr (!!!) als dieses kleine Knöpfchen (!!! s. „Klitorisperle“) zwischen unseren Beinen, als das sie uns in den meisten Aufklärungsbüchern (!!!) verkauft wird. Wie ein umgekehrtes Ypsilon ragt sie mit ihren beiden bis zu zwölf Zentimeter langen Schenkeln in die Vagina hinein (!!!), wo sie bei Erregung anschwillt (manchmal sogar bis auf ihre doppelte Größe!) und für Lustempfinden sorgt.“ Nämlich in der Vagina. Das hat sie „vergessen“ klar zu stellen…

    Gleiches Schema:
    1. Wiederhole den widerlegten Unsinn des radikalen Feminismus im Brustton der Überzeugung.
    2. Vernebele den Ursprung (Revisionismus) des und die Verantwortung für das erste Arguments.
    3. Behaupte das komplette Gegenteil des ersten Arguments im zweiten Argument.
    4. Sei der festen Überzeugung, in allen Fällen im Recht zu sein. 😉

    Das persönliche Unheil ist nämlich Katja Levina bereits zugestoßen; deshalb der Artikel, denn dieser verarbeitet Eingangs ein persönliches Sex-Erlebnis: „Was, du kannst das nicht?“ Der Typ war enttäuscht. Ich war inzwischen zig Mal gekommen, aber nicht ein einziges Mal während der Penetration. „Alle, mit denen ich bisher was hatte, kamen beim Sex“, setzte er hinzu.“

    Ich halte zwar alle „Jetzt“-Kolumnen für erstunken und erlogen, aber auffällig ist, hier tritt ein Mann auf, der stellvertretend die neue Erkenntnis als eigene Erfahrung präsentieren darf.
    Die natürlich sofort entwertet werden muss:

    „Einerseits wollte ich lachen, denn mir selbst waren in meinem ganzen Leben vielleicht drei, vier Frauen begegnet, die vaginale Orgasmen hatten. Außerdem waren mir zahlreiche Studien bekannt, die nachgewiesen haben, dass nur 25 bis 30 Prozent aller Frauen allein durch Rein-Raus zum Höhepunkt kommen. Empirisch betrachtet konnte es also gar nicht möglich sein, was er sagte.“

    Weil wir alle wissen, dass diese Studien „bewiesen“ haben, der vaginale Orgasmus existiert nicht. Er ist ein Mythos. Hat der Feminismus dir doch gesagt! Im Artikel hat sie daher die undankbare Aufgabe, gleichzeitig diese alten und die neuen Erkenntnisse zu vertreten. Wie gesagt: Gleichzeitig.

    Denn (zur Motivation): „Andererseits stellte ich mich augenblicklich selbst in Frage: Was, wenn tatsächlich mit mir irgendetwas nicht stimmte?“
    Ja. Was wenn mit Katja „Planke“ Levina irgendetwas nicht stimmt?
    Wenn ihr klar wird, sie muss und kann sich von ihrer „Orgasmuseintönigkeit“ selber befreien?
    Wenn es eventuell an der Filterblase gleichgesinnter Frauen liegt, dass ihr bisher nur „drei, vier Frauen begegnet (sind), die vaginale Orgasmen hatten“?

    Zum Glück war die Sockenpuppe ihrer Fragestellung für diese Geschichte ein Mann und sie endet daher mit einer Predigt gegen das Böse: „weil ich darauf keinen Bock mehr hatte, habe ich dem Typ schließlich vorgerechnet, dass seine Quote nicht aufgehen kann. Mindestens zwei Drittel seiner Sexpartnerinnen mussten nicht gewusst haben, was ein Orgasmus ist, oder ihn vorgetäuscht haben. Da war er dann ganz still. Endlich.“

    Wenn die gelebte Erfahrung und Realität eines Mannes nicht passt, dann hat sie Pech gehabt und kann gehen. Das wäre die erste Erkenntnis.
    Ein Mann der Spaß am vaginalen Orgasmus einer Frau hat und gewöhnt ist diesen zu erleben darf nicht sein die zweite.
    Jetzt kommt eine lustige Volte hinterher: Daher sind die Frauen falsch.
    Sie – mindestens zwei Drittel! – haben entweder keine Ahnung von einem Orgasmus oder täuschen ihn vor. Sisterhood! 🙂

    Was sie also „still“ haben will ist nicht den Mann – das ist nur die Auslagerung eines Anspruchs, den sie deshalb leichter abwehren kann.
    Sie möchte mit ihrer eigenen Unsicherheit nicht konfrontiert werden und ihren Zweifeln.

    Im Watson Artikel (kursiv von mir): „Schlechte Chancen hat die Frau, wenn sie während der Steigerung der sexuellen Erregung ihre Beckenbodenmuskulatur stark anspannt und ihr Becken eben nicht bewegt. Dann kann die Vagina weniger gut reagieren. «Das ist für einen vaginalen Orgasmus kontraproduktiv, sagt Schütz.“

    Sie sagt weiterhin: „Die Frau wird erregt und hat die Chance, dann zu kommen. «In der Erregung spannt sich die Vagina auf. Das ist oft der Moment, in dem bei manchen das Verlangen entsteht, den Penis des Mannes in der Vagina zu haben», sagt Bischof.“

    Hier fällt die „wunderbar“ feministische Relativierung auf, die ich kurz zeige, indem ich den Satz noch einmal maskulistisch und wahrhaftig wiederhole: «In der Erregung spannt sich die Vagina auf. Das ist der Moment, in dem bei Frauen das Verlangen entsteht, den Phallus in der Vagina zu haben»

    Wie viel Erregung wird Katja „Planke“ Levina wohl zulassen?
    Wie hoch wird ihr Verlangen nach Phallus sein?
    Wie bereitwillig wird sie sich auf das einlassen, was Vagina will?
    Wollen wir wetten, sie ist exakt auf dem Pfad, dass „Vagina weniger gut reagieren“ kann und in ihrem Körper alles passiert, was für einen vaginalen Orgasmus kontraproduktiv ist?!
    Gelernter Feminismus – es ist nicht „nur“ eine Ideologie; sie hat unmittelbare Auswirkungen auf den Körper und dessen Wahrnehmung.

    Tragisch ist, das alles passiert „hinter ihrem Rücken“. Sie hat keine oder nur ansatzweise eine Ahnung, um was sie sich bringt und verhindert sich selbst.
    Ein langer Text über tragische Gestaltinnnen, den peak feminism und die Unfähigkeit, Verantwortung für die eigene Theorie und das eigene Leben zu übernehmen – ich hoffe, euch hat er trotzdem gefallen.

    Schönen Gruß ins Wochenende! 🙂
    Subcomandante crumar

    • Der Feminismus ist sexualfeindlich, das ist hier überdeutlich geworden 😀

      Das ist wirklich nichts anderes als verklemmtes Puritanertum, modisch verpackt. Das war der „Schwarzer-Feminismus“…

      • ja, und daher schädlich für Männer und Frauen. Leider wird in Blogs wie diesem oft so getan als gäbe es ein Frauen gegen Männer, was m.E. quatsch ist.

    • Danke für die Aufklärung!
      Glücklich ist, wer seine essentiellen Bedürfnisse kennt, und deren Befriedigung im Leben so angehen kann, wie sie ihm gemäß sind, ohne dafür auf eine Rezeptur nach „Gebrauchs-ANWEISUNG“ angewiesen zu sein.
      Vor-Schriften jedweder Art sind der Tod für jede erfüllende sinnliche Erfahrung!

    • „Die Klitoris galt als der außen liegende „Lustknopf“ der Frau – wer anders denkt und andere Erfahrungen gemacht hat, möchte nur einen Mythos verteidigen“

      Willst Du hier implizieren, es gäbe Frauen, die an ihrer Klitoris(spitze) unempfindlich sind?

  3. U.S. Soccer Says Women Suing Over Pay Make More Than Men

    The U.S. Soccer Federation says the women’s national team players leading a class-action lawsuit for equal pay have no basis to sue because they each earn more than the highest-paid men’s player.

    https://www.bloomberg.com/news/articles/2019-10-01/women-suing-for-equal-soccer-pay-make-more-than-men-league-says

    Während der Klage hat sich rausgestellt, dass die besten Spielerinnen aktuell 4 mal soviel verdienen wie der bestbezahlte Spieler

    • So ist/war es bei Google doch auch. Feministinnen beschweren sich über angeblich zu geringe Bezahlung, Google prüft intern und man stellt fest, dass Frauen mehr bekommen.
      (Vom Verdienen möchte ich hier nicht sprechen. 😉 )

      • Sie fühlen sich halt unterbezahlt und das ist was zählt und wichtig ist.

        Es gibt nut zwei mögliche Resultate:

        Die Klage scheitert und die Schlagzeilen lauten „Sportlerinnen scheitern mit Klage für gleiche Bezahlung“

        Die Klage ist erfolgreich und die Schlagzeilen lauten „Fussballerinnen siegen vor Gericht gegen Lohndiskriminierung“

        Das Patriachat ist immer schuld

  4. Wie kommt „Forbes“ auf die schwachsinnige Idee, Pakistan als Zielort für alleinreisende Frauen anzupreisen?

  5. Hi,

    gibt es Literatur zum Thema „Geschlechterstereotype in geschlechtslosen Sprachen“?
    Ich habe einen Review zur genderfairen Language gefunden:
    https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyg.2016.00025/full

    Dort wird zwar korrekt angeführt, daß es „genderless languages“ gibt, aber nicht darauf eingegangen, wie stark diese Kulturen von genderstereotypen gekennzeichnet sind.
    Zum Beispiel ist Japanisch komplett geschlechtslos (es gibt aber bestimmte Worte, die nur von einem Geschlecht benutzt werden), aber weist eine der stereotypisiertesten Kulturen überhaupt auf. Ähnliches gilt für Türkisch.
    Weiss da jemand was?

    • Grammatisches Genus hat per se nichts mit biologischem Geschlecht zu tun. Diese falsche Gleichsetzung ist der Kerndenkfehler der „feministischen Linguistik“ und der PC-Sprache. Grammatische Geschlechter sind zunächst einfach Klassen von Substantiven, die gleichartig gebeugt werden. In manchen Sprachen sind das zwar auch Bedeutungsklassen, aber nicht unbedingt nach biologischen Geschlechtern. Laut aktueller Theorie hatte das Indoeuropäische 2 Geschlechter „belebt“ und „nichtbelebt“, woraus in einer späteren Stufe durch Aufsplittung der „belebt“-Klasse in m/f unser heutiges dreiklassiges System entstand, während viele IE-Sprachen später eines davon wieder über Bord warfen. In den romanischen Sprachen das Neutrum, Niederländisch hat dagegen m&f wieder vereint und ist deshalb wieder beim Stand des IE angelangt. Im Deutschen ist dagegen die strenge Bindung von Genus an Bedeutung aufgelöst, in den romanischen Sprachen ebenso. In vielen Nicht-IE-Sprachen gibt es Genus-Klassen die überhaupt nichts mit natürlichen Geschlechtern zu tun haben. Sprichwörtlich bekannt ist die Genus-Kategorie „Frauen, Feuer und gefährliche Dinge“ in einer australischen Sprache.
      https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_languages_by_type_of_grammatical_genders

    • gibt es Literatur zum Thema „Geschlechterstereotype in geschlechtslosen Sprachen“?

      Das kann ich dir leider nicht beantworten.
      Die feministische Sprachtheorie besagt, dass insbesondere das generische Maskulinum Sprache, so wie es in Deutsch verwendet wird, Geschlechterstereotypen verfestigt. Daher müsste in Sprachen, die das nicht kennen, in der Tendenz zumindest, ein gegenteiliger Effekt feststellbar sein, d.h. die Geschlechterrollen sollten in der Tendenz weniger ausgeprägt sein.

      Mit Kiswahili („Suaheli“) kenne ich mich einigermassen aus und spreche es auch ordentlich. In Kiswahili, wie in allen Bantusprachen, gibt es die sogenannten Nominalklassen. Er/Sie/es wird durch das Präfix „a“ ausgedrückt. Nur im Kontext erschliesst sich, ob es sich um Mann,Frau oder gar Tier handelt. Trotzdem sind die Geschlechterrollen, die Vorstellung, wie ein Mann und wie eine Frau sich zu verhalten hat i.m.h.o sehr viel ausgeprägter geschlechtsspezifisch als bei uns. Manchmal drücken sich diese Vorstellungen auch im Sprachgebrauch aus, wenn auch nicht in der Struktur. Als eindrückliches Beispiel: Ein Mann heiratet, die Frau wird geheiratet. Bei der Frau wird die Passivform, beim Mann die Aktivform verwendet, alles andere würde zu schallendem Gelächter führen.
      Das beweist natürlich gar nichts, lässt mich aber sehr skeptisch bleiben, was Struktur der Sprache und Geschlechterrollen anbelangt.

  6. Muss man mal so sehen: der Polentz begünstigt Rechtsextremismus und wirkt dabei selbst völlig unverdächtig, indem er weit links, ja geradezu linksradikal positioniert ist.

  7. Nach Ulrich von der illliberalen „Zeit“ kann Demokratie nur Kadavergehorsam sein:

    „Um hier einmal persönlich zu werden: Wenn ich die schreckliche Wahl haben sollte zwischen demokratisch in den Untergang und autokratisch (vielleicht) die Welt retten, dann entscheide ich mich immer für den Untergang. Einfach, weil ich politisch nur als Demokrat existieren kann und will.“

    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-10/klimaschutz-klimapaket-oekologie-groko-demokratie-bundesregierung/komplettansicht

    Natürlich wird der apokalyptiche und fundamental antidemokratische Charakter der ganzen „Klimabewegung“ geleugnet, kleingeredet und die Demokratie schlecht gemacht, so gut es eben geht.

    • Das hatte ich auch schon aufgespiesst. Ganz viele Twitter Kommentare hauen das deftig in die Pfanne. Das ist so wie offen von „Extinction Rebellion“ gemeint: wenn ein paar hopps gehen, dann soll es so sein.

  8. Die Redakteurin für den Meinungsteil des Forward stellt auf einer Diskussionsrunde (am eigenen Leibe sozusagen) fest, dass der linke Intersektionalismus antisemitisch ist und berichtet hier:

    I Was Protested At Bard College For Being A Jew

    https://forward.com/opinion/433082/i-was-protested-at-bard-college-for-being-a-jew/

    Die übliche Erfahrung mit dem „Antirassismus“ der Linken, der sich dann scharf und unvermittelt gegen einen selbst wendet.

    In Europa wird man das natürlich wieder mal ignorieren, was hier abgeht, an US Hochschulen, an „Bard College’s Hannah Arendt Center“.

  9. Für die ist es das Beste, wenn die Abrissbirne kommt. Apokalyptische Religionen und die Partei der Grünen leben von der Furcht vor dem beschworenen Untergang.

    Wenn man will, dass alles möglichst schnell gegen die Wand fährt, dann wählt man besser die Grünen, das ist viel wirksamer als AfD 😀

  10. Sie machen das ja in ihrer Eigenschaft als Vertreter eines anderen Staates. Woanders würde das als „Hochverrat“ gelten. Und diese Partei ist auch eine „ganz normale“ in Bundestag. Eine geschichtliche Kontinuität wie nach den Nazis, es ist gruselig. DIe Deutschen müssen harmoniesüchtig sein.

  11. Das hier find ich ja herrlich:

    https://www.newsweek.com/all-men-enraged-aocs-expensive-haircut-yes-this-how-us-economy-bleeds-women-dry-opinion-1464703

    An dieser Stelle geht’s im Prinzip um die Pink Tax:

    „Yes, an educated consumer can buck the system, be diligent to check prices and reject the branding ploy. But that’s time and energy, and therefore money, too—a pointlessly unfair burden.“

    Also man kann von Frauen nicht erwarten, Preise zu vergleichen und zum billigeren Produkt zu greifen, weil das kostet ja Zeit und somit Geld.

    Wie privilegiert muss man sein um eine solche Einstellung zu Geld zu haben. Wie unfassbar verwöhnt muss man sein um eine solche Haltung als Unterprivilegiertheit zu verkaufen? Für wie dumm muss man Frauen halten um das anzuprangern? Und wie sähe eine mögliche Lösung aus wenn Preise vergleichen für Shampoo unzumutbar ist? Betreutes Einkaufen? Chanel enteignen?

    • „It’s an insidious form of institutionalized discrimination that affects women across the country from the cradle to the grave.“

      Haha, das ist sooooo verlogen, das eigene Privileg als Diskriminierung hinzustellen. Blasierter geht es nicht mehr.

  12. 1. Frau macht mit Mann Schluss.
    2. Mann macht mit Frau Schluss.

    (Beides im Rahmen einer Beziehung, keiner Ehe)

    Wie bewerten bzw sehen Frauen in der jeweiligen Ausgangssituation den Mann?

    Natürlich kommt es auf den Grund für das Schlussmachen an um genauer entscheiden zu können, aber angenommen uns stünden nur begrenzte Information zur Verfügung wie die oben von mir präsentierten Situationen.

    • Ich habe mal mitbekommen, wie zwei Frauen, nachdem er sich von der einen getrennt hatte, ausführlichst Gründe zusammentrugen, warum er ein Arsch ist.

      Verständnis für ihn?
      Lernaufgaben für sie?

      Wo denkst du hin…?

      • „warum er ein Arsch ist“

        Ich schätze zu dem Fazit kommt es fast immer 🙂

        Für andere Frauen dürfte der Trenner aber die attraktivere Position sein, weil er seinen Alpha-Status klar macht. Nur Betas klammern.

      • Falls ich das jetzt etwas anders ausführen darf:

        Schulungen hat man viele im Leben. Heute waren welche von der Interventionsstelle bzw. Frauenhaus zu Besuch um uns in Hinblick auf das polizeiliche Einschreiten bei Gewalt in der Privatsspähre zu schulen bzw. mit Informationen zu berieseln.

        Wo soll ich anfangen?

        Während die Dame aus dem Frauenhaus einen doch motivierten Eindruck machte und versuchte das ganze Thema „Gewalt in der Privatsspähre“ aus einer unvoreingenommenen Perspektive zu beleuchten und durchwegs „nur“ über die Frauenhäuser sprach (die wichtig sind), dies aber auch Teil ihres Jobs ist, war die werte Dame von der Interventionsstelle voll auf dem feministischen Trip.

        Ein paar Auszüge und Aussagen der Dame: „Normalerweise gendere ich durchwegs, aber bei dem Thema mache ich’s nicht. Bitte denken Sie sich dazu, dass ich, wenn ich von „Gefährdern“ spreche, damit Männer und Frauen gleichermaßen meine.“ lol kennen wir bereits zu genüge: sobald etwas negativ an Frauen haftet, wird allein der männliche Ausdruck verwendet, zwecks der fixen Zuschreibung von „Opfer“ und „Täter“. Mind games und so, net?

        Männer als Opfer kamen original gar nicht vor, wobei ich es der Dame vom Frauenhaus auch nicht anlasten kann. Ich erwarte mir auch nicht, dass ein Abgesandter aus Kambodscha mir etwas über den Sudan erzählt. Da hieß es dann nur mal kurz auf die Frage, wohin von Gewalt betroffene Männer verwiesen werden sollen, dass die ja „in Obdachlosenhäusern“ eine Bleibe finden können, was zum Teil auch Praxis ist sofern die von Gewalt betroffenen Männer nicht über finanzielle Mittel verfügen um sich zB in ein Hotel einzunisten, was ihnen auch niemand bezahlt oder zurückerstattet.

        Interessant fand ich auch, dass Begriffe wie „victim blaming“ verwendet und ausführlichst besprochen wurden und auch tatsächlich der Begriff des „benevolent sexism“, wo die Dame von der Interventionsstelle ohne Scheiß erwähntte, dass das „Tür aufhalten“ für eine Frau auch eine Art und Weise ist, wie man sich sexistisch äußert. Ich meine Leute, ich dachte der Scheiß beschränkt sich nur auf das Internet, aber es gibt tatsächlich Leute in führenden Positionen einer Institution, die durch öffentliche Gelder finanziert wird, wo so ein Denken Gang und Gäbe ist.

        Dann kam noch die Frage auf, eben weil ich Dienst in einem der einkommensschwächsten und ausländerreichsten Bezirke versehe und es dort in strafrechtlicher Hinsicht am meisten Arbeit gibt, wie es sich um das Vorkommen von Gewalt in der Privatsphäre in Bezug auf Einkommen und Herkunft verhält. Klassische Antwort: „Es kommt überall vor, vom prominenten Ehepaar bis hin zu Putzfrau oder Arbeitslosen. Egal ob Inländer oder Ausländer.“

        Ah geh, wirklich? Dass es in einer Richtung vielleicht Häufungen geben könnte kommt ihnen aber nicht in den Sinn? Klassisches „statistisches Plätten“ nenne ich das. Man nehme sich den kleinsten gemeinsamen Nenner fünf fiktiver Sparten, die z.B durch das Einkommen/Herkunft voneinander in Kategorien zusammengefasst sind, beziehe sich darauf und behaupte dann, dass es ja „überall vorkomme“. Ganz davon abgesehen, dass sie mir nicht einmal meine Frage korrekt beantwortet hat.

        Dann wollte man uns noch erklären wie Verletzungen, z.B. Kratzer im Gesichtsbereich beim Mann darauf hindeuten können, dass dieser ja der Initiator der Gewalt war, da er sie gewürgt hat und sie sich dadurch gewehrt hat, und auch in solchen Fällen von der Frau als Opfer ausgegangen bzw. in diese Richtung auch ermittelt werden sollte.

        Wovon hat man natürlich nie etwas gehört? Richtig: Wie kann AUCH die Frau im Sinne von Deeskalationsstrategien und Konfliktmanagement etc darauf hinarbeiten, dass es nicht zu solchen Situationen kommt?

        Ihr glaubt gar nicht wie frustrierend das sein kann so eine Causa in Kombination mit einem Betretungsverbot aufzunehmen, der nebenbei zu den arbeits- und zeitintensivsten zählt (ca. 4-6 Stunden Schreibarbeit), man wirklich will, dass sich durch die Maßnahme im Leben der Beteiligten was ändert, was auch weniger Arbeit für einen selbst heißt, und man zwei Tage später beim Streifendienst zufällig feststellen muss, dass die Frau neben dem Gefährder auf einer Parkbank hockt und beide wie Turteltäubchen rummachen. Da kommt man sich dann auch leicht verarscht vor angesichts des Aufwands der betrieben wird, neben der eh schon hohen Belastung durch Überstunden, irgendwas in dieser Welt zu bewirken. So viel zum Thema Selbstverantwortung und Selbstreflexion in Bezug auf das eigene Verhalten.

        • Die beste Methode für Frauen nicht Opfer von häuslicher Partnergewalt zu werden, ist es selbst nicht initial gewalttätig gegen den Partner zu werden. Problem dabei ist, das diese Lösung so absolut gegen feministische Hirngespinnste stehen, das sich die Gewaltspirale in den betroffenen Beziehungen auch weiterhin drehen wir.. mit dem bekannten ebenfalls hohen Anteil weiblicher Täter.

          Years ago, Professor Kim Halford and colleagues from the University of Queensland conducted a series of studies that focussed on couples at the start of their relationships, newlywed couples and couples expecting a child together. Even with these early relationships about a quarter of the women admit they have been violent towards their partners – just as many as the men.

          Professor Halford, who is one of Australia’s leading family relationship experts, points out this evidence means it is really important to help couples learn to deal with conflict without resorting to violence. He makes the point that one of the strongest risk factors for a woman being hit by a male partner is her hitting that male partner. “It’s absolutely critical that we tackle couple violence if we really want to stop this escalation into levels of violence which cause women serious injury.”

          https://www.spectator.com.au/2019/07/stop-the-feminists-control-of-domestic-violence-funding/

          Dieser Spruch „Feminism hurts women too“ ist nicht nur so ein Spruch. Der ist Fakt. Da Feministinnen ihr Feindbild wichtiger ist, wie das wirkliche, brauchbare Lösungen umgesetzt werden, werden auch weiterhin Frauen in vermeidbar hoher Zahl geschlagen werden (die geschlagenen Männer sind ja eh egal, da kümmert man sich wohl eher um Legehennen).

        • Zitat des heutigen Vortrags, weil von mir wieder die Frage kam wie es sich um X in Bezug auf Y verhält:

          „Ich bin zugegebenermaßen nicht gerade die beste in Statistik, das ist nicht so mein Ding.“

          WHO WOULD HAVE THOUGHT.

  13. Benennen wir das Problem des Rechtsterrorismus

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article201848520/Anschlag-von-Halle-Deniz-Yuecel-antwortet-auf-Mathias-Doepfner.html

    Yücksel redet das gesamtgesellschaftliche Problem gerne klein, denn er ist ja schliesslich selbst Teil des Problems.
    Dank Tump wird dieses Problem jetzt kleiner 🙂

    Und auch die Türkei wird Federn lassen, wegen der Sanktionen. Das wird der Anfang von Ende dieses Regimes sein.

    Und das Beste: Deutland wird einen kräftigen Preis bezahlen für seinen ganzen Hochmut. Und für das Sponsoring der Türkei. Stupid German money.

  14. Unglaublich, es gibt noch Leute mit konstruktiven Ideen, die keinen wohlfeilen politischen Stuss absondern:

  15. Ich frage mich grad etwas und mich würde interessieren, was andere hier antworten würden…

    Ich hab heute den Pilot der TV-Serie Lucifer gesehen. Es geht um den Teufel, der irgendwann keinen Bock mehr auf Hölle hatte und nun „Urlaub“ in Kalifornien macht. Naturgemäß kann er Menschen sehr leicht beeinflussen, u.a. dass sie ihm ehrlich auf Fragen antworten oder ihm ihre geheimsten Wünsche erzählen.
    Er wird in einen Mord verwickelt und trifft daher auf eine Polizistin, bei der das nicht funktioniert. Das hat große Faszination auf ihn, so dass er ihr das Leben rettet (und vermutlich den Rest der Serie mit ihr zusammenarbeitet etc).

    Ich erinnere mich auch an einen Hägar Strip, den ich immer immens plausibel fand: Er sitzt zu Hause, Becher in der Hand und bringt einen Toast aus: „Auf meine Helga, großartige Mutter und immer würdige Gegnerin“.

    Ich selbst weiß an meiner Liebsten sehr zu schätzen, dass sie mir in relevanten Bereichen gewachsen ist.

    Die Frage ist nun: Ist das verallgemeinerbar, dass normale Männer sich eine Frau wünschen, die zumindest auf irgendeiner wichtigen Hinsicht ihnen ebenbürtig ist? Oder gilt das nur für eine Teilmenge und andere Männer fahren voll drauf ab, wenn es nichts gibt, worin sie nicht zu ihm aufblicken würde?

    Die Frage steht wesentlich auch vor dem Hintergrund, dass fast alle Frauen keinen Schimmer mehr haben, was ein Mann eigentlich – außer Sex – in einer Frau sucht und mich das Gefühl beschleicht, dass wir es ihnen buchstabieren werden müssen.
    Denn feministisch geschulte Frauen finden ja nicht mal ihren Arsch im Dunkeln, nicht mal wenn sie beide Hände benutzen.

    • Ich kann jetzt nicht für Heteros sprechen, aber wie langweilig wäre eine Beziehung, wenn der Partner einem nicht in einem bestimmten Bereich gewachsen ist, am Besten dem, der einen selbst interessiert.

    • Aber ganz bestimmt ist das so! Diese Kontrollfeaks, die sich nur anhimmeln lassen wollen, sind Idioten, die sich keinen Gefallen tun.
      Schon im Kamasutram steht, dass es nur auf den „Wert“ der Frau ankommt und das ist dort ganz handfest und praktisch gemeint.

    • „Die Frage steht wesentlich auch vor dem Hintergrund, dass fast alle Frauen keinen Schimmer mehr haben, was ein Mann eigentlich – außer Sex – in einer Frau sucht und mich das Gefühl beschleicht, dass wir es ihnen buchstabieren werden müssen.“

      GENAU DAS.

      So sehr über das Unvermögen der Männer hergezogen wird, sie wüssten nicht richtig auf die Bedürfnisse einer Frau einzugehen oder was diese Bedürfnisse überhaupt sind (was ich teile), so sehr könnte man ebenso auf die Unkenntnis der Frauen diesbezüglich hinweisen. Und ich verwette meinen linken Hoden, dass die weibliche Kenntnis darüber maximal bei „schöne Freundin/Frau“ und „Sex“ endet, so wie du sagst.

      Irgendwo traurig.

  16. Pingback: Der Mythos des vaginalen Orgasmus – erweist sich als … Mythos! (Gastartikel von crumar) – Geschlechterallerlei

  17. „Mit Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge fehlen bald sieben Millionen Arbeitskräfte. Neue Berechnungen zeigen einen Ausweg: Frauen im Westen müssten fünf Stunden pro Woche mehr arbeiten, 70-Jährige eine Stunde. Mehr Zuwanderung sei nicht erforderlich.“

    https://www.welt.de/wirtschaft/article201825638/Arbeitsmarkt-So-laesst-sich-die-Babyboomer-Luecke-schliessen.html

    „Rund 45 Millionen Erwerbstätige arbeiten derzeit in Deutschland. An diesem Beschäftigungsrekord hat die seit Jahren steigende Erwerbsbeteiligung von Älteren und Frauen einen erheblichen Anteil.“

    Mogelpackung. Das ist sicher die Pflegeversicherung, die diesen Rekord verursacht hat. Nicht unbedingt ein volkswirtschaftlicher Renner, sondern in erster Linie eine Kur für die defizitären Sozialsysteme (Krankenkasse!). Das ist sicher kein Zukunftsmodell, das auszuweiten. Wird im Text gar nicht thematisiert. Da wird nach Milchmädchenart stur durchgerechnet. Die Alten und Frauen werden es schon richten!

    „Das Problem: Infolge der Alterung drohen die Sozialabgaben in den nächsten Jahrzehnten stark anzusteigen“

    Die sind doch jetzt schon ausser Rand und Band. Und werden durch so Tricks wie die Pflegeversicherung (s.o.) am Leben gehalten. Jede weitere Steigerung dürfte den Arbeitswillen nur noch weiter abwürgen. Warum arbeiten gehen, wenn ohnehin nichts übrig bleibt?

    „Nur mit nachhaltigen Sozialreformen wie etwa einer Koppelung des gesetzlichen Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung ….“

    Und wie wäre es mit „Geschlechtergerechtigkeit“: berücksichtigen, dass Frauen länger leben? Die sollten auch länger arbeiten bzw weniger Rente bekommen, um das auszugleichen, ODER?!?!

    “ …. und einer Stärkung privater kapitalgedeckter Altersvorsorge lässt sich der Beitragsdruck mindern.“

    Klar, bei voraussichtlichen 0% Zinsen in der nächsten Dekade. Absolut geniale Idee!

    „Mit Blick auf die in der BiB-Studie angepeilte Verlängerung der Arbeitszeit von Frauen stellt sich die Frage, ob ein Großteil der Betroffenen dies überhaupt anstrebt.“

    Ach nein! Sicher werden die Frauen total begeistert sein, denn das ist ja jetzt endlich die echte Gleichberechtigung. Und so sieht die Realität aus:

    „Doch laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) würden 40 Prozent der Frauen ihre Arbeitszeit gerne um mindestens 2,5 Stunden verkürzen; lediglich 17 Prozent streben eine entsprechende Verlängerung an.“

    Die haben halt genug oder meinen genug zu haben. Also kann man ihnen auch die Rente kürzen, die werden schon nichts dagegen haben. Sonst wird einfach länger gearbeitet! Am besten per Gesetz vorschreiben: das ausreichend-faire-Arbeitsgesetz könnte das heissen.

  18. Diese Solidaritätsdemo war natürlich von der progressiven (lies: irgendwie kommunistischen) Linken getragen, die einschlägigen Plakate von Feminismus und all dem zeigten das.

    Sehr gut, dass es jetzt eine erhebliche Spaltung der progressiven Linken in Bezug auf „den Islam“ gibt, der türkische und damit bedeutsamste Anteil in D den können sie gar nicht mehr verteidigen, da fallen jetzt alle Räder ab.

    Wenn nationalistische Türken und Kommie-Kurden und islamisten-IS jetzt noch ihren Krieg nach Deutschland tragen, dann wird die ganze autoritäre Linke von den Grünen bis zur SPD in arge Nöte geraten 😀 😀

    • Solange der Imbiss direkt daneben nicht zu schaden gekommen ist. Die machen nämlich fantastisches Shawarma. Aber das sind, glaube ich, Iraker, die haben tendenziell weniger Probleme mit Kurden und umgekehrt.

      • Türkische Gemüseläden sind – häufig – die besten.
        Es ist völlig inakzeptabel, dass sowas überhaupt passiert, die Verantwortlichen müssen hart bestraft werden. Vor allem in einer Zeit, wo politischer Hass, der in Gewalt umschlägt, nicht geduldet werden kann.

  19. Typisch links-regressives Geblabbel mit primitivistischem Tribalismusanstrich:

  20. Spannende Aufschlüsselung, wieviel demokratische Kandidaten auf Facebook für Zielgruppen ausgeben:

    Spoiler: fast alle geben mehr für Frauen als für Männer aus.

    Und dann ist das Geheule wahrscheinlich wieder gross, wenn Männer anders wählen, nachdem sie von Strategie, Narrativ und Werbung weniger beachtet werden.

    • Ich versteh die Balken nicht.
      Wie kann man seine Ausgaben unterschiedlich streuen?
      Heißt das, dass Biden für die Aquise von alten Frauen 1,3 Mio $ ausgibt und für die Aquise von alten Männern 680.000 $ ?
      Wenn ja, dann handelt es sich um Individualaquise und junge Leute werden von Biden faktisch gar nicht umworben?
      Auffällig ist grundsätzlich, dass Frauen quer durch die Kandidatenliste mehr umworben werden. Daraus interpretiere ich, dass Frauen empfänglicher für Werbung sind.
      Das ist ja mal ne Überraschung 😉

      • Naja, bei Sanders ist das Geschlechterverhältnis angenehm ausgeglichen. Bei ihm sieht man, im Gegensatz zu den drei anderen, eine klare Fokussierung auf junge Wähler, denen seine zielgruppengerechte Wahlwerbung in die Timeline gespült werden soll (so deute ich zumindest die Entstehung der Balken). Das ist auch wenig überraschend, dass er vor allem auf Mobilisierung in diesen Gruppen setzt, denn dort kam er schon bei den letzten Vorwahlen sehr gut an. Da er zudem auch wesentlich glaubwürdiger die Interessen der amerikanischen Arbeiter- und Unterschicht adressieren kann als eine sich an jede x-beliebige Lobby prostituierende Wohlstandstrulla wie die Hillary, bin ich nach wie vor davon überzeugt, dass die Demokraten, wären sie nicht so blöd gewesen, sie zu pushen und gegen ihn zu opponieren, hätten sie mit ihm als Kandidaten einen klaren Sieg eingefahren. So haben sie halt,,, tja… eben Trump eingefahren.

        • „Da er zudem auch wesentlich glaubwürdiger die Interessen der amerikanischen Arbeiter- und Unterschicht adressieren kann als eine sich an jede x-beliebige Lobby prostituierende Wohlstandstrulla wie die Hillary, bin ich nach wie vor davon überzeugt, dass die Demokraten, wären sie nicht so blöd gewesen, sie zu pushen und gegen ihn zu opponieren, hätten sie mit ihm als Kandidaten einen klaren Sieg eingefahren.“

          Dummerweise hatte er das falsche Geschlecht und Hillary konnte damit punkten, dass „endlich mal eine Frau“ Präsident werden müsse.
          Ich sehe es wie Du (ob die Amis das auch so sehen, kann ich nicht beurteilen), sehe aber mit Sorge das doch inzwischen unübersehbar hohe Alter des Kandidatens.

  21. „It was, he said, “time for us to get out” and to let others “figure the situation out.”

    „… hundreds of ISIS-affiliated detainees are now free. In response to this disaster, Trump insists that someone will probably capture them again. And, if not, it’s not our problem? “They are going to be escaping to Europe,” he said, “that’s where they want to go.”

    https://www.commentarymagazine.com/foreign-policy/donald-trump-weakness-of-a-nationalist-president/

    “ .. the nation has been thoroughly humbled.“

  22. Augstein bezieht kräftig Prügel wegen Halle:

    „study showed that nearly 33 million Germans – some 40% of the population of 82 million – are infected with a contemporary antisemitism: hatred of the Jewish state. According to the study, these millions of Germans agree with the following statement: “Based on Israel’s policies, I can understand people having something against the Jews.”“

    https://www.jpost.com/Diaspora/Is-antisemitism-a-psychological-disease-604453

    „All of this illustrates how a post-Holocaust journalist (Augstein was born in 1967) can fit perfectly into Adorno and Horkheimer’s framework of mental illness as defined by social psychology.“

  23. „In einer Zeit, in der der klassische bürgerliche Nationalstaat als Hort von finsterem Chauvinismus und Nationalismus gilt und angeblich überwunden werden muss, ist es wichtig, daran zu erinnern, dass die nationale Frage im 19. Jahrhundert eng mit dem Streben nach demokratischen und rechtsstaatlichen Institutionen verknüpft war. Das Ziel der progressiven Kräfte war ein Europa der unabhängigen und demokratischen Nationalstaaten, die friedlich miteinander kooperierten.“

    https://www.novo-argumente.com/artikel/der_neue_voelkerfruehling

    „… wollen Teil einer Gemeinschaft sein, die den Menschen nicht auf seinen Schadstoffausstoß reduziert, sondern nach Wegen in eine bessere materielle Zukunft sucht, in der es Sinn und Zusammenhalt gibt, jenseits neotribalistisch gehypter Attribute wie Geschlecht, Religion oder sexuelle Ausrichtung. Der populistische Moment, der mit den politischen Umwälzungen des Jahres 2016 begann, ist noch lange nicht zu Ende.“

    sehr schlüssige Gesamtdarstellung!

  24. Was würden diese Linken wohl machen, wenn ihr eigenes Land überfallen würde? Aber da mangelt es vermutlich an Empathie, sich das vorzustellen.
    Also immer schön abrüsten, nur die USA ist ja der richtige Feind und alle anderen sind ja irgendwie ok, nich?

  25. https://www.apa.org/pubs/journals/releases/amp-amp0000494.pdf

    Meta-Analyse Rollen Stereotype Veränderungen von 1946-2018 14 Seiten pdf., mit ein paar interessanten Grafiken. Ich habe es nur überflogen.

    Also bei Herzlichkeit/Emotionalität, bei Kompetenz und bei Intelligenz überholten die Frauen die Männer, gleichzeitig stieg die Antwort „beide gleich“ enorm an.
    Bei Ehrgeiz verloren sie etwas. Schade, es gibt in den Jahren 194x einige wenige Studien und dann bis 198x fast keine mehr.

    This meta-analysis integrated 16 nationally representative U.S. public opinion polls on gender
    stereotypes (N ⫽ 30,093 adults), extending from 1946 to 2018, a span of seven decades that
    brought considerable change in gender relations, especially in women’s roles. In polls
    inquiring about communion (e.g., affectionate, emotional), agency (e.g., ambitious, coura-
    geous), and competence (e.g., intelligent, creative), respondents indicated whether each trait
    is more true of women or men, or equally true of both. Women’s relative advantage in
    communion increased over time, but men’s relative advantage in agency showed no change.
    Belief in competence equality increased over time, along with belief in female superiority
    among those who indicated a sex difference in competence. Contemporary gender stereotypes
    thus convey substantial female advantage in communion and a smaller male advantage in
    agency but also gender equality in competence along with some female advantage. Interpre-
    tation emphasizes the origins of gender stereotypes in the social roles of women and men.

    • Gibt auch schon Studien dazu das wenn eine Studie herausstellt das Männer in irgendwas besser sind, dann wird der Studie eher misstraut. Wenn Frauen als besser beschrieben werden, ist das nicht der Fall.

      Women are Wonderful

      Btw. Teamfähigkeit wird heute auch schon als eine besondere Fähigkeit bei Frauen gesehen, wo die Realität zeigt das Männer, selbst wenn sie sich hassen, großes zusammen Leisten können, siehe Oasis, Fussballdiven oder einfach nur Mannschaftssport und das Militär.

  26. Ihr kennt doch den „Bechdel“-Test https://de.wikipedia.org/wiki/Bechdel-Test.

    Viel hat Hollywood seit dem getan. Starke Frauen als Heldenfiguren haben zugenommen.

    Allerdings bleiben die Schurken überwiegend männlich, die Deppen auch, und die Häscher sowie so.

    Eine wahrliche Neuerung war für mich der Film Wonder Woman, wo zu Anfang gleich mehrere Heldinnen selbstlos ihr Leben gaben, um einer größeren Sache zu dienen (allerdings natürlich im Kampf gegen ein männliches Überböses)

    Was meint ihr? Mir fiel auf:

    -das mächtige Schurken meist Männer sind

    -ihre Häscher und befehls-hörigen Untertanen in großer Schar von den Helden nieder gemäht werden

    -wenn eine Rolle tölpelhaft ist, in Fallen tritt und in die Eier bekommt ist es meist ein Mann (Indianer Jones ist eine Ausnahme?)

    -wenn jemand Leben o. Gesundheit Opfert dann ist er meist männlich.

    Oder sehe ich das falsch? Kann sein das ich nur die falschen Filme gesehen habe?

    Von feministischer Seite habe ich schon die Position vernommen, dass mehr weibliche Schurken erscheinen sollten, weil dies weibliche Handlungsmacht bestärken würde. Aber ich denke die neue weibliche Janine Bond wird auch wieder in weit überwiegender Mehrheit Männer wegschießen.

    Ich denke Macht missbrauchende Frauen, Frauen die der schurkischen Seite untertänig sind und tölpelhafte Frauen in mehr Filmen könnten die Handlungsmacht auch verstärken, in dem sie sie reflektierter und nachdenklicher gestalten.

    • „Von feministischer Seite habe ich schon die Position vernommen, “

      Damit sind vermutlich „Schurken“ wie Maleficent gemeint. Im Märchen noch der Inbegriff des Bösen in weiblicher Prägung, im Film dann eine heroische Gestalt, erst von Männern unterdrückt, dann in Macht und Größe über diese hinauswachsend.

      • Ja, die Artikel kamen um die Zeit heraus. Aber es ging auch mindestens in einem um eine Beschwerde, dass Frauen zum „Gut sein“, quasi zum „Kuschen“, programiert würden, wenn sie kaum verbrecherische Frauenrollen zu Gesicht bekämen.

        Auch interessant: https://www.youtube.com/watch?v=ZT6Qo146Ncs Wie archetypische Modelle, des Männlichen und Weiblichen, gezielt verändert werden.

        • Pageau neigt zum Faseln, aber seine Diskussion von Moana ist sehr auf den Punkt und unbedingt sehenswert.

          Auch sehr gut sein ergänzender Film, wie die männliche Rolle generell aus Filmen wie Star Wars und WonderWoman rausgeschrieben wird:

  27. Zur Hölle mit dem iranischen Regime. Und zur Hölle auch mit deren „feministischen“ Unterstützerinnen in der EU.

  28. https://eige.europa.eu/gender-equality-index/2019

    Die EU hat einen Gender-Equality Index und der für 2019 ist heute rausgekommen und D liegt dabei unter dem EU-Durchschnitt (66.9 vs 67.4). Leider hatte ich noch nicht die Möglichkeit mir die Methodik genauer anzuschauen.

    • Die Methodik kann vielleicht exemplarisch an diesem Zitat beurteilt werden?

      The domain of violence provides a set of indicators that can help the EU and its Member States to monitor the extent of the most common and documented forms of violence against women. Unlike other domains, the domain of violence does not measure differences between women and men, but examines and analyses women’s experiences of violence. The main objective is to eliminate violence against women, not to reduce gaps.

      Wir beurteilen Gleichheit, indem wir die eine Hälfte der Waage komplett ignorieren. Gleich ist, wenn DIESE Waagschale leer ist.

      Was soll da noch kommen?

      • schätze mal, der ist so ähnlich aufgebaut wie der „Index“ vom Weltwirtschaftsforum. Bei allen schönen, bequemen und lukrativen Dingen bedeutet 50/50 einen Index von 100%. Und der Index beibt auch 100%, wenn Frauen in der Überzahl sind. Sprich, auch die Verbannung aller Männern von z.B. den Universitäten würde mit 100% Gleichstellung bewertet.

        Ist vielleicht eine unfaire Unterstellung, aber wer ausschließlich die Gewalt gegen Frauen sieht und bekämpfen will, wird auch sonst nicht solide arbeiten.

  29. Die YouTuberin „Mirellativegal“, die schon ein Buch über Feminismus veröffentlicht hat, hat nach einem Video über Veganismus Kritik erhalten:

    Sie hat die Sexismuskarte gespielt und sich in die Opferrolle begeben. „Nur weil ich eine Frau bin…“-Mimimi-Gelaber. Randgruppen nutzen diese Taktik auch häufig als eine Art Schutzschild, um sich vor Kritik zu schützen, wenn sie schwachsinnige Aussagen tätigen oder sich unangemessen verhalten.

    Der Meinungsblogger „KuchenTV“ reagiert darauf und widerlegt sie recht gut:

    Beide haben ein sehr junges Publikum. Die Kommentare sind eher auf der Seite von KuchenTV.
    Fazit: Die Jugend ist nicht (ganz) verloren.

  30. ‘Smears and Scaremongering’ lol

    • Adrians Position ist ja, dass vertrauensfördernde Maßnahmen zwischen Mitmenschen überflüssig sind. Hauptsache hinterher stellt sich raus, dass keiner dem anderen was getan hat.

      Vielleicht kann er also erklären, warum der Befund kein Problem ist?

        • Jupp.

          Du betonst immer wieder, dass es in einer Gesellschaft/Kultur nur die eine Regel geben sollte: Verhalten darf keinen anderen verletzen. Alles andere soll uneingeschränkt erlaubt sein.

          Die Forderung, dass alle Beteiligten sich vertrauensfördernd verhalten sollen, wird von dir also explizit ausgeschlossen.

          • Wieso Widerspruch?

            Wir hatten schon Diskussionen, in denen du darauf beharrst hast, dass jedes Verhalten in der Öffentlichkeit A-OK ist, solange es niemanden verletzt. Nicht strafrechtlich, sondern zwischenmenschlich.

            Jemand läuft halbnackt über die Königsstraße? Kein Problem.
            Jemand hat ein totes Huhn auf dem Kopf und läuft gackernd über die Königsstraße? Kein Problem.
            Jemand läuft in Nazi-Uniform über die Königsstraße? Kein Problem.

            Das war seinerzeit explizit dein Standpunkt.

            Hat sich das geändert?

          • Auserdem kann ich mich nicht erinnern von Kultur oder Gesellschaft gesprochen zu haben.
            Ich rede bei dieser These üblicherweise vom Strafrecht.

  31. impeccable logic 🙂

    und warum hasst man Zuckerberg nur so sehr?

  32. Das hier ist eine Beraterin des türkischen Präsidenten Erdogan….! Da staune ich. Ist das türkischer Feminismus?

  33. Der ganze Faden ist wirklich der Hammer….. diese Assad-Querfront-Apologetin ….

  34. „Zwar sei es nicht fraglich, dass Politik, Polizei, Medien und Gesellschaft die Juden im Prinzip schützen wollten. „Aber Fakt ist: Man kann uns nicht schützen. Und das ist ein Strukturdefizit in der Bundesrepublik Deutschland“, so Wolffsohn weiter. Staat und Gesellschaft seien nicht wehrfähig – „und weil sie nicht wehrfähig sind, sind wir nicht sicher.““

    https://www.mdr.de/kultur/themen/wolffsohn-juden-sicherheit-rechtsextremismus-100.html

    „… die jüdische Gemeinschaft sei bestens ausgebildet und trage für den Wohlstand dieser Gesellschaft enorm viel bei. „Und wenn wir rausgeschmissen, vertrieben werden, oder wenn wir selber weggehen, um nicht erst vertrieben oder verfolgt zu werden, dann ist das ein Verlust für ‚die Deutschen'“, so Wolffsohn.“

    Das wird die Grünen und anderen regressiven Linken nur freuen. Denn das Klima muss gerettet werden und alles, was mit Industrialisierung und technischem Fortschritt zu tun hat, soll langfristig weg. Und da passt natürlich auch das Bildungsbürgertum, welches das Judentum ist, nicht ins Bild. Statt dessen tut es zur geistigen Erbauung und Züchtigung auch ein antiintellektueller, autoritärer Islam im neuen und bessen Deutschland, welches die Welt durch sein Vorbild rettet.

  35. „Landessuperintendentin, “unverzagt“, Kolumnistin bei #christundwelt in der ZEIT/zeit.de, #kirchehannovers“

    Kommt mir vor, als würde sie positiv zu der Aussage stehen, die als Eingangsfrage formuliert ist. Die Pastorin traut sich wohl nur nicht so recht. Auf eine kopfschüttelnde Anfrage reagiert Bahr mit dem statement, die Frage sei „ernstgemeint“ und es drohten „verrückte Diskurse“ nur als Reaktion darauf….

    Diese Frau bekommt wirklich nichts mehr mit, der bekannte Balken im eigenen Auge. Ihre eigene Perfidie sieht sie nicht:

    Die Evangelische Kirche steht in bewährter Weise wieder mal auf der falschen Seite der Geschichte. Zuerst mit den Nationalisten, dann mit den Nazis und jetzt mit den Linksregressiven.

  36. Kurdistan ist so ein bisschen wie das Spanien vor dem 2. WK:

    Die Linksextremen beten alle für den Sieg „der Kurden“, also für die PKK/YPG.

    Ob das jetzt der Anfang eines dritten Weltkriegs ist?

  37. Wenn das wehleidige Klagen von angeblicher Zensur irgendwie von links kommt, ist es völlig in Ordnung und ein Zeichen mutigen Widerstands:

  38. Ist ja nicht wirklich überraschend, dass sich Klimaikone Thunberg nunmehr offen zum Antidemokratismus bekennt:

  39. NetzDG soll ja jetzt ausgebaut werden, ist ja ein günstiger Moment.

  40. Also, ne, das ist in grossen Teilen schon die übliche Instrumentalisierung. Aber immerhin blitzen Stellen auf, die so ganz anders sind und richtig „echt“ und originell wirken. Und das macht das Stück dann doch lesenswert.

    „Denn das eigentliche Problem liegt im politischen Konzept der Bundesrepublik Deutschland. Für den Staat haben wir Juden seit Jahrzehnten nur eine Funktion gehabt: Wir waren und sind der Persilschein für die alte westdeutsche Republik genauso wie für das wiedervereinigte Land. Der Beweis, dass Deutschland nichts mehr mit der NS-Zeit zu tun hat. Dass es zu Recht in das westliche Bündnis eingegliedert wurde.“

    Mit Trump ist ja der Moment gekommen, in der die Merkel-CDU und auch in der „Springer-Presse“ die Westbindung offen infrage gestellt werden kann…. Dass diese bei der linken Presse wie auch der Zeit und in der linken Öffentlichkeit üblicherweise abgelehnt wurde, ist ja fast keine Rede wert.

    Dass der Autor nicht nach dem speziellen Beitrag der Linken zum Antisemitismus fragt, ist natürlich verständlich. Dass er aber eines der wichtigsten antisemitischen Denkfiguren des links-alternativen und progressiven Milieus (imho) nachplappert und „reproduziert“ ist unverzeichlich:

    „…. Wenn selbst seriöse Politiker von einer „judäo-christlichen“ Kultur schwafeln, die es so nie gegeben hat? Es gab eine christliche Kultur, die uns Juden Tausende von Jahren verfolgt, verbrannt, ermordet, vergast hat. Sonst nichts.“

    Sicher ist die Verleugnung dieses Erbes die Voraussetzung dafür, dass die politische Linke hier eine säkulare Kopie des alten Antisemitismus hinlegt, der um den dämoniserten Natonalismus Israels kreist. Die Unreflektiertheit dieses Vorgangs ist gespenstisch und macht ihn gleichzeitig so wirkmächtig. Die quasireligiöse Entrückung im Angesicht der erwarteten ökologischen Apokalypse ist dann der ultimative Treibsatz, auf dem das gegen den Himmel geht. Wann bekommen wir einen Kommentar, der diesem fatalen Zeitgeist endlich angemessen entgegentritt?!

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