175 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 236 (09.10.2019)

  1. Frauen werden jedoch nicht nur dadurch benachteiligt, dass für sie keine Urinale vorgesehen und somit die Möglichkeiten zur Miktion eingeschränkt sind. Auch indirekt wird über die „Toiletten-Apartheid“ ein Zwei-Klassen-System erzeugt, indem Frauen von wichtigen Networking-Prozessen auf Männertoiletten ausgeschlossen werden.

    https://genderama.blogspot.com/2019/10/madchen-schwanzen-schule-weil-sie-angst.html

    Das fand ich jetzt wirklich witzig, weil sowas von realitätsfern. Da wurde die Projektion mal auf volle Leistung gedreht. Nur weil Frauen oft zu zweit auf Toilette gehen, heißt das nicht das Männer das auch tun und Männer reden auf dem Klo so gut wie gar nichts, nach meiner Erfahrung, und ohne da jetzt irgendwelche Kenntnisse drüber zu haben, scheint mir das eher etwas zu sein das Frauen machen. Aber das Feministinnen bei ihren eigenen schlechten Denkweise diese automatisch auf Männer projizieren gehört jetzt schon fast zum Grundwissen.

    Und „wichtigen Networking-Prozesse“ – lol, klar Männer nutzen jede Gelegenheit um mit anderen Männern Netzwerke zu bilden, sobald Frauen mal irgendwo nicht erlaubt sind. Und das passiert alles ganz heimlich, immer ohne das Frauen das mitkriegen. Sobald man 2-3 Männern erlaubt alleine ohne Frauenaufsicht rumzustehen, werden Netzwerke gebildet, um Frauen auszugrenzen.

    Wiki hat den Kampf gegen den Krebs verloren.

  2. Auch indirekt wird über die „Toiletten-Apartheid“ ein Zwei-Klassen-System erzeugt, indem Frauen von wichtigen Networking-Prozessen auf Männertoiletten ausgeschlossen werden.

    Networking-Prozesse auf Männertoiletten – ich warte mal, bis mein Schreikrampf vorüber geht und melde mich dann wieder.

    • Also ich habe erst gestern zwei Millionendeals auf der Toilette abgeschlossen. Die Verträge wurden auf die Klowand geschrieben und die Unterschrift erfolgte natürlich mit dem Pillermann. Alles ganz normal.

    • „Networking-Prozesse auf Männertoiletten – ich warte mal, bis mein Schreikrampf vorüber geht und melde mich dann wieder.“

      WENN es eines Beweises für feministische (weiblich) Projektion bedurfte, dann ist diese These perfekt geeignet.
      Schon meine Mutter fabulierte in den 70ern was von Männerbünden, die auf der Toilette Weltpolitik betreiben und Konzerne lenken würden.
      Damals hatte ich ihr noch geglaubt, weil ich ja noch klein und unerfahren war.
      Allerdings widersprach es auch damals schon meiner Alltagserfahrung, weil wir Jungs in der Schule tunlichst allein zur Toilette gingen, während die Mädchen mit Pausenklingelzeichen gleich rudelweise auf dem Klo verschwanden.

      • Hat auch was mit Filmen aus den Hollywood-Studios zu tun. In denen sieht man häufig Männer, die sich auf der Toilette unterhalten. Das ist so ein immer wiederkehrendes Muster. Meiner Erfahrung entspricht das ganz und gar nicht und unter „networking“ stelle ich mir etwas mehr vor als ein kurzer, unverbindlicher „small-talk“, der prinzipiell überall stattfinden kann und die Toilette wäre dazu für mich nun wirklich nicht die erste Adresse.

        • „Meiner Erfahrung entspricht das ganz und gar nicht …“

          Nun, ich denke, unser beider Erfahrungen sind durchaus repräsentativ, es sei denn, genau, wenn wir auf öffentlichen Pissoirs erschienen, würde jedes Gespräch ersterben.
          Tatsächlich gehe ich davon aus, dass es immer so ist, dass auf Männer-Pissoirs Totenstille herrscht.
          Die Stille überwindet man nur mit exzessiv hohem Alkoholpegel, wahrscheinlich nicht einmal dann.

    • Komisch, dass mir die Assoziation jetzt erst kam: Die Feministinnen, die so was behaupten, sind alle mit Ally McBeal aufgewachsen!

      DESwegen finden die den Gedanken komplett normal.

      Denn in einer echten Firma haben sie ja noch nie gearbeitet.

  3. Hallo nochmal liebe Anhänger der man-made-global-warming-These:
    kürzlich hörte ich (in dieser Doku

    irgendwo kurz nach der Halbzeit), dass der CO2-Gehalt auf der Erde (vor laaaanger Zeit…)10mal höher gewesen sei, bei deutlich geringeren Temperaturen als heute.
    Ist das eine umstrittene Behauptung?

    • Danke für den Link.

      Jeder, der, so wie ich – aufgrund von Liebe, Verantwortungsgefühl und Respekt gegenüber der Schöpfung – jeden, der die menschengemachte Klimakatastrophe wider besseres Wissen leugnet, zu Recht und objektiv für einen Klimanazi hält, wird unschwer erkennen, daß die hier zitierten und gezeigten Wissenschaftler einerseits schwere Psychopathen und andererseits ganz offensichtlich von jenen finsteren Gestalten finanziert sind, denen ihr persönlicher Profit weitaus wichtiger ist als die Zukunft ihrer Kinder und Enkelkinder und der Erde überhaupt.
      Bitte unbedingt ansehen. Hier könnt ihr – blendend dekonstruiert – das absolut Böse in seiner reinsten Form erkennen und Euch immun machen gegenüber den fiesen Argumenten der Klimaleugner und KInderhasser und Wektzerstörer

    • Er spricht von ca 500 Mio Jahren. Er meint wohl das
      https://de.wikipedia.org/wiki/Ordovizisches_Massenaussterben
      Dort ist auch von vereisung die Rede – bzgl. CO2 sagt die referenzierte Arbeit dazu
      https://cpb-us-w2.wpmucdn.com/u.osu.edu/dist/f/94/files/2014/05/young_etal_2009_final-28qe1mk.pdf
      dass der CO2 gehalt der Atmosphäre drastisch abnahm.

      Die Arbeit ist allerdings im Oktober 2009 veröffentlicht, kann den leuten aus der Doku noch nicht bekannt gewesen sein, denn die ist von 2008.

      Was die Doku sonst angeht:
      Denke ich, dass die Leute da solide QWissenschaft betreiben?
      -ja
      Halte ich einen Einfluss kosmischer Strahlen auf die Wolkenbildung für möglich?
      -ja
      was halte ich von seinen korrelationen?
      – korrelationen sind keine kausalitäten. https://www.tylervigen.com/spurious-correlations
      Ich halte die korrelationen aber für plausibel.
      Das heißt aber nicht, dass das der einzig wichtige Beitrag zum Klima wäre, und schon gar nicht, dass das immer so sein muss.
      Korrelationen mit dem CO2-Gehalt haben wir eben auch.

      Der Film ist von 2008.
      Seither haben wir einen massiven Rückgang der Sonnenaktivität.
      Das letzte Aktivitätsmaximum war deutlich niedriger als das vorherige, die maxima insgesamt der letzten zyklen fallend. (aktivitätszyklus der Sonne ca. 11 Jahre)

      In übereinstimmung mit Henrik Svensmarks thesen findet Google noch dieses Bild, die zugehörige Seite leider nicht mehr, die zwar aus dubioserer Quele stammt als ich Svensmark sehe, aber eben in übereinstimmung


      Die Grafik scheint also ca von 2010/2011 zu stammen. Und das stimmt auch mit dem ralen Verlauf der Sonnenaktivität überein – die ist extrem niedrig.

      Im Wikipediaartikel zu https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Vahrenholt , auf den wohl obige prognose zurückgeht, findet sich dann folgende Grafik

      Sollte die korrelation mit der Sonenaktivität mal dominant für das Klima gewesen sein, so scheint das inzwischen nicht mehr der Fall zu sein…

      Es wäre also zu fragen, wie seit Jahrzehnten permanent sinkende Sonnenaktivität bei steigenden Globaltemperatur mit dieser Theorie in Übereinstimmung zu bringen wäre.
      Der vergangene Zyklus war der schwächste seit über hundert Jahren.
      Wir sollten uns eigentlich schon längst auf dem Weg in eine kleine Eiszeit befinden.
      Stattdessen hatten wir in dieser Zeit mehrere der heißesten Jahre seit es globale Temperaturmessung gibt.

      Hier
      https://www.tempsvrai.de/sonne-1700.php
      mal die Aktivität der letzten 3 zyklen.

      • Bezog er sich nich letztlich auf das, was als https://de.wikipedia.org/wiki/Paradoxon_der_schwachen_jungen_Sonne
        bekannt ist?

        „Es wäre also zu fragen, wie seit Jahrzehnten permanent sinkende Sonnenaktivität bei steigenden Globaltemperatur mit dieser Theorie in Übereinstimmung zu bringen wäre.“

        Ebenfalls 2009 hat das Max-Planck-Institut allerdings (noch) behauptet, man müsse schon mehrere tausend Jahre zurückgehen um eine Episode zu finden, wo die Sonnenaktivität ähnlich stark gewesen sei wie in den vergangenen 60 Jahren?
        vgl.
        https://www.mps.mpg.de/442697/19Der-Einfluss-der-Sonne-auf-das-Erdklima.pdf

        Ich scanne solche Texte ehrlich gesagt ja immer nur auf die (wenigen, für mich als semi-interessierten Laien handhabbaren) Passagen ab, die mir intuitiv entgegenspringen – und hab dann schon auch echt genug damit zu tun, verstehen zu wollen, was der Dichter mir an dieser kurzen Stelle jeweils sagen wollte^^

        Beispielstücke aus folgendem Wiki-Artikel:
        https://de.wikipedia.org/wiki/Pause_der_globalen_Erw%C3%A4rmung

        „Ein äußerer Antrieb ist die Veränderung der Sonnenaktivität: sie variiert in einem elfjährigen Zyklus.

        Deutlicher ausgeprägt ist der Einfluss von Aerosolen auf die Strahlungsbilanz der Erde. So werden die Phasen globaler Abkühlung zwischen ca. 1940 und ca. 1975, sowie zwischen 1998 und 2008[17] hauptsächlich mit einer erhöhten Konzentration von Sulfat-Aerosolen in der Atmosphäre erklärt.“

        Aha: wir hatten also in beinah der Hälfte des letzten Jahrhunderts „global cooling“? Hört man ja doch eher seltener… (but mind you: die gegenwärtige Mainstream-Theorie ist im Prinzip foolproof, da in einem IPPC-Bericht tatsächlich irgendwo schwarz auf weiß stehen soll: „global warming can actually mean cooler“…. try no to giggle^^)

        „Wallace Broecker erkannte schon in den 1970er Jahren den kühlenden Effekt der menschengemachten Luftverschmutzung und spekulierte vor dem Hintergrund einer 35 Jahre dauernden Periode globaler Abkühlung in seiner oft zitierten Publikation vom 8. August 1975, dass für den Fall, dass der kühlende Effekt der Aerosole schwächer als der wärmende Effekt der Treibhausgase sei, eine signifikante globale Erwärmung zu erwarten sei. Als Titel seiner Publikation wählte er:[18] Are we on the brink of a pronounced global warming? (Deutsch: Sind wir an der Schwelle einer ausgeprägten globalen Erwärmung)? Er sollte Recht behalten und der von ihm erstmals verwendete Begriff eines „Global Warming“ wurde fortan zum Synonym des menschengemachten Klimawandels.“

        Also unsere Luftverschmutzung kühlt unsere Erde ab, das ist soweit feststehendes Wissen? Und genau in dem Moment, wo man das feststellte (also eine globale Abkühlungsperiode), entwickelte sich gleichzeitig aber die Furcht vor einem stärker noch wärmenden, zukünftigen Effekt unserer (essentially seen nowadays as:) ähh… Luftverschmutzung (durch Emittierung von Treibhausgasen)? Ok.
        Frage: welche menschengemachten Luftverschmutzungs-Gase oder was auch immer sind es denn, die als abkühlend gelten? I’ve probably missed something…

        „Aufgrund dieses kühlenden Effekts warnen Forscher davor, dass ein signifikanter Teil des wärmenden Effekts der bereits in der Atmosphäre befindlichen Treibhausgase quasi „versteckt“ wird, aber bei erfolgreicher Luftreinhaltung innerhalb weniger Jahre zum Vorschein kommen würde.“

        (Verstärkte zukünftige) Luftreinhaltung wäre demnach schlecht, weil diese Verschmutzungen negative Begleit-Effekte unseres erhöhten Treibhausgas-Ausstoßes maskierten?
        That’s their message, really?

        „So sind die im Jahrzehnt zwischen 1998 und 2008 global weitgehend stagnierenden Temperaturen wahrscheinlich auf eine Kombination von nur wenig wärmenden anthropogenen und natürlichen Klimafaktoren zurückzuführen. In dieser Zeit war die Sonnenaktivität gering“

        Again: woanders stehts anders?

        „und es bestanden meist La-Niña-Bedingungen im Pazifik; wie auch in den 1960er Jahren dämpften stark gestiegene Schwefeldioxidemissionen zusätzlich den wärmenden Einfluss stetig steigender Treibhausgaskonzentrationen.[17][35][36][37] Diese waren in erster Linie auf Kohleverbrennung in China zurückzuführen, dessen Schwefeldioxidemissionen allein zwischen den Jahren 2000 und 2006 um 53 % angestiegen war“

        Also Kohle-verbrennen z.B. sei gleichzeitig erwärmend UND abkühlend fürs globale Klima, oder doch nur letzteres?

        • Ad 1. Satz: da hab ich mich mal glatt um ein paar Milliarden Jahre vertan… kann schon mal vorkommen^^. Ich hatte halt den tab gerad offen (hatte mich wohl irgendwie über die Theorien zur Entstehung des Mondes dahingeangelt… was man halt so liest, wenn einen ein krankes Baby vom Schlafen abhält^^) und nahm fälschlicherweise in dem Moment noch einen Zusammenhang an. Scusi.

        • „man müsse schon mehrere tausend Jahre zurückgehen um eine Episode zu finden, wo die Sonnenaktivität ähnlich stark gewesen sei wie in den vergangenen 60 Jahren?“
          Ja, das kann durchaus beides stimmen.
          Wie man auf der Abbildung auf der 2. Seite (von 1600 bis 2000) aber schön erkennen kann, geht die Aktivität auf dem letzten Peak zurück.
          Wie ich ebenfalls schon mal betont habe, kann man mit einem solchen einzelpunkt keine Statistik betreiben, besonders nicht, wen er ein Randpunkt ist.
          Das MPI hatte daher recht, diesen Punkt nicht als „Trend“ zu betrachten.

          Inzwischen gabs aber ein weiteres Aktivitätsmaximum, das in dieser Grafik nur noch so hoch wie das von ca 1900 oder ca 1920 ist – und damit in der Gesamtabbildung seit 1600 zu den schwächeren Zyklen gehört.

          Egal ob nun Trend oder nicht – wir haben da eine seit 30 Jahren fallende Sonnenaktivität, die in ihren Maxima immer geringere aktivität zeigt, die sich gemäß der Theorie des Videos in eher fallenden Temperaturen äußern sollten. Das ist aber nicht der Fall, die Temperaturen sind in diesem Gesamtinterval gestiegen, und zwar deutlich – trotz evtl. statistischer spielereien wie der, in solchen gestuften anstiegen immer irgendwelche fallenden Teilabschnitte finden zu können.

          “ wir hatten also in beinah der Hälfte des letzten Jahrhunderts „global cooling“?“
          und
          „Again: woanders stehts anders?“

          Es ist ja nicht so, dass die besagten fallenden Teilabschnitte rein statistisches Rauschen wären, das man nicht erklären könnte.
          Das sind Versuche solcher Erklärungen.
          Ändert aber nichts daran: Das sind abschnitte innerhalb einer ansonsten deutlich steigenden Kurve.

          Und die Temperaturkurve der letzten 30 Jahre (3 zyklen) ist eindeutig steigend, trotz fallender teilabschnitte.
          Da beißt die Maus kein‘ Faden ab.
          Während die Sonnenaktivität insgesamt sinkt.

          Ansonsten: Viel kleinkram angesprochen.
          Du stellst fest, dass es der Wissenschaft bekannt ist, dass es wärmende und kühlende Effekte des Menschlichen Einflusses gibt.
          Bravo. Schön, dass du das anerkennst.

          „That’s their message, really?“
          Nein, es ist deine.

          “ welche menschengemachten Luftverschmutzungs-Gase oder was auch immer sind es denn, die als abkühlend gelten? I’ve probably missed something…“

          Es sind Aerosole, Smog.
          Die Dunstglocken über solchen Städten reflektieren besser als dunkler Boden, Ozean oder Wald.

          https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/smog-aerosole-kuehlen-erde-um-0-5-grad-a-1202642.html

          • „Du stellst fest, dass es der Wissenschaft bekannt ist, dass es wärmende und kühlende Effekte des Menschlichen Einflusses gibt.
            Bravo. Schön, dass du das anerkennst.“

            Eigentlich stelle ich nur fest, dass sehr viel behauptet wird über mögliche, menschliche Einflüsse.

            Was mich am meisten aufregte dieses Jahr aus der Ecke (und ich verfolge das Thema wirklich nur am Rande und ohne größere Leidenschaft): https://www.history.com/news/climate-change-study-colonization-death-farming-collapse

            Die letzte, kleine Eiszeit wird hier imaginiert als eine Folge menschlichen Massensterbens… anstatt anzunehmen (was imho common sense wäre), dass das menschliche Massensterben (wenigstens zu einem Gut-Teil) durch den zuerst erfolgten Kälteeinbruch (ausgelöst durch eigentlich doch gut-belegte? geringere Sonnenaktivität) bedingt war.

            Aber Du findest diese Theorie Deinerseits einleuchtend, vermute ich, und kannst nichtmal ansatzweise nachvollziehen, was mich an dieser Sichtweise stört oder gar schrecken könnte?

            „„That’s their message, really?“
            Nein, es ist deine.“

            Da steckt kein Fatalismus drin, meinst Du?
            Dann mach doch mal den Übersetzer für diesen Punkt, bitte.

            Und dann ist für mich halt eine der wesentlichsten Fragen:
            In welchem Bereich lägen laut Klimawissenschaft die optimalen, mittleren, globalen Temperaturen?
            Oder anders: welche Phase des Erdklimas könnte man mit Fug und Recht als noch lebens-werter bezeichnen als diejenige , in der wir uns jetzt und wohl auch (hoffentlich!) auf absehbare Zeit noch befinden?

            Das womöglich größte Kunststück der Klimahysteriker besteht aus Laiensicht doch darin, uns (evtl.) moderat steigende Durchschnittstemperaturen als drohende Katastrophe zu verkaufen – wo historisch die Lage so eindeutig dem entgegengesetzt erscheint.

            Vermutlich wäre kaum jemand bass erstaunt, wenn in 10 Jahren rauskäme, dass auch die vergangene Dekade über die „globale Erwärmung“ in manchen Jahren doch wieder „pausierte“ all things considered (2014/15 oder eben das aktuelle Jahr wären laut meiner persönlichen Wahrnehmung heiße Kandidaten für nachträgliche „Trend-Korrekturen“). Oder willst Du mir hier sagen: nein, das ist ausgeschlossen?

          • „Aber Du findest diese Theorie Deinerseits einleuchtend, vermute ich, und kannst nichtmal ansatzweise nachvollziehen, was mich an dieser Sichtweise stört oder gar schrecken könnte?“

            Hab davon (vielleicht auch nur v was ähnlichem?) mal gehört, aber nicht näher verfolgt oder gelesen.
            Die Annahmen erscheinen mir mindestens dubios, ums mal vorsichtig zu sagen.
            (Warum gehst du von was naderem aus?)
            Aber ohne das paper im detail gelesen zu haben, ist das nur eine Meinung.

            Was mich alles stört:

            -der Zusammenhang mit dem Maunder-Minimum ist nun mal schlecht wegzuleugnen – der „Bedarf“ für eine neue, gar alleinige oder hauptsächliche Erklärung ist eher bescheiden.
            -Nach allem was ich weiß, sind Schätzungen über die ursprüngliche Bevölkerungszahlen ausgesprochen schwierig und umstritten. Schätzungen gehen da über ein, wenn nicht zwei Größenordnungen auseinander.
            Davon abhängig ist dann die Schätzung über den tatsächlichen Blutzoll der Eroberer.
            -Um den Beginn der kl. Eiszeit zu erklären, müsste ein rapider Bevölkerungsschwund gleich zu Beginn der europäischen Eroberung stattgefunden haben. Ich bin kein historiker, aber nach meinem Kenntnisstand würde ich schätzen, dass der Rückgang über einen längeren Zeitraum geschah. Die kleine Eiszeit begann nach meiner einschätzung zu früh, um durch diese Eroberungen erklärt werden zu können. Aber ich muss einschränken, dass ich da zu einer soliden bewertung zu wenig Kenntnisse habe.
            -die kleine Eiszeit war lokal unterschiedlich ausgeprägt. Gerade die Hauptzeit gilt v.a. als Phänomen der Nordhalbkugel. Schwerpunkte sind Europe, Asien, und in Nordamerika eher Grönland.
            Die beklagte Kolonisation im fraglichen Zeitraum betraf hingegen v.a. Südamerika, später auch Nordamerika.
            Es gibt zwar eine Menge Klimaphänomene, die ihre größte Auswirkung jeweils nicht am Ort des Ursprungs haben – El Ninos wären ein Beispiel, oder der Golfstrom – aber gerade bei einem Einfluss aufgrund von Verurwaldung würde ich schon mehr effekt am Ort der Quelle erwarten. Durch welchen Mechanismus soll der Kühlungseffekt denn nach Europa, Asien oder Grönland gewandert sein?

            „anstatt anzunehmen (was imho common sense wäre), dass das menschliche Massensterben (wenigstens zu einem Gut-Teil) durch den zuerst erfolgten Kälteeinbruch (ausgelöst durch eigentlich doch gut-belegte? geringere Sonnenaktivität) bedingt war.“

            Das wundert mich jetzt, dass du das sagst – du propagierst da eine echte katastrophe mit Massensterben aufgrund einer Klimaänderung?
            Ich hab durchaus schon öfter gesagt, dass es solche Katastrophen gab – aber grade hier ist das sterben durch die europäische Eroberung und Kriege doch recht gut historisch belegt, denke ich?

            Bei einer verschleierung einer klimakatastrophe durch umkehrung der kausalität hättest du mich mit der Empörung ja durchaus auf deiner Seite – aber mit einer verschleierung eines genozids, um eine klimakatastrophe zu illustrieren? Nee, echt nicht.

            „Da steckt kein Fatalismus drin, meinst Du?
            Dann mach doch mal den Übersetzer für diesen Punkt, bitte.“

            Doch, natürlich ist das fatalistisch.
            Also, du schriebst:
            „(Verstärkte zukünftige) Luftreinhaltung wäre demnach schlecht, weil diese Verschmutzungen negative Begleit-Effekte unseres erhöhten Treibhausgas-Ausstoßes maskierten?
            That’s their message, really?“

            Du kreidest an der Stelle an, dass hier ein komplexes System mit Parametern beschrieben wird, die in gegenläufige Richtungen wirken können.
            Also genau das, was du ansonsten gerne beklagst: dass solche Parameter nicht gesehen und ignoriert werden würden.

            Sie beschreiben, dass durch künstliche Aerosole und Smogglocken über Städten ein kühlungseffekt stattfindet, der der stattfindenden und dokumentierten Erwärmung entgegenläuft, sie also bremst.

            Dass Smog keine gute Sache ist, weil er krank macht, und man die Luft insges. langfristig natürlich sauberer haben will, bestreitet ja niemand.
            Dass sie implizieren würden, dass eine verstärkte Luftreinhaltung „schlecht“ wäre, ist eine ziemlich konstruierte Behauptung.
            Sie weisen erstmal darauf hin, dass ohne diesen Kühlungsefffekt die Erwärmung noch größer wäre – hier also noch Erwärmung „versteckt“ liege.

            Die machiavelistische schlussfolgerung, dann wäre es sinnvoller, die Leute unter Smogglocken vergiften zu lassen, weil dadurch die Erwärmung reduziert wird, ist nicht die des Artikels, sondern – deine.

            „Und dann ist für mich halt eine der wesentlichsten Fragen:
            In welchem Bereich lägen laut Klimawissenschaft die optimalen, mittleren, globalen Temperaturen?“

            Das ist im Grunde leicht zu beantworten:
            Für eine Biosphäre, die sich evolutionär gut an ein bestimmtes Klima angepasst hat und dort sprießt und blüht, ist diese Klima das optimale. Eine leichte, kleine Veränderung kann vorteile oder Nachteile bringen – für unterschiedliche Organismen unterschiedlich.
            Letztlich werden leichte, langsame verschiebungen langsame und graduelle Anpassungen hervorbringen, so dass auch das geänderte Klima wieder für die vorhandenen Organismen optimal ist.
            Es sind zu schnelle, große veränderungen, die für die populationen verhängnisvoll werden, und die auch abrupte verarmungen mit sich bringen können.
            Und während langsame, stetige veränderungen selbst bei langsamem verdrängen einer Art kaum jemals ein Individum als solche zum Opfer fällt (in einem Sinne, dass es wegen des Klimas stirbt), steigt eben sein Aufwand für Nahrungssuche, Üerleben und Fortpflanzung, so dass es weniger Nachkommen hat – und irgendwann verschwindet.

            Demgegenüber können schnelle, große veränderungen auf individueller Ebene für die Organismen katastrophal werden.

            Auch für Menschen. Man kann auch als Mensch verhungern, wenn es keine Landwirtschaft mehr gibt bzw. eine Dürreperiode hereinbricht.
            Man kann auch als Mensch ersaufen, wenn eine Flutwelle oder ein Orkan einen erwischt. Und man kann auch als Mensch an Hitzschlag sterben, wenn Sommertemperaturen bei hoher Luftfeuchtigkeit ein Stadt tagelang im Griff hält.

            Ist es legitim, dass Menschen auf individueller Ebene sich gerne gegen katastrophale Ereignisse absichern möchten ? Ich finde schon.
            Ist es legitim, bei drohenden Katastrophen auch auf großer Ebene Vorkehrungen zu erwarten (Katastrophenschutz, Hochwasserschutz, Impfschutz, Klimaschutz)?
            Ich find auch.

            Ich finds abenteuerlich, wenn Leute wegen einer Vergewaltigung herumheulen (ja, polemik), aber dann bei Klimakatastrophen sagen, ach, katastrophen gibts doch immer mal wieder. Auf ein paar hundert Millionen Leute mehr oder weniger kommts doch eigentlich gar nicht an.

            Find ich die in Deutschland vorliegenden Ideen und „Pläne“ zum Klimaschutz sinnvoll?
            Leider nein.

            Das heißt nicht, dass wir keine bräuchten. Wir bräuchten andere. Zur Abwechslung mal was sinnvolles.
            Ist aber gar nicht so einfach.

          • „Die Annahmen erscheinen mir mindestens dubios, ums mal vorsichtig zu sagen.“

            Immerhin!

            „(Warum gehst du von was naderem aus?)“

            Einfacher Glaubenssatz: die Erde dreht sich nicht um den Menschen, sondern um die Sonne.
            But that probably won’t convince anyone…

            „du propagierst da eine echte katastrophe mit Massensterben aufgrund einer Klimaänderung?“

            Afaik bestreitet niemand, dass auch die nächste, langfristig-stabile, gegenüber heute drastische Klimaveränderung unzählige Menschenleben fordern wird. Temperatureinbrüche (speziell Bodenfrost im Sommer) sind natürlich kein Spaß – aber sie sind auch nichts, wogegen man wirksame Maßnahmen ergreifen könnte; weder präventiv, noch wenn es soweit ist. Widerspruch?

            Was hat Dich persönlich denn nun davon überzeugt, dass eine Durchschnittstemperatur von vielleicht knapp 17 Grad bereits katastrophale Konsequenzen nach sich zöge?

            Ich sehe, dass sich die „seriöse Klimawissenschaft“ zunehmend darauf zu einigen scheint, zu postulieren, dieser Bereich sei niemals zuvor in der bekannten, menschlichen Geschichte erreicht oder gar überschritten worden. Einzig: mir erscheint das vor dem Hintergrund meiner Halb-Bildung völlig unglaubwürdig.

            „Sie beschreiben, dass durch künstliche Aerosole und Smogglocken über Städten ein kühlungseffekt stattfindet, der der stattfindenden und dokumentierten Erwärmung entgegenläuft, sie also bremst.“

            Also: Städte heizen sich stärker auf, u.a. weil die Luft nachts nicht entkommen kann aufgrund der Dunstglocke. Aber insgesamt haben diese Dunstglocken einen Kühlungseffekt aufs Gesamt-Klima (einer Region? Der ganzen Welt?)?

            „Dass Smog keine gute Sache ist, weil er krank macht, und man die Luft insges. langfristig natürlich sauberer haben will, bestreitet ja niemand.
            Dass sie implizieren würden, dass eine verstärkte Luftreinhaltung „schlecht“ wäre, ist eine ziemlich konstruierte Behauptung.
            Sie weisen erstmal darauf hin, dass ohne diesen Kühlungsefffekt die Erwärmung noch größer wäre – hier also noch Erwärmung „versteckt“ liege.

            Die machiavelistische schlussfolgerung, dann wäre es sinnvoller, die Leute unter Smogglocken vergiften zu lassen, weil dadurch die Erwärmung reduziert wird, ist nicht die des Artikels, sondern – deine.“

            Lass ich jetzt mal so stehen. Ich weiß tatsächlich nicht, was für eine Lösung die Autoren nahe legen wollten.

            Aber ich verstehe auch nicht, was der Sinn sein soll von Arbeiten, die zu erörtern versuchen was hypothetisch passierte, könnten wir jeglichen CO2-Ausstoß komplett einstellen (wem die Antwort nicht bekannt ist: laut den Modellen würde sich sogar eine quasi abrupt komplett tote Erde noch für weitere Jahrhunderte aufheizen – und das aber natürlich nur, weil wir hier Auto gefahren sind, Pupsen usw.^^). Für mich fällt sowas schonmal per se unter junk science…

    • Das von dir auch mal was Vernünftiges kommt? Wow – das lässt ja hoffen…

      Klimawandel? Erderwärmung? Nicht menschengemacht? Wolken sollen dafür verantwortlich sein?
      Nein, das gibts ja gar nicht. Googelt man mal nach „klimawandel künstliche wolken“ (ohne Anführungszeichen), findet man einige Artikel, die als „Lösung“ gegen den angeblich menschengemachten Klimawandel die Erzeugung künstlicher Wolken propagieren.

      Es könnte also doch etwas dran sein, dass nicht der Mensch, sondern die Wolken, bzw. die durch Wolken abgeschirmten kosmischen Strahlen für den Klimawandel bzw. die Klimaerwärmung ursächlich sind.

      Mir graust allerdings vor der Vorstellung, der Mensch könnte in seiner unerschöpflichen Weisheit tatsächlich so etwas wie künstliche Wolken erzeugen und zur Abkühlung der Atmosphäre nutzen und damit wieder einmal „Mutter Natur“ ins Handwerk pfuschen. Ich bin mir sicher, bisher ist noch nie etwas wirklich gut gegangen, was der Mensch getan hat, um die Welt nach seinen Vorstellungen zu gestalten und zu verschlimmbessern. Und so ist auch der vielzitierte K(r)ampf gegen den Klimawandel etwas, was der Mensch lieber nicht in Angriff nehmen sollte. Er würde nicht nur die Schlacht, sondern auch den Krieg verlieren.

      • „Das von dir auch mal was Vernünftiges kommt? Wow – das lässt ja hoffen…“
        Keine Ahnung, wen du ansprichst – mich etwa?

        „Klimawandel? Erderwärmung? Nicht menschengemacht? Wolken sollen dafür verantwortlich sein?“

        ah, nein, offenbar doch nicht – sowas hab ich ja schließlich nicht geschrieben.
        Und steht im deutlichen Kontrast zu den Grafiken, die auf die Datenlage seit dem 2008-Video hinweisen und auf eine deutliche Abweichung von dem, was nach seiner These zu erwarten wäre.

        Meinst du also Kostya oder semikolon?
        Macht auch keinen sinn.
        Ich komm nicht drauf…

      • „Ich bin mir sicher, bisher ist noch nie etwas wirklich gut gegangen, was der Mensch getan hat, um die Welt nach seinen Vorstellungen zu gestalten und zu verschlimmbessern. Und so ist auch der vielzitierte K(r)ampf gegen den Klimawandel etwas, was der Mensch lieber nicht in Angriff nehmen sollte.“

        Interessante These.
        Der Mensch nimmt nach einhelliger Meinung aller führenden Klimawissenschaftler Einfluss auf das Klima – mit möglicherweise negativen Konsequenzen, und jetzt soll er am besten so weitermachen, weil eine Verhaltensänderung schlechte Folgen haben könnte? Die Logik müsstest Du mir schon genauer erläutern.

        • Das ist wie mit der Eugenik, wo man ja auch „wissenschaftlich“ absolut überzeugt war, das Menschengeschlecht zur Verbesserung züchten zu können und zu müssen, weil man ja dachte vollkommen kapiert zu haben, wie das mit der Selektion läuft.
          Ähnlich denken die Klimaingeniöre heute, angefangen hat es ja damit, dass sie die angebliche Überbevölkerung zum zentralen Problem der Welt stilisiert haben, was vorstellungsmässig direkt aus der Tradition der Eugenik kommt.

    • Nennst Du Evolution auch eine These?

      CO2 ist seit der Industrialisierung um 45% angestiegen. Der CO2 Treibhaus Effekt ist im Labor messbar. Die globale Erwärumung ist in Luft und Ozean messbar (am besten per Durchschnittstemperatur über ein Jahrzehnt) und wurde bereits vor Jahrzehnten vorausgesagt (Vorhersagen Hansen 1981 bzgl. Erwärmung treffen zu). Die Herkunft des CO2 ist durch Isotopenanalyse belegbar. Der Treibhauseffekt ist durch Spektralanalyse aus dem Weltraum messbar. Die Erwärmung beträgt nach Mehrheitsmeinung um die 2,5 bis 3 Grad pro Verdoppelung CO2.

      Der CO2 Gehalt war noch nie, seitdem der Mensch vom Baum gestiegen ist, so hoch wie heute.
      Der einzige Zeitpunkt, zu dem Deine Aussage eventuell zutreffen könnte, wäre die Perm-Eiszeit vor 300 Millionen Jahren. Ursache der Eiszeit war massiver Vulkanismus. Das kann heute natürlich auch passieren. Sollten ein oder mehrere Supervulkan ausbrechen, gäbe es auch heute eine Eiszeit. Auch der aktuelle Milankovic Zyklus wird das Klima wieder abkühlen, aber erst in ein paar 10.000 Jahren.

      Du kannst der Physik und der Wissenschaft nicht entkommen. Auch nicht, in dem Du „Aber die Wolken!“ rufst.

    • @Semikolon
      Danke für das Posten dieser interessanten Doku! Phantastisch gute Wissenschaft, die hier betrieben wird. Der Film bringt das perfekt rüber, was Leute an der Naturwissenschaft so toll finden und warum sie aus blosser Neugier so motiviert sind, mit allen typischen drawbacks.

  4. Gerade in der WELT gelesen:

    „Eine Studie zeigt, dass im arbeitsfähigen Alter niedriger Sozialstatus mit hoher Todeswahrscheinlichkeit einhergehen – und davon vor allem Männer betroffen sind. Für diesen Zusammenhang gab es in Deutschland noch nie so belastbare Zahlen wie jetzt.“

    Es gelten aber Einschränkungen:

    „Aus all dem folgt freilich mitnichten, dass in jenen Hochrisikogruppen acht Mal mehr Männer und fünf Mal mehr Frauen sterben würden als in den Gruppen mit der geringsten statistischen Wahrscheinlichkeit. Was sich in diesen Größenordnungen tatsächlich unterscheidet, sind nicht die absoluten Sterbezahlen, sondern lediglich die Wahrscheinlichkeitswerte“

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article201667876/Max-Planck-Studie-Maennlich-arbeitslos-hohes-Sterberisiko.html

    • Was sich in diesen Größenordnungen tatsächlich unterscheidet, sind nicht die absoluten Sterbezahlen, sondern lediglich die Wahrscheinlichkeitswerte

      Hä? Wenn die Wahrscheinlichkeitswerte korrekt sind, dann müssten sie sich doch auch in den tatsächlichen Sterbezahlen widerspiegeln??

      • Natürlich tun sie das. Die Schlussfolgerung wäre dann aber, dass Männer diskriminiert werden und eindeutig benachteiligt sind. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, wirft man eine Nebelkerze.

        Hatte ich auch schon in einer Diskussion mit einer Feministin. Als ich ihr vorrechnete, dass bei sonst gleichen Bedingungen Frauen keinen höheren Rentenbeitrag zahlen müssen, obwohl sie im Schnitt eine ca. 24% längere Rentenbezugsdauer haben, kam zurück: „Das ist doch nur Statistik“.

        Mann sollte sowieso das altmodische Wort „Milchmädchenrechnung“ durch „feministische Mathematik“ ersetzen.

      • Mal nachgelesen, was im Artikel steht.
        Verunklarung. Ich tippe aber eher auf Fahrlässigkeit als auf Absicht.

        Was er sagen will:
        „Zu dieser Gruppe gehören in Ostdeutschland 14 Prozent der Männer.“

        Wie groß die Gruppe mit dem niedrigsten Risiko ist, sagt der Artikel leider nicht – aber wenn der nicht ebenfalls genau 14 % beträgt, dann sind die ABSOLUTEN Sterbezahlen natürlich nicht 8 resp. 5 mal so hoch wie in dieser Gruppe.

        Die Formulierung suggeriert dabei: Ganz so schlimm isses dann doch nicht.

        Was ich gerne quantifiziert gehabt hätte –
        Ist denn die Gruppe mit dem niedrigsten Todesrisiko in Ostdeutschland wirklich größer als 14%?
        Ich bezweifle das mal.
        Falls das aber nicht so ist, und die Risikoärmste Gruppe vielleicht sogar kleiner als 14% ist, dann würde das darauf hinauslaufen, dass die absoluten Todeszahlen GRÖSSER als 8 resp. 5 mal so hoch wären.

        Wobei ich mir an der Stelle nicht mal wirklich sicher bin.

        Wo ich mir aber sicher bin, und wo die Formulierungskünste wie üblich perfide verschleierungsformen annimmt, ist bei Verhältnis Frauen / Männer.

        „Bei Frauen ist der Wert in der entsprechenden Höchstrisikogruppe fünf Mal höher“

        Wenn sie es schon gar nicht mehr hinbekommen, Frauen als die besonders betroffenen darzustellen, müssen die Zahlen schon deftig sein.
        Dass die Gruppe der schlecht ausgebildeten und gering verdienenden Männer in Ostdeutschland erheblich größer ist als bei den Frauen, das haben wir durchaus schon öfter gehört. Siehe z.B. https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/gehaelter-im-osten-verdienen-frauen-mehr-als-maenner-1.3864016

        Was in Absoluten Zahlen zwangsläufig bedeutet, dass die absoluten Todeszahlen Männer/Frauen in diesem Segment erheblich größer sein muss als 8/5

        • Ps.

          „zu Ist denn die Gruppe mit dem niedrigsten Todesrisiko in Ostdeutschland wirklich größer als 14%?“

          Da die Grenzziehung der Gruppengrenzen einer gewissen Willkür unterliegt, kann man die Gruppengrenze immer so legen, dass das ergebnis das gewünschte „narrativ“ unterstützt – Man kann die Gruppe so wählen, dass sie größer als 14% der Bevölkerung ist.

          Beim Verhältnis Männer/Frauen in der selben Gruppenkategorie geht das nicht.
          Daher ist der Vergleich der Absolutzahlen zwischen den Gruppen weniger aussagekräftig als der zw. Männern und Frauen in der gleichen – die Formulierung lenkt aber den Blick genau auf das Verhältnis der Absolutzahlen zw. den Gruppen und verschleiert die innerhalb der gleichen Gruppe.

    • Ja, die Formulierung habe ich wohl missverstanden. Die Gruppen sind nicht gleich gross, daher lässt sich die acht mal höhere Sterbewahrscheinlichkeit nicht als „es sterben in dieser Gruppe acht mal mehr Leute“ übersetzen.

  5. Die ersten diesjährigen Nobelpreise sind vergeben.
    Es sind alles nur alte weiße Männer.
    Das ist natürlich ein Problem.
    https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/der-nobelpreis-hat-ein-frauenproblem-a-1290715.html

    Darin wird auch auf diesen Artikel
    https://www.spiegel.de/karriere/wikipedia-warum-es-kaum-eintraege-ueber-wissenschaftlerinnen-gibt-a-1214462.html
    verwiesen, der das Problem ebenfalls anspricht, und außerdem noch wagt, das total sexistische Wikipedia (niemand wiederspricht) zu kiritisieren und endlich etwas feministischen Ausgleich dort zu etablieren (ähm …)

    • Vielen Dank für diesen Hinweis, Maddes!

      Weil es saukomisch ist, hier zunächst einmal die Artikelüberschrift von 2018: „Frauen in der Wissenschaft – Jetzt schreibt doch auch mal was!“
      Es wird befunden: „Noch immer werden Wissenschaftlerinnen in der Öffentlichkeit weniger wahrgenommen als ihre männlichen Kollegen.“
      Nein!

      „Eine junge Molekularbiologin aus den USA will diese Ungerechtigkeit nicht länger akzeptieren.“
      Ooooh!

      „Ihr neuestes Projekt: dafür sorgen, dass es mehr und längere Artikel über Wissenschaftlerinnen auf Wikipedia gibt.“
      Doch!

      SPON klärt zwischen durch unter „So funktioniert Wikipedia“ auf: „Wie wird man Wikipedia-Autor? Theoretisch kann jeder jederzeit und sogar anonym einen Beitrag erstellen.“

      Und wir kommen jetzt ins grübeln.
      Ist es etwa ungerecht, dass einfach jeder, fast sogar schon JEDE einen Beitrag auf Wikipedia erstellen kann?
      Ich glaube nicht. Nein! Doch! Ohhh!

      Aber weiter: „82 Prozent der 1,5 Millionen Biografien in der englischsprachigen Wikipedia handeln von Männern.
      Zaringhalam wundert das nicht: „90 Prozent der Wikipedia-Autoren sind männlich, da ist es kein Wunder, dass es wenige Artikel über Frauen gibt.“

      Angesichts der 90% Männer wäre jede Zahl darunter schon ein Beweis für eine existierende Frauenfreundlichkeit, denn dann schrieben Männer eben nicht nur über Männer.
      Oder es haben die 10% Frauen eben die 18% der der Biografien über Frauen geschrieben.
      Kann sie Belege für eine der beiden Thesen anführen?
      Nein, sie möchte einfach nur mutmaßen und ihre Mutmaßung dann für eine gültige Theorie halten.
      Ich glaube, so funktioniert Wissenschaft – zumindest gefühlte.

      Die Idee, dass Frauen einfach nur einen Artikel über weibliche Wissenschaftlerinnen erstellen und dann einstellen können hat sich auch zu Frauen herumgesprochen (Herv. von mir): „Gruppen wie WomenEdit oder Art+Feminism versuchen seit Jahren, weibliche Autorinnen zu fördern – mit Workshops zum Schreiben von Wikipedia-Einträgen.“

      Es gibt – in Deutschland – jedoch Workshops zum erstellen eines Artikel auf Wikipedia seit 2015, seit 2013 gibt es deutschsprachige Video-Tutorials auf Youtube, „How to Create a Wikipedia Article“ existiert auf Youtube seit 2010.
      Das heroische „Frauen-organisieren-einen-Workshop-um-ihre-Diskriminiiiiierung-auf-Wikipedia“ zu bekämpfen ist im Jahr 2018 eine glatte Lüge gewesen.

      Der Witz geht jedoch weiter: „Sie (Allison Mayle) fügt als Erstes einem Artikel über die Neurobiologin Anne Churchland einen Preis hinzu, mit dem diese ausgezeichnet wurde. „Ich finde es auffällig, dass die Artikel über Frauen meist sehr kurz und nüchtern und die Artikel über Männer häufig sehr viel ausführlicher sind“, sagt sie.“

      Ich hingegen finde es auffällig, dass der Artikel bereits existiert und Allison ihn offensichtlich nicht verfasst hat.
      Statt für die „Ausführlichkeit“ selber zu sorgen, aktualisiert sie lediglich eine Liste und nöhlt herum. Klassisch.
      Daher: „Nur drei Teilnehmerinnen wagen sich an diesem Tag an das Verfassen eines eigenen Beitrags.“

      Es gäbe eine „Hürde“, „die sowohl männliche als auch weibliche Neu-Autoren vorsichtig sein lässt: Ihre Beiträge werden häufig von anderen Autoren wieder geändert oder gar gelöscht.“
      Korrekt. Es gibt Vandalen beiderlei Geschlechts, narzisstische Wikipedia-Admins (davon kann Arne Hoffmann ein Lied singen) und dennoch echte Experten, die bestehende Artikel ändern, jedoch auch für ungenügend halten.

      Davon zeugt das im Artikel genannte Beispiel: „Sie (Yael Heller Jekogian) hat schon Einträge auf Wikipedia verfasst, aber über ihrem Artikel über die Biologin Thandiwe Mweetwa aus Zimbabwe steht nun der Warnhinweis, der Eintrag entspreche wohl nicht den Richtlinien der Enzyklopädie. Es fehlten unabhängige Sekundärquellen, um die Relevanz des Beitrags zu belegen.“

      Sagen wir mal so, der Streit um die „Relevanz“ eines Artikels oder einer Biografie in der Wikipedia ist uralt und wird uns erhalten bleiben.
      Wer dagegen anführt: „genau das, meint Bibliothekarin Wacha, sei das Problem: „Jeder Wikipedia-Artikel muss mit Referenzen belegt werden. Diese Referenzen sind häufig Artikel in Publikumsmedien. Und in denen werden Männer häufiger genannt.“ hat ein echtes Problem mit der Wahrheit.

      Dass Männer häufiger genannt werden heißt im Umkehrschluss nicht, Frauen wären nicht existent. Im oben genannten Fall existiert die Frau durch eine Doku der BBC und Preisen u.a. von WINGS WorldQuest – aber nicht durch publizierte Fachbeiträge in renommierten Quellen.
      Die Eingangs suggerierte Frage „welche Forscherinnen in einem Fachgebiet herausragend“ sind wird durch eine solche Biografie nicht beantwortet.

      Was mich an diesen Artikeln u.a. nervt ist die unterschwellige Botschaft, für eine solche „weiblichere Weltsicht“ zu sorgen sei eigentlich nicht die Aufgabe von Frauen, sondern das sollten gefälligst Männer (auf Zuruf oder internalisiert) verrichten.
      Diese Frauen veranstalten einen Popanz aus einem simplen Artikel in der Wikipedia, der mit frei zugänglichen How-To-Videos auf youtube ohne „workshops speziell für Frauen“ zu erstellen wäre.
      Die geradezu beleidigte Reaktion auf die Zumutung, für Aussagen Belege finden zu müssen, bzw. Referenzen, von der immerhin eingeräumt wird, diese gelte für beide Geschlechter, finde ich ausgesprochen vielsagend.

      Den heroischen Gestus des „hackathon“, in dem feministische Autorinnen jetzt endlich, wirklich und tatsächlich für eine „weiblichere Weltsicht“ in der Wikipedia sorgen wollen gibt es seit Jahren und jedes Jahr aufs Neue.

      Seit Jahren gibt es die Klage – u.a. durch das Führungspersonal der Wikipedia (!) selbst – die Autoren der Wikipedia seien zu männlich, zu weiß und zu alt. Was mich in letzter Konsequenz an den guten alten Brecht erinnert: „Es wäre besser, die Regierung setzte das Volk ab und wählte sich ein Neues.“

      Dieses „Volk“ setzt sich ganz ohne maulen hin, verfasst Artikel, verbessert existierende und möchte nicht ständig über den Kopf gestreichelt und ermuntert werden für eine Arbeit, die es aus eigenem Interesse verrichtet und weil es ihm Spaß macht.

      Die simple Botschaft, sich einfach hinzusetzen, zu schreiben, zu veröffentlichen, sich mit anderen über das Verfasste auseinanderzusetzen und ansonsten einfach mal die Fresse zu halten ist für Frauen erstens unzumutbar.
      Zweitens gibt es für den Artikel in der Wikipedia kein Zeilenhonorar – für das jährliche Nöhlen über die Zusammensetzung der Wikipedia-Autoren nach Geschlecht hingegen schon.
      Deshalb wird es solche erbärmlichen Artikel weiterhin geben.

    • Arne hat den Artikel heute auch.
      Ein Leser schreibt ihm

      „Interessant daran jst, dass die Kommentare unter dem Artikel mal wieder deutlich mehr Sachkenntnis aufweisen als der Kommentar selbst. Dort wird nachvollziehbar erklärt, warum die Gewinner nun mal meist alt, weiß und auch männlich sind.“

      Eine Einschätzung, die ich nur sehr bedingt teile. Dort wird nämlich wiederholt und regelmäßig betont, dass Frauen „erst“ seit ca. 40 Jahren in die naturwissenschaften „drängen“ würden – warum hab ich das noch nicht mitbekommen?

      Und weil von Studium bis Nobelpreis nunmal einige Zeit verfließe, müsse man sich eben gedulden.

      Nun ist es richtig, dass die meisten laureaten auch dieses Jahr den Preis erst spät im Leben erhalten – aber das ist nicht ausschließlich so.
      Von den drei Physik-laureaten ist Didier Queloz der jüngste – Jahrgang 1966.

      Aber auch unter den jüngeren Preisträgern ist die Quote kein stück „besser“.

      Niemand der dortigen Kommentatoren traut sich an die unangenehme Wahrheit, dass die Intelligenzverteilung zwischen den Geschlechtern zwar den selben Maximalwert hat, aber eine unterschiedliche breite – und es daher in den Ausläufern sowohl am niedrigen wie am hohen Ende der Verteilung mehr Männer gibt.

      Ein Vorschlag zur Güte:

      Wir könnten es ja wie beim Sport machen:
      Einen Nobelpreis jeweils für Männer, und einen unabhängigen für Frauen, bei dem dann die Anforderungen entsprechend gesenkt werden.

      Wir kennen solche Verfahren doch.

      • „Eine Einschätzung, die ich nur sehr bedingt teile. Dort wird nämlich wiederholt und regelmäßig betont, dass Frauen „erst“ seit ca. 40 Jahren in die naturwissenschaften „drängen“ würden – warum hab ich das noch nicht mitbekommen?“

        Ja, wir konnten uns in den 80er Jahren vor andrängenden Frauen kaum auf den Beinen halten (würg).

        Werfen wir einen Blick auf die Laureaten:
        Nobelpreise wurden erstmals 1901 vergeben.
        Schon 1903 wurde mit Marie Curie erstmals eine Frau ausgezeichnet (Chemie), also zu einer Zeit, wo Frauen in MINT-Fächern generell kaum häufiger vorkamen, als fliegende Einhörner. 1911 bekam sie den Physik-Nobelpreis und ist damit bis heute eine von nur sechs Laureaten seit 1901, die den Nobelpreis zweimal erhielten.
        Stellt man sich so Frauenfeindlichkeit vor? Wohl eher nicht.

  6. via danisch

    Feministinnen fordern Frauenquote und beschweren sich wenn Frauen irgendwo nicht repräsentiert sind (keine Männer ist aber okay, selbst bei Themen die nur Männer betreffen)

    Frauen werden eingeladen, auch weil sie Frauen sind und man bemüht sich, keine reinen Männerrunden zu erhalten (was an sich schon idiotisch ist).

    Feministinnen kriegen was sie wollen.

    Frauen sind unzufrieden mit dem was sie gekriegt haben.

    Feministinnen geben Männern die Schuld.

    • Wenn sie davon genervt ist, bedeutet das, dass Frauen wohl ständig gefragt werden.
      Feministinnen behaupten aber zugleich, Frauen werden immer übergangenen.
      Welche Information stimmt nun?

    • Feministinnen fordern Frauenquote und beschweren sich wenn Frauen irgendwo nicht repräsentiert sind…

      Sie beschwert sich wohl allerdings darüber, weil sie nur als Frau gefragt wird – und nicht weil sie so überragende Kompetenz in Wasauchimmer besitzt.

      So ist das halt, wenn man nur eine Quotenfrau ist, die außer maulen und herumheulen nichts kann. 😉

    • Kann ihr mal bitte jemand, der Twitter hat, antworten:
      Aber selbstverständlich, Frl. Reschke, ist es keine Gleichberechtigung, wenn eine Person, die nicht die erkennbare nötige Expertise, Seriosität, Kredibilität, Reputation, natürliche Nachgefragtheit/Attraktivität/Autorität hat, aber aufgrund ihres Geschlechts und eines Geschlechterquotengesetzes gegenüber einer Person des anderen Geschlechts, die ein solches – o.g. – nötiges Attribut vom Auftrags[ver]geber/Vertragspartner zuerkannt bekommt, von diesem bei der Auftragsvergabe/Vertragspartnerwahl bevorzugt wird. Und falls da kein Gesetz dieser Art eine Rolle spielt, stellt sich die Frage nach Gleichberechtigung auch nicht, Frl. Reschke. Um ein kurzes, eindrückliches Beispiel zu geben: Sie wollen bei Erwachsenen mitspielen, d.h. von ihnen als erwachsen (an)erkannt werden? Werden Sie erwachsen! (Dann verlieren Sie, nebenbei bemerkt, auch Ihre Unreife und die daraus resultierende narzisstisch gestörte Hybris, andere Leute erziehen zu wollen.) – Oder sollte, wenn Polygamie/Vielehe nicht verboten wäre, ein Schwuler (oder parallel zum AGG – exkl. § 24 – ähnlich gelagertes Bsp.: eine Muslima) sich auch in meine Ehe reinklagen können, weil ich ihn (bzw. sie) aufgrund seines Geschlechts (bzw. ihrer Religion) bei meiner Ehepartnerwahl nicht berücksichtigt, also ihn (bzw. sie) diskriminiert habe? Na, welch ein Glück, dass die ehelichen Pflichten aufgehoben wurden …

    • „Ich will haben, dass Frauen Mint studieren – aber doch ich nicht.

      ich will haben, dass Frauen auf solchen Podien vertreten sind – aber doch ich nicht.“

      • „Ich will haben, dass Frauen Mint studieren – aber doch ich nicht.

        ich will haben, dass Frauen auf solchen Podien vertreten sind – aber doch ich nicht.“
        Semikolon (eine Vollblutfeministin)

  7. „Das Volk hatte nun seine Angst verloren. Dass es seinen Sieg auf friedliche Weise zum Ausdruck brachte, machte diese Revolution einmalig. Martin Walser formulierte dies 1989 so:

    „Die Deutschen in der DDR haben eine Revolution geschaffen, die in der Geschichte der Revolutionen wirklich neu ist: die sanfte Revolution.““

    https://www.achgut.com/artikel/9_oktober_1989_die_letzten_tage_der_gewalt

    Denn müsste der Tag der deutschen Einheit heute, am 9.10. sein, um die Revolution angemessen zu würdigen! Aber das macht auch der verlinkte Arikel.

  8. Das betrifft die „New Age-Psycho-Industrie“:

    „And yet, not only do therapists continue to treat people for “traumatic dissociation” (including at least one of the children who accused Jerry Sandusky of abuse) it’s also coming back in media and popular culture. In December 2018, a few months after Christine Blasey Ford testified against Supreme Court Justice Bret Kavanaugh in Congress, Cosmopolitan published an article about “Zoe,” a woman who claims to have been raped and remembered it years later. The author’s only acknowledgment that the entire concept of repressed memories has been debunked is captured in one parenthetical: “(the term ‘repressed memories’ is controversial among psychologists).” She goes on to define it as “a form of dissociative amnesia, a disorder in which a patient doesn’t actively remember something traumatic that happened to them, usually because they detached mentally during the event as a coping mechanism.”

    According to Loftus and others, this is just repressed memories, updated and rebranded for the current era. And there is real danger to this: As we saw during the last repressed memory craze, believing allegations without evidence can, has, and will ruin lives. The psychological establishment, as well as victims’ advocates and the press, would do well to remember the past and work to prevent it from taking hold once again.“

    https://www.thestranger.com/slog/2019/10/08/41626084/repressed-memories-are-back-baby#

    Der Massenwahn mit verdrängten traumatischen Erfahrungen in den 90ern, sehr interessant.

    • ich weiß nicht welcher Kommentar besser ist:
      „nobody expects the spanish inquisition“
      oder
      „I would have been overcome by an unresistable desire to chant and beat my head with a board.“

  9. SZ zu den Schüssen in Halle

    https://www.sueddeutsche.de/politik/halle-synagoge-schuesse-1.4633708

    „B. filmte seine Taten und lud das Video bei einem Livestreaming-Dienst hoch. Kurze Zeit später löschte dieser jedoch die Aufnahme. Das Video, das die SZ einsah, dauert knapp 36 Minuten. Gleich zu Beginn leugnet der junge Mann mit Glatze in schlechtem Englisch den Holocaust und hetzt gegen Juden, Feminismus und Flüchtlinge, er sagt: „Die Wurzel all dieser Probleme ist der Jude.“

    hetzt gegen Juden, Feminismus und Flüchtlinge.
    Morgen sind in der gesamten Presse Nazis, Männerrechtler und Antifeministen alle der selbe Abschaum.
    Man könnte kotzen.

    • Hat zumindest nicht lange gedauert, bis der Link zur toxischen Männlichkeit hergestellt wird.

    • Habe gerade die offenbar ziemlich rechte Site 19vierundachtzig.com gefunden, die ich noch nicht gekannt habe, auf der zumindest die Selbstvorstellung des Täters im Video zu sehen sei.

      https://19vierundachtzig.com/2019/10/09/halle-das-ist-der-taeter-er-hat-die-tat-live-auf-twitch-uebertragen/

      Er gibt den klassisch deutschen Namen Anan an.
      Spricht angeblich auf englisch und deutsch in dem Video, bislang ist aber nur englisch zu sehen.

      Natürlich heißt es heute überall in der Presse, er sei „deutscher“ – was erleichtert die Schuldzuweisung auf die „richtigen“ richtet.
      Interessant wäre dennoch, wie lange er schon deutscher ist. Ich tippe auf Russlanddeutsch, und ein Akzent im deutschen wäre mindestens interessant.

      Bemerkenswert:
      Das ist eine offenkundig rechte Website.
      Wer nun gedacht hätte, da Sympathien für den Täter/die tat zu finden, wird enttäuscht:
      Er wird als „dumm wie Brot“ beschimpft.

      P.,S. die Einschätzung zu diesem „deutschen“ findet sich auch auf Twitter

    • Gamergate ist schuld

      • „Ausgerechnet Marina Weisband, die vor wenigen Jahren noch als Nazi beschimpft wurde, da sie aktive Piratin war…“

        Bedarf es einer Begründung?
        Gibt es heute überhaupt noch Menschen, die NICHT Nazis oder Kommunisten sind?

      • Weisband ist eine typische progressive Ideologin: alles baut auf der „Erbsünde“ der „Weissen“ auf:

        „Es gibt da eine Leiter. Ihre unterste Stufe sind innere Überzeugungen. Rassistische oder sexistische Überzeugungen, die wir alle in uns tragen. Auch ich. …“

        Von dort aus gibt es ein Kontinuum zu „Terror“.

        Um das alles zu stoppen muss die Gesellschaft nur ihre „inneren Überzeugungen hinterfragen“, was natürlich die rein mystisch-esoterische Idee ist, die der progressiven apokalyptischen Pseudoreligion zugrunde liegt.

        Für Weisband sind anscheinend ein grosser Teil der Deutschen potentielle Terroristen:

        „Rechter Terror muss zu dem zentralen Thema in Deutschland werden, das er faktisch schon ist.“

        Sicher wird Weisband auch Israel hassen, mal sehen, wann sie sich dementsprechend mit ihren grünen Freunden positioniert.

  10. Da ja gerade (nochmal) die absurde Diskussion gestartet ist, ob die DDR ein Unrechtsstaat war, und einige Linke sagen, es war keiner … nehme ich es mal zum Anlass die Arbeit „Geschlechtsspezifische[n] Überlebensstrategien im stalinistischen Gulag“ von Aila de la Rive (2000) zu präsentieren, falls bei der Verweigerung, sich dem strafbewehrten Schulkinderimpfzwang, dem strafbewehrten Staats(lizenz)schulgebäudeaufenthaltszwang für Kinder im staatlich festgelegten Schulalter oder ähnlichen totalitären Maßnahmen zu beugen, demnächst wieder die Drohung, in den GULasch zu gelangen (unser Staat hat Knast, aber voll), aufkommen sollte:

    https://www.grin.com/document/106519

    Daraus zitiere ich mal:

    „2. Erkenntnisse

    Die meisten der in der Zusammenfassung erwähnten Punkte betrafen sowohl Frauen als auch Männer, obwohl sie für die weiblichen Häftlinge wohl vielfach eine grössere Rolle spielten als für die meisten Männer. Abschliessend sollen hier nun noch einmal jene Faktoren zusammengestellt werden, welche ausschliesslich auf die Frauen zutrafen und ihr Überleben begünstigten:

    – Frauen konnten mit weniger Nahrung leben als Männer.
    – Frauen konnten sich durch Prostitution oder geschickte Auswahl eines Lagermannes materiell besser stellen.
    – Frauen konnten sich durch eine Schwangerschaft während einer bestimmten Zeitspanne erholen.
    – Frauen profitierten – bis zu einem gewissen Grad – von den traditionellen Geschlechterrollen.

    Diese vier aufgelisteten Punkte sind mehr oder weniger objektiv, und sie hätten sicherlich allein schon ausgereicht, um die Überlebensrate der internierten Frauen gegenüber jener der Männer zu verbessern. Was die Lagerinsassinnen aber wirklich zu ‘einer speziellen Katergorie von Opfern’ machte, ist ihre enorme Konsensfähigkeit, die sie in allen der untersuchten Lager, sowohl während der Stalinära als auch danach, bewiesen. Es wäre interessant, durch weitere Untersuchungen heraus zu finden, inwiefern sie sich in diesem Punkt von ihren männlichen Leidensgenossen unterschieden; denn dass diese Konsensfähigkeit ganz wesentlich zum Überleben der Frauen beigetragen hat, ist offenbar.“

  11. Wenn Männer zu Prostituierten gehen, ist das fiese patriarchale Unterdrückung und Ausbeutung.

    Wenn Frauen zu Sexworkern gehen, ist das eine luftig lichteWeise, ihr Leben zu verbessern.

    Das glaubst du nicht? Steht in diesem Artikel
    https://www.abc.net.au/news/2019-10-09/sex-industry-increase-in-australian-women-who-buy-sex/11578722

    Schönster unreflektierter Satz:
    „Having the sex that is right for each person is, I won’t say a right, but something that I think we can reasonably expect,“ Jocelyn says.

    Ich muss gleich mal schauen, ob die Autorin auch einen Artikel über Incels geschrieben hat.

  12. Suzie Grime
    @SuzieGrime
    „Fuck you, pay me. #Findom“

    Suzie macht ja jetzt Dominacontent und bettelt auch auf Patreon.

    Diese Frauen scheitern schon an den Basics des Lebens, schaffen es nicht im Leben, bzw. Berufsleben anzukommen und dort ein paar wenige Grundlagen zu meistern. Sie fordern aber, dass Frauen mehr in den Vorständen und Chefetagen oder als Speaker auf Podien vertreten sind. Und das sind die Vorreiter bzw. die Stimmen der feministischen Ideologie. Irgendwie peinlich.

    Anstatt sich auf Twitter vor Zynismus und herablassenden Kommentaren nur so zu überschlagen, wäre es für manche Leute wohl besser, man würde mehr Zeit in Bildung investieren und sich darauf konzentrieren weniger dumm zu sein.

    Gerade bei Schöndorfer stelle ich mir das aber auch ziemlich schwierig vor.
    Wenn man die soziale Kompetenz eines Kindes in der Trotzphase hat, wird es natürlich schwierig mit der Chefetage. Da wird es wohl bei jedem Job schwierig werden Fuß zu fassen.
    Der N(H)etzfeministische Zeitgeistscheiß wird nicht immer funktionieren. Was machen solche Leute dann?
    Aber auch irgendwie schlimm zu sehen, so ein langsames abgleiten in die völlige Geisteskrankheit.

    • Ich finde, es gibt respektable gründe, erst mit 34 Jahren ein Studium zu beginnen.
      Es gibt Leute, die sich auf dem 2 Bildungsweg und allen möglichen ungeraden Wegen so ein Studium erst mal erkämpfen müssen, und ich habe höchsten Respekt vor solchen Wegen.

      Aber wenn man mit 35 ein Studium beginnt, sollte man in der Lage sein, dies auch selbst zu finanzieren.

      • Soll das ein Witz sein? Ich war halt in den Semesterferien nicht mit dem Rucksack in Südostasien, sondern mit dem Blaumann in der Fabrik. Und habe auch sonst immer nebenher gejobbt. Habe mich trotzdem nicht überarbeitet.

        Gnädige Frau beginnt jetzt mit 34 ein Vollzeitstudium? Da kann man dem berühmten Gender Pay Gap ja förmlich beim Wachsen zuschauen.

      • „Es gibt Leute, die sich auf dem 2 Bildungsweg und allen möglichen ungeraden Wegen so ein Studium erst mal erkämpfen müssen, und ich habe höchsten Respekt vor solchen Wegen.“

        Ja das stimmt. Es sollte auch kein Rant gegen Leute sein, die diesen Weg des späten Studiums gehen, oder Leute, die wenig verdienen.
        Aber von Feministinnen, die ja als die Guten gelten und quasi täglich Männern erzählen, was sie zu tun haben, wäre es doch ganz angebracht, auch selbst eine gewisse Vorbildfunktion zu erfüllen, mit gutem Beispiel voran zu gehen, mal selbst etwas zu leisten und nicht nur Forderungen zu stellen.
        Warum dann auch wieder Soziologie, nicht MINT? Woke und alt genug ist sie ja um zu wissen, dass es dort zu wenige Frauen gibt.

        • „Meine Fresse. 34 Jahre, fängt an zu studieren, und studiert…. Soziologie.“

          Alles, nur nicht arbeiten!
          Und Denken gehört auch zu Arbeiten.

          Wetten, sie braucht 20+x Semester?

    • Schlimm daran ist das es Männer gibt, die da tatsächlich was bezahlen. Die haben nicht gelernt dass sie dafür nichts erwarten können und diese Frauen wirklich einfach denken das sie das verdient haben.

  13. Wir haben ja alle brav gelernt, dass generische Maskulina bei Personenbezeichnungen dazu führen, dass Frauen sich nicht angesprochen fühlen, und dass das die toxische Wirkung hat, dass Leute sich dann instinktiv nur Männer vorstellen, wenn z.B. von Lehrern oder Ärzten geredet wird.

    Ich schlage folgendes experiment zur verifizierung vor, der sich an die entsprechenden tatsächlichen Versuche zum thema anlehnt:

    In einem Text sei einmal von Menschen (der mensch – maskulin) die Rede, einmal von Leuten (plurale tantum – geschlechtslos. „der Leut“ wird gelegentlich ironisierend verwendet, gibt es aber nicht wirklich), und einmal von Persone (die Person – femininum).

    In einem Text sei einmal vom Leiter (mask), Gruppenleiter (mask), Lehrer die Rede, in einem gegenstück von einer Führungskraft (fem), Fachkraft (fem), Lehrkraft (fem.) etc. die Rede.

    Denken die Leute bei den generischen feminina nun automatisch eher an Frauen, wie es die reine Lehre der feministischen Linguistik erfordert?

    Aufgabe:
    Erklären sie, warum das Ergebnis die Unterdrückung von Frauen belegt.

    • Bei belleslettres habe ich gehört, dass es diese „Denkt eher an einen Mann“ Untersuchung gab, indem der selbe Versuch mit Deutschen und mit Engländern durchgeführt wurde.

      Im Englischen gibt es die *in Form nicht, da ist alles generischer Genus*.

      Es gab keine Unterschiede zwischen den englischen und den deutschen Personen, wann sie in welchem Ausmaß an Männer dachten oder nicht.

      (*Nicht: Maskulinum, das gibt es nicht).

  14. @Christian: Warum werden Kommentare von mir hier zum (mehrfach) wiederholten Male nicht veröffentlicht? Verstoßen sie gegen Gesetze oder gegen Regeln dieses Blogs? Wenn ja: gegen welche und inwiefern? Oder hast du was gegen die Inhalte, gegen mich oder gegen meine Ansichten? … Ich finde es schade, dass du auf meine Frage, die ich dir beim Blog-Artikel „Antifa“ stellte (derzeit unterster Kommentar) nicht antwortetest. Denn ohne Feedback weiß ich ja nicht, woran ich bin, und werde keine ausführlicheren Kommentare mehr schreiben (denn das Risiko, dass sie – m.E. respektloserweiser – „zensiert“ werden und mein Zeit- und Energieeinsatz umsonst war, ist mir dann zu hoch) – was mir dann allerdings auch generell das Interesse an dem Blog schwinden lässt. (Liegt das in evtl. deinem Interesse? Sag einfach, wenn ich oder meine geäußerten Ansichten/Meinungen teilweise hier nicht erwünscht sind von dir. Dann bleibe ich fern.) Momentan muss ich bspw. davon ausgehen, dass du es in Ordnung findest, wenn Kommentatoren wie Crumar mich diffamieren (wie bei „Antifa“ geschehen), es aber nicht in Ordnung findest, wenn ich diesen Diffamierungsversuch offenlege, Fragen stelle, wie Crumar dazu kommt, und meine Sicht der Dinge dazu ausführe. Unverständlich ist mir, was dazu geführt hat, dass mein im hiesigen Kommentarbereich getätigter Kommentar zu den wissenschaftlich untersuchten geschlechtsspezifischen Überlebensstrategien im Gulag (und den dortigen Bedingungen und Auswirkungen der geschlechtlichen Unterschiede) von dir nicht veröffentlicht wurde. Kannst du das mal bitte erläutern? Danke schon mal im Voraus!

    • „@Christian: Warum werden Kommentare von mir hier zum (mehrfach) wiederholten Male nicht veröffentlicht?“

      ich habe alle Kommentare freigeschaltet, die auf „zu moderieren“ standen. Ich schau gerne noch mal im Spam nach. Was für Kommentare waren es denn?

      • Ja, jetzt ist der Kommentar hier freigeschaltet, vorhin war er es noch nicht (und ich hatte ihn vergangene Nacht schon geschrieben/abgesendet). Dann wäre das einfach mal abgehakt, auch wenn ein komisches Gefühl zurückbleibt.

        Da ich nun dachte: „Na, vielleicht hat er ja auch nochmal beim Blog-Artikel „Antifa“ nachgeschaut und auf meine dort gestellte Frage geantwortet oder meinen Kommentar doch noch freigeschaltet (ich weiß ja nicht, wie die Blogsoftware gestaltet ist)“, wollte ich den Blog-Artikel „Antifa“ nochmal ansteuern. Dieser ist nun nicht mehr da. Hast du ihn gelöscht? Wenn ja: warum? ^^

  15. „I’ve been with Extinction Rebellion (XR) from the start. I was one of the 15 people in April 2018 who came together and made the collective decision to try to create the conditions that would initiate a rebellion. I was a coordinator of one of the original five working groups, and I’ve been organising with XR day-and-night since then …..“

    Ein Mitgründer der „ER“ macht klar: es ist der Intersektionalismus, nicht nur das Klima:

    „… And I’m here to say that XR isn’t about the climate. You see, the climate’s breakdown is a symptom of a toxic system of that has infected the ways we relate to each other as humans and to all life. This was exacerbated when European ‘civilisation’ was spread around the globe through cruelty and violence (especially) over the last 600 years of colonialism, although the roots of the infections go much further back.“

    “ … white-supremacy centres whiteness and the experience of white people ….
    … patriarchy centres the male experience, and excludes/hinders female assigned people from public life …. Eurocentrism …. hetero-sexism/heteronormativity … class hierarchy …. There are other delusions.“

    Ich sehe nur „ER“ selbst in der unheilvollen Tradition von „Eurozentrismus“ und ideologisch verbrämten Wahn, der nur die Spielfiguren gewechselt hat, nicht den Inhalt.

  16. Eine echte Ausnahme ist diese realpolitische Analyse türkischer Interessen vis a vis der US-amerikanischen:

    https://www.wsj.com/articles/turkey-has-legitimate-grievances-against-the-u-s-11570576128?shareToken=st86f3e1fc0f63404e9b53622501437232&reflink=share_mobilewebshare

    Turkey Has Legitimate Grievances Against the U.S.
    Trump is right to pull back from supporting PKK-affiliated Kurds in northern Syria.

    Genauso richtig allerdings wäre ein wirtschaftlicher und militärischer Totalboykott Ankaras und eine heimliche militärische Unterstützung der Kurden.

  17. Langer Faden, die Namen der Akteure werden nicht genannt, sie sind ja auch austauschbar:

  18. Zur Psychologie des apokalyptischen Öko-Kults:

    „…. in a post-Christian culture we retain, deep down, our belief in the end-times, but lose our notion that they are controlled benignly by God. Instead, we hope that Paradise could be created by Man but fear and expect that Man will fail and instead create Hell.

    This seems to me really be at the root of the “billions will die” meme of climate change alarmism. Our post-Christian culture over-interprets the signs of the times, from a deep ingrained cultural expectation that the end is nigh, believing that it was (and, we hope against hope, still is) in our power to create Utopia, but we know deep down that we will fail and create our own Hell and we are shamed and hate ourselves for it.“

    https://archbishopcranmer.com/bishop-endorses-extinction-rebellion/

  19. Die Faz (wie die „Tegesschau“ eben) rückt das antisemitische Terrorregime in ein schönes Licht, wie abartig zynisch:

    Historischer Tag für Frauenrechte in Iran

    https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/zuschauerinnen-beim-fussball-historischer-tag-fuer-frauenrechte-in-iran-16427204.html

    Und so wird dann die strikte Geschlechterapartheit dargestellt, als eine Art „Bonus“:

    „Für die Frauen hatte das Sportministerium vier separate Tribünen mit einer Kapazität von ungefähr 4000 Sitzen errichtet. Außerdem wurden extra für die Frauen weibliche Polizisten, Notärzte und Stadionführer eingesetzt.“

    Sogar Zäune gab es:

    „Für Kritik sorgten die extra für das Spiel umgebauten Zäune, die die vier Frauentribünen von denen der Männer trennen sollen.“

    Und freilich ist „Kritik“ im Iran erlaubt, das ist doch schliesslich kein „Unrechtsstaat“! Genausowenig oder weniger als die DDR…

  20. „Der Terror in Halle war viel mehr als ein „Alarmzeichen“: Wir haben es mit einem Systemversagen der offenen Gesellschaft zu tun. Wir brauchen jetzt keine Demonstrationen mehr. Sondern die Durchsetzung des Rechtsstaats.“

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article201718856/Terror-in-Halle-Nie-wieder-nie-wieder.html

    „Und die Verteidigungsministerin spricht von einem „Alarmzeichen“. Ein Zeichen war es vielleicht, dass wenige Tage zuvor, am 4. Oktober in Berlin, ein Syrer die Absperrung einer Synagoge überwindet, „Fuck Israel“ und „Allahu Akbar“ ruft und daraufhin ein Kampfmesser zieht. Er wird festgenommen und am Tag darauf wieder freigelassen. Neben Hausfriedensbruch bestehe kein weiterer Tatverdacht. Solche Zeichen werden verstanden. Als Einladung.“

    • „In Deutschland verschieben sich die Koordinaten. Und es braucht dringend geistige Führung, um alte Feindbilder, neues Sektierertum und irrlichternde Heißblütigkeit und Kaltherzigkeit mit klarem Kompass zu kalibrieren. Hoffnung gibt die ganz junge Generation, die sich politisch engagiert wie lange nicht mehr.

      Vor allem 15- bis 30-Jährige sind es, die beispielsweise in dem so wichtigen Kampf gegen eine verantwortungslose Klimapolitik aktiv werden und Verantwortung übernehmen. Eine schöne Geste wäre es da gewesen, wenn am Tag von Halle die Demonstranten der Extinction-Rebellion-Bewegung, als es um wirkliche Extinction ging, ihre Zelte am Potsdamer Platz abgebaut hätten und geschlossen zur Mahnwache vor der Synagoge in der Oranienburger Straße gelaufen wären. Ich hoffe, es war nur eine durch Zufall verpasste Chance.“

      Deren Ausrottungsphantasien betreffen doch gleich die ganze Menschheit und nicht „nur“ eine Religion!

      • Das Fundstück würde ich für repräsentativ halten, denn als messianische Bewegung ist die der Klimaapokalypse (ja die ganze progressive Bewegung als solche) traditionellerweise Konkurrenz zum Judentum, um so mehr als sie eine säkulare Christentumvariante ist. Aber das traut sich der Herr Döpfner sicher nicht zu schreiben. Man könnte aber sein „ich hoffe“ als ein Eingeständnis in diese Richtung deuten.

      • Beachtenswert!
        von Severin Tatarczyk
        Meinung: Der Halle-Kommentar von Mathias Döpfner und die Kritik daran von Ruprecht Polenz (und anderen)

        https://www.severint.net/2019/10/11/meinung-der-halle-kommentar-von-mathias-doepfner-und-die-kritik-daran-von-ruprecht-polenz/

        Zu dem Terroristen:

        „… Ausweislich der Aussagen in seinem twitch Stream – und ich habe diesen mitsamt aller grausigen Details gesehen – sieht er sich als Teil etwas viel größeren, als Einzelkämpfer gegen die jüdische Weltverschwörung. In seinem Verständnis ist er ein Global Player des Terrors – wie Breivik oder Tarrant. Mit dem Klein-Klein der deutschen rechten Szene will er gar nichts zu tun haben. Auf diesen Zusammenhang geht Döpfner ausführlich ein.“

        Jede Gesellschaft hat die ihr zeitgemässen Terroristen. Die des Westens sind heute auffallend individualistisch und fühlen sich verpflichtet eine allumfassende Erklärung des Weltgeschehens zu geben (wenn sie auch auf die notorischen und „bewährten“ Tropen zurückgreifen, wie zB den absoluten Klassiker Antisemitismus). Fast schon lustig, wie die kollektivistisch-antidemokratische Linke hier immer eine Megaverschwörung einer stillen Nazimehrheit ausmachen will, deren Inspiration „aus dem Internet“ stammen würde. Freier Meinungsaustausch muss ja an und für sich schlecht sein.

  21. Weil man Angst vor richtige schlimmen Menschen hat. Die werden geflissentlich ignoriert, während man sich sich dann an Ersatzfeindbildern abarbeitet. Zwang und sowieso jede Gewaltausübung sind vollkommen verpönt und indiskutabel, deshalb setzt sich eine Hierarchie der Stärke durch, die Mobber-Gruppen.

  22. Ich habe mich schon gefragt, wie lange es dauert, bis jemand nach den Morden von Halle das Stcihwort „Incel“ fallen läßt. Und schwupps…..

    „Tatverdächtiger aus Halle
    Menschen töten und sich selbst leidtun

    Während seiner Morde offenbart der Tatverdächtige von Halle, welche rechtsextremen Vorbilder er hat – und ein Bild von gekränkter Männlichkeit. Ein Gastbeitrag. “

    https://www.tagesspiegel.de/politik/tatverdaechtiger-aus-halle-menschen-toeten-und-sich-selbst-leidtun/25104378.html

    • Veronika Kracher ist freie Publizistin und Referentin mit den Themenschwerpunkten Feminismus, Antisemitismus, Alt-Right und Incels.

      „Themenschwerpunkt“ heißt hier: „Kann alle Mainstream-Vorurteile in einen Satz quetschen“.

    • Feedback auf nicht-inhaltlicher Ebene: Wenn jemand so religiöses wie du das Wort „verantwortlich“ verwendet, gehe ich vor genauerer Kontrolle von einem Missbrauch des Worts aus.

      Das ist analog zu „Männer sind verantwortlich für ALLE Kriege auf der Welt“.

      Ja, klar, die Aussage kann man so fällen, wenn man die Datenerhebung entsprechend frisiert hat.

  23. Hält eigentlich jemand den Anschlag von Halle für real? Ich hatte mit meiner Frau schon gewettet, dass vor den Wahlen in Sachsen oder Thüringen (Höcke!) sowas noch fehlt. Und voila! Die Dienste liefern prompt.

    Jetzt kann ich wieder zwei Wochen lang kein Radio hören. Ging heute früh schon los, bei SWR2 und DLF liefen in Dauerschleife irgendwelche bescheuerten Soziologen, die sich als „Rechtsextremismusexperten“ ausgaben und alles verteufelten und zusammenassoziierten, was ihnen nicht ins Weltbild passt und nun „bekämpft“ und verboten werden muss. UNERTRÄGLICH!

    Ich bin gerade dabei Dirk Pohlmanns Vorträge anzuhören, bezüglich Desinformation und tiefer Staat und ich muss sagen: das deprimiert mich zutiefst, ich muss mich richtig zwingen, die bis zum Ende durchzuhalten. Man verliert jegliche Illusion über das System in dem wir leben. Aber wirklich jede! Wir sind reine Manipulationsmasse, dumme Manipulationsmasse, die von vorne, hinten, oben und unten geknetet und mit einem Grinsen im Gesicht vera*scht wird.

    Als passionierter VTler ist mir die Sichtweise nicht neu, der Zynismus, die rücksichtslose Brutalität (allein beim Gladio-Verfahren in Italien starben wohl 40 Leute: Zeugen, Journalisten, Anwälte, Richter etc. in Deutschland gab es wegen Weisungsbefugnis m.W. gar nicht erst ein Verfahren), die kriminelle Energie (dass das cia sich teilweise über Drogenhandel finanziert, ist nachgewiesen) sind trotzdem schwer zu ertragen. Wir leben eine Politik-Illusion, während eine von uns finanzierte Mafia die Steuerknüppel in der Hand hält und geschickt und subtil Interessen von Kreisen durchsetzt, über die wir höchstens spekulieren können. Und egal was wir tun, es wird kaum was ändern und wenn doch, legt man uns rechtzeitig um. Das ist doch ein Alptraum! DDR und Stasi waren Kindergarten dagegen!

    Aus meiner jetzigen Perspektive bekämpfen sich da zwei Geheimdienste in Deutschland. Die einen inszenieren und triggern islamische Anschläge, die anderen machen selbiges mit „rechten“ Anschlägen. Die einen wollen der AfD nutzen (der LKW-Zwischenfall lag zeitlich auch sehr günstig vor der Wahl), ich vermute dahinter stecken Teile des Verfassungsschutzes, der andere will bewusst Deutschland zerstören, durch ungeregelte Massenmigration, überzogene Umweltforderungen usw. und bekämpft daher alles „rechte“ bis weit in konservative Kreise und Ideologien hinein. Ich vermute dahinter cia, mi5 oder mossad, mit der Absicht, Deutschland schwach und abhängig zu halten, um die Achse Deutschland-Russland-China, so gut als möglich zu schwächen und zu kontrollieren, denn wenn die steht, ist das US-Empire endgültig am Ende…

    Ist aber nur eine Vermutung. Vielleicht steckt auch was ganz anderes dahinter. Eine späte Rache wegen des „Holocaust“ oder irgendeine andere abstruse Ideologie… weiß der Teufel.

    • @Androsch, das ist doch Wahnsinn, was du da schreibst. Komm mal runter davon und trete deinen „Quellen“ viel kritischer gegenüber …. es gibt so unglaublich viel davon …. der Weltuntergang drängt sich heute in beliebiger Variante auf — ab in die Tonne damit!

      • Nein, nein, mein Lieber! Ich sehe der Realität in die Augen, auch wenn es schmerzt. Die Quellen die ich benutze, von Mausfeld über Pohlmann bis hin zu Ganser arbeiten so, wie Journalismus immer arbeiten müsste! Und sie werden dafür geschnitten und (im ebenfalls von den Diensten massiv unterwanderten) Wikipedia verleumdet. Schau dir ihre Dokus an und prüfe selbst, was du kannst!

        Es ist so! Mach die Augen auf! Vom 9/11 (der mit 99,999%iger Wahrscheinlichkeit von den Diensten zumindest gekapert wurde), über den NSU-Fall (der 10 Meilen gegen den Wind nach tiefer Staat stinkt und auch ein mysteriöses Zeugensterben hatte) bis hinzu Dutroux (auch dort Zeugensterben und seltsame Zusammenhänge en masse)! Und das sind nur die großen, die gut untersuchten Fälle, allein der Kleinkram an Attentaten und Amokläufen in Deutschland und den USA, offenbart bei einem näheren Blick so gut wie immer irgendwelche gruseligen Schweinereien und Manipulationen!

        Erinnerst du dich an den Fall Babtschenko? Angeblich von Russen ermordet, auf offener Straße, vor seiner Freundin, viel Blut, Blablabla, böse Russen usw., einige Tage später taucht er wieder auf:
        https://www.watson.de/international/politik/281395090-angeblich-ermordeter-russischer-journalist-taucht-ploetzlich-wieder-auf

        KEIN VERDAMMTER JOURNALIST der versammelten Qualitäts-Weltpresse hat tief genug recherchiert, um auf die Widersprüche zu stoßen! Das Ding war von vorne bis hinten inszeniert! Nur so zur Dokumentation, was heutzutage möglich ist.

        Wie sicher wissen wir, ob die angeblich Erschossenen in Halle wirklich tot sind? Werden wir ihre Identität erfahren? Recherchiert irgendeiner der „im Kampf gegen rechts“ befindlichen Haltungsjournalisten auch nur einen Millimeter unter der Oberfläche?

        Davon abgesehen sind die Aussagen vollkommen logisch, wenn man davon ausgeht, dass an den Schalthebeln Psychopathen sitzen (was aufgrund der Aufstiegsselektion wahrscheinlich ist). Dass die Dienste nach Jahrzehnten der Forschung nicht mehr auf dem Stand der 50iger Jahre sind und mittlerweile z.B. zwei Komponenten-Gifte einsetzen (die sich im Körper nicht mehr nachweisen lassen und Herz- oder Schlaganfall auslösen) ist naheliegend. usw. usf. man braucht kein VTler zu sein, um das einzusehen. Ebenso dass solche Möglichkeiten ge- und mißbraucht werden.

        Apropro Fakes: hat jemand mal wieder was vom „Rechtsterroristen“ Stephan Ernst (angeblicher Lübcke-Mörder) gehört, der nach seinem Anwaltswechsel (allein das hochspannend) sein angebliches Geständnis widerrufen hat? Das ist das Letzte über den Fall, was ich finden kann. Nachdem man es maximal ausgeschlachtet hat, bleibt es still. Das Verfahren sollte aber noch laufen und ist sicher interessant…

        • Ich glaube, die ganze „VTologie“ lebt im Wesentlichen davon, dass es für Menschen ziemlich unerträglich ist, anzuerkennen, wie Sinnlosigkeiten und Verrückheiten die Welt beherrschen. Das „der Realität in die Augen“ sehen ist dann nur noch, Erklärungsmuster drüberzustülpen, die der höchst eigenen Befindlichkeit irgendwie schmeicheln und schön erscheinen.

          Dass der Halle-Terrorist jetzt einfach mal zwei zufällige Leute auf widerwärtigste und höchst sinnlose Weise umbringt, passt da einfach nicht in das Konzept einer geordneten Welt, hierher wohl deine Skepsis, es hätte wirkliche Opfer gegeben. Glücklicherweise hat ua die „Bild“-Zeitung diese bedauerlichern Opfer aus der Anonymität geholt, damit wir alle Anteil an ihrem Schicksal nehmen können. Das hättest auch ich oder du sein können, @androsch. Der eigentliche Mut hier besteht glaube ich darin, in dieser Vernichtung die tiefe Sinnlosigkeit zu erblicken, die grössenwahnsinnig meinte alleine die Wirklichkeit zu sehen.

          • „Ich glaube, die ganze „VTologie“ lebt im Wesentlichen davon, dass es für Menschen ziemlich unerträglich ist, anzuerkennen, wie Sinnlosigkeiten und Verrückheiten die Welt beherrschen. Das „der Realität in die Augen“ sehen ist dann nur noch, Erklärungsmuster drüberzustülpen, die der höchst eigenen Befindlichkeit irgendwie schmeicheln und schön erscheinen.“

            Ich glaube du hast nicht mehr alle Tassen im Schrank! Setzt dich gefälligst mit den recherchierten Fakten auseinander, statt hier altkluges Soziologengeschwätz abzusondern!

            Meiner „höchst eigenen Befindlichkeit“ schmeichelt es im Übrigen nicht im Geringsten, im Gegenteil, ich hasse es und wünschte, es wäre anders! Aber es ist erstens plausibel und zweitens nachgewiesen, was eher dich zum Realitätsleugner macht (sowie die Mehrzahl der Bevölkerung, einfach weil die Tatsachen schwer zu ertragen und kaum zu glauben sind).

            Oder willst du uns allen Ernstes einreden, ein weltweites Imperium, wie die USA, baut man mit „gut zureden“ und Samthandschuhen?

            „Dass der Halle-Terrorist jetzt einfach mal zwei zufällige Leute auf widerwärtigste und höchst sinnlose Weise umbringt, passt da einfach nicht in das Konzept einer geordneten Welt, hierher wohl deine Skepsis, es hätte wirkliche Opfer gegeben. Glücklicherweise hat ua die „Bild“-Zeitung diese bedauerlichern Opfer aus der Anonymität geholt, damit wir alle Anteil an ihrem Schicksal nehmen können.“

            Beim Breitscheidplatzanschlag sind immer noch nicht alle Opfer offiziell bekannt, soviel ich weiß. Was die Identität der Opfer angeht: warten wir mal schön ab, nicht? Die B*ld, als cia-Gründung und Israel-Verteidigungsflaggschiff, ist bei solchen Sachen ungefähr so zuverlässig und glaubwürdig, wie die Emma in Männerrechtsfragen. Aber schon klar, dass du daran keinen Zweifel haben kannst, deine von Doppelmoral geprägten Prioritäten, lässt du ja oft genug hier heraushängen.

            Den Halle-Anschlag einzuordnen und die Widersprüche und Unsinnigkeiten zu sammeln, wird noch einige Wochen dauern. Bis dahin sind die MSM längst weitergezogen und die Wahl ist gelaufen…

    • Hält eigentlich jemand den Anschlag von Halle für real? Ich hatte mit meiner Frau schon gewettet, dass vor den Wahlen in Sachsen oder Thüringen (Höcke!) sowas noch fehlt. Und voila! Die Dienste liefern prompt.

      Grundsätzlich dazu: Das wäre ein Motiv, allerdings lässt sich fast immer ein Motiv finden. Deshalb qualifiziere ich ein mögliches Motiv allenfalls als sehr schwaches Indiz.
      Ebenso grundsätzlich gehe ich davon aus, dass die Dinge so sind, wie sie scheinen, so lange ich nicht berechtigte Zweifel habe, d.h. starke Indizien, die gegen den Anschein sprechen. Natürlich kann ich damit falsch liegen, es scheint mir aber die richtige Herangehensweise, wenn die Informationen unvollständig und möglicherweise zweifelhaft sind.

    • Der Anschlag von Halle ist eine herrliche Gelegenheit, die AfD anzugehen.
      Zwar wurde relativ schnell darüber berichtet, dass der Täter in der Blase der amerikanischen Altright-Bewegung radikalisiert wurde und er null Kontakt zu hiesigen rechten Gruppen hatte. Aber dennoch war sich die gesamte Medienlandschaft sofort einig: die ganze Schuld liegt einzig und alleine an der AfD.
      Mal sehen, welche verschärften Gesetze als nächstes kommen.

    • Was mich an der Berichterstattung ebenfalls ankotzt: es heißt immer Angriff auf Synagoge und Dönerbude (beides richtig), gestorben sind aber zwei nichtjüdische, nichtmuslimische Deutsche ohne Migrationshintergrund. Diese Toten sind aber anscheinend nichts wert.
      Es gibt zig Interviews mit den Gläubigen aus der Synagoge; sie werden als „Überlebende“ dargestellt. Zu welchem Zeitpunkt war deren Leben hinter den (leider zu Recht) verammelten Türen de facto in Gefahr?
      Wo sind die Interviews mit den Kunden der Dönerbude, die in den MP-Lauf geguckt haben? Wo sind die Augenzeugenberichte derer, die mitbekommen haben, wie der armen Frau in den Rücken geballert wurde? Wo die der Leute, die im Dönerladen um ihr Leben gefleht haben?
      Keine Muslime, keine Juden, keine „Geflüchteten“, kein Wert als Opfer.

  24. Ähnlich wie Herr Döpfner findet „Mena Watch“ zu einer klaren und deutlichen Diagnose des Problems:

    „Deutschland ist offensichtlich nicht mehr in der Lage, seine Bürger zu schützen. Nicht vor Terroranschlägen von Islamisten, nicht vor Terroranschlägen von Rechtsextremen, nicht vor Gewalttaten von Migranten vor allem gegen Frauen. Allen drei Tatgruppen ist gemeinsam, dass sich das Land zwar im Anlassfall in betroffenen Posen gefällt, aber nicht willens ist, mit aller Entschlossenheit von Polizei und Justiz dagegenzuhalten. Und sich scheut, die Dinge beim Namen zu nennen.“

    https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/der-anschlag-in-halle-protokoll-eines-staatsversagens/

    Der praktische Totalausfall der Bundeswehr wäre in diesem Kontext auch zu nennen.

    Das Stück oben ist allein deshalb lesenswert, da es die Tat minitiös nachzeichnet, selten kam der pure Horror des Terrorismus besser raus als hier….

  25. Zum ersten Mal ist eine youtuberin, der ich folge, gestorben.
    Die stay-at-home-&homeschooling-mom Andrea Mills war schwanger mit ihrem 9. Kind als ihre Krankheit auffiel, wenige Wochen später war sie bereits tot. Ihr Mann dokumentierte in kurzen Clips das Geschehen ihrer letzten Tage und hat jetzt einen zusammenfassenden Chat hochgeladen:

    • „we should instead be training men and boys to aspire to women’s cultural norms, and selling those norms to men as both default and desirable.“

      Wie orginell….

      Der übliche blasierte, arrogante und kaltherzig-hassende Feminismus, der so tut als sei er die reine Empathie.

      „As long as the threat of emasculation is a baseline terror for men, encouraging them to act more like women still instinctively feels like a form of humiliation.“

      Es geht ja um nichts als sadistische Erniedrigung seitens dieser neuen Herrenmenschen, die man jetzt Frauenmenschen nennen müsste, wäre es nicht so albern.

      „Ruth Whippman, the author of “America the Anxious,” is working on a book about raising boys.“

      Was für ein kranker Dreck.

    • Wenn Feministinnen es nicht schaffen, Frauen die gleiche Motivation einzutrichtern, die auch Männer antreibt, muss man wohl verstärkt versuchen Männer auf das Level von Frauen zu ziehen… weil aus irgendeinem Grund, darf es keine Unterschiede geben.

  26. „Die Stasi bildete israelfeindliche Terroristen aus und versorgte sie mit Waffen. Ausgerechnet die ehemalige Stasi-Mitarbeiterin Anetta Kahane soll jetzt in Berlin über das Verhältnis der DDR zum jüdischen Staat referieren.“

    https://www.nzz.ch/feuilleton/anetta-kahane-ex-stasi-mitarbeiterin-soll-ueber-ddr-antisemitismus-referieren-ld.1514463

    Passt aber perfekt zu einem Land, welches in der Türkei und im Iran geopolitische Freunde erkennt!

    „Dem offiziellen Antifaschismus zum Trotz gehörte Israelfeindlichkeit fast 40 Jahre lang zur Staatsräson der DDR.“

    Antifaschismus im kommunistischen Sinne war nicht zuletzt antiisraelisch (und tief antisemitisch sowieso). Also „nicht zum Trotz“, sondern „ganz der Ideologie gemäss“, wie der Autor (Hubertus Knabe) später auch ausdrücklich schreibt: “ … gehörte antiisraelische Hetze, oft mit antisemitischem Unterton, zum Alltag in der DDR. Gern wurde der jüdische Staat dabei mit Hitler-Deutschland verglichen …“

    Sicher ist von Kahane nur ein Weisswasch zu erwarten und keine kritische Auseinandersetzung.

  27. Ok Leute, wenn kein großer Widerspruch erfolgt werde ich versuchen regelmäßig mal was Lustiges zu posten, wie kommt IHR damit klar, das es für die Männerwelt doch recht düster aussieht, wenn man regelmäßig AE, genderama, reddits /r/mensrights liest???

    Ich denke ich werde mir bald eine digitale Auszeit nehmen um mal etwas Abstand zu gewinnen.

    Hier mal was zum Lachen (alle Vids ~2min oder ich sag die Zeit an):

    https://www.der-postillon.com/2019/10/spd-baff-portugal.html „SPD völlig baff: Sozialdemokratische Partei gewinnt Wahl mit sozialdemokratischer Politik“ über Portugal.

    http://www.hornoxe.com/maenner-und-ihre-baerte/ 60er/70er und was damals zu den Männerbärten auf der Straße gesagt wurde…

    https://www.youtube.com/watch?v=VIb6wONcI4I das Gleiche wie oben, nur Männer und ihre langen Haare.

    http://www.hornoxe.com/nun-schau-doch-mal/ Warum es als Mann nicht sinnvoll erscheint, sein Handy mit FaceID entsperrbar zu machen.

    http://www.hornoxe.com/ick-lauf-hier-nicht-zweimal/ Typisch Männlich? Zu viel auf einmal tragen…

    https://www.sinn-frei.com/frauensport-im-iran_29369.htm Wie Frauensport im iranischen Fernsehen gezeigt wird.

    https://www.sinn-frei.com/er-hat-sein-leben-lang-auf-diesen-moment-gewartet_29385.htm auch typisch Männlich? Scater zeigt sein können…

    https://www.youtube.com/watch?v=1nxdgczD2ek (5:24) Frauensport auf dem Oktoberfest (Teufelsrad) DIESE Frau hat mAn eine Goldmedaille verdient!

    https://www.sinn-frei.com/wenn-man-im-falschen-haus-aufwacht_29361.htm Mann wacht nach Suff-Nacht im falschen Haus auf.

    https://www.trendmutti.com/2019/09/25/neulich-im-fernsehen-6/ Jungs bleiben Jungs!

    • „wie kommt IHR damit klar, das es für die Männerwelt doch recht düster aussieht“

      Dass es für die Männerwelt düster aussieht, macht mir keine Sorgen. Männer sind klasse, die finden im Großen und Ganzen Wege, sich zu arrangieren. Dass doch mehr als „wenige“ auf der Strecke bleiben, war schon immer so, das läuft nicht unter „düster“, sondern unter „Ich kenne keinen Weg, das zu ändern“.

      Dass es für die Welt insgesamt sehr sehr düster aussieht, das macht mir echte Sorgen. Es sind fast nur noch torfköpfige Gesinningstäter an den Schaltstellen zugange, ich sehe nicht, wie das zum Guten zu wenden wäre.

  28. „Es war kein Anschlag auf ‚uns alle'“

    https://www.zeit.de/amp/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-10/jeremy-borovitz-halle-anschlag-synagoge-antisemitismus-ueberlebender

    „Ich möchte mich auf das jüdische Leben hier in Deutschland konzentrieren. Nicht darauf, dass wir ständig in Gefahr sind. Auch wenn es wahr ist, dass wir in Gefahr sind und dass wir Angst haben.“

    Nun, dann ist ja auch klar, dass der Anschlag für ihn kein „Anschlag auf uns alle sein kann“. Der will nicht über seinen Tellerrand hinausblicken. Fragt sich nur, warum das der „Zeit“ ein Interview wert ist. Wohl weil man damit spalten und Zwietracht sähen kann. Sicher nicht das, was der Interviewte wollte.

  29. Ungleich lesenswerter als der spalterische Kram der „Zeit“ ist dieses Interview mit Henryk Broder:

    „Antisemitismus ist nicht heilbar“

    https://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/deutschland-welt-politik_artikel,-antisemitismus-ist-nicht-heilbar-_arid,1866748.html

    „Viel schlimmer als diesen ganzen alten Nazi-Zirkus finde ich, dass die Bundesrepublik sehr produktive und freundschaftliche Beziehungen zum Iran unterhält, der mit aller Klarheit verspricht, den Job der Nazis zu Ende zu bringen. Die Entgleisungen alter Nazis sind widerlich, aber sie sind heute auch unmaßgeblich. Die heutige Gesellschaft hat große Sympathien für tote Juden, tut sich aber schwer damit, sich für die lebenden Juden einzusetzen.“

    „Ich mache mir Sorgen um den Fortbestand von Israel, und der Kampf gegen den Antisemitismus sollte mit der deutschen Iran-Politik anfangen.“

  30. Die toitsche Volksgemeinschaft wird durch böse, bestimmt ausländische, Monopolkapitalisten ausgenommen, tönt es aus dem DLF:

    Liegt natürlich *niemals nicht* an den horrenden Sozialstaatsaufwendungen!

  31. Nice try eines framings:

    Nö, wesentlich war nicht, dass er ein „Rechtsterrorist“ war, sondern wesentlich war, dass er ein terroristischer *Antisemit* war. Und dass man in der „gebotenen Ernsthaftigkeit“ über genau das reden muss – über Antisemitismus.

    • Why do anti-Semites hate Jews? Don’t overthink it

      https://www.jns.org/opinion/why-do-anti-semites-hate-jews-dont-overthink-it/

      “ ….it’s a distraction from the need to address Jew-hatred in all its current deadly forms, including anti-Zionism and hate being generated by Islamists. The emphasis post-Halle mustn’t be more of the same skewed analysis that looks to attribute all evil to political opponents. What is needed is a concerted effort to root out anti-Semitism in its many guises, and to defend Jews and their institutions from attack. Anything else would be a colossal and immoral error.“

    • Ein bisschen breitgetreten, na und?

      „klimaskeptisch“ ist auch eine ziemlich merkwürdige Bezeichnung für Leute, die im Klimawandelwahn nicht mehr sehen als abgefeimte, zynische oder skrupellose politische Demagogie.

      Allein der Zusammenhang aus dem sich der Klimawahn entwickelte ist hinreichend bezeichnend: aus der irrationalistischen New Age-Bewegung nämlich, mit ihrem Gaia-Kult, Ökologismus und alternativem Spiritualismus.

      • Was meinst du mit breitgetreten? Zu wenig fokussiert?

        Ich sehe da vor allem einen Denkfehler nach dem anderen. Ich wüsste gar nicht, wo ich ansetzen sollte bei solcher geballten Dummheit.

          • Nimm z.B. diese Passage:
            dass die große Mehrheit (nach verschiedenen Angaben 70 bis 99%) aller Wissenschaftler von der Wahrheit des HMCC überzeugt seien. Abgesehen davon, dass man gar nicht definieren kann, wer zu diesen 70 bis 99% gehört, ist allein die Aussage über die Einigkeit einer großen Mehrheit die denkbar unwissenschaftlichste, denn in der Geschichte der Wissenschaft hat sich die Mehrheit öfter geirrt als umgekehrt. Noch vor wenigen Jahrzehnten waren sich fast alle Wissenschaftler darüber einig, dass es genetisch bedingt höher- und minderwertige Menschen gibt, dass Frauen von Natur aus dümmer als Männer sind, oder dass viele Krankheiten durch falsche Ernährung zustande kommen, von denen wir jetzt wissen, dass dies nicht der Fall ist.

            Das ist von vorne bis hinten Stuss.

            Erst behauptet er, die Einigkeit der Mehrheit wäre das „unwissenschaftlichste“, dann argumentiert er am Ende doch mit der Mehrheit („wir jetzt wissen“), zudem ist jede einzelne Aussage Quatsch. Es gibt sehr wohl Studien zum Konsens der Klimaforscher, die die Namen der Teilnehmer offenlegen, die Rassenideologie war keinesfalls Mehrheitsmeinung der Wissenschaft, auch nicht zur Nazi-Zeit, und die anderen Beispiele sind auch Käse.

            Dass die Aussagen der Klimawissenschaftler nicht falsifizierbar (und deshalb unwissenschaftlich) wären, ist einfach nur dahingeblubbert, ohne jeden Beleg. Sein Beispiel mit Sokrates, Newton und Einstein ist dermaßen albern, wie soll man das ernstnehmen? Satire?

            Dann kommt er mit „Wetterwerten“ die einen Klimawandel widerlegen sollen. Wetter vs. Klima, was soll der Schwachsinn?

            Dann sowas z.B.:

            Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass – vorausgesetzt nur zufällige Wetterschwankungen, ohne jeden Trend zur Erwärmung oder Abkühlung – der Sommer dieses Jahres der heißeste Sommer seit 100 Jahren ist? Vielleicht haben Sie noch nie eine so einfältige Frage gelesen. Denn die Antwort ist selbstverständlich und in der Frage schon enthalten: Der heißeste Sommer in 100 Jahren kann – vorausgesetzt nur zufällige Schwankungen – eben einmal in 100 Jahren beobachtet werden. Die Wahrscheinlichkeit ist also 1 zu 100 oder 1%. Wie denn sonst?

            Kannst du mir erklären, was das soll? Oder das:

            So beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens ein Sommertag (z.B. der 30.06.) der heißeste Tag seit 100 Jahren ist, ganze 60%. Die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens ein Tag im Jahr der wärmste Tag seit 100 Jahren ist, liegt schon bei 97,5%. Und wenn man andere Definitionsmöglichkeiten addiert (die heißeste Woche, die höchste Spitzentemperatur usw.), dann kann man mit Sicherheit sagen, dass – ich wiederhole: allein durch Zufallsschwankungen – jedes Jahr mit einer Wahrscheinlichkeit nahe 100% eine bestimmte Kombination der Wetterereignisse im Sommer gefunden werden kann, die einen Hitzerekord der letzten 100 Jahre darstellt. Über diesen Rekord kann dann berichtet werden.

            Er scheint wirklich nichts verstanden zu haben. Muss man das noch kommentieren? Völlig hirnloses Gefasel.

          • „dann argumentiert er am Ende doch mit der Mehrheit („wir jetzt wissen“)“

            nein, mit der gesicherten Erkenntnis, dass im 19. Jhrh gewisse Wissenschaft keine war. Wissenschaft ist aristokratisch und nicht automatisch Mehrheitsmeinung.

            „Völlig hirnloses Gefasel“

            Polemiken.

          • @FS

            Was in dem bemängelten Aufsatz steht, ist durchaus sinnvoll. Im Gegensatz zu Versuchen, auf eine Argumentation (wenn man das so nennen will) Deiner Machart zu entgegnen.

          • Haltet ihr im Ernst seine Ausführungen zu Hitzerekorden plausibel? Er meint, man würde sich einfach beliebige Daten herauspicken?

            Selbstverständlich stimmt alles oben Gesagte für die kälteste, trockenste, windigste usw. Zeit in 100 Jahren genauso.

            Für „kälteste“ würden mich ja mal Beispiele interessieren. (Meint er vielleicht die Stelle im Nordatlantik, die sich durch Abschwächung des Nordatlantikstroms abkühlt? Oder die Stratosphäre, die durch den Treibhauseffekt kühler wird?)

      • Zitat Alex: „klimaskeptisch“ ist auch eine ziemlich merkwürdige Bezeichnung für Leute, die im Klimawandelwahn nicht mehr sehen als abgefeimte, zynische oder skrupellose politische Demagogie.

        Kotchouby, der Autor des Novo-Artikel behauptet übrigens, dass Leute wie er niemals als Skeptiker oder Zweifler bezeichnet werden, sondern immer als „Klimaleugner“. Er biegt sich ohne jede Scheu die Realität zurecht, wie er es gerade braucht.

    • „Novo Argumente ist ist zwar, wie leider die meisten „alternativen Medien“ klimaskeptisch eingestellt, aber das hat mich dann doch gewundert.“

      Ich schätze das Magazin sehr, auch wenn ich längst nicht alle Beiträge teile.
      Zumindest bekomme ich fundierte Begründungen anderer Meinungen und werde nicht nur wahlweise als Nazi, Kommunist, Linksfaschist, oder Traumtänzer abgebügelt.

      Zum Klimathema wiederhol ich mein Statement: wir haben eine fundierte These, dass unser Verhalten das Klima nachhaltig aus dem Ruder laufen lässt. Können wir es uns leisten, die These zu ignorieren und einfach weiterzumachen, wie bisher? Ich für mich habe entschieden: Nein!

      Wer am Ende Recht behalten wird, werden wir nie erfahren. Ich aus Altersgründen nicht, meine Nachkommen nicht, weil es nur ein Ergebnis geben wird. Entweder werden sie ausgestorben sein, weil ihre Existenzgrundlage kaputt ging, oder sie leben gesund und munter weiter, weil die Katastrophe ausblieb.

      • carnofis
        — das ist lediglich die nach-mir-die-Sintflut-Logik mit der Schlussfolgerung: wir müssen den Klimawandel ernstnehmen!
        Natürlich wird es die Katastrophe nicht geben. Und dann wird der Rat als das erscheinen, was er ist: ein übelmeinender Ratschlag.

      • „Können wir es uns leisten, die These zu ignorieren und einfach weiterzumachen, wie bisher? “

        vs

        „Was können wir tun, was einen Unterschied ausmacht?“

        Sollten wir uns um die erste Frage nicht erst dann kümmern, NACHDEM wir eine Antwort auf die zweite Frage haben?

        • Man kann sich beide Fragen unabhängig voneinander stellen.

          Wenn man mit „wir“ die Menschheit meint, gibt es eine klare Antwort auf die zweite Frage. Wenn man damit ausschließlich die Deutschen meint, die als einzige auf der Welt handeln, wird es schwierig mit der Antwort.

          • Ich wüsste keinen einzigen Kontext, in dem sich die Menschheit als ein „Wir“ empfindet.

            Wird also wohl schwierig mit der Antwort.

            Das wird der Grund sein, weshalb sie bei all dem Aktionismus lieber erst gar nicht gestellt wird.

  32. Lesenswerter Kommentar der jüdischen Gemeinde zu Halle:

    https://www.jghalle.de/wordpress/blog/2019/10/11/antisemitischer-anschlag-am-jom-kippur-in-halle/

    „Der wahre Feind ist der Hass. Egal gegen wen ….“

    Leider nehmen sie sich selbst da zu sehr zurück. Der Hass aufs Judentum ist ein ganz besonderer Hass. Der Grund für diesen Hass ist einfach deren Glaube: „Wir glauben an den allmächtigen und barmherzigen G-tt. ….“, der zum Konflikt mit allem möglichen Machtmenschentum führt.

  33. Die gnadenlose Konjunktur des rechten Terrors
    https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/die-gnadenlose-konjunktur-des-rechten-terrors/

    „Immer wieder spielt ein blinder Judenhass in derartigen Radikalisierungsverläufen eine wesentliche Rolle …“

    Ja, eben. Das ist das, was den ganzen Wahn zusammenhält, die Systematik davon.

    „Der Antisemitismus ist bedauerlicherweise tief in den europäischen Gesellschaften verwurzelt. Besonders in Frankreich und Deutschland – aber auch in Österreich“

    Ja, warum ist das so? Ist das Magie? Oder ist es nicht vielmehr der Antisemitismus der Massenmedien, insbesondere der „linken“, die seit Jahrzehnten Israel systematisch schlecht machen und dämonisieren?! Der „Terrorismusforscher“ Stockheimer verrät uns jedenfalls nicht, wo dieser Hass ursächlich herkommt.

    • Eine grosse Rolle dürfte auch das Endzeitliche der Gegenwart dabei spielen, die Kulisse für Terrorismus a la Halle zu liefern. Der Weltuntergang in allen Öko-Fazetten und eine investigative Journaillie ein paranoides Gesellschaftklima schaffend („alles korrupt“, „alles Nazis“, „nur Geld“). Dann kommt eine missglückte Matrix wie dieser Terrorismus raus….

      Das schlechte Ökogewissen wird seit Jahrzehnten systematisch genährt, wie auch Israel dämonisiert. Nur in den USA ist das nicht so gewesen und daher gibt es den anti-americanism.

      Dann sind auch die Verschwörungstheorien von 9/11 konstitutiv- zum Beispiel durch M. Bröckers auf „Telepolis“-Heise populär gemacht. Das war geradezu eine Kulturrevolution im links-alternativen Milieu nach 2001. Der Spiegel hat noch sehr entschieden widersprochen damals. Heute undenkbar.

      All das: der Apokalypsewahn, die Verschwörungstheorien a la „911 Insidejob“ und das Antiisrael-Narrativ hat das gesellschaftliche Klima von heute geschaffen, in dem Halle und Berliner Weihnachtsmarkt, Bataclan und so viele andere ….

      Der paläsinensische Terrorismus, der noch einen „Friedensnobelpreis“ bekommen hat, hat sicher auch zu einer Desensibilisierung bewirkt.

      • Nachtrag: einen weiteren wesentlichen Beitrag dürften ikonographische Gewaltverherrlichungen wie die Filme von Tarrantino sein. Alleine so ein Film (es sind sogar 2) wie „Kill Bill“ dürfte jedem Terroristen oder Amokläufer gut gefallen, nicht nur weil er Gewalt, sondern auch Rache verherrlicht.

        Haben wir von den selbsternannten Hütern des moralischen Anstands je ein Wort der Kritik an diesen sehr populären Filmen Tarantinos gehört?! Statt dessen behaupten diese hypokritischen Moralapostel ohne jede Stichhaltigkeit, dass „Gaming“ und „Ego-Shooter-Spiele“ irgendwie veranwortlich seien.

  34. Ich habe grad in einem Artikel über die Zukunft von WordPress und dem Web im Allgemeinen einen Passus gelesen, der durchaus als typisch für IT-Leute gelten kann:

    Looking around at my industry I see two things:
    1. Old white men like myself wringing our hands and saying “man, we really messed this up, I wish we could roll back the clock and do some things differently.”
    2. Young diverse community members trying to make make a living out of an industry emerging from its adolescence and realizing it now runs the world and needs to do a better job at it.

    Wir sollten uns keine Illusionen machen: So gut wie alle, die derzeit am Internet arbeiten, ticken so. Informatiker sind zu große Fachidioten, um irgendwas außerhalb ihrer Expertise zu kapieren.

    Der alte weiße Mann sieht übrigens so aus:

  35. Social-Justice Warriors Won’t Listen, but You Should
    To counter extreme views, it’s necessary for you to understand them—and that they’re sincerely held.
    Peter Boghossian and James Lindsay
    https://www.wsj.com/articles/social-justice-warriors-wont-listen-but-you-should-11570832255?shareToken=ste8d2f774b631493ab40fb2ddc41a1104

    „They don’t want to talk with you; they want to talk at you. You’re supposed to shut up, listen and believe, because, according to their underlying theory, any story that isn’t consistent with their approved discourse has “already been told” and “upholds unjust power dynamics.”“

    Statt diese Leute abzutun, sollte man sie ernst nehmen und glauben, dass was sie sagen auch genau so gemeint ist. „Then, you’ll be better positioned to report on it, discuss it with others and attack it at its roots.“

  36. Forget apocryphal stories of powerful women slowly stubbing cigarettes out on the back of groping male hands, twisting a carefully positioned stiletto heel in the middle of a lecherous man’s foot or administering a well-timed slap on the face. No, according to the leading proponents of the #MeToo movement, the correct response to wandering hands and unwanted advances is for women to smile passively and do nothing at all. Until, that is, a full 20 years later when they can safely describe the true extent of their trauma from a national newspaper column. #MeToo has told a generation of young women that nothing is too trivial to be reported to the authorities or broadcast to the world. A male colleague winks at you? Report it to your manager. Whistled at in the street? That’s a matter for the police.

    https://www.spiked-online.com/2019/10/10/two-years-of-metoo-a-disaster-for-men-and-women/

    Strong. Independent. Women.

    Das mit den 20 Jahren warten, ist aber nicht die Regel. Das mit der Trivialität schon eher:

    Meanwhile in Clownworld:

    Regierungen werden nichts gegen Tausende und Abertausende von Mädchen unternehmen, die von einer bestimmten Bevölkerung entführt und gefickt wurden. Sie werden so tun, als würde es nicht passieren, den Mädchen sagen, sie sollen darüber hinwegkommen, aufhören zu lügen, etc.

    Aber wenn ein weißer Junge den Arm eines Mädchens berührt, geht er ins Gefängnis?

    Was muss denn passieren, damit die Leute mal aufwachen?

    Die Propaganda gibt Vollgas und in den USA und auch genug anderen „fortschrittlichen“ Ländern glauben zu viele Menschen wirklich das nur Weiße rassistisch sein können, wo doch ein Abgleich mit der Realität etwas völlig anderes zeigt:

  37. Die Kurden sind nicht unsere Freunde. Genausowenig wie die türkischen Islamfaschisten. Sollen sich die Kommies und die Faschos doch gegenseitig killen! Und um solche Propaganda-Teams wie dieses von der ARD wäre es auch nicht schade!

    Genialer Schachzug von der USA. Türken nutzen, um die Kurden zu schwächen und dann voll reinkicken, die Sanktionen gegen die Faschotürkei. Schadet auch kräftig der EU, die ja heimlich hinter der Türkei steht.

  38. Oh ja, darauf muss noch eine Antwort gefunden werden:

    Counterterrorism. Geheimdienstliche Aktivitäten, die diese Terroristen im Vorfeld liquidieren. Just saying, nicht dass man das befürworten könnte. Es wäre aber eine Möglichkeit, die Nazis mit Hellfirerakaten in ihrem sicheren Sachenverstecken zu treffen wie einst die Gefolgsleute von Al Kaida.

  39. So ein Zufall, hier ist was von heute über einen der Protagonisten der Klimawandel durch kosmische Strahlungs-Doku (@Semikolon, s.o.), Astrophysiker Shaviv:

    https://www.achgut.com/artikel/der_mann_dem_sie_die_sonne_uebelnehmen

    „Dass er mit seiner Klima-Meinung in der Minderheit ist, mache ihm wissenschaftlich nichts aus, sagt er. Er halte es mit Albert Einstein, dem man seinerzeit vorgeworfen habe, dass seine Relativitätstheorie falsch sei. Als ein Buch mit dem Titel „Hundert Autoren gegen Einstein“ die Relativitätstheorie widerlegen wollte, entgegnete Einstein: „Weshalb hundert? Sollte ich unrecht haben, würde ein einzelner genügen.“ Die Wissenschaft, so Shariv, sei eben keine Demokratie: „Selbst wenn hundert Prozent aller Wissenschaftler eine bestimmte These vertreten, kann eine Person, die gute Beweise für die Gegenthese hat, recht haben.““

    • die sind doch auch bei „unteilbar“ dabei?

      „Kölner Stadt-Anzeiger: Gebet in Ditib-Moscheen für Sieg der türkischen Armee in Syrien Scharfe Kritik von Volker Beck: Staatspropaganda mit Religion als Mittel zum Zweck – Ditib weist Vorwürfe zurück“

      https://www.presseportal.de/pm/66749/4399091

      Btw, wird das kein Antisemitismus gepredigt? Kann man sich das überhaupt heute noch leisten, die türkische Staatsreligion zu beherbergen? Oder sollte man die nicht einfach vor die Tür setzten?!

  40. Friedmann will die Demokratie abschaffen? Oder wie ist das mit dem Verweis auf ein „grundsätzliches Demokratiethema“ zu verstehen?

    „Wenn jeder vierte bei einer Landtagswahl zuletzt den Hass gewählt hat, dann können wir auch heute nach all dem, was wir wissen, nach so viel offener Brandstiftung nicht mehr sagen, dass es sich um Protestwähler handelt. Sie wussten, was sie wählen und können ihre Hände nicht in Unschuld waschen. Das ist ein grundsätzliches Demokratiethema und geht bei der politischen Debatte weit über die Sicherheit der jüdischen Gemeinden hinaus.“

    https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/michel-friedman-zu-halle-afd-waehler-stuetzen-geistige-brandstifter-16427358.html

    Friedmann plädiert für eine Totalkontrolle, für eine totalitäre „Demokratie“ sozusagen. Sein Rezept für die Gesellschaft lässt er relativ unverblümt raus:

    „Es geht um die Alltagsmomente von Rassismus. Im Büro, im Verein, auf der Straße. … An wie viele Anfänge von Gewalt will man sich gewöhnen? Und je mehr wir das tolerieren, desto weiter verschiebt sich das eigene Koordinatensystem. … All diese Angriffe sind Angriffe auf die Grundsubstanz der Demokratie. ….“

    Wie gehabt: das Private ist das Politische, wie bei allen totalitären Spinnern. Wenn es nur das Problem mit der AfD gäbe. Aber es gibt noch ein viel grösseres mit jenen Demokratiefeinden, die sich als Sprecher für die Demokratie ausgeben, wie die Wölfe im Schafpelz. Und diese haben reale Macht. Man muss kein Jude sein um auf die Idee zu kommen, es sei besser Deutschland zu verlassen.

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