42 Gedanken zu “Incels und Feinheiten der Definition

  1. Ursprünglich war die Bedeutung von Incel ja: Hält sich an alle Spielregeln, die ihm von der Gesellschaft, seiner Mutter, seinen Lehrerinnen und evtl platonischen Freundinnen beigebracht wurden und kriegt trotzdem(?) beim anderen Geschlecht keinen Fuß auf die Erde.
    Frauen, die er kennt, sagen ihm „Du bist so nett, du machst bestimmt mal eine Frau sehr glücklich. Ändere dich bloß nicht.“

    Das war ursprünglich die Bedeutung des Wortes „Incel“.

    Wenn man aber sich anschaut, wieviel Gift und Galle heute verspritzt wird anlässlich des Wortes, ist das sicherlich nicht mehr die aktuelle Bedeutung.

    Von daher ist mir völlig unklar, was mit der Frage gemeint ist. Was bedeutet „so drauf sein“ für den Fragesteller?

      • Ja, aber ich sehe, wie Frauen auf mich herabsehen.
        Ich drehe aber voll auf mittlerweile.
        Mich hat heute eine beim Sport was gefragt. Habe ihr gesagt, das Problem soll bitte ihr Loved lösen. Und gefragt, was sie kann außer enge Leggins zu tragen.
        Herrlich.

          • Das kommt von dem MGTOWs, die gerne mal Missgunst gegen die Damenwelt sähen.
            @Truth Guck dir mal Dan Bacon an, seine Perspektive ist weit plausibler als die von den MGTOWs.

          • Nicht nur, ich mache meinen Sport jetzt auf Wettksmpfebene, fange bald meinen Master an und der Beruf läuft auch super, habe eine bessere Position und Joa es geht durch die Decke.

            Ich habe da einfach eine andere Einstellung. Warum sollte ich Energie in Frauen investieren und mit ihnen reden? Man soll eh nur benutzt werden. Da bin ich mir wichtiger.
            Außerdem weiß ich ja, wie es läuft, die Frauen sehen mir den beruflichen Erfolg an und wollen auch was ab. Nicht mit mir.

          • @Matze dachte, das wäre ich, wenn ich arbeitslos und fett wäre.

            Ich bin ja das Gegenteil. Klar erfolglos bei Frauen, aber beruflich und im Hobby Top.

          • „Klar erfolglos bei Frauen, aber beruflich und im Hobby Top.“

            Also, das was Du hier von Dir gibst, empfinde ich als hochgradig beunruhigend.
            Und wenn das mir so geht, ohne dass ich Dich näher kenne, dann wird es einer Frau im RL wahrscheinlich kaum anders gehen.

          • Du denkst gerade das du der tollste bist und gibst dich mit keiner zufrieden und am Ende bist du allein -> Katenlady

        • @truth,

          deine Ausdrucksweise hat etwas kompromisslos Manisches.

          Sowas endet quasi immer in Unschönem, und aus diesem von dir geweckten Eindruck kommt der Gegenwind, den du hier kriegst.

          Was mich angeht:Du hast anscheinend Sachen, auf die du stolz sein kannst, und das ist gut so. Dein Verhältnis zu Frauen gehört noch nicht dazu. Auf feindselige Gefühle sollte man nicht stolz sein, das bringt einem nichts. Wenn dir irgendwann Frauen (bis auf vielleicht, noch später, eine) so egal sind wie irgendein Mann, dann wär das gut.
          Dann kannst du auch da in Balance kommen.

          • Naja früher habe ich mich immer von Ablehnung runter ziehen lassen. Mittlerweile lasse ich mir das nicht mehr bieten.
            Mich zieht NIEMAND runter.
            Diese Gesellschaft und alle haben mir immer gezeigt, ich wäre nicht gut genug und jetzt gibt es sowas nicht mehr.
            Mag sein, dass es manisch klingt, aber Frauen und die Gesellschaft haben immer gezeigt, dass ich nichts wert bin. Das kennst du vielleicht nicht, ich schon.
            Soll ich dämlich grinsend nicken und sagen, „Ja ich bin wertlos, aber bitte nimm mein Geld“?
            Ich sehe es nicht mehr ein, dass man mich zu schlecht findet. Das sage ich offen.

            Was ist daran verkehrt.

            Ich meine, ich weiß, was ich leiste. Ich habe meinen Job, ich studiere abends und ich treibe zwei mal pro Tag sport.

            Wenn mir Leute, die nichtmal arbeiten sagen, ich wäre minderwertig, dann spreche ich es an. Was ist da verkehrt.

          • „Das kennst du vielleicht nicht, “

            Doch, doch, ich war auch mal Incel.

            Mach dein Ding. Und wenn zu deinem Ding nötig ist, dass du über den ätzend hypergamen Anteil in Frauen grad nicht hinwegsehen kannst, dann ist das so.

            Ist nur keine gesunde langfristige Strategie.

            Das langfristige Ziel, das ich dir rate, nicht vollkommen aus dem Blick zu verlieren, wäre aber, dass du Frauen nicht scheiße, sondern egal findest.

            Das Leben ist echt angenehmer, wenn man mit Frauen einen ähnlich leicht-unverbindlichen Umgang haben kann wie mit Männern, die einem egal sind.

          • @Truth

            Ich glaube, wer deine Erfahrung nie geteilt hat: „Frauen und die Gesellschaft haben immer gezeigt, dass ich nichts wert bin. Das kennst du vielleicht nicht, ich schon.“, hat einfach Schwierigkeiten, deine Reaktion nachzuvollziehen.

            Um auf das Thema des Artikels zurück zu kommen, hat mich wirklich erschrocken, wie das Thema „Incel“ die eiskalte Verachtung offen gelegt hat, die Männern entgegen schlägt, wenn sie in den Augen der Gesellschaft und von Frauen „nichts wert sind“.

            Am frustrierendsten fand ich beim durchstöbern der Incel-Foren nicht die Frauenverachtung, sondern das Selbstbild, das diese Incel erst dazu bringt.
            Sie seien genetic failures, womit sie sich als Mensch selber entwerten.

            Biologisch gesehen unabänderlich nicht in der Lage, jemals etwas gegen ihre Ohnmacht und ihre soziale Lage zu tun; aus ihrer Sicht ist das aussichtslos.
            Sie haben die schwarze Pille schon geschluckt, bevor sie überhaupt wussten, dass sie existiert.

            Ich nehme scharf an, sie werden eine durchgehende Opfer-Erfahrung in ihrer ganzen Schullaufbahn gehabt haben, das liebste Ziel irgendwelcher bullies, die auf ihre Kosten „Späße“ trieben. Erfahrung von Mobbing, Demütigung und sozialer Isolation und das seit ihrer Kindheit.

            In diesem Sinne haben die Incel-Foren bei reddit immerhin den positiven Effekt gehabt aufzuzeigen, man ist mit seinen Erfahrungen nicht alleine gewesen.
            Was diese Foren auf der anderen Seite gebracht haben ist, dass sich der „outrage“ und Verzweiflung immer weiter aufgeschaukelt hat, weil das die einzige Form von „Solidarität“ ist, zu dem die Incel im Stande sind.
            Wer das ganze Leben vereinzelt war und wem es schwer fällt soziale Kontakte zu aufzubauen, wird nicht auf einmal individuell handlungsfähig und gründet morgen eine politische Kampforganisation. Auch wenn das wünschenswert gewesen wäre. 😉

            Damit wurde jedoch eine Gruppendynamik erzeugt, sich im denkbar schlechtesten Sinn selbst zu sehen; also ein „race to the bottom“ in der Opfer-Erfahrung und in die Hoffnungslosigkeit.
            Was ihnen entgangen ist: Zwar wurden die Chads und die Normies offen gehasst, aber ihnen damit klammheimlich Recht gegeben, die Incel/Männer zu verachten.

            Zum Kern, die Legitimität der Entmenschlichung und der Verachtung durch die Gesellschaft und die Frauen in Frage zu stellen und zu kritisieren sind sie nämlich nie vorgedrungen. Einen menschlichen Umgang mit sich und anderen haben sie auch nie offensiv eingefordert. Wenn man nun sagt, Männer könnten das einfach nicht erwarten von der Gesellschaft ist das richtig, aber man kann es einfordern.

            Und umgekehrt ist der verachtete Chad als verkehrt positives Spiegelbild der eigenen Erfahrung ebenfalls nicht als Mensch wahrgenommen worden.
            Hat ihn jemals jemand gefragt, wie es ihm so geht als Gewinner der „genetischen Lotterie“, statt ihm nur zu unterstellen, es gehe ihm bestens?
            Wird es ihm bspw. geholfen habe bei seinem Scheidungsverfahren oder im Familienrecht eine 9 zu sein? Ich glaube nicht.

            Damit zurück zu dir und deinem Beitrag: Was ich dem entnehme ist, du hast keine Lust mehr zu akzeptieren, von Frauen und der Gesellschaft runtergeputzt zu werden und das ist gut so.
            Selber handlungsfähig zu werden, indem man an sich arbeitet, sich Ziele setzt und die erreicht ist sehr gut.

            Eine Gefahr sehe ich darin, deine eigene Erfahrung von Ablehnung gegen andere zu richten und auch da Ablehnung zu wittern, wo sie gar nicht existiert.

            Du schreibst: „Wenn mir Leute, die nichtmal arbeiten sagen, ich wäre minderwertig, dann spreche ich es an.“
            Ich habe keine Ahnung, warum Arbeitslose (?) dich für „minderwertig“ halten sollten, aber da fängt es eigentlich schon an. Menschen ohne Arbeit sind Menschen ohne Arbeit – nicht höher- oder minderwertig.
            Auch dann würde deine eindrucksvolle Liste an erreichten Zielen dich doch eher in die Lage versetzten, einen solchen Spruch unter „Was geht´s mich an?“ einzusortieren.

            „Mich hat heute eine beim Sport was gefragt. Habe ihr gesagt, das Problem soll bitte ihr Loved lösen. Und gefragt, was sie kann außer enge Leggins zu tragen.“

            Hmmm. Wenn sie dich permanent um Hilfe bitten würde, ist das entweder eine klassisch weibliche Form der Kontaktaufnahme oder der Versuch, dich zu einem Orbiter zu machen.
            Beim ersten Gesuch nach Hilfe ist das eigentlich ein ganz normales menschliches Miteinander.

            Mit den beiden Beispielen möchte ich nur aufzeigen, du brauchst m.E. im Umgang mit anderen Menschen ein update auf den aktuellen Menschen Truth, nicht auf den, der du mal warst. 😉

          • „Du schreibst: „Wenn mir Leute, die nichtmal arbeiten sagen, ich wäre minderwertig, dann spreche ich es an.“
            Ich habe keine Ahnung, warum Arbeitslose (?) dich für „minderwertig“ halten sollten, aber da fängt es eigentlich schon an. Menschen ohne Arbeit sind Menschen ohne Arbeit – nicht höher- oder minderwertig.“

            Ich vermute, Truth hat hier Hausfrauen vor Augen, keine klassischen Arbeitslosen.

          • @carnofis

            „Ich vermute, Truth hat hier Hausfrauen vor Augen, keine klassischen Arbeitslosen.“

            Ok. Aber egal, wie wir insgesamt zu Hausfrauen stehen, sind das doch letztlich Menschen, die einen besonderen Augenmerk auf „Familie“ richten.
            Zwei meiner Genossen hatten jeweils fünf Kinder und ich glaube nicht, egal wie das gesellschaftlich geregelt wird, es ist möglich, dass dann die Frau noch Vollzeit arbeitet. Es sei denn, du heißt von der Leyen und bist mit einem Prof verheiratet.
            Anyway, ich hätte mich nach dem dritten Kind sterilisieren lassen und nicht erst nach dem fünften. 😉
            Aber das war die Wahl dieser Männer im Einklang mit ihren Frauen und ich glaube nicht, sie waren mit dieser Wahl unglücklich.

            Egal, wohin es euch treibt, ich wünsche euch ganz viel Glück in eurem Leben! 🙂

          • Zum Thema arbeitslos. Ich denke an Leute wie meine Ex, die gehartzt hat, aber mich runter gemacht hat, da ich zu wenig verdiene. Das wäre bei Hausfrauen nicht anders.

            Natürlich ist mein Umgang oft brutal.
            Das ist auch gut so. Das sind die Momente, in denen es gut geht.

          • @truth: Wenn Dich „keiner mehr runterziehen“ kann, bist Du bereits ganz unten. Ich bin jetzt so der Fünfte, der Dir das sagt. Sieh das hier mal als Intervention, das wirkt antagonistisch, aber es meinen echt alle es nur gut mit Dir.

          • @truth: Bedank oder beschwer Dich bei uepsilonniks, dass ich Deine _mir vollkommen unverständliche_ Antwort gelesen habe. sorry für die Woche zu spät, aber vielleicht bekommst Du das ja über einen magischen Weg, den ich nicht kenne, mit:

            uepsilonniks hat den Kommentar von Crumar ge re-postet, und der ist… mei, „ich glaube, wer Deine Erfahrungen nie geteilt hat“ ist da der erste Satz, und ich kennen nicht EINEN Mann, der die Erfahrung nicht gemacht hat. Ich bemühe da mal PUA-Sprech, aber Outcome Indifference helfen den – Gott, und jetzt nehme ich Incel-Sprech dazu – „Chads“, aber das sind – so mein Eindruck immer – die „coolen“ älteren Jungs. Ich bin ganz sicher nicht cool, ich bin _nur_ älter, und ich bin auch lang verheiratet mit einer Frau, die sich immer mehr ihrer Mutter annähert (*das tun alle*), aber – ja, wie erklärt man das denn jetzt…. ich bin ganz dankbar, dass ich ein anständiges Mädchen gefunden habe und keine – Jargon – Stacy.

            Weil? Naja – so n‘ Ehering am Finger und nen Anzug an (ja, *und* die damit einhergehende Selbstzufriedenheit dazu) lässt Frauen Dich anspringen, vor denen Du vorher nichtmal geträumt hattest – die mal nur abzulehnen, weil Du verheiratet bist, gibt Dir… hmmm… nennen wir es _echten_ „Swag“.

            Ich kann Dir da kein „Geheimnis“ verraten, das gibt es nicht. Fitnessstudios habe ich nur von außen gesehen, aber ich hab Geld, guten Job, Bildung, spreche vier Sprachen – lass die Frauen kommen; die kommen schon. Und da ist Dein Problem. Wenn – klar nur eine dich als Arbeitssklaven benutzen will, ist ein „fuck off“ voll in Ordnung, aber da war Deine Situationsbeschreibung völlig daneben. Wenn du aber nur ein blödes Arschloch bist, bekommst Du keine Frau- zumindest keine, die Du _möchtest_. Ah – und „Geld haben“ heiß nicht, Geld für Frauen auszugeben. Never, ever do that.

            Ja – ich merke schon, das ist nicht sonderlich hilfreich; wenn ich jetzt sage „ach, wird schon“, wenn Du nur immer wieder siehst, dass es nix wird, aber Du hast jetzt auch nicht die Übung /Swag, dass „ich find Deine Ohrringe sexy“ eine nicht total creepy Reaktion auf irgendeine Ansprache einer Frau wäre. Musste selber rausfinden. „Ein Mann werden“, nennt man das. du musst Frauen nicht ansprechen, wenn Du interessant genug bist; und Frauen sind da komisch. (das ist super blöde für eremitische Buchhalter).

            Bring bitte nicht wahllos Leute um, das hier ist ein recht vernünftiges Forum, das reflektiert negativ auf alle. Und nein, ich will Dich nicht „runterziehen“. Das *kannst* Du nur selber. Keine Ahnung, wie alt Du bist, aber flieg ggf. mal nach Budapest und bums ein Wochenende Nutten. Kauf Dir ein Boot und vögel Australierinnen, die halb so alt sind wie Du. Sowas.

        • Klares Nein. Ich kenne meine Mängel, gerade im Bereich Attraktivität. D.h. ich bin dem Frauen zu schlecht. Es ist nicht umgekehrt.
          Ich konzentriere mich nur auf andere Bereiche und mache meinen Ärger Luft.

    • Vollkommen korrekt, es gibt einfach keine Definition, die auch nur klar genug wäre, an Feinheiten zu denken. Dem Wortsinn nach eben Leute, die ungewollt (sexual)partnerlos leben … und schon da kann man fragen, ab wann das gilt. Dürfe sie NIE einen Partner gehabt haben? Gibt es eine Mindestzeit, die sie allein verbracht haben? Am Stück, oder übers Leben verteilt?

      Ein frauenfeindliches Mindset hingegen ist tatsächlich eine Zuschreibung von anderen, nichts, was ursprünglich in der Bedeutung steckt. Insofern greift die Frage hier daneben, weil sie im Grunde nach Details eines Kriteriums fragt, das gar kein zwingendes Kriterium ist.

  2. Aus der englischen Wikipedia:
    The first online community to use the term „incel“ was started in 1993 when a Canadian university student known only by her first name, Alana, created a website in order to discuss her sexual inactivity with others. The website, titled „Alana’s Involuntary Celibacy Project“, was used by people of all genders to share their thoughts and experiences. In 1997, she started a mailing list on the topic that used the abbreviation INVCEL, later shortened to „incel“, for „anybody of any gender who was lonely, had never had sex or who hadn’t had a relationship in a long time“. During her college career and after, she realized she was queer and became more comfortable with her identity. She stopped participating in her online project around 2000 and gave the site to a stranger.

  3. Kurz bevor „Joker“, der neue Film rauskommt, wurde auf reddit „Braincels“ gebannt. Jemand meinte das FBI hätte gewarnt, dass möglicherweise aggressive Mitglieder bezüglich des Filmes ausrasten könnten (stimmt das?). Das „Incels“ Forum dort wurde ja schon vor längerer Zeit gebannt. Die weiblichen Incels sind auch gebannt worden: https://www.reddit.com/r/femcels

    Schon bei dem Bann der „Incels“ strömten einige von denen in MGTOW und vielleicht auch in das Mensrights-Forum. Auch einige Braincels werden in r/MGTOW eine neue Heimat suchen.

    Soweit ich es verstanden habe sind Incels fatalistisch was ihr Sexualleben angeht, Flirtratgeber oder die rote Pille haben ihnen nicht geholfen, und so bleiben sie ohne Hoffnung und beschweren sich darüber.

    Nun gut gibt ja noch https://www.reddit.com/r/TrollYChromosome/top/

  4. Ich würde sagen: Ja, selbst wenn der Incel eine Freundin bekommt, ist es immernoch sein Mindset, das ihn unattraktiv macht.
    Die Denke „wenn ich nur eine Freundin finden würde wäre alles gut“ ist eine Illusion. Quelle: Eigene Erfahrung.

    Das Mindset wird auch in der Mehrzahl der Fälle dazu führen, dass sie ihn wieder verlässt, eben weil er für sie unattraktiv ist. Was wahrscheinlich sogar besser ist, denn diejenigen die bei ihm bleiben werden ihm das Leben zur Hölle machen.
    Ich gebe den Incels nur den Fakt, dass sie das Balzspielchen selbst herausfinden müssen, die Propaganda ist komplett unwahr, und es gibt kaum noch ältere männliche Mentoren, seien es die Väter oder andere, die ihnen das Spielchen beibringen. (Hey Christian, ich hoffe du bleibst am Ball und ziehst dich nicht zurück, nur weil du Vater geworden bist, du wärest ein guter Mentor 🙂 )

    Ansonsten hängt es allein an den Incels ihren Status zu verbessern. Sorry not sorry.

    • @BenjyR01

      „sorry, not sorry“ fand ich auch etwas hart. Die Propaganda ist bei manchen stark wirksam, und ich sehe viele Anhaltspunkte für eine gezielte Schwächung des Selbstbewusstseins in den Schulen.

      Stell dir vor du wärst der Sohn einer radikal feministischen Mutter, kannst ja mal ein bisschen reinschnupper:
      https://www.reddit.com/r/RadFemMothering/top/, zieh dir aber lieber vorher geistige Gummihandschuhe an. Ein bestbewerteter Tipp gegen den Pornokonsum eines 14jährigen: Die Mutter solle sich gemeinsam mit ihm Porno anschauen, und ihn dabei eindringlich von der Falschheit dieses Mediums überzeugen….

    • Für keine Frau auf dieser Welt sollte man sich bücken oder auch nur ansatzweise nach ihrem „approval“ trachten.

      Frauen sind und sollten Beiwerk im Leben eines Mannes sein, ganz nach dem Motto und auf den Alltag runtergebrochen: „We gonna spend time together? Nice. Oh, you don’t have time? Fine.“

      Gelebte Gleichgültigkeit in seiner reinsten Form wo der Ausgang eines Unternehmens oder eines Treffens auf Erwartungslosigkeit beruht. Und das beste: „paradoxerweise“ (paradox auch nur dann, wenn man blue pilled ist) kleben dir manche aufgrund dieses Handelns erst recht am Arsch.

      Zu viel Zeit, Energie und Mühen in Frauen zu stecken ist ökologisch betrachtet aus dem Blickwinkel des Lebens eines Mannes vollkommen absurd.
      Es bringt dich nicht weiter im Leben; ausgenommen, dass du behaupten kannst, dass du die, die oder die geschnackselt hast. Du hast zwar einen kurzen Dopaminausstoß während des Kopulierens aber das war’s auch meistens schon wieder.

      Da erlaube ich mir dann auch den Youtuber Richard Cooper aka „Entrepreneurs in Cars“ zu zitieren:
      „Chase excellence, not women“. Die warten dann nämlich an der Zielgeraden und sacken sich die „Gewinner“ ein.

  5. Manche sind Incels, weil sie ein bestimmtes mindset haben, manche kriegen dieses mindset, weil sie wenig oder keinen Erfolg bei Frauen haben, und manche haben dieses mindset nicht, obwohl sie keinen Erfolg haben. Zumindest bei den letzten zwei sollte das mindset keine Rolle mehr spielen, wenn die nicht mehr Single sind.

  6. Ich würde Incel-sein eher als eine Art „Philosophie“ oder Weltanschauung bezeichnen, weil es ja darauf fußt das ein Großteil der Männer 80% de facto Incels sind während sich die weibliche Aufmerksamkeit auf die 20% der „Chads“ fokussiert.

    Da sich die meisten Männer schwer tun mit Frauen mag und um einiges stärker um eine Beziehung bzw. Sex kämpfen müssen mag daran was dran sein.

  7. Als Interpretationshilfe: Incels fühlen sich gewissermaßen wie Frankenstein’s Monster.

    Die Beschreibung aus Wikipedia:

    Das Monster ist anfangs weder böse noch gut, sondern eher naiv. Erst mit der Zeit lernt es, nimmt seine Umwelt wahr und macht – hierin einem Kinde gleich – Erfahrungen, die schließlich dazu führen, dass es eine Identität, ein „Ich“ herausbilden kann. Es stößt jedoch trotz seiner freundlich gemeinten Annäherungsversuche mehrmals auf feindliches Verhalten der Menschen.
    Enttäuschung, Traurigkeit und Selbstmitleid finden kein Ventil und schlagen in Hass und tätige Wut gegen den Schöpfer (Viktor Frankenstein) um. Es erkennt, dass das größte Problem seiner missratenen Existenz seine Einsamkeit ist. Es macht sich daher auf die Suche nach seinem Schöpfer, damit dieser ein zweites Geschöpf, eine Frau, schaffen solle. Es erhofft sich von einem ihm ähnlichen, abschreckenden Geschöpf Liebe und Zuneigung. Als sich diese Hoffnung jedoch nicht erfüllt, kippt das schwankende Gefühlsleben endgültig in den negativen Bereich: Das Monster beschließt, sich an seinem Schöpfer zu rächen. Dabei will es seinen Schöpfer jedoch nicht töten, sondern ihm so viel Schmerz bereiten, wie es selbst erleidet. Dass es deswegen andere Menschen tötet, die ausschließlich aus dem Umfeld Viktors stammen, ist nur Mittel zum Zweck.
    Eine Schlüsselszene in „Frankenstein“ ist das Zusammentreffen des „Monsters“ mit seinem Schöpfer in den Alpen. Hier kann man sehr viel über den durchaus tiefgründigen Charakter des Wesens erfahren. Die Identitätskrise des „Monsters“ spielt aufgrund der unerklärlichen Herkunft und des Andersseins als andere eine große Rolle. So bekommt das Wesen während des gesamten Romans keinen Namen. Aber auch die Integrationsprobleme des „Monsters“ in die Gesellschaft sollten als eine Mahnung verstanden werden, die das sogenannte Monster viel weniger zu einem Wesen des Schreckens machen als zu einem hilflosen und verzweifelten Geschöpf, das den gesellschaftlichen Normen nicht entspricht und deshalb nicht akzeptiert wird. Tatsächlich macht Mary Shelley im Original Victor Frankenstein keinen direkten Vorwurf, weil er die Kreatur „erschaffen“ hat. Sie wirft ihm vielmehr vor, ein schlechter Vater zu sein, der sein Kind einfach fallen lässt, weil er es zu hässlich findet.

    Die Parallelen finde ich beeindruckend: Die Schöpfer der Incels, i.e. in erster Linie die Frauen in ihrem Leben*, erschaffen Wesen, die nicht in die Gesellschaft passen. Keine Frau und kaum ein Mann will mit jemandem was zu tun haben, dem durch und durch verkorkste Ansichten beigebracht wurden. Also werden die Incels aus der ‚polite society‘ ausgeschlossen.

    *(Gibt es eine Statistik, wie viele der Incels vaterlos sind? Jedenfalls fast alle, die dann massenmörderisch auffällig wurden)

  8. Welches „Mindset“ ist denn eigentlich hier gemeint? Das „Ich bin doch so nett, warum will mich bloß keine“-Mindset? Oder das „Frauen stehen eh nur auf Arschlöcher“-Mindset? Oder das psychotischer-Massenmörder-Mindset, das Incels von Feministinnen und Qualitätsjournalisten gerne pauschal unterstellt wird?

    Ich hatte nie eines davon. Mir war immer klar, dass Frauen nicht Arschlöcher attraktiv finden, sondern selbstbewusste Männer, nur dass ich das eben nicht bin. Ich habe nie den Frauen die Schuld dafür gegeben, schließlich war mir klar dass das nun mal an der Biologie liegt. Folglich habe ich auch nie Verständnis dafür gehabt, warum einer aus reiner Frustration die Pumpgun zückt.

    Wenn mit Mindset hier das mangelnde Selbstbewusstsein an sich gemeint ist, dann muss ich klar sagen, dass ich tatsächlich immer noch „so drauf“ bin. Nur dass man eine Beziehung hat, ändert daran gar nichts. Ich war Incel bis ich 29 war und bin es jetzt, wenn man die Definition rein auf Sexualität einengt, immer noch bzw. wieder.

  9. Pingback: Crumar über Incels | uepsilonniks

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