Antifa

Im Rahmen der Ausbreitung der intersektionalen Theorien und der Rechts- oder Linksrütsche bzw der Polarisierung der Lager rückt auch die Antifa wieder ins Blickfeld.

Sei es in den USA als Gegenspieler der „Alt-right“ oder teilweise auch schlicht aller Konservativer oder eben auch in Deutschland, wie gerade jetzt in einer Debatte im Bundestag

 

Eine Bundestagsabgeordnete trägt einen Anstecker der Antifa, es gibt Protest auch von der AfD und schließlich einen Ordnungsruf gegen Renner.

Die Positionen sind eigentlich ganz einfach:

  • Die einen führen an, dass „Antifa“ bedeutet gegen Faschisten zu sein. Wie kann man nicht gegen Faschisten sein? Jeder, der gegen Faschisten ist, sei damit „Antifa“ und dagegen sein, dass jemand Antifa ist bedeutet irgendwie dem Faschismus zuzustimmen
  • Die anderen führen an, dass „Antifa“ eigentlich eine weitaus engere Bedeutung hat und für eine radikale und militante Gruppe steht, die im Endeffekt linke Ideen verteidigt und dabei auf klare Feindbilder setzt und in diesem Kampf auch Gewalt als Mittel befürwortet. Es wäre insoweit eine linke Schlägertruppe und wer sich zu ihr bekennt macht damit deutlich, dass er Gewalt als Mittel der politischen Auseindersetzung akzeptiert.

Diese binäre Abgrenzung wird dadurch verkompliziert, dass die „Antifa“ eben aus einer Vielzahl autonomen Gruppen besteht, die sich irgendwie dem Kampf gegen den „Faschismus“ verschrieben haben. Verschiedentlich gibt es noch die Unterscheidung in „Antifa“ und „Antifa-M“, wobei das M für Militant steht und damit den gewaltbereiten Flügel kennzeichnen soll.

Da Faschismus auch keine allgemein gültige Definition hat könnte man ebenso anführen, dass die gewaltbereite Antifa selbst einen gewissen (linken) Faschismus lebt, weil sie eine paramilitärische Organisation bildet, die häufig genug ein Spektakel abzieht um Leute einzuschüchtern oder für sich einzunehmen, nur beim „Führerkult“ der oft als weiteres Merkmal aufgegriffen wird, wird es schwierig. Aber das schreckt ja auch die Antifa selbst nicht ab, da sie häufig gegen das Konservative an sich ist, auch wenn kein „Führerkult“ enthalten ist.

Die obige „linkere“ Definition könnte man auch gut und „Feld und Festung“ fassen, also mit dem Umstand, dass man nach Außen hin ein weiter Begriff vorgegeben wird, nach innen aber ein weitaus engerer Begriff vorhanden

Das war hier schon einmal für den Feminismus als beliebtes Argument dargestellt worden:

The feminists who constantly argue about whether you can be a real feminist or not without believing in X, Y and Z and wanting to empower women in some very specific way, and who demand everybody support controversial policies like affirmative action or affirmative consent laws (bailey). Then when someone says they don’t really like feminism very much, they object “But feminism is just the belief that women are people!” (motte) Then once the person hastily retreats and promises he definitely didn’t mean women aren’t people, the feminists get back to demanding everyone support affirmative action because feminism, or arguing about whether you can be a feminist and wear lipstick.

Genauso könnte man anführen, dass die Antifa selbst eben nicht jeden, der nicht einfach nur gegen Faschismus (nach seiner Definiton) ist, sondern das ein Dazugehören weitaus mehr verlangt und wesentlich radikalere Ansätze erfodert.

Ich selbst für Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung keinerlei Verständnis, sei es von links oder rechts. Insofern halte ich eine Distanzierung von der Antifa im engeren, gewaltzugeneigten Sinne, für eine Selbstverständlichkeit des politischen Diskurs und eine notwendige Grundlage für ein politischen Zusammenarbeitens aller politischen Parteien. Eine Distanzierung von solcher Gewalt sollte auch nicht wirklich schwer fallen und ein Antifa-Stecker ist insofern nicht das passende Signal

 

142 Gedanken zu “Antifa

    • Seufz. Du bist der Meister der Behauptung, ohne einen einzigen Beleg liefern zu können.
      Du könntest im Verfassungsschutzbericht nachschauen, ob wenigstens der dich in deiner Verschwörungstheorie unterstützt, es existiere ein „terroristischer Flügel“ der Linken namens Antifa.
      Tipp: Steht da aber nicht.

      • Gewalt zur Durchsetzung politische Ziele. Das ist die Definition des Terrorismus.
        Immer wenn die Antifa irgendwo öffentlich auftritt, müssen Feuerwehr und Krankenwagen anrücken.

        • „Immer wenn die Antifa irgendwo öffentlich auftritt, müssen Feuerwehr und Krankenwagen anrücken.“
          Ja. Und bei jedem Bundesliga-Spiel.

          Noch einmal: Schau bitte im Verfassungsschutzbericht nach, ob diese, deine Meinung geteilt wird.
          Du kannst ihn für 2018 herunterladen.

          • Durch Bundesligaspiele sollen politische Ziele durchgesetzt werden?
            Hätte ich jetzt nicht gewusst.

            Wundern tut mich, dass du Fußball als Gegenbeispiel gewählt hast und nicht das Oktoberfest.

          • @only me

            Eigentlich nur ironisch, weil die überall anrücken, wo eine Gefahr befürchtet wird, dass Menschen zu Schaden kommen. Also auch bei einem Bundesliga-Spiel.

            Fakt ist, Adrian kann schlicht nicht belegen, was er behauptet.

          • „Fakt ist, Adrian kann schlicht nicht belegen, was er behauptet.“

            Jeder kennt die Bilder und Taten der Antifa. Von Hamburg, G20 über Berlin, Rigaer Straße bis hin zu Portland, Andy Ngo.

          • @crumar,

            „weil die überall anrücken, wo eine Gefahr befürchtet wird“

            „Die“ assoziieren also „Antifa“ mit „Gefahr“.

            Was glaubst du, woher das kommt?

          • @only me

            Och, ich nehme an, weil die auftauchen, wenn auch die andere Seite am Start ist:
            „Mehr als jeder zweite Rechtsextremist gilt als „gewaltorientiert“, genau wie 2017 waren es insgesamt 12.700 Menschen. In Parteien wie der NPD organisierten sich dem Bericht zufolge etwa 5500 Rechtsextreme, 6600 gehörten parteiunabhängigen Strukturen wie der „Identitären Bewegung“ an. Über 13 000 gelten als weitgehend unstrukturiert. Zu den Feindbildern der Rechtsextremen gehörten Ausländer, Asylbewerber und Muslime, aber auch Politiker.

            Die Zahl der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuften Gewalttaten ist 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,2 Prozent gestiegen, die Zahl der Straftaten sank minimal um 0,3 Prozent. Es wurden sechs versuchte Tötungsdelikte als rechtsextremistisch eingestuft, 2017 waren es noch vier. Auffällig sei dem Verfassungsschutz zufolge ein Anstieg an Straftaten mit antisemitischem Motiv. Die Zahl der registrierten Gewalttaten stieg hier um 71,4 Prozent.“

            „Auch im Linksextremismus ist die Zahl der Menschen, die die Verfassungsschützer im Fokus haben, um knapp 8,5 Prozent auf 32.000 gestiegen. Mehr als jeden Vierten (9000 Personen) schätzen sie als gewaltbereit ein. Linksextremisten sehen den Kapitalismus kritisch und möchten die freiheitliche Demokratie durch ein kommunistisches oder anarchistisches System ersetzen. Linksextremisten bemühten sich um Vernetzung mit bürgerlichen Protestbewegungen etwa für den Klimaschutz oder gegen Wohnungsknappheit.

            Im vergangenen Jahr registrierten die Behörden deutlich weniger linksextremistische Straftaten: 4622 Delikte nach 6393 im Jahr 2017. Die Zahl der Gewalttaten sank von 1648 auf 1010.“
            https://www.berliner-zeitung.de/politik/verfassungsschutzbericht-12-000-gewaltbereite-rechtsextremisten-in-deutschland-32764182

            Zu den rechten Straf- und Gewalttaten genauer:
            „Die Zahl der 2018 erfassten rechtsextremistischen Straftaten sank auf insgesamt 19.409 (2017: 19.467). Rechtsextremistische Gewalttaten stiegen dagegen auf 1.088 (2017: 1.054) an.

            Insgesamt wurden 6 versuchte Tötungsdelikte als mutmaßlich rechtsextremistisch kategorisiert (2017: 4). Bei diesen Taten gab es außerdem Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund.

            Auffällig war im Jahr 2018 der Anstieg um 13,7 % der rechtsextremistisch motivierten Straftaten mit antisemitischem Hintergrund auf insgesamt 1.575 Taten (2017: 1.385). Größtenteils handelt es sich hierbei um Volksverhetzungen und Propagandadelikte. Ein besonders deutlicher Anstieg um 71,4 % ist im Bereich der Gewalttaten (2018: 48, 2017: 28) zu verzeichnen.“
            https://www.verfassungsschutz.de/de/arbeitsfelder/af-rechtsextremismus/zahlen-und-fakten-rechtsextremismus/rechtsextremistische-straf-und-gewalttaten-2018

            Die Verharmlosung rechter Gewalt und die Idee, die „Antifa“ wäre im luftleeren Raum entstanden geht m.E. Hand in Hand.

          • „Och, ich nehme an, weil die auftauchen, wenn auch die andere Seite am Start ist:“

            Welche Rechtsextremen waren denn in Hamburg G20 am Start?

            Und selbst wenn Antifa gegen Rechtsextreme demonstriert. Die Gewalt geht immer von ihnen aus. Die Rechten marschieren friedlich in ihrem Kordon. Dann kommt die Antifa und versucht zu blockieren und zu randalieren.

          • @crumar

            „Die Verharmlosung rechter Gewalt und die Idee, die „Antifa“ wäre im luftleeren Raum entstanden geht m.E. Hand in Hand.“

            Ah, die Antifa „wehrt“ sich also nur.
            Na, ein Glück, dass das keine Überzeugung ist, die in der Vergangenheit Ideologen zu beliebig großen Schandtaten motiviert hat.

      • Wenn ich mich nicht irre, greift „die Antifa“ zu terroristischen Mitteln, wie „doxing“ und Mordanschläge auf Polizisten (Steinplatten von Häusern werfen und so) und „die Antifa“ unterstützt die „rote Hilfe“, welche sehr wohl vom Verfassungsschutz „erwähnt“ wird, und indimedia oder wieder das heißt, und die SED-Nachfolgepartei wird auch vom Verfassungsschutz beobachtet und es gibt auch Landesverfassungsschutzberichte, wo meiner Erinnerung nach durchaus auch „die Antifa“ mal auftaucht, und die Organisation von „schwarzen Blöcken“ und Demos überhaupt etc. pp. erfordert sehr wohl Disziplin und damit hierarchische / autoritäre Strukturen und jedenfalls die „Antifa Jugend in meiner Stadt“ hat durchaus auch links-antisemitische Aspekte, und unterstützt damit mindestens implizit Terrororganisationen z.B. in Palistäna, aber nicht nur..

          • Mit der Frage versuchst du natürlich nur, den Anschein zu erwecken, als ob seine Ausführungen realitätsfern wären. Dies sind sie mitnichten. Informier dich mal ausgewogener über deine bolschewistischen Gesinnungsgenossen mit Hang zu Terrorismus.

          • Ach Jo, der zufälligerweise eine „Analyse“ von einem Martin Sellner eingestellt hat, der zufälligerweise zur rechtsextremen Identitären Bewegung Österreichs gehört.
            Der zufälligerweise den Nazi-Jargon des „bolschewistischen“ bemüht, um seine ganz besondere Realität als „ausgewogen“ zu charakterisieren.

            Das ist einfach schlecht, Jo.
            Propaganda sollte nicht ganz so offensichtlich laufen.
            Erst liberal anfangen und peu a peu – sozusagen – VollGAS.

            Dann zu Karsten: mit „terroristischen Mitteln, wie „doxing“.
            Doxing ist Terrorismus?
            Gibt es auch doxing mit Gewalt?
            Wusste ich nicht.

            „Die Antifa“ unterstützt die „rote Hilfe“.
            Es wäre wenn, dann umgekehrt richtig.

            „Antifa Jugend in meiner Stadt“ – ist keine mir bekannte Organisation.
            Steht aber in Anführungszeichen und sollte demzufolge auf etwas verweisen.
            Ich weiß nur nicht auf WAS.

            „Links-antisemitische Aspekte, und unterstützt damit mindestens implizit Terrororganisationen z.B. in Palistäna“
            Hilfreich wäre zu wissen, was denn konkret links-antisemitisch ist und wodurch es sich bspw. von rechts-antisemitisch unterscheidet.
            Was sind welche „Aspekte“ von „links-antisemitisch“???
            Welche unterstützen damit „mindestens“ bzw./oder/erschwerend „implizit“ Terrororganisationen?
            Und wieso nicht „wenigstens“ und „explizit“?
            Und welche davon???
            Wieso in Palistäna und nicht in Palästina?

            Ich habe diesen Beitrag deshalb als Satire empfunden.
            Deine aber von Anfang an – wie gesagt – als Propaganda.

          • Und deine Ausführungen weiter oben sind Quark. Ich gehe es mal Passage für Passage durch. „Rechtsextremismus/Rechtsextremist“ ist erst mal nur ein politisches Werturteil, da es keine allgemein gebrauchte Definition des Begriffs gibt. Der Verfassungsschutzbericht basiert auf einer linken Rechtsextremismusdefinition. Zur Definition von Extremismus:
            „An dieser Stelle müssen deshalb die Kriterien offengelegt werden, nach denen im Folgenden für einen spezifischen Begriff des „Extremismus“ argumentiert werden soll. Sinnvoll erscheint eine Definition, die folgenden Idealen möglichst nahekommt: Sie soll sowohl der alltagssprachlichen als auch der behördlichen Verwendung entsprechen und eine klare Abgrenzung in Bezug auf ähnliche Phänomene bieten. Außerdem soll der Begriff „Extremismus“ auf Strukturmerkmalen beruhen, die auf linke und rechte Strömungen gleichermaßen Anwendung finden. Damit ist auch dem Missbrauch als politischen Kampfbegriff ein Riegel vorgeschoben. Im Folgenden soll ein Begriff vorgestellt werden, der sich an Astrid Bötticher und Miroslav Marešorientiert und der nach Ansicht des Autors diese Kriterien erfüllt.
            […]
            Extremisten – abgeleitet von lat. extremus, Superlativ zu exterus „außerhalb“ – zielen hingegen nicht auf die Einsicht anderer ab, sondern auf deren Unterwerfung. Sie glauben an die Möglichkeit einer politisch homogenen Gemeinschaft, in der eine Interessensidentität zwischen Regierenden und Regierten besteht und dass diejenigen, die nicht durch Einsicht zustimmen, zur Konformität gezwungen werden sollen. Gewalt gegenüber Andersdenkenden wird durch die politische Einstellung bejaht, legitimiert oder zumindest relativiert. Die Grundsätze des demokratischen Willensbildungsprozesses werden deshalb bewusst abgelehnt oder beiseitegeschoben. Trotz inhaltlicher Bandbreite in der Begründung von Gewalt ist die Gewaltaffinität allen Extremismen als Strukturmerkmal gemein. Die notwendige Verknüpfung von Extremismus mit der Anwendung, Gutheißung oder Relativierung von politischer Gewalt kommt sowohl dem Alltagsverständnis als auch dem Begriff des österreichischen Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) nahe (siehe Kapitel 3.2).“ – LENART, Patrick: „Ist die IBÖ extremistisch?“. Verein für unabhängige Medien- und Informationsarbeit, Graz 2018 – Arbeitskreis Nautilus
            http://www.ak-nautilus.com/pdf/LENART_Ist_die_IBO_rechtsextrem.pdf

            Du zitierst: „Mehr als jeder zweite Rechtsextremist gilt als „gewaltorientiert“, […]“.
            — Um Rechtsextremist im nicht linken Sinne, sondern basierend auf einer möglichst neutralen Definition von Extremismus im Allgemeinen und Rechtsextremismus im Besonderen (s.u.), zu sein, muss man „gewaltorientiert“ sein, zumindest ausgeübte Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele, die im eigenen Sinne sind, gutheißen, relativieren oder tolerieren, auch wenn man selbst keine anwendet. Daher stellt sich hier die Frage, ob Letzteres auf die andere Hälfte derer, die der VS-Bericht als „Rechtsextremisten“, aber nicht als „gewaltorientierte Rechtsextremisten“ einordnet, zutrifft. Die Frage ist mit Nein zu beantworten, denn der VS-Bericht zählt auch die IB zu den Rechtsextrem[ist]en (die aber nicht „gewaltorientiert“ sind; Gewalt zur Umsetzung politischer Ziele nicht gutheißt, relativiert oder toleriert):
            „[…] genau wie 2017 waren es insgesamt 12.700 Menschen. In Parteien wie der NPD organisierten sich dem Bericht zufolge etwa 5500 Rechtsextreme, 6600 gehörten parteiunabhängigen Strukturen wie der „Identitären Bewegung“ an.“
            — Generell will ich bei dem Thema auf die oben verlinkte Arbeit zur Frage, ob die IBÖ rechtsextrem ist, hinweisen.
            Gekürzte und kommentierte Inhaltswiedergabe derselben durch den Verfasser (2 Leerzeichen entfernen):
            https://www. youtube. com/watch?v=Ulx5SRtfviI

            Dann kommen wir zu den Straftaten … Du zitierst die Berliner Zeitung:
            „Die Zahl der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuften Gewalttaten ist 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,2 Prozent gestiegen, die Zahl der Straftaten sank minimal um 0,3 Prozent. Es wurden sechs versuchte Tötungsdelikte als rechtsextremistisch eingestuft, 2017 waren es noch vier. Auffällig sei dem Verfassungsschutz zufolge ein Anstieg an Straftaten mit antisemitischem Motiv. Die Zahl der registrierten Gewalttaten stieg hier um 71,4 Prozent.“
            — Jetzt muss man wissen, was alles in die Statistik zu den (angeblich) „rechtsextremistisch“ motivierten Straftaten einfließt: u.a. 1. alle Straftaten mit Beteiligung eines ausländischen Opfers, bei denen das Motiv nicht geklärt werden konnte, 2. alle von Linken oder Muslimen gemalten Hakenkreuze u.Ä. („Verbreiten von Propagandamitteln oder das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ – die weitaus meisten Straftaten), die andern zwecks Diffamierung (teilw. auch zwecks Legung falscher Spur bzgl. eines anderen Delikts) in die Schuhe geschoben werden sollen oder die zur Kennzeichnung eines NATSIES[!1!1!] an dessen Gebäude oder Kfz an-/aufgebracht werden, auch wenn diese Motivation nicht aufgeklärt wird, 3. teilw.* alle rassistischen, sexistischen, fremdenfeindlichen, antisemitischen etc. Straftaten, auch wenn sie von bspw. Islamisten oder antisemitischen Linken begangen werden, denn nicht die [Art des] Täter[s] werden[/wird] erfasst, sondern die [Art der] Straftat[en].
            * Bsp.:
            https://www.welt.de/politik/deutschland/article193060111/Statistik-in-Berlin-Polizei-ordnet-antisemitische-Taten-Rechtsextremen-zu-ohne-Belege.html

            Vergleich der Zahlen zu rechtsextrem motivierter Kriminalität von Anfang der 90er mit denen von heute (von Toralf Staud auf bpb.de): „Vergleicht man nun diese Teilmenge [d.i. als rechtsextremistisch eingestufte Straftaten] der PMK-rechts-Statistik mit den offiziellen Statistiken für rechtsextremistische Gewalt aus der Zeit vor 2001,[7] ergibt sich – bei aller Vorsicht – doch eine Tendenz: 2015 wurden 1.485 extremistische Gewalttaten mit rechter Motivation registriert, 2016 waren es 1.600. 2017 brachte dann wieder einen Rückgang auf 1.054. Anfang der 1990er jedoch lagen die Zahlen für rechtsextremistische Gewalttaten weit über dem Gipfel von 2016: nämlich bei 2.584 im Jahr 1992 und 2.232 im Jahr 1993.“
            https://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/264178/pmk-statistiken

            Du zitierst die Berliner Zeitung:
            „Auch im Linksextremismus ist die Zahl der Menschen, die die Verfassungsschützer im Fokus haben, um knapp 8,5 Prozent auf 32.000 gestiegen. Mehr als jeden Vierten (9000 Personen) schätzen sie als gewaltbereit ein. Linksextremisten sehen den Kapitalismus kritisch und möchten die freiheitliche Demokratie durch ein kommunistisches oder anarchistisches System ersetzen. Linksextremisten bemühten sich um Vernetzung mit bürgerlichen Protestbewegungen etwa für den Klimaschutz oder gegen Wohnungsknappheit.
            Im vergangenen Jahr registrierten die Behörden deutlich weniger linksextremistische Straftaten: 4622 Delikte nach 6393 im Jahr 2017. Die Zahl der Gewalttaten sank von 1648 auf 1010.“
            — Den Satz, den du dann nicht mehr zitiert hast, füge ich mal noch an: „Zur Auseinandersetzung mit politischen Gegnern und der Polizei schreibt der Verfassungsschutz: „Schwere Gesundheitsschädigungen und in Einzelfällen auch der mögliche Tod von Menschen werden billigend in Kauf genommen.““
            https://www.berliner-zeitung.de/politik/verfassungsschutzbericht-12-000-gewaltbereite-rechtsextremisten-in-deutschland-32764182
            — Und dann kann man bzgl. der IB ja mal vergleichen, welche Straftaten von IB-Mitgliedern oder Sympathisanten und welche von Linksextremisten gegen sie begangen werden:

            Klicke, um auf 1903913.pdf zuzugreifen


            Da finden sich so „ganz leichte“ Qualitätsunterschiede. (Ironie aus)
            — Die auf der von dir verlinkten VS-Seite genannten steigenden rechtsextremistischen Gewalttaten sind also nicht der IB zuzuordnen. (Und zu den dort genannten, plötzlich stark angestiegenen antisemitisch motivierten Straftaten habe ich ja oben schon was gesagt.) Insgesamt ist also daran festzuhalten, dass die ca. 500 IB-Mitglieder von der vom VS angegebenen Zahl der Rechtsextremisten noch zu subtrahieren sind.
            — Bei der Ausgangsfrage, ob die Antifa terroristisch ist, von der du hier mit deinen Zahlen zum echten und vermeintlichen Rechtsextremismus ablenken zu wollen scheinst, ist zu bedenken, dass sich Terrorismus nicht durch „Straftaten zur Durchsetzung politischer Ziele“ definiert, sondern durch „systematische Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele“. Ich zitiere, weil’s grad passt, nochmal aus der o.a. Arbeit von LENART:
            „Als dritte Form des abweichenden politischen Verhaltens gibt es außerdem Terroristen, die noch einen Schritt weitergehen als Extremisten und systematisch politische Gewalt anwenden. Im Gegensatz zur politischen Gewalt von Extremisten ist Terror darauf ausgerichtet, weitreichende psychologische Auswirkungen zu haben, die über das jeweils unmittelbare Opfer hinausreichen. Erklärtes Ziel von Terrorismus ist – auch etymologisch (aus lat. terror „große Furcht“) – die Verbreitung von Angst und die Einschüchterung des (politischen) Gegners.“
            Und dies übt die Antifa aus. Die Teile der Antifa, die keine Gewalt anwenden, aber den Terrorismus der gewaltorientierten Gruppen tolerieren (sich nicht öffentlich und eindeutig davon distanzieren), sich gleichermaßen Antifa nennen und dieselben Symbole verwenden, sind als Unterstützer i.S. einer Burg- und Feld-Strategie zu betrachten, wie das halt so ist bei Terrororganisationen – nicht alle sind für die (systematische) Ausübung der Gewalt zuständig –, insb. wenn man die doch hinlänglich bekannten linken Strategien zur Vorbereitung und Durchführung der (permanenten) Revolution berücksichtigt.

          • Oh, dachte, den Kommentar auf deine Antwort hätte ich schon beantwortet. Hier nochmal:

            „Ach Jo, der zufälligerweise eine „Analyse“ von einem Martin Sellner eingestellt hat, der zufälligerweise zur rechtsextremen Identitären Bewegung Österreichs gehört.“
            — Nein, nicht zufällig, sondern weil ich die Analyse gut fand.
            — Dass die IB nicht rechtsextremistisch ist, habe ich in meinem (nun) vorigen Kommentar erläutert.

            „Der zufälligerweise den Nazi-Jargon des „bolschewistischen“ bemüht, um seine ganz besondere Realität als „ausgewogen“ zu charakterisieren.“
            — Nein, das nicht. Und dennoch ist meine Einschätzung Sachverhalte hier adäquater als deine, ja.
            — Es ist kein Nazi-Jargon. Es sei denn natürlich alles, was dir zu weit rechts ist, ist NAATSIEE!!11!

            „Das ist einfach schlecht, Jo.
            Propaganda sollte nicht ganz so offensichtlich laufen.
            Erst liberal anfangen und peu a peu – sozusagen – VollGAS.“
            — Nein, ich bin nach wie vor national-liberalkonservativ eingestellt.
            — Wenn ich meine Meinung sage, ist das Propaganda. Aha. Ok.
            — Und was ist deine Unterstellung von wegen „VollGAS“? Keine Propaganda? Oder bloß Diffamierungsversuch?

            „Dann zu Karsten: mit „terroristischen Mitteln, wie „doxing“.
            Doxing ist Terrorismus?
            Gibt es auch doxing mit Gewalt?
            Wusste ich nicht.“
            — Dann weißt du’s jetzt. Stalking ist psychische Gewalt, hat daher mittlerweile auch seinen eigenen Paragraphen im StGB. Die systematische Form davon (plus die auf öffentliche auf Schädigung von Eigentum, Leib und Leben fokussierte Listen eintragende oder die diffamierend-tendenziöse Veröffentlichung der so herausgefundenen Infos) zur Diffamierung und zum Fertigmachen nennt sich Doxing. Psychische Gewalt kann Teil terroristischer Strategien sein.

            „„Die Antifa“ unterstützt die „rote Hilfe“.
            Es wäre wenn, dann umgekehrt richtig.“
            — Kann schon sein, dass sie es tut. Terroristen müssen sich ja irgendwie organisieren und finanzieren (lassen).

            „„Antifa Jugend in meiner Stadt“ – ist keine mir bekannte Organisation.
            Steht aber in Anführungszeichen und sollte demzufolge auf etwas verweisen.
            Ich weiß nur nicht auf WAS.“
            — Brauchst du auch nicht zu wissen. Der Leser bräuchte aber zu wissen, wieso dies Satire sein soll.

            „Hilfreich wäre zu wissen, was denn konkret links-antisemitisch ist und wodurch es sich bspw. von rechts-antisemitisch unterscheidet.
            Was sind welche „Aspekte“ von „links-antisemitisch“???“
            — Frag ihn doch, was er damit genau meint. Er wird’s wissen. Satire kann ich da noch immer keine Ausmachen. Vermutlich meint er Antisemistismus von (ansonsten) linken Gruppierungen/Leuten.

            „Welche unterstützen damit „mindestens“ bzw./oder/erschwerend „implizit“ Terrororganisationen?
            Und wieso nicht „wenigstens“ und „explizit“?“
            — Durch Relativierung von deren Gewalt z.B. oder durch Unterstützung bei der Erreichung ihrer Ziele (z.B. Einschüchterung, Diffamierung, Verleumdung).

            „Und welche davon???
            Wieso in Palistäna und nicht in Palästina?“
            — Höhö, dein Humor ist ja spitzenmäßig – oder aber dein Wissen zur Nutzung moderner Kulturtechniken.
            — Vermutlich meint er alle, die aus (latent bis weniger latent) antisemistischen Gründen gegen Juden agitieren.
            — Satire kann ich noch immer keine erkennen.

            „Ich habe diesen Beitrag deshalb als Satire empfunden.
            Deine aber von Anfang an – wie gesagt – als Propaganda.“
            — Kann ich beides nicht nachvollziehen. Aber ist ja nicht schlimm …

        • „Die Anführer der Identitären mögen sich als kluge Köpfe inszenieren, doch erklärte das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz 2016, dass viele von ihnen aus der NPD- oder Kameradschaftsszene stammten – oder über Verbindungen verfügten. 25 Prozent der bekannten Mitglieder der Identitären wurden damals dem rechtsextremistischen Spektrum zugerechnet.“
          https://www.sueddeutsche.de/politik/identitaere-bewegung-sellner-spenden-1.4447404

          Es sind ganz gewöhnliche Rechtsextreme und Rechtsradikale in einem Spektrum und selbstverständlich gibt es Parallelen und Verbindungen zu anderen rechtsextremen und rechtsradikalen Organisation.

          Im Artikel weiter: „Wann immer von der Angst vor einer rechten Bedrohung die Rede ist, fallen zwei Namen: der von Sellner und der des Christchurch-Attentäters. (…) Verbindungen gibt es sehr wohl. Anfang 2018 zum Beispiel spendete der spätere Christchurch-Attentäter 1500 Euro an Sellner. Dieser schrieb sogleich zurück, er wolle sich persönlich bedanken für die „unglaubliche Spende“. Der spätere Attentäter antwortete, dies sei nur eine kleine Summe angesichts dessen, was Sellner so leiste; Millionen Menschen weltweit setzten auf Sellner, damit er für ihre Werte kämpfe; es sei ein langer Weg bis zum Sieg, aber man werde jeden Tag stärker.“

          Das Pamphlet des Massenmörders von Christchurch hieß „The Great Replacement“. Es handelt sich hier tatsächlich um keinen Zufall.

          Kurze Google Suche nach dem Begriff „Der große Austausch“ auf Platz 1 Wikipedia: „Großer Austausch ist ein politischer Kampfbegriff und Agitationsschwerpunkt der Neuen Rechten. Laut diesem Verschwörungsmythos gebe es den geheimen Plan, weiße Mehrheitsbevölkerungen gegen muslimische oder nicht-weiße Einwanderer auszutauschen. Dahinter stünden etwa „die Globalisten“, „die Eliten“, „die Wirtschaft“, „die Juden“, „Multikulturalismus“ oder auch Institutionen wie die Europäische Union oder die Vereinten Nationen. Infolgedessen käme es in absehbarer Zeit zu einem „Untergang Europas“ oder einem „Genozid“.“

          Der zweite Platz bei der Suche: Großer Austausch – Identitäre Bewegung Deutschland e.V.
          Ist natürlich dumm gelaufen, wenn man als intellektueller Steigbügelhalter eines Massenmörders auffliegt.
          Man braucht den Abzug nicht selber drücken, es gibt genügend Durchgeknallte, denen die Abwehr eines erfundenen „Genozids“ als Rechtfertigung für die Exekution ihrer Mordfantasien dient.
          LIHOP – let it happen on purpose.

          Deshalb schreibst du: „Der Verfassungsschutzbericht basiert auf einer linken Rechtsextremismusdefinition.“ – wenn nämlich die Definition „links“ ist, dann kann es sich bei den Identitären um keinen Rechtsextremisten handeln.
          Weil, wenn man Rechtsextremen die Definition von rechtsextrem überlässt, wird man – surprise! – feststellen, es handelt sich um gar keine.

          Was wir daran erkennen, Jo, ist die uralte feministische Strategie: „Verschiebe die Torpfosten und erfinde neue Spielregeln.“

          So z.B. kann es nach dessen aktueller Definition gar keinen Rassismus gegen Weiße geben und keinen Sexismus gegen Männer, Frauen sind immer Opfer und Männer immer Täter, Hass gegen Männer schüren ist gerechtfertigt, schließlich gibt es den großen „war on women“, etc. pp.
          Wer das Opfer-Abo hat, kann durch seinen Opferismus gerechtfertigt das komplette Gegenteil von dem tun, für das man vermeintlich steht und sich dabei immer im Recht fühlen.

          Dass es einen wissenschaftlichen Konsens gibt, was rechtsextrem, Rassismus und Sexismus ist, ist völlig irrelevant, weil man für die politische Auseinandersetzung eine Definition benötigt, die man persönlich und exklusiv erfunden hat, weil sie persönlich nützlich ist.
          In der politischen Auseinandersetzung und für den eigenen Moralhaushalt.

          Und so gibt es immer mehr GeisterfahrerI*_innen aller politischen Geschmacksrichtungen, denen hunderte von Geisterfahrern entgegen kommen…

          Was mich fasziniert ist, in welchem Umfang die „Neuen Rechten“ einfach copy&paste bei den Feministinnen in Sachen Taktik und Strategie (Opferismus) betrieben haben, ohne es selber zu bemerken.

          Oder ist dir das bisher aufgefallen, Jo?

          • Ich finde es lustig, wenn Linke den „großen Austausch“ als Verschwörungstheorie bezeichnen, gleichzeitig aber vehement gegen die weiße, westliche Gesellschaft agitieren und davon träumen diese Gesellschaft in eine multikulturelle zu verwandeln.

          • @Adrian

            Du schreibst (Satz 1): „Ich finde es lustig, wenn Linke den „großen Austausch“ als Verschwörungstheorie bezeichnen, gleichzeitig aber vehement gegen die weiße, westliche Gesellschaft agitieren und davon träumen diese Gesellschaft in eine multikulturelle zu verwandeln.“

            Du meinst tatsächlich (Satz 2): „Ich finde es lustig, wenn Männer das „Patriarchat“ als Verschwörungstheorie bezeichnen, gleichzeitig aber vehement gegen die Gleichberechtigung agitieren und davon träumen diese Gesellschaft in eine anti-feministische zu verwandeln.“

            Lies genau nach, dein Vorwurf hat die identische Struktur und Funktion.

            Es wird generalisierend behauptet, „Männer“ = „Linke“ als Gruppe dächten und verhielten sich identisch.
            Zweck ist, überhaupt erst eine Gruppe zu schaffen, in der jedes Individuum – kontrafaktisch – den gleichen Platz auf der Anklagebank erhält.

            Es wird generalisierend behauptet, „sie“ agitieren kollektiv gegen Gleichberechtigung.
            Zweck ist, was „sie“ als „Verschwörungstheorie“ bezeichnen wieder ins Recht zu setzen – denn gäbe es das Patriarchat nicht, dann würden „sie“ ja nicht gegen Gleichberechtigung agitieren. QED!

            Das ultimativ negative Ziel (anti-feministisch) – was ich dem männlichen Kollektivsubjekt unterstelle anzustreben – unterstreicht das positive Ziel (Gleichberechtigung), gegen das sich das negative Kollektivsubjekt (Männer) wendet.
            Voila: Das positive Kollektivsubjekt (Feminismus) ist demnach identisch mit dem positiven Ziel (Gleichberechtigung).
            Es lebe der weiße, westliche Feminismus! 🙂

            Verstehst du jetzt, was ich mit copy&paste meine?
            Du wendest ein zutiefst feministisches Argumentationsmuster gegen mich an, weil du in deinem Verständnis gegen „einen Linken“ (Mann) argumentierst.
            Den Satz 2 hättest du als Maskulist aber engagiert auseinander genommen.

            Nicht alle Linken streben eine „multikulturelle Gesellschaft“ an und ich weiß noch nicht einmal, wie die aussehen sollte, weil ich die dahinter stehende Grundannahme nicht teile, es gäbe eine einheitliche deutsche Kultur (inkl. Kartoffelkonsum, die übrigens aus Südamerika stammt).
            Auch ist es nicht meine Ansicht, dass alle Kulturen dem Individuum die identischen Chancen zur Entfaltung bieten und daher identische Möglichkeiten zur Ausbreitung in unserem Land haben sollten.
            Die Kultur der Selbstgeißelung ist ebenfalls nicht meine – konkrete Kritik wie z.B. an der Tätigkeit des IMF, den „Freihandelsabkommen“, dem aberwitzig subventionierten Export von Agrarüberschüssen usw. usf. davon nicht betroffen.

            „Die Linke“, die dir (medial) begegnet ist nicht die in diesem Land real existierende.
            Das ist Clownworld, es ist nicht real.

          • @crumar
            Eine Abstraktion wie „Linke“ ist nie real. Sie wäre realistisch – oder eben nicht.

            Im Übrigen: Die Verschwörungstheorien der Rechten sind wenig reichhaltig oder kreativ. Daher bevorzuge ich die der Linken, die sind viel verbreiteter, interessanter und ausgesponnener. Und sie werden weithin geglaubt.

          • „Du wendest ein zutiefst feministisches Argumentationsmuster gegen mich an, weil du in deinem Verständnis gegen „einen Linken“ (Mann) argumentierst.“

            Warum machst Du Dir die Mühe einer so fundierten und umfangreichen Antwort?
            Du solltest doch längst wissen, dass Adrian einfach nur Spaß daran hat, den Agent provocateur zu spielen. Er schmeißt Dir einen Knochen hin und freut sich nen Ast, wenn Du darauf springst, wie ein Köter auf den Dieb seiner Futterschüssel.
            Früher war’s das Wort „Kulturbolschewismus“, das Leszek regelmäßig zur Verfassung einer weiteren Doktorarbeit über den Bolschewismus veranlasste, jetzt ist es „die Linke“, bzw. „die Kommunismen“.
            Das ist schade, denn Adrian kann mehr, aber anscheinend reicht ihm ein gelegentlicher Schenkelklopfer.

          • Och carnofis, es lesen ja immerhin noch ein paar andere Männer mit.
            Vielleicht ist es für ein oder zwei ein Gewinn.
            Dann hat es sich doch erstens gelohnt und zweitens hilft es mir selber, einen Gedanken zu verschriftlichen, den ich bereits in mir getragen habe und nun einfach ausformulieren kann.
            Von daher hat Adrain (der ein wirklich niedlicher Pinguin ist und daher Probleme hat, längere Sätze auf der Tastatur zu schreiben) doch auch eine positive Funktion.

          • @Crumar: So, hab grade beim Aufräumen meiner Notizdokumente gesehen, dass ich darin noch eine Antwort auf deinen Kommentar gespeichert habe, d.h. dass sie noch nicht gepostet wurde. Warum es damals nicht geklappt hat, weiß ich nicht. (Vielleicht lag’s an meinem Browser – der hat hier manchmal Probleme mit der Website gehabt/gemacht.) Das will ich noch nachholen – hoffentlich klappt’s diesmal.

            Zu deinem eingängig angeführten SZ-Zitat:
            — Als ob es ein Widerspruch wäre, aus der NPD-Kameradschaftsszene zu stammen oder noch Verbindungen dahin zu haben, und klug zu sein … zumal es ja gerade bedeutet, dass diese Leute so klug waren, sich von den Ideologien dort zu lösen und sich zu entradikalisieren. Eines der erklärten Ziele der IB ist es nämlich, gerade genau das zu fördern, und zu verhindern, dass junge Menschen, die auf der Suche nach einer politischen Heimat sind, in die rechtsextreme (Neonazi-)Szene rutschen. Dass sie die alten Freundschaften nicht einfach alle aufkündigen (sondern sie teilw. von ihren Erkenntnissen zu überzeugen), ist für im psychosozialen Verhalten gestörte Menschen natürlich nicht nachvollziehbar.
            — Nein, sie „inszenieren“ sich nicht nur als kluge Köpfe, sondern sind es (teilw. ;-)) auch. Sellner, Lenart, Lichtmesz …
            — Auf die Zurechnung zum rechtsextremen Spektrum sche*ße ich aus bereits weiter oben genannten Gründen.

            „Es sind ganz gewöhnliche Rechtsextreme und Rechtsradikale in einem Spektrum“
            — Wie wär’s mit Argumenten, statt nur Wiederholungen? Ich habe oben bereits dargelegt, warum es sich hier nicht um Rechtsextremisten handelt. Dagegen bringst du keine Argumente. Oder soll es ein Autoritätsargument darstellen — dass ja die SZ die IB als rechtsextremistisch einordnet?

            „und selbstverständlich gibt es Parallelen und Verbindungen zu anderen rechtsextremen und rechtsradikalen Organisation.“
            — Parallelen gibt’s auch zwischen dir und Hitler oder Chaplin, wenn du bspw. die gleiche Obstsorte isst wie er. Bitte nicht so konkret. (Ironie off)
            — Verbindungen zu haben, bedeutet gar nichts (s.o.). Außer man geht von Tabu-Infizierung aus, wie es Freud in „Totem und Tabu“ beschrieb.

            Du zitierst die SZ: „„Wann immer von der Angst vor einer rechten Bedrohung die Rede ist, fallen zwei Namen: der von Sellner und der des Christchurch-Attentäters. (…) “
            — Ja, das haben die Mainsream-Medien sehr gut hinbekommen, das muss man ihnen lassen.

            Du zitierst die SZ weiter: „Verbindungen gibt es sehr wohl. Anfang 2018 zum Beispiel spendete der spätere Christchurch-Attentäter 1500 Euro an Sellner.“
            — Richtig: der spätere(!) Christchurch-Attentäter.
            — Etwas gespendet zu bekommen, ist weder ein Verbrechen, noch ein Beweis dafür, dass man mit dem Spender übereinstimmt. Zum Christchurch-Attentäter und seiner Spende unten mehr.

            Du zitierst die SZ weiter: „Dieser schrieb sogleich zurück, er wolle sich persönlich bedanken für die „unglaubliche Spende“. Der spätere Attentäter antwortete, dies sei nur eine kleine Summe angesichts dessen, was Sellner so leiste; Millionen Menschen weltweit setzten auf Sellner, damit er für ihre Werte kämpfe; es sei ein langer Weg bis zum Sieg, aber man werde jeden Tag stärker.““
            — Es ist das normalste der Welt, sich für eine Spende – noch dazu in der Höhe – zu bedanken, auch wenn sie von einem Fremden stammt. Wo soll da ein Argument dafür sein, dass Sellner rechtsextremistisch sei? (Und übrigens: Meinst du, ich hätte all das nicht mitbekommen? Habe ich natürlich. Aber ich habe mir alle Seiten angehört und mir ein eigenes Bild gemacht.)

            „Das Pamphlet des Massenmörders von Christchurch hieß „The Great Replacement“. Es handelt sich hier tatsächlich um keinen Zufall.“
            — Richtig, kein Zufall. Denn er hat gemeint, mit seiner Aktion, etwas dagegen zu bewirken. Dabei hat er genau das Gegenteil erreicht. Der IB und dem sonstigen friedlichen patriotischen Widerstand hat er einen Bärendienst erwiesen.
            — Hast du das Pamphlet gelesen? Ich interpretiere die Sache so, dass sein Ziel Folgendes war: Er wollte, gerade dadurch dass er mit der IB (und den anderen Gruppen, denen er spendete) in Verbindung gebracht werden kann und voraussichtlich dies auch von den Medien getan würde (wie geschehen), den Druck auf sie erhöhen, sodass sie sich radikalisieren – so wie er, da er ja der Meinung ist, dass mit friedlichen Mitteln nichts mehr (rechtzeitig) auszurichten sei. Daher wollte er die seiner Meinung nach unausweichliche Entwicklung beschleunigen, damit noch die Chance besteht, die Widerstandsressourcen, die noch zur Verfügung stehen, gleich in die seines Erachtens richtige Bahn zu lenken, statt sie (wie auch die Zeit) zu verschwenden in der seines Erachtens kontraproduktiven Hoffnung, es könne mit friedlichen Mitteln noch was erreicht werden. Das nennt sich Akzelerationismus; er ist ein Akzelerationist. Aber im Prinzip hat schon Merkel und Konsorten „seinen Job“ übernommen – ohne ihr demografisches „Flutenlassen“ Europas/Germaniens/Deutschlands wäre Europa/Germanien/Deutschland als ethnokulturelle (Id)entität schleichend seinem sicheren Ende entgegen gegangen; nun gibt’s einen plötzlichen Temperaturanstieg und der Frosch kann sich doch noch besinnen, aus dem Melting Pot, dem zur „Allmachtselixierzubereitung“ aufgesetzten Hexenkessel der Globalisteneliten, herauszuspringen/-klettern. Das mag dir abwegig vorkommen, ist aber noch lange keine rechtsextreme Haltung.

            „Kurze Google Suche nach dem Begriff „Der große Austausch“ auf Platz 1 Wikipedia:“
            — Na, wenn du dich bei solchen Dingen auf Wikipedia verlässt, kann ja nichts schief gehen …

            Du zitierst Wikipedia: „Laut diesem Verschwörungsmythos gebe es den geheimen Plan, weiße Mehrheitsbevölkerungen gegen muslimische oder nicht-weiße Einwanderer auszutauschen. Dahinter stünden etwa „die Globalisten“, „die Eliten“, „die Wirtschaft“, „die Juden“, „Multikulturalismus“ oder auch Institutionen wie die Europäische Union oder die Vereinten Nationen. Infolgedessen käme es in absehbarer Zeit zu einem „Untergang Europas“ oder einem „Genozid“.““
            — Fast richtig. Es ist natürlich keine „Verschwörung“, weil es nicht wirklich geheim ist. Es dient zur Erreichung bestimmter* – je nach Akteur –, entweder (vermeintlich) „humanistischer“, globalsozialistischer** oder korporatistischer (Linke würden sagen: neoliberaler/kapitalistischer), totalitärer Ziele. Zwei Bspe. für Motive hierbei: 1. Wenn es keine Völker/Nationen mehr gibt, gibt’s auch keine Kriege mehr zwischen ihnen etc. 2. Deutschland/Europa braucht, um weiter Verluste sozialisierend gemolken werden zu können, ausreichend Wirtschaftsleistung, also auch ausreichend Bevölkerung. http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=460447 Das heißt, der Begriff „Austausch“ ist natürlich polemischer Natur – es geht um Ersetzungs-/Bestandserhaltungsmigration –, aber aus meiner Sicht vollkommen legitim, weil jene Politik nämlich zum Austausch des autochthonen Volkes führt.
            — Nach wie vor kein Rechtsextremismus.
            * = Siehe z.B.: https: //www. islamverstehen. lima-city. de/volks-austausch-plaene.html
            (Die vier Leerzeichen entfernen, dann ist die URL korrekt.)
            Und zum Thema Genozid schrieb ich andernorts schon was: https://allesevolution.wordpress.com/2019/10/19/selbermach-samstag-260-19-10-2019/#comment-426470
            ** = Hier schon teilw. dargelegt: https://allesevolution.wordpress.com/2019/10/15/colorismus-vs-rassismus/#comment-425710

            „Der zweite Platz bei der Suche: Großer Austausch – Identitäre Bewegung Deutschland e.V.
            Ist natürlich dumm gelaufen, wenn man als intellektueller Steigbügelhalter eines Massenmörders auffliegt.“
            — Dieses Narrativ hast du natürlich bereitwillig unreflektiert von deinen Mainstreammedien und Meinungsmachern übernehmend aufgesaugt.
            — Ist natürlich dumm gelaufen, wenn man unreflektiert an der Brust der Medien hängen geblieben ist, weil diese verlogene Mutter einen von klein auf für ihre Zwecke gehirngewaschen hat, damit man das will, was ihr nützt, und nicht erkennen kann, was man eigentlich braucht, und dass Vater(land) doch nicht so böse ist, wie sie es von einem erwartet hat zu glauben, weil’s ansonsten „keine Liebe“ (psychische Dresche) mehr gab/gibt.
            — Die IB hat immer gesagt, dass sie mit friedlichen Mitteln des zivilen Ungehorsams vorgeht. Sie kann also nicht Steigbügelhalter eines Massenmörders sein. Er hat sich seine ganz eigene Vorstellung davon gebildet, mit welchen Mitteln er seine politischen Ziele erreichen will. Schließlich ist auch nicht jeder, der sich als Muslim sieht, Terrorist, obwohl sich beide – der islamistische Terrorist und der friedliche Muslim – auf dasselbe Buch und denselben darin geschilderten Gott berufen.

          • „Man braucht den Abzug nicht selber drücken, es gibt genügend Durchgeknallte, denen die Abwehr eines erfundenen „Genozids“ als Rechtfertigung für die Exekution ihrer Mordfantasien dient.
            LIHOP – let it happen on purpose.“
            — Ja, du kannst ja deinen netten Unterstellungen frönen, kein Problem. Dies ändert allerdings nichts an ihrer Substanzlosigkeit.
            — Die IBÖ (aber auch mittlerweile die IBD), v.a. ihre Führungspersonen, sind massiven staatlichen Repressionen ausgesetzt. Nur (angeblich) aufgrund einer Spende von einem bis dahin unbescholtenen australischen Bürger an Sellner gibt es (rechtsgundlagenlose) Hausdurchsuchungen ohne Ende (und dann wenn sie alles auf den Kopf gestellt haben früh morgens an dem Tage, an dem Kais kleines Kind Geburtstag hatte, komplettes Chaos in der Wohnung hinterlassen haben, wird das deutsche Jugendamt vorbeigeschickt, damit geguckt wird, in welchen Bedingungen die Kinder dort leben „müssen“); werden am laufenden Band illegalerweise Infos über die Betroffenen und ihre Unterstützer aus den Strafverfolgungs- und Justizbehörden an die Öffentlichkeit gegeben; werden ihnen die Konten gesperrt und gekündigt (sodass sie nur noch im Ausland Konten eröffnen können – wobei selbst da interveniert wird); werden (natürlich erfolglose) politisch motivierte Strafverfahren gegen sie angestrengt, deren Verteidigung sie selbst bezahlen müssen (wie’s in Österreich der Regelfall ist) um sie auch finanziell zu zermürben; werden die regelmäßig bei den Hausdurchsuchungen konfiszierten elektronischen Geräte mehrere Monate lang einbehalten (bei Strache hat’s ein paar Tage gedauert, bis er seine wieder zurück hatte); werden sie von der ÖVP – „*der* Regierungspartei“ – verfassungsfeindlich mit dem Verbot bedroht; usw. usf. …

            „Deshalb schreibst du: „Der Verfassungsschutzbericht basiert auf einer linken Rechtsextremismusdefinition.“ – wenn nämlich die Definition „links“ ist, dann kann es sich bei den Identitären um keinen Rechtsextremisten handeln.“
            — Nein, nicht deshalb. Sondern weil sie eine linke *ist*. Realität, verstehst du?
            — Du bist anderer Meinung? Erzähl …! Komm mit Sachargumenten rum.
            — Hinzu kommt noch, dass der deutsche Verfassungsschutz offenbar die politischen Konzepte/Ziele der IB nicht richtig verstanden hat und daher in seinem Bericht mit Strohmannargumenten arbeitet; er schiebt ihr schlussfolgernd was unter („globale Apartheid“), das sie nicht vertritt, und ordnet sie auf dieser Grundlage als verfassungsfeindlich gesinnt ein. (Anmerken will ich noch, dass sich wohl auch die meisten Medien bei ihrer Einordnung der IB als „rechtsextrem“ nach der Einordnung durch den Verfassungsschutz richten.)
            — Zur Einordnung der IBÖ als zum Rechtsextremismus gehörig durch den österreichischen Verfassungsschutz folgt gleich unten noch was. Übrigens ist es deutschen Behörden nach einem Gerichtsurteil nun verboten, die IBD als „gesichert rechtsextrem“ zu bezeichnen. https://www.faz.net/aktuell/politik/verfassungsschutz-gericht-identitaere-nicht-rechtsextrem-nennen-16403026.html

            „Weil, wenn man Rechtsextremen die Definition von rechtsextrem überlässt, wird man – surprise! – feststellen, es handelt sich um gar keine.“
            — Um festzustellen, dass es sich nicht um Rechtsextremismus handelt, wie er sowohl von der Mehrheit der Bevölkerung, als auch von nicht linken Extremismusexperten, als auch vorher normalerweise von staatlichen Behörden verstanden wurde, braucht es keine Definition von auf Grundlage linker Rechtsextremismusdefinitionen bezeichneten Rechtsextremen.
            — Komm mit Sachargumenten gegen die Definitionskritik, wie ich sie weiter oben in dem entsprechenden Kommentar lieferte, rum. Ad-personam-Argumente können Sachargumente nicht ersetzen.

            „Was wir daran erkennen, Jo, ist die uralte feministische Strategie: „Verschiebe die Torpfosten und erfinde neue Spielregeln.““
            — Sehr richtig, Crumar. Die alte linke* Strategie. Genau die ist bei der Propagierung und der – auch institutionellen – Etablierung linker Rechtsextremismusdefinitionen und der sie vertretenden „Experten“ angewendet worden. Eben alles NAADSIEE, was man auf rechter Seite verboten oder man zumindest gesellschaftlich gemieden sehen will. Wenn dann eine Linke den VS-Bericht über die IBÖ schreibt (s. die in meinem vorigen Kommentar vom 29.09.2019 um 7:53 AM verlinkten Dokumente), ist es nicht verwunderlich, dass sie eine linke Definition heranzieht, um die IBÖ als rechtsextremistisch einzuordnen. Dass diese Definition der allgemeinen Extremismusdefinition des österr. VS (BVT) widerspricht, weil sie das Kriterium der Gewaltbereitschaft zur Durchsetzung politischer Ziele nicht enhält, und dass auch sonst diverse Widersprüche in dem entsprechenden BVT-Bericht fabriziert werden, ist für mich dann auch nicht verwunderlich …
            Zum deutschen VS und seiner Bezeichnung der IBD als rechtsextrem habe ich ja oben schon die hier relevante Info verlinkt.
            * = Dass Feminismus originär sozialistisch/kommunistisch ist, da Kommunismus (inkl. permanente sozialistische Revolution) den Feminismus als zentralen Bestandteil enthält, willst du doch nicht etwa leugnen, oder?
            https://www.expresszeitung.com/macht-politik/um-den-kommunismus-zu-errichten-muss-die-familie-zerstoert-werden
            https://www.grundrisse.net/grundrisse20/paul_pop.htm
            https://allesevolution.wordpress.com/2019/10/15/colorismus-vs-rassismus/#comment-425710

            „So z.B. kann es nach dessen aktueller Definition gar keinen Rassismus gegen Weiße geben und keinen Sexismus gegen Männer, Frauen sind immer Opfer und Männer immer Täter, Hass gegen Männer schüren ist gerechtfertigt, schließlich gibt es den großen „war on women“, etc. pp.“
            — Richtig, und so kann es auch gar kein Nicht-Gerechtwerden und Unrecht gegenüber Rechten geben, gell?

            „Dass es einen wissenschaftlichen Konsens gibt, was rechtsextrem, Rassismus und Sexismus ist, ist völlig irrelevant, weil man für die politische Auseinandersetzung eine Definition benötigt, die man persönlich und exklusiv erfunden hat, weil sie persönlich nützlich ist.“
            — Großartig daher palavert. Komm mit Sachargumenten rum, bring Belege für deine Aussagen.
            — Nein, es gibt eben keinen wissenschaftlichen Konsens, was rechtsextrem, was Rassismus und Sexismus ist. Wie kommst du denn auf das schmale Brett?? Ich z.B. halte die Rassismus- (und Sexismus-)Definition von Werner Patzelt für angemessen. Er ist jetzt auch ein Rechtsextremer/Rassist/Sexist, gell? Und Astrid Bötticher und Miroslav Mareš, die ich in meinem Kommentar vom 29.09.2019 um 7:53 AM schon indirekt (in einem Zitat) angeführt hatte, sind dann vielleicht auch noch rechtsextremistisch beeinflusst, gell? So lächerlich … einfach nur lächerlich.
            — Und nein: persönlich und exklusiv zu erfinden, braucht man hier auch nichts. (S.o.)

            „Was mich fasziniert ist, in welchem Umfang die „Neuen Rechten“ einfach copy&paste bei den Feministinnen in Sachen Taktik und Strategie (Opferismus) betrieben haben, ohne es selber zu bemerken.
            Oder ist dir das bisher aufgefallen, Jo?“
            — Und dass sie tatsächlich Opfer von staatlichen Repressionen, Diffamierungskampagnen und von der Politik gedeckten/unterstützten Terroristen (Antifa) sind, ist natürlich unmöglich, klar. Die IB ist gefährlich für die Politik ihrer politischen Gegner (und somit auch für deren Macht und sie selbst), gerade weil sie friedlich, nicht rechtsextremistisch und nicht (verfassungskonform) verbietbar ist.
            — Apropos Terroristen – das ursprüngliche Thema: Mir ist aufgefallen, dass du keine Einwände mehr gegen meine Argumente bringen konntest, dass die Antifa eine terroristische Gruppierung ist. Ablenkungsmanöver missglückt; egal ob Ablenkung meiner Aufmerksamkeit davon – oder deiner eigenen.

    • Wer ist Combat 18 (Initialen natürlich Rangfolge im Alphabet = AH für Adolf Hitler)?

      Laut Wikipedia:
      „Die „Kameraden“ von Combat 18 berufen sich in ihrer Weltanschauung auf die rassistische Vorstellung einer Vorherrschaft der „Weißen Rasse“. Angestrebtes Ziel aller ihrer Aktionen ist die Errichtung eines totalitären, demokratiefreien Staates nach dem historischen Vorbild Nationalsozialistischer Herrschaften. Auch deren Großmachtphantasien werden rezipiert.“

      Jetzt würde mich interessieren, welche dieser Vorstellungen du „in rot“ in der Antifa verwirklicht siehst.

          • Schau Dir die Geschichte des Sozialismus/Kommunismus an.
            Schau Dir die Antifa, ihre Aktionen und ihre Toleranz gegenüber all den an, die sie als „faschistisch“ definieren.

          • Da kann man Adrian nur zustimmen.

            Gegen Faschismus sein ist etwas anders als das was viele Antifa Gruppen machen.

            Antifa Gruppen verüben immer wieder Gewalt gegen Bürger und Polizei
            zerstören immer wieder öffentliches und privates Eigentum.
            Diese Antifa Gruppen sind zu tiefst undemokratisch und durch und durch Totalitär
            sie sind nichts anderes als Rot lackierte Faschisten.

          • Aaaaargh.

            „Schau Dir die Geschichte des Sozialismus/Kommunismus an.“

            In der die Autonomen der Antifa in einem Gulag gelandet wären.
            Die existierende Antifa hat mit der „Geschichte des Sozialismus/Kommunismus“ nichts zu tun.

            „Schau Dir die Antifa, ihre Aktionen und ihre Toleranz gegenüber all den an, die sie als „faschistisch“ definieren.“

            Dann problematisiere doch bitte deren Definitionen und kritisiere ihre Vorstellung von Toleranz, aber vergleiche sie nicht mit Bewegungen, mit deren Geschichte sie nichts zu tun haben.

          • „In der die Autonomen der Antifa in einem Gulag gelandet wären.“

            Mag sein. Unabhängig davon zeigen die Aktionen der Antifa sehr genau, was denen blüht, die sie als ihre Gegner auserkoren haben.

          • Naja schau dir doch den Schwarzen Block und die Antifa an und les ihre ganzen Marxiistischen Kampfparolen und erzähl mir nochmal das die nix mit Sozialismus/Marxismus am hut haben.

            Klar wären die im Gulag gelandet sowie die meisten Skinheads im KZ gelandet wären.

        • Das hervorragendste Merkmal von Gruppen wie der AntiFa ist ihre Jugendlichkeit. Es handelt sich bei ihnen vorwiegend um Jugendliche oder junge Erwachsene.
          Ihre politischen Vorstellungen sind wesentlich durch ihre Jugendlichkeit geprägt, d.h. radikal und wenig bis gar nicht reflektiert. Ein grosser Teil dieser Jugendlichen wird mit zunehmenden Alter in ihren Ansichten gemässigter.

      • @crumar: keine Vorstellung, Erfahrung.
        Überall da, wo ich Menschen begegnet bin, die sich Antifa nannten, haben sie
        1. Nazis als Nichtmenschen definiert,
        2. andere Menschen willkürlich als Nazis definiert.
        Weiterhin aus meiner Erfahrung: von schwarzgekleideten, teilvermummten Leuten umringt, angebrüllt und geschlagen zu werden tut verdammt weh. Egal ob links oder rechts.

        • @GOI

          Ich sage auch nicht, dass ich solche Methoden billige.

          Nur wird oft die rechte Gewalt auffällig herunter gespielt:
          „Am 27. Juli 2015 gab das BMI an, dass seit 1990 75 Personen bei 69 Anschlägen mit rechtsextremem Hintergrund ermordet worden seien. Dies waren 17 Mordopfer mehr als zuvor bekannt. 15 davon wurden bei einer gemeinsamen Überprüfung alter Fälle durch die Kriminalämter des Bundes und der Länder gefunden, zwei neue Fälle kamen hinzu.

          Im Juni 2018 korrigierte die Bundesregierung die Angaben erneut nach oben. Demnach wurden nach ihrer Statistik 76 Tötungsdelikte mit 83 Todesopfern seit 1990 erfasst.“
          https://de.wikipedia.org/wiki/Todesopfer_rechtsextremer_Gewalt_in_der_Bundesrepublik_Deutschland#Todesopfer_nach_der_Wiedervereinigung

          Dort weiterhin: „Einige Medien, die Initiative Mut gegen rechte Gewalt, das Netz gegen Nazis, der Verein Pro Asyl, Opferfonds Cura und regionale Opferberatungsstellen führen eigene Chroniken zu rechtsextremen Gewalttaten. Der Tagesspiegel und die Frankfurter Rundschau hatten seit 1990 Opferchroniken geführt. Die Wochenzeitung Die Zeit übernahm und erweiterte diese. Ihre Chronik führte bis September 2010 bis zu 156 Todesfälle auf rechtsextreme Motive zurück. Nur 73 davon hatte die Bundesregierung bis dahin anerkannt. Deshalb veranlassten einige Bundesländer eine interne Überprüfung.“ (s.o.)

          Auch eine aktuelle Untersuchung zeigt im Vergleich links- und rechtsextremistischer Gewalttaten ein deutliches Bild:

          „Blickt man auf die Gewalttaten in einem noch engeren Sinne wie Tötung, versuchte Tötung, Körperverletzung, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und Freiheitsberaubung, dann ergibt sich ein klares Übergewicht der Rechtsextremisten. Für die Jahre 2016/17 wurde ein politisch motiviertes Tötungsdelikt registriert – es hatte rechtsextremistischen Hintergrund. Bei den Körperverletzungen war das Verhältnis rechts/links 2016 1.313 zu 638 und im Jahr 2017 904 zu 499.

          Es wird also deutlich, dass ein pauschaler Schlagabtausch mit der Statistik politisch motivierter Straftaten sinnlos ist. Insofern hat die AfD recht, wenn sie fordert, die Gewalttaten gesondert zu betrachten. Doch auch die Liste der Gewalttaten ist vielfältig. Blickt man auf Tötung, versuchte Tötung, Körperverletzung, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und Freiheitsberaubung, dann ergibt sich für die Jahre 2016 und 2017 ein klares Übergewicht der Straftaten mit rechtsextremistischem Hintergrund.“
          https://www.deutschlandfunk.de/nachgefragt-rechts-und-linksextremistisch-motivierte.2852.de.html?dram:article_id=426767

          • Das können wir jetzt lange diskutieren.
            Linke Gewalt und rechte Gewalt unterscheiden sich offensichtlich in ihrer Qualität.
            Rechte Gewalt scheint mir punktueller, heftiger und geziehlter; linke Gewalt breitflächiger und ungeziehlter.

          • Mit gezielter meine ich z.B. die Morde der Uwe-Uwe-Beate-Bande, die gezielt Menschen mit einer Waffe angegriffen haben, um sie zu töten.
            Nehmen wir dagegen die militärisch geplanten Aktionen in HH zum G20 (es gab dezentrale Depots mit dunkler Kleidung und „Werkzeug“), so waren die unspezifisch. Es wurde in einer Straße randaliert, wo gerade keine Polizei war und da eben gebrandschatzt.
            In Hamburg wurde aber der Tod von Menschen in Kauf genommen: Pflastersteine vin oben auf Polizisten, Brandsätze in Geschäfte, über denen Wohnungen sind (das um 6:30 morgens) sind keine Lapalie.

          • Der Umgang in den Medien ist auch bezeichnend.
            Die „Hetzjagden“ in Chemnitz vs. der hinterhältige Angriff auf den AfD-Mann (zu dritt von hinten ist hinterhältig).
            Welches von beiden war eher linksmotiviert und welches von beiden wurde von den Medien heruntergespielt?

          • „Blickt man auf Tötung, versuchte Tötung, Körperverletzung, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und Freiheitsberaubung, dann ergibt sich für die Jahre 2016 und 2017 ein klares Übergewicht der Straftaten mit rechtsextremistischem Hintergrund.“

            Vor dem Hintergrund des AFD-Antrags ist das nun wie zu interpretieren?
            Bzw. vor dem Hintergrund des tragens eines Ansteckers einer verdfassungsfeindlichen Gruppierung im Bundestag?

            Willst du sagen, die Antifa brauchen wir nicht zu beobachten, weil die Rechten sind ja viel schlimmer?
            Nach dem Prinzip: Wir brauchen Verbrechen x nicht zu verfolgen, weil verbrechen y viel häufiger ist?
            Oder könnte – KÖNNTE man vielleicht auch auf die Idee kommen, dass die Radikalisierung der Linken durchaus zu einer Verschärfung der Situation beiträgt, zu einem Aufschaukeln – und somit das von dir angepriesene „verhindern rechter“ (aber genehmigter und somit legitimierter) „aufmärsche“ durchaus weniger als Löschaktion, sondern eher Öl ins Feuer gießen zu betrachten sind?

            Man kann gegen solche genehmigten Aufmärsche in ebenso legitimer Form protestieren und Gegenveranstaltungen betreiben – sie in antidemokratischer antirechtsstaatlicher weise zu „verhindern“ sollte kein Demokrat auch noch selbstbewusst „in Anspruch“ nehmen.

          • „Nur wird oft die rechte Gewalt auffällig herunter gespielt:“

            Belegfrei.

            Nach dem Doppelpunkt würde man üblicherweise erwarten, dass irgendwas wie ein Beleg für die Behauptung folgt.

            Es folgt aber kein beleg für das herunterspielen, sondern Belege für die Gewalt, samt dem Beleg, dass darüber auch berichtet wird, und zwar in einer Form, bei der jedenfalls ich kein „herunterspielen“ erkennen kann.
            Schon gar nicht in einer Form, wie das bei Rationalisierungen linker Gewalt üblich ist.

          • Mal als Beispiel, wie verharmlosung von Gewalt aussieht:

            „“Das Bild einer gewalttätigen Antifa muss deshalb aufgrund seiner Eindimensionalität infrage gestellt werden. Zum Ersten entsteht die militante Selbstdarstellung nicht allein im Rahmen des politischen Konflikts, sondern auch im Rahmen der Jugendkultur, sie hat hier aber eine gänzlich andere Funktion. Zum Zweiten werden Gewalt und Gewaltinszenierung innerhalb der Antifa ausführlich diskutiert. Diese Debatte trägt oft selbstkritische Züge, dient jedoch auch der Legitimation des eigenen Vorgehens (Schuhmacher 2014). Zum Dritten ist der größere Teil der Aktivitäten gar nicht gewalttätig, sondern beschränkt sich auf die Organisation von Solidarität, auf Demonstrationen, aufklärerische Aktionen oder Diskussionen (BRAVO/Weber 2015), profitiert aber gleichzeitig von dem produzierten Image.”

            (via den hier schon erwähnten Artikel bei Sciencefiles, original bei

            Klicke, um auf DJI_1_15_Web.pdf zuzugreifen


            S. 13, über den Spaltenwechsel)

            Die „militante Selbstdarstellung“ ist gleich viel besser, wenn sie nicht mehr nur politisch motiviert ist, sondern als Teil einer „Jugendkultur“ auch noch ganz andere Funktionen erfüllt.
            Sowas wäre natürlich bei einer rechten Jugendsubkultur nicht der Fall..

            „Zum Zweiten werden Gewalt und Gewaltinszenierung innerhalb der Antifa ausführlich diskutiert.“
            Das diskutieren macht auch gleich alles viel besser. Insbesondere natürlich die Ausgestaltung der selbstlegitimation durch linkssprech.

            „Zum Dritten ist der größere Teil der Aktivitäten gar nicht gewalttätig, sondern […]“
            ist sowieso das beste aller relativierung: Sie machen außer Rumschlägern ja auch noch andere Sachen.

            Dass man sowas selbst als „infrage stellen“ der Gewalttätigkeit bei linken auch nur in betracht zu ziehen wagt, was man bei analoger rechter ausprägung never ever akzeptieren würde, lässt tief blicken (Spoiler: ALLE genannten Punkte lassen sich auch für rechte Gruppierungen anführen. Ja, sogar rechte Schläger unterhalten sich über ihre Gewaltorgien – „debattieren“ sie also. Und betreiben das zur Legitimation ihrer Gewalttätigkeiten. Und die rationalisierungen und begründungen, die rechte zusammenzimmern, sind heutzutage auf vergleichbarem „niveau“ wie die der Linken.)

  1. @Christian

    „Da Faschismus auch keine allgemein gültige Definition hat könnte man ebenso anführen,“

    Es gibt die „allgemein gültige“ Definition deshalb nicht, weil es historisch verschiedene Faschismen gab und verschiedene Theorien, die Herkunft dieser Faschismen zu erklären.
    Zwei Definitionen habe ich unten angefügt.

    „dass die gewaltbereite Antifa selbst einen gewissen (linken) Faschismus lebt, weil sie eine paramilitärische Organisation bildet, die häufig genug ein Spektakel abzieht um Leute einzuschüchtern oder für sich einzunehmen,“

    Den Autonomen (als politisches Spektrum) liegt nichts ferner als Faschismus oder irgendetwas „paramilitärisches“, weil sie schon „Disziplin“ für eine absolute Zumutung halten. Deshalb der Hang zum Spektakel. Durch ihre Anwesenheit und Militanz haben sie jedoch klassische Aufmärsche der tatsächlich existierenden Neo-Nazis in vielen Städten (z.B. Dresden) verhindert.

    „nur beim „Führerkult“ der oft als weiteres Merkmal aufgegriffen wird, wird es schwierig. Aber das schreckt ja auch die Antifa selbst nicht ab, da sie häufig gegen das Konservative an sich ist, auch wenn kein „Führerkult“ enthalten ist.“

    Sie sind erstens nicht gegen „das Konservative“, sondern gegen das Autoritäre im Konservativen, zweitens haben sie nicht das analytische Instrumentarium, um verschiedene konservative Spektren differenzieren zu können. Was sie drittens bspw. von der VVN unterscheidet, die begreifen, dass nicht jeder „Antifaschist“ in ihrem Sinne sein muss, sondern „Anti-Nazi“ reicht.
    Die große Simplifizierung, wonach mit der AfD nun der Faschismus vor der Haustür steht vertritt auch Sascha Lobo im SPON und der ist definitiv kein Antifa.

    Definitionen von W. Wippermann und R. Kühnl:

    „Faschistische Parteien waren hierarchisch nach dem Führerprinzip gegliedert, verfügten über
    uniformierte und bewaffnete Abteilungen und wandten einen damals neuartigen und spezifischen
    politischen Stil an, wobei man auf Massenaufmärschen und -Kundgebungen den jugendlichen und
    zugleich männlichen Charakter betonte und ihn mit pseudoreligiösen und gewaltbetonten Riten und
    Ritualen feierte. Im Mittelpunkt stand jedoch das Bekenntnis zur und die Ausübung von
    schrankenloser Gewalt gegen verschiedene und durchaus austauschbare ,Feinde‘. In der Regel waren
    dies Kommunisten und Sozialisten sowie Juden und andere rassistisch stigmatisierte Minderheiten.
    Diese Gewaltausübung wurde mit dem Hinweis auf eine Ideologie begründet, die mehr war als bloß
    verschleiernde Propaganda, sondern einen programmatischen Charakter hatte. Die faschistische Ideologie setzte sich aus einem rassistischen Kern zusammen, um den sich weitere antisemitische, antimarxistische, antidemokratische, antifeministische und vor allem nationalistische Elemente gruppierten. Zur Macht gelangten diese Parteien in der Situation eines politischen und sozialen Gleichgewichts durch einen Putsch oder ein Bündnis mit den konservativen Kräften, in dem sich die Faschisten aber gegenüber ihren konservativen Partnern durchsetzten und, gestützt auf ihre Parteiarmee und im Besitz der Exekutive, einen weitgehend totalen Staat errichten konnten.“
    (In: Wippermann, Wolfgang: Faschismus. Eine Weltgeschichte vom 19. Jahrhundert bis heute. Darmstadt 2009, S. 12.)

    „Wie aber kommt es, dass in einer bestimmten Periode in fast allen kapitalistischen Staaten Bewegungen entstehen, die wesentliche Merkmale gemeinsam haben: Ihrer sozialen Herkunft nach rekrutieren sie sich in starkem Maße aus den bürgerlichen Mittelschichten, die von Krise und sozialem Abstieg bedroht sind. Ihre Ideologie ist gekennzeichnet durch extremen Nationalismus und Antimarxismus, Autoritarismus und Militarismus, durch Ethnozentrismus (der die Form von Rassismus und Antisemitismus annehmen kann, aber nicht muss) und durch antikapitalistische und pseudosozialistische Elemente. Die Organisationsstruktur ist gekennzeichnet durch Führerprinzip, oft auch durch milizartige Verbände, die politische Richtung ist gekennzeichnet durch terroristisches Vorgehen gegen die Linke. […] In der Methodik politischer Herrschaft: die Zerschlagung der Arbeiterbewegung mit terroristischen Mitteln und die Einkerkerung oder Ermordung ihrer Führer, die Vernichtung der bürgerlichen Demokratie und der verfassungsmäßigen Rechte und Freiheiten, die Unterdrückung jeder Opposition. Im sozialen Inhalt des Herrschaftssystems: die vollständige Unterwerfung der Lohnabhängigen unter das Kommando der Kapitalbesitzer und Großgrundbesitzer und die tendenzielle Verschmelzung der Führungsgruppen von Industrie und Banken, Militär und hoher Beamtenschaft mit den Führungsgruppen der faschistischen Partei in Richtung auf eine neue Oligarchie.“ [Hervorhebungen im Original.]
    (In: Kühnl, Reinhard: Faschismustheorien. Ein Leitfaden. Heilbronn 2014, S. 97.)

    • „Durch ihre Anwesenheit und Militanz haben sie jedoch klassische Aufmärsche der tatsächlich existierenden Neo-Nazis in vielen Städten (z.B. Dresden) verhindert.“

      Demonstrationen, die richterlich genehmigt worden waren. Wenn soll das beeindrucken?

        • „Wen soll das beeindrucken?“

          „Neo-Nazis.“

          Setzen, sechs.

          Wenn derartiges in der Lage ist, irgend jemanden aus dem rechten Spektrum „zu beeindrucken“, dann alle bis auf die echten Neo-Nazis – die sind doch immer auf der Suche nach der Stelle, wo am meisten und heftigsten Krawall zu erwarten ist.

          Mit solchen Aktionen schwächt man nur die gemäßigte rechte und stärkt die Krawallmacher, weil die bekommen, was sie erreichen wollen.

          wofür im Gegenzug die Antifa bekommt, was sie haben wollen.

          Incrementiere Gewaltlevel.

          nächster schleifendurchlauf – loop forever.

    • „Sie sind erstens nicht gegen „das Konservative“, sondern gegen das Autoritäre im Konservativen,“

      Genau. Deshalb wollen sie ja auch „das System“ ändern.

      Für die Antifa, wie für alle Linken jenseits der Sozialdemokratie ist die liberale Demokratie nichts anderes als eine bürgerlich-kapitalistische Plutokratie“, mit systemimmanenter „repressiver Toleranz“, erfüllt mit „Konsumterror“ – die Vorstufe zum Faschismus. Und damit zu bekämpfen. Und das zeigt Antifa ja auch, wann immer sie sich aus ihren verotteten Bruchbuden oder Mamis Vorstadthäuschen wagt.

      • Und jetzt wirst du mich bestimmt mit all den Textstellen traktieren, aus denen du die Begriffe samt ihren Anführungszeichen entnommen hast, um mir haarscharf nachzuweisen, dass genau das ist, was die Antifa geschrieben hat. Nicht wahr?

        Sie schrieben dies bestimmt in „verotteten Bruchbuden oder Mamis Vorstadthäuschen“ mit langen, ungepflegten Haaren, rauchten dabei Haschisch und spielten Negermusik auf ihren elektrischen Gitarren…
        Entschuldige Adrian, deine Vorurteile lassen dich wie einen 70er-Jahre Spießer klingen.

    • Erklär mir bitte diesen von dir zitierten Absatz:
      „„Wie aber kommt es, dass in einer bestimmten Periode in fast allen kapitalistischen Staaten Bewegungen entstehen, die wesentliche Merkmale gemeinsam haben:“
      (ff. -auf vollzitat des folgenden verzichte ich)

      Großbrittanien, USA, Kanada, Frankreich, Schweiz, Norwegen, Schweden, Niederlande, Dänemark, Australien –

      ich lasse heute kapitalistische Länder Südamerikas und Asiens bewusst draußen, weil man ziemlich berechtigt darauf hinweisen kann, dass die in der „bestimmten Periode“ nicht kapitalistisch waren.

      Dass „fast alle“ kapitalistischen Staaten von etwas derartigem betroffen gewesen wären, ist eine ziemlich schräge Behauptung – und offenkundig falsch. Sie kann nicht anähernd vergleichbar verifiziert werden wie etwa eine analoge Aussage über das monströse kippen in menschenverachtende und menschenvernichtende Strukturen aller (ja, aller, nicht fast aller) marxistischen Systeme.

    • Warum nicht?

      Ist die AFD die einzige Partei, die gegen einen Krieg gegen den Iran wäre?

      Und ich kann nicht mehr gegen eine Partei „wettern“, wenn sich irgendeine Position finden lässt, die ich zufällig auch vertrete?

      Ich kann nicht gegen die Grünenden „wettern“, weil sie neben einem großen Haufen Unfug auch ein paar umweltpolitische Positionen vertreten, die ich teile?
      So ein Blödsinn.

  2. Das Argumentationsmuster ist sehr durchsichtig. Jeder ist gegen Faschismus, also ist jeder, der gegen Antifa ist, ein Faschist. Dabei wird geschickt die Bedeutung des Wortes verschoben; 1) Antifa = gegen Faschismus, ganz allgemein; 2) Antifa = eine bestimmte Gruppe, die meint, es sei legitim, ihre politischen Ziele mit Gewalt durchzusetzen, wobei man sich vorbehält, die politischen Ziele selber zu definieren und sich auf keine Diskussion einlässt. Diejenigen, die diese Ziele ablehnen, sind die Faschisten, gegen die Gewalt angewendet werden darf.

    Die perfekte ideologische Selbstermächtigung zur Gewalt. Wenn man kritisiert, dass dieses Vorgehen undemokratisch ist, wird einem entgegengehalten, dass Gewalt gegen Faschismus legitim ist.

    Es gibt einen Text von Lenin, in dem er den Bolschewiki empfiehlt, in den Parlamenten mitzuarbeiten, aber nur mit dem Ziel, die parlamentarische Demokratie abzuschaffen und durch die Diktatur des Proletariats zu ersetzen. Genau das betreibt die Trulla von der Linken.

    • Die Ähnlichkeit zum Feminismus sind offensichtlich.
      Die Behauptung: Jeder der für Gleichberechtigung ist, ist ein Feminist und jeder der gegen Feminismus ist, ist auch gegen Gleichberechtigung.
      Und ebenso wird sich bei Kritik immer nur auf die Feminismus-Definition bezogen und das was Feministinnen sagen und tun ignoriert oder als kleine Minderheit abgetan, die ignoriert werden sollte.

    • Der (politische gewollte) Fehler besteht darin, das Spektrum „Antifa“, womit Autonome gemeint sind, auf alle Antifaschisten auszudehnen.
      Schau dir mal den Eintrag auf Wikipedia an – es gab vor den 70ern gar keine „Antifa“.

      „Antifa = eine bestimmte Gruppe, die meint, es sei legitim, ihre politischen Ziele mit Gewalt durchzusetzen, wobei man sich vorbehält, die politischen Ziele selber zu definieren und sich auf keine Diskussion einlässt. Diejenigen, die diese Ziele ablehnen, sind die Faschisten, gegen die Gewalt angewendet werden darf.“

      Jede politische Gruppierung kann ihre politischen Ziele selber definieren.
      Ich kann sehr wohl mit den Zielen der Antifa (partiell) einverstanden sein, jedoch deren Methoden rundweg ablehnen.

      Und noch einmal zu einem Kampfbegriff: Die „Diktatur des Proletariats“ als Begriff ist das Gegenteil der Diktatur der Bourgeoisie – das Diktat der Mehrheit der Bevölkerung vs. des Diktats der Minderheit der Bevölkerung.

      Friedrich Engels schrieb im Vorwort zum „Der Bürgerkrieg in Frankreich“ (MEW 17): „Der deutsche Philister ist neuerdings wieder in heilsamen Schrecken geraten bei dem Wort: Diktatur des Proletariats. Nun gut, ihr Herren, wollt ihr wissen, wie diese Diktatur aussieht? Seht euch die Pariser Kommune an. Das war die Diktatur des Proletariats.“

      Karl Marx führt eben darin auf S. 339 über die Pariser Commune aus (Herv. von mir): „Die Kommune bildete sich aus den durch allgemeines Stimmrecht in den verschiedenen Bezirken von Paris gewählten Stadträten. Sie waren verantwortlich und jederzeit absetzbar. Ihre Mehrzahl bestand selbstredend aus Arbeitern oder anerkannten Vertretern der Arbeiterklasse. Die Kommune sollte nicht eine parlamentarische, sondern eine arbeitende Körperschaft sein, vollziehend und gesetzgebend zu gleicher Zeit. Die Polizei, bisher das Werkzeug der Staatsregierung, wurde sofort aller ihrer politischen Eigenschaften entkleidet und in das verantwortliche und jederzeit absetzbare Werkzeug der Kommune verwandelt. Ebenso die Beamten aller andern Verwaltungszweige. Von den Mitgliedern der Kommune an abwärts, mußte der öffentliche Dienst für Arbeiterlohn besorgt werden. Die erworbnen Anrechte und die Repräsentationsgelder der hohen Staatswürdenträger verschwanden mit diesen Würdenträgern selbst. Die öffentlichen Ämter hörten auf, das Privateigentum der Handlanger der Zentralregierung zu sein. Nicht nur die städtische Verwaltung, sondern auch die ganze, bisher durch den Staat ausgeübte Initiative wurde in die Hände der Kommune gelegt.“

      Noch einmal Engels in der Einleitung, um mit der falschen Meinung aufzuräumen, Marx oder Engels wären prinzipiell Freunde eines „Staatssozialismus“ gewesen (kursiv durch mich):
      „In Wirklichkeit aber ist der Staat nichts als eine Maschine zur Unterdrückung einer Klasse durch eine andre, und zwar in der demokratischen Republik nicht minder als in der Monarchie; und im besten Fall ein Übel, das dem im Kampf um die Klassenherrschaft siegreichen Proletariat vererbt wird und dessen schlimmste Seiten es ebensowenig wie die Kommune umhin können wird, sofort möglichst zu beschneiden, bis ein in neuen, freien Gesellschaftszuständen herangewachsenes Geschlecht imstande sein wird, den ganzen Staatsplunder von sich abzutun.“

      Das Ziel der Diktatur des Proletariats demnach die „Sprengung der bisherigen Staatsmacht und ihre Ersetzung durch eine neue, in Wahrheit demokratische“ – was das komplette Gegenteil von dem meint, wie der Begriff heute gegen Marx und Engels verwendet wird.

      • Nun gut, dann ändere ich meine Aussage in „Autonome sind Combat 18 in rot“.
        Ganz ehrlich, wenn ich bilder von Neonazi-Demos oder z. B. dem schwarzen Block bei G20 in HH sehe, kann ich keinen Unterschied erkennen. Ich sehe nur Krawallos, denen z. B. das Recht auf körperliche Unversehrtheit Außenstehender nichts bedeutet.
        JEDE Gruppe, die das Gewaltmonopol des Staates ignoriert, kämpft meiner Meinung nach gegen unsere freie, demokratische Grundordnung.

      • @crumar: Natürlich kann jede Gruppe ihre Ziele selber festlegen, aber ob Gewalt zu ihrer Erreichung zulässig ist, kann nicht jeder selbst entscheiden.

        Im übrigen ist „Diktatur des Proletariats“ ein Streit um Worte. Nach jedem gewaltsamen Umsturz muss eine Diktatur errichtet werden, sonst ist die Revolution bald zu Ende.

        • „Natürlich kann jede Gruppe ihre Ziele selber festlegen, aber ob Gewalt zu ihrer Erreichung zulässig ist, kann nicht jeder selbst entscheiden.“

          Auch das kann jede Gruppe selbst entscheiden – muss dann aber mit den Konsequenzen leben.

          „Im übrigen ist „Diktatur des Proletariats“ ein Streit um Worte.“

          Nein, um Inhalte.

          „Nach jedem gewaltsamen Umsturz muss eine Diktatur errichtet werden, sonst ist die Revolution bald zu Ende.“

          Wie ich schrieb, kann von der klassischen Definition: „Die Diktatur (von lateinisch dictatura) ist eine Herrschaftsform, die sich durch eine einzelne regierende Person, den Diktator, oder eine regierende Gruppe von Personen (z. B. Partei, Militärjunta, Familie) mit weitreichender bis unbeschränkter politischer Macht auszeichnet.“ in diesem Fall keine Rede sein.

    • Nö.
      Nachdem die FFF den meisten Hass von rechts abbekommen und sich die AfD nur propagandistisch zum Klimawandel äußert, sind die Lagerbildungen und Solidarisierungen logisch.

      • Die Lagerbildung ist logisch, weil FfF die Systemfrage stellt. Wie eben auch Antifa.
        Deshalb mag Antifa ja auch den Islam. Weil der ebenfalls die Systemfrage stellt.

        • Adrian, du versteigst dich in immer abenteuerlichere Thesen.

          Die Linksidentitären haben ein Problem mit der Analyse des politischen Islam und das ist logisch, weil braunhäutige Menschen in diesem Denkmuster immer die Unterdrückten (der Weißen) sind.
          Historisch und politisch macht das keinen Sinn.

          Dass sie reaktionäre Ideologien erkennen, an dieser Stelle jedoch beide Augen fest zudrücken, hat mit nichts mit einer „Systemfrage“ zu tun, sondern mit der vulgären intersektionalen Theorie, die sie verwenden und vertreten.

          Den Scheiß kennt man doch nun wirklich aus dem intersektionalen Feminismus: Sexismus gegen Männer kann es nicht geben und auch keinen Rassismus gegen Weiße.
          Made by einer Definition von Sexismus und Rassismus, den nur sie exklusiv vertreten und niemand sonst.

          • @crumar
            „Die Linksidentitären haben ein Problem mit der Analyse des politischen Islam“

            Seit Foucaults Parteinahme für Chomeinei sind die vollends für den Islam, auch wenn sie sebst als Opferlamm hinhalten müssen. Die strategische Allianz Islamismus und progressive Linke ist ganz offensichtlich und ganz organisch, man kann fast sagen biologisch-dynamisch, über Jahrzehnte herangereift. Instrumental war natürlich auch der Sowjet-Antisemitismus und sein illigitimes Kind, der Intersektionalismus. Hier kommt auch ein frischer Schuss puren Nazitums in die progressive Linke, denn den arabischen Natonalismus haben die zahllosen Nazieinwanderer erheblich mitgestaltet, den von der PLO angefangen.

          • @Alex

            Jetzt geht es aber völlig durcheinander.

            Darf ich mal fragen, worauf die „strategische Allianz“ von Islamisten progressiven Linke beruhen soll?
            Welche Werte und politischen Ansichten sollen die denn gemeinsam haben?
            Auf der Basis der Ansichten zu gender und sexueller Orientierung, im Kampf gegen Homophobie, Anti-Feminismus, Sexismus, Rassismus und Transfeindlichkeit?
            Sehe ich nicht.

            Der „Sowjet-Antisemitismus und sein illigitimes Kind, der Intersektionalismus“.
            Hmmm.
            Ich würde mutmaßen, in der Sowjetunion wären heutige Intersektionalisten im Gulag oder der Klapse gelandet. Das zumutbare Maximum wäre gewesen, dass es über die Klassenzugehörigkeit hinaus noch andere Merkmale für Unterdrückung geben könnte, wie Hautfarbe und Geschlecht.

            Was Antisemitismus wiederum mit Intersektionalismus zu tun hat oder haben sollte, das erschließt sich mir nicht. Die ursprüngliche Idee war, dass Menschen durch mehrere, voneinander unabhängige Merkmale Nachteile haben können, die jedoch in ihrer Kombination benachteiligend wirken.
            Das hatte der (liberale) Dahrendorf mit dem von ihm geprägten: „Die katholische Arbeitertochter vom Land“ schon lange vorher gesagt.
            Das ist weder falsch, noch ist es antisemitisch.

          • „Welche Werte und politischen Ansichten sollen die denn gemeinsam haben?“

            Die Ablehnung der liberalen westlichen Demokratie. Das ist das, was Linke seit jeher antreibt.

          • „Historisch und politisch macht das keinen Sinn.“

            Durchaus. Das Bündnis der Linken mit dem Islam ist sehr einfach zu verstehen, wenn man versteht, was die Linke ursächlich antreibt: Die Ablehnung der liberalen westlichen Demokratie.

          • @crumar
            „Darf ich mal fragen, worauf die „strategische Allianz“ von Islamisten progressiven Linke beruhen soll?“

            Auf dem gemeinsamen Feind, der „kapitalistischen“ Ordnung. Kommunisten und Islamisten waren traut vereint zur Revolution gegen den Schah, etc.

            „Welche Werte und politischen Ansichten sollen die denn gemeinsam haben?
            Auf der Basis der Ansichten zu gender ….“

            Das kam erst viel später, nach den 1970ern. Und war nur das Vehikel, den Westen aufzumischen. Sobald es um die Verbündeten vom Islam geht, ist das sowieso völlig wurscht.

            „Ich würde mutmaßen, in der Sowjetunion wären heutige Intersektionalisten im Gulag oder der Klapse gelandet.“

            Das war nur für den Export, für den Westen. Die USamerikanischen Kommunisten haben den Intersektionalismus aus der Taufe gehoben, den Schulterschluss mit den Schwarzen mit dem Angriff auf die Mehrheit und vor allem den propagandistischen Kampf gegen das übelste Land des westlichen Imperialismus, als welches Israel galt. Dafür wurde der „Antizionismus“ erfunden, der im Zentrum der ganzen progressiven Intersektionalismus steht, falls noch nicht bemerkt.

            „Was Antisemitismus wiederum mit Intersektionalismus zu tun hat oder haben sollte, das erschließt sich mir nicht.“

            Wie eine Galaxis um ein Zentrum kreist, so kreist der Intersektionalismus um den Antisemitismus. Daraus entstand der ganze Intersektionalismus erst, ist der Ursprung davon.

            „Die ursprüngliche Idee war, dass Menschen durch mehrere, voneinander unabhängige Merkmale Nachteile haben können, die jedoch in ihrer Kombination benachteiligend wirken.“

            So wurde das denn nachträglich ausgedeutet. Es fing ganz praktisch an, mit der Propaganda gegen Israel. Als imperialistische Speerspitze, blah blah. Dann kam bald das mit dem Werben um die Schwarzen, um in den USA eine kommunistische Front aufzubauen. Das brachte die Theorien von critical whiteness usw mit sich, die mit der antisemitischen Linie und mit der Feministischen Linie zum „Intersektionalismus“ verschmolzen. Sie waren ja schon vorher nach dem gleichen Muster gestrickt.

          • Die Ablehnung der liberalen westlichen Demokratie. Das ist das, was Linke seit jeher antreibt.

            Von was für einer Linken redest du? Die Antreiber der gesellschaftspolitischen Liberalisierung waren doch stets politische Kräfte, die der Linken zugeordnet wurden. Sofern sich dein liberal auf die Wirtschaftspolitik bezieht, hättest du ein klein wenig recht, weil die Linke das Primat der Politik über die Wirtschaft fordert, was aber nicht notwendigerweise die Verstaatlichung der Betriebe bedeutet, sondern lediglich staatliche Regularien fordert, was ich absolut befürworte.

          • Auf dem gemeinsamen Feind, der „kapitalistischen“ Ordnung.

            Was die Islamisten betrifft, so ist nicht die kapitalistische Ordnung deren Feind, sondern die liberale, säkularisierte, nicht islamische Gesellschaft. Du schmeisst hier alles willkürlich zusammen.

        • Wenn man das begreift, erklärt sich alles wie von Zauberhand. Warum Linke pro Palästina sind. Warum sie das Kopftuch als emanzipatorisches Symbol feiern. Warum sie gegen weiße Männer agitieren. Warum sie die Unterdrückung der Frau im Westen beklagen, sich aber einen feuchten Kehricht um Frauenrechte in Simbabwe oder dem Iran scheren.
          Alles was Linke tun, dient im Kern oder unterbewusst dazu, die westlichen Gesellschaften als Hort allen Übels dazustehen.

          • „Wenn man das begreift, erklärt sich alles wie von Zauberhand.“

            Ja, man braucht gar keine politischen Analysen mehr, keine empirischen Studien, keine historischen Kenntnisse. Ich sehe schon.

            Wenn alles irgendwie mit allem zusammenhängt, dann waren „Kommunisten und Islamisten waren traut vereint zur Revolution gegen den Schah, etc.“
            – der anscheinend insbesondere für die „westlichen Gesellschaften“ stand.
            Warum haben noch mal die USA die Islamisten in Afghanistan unterstützt, die gegen die Kommunisten kämpften?
            Wieso ist überhaupt Saudi-Arabien Bündnispartner der USA?
            Die übrigens dafür bekannt sind, islamistische Terror-Organisationen zu unterstützen.
            Deine These hinkt und humpelt.

            „Dann kam bald das mit dem Werben um die Schwarzen, um in den USA eine kommunistische Front aufzubauen.“

            Die Idee lässt sich zurück verfolgen auf die Bildung einer „winning alliance of working-class whites and minorities“.
            Von einem Herrn namens Bobby Kennedy.
            Mir nicht bekannt, dass er Kommunist war.

            „Das brachte die Theorien von critical whiteness usw mit sich, die mit der antisemitischen Linie und mit der Feministischen Linie zum „Intersektionalismus“ verschmolzen.“

            Macht theoretisch keinen Sinn, weil es die „feministische Linie“, die direkt zum intersektionalen Feminismus führt nicht gibt.
            Zeitlich: Die intersektionalen Theorien vom Zusammenhang von class, race und gender stammen aus Anfang der siebziger, der Genderismus kommt erst in den 90ern, ebenso critical whiteness.

            Der heutige (!) intersektionale Feminismus wäre als radikaler Feminismus selbst gar nicht machbar gewesen; im radikalen Feminismus stehen sich Männer und Frauen als verfeindete Klassen gegenüber.
            Das wäre quasi der „Hauptwiderspruch“, der sich im intersektionalen Feminismus in eine Vielzahlen von (binären) Widersprüchen aufgelöst hat.
            Dieser hat sich erst durchsetzen können, weil der radikale Feminismus faktisch gescheitert war.

            Weder im intersektionalen Feminismus noch in critical whiteness spielt es eine Rolle, dass du jüdisch bist oder nicht – deine Hautfarbe entscheidet.
            Es kann also nicht verschmelzen, was gar nicht relevant ist.

            Weiter habe ich schon oft genug geschrieben, dass der ursprüngliche Zusammenhang der intersektionalen Theorie überhaupt nicht mehr existiert.
            Class steht höchst auffällig noch nicht einmal unter den Top 5 und sozio-ökonomische Verhältnisse spielen unter „ferner liefen“ eine Rolle.
            Das ist für eine angeblich marxistische oder kommunistische Theorie ganz einfach absurd.

            „Alles was Linke tun, dient im Kern oder unterbewusst dazu, die westlichen Gesellschaften als Hort allen Übels dazustehen.“

            Phhhhttt.
            Wenn westliche Gesellschaften als „Hort allen Übels“ gelten, handelt es sich m.E. um eine verkorkste Variante der „white supremacy“, die einen gottgleich weißen Einfluss auch da sehen, wo er garantiert nicht mehr existiert.

          • „Warum haben noch mal die USA die Islamisten in Afghanistan unterstützt, die gegen die Kommunisten kämpften?“

            Weil die USA jeden Bündnispartner gegen den Kommunismus unterstützt haben.

            „Wieso ist überhaupt Saudi-Arabien Bündnispartner der USA?“

            Weil es ölreich und ein stabilisierender Faktor im Nahen Osten ist.

            „Deine These hinkt und humpelt.“

            Meine These über die Linke humpelt also – und das versuchst Du mit Fragen zu belegen, die mit der Linken gar nichts zu tun haben?

            „Wenn westliche Gesellschaften als „Hort allen Übels“ gelten, handelt es sich m.E. um eine verkorkste Variante der „white supremacy“, die einen gottgleich weißen Einfluss auch da sehen, wo er garantiert nicht mehr existiert.“

            Möglich. Und dennoch imaginieren sich Linke diesen Einfluss.

          • „Warum haben noch mal die USA die Islamisten in Afghanistan unterstützt, die gegen die Kommunisten kämpften?“

            Gegen die Udssr.

            „Wieso ist überhaupt Saudi-Arabien Bündnispartner der USA?“

            Aramco.

            „Die übrigens dafür bekannt sind, islamistische Terror-Organisationen zu unterstützen.
            Deine These hinkt und humpelt.“

            Das Regime ist hoffnungsls korrupt und da hat sich eine Subkultur von Extremismus breitgemacht. In Deutschland gibt es aus ähnlichen Scheinheiligkeitsgründen nur die besagte Antifa, die Raf und Konsorten.

            „Von einem Herrn namens Bobby Kennedy.
            Mir nicht bekannt, dass er Kommunist war.“

            Der war auch gar nicht gemeint. Angela Davis und die anderen Kommunisten waren gemeint.

            „Macht theoretisch keinen Sinn, weil es die „feministische Linie“, die direkt zum intersektionalen Feminismus führt nicht gibt.“

            Die intersektionale Linie war die Beseitigung, die *Säuberung*, der jüdischen Feministinnen.

            „…. im radikalen Feminismus stehen sich Männer und Frauen als verfeindete Klassen gegenüber.“

            Der Feminismus ist zu einer Karikatur seiner selbst abgedriftet, durch die Säuberungen des Intersektionalismus. Mit LSD vollpumpen und dann tollschocken, so scheint das passiert zu sein.

            „Weder im intersektionalen Feminismus noch in critical whiteness spielt es eine Rolle, dass du jüdisch bist oder nicht – deine Hautfarbe entscheidet.“

            Das Weisse ist ein „kulturelles Konstrukt“ und alles Böse wird iim Intersektionalismus m Jüdischen gebündelt. Da sie wissen, was sie da tun, sind sie sehr vorsichtig und hinterhältig.

            „Weiter habe ich schon oft genug geschrieben, dass der ursprüngliche Zusammenhang der intersektionalen Theorie überhaupt nicht mehr existiert.“

            Klasse ist einfach ausgetauscht worden. Es wird immer das genommen, was gerade läuft, Klima, Islam, etc.

            „Das ist für eine angeblich marxistische oder kommunistische Theorie ganz einfach absurd.“

            Kommunistisch ist das absolut möglich. Da wird einfach Proletarier gegen sonstwen ausgetauscht. Der Zweck bestimmt die Mittel.

          • Warum sie das Kopftuch als emanzipatorisches Symbol feiern. Warum sie gegen weiße Männer agitieren. Warum sie die Unterdrückung der Frau im Westen beklagen

            Weil sie doof sind, Adrian. Wenn Idioten Politik machen – sei die nun als links oder rechts etikettiert – dann kommt da nur Scheisse raus.

        • Die Lagerbildung ist logisch, weil FfF die Systemfrage stellt. Wie eben auch Antifa.
          Deshalb mag Antifa ja auch den Islam. Weil der ebenfalls die Systemfrage stellt.

          Willst du ernsthaft behaupten, die FfF-Kiddies hätten eine kohärente politische Ideologie, einen Masterplan zum Umsturz aller Verhältnisse und seien deshalb aus politstrategischen Erwägungen eine Koalition mit dem politischen Islam eingegangen? Ich versuche jetzt nicht hysterisch loszulachen, aber … muhaha
          Ich würde mir diese ausgefeilte Politstrategie gerne von Greta Thunberg oder Luisa Neubauer erklären lassen – das wär ein Gaudi!!

  3. Das Problem besteht aus meiner Sicht darin, dass diverse Politiker von SPD/Grünen/Linken ein schlechtes Gewissen haben, weil sie nicht genug gegen den „Faschismus“ tun. Da man/frau physisch und psychisch selbst nicht in der Lage ist Antifaschismus als Handarbeit zu betreiben und darüber hinaus durch Amt oder Mandat daran gehindert wird, betreibt man/frau ein Outsourcing an die „Antifa“ und versucht dieser als Gegenleistung politische Immunität zu verschaffen (auch für nichtpolitische Delikte). Das ausgerechnet die AFD, die sich selbst nicht klar von gewaltbereiten Extremisten distanziert, damit punktet ist bedauerlich, aber nicht Ursache des Problems.

  4. „Die einen führen an, dass „Antifa“ bedeutet gegen Faschisten zu sein. Wie kann man nicht gegen Faschisten sein? Jeder, der gegen Faschisten ist, sei damit „Antifa“ und dagegen sein, dass jemand Antifa ist bedeutet irgendwie dem Faschismus zuzustimmen“

    Ich haben von denen gehört, die haben damals diesen Schutzwall in Berlin gebaut. Hasselhoff hat den später weggetanzt oder so, muß ein faschistischer Ritus gewesen sein.

  5. Die „Antifa“ von heute ist ein Nachfolger der „Antifaschistischen Aktion“ der kommunistischen Partei Deutschlands, der KPD. Das Logo von heute mit den zwei stilisierten Fahnen stammt direkt aus der Weimarer Repubik. Bei Wickipedia ist das merkwürdigerweise nicht dokumentiert und fehlend (rot unterlegt):

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands

    Jeder und sein Hund weiss aber, was auch Wickipedia weiss, nämlich, dass die KPD eine antidemokratische Partei war, die gegen die deutsche Demokratie arbeitete und diese traditionell als „faschistisch“ denunzierte. Aus diesem Grund sind auch die gängigen „Faschismustheorien“ Schrott, weil sie immer auf das Anschwärzen aller Nichtkommunisten als verkappte Nazis und Faschisten abzielten.

    Die Einstufung der „Antifa“ als verfassungsfeindliche Organisation und ihr Verbot heute wäre allein vor diesem geschichtlichen Hintergrund geboten. Aber wenn man es nicht einmal hinbekommt NPD und Hisbollah zu verbieten, dann brauch man auch nicht auf der Antifa bestehen. Jeder Demokrat allerdings sollte sich davon distanzieren soweit es geht. Alle diejenigen in der Politik, die sich nicht scharf von diesem Haufen abgrenzen, kann man ohnehin nicht als Demokraten ansehen. (Was jetzt natürlich nicht bedeutet, dass eine Ablehung das Gegenteil bedeutet). Ich denke das ist kein Problem der Deutschen, sondern der deutschen Parteien! Die Einführung des Mehrheitswahlrechts in Deutschland, so dass nur der Sieger eines jeden Wahlkreises in den Bundestag käme, würde schon sicher Wunder für die deutsche Demokratie wirken! Wenn nach Weimar auch diese Repubik gescheitert sein wird, sollte man das mal so versuchen.

    • „Aus diesem Grund sind auch die gängigen „Faschismustheorien“ Schrott, weil sie immer auf das Anschwärzen aller Nichtkommunisten als verkappte Nazis und Faschisten abzielten.“

      Völlig richtig.

    • @Alex

      AAAAAAARGH!

      Wikipedia: „In den 1970er Jahren griffen Antifagruppen das Signet der „Antifaschistischen Aktion“ von 1932 auf. Beide Fahnen und der Rettungsring waren damals rot und standen für Sozialismus und Kommunismus. In den 1980er Jahren wurde die kleinere Fahne als Zeichen für den autonomen Anarchismus schwarz; seit 1989 zeigen die Fahnenstangen immer nach rechts.“
      https://de.wikipedia.org/wiki/Antifa

      Die Antifa der 1970er hatte weder politisch, noch organisatorisch etwas mit der KPD zu tun.
      Selbst die Fahne sah anders aus:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Antifa_Her_zu_uns.svg

      „KPD eine antidemokratische Partei war, die gegen die deutsche Demokratie arbeitete und diese traditionell als „faschistisch“ denunzierte.“

      War da was zwischen 1933-45?
      War das „die deutsche Demokratie“?
      War der Holocaust Schuld der „deutschen Demokraten“?

      „Aus diesem Grund sind auch die gängigen „Faschismustheorien“ Schrott, weil sie immer auf das Anschwärzen aller Nichtkommunisten als verkappte Nazis und Faschisten abzielten.“

      Wikipedia hilft dir: „Das Kabinett Hitler stellte anfangs im Wesentlichen eine Koalitionsregierung aus NSDAP und Deutschnationaler Volkspartei (DNVP) dar, an der auch weitere nationalkonservative bis völkisch orientierte Politiker des rechten Rands – unter anderem vom Stahlhelm und Rechtskatholiken wie von Papen – beteiligt waren. Diese Koalition besaß im Reichstag keine Mehrheit und setzte daher zunächst die ab 1930 vorherrschenden Präsidialkabinette in Abhängigkeit von Reichspräsident Hindenburg fort.

      Die gewaltsame Verfolgung der Kommunisten mit Hilfe der Reichstagsbrandverordnung vom 28. Februar 1933 und die Reichstagsneuwahlen vom 5. März 1933 änderten die Lage: NSDAP und DNVP verfügten nunmehr über eine Mehrheit, doch nach der Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes am 24. März 1933 – das der Regierung auf vier Jahre diktatorische Vollmachten einräumte – wurde auch der konservative Koalitionspartner DNVP überflüssig und nach der Selbstauflösung traten deren Abgeordnete der NSDAP bei.“
      https://de.wikipedia.org/wiki/Kabinett_Hitler

      Die Koalition, weil die NSDAP bei Wahlen keine absolute Mehrheit erzielen konnte, aber mit dem Ziel angetreten war, die Demokratie abzuschaffen.
      Dann solltest du noch einmal die von mir oben zitierten Definitionen lesen.
      Da ist von „anschwärzen“ keine Rede.

      • „War da was zwischen 1933-45?
        War das „die deutsche Demokratie“?“

        Die KPD wurde nicht 1933 als Reaktion auf Hitler gegründet.
        Die KPD war gegen die Demokratie der Weimarer Republik.
        Das hat Alex doch geschrieben.

        • Erzähl keinen Müll.
          Er hat historische Zusammenhänge erfunden, die gar nicht existieren und dann gefordert:
          „Die Einstufung der „Antifa“ als verfassungsfeindliche Organisation und ihr Verbot heute wäre allein vor diesem geschichtlichen Hintergrund geboten.“

          • Der Hintergrund war, dass die KPD mithalf Weimar zu demontieren. Dass aus Deutschland keine Sowjetrepublik wurde, ist nur dem Scheitern der KPD zu verdanken, dass nämlich andere Fieslinge die Macht übernahmen, die Nazis.
            Dass mit den Nazis versucht wird, den antidemokratischen Ziele der KPD zu vertuschen, indem man die KPD zuerst als Antifaschisten hinstellt, ist ja wirklich nichts Neues. Der KPD-Nachfolger Die Linke ist ja auch nicht umsonst grösster Fan der „Antifa“.
            Aber wie schon gesagt: Man hatte nicht den Mut die SED zu verbieten oder gar nach Art der Nürnberger Prozesse hart durchzugreifen. Wie hätten die Kommies da „Siegerjustiz“ geschrieen!

          • Weil alles irgendwie Bürgerliche identisch mit Faschismus, Nazis, Rechtsreaktion etc war. „Das Bürgerliche“ war ja der Klassenfeind, der absolute Todfeind, den man nicht in einem demokratischen Prozess mit Argumenten, sondern höchst physisch, mit Auslöschung und Vernichtung entgegentreten hätte müssen.

          • Die Gleichsetzung aller Gegner der Kommunisten als Nazis ist schon im Marxismus angelegt, in seiner manichäistischen Schwarz-Weiss-Denke: es stehen sich nämlich nur zwei Klassen gegenüber. Die Bürgerlichen und die Proletarier. Die Bürgerlichen aber machten die Nazis und Faschisten zu der Speerspitze ihrer bösartigen Umtriebe und waren nicht etwa auch Feinde der Bürgerlichen. Daher ist Nicht-Kommunist/Marxist, etc immer gleichbedeutend mit Faschist/Nazi usw. Wegen der strikten Zweiteilung, die der These-Antithese-Prozess der dialektischen Entwicklung unbedingt braucht. Tertium non datur!

            Genau diesen manichäistischen Fanatismus kann man jetzt überall beobachten, im progressiven mainstream. Man glaubt gar nicht, wo der sich überall breit gemacht hat. „Mit uns oder gegen uns“ ist nicht nur Nazi-, sondern vor allem Marxisten/Kommunisten-Parole, von Anfang an, als konstituierende Grundlage. Reiner Manichäismus.

          • „Bürgerliche Parteien“ nennt man laut Augstein Parteien, deren Vordermänner Faschisten sind.

            Das ist genau diese marxistisch-kommunistische Freund-Feind-Dichotomie, QED.

            Der Mann ist einer der grossen Journalisten Deutschlands! Wohl weil es 2019 ist. Könnte genausogut 1919 sein.

          • @Alex

            Du kannst dich gerne weiter in deinen Theorien verlieren, die mit der Realität nichts zu tun haben.

            AfD-Wahlkämpfer der Woche: Jakob Augstein

            , titelten die „Nachdenkseiten“ und weiter: „Was hat Jakob Augstein da nur geritten? In seiner aktuellen Kolumne konstruiert der berühmte SPIEGEL-Erbe einen Zielkonflikt zwischen dem Sozialstaat und einer humanen Asylpolitik, erklärt dann im selben Gedankengang den Sozialstaat zur Verhandlungsmasse und überlässt die Verteidigung sozialpolitischer Standards ohne jede Not den Rechten. Als ich diese Zeilen las, war ich zutiefst schockiert und suchte erst einmal nach der Ironie, die ich offensichtlich verpasst haben musste. Doch ich fand keine Ironie. Jakob Augstein meint das tatsächlich so. Da werden in der AfD-Zentrale ja die Sektkorken knallen. Meine Bitte an künftige Historiker: Merken Sie sich bitte diesen Augstein-Text; liefert er doch eine Antwort darauf, warum die AfD im vermeintlich aufgeklärten Deutschland des jungen 21. Jahrhunderts so viel Zulauf bekommen konnte.“
            https://www.nachdenkseiten.de/?p=44870

            Was natürlich zeigt, deine Behauptung: „Das ist genau diese marxistisch-kommunistische Freund-Feind-Dichotomie, QED.“ ist Null, niente, nada wert.
            Augstein mit seinem Denken ist prototypisch für durchgeschallerte Linksliberale, die selbst von linken Sozialdemokraten kritisiert werden.

      • @crumar, zitierend:
        „In den 1980er Jahren wurde die kleinere Fahne als Zeichen für den autonomen Anarchismus schwarz“

        Um die Militanz und Gewalttäigkeit der Schwarzvermummten Fraktion zu betonen. Allein dieses Detail zeigt doch, wessen Geistes Kind die Antifa voll und ganz ist: des weimarer Strassenkampfs.

    • 100 Jahre Bauhaus! Grund genug an ein Symbol zu erinnern, das 1932 vom Bauhausstudenten Max Gebhard entworfen wurde: das Antifa Symbol.
      Heute bekommt man dafür einen Ordnungsruf im Bundestag. Noch schlimmer, dieser Ordnungsruf erfolgte nach einer Rede zum Thema Antifaschismus im Rahmen eines Antrags der AfD zur Ächtung der Antifa.
      Der Präsident des Deutschen Bundestages hieß damit den Antrag der AfD indirekt gut, da er das Symbol „der Antifa“ ächtete, während er mit den lautstarken, ununterbrochenen Zwischenrufen von rechts außen während der Rede kein Problem hatte…

  6. Man stelle sich vor, die CDU würde sich zu freien Kameradschaften bekennen.
    Und wenn man sie deswegen kritisiert, diese verteidigen mit den Worten: „Seid Ihr etwa gegen Freiheit! Habt Ihr etwas gegen Kameradschaft? Und überhaupt sind freie Kameradschaften überhaupt nicht organisiert. Sie sind schließlich frei und damit gegen Organisation.“

  7. In einem alten Artikel habe ich eine Zusammenfassung gefunden über den Forschungsstand zur Antifa:

    In einer Fleißarbeit hat Schumacher zusammengestellt, was die Forschung bislang über die Antifa gesammelt hat:

    Hier im Schnelldurchlauf:

    Die Antifa hat mit rechten Gegnern einen eindeutigen ideologischen Bezugspunkt, d.h. ohne Rechte keine Antifa.
    Es gibt bundesweit zwischen 150 und 200 Gruppen der Antifa.
    Die Antifanten sind in ihrer Mehrheit zwischen 25 und 30 Jahre alt, was die Rede von der Jugendkultur etwas müde ausschauen lässt, es sei denn, man ist der Ansicht, dass der Reifungsprozess bei Mitgliedern der Antifa langsamer verläuft und entsprechend länger benötigt, die Jugendphase entsprechend bis ins vorgeschrittene Alter von 30 Jahren reicht.
    Die Antifa wird dem undogmatischen Linksextremismus zugeordnet, bezieht sich auf kommunistische Faschismusanalysen, was den Kurzschluss zwischen Faschismus und Kapitalismus, die für Antifanten beide Feinde sind, erklärt. Geistig ist die Antifa somit in der Weimarer Republik stehen geblieben.
    Ziel der Antifa ist eine “grundsätzliche gesellschaftliche Umwälzung” in den beschriebenen Kommunismus, was mit einer Ablehnung des Leistungsprinzips einhergeht.
    Besonders wichtig für die Antifa ist die Selbstinszenierung als gewaltbereite, gewalttätige, militante Gruppe. Diese Selbstinszenierung ist der Kern, der die Antifanten zusammenhält. Die eigene Gewaltbereitschaft und Ausübung von Gewalt soll die Antifa von der Mehrheitsgesellschaft absetzen. Die Antifa schmückt sich einerseits mit Militanz, andererseits wird der Antifa Militanz zugeschrieben, was nur deshalb möglich ist, weil Mitglieder der Antifa gewalttätig sind, oder wer wäre je auf die Idee gekommen, Mahatma Gandhi Militanz und Gewaltbereitschaft zuzuschreiben.
    Insgesamt erinnert die Darstellung der Daten, die über die Mitglieder der Antifa vorhanden sind, an die Monographien “Street Corner Society” von William F. Whyte und “The Gang”, von Frederic Trasher, in denen die Autoren Jugendbanden darstellen und vor allem die wichtige Rolle, die Gewalt für den Zusammenhalt von Jugendbanden spielt, beschreiben. Die Antifa wäre entsprechend eine gealterte Jugendbande.

    https://sciencefiles.org/2015/06/10/gealterte-jugendbande-wer-oder-was-ist-die-antifa/?highlight=antifa

    Nu is natürlich nicht klar, wieviel persönliche Färbung M. Klein in so eine Zusammenfassung bringt, aber doch interessant.

      • Ich hatte in meinem Leben nur einmal Kontakt zu einer Antifa-Gruppe.

        Die wäre mit „Jugendbande“ sehr gut umschrieben gewesen. „Wir sind die Guten, Die sind die Bösen und deswegen gibt’s Keile“.

        Nun ist natürlich eine Stichprobenlänge von 1 nicht sehr groß, aber das, was von der Antifa sichtbar ist, gibt auch keinen Grund, die Gruppen anders einzuschätzen.

    • Nein klingt nicht realistisch. Die Antifa wendet Gewalt – mal mehr, mal weniger – systematisch zur Einschüchterung und Schwächung ihrer politischen Gegner, als Erpressungspotenz(ial) – z.B. ggü. Wirtshäusern – und zur Durchsetzung ihrer politschen Ziele ein. Sie ist terroristisch. Weiter oben habe ich das schon erläutert. „Gealterte Jugendbande“ ist unangemessen, weil verharmlosend.

      • Is mir egal.
        „Hooligans, die sich mehr für sozialistische Utopien als für Fußball interessieren“ oder „politische Terrorgruppe“…
        Jedenfalls niemand, mit dem ich mich identizieren wollen würde.

  8. Ich bin kein Experte, aber ich hatte schon Kontakt zur „Antifa“. Die ist ähnlich wie die ALF (Animal Liberation Front) in autonome Zellen organisiert, es gibt schon gemeinsame Plattformen aber eine einheitliche Ordnung oder Struktur?

    Nun gut, ich denke gewaltbereite Linke konstruieren eine Notwehr, und meinen das man Gewalt(-gefahr) mit Gewalt beantworten kann. Ich habe oft den Eindruck das es eine nebelhafte an Genauigkeit mangelnde Definition von „Nazis“ oder „Rechte“ gibt, gegen die es zu kämpfen gilt.

    Und da dieser Feind ein Gewaltbereites Herrschaftsregime einrichten möchte, ist es erlaubt auch Gewalt einzusetzen.

    Nach meiner persönlichen Einschätzung sind aber nur Bruchteile der Antifa tatsächlich gewalttätig aktiv, dieser formiert sich im sog. „Schwarzen Block“.

    Bei einer G7 Demo habe ich mal einen Bank-Zertrümmerer angesprochen, und meinte das es für das linke politische Ziel hinderlich sei, dort die Scheibe einzuschlagen. Er meinte das Herrschaftssystem der Banken (und Co) würde auch Gewalt ausüben, die zu Hunger, Verzweiflung, Unterdrückung und schließlich zu körperlichen Schaden oder gar Suizid führen würde.

    Es gibt einen Gewalt-Tourismus, d.h. bei 1.May-Demos und bei den Plünderungen in Hamburg, waren m.A.n. auch viele Kriminelle, die es der Polizei heimzahlen wollten dabei. Auch ein Adrenalin-Kick, und für einige Augenblicke „machtvoll“ zu sein, scheint für mich bei vielen dieser „linken“ Gewalttäter zu den Gründen zu gehören. Ich kann nicht sagen, ob bei diesen Krawallmachern 1% oder 90% zu den eigentlich nicht Linken gehören, weil ich mich da fern halte.

    Ich habe aber auch persönlich schon sehr provozierende u. gewalttätige Polizeiaktionen beobachten dürfen. Ich denke wenn jemand gerne anderen Leuten eine rein haut, kann er Krimineller werden oder Polizist um seiner Neigung nachzugehen. M.W. sind die allermeisten Polizisten aus fürsorglichen Gründen Polizisten.

    Ich meine die Deeskalations-Strategien, bei Polizeieinsätzen, sollten noch weiter verbessert werden. Die haben viel gebracht, und effektiver Gewaltausbrüche verhindert.

    Ich persönlich finde: „schwarzer Block“-Sticker sollte gegen die Geschäftsordnung verstoßen, ein „Antifa“-Sticker nicht. Allerdings sollte der Träger sich dann die Aufforderung zu Distanzierung von Gewalt gefallen lassen, und ihr auch nachkommen.

    • Das mit der Gewalt als Notwehr gegen die Machtergreifung kann ich in der Theorie verstehen.
      Wenn ich aber an Bilder von G20 in HH denke, frage ich mich:
      Woran haben die Krawallos erkannt, dass die abgefackelten Karren Neonazis gehören? Woran haben sie erkannt, das die geplünderten Läden von Neonazis betrieben wurden? Wie kamen sie auf die Idee, dass in der demolierten Staatsanwaltschaft Neonazis arbeiten?

      • Sind das nicht alles Anzeichen dafür, dass diese Gewaltausbrüche keinen politischen Hintergrund hatten, sondern wegen des Kicks, den Hass gegen die Obrigkeit und aus Lust an Macht und Gewalt ausgeführt wurden?

        • Es ist aber bezeichnend, dass bei den Massendemos in Chemnitz (wo definitiv auch Rechte dabei waren, z. B. die Typen, die gerade in Dresden vor Gericht gebracht wurden) keine Autos brannten, keine Geschäfte geplündert und gebrandschatzt wurden und keine staatlichen Gebäude angegriffen wurden.
          Warum gab es bei diesen Demos, die sich aus Wut und Trauer gebildet haben so viel weniger Gewalt als bei den monatelang vorher vorbereiteten Protesten?

    • Ein weiterer Punkt: wehe dir, wenn du das nächste Mal mit der Antifa zu tun hast und irgendeiner von denen meint, dass du ein Nazi bist (z. B. weil du mal neben einem gestanden bist, der mal mit einem AfD-Mitglied gesprochen hat). Wenn dann noch ein gewaltbereiter Krawallo in hörweite ist, dann lauf…
      Ist mir so ähnlich passiert. Wünsche ich keinem.

  9. Ich bin kein Experte, aber ich hatte schon Kontakt zur „Antifa“. Die ist ähnlich wie die ALF (Animal Liberation Front) in autonome Zellen organisiert, es gibt schon gemeinsame Plattformen aber eine einheitliche Ordnung oder Struktur?

    Nun gut, ich denke gewaltbereite Linke konstruieren eine Notwehr, und meinen das man Gewalt(-gefahr) mit Gewalt beantworten kann. Ich habe oft den Eindruck das es eine nebelhafte an Genauigkeit mangelnde Definition von „Nazis“ oder „Rechte“ gibt, gegen die es zu kämpfen gilt.

    Und da dieser Feind ein Gewaltbereites Herrschaftsregime einrichten möchte, ist es erlaubt auch Gewalt einzusetzen.

    Nach meiner persönlichen Einschätzung sind aber nur Bruchteile der Antifa tatsächlich gewalttätig aktiv, dieser formiert sich im sog. „Schwarzen Block“.

    Bei einer G7 Demo habe ich mal einen Bank-Zertrümmerer angesprochen, und meinte das es für das linke politische Ziel hinderlich sei, dort die Scheibe einzuschlagen. Er meinte das Herrschaftssystem der Banken (und Co) würde auch Gewalt ausüben, die zu Hunger, Verzweiflung, Unterdrückung und schließlich zu körperlichen Schaden oder gar Suizid führen würde.

    Es gibt einen Gewalt-Tourismus, d.h. bei 1.Mai-Demos und bei den Plünderungen in Hamburg, waren m.A.n. auch viele Kriminelle, die es der Polizei heimzahlen wollten dabei. Auch ein Adrenalin-Kick, und für einige Augenblicke „machtvoll“ zu sein, scheint für mich bei vielen dieser „linken“ Gewalttäter zu den Gründen zu gehören. Ich kann nicht sagen, ob bei diesen Krawallmachern 1% oder 90% zu den eigentlich nicht-Linken gehören, weil ich mich da fern halte.

    Ich habe aber auch persönlich schon sehr provozierende u. gewalttätige Polizeiaktionen beobachten dürfen. Ich denke wenn jemand gerne anderen Leuten eine rein haut, kann er Krimineller werden oder Polizist um seiner Neigung nachzugehen. M.W. sind die allermeisten Polizisten aus fürsorglichen Gründen Polizisten.

    Ich meine die Deeskalations-Strategien, bei Polizeieinsätzen, sollten noch weiter verbessert werden. Die haben viel gebracht, und effektiver Gewaltausbrüche verhindert.

    Ich persönlich finde: „schwarzer Block“-Sticker sollte gegen die Geschäftsordnung verstoßen, ein „Antifa“-Sticker nicht. Allerdings sollte der Träger sich dann die Aufforderung zu Distanzierung von Gewalt gefallen lassen, und ihr auch nachkommen.

  10. Die Antifa lehne ich schon allein deshalb ab, weil sie sich über eine Anti-Haltung definiert. Aus demselben Grund bezeichne ich mich z.B. auch nicht als Antifeminist obwohl ich den Feminismus ständig kritisere. Das Problem an einer solchen Anti-Haltung ist schlichtweg, dass man sein Feindbild dann ständig braucht, egal ob es nun real vorhanden ist oder nicht. Daher kommt ja auch die Angewohnheit einer Linker, ständig Leute als Nazis zu bezeichnen die gar keine sind. Oder, um nicht nur Linke zu beschimpfen, noch ein Beispiel aus anderer Richtung: Neoliberale, die sich hauptsächlich über ihren Hass auf den Sozialismus definieren und alles als Sozialismus bezeichnen, was keine freie Marktwirtschaft ist.

    • Ich finde das was du hier sagst sehr wichtig, irgendwie haben die „Mächtigen“ es geschafft die Mehrheit in einer „Anti-Haltung“ zu treiben. Ich halte es auch für dringend nötig „FÜR“ statt „GEGEN“ etwas zu sein.

      Ich meine ich bin für echte Gleichberechtigung, da der heutige Feminismus zu weit gegangen ist, und Gegenteiliges bewirkt. Deswegen habe ich keine Problem mich den „ANTIFEMINISTEN“ zuzuordnen.

  11. Auch nicht für irgendein Bundesland.

    Kein Wunder, dass man die AfD so aufblasen muss, wenn man diese Musterdemokraten zum Kumpel hat. Was bringen die eigentllich ein? Ihre Stasimethoden? Ihre machiavellistische Skupellosgkeit? Was ist es denn, liebe SPD und Grüne? Kann sich die CDU aber genauso angesprochen fühlen.

  12. War der Molotov–Ribbentrop Pakt auch eine antifaschistische Aktion?

    „1939: The signing of the German–Soviet Frontier Treaty, a second supplementary protocol of the Molotov–Ribbentrop Pact, signed earlier in August, confirming the division of Poland into Soviet and Nazi German zones. Both agree to „suppress“ Polish „agitation“.“

  13. Damals, 1995, war Antifa noch das Relotius des Tages:

    „Dies ist die Geschichte des Klaus Volkmann, der zur Zeit der Judenvernichtung im galizischen Kolomea als Kreishauptmann gleichsam Administrator eines Schlachthauses war, nach dem Kriege als linksliberaler Sachbuchautor und Journalist Peter Grubbe in FAZ und Welt, im Stern, der ZEIT und dem NDR gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung antrat, sich in den Medien bis zur vergangenen Woche den Ruf einer moralischen Instanz erwarb und sich nun, da sein langgehegtes Geheimnis plötzlich gelüftet ist, da rüber wundert, daß die Zusammenführung beider Stränge seiner Biographie eine veritable Enthüllungsstory ergibt. ….“

    https://archive.is/20150125004327/http://www.zeit.de/1995/42/Der_Verwalter_des_Schlachthauses_Deutsches_Doppelleben_Wie_ein#selection-783.0-787.366

    „nichts gesehen, nichts getan und, vor allem, nichts verantwortet.“

  14. Die internationalen Allianzen des kommunistischen Extremismus haben durchaus Konsequenzen. Diese Komplizenschaft wird vollkommen ignoriert, geleugnet und abgestritten, hat aber tödliche Folgen.
    Absolut verächtlich, dass dies von einer so hochmoralisch sich gebenden Presse ignoriert wird. Corbyn ist Freund von jedem Terroristen gewesen, der irgendwie nur verfügbar war.

  15. „Nun weiß jeder Mensch, der die vergangenen zwanzig Jahre nicht auf einer abgeschotteten Insel verbracht hat, dass die Antifa mit ernsthaftem, zielführendem und klugem Engagement gegen Rechtsextremismus ungefähr so viel zu tun hat wie ein Hybrid-Sportwagen mit Umweltschutz – ihr Name ist ein Feigenblatt, um den eigenen Extremismus, die eigene Gewalttätigkeit zu rechtfertigen.

    Antifaschist im Sinne von „gegen Rechtsextremismus“ ist jeder vernunftbegabte Mensch, Mitglieder der Antifa hingegen sind unter anderem Menschen, die am 1. Mai Steine auf Polizisten werfen, die Autos anzünden und, wenn gerade ein G-20-Gipfel stattfindet, die Hamburger Innenstadt in Brand setzen. Martina Renner und die, die ihr Beifall klatschen, wissen das. Sie wollen sich im deutschen Bundestag nicht primär gegen Rechtsextremismus einsetzen, sondern für Linksextremismus. Sie möchten es nur nicht so deutlich sagen.“

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article201101666/Zunehmende-Radikalitaet-Um-Ausreden-sind-Hetzer-nie-verlegen.html

  16. Ich lehne jede Form von Extremismus ab. Sei es politischer oder religiöser Extremismus. Auch wenn Rechtsextremismus laut Statistik eine größere Bedrohung darstellt.

    Die Antifa-Arbeit ist halt nicht nur auf Antifaschismus beschränkt. Gewalt ist ein untrennbarer Teil der Bewegung. Gehörten die G20 Randalierer nicht zur Antifa? Oder diejenigen, die für Krawalle bei der EZB-Eröffnung gesorgt haben? Sie schwenkten die Antifa-Flagge und bekennen sich als Antifa-Anhänger. Es gibt viele Dokus, in denen Antifa-Anhänger aus dem Nähkästchen plaudern und Gewalt als legitimes Mittel betrachten, weil sie ja die „Guten“ sind. Frei nach dem Motto: „It’s okay when we do it“.

    Ich verachte linksextreme Antifa-Anhänger vom schwarzen Block, die Steine schmeißen, Autos anzünden und Polizisten attackieren. Mir sind auch die antideutschen Strömungen ein Dorn im Auge, die auf Demos „Deutschland verrecke“, „Bomber Harris – Do it again“ und „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ skandieren.

    Sie lassen linke Parteien, die sich nur selten davon distanzieren, in einem schlechten Licht erscheinen und sind letztendlich nützliche Idioten der Rechten. Einige Menschen verwenden aber auch den Begriff „Nazi“ sehr inflationär, womit sie gleichzeitig die NS-Ideologie verharmlosen. Es wird nicht mal mehr zwischen mitte-rechts, konservativ, reaktionär, rechtspopulistisch und rechtsextrem unterschieden.

    Das führt dazu, dass Menschen angegriffen werden, die gar kein rechtes Gedankengut in sich haben:

  17. Arabische Terroristen sind die vom System Unterdrückten und mit denen solidarisiert sich die Antifa. Die Zusammenarbeit geht auf RAF-Zeiten zurück, jeder Sympathisant lief damals mit einem Palästinensertuch rum.

  18. … sozusagen als Zusammenfassung die Definition des genialen Sigi Zimmerschied:
    „Antifa ist Faschismus mit gutem Gewissen“.
    Also die Teddybärenverteiler mit Pflastersteinen und Betonplatten, die kultiviert von Bäumen scheíßen.

  19. Wieso macht man es bei den Linken, Grünen und SPD nicht eigentlich genauso wie bei der AFD, bei der einzelne Spinner auch dazu führen, dass gerade Personen dieser Parteien die gesamte AFD als extrem oder gefährlich einstufen. Und da zumindest Teile der Antifa mindestens genauso große Spinner sind, müsste man dann logischerweise die gleichen Leute die Linken, Grünen und SPD und jede andere Partei, die sich nicht klar von der Antifa distanzieren, genauso für eine radikale und gefährliche Partei halten.

    Ich persönlich glaube ja, dass die Antifa die getarnte SA ist, die von Geheimdiensten gesteuert wird. Ich habe da eigentlich gar keinen Zweifel mehr daran.Man sammelt dort Menschen, die sich besonders gut furch Framing führen und lenken lassen. Erst werden diese Leute darauf abgerichtet, alles zu verteufeln und zu hassen, was „rechts“ sein könnte und dann brauchen die Geheimdienste durch Framing nur noch dafür sorgen, dass eine bestimmte politische Ansicht als „rechts“ geframed wird und schon werden die SA-Lemminge losmarschieren und dafür sorgen, dass die Ansicht in der Öffentlichkeit nicht mehr gefahrlos vertreten werden darf. Ist man z.B. gegen Frauenquoten, Gendermainstreaming, …., so marschieren dann die Antifa auf.

    Demonstrieren Menschen gegen Gewalt, dann ist das besonders gut zu beobachten. Wenn Ursache für die Demonstration eine Tat von einem Flüchtling war und die Demonstration somit als „rechts“ geframed wird, dann marschiert die Antifa auf, obwohl es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, gegen Gewalt und für mehr Sicherheit demonstrieren zu dürfen.

    Da es somit quasi getarnte staatliche Schlägertruppen (die vermutlich mittelbar auch über die ganzen „Kampf gegen Rechts“-Organisationen finanziert werden: z.B. Busse zum ankarren) braucht man sich dann auch nicht im Ansatz zu wundern, dass die Taten kaum in der Presse auftachen (z.B. wenn auf einer „Merkel muss Weg Demo“ ein Demonanstrant durch Tritte gegen den Kopf schwer verletzt wird) oder die Täter gar nicht erst ermittel werden (z.B. Magnitz Bremen).

  20. @Christian: Warum hast du meinen Kommentar, die Erwiderung auf Crumars Diffamierungsversuch meiner Person (ich würde mich als liberal getarnt haben, nun aber „vollGAS“ geben beim Verbreiten von „Propaganda“ etc.) nicht freigegeben? Habe ich gegen irgendeine Regel verstoßen oder so? Da ich den Kommentar noch in meinen Notizen habe, würde ich ihn dann nochmal durchgehen und entsprechend abändern sowie hernach nochmal zu posten versuchen.
    Und zwar dann auch noch mit einer Ergänzung:
    https://www.faz.net/aktuell/politik/verfassungsschutz-gericht-identitaere-nicht-rechtsextrem-nennen-16403026.html

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