„Klima- und Umweltschutz ist keine Frage der politischen Weltanschauung“ (Gastbeitrag)

Gastbeitrag von Marc in Anschluss an die gestrige Diskussion:

Der menschengemachte Klimawandel ist die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Da wir Menschen nicht von alleine unser klima- und umweltschädliches Konsumverhalten ändern, ist eine höhere Bepreisung ein notwendiges Übel. Die Dinge, die viel CO2 verursachen, werden weniger gekauft, weil sie teurer werden. Firmen müssen nun neue Produkte entwickeln, die weniger CO2 verbrauchen. Da Unternehmen rein gewinnorientiert denken, werden sie nicht von alleine auf den Klima- und Umweltschutz achten. Das ist nur durch staatliches Eingreifen möglich.

Wir haben keinen Planeten B. Die Folgen des Klimawandels sind verheerend: Gletscher schmelzen und der Meeresspiegel steigt (einige Länder/Städte und Inseln werden überflutet) und Extremwetter wie Dürren und Hitzewellen schaden der Landwirtschaft, was zu Hungersnöten führen wird. Nahrungsmittelknappheit schafft den Nährboden für Kriege. Wenn wir jetzt nicht handeln, wird es Millionen Klimaflüchtlinge geben und das dürfte doch vor allem migrationskritischen Menschen missfallen. Die am meisten zitierte Schätzung beläuft sich auf 200 Millionen Klimaflüchtlinge bis 2050. Laut dem Weltklimarat dürfen wir eine Erderwärmung von 1,5 Grad nicht überschreiten. Das ist keine Panikmache/Hysterie, sondern beruht auf wissenschaftlichen Fakten.

Die Kosten, die der Klimawandel für unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft haben wird, wird um einiges höher sein. Was bringen Arbeitsplätze, wenn die Erde nicht mehr bewohnbar ist? Wir müssen uns eh von fossilen Brennstoffen trennen, weil die nur begrenzt vorhanden sind. Unendliches Wachstum ist in einer endlichen Welt nicht möglich. Durch erneuerbare Energien entstehen mehr als doppelt so viele neue Arbeitsplätze. Diejenigen, die ihren Job verlieren, sollten die Möglichkeit einer Umschulung haben. Gleichzeitig wird es als fortschrittlich betrachtet, wenn durch die Digitalisierung und die fortschreitende Automatisierung durch K.I. viele Arbeitsplätze wegfallen. Die Roboter klauen uns die Jobs!

Mit „Aber was ist mit China und Indien?“ will man sich häufig nur aus der Verantwortung ziehen, um weiterhin untätig zu bleiben. Das ist Whataboutism in Reinkultur. Bevor wir mit dem Finger auf andere Länder zeigen, sollten wir zuerst bei uns selbst anfangen. Unser Pro-Kopf-Ausstoß ist viel größer. Wir benötigen Klima- und Umweltschutzgesetze auf EU-Ebene bzw. weltweit, wodurch auch verhindert wird, dass sich Firmen ins Ausland absetzen. Alle Länder müssen gemeinsam den Klimawandel bekämpfen. Deutschland allein kann die Welt nicht retten, aber wir können als Vorreiter mit gutem Beispiel vorangehen, wonach sich andere Länder richten werden. Wer sich nicht an das Klimaabkommen hält, wird später sanktioniert.

Freiheit endet dort, wo die Gesundheit anderer stark gefährdet wird. Fleisch sollte z.B. ein Luxusgut sein (wie damals der Sonntagsbraten). Laut Ernährungspyramide sollen wir max. 2-3x pro Woche Fleisch und 1-2x pro Woche Fisch essen. Es gibt kein Recht jeden Tag Billigfleisch aus der Massentierhaltung zu essen.

Eigentlich lehne ich Verbotspolitik ab und befürworte mehr Anreize zu schaffen, aber bei Kreuzfahrtreisen und Inlandsflügen bin ich anderer Meinung. Wir brauchen Containerschiffe, aber Kreuzfahrtschiffe sind überflüssig. Wenn man innerhalb von Deutschland von A nach B kommen möchte, ist man mit dem ICE, der eine Höchstgeschwindigkeit von 400 km/h erzielt, fast genauso schnell am Ziel. Die Reiselust in ferne Länder könnte man durch den Einsatz von Bio-Kerosin lösen. „Hyperloops“ könnten das Fortbewegungsmittel der Zukunft für lange Strecken werden. Das steckt aber noch alles in den Kindeschuhen.

Was Emissionen angeht, sind E-Autos zwar besser als Autos mit Verbrennungsmotor (besonders was die Luftverschmutzung in Städten betrifft), aber die Akkuherstellung ist sehr umweltschädlich, weil sie viel Energie verbraucht. Der Strombedarf wird durch mehr E-Autos weiter steigen, der aktuell nur zu 40% aus erneuerbaren Energien stammt. Erst nach 60.000 gefahrenen Kilometern haben E-Autos eine bessere Klimabilanz. Daher sollte das eigentliche Ziel sein den Individualverkehr auf ein Minimum zu reduzieren.

Lösungsvorschläge:

  • Wenn wir die Spritpreise erhöhen, müssen wir gleichzeitig den ÖPNV ausbauen, der pünktlich und nicht überlastet ist. Bus- und Bahnfahren müssen durch günstigere Ticketpreise attraktiver gemacht werden
  • Wir müssen die Geringverdiener z.B. in Form einer Klimadividende finanziell entlasten. Das Klimapaket darf nicht unsozial sein, denn sonst kommt es hierzulande auch zu Gelbwestenprotesten
  • Menschen, die auf dem Land bzw. in strukturschwachen Regionen wohnen, und noch keinen Zugang zu Bus oder Bahn haben, müssen berücksichtigt werden. Dafür sollten Härtefallfonds eingerichtet werden
  • Wir brauchen einen früheren Kohleausstieg und müssen erneuerbare Energien mehr fördern
  • Unternehmen müssen durch strengere Vorschriften dazu bewegt werden energieeffizienter zu handeln
  • Wir brauchen mehr fahrradfreundliche Straßen, die besser geschützt sind. Pro Jahr gibt es ca. 90.000 Radunfälle, wovon 450 tödlich enden
  • Fleisch aus der Massentierhaltung muss teurer werden (Ich fordere kein Fleischverbot!)
  • Weniger Plastik in Verpackungen (Druck auf Unternehmen ausüben)
  • Wir müssen den Gütertransport von der Straße (LKWs) mehr auf die Schienen verlagern

Man kann auch schon viel Positives bewirken, wenn man auf seinen ökologischen Fußabdruck achtet:

  • Regionales und saisonales Obst und Gemüse kaufen
  • Den Fleischkonsum aus der Massentierhaltung reduzieren (Ich fordere kein Fleischverbot!)
  • Stoffbeutel zum Einkaufen mitnehmen
  • Stück Seife kaufen statt Flüssigseife
  • Weniger Lebensmittel wegschmeißen. Es heißt „mindestens haltbar bis“ und nicht „sofort tödlich ab“
  • Möglichst unverpackt einkaufen und Plastikmüll versuchen zu vermeiden
  • Nicht jedes zweite Jahr ein neues Smartphone kaufen (oder gleich ein Shift- oder Fairphone kaufen)
  • Nicht jeden Monat einen Shopping-Großeinkauf tätigen (oder gleich Fair Trade Kleidung oder Second Hand Kleidung kaufen)
  • Leitungswasser trinken (Das hat in Deutschland eine sehr hohe Qualität. Wer Angst vor einem verkalkten Wasserhahn hat, kann sich eine Filterkanne zulegen)
  • Kreuzfahrtreisen und Inlandsflüge vermeiden
  • Bambuszahnbürsten verwenden
  • Ökostrom beziehen
  • Bei gutem Wetter häufiger kurze Strecken mit dem Fahrrad fahren

Das hängt auch maßgeblich vom eigenen Portemonnaie ab, weil sich so eine Umstellung nicht jeder finanziell leisten kann. Armen Menschen kann man da keinen Vorwurf machen.

Das Ziel sollte sein mehr auf Nachhaltigkeit zu achten und insgesamt den eigenen Konsum zu reduzieren. Frei nach dem Motto „Weniger ist mehr“. Da muss ich aber gestehen, dass ich auch kein Heiliger bin und immer wieder sündige. Für ein rein minimalistisches Leben bin ich nicht geschaffen. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Da wird einem dann schnell Heuchelei vorgeworfen wie z.B. einem Veganer, der Lederschuhe trägt, aber es ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Die Alles-Oder-Nichts-Einstellung ist kontraproduktiv und nicht zielführend. Niemand ist perfekt, aber jeder kann seinen Beitrag dazu leisten. Keiner muss sein gesamtes Leben umstellen. Lieber ein bisschen was Gutes tun als gar nichts.

Ich will hier keine Menschen missionieren und erhebe auch nicht den moralischen Zeigefinger. Lebt wie ihr es für richtig haltet.

„PS:

Ich lehne radikale Forderungen ab. Sei es, dass dazu aufgerufen wird keine Kinder mehr in die Welt zu setzen oder Insekten statt Fleisch zu essen. Aktivisten sollen weder Flughäfen/Straßen/Brücken blockieren noch „Du stinkst“-Zettel auf SUVs kleben. Flugscham, Fleischscham, Bauscham…bei den Begriffen bekomme ich Fremdscham.

Das sind alles Idioten, die die ganze Bewegung in ein schlechtes Licht rücken. Schenkt ihnen keine Aufmerksamkeit!“

 

180 Gedanken zu “„Klima- und Umweltschutz ist keine Frage der politischen Weltanschauung“ (Gastbeitrag)

  1. Und man kann sich auch vor Augen halten, dass die Privathaushalte nur einen kleinen Teil der Emissionen verursachen.

    1. Energie.
    2. Industrie
    3. Verkehr
    4. Privathaushalte
    5. Prozesse

    Insofern halte ich von sowas wie „Bambuszahnbürsten“ wenig, weil es nur Widerstand erzeugt, aber eigentlich nix bringt. Auch nicht von „keine Inlandsflüge“. Das geht in Holland, oder wenn man in Hessen wohnt.

    Ein realistischer Preis auf CO2 und Methan (sagen wir 150€ pro Tonne CO2 in 2030, bis dahin schrittweise Erhöhung) wird jedenfalls dazu führen, dass deutlich weniger ausgestoßen wird. In allen Bereichen. Der Markt wird das dann regeln, solange man ihn lässt und verbindliche und verlässliche Rahmenbedingungen schafft und die Ausnahmetatbestände und Amigo-Vergünstigungen minimiert.

    Dann kann auch jeder selber entscheiden, was ihm wichtig ist und was nicht.

    • Was den Autoverkehr betrifft, wird diese Steuer schon längst und weitaus höher erhoben.
      Wieder einmal, ich Don Quichotte!, Fakten und Zahlen:

      428 Liter Benzin/Diesel emissieren 1 Tonne CO2.
      Mineralölsteuer:
      Benzin: 65,7 Cent/Liter
      Diesel: 47,3 Cent/Liter
      Mineralölsteuer pro Tonne CO2:
      Benzin: 278€
      Diesel: 202€
      Dazu kommt noch die USt, die auch auf diese Abgabe zusätzlich erhoben wird, Steuer ist also noch deutlich höher.

      Also wäre diese Forderung eigentlich nicht zu stellen, wenn man ehrlich ist.
      Das wird aber, Don Quichotte!, nichts nützen, denn diese ganze Diskussion ist so tief in Glaubensfeldern verwurzelt, daß Tatsachen und Fakten im Allgemeinen keinerlei Überprüfung und Modifikation von Meinung und Gewißheit hervorrufen.

      • Für welche externen Schäden die Mineralölsteuer genau erhoben wird, ist mir nicht bekannt. Nach meinem Kenntnisstand handelt es sich hierbei vor allem um eine Steuer, die zur Behebung von Straßenschäden benutzt werden soll.
        Falls hier bekannt ist, ob es einen sachlichen Grund für die genaue Höhe der Mineralölsteuer gibt, und in welchem Ausmass hier externe Kosten für Treibhausgase in die Berechnung einfliessen, wäre das interessant zu wissen.

        Aber ja, die Mineralölsteuer wäre das richtige Instrument in Bezug auf Personenverkehr.

        • Es ist eine Steuer und somit nicht Zweckgebunden wie man den Steuerzahler die höhere Steuer schmackhaft gemacht hat ist egal und war sowieso glatt gelogen.
          Verwendet wurde das Geld gerade da wo es die Politik verwenden wollte.
          Wäre es zweckgebunden gewesen hätten wir jetzt entweder nicht so eine marode Infrastruktur oder eine Menge Geld auf einem Konto.

          Darum soll es ja wieder eine Steuer werden, Löcher zu stopfen gibts genug, für Umweltschutz (oder Klimaschutz wem es besser gefällt) wird nicht viel bleiben.
          Außer Verbote, Auflagen und Reglungen natürlich, die gibts dazu, Wirksamkeit nicht so wichtig muss nur gut aussehen.

    • Und man kann sich auch vor Augen halten, dass die Privathaushalte nur einen kleinen Teil der Emissionen verursachen.

      Wieso eigentlich legst du so viel Wert auf die Feststellung, dass Privathaushalte kaum zum angeblich menschengemachten Klimawandel beitragen? Angst, dass man dich selbst in die Verantwortung nehmen könnte?

      Und was sind denn „5. Prozesse“? Am besten mit solchen undefinierten allgemein Plätzchen „argumentieren“, dann kann wenigstens keiner widersprechen.

      • Weil die Privathaushalte nur ein kleiner Teil der Verursacher sind, aber die Angstkampagnen der Mineralöl und Kohleindustrie sie als Hauptziel haben.
        „Die wollen mein Fleisch!“
        „Die wollen mir das Autofahren verbieten!“
        „Jetzt wollen sie auch noch meine Zahnbürsten!“
        Ich selbst bin da ganz entspannt. Ich fahre ein Erdgasauto, getankt mit CO2 neutralem Biogas. Der Dienstwagen verbraucht 6 Liter (zumindest bei unter 150). Meine Heizung ist Geothermie. Ich wohne in einem relativ neuen Haus, das gut isoliert und auch ohne Heizung bei 22 Grad ist. Meine Flüge zahlt die Firma, und wenn ich aus Kostengründen weniger fliegen muss, freu ich mich.

        Prozesse sind Industrieprozesse. Dabei entfallen in Deutschland die Emissionen vor allem auf die Zementherstellung, Aluminiumherstellung, Zinkherstellung oder auch die Produktion von Ammoniak.
        Die „CO2-Emissionsfaktorenliste für Energie & Industrieprozesse“ kannst Du beim Umweltbundesamt einsehen, wenn es Dich interessiert. Das sind 7% der Emissionen.

        In 20 Jahren sieht die Welt eh ganz anders aus. Ich habe nichts dagegen, langfristig meinen Teil zu einer Minimierung der Treibhausgasemissionen beizusteuern und bin sehr zuversichtlich, dass wir das auch schaffen, wenn wir denn wollen.

    • „Insofern halte ich von sowas wie „Bambuszahnbürsten“ wenig, weil es nur Widerstand erzeugt, aber eigentlich nix bringt.“

      Wer einmal eine Bambuszahnbürste probiert hat, wird nie wieder eine Handzahnbürste aus Plastik haben wollen, einfach weil letztere sich nämlich echt unangenehm im Mund anfühlen im Vergleich.

      • Eine Wahrheit wird durch eine andere nicht unwahr (so sie denn eine Wahrheit ist). Wer einfachste Denkregeln nicht beherrscht, soll sich nicht anmaßen von Dingen zu erzählen, von denen er nichts versteht … ah, warte … Dunning-Kruger-Effekt?
        Der Weltklimarat ist eine Lobbyveranstaltung (allerdings eine, wo die Gruppe der Auftraggeber und die der Auftragausführungsbeeinflussten vermutlich teilidentisch sind). Dass es noch andere Lobbygruppen gibt, negiert dies nicht. Der IPCC ist keine wissenschaftliche Institution, wenngleich er (ehem.) Wissenschaftler beherbergt, um sich seine wissenschaftliche Maske/Fassade aufzusetzen/aufrechtzuerhalten. Es sind Bürokraten, die mal Wissenschaftler waren und nun als eine supranational eingesetzte Thinktank-, PR- und Politikberater-Agentur fungieren. Denn der IPCC hat keinen wissenschaftlichen Auftrag, sondern einen politischen: Er soll Beweise für den menschengemachten Klimawandel bringen/machen. Kein Erfolg –> kein Geld. Dass das dazu verurteilt ist, unwissenschaftlich zu sein, ist klar. Und so verwundert auch das Entstehen wissenschaftsreputationsmafiöser Dynamiken, wie sie sich in den E-Mails beim Climate-Gate des IPCC eindeutig nachweisen lassen, ganz und gar nicht. Es ist nicht mal nur eine Zitadelle der Wissenschaft, sondern eher eine Wissenschaftszunft des Klimawissenschaftszitadellenbaus.

        Falls du reputable Quellen, die die wesentlichen Aussagen meines Kommentars belegen, brauchst:

        Wer’s genauer mag (ich setze je drei Leerzeichen, damit sie nicht als Videos eingebunden werden):
        https: //www. youtube. com/watch?v=kveXqKWfH0Q
        Interessante Neuigkeiten:
        https: //www. youtube. com/watch?v=79mylKTTxug

        • Die Wissenschaftler aus der Reportage sind keine Klimaforscher und bei der häufig genannten Oregon-Petition stammen fast alle Unterschriften nur von Fachfremden. Das hat nichts mit gesunder Skepsis zu tun, sondern gehört ins Reich der Verschwörungstheorien.

          Der dort zu sehende Klimaskeptiker Günter Ederer war auch Gastredner bei einer Konferenz, die von EIKE und CFACT veranstaltet wurde. Beides sind Lobbyorganisationen, die die menschengemachte globale Erwärmung abstreiten.

          EIKE, das Zentrum der politisch aktiven und organisierten Klimaleugnerszene, ist ein pseudowissenschaftlicher Verein, der eine Verbindung zu CFACT pflegt, die in der Vergangenheit riesige Spendengelder vom Ölkonzern ExxonMobil und vom Energiekonzern Koch Industries erhalten hat. Denen geht es nicht um das Wohlergehen der Bevölkerung, sondern nur um finanzielle Interessen und den eigenen Machterhalt.

          Dass der Weltklimarat politisch beeinflusst sei, ist nur ein Diskreditierungsversuch. Er dient zwar der Politik, aber die Arbeit ist streng wissenschaftlich. Die meisten Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich und bekommen höchstens das Reisegeld erstattet. Ihnen wird auch vorgeworfen, dass sie alarmistisch seien. Dabei werden die Sachstandsberichte eher konservativ und zurückhaltend formuliert, um sich nicht angreifbar zu machen. Die Wissenschaftler rund um den „Climategate“ wurden von allen Betrugsvorwürfen freigesprochen, weil die E-Mails keinen Beweis für Manipulationen oder Betrügereien enthielten. Die Zitate, die von Klimaskeptiker ständig aus dem Kontext gerissen werden, widersprechen in keiner Weise die Belege für den menschengemachten Klimawandel.

          Der Weltklimarat und tausende unabhängige Wissenschaftler erforschen die Ursachen und die Folgen des Klimawandels. Es besteht ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass der Mensch einen großen Einfluss auf den Klimawandel hat:

          • Wieviel haben ausdrücklich zugestimmt, dass der Klimawandel großteils von Menschen verursacht wurde? Es waren, nach meinem Kenntnisstand, sehr wenig. Das bedeutet, dass deine Grafik eine Täuschungsabsicht hat.

            Siehe zum Beispiel:

            „Scientific Consensus on Climate Change? (PDF) [Archive]
            (Energy & Environment, Volume 19, Number 2, pp. 281-286, March 2008)
            – Klaus-Martin Schulte

            Abstract: Fear of anthropogenic „global warming“ can adversely affect patients‘ well-being. Accordingly, the state of the scientific consensus about climate change was studied by a review of the 539 papers on „global climate change“ found on the Web of Science database from January 2004 to mid-February 2007, updating research by Oreskes, who had reported that between 1993 and 2003 none of 928 scientific papers on „global climate change“ had rejected the consensus that more than half of the warming of the past 50 years was likely to have been anthropogenic. In the present review, 31 papers (6% of the sample) explicitly or implicitly reject the consensus. Though Oreskes said that 75% of the papers in her former sample endorsed the consensus, fewer than half now endorse it. Only 7% do so explicitly. Only one paper refers to „catastrophic“ climate change, but without offering evidence. There appears to be little evidence in the learned journals to justify the climate-change alarm that now harms patients.“

            Der Rest deiner Behauptungen ist von ähnlich schlechter Qualität und nicht der Mühe wert, falsifiziert zu werden.

          • Das ist pure Propaganda und gelogen, dass sich die Wissenschaft angeblich einig sei. Wenn das so wäre, warum verweigern diese Wissenschaftler denn so vehement jede Diskussion mit den Wissenschaftlern, die das Gegenteil vertreten?

            Wenn es tatsächlich inzwischen faktisch nachgewiesen wäre, könnten die Klimahysteriker doch unproblematisch die Gegenansichten in Grund und Boder argumentieren. Tatsächlich verweigern sie aber jeder sachliche Diskussion. Das tut man jedoch gewöhnlich nur dann, wenn man selber genau weiß, dass man in einer Diskussion chancenlos und als Lügner enttarnt werden würde.

            Mit welchen betrügerischen Methoden man zu der angeblichen Einigkeit kommt, kann man hier nachlesen:

            https://sciencefiles.org/2019/07/15/der-nachste-klima-mythos-fallt-es-gibt-keinen-97-konsens-zum-menschengemachten-klimawandel/
            https://sciencefiles.org/2019/08/31/975-wissenschaftler-konsens-merkel-ruiniert-deutsche-wirtschaft/

            Danach hat man offenbar einfach alle gezählt, die nicht ausdrücklich jeden noch so klitzekleinen Einfluss des Menschen ausgeschlossen haben. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass die anderen Wissenschaftler den Menschen für signifikant im Hinblick auf das Klima halten würden.

            Wer solche Methoden nötig hat, hat solche Methoden nötig, weil er in der Sache selber hoffnungslos abstinken würde.

            Bei der Oregonpetition haben über 31.000 Wissenschaftler unterschrieben, dass es keine überzeugenden wissenschaftliche Beweise für eine menschenverursachte katastrophale Erwärmung der Erdatmosphäre oder eine Störung des Erdklimas. Zu behaupten, dass seien ja gar keine wahren Klimawissenschaftler (also keine wahren Schotten) hilft trotzdem nicht, dass die Wissenschaft sich angeblich so einig wäre. Diese Wissenschaftler sind offensichtlich bereit, ihren Namen bzw. Ruf zu riskieren und eine Aussage zu treffen, für die sie eher Mut aufbringen müssen, statt lemmingmäßig die politisch für einzig zulässig erklärte These zu vertreten. In jedem Fall zeigt die Oregonpetition, dass die Wissenschaftler sich nicht einmal ansatzweise einig sind, so dass diese Behauptung (die Wissenschaft sei sich nahezu einig) schlicht ein Märchen ist.

            Indem man einfach dreist alle Wissenschaftler für Idioten erklärt und einfach nicht mitzählen will, die nicht die gewünschte These vertreten, so gelangt man natürlich zu einer angeblichen Einigkeit.

            In Italien haben kürzlich zudem 90 weitere klimanahe Wissenschaftler eine Gegenansicht vertreten. 500 weitere Wissenschaftler haben kürzlich in einem offenen Brief an die UN ihre Gegenansicht formuliert und um eine konstruktives Treffen zwischen Wissenschaftlern von beiden Seiten gebeten.

            Es ist daher schlicht Propaganda und Betrug, dass die Wissenschaft sich angeblich weitgehend einig sei.

            Wie gesagt, wer solche Methoden nötig hat, hat offensichtlich solche Methoden nötig.

          • Du betreibst in deinem Kommentar:
            — Cherrypicking
            — Strohmannargumentation und/oder Am-Thema-vorbei-Reden
            — Rabulistik
            — Ad-personam-Argumentation
            — Falschbehauptung
            (nicht abschließend)
            An den von mir getätigten Aussagen greift dies nicht nachvollziehbar an; es kann keine sachlichen Gegenargumente ersetzen.

            „Die Wissenschaftler aus der Reportage sind keine Klimaforscher“
            — Aber sehr wohl sind welche dabei. (Falschbehauptung (& Cherrypicking?))
            — Die, die es nicht sind, brauchen es für die Aussagen, die sie tätigen, auch nicht zu sein. (Ad-personam-Argumentation) Hast du nicht verstanden, worum es in der Reportage geht? Wenn doch, käme evtl. noch Strohmannargumentation hinzu. Inwiefern würde deine Aussage, selbst wenn sie wahr wäre, etwas gegen meine Aussagen sachargumentativ einwenden?

            „und bei der häufig genannten Oregon-Petition stammen fast alle Unterschriften nur von Fachfremden.“
            — Um die Oregon Petition geht es in meinem Diskussionsbeitrag gar nicht. (Strohmannargumentation)

            „Das hat nichts mit gesunder Skepsis zu tun, sondern gehört ins Reich der Verschwörungstheorien.“
            — Ad-personam-Argumentation und Rabulistik. „Verschwörungstheorie“ ist ein von der CIA entworfener und geprägter Begriff zur Diskreditierung unliebsamer Meinungen und zur Behinderung kriminalaufklärerischer Bemühungen.

            „Der dort zu sehende Klimaskeptiker Günter Ederer“
            — Wo? (Falschbehauptung)
            — „Klimaskeptiker“ ist ein diffamierendes Label, das – wie auch hier – nur dazu da ist, um Leute, die einen wie auch immer gearteten oder behaupteten Klimawandel als nicht ausschließlich menschengemacht ansehen (und nicht Zweifel an der Existenz von Klima hegen), zu diskreditieren/diffamieren.

            „war auch Gastredner bei einer Konferenz, die von EIKE und CFACT veranstaltet wurde. Beides sind Lobbyorganisationen, die die menschengemachte globale Erwärmung abstreiten.“
            — Kann schon sein. Soll das irgendein Argument gegen meine Aussagen darstellen? Ich kann keines erkennen.

            „EIKE, das Zentrum der politisch aktiven und organisierten Klimaleugnerszene,“
            — „Klimaleugner“ ist ein diffamierendes Label, das – wie auch hier – nur dazu da ist, um Leute, die einen wie auch immer gearteten oder behaupteten Klimawandel als nicht ausschließlich menschengemacht ansehen (und nicht die Existenz von Klima leugnen), zu diskreditieren/diffamieren.

            „ist ein pseudowissenschaftlicher Verein,“
            — Genau so wie es der Weltklimarat ist (s.u.).

            „der eine Verbindung zu CFACT pflegt, die in der Vergangenheit riesige Spendengelder vom Ölkonzern ExxonMobil und vom Energiekonzern Koch Industries erhalten hat.“
            — Auch hier kann ich kein Argument gegen meine Aussagen erkennen.

            „Denen geht es nicht um das Wohlergehen der Bevölkerung, sondern nur um finanzielle Interessen und den eigenen Machterhalt.“
            — Abgesehen davon, dass ich auch hier kein Argument gegen meine Aussagen erkennen kann, sei angemerkt, dass finanzielle Interessen und Interesse an eigenem Machterhalt dem Wohlergehen der Bevölkerung [von welchem Gebiet auch immer] nicht entgegenstehen muss.

            „Dass der Weltklimarat politisch beeinflusst sei, ist nur ein Diskreditierungsversuch.“
            — Zunächst einmal ist zu klären, ob er politisch beeinflusst ist. Nur weil jemand der Meinung ist, dass er es ist, ist dies noch kein Diskreditierungsversuch.
            — Ein Diskreditierungsversuch ist, Leute die einer solchen Meinung sind, als bloß den IPCC diskreditieren wollend darzustellen.
            — Der IPCC ist politisch beeinflusst. Denn die Aufgabenstellung des IPCC ist keine wissenschaftliche, sondern eine politische. Sein Auftrag ist nicht, herauszufinden, was die Ursachen für den Klimawandel sind, sondern Beweise für den und Infos zum menschengemachten Klimawandel zusammenzutragen. Das hatte ich schon angeführt; dazu äußerst du dich nicht. Aber unten mehr dazu, warum der IPCC politisch beeinflusst ist.

            „Er dient zwar der Politik, aber die Arbeit ist streng wissenschaftlich.“
            — Eben nicht. Die Aufgabenstellung ist schon keine wissenschaftliche. Seine Aufgabe ist es v.a., Beweise zu sammeln, dass der Klimawandel menschengemacht sei. Er betreibt – entgegen deiner Behauptung* – keine eigene Forschung, sondern trägt nur zusammen, was es an publiziertem Material gibt, das die Darstellung des Klimawandels als v.a./ausschließlich menschengemacht unterstützt. Dabei werden gegenläufige Arbeiten nach Möglichkeit außenvor gelassen. Im Climate-Gate kam heraus, dass die Beteiligten dies mit auch drastischen Mitteln umzusetzen beabsichtig(t?)en: So sollten bspw. die Kriterien zum erforderlichen Peer-Review-Verfahren zu umdefiniert werden, dass unliebsame Arbeiten diese nicht mehr erfüllten, um sie draußen zu halten.
            Außerdem: „Studien müssen vor der Veröffentlichung von anonymen Kollegen, den Gutachtern, geprüft werden. Mann – ein gefragter Gutachter – habe bei Magazinen als „Türsteher“ beim Thema Paläoklimatologie fungiert, monierten Forscher hinter vorgehaltener Hand bereits seit langem. Dass renommierte Wissenschaftler bei Fachjournalen Einfluss gewinnen, ist bekannt – und riskant: „Die Gefahr, dass sich verdiente Reputation in illegitime Macht wandelt, ist das größte Risiko der Wissenschaft“, erläutert Soziologe Weingart.
            […] In Spezialgebieten mit einer überschaubaren Expertenzahl wie der Paläoklimatologie könnten manche Wissenschaftler aber durchaus erhebliche Macht erlangen, gibt Weingart zu bedenken – einen guten Draht zu den Herausgebern der jeweiligen Zeitschriften vorausgesetzt.
            Gute Beziehungen zu Fachblättern hatte das „Hockey-Team“, wie sich die Gruppe um Mann und Jones mitunter nannte, zweifellos. Untereinander sprachen sich die Kollegen bei der Begutachtung ab: „Habe zwei Studien abgelehnt von Leuten, die sagen, CRU läge falsch mit Sibirien“, schrieb CRU-Chef Jones im März 2004 an Mann. Dabei ging es offenbar um Baumdaten aus Sibirien, eine Grundlage der Klimakurven. Später sollte sich herausstellen, dass Jones‘ CRU-Gruppe die Sibirien-Daten wohl tatsächlich falsch gedeutet hatte. Die Autoren der von Jones abgelehnten Studie vom März 2004 lagen demnach richtig.“
            https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/climategate-alles-ueber-den-skandal-in-der-klimaforschung-a-688175-6.html
            — „Der Paläoklimatologe Michael Mann von der Pennsylvania State University versuchte, seine Kollegen in einer E-Mail am 17. September 1998 einzuschwören: Die Fachgemeinschaft müsse eine „einheitliche Front bilden“, um eine „effektive langfristige Strategie“ entwickeln zu können.“
            https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/climategate-alles-ueber-den-skandal-in-der-klimaforschung-a-688175-5.html
            — „Tatsächlich konnten die beiden zunächst fachfremden Wissenschaftler Stephen McIntyre und Ross McKitrick mit den Daten bald systematische[!] Fehler in der Hockeyschläger-Kurve nachweisen. Für Michael Mann gehörte die Kritik zu einer „gut abgestimmten Kampagne“, wie er am 30. September 2009 in einer E-Mail resümierte.
            Zunehmend verweigerten er und seine Kollegen die Herausgabe von Daten an „die Gegner“, wie skeptische Forscher in den E-Mails häufig genannt wurden. Er würde Daten „lieber löschen“, als sie herauszugeben, schrieb Jones am 2. Februar 2005 in einer E-Mail.“
            https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/climategate-alles-ueber-den-skandal-in-der-klimaforschung-a-688175-5.html
            Wenn IPCC-Mitarbeiter und „Wissenschaftler“ Mann also systematisch gefälschte Modelle veröffentlicht (also eine unwissenschaftliche Agenda verfolgt) und dies dann aufgedeckt wird, bezeichnet er die Aufdecker als Teilnehmer einer Kampagne. Der Typ ist (Meta-)Politiker und kein Wissenschaftler, denn dazu fehlt ihm die nötige Haltung, an der Wahrheit interessiert zu sein.
            — Sein eigenes Verhalten unterstellt er anderen: „“Die Skeptiker haben das Magazin gekapert“, folgerte Michael Mann in einer E-Mail am 11. März 2003. Der Einfluss der Gegner müsse gestoppt werden. Das Hockey-Team holte zu einem machtvollen Gegenschlag aus, der das „Climate Research“-Magazin schwer erschüttern sollte: Mehrere Herausgeber legten ihre Ämter nieder. Derartigen Einfluss hatten die Skeptiker nicht. Wenn sich herausstellte, dass alarmistische Klimastudien mangelhaft waren – es gab diverse Fälle -, wurden ähnliche Konsequenzen nie bekannt.
            Dass der Einfluss von Mann und Jones begrenzt war, zeigte sich aber 2005, als die unerbittlichen Hockeyschläger-Kritiker Ross McKitrick und Stephen McIntyre Studien im wichtigsten geowissenschaftlichen Fachblatt „Geophysical Research Letters“ (GRL) unterbringen konnten. „Es scheint, als hätten die Gegner einen Zugang zu GRL“, schrieb Mann an seine Kollegen. „Wir können es uns nicht erlauben, GRL zu verlieren.“
            Mann entdeckte, dass ein Herausgeber einst an derselben Universität wie der gefürchtete Klimaskeptiker Patrick Michaels arbeitete – und stellte eine Verbindung her: „Ich glaube, nun wissen wir“, schrieb er am 20. Januar 2005, wie diverse Skeptikerstudien „in GRL publiziert werden konnten“. Sogleich wurde diskutiert, wie man den GRL-Herausgeber – es handelte sich um den Klimaforscher James Saiers – loswerden könnte. Tatsächlich gab Saiers ein Jahr später sein Amt auf, angeblich freiwillig. „Es scheint, das GRL-Leck wurde gestopft“, schrieb Mann in einer E-Mail erleichtert ans Hockey-Team.“
            https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/climategate-alles-ueber-den-skandal-in-der-klimaforschung-a-688175-6.html
            — Noch ein Beleg dafür, dass beim IPCC versucht wurde/wird, den Ansprüchen der Politik gerecht zu werden, was gegen deine Behauptung spricht, es gäbe keinen politischen Einfluss und es laufe alles streng wissenschaftlich ab: „Bei dem Versuch, den Ansprüchen der Politik gerecht zu werden, habe man zu viel Wert auf Konsens gelegt, räumt inzwischen auch Max-Planck-Forscher Martin Claußen ein.
            Selbst Wissenschaftlern geht es nicht immer nur um die reine Wahrheit, wissen Soziologen: Die öffentliche Debatte diene meist „nur vordergründig der Aufklärung“, erläutert Weingart. Vielmehr gehe es darum, „Konflikte durch allgemeine soziale Zustimmung zu entscheiden und abzuschließen.“ Dafür sei es hilfreich, eindeutige Ergebnisse zu präsentieren.“
            https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/climategate-alles-ueber-den-skandal-in-der-klimaforschung-a-688175-7.html
            — Und noch ein Beleg (und das alles aus nur einem einzigen journalistischen Artikel zu dem Thema): „“Gebt den Skeptikern nichts, an dem sie sich hochziehen können“, schrieb der renommierte Klimatologe Phil Jones von der britischen University of East Anglia am 4. Oktober 2000 in einer E-Mail; Jones steht im Zentrum des Mail-Skandals. Doch stets gab es genügend Studien, auf die sich Kritiker berufen konnten – denn die Forschungsergebnisse weisen weiterhin erhebliche Unsicherheiten auf.
            Wissenschaftler wurden von ihren Kollegen bisweilen darauf hingewiesen, dass sie der falschen Seite nutzten: Kevin Trenberth vom National Center for Atmospheric Research in den USA etwa hatte 1995 bei den Verhandlungen zum zweiten Uno-Klimabericht unter der Einflussnahme der Erdölstaaten zu leiden. Im Januar 2001 beschwerte er sich in einer E-Mail bei seinem Kollegen John Christy von der University of Alabama, dass die Vertreter Saudi-Arabiens bei den Verhandlungen zum dritten Uno-Klimareport eine Studie Christys gefeiert hätten. Christy antwortete: „Wir unterliegen keiner Maulkorb-Verordnung.““
            https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/climategate-alles-ueber-den-skandal-in-der-klimaforschung-a-688175-5.html
            * = Falschbehauptung von dir: „Der Weltklimarat und tausende unabhängige Wissenschaftler erforschen die Ursachen und die Folgen des Klimawandels.“

            „Die meisten Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich und bekommen höchstens das Reisegeld erstattet.“
            — Was zu beweisen wäre; nämlich dass sie, die meisten(!) Mitarbeiter, ehrenamtlich arbeiten sowie höchstens(!) das Reisegeld erstattet bekommen (und nicht etwa auch noch andere Zuwendungen in dem Zusammenhang erhalten). Selbst bei der Seite, wo du wohl abgeschrieben hast (dazu unten mehr), steht nur, dass die [>]an den IPCC-Berichten beteiligten Wissenschaftler(!)[<] ehrenamtlich arbeiten würden und ihnen – wenn überhaupt – nur die Reisekosten zu den Redaktionssitzungen erstattet würden. Im Rest des entsprechenden Absatzes steht schon noch was Anderes zur Finanzierung. Aber abgesehen davon will ich doch bemerken, dass ich die Seite nicht als reputabel anerkenne.
            — Im Lichte des zuvor in den Zitaten des SPIEGELS beschriebenen Strebens um Einfluss auf die vorherrschende Meinung, sei noch Folgendes zu beachten:
            "Freundlich gesonnene Medien können der Karriere nutzen, wissen Sozialforscher: Der Kampf um die Aufmerksamkeit in den Massenmedien diene nicht nur der Mobilisierung öffentlicher Unterstützung, sondern könne auch eine erfolgreiche Strategie um die Wahrnehmung innerhalb der Wissenschaft sein, hat der Soziologe David Phillips von der Universität in San Diego, USA, herausgefunden."
            https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/climategate-alles-ueber-den-skandal-in-der-klimaforschung-a-688175-4.html
            Je besser die eigene Reputation, desto besser der eigene Zugang zu Forschungsgeldern, desto bessere Möglichkeit, neue Forschungen durchzuführen und zu publizieren sowie knappe Ressourcen (z.B. wichtige Daten) zu kontrollieren, desto bessere Reputation sowie Attraktivität /Nachgefragtheit/Macht (in verschiedenen Bereichen des Lebens) … Vgl. auch das erste SPIEGEL-Zitat des vorigen Abschnitts.

            "Ihnen wird auch vorgeworfen, dass sie alarmistisch seien. Dabei werden die Sachstandsberichte eher konservativ und zurückhaltend formuliert, um sich nicht angreifbar zu machen."
            — Ja, mittlerweile haben sie dazugelernt; das stimmt.
            — Ein Bsp., wo sie alarmistisch agitierten: "Mann und seine Kollegen waren Pioniere, sie schufen die erste Temperaturkurve für die gesamte Nordhalbkugel für die vergangenen tausend Jahre – unstrittig eine große Leistung. Wegen ihrer Form wird sie auch "Hockeyschläger-Kurve" genannt. 850 Jahre lang schwankte das Klima demnach kaum (Schaft des Schlägers), dann wurde es rasant wärmer (Fuß des Schlägers). Mit den Jahren zeigte sich aber, dass die Kurve Fehler enthielt.
            1999 gab es eine zweite Klimakurve, geschaffen von den britischen Forschern Keith Briffa und Phil Jones, der das Climatic Research Unit (CRU) an der University of East Anglia leitet. Der Streit zwischen den beiden Gruppen entzündete sich daran, welche Kurve ganz vorne im Uno-Klimareport von 2001 veröffentlicht werden sollte, in der Zusammenfassung für Politiker.
            Für den Hockeyschläger sprach seine überzeugende Gestalt: Der einzigartige Temperaturanstieg in den vergangenen 150 Jahren schien den Einfluss des Menschen auf das Klima klar zu belegen. Briffa aber warnte vor einer Überschätzung des Hockeyschlägers: Manns Kurve solle nicht "als die korrekte" gesehen werden – auch wenn sie helfe, "eine hübsche glatte Geschichte zu erzählen", schrieb Briffa im September 1999 an seine Kollegen.
            Briffas Kurve hingegen zeigte eine Warmphase im Hochmittelalter. "Ich glaube, dass die derzeitigen Temperaturen wahrscheinlich jenen von vor tausend Jahren ähneln", schrieb er. Es kam zum Streit, der jedoch bald geschlichtet wurde, als es galt, einem gemeinsamen Gegner Paroli zu bieten. Klimaskeptiker nutzten Briffas Kurve, um den Einfluss des Menschen auf das Klima abzustreiten. Ihr Argument: Wenn es im Mittelalter ohne Abgase so warm war wie heute, könne der Kohlendioxidausstoß des Menschen mit dem Anstieg der Temperaturen nichts zu tun haben.
            "Denen möchte ich kein Futter geben", schrieb Mann an seine Kollegen. Er hatte Erfolg: Sein Hockeyschläger landete vorne im Uno-Klimabericht von 2001, die Kurve wurde gar zum Aushängeschild des Reports."
            https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/climategate-alles-ueber-den-skandal-in-der-klimaforschung-a-688175-5.html

            "Die Wissenschaftler rund um den „Climategate“ wurden von allen Betrugsvorwürfen freigesprochen, weil die E-Mails keinen Beweis für Manipulationen oder Betrügereien enthielten."
            — Von wem freigesprochen? Von mir nicht. Gerichtlich auch nicht (Cuccinelli kam ja nicht mal soweit, die Herausgabe der Daten zu erzwingen, die für die Beurteilung, ob ein Ermittlungsverfahren angestrengt werden müsste, nötig sind).
            — Die Untersuchungen von "institutioneller Seite" her (ums mal so zusammenzufassen), haben lediglich entweder wie im Falle des Science and Technology Committee gesagt, dass Jones und seinen Mitarbeitern, den Wissenschaftlern der Climatic Research Unit, nicht nachgewiesen werden könne, dass sie bei der Zurückweisung von Anfragen über Forschungsergebnisse versucht hätten, die Öffentlichkeit über Klimadaten im Unwissen zu lassen oder dass sie vorsätzlich(!) fehlerhaft "wissenschaftlich" gearbeitet hätten (Probleme des Fehlverhaltens in den E-Mails wurden dabei nicht beachtet),* oder haben – wie du es auch schon getan hast – gesagt, dass sie auf Basis(!) der geleakten E-Mails kein wissenschaftliches Fehlverhalten nachweisen können. (Das hätte ich ihnen auch vorher sagen können. Ich habe übrigens bewusst von "wissenschaftsreputationsmafiöse[n] Dynamiken", die sich in den E-Mails nachweisen lassen, anstatt von "Betrug", "Publizieren von unwissenschaftlich zustandegekommenem Material unter dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit" o.Ä. gesprochen; dies lässt sich natürlich weder durch die Betrachtung der Arbeiten allein, noch durch die der E-Mails allein beweisen – teilw. auch gar nicht, denn dass bei konkreten wissenschaftlichen Fehlern dann tatsächlich Vorsatz im Spiel war, ist im Grunde keines Beweises zugänglich, wenn nicht E-Mails bestehen, die im Nachhinein versendet wurden und die Aussage beinhalten, dass man selbst dies so gemacht habe.) Das bedeutet aber nicht, dass keine Manipulationen oder Betrügerein stattgefunden hätten. Dass einige Untersuchungsgremien der untersuchenden Institutionen – selber teilw. von der Klimaforschung finanziell nicht unabhängig oder von der öffentlichen Annahme der Existenz des hauptsächlich/gänzlich menschengemachten Klimawandels begünstigt – dann umgekehrt die Kritiker kritisierten und teilweise sogar – wie du – illegitimerweise (weil sie dies gar nicht beurteilen können und dies auch nicht Gegenstand ihrer Untersuchungen war, aber auch gar nicht sein konnte, weil sie natürlich keine [quasi-]kriminalistischen Ermittlungsverfahren durchführten) sagten, es habe kein vorsätzliches wissenschaftliches Fehlverhalten stattgefunden, entlarvt sie als voreingenommen und unseriös.
            Die Untersuchung/-en durch die Pennsylvania State University und die National Science Foundation ist/sind ein schlechter Witz, denn sie behauptet/-n einfach (weil ihr für das Gegenteil keine Beweise vorliegen), dass keine brisanten E-Mails gelöscht worden seien, ohne dies zu beweisen (sehr wohl wurden E-Mails gelöscht, höchstwahrscheinlich brisante; unten mehr dazu). Darauf aufbauend geht man dort dann davon aus, dass weil ja keine Beweise für eine Datenfälschung vorlägen, auch keine gefälscht worden seien.
            * = Der Ausschuss unter Ronald Oxburgh bestätigte auf Anfrage, dass er sich nicht von der Qualität, sondern nur von der wissenschaftlichen Integrität der Arbeit der CRU überzeugen wollte. Phil Willis, Baron Willis of Knaresborough, Vorsitzender des ebenfalls in der Angelegenheit tätigen Wissenschaftsausschusses des britischen Parlaments, sprach in dem Zusammenhang von einem „Taschenspielertrick“.
            Daher wurde ja die neue Untersuchung, die dann unter Muir Russels Leitung stattfand, erst für nötig befunden. Aber auch diese war ein Fake/Fail: Denn wie Graham Stringer, einziges Mitglied des Sonderausschusses Wissenschaft und Technologie des Unterhauses mit wissenschaftlicher Qualifikation – er ist promovierter Chemiker – sagt: Eine Arbeit, die aufgrund nicht verfügbarer, weil vom Macher der Arbeit – aufgrund der erklärten Befürchtung, es könnten Fehler gefunden werden – nicht herausgegebener Daten nicht replizierbar ist, genügt von vornherein keinen wissenschaftlichen Standards. Und dann muss sogar auch die Integrität des (langjährigen) "Wissenschaftlers" infrage gestellt werden, insbesondere wenn er auch noch – wie hier (bei Jones) der Fall – E-Mails gelöscht hat, nicht erklären will, warum er dies getan hat, und die E-Mails ganz klar zeigen, dass er auch seinen Kollegen geraten hat, Beweise zu vernichten, die für Personen hilfreich sind, die die Ergebnisse des Teams reproduzieren möchten. Und dann kommt noch hinzu, die Universität East Anglia bei der Handhabe der Untersuchung und der Erstellung des Untersuchungsberichts den Anweisungen des auftraggebenden Auswahlausschusses nicht gefolgt ist; es wurde ein Bericht vonseiten der Universität und kein von der Universität unabhängiger Bericht; die Befragung wurde hinter verschlossenen Türen durchgeführt und nicht alle Aussagen veröffentlicht; Zeugen, die Gegenstand der E-Mails waren, blieben unbefragt, sodass keine andere Perspektive als die von Jones dargestellt wurde.
            Quelle für all dies: https://www.theregister.co.uk/2010/07/09/stringer_on_russell/

            "Die Zitate, die von Klimaskeptiker ständig aus dem Kontext gerissen werden, widersprechen in keiner Weise die Belege für den menschengemachten Klimawandel."
            — Habe ich das behauptet? Nein. (Strohmannargumentation)
            — Aber erzähl doch mal, inwiefern welche Zitate von wem aus welchem Kontext gerissen werden.

            "Es besteht ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass der Mensch einen großen Einfluss auf den Klimawandel hat: [eine Grafik mit Text ohne Quellenangabe]"
            — Dazu haben dir nun meine Vorposter schon was gesagt; das will ich nicht wiederholen. Sonderlich informiert scheinst du nicht zu sein; eher ziemlich unsonderlich, mainstreamig, propaganda-unreflektiert (bitte verzeihe mir diesen unsachlichen Hinweis; unten mehr).
            — Wie die Sache mit den peer-reviewten [= von "Peers" als Gutachtern kontrollierten] Artikeln, von denen in deiner Grafik die Rede ist, zu bewerten ist, dürfte ja nun auch dir dämmern.

            Einige meiner Aussagen hast du cherry-picking-mäßig (aber dann jeweils unsachlich behandelnd) herausgegriffen; insgesamt bleiben sie sachlich unangegriffen bestehen. Selbst meine auf dich gemünzte Aussage: "Wer einfachste Denkregeln nicht beherrscht, soll sich nicht anmaßen von Dingen zu erzählen, von denen er nichts versteht", wird nochmal durch deine Antwort bestätigt. Denn dass du nichts von dem verstehst, wovon du erzählst, erkenne ich auch daran, dass du bei folgender (gut google-rangierter) Seite abgeschrieben hast:
            https://www.klimafakten.de/meldung/der-ipcc-ein-kurzportraet-teil-1
            das heißt: nicht in der Materie drin bist, denn sonst hättest du es nicht nötig (gehabt) –, und dass du dennoch geschrieben hast, der IPCC selbst würde forschen, obwohl dies dort extra fett hervorgehoben als nicht zutreffend benannt wird.
            Wer so agiert, ist an Wahrheitsfindung weniger/nicht interessiert. Zur Erreichung des von vornherein als "gut" und wichtig*, weil not-wendig, fetischisierten/ Ziels wird alles, was als dafür geeignet erscheint, zum Instrumentum dafür zu gebrauchen versucht. Angst ist der Antrieb, verblendet die Sicht, destruktiv, erfolglos und unverantwortlich das Tun.
            Wer so agiert, ist an Wahrheitsfindung weniger/nicht interessiert. Zur Erreichung des von vornherein als "gut" und wichtig, weil not-wendig,* fetischisierten/ Ziels wird alles, was als dafür geeignet erscheint, zum Instrumentum dafür zu gebrauchen versucht. Angst ist der Antrieb, verblendet die Sicht, destruktiv, erfolglos und unverantwortlich das Tun.
            * = (da verleugneten starken Egoismus/Narzissmus sublimierend – und zwar dem Ausleben des Auslagerungs- und Helfersyndroms dienend – dadurch zu Verlogenheit und also mangelnder Beziehungsfähigkeit sowie dadurch zu Sehnsucht nach Gemeinschaft/Nähe führend und diese Sehnsucht sowie diejenige nach erfüllendem Erfolg/Selbstwirksamkeitserleben bedienend, dadurch verführt davon/ fixiert darauf/ vereinnahmt davon seiend)

  2. „Wir brauchen Containerschiffe, aber Kreuzfahrtschiffe sind überflüssig.“

    Bestimmt wer?

    Und dann …

    „Lebt wie ihr es für richtig haltet.“

    Aber gerne. Dank für die Gnade, Und wie soll das genau gelebt werden?

    „Da wir Menschen nicht von alleine unser klima- und umweltschädliches Konsumverhalten ändern, ist eine höhere Bepreisung ein notwendiges Übel. “

    Damit ist doch alles klar geworden … :LOL:

      • Das waren alles nur Vorschläge, die nicht bindend sind. „Lebt wie ihr es für richtig haltet“ bezog sich auf euren eigenen Lebensstil und nicht auf die politischen Maßnahmen, die ergriffen werden sollten. Das sind zwei paar Schuhe.

        • Das Problem ist m.E., du hast überwiegend Lösungsvorschläge gemacht, die sich auf den Lebensstil beziehen und damit sind wir bei dem, was ich kritisiere, nämlich den Fokus auf das Verhalten zu richten, aber die Verhältnisse zu ignorieren.

          Auf dem Land und in kleinen und mittleren Städten in D ist das Problem nicht der teure oder billige ÖPNV, sondern die Nicht-Existenz eines ÖPNV.
          Während in deutschen Großstädten eine Wahlfreiheit immerhin existiert und sich tatsächlich sagen lässt, in Berlin braucht man kein Auto (ich komme gut ohne aus), gilt das im ländlichen Raum nicht.
          Man müsste die Großstadtjournalisten in den ländlichen Raum und in mittelgroße Städte prügeln, wo die Mehrheit der Deutschen wohnt.

          Dann: „Die Reiselust in ferne Länder könnte man durch den Einsatz von Bio-Kerosin lösen. „Hyperloops“ könnten das Fortbewegungsmittel der Zukunft für lange Strecken werden. Das steckt aber noch alles in den Kindeschuhen.“

          Für den Hyperloop gilt, es handelt sich um großkotzige Scharlatanerie, die schon vor Jahren entlarvt worden ist:

          Wenn die Wissenschaftsfeindlichkeit nicht so ausgeprägt wäre, würden viele naive Klimaaktivisten nicht auf solche Heilsfiguren wie Elon Musk (der für naiven Techno-Optimismus steht und Greta für den moralisch-apokalyptischen Pessimismus) hereinfallen.
          Für die meisten Menschen würde auf dem Weg zur Arbeit die Geschwindigkeit eines Regional-Express reichen. Er muss aber existieren.

          So lange sich Treibstoff nicht in Konkurrenz mit Anbauflächen für Nahrungsmittel befindet, finde ich Bio-Treibstoffe übrigens prima.

          Wieder eine halbgare Dämonisierung: „Weniger Plastik in Verpackungen“
          Der Fokus auf Kunststoffe als „Igittepfuibäh!“ ist Quatsch.
          Der energetische Aufwand zur Herstellung und zum Recycling von Glas, Metall und Aluminium ist ungleich höher.
          Ich habe noch nie gehört, dass jetzt Einweg-Glasflaschen verboten gehören – wahrscheinlich gibt es zu viele Aktivisten, die gerne Wein trinken?!
          Man muss im Einzelfall eine Gesamtenergiebilanz anstellen und sich dann anschauen, was die bessere Lösung ist. Notfalls Verpackung weglassen.
          Zu leugnen, dass Verpackungen eine Schutzfunktion haben und notwendig sind ist allerdings Unsinn.

          • In Berlin braucht man kein Auto? Stimmt. Das funktioniert aber auch nur, weil noch genügend Menschen in Berlin das Auto benutzen.

          • Adrian, du oller Troll, wenn man morgen den Bezirk Mitte komplett für den Autoverkehr sperren und die Taktzeiten der U- + S-Bahnen von fünf auf drei Minuten reduzieren würde, dann schätze ich die Eingewöhnungszeit für diese Maßnahme auf ca. zwei Tage.
            Es ist bei den meisten nicht einmal Zeitersparnis, sich in den Wagen zu setzen.
            Sie haben sich einfach daran gewöhnt, vier Mal um den Block zu fahren, um einen Parkplatz zu finden.

          • Crumar, du Troll willst mir weismachen, dass man das gesamte Automobile Verkehrsaufkommen von Berlin Mitte durch eine Erhöhung der Bahnkapazität um grade mal 2/5 auffangen könnte???

            Das würde bedeuten, dass die beförderungskapazität der Berliner Bahnen bereits jetzt das ca. 1,5 fache des Autoverkehrs bietet.
            Erscheint mir mindestens fragwürdig. Hast du dazu Zahlen?

          • Nach dem, was ich in den letzten Monaten/Jahren mitbekommen habe, ist Berlin (DB u. BVG) noch nicht mal dazu in der Lage, den jetzigen ÖPNV pünktlich und zuverlässig abzuwickeln.

            Da steht man doch lieber im gut beheizten oder gekühlten Auto im Stau. 😉

          • @crumar

            Morgens sind die Straßen in Berlin Mitte komplett vollgestopft – und die Bahnen genau so. Abends das gleiche noch mal in die andere Richtung. Und in der Saison kommen noch mal Millionen Touris dazu. Da braucht man mehr als 3 Minuten Bahntakt. Dazu kommen noch Gebiete, die komplett schlecht angebunden sind. Ich habe mir ein Auto gekauft, als wir eine Außenstelle eingerichtet haben in einem Berliner Industriegebiet. ÖPVN: 45 Min Fahrzeit, S-Bahn erst einmal in die komplett andere Richtung, dann Tram und dann noch mal in den Bus umsteigen und dann noch mal 5 Min Fußweg. Mit dem Auto schaffe ich das in unter 30 Min selbst zur Peaktime und das ohne im Winter an der Bushaltestelle zu frieren oder im Sommer wie eine Ölsardine zwischen stinkenden Menschen eingepackt zu sein.

          • „Auf dem Land und in kleinen und mittleren Städten in D ist das Problem nicht der teure oder billige ÖPNV, sondern die Nicht-Existenz eines ÖPNV.“

            Nur sehr bedingt.
            Das Fehlen eines ÖPNVs ist oft das Resultat einer Abstimmung mit den Füßen der potentiellen Kunden. Die Taktzeiten wurden über die Jahrzehnte sukzessive immer weiter ausgedünnt, weil das Angebot nicht mehr angenommen wurde. Auch ich setz mich nur ungern und sehr selten in den Bus, wenn ich das Ziel anders erreichen kann. Und genau dieses andere Erreichen wird nicht angeboten. Immer noch gibt es die Alternative „Bus oder Auto“ für die ländlichen Gegenden – ich lebe in einer solchen.
            Die meisten Arbeitnehmer bei uns im Dorf pendeln mit dem Auto zur etwa 10 km entfernten Kreisstadt. Mit dem Auto brauchen sie dafür etwa 35 Min., mit dem Bus etwa 45 Min.
            Ich würde die Strecke gern mit dem Rad zurücklegen und wäre mit 35 Min genauso schnell, wie mit dem Auto, was aber gerade zu den Stoßzeiten faktisch unmöglich ist, da die Feldwege und kleinen Seitenstraßen zur Kreisstadt durch zwei Autoringe und den dortigen dichten Autoverkehr durchtrennt sind. Einzige Alternative ist ein Umweg von 2 km, wo eine Überführung die Passage der äußeren Umgehungsstraße ermöglicht.

            Und da ich mich für einen sehr durchschnittlichen Menschen halte, bin ich überzeugt, dass der Anteil der Menschen, die vom Auto aufs Fahrrad umsteigen würden, gäbe es eine bequeme Strecke, sehr hoch ist.
            Fahrradstraßen sind in D aber immer noch ein Fremdwort, während auch im Zeitalter der Klimakatastrophe der Verkehrsinfarkt unverdrossen mit neuen und breiteren Straßen „bekämpft“ wird.
            Und genau das würde auch das Verkehrsproblem in Berlin auffangen. Die Alternative zum Auto MUSS nicht ÖPNV heißen, sie KANN auch das Fahrrad sein.
            Und das ohne Qualitätseinbußen.

          • „Auch ich setz mich nur ungern und sehr selten in den Bus, wenn ich das Ziel anders erreichen kann.“

            Alleine schon weil ein Bus auf einer typischen Reise durch die Stadt 23 mal stoppt und Leute ein und aussteigen, was die Reisezeit enorm hochtreibt. Dazu noch die Taktzeiten, der Weg zum Bus und vom Bus zum Ziel. Es ist schlicht nicht sehr angenehm

          • „Alleine schon weil ein Bus auf einer typischen Reise durch die Stadt 23 mal stoppt und Leute ein und aussteigen, was die Reisezeit enorm hochtreibt. Dazu noch die Taktzeiten, der Weg zum Bus und vom Bus zum Ziel. Es ist schlicht nicht sehr angenehm“

            Genau das.
            Bus fahren nur Leute, die keine Alternative haben, oder für die das Busfahren an sich schon ein Event darstellt.
            Ich möchte meinen Arbeitsablauf nicht nach dem Fahrplan ausrichten müssen. Das würde bei mir praktisch jeden Tag zu Konflikten führen.

    • Die Gefahren sehe ich auch. Wenn man sagt, X und Y müssen unbedingt geschehen, fordert man eigentlich, das gewaltsam durchzusetzen, gegen den Willen der Betroffenen. Das ist in einer Demokratie höchst problematisch.

      Der DDR-Philosoph Wolfgang Harich hat 1975, nach dem Erscheinen des ersten Berichtes über die Grenzen des Wachstums bereits behauptet, dass nur der Kommunismus die ökologische Katastrophe verhindern könnte; der Kapitalismus mit seinem Privateigentum, seinem Individualismus und seinen individuellen rechten sei dazu unfähig. Nur der Kommunismus hat die Wirtschaft ausreichend unter Kontrolle, um die nötigen Zwangsmaßnahmen durchzusetzen, und nur das Proletariat als historisch fortgeschrittenste Klasse hätte genug Einsicht in die Notwendigkeit der Maßnahmen.

      https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41458188.html

      Angesichts der realen ökologischen Bilanz des Realsozialismus ist das natürlich irre, und es scheint nicht ausgeschlossen, dass eine Ökodiktatur der Greta-Jünger ähnlich enden würde.

      • Wieso eigentlich immer diese Verächtlichmachung? „Greta-Jünger“, was soll denn das?

        Der Kapitalismus hat hinsichtlich der Ökologie ein konkretes Problem, was ja gestern auch Christian in seinem Artikel geschrieben hat. Nämlich der Umgang mit Allmende Gütern.

        Hier MUSS der Staat eingreifen, und verursachte Schäden so auf den Verursacher umlegen, dass er den Schaden als Teil seiner Kostenfunktion spürt. Passiert das nicht, wird das Allmendegut verbraucht und daraus auf Kosten der Allgemeinheit privater Gewinn generiert. Das kann nicht anders geregelt werden. Und teilweise MUSS es international geregelt werden. Weil es anders nicht funktioniert.

        Dafür gibt es ja Tausende Beispiele. Von Trinkwasserverbrauch über Verbrauch von Flusswasser (egal ob für Kühltürme oder chemische Prozesse), von Überfischung bis hin zu Versiegelung von Böden, Luftverschmutzung, etc. Ozonloch ist ein Beispiel, wo die Arbeit dagegen sehr gut geklappt hat, auch international. Aber die FCKW Lobby ist halt auch was anderes als die Öl und Kohlelobby.

  3. Den Text hätte auch 1:1 Robert oder Luisa schreiben können. Es ist immer die gleiche Leier (also, Wortgleich) und wurde schon x-tausend mal diskutiert.

    „Laut dem Weltklimarat dürfen wir eine Erderwärmung von 1,5 Grad nicht überschreiten. Das ist keine Panikmache/Hysterie, sondern beruht auf wissenschaftlichen Fakten.“

    Der Weltklimarat hat schon viel geschätzt – und sich viel verschätzt.
    https://reason.com/2000/05/01/earth-day-then-and-now-2

    „Was bringen Arbeitsplätze, wenn die Erde nicht mehr bewohnbar ist?“

    Der Planet wird nicht unbewohnbar. Wer so einen Unsinn redet, der wird mit recht als Weltuntergangshysteriker bezeichnet. Die meiste Zeit in der Erdgeschichte, war es auf diesem Planeten so warm, dass wir überhaupt kein Eis auf der Oberfläche hatten. Aussterbewellen gingen immer mit Kaltzeiten einher, während in den Warmzeiten das Leben florierte. Die Kohle, die wir jetzt verbrennen stammt aus Erdzeitaltern, in denen fast der ganze Planet mit Urwald bedeckt war. Wir können also nur so viel CO2 in die Atmosphäre blasen, wie es damals gab, als die fossilen Brennstoffe gewachsen sind.

    „Unendliches Wachstum ist in einer endlichen Welt nicht möglich.“

    Niemand redet von unendlichem Wachstum, außer ein paar Sozialisten und Kommunisten. Es gibt übrigens noch mehr Wachstum als nur quantitatives Wachstum. Die Wirtschaft kann auch wachsen, indem sie Qualität, Verfügbarkeit, Benutzbarkeit und Kosteneffizienz von Produkten verbessert.

    „Mit „Aber was ist mit China und Indien?“ will man sich häufig nur aus der Verantwortung ziehen, um weiterhin untätig zu bleiben.“

    Bullshit, damit will man nur darauf hinweisen, dass es dem Weltklima scheiß egal ist, ob wir hier in Deutschland unser 2% CO2 besteuern oder nicht.

    „Durch erneuerbare Energien entstehen mehr als doppelt so viele neue Arbeitsplätze. Diejenigen, die ihren Job verlieren, sollten die Möglichkeit einer Umschulung haben.“

    Allein um die Kohleregionen vor dem Absturz zu bewahren, werden mehr als 40 Mrd Euro nötig sein. Und das Geld wird nur dafür ausgegeben, damit die Regionen nach der Zerschlagung der halben deutschen Wirtschaft nicht mehr Arbeitslose hat als zuvor. Das Geld bringt also keine Rendite, sondern muss ausgegeben werden, damit schon jetzt strukturschwache Regionen nicht noch strukturschwächer werden. Es ist danach also weg. Wer soll das bezahlen? Der Steuerzahler? Gleichzeitig lassen wir weiter Millionen Wirtschaftsflüchtlinge in’s – und heulen dann rum, wenn die bösen Nazi-Ossis wieder AfD wählen.

    „Bevor wir mit dem Finger auf andere Länder zeigen, sollten wir zuerst bei uns selbst anfangen.“

    Wir haben längst angefangen. Merkel wurde mal als „Klimakanzlerin“ bezeichnet, die CO2 Emissionen der EU sinken während sie anderswo steigen. Und die Schwellenländer fangen jetzt gerade erst an, auch Wohlstand haben zu wollen. Was meinst du was los sein wird, wenn Ostasien genauso viele Autos pro Kopf haben will, wie wir in Europa? Mit welchem Recht erklären wir denen, dass die das nicht haben dürfen?

    „Unser Pro-Kopf-Ausstoß ist viel größer.“

    Das ist irrelevant. Es ist dem Weltklima egal, wie viele Menschen dort wohnen, wo das CO2 erzeugt wird. Ohne China, Indien, Arabien oder Amerika wird es keine signifikanten Reduktion der Emissionen geben, egal wie viel wir uns selbst flagellieren und unsere Wirtschaft zerlegen.

    „Deutschland allein kann die Welt nicht retten, aber wir können als Vorreiter mit gutem Beispiel vorangehen, wonach sich andere Länder richten werden. Wer sich nicht an das Klimaabkommen hält, wird später sanktioniert.“

    Am deutschen Wesen soll die Welt genesen und Habeck wird der Richter über S-O-Asien, Arabien oder der USA? Die schlottern bestimmt jetzt schon mit den Knien!

    „„Hyperloops“ könnten das Fortbewegungsmittel der Zukunft für lange Strecken werden. Das steckt aber noch alles in den Kindeschuhen.“

    Jupp, weil die Grünen so ziemlich jede Entwicklung in diese Richtung torpediert haben und jedes Mal Schnappatmung gekriegt haben, wenn jemand was neues versuchte. Dinge wie den Transrapid hätten wir längst haben können aber bei uns hatte man angst um irgendwelche Borkenkäfer oder sowas. Jetzt baut ihn China – und wir holzen jetzt den Borkenkäfer-Lebensraum für Windmühlen ab.

    „Freiheit endet dort, wo die Gesundheit anderer stark gefährdet wird. Fleisch sollte z.B. ein Luxusgut sein (wie damals der Sonntagsbraten).“

    Wieso gefährde ich die Gesundheit anderer, wenn ich jeden Morgen Ei mit Bacon oder Weißwurst esse oder sowas?

    „Es gibt kein Recht jeden Tag Billigfleisch aus der Massentierhaltung zu essen.“

    Warum eigentlich nicht? Es gibt das Recht auf persönliche Freiheit.

    • Wobei der Braunkohleabbau ein sehr gutes Beispiel dafür ist, eben mal darüber nachzudenken, wie man auf eine elegantere Art und Weise Energie gewinnt. Gegenüber einem Braunkohletagebau ist selbst ein Staudammprojekt in den Mittelgebirgsregionen oder den Alpen bezüglich der Auswirkungen auf die Umwelt harmlos (und liefert länger und nachhaltiger Energie).

      • Ja, mit Atomkraft zB.

        Braucht man natürlich neue Reaktoren, die nicht so viel Müll produzieren (die Müllreaktoren gibt es ja eigentlich nur, weil man damit auch Atomwaffen herstellen kann). Aber wir machen ja Atomausstieg und Kohleausstieg gleichzeitig (als einziges Land auf diesem Planeten) und wollen dann auch noch Heizung, Verkehr, Industrie und alles andere Elektrifizieren, so dass sich laut Quaschnings Vorschlag bis 2040 unser Energieverbrauch verdoppeln soll… das funktioniert bestimmt…

    • Dass plötzliche Klimaerwärmungen nicht zu Massenaussterben führen, ist schlichtweg falsch. Hier ein Beispiel:
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Pal%C3%A4oz%C3%A4n/Eoz%C3%A4n-Temperaturmaximum

      Unser derzeitige Klimawandel ist um einiges schneller. Und genau DAS ist das Problem. Es ist zwar richtig, dass es wesentlich heißere, eisfreie Phasen gegeben hat. ABER:
      1. Nicht während der Menschheitsgeschichte
      2. Wenn sich das Klima zu schnell ändert, können sich Organismen und Biotope nicht anpassen.

      Wir Menschen entlassen derzeit in einem Jahr soviel fossilen Kohlenstoff in die Atmosphäre, wie sich in einer Million Jahren gebildet hat.
      Und wir wissen – dank diesem Blog -, dass die Evolution ein langwieriger Prozess ist.

      Wie soll das zusammengehen?

      • „Es ist zwar richtig, dass es wesentlich heißere, eisfreie Phasen gegeben hat. ABER:
        1. Nicht während der Menschheitsgeschichte“

        Das ist falsch. Vor ca 8000 Jahren war es viel wärmer als heute. Die Waldgrenze in den Alpen war wesentlich höher als heute, wovon ua in Gletschern eingebettete Baumstämme Zeugnis abgeben.

        „Wie soll das zusammengehen?“

        Niemand kann bisher sagen, ob dieses CO2 überhaupt zu einer Erwärmung führt. Das ist reine Spekulation und wahrscheinlich sogar falsch.

          • Zuerst in der der Wissenschaft. Also: wo sind die Experimente, die zeigen wieviel Energie CO2 unter welchen Umständen einfängt? Gibt es nicht, es gibt somit keine naturwissenschaftliche Grundlage für den die ganze Klimaerwämungsthese. Ist damit so wissenschaftlich wie Homöopathie. Oder die Rassenlehre von einst.

      • Da es kaum unberührte Flächen gibt und manche Arten nur noch in isolierten Reservaten vorkommen, wird ein Aussterben noch begünstigt. Die Biodiversität nimmt ohnehin gerade ab durch die Eingriffe des Menschen in die Natur. Solche Prozesse sind nichtlinear und neigen zum Kippen.

        • Ja, die Flurbereinigung und Intensivierung der Bodennutzung, die in den letzten paar Jahrzehnten vorangeschritten ist, hat hier wirklich Schaden verursacht. Leider ist das „dank“ des Klimawahns weitgehend auf der Strecke geblieben, es ging ja in erster Linie immer darum, mit dem Ökologismus eine andere Gesellschaft zu formen und leider weniger um Umweltschutz.

  4. Die Dinge, die viel CO2 verursachen, werden weniger gekauft, weil sie teurer werden. Firmen müssen nun neue Produkte entwickeln, die weniger CO2 verbrauchen.

    Und hier erleben wir dann (wieder mal) Klimadeppengeschwafel in Reinkultur.
    Man möchte die CO2-Erzeugung massiv verteuern, lamentiert dann aber herum, dass Produkte entwickelt werden müssten, die weniger CO2 verbrauchen. Dabei wäre doch jedes zusätzlich verbrauchte Gramm CO2 eine Hilfe im Kampf gegen den menschengemachten Klimawandel. *facepalm*

    Ach, mal sehen, ob ich heute nach Feierabend mehr Zeit finde, um den Artikel zu kommentieren. Jetzt muss ich erstmal klimaschonend Mit meinem tollen Nicht- SUV zur Arbeit fahren.

  5. Abseits von Verboten gibt es ein paar mögliche Maßnahmen, die zugegeben nicht ganz einfach, aber effektiv und sozialverträglich wären, die die Regierung aber bisher verschlafen hat bzw. noch immer verschläft.
    Gäbe es z.B. in der Großstadt, in der ich arbeite, Wohnraum, der für mich (als gut bezahlten Softwareentwickler ohne Kinder!) bezahlbar ist, bräuchte ich nicht, wie SEHR viele andere, jeden Tag eine Stunde einfach zu pendeln.
    Wenn die Bahn nicht so marode wäre, bräuchte ich dafür nicht mein eigenes Auto zu nehmen.
    Alternativ könnte ich von zuhause aus arbeiten, aber dazu bräuchte ich schnelles und stabiles Internet.
    Würde man alle diese Dinge angehen, könnte man viel CO2 einsparen. Aber außer irrwitzigen Enteignungsplänen und kontraproduktiven Mietpreisbremsen fällt den Politikern nichts ein.

    Abgesehen davon ist die Reduktion von CO2-Ausstoß meiner Ansicht nach nicht so zielführend, wie es eine Förderung der Resorption von CO2 durch Aufhalten der Entwaldung bzw. Wiederaufforstung wäre. Davon wurde aber zumindest vor Bolsonaro auch bemerkenswert wenig geredet.

          • https://www.wp-reinhardswald.de/home/
            Danke für den Hinweis. Da ist aber noch nichts genehmigt. Laut Homepage der Betreiber ist der Antrag noch nichtmal eingereicht.
            Bei Windparks aus 20 WEAs sieht die 4. BImSchV ein förmliches Verfahren vor. Das heißt, alle Unterlagen müssen veröffentlicht werden, jeder kann Einwände erheben. Die Einwände werden mit den beteiligten Behörden erörtert. Das Ergebnis wird veröffentlicht. Wenn es zu einer Genehmigung kommt, muss der Bescheid veröffentlicht werden. Dagegen kann jeder Einspruch erheben.
            Also, nur zu…
            Übrigens muss aus den Unterlagen hervorgehen, wie das Vorhaben umgesetzt werden kann, ohne den Wald nachhaltig zu schaden. Ich kenne z. B. die Faustformel, dass für jeden gefällten Baum mindestens ein neuer gepflanzt werden muss.

      • Aufforstung ist ein Einmal-Effekt. Denn wenn die Bäume gefällt werden, dann wird das CO2 wieder freigesetzt. Es sei denn, wir „speichern“ das Holz in irgendwelchen Bergwerksstollen so, dass es sich nicht zersetzen kann.

        Darüber hinaus: Deutschland ist dicht besiedelt. Eine Aufforstung stößt da schnell an ihre Grenzen. Sinnvoller wäre es, die großen noch bestehenden Waldflächen der Erde zu erhalten. Dazu müssten wir aber Anreize schaffen, dass die Einwohner dort (z.B. Afrika oder Lateinamerika) daran auch ein Interesse haben.

        • „Aufforstung ist ein Einmal-Effekt. Denn wenn die Bäume gefällt werden, dann wird das CO2 wieder freigesetzt. “
          Die verblüffende Lösung ist, auch den nächsten gefällten Baum wieder aufzuforsten und durch einen neu gepflanzten zu ersetzen.
          Also „aufforsten“ erstaunlicherweise nicht als Einmalhandlung zu verstehen, sondern als fortdauernde.

          Ich könnte geneigt sein, meinen Kommentar als polemische darstellung einer Selbstverständlichkeit zu sehen, aber ganz offensichtlich scheint sie tasächlich nicht klar zu sein.

          • Wenn Du die Perspektive drehst, dann erhältst Du: Durch das erstmalige Aufforsten wird CO2 aus der Atmosphäre gebunden. Wenn der daraus entstandene Baumbestand geschlagen wird, dann ersetzen die nachwachsenden Bäume in Bezug auf die CO2-Bindung nur noch die gerade geschlagenen. Es wird also kein zusätzliches CO2 mehr gebunden. Das ist der Einmaleffekt.

            Wenn jetzt schon mehr CO2 zusätzlich in der Atmosphäre ist, als sich durch einmalige Wiederaufforstungseffekte einsammeln läßt, dann kommt dieser Lösungsansatz an seine natürliche Grenze bevor das Problem gelöst ist, es sei denn, das Holz der (geschlagenen) Bäume wird so verwertet, dass das CO2 gebunden bleibt.

            So schwer verständlich finde ich das gar nicht.

          • „Es wird also kein zusätzliches CO2 mehr gebunden.“

            Okay – hat auch noch nie jmd was anderes behauptet.
            Dennoch sind halt Bäume im Moment eines der effektivsten bekannten mechanismen, um CO2, wenn es mal in der Luft ist, dort wieder heraus zu bekommen.

            Deine Betrachtung zeigt lediglich, das das nicht ausreicht, um den zunehmenden CO2 ausstoß zu kompensieren. Man kommt um reduzierung des Ausstoßes nicht herum. Soweit nix neues. wäre mir auch unbekannt, dass es irgendwen gäbe, der sagt, lasst uns mehr Bäume pflanzen, damit wir weiter ungestört den CO2 ausstoß erhöhen können.

            Aber wenn wir schon dabei sind:
            Wie viele Bäume braucht man, um eine Tonne CO2 zu binden?
            https://www.handelsblatt.com/technik/energie-umwelt/klima-orakel-wie-viele-baeume-sind-noetig-um-eine-tonne-co2-zu-binden/3201340.html?ticket=ST-1949507-cpu7Bo5YYAbfNPGHfoaG-ap3
            Es ist die gesamtlebensleistung von z.B. 80 Buchen mit einem Alter bon 80 Jahren.
            Keine Ahnung, warum die ausgerechnet mit Buchen rechnen – bei schnell wachsenden Nadelhölzern, die den überwiegenden Anteil deutscher Nutzwälder darstellen, dürfte die CO2-umsatzleistung deutlich höher liegen, aber trotzdem, das ist vermutlich die größenordnung.

            Der Pro Kopf ausstoß an CO2 in Deutschland liegt gegenwärtig bei ca. 8,8 Tonnen pro Jahr.

            8,8 x 80 sind ungefähr 700.
            D.h. pro bundesbürger müsste man im Prinzip ein Wäldchen von 700 Bäumen anlegen – ca. 2 pro Tag – und 80 Jahre lang bewirtschaften- und zwar jedes Jahr einen weiteren Wald, 80 Jahre lang. Macht im Leben eines ca. 80 jährigen bundesdeutschen ca. 56.000 Bäume. Das im Geburtsjahr gepflanzte Wäldchen ist in dieser Rechnung dann grade Erntereif.

            Nun liegt deutschland in dieser Liste
            https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_CO2-Emission#L%C3%A4nderliste_der_CO2-Emissionen_pro_Kopf
            auf Platz 24.

            Allerdings sind die Listenplätze in ganz unterschiedlicher Weise in Bewegung – der deutsche Pro-Kopf verbrauch ist im sinken.

            Der der USA übrigens auch – wenn sie mit der Reduzierung so weitermachen, erreichen sie in einigen Jahren den pro Kopf Verbrauch, den Deutschland in anfang der 70er Jahre hatte.

            Sprunghaft angestiegen ist hingegen der Ausstoß in China – obwohl selbst der seit einigen jahren wieder zurückgeht.
            Nun ist es aber halt so, dass in China 1,4 Mrd Leute leben im gegensatz zu 80 Mio Deutschen- für die gesamtbilanz ist das natürlich ein beträchtlicher unterschied.

            Nun hat China hat mit seiner jahrzehntelangen ein-kind-politik sein bevölkerungswachstum ja einigermaßen in den Griff bekommen.

            Wer sein bevölkerungwachstum so überhaupt gar nicht im Griff hat, ist Afrika.
            Dort wird in den kommenden Jahrzehnten mit der größten Bevölkerungszunahme gerechnet – man rechnet mit einem Anstieg von gegenwärtig 1,2 Mrd auf 4 Mrd.

            Der CO2 pro-kopf austoß der Afrikanischen Länder ist zwar marginal – wird es aber vermutlich nicht bleiben.
            Nimmt man an, dass die Afrikanischen Länder ihren pro kopf ausstoß erstmal in ähnlicher Weise steigern wie China, bevor sie anfangen, sich um reduzierung zu kümmern, dann sind die ca. 4 Mrd Afrikaner vermutlich der größte anstehende anstieg im Gesamtausstoß von CO2.

          • Gerd Müller warnt vor Welle neuer Kohlekraftwerke in Afrika

            https://www.handelsblatt.com/politik/international/un-vollversammlung-gerd-mueller-warnt-vor-welle-neuer-kohlekraftwerke-in-afrika/25044066.html?ticket=ST-2559447-weTxmfZblLCKNzvqIYKH-ap6

            „Derzeit sind 950 neue Kohlekraftwerke auf dem Kontinent in Planung oder Bau“
            (also in Afrika)

            Die werden ja sicher alle mit den modernsten Filterranlagen ausgestattet sein, wie das bei den deutschen bis zu ihrer baldigen Stillegung üblich war?

        • Kommt drauf an, was Du mit dem Baum dann machst.
          Wenn Du daraus ein Haus baust, bleibt das CO2 gebunden, solange das Haus steht.
          Oder, klar, man verbringt das gefällte Holz in leere Bergwergschächte, wo der geballte Erddruck das Zeug irgendwann wieder zu Kohle gepresst haben wird.

  6. Ich wäre dafür, dass wir auf der Basis der Realität diskutieren.

    „Die Bereitstellung von Primärenergieträgern (z.B. Erdöl und Kohle) und ihre Umwandlung in Nutzenergie (z.B. Elektrizität und Wärme) verursacht Emissionen. Bei der Verbrennung fossiler Energieträger entstehen vor allem Kohlendioxidemissionen. Der Energiesektor ist mit circa 84,9 Prozent im Jahr 2016 die größte Quelle anthropogener Treibhausgasemissionen, dies beinhaltet die energetischen Emissionen der Industrie mit ca. 14 Prozent Anteil an den Gesamtemissionen.“

    „Im Jahr 2016 war der Verkehrssektor für mehr als 18 Prozent der Treibhausgasemissionen Deutschlands verantwortlich. Hier nicht betrachtet werden Emissionen, die bei der Bereitstellung des Bahnstroms für den Schienenverkehr entstehen.“

    Wobei durch die reine Zuordnung zum Verkehrssektor (Straßen-, Schienen-, Schiffs- und Flugverkehr) nicht klar wird, ob es sich um private Mobilität handelt oder gewerbliche -> Stichwort rollende Lager.

    Hier Emissionen (in Mio. t CO2-equi., Stand 2016, nur CO2, nicht die anderen Treibhausgase Methan (CH4), und Lachgas (N2O) sowie die fluorierten Treibhausgase (F-Gase): wasserstoffhaltige Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW), und Schwefelhexafluorid (SF6):

    1. Energiewirtschaft / Energy Industries: 332,2

    2. Verarbeitendes Gewerbe / Manufacturing Industries and Construction: 126,4

    3. Verkehr/Transport: 166,8

    4. Übrige Feuerungsanlagen & sonstige kleine Quellen / Other Sectors & other small sources: 136,6

    5. Diffuse Emissionen aus Brennstoffen / Fugitive Emissions from Fuels: 10

    6. Industrieprozesse/Industrial Processes: 61,8

    7. Landwirtschaft/Agriculture: 65, 2

    8. Abfall & Abwasser / Waste & Waste Water: 10,5

    9. Summe: 909

    https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/treibhausgas-emissionen/emissionsquellen#textpart-2

    Nächstes Problem der Medien (das hatte ich bereits in einigen Kommentaren thematisiert (Herv. von mir):
    „Der Befund ist eindeutig: Die weitaus überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland lebt nicht in Großstädten. 56,4 Mio. Menschen und damit mehr als zwei Drittel der Menschen in Deutschland leben in Städten und Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnern. Die Einwohnerzahl in den Großstädten liegt zusammen genommen dagegen nur bei 26,4 Mio. (32%).“

    Und: „Mobilitätskonzepte für ländliche bis mittelstädtische Räume mit dem Ziel deutlicher CO2-Reduktion haben sicher zu stellen, dass die Mobilität aller Bevölkerungsgruppen unabhängig vom Einkommen und Alter auch in Zukunft gewährleistet ist.“
    https://www.heise.de/tp/features/Energiepolitische-Mobilitaetskonzepte-fuer-die-Raeume-wo-die-Vielen-leben-4536008.html

    Die „Großstadtjournalisten“ schreiben nicht für oder aus Deutschland – das Land, aus dem sie berichten existiert so nicht.
    Der Autor des Artikels nennt einen solchen Journalismus „selbstreferentiell“, ich nenne ihn irreal.
    Das Problem einer Klimaschutzbewegung, die selber aus Großstädten stammt und die eigenen Probleme in einer Nabelschau betrachtet liegen damit auf der Hand.
    Sie repräsentieren 32% der Bevölkerung uns sollten sich nicht wundern, dass was für sie nahe liegende Lösungen sind, bei der absoluten Mehrheit der Bevölkerung nicht ankommt.

    Wenn sich die Bewegung, die Medien und die Politik dann ganz doll lieb haben, kommt verlässlich kompletter Blödsinn bei allen Maßnahmen raus.
    Das ist dann Politik aus der Filterblase für die Filterblase.

  7. Passend dazu aus Berlin – Brandanschlag auf die Infrastruktur der S-Bahn:

    „Bekennerschreiben offenbar echt
    […]
    In einem Text auf der linksextremen Onlineplattform Indymedia hatte, wie berichtet, die „Vulkangrupppe OK“ die Tat für sich reklamiert. Unter Bezug auf die „Fridays for Future“-Bewegung hieß es, „zu einem richtigen Generalstreik gehören auch Blockaden und feurige Sabotageaktionen“. “

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/brandanschlag-auf-s-bahn-in-berlin-bekennerschreiben-offenbar-echt/25051572.html

    So siehts nämlich aues….

    • In meinem Schlusssatz distanziere ich mich von radikalen Kräften. Gewalt, Sachbeschädigung und ziviler Ungehorsam sind keine (!) legitime Protestform.

      Man darf von Einzelfällen nicht auf die ganze Bewegung schließen, die sich im Kern für eine gute Sache einsetzt: Den Erhalt des Planeten.

      • Man darf von Einzelfällen nicht auf die ganze Bewegung schließen, die sich im Kern für eine gute Sache einsetzt: Den Erhalt des Planeten.

        Da möchte ich zu bedenken geben, dass alle ideologischen Bewegungen des 20 Jahrhunderts zwar von ein paar skupellosen „Spinnern“ angeführt, aber im Kern von Menschen getragen wurden, die sich für eine gute Sache eingesetzt haben. Das Ergebnis waren über 200 Millionen Tote und nicht das Paradies. Die gegenwärtig stattfindende Moralisierung ist vermutlich für die Kampangenfähigkeit notwendig. Aber das psychotische Überschießen, dass sich zurzeit live beobachten lässt, wird m.M.n. nicht zu den besten Ergebnissen führen.

      • @Marc

        „In meinem Schlusssatz distanziere ich mich von radikalen Kräften.“

        Das mag sein und das habe ich auch gelesen.. Aber als FFF als eines seier Ziele die „Überwindung des Kapitalismus“ formulierte, war dieser Wunsch schon obsolet. Diese Bewegung war und ist für nichts Anderes gedacht, als Radikalität. Das haben sie ja auch letzten Freitag bei der Klimademo in Berlin bewiesen, bei der sie mit Extinction Rebellion und der „interventionistischen Linken“ kooperiert haben.

    • Die Anzahl narzisstischer Spinner wird allgemein zunehmen und man wird sie unter den Moralunternehmern verstärkt finden, die sich moralisch legitimiert fühlen, die dümmsten Taten für die vermeintlich gute Sache zu begehen – meine Prognose.

  8. Schon der Eingangssatz:
    „Der menschengemachte Klimawandel ist die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts.“

    Das ist so eine apodiktische Behauptung. Was, wenn er so nicht stimmt? Die Eingangsprämisse, die so einfach begründungsfrei gesetzt wird, falsch wäre?

    Mir zumindest geht es so: Ich halte den „menschengemachten Klimawandel“ – was immer das im Einzelnen sein mag – nicht für das größte Problem. Für ein viel größeres Problem halte ich die Engführung jeglicher Debatte bezüglich Umweltschutz auf CO2. Wenn wir an Umweltschutz denken, die Art, wie wir mit Mutter Erde umgehen, da ist CO2 das allerkleinste Problem. (Wenn es denn überhaupt eines ist).
    Bodenversiegelung, Verschmutzung und Vergiftung des Oberflächenwassers, Vergiftung und Artensterben durch Pestizide und Fungizide, Microplastik, Müll generell, Hormone und Arzeneimitelrückstände im Trinkwasser, Massentierhaltung, Massentierhaltung, Artensterben, Überfischung der Weltmeere usw. usw.

    ImhO alles um Größenordnungen wichtiger als CO2-Anteil in der Atmosphäre.

    Und da habe ich jetzt nur über unsere naürlichen, biologischen Lebensgrundlagen gesprochen.

    Sozial und politisch gäbe es da noch ganz andere Themen. Z.B. die zunehmede Bereitschaft zur Diktatur, Einschränkungen bürgerlicher Freiheitsrechte, die Schere zwischen arm und reich auf allen Ebenen, psychische Überlastung der Menschen durch Reizüberflutung, Trend zur Vereinzelung und Isolierung der Individuen, zunehmende Kriminaliät und Gewaltbereitschaft, Verrottung der Infrastruktur … und … und … und.

    Aber alles liegt im öffentlichen Diskurs in einem dicken Nebel. Und der Nebel heißt CO2. Als ob es nichts anderes gäbe.

    • @virtualcd
      Danke für den Korrektur-Appell zur Berücksichtigung der wirklich wichtigen Fragen unserer Zeit, von denen durch die alles „erschlagende“ Klima-Hysterie leider recht erfolgreich abgelenkt wird, und die so die Aufmerksamkeit der Menschen mit fragwürdigen Ablenkungsmanövern bindet.
      Mit der vermeintlich „menschengemachten Klimaerwärmung“ werden aber definitiv relativ wenige Menschen noch sehr viel reicher und mächtiger gemacht, zu Lasten und zum umfänglichen Schaden für die Allgemeinheit.
      Der Gastbeitrag von Marc enthält zwar erkennbare plausible Argumente; wenn aber die Gegebenheit, von der er ausgeht, die „menschengemachte Klimaerwärmung durch das pöhse CO2“ nicht zutrifft, dann sind die Ausführungen dazu insgesamt wenig hilfreich!

  9. Zuerst ganz allgemein: Wirklich passabel geschrieben. Manchmal zu stichworthaft, man könnte das noch glätten, durch ein wenig Strecken mit Füllmaterial.

    Dann stell ich fest, dass der Inhalt in mir mein soziales Gewissen weckt. Denn hier wird eine völlig antisoziale Politik konzipiert, die eine kleine Elite begünstigt und die anderen zu Sklaven macht und in Ketten legt.

    Wie vielleicht ja schon aufgefallen ist, halte ich die Idee des „Klimawandels“ für einen politischen Vollwahn. Und zwar von der Grössenordnung des Nationalismus oder des Rassismus von einst. Hier wurden und wird wieder eine ideale Realität zusammengesponnen, um das Leben der Menschen von vorne bis hinten bestimmen und kommandieren zu können. Dahinter steht der unbegrenzte Machtbarkeitswahn eines totalen Staats. Gestern sollte der Menschen zur Perfektion züchten, heute soll eine ideale Beziehung zur „Natur“ aufgebaut werden, die angeblich geschundene Mutter Erde soll wieder geehrt werden und die Menschen sollen in Sack und Asche wie im Mittelalter, zu feudalen Zeiten, gehen!

    Um dieses Ziel zu erreichen, wird den Menschen Angst gemacht. Ihre Umwelt wird als vergiftet oder kaputt dargestellt. Überall werden wir durch Strahlen und Gifte heimtückisch bedroht, von einer ausser Rand und Band geratenen technischen Zivilisation, die die Welt in einen angeblichen Untergang führt. Jahrzehntelange Propaganda hat das zum Selbstverständnis einer beträchtlichen Anzahl von Menschen gemacht. Es wird behauptet: „Die Folgen des Klimawandels sind verheerend“. Dann werden Zukunftsszenarien düsterster Art an die Wand gemalt, deren Realitätsgehalt gegen Null geht.

    Die Angst wird geschürt, damit den Leuten Zumutungen gemacht werden können, Verbote, Regularien und eine völlige Umstellung ihres Lebenswandels hin zu Verarmung und Verzicht. Dieses Plädojer hier macht das wieder überdeutlich klar, obwohl es natürlich versucht zu beschwichtigen: „Keiner muss sein gesamtes Leben umstellen.“ Diese Beschwichtigungen sind lügnerisch, es geht sehr wohl darum, dass alle ihr Leben umstellen sollen. Dieses geht nach der üblichen Salamitaktik. Erst dürfen die Leute freiwillig sich ändern, dann kommt die Keule des Gesetzes als nächstes.

    Das pseudomarktwirtschaftliche Dahinblabbeln „Die Kosten, die der Klimawandel für unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft …“ soll notdürftig überdecken, dass eine totale und totalitäre Planwirtschaft installiert werden soll, die sich anmasst, alle „Kosten“ zu kennen und neu zu justieren. Es ist ziemlich offensichtlich vom Kommunismus inspiriert, die haben das genauso geglaubt.

    „Das sind alles Idioten, die die ganze Bewegung in ein schlechtes Licht rücken. Schenkt ihnen keine Aufmerksamkeit!“

    Die Radikalen bestimmen diese Bewegung. An ihr ist absolut nichts echt oder Realität. Wer das glaubt, wird sich schon bald von denen getrieben werden, die eine andere Gesellschaft wollen, einen neuen Totalitarismus.

    Genausowenig wie es „es bisschen Faschismus“ geben kann, so kann es „das richtige Mass“ Anti-Klimawandel-Politik geben. Diese Politik ist von vorne herein auf „Systemwechsel“ angelegt. Und die Freimütigen der Klimabewegung sagen es ja auch.

    Jeder Mensch, der Freiheit, Individualität, Demokratie und Marktwirtschaft als Werte behalten hat, muss dieser Bewegung entschieden entgegentreten. Wenn wir Glück haben, wird das im Kindesstandium absterben.

    • Sehr richtig. Die Zeichen stehen schon längst auf Radikalität. Ob man den Wahnsinn noch stoppen kann, sei dahingestellt.

      Die Regierungen jedenfalls freuen sich, gibt der „Klimawandel“ ihnen doch den perfekten Vorwand, Steuern zu erhöhen und zu regulieren.

      Und die politische Linke reibt sich die Hände, denn nun hat sie einen wunderbaren Vorwand, den freiheitlich-liberalen Gesellschaften des Westens den Todesstoß zu versetzen.

  10. „Deutschland allein kann die Welt nicht retten, aber wir können als Vorreiter mit gutem Beispiel vorangehen, wonach sich andere Länder richten werden.“

    Woher kommt eigentlich diese Überzeugung? Ich bin ganz sicher, dass das nicht passieren wird. Für die Südamerikaner, die ich einigermaßen kenne, kann ich sagen, dass deren Denkweise in etwa ist: Die Europäer haben ihre Wälder abgeholzt und sind reich geworden, und jetzt wollen sie uns verbieten, dasselbe zu tun.

    Die denken gar nicht daran. Als kürzlich Macron sagte „unser Haus brennt“, gab es sicher bitterböse Kommentare dazu in Brasilien; was bildet sich dieser reiche Gringo eigentlich ein, dass er über unser Land entscheiden möchte?

    Es ist wie bei der Flüchtlingsaufnahme, da glaubten die Gutmenschen auch, wenn wir die Grenzen öffnen und alle rein lassen, werden die anderen Europäer das auch tun. Es kam bekanntlich anders, und in der Klimafrage werden die Deutschen auch nicht Vorbild für die anderen sein.

  11. „Lebt wie ihr es für richtig haltet“

    Jaja. Alles muss reguliert, verteuert oder verboten werden. Aber lebt wie Ihr es für richtig haltet.

    Ich nehme Klimawarnungen deshalb nicht ernst, weil immer offensichtlicher wird, dass auf diesem Weg die freiheitlich liberalen Gesellschaften des Westens abgeschafft werden sollen.
    Es ist eine Neuauflage linker Gesellschaftsvernichtung zur Errichtung ihrer Utopie. Mehr nicht.

    • „Lebt wie ihr es für richtig haltet“ bezog sich auf euren eigenen Lebensstil und nicht auf die politischen Maßnahmen, die ergriffen werden sollten. Das sind zwei paar Schuhe.

      Beinhaltet deine Definition von „Freiheit“ die Zerstörung der Umwelt, Artensterben, Plastikmüll in Meeren und Überfischung der Meere?

      Jeder sollte mit SEINEM EIGENEN KÖRPER machen dürfen, was er möchte, weil jeder für sein Handeln selbst verantwortlich ist. Aber für mich endet Freiheit dort, wo die Gesundheit ANDERER stark gefährdet wird.

      • „Lebt wie ihr es für richtig haltet“ bezog sich auf euren eigenen Lebensstil und nicht auf die politischen Maßnahmen, die ergriffen werden sollten. Das sind zwei paar Schuhe.“

        Und politische Maßnahmen haben keinerlei Auswirkungen auf meinen Lebensstil? Ich darf also weiterhin homosexuell leben, es geht nur darum, dass Homosexualität politisch reguliert wird? So in etwa?

        „Beinhaltet deine Definition von „Freiheit“ die Zerstörung der Umwelt, Artensterben, Plastikmüll in Meeren und Überfischung der Meere?“

        Prinzipiell schon. Um mir diese Freiheit zu nehmen, bist Du m.E. in der Nachweispflicht, dass diese meine Freiheiten unmittelbar die Freiheit, die Gesundheit oder das Leben anderer Menschen beeinträchtigen.

        „Aber für mich endet Freiheit dort, wo die Gesundheit ANDERER stark gefährdet wird.“

        Dann führe einen Nachweis für diese Gefährdung für jeden Deiner Vorschläge zur Regulierung/Verboten und belege gleichzeitig, dass Deine Maßnahmen wirksam sind.

      • Wenn die „politischen Maßnahmen“ dazu führen dass mein Lebensstil unmöglich wird, dann ist das das gleiche Paar Schuhe.

        „Beinhaltet deine Definition von „Freiheit“ die Zerstörung der Umwelt, Artensterben, Plastikmüll in Meeren und Überfischung der Meere?“

        Alle die keinen Bock auf Ökoverbote haben,haben zu Schmarotzern erklären ist nicht die feine Art.

      • >>> Jeder sollte mit SEINEM EIGENEN KÖRPER machen dürfen,
        >>> was er möchte, weil jeder für sein Handeln selbst verantwortlich ist.
        >>> Aber für mich endet Freiheit dort, wo die Gesundheit ANDERER
        >>> stark gefährdet wird.

        Da das durchschnittliche Lebensalter der Menschen eher ansteigend ist, ist die Gesundheit durch Industrialisierung eher weniger gefährdet.

        Genauso kann man im Übrigen auch umgekehrt argumentieren. Die Freiheit anderer endet ebenfalls dort, wo sie die Freiheit von anderen beschränkt. Wer z.B. Flugzeuge verteuern oder Inlandsflüge verbieten will, beschränkt damit die Freiheit der anderen (freier Markt, Mobilität).

        Die Freiheiten „enden“ somit nicht, wenn Freiheiten anderer beeinträchtigt sein könnten, weil dann überhaupt nichts mehr zulässig wäre, weil das Leben nämlich immer gefährlich sein kann. Wer Fahrrad fährt, gefährdet genauso auch andere. Auch Windkrafträder können andere gefährden (Lebensraum, Vögel, Entsorgung, Tote beim Bau und Wartung, …) bzw. Freiheiten anderer einschränken. Wenn z.B. dadurch die Gefahr eines Stromausfalls signifikant erhöht wird und aufgrund des Stromausfalls z.B. dann Hilfsbedürftige keine Hilfe mehr erhalten können (weil die Technik dann vielleicht versagt), so gefährdet man auch das Leben anderer. Dann könnte man genauso argumentieren, dass die Abschaffung von anderer Technik (Dieselmotoren, Atomkraftwerke) die Gesundheit anderer gefährdet und somit diese Maßnahmen unzulässig sind.

        Letztlich ist es daher eine Gesamtgüterabwägung, welches Recht als schützenswerter betrachtet werden soll. Wenn z.B. jemand raucht, dann gibt es auf der einen Seite die Freiheit des Rauchers, selber über seinen Körper bestimmen zu dürfen. Zu berücksichtigen ist dann aber zugleich, dass seine Entscheidung (rauchen) eben auch Auswirkungen auf andere haben. So ist Tabakanbau ziemlich wasser- und chemieintensiv, so dass die Böden ausgelaugt werden. Es werden für Tabak- und Hanf wohl auch größere Flächen Regenwälder abgeholzt. Der Tabak wird dann mit entsprechenden Belastungen für die Umwelt um die ganze Welt geschifft. Raucher belasten zwar zunächst nur ihre eigene Gesundheit, was aber die Gesundheitskosten der Allgemeinheit erhöhen kann. Die Zigarettenstummel sind zudem kontaminierter Sondermüll, den viele Raucher in die Meere und die Umwelt schmeißen und der sich zudem auch nur schwer wieder zersetzt. Es gäbe also genügend Anhaltspunkte, dass die Freiheit der Raucher eben auch die Freiheiten anderer tangiert, so dass die Gesellschaft sich eben grundsätzlich fragen muss, wie sie einen angemessenen Kompromiss hinbekommt, ohne dass die Freiheit aller vollständig zerstört wird.

        Denn, wenn man einmal anfängt, kann man mit der Argumentation alles verbieten, weil z.B. auch Übergewicht (im Durchschnitt) die Allgemeinheit mit höheren Gesundheitskosten belastet oder weil Fußballspielen eben auch das Verletzungsrisiko (> Gesundheitskosten für Allgemeinheit) signifikant erhöht.

        Und nur, weil irgendwelche Gläubigen der Meinung sind, dass die Menschheit von Aliens bedroht wird und der Staat direkt oder mittelbar ausschließlich nur noch diesbezügliche Wissenschaftler unterstützt, die zu entsprechenden Gutachten kommt bzw. andere Wissenschaftler ohne sachliche Diskussion einfach als Spinner ausgegrenzt werden, bleibt es trotzdem ideologischer Populismus, der ebenfalls zu Beschränkungen der Freiheiten anderer führt.

        Und da wie gesagt, die Lebenserwartung des Menschen im Durchschnitt jedenfalls höher als zu Zeiten ist, als die Menschen die Umwelt noch nicht so belastet haben und die Prognosen von Weltuntergangshysterikern bisher sich auch nicht hinreichend als zuverlässig erwiesen haben, braucht es halt schon mehr Überzeugungskraft. Und da bisher selbst die allermeisten Klimahysteriker nichts ernsthaft im Hinblick auf den Bevölkerungswachstum unternehmen wollen (z.B. 1-Kind-Politik), nicht einmal im geringsten Ansatz, kann man eigentlich schon ziemlich sicher sehen, dass nahezu überhaupt keiner auch nur im geringsten Ansatz ernsthaft daran glaubt, dass der derzeitige Weltuntergangshype seriös wäre. Im Gegenteil fallen diese Leute eher damit auf, überdurchschnittlich viel zu fliegen, zu rauchen oder dicke Autos zu fahren. Es ist halt ersichtlich wie bei allen Religionen und Sekten, dass die Scheinheiligen nur Populismus betreiben, weil sie dann als Gutmenschen sich als moralisch überlegen halten können, während sie selber die Leichen im Keller haben.

        Und solange nicht einmal diejenigen, die angeblich von der nachhaltigen Zerstörung des Lebensraumes überzeugt sind, durch eigenes Verhalten überzeugen und vor allen Dingen sich gegen die Vermehrung des Menschen auf dem Planeten ernsthaft einsetzen, haben diese Leute halt nur noch das Ansehen bzw. die Vertrauenswürdigkeit wie von Hütchenspielern. Die könnten einem auch zusichern, dass dieses Mal aber wirklich ganz sicher die Kugel unter dem Hütchen A liegen würde und alles ganz sicher ohne Tricks erfolgen würde.

  12. Firmen müssen nun neue Produkte entwickeln, die weniger CO2 verbrauchen.

    Wohlwollend gehe ich mal davon aus, dass „bei denen weniger CO2 entsteht“ gemeint ist.

    Ansonsten ist das recht naiv gedacht. Durch weit höhere Kosten für Energie, Bauteile, Transport, Steuern etc. verteuern sich die Produkte, so dass viele deutsche Hersteller im Ausland nicht mehr konkurrenzfähig sind. Das kostet Arbeitsplätze und gefährdet auf Dauer den Wohlstand der ganzen Gesellschaft.
    Sollen wir auf diese Arbeitsplätze verzichten, weil vielleicht irgendwann „die Erde nicht mehr bewohnbar ist“? Hier werden Weltuntergangsszenarien heraufbeschworen, statt mit kühlem Kopf nach ausgewogenen und nachhaltigen Lösungen zu suchen. Panik und Hysterie waren noch niemals gute Ratgeber.

    Unternehmen müssen durch strengere Vorschriften dazu bewegt werden energieeffizienter zu handeln

    Druck auf Unternehmen ausüben

    Als ob hierzulande die Unternehmen nicht schon mehr als genug drangsaliert und schikaniert würden.
    Aber immer schön weiter die Hand beißen, die einen füttert!

    Das Problem ist nicht das bisschen Kohlendioxid in der Atmosphäre, sondern die globale Überbevölkerung und Bevölkerungswachstum. Es gibt einfach viel zu viele Menschen für unseren kleinen Planeten.
    Dagegen können wir in Deutschland kaum etwas tun. Statt teurem und hauptsächlich sinnlosen Aktionismus sollten wir besser versuchen, mögliche Auswirkungen und Folgen abzumildern.

    Als Privatperson gehe ich schon mein ganzes Leben sparsam und nachhaltig mit den Resourcen um (lege Wege nach Möglichkeit zu Fuß zurück oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln, nutze kein Smartphone, esse nur wenig Fleisch, trinke kaum CO2-haltige Getränke – SCNR, nutze Plastiktüten mehrfach, werfe nur weg, was wirklich nicht mehr verwendbar ist, und vieles mehr).
    Ich habe aber keine Lust, mir noch mehr Einschränkungen diktieren zu lassen, von Pharisäern, die die Auswirkungen ihrer meist völlig überzogenen Forderungen anderen aufbürden wollen.

    • Der internationale Kontext, in dem wir immer mehr an Boden verlieren, ist meiner Meinung nach der einleuchtendste Beleg dafür, dass nationale Alleingänge nicht viel bringen, wenn sie in die Richtung von Einschränkung zielen. Es wäre sinnvoller, nach attraktiven Lösungen zu suchen.

      Nur zur Verdeutlichung ein herbeiphantasiertes Beispiel: Wenn wir z.B. einen Fusionsreaktor entwickeln würden, mit dem die Energieerzeugung sauber, CO2-neutral und ohne Langzeitrisiken möglich wäre, dann würden uns die Menschen diese Dinger aus der Hand reißen und die Möglichkeiten für die CO2-Reduktion wären grenzenlos.

      Stattdessen soll Moral unser Exportschlager sein. Und um glaubwürdig zu sein, beschränken wir uns selbst. Das wird höchstwahrscheinlich schief gehen.

      • „Wenn wir z.B. einen Fusionsreaktor entwickeln würden, mit dem die Energieerzeugung sauber, CO2-neutral und ohne Langzeitrisiken möglich wäre, dann würden uns die Menschen diese Dinger aus der Hand reißen und die Möglichkeiten für die CO2-Reduktion wären grenzenlos.“

        Ich fürchte aber, der nächste schritt wäre:

        Irgendwelche Leute werden sich trotzdem etwas ausdenken, bei dem der Fusionsreaktor furchtbar „problematisch“ ist – wodurch schon beim Bau des ersten konkreten Leistungsreaktors massive Proteste auch für massive teure Auflagen und Regelungen sorgen. Und die Grünenden werden sich wie immer als die Speerspitze der neuen, kritischen Bewegung inszenieren.

        Am Ende werden die beteiligten Firmen ihr Heil lieber im Ausland versuchen, von wo wir den Strom dann wieder einkaufen, wann immer das Wetter bei uns grad mal nicht so viel Energieerzeugung möglich macht.

    • Weniger CO2-Erzeugung hieße, weniger Verbrauch von Erdgas, -öl, und Kohle, oder?
      Also weniger Abhängigkeit von Stoffen, die importiert werden, richtig?
      Also weniger Abhängigkeit vom Ausland.
      Außerdem weniger Abhängigkeit von endlichen Ressourcen.

      Nicht jeder Aktionismus ist sinnlos. Nicht jeder Mensch hat eine so gute Ökobilanz wie Du.

      • Einerseits ja.
        Andererseits ist die verstärkte Abhängigkeit von Lithium, Neodym und anderen Seltenen Erden auch nicht unbedingt besser.

        Wie man’s auch dreht oder wendet, erneuerbare Energien sind nun mal nicht grundlastfähig. Dann zahlen wir halt wesentlich höhere Strompreise, nehmen häufige Stromausfälle in Kauf und importieren den Kohlestrom aus Osteuropa.

          • Erdgas ist mittelbar recyclingfähig.
            Biogas kann mittels Gaswäscher auf Erdgasqualität gebracht werden. Dieses wird dann in das Erdgasnetz eingespeist.
            Biogas entsteht bekanntlich bei der Vergährung von Biomasse, die wiederum unmittelbar bzw. mittelbar aus CO2, Wasser und Sonnenlicht entsteht.
            Wir produzieren auf den landwirtschaftlichen Flächen in D mehr als genug Nahrungsmittel, so dass wir aus dem Überschuss an Biomasse ne Menge Biogas erzeugen können. Alles eine Frage der Organisation und Technik.
            Zugegeben, ich habe keine Vorstellung davon, welche Menge an Erdgas so erzeugt werden kann. Forschung voran!

          • „Zugegeben, ich habe keine Vorstellung davon, welche Menge an Erdgas so erzeugt werden kann. Forschung voran!“

            Was die Potentiale alternativer Energien angeht, kann ich Dir dieses Buch

            wärmstens ans Herz legen.
            Dort wird in alle Richtungen manche Stilblüte gestutzt.
            Holler und Gaukel sind Professoren an der Uni München, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

            Erdgas ist zwar nicht recyclingfähig, aber man forscht an der Möglichkeit, elektrische Energie in chemische Energie umzuwandeln, indem man CO2 unter Zuhilfenahme von Wasser in Methan (Erdgas) und O2 umwandelt. Grob also das, was jede Grünpflanze seit 1 Mrd. Jahre beherrscht.

          • „Grob also das, was jede Grünpflanze seit 1 Mrd. Jahre beherrscht.“

            Wobei das nicht heißt, dass das so trivial ist. Es können schließlich schon seit hunderten von Millionen Jahren Insekten (relativ primitive Tiere) fliegen, der Mensch hat aber trotzdem Jahrtausende gebraucht, um überhaupt erst einmal eine Ahnung davon zu bekommen, wie das für ihn funktionieren könnte.

            Was nicht heißen soll, dass da nie Ergebnisse erzielt werden, aber dann ist natürlich noch die Frage, ob dieses „simple“ natürliche Verfahren auch künstlich in praktikabler, also nicht absurd aufwendiger und entsprechend teurer Art und Weise kopiert werden kann. Theoretisch wäre schließlich der Mensch sogar nach mindestens zwei Jahrtausenden der Forschung (sofern man Alchemie als solche bezeichnen möchte) in der Lage, Gold künstlich herzustellen. Das Verfahren dazu ist aber unpraktikabel, weil jede Unze künstlich erzeugten Goldes in der Herstellung den tatsächlichen Marktpreis dieses Metalls um ein X-faches übersteigt, was doppelt fatal wäre, weil natürlich ein Reinpumpen künstlich erzeugten Goldes in diesen Markt den Preis noch einmal zusätzlich sinken lassen würde… Ein Teufelskreis. Ich meine, über diesen Effekt ist damals auch das spanische Königshaus gestolpert, als sie tonnenweise von den Zentral- und Südamerikanischen Völkern geklautes Gold importierten, dachten, damit unendlich reich zu werden, durch das massenhafte in den Markt Pumpen von Gold aber eine immense Inflation auslösten.

          • „Wobei das nicht heißt, dass das so trivial ist.“

            Trivial ist es wahrlich nicht. Daran wird schon seit mindestens zwei Jahrzehnten geforscht. Aber richtig Geld wird vielleicht erst in die Technik gesteckt, wenn es auch einen sinnvollen Einsatz gibt, z.B. im Rahmen einer CO2-Wirtschaft und einem Durchbruch in der Brennstoffzellentechnik.

            „Was nicht heißen soll, dass da nie Ergebnisse erzielt werden, aber dann ist natürlich noch die Frage, ob dieses „simple“ natürliche Verfahren auch künstlich in praktikabler, also nicht absurd aufwendiger und entsprechend teurer Art und Weise kopiert werden kann.“

            Damit steht und fällt jede Technologie. Machbar ist die Umwandlung von CO2 in Methan schon lange. Aber die erzeugt mehr CO2, als sie letztlich umwandelt.

            Andererseits, wenn Du Ende der 90er einem Prof der Physik gesagt hättest, dass es in zwei Jahrzehnten weißleuchtende Dioden geben würde, die so hell leuchteten, dass sie Augen schädigen würden, hätte er Dir nen Vogel gezeigt und erklärt, dass Dioden aus physikalischen Gründen kein weißes Licht erzeugen könnten.
            Wenn der Markt für ein Produkt da ist, dann entwickelt sich auch die Technik, ihn zu befriedigen.

        • Neodym und Europium wird für Permanentmagneten gebraucht. Die wiederum werden in den meisten Windenergieanlagen benutzt.
          Die Firma Enercon aus Aurich benutzt Elektromagneten (unter Einbußen von Leistung).
          Lithium (keine Seltenerde) wird für Akkus benötigt. Beziehen wir meines Wissens aus Russland (Seltenerden aus China).
          Was wir für Brennstoffzellen benötigen, weiß ich spontan nicht.

          • Mein Argument war, dass das seltene Material deutlich weniger verbraucht (verschlissen) wird als ein Brennstoff, der offensichtlich verbrannt wird. Insofern kann eine entsprechende Industrie vorausgesetzt, die Abhängigkeit stärker reduziert werden.
            Biogas ist kein ERDgas; aber ja. Man kann Biogas als Treibstoff verwenden, und gasbetriebene Heizungen nach und nach mit Wärmepumpen ersetzen.

            Erinnert sich noch jemand an die Dünnsäure-Verklappung? Heute gibt es eine Industrie, die Geld damit verdient, Säure zu recyclen.

          • Wie gesagt, Biogas kann nach der Gaswäsche wie Erdgas verwendet werden (Erdgas muss auch gewaschen werden). Das hat den Vorteil, dass niemand neue Heizungen usw. kaufen muss, da der Brennstoff chemisch der gleiche ist (fast ausschließlich Methan).

    • „Das Problem ist nicht das bisschen Kohlendioxid in der Atmosphäre, sondern die globale Überbevölkerung und Bevölkerungswachstum. Es gibt einfach viel zu viele Menschen für unseren kleinen Planeten.
      Dagegen können wir in Deutschland kaum etwas tun. Statt teurem und hauptsächlich sinnlosen Aktionismus sollten wir besser versuchen, mögliche Auswirkungen und Folgen abzumildern.“

      Und das tun wir am besten und glaubwürdigsten, indem wir den anderen ein Vorbild sind.

      Als Privatperson gehe ich schon mein ganzes Leben sparsam und nachhaltig mit den Resourcen um (lege Wege nach Möglichkeit zu Fuß zurück oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln, nutze kein Smartphone, esse nur wenig Fleisch, trinke kaum CO2-haltige Getränke – SCNR, nutze Plastiktüten mehrfach, werfe nur weg, was wirklich nicht mehr verwendbar ist, und vieles mehr).“

      Wenn alle anderen Deutschen sich ähnlich verhalten würden, wäre schon eine Menge erreicht.

      „Ich habe aber keine Lust, mir noch mehr Einschränkungen diktieren zu lassen, von Pharisäern, die die Auswirkungen ihrer meist völlig überzogenen Forderungen anderen aufbürden wollen.“

      Ja, leider schwimmen in dem Strom berechtigten Protests immer einige Fanatiker mit, denen alles immer noch zu wenig ist.
      Ich bin neulich bei einer Diskussion einem Typen begegnet, der den Kuchen für die Teilnehmer draußen vergraben wollte, weil er – mit Milch gebacken – nach toten Tieren riecht.
      Ich habe darauf verzichtet, ihm zu gestehen, dass ich auch noch einen Ledergürtel eingezogen und ein Lederportemonnaie in der Tasche hatte. Das hätte ihn umgebracht.
      Ich denke, wir können auch ohne riesige Einschränkungen ein gutes Leben führen, wenn wir nur die Exzesse der modernen Konsumgesellschaft einschränken würden.
      Ich MUSS nicht meine Brötchen vom Bäcker nebenan mit dem vollklimatisierten SUV holen, die Wäsche per Trockner trocknen, einen Swimming-pool betreiben, …
      Ich lebe wahrscheinlich nicht viel anders als Du – und lass mir auch kein schlechtes Gewissen einreden.
      Das einzige, was mich nervt, ist die immer noch zunehmende Einschränkung meiner Bewegungsfreiheit als Radfahrer. Ich würde gern noch mehr auf die Weise erledigen.

  13. Eilmeldung: Greta erhält den alternativen Nobelpreis. Wenn sie später auch noch den regulären Friedensnobelpreis erhält, dann ist sie quasi alternativlos. Es gibt keine Wahl mehr: regulär oder alternativ – überall Greta – positiv. So wie in den Medien und in der Politik. Ich bekomme eine Fluchtimpuls! HILFE!

    • Fast hätte ich geglaubt, du verbreitest fake news zum Spass, aber es stimmt doch!

      Wundern kann das nicht, die Greta ist zur Prophetin gemacht und auserkoren worden, von ihrer Weltuntergangssekte.
      Greta ist jetzt die Prophetin der grossen Göttin Gaia. Ein neuer Vestalinnenkult zeichnet sich ja ebenfalls ab, bei den Grünen und ihrem Astroturf FFF.

  14. „Klima- und Umweltschutz ist keine Frage der politischen Weltanschauung“

    Ich halte dagegen: „Klimaschutz“ ist die alles entscheidene Frage einer zutiefst politischen Weltanschauung geworden. Hier brach die links-progressive, „alternative“ Weltanschauung, die eine neue fundamental reaktionäre Antimoderne ist in den politischen mainstream ein.

    Von den Kirchen über die Medien bis in die Politik aller Parteien – überall herrscht plötzlich Konsenz zur Transformation der Gesellschaft hin zu einer ökologistischen neofeudalen Ständegesellschaft. Ein ganz grosser Schritt zurück wird hier angestrebt, die Rückabwicklung der gesamten Moderne, des technischen Fortschritts, der Aufklärung und Wissenschaft hin zu einer statischen, religiös begründeten Gesellschaft wie man das vom Hinduismus oder Islam kennt.

    Dieser Plan kann nur im Disaster enden, die unrühmlichen Vorgänger Kommunismus und Faschismus haben etwas sehr Vergleichbares auch schon versucht – und sind glücklicherweise völlig gescheitert.

    • Der „Konsens“ steht aber auf tönernen Füßen. Es ist m.E. wie mit dem Feminismus. Wenn Parteien, Kirchen, Gewerkschaften, Verbände und Medien den toll finden und der Eindruck vermittelt wird und entsteht, Feminismus sei alternativlos, dann heißt das nicht, dass die breite Masse der Bevölkerung das auch so sieht. Bezogen auf Klimapolitik glaube und hoffe ich, dass es Veränderungen geben wird, diese aber auf ein vernünftiges Maß begrenzt sein werden. Als Korrektiv wirken würde im Extremfall das Bundesverfassungsgericht und die Europäische Union, die inzwischen – Z.T. leider – sehr stark Einfluss nimmt. Sieht man z.B. an der unsäglichen Datenschutzgrundverordnung.

      • Das BVG huldigt ab jetzt dem, was als „öffentliches Interesse“ gilt. Die EU ist kein Korrektiv, sondern ein Vorantreiber der autoritär-neofeudalen Ordnung, exemplarisch ist doch die Neue, Frau von der Leyn.

        Es wird alles viel schneller kommen als die Leute sich das vorstellen möchten. Ich schätze, dass eine gewaltige Wirtschaftskrise im Anmarsch ist, die eine völlige Umkrempelung unser Gesellschaft erlauben würde, genau wie sie jetzt in Umrissen erkennbar ist. So nach Art der bekannten Weltwirtschaftskrise der 1920er. Wenn wir nicht schrecklich aufpassen und unsere demokratische Grundordnung halten, wird uns das schrecklich auf die Füsse fallen können. Dann werden die Klimawandler ihre ersehnte Apokalypse bekommen, aber es wird sicherlich eine ganz andere werden als die, die sie sich vorstellten.

  15. Mir fehlen die innovativen Konzepte bei der ganzen Klimahysterie. Alles, was ich höre ist: Massiv besteuern und verbieten, was im Grunde auf eine Absenkung des Lebensstandards hinaus läuft. Politiker kennen nur das Mittel der Steuern, also besteuern sie. Es ist wie mit dem Hammer, für den alles Nagel ist.

    • Sie brauchen das Geld dringend. Über die letzten 10-20 Jahre hat sich das Steuereinkommen des Staates, der Länder und Gemeinden von 450 Mia verdoppelt, auf 900 Mia! Geplant haben sie einen weiteren Anstieg von dieser Art, bei einer nur stagnierenden Wirtschaft die nächsten Jahre zu 100ten Mia Steuerloch führt! Wenn die Einnahmen sinken, dann ist das Loch natürlich noch viel grösser!

      Der deutsche Staatsapparat ist völlig überzogen und aufgebläht. Statt zu sparen und zu reduzieren, wird er vermutlich den Griff auf das Eigentum und auf das Leben seiner Untertanen forcieren. Genau dazu dient die story vom „Klimawandel“ in ganz hervorragender Weise. Hier kann den Leuten alles bestimmt werden, welche Heizung und welches Auto sie kaufen können oder müssen, was sie essen, wie sie sich kleiden … Die perfekte Vorlage für eine totale Herschaft und Kontrolle.

      Die Staatsfinanzen sind sicher schon bald heftigst auf dem Prüfstand und dann werden wir ja sehen.

        • Es ist noch einfacher: der Staatsapparat strebt nach Machtentfaltung und das ziemlich unreflektiert. Dort sitzen allzuviele Menschen, die den Antikapitalismus mit der Muttermilch aufgesogen haben, denn das gehört ja zum guten Ton unserer Elite aus den Waldorfschulen, mit dem Grünen sympathisierend oder weil man als „Intellektueller“ ja irgendwie immer eine positive Grundhaltung zum Kommunismus haben muss.

  16. Hier übrigens ist der Text von John Stuart Mill über den „Stationary State“ der Ökonomie, höchst lesenswert.

    https://oll.libertyfund.org/titles/mill-the-collected-works-of-john-stuart-mill-volume-iii-principles-of-political-economy-part-ii#lf0223-03_label_893

    „It must always have been seen, more or less distinctly, by political economists, that the increase of wealth is not boundless: that at the end of what they term the progressive state lies the stationary state, that all progress in wealth is but a postponement of this, and that each step in advance is an approach to it. We have now been led to recognise that this ultimate goal is at all times near enough to be fully in view; that we are always on the verge of it, and that if we have not reached it long ago, it is because the goal itself flies before us. The richest and most prosperous countries would very soon attain the stationary state, if no further improvements were made in the productive arts, and if there were a suspension of the overflow of capital from those countries into the uncultivated or illcultivated regions of the earth.“

  17. Es ist doch logisch, dass es etwas mit dieser Erde macht, wenn hier bald acht Milliarden Menschen rumwuseln. Ob das nun Veränderungen des Klimas, des Bodens, der Vegetation, der Ressourcen oder der Tierwelt sind.
    Nun sagen ganz viele, man will das alles umkehren, verlangsamen oder rückgängig machen, weil man plötzlich Panik bekommt. Auf Panik folgt stets Aktionismus. In diesem Aktionismus sind viele bereit, alles Mögliche auf den Kopf zu stellen. So ist das bei Panik und bei den damit verbundenen Flucht- und Abwehrreflexen.

    Viele Erfahrungen über Jahrhunderte haben gezeigt, dass die sinnvollste Maßnahme die ist, die in jedem U-Bahn-Wagen auf dem Notfallaufkleber steht: „Bewahren Sie Ruhe!“.

    Selbst wenn es brennt, ist diese Empfehlung die wichtigste, denn Panik und Aktionismus können hier schnell zu Tode führen, also Negatives bewirken.
    Jetzt rufen unheimlich viele gerade im übertragenen Sinne: „Feuer, Feuer, unsere Erde brennt. Tut doch was!“

    Es ist nachvollziehbar, wenn das eine Asperger-Jugendliche macht, die extrem stark auf das Thema Klima fokussiert ist. Soziologisch interessant aber ist, warum dann plötzlich so viele mitmachen. Und warum Panik plötzlich als etwas Wichtiges und Zielführendes angesehen wird. Warum auf einmal massive Eingriffe und Veränderungen binnen weniger Monate und Jahre durchgeführt werden sollen, deren Nebenwirkungen weder erforscht noch bedacht werden.
    Huch, unsere Windräder töten Vögel und reduzieren die Winde.
    Huch, ich habe eine Quecksilbervergiftung durch die Energiesparbirnen
    Huch, ich habe Legionellen, weil ich Wasser spare
    Huch, das Hautkrebsrisiko ist ja gigantisch, nachdem in den USA an 9/11 alle Flugzeuge vom Himmel geholt wurden
    Huch, ich habe Schimmel in der Bude, weil ich energetisch saniert habe
    Huch, mein E-Auto braucht nach einem Unfall mit Brand sieben Löschfahrzeuge
    Das sind nur kleine Beispiele von Nebenwirkungen.

    Wenn wir also etwas für nachfolgende Generationen tun wollen (und nicht für das Klima, denn das Klima ist kein Mensch), dann sollten wir uns doch einen Plan machen, hinterfragen, testen, Pilotprojekte starten, Nebenwirkungen überprüfen und ggf. wieder ein Stück zurückrudern, wenn sich die Pläne als nicht zielführend erweisen.

    Diese Reflektion und Überlegung fehlen im Moment. Kohleausstieg sofort, fordern einige. Das wäre Wahnsinn, Deutschland wäre in vielen Bereichen dunkel, archaische Gewalt könnte sich auf den Straßen breit machen, die Versorgung der Menschen würde zusammenbrechen. Und wofür? Wem hilft das, wenn wir uns auf den Bürgersteigen an brennenden Ölfässern wärmen wie in amerikanischen Weltuntergangs-Serien? Der Generation Greta sicher nicht.

    Wo haben wir nur unsere Vernunft gelassen? Warum kümmern wir uns nicht primär und stärker um die akuten Themen: Was müssen wir tun, um Menschen zu schützen, wenn der Meeresspiegel schnell steigen sollte? Wie schützen wir uns vor Unwettern, Dauerregen, Schneemassen, Stürmen, Dürre, tödlichen Insekten, Viren? Bei solchen Themen könnte ich Aktionismus noch nachvollziehen.

    Wenn ich mir meine Welt anschaue und mit meiner Welt vor 30 Jahren vergleiche, dann stelle ich fest:
    Die Bäume leben immer noch, im Rhein gibt es wieder Fische, die Luft in der Großstadt kann wieder ohne Würgereiz geatmet werden, Lebensmittel sind oft bio. Die Menschen müssen nicht um Gesundheit und Überleben fürchten und können sich dafür Genderquatsch widmen. Wir sind satt, gesund, werden hundert Jahre alt.
    Warum plötzlich Panik?

    • Die Panik kommt einfach aus der Macht der Gedanken. Diese können eine völlig eigenständige Realität erschaffen. Die Menschen – vor allem in Deutschland und da sind es in erster Linie diejenigen der Intelligenzia – bilden sich ein, dass sie einem gravierenden und akuten „Menschheitsproblem“ (Merkel) gegenüberstehen würden. Passend dazu der letzte Schrei aus Monaco (!!, der Feudalismus lässt grüssen):

      https://www.welt.de/wissenschaft/article200905734/IPCC-Report-Weltklimarat-warnt-vor-extremen-Folgen-fuer-Meere-und-Eis.html

      „Wir werden einen Zustand erleben, wie er noch nie da war.“

      „Die Wissenschaftler rufen die Menschheit dringend dazu auf zu handeln.“

      • Ich fühle mich ein wenig an die Zeugen Jehovas erinnert, die ja schon mehrfach von einem Weltuntergang ausgingen. Deren aktuellen Termin weiß ich gerade nicht.
        Analog und politisch korrekt müssten wir also von Gretas Zeug*innen reden 😉

        • Auch erinnert die Klimabewegung – und mit ihr die ganze progressive Linke – an die zahlreichen apokalyptischen Strömungen und Sekten, die immer wieder im Christentum aufgetaucht sind und geradezu ein Charakteristikum unseres Kulturkreises sind! Auch in strikt säkularer und antichristlicher Variante! Siehe Jim Jones, Charles Manson, etc. Genau hier ist auch die progressive Linke zu verorten, nämlich als apokalyptische Weltuntergangssekte. Warum sie dem Islam so sympathisch gegenüberstehen liegt sicher in erster Linie daran, dass auch der Islam apokalyptische Strömungen kennt, die erst in der Neuzeit so überaus wichtig geworden sind. Man lese diesen hervorragenden Essay:

          Caliphaters: A 21st Century Millennial Movement

          http://www.theaugeanstables.com/2019/09/18/caliphaters-a-21st-century-millennial-movement/

          Die Klimabewegung, wie die progressive Linke insgesamt, ist brandgefährlich. Neben dem ganzen Totalitarismus und politischen Extremismus gibt es einen unverkennbaren Drive hin zum begeisterten Zelebrieren eines Weltuntergangs und das ist was diese Leute so absolut gruselig macht.

      • Vielleicht nicht unbedingt die Macht der Gedanken, sondern vor allem die neue Macht der Blasen. Viele sind kommunikativ in Blasen gefangen und verlieren so den Blick auf die Verhältnismäßigkeit ihrer Ansichten und Forderungen. Wenn Greta von Millionen gefollowed wird, wenn ihr tausende Smileys schicken, wenn sich ihre Anhänger in Sofort-Forderungen überbieten und dann auch noch in der analogen Welt plötzlich als Heiländer gefeiert werden, sehen sie keine Notwendigkeit mehr zu hinterfragen, ob das eigentlich noch im Rahmen ist oder schon fast krank. Das ist spooky, weil so gigantisch in den Auswirkungen…

        • Was du hier „Blasen“ nennst, das sind einfach geteilte Gedanken. Man kann das auch Wertvorstellungen, Ideen, Vorstellungen oder eben „Gedanken“ nennen. Denken erfolgt immer in fixen Kategorien und so sind diese „Blasen“ im Grunde der völlig normale „Konsenz“ innerhalb einer Gruppe, die Gleiches oder Ähnliches denkt.

          Die Greta Thunberg ist eigentlich nichts Besonderes oder Neues, diese Ideen von Ihr sind viel älter als sie selbst und wurden schon vor Jahrzehnten ganz genauso gedacht und geglaubt. Thunbergs Aussagen fallen auf einen perfekt vorbereiteten Boden, der auf eine Ikone wie sie nur wartete! Das Messianische an Thunberg liegt also ganz in der Erwartungshaltung, die sich schon lange nach einer Symbolfigur sehnt. „Spooky“ ist daran so verdammt viel!

        • „Viele sind kommunikativ in Blasen gefangen und verlieren so den Blick auf die Verhältnismäßigkeit ihrer Ansichten und Forderungen.“

          Ok, werfen wir doch einmal einen Blick auf die Verhältnismäßigkeiten.
          Als ich Ende der 70er ausgelernt hatte, plante ich, meinen Lebensunterhalt in einem handwerkiichen Beruf zu bestreiten. Dann kochte die erstmals die Debatte um Umweltschutz und Klima hoch, weshalb ich – Grüner der ersten Stunde – beschloss, irgendwas in der Richtung zu studieren und meinen Beitrag für die Rettung der Welt zu leisten.
          Schon damals wurde gefordert, den Verkehr einzudämmen und den Energieverbrauch zu reduzieren. Die ganze Diskussion hatten wir also schon vor fast vierzig Jahren.
          Und was ist seitdem passiert?
          Ein paar kosmetische Veränderungen in der Energieerzeugung, aber ansonsten – NICHTS!
          Und schon damals wurde gewarnt, dass ein Verschleppen der nötigen Maßnahmen die Kosten immer weiter hochtreiben würde.
          Von Panik, Radikalität und fehlender Verhältnismäßigkeit kann also keine Rede sein. Bahn und ÖPNV wurden immer weiter zurückgefahren, während die Milliarden für den Straßenbau nur so prasseln. Inzwischen fliegen wir für nen Fuffie nach London, um dort bei Harrods zu shoppen, oder nach Barcelona, um dort ne Caipirinha zu süffeln.
          DAS sind für mich Exzesse, nicht die Forderung nach Maßhaltung.
          Bei Dir und Deinesgleichen sind die Maßstäbe verrutscht.

          Wenn wir reiche Deutsche nicht bereit sind, unsere lebenslange Dauerparty zurückzufahren, werden wir kaum glaubhaft Inder und Chinesen dazu motivieren können, deren Prokopf-Verbrauch deutlich unter unserem liegt.
          Und wenn die beiden Nationen unseren erreicht haben, werden wir uns warm – sorry, kalt – anziehen dürfen.

    • Ruhe bewahren […] Selbst wenn es brennt, ist diese Empfehlung die wichtigste, denn Panik und Aktionismus können hier schnell zu Tode führen

      Du meinst, wenn es brennt, sollte man erstmal in Ruhe seinen Tee trinken, vielleicht noch mal ne Nacht drüber schlafen, bevor man womöglich überstürzt handelt?

  18. „„Hyperloops“ könnten das Fortbewegungsmittel der Zukunft für lange Strecken werden.“

    Nein. Einfach nur nein. https://www.klopfers-web.de/text_213

    Deutschland sieht sich gerne als Vorreiter, und das wird immer mehr zur Wahnvorstellung. Das dachten viele auch bei der Energiewende. Die hat unsere Strompreise enorm ansteigen lassen, die CO2-Einsparungen sind minimal. Währenddessen hat Frankreich pro Kopf unter anderem deshalb einen deutlich niedrigeren CO2-Ausstoß, weil dort der Strom zum großen Teil mit Atomkraft erzeugt wird. Wenn die Lage so ernst ist, dass wir unsere CO2-Emissionen radikal senken müssen (was ich durchaus nicht bestreite), warum sehe ich in den Vorschlägen keine Rückkehr zur Kernkraft? Warum weigern sich die Grünen hier auch so vehement?
    Tatsache ist, dass die anderen Länder mitnichten daran denken, dem leuchtenden Beispiel Deutschlands zu folgen, die schauen sich Deutschland an und sagen: „So wollen wir das auf keinen Fall machen, die blöden Deutschen fliegen damit voll auf die Fresse.“ Und dann ist da noch das große Problem der armen Länder, die nach oben streben und zweifellos ihren CO2-Abdruck erhöhen werden (denn auch Afrikaner wollen gerne Häuser mit Klimaanlage und Kühlschränken), und das bei starkem Bevölkerungswachstum. Aber bei allem „Wir müssen den Gürtel enger schnallen“ traut sich keiner, Nigeria, Niger etc. zu sagen, dass die sich nicht mehr vermehren sollten wie die Karnickel, weil Kleinvieh eben auch Mist macht.
    Die Vorschläge da oben sind tw. einfach wenig durchdacht. Die Probleme erneuerbarer Energien sind bekannt, die werden auch nicht weniger, wenn man die erneuerbaren Energien mehr fördert. Geringverdiener zu entlasten, um einen Ausgleich zu den Teuerungen zu schaffen, ist löblich, wird sie aber nicht dazu motivieren, ihr Verhalten zu ändern.

    Und ganz zum Schluss: Man muss auch einfach mal politische Realitäten betrachten. Wir leben zum Glück nicht in einer Diktatur. Und wenn man Leute zu sehr unter Druck setzt, werden sie irgendwann Leute wählen, die diesen Druck reduzieren. Es bringt nichts, wenn wir jetzt radikale Maßnahmen ergreifen und dabei unsere Wirtschaft kaputtmachen (denn dummerweise ist etwa die Autoindustrie wie auch die chemische Industrie nicht nur dreckig, sondern ein Rückgrat der deutschen Wirtschaft) und somit viele Menschen um ihre Arbeitsplätze bringen, wenn die dann Leute an die Macht wählen, die die ganzen Öko-Bestrebungen hinwegwischen. Wenn wir nicht die persönlichen Bedürfnisse der Menschen beachten, können wir es vergessen, das System ökologischer zu machen, weil dafür dann einfach der Rückhalt fehlt.

    • Richtig. Bei Kernkraft gibt es allerdings das Müllproblem, welches nicht von der Hand zu weisen ist. Im (modernen) Reaktor ist das ganze natürlich relativ sicher (wenn man das Ding nicht wie die Japanesen auf eine Erdbebenspalte baut und dann auch noch zum offenen Ozean hin, so dass ein Tsunami da richtig schön rein knallen kann), im Salzstock halt nicht mehr so, denn da kann Wasser rein fließen oder andere Katastrophen entstehen.

      Darum müsste man massiv an neuen Reaktortypen forschen, Flüssigsalz, die sich bei Kühlmittelausfall selbst runterfahren (weil das Kühlmittel gleichzeitig der Moderator ist) und mit weniger stark strahlenden und weniger langlebigen Isotopen auskommen, die man dann nur noch für paar 100 Jahre wegpacken muss und nicht mehr für Jahrtausende oder gar transmutieren kann.

      Aber diese Forschung machen auch gerade fast alle anderen Industrienationen der Welt – nur nicht Deutschland…

      • PS: Idealer Weise würde man die konventionelle Atomkraft noch weiter betreiben bis die Next-Gen Reaktoren bereit stehen und diese dann so lange betreiben, bis wir den Durchbruch bei der Kernfusion geschafft haben denn in längerfristiger Zukunft werden wir um Fusion nicht herum kommen.

  19. Rechte: „Wir werden von Flüchtlingen überflutet. Deutschland wird überfremdet. Es findet eine Islamisierung statt!“

    Auch Rechte: „Die Klimawandel-Debatte ist reine Hysterie und Panikmache. Das sind nur Weltuntergangsszenarien“

    Mit meinem Kommentar will ich nicht alle Klima-Skeptiker in die rechte Ecke stellen, aber bin ich der einzige Mensch, der diese Parallelen erkennt?

    Ich persönlich gehöre eher zur politischen Mitte und kritisiere beide Seiten. Wir müssen beide Diskussionen sachlich und emotionslos führen.

    • Im Vergleich zum Klimawandel, lässt sich die Islamisierung extrem einfach aus den vorhandenen Daten extrapolieren:
      http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=460447

      Davon abgesehen gibt es eine Reihe von Protagonisten islamischer Länder, die daraus überhaupt keinen Hehl machen. Den Rest erledigt Geld aus Katar, Clanwesen und subtile Drohungen. Du wirst es vielleicht nicht mehr erleben, aber deine Kinder, spätestens deine Enkel.

      Ganz davon abgesehen, dass die ganze F**chtlingssache eine riesige und teure Lüge ist und eher nach einer verspäteten Umsetzung des Hooton-Planes aussieht.

      Wunderst du dich dann, wenn ein Großteil der Gegner, perfide als „Rechte“ mundtot gemacht, sich an den medial gepushten Aufregern nicht beteiligen möchte? Ich bin nach wie vor ganz bei Christian, wenn es einen Klimawandel gibt, halten wir ihn nicht auf. Wenn du Rechte für Klimapolitik gewinnen willst, dann locke sie mit nationaler Souveränität und Energieunabhängigkeit. Aber das tut natürlich keiner, weil der Klimahype ein globalistisches Projekt ist.

  20. Tote Hosen: Opel Gang (schämen sich jetzt bestimmt dafür 🙂

    Take a ride!

    „Won’t you take that ride on heavy metal?
    It’s the only way that you can travel down that road
    Satisfied on heavy metal Baby won’t you ride, ride it until it explodes“

    😀

    und überhaupt:

      • Linksgrünversiffter Übermensch müsste das heissen …. 😀
        Weh dir, Zarathustra, du siehst aus wie einer, der das Klima gefährdet!
        Und dabei ist er nur ein Gott, der schlecht zu Mittag gegessen hatte, vermutlich Veganes.

  21. Das Thema Kreuzfahrtschiffe passt hier eigentlich nicht rein.

    Die CO2-Bilanz des Schiffsverkehrs ist ausgezeichnet. Auf einem modernen Kreuzfahrtschiff reisen meist mehrere Tausend gleichzeitig. Schiffe fahren vergleichsweise langsam, haben wenig mit Reibung zu kämpfen und sind nicht umsonst bevorzugtes Verkehrsmittel für die meisten Frachten. Die Transportkosten sind billig wegen des geringen Energiebedarfs pro Strecke und Frachtgewicht.

    Das Problem des billigen Schiffsdiesels sind die ungleich höhere Schadstoffbelastung. Diese Schadstoffe kühlen als Aerosole (kurzfristig) das Klima.

    • Kreuzfahrtschiffe sind wahre Umweltsünder, da sie tonnenweise CO2-, Feinstaub- und Stickoxid-Emissionen produzieren.

      Pro Tag stößt ein Kreuzfahrtschiff:
      – So viel CO2 aus wie fast 84.000 Autos
      – So viel Stickoxide wie etwa 421.000 Autos
      – So viel Feinstaub wie etwa 1 Million Auto

  22. Nota Bene: Boris Palmer schreibt in der Bild Zeitung an Thunberg:

    „Du hast der Welt einen unschätzbaren Dienst erwiesen, indem du es fast alleine geschafft hast, den Klimaschutz in Politik und Gesellschaft endlich zu dem zu machen, was er bei nüchterner Betrachtung ist: das größte Menschheitsproblem im 21. Jahrhundert.“

    https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/greta-thunberg-boris-palmer-schreibt-liebe-greta-du-liegst-falsch-64922050.bild.html

    Thunberg hat nichts „alleine“ gemacht. Alles war seit Ewigkeiten vorbereitet. Und dann die grosse Inszenierung. Als „das größte Menschheitsproblem im 21. Jahrhundert“.

    Die gleichen Leute halten dann Trump für ein Baby, die Thunberg wie eine Erwachsene nehmen 😀

    Eine kollektive Psychose oder was ist das? Könnte nicht *das* das Problem des 21. Jrh sein?!

    • „Aber: Wir dürfen nicht in Panik geraten!

      Viele Grüße, Boris Palmer“

      Das ist aber der Kern der Botschaft, die DRINGLICHKEIT und VORDRINGLICHKEIT lassen sich am besten und schnellsten durch Panik erzeugen.
      unfassbar irre. Palmer ist also ein überlegter Weltuntergangsjünger, der keine Panik auf der Titanic möchte. Wie beruhigend!

  23. Falls es euch tröstet:

    „Mitte bis Ende der 2020’er tauchte ein technologischer Durchbruch im Energiesektor auf, der das Leben der Menschheit in den nächsten 100 Jahren am nachhaltigsten verändern wird. Die Eindrücke deuten auf die Kernfusionsforschung, genauer gesagt auf die Lösung des Problems, den Fusionsprozess am Laufen zu halten. Zuerst hält man sich jedoch bedeckt, da es technische, wirtschaftliche und politische Probleme gibt, die neue Energie unter die Bevölkerung zu bringen. Eine Lokalisierung, wo dieser Durchbruch in der Kernfusionsforschung stattfinden soll, deutete auf eine Gegend zwischen der Umgebung nordöstlich von Berlin und der Ostsee. Hierbei könnte der Wendelstein-Forschungsreaktor in Greifswald gemeint sein.“

    Aus
    http://signallinie.info/eine-neue-zukunft-sehen/
    einem Remote Viewing Project mit 4 Viewern in 6 Sessions (nicht übermässig viel, aber dafür Profis)

    Es ist eine Fortsetzung und Detaillierung von „eine Timeline in die Zukunft“:
    https://rv-akademie.de/index.php?option=com_content&view=article&id=459:timeline-der-zukunft&catid=79&Itemid=482

    Laut der um 2029 das letzte Atomkraftwerk der Welt, in China ans Netz geht.

    Das Interessante an remote viewing ist, dass i.d.R. sowohl Viewer wie auch sein Frage-Partner blind vorgehen, sie wissen nicht, welches „target“ sie gerade viewen. Das Ergebnis hängt stark von der target-Formulierung ab, die eine Kunst für sich ist. Ist sie zu ungenau oder zu suggestiv/spezifisch, kommt auch mal kompletter Unsinn heraus. Man kann etwa (so wurde das in obigem Link gemacht) verschiedene Wahrscheinlichkeiten abfragen (die Zukunft ist nicht fest), etwa das (derzeit) wahrscheinlichste Szenario, das dystopischste oder utopischste usw. (die entsprechend unwahrscheinlich sind). Man ersieht schon aus obigen Text, dass auch die politischen Unsicherheiten, die Umsetzung der Fusionstechnik betreffend, mit „gesehen“ werden.

    Das Gesamtbild ergibt sich erst nach vielen Sessions, mit verschiedenen Viewern (die sich optimalerweise gegenseitig bestätigen und ergänzen), die targets können im Verlauf einer solchen Reihe immer genauer formuliert werden. Beispielsweise könnte eine Folgefrage zu der Fusionsforschungssichtung sein, ob es sich bei der Energieneuerung in den 2020igern in Deutschland, um heiße Fusion handelt. Gelegentlich gibt es „Beifang“, mit dem man nicht gerechnet hat. Etwa wurde bei Sessions zur Börsenentwicklung der 9/11 geviewed (2 brennende Hochhäuser) allerdings dann komplett falsch interpretiert und der Zeitpunkt war in der Realität ein bisschen nach hinten gerutscht.

    Kann man alles bei cropfm nachhören:
    https://cropfm.at/archive/1?q=remote

    In den neueren Folgen sogar mit Manfred Jelinski, der das deutsche Standardwerk zum Thema geschrieben hat.

    • ja, Androsch, das ist noch irrer als der Klimawandel. Was würden denn Rechte machen? Mit Raumschiffen sich einen neuen Planeten (den legendären B) suchen?

      • Was würden Rechte wann machen?

        Und nein, irre ist das nicht. Jeder der sich näher damit beschäftigt, wird erkennen, dass da eine Menge dran ist. Die Realität ist ganz anders, als die meisten „Rationalisten“ glauben. Das cia hat die Technik nicht umsonst jahrelang eingesetzt.

        Aber weißt du was? Warten wir es einfach ab. Wenn es eintritt, hast du was gelernt, wenn nicht, dann ist es auch kein Verlust.

  24. Das allergeilste E-Auto stand in den Schweizer Alpen, aufgetankt mit Wasserenergie aus dem Ferienhaus da! Ein Typ flacher Lamborghini, eine echte Rakete. Da war unmittelbar zu sehen, wie privilegiert diese Technik in Wirklichkeit ist 🙂

    • Es gibt bestimmt eine Menge Leute, die 100-200 Tsd für ein Auto zahlen können und sich drüber freuen würden, dass die Anzahl der Autos dann überschaubar ist.

  25. Die meisten hier scheinen nicht zu glauben, dass ungebremste Emissionen fossilen Kohlenstoffs das Klima innerhalb dieses Jahrhunderts um mehrere Grad erwärmen kann. (Oder glauben, das sei kein wirkliches Problem?)

    Bekanntlicherweise sehen das die Klimaforschungsinstitute weltweit ganz anders. Die klimaskeptischen Einwände kommen ja nicht von den Klimaforschungsinstituten, sondern in der Regel von einzelnen Wissenschaftlern (oder gar Journalisten), die in den allermeisten Fällen keine Klimaforscher sind, sondern Ingenieure, Geologen und sonstigen Fachbereichen. Klimaforscher, die klimaskeptische Thesen vertreten, sind ausgesprochen selten. Auch die obengenannten Fachfremden sind eher „Einzelkämpfer“. Ich wüsste keine größere Gruppe von Gruppe von Forschern, die eine klares Gegenmodell vertreten, eher zerfällt die Kritik der Klimaskeptiker in sehr unterschiedliche Einzelthesen. (Zum Beispiel bestreiten manche, dass CO2 überhaupt eine Wirkung hat, aber das ist eher eine Einzelmeinung unter Einzelmeinungen.)

    Wie kommt das eigentlich? Ist das einfach so, dass alle Klimainstitute der Welt gekauft sind? Wie muss man sich das vorstellen? Steckt da eine mächtige Person dahinter? George Soros?

    Warum ist das nicht auch bei den Biologen so? Warum sind nicht alle Biologen stramm genderfeministisch drauf? Das ist doch grade das die ideologische Vorgabe, wie kommt es, dass die noch nicht gleichgeschaltet sind? Hat das mit der Bestechung/Erpressung da nicht so gut funktioniert?

    Wie funktioniert diese Verschwörung der Klimawissenschaftler?

    • So wie alle Verschwörungen, du wirst gekreuzigt, wenn du widersprichst. Eine Gemeinde aus Gläubigen.

      Ich hätte es nicht geglaubt, aber seit 9/11 ist es offensichtlich. Die Medien bringen immer noch die offizielle Lügenversion und lassen sich durch nichts dabei verunsichern. Es war die Mutter aller Lügen, wer das kapiert hat, sieht die Welt mit anderen Augen.

    • „Die meisten hier scheinen nicht zu glauben“

      Vor dem Glauben kommt das Wissen und das fehlt hier einfach. Und „listen & believe“ läuft eingach nicht.

      „Wie kommt das eigentlich? Ist das einfach so, dass alle Klimainstitute der Welt gekauft sind?“

      Sie folgen nur der allgemeinen Meinung. Zum Beispiel der aus der Zeitung. Gekauft ist da nichts.

      „Warum ist das nicht auch bei den Biologen so?“

      Weil da die Wissenschaft im Fokus geht. Aber lass es versichert sein: da wird auch viel Absonderliches und wenig Substanzielles gemacht, es hat nur keine politische Bedeutung. Zum Glück 🙂

        • Natürlich. Aber was heisst das schon?
          Sobald eine Gruppe eine Arbeitshypothese hat, wird diese einfach stur durchgezogen.
          Wissenschaftler sind auch Menschen mit Scheuklappen, die wie die Rindviehcher wiederkäuen, was ihnen vorgesetzt wird.
          Aus diesem Grund ist das mit der Reproduzierbarkeit und Nachvollziehbarkeit in der Wissenschaft so zentral 🙂

          • Und alle im Gleichschritt, wider besseres Wissen?

            Aus diesem Grund ist das mit der Reproduzierbarkeit und Nachvollziehbarkeit in der Wissenschaft so zentral
            Ja, in Fächern wie Soziologie und Psychologie ist das ein großes Problem.

          • @FS

            Nicht alle im Gleichschritt, wer aus der Reihe tanzt, wird als Häretiker aussortiert aus der Wissenschaftskirche: bekommt keine Forschungsmittel mehr genehmigt, kommt plötzlich nicht mehr durchs peer review, wird nicht mehr zitiert, wird aus Konferenzen ausgeladen usw.

            Du willst ein Beispiel? Da gibt es einige, zu anderen Themen zwar, aber das Prinzip ist immer dasselbe:

            „Der Leiter des „Mind-Matter Unification Project“ an der Universität von Cambridge, Brian D. Josephson, wurde sogar dezidiert aufgrund der Tatsache wieder ausgeladen, dass „eines seiner Hauptinteressen das Paranormale“ sei. Josephson gilt nicht nur als anerkannter Physiker, sondern erhielt 1973 sogar den Nobelpreis für Physik.“
            https://www.freenet.de/nachrichten/wissenschaft/interesse-an-psi-nobelpreistraeger-ausgeladen_2105338_4702462.html

            Oder ein anderes:

            „Medizin-Nobelpreisträger James Watson ist von einer Veranstaltung in London ausgeladen worden. Grund ist eine Aussage über die Intelligenz schwarzer Menschen.“
            https://taz.de/Nobelpreistraeger-Watson/!5193189/

            Es spielt nichtmal eine Rolle, ob das falsch oder richtig ist, was sie sagen, sie wurden allein dadurch zu Persona non grata, dass die bestimmte zeitgeistige Wahrheiten nicht mittrugen und dumme Journalisten das skandalisierten bzw. das erwartet wird und man in vorauseilendem Gehorsam alles schön glatt bürstet, denn Skandale kann sich kein Institut heutzutage leisten…

          • @Androsch Kubi

            Mich interessiert eher, wie sich so etwas überhaupt entwickeln kann. Dass Physiker (die meisten Klimatologen dürften Physiker sein) plötzlich und nahezu geschlossen einer Ideologie nachlaufen. Und das weltweit. Das erscheint mir doch erklärungsbedürftig. Warum gerade Klima? Warum trifft es Physiker? Sind die besonders anfällig? Wodurch haben die sich überzeugen lassen?

            Die ganze Misere müsste doch irgendwo ihren Anfang haben.

          • @FS

            „Die ganze Misere müsste doch irgendwo ihren Anfang haben.“

            Wer die Medien kontrolliert, kontrolliert die Wahrnehmung der Welt und kann dadurch steuern. Als der Hype noch nicht so medial aufgeblasen war, wie jetzt, äußerten sich auch noch mehr kritische Forscher, aktuell tun das nur noch die Außenseiter oder diejenigen auf den payrolls der Ölindustrie, weil es für allen anderen das Karriereende bedeuten würde.

            Jetzt frag mich bitte nicht, warum alle großen Medien dasselbe berichten. Es ist bei fast allen Themen fast durchgehend so, zumindest in Deutschland. Aber ob das daran liegt, dass die alle bei dpa abschreiben, dass Journalisten dumm und feige sind oder sämtliche Chefredakteure durchs CFR handverlesen sind:
            https://swprs.org/die-propaganda-matrix/
            ich weiß es auch nicht…

            Nur damit wir uns nicht missverstehen: ich weiß auch nicht, was wahr ist, aber erfahrungsgemäß liegt man ganz gut, wenn man das Gegenteil der MSM-Behauptungen als Hypothese nimmt. Ich schätze die Sache zu vielleicht 60% als Schwindel oder abgemildert „Übertreibung“ ein. Die Restunsicherheit liegt darin, dass ich eine Erwärmung wahrzunehmen glaube und eine andere Ursache nicht benennen kann (aber für möglich halte).

          • „Die Restunsicherheit liegt darin, dass ich eine Erwärmung wahrzunehmen glaube“

            In diesem Jahr habe ich das erste Mal in meinem Leben im August(!) ein heißes Bad genommen, weil ich fror. Ja, ich weiß: Wochen vorher wars auch hierzulande mal kurz richtig heiß (sprich deutlich über angenehm). Dennoch ist es erstgenannter Umstand, der mir vom Jahre 2019 im Gedächtnis bleiben wird.
            Und ich fürchte, es könnte diesen Winter auch mal wieder so richtig arschkalt werden.

            Die Sommer meiner Kindheit btw waren in meiner Erinnerung meist fürchterlich verregnet, während die Winter in meiner Gegend i.d.R. kaum mal Schnee brachten – der schon mal gar nicht so lange liegen blieb wie so oft während der letzten Dekade etwa…

            So, do I personally believe in global warming?
            No, sorry, I can’t.
            But I would really like it, actually.

          • @Androsch

            Du redest immer nur von den Medien, aber die Medien können nicht eine ganze Wissenschaftsdisziplin zwingen, nach ihrer Pfeife zu tanzen.

            Was die Verhaltensgenetiker erforschen ist auch nicht gerade auf Linie der Mainstreammedien. Da müsste der Druck noch deutlich stärker sein, die müssten erst recht ihre Ergebnisse um 180° verdrehen.

            Mit dem Mediendruck kannst allerhöchstens erklären, dass Wissenschaftler sich nicht trauen zu publizieren. (Was bei der Verhaltensgenetik z.T. der Fall ist.)

            Aber was du eigentlich erklären müsstest: Wie kommt es, dass Klimawissenschaftler einfach Fakewissenschaft produzieren, die das Gegenteil von dem behauptet, was tatsächlich wahr ist. Das müsste doch regelrecht organisiert werden (und Whistleblower könnten das dann aufdecken).

            Es geht hier nicht um irgendein Laberfach, in dem man alles deherfabulieren kann. Naturwissenschaftliche Forschung zu fälschen, die Fälschung geheim zu halten, und das auch noch in internationalem Maßstab – wie soll das gehen? Die Klimaforscher müssten alles mögliche einfach erfinden, und sich dabei noch gegenseitig abstimmen.

          • Diese ganzen persönlichen Erfahrungen sind schon deshalb irrelevant, weil man den Klimawandel immer global betrachten muss. Abgesehen davon muss man in Zeiträumen der Größenordnung 30 Jahre denken.

            Nicht umsonst arbeiten Klimaforscher mit global verteilten Messstationen (deren ungleichmäßige Verteilung herauszurechnen ist) und nicht irgendwelchen persönlichen Anekdoten.

          • Wieso glauben (einige) Menschen, dass man globale Klima-Veränderungen für mehrere Jahrzehnte vorhersagen könnte, wenn schon die lokalen Wetter-Vorhersagen immernoch so fehleranfällig sind wie sie sind?

            Entspricht es etwa nicht Deiner Erfahrung, dass es immernoch sinnvoller ist, mit eigenen Augen den Himmel zu beobachten, als auf eine Wetter-App zu vertrauen, wenn man wissen will, obs bald in Deiner Gegend regnet (oder nicht)?

          • Die Behauptung, die Art wie wir heizen und uns fortbewegen etc., hätte einen stärkeren Einfluss auf die Temperaturen als die Sonne, wird zukünftige Generationen sicher hochgradig amüsieren.
            No doubt about that.

          • Würdest du dir denn zumindest zutrauen, vorherzusagen, ob der kommende Dezember im Durchschnitt wärmer oder kälter als der diesjährige Juli sein wird. Wir können ja spaßeshalber eine Wette abschließen. Ich tippe auf kälter.

          • „Ich tippe auf kälter.“

            Wenn Du ehrlich bist, tippst Du doch auf: wärmer als die meisten Dezember der letzten Jahrzehnte/des letzten Jahrhunderts, oder doch nicht?

          • @FS

            „Du redest immer nur von den Medien, aber die Medien können nicht eine ganze Wissenschaftsdisziplin zwingen, nach ihrer Pfeife zu tanzen.“

            Sie tun es doch! Nicht nur beim Klima! Ich beschäftige mich selbst mit grenzwissenschaftlichen Themen und die Selektion ist bei nahe 100%, egal wie angesehen und seriös der Forscher ist, man stellt ihn sofort kalt, wenn er auch nur einen Blick auf bisher unerklärte Phänomene wirft (die sich empirisch aber eindeutig nachweisen lassen und physikalisch einen enormen Wissenszuwachs versprechen). Wie erklärst DU das denn? Und es gibt noch mehr Themen, bei denen das so ist, neuerdings halt auch das Klima.

            Die Wirkung einer medialen Kamapagne setzt nicht sofort ein, muss sie aber auch nicht. Die Forschungsprojekte die noch laufen und unwillkommene Ergebnisse bringen, werden totgeschwiegen oder in kleine missverständliche Artikelchen auf der „Vermischtes“-Seite platziert. Da Wissenschaftler aber auf Öffentlichkeit angewiesen sind, hat diese Zurichtung automatisch die gewünschten Folgen. Oder hast du einen medien-unabhängigen Blick auf sämtliche Forschung und bist in der Lage, diese nach Seriosität usw. zu gewichten? Also ich nicht und 99,9% der Bürger auch nicht! Wenn die Opportunisten und Gläubigen unter den Wissenschaftlern und Politikern aber den Ton angeben, weil sie Geld und Aufmerksamkeit heranschaffen, dann sorgen Selbige ganz von sich aus dafür, dass die Gegenseite nicht zu laut wird, das würde schließlich ihr Geschäftsmodell gefährden.

            „Was die Verhaltensgenetiker erforschen ist auch nicht gerade auf Linie der Mainstreammedien. Da müsste der Druck noch deutlich stärker sein, die müssten erst recht ihre Ergebnisse um 180° verdrehen.

            Das ist z.Z. nicht im medialen Fokus. Zumindest habe ich da nichts mitbekommen, wenn die dem aktuellen Zeitgeist in die Quere kommen, kannst du davon ausgehen, dass auch dort ein Maulverbot kommt. Bei dem Nobelpreisträger und seiner Äußerung über Schwarze, siehst du doch schon, wo spätestens die Grenze gezogen wird. Als es opportun war, gab es einen eigenen Fachbereich „Rasseforschung“, heutzutage wird schon die Behauptung, es gäbe sowas wie unterscheidbare Rassen, geahndet.

            „Mit dem Mediendruck kannst allerhöchstens erklären, dass Wissenschaftler sich nicht trauen zu publizieren. (Was bei der Verhaltensgenetik z.T. der Fall ist.)“

            Wer nicht publiziert, ist mittelfristig weg vom Fenster! Studien, bei denen Ergebnisse herauskommen, die man dann wegen des Zeitgeistes und der Medienhetze nicht publizieren kann, sind herausgeworfenes Geld!

            Das passiert auch im grenzwissenschaftlichen Bereich gelegentlich. So hat sich z.B. Uri Geller von sehr vielen Laboren untersuchen lassen. Viele davon haben dann die Ergebnisse nicht veröffentlicht (oder erst sehr viel später). Warum? Weil etwas herauskam, was sie in den Augen der Rationalistensekte und der Massenmedien nicht hätten herausbekommen DÜRFEN! Sie hätten sich selbst den Vorwurf ausgesetzt, nicht mehr auf der richtigen Seite zu stehen oder mindestens Opfer von Betrug geworden zu sein.

            „Wissenschaft“ ist eine Zeitgeisthure! Es gibt sie nicht, die „unabhängige Wissenschaft“, das ganze Setting ist falsch dafür, das ist eine mindestens ebenso unverschämte Lüge, wie die, dass wir eine Demokratie hätten!

            „Aber was du eigentlich erklären müsstest: Wie kommt es, dass Klimawissenschaftler einfach Fakewissenschaft produzieren, die das Gegenteil von dem behauptet, was tatsächlich wahr ist. Das müsste doch regelrecht organisiert werden (und Whistleblower könnten das dann aufdecken).“

            Tun sie doch, siehe Climategate, in 2010 traute sich der Spiegel sogar noch, etwas dazu zu schreiben:
            https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/climategate-alles-ueber-den-skandal-in-der-klimaforschung-a-688175.html

            Du verkennst auch die Natur von Wissenschaft. Sie ist wie ein PingPong-Spiel. Jemand findet etwas heraus und jemand anderes schießt Löcher hinein, so lange, bis etwas wie ein Konsens gefunden wurde, der dann wiederum von anderen angegriffen wird. So sollte es zumindest sein. Es gibt eben (normalerweise) nicht WahrheitX, die am TagX verkündet wird. Es reicht daher vollkommen, die Gegenrede zu verhindern und du bekommst einen völlig schiefen Stand, der automatisch in eine Richtung rennt und sich dabei immer mehr verfestigt, weil immer mehr Leute dran hängen und was zu verlieren haben…

            „Die Klimaforscher müssten alles mögliche einfach erfinden, und sich dabei noch gegenseitig abstimmen.“

            Es reicht zu verbiegen, selektiv Daten wegzulassen, du weißt doch, wie man Statistiken fälscht, Erwartungsfehler usw. da es keine Gegenrede gibt und sich niemand traut die Widersprüche aufzugreifen (und wenn er es doch tut, aus dem „Diskurs“ entfernt wird), entsteht da wie von Zauberhand ein vollkommen eindeutiges Bild…

            Ich weiß nicht, wie extrem das in der Klimawissenschaft ist, aber Climategate und der Medientrubel, lassen eine entsprechend heftige Schlagseite vermuten…

          • Zu deinem Interessenbereich Grenzwissenschaften kann ich nichts sagen, hab mich damit nicht beschäftigt.

            Du scheinst aber nicht zu unterscheiden zwischen den Massenmedien und wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Über letzteres entscheiden die Wissenschaftler selbst, und die sind auch weniger abhängig vom Zeitgeist. (Obwohl es da natürlich auch Abhängigkeiten gibt, etwa über deb Zugang zu Forschungsgeldern.)

            Bedenke auch, dass der Zusammenhang zwischen CO2-Emissionen und bevorstehender Klimaerwärmung schon sehr früh erkannt und auch in der Größenordnung richtig eingeschätzt wurde. Die Theorien zu CO2/Treibhauseffekt/Rückkopplungen sind seit langer Zeit konsistent. Ich rede da von mehr als hundert Jahren. Arrhenius, der es als erster vorausgesagt hat, war noch einer von den guten alten weißen Männern, weit entfernt davon, linksgrünversifft zu sein.

            Dagegen sind gerade die Medien sehr wankelmütig. Da wird in den 70ern die Einzelmeinung einer bevorstehenden Eiszeit gehypt (trotz Kritik aus der Fachwelt), die Klimaberichterstattung ded Spiegeld war bis vor kurzem in der Hand eines Klimaskeptikers. Da gibt es gar nicht diesen beständigen Druck aus einer Richtung. Die Medien springen auf das auf, was Emotionen, Klicks und Auflage schafft. Aktuell wird da die Greta-Welle geritten. Was heißt das schon? Wer weiß, wie es in drei Jahren aussieht.

          • @FS

            „Du scheinst aber nicht zu unterscheiden zwischen den Massenmedien und wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Über letzteres entscheiden die Wissenschaftler selbst, und die sind auch weniger abhängig vom Zeitgeist. (Obwohl es da natürlich auch Abhängigkeiten gibt, etwa über deb Zugang zu Forschungsgeldern.)“

            Die Journals veröffentlichen nicht, was ihnen nicht in den Kram passt, die Auswahl der „peers“ ist willkürlich, gegen einen abschlägigen Bescheid gibt es m.W. keine Einspruchsmöglichkeit. Ich habe sowas aber noch nie mitgemacht, genau weiß ich es nicht. Klar rutscht immer mal was durch, aber das erfährst du halt nicht, weil die Massenmedien es nicht breittreten. Die Wissenschaftscommunitiy weiß zwar Bescheid, aber ignoriert es oder wertet es nur unter der Hand aus.

            „Bedenke auch, dass der Zusammenhang zwischen CO2-Emissionen und bevorstehender Klimaerwärmung schon sehr früh erkannt und auch in der Größenordnung richtig eingeschätzt wurde. Die Theorien zu CO2/Treibhauseffekt/Rückkopplungen sind seit langer Zeit konsistent. Ich rede da von mehr als hundert Jahren. Arrhenius, der es als erster vorausgesagt hat, war noch einer von den guten alten weißen Männern, weit entfernt davon, linksgrünversifft zu sein.“

            Dazu kann ich nichts sagen. Auch aus dem Grund, weil ich die physikalischen Zusammenhänge nur ansatzweise verstehe, aber längst niemandem mehr traue.

            Sagen wir es so: der Mensch hat sicherlich einen Einfluß (falls es tatsächlich eine Erwärmung gibt, auch da bin ich nicht sicher), die Frage ist jedoch:

            1) wie groß ist der

            2) wie findet er statt, also ob tatsächlich primär über CO2 oder vielmehr über Methan, Wasserdampf oder Entwaldung (Wärmekapazität der Landfläche sinkt usw.), je nachdem wären andere Gegenmittel nötig

            3) die angebliche Erwärmung anderer Planeten, sowie des Mondes wird zwar offiziell abgebügelt, aber da traue ich den Interpretationen nicht, wäre das nämlich der Fall, würde es auf eine bisher nicht entdeckte Wärmequelle hinweisen (etwa Neutrinos etc. pp. ich halte unsere Physik noch für sehr primitiv)

            Kurz: hau-ruck-Maßnahmen, deren Wirkung sehr wahrscheinlich unter der Nachweisgrenze liegen, aber uns über Gebühr belasten, lehne ich ab. Zumal das Ausland eh nicht mitspielt. Für innovative Alternativkonzepte, von Fusionsenergie bis zu Desertec und Offline-Windkraft, bin ich hingegen offen, insbesondere natürlich, wenn sie unsere Unabhängigkeit vom Ausland stärken. Allerdings sollten die Bemühungen dann nicht dadurch konterkariert werden, dass wir hier massenweise Menschen dazuholen, da haben insbesondere die Grünen auch wieder eine fette kognitive Dissonanz.

        • „Sind denn den Klimainstituten keine Naturwissenschaftler beschäftigt?“

          Das PIK ist kein Wissenschaftsinsstitut, sondern eine Propagandaschleuder. Hysteriker wie Rahmstorf und Schellnhuber vom PIK betreiben keine Wissenschaft, sondern Demagogie und politischen Aktivismus.

          Die meisten normalen Klimatologen, die zB an Unis ganz normal forschen, sagen keine Katastrophe voraus, aber die werden nicht in Talkshows eingeladen.

    • Bevor es kein (angebliches) Problem „menschengemachter Klimawandel“ gab, gab’s auch keine Klimaforschung im heutigen Sinne. Das heißt Klimaforschung ist durch diese Hypothese (eine wissenschaftliche Theorie ist es nicht) überhaupt erst entstanden. Kein „menschengemachter Klimawandel“ –> keine Klimaforschung (oder zumindest nicht mit der Bedeutung und daher nicht in dem Ausmaß, wie derzeit der Fall).

      In einem weiteren Kommentar in diesem Strang hier, wo ich allerdings nicht mehr direkt antworten kann, schreibst du:

      „Aber was du eigentlich erklären müsstest: Wie kommt es, dass Klimawissenschaftler einfach Fakewissenschaft produzieren, die das Gegenteil von dem behauptet, was tatsächlich wahr ist. Das müsste doch regelrecht organisiert werden (und Whistleblower könnten das dann aufdecken).

      Es geht hier nicht um irgendein Laberfach, in dem man alles deherfabulieren kann. Naturwissenschaftliche Forschung zu fälschen, die Fälschung geheim zu halten, und das auch noch in internationalem Maßstab – wie soll das gehen? Die Klimaforscher müssten alles mögliche einfach erfinden, und sich dabei noch gegenseitig abstimmen.“

      Tun sie ja auch. Und „Whistleblower“/Leaker gab’s ja auch. https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/climategate-alles-ueber-den-skandal-in-der-klimaforschung-a-688175-1.html
      (Achtung, es sind 7 Seiten.)

  26. Das ist interessant, da es aufzeigt, in welchem Gesamtrahmen sich der CO2-Kreislauf befindet:

    „Over millions of years, the weathering of rocks captured carbon dioxide and rivers carried it to the ocean as dissolved inorganic carbon, which is used by algae to build their calcium carbonate shells. When algae die, their skeletons fall on the seafloor and get buried, locking carbon from the atmosphere in deep-sea sediments.“

    https://news.rutgers.edu/theory-earth%E2%80%99s-climate-last-15-million-years-wrong/

    „Meanwhile, the scientists – surprisingly – also found that algae called coccolithophores adapted to the carbon dioxide decline over 15 million years by reducing their production of calcium carbonate. This reduction apparently was not taken into account in previous studies.“

    • Over millions of years, the weathering of rocks captured carbon dioxide and rivers carried it to the ocean as dissolved inorganic carbon

      Das ist der Grund, warum wir in das sog. Eiszeitalter gekommen sind. Ein Prozess, der sich nicht über Millionen Jahre, sondern eher mehrere hundert Millionen Jahre erstreckt. Es gibt – nach vollständiger Vereisung der Erde einen gegenläufigen Mechanismus: Durch die Eisbedeckung kommt dieser Verwitterungsprozess am Gestein zum Erliegen. Kohlendioxidemissionen aus Vulkanen, die vorher zu schwach waren, um den vorgenannten Prozess zu kompensieren, gewinnen nun die Oberhand, und die Erde taut wieder auf.

      Nichts Neues.

      This reduction apparently was not taken into account in previous studies

      Für die gegenwärtigen Prognosen ist das irrelevant. Solche evolutionären Prozesse sind viel zu langsam.

      • „Kohlendioxidemissionen aus Vulkanen, …. gewinnen nun die Oberhand“

        Warum sollte das eine Folge der Vereisung sein? Die Vereisung ist hier eher eine Sackgasse, aus der es tendenziell nicht mehr herausgehen sollte.

        • Es ist keine Folge der Vereisung. Kohlendioxid wird einerseits durch Verwitterung gebunden und landet am Ende in den Sedimenten der Meeresböden. Andererseits wird Kohlendioxid durch Vulkanismus emittiert. Beides zugleich, doch der Verwitterungsprozess ist langfristig gesehen stärker (beide Prozesse variieren), so dass in der Gesamtbilanz das Kohlendioxid ganz allmählich aus der Atmosphäre verschwindet. Bei hinreichender Vereisung kommt der eine Prozess um Erliegen, der andere nicht.

        • yVereisung ist hier eher eine Sackgasse, aus der es tendenziell nicht mehr herausgehen sollte.

          Du bestreitest ja den Treibhauseffekt. Aber genau dieser sorgt dafür, dass die Erde wieder auftaut (und schließlich extrem heiß wird wegen der Unmengen an CO2, die nun in der Atmosphäre sind).

          • Vor allem brauchst du für deinen vorgeschlagenen Kreislauf Vulkanausbrüche, die richtig viel CO2 liefern. Sonst taut es in deinem Modell nicht mehr auf und die Welt endet in Eis. Wenn dein simples Modell stimmig wäre, dann sollte die Welt zur Vereisung neigen und lange Zeiten unter Eis liegen.

            Wie auch immer: Die Interpretation der alten Sedimente, auf die man angewiesen ist, ist eine extrem heikle Sache.

          • Es ist nicht „mein“ Modell.

            Die Erde neigt zur Vereisung, ja.

            Man braucht richtig viel CO2, aber die Natur hat auch richtig viel Zeit. Räumst du denn ein, dass CO2 einen Erwärmungseffekt hat? Es klingt fast so.

          • Dass so viel CO2 notwendig ist, um das Eis wegzutauen, führt dazu, dass eine extrem heiße Phase nachfolgt. Die Abkühlungsphase ist dann sehr viel länger.

            Man kann das Klima relativ leicht aus einem stabilen Zustand herausbringen. Es neigt durch die positiven Rückkopplungen zu extremen Ausschlägen.

          • CO2 hat sicher die Eigenschaft Wärme einzufangen und es ist plausibel die hohen Oberflächentemperaturen der Venus damit zu erklären. Welchen Effekt geringe Konzentrationen CO2 haben, das ist die grosse Frage, die eben unbeantwortet ist. Und das wird wahrscheinlich deshalb unbeantwortet sein, dass sich hier gar kein Effekt zeigt. Es wird irgendeine Schwelle geben, bei der CO2 als Treibhausgas wirksam wird, vermutlich sind das viele Prozent, also viele Hunderstel. Auf die Wechselwirkung mit anderen Gasen wird es auch ankommen, da Absorbtions- und Emissionsspektren sich in folge dessen erheblich verschieben können. Solange das alles nicht *experimentell* gezeigt worden ist, kann es damit aber nicht weitergehen. Was die „Klimawissenschaftler“ aber natürlich von ihren Weltuntergangsphantasien nicht wird abhalten lassen.

          • Ohne den CO2-Anstieg wäre die Erde wohl vorallem nicht so grün:
            https://www.nasa.gov/feature/goddard/2016/carbon-dioxide-fertilization-greening-earth

            Wo war nochmal der Beweis, dass eine moderate Zunahme der durchschnittlichen Erdoberflächentemperatur (nicht nachweisbar für die Jahre 1998-2013) schädliche Auswirkungen haben müsse? Warum nennt man die mitteralterliche Warmzeit überhaupt Klima-Optimum? Optimum klingt schließlich nach etwas, von dem man froh sein könnte, es mal zufällig zu erreichen?

  27. „der Meeresspiegel steigt (einige Länder/Städte und Inseln werden überflutet)“

    Fun fact: der Oscar- und Friedensnobelpreisträger Al Gore oder auch Barack Obama haben sich Häuser nah am Meer gekauft. Würde das denn jemand tun, der wirklich glaubte, dieses Investment würde in naher Zukunft womöglich absaufen?

    • Wenn ihre Anwesen mal absaufen kann man schön klagen. Raucher kriegen ja auch Millionen von der Tabakindustrie, dann sind Häuslebauer sicher auch in der Lager die Braunkohleindustrie zu verklagen.

    • Ihre Gebiete sind entweder nicht betroffen oder sie können sich ausreichend davor schützen. Es trifft eher Menschen aus ärmeren Ländern, die nicht schnell genug Dämme bauen können. Besonders tropischen Inselstaaten wie z.B. in der Karibik droht im Zusammenspiel mit immer intensiveren Wirbelstürmen die totale Verwüstung.

      Großstädte wie Osaka, Shanghai, Rio de Janeiro, Miami und New York sind zwar auch gefährdet, aber sie können sich darauf vorbereiten. In New York gibt es das riesige Infrastrukturprojekt „The Big U“, um Manhattan vor der nächsten Flut und dem nächsten Megasturm zu schützen. Auch in Hamburg ist der Hochwasserschutz Daueraufgabe.

  28. (GROẞSCHREIBUNG bitte als Fettgedruckt sehen, nicht als geschriehen, wo kann ich denn nachlesen wie ich hier meinen Text formatiere??)

    Ich denke Deine Lösungsvorschläge gehen an den größten Problemen weit vorbei.

    Schau dir an wie USA und IWF wirtschaftsschwache Länder behandeln, wenn Deutschland sein Wachstum einschränkt aber China, Indien, Russland u. USA nicht, dann könnten wir in einigen Dekaden recht arme Schlucker sein. Die Relationen müssen stimmen und dafür ist eine verbindliche INTERNATIONALE ZUSAMMENARBEIT dringend notwendig. DA sehe ich aber recht schwarz. Ich denke dafür muss eine ganz neue Art des menschlichen Umgangs, vielleicht eine ganz neue Sprache erfunden werden, und ich sehe bei den Mächtigen dafür kein Interesse und beim „Suverän“ kein verständnis.

    Deine Lösungsvorschläge sind fast alle auf den Privatmenschen gerichtet, dabei sagst du selbst, dass der Löwenanteil dort nicht entsteht/vermeidbar ist. Ich denke die Industrie und ihre Lobbyisten haben herrvorrangende Arbeit geleisted die Schuld und die Problembehandlung vor allem auf Privatmenschen zu verschieben, jetzt fahren die gutbetuchten WEITER und HÄUFIGER mit ihrem SUV zu kleinen, aber ÜBERTEUERTEN Ökoläden und der größte Teil der Nahrungsproduktion ist NOCH umweltschädlicher geworden. Agrawüsten vernichten Arten, und die Biodiversität ist deswegen in der Stadt schon höher als auf dem Land. Es sollte jeder Acker einen Streifen unberührter Natur haben wo sich die Tier- und Pflanzenwelt erholen und zurückziehen kann.

    Betrachte man den Klimawandel mit der Spieltheorie, sehe ich noch einige Probleme. Es ist durchaus gewinnversprechend in Wachstum zu investieren und später als reicheres Land mit dem Mehrgewinn besser aufgestellt zu sein, um Dämme und Berieslungsanlagen und was weiß ich noch alles aufzubauen.

    International muss auch das derzeit vorherrschende Wachstumdogma eingehegt werden, in wenigen Dekaden werden sonst erst 5-7 später mehr als 10 Flugzeuge PRO TAG produziert, und die Chinesen haben 600 Mio PKW…

    Ich sage auch nochmal: es gibt Treibhausgase die 25mal oder sogar mehr als 2000mal so Schädlich sind wie CO2, ich halte es wirklich für sehr wichtig sich nicht nur auf CO2 zu fokusieren. Methan(CO2x23mal) und Tierhaltung ist zB ein Stichwort, vom Viel-Fleisch-Esser zum Veganer unzusteigen ist als würde man vom SUV zum Fahrrad wechseln.

    Das EEG hat teilweise absurd dumme Auswirkungen, Betriebe die extrem von Strom abhängig sind sollten von der Umlage befreit werden. Da sag ich OK für Alu zB, aber warum darf sich ein Golfplatz mit seiner Beleuchtungsanlage befreien lassen? Oder ein McDonalds mit seinen Fritösen, und warum kann ich von einem Elektrogeschäft lesen das auf 2 Stockwerken auf LEDs umstellt und dann MEHR FÜR STROM ZAHLT, weil es beim Anbieter aus der Großverbraucher-Bepreisung rausfällt?!?

    Auch der Populismus und die Unsachlichkeit in Politik und Medien muss sich ändern, ich hab vor 10-20 Jahren mal „The Consumer’s Guide to Effective Environmental Choices …“(www.amazon.com/Consumers-Guide-Effective-Environmental-Choices/dp/060980281X) gelesen, wo Wissenschaftler mal richtig geforscht haben was wo und wie effektiv im Privaten geändert werden kann um der Umelt zu helfen. Dann weiß man das Wochen auf Plastiktüten verzichten weniger bringt als einmal das Auto durchs Rad zu ersetzen. Und die Grünen machen in meinen Augen wirklich einen schlechten Job: Statt Leute die durch übermäßiges Vielfliegen auffallen mit schmerzhaften Arschtritt rauszukannten, werden diese in Führungspositionen gehoben. Plastiktüten werden verboten und die Grünen feiern sich als Ökoapostel, OBWOHL DER UMWELTSCHADEN durch dicke Papier- oder Plastebeutel HÖHER IST! Statt die Ökodiskussion zu versachlichen, durchdachter und informativer zu gestallten wird PANIK UND HETZE BEFEUERT. Die sind für mich zu einer GREENWASHING-PARTEI VERKOMMEN, und die anderen Parteien haben natürlich auch große Schuld daran, weil sie unsere Mitwelt noch fahrlässiger behandeln. Die Politik und die Medien sind gleichermaßen daran Schuld, dass der PRIVATMENSCH seine Krümmel mit einer Pinzette von A nach B tragen soll, während hinter seinem Rücken millionen-tonnen Schwere Umweltlasten entstehen.

    Ich stimme ja mit deinen Vorschlägen fast vollständig Überein, aber woanders sind größere, wirksamere und billigere Hebel. Ich versuche das mal auseinander zu klamüstern:

    + Wenn wir die Spritpreise erhöhen, müssen wir gleichzeitig den ÖPNV ausbauen, der pünktlich und nicht überlastet ist. Bus- und Bahnfahren müssen durch günstigere Ticketpreise attraktiver gemacht werden

    Nur noch 6L-Autos zulassen und bis 2030 dann nur noch 4L/100km erlauben. ÖPNV ist Netzwerk und durch Streiks können die Lockführer das ganze Land lahmlegen, dies muss eingeschränkt werden, natürlich für Benefits wie mehr Freizeit/Geld als in Branchen mit uneingeschränkten Streikrecht.

    + Wir müssen die Geringverdiener z.B. in Form einer Klimadividende finanziell entlasten. Das Klimapaket darf nicht unsozial sein, denn sonst kommt es hierzulande auch zu Gelbwestenprotesten

    Finde ich auch, nur kannst du dann Sprit kaum noch weiter erhöhen, statt dessen sollten Superreiche, wo mancher als Einzelner so viel Treibhausgas produziert wie ein Viertel in einer Stadt eingeschränkt werden. Aber die melden ihren Privatjet und ihre Jacht dann halt woanders an…

    + Menschen, die auf dem Land bzw. in strukturschwachen Regionen wohnen, und noch keinen Zugang zu Bus oder Bahn haben, müssen berücksichtigt werden. Dafür sollten Härtefallfonds eingerichtet werden

    Der Spritpreis ist am Maximum für Normalverdiener und darüber hinaus für Geringverdiener (jeweils Landbewohner). Der Staat finanziert zB 70-90% aller deutschen Prosche durch absetzbare Steuern für Dienstwagen. Also Dienstwagen die von der Steuer absetzbar sein sollen dürfen nicht mehr als ECHTE 6L verbrauchen.

    Der Flugverkehr sollte bestenfalls INTERNATIONAL mit einer ÖKOSTEUER BELEGT werden, vor allem weil die schon beim BAHNVERKEHR ERHOBEN wird.

    + Wir brauchen mehr fahrradfreundliche Straßen, die besser geschützt sind. Pro Jahr gibt es ca. 90.000 Radunfälle, wovon 450 tödlich enden

    Jep mehr Platz und Rücksicht fürs Rad wird schon viel bringen, in meiner Stadt wurde ein bissl die Situation verbessert und in einer Dekade waren mehr Menschen aufs Rad umgestiegen als politisch anvisiert war. Aber es ist noch eine ganze Menge Luft nach oben, und Radfahren ist immer noch wegen der Luftbelastung und der Ampelphasen (die auf An-Aus-Motoren statt auf warme Muskeln ausgelegt sind) nicht so gesund wie es sein könnte. Steckt man da Geld in Förderungen und Inovationen kann bestimmt eine Menge bei rumkommen, zB brauchbare Lastenräder oder Regenschutz für schlechtes Wetter.

    + Fleisch aus der Massentierhaltung muss teurer werden (Ich fordere kein Fleischverbot!)

    „Massen“ ab wann beginnt das? 100 Betriebe mit 20 Tieren verbrauchen mehr Resourcen als 2 Betriebe mit 1000 Tieren, und das Tierwohl kann mit entsprechenden Gesetzen und KONTROLLEN(!) vielleicht sogar besser eingehalten werden als in kleinen Betrieben(Familie hat Grippe, Tiere auf der Klippe).

    EU-Subventionen gehen in GB/DEU/SCH u. Östereich etwa zu 45-60% in die Tierproduktion, wenn man diese Subventionen SENKT, essen die Leudz mehr Pflanzen, werden gesünder und Fleisch&Co wird teurer.

    + Weniger Plastik in Verpackungen (Druck auf Unternehmen ausüben)

    Der Segen von Plastik ist ja, dass es Material einspart, mit ein paar Gramm Plastik ist alles Mögliche sehr flexibel verpackt. Druck auf Unternehmen? Immer dieser Druck, und letztenendes gibt’s Verpackungen die wegen des Gewichts und des Resourcenverbrauchs bei der Herstellung ökologisch noch SCHLECHTER SIND! Plastikflaschen sind wegen des Gewichts zB bei Milch besser in der Klimabilanz.

    Ich finde verboten werden sollten sofort alle BPA-Stoffe und andere die auch nur in Verdacht stehen den Hormonhaushalt von Menschen zu beeinflussen. Dann finde ich man sollte eher mit Belohnung Arbeiten. Z.B. die Firma prämieren, die als erstes eine inovative Möglichkeit entwickelt 100 Bonbons mit nur 50% oder 20% der üblichen Verpackungsmenge zu verkaufen. REGLEMENTIERT werden sollte unnötiges Plastik, zB hochpreisige Marmeladen, wo das Glas komplett umhült ist mit 20-Farben-Druck Plastik (auch ein Psychotrick: Füllhöhe nicht erkennbar=wird mehr aus dem Glas geschöpft)

    Reglementiert werden sollte umweltschädliche Beschmückung, warum sind Farben mit Schwermetallen für Nahrung erlaubt? 6 UMWELTFREUNDLICH Farben max. erlauben, ich persönlich bin für schwarz+weiß, und ein Foto am Supermarktregal. Und statt 200+ Verschiedene Plastikarten nur noch 20 oder 6 erlauben (würde auch das Recycling verbessern).

    + Wir müssen den Gütertransport von der Straße (LKWs) mehr auf die Schienen verlagern

    Ist auch ein Netzwerk Problem, wer soll den Ausbau bezahlen? Da braucht es mAn ganz neue Konzepte, letztendlich könnte dadurch viel Geld u. Resourcen gespart werden, aber der Ausbau frisst erstmal eine Menge Geld. Und die Instandhaltung ist auch teuer. Derzeit bezahlen das unterirdisch bezahlte LKW-Fahrer und die Allgemeinheit mit Straßenbau. Und derweil werden viele LKW-gehackt, damit die Filter abgeschaltet bleiben und weniger von diesem Blue-Zeugs verbraucht wird, und mehr Leistung am Berg vorhanden ist (Kontroll? Fehlanzeige!)

    @Marc in Anschluss: ich denke du bist in einigen Fällen naiv auf eine Gehirnwäsche reingefallen, welche die Last des Änderns und den Fokus der Aufmerksamkeit auf den Privatmenschen abwälzen möchte:

    + Verschmutzungslizenzen (CO2-Zertifikate) und deren Handel ist ein unkontrollierter, korrupter und zu billiger Sündenpfuhl

    + Abgas-, Pestizit- und Agrar-normen ebenso, Autos verbrauchen x-fachmehr als angeblich gemessen, Filter werden regelwidrig ausgeschaltet, statt EINEM werden 5 Pestizide verspritzt mit unvorhersagbaren Wechselwirkungen bei Tier u. Mensch und TROTZDEM die Grenzwerte eingehalten, die Böden werden misshandelt, allein in den USA geht JÄHRLICH Ackerkrume verlohren die einen Güterzug, der mehr als 20mal um die Erde reichen würde, füllen könnte. Artenreichtum und Pflanzenwelt werden IMHO verbrecherisch WEGGESCHNITTEN UND UMGEPFLÜGT der SCHEIẞ WIRD MIT 100derten MILLIARDEN SUBVENTIONIERT und du willst BAMBUSZAHNBÜRSTEN KAUFEN(hier wars geschriehen). WTF

    + regionales Gemüse? Warum zum Teufel sind Kartoffeln aus Agypten billiger als die aus dem Kartoffelland-Deutschland, OBWOHL DIE EU EINEN RIESEN SUBVENTIONS ETAT HAT!? (Im übrigen sind Äpfel aus Neuseeland teils umweltfreundlicher als gekühlte Äpfel aus .de) WTF: DU UND ICH SOLLEN GEFÄLLIGST DIE DEUTSCHEN Kartoffeln kaufen, aber nicht fragen warum im Wüstenland Agypten billiger Angebaut werden kann? ( It’s got Electrolytes! Idiocrazy https://www.youtube.com/watch?v=-Vw2CrY9Igs)

    +Plastiktüten werden verboten, aber Papiertüten sind oft umweltschädlicher: Irrsinn! Lass die Leute halt 30Cent für ne Tüte blechen, aber wenn jetzt alle Papier oder diese extrafesten Plastebeutel kaufen verschlimmert sich die Bilanz doch nur.

    +Leitungswasser trinke ich nicht, weil ich keine Hormone und Medikamente mag, die dort nicht rausgefiltert werden.

    +Supermärkte sollten verpflichtet werden, nahezu abgelaufenes Gemüse billiger zu verkaufen und bestraft werden wenn sie es wegschmeißen müssen. Derzeit lassen die sich als Wohltäter feiern in dem sie ENTSORGUNGSGELD FÜR IHREN NAHRUNGMÜLL mit Hilfer der sogenannten „Tafel“ u.ä. sparen.

    +Ein Großteil des Microplastiks entsteht durch Kleidung und Wäsche, ich habe 10 Jahr fast nur Naturfaser getragen.

    +Kreuzfahrten gehören erheblich verteuert, was so ein Schiff an Schweröl verbraucht und kaum gefiltert, teilweise innerhalb von Städten ablässt ist nicht hinzunehmen. In stadtnahen Häfen ist am Peer überall eine elektkrische Versorgung für Schiffe einzurichten die dann auch ihre Motoren ausschalten müssen. ( Fun-Video: https://www.trendmutti.com/2019/08/21/vegane-kreuzfahrt/ )

    +Ökostrom ist oft nur greenwashing es gibt 2 echte Ökostromanbieter (Greenpeace und noch einer, mag sich die letzten Jahre verbessert haben), ein längst abbezahltes Wasserkraftwerk von zB RWE sorgt nicht für mehr Investitionen in Ökostrom, sondern macht vielleicht noch Kohle u. Atom günstiger…

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