Die Grünen wollen „Gewicht“ als eigenes Merkmal in die Antidiskriminierungsgesetze bringen

Aus einem Antrag der Grünen Berlin:

Diskriminierungsmerkmal „Gewicht“ ins Landesantidiskriminierungsgesetz

Die Frauen*VV möge beschließen:

Bündnis 90/Die Grünen Berlin sprechen sich dafür aus, das Diskriminierungsmerkmal „Gewicht“ ins neue Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) aufzunehmen. Der Landesvorstand, die Abgeordnetenhausfraktion, die grünen Mitglieder des Senats und insbesondere die Senatsverwaltung für Antidiskriminierung sind nun gefragt, diese Forderung aufzugreifen.

Wir begrüßen, dass die rot-rot-grüne Regierungskoalition in Berlin die langjährige grüne Forderung nach einem Landesantidiskriminierungsgesetz umsetzt, Schutzlücken schließt und Berlin zur Vorreiterin im Bereich Antidiskriminierung macht. Jedoch fehlt im Gesetzentwurf bisher das Merkmal „Gewicht“. Durch den aktuellen Merkmalskatalog ist Gewichtsdiskriminierung nicht abgedeckt. Wir fordern daher, „Gewicht“ als eigenständiges Diskriminierungsmerkmal im neuen Landesantidiskriminierungsgesetz zu berücksichtigen. Sofern hier ein übergeordneter Merkmalsbegriff wie „äußeres Erscheinungsbild“ eingesetzt wird, ist Gewicht explizit als erläuternder Zusatz zu nennen. Nur so können wir für die Betroffenen Rechtssicherheit schaffen und der Fehlannahme begegnen, Gewicht sei veränderbar und daher kein körperliches Merkmal im eigentlichen Sinne.

Gewichtsdiskriminierung ist eine Form von Diskriminierung, die genauso stark wirkt und genauso inakzeptabel ist wie Diskriminierung aufgrund der Merkmale, die bereits im Katalog des LADG erfasst sind. Wie diese läuft Gewichtsdiskriminierung den Menschenrechten zuwider. Daher ist „Gewicht“ als eigenständiges Diskriminierungsmerkmal im neuen Landesantidiskriminierungsgesetz zu berücksichtigen.

Begründung:

Ein hohes Gewicht führt nachweislich zu Stigmatisierung. Gewichtsdiskriminierung und Körperhass durchziehen unsere gesamte Gesellschaft, bisher gibt es jedoch kaum ein Bewusstsein dafür. Insbesondere Jugendliche und Frauen* sind dadurch einer erhöhten Gefahr für Ess- und Körperbildstörungen ausgesetzt.

Antidiskriminierung und Diversity gehören zu unserem Markenkern. Leider wird die Vielfalt von Körperformen häufig nicht mitbedacht, wenn es um gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit geht. Wir Grünen (bzw. die Grüne Jugend) sind aktuell eine der wenigen Parteien, die Themen wie Fat-Shaming und positive Körperbilder auf die Agenda setzen und ins öffentliche Bewusstsein tragen. Die JUSOS Berlin und die SPD Mitte haben aktuelle Beschlüsse, die die Aufnahme ins LADG befürworten. Hier dürfen wir nicht den Anschluss verlieren, zumal bereits fruchtbarer Boden für das Anliegen besteht. Wir Grüne und mit uns die Rot-Rot-Grüne Koalition sollten jetzt die Chance nutzen, dieses gesamtgesellschaftliche Anliegen zum Gesetz zu machen.

Das macht für intersektional denkende Grüne natürlich Sinn. Denn Fatshaming muss entsprechend entgegnet werden.

Könnte interessant werden. Es werden sicherlich Leute dann breitere Sitze oder andere Gerätschaften anfordern, die auf dickere Menschen zugeschnitten sind. Und zu dünne oder zu dicke oder zu normale Leute werden klagen, dass man Menschen mit anderen Körpermaßen eingestellt hat.

Wahrscheinlich werden auch hübsche Leute klagen, dass sie nicht eingestellt worden sind, weil die Frau des Chefs es besser findet, wenn seine Sekretärin dick ist.

Es werden sich Leute beschweren, weil man ihnen gesagt hat, dass Dick sein ungesund ist etc.

Etwas inkonsequent da nicht gleich noch weitere der im intersektionalen Feminismus verbreiteten Kategorien aufzunehmen.

95 Gedanken zu “Die Grünen wollen „Gewicht“ als eigenes Merkmal in die Antidiskriminierungsgesetze bringen

  1. Es gibt ja tatsächlich Leute, die zu dick sind, weil sie an einer Krankheit leiden.

    Bei den meisten ist die Krankheit allerdings Bier, Chips und Cola. Oder bei Frauen Schokolade. Und zu wenig Bewegung.

    Kampagnen gegen Fatshaming sind die Reinform dafür, keine Verantwortung für das eigene Glück das eigene Dasein übernehmen zu wollen. Traurig.

  2. „Nur so können wir für die Betroffenen Rechtssicherheit schaffen und der Fehlannahme begegnen, Gewicht sei veränderbar und daher kein körperliches Merkmal im eigentlichen Sinne.“

    Das ganze muss ein Shit test sein. Diese Frauen wollen sehen ob sie damit durchkommen.

    Was kommt als nächstes? Verbrecher zu sein als Diskriminierungsmerkmal?

    • „Gewicht sei veränderbar“

      Man beachte die Begriffstrickserei.

      Gewicht hängt stark von der Körpergröße ab, die +- wenige % genetisch bestimmt ist. Nach der BMI-Formel ergeben 10% mehr Körpergröße sogar 21% mehr Gewicht. Insofern ist natürlich das Mindestgewicht nicht veränderbar.

      Gemeint ist aber Fettleibigkeit, also i.w., was der BMI in etwa misst. Fettleibigkeit ist durchaus veränderbar, mit fdH.

      • Das ist m.E. für den normalen Grünen mathematisch viiiiiel zu anspruchsvoll.
        Ich würde die mathematischen Fähigkeiten der Durchschnittsgrün*in etwa links und rechts vom Dreisatz einordnen.
        Sprich: „Ein kg Kartoffeln kostet 2.99, wieviel kosten 600g?“ geht noch so grade eben, aber „299/1000 = x/600, löse nach x auf.“ erntet nur noch wirre Blicke.

      • Das dürfte wohl ziemlich falsch sein.
        Der BMI ist ohnehin eine absolut und zuverlässige Bezugsgröße, berücksichtigt er bspw. nicht die Zusammensetzung des Körpers (Muskeln wiegen schwerer als Fett).

        Aber natürlich lässt sich das Körpergewicht in einem größeren Rahmen verändern, und zwar sowohl nach unten (z.B. Magersucht), als insbesondere auch nach oben.

        Unabhängig davon dürfte in den meisten Fällen Fettleibigkeit durch maßloses Fressen hervorgerufen worden sein.

        Zu vergleichen mit der Frauenkrankheit Lipödem, bei der alle Frauen sich durch ein relativ ungestraft „dickes“ Gesicht auszeichnen, obwohl diese (angebliche) Fettverteilungsstörung sich nur auf Arme und vor allen Dingen die Beine auswirkt.
        Hauptsache die Frau ist nicht daran schuld.

        • „Unabhängig davon dürfte in den meisten Fällen Fettleibigkeit durch maßloses Fressen hervorgerufen worden sein.“

          Ich sehe das Problem eher in mangelnder Bewegung.
          Es ist zwar richtig, dass einige Menschen grundsätzlich zu Übergewicht neigen und eine immer ausgefeiltere Werbung für Fressprodukte wirbt, aber zu einem Problem hat sich das erst in den letzten 40 Jahren ausgewachsen, wo die Technologie (Fernsehen, Auto, Computer, Smartphones) zu immer weniger Bewegung führten.

          • Eigentlich ist es beides. Futterverwertung ist wohl z.T. erblich bedingt entweder schlecht, durchschnittlich oder aber besonders gut. Das lässt sich dann eben nicht ändern. Ob man zu viel isst und sich zu wenig bewegt in den meisten Fällen aber durchaus.
            Ausnahmen gibt es da sicherlich, nicht jeder ist gesundheitlich in der Lage, sich körperlich zu betätigen. Und dann dürfte es ziemlich schwierig werden, sein Gewicht zu halten oder gar abzunehmen. Schwierig bedeutet aber eben auch nicht unmöglich.

            Das Gros der Dicken belügt zumindest die Umwelt aber ganz gerne mal und häufig auch sich selbst.
            (Berechtigte) Kritik an Fettleibigkeit ist da nur noch der passende Schritt in die falsche Richtung.

    • Zu deren Ehrenrettung ist zu sagen, dass Gewicht etwa 70 Prozent erblich ist. Aber bestimmt wollten sie nicht andeuten, dass ausgerechnet Biologie ein wesentlicher Faktor für Menschen ist. Oder nur für alle Organe außer einem….

          • Ja aber in unterschiedlichem Ausmaß. Das führt dazu dass bei beliebiger Verfügbarkeit von hochkalorischer Nahrung einzelne anfälliger sind dafür Fett zu werden. Das bedeutet nicht, dass das nicht zu ändern ist. Das ist wie ich vermute sogar zwischen verschiedenen genetischen Gruppen stark ausgeprägt.

          • @Freya

            „1800kcal sind mal eben schnell weggeschnurpst“

            Na ja, sind mindestens 3 Schokoladen.

            Ich habe mal eine zeitlang Kalorien aufgeschrieben, man kann ganz gut unter 1800 bleiben, wenn man sich einigermaßen ausgewogen ernährt, keine SoftDrinks zu sich nimmt usw. erst Recht unter Einsatz von Süßstoffen. Ein wirkliches Problem ist die Nascherei: sehr kalorienreich, nicht satt machend, man gewöhnt sich dran und man nimmt sie kaum als Essen wahr.

          • Mir brauchst Du das nicht erzählen. 😉
            Schokolade, Sekt und Wein…
            Und wisst ihr wieviel Kalorien verdammte 5 (!) Plätzchen haben.

            @Androsch
            Wobei ich 1800kcal für einen Mann echt sehr wenig finde, willst Du abnehmen? Oder bist Du als Informatiker so inaktiv?

          • Was wir dringend brauchen, sind Weiterentwicklungen des Gravitationswellendetektors LIGO in Richtung Westentaschenformat und einer Reichweite von ca. 500m. Mit Hilfe dessen könnte man feststellen, daß die forsche Daterin nicht nur bei den Angaben zu Größe und Alter geschummelt hat, sondern eben auch beim Gewicht. Und kann dann schnell die Flucht ergreifen – ganz ohne jemanden zu diskriminieren. Evolutionär wirksam, das Problem erledigt sich von selbst und ohne lange Diskussionen. Denn beim Thema Gewicht sind die Damen seeehr empfindlich, und nichts wäre ihnen lieber, als Männer so zahlreich und oft wie möglich zu verknacken 8), wenn sie es wagen, danach zu selektieren.

            Das Abschätzen über Membranfunktionen in Wasserwellen, wie es in Jurassic-Park 1 beim Auftauchen des T-Rex der Fall war, ist zu ungenau.
            Deshalb, ihr grünen Hohlköpfe: Lieber genauer messen, als neue Gesetze. Nicht nur fordern und mit Verblödungs-Aktivismus Leistung vortäuschen, sondern selbst was machen.

            Stoppt Fatshaming, finanziert Gravitationswellendetektoren! Hier muß die Politik schleunigst nachbessern.

          • @Freya

            Ich glaube das ist mein Grundumsatz, hatte ich mal irgendwo berechnen lassen. Und ja, die meiste Zeit des Tages sitze ich leider nur herum.

            Da mir Zurückhaltung auch schwer fällt, insbesondere weil ich Frustesser bin und zudem noch gern koche und immer einen vollen Kühlschrank habe, esse ich, wenn ich im Geschäft bin, nichts (3-4 mal die Woche). Also so eine Art Kurzzeitfasten bis zum Abendessen, ist eh gerade modern. Hilft mir aber gut, mein Gewicht zu halten, ohne Kalorien zählen zu müssen. Meine Herkunftsfamilie ist zwar nicht fett, aber alle meine Geschwister haben ihr Gewicht nicht unter Kontrolle, von daher bin ich da schon ein bisschen stolz drauf 🙂

          • …erst Recht unter Einsatz von Süßstoffen.

            Die in der Mast benutzt werden und den Heißhunger auf Süßes erst recht anfeuern?
            Dann vielleicht doch besser ungesüßt.

      • Es ist zwar wahr, dass der „Grundumsatz“ bei Menschen stark variieren kann – aber im Grunde läuft es immer aufs Gleiche hinaus: Wenn man mehr Kalorien zuführt als man verbraucht, nimmt man zu. Punkt.

        Man muss nicht unbedingt Kalorien zählen, nur ein Bisschen „mitrechnen“ und sich dabei nicht selbst betrügen. Wenn auf dem Diät-Müsli z.B. steht, dass „eine Portion“ nur soundsoviel Kalorien hat, ebenfalls aber draufsteht, dass „eine Portion“ nur 30g sind – dann sollte man vielleicht mal abwiegen, wieviel man davon tatsächlich verfrühstückt. Bei anderen Sachen dasselbe. Für mich ist zum Beispiel bei Kartoffelchips die ganze Scheiß-Packung eine Portion.

        Außerdem wette ich, dass sich die meisten, die glauben, mit „light“-Produkten abnehmen zu können, gewaltig wundern werden. Da steht zwar dick drauf „50% weniger Fett“ – Toll, kann man doppelt soviel von essen – Nein, kann man nicht – einfach mal die Kalorien von „light“ mit denen von „normal“ vergleichen.

        Und viele können sich vorstellen, dass ihr Bio-Smoothie auf 100 ml gut anderthalb Mal so viele Kalorien hat wie ne Cola. Und so weiter und so fort.

        Fatshaming ist zwar nicht nett, aber man kann (und sollte) etwas gegen Übergewicht tun.

        • Vor allem ist Fat-Shaming ja ein konstruiertes Problem. Werden dicke Menschen in der Öffentlichkeit denn ausgelacht, verspottet, körperlich angegriffen?
          Ich sehe dicke Menschen jeden Tag. Arbeite mit ihnen zusammen.

          Fat-Shaming ist Feminismus. Nichts weiter. Es ist der Anspruch einer dicken, unattraktiven Frau, bewundert, umsorgt und gevögelt zu werden, als wäre sie ein Supermodel.

          • … das ist auch wieder war. „Dicke auslachen“ kenne ich höchstens noch aus meiner Jugend-Zeit. Und auch damals war das schon geächtet. Wobei sich im Gegenzug witzigerweise kaum jemand drüber aufregt, wenn schlanke Menschen als „Hungerhaken“, „Skelett“ o.ä. bezeichnet werden, trainierte Menschen als „aufgepumpt“ etc. – ich unterstelle da ganz frech blanken Neid.

    • Gerade erst aufgestanden und schon stinkesauer. Ja wer kennt sie nicht, die Höhlenmenschen, die früher zur Jagd gerollt sind. Und schaut euch doch die Elefanten und Nilpferde an, die haben ja auch keine Model-Maße.

      Mag sein, dass Gewicht erblich ist, dass Stoffwechselstörungen u.a. eine Rolle spielen und dass es auch einigen Menschen tatsächlich unmöglich ist, abzunehmen. Daraus aber gleich wieder einen absoluten Lehrsatz für alle Menschen abzuleiten ist eine Verleugnung, die niemandem hilft aber vielen schadet. Denn viele können abnehmen. Neben vielen Gescheiterten gibt es viele Erfolgreiche. Adipositas wird von Experten als Krankheit eingestuft. Es ist gut, etwas dagegen zu unternehmen und eben nicht den Menschen einzureden, dass es unmöglich sei.

      Die mögliche Diskriminierung kann doch nicht allen Ernstes als Argument gelten, solche Behauptungen aufzustellen. Du hast Krebs? Tja, selbst Schuld, warum rauchst Du auch wie ein Schlot, geh einfach sterben. Nein hoppla, das ist ja Diskriminierung, also lasst uns doch einfach Rauchen als unheilbar einstufen. Super, alle Probleme gelöst.

      Ist keiner in der Lage, Menschen anständig zu behandeln, selbst wenn sie eine Mitverantwortung für ihre Lage tragen? Kann man den Leuten tatsächlich nicht soviel Verstand und Verständnis abverlangen?

      Volli…pfgrmnmln. Bah! X-(

        • „Wie gesagt die Anlage dazu ist hochgradig erblich“

          Wie hat man das ermittelt, mit Zwillingsstudien? Oder mit Eltern-Kind-Untersuchungen?

          Meines Wissens ist da einiges in Bewegung, gerade was die Darmflora und ihren Einfluß auf Appetit und Verwertung angeht. Vererbt wird ja ohnehin eher die Essneigung, bei der m.W. noch recht unklar ist, von was sie abhängt.

          • Ja mit Zwillings und Adoptionsstudien. Das Thema ist ziemlich gut erforscht. Es ist zwar nicht so dass es ein Gen ist wie immer alle hoffen, aber es ist erblich. Und das überrascht auch eher nicht. Zum Problem wird das eben in reichen Ländern in denen es immer zu viel zu essen gibt. Eine Entschuldigung dafür Fett zu werden ist es nicht. Eher ein Anlass vorsichtig zu sein wieviel man isst

        • Sry, auch hier gilt der erste Energieerhaltungssatz. Erblich kann vielleicht der Appetit oder das Sättigungsgefühl sein. Erzählmirnix kann dir da mit Fettlogik weiterhelfen.

      • „warum rauchst Du auch wie ein Schlot“ – Starkes Rauchen erhöht übrigens den Grundumsatz um ca. 400 kcal. Neben „Ersatzbefriedigung“ (z.B. durch Naschen) ist das einer der Hauptgründe, warum man nach dem Aufhören häufig zunimmt. Man muss sich also doppelt umgewöhnen …

  3. Berln muss ein geile Stadt sein, wenn ich so die NZZ lese: 🙂

    „Berlin: Bizarres aus Absurdistan
    Vom «Anything goes» zum «Nichts geht mehr». Färbt Berlins rot-rot-grüne Befindlichkeit auf die deutsche Bundespolitik ab?
    Im Rückblick hätte ich es mir einfacher machen können. Über ein paar Wochen hinweg tagtäglich die heftigste Schlagzeile notieren – das hätte vermutlich gereicht und vielleicht sogar ein präziseres Bild von dem vermittelt, was Deutsch-Absurdistan, was den Berliner Alltag ausmacht. Ein paar Beispiele der letzten Tage: Es fehlen demnächst in der Stadt zig Tausende Plätze für schulpflichtige Kinder. Schüler werden – vor allem an sozialen Brennpunkten – in zunehmender Zahl von Lehrkräften betreut, die selbst nicht zum Unterrichten ausgebildet wurden.“ (…)
    https://www.nzz.ch/feuilleton/berlin-bizarres-aus-absurdistan-ld.1509055?fbclid=IwAR20FDYwM34ERdkV3doc9Ezl49lcJkEI3q1V5zO3lqb0ClSNgrz_CaBdiUk

  4. „Und zu dünne oder zu dicke oder zu normale Leute werden klagen, dass man Menschen mit anderen Körpermaßen eingestellt hat.“

    Das wird interessant. Können wirklich zu dünne Menschen in irgendeiner Weise profitieren? So wie Männer von der Gleichstellung?

    „Es werden sicherlich Leute dann breitere Sitze oder andere Gerätschaften anfordern, die auf dickere Menschen zugeschnitten sind.“

    Während die grüne Jugend von Tinderquoten für Dicke träumen, finde ich das ganz spannend. Wenn es tatsächlich nach Gewicht gehen soll, gilt es eine strukturelle Diskriminierung von Männern im öffentlichen Nah- und Fernverkehr zu beseitigen! Die Sitze in Bussen, Bahnen und Flugzeugen sind nämlich regelmäßig schmaler als ein durchschnittlicher Mann. Bei mir erzeugt das in vollbesetzten Verkehrsmitteln regelmäßig Streß. Kostenlose erste Klasse für Männer!

  5. Ich bin ja dafür, dass Körpergröße endlich in den Diskriminierungskatalog aufgenommen wird, damit ich gegen die Sitzabstände im Flieger klagen kann…

  6. So sind sie die Links-Grünen: Gewicht ist nicht veränderbar, aber Geschlecht ist eine soziale Konstruktion.
    Es wird Zeit, mit diesem Blödsinn aufzuräumen, bevor unsere Gesellschaft daran krepiert.

    • Stimmt, das ist wirklich widersprüchlich. Naja …Widersprüche scheinen in der Politik irgendwie DER Modetrend zu sein …

      Ich finde es z.B. auch putzig, dass man einerseits Altersfeststellung mittels Röntgen vehement ablehnt (weil „Körperverletzung“), andererseits Beschneidungsgegner aber als Nazis hinstellt.

          • Laszek ist doch am WoE wieder mal aufgetaucht, der könnte übernehmen – das mit genau dieser Form von Dialektik hat er auch super drauf.

        • HaaaaaaaaaaaHaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!
          Niemand erwartet die marxistische Inquisition! 🙂

          Es gibt dialektische Widersprüche, nur Widersprüche.
          Und blanke Idiotie.

          Die hier getätigte Aussage 1, man müsse: „der Fehlannahme begegnen, Gewicht sei veränderbar“ steht demnach die wahre Annahme gegenüber: „Gewicht sei unveränderbar“.

          Im Kontext wird jedoch in 2 behauptet: „Ein hohes Gewicht führt nachweislich zu Stigmatisierung.“.
          Die Verwendung das Adjektivs „hoch“ weist uns auf die andere Hälfte des Adjektivpaars, nämlich „niedrig“. Wenn ein
          niedriges Gewicht aber nicht zur Stigmatisierung führt, dann führt erst der Übergang vom niedrigen zu einem hohem Gewicht zu der Gefahr stigmatisiert zu werden.

          Wir reden also über eine Gewichtszunahme.
          Hätte sich das Gewicht nicht geändert – und wäre ergo veränderbar – käme es zu keiner Stigmatisierung.

          In der Aussage 2 also bereits eine Annahme, die fundamental der Aussage 1 widerspricht, wonach es sich um eine Fehlannahme handle, Gewicht sei veränderbar.
          Nur Grüne und Feministinnen können zwei Sätze formulieren, die sich fundamental widersprechen und meinen, sie lägen in beiden Fällen richtig (Merksatz).

          Wie ich aber aufzeigen wollte, wer Vorstellungen von einem „hohen“ Gewicht, hat zwangsläufig auch eine von einem „niedrigen“ und – man mag es kaum aussprechen – Normalgewicht.
          Was sie (wieder einmal) aus dem US-Kontext nur dumpf abgeschrieben haben ist pure Heuchelei, die sich durch den Sprachgebrauch verrät.

          • Ich bin mir nicht sicher, ob ich auf ungekennzeichneten Sarkasmus reinfalle… aber „…dann führt erst der Übergang vom niedrigen zu einem hohem Gewicht zu der Gefahr…“ ist nicht logisch.

            Aus „Es gibt große (und damit implizit auch kleine) Tiere folgt nicht zwingend, dass aus einem kleinen Tier ein großes Tier werden kann. Dass da ein Übergang stattfindet, den das kleine Tier selbst verschuldet.

          • @only me

            Aus dem Kontext erschließt sich, dass es sich um einen Menschen handelt, mit dem Merkmal Gewicht versehen, Ausprägung „hoch oder „niedrig“.
            Es ist also eine Frage der messbaren Quantität.
            Dass wir an bestimmten Grenzwerten (BMI) bestimmte Qualitäten festlegen (bspw. übergewichtig oder adipös) ist eine Konvention, ändert aber am Sachverhalt nichts.

            Dass aus einem kleinen Dackel ein großer Dackel werden kann ist nur wahrscheinlich, wenn wir annehmen, es handelt sich gleichzeitig um einen jungen Dackel.
            In dem Fall würde das Körperwachstum mit einer Gewichtszunahme einhergehen.
            Erfolgt eine Gewichtszunahmen ohne Körperwachstum ist die Bezeichnung „dicker Dackel“ zutreffend.

            Aus einem dicken Dackel kann aber keine Giraffe werden, sondern nur Geschnetzeltes (oder ein Türstopper). So löst man Widersprüche, only me! 🙂

          • @crumar

            und ebenso, wie aus einem kleinen (obwohl ausgewachsenen) Hund kein großer Hund werden kann, kann aus einer fetten Frau keine schlanke Frau werden.

            Wir sollten keine Widersprüche konstruieren, wo es keine gibt.

            Nach der Fatshaming-Logik ist eine schlanke Frau entweder so gemacht oder noch nicht ausgewachsen. Aber wenn sie erst mal ausgewachsen ist, gibt es kein zurück.

            Natürlich ist das Quatsch, aber es ist erst mal per se nicht unlogisch. Es ist eine Welt denkbar, in der das genau so funktioniert.

          • „Nach der Fatshaming-Logik ist eine schlanke Frau entweder so gemacht oder noch nicht ausgewachsen. Aber wenn sie erst mal ausgewachsen ist, gibt es kein zurück.“

            Das Problem ist, die (zu überwindende) Fettlogik will nicht wahrhaben, dass 1 kg Körperfett das Äquivalent von 7000 Kalorien darstellen, die über den eigentlichen Bedarf des eigenen Körpers konsumiert worden sind.
            Es gibt nur zwei Arten, die wieder loszuwerden, nämlich a. Bedarf durch vermehrte Bewegung erhöhen und/oder b. die Nahrungsaufnahme um den Faktor x zu reduzieren, bis diese 7000 Kalorien umgesetzt worden sind.

            Das wird immer mehr zum Problem: „Die Zahl der Übergewichtigen nimmt in Deutschland weiterhin zu. 59 % der Männer und 37 % der Frauen sind übergewichtig. In der Altersklasse der Berufstätigen ist das Dicksein heutzutage so weit verbreitet, dass es keine Ausnahme mehr darstellt, sondern der Normalzustand ist.“
            http://www.dge.de/presse/pm/so-dick-war-deutschland-noch-nie/

            D.h. beide Geschlechter sind in Deutschland im Durchschnitt klar übergewichtig.
            Man könnte sagen, diese haben sich mehrheitlich erfolgreich dem Leistungsdiktat der Leistungsgesellschaft entzogen. /sarcasm off

            Wenn die journalistisch/feministische These vorherrscht, der Kapitalismus/das Patriarchat entwerfe „Schönheitsvorstellungen, denen niemand (insbesondere, besonders, vor allem Frauen) gerecht werden kann!“, dann hat das mit der „gelebten Erfahrung“ und objektiven Realität sichtbar nichts zu tun.
            Wenn die Mehrheit der Bevölkerung tatsächlich mit Körpern durch die Gegend läuft, die deutlich über dem/ihrem Normalgewicht angesiedelt sind, dann ist der Einfluss von solchen Schönheitsvorstellungen anscheinend marginal.

            Dass irgendein Vollhorstin um die Ecke kommen würde, die den neuen, schlechten „Normalzustand“ legitimieren möchte war abzusehen und Angesichts des dreisten „copy&paste“ auch zu erwarten.
            Zum Glück gibt es hier aber u.a. eine Ärzteschaft und Krankenkassen, die diesen irrationalen Ambitionen begegnen werden.

      • Stimmt, das ist wirklich widersprüchlich. Naja …Widersprüche scheinen in der Politik irgendwie DER Modetrend zu sein …
        Induziert durch den Feminismus. Der lebt von Widersprüchen und davon, sich nicht festnageln zu lassen. Ziel ist die Totalverblödung, und diese wird als Hauptmerkmal des merkelschen Zeitalters in die Geschichte eingehen.

    • Ich fürchte, es ist schon zu spät. Unsere Gesellschaft wird daran krepieren 😦 und durch was Neues ersetzt werden (auf lange Sicht wirds wohl auf was Islamisches hinauslaufen …).
      PS: das „sozialistische Paradies“, welches diverse Parteien offenbar so anstreben, wird, sofern es tatsächlich irgendwo eingeführt werden sollte, keinen langen Bestand haben.

  7. Berlin ist ein seltsames Biotop. Seltsame Parteien, Clankriminalität, schlecht funktionierende Verwaltung use.
    Ich hoffe, dass es dort irgendwann kippen wird. Ich fühle mich an New York erinnert, das ab den 70er Jahren bis Ende der 90er Jahre ziemlich heruntergekommen war. Dieser Zustand wurde ja auch eine Zeitlang von den Bewohnern toleriert.
    https://www.welt.de/politik/ausland/article186879194/New-Yorks-dunkelste-Jahre-Als-die-Weltstadt-eine-Moerdergrube-war.html

  8. Ich finde auch, dass es endlich gesetzlich geregelt werden muss, dass es diskriminierend, frauenfeindlich und ungerecht ist, dass große Menschen (idR Männer) mehr Kalorien zu sich nehmen als kleine Menschen (idR Frauen), um nicht dick zu werden.

    Fies ist dabei aber auch noch folgende Ungerechtigkeit. Wenn eine Frau einmal viel größer als der Mann sein und einen höheren Kalorienbedarf haben sollte und aber in der Schwangerschaft mehr Kalorien als normal zu sich nehmen sollte, dann ist es natürlich ungerecht, dass die Frau mehr Geld ausgeben muss, um ihren Kalorienbedarf zu decken.

    Die Natur ist übelst homophob und frauenfeindlich.

    Man sollte neben Adipositas zudem auch noch andere Krankheiten in die Liste der Diskriminierungsverbote aufnehmen. Es ist ein homophobes Verbrechen, dass Alkoholismus, Heroinsucht oder Depression als Krankheit betrachtet werden und diese Leute insbesondere in der Berufswelt schwieriger einen Job finden, wenn die Symptome für jedermann sichtbar sind.

    Auch die angeblichen psychischen Belastungen von Menschen, die meinen in einem falschen Geschlecht geboren worden zu sein, sollten endlich wie jeder andere betrachtet werden und ihre diesbezüglichen Behandlungskosten wie jeder andere selber zahlen müssen, die etwas nicht medizinisch notwendiges durchführen lassen wollen. Nur, weil z.B. jemand behauptet, er würde psychisch schwer leiden, wenn er nicht tätowiert wird, führt das ja auch nicht dazu, dass die Krankenkasse die Körpermodifikation auf Kosten der Allgemeinheit zu übernehmen hätte. Indem somit andere körperliche Modifikationen von der Krankenkasse übernommen werden, stigmatisiert man die Menschen als „krank“ und das muss endlich aufhören.

  9. Ich kenne mehrere Frauen die gewaltig abgenommen haben und sich jetzt viel wohler fühlen; nicht durch Gewaltmaßnahmen, sondern einfach durch weniger Süßigkeiten und Sport.

    Aber das ist den Grüninnen ja nicht zuzumuten, die sind einfach perfekt so wie sie sind, und wenn andere das nicht so sehen, ist es Diskriminierung.

    • Das hat eben etwas mit Eigenverantwortung zu tun.

      Es ist halt eine Charakterfrage, ob man sich selber für sein Leben verantwortlich sieht (und selber an sich arbeitet bzw. die Konsequenzen des eigenen Tuns übernimmt) oder ob man die Gesellschaft dafür verantwortlich machen möchte (man ist selber Opfer der Gesellschaft, die sich für einen zu ändern hat).

      Da viele Frauen ihr Leben lang wie 3 Jährige beigebracht bekommen, dass sie nur zu plärren brauchen, damit sich die Menschen um sie kümmern (während Männer dann ausgegrenzt werden), ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass das auch politisch eine entsprechende Tendenz nimmt, je mehr Frauen mitbestimmen können.

      Die Plärrtechnik („Ich bin Opfer meines Lebens und alle anderen haben sich für mich zu ändern“) und die Weigerung, erwachsen zu werden, ist daher nur die natürliche Folge der Feminisierung der Politik.

  10. Ich finde es auch bei Datingportalen immer putzig, wenn Frauen so Sätze schreiben wie:
    „Nur Hunde spielen mit Knochen!“
    „Mit deinen Muskeln kannst du mich nicht beeindrucken! Ich stehe auf Charakter.“
    Heißt übersetzt: „Ich bin fett und zu faul das zu ändern. Darum sage ich einfach, dass mir Optik nicht wichtig ist, obwohl sie es ja eigentlich doch ist, denn sonst würde ich so etwas nicht schreiben und gut aussehende (oder gleich alle) Männer pauschal abwerten, um mich selbst aufzuwerten.“

    Nur leider belohnt die Evolution ein solches Spiel nicht, allein schon deshalb, weil bei der intrasexuellen Konkurrenz gut aussehende Frauen (im Sinne von nicht fett) immer im Vorteil sein werden. Daher wird es interessant sein zu sehen, wie sich das entwickelt, denn der Druck kommt von anderen Frauen und weniger von Männern. Und auch fette Frauen wollen nun mal lieber einen Brad Pitt als einen Dirk Bach. Wenn sie sich dann doch einen Dirk Bach holen, weil sie nichts besseres kriegen, und sie ja moralisch sowieso besser sind als andere (gut aussehende) Frauen, dann wird es besonders lustig. Dann schiebt man halt den Rest seines Lebens Frust und befriedigt sich wenigstens in seiner Fantasie mit dem Lesen von Shades of Grey.

    • Gut aussehen muss nicht gleich dünn bedeuten.
      Das ist eine Frage des Zeitgeists, und dann gibt’s ja auch noch Leute, die drauf stehen.

      Früher (Renaissance, Rokoko) waren rundliche Frauen das Schönheitsideal. Wohlstand und Reichtum wurden dadurch gezeigt, ausserdem Gesundheit und Gebär- und Ernährfähigkeit.

      Und auch sonst wandeln sich ja die Geschmäcker. Marylin Monroe, Twiggy, Naomi Campbell, Pamela Anderson, Kate Moss oder Kim Kardashian sind da ja durchaus in unterschiedlichen Ecken des Spektrums angesiedelt.

      In einigen Jahren wird man wahrscheinlich die Riesenarschfixierung der späten 10er Jahre auch für befremdlich halten.

      • „Und auch sonst wandeln sich ja die Geschmäcker. Marylin Monroe, Twiggy, Naomi Campbell, Pamela Anderson, Kate Moss oder Kim Kardashian sind da ja durchaus in unterschiedlichen Ecken des Spektrums angesiedelt.

        Ich wäre vorsichtig, gerade diese Frauen als Referenzen für ein Frauenbild im Wandel der Zeit anzuführen. Twiggy, Naomi Campbell, Pamela Anderson, Kate Moss waren/sind Models, die eher dem Ideal von schwulen Modemachern entsprechen, nicht aber unbedingt dem des Durchschnittmannes.
        Besonders Twiggy war mit Sicherheit nicht die Traumfrau, die man(n) jeder vollbusigen Schönheit vorgezogen hätte.
        Die ideale Traumfrau hat sich in den letzten Jahrhunderten – wenn nicht Jahrtausenden – kaum gewandelt, wie die antiken griechischen Statuen nackter Frauen belegen.
        Die Aphrodite von Knidos würde auch heute noch kein Mann von der Bettkante schubsen.

        • Im Buch „Fettlogik überwinden“ steht (wenn ich mich richtig erinnere), dass z.B. Marilyn Monroe ziemlich ähnliche BMI-Werte wie heutige beliebte Models hatte.

          Dass Marilyn Monroe trotzdem als eher als rundlich bzw. die heutigen Models als eher zu dünn wahrgenommen werden, liegt nach den Vermutungen der Autorin an den verschiedenen Zeiten bzw. den Ernährungsrealitäten. Früher waren die Menschen (auch aufgrund der Kriege) im Allgemeinen bzw. im Durchschnitt noch schlanker, während heute die große Masse der Menschen eher übergewichtig sind. Dass, was die heutige Sehgewohnheit als „normal“ empfindet, ist eigentlich schon übergewichtig, da fast alle übergewichtig sind. Aus der heutigen Betrachtung werden daher Menschen als „dünn“ bezeichnet, die eigentlich normalgewichtig sind, während zumindest leicht Übergewichtige heute als „normal“ bezeichnet werden. Früher hingegen wurden Menschen, die wie Marilyn Monroe körperliche Rundungen hatte, als „rundlich“ empfunden und zwar auch dann, wenn sie vom Gewicht normalgewichtig war.

          Hier mal ein Auszug, wo auf das Buch (Fettlogik überwinden) verwiesen wird:

          …Die berühmte Marilyn Monroe gilt heute als Sex-Ikone „trotz“ ihrer „rundlichen“ Figur. Nach der damaligen Konfektionsbezeichnung trug sie Größe 42. Das führte zu der Idee, dass die durchschnittliche Frau heute mit Größe 42 die Größe „50er Jahre Sexsymbol“ trägt.

          Interessanterweise war Marilyn laut Angaben ihres Ausweises und ihres Kleidermachers etwa 166cm groß, wog 53,5kg und hatte damit einen BMI von 19,5 – was dem BMI heutiger Hollywood-Stars entspricht[2]. Monroe wäre damit auch nach heutigen Maßstäben extrem schlank. Kleidergrößen sind also generell ein schlechter Maßstab für eine „gesunde Figur“, weil die Hersteller sie der körperlichen Entwicklung der Gesellschaft anpassen.

          Ein Anlass, mediale „Schocker“-Kampagnen über den Magenwahn unter Frauen mal andersherum zu betrachten. Wer sich über Schlagzeilen aufregt wie „Vor zwanzig Jahren wog das durchschnittliche Laufstegmodel noch acht Prozent weniger als die durchschnittliche Frau – heute sind es 23 Prozent“ sollte die Sache nüchtern betrachten:

          Models haben keinen Geheimtrick gefunden, noch dünner zu werden – die Duchschnittsfrau ist lediglich dicker geworden[3].

      • „Früher (Renaissance, Rokoko) waren rundliche Frauen das Schönheitsideal. Wohlstand und Reichtum wurden dadurch gezeigt, ausserdem Gesundheit und Gebär- und Ernährfähigkeit.“

        Die Frage ist ja, ob es bei diesen Beispielen primär um das Aussehen ging oder um Wohlstand und Nachkommen, denn das Leben zu diesen Zeiten war hart. Da ging es wohl mehr um Status. Das ist heute nicht mehr der Fall, da es Nahrung und medizinische Versorgung für alle gibt. Früher war auch braune Haut verpöhnt, weil das bedeutete, dass man draußen arbeiten musste. Später war es dann in, weil man zeigen konnte, dass man sich Urlaub im Süden leisten konnte. Auch hier ging es primär um Status, nicht um Optik.

        „Und auch sonst wandeln sich ja die Geschmäcker. Marylin Monroe, Twiggy, Naomi Campbell, Pamela Anderson, Kate Moss oder Kim Kardashian sind da ja durchaus in unterschiedlichen Ecken des Spektrums angesiedelt.“

        Hier muss man auch unterscheiden zwischen dem, was die Medien und die Modewelt uns vorgaukeln wollen, und dem, was die Masse als natürlich schön empfindet. Natürlich sind Geschmäcker verschieden, aber ich denke schon, dass gewisse Proportionen beim menschlichen Körper nicht überschritten werden dürfen, wenn der Mensch die absolut freie Wahl hätte, mit wem er sich jetzt grade paaren dürfte. Und die von dir aufgezählten Frauen haben etwas gemeinsam: sie sind nicht fett und kümmerten sich um ihr Aussehen.

      • Früher (Renaissance, Rokoko) waren rundliche Frauen das Schönheitsideal

        Rubens war ein Ausreißer, die meisten seiner Zeit haben nicht so fett gemalt und in der Renaissance schon gar nicht. Die berühmteste Venus z.B., nämlich die von Botticelli, ist zwar nicht so durchtrainiert, wie der heutige Geschmack vorgibt, aber durchweg schlank.
        Das sollte man also nicht verallgemeinern.

        • „Rubens war ein Ausreißer, die meisten seiner Zeit haben nicht so fett gemalt und in der Renaissance schon gar nicht. Die berühmteste Venus z.B., nämlich die von Botticelli, …“

          Genauso sehe ich das auch. Rubens war ein begnateter Maler mit einem Faible für runde Frauen. Daraus ableiten zu wollen, dass die gesamte Zeit auf runde Frauen stand, ist riskant.
          Besonders, da es diverse gegenteilige Beispiele gib.
          Vielleich kann man Botticelli und Rubens nun nicht direkt vergleichen – der eine war Rennaissance-Maler in Florenz, der andere Barock-Maler in Antwerpen, aber die schlanke Venus erscheint in allen Zeiten in der Kunst weitaus häufiger, als die Pyknikerin mit Doppelkinn.

      • Schon. Aber wenn sie auf dem Mond dann noch mehr zulegen, wird sie irgendwann der eigene Gravitationsdruck zerquetschen. Da nutzt die geringere Gravitationskonstante auch nix. Und der Mond wird außerdem anfangen zu eiern. Was das auf der Erde an Feinstruktur im Ebbe- und Flutmechanismus auslösen wird, mag man sich nicht vorstellen.
        Der Befall des Mondes durch dicke Feministinnen wird auch nicht durch Fliehkraft gelöst, wodurch sie in den Weltraum katapultiert werden, denn sowohl im Fliehkraftterm als auch in der Gravitation geht die Masse der Feministinnen proportional ein. Das kürzt sich raus. Man könnte nur die Rotationsgeschwindigkeit des Mondes erhöhen, um das Problem zu lösen.

        Am besten wäre es gewesen, die Landwale wirklich gleich wieder zurück ins Meer zu werfen, wenn man sie sieht. Wurde ja oft genug von seriösen youtubern vorgeschlagen. Jetzt haben wir den Salat.

        • „Am besten wäre es gewesen, die Landwale wirklich gleich wieder zurück ins Meer zu werfen, wenn man sie sieht.“

          Aber dann wundern, wenn der Meeresspiegel schneller steigt als berechnet. :-))))

          • Oh. Das Ansteigen des Meeresspiegels wurde nicht bedacht, stimmt. Dieses ganze Thema ist sooo komplex, das glaubt man gar nicht *g*

  11. Videoempfehlung…

    Es gibt diverse Reddits, die Best-Ofs verschiedener Social Medias sammeln.

    Es gibt einen Youtuber, der nicht anderes macht, als diese Reddits zu durchforsten und vorzulesen, allerdings auf eine, wie ich finde, sehr kurzweilige Art und Weise.

    Hier zum Beispiel Fundstücke von r/Nicegirls:

    http://www.youtube.com/watch?v=J0DVe5470c8

    Die Videos zu r/Tinder sind auch sehr witzig.

  12. Da geht man mit seinen Kindern mal in die Eisdiele setzt sich in deren Garten und da sitzt am Nachbartisch ein 120kg+ Subjekt trägerlos und bauchfrei mit Shorts aus denen nicht enden wollende Eisbeine quellen vor einer Portion, die für vier unserer Statur deutlich zu viel wäre.. Mir Verlaub, das ist ästhetische Umweltverschmutzung und es ist stinkend, schwitzende Belästigung im angeblich menschgemachten Sonnenschein. Abgesehen davon, dass Recherche ans Tageslicht brächte, dass genanntes Subjekt obendrein schmalgebildet und ohne Job auch noch auf H4 lebt und sich darüber auslässt, dass das alles zu wenig sei. Dabei gilt nur, dass was reingetan wird auch drin ist und ansetzt! Mir hat einmal ein befreundeter Hausarzt nach Feierabend sein Leid geklagt und ausgelaugt erklärt, er würde am liebsten sofort seinen Kittel an den Nagel hängen. Es wäre unerträglich, wie obengenannte Exemplare ihm gegenübersäßen und behaupteten, er könne sich gar nicht vorstellen, wie wenig sie zu sich nehmen würden. Das richtige Klientel für unsere leistungsbefreiten Grünen; lassen wir ihnen mit diesen Exemplaren ihren Spaß, Wobei unklar bleibt, warum diese politische Religion des karbonfreien Puritanismus ausgerechnet diese askesefreien Vollstopferinnen umgarnt. Auch die ältere Partei, die sich nur noch Minderheiten widmet, stellt inzwischen fest, dass die so Umgarnten so wenige sind, dass es in Summe dann gerade mal noch zu 8% reicht. Das dritte Geschlecht im Ausweis lässt grüßen!

  13. Pingback: Endlich schluss mit der diskriminierung!!1!!!elf! | Schwerdtfegr (beta)

  14. Keychange: Initiative für Gleichberechtigung in der Musikbranche:

    „Auf dem Reeperbahn Festival in Hamburg trifft sich in diesen Tagen die weltweite Musikszene. Auch immer mehr erfolgreiche Frauen sind ganz vorne dabei, doch nach wie vor ist die Musikbranche eine Männerdomäne. Von den Produzenten der 600 aktuell erfolgreichsten Titel sind nur 2 Prozent weiblich. Eine internationale Initiative will das nun ändern.“

  15. Unabhängig davon dürfte in den meisten Fällen Fettleibigkeit durch maßloses Fressen hervorgerufen worden sein.

    Nein, meistens nicht.
    Wenn man 20g am Tag zulegt, das aber konstant, kommt man in einem Jahr auf 7 kg Zunahme und in 10 Jahren auf 70, in 20 Jahren auf 140 kg.

    Das ist sehr wenig Schokolade pro Tag.

    Bei 172 cm bin ich mit 80kg noch ca. 15kg zu schwer, ich hatte aber auch schon 97 kg bzw. 67kg.

    Mit Sport ist es schwerer abzunehmen, weil man so viel davon treiben muss, um abzunehmen – Sport macht hungrig und das macht es dann erst recht schwer.

    Wir brauchen wohl Bots der sozialen Gerechtigkeit, die Fotos von Fetten auf Facebook und Instagram hochvoten, damit diese sich nicht diskriminiert fühlen.

    Den Beitrag zur Beschneidung habe ich nicht verstanden. Neben den Linken waren die Grünen m.W. die Partei mit der geringsten Zustimmung zum Merkelschen Verstümmelungsgesetz.

    • „Den Beitrag zur Beschneidung habe ich nicht verstanden.“ <- Na … das war doch damals ein ziemlicher Aufruhr, als das Landgericht Köln (2012) entschieden hat, dass auch die Beschneidung von Jungen (nicht nur Mädchen) aus religiösen Gründen – also ohne medizinische Indikation – nicht zulässig ist. Die Grünen fanden das nicht so dufte. Allerdings nicht nur die. Egal. Es gab nur wenig Zustimmung in der Politik und alle Argumente Richtung "Körperverletzung" wurden zu Gunsten von Religionsfreiheit einfach weggewischt. Wenn es aber in Ordnung sein soll, intakte Körperteile abzuschneiden – wieso wehren sich eben diese Kreise so vehement gegen eine Altersfeststellung via Zahnuntersuchung/Handwurzelknochen-Lalala – bloß, weil dabei "Röntgen" im Spiel ist?

      • Nur da Eier beweisen, wo man sich sicher wähnt im Mainstream zu schwimmen. Jaja das kann ich mit meinem Bild von den Grünen in Einklang bringen.

        Man läßt Jungen selbst entscheiden wenn sie alt genug sind um zu verstehen für was die Vorhaut gut ist, dieser Hautlappen der eines der sensiblsten Körperteile im männlichen Körper schützt.
        Die religiösen Gefühle der Eltern toppen niemals irgendein Grundrecht wie körperliche Unversehrtheit des Kindes. Genausowenig wie die Ästhetik! Ausgefahren stört die eh nicht mehr!
        Das Hygieneargument zieht in einem Land in dem Trinkwasser für die Hygiene und Seife billigst und frei verfügbar ist nicht.

        Wie kann man sich z. B. über Ohrlöcher bei kleinen Mädchen aufregen, aber nicht wg. sowas Amok laufen. Scheiß Sexisten!

  16. Wahrscheinlich ist es bald schon Diskriminierung, wenn man keine Lust auf Sex mit fetten Frauen hat. Weil die haben ja auch ein Recht auf sexuelle Erfüllung und das Patriarchat versagt ihnen diese. Ich wette irgendeinen Schwachsinn werden die sich einfallen lassen. Ich meine eigentlich ist das doch nur folgerichtig. Wenn fett sein normal und schön sein soll und Männer ja auf schöne Frauen stehen, dann muss es doch Diskriminierung sein.

  17. Wann kommt endlich der Asteroid, der diesen Planeten von der Menschheit erlöst??

    Vielleicht gibt es dann eine 2. Chance auf eine neue Zivilisation, der Homo sapiens ist leider komplett gescheitert 😦

    • Ganz im Ernst: Ich fand das Lied auch vor dem ganzen SJW-Genudel ziemlich daneben. Egal, ob man an seinem Gewicht arbeiten kann oder nicht …

      „Dicke schwitzen wie die Schweine“ <-[stimmt das? Ich bin kein z.B. kein Bisschen dick, aber wg. meiner Medikamente schwitze ich übernormal. Und wie doll schwitzen eigentlich Schweine? So generell?]
      "Stopfen, fressen in sich rin" <-["Stopfen"? "Fressen?" – Ey, komm!]
      "Dicke haben Blähungen" <-[Jeder hat die. Leute, die Trockenfrüchte oder kalorienarme Körner essen vermutlich sogar besonders häufig]
      "Dicke ham 'nen dicken Po" <-[Okay, das kann man gelten lassen]
      "Und von den ganzen Abführmitteln / Rennen Dicke oft aufs Klo" <-[Echt? Alle Übergewichtigen nehmen Abführmittel?]

      Das ist ein Scheiß-Lied.

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