„Frauen dominieren in Brandenburgs Führungsetagen“

Ein Bericht stellt die Lage in Brandenburg dar: (auch schon bei Arne Thema)

Beim Anteil von Frauen in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und den Landesbehörden schneidet Brandenburg gut ab. Das geht aus dem Landesgleichstellungsbericht hervor, den das Frauenministerium auch als Broschüre veröffentlicht hat. Demnach sind 60 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst Frauen – das ist der vierthöchste Wert im Ländervergleich.

Innerhalb der Aufsichtsräte landesbeteiligter Unternehmen ist der Frauenanteil von 16 Prozent im Jahr 2006 auf 58 Prozent im Jahr 2016 gestiegen, wie aus dem Bericht hervorgeht.

Frauenministerin Susanna Karawanskij (Linke) erklärte dazu am Sonntag, Gleichstellung müsse ernst genommen werden. Noch sei sie nicht selbstverständlich. Nach der Novellierung des Landesgleichstellungsgesetzes im Jahr 2013 setzten bislang über 70 Prozent der öffentlichen Dienststellen Gleichstellungspläne mit konkreten Maßnahmen um. „Diese Zahl wollen wir weiter steigern.“

Vor 25 Jahren trat das Landesgleichstellungsgesetz in Brandenburg in Kraft. Ziel ist es, die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst zu erreichen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer zu fördern und die berufliche Situation von Frauen auch in der Privatwirtschaft zu verbessern.

Die Gleichstellung. Mit 58% Frauen.

Den Bericht findet man hier. Dort sieht man, dass es einen deutlichen Anstieg über viele Gehaltsgruppen gibt und nicht nur über die Aufsichtsräte und das auch der Anteil der Frauen in der Teilzeit abgenommen hat.

Wäre interessant, wie das nun in der feministischen Theorie zu behandeln ist. Ist Brandenburg nun „Patriarchatsfrei“. Ist es gar ein Matriarchat? Können Männer nunmehr diskriminiert werden, weil Frauen hier die Macht haben?

Ich vermute die Fragen werden nicht gestellt und nicht beantwortet werden

 

27 Gedanken zu “„Frauen dominieren in Brandenburgs Führungsetagen“

  1. Es liegt nicht in der Natur des Menschen, aufzuhören, wenn man was erreicht hat. Sondern mehr zu wollen. Um so wichtiger, ihnen entgegen zu treten.

    Die ganzen Genderprofessorinnen werden nicht auf einmal sagen „alles erledigt, ich mach in Zukunft in Elektroautos?“.

    • „dominieren“

      Da sieht leider auch wie der Krebs mit seiner Brille, die alles in Macht- und Unterdrückungsverhältnisse sieht, die Medienlandschaft beeinflusst.

  2. Ich möchte mal Selbstbeweihräucherung betreiben: Das ist genau die Entwicklung, die ich jahrelang voraus gesehen habe. Die Fixierung von M. Klein auf die Privatwirtschaft a. war schlicht falsch und es wird b. nicht bei den Aufsichtsräten bleiben.
    Um die Entwicklung „nachhaltig“ zu gestalten, muss der Aufzug nach oben zudem alle Hierarchieebenen umfassen.

    Der prozentuale Überschuss an Frauen, der permanent gewährleistet werden muss, erklärt sich durch Neigung zur Teilzeitarbeit und Unterbrechung der Erwerbsarbeit durch Familiengründung.
    In den fünf neuen Bundesländern existieren Frauen, die nicht nur eine höhere Erwerbsneigung aufweisen, sondern ebenfalls eher Vollzeit arbeiten.
    Man wird m.E. sehen, die Effekte werden je nach Bundesland verschieden sein.

    Nächste Entwicklung: comparable worth-Debatte plus „care“-Arbeit mit dem Ziel, im weitesten Sinn soziale Arbeit einem frei erfundenen männlichen Durchschnittslohn anzupassen.
    Nicht erschöpfend weiterhin: „job sharing“ für Leitungstätigkeiten und „Kompensation“ für Nachteile durch Erwerbsunterbrechungen.

    Nicht missverstehen, einzelne Aspekte sind durchaus die Geschlechter übergreifend fortschrittlich!
    Aber so sind sie nicht gemeint.
    Faktisch ist hier die bürgerliche Frau und ihre Lebensplanung Leitmodell, dem sich alles anzupassen hat.

  3. Es handelt sich um landesbeteiligte Unternehmen. Also die, die sich Unsinn leisten können, weil sie eh vor Staat subventioniert werden.
    Ein schöner Beleg dafür, dass wir den Sozialismus brauchen, um feministische Gerechtigkeit herzustellen 🙂

    • Oller Troll! 😉

      Selbstverständlich sind Feministinnen für den Ausbau des kapitalistischen Sozialstaats, denn sie und die Schwestern leben schließlich von diesem.

      Verständnis von Sozialismus hingegen: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung“ – da wird es dann eher schwer mit den Versorgungsansprüchen…

      • Lautete das Marxsche Diktum nicht „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“? Das ist durchaus kompatibel zum institutionalisieren Feminismus, denn es läd den „free rider“ ja geradezu ein.

        • Nach dem Diktum dürfte es m.E. keine einzige weibliche Sozialistin geben.
          Denn wenn man es nicht auf den Bereich Sex bezieht, ist es wertlos.
          Und das würde bedeuten, dass jede Frau, die Sex haben kann, es auch muss, um die Bedürfnisse aller Männer, die Sex brauchen, zu befriedigen.

          Schöne Neue Welt.

        • Das galt für den Kommunismus, nicht für den Sozialismus.
          Der Sozialismus galt als eigenständige Gesellschaftsform, jedoch gleichfalls als Etappe des Übergangs zum Kommunismus.

          Unverkennbar finde ich die Tendenz, eine Art feministischer Bürokratie zu etablieren, die eine Form des Kientelismus ist und (derzeit auf Zugehörigkeit zu einer Partei basierenden) Nepotismus ermöglicht.

        • Unverkennbar finde ich die Tendenz, eine Art feministischer Bürokratie zu etablieren, die eine Form des Kientelismus ist und (derzeit auf Zugehörigkeit zu einer Partei basierenden) Nepotismus ermöglicht.

          Die Beobachtung teile ich, würde aber als (primäres) Ziel nicht ein Netz von Vetternwirtschaft sehen, sondern die Deutungshoheit über Gut und Böse. Wie schon einmal erläutert, sehe ich persönlich starke Parallelen zu der Funktionärsstruktur in der DDR. Korruption und Vetternwirtschaft ist dabei (natürlich) systembegleitend.

          • Ja, Moralunternehmer (*innen) GmbH – spezialisiert u.a. auf soziale shaming tactics.
            Der Unterschied ist m.E., die Funktionärsstruktur der DDR arbeitete wenigstens über den Umweg der/einer Partei für den gesamten Staat.
            Die feministische Bürokratie vertritt hingegen offen ihre Absicht, für die Hälfte der Bevölkerung tätig zu sein und diese gegen die andere Hälfte auszuspielen.

          • Ich verstehe was Du meinst. Man könnte (als fadenscheinige Begründung) anführen, das der institutionelle Feminismus glaubt, auch Männer würden es mit Durchsetzung seiner Ziele besser haben. Das ist in etwa auch die Sicht der DDR-Funktionäre: Sie arbeiten für die Realisierung einer Utopie, die dann allen nützt. Das sie sich dabei einfach nur als Großinquisitor betätigen ist – wie für den Großinquisitor bei den Gebrüdern Karamasow – leider, leider notwendiges Übel. Und genau da sehe ich den Schwerpunkt. Nicht im verfolgten Ziel, sondern in der ausgeübten Funktion und im Selbstverständnis der jeweiligen Funktionäre.

    • Krasse Scheiße!
      Schau dir mal ihre Karriere an:

      seit 2008
      Mitglied der Partei DIE LINKE

      2008 bis 2013
      Geschäftsführerin der Kreistagsfraktion DIE LINKE Nordsachsen

      2009 bis 2013
      Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Abgeordnetenbüro Dr. Cornelia Ernst (Mitglied des Europaparlaments)

      2009 bis 2015
      Mitglied des Landesvorstandes der LINKEN Sachsen

      seit Juni 2012
      Vorsitzende der LINKEN im Kreisverband Nordwestsachsen

      2013 bis 2017
      Abgeordnete des Deutschen Bundestages,
      u.a. Stellv. Parlamentarische Geschäftsführerin, Sprecherin für Kommunalfinanzen sowie Ostbeauftragte der Bundestagsfraktion DIE LINKE

      seit dem 19. September 2018
      Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg

      Sie ist Mitglied geworden, prompt Geschäftsführerin, ein Jahr später war sie bereits in einem Landesvorstand.
      Nach insgesamt vier Jahren (!!!) Mitgliedschaft in der Partei Vorsitzende eines Kreisverbandes und nach fünf Jahren im Bundestag.
      Zehn Jahre nach Parteieintritt – im Alter von 38 Jahren – bereits Ministerin.

      Als Mann hättest du NIEMALS eine solche Karriere hinlegen können.

        • Vielleicht hättest du damals schon dein hiesiges Profilbild für Wahlwerbung nutzen sollen. Das hätte dir eventuell mehr Frauenstimmen eingebracht und ggf. die eine oder andere Männerstimme (Adrian geierte hier doch auch schon einmal nach deinem Bild, wenn ich mich recht erinnere…)

        • 1. Es ist wie bei Captain Marvel; kaum reißt sie sich das patriarchale Nikotinpflaster ab -> BÄÄÄÄÄÄÄÄM. Superpower! 🙂

          2. Oder es könnte natürlich auch an so trivialem Zeug, wie bspw. einer Parteisatzung liegen:

          „Bundessatzung §10:
          (4) Bei Wahlen von Vorständen, Kommissionen, Arbeitsgremien und Delegierten sind grundsätzlich mindestens zur Hälfte Frauen zu wählen. Ist dies nicht möglich, bleiben die den Frauen vorbehaltenen Mandate unbesetzt, eine Nachwahl ist jederzeit möglich. Kreis- und Ortsverbände, deren Frauenanteil bei weniger als einem Viertel liegt, können im Einzelfall Ausnahmen beschließen.“

          Grundsätzlich. Mindestens. Es handelt sich (O-Ton) um eine Mindestquote.
          Sonst bleiben die den Frauen vorbehaltenen Mandate unbesetzt.
          Strafe muss sein! Den Frauen steht die Hälfte des Familieneinkommens Himmels schlicht zu. 😉

          Es geht noch durchgeknallter (Herv. von mir): „Kreisverbände lassen nur dort die Gründung von Ortsverbänden zu, wo der Frauenanteil des zukünftigen Ortsverbandes zum Zeitpunkt der Gründung mindestens 25% beträgt.“
          Männer, kommt bloß nicht auf die Idee, unter einem Frauenanteil von 25% politisch aktiv werden zu wollen! Betreutes gründen!

          Was könnte bloß schief gehen, wenn die Linke versucht die Grünen zu kopieren und das zu radikalisieren? Was nur???
          Könnte zum Beispiel „grundsätzlich mindestens“ Männer keine Lust mehr haben, diese Partei zu wählen?
          Bei den Landtagswahlen 2019 wählten Männer in Sachsen und Brandenburg zu 10 und 11% die Linke – vor zehn Jahren waren es 21%, respektive 28%.

          Die „Volkspartei des Ostens“ – ein Absturz in zehn Jahren.
          Muss man sich leisten können und wollen…

          • Man stelle sich vor per Satzung wird Männern die Mehrheit garantiert und nur mit Zustimmung von Männern, dürften Frauen überhaupt politisch aktiv werden…

            Diese Feministinnen sind die größten Sexisten überhaupt und sie denken über sich genau das Gegenteil.

      • Und wenn du sie fragst, wird sie dir gewiss erzählen, dass sie all das nur gegen massive frauenfeindliche Widerstände geschafft hat und das alles erreichen konnte, OBWOHL sie eine Frau ist… Ich erinnere nur mal an den Fall Jenna Behrends bei der CDU, die als „Quereinsteigerin“ ähnlich schnell nach oben gespült wurde und dann trotzdem einen auf „ich werde als Frau klein gehalten“ mache musste; was ihr in ihrem Fall aber zum Glück nicht gerade genutzt hat.

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