Das Akquieren weiblicher Redner, weibliche Unterverantwortlichkeit und Ergebnisgleichheit statt Chancengleichheit

Das eine IT-Konferenz wegen zu geringer Diversität abgesagt worden ist war hier auch schon in den Kommentaren diskutiert worden:

Die internationale IT-Konferenz PHP Central Europe Conference (kurz PhpCE), die eigentlich vom 4. bis zum 6. Oktober in Dresden stattfinden sollte, ist kurzfristig abgesagt worden. Der Wortlaut der Absage des polnischen Veranstalters Dariusz Grzesista lässt vermuten, dass die Konferenz auch im nächsten Jahr nicht mehr stattfinden soll. Als Grund nennt Grzesista auf der Webseite der Konferenz die öffentliche Kritik an der Zusammensetzung der Rednerliste: Vorträge von Frauen oder Menschen mit nicht-weißer Hautfarbe waren nicht geplant.

(…)

Natürlich seien Beiträge von Menschen jeder Herkunft und jedes Geschlechts willkommen gewesen. Unter 250 Einreichungen für Vorträge habe sich jedoch nur eine einzige Frau befunden. Dieser Vortrag sei aus qualitativen Gründen abgelehnt worden. Insgesamt sollten 39 Redner auf der Konferenz sprechen. Ein aktives Akquirieren von weiblichen Rednern fand nicht statt, hingegen einige bekannte männliche Entwickler gezielt angeschrieben wurden.

Letztlich seien die finanziellen Konsequenzen der negativen Aufmerksamkeit der Grund für die Absage gewesen. Die Ticketverkäufe seien nach dem negativen Feedback eingebrochen. Ob auch Sponsoren ihr Engagement aufgrund der Vorfälle zurückgezogen haben, ist nicht bekannt.

Da findet also eine Konferenz statt und jeder darf Beiträge einreichen.  Lediglich eine Frau reicht einen Beitrag ein, der wegen der Qualität abgelehnt wird.  Also ist der Veranstalter sexistisch.

Das ist mal wieder ein gutes Beispiel für weibliche Unterverantwortlichkeit:

Es ist nicht etwa den Frauen als Gruppe anzulasten, dass sie dort nicht hinreichend Beiträge eingereicht haben. Denn der Veranstalter muss dann eben solange nach Frauen suchen bis er eine hinreichende Anzahl gefunden hat, die dann für Diversität sorgt.

Der Arbeitsaufwand der dafür in Kauf genommen werden muss wird nicht näher bezeichnet.
Das die Qualität eher leidet, wenn man verzweifelt Leute überreden muss doch irgendwas zu machen spielt keine Rolle.

Das Frauen einfach selbst entsprechende Vorträge erstellen sollte oder Frauennetzwerke ausbilden sollten, die Sprecherinnen rekrutieren, dass wird auch nicht angeführt.
Irgendwo her soll man eben Frauen finden. Und das in einem Bereich, wo Frauen eh relativ selten sind.

 

 

 

57 Gedanken zu “Das Akquieren weiblicher Redner, weibliche Unterverantwortlichkeit und Ergebnisgleichheit statt Chancengleichheit

  1. Es ist Aufgabe der toxischen Männer, des Patriarchat oder sonst einer höheren Macht (am besten gesetzlich vorgegeben, und gleichmäßig nur mit Frauen besetzt, die sich damit auskennen, z. B. Genderprofessorinnen) so etwas durchzusetzen.

    Frauen dazu zu zwingen, VON SICH AUS qualitativ hochwertige Vorträge bei einer Fachkonferenz einzureichen… Das ist toxisch, das zu verlangen!

    Sarkasmus aus.

    Es wird tatsächlich nicht mehr skurriler als diese Episode. Höchstens noch bei den Beschwerden darüber, dass so wenige weibliche Künstler bei Rockfestivals auftreten. Es ist immer die Aufgabe der anderen, die eigenen Vorstellungen umzusetzen.

    „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“ gilt anscheinend nicht für Feministinnen. Aber dann würden sie ja auch an ihrem Glück schmieden, anstatt nur rumzuheulen, dass sie arme Opfer sind.

  2. „Letztlich seien die finanziellen Konsequenzen der negativen Aufmerksamkeit der Grund für die Absage gewesen. Die Ticketverkäufe seien nach dem negativen Feedback eingebrochen. Ob auch Sponsoren ihr Engagement aufgrund der Vorfälle zurückgezogen haben, ist nicht bekannt.“

    Was genau heißt das? Negative Aufmerksamkeit, negatives Feedback? Weil alle woke wurden, und diesen Sexismus gegen Frauen, die nicht nicht auf einer goldenen Sänfte zum Rednerpult getragen werden, nicht unterstützen wollen. Oder umgekehrt: Get woke, Go broke?

    • Du ahnst nicht, wie viele Pudel es unter Informatikern gibt. Wer hundert Prozent seiner Zeit damit verbringt, den Neuerungen des gerade angesagten Stacks hinterher zu hecheln, oder gar diesen voran zu treiben, ist in allem anderen geradezu zwangsläufig mainstream.

      • Du ahnst nicht, wie viele Pudel es unter Informatikern gibt.

        Dem kann ich nur zustimmen. Wir haben ca 100 Entwickler, alle bis auf ca. 3 sind SJWs, die eine Frau mit schlechteren Qualifikation etc. sofort einstellen/ aus Prinzip verteidigen würden.

        • Wie ist das möglich? Ich dachte immer grade bei Informatikern müsste logisches Denken vorherrschen. Wie kann man mit so einer kognitiven Dissonanz umgehen? Die müssen doch wissen, dass in ihrem Studiengang wenig Frauen waren und sich das auch im Job und somit auf Konferenzen, die sie ja sicherlich schon mal besucht haben, widerspiegelt. Oder legen die vielleicht so ein Denken an den Tag, um beim anderen Geschlecht punkten zu können?

          • „Ich dachte immer grade bei Informatikern müsste logisches Denken vorherrschen.“

            Und was ist evolutionär wichtiger? Logik oder Geschlechtstrieb?

          • Das Problem ist, dass sie Frauen glauben. Auch den Falschen.

            Wenn sie hören: „Frauen studieren nicht MINT, weil sie voll unterdrückt werden“ dann denken sie „Ja, es gibt wirklich wenige Frauen in MINT, das muss wirklich voll schlimm für die sein.“ und nicht: „Das ist die gepampertste und privilegierteste Gruppe, die es je gab, die können nur nicht damit umgehen, dass in MINT Leistung gefragt ist.“

            Wie sollten sie auf letzteren Gedanken kommen? In allen Medien wird ersteres bestätigt und letzteres totgeschwiegen.

          • „Und was ist evolutionär wichtiger? Logik oder Geschlechtstrieb?“

            Ich denke das kommt auf das Lebewesen und dessen Lebensumstände an. Als Tier ohne Bewusstsein ist sicher nur der Geschlechtstrieb von Bedeutung, da ohne Bewusstsein keine Logik (bzw. logisches Denken) und somit kein bewusst zielgerichtetes Handeln. Der Mensch verfügt aber über ein hochentwickeltes Bewusstsein, was ihn (zumindest theoretisch) in die Lage versetzt, sein Handeln bewusst zu reflektieren und auf Basis seiner Erfahrungen logische Schlüsse daraus abzuleiten. Da er dadurch auch die Möglichkeit hat sich Gedanken zu machen über seinen Geschlechtstrieb und dessen Auswirkungen auf sich und das andere Geschlecht, kann er, sofern er die Logik nutzt, sein Vorgehen so optimieren, dass er bessere Chancen beim anderen Geschlecht hat, z.B. durch game. In diesem Fall wird die Evolution (zumindest diejenige des Individuums, das dieses Wissen nutzt) durch Logik begünstigt. Ein Informatiker könnte sich also durchaus Vorteile gegenüber anderen Informatikern verschaffen, indem er einfach dieses Wissen nutzt. Das erklärt aber immer noch nicht, warum die Mehrheit so einen Mist glaubt.

        • Das liegt aber dann vor allem an der Firmenkultur, wenn von vornherein nur ein bestimmter Typus eingestellt wird. Der Gruppendruck tut dann ein übriges.
          Bei uns sind zwar auch etliche Entwickler recht weltfremd, aber SJWs sind nicht dabei. Die würden sich hier nicht halten.

          • Das Problem ist der fehlende Konkurrenzdruck in der Informatik dieser Tage. Wenn nur die erfolgreichsten Unternehmen überleben würden, dann würde es diesen ganzen Genderquatsch gar nicht geben, da nur die Unternehmen mit den besten Mitarbeitern überhaupt die Chance hätte zu überleben.

          • Es gibt halt leider (insbesondere große) Unternehmen, die sich durch ausdrückliche Frauenförderung positive PR erhoffen. Die können sich Fehlschläge durch ihre Genderpolitik leisten, solange andere Geschäftsgebiete genug Gewinn als Quersubvention abwerfen.
            Bei den meisten KMU sieht man das Thema dagegen wesentlich pragmatischer, äußert sich aber in der Öffentlichkeit nicht offen darüber, da ein Shitstorm zu erwarten wäre.

        • „Du ahnst nicht, wie viele Pudel es unter Informatikern gibt.“
          „Wie ist das möglich? “

          Es ist möglich, weil es dort so wenig Frauen gibt.
          1. fehlt dadurch die Erfahrung mit Frauen. Und mit feministischen Frauen sowieso, denn die studieren Gender, nicht Informatik. Vom dahinter liegenden Unfug haben die mMn wenig ahnung – nur das, was halt mainstream ist.

          2. ist es zwar grade nicht so, wie vom Feminismus behauptet, dass das dort alles frauenverachtende frauenhassende Nerds sind. Stattdessen ist es so, dass die allermeisten ganz furchtbar gerne mal überhaupt irgendwelche Frauen mit dabei hätten. Und deshalb unterstützen und begrüßen sie gerne jede sich bietende Gelegenheit, das ein bisschen zu forcieren.

          • Während ich im Prinzip zustimmen würde, denke ich, dass dies in fast allen Akademiker-beeinflussten Bereichen so ist, dass sich alle dem Neusprech anschließen. Dass besonders Entwickler in einer Traumwelt leben, ist wohl nicht überraschend, auch weil sich in dem Umfeld viele linke Alternativmedien eingenistet haben. Gleichzeitig gibt es auch viele Bereiche im IT-Umfeld, wo harte Realität und No Bullshit gelten oder es geht schief. Dass gerade jemand wie Danisch eine der größten kritischen Stimmen in Deutschland ist, ist genauso wenig überraschend. Mir fällt bei Informatikern auch viel Skepsis gegenüber Hypes auf, v.a. unter der Hand und SJW kommen da nicht gut weg, also bei denen, die wissen, was SJW sind.

            Warum Informatiker oft nicht mit Maskulinisten und so können, ist sicher auch deren Ansicht, dass Informatiker alles verweiblichte Beta-Male-Nerds sind, die jetzt plötzlich gut bei Frauen ankommen, aber evolutionär nach unten gehören würden. Der Erfolg der Linken ist ja u.a., dass sie für viele Inklusiv sind, so lange die nicht plötzlich in irgendeinem Konflikt anecken. Und wenn hier „Nur BWLler sind richtige Männer“ als Message rüberkommt, ist das für Informatiker und sämtliche MINT-ler ein Affront, dass deren Erzfeind angebetet wird. Während die Gegenseite erstmal Anerkennung und eine hohe Position verspricht….. bis der Intersektionalismus die irgendwann einholt.

      • Traurig. In diesem woken Pudelklima müssten Frauen sich dann doch eigentlich pudelwohl fühlen und es müsste Bewerbungen nur so regnen.
        Aber wahrscheinlich müssen sich einfach nur noch mehr Männer ändern. Natürlich *nur* die Männer, über Präferenzen und Verantwortung der Frauen sollte man nicht diskutieren, dann wird das Cuckutopia schon kommen.
        Ich bin jedenfalls mal gespannt, wann die Müllabfuhr aufhört zu fahren, weil nicht genügend Frauen mitmachen.

        • „In diesem woken Pudelklima müssten Frauen sich dann doch eigentlich pudelwohl fühlen und es müsste Bewerbungen nur so regnen.“

          Seit wann fühlen sich Frauen unter Männern wohl, von denen kein einziger ein interessanter Rebell ist, sondern alle nach ihrer Pfeife tanzen?

          • Wer sagt denn, dass Linke Frauen nach der Pfeife tanzen und keiner rebellisch ist. Viele sind ja durch ihre rebellische Art ins Linke reingerutscht. Natürlich versuchen die Feministinnen denen das auszutreiben und das ist sicher eine interessante Konfliktlinie, die zu Linksflucht führen kann, wie man sie in den letzten Jahren immer wieder mal in Ansätzen sieht.

      • >>> Du ahnst nicht, wie viele Pudel es unter Informatikern gibt.

        Das kann ich auch bestätigen. Ich war gerade auf einem Geburtstag von einem alten Kumpel, der Informatiker ist. Dort waren auch eine Reihe seiner alten Kommilitonen. Politisch waren die alle 100% Mainstream-Lemminge. Wenn man mal nur ganz vorsichtig fragte, was sie genau gegen Trump, Brexit, Russland, … haben, kommt eigentlich gar nichts.

        Ich hatte mir echt Mühe gegeben, möglichst unverdächtig und vorsichtig eine Gegenmeinung anzubringen. Ich hatte z.B. gesagt, dass ich Amerika eigentlich gar nicht beurteilen kann, aber ich es im Augenblick recht spannend finde, was da im Hinblick auf Epstein hochkommt bzw. dass ich glaube, dass man Trump wohl erst am Ende seiner Amtszeit wirklich abschätzen bzw. bewerten kann bzw. ob die Sache mit Q nur Fake ist, um Trumps Anhängern ein Gemeinschaftsgefühl vorzuspielen oder ob da mehr hinter steckt. Obwohl die Informatiker alle einen recht intelligenten Eindruck machten, hatten die von Epstein und Q noch nie irgendetwas gehört; nicht einmal die Mainstreammeinungen dazu.

        Und auch im Hinblick auf Feminismus kam von den 1:1 nur das, was Mainstreamlemminge von sich geben (Gender Pay Gap, …).

    • Nope.
      Es war nicht die politische Linke, es war identitäre Linke, wobei ich zugeben muss, dass sich diese an einem Punkt überschneidet.

      Nachdem es dem Feminismus gelungen ist durchzusetzen, es gäbe eine mythische Männerverschwörung in der IT (analog zum Patriarchat), die Frauen draußen hält/ausschließt, indem sie üblen Geschichtsrevisionismus betrieben haben, konnten sie die Linken an einem Punkt bei den Eiern packen: Gerechtigkeit.

      Der Trick ist doch uralt: Setze durch, dass alle gesellschaftlichen Zustände „strukturell“ von Männern geprägt und beherrscht werden, dann ist das „outcome“ dieser Zustände auch vollständig Männern anzulasten. Wenn Gesellschaft = Patriarchat, dann Gesellschaft = Männer.

      Da diese ungerechten, Frauen diskriminierenden Zustände „strukturell“ von Männern geprägt worden sind, obliegt es ihnen, diese ungerechten Zustände zu beseitigen.

      Der feministische Ausredenkalender hat dafür Sorge getragen, Frauen nicht in die Verantwortung zu nehmen, weil er auch „weiß“, welche Schäden das Patriarchat bei Frauen anrichtet, damit sie immer in der Rolle der Untertanin verbleiben.
      Standardausrede: Es mangelt Frauen an Selbstbewusstsein aktiv tätig zu werden.
      Deshalb sind sie passiv.

      Daher müssen die aktiven Veranstalter auch auf die passiven Frauen aktiv zugehen.
      Und bitten und betteln und sie stärken, aufmuntern, bestätigen, loben usw., also aktiv bis zur Ziellinie tragen. Wenn sie dann über das Ziel kullert, handelt es sich um empowerment.
      Jetzt muss sie sich nur noch einbilden, es wäre ihr eigenes Verdienst gewesen, dann und so entwickelt sich weibliches Selbstbewusstsein.

      Ganz bestimmt! /sarcasm off
      In diesem religiösen Glauben sind die identitären Linken aufgewachsen.
      Dass das kontraproduktiver Irrsinn ist und bestenfalls benevolenter Sexismus wird sich irgendwann herumsprechen.

      • „Der Trick ist doch uralt: Setze durch, dass alle gesellschaftlichen Zustände „strukturell“ von Männern geprägt und beherrscht werden, dann ist das „outcome“ dieser Zustände auch vollständig Männern anzulasten. Wenn Gesellschaft = Patriarchat, dann Gesellschaft = Männer.“

        Der Trick ist in der Tat uralt:
        Setze durch, dass alle gesellschaftlichen Zustände „strukturell“ vom Kapitalismus geprägt und beherrscht werden, dann ist das „outcome“ dieser Zustände auch vollständig dem Kapitalismus anzulasten.
        Dann ist das Beurteilen nach Eignung Diskriminierung, ist Leistung Versklavung und das Bereitstellen von Kapital Ausbeutung.

        Ihr Linken, crumar, seid die Pioniere der Idee, dass der Mensch durch (klassen)gesellschaftliche Verhältnisse unterdrückt wird und es einer Befreiung zur Gleichheit benötige.

        • @Adrian

          Nur ist Kapitalismus keine „mythische Männerverschwörung“, sondern schlicht Realität.
          Und nein, nicht alle Probleme sind ausschließlich vom Kapitalismus verursacht – die ökologischen gäbe es in jedem anderen System auch, das eine Theorie und Praxis eines schrankenlosen Wachstums vertritt.

          Es wird nie eine konfliktfreie und widerspruchslose Gesellschaft geben. Aber hoffentlich eine demokratischere und tatsächlich eine, die keine Schere zwischen arm und reich im derzeit erfahrbaren Umfang aufweist. Eine solidarischere Gesellschaft wäre wünschenswert, Gleichmacherei ist es nicht.
          Und natürlich stehen Genderistinnen nicht auf Leistung – ich schon.

          Dass wir nicht aus den bereits gemachten Fehlern im „real existierenden Sozialismus“ lernen könnten oder wollten – was du mir unterstellst – ist beleidigend.

          • Der Fehler ist ja bereits anzunehmen, dass eine Schere zwischen Arm und Reich schlecht ist. Ist sie nicht solange die Armen dennoch besser leben als sie mit Gleichheit oder einer weniger großen schere Leben würden.

            Die Welt wird immer mehr ein einheitlicher Markt über das Internet. Natürlich können dann auch Leute unglaublich reich werden, weil sie ein weltweites Produkt schaffen. Wie etwa Amazon und Co. Würden sie Unternehmen im Silicion Valley ihrem Hauptsitz nach Deutschland verlegen würde die Ungleichheit in Deutschland steigen. Faktisch ginge es Deutschland besser

          • @Christian

            „Natürlich können dann auch Leute unglaublich reich werden, weil sie ein weltweites Produkt schaffen. Wie etwa Amazon und Co.“

            Womit wir bei zwei Punkten sind:
            Google, Amazon, Facebook, Twitter, ebay etc. bilden Monopolunternehmen bzw. Oligopole.
            Sie sind gerade deshalb so profitabel, weil es keine echte Konkurrenz zu ihnen gibt -> Monopolprofite.

            Durch ihre Kapitalausstattung gelingt es ihnen, die Konkurrenz einfach aufzukaufen.
            Das Gerede von der Disruption verbirgt, dass ein hoch innovatives Unternehmen aus bspw. der Slowakei keine Chancen in der Konkurrenz hätte, weil es die Kredite lokal nicht erhielte, die eine solche Unternehmensstrategie erfordert.

            „Wie etwa Amazon und Co. Würden sie Unternehmen im Silicion Valley ihrem Hauptsitz nach Deutschland verlegen würde die Ungleichheit in Deutschland steigen.“

            Wenn Amazon seinen Hauptsitz nach D verlegen würde, dann würde sich gar nichts ändern.
            Denn Jeff Bezos bliebe weiterhin US-Amerikaner.

            Alle Silicon Valley Unternehmen sind Großmeister im Steuern sparen.
            Apple z.B.: „Apple has created subsidiaries in low-tax places such as Ireland, the Netherlands, Luxembourg, and the British Virgin Islands to cut the taxes it pays around the world. According to The New York Times, in the 1980s Apple was among the first tech companies to designate overseas salespeople in high-tax countries in a manner that allowed the company to sell on behalf of low-tax subsidiaries on other continents, sidestepping income taxes. In the late 1980s, Apple was a pioneer of an accounting technique known as the „Double Irish with a Dutch sandwich,“ which reduces taxes by routing profits through Irish subsidiaries and the Netherlands and then to the Caribbean.“ (Wiki)

            Das Geld, das bspw. Microsoft in D verdient, wird selbstverständlich nicht in D versteuert.

            Das es anders geht, zeigt sich in China: „Chinesen, die sich online vernetzen wollen, um persönliche Vorlieben, Web-Fundstücke oder Fotos zu teilen, treffen sich stattdessen auf sozialen Netzwerken chinesischer Betreiber. Diese haben zum Teil ebenfalls hunderttausende Nutzer und bieten meist ähnliche Funktionalitäten wie ihre westlichen Vorbilder.

            Der Vorteil aus chinesischer Sicht ist jedoch: Das Geld, das sich mit solchen Websites verdienen lässt, bleibt im Lande – und die Inhalte, beispielsweise zu politischen Themen, unter Kontrolle. Dafür sorgt die Führung in Peking mit strenger Zensur.“
            https://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/zensur-in-china-die-erfolgreichen-klone-von-facebook-google-und-co-a-1094124.html

            Die Politik in D hingegen richtet ihre Hoffnung auf „Marktkräfte“, die etwas richten auf Märkten, die dadurch gekennzeichnet sind von Monopolen beherrscht zu werden.
            In Deutschland existiert immer noch eine Mischung aus Konservatismus, Naivität und Korruption.
            Gibt es lokale Alternativen, wie es mit LiMux und/oder lokale Player wie SuSe der Fall gewesen ist, kann man fast sicher sein, sie werden ignoriert und eingestampft.

          • „Wenn Amazon seinen Hauptsitz nach D verlegen würde, dann würde sich gar nichts ändern.
            Denn Jeff Bezos bliebe weiterhin US-Amerikaner.“

            Dann bilden wir eben das Beispiel, dass alle Gesellschafter und die Gesellschaften ihren Sitz nach hier verlegen und die Deutsche Staatsbürgerschaft erhalten bzw zumindest dem deutschen Steuerrecht unterfallen. Wir hätten dann übrigens selbst wenn die Konzerne null steuern zahlen erhebliche Steuereinnahmen, weil die Angestellten sehr gut verdienen und weil die Gewinnentnahmen etc aus dem Unternehmen bzw die Geschäftsführergehälter etc ja auch zu versteuern sind. Dazu die Gewerbesteuer etc. Frag mal Wolfsburg und Co danach wie es ihnen gehen würde, wenn VW etc wegzieht.

          • @Christian – Alles Evolution

            Ich verdamme Reichtum und Reiche nicht. Aber der Abstand ist derzeit fragwürdig groß, manche sagen statistisch wäre er derzeit so groß wie vor der französischen Revolution.

            Die Bundesländer versuchen sich bei Dysfunktionalität der Finanzämter gegenseitig zu übertrumpfen, so gilt Deutschland als Steueroase. Und die Gesetzgebung gegen fragwürdige und illegale Geldschieberei läuft (offensichtlich völlig absichtlich) auf Kindergartenniveau: https://blog.fefe.de/?ts=a3904bac https://blog.fefe.de/?ts=a39072df https://blog.fefe.de/?ts=a3902269, dies besagt, dass anti Geldwäschegesetze (Anti-Money-Laundering) Umlaute und fremdsprachige Namen (dort kyrillische) völlig unzureichend berücksichtigen.

            Ich denke ja, dass über 70 „konfiszierte“ Immobilien von einem Clan, nur die Spitze des Eisbergs ist, und andere Geldwäscher in Deutschland viel Schlimmeres betreiben, aber ausländische Clans sind halt ein billiges Ziel…. Das man den Banken vorschreibt, Namen ihrer Kunden nach Stand der heutigen Technik zu behandeln (zB UTF-8) und nicht auf ASCII-Niveau, welches keine Umlaute kennt, das fällt dabei unter den Tisch. Lieber paar 100K € für Dolmetscher ausgeben, am Besten sind die noch freischaffend tätig, IN DER TÜRKEI(!) und man kommuniziert mit ihnen über unverschlüsselte E-Mails (!lach!)

          • „Aber der Abstand ist derzeit fragwürdig groß, manche sagen statistisch wäre er derzeit so groß wie vor der französischen Revolution.“

            nur das damals die Leute gehungert haben und heute geht es den meisten sehr gut. Das ist doch in keiner Weise vergleichbar. Und was hätte es gebracht Steve Jobs oder Zuckerberg oder eben den Amazon-Gründer oder die Aldi-Brüder zwangszuenteignen? Nicht. Keinem Menschen wäre es dann besser gegangen. Es hätte nur Leute abgeschreckt Unternehmen zu gründen oder sie motiviert sie vorsätzlich kleiner zu halten, damit sie Einfluss behalten

          • @Christian – Alles Evolution
            4. September 2019 um 3:55 pm

            „nur das damals die Leute gehungert haben und heute geht es den meisten sehr gut. Das ist doch in keiner Weise vergleichbar. Und was hätte es gebracht Steve Jobs oder Zuckerberg oder eben den Amazon-Gründer oder die Aldi-Brüder zwangszuenteignen? Nicht. Keinem Menschen wäre es dann besser gegangen. Es hätte nur Leute abgeschreckt Unternehmen zu gründen oder sie motiviert sie vorsätzlich kleiner zu halten, damit sie Einfluss behalten“

            zZ. haben wir 800 Mio. Hungernde u. 1.6 Mrd. Übergewichtige weltweit gesehen. Ja das Christentum wie auch der Islamismus haben mit ihrer Devise: „MEHRET EUCH!“; gehörig Mitschuld…

            Du hast recht: das Mittelalter lässt sich schwer mit der heutigen Zeit vergleichen. Tatsache ist: Zu große Ungleichheiten schaden der Gesellschaft.

            Und gerecht kann ich die Verhältnisse nicht nennen, Gut- und Mittel-Verdiener werden extrem hart ausgenommen, während Superreichen der A…. hinterher getragen wird.

        • Ich kürze mal etwas ab:
          Die Unterstellung, daß ein Aufweiten der Reich-Arm-Schere gut für die Armen sein könnte, funktioniert nur als Ausnahme, nicht als Regel. Und meist über Drittausbeutung ( bspw. Kolonialismus ).
          Nuff said!

      • „wird sich irgendwann herumsprechen“

        Und wie lange soll noch darauf gewartet werden? Müssen wir dann wieder für die Gleichheit vor dem Gesetz, die Unschuldsvermutung, die Meinungsfreiheit und freie geheime Wahlen kämpfen?

  3. IT-Konferenzen brauchen keine Frauen.

    IT-Konferenzen brauchen auch keine Männer.

    Was IT-Konferenzen brauchen, sind IT-ler. Computer haben kein Geschlecht, und auch wenn sie eines Tages vielleicht anfangen, sich selbst (entsprechende KI-Entwicklungen vorausgesetzt) als Männer oder Frauen zu identifizieren, vermute ich doch eher, dass sie sich als drittes Geschlecht verstehen würden (oder meinetwegen als viertes, wenn das dritte Geschlecht für biologische Menschen, die sich als Neutren identifizieren, reserviert bleibt.)

      • Hm. Hab mich wahrscheinlich oben unklar ausgedrückt.

        Das Geschlecht eines IT-lers ist statistisch wahrscheinlich relevant für dessen Befähigung (bzw. für die Frage, ob das entsprechende Wesen überhaupt IT-ler ist), aber hat man mal das Skillset, spielt das Geschlecht keine weitere Rolle dafür, ob man auf eine IT-Konferenz gehört oder nicht.

        Darum brauchen IT-Konferenzen weder Frauen noch Männer bzw. andere Personen, die denken, ihre geschlechtliche Identität wäre relevant für besagte Konferenz.

    • Denke ich auch. Die eine Frau wurde m.W. abgelehnt, weil sie ihren Vortrag schon woanders gehalten hatte, ich meine auf der Konferenz sollte nur Neues erlaubt sein.

      „Meines Wissens“, weil ich mir den Quatsch nicht vollständig durch las.

  4. „Earlier this year the organizers of the PHP Central Europe conference (PHP.CE) approached me and asked me to submit sessions for the PHP.CE conference in Dresden this October. … Unfortunately, some fellow speakers pointed out that their speaker selections for this year included zero women. …
    I am not comfortable with that, but in the interest of finding solutions rather than problems I reached out to a number of other double-selected speakers and on behalf of three of us … messaged the organizers, asking them to drop some of our double-sessions in favor of more female participation. We also offered to work with them to figure out ways to reduce the cost of bringing us in (a number of us were transatlantic, and Dresden is not the cheapest city to get to) so they could afford to cover more speakers.

    Unfortunately, the organizers indicated they were not open to such an arrangement. According to them, they had only a single woman submit a session proposal this year despite having women present in previous years, and hers was a repeat from a local conference last year. They were also firm that the Call For Papers was done and over and they’re not open to reaching out to new people now. …

    If you see no submissions coming in from women or other minority groups, that’s an indication you should at least try the good ones. If they had tried and were unsuccessful I’d be more forgiving, but you need to at least try. And when multiple speakers offer to work with you to reduce costs so that you can at least try, that should be taken seriously.“

    https://steemit.com/php/@crell/skipping-php-ce-this-year

    „It is an event for socialising, and for networking. And those potential ticket-buying attendees from minority groups will be dissuaded from buying tickets if they believe that the event is simply a gathering of men.

    The reason given was that only one woman submitted a proposal from over 250 submissions. One reason for that could be that the line-up last year was almost all male as well, just one woman out of 39 speakers. That’s only 2.5%. Again, many potential women speakers will look at the previous year’s line-up and see just 1 out of 39, and conclude that it is a predominantly male conference, and not worth their time to submit. That will become even harder next year, when potential speakers look back at this year and see no women at all. There are some truly excellent and respected women speakers who can give talks on security, databases, front-end and back-end technologies, PHP, internals, development tools, privacy, etc and whose contribution would have enhanced the conference. If they aren’t submitting, then there is probably an underlying reason why they will not do so, a problem that needs to be addressed. …

    we also have a duty as organisers to find that balance which reflects all groups within the industry, so that everybody feels they are among their peers when they attend, so that everybody attending can picture themselves on that stage next year. If we fail to do so, then we’re failing to inspire the next generation of developers and of speakers. And if that means outreach, and directly inviting individuals to speak, or at least to submit proposals, then that is what we should be doing; not simply relying on an open call for proposals to find that balance for us.

    Following on from Larry’s withdrawal I had a further email exchange with the organisers, during which they offered to accept that one additional proposal that they had received from a woman. It’s somebody that I know, that I have heard speak before, and I know her to be a very confident and capable speaker with good technical knowledge to share. But that then puts a lot of pressure on the woman, knowingly being invited to speak after an all-male speaker list has already been announced, making her a “token” to diversity; and that isn’t a good thing either.“

    https://markbakeruk.net/2019/07/24/withdrawal-from-speaking-at-phpce-2019/

    Und das hier war der 3. Speaker, der abgesagt hat:

    Mit kurzer Suche fand ich auf Twitter übrigens 2 (englischsprachige) PHP Frauen-Gruppen sowie Hinweise auf einen starken Latina-Anteil (z.B. einen mehr als 6000 – ich nehme an weibliche^^ – Member umfassenden brasilianischen PHP-Club).

    Also I just found:
    http://girlswhocode.com/wp-content/uploads/2019/08/GWC_Advocacy_InternshipApplicationExperiences_PDF_z6.pdf

    • Darum gehts, Madame will extra gebeten werden. Der Konferezorganisator als Bittsteller… kann ich mir schon vorstellen, dass es da noch Leute gibt die das nicht mitmachen wollen.

      • Die Frage ist doch, wieviele Männer der Organisator persönlich angesprochen hatte (mit aber auch ohne das Versprechen, die Reisekosten zu tragen).

        • „Die Frage ist doch, wieviele Männer der Organisator persönlich angesprochen hatte (mit aber auch ohne das Versprechen, die Reisekosten zu tragen).“

          Und weil er die Frauen nicht persönlich angesprochen hat, schmollen die und gehen nicht hin?
          Und was ist mit den Männern, die er nicht angesprochen hat? Dürfen die auch schmollen?

          Veranstalter großer Kongresse sind gezwungen, zumindest die Kosten der Veranstaltung wieder hereinzuholen. Und wie bei Musikern gibt es auch in den MINT-Events berühmte und/oder populäre Zugpferde, die allein durch ihre Präsenz (als Chairmen oder Vortragende) Fachpublikum anziehen.
          Solche Koryphäen werden vielleicht direkt angesprochen und in dem einen oder anderen Fall auch mit Geld gelockt.
          Warum auch nicht?
          Das ändert nichts daran, dass 90% der anderen Vortragenden Experten NICHT explizit angesprochen werden und ihre Reise- und Unerkunftskosten sogar selbst tragen müssen.
          Unabhängig davon, welches Geschlecht zwischen ihren Beinen ruht.

          Kein Mann würde deshalb auf die Idee kommen, er könne deshalb nicht eingeladen worden sein, weil er ein Mann ist. Das ist eine lupenrein weibliche Neurose.

    • many potential women speakers will (…) conclude that it is a predominantly male conference, and not worth their time to submit

      Wenn das tatsächlich so ist, wenn das Frauen akkurat beschreibt, dann sollte es Ziel von jedem sein, nicht mehr Frauen in STEM zu kriegen, sondern weniger.

      „Meine Zeit ist mir zu kostbar, um mich NUR MIT [derogatives Hauptwort deiner Wahl] abzugeben“ ist eine toxische Einstellung.
      Der Sprecher geht davon aus, dass Frauen diese selbstverständlich haben.

      Was für ein Frauenfeind.

    • “ but in the interest of finding solutions rather than problems I reached out to […]“

      Ganz bestimmt geht der Satz jetzt weiter damit, wie er selbst ihm bekannte Frauen aus dem PHP-Umfeld angesprochen hat, von denen er gewusst hat, dass die interessante Themen im Gepäck haben und sich schon gar nicht mehr trauen, sich zu so was zu bewerben, weil sie sowieso wie immer abgelehnt werden würden?

      Oh – nein, der Satz geht anders weiter:
      „to a number of other double-selected speakers and on behalf of three of us … messaged the organizers, asking them to drop some of our double-sessions in favor of more female participation.“

      Wäre er wirtklich lösungsorientiert, dann würde er zumindest mal selbst gucken, woher er die Frauen aus dem Hut zaubert.
      Macht er nicht, denn hätte er gemacht, hätte er festgestellt, wie schwer bis unmöglich das ist.

  5. Während Golem z.B. titelt:
    https://www.golem.de/news/diversitaet-nur-maenner-auf-der-rednerliste-php-konferenz-abgesagt-1908-143463.html
    Nur Männer auf der Rednerliste – IT-Konferenz abgesagt

    macht die feministische Zeit in Ze.tt daraus:
    https://ze.tt/software-konferenz-wird-abgesagt-weil-nur-maennliche-speaker-eingeladen-sind/
    Software-Konferenz wird abgesagt, weil nur männliche Speaker eingeladen sind

    Was eine glatte Falschinformation ist – es wurde nirgends geschlechtsspezifisch eingeladen, es haben sich lediglich nur Männer beworben.

    • Allein das dumme Gelaber vom „Speaker“ sagt doch schon alles.
      Und wieso eigentlich „männlicher Speaker“? Speaker ist doch ganz selbstverständlich männlich, schließlich nennt man Frauen Speakerinnen.

      Feministinnen… *facepalm*

  6. Eigentlich habe ich früher ganz gerne hin und wieder einen Vortrag gehalten, oder mich sonst aktiv an technischen Veranstaltungen (allerdings mit Sicherheit nix mit PHP!) beteiligt.
    Ein- oder zweimal im Jahr ist so etwas OK. Wenn’s örtlich und zeitlich passt, auch dreimal.
    Die Entwicklung der letzten Jahre gibt solchen Events allerdings mehr und mehr einen schalen Beigeschmack.
    Ich möchte nicht aufgrund meines Geschlechts eingeladen werden, sondern wegen des fachlichen Beitrages, den ich leisten kann.
    Leider verwischen die Grenzen immer mehr. Manchmal lässt sich dies nicht sicher unterscheiden, was mir die Beteiligung verleidet. Ich habe inzwischen auch schon Einladungen abgelehnt.

    Wenn ich im Publikum sitze, dann deshalb, weil mich der Themenbereich der Veranstaltung interessiert.
    Die Zeit der Teilnehmer wird verschwendet, wenn inhaltlich fundierte Beiträge dem Geschlecht der Referenten untergeordnet werden. Dadurch werden auch fachlich kompetente Frauen als Alibifrauen abgewertet.
    Solche Veranstaltungen sollte man boykottieren!

    • Der Effekt ist wirklich erstaunlich.

      Früher habe ich bei Frauen in den Jobs (Schauspieler, Ärzte, …) überhaupt nichts gedacht, sondern war immer (egal ob Frau, Mann, Divers, …) davon ausgegangen, dass die Person aufgrund der Qualifikation den Job macht.

      Inzwischen, nachdem es an allen Ecken deutlich wird, dass Qualifikation eher nachrangig ist und Frauen die Jobs hinterhergetragen werden (für die sie von sich aus nicht ‚unbedingt‘ brennen), wird mir immer öfter recht mulmig. Vor kurzem begrüßte aus dem Cockpit eine weibliche Pilotin mit ihrer Co-Pilotin. Wie gesagt, früher hätte ich mir da gar nichts bei gedacht. Dank der Identitäts- und Quotenpolitik und dem Zwang zur politischen Korrektheit in den Firmen dachte ich inzwischen nur noch: „Ohh Schreck Quotenfrauen im Cockpit, hoffentlich geht das gut!“.

      Die feministische Terrorpolitik bewirkt somit genau das (zumindest bei mir), was angeblich bekämpft werden soll, nämlich dass man inzwischen – wenn man die Wahl hat – lieber männliche Dienstleister bevorzugt, weil man dort eher vermutet, dass die den Job selber wollten und nicht aus Quotengründen den Job ausüben.

      Eigentlich tut es mir für die wirklich qualifizierten Frauen wirklich leid, denn diese müssen inzwischen tatsächlich gegen Vorurteile kämpfen, dass sie wirklich etwas können und den Job auch aus eigenem Antrieb gerne machen bzw. nicht primär aufgrund von Quoten in die Jobs gesteckt wurden.

      Gab es nicht mal einen Bericht, dass die Überlebenschancen höher sind, wenn die Krankenwagenbesatzung männlich ist? Da Google inzwischen massiv reinigt und zensiert, finde ich das auf Anhieb nicht mehr. Ich bin mir aber recht sicher, das das vor einigen Jahren mal durch die Presse ging.

        • Ich hatte in letzter Zeit im Team hauptsächlich Frauen als Neuzugänge.

          Die Qualität war genauso durchwachsen wie bei den Männern 🙂
          50% waren schnell weiter, die anderen waren prima. Ist bei den Männern anders. Da gibt es zwar auch Aussetzer, aber immerhin keine, die wegen ihres Geschlechts genommen wurden und die man als Mann nicht genommen hätte.

      • „Eigentlich tut es mir für die wirklich qualifizierten Frauen wirklich leid, denn diese müssen inzwischen tatsächlich gegen Vorurteile kämpfen, dass sie wirklich etwas können und den Job auch aus eigenem Antrieb gerne machen bzw. nicht primär aufgrund von Quoten in die Jobs gesteckt wurden. “

        Und das Großartige daran: sollten die Erfahrungen mit inkompetenten Quotentrullas tatsächlich dazu führen, dass die von dir geschilderten Vorbehalte sich signifikant niederschlagen, werden auch daran wieder nur die Männer Schuld sein. Es war dann nicht die Quotenpolitik, die Menschen nur aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit unfaire Vorteile am Arbeitsmarkt verschafft und Leute auf Positionen gespült hat, für die sie einfach nicht qualifiziert sind. Es war nicht die dem geschuldete schwache Performance besagter Quotenfrauen. NEIN! Schuld waren, sind und werden immer sein: MÄNNER und ihr ganzer Frauenhass. Society hates women, it just hates them!

      • „Vor kurzem begrüßte aus dem Cockpit eine weibliche Pilotin mit ihrer Co-Pilotin. Wie gesagt, früher hätte ich mir da gar nichts bei gedacht.“

        Ich kauf Dir das nicht ab.

        „Ohh Schreck Quotenfrauen im Cockpit, hoffentlich geht das gut!“

        Und weil es aber gutging, bist Du jetzt geheilt?

    • Ich habe auf Youtube den Kanal der JSConf abonniert (ich mag Javascript nicht besonders, aber im Webbereich kommt man ja nicht daran vorbei). Es gibt da auch viele sehr fähige Frauen (anscheinend mehr als bei PHP), etwa Lea Verou.
      Jedenfalls veröffentlicht der Kanal die Vorträge von der jährlichen JSConf und der CSSConf, und es ist offensichtlich, dass man sich auch beflügelt fühlt, den Anteil weiblicher Sprecher zu erhöhen. Das Resultat sind dann Vorträge wie dieser hier über „Baby-Driven Development“: https://www.youtube.com/watch?v=EndmLEaKPw8 Im Endeffekt: Wie kriegt man Beruf und Kindererziehung unter einen Hut. Sicherlich ein Thema, das für viele Leute Relevanz hat – aber es ist kein technischer Beitrag, und würde ich gesalzene Eintrittspreise für so eine Konferenz zahlen müssen, wäre ich ganz sicher nicht zufrieden, weil solche Vorträge einen fachlich nicht voranbringen.

  7. Das ist sehr Klug von den Frauen, dass sie sich nicht bewerben – sei es als Rednerinnen, Spitzenkandidatinnen oder sonstwas. Denn genau dadurch haben sie ein Druckmittel für Forderungen.

    Die Gesellschaft hat sich nun einmal dahin entwickelt, dass ohne paritätische Besetzung nichts mehr geht.

    Da können sich die Frauen entspannt zurücklehnen. Warum sollten sie sich auch anstrengen?

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