Wie man als Mann ein feministischer Verbündeter wird

Aus dem gestern schon zitierten Artikel zum „Nice Guy“ auf Everyday Feminism noch ein Absatz, wie man ein feministischer Verbündeter („Ally“) wird:

Trying to integrate men into the feminist movement can be challenging. It’s important to remember that as a man, you’re accustomed to always having your opinions validated. As an ally, you have a duty to not only listen, but to support and respect women’s experiences.

You’re going to enter feminist discussions with the knowledge that you’re not going to be the most well-informed person at the table. Approach the exploration of your privilege as a learning opportunity.

Wenn man mehr über feministische Theorie gelernt hat, mehr darüber gelesen hat, es besser verstanden hat, dann kann man natürlich auch als Mann derjenige sein, der am meisten Ahnung hat. Darf man ja nicht. Denn die Opferpositon verleiht magisches Wissen, welches immer vorgeht. Tatsächlich ist es auch weniger Wissen als einfach eine Hierarchie

Another crucial thing to keep in mind is that you’re an ally for women, not their spokesperson.

If you start speaking for women instead of on their behalf, feminist dialogues become men telling other men how to treat women, which—well—feels a lot like patriarchy.

Dieses verdammte Patriarchat! Ist sogar dann voll aktiv, wenn man anderen Männern erzählt, dass sie sich feministisch verhalten sollen. Es ist wirklich eine der genialisten Bewegungen der Welt.

 

For example, men can and should tell other men not to rape women.

That’s an important message, but if you speak over women who are advocating for themselves in the process, it continues to reinforce the idea that men have to speak on women’s issues to make them relevant and legitimate, which completely undermines the point of feminism.

Notiert: Männern nicht sagen, dass sie nicht vergewaltigen sollen, wenn Frauen dabei sind, weil die das dann machen müssen.

To avoid this, be aware of your responsibilities and limitations as a male ally. Teach other men about feminism. Know when to sit back and be quiet. Never go seeking out brownie points.

Sei ein demütiger Diener, der seinen Platz ganz unten akzeptiert. Bringe auch anderen Männern bei, dass sie dort ihren Platz haben. Mache niemals etwas, damit andere dich als gut ansehen, sondern immer nur um deine Erbschuld als Mann zu verringern. Du bist sündig! Du hast kein Lob verdient!

Remember that it’s not your decision to determine whether or not you’re an ally. That’s up to women!

Du bist ein Nichts! Und Frauen können dir das jederzeit sagen!

Denn Feminismus ist für Gleichberechtigung!

A Critical Part of Being an Ally Is Talking to Your Female Friends About How You Treat Them
Absorbing all of this information at once may be overwhelming, so start out by implementing it on an every day level.

Open up a dialogue with the women in your life. Talk to them about their experiences and think about ways that you can support them. If you have been treating them differently because of their gender, be open about it and ask how it impacts them.

Nice guys are important because they have the potential to be excellent male allies. You care about women and even though you may have stumbled with unintentional sexism, that’s also a great jumping off point for unpacking the intricacies of how gender impacts your relationships.

Herrin, wie kann ich armer Sünder mich verbessern? Habe ich mich irgendwie falsch verhalten? verkünde meine Strafe!

Radikaler Feminismus findet definitiv nicht auf Augenhöhe statt. Es wird doch ein ganz strikte Hierarchie errichtet, in der Männer zu gehorchen haben.

29 Gedanken zu “Wie man als Mann ein feministischer Verbündeter wird

  1. Radikaler Feminismus findet nicht auf Augenhöhe statt?
    Dann ist der Feminismus also generell radikal? Oder will mir jemand erzählen, dass all das, was in unserer Gesellschaft derzeit an „Gleichberechtigung“ abgehe, sei auf Augenhöhe?

    • Korrekt erkannt, @Mario! Sämtliche Femis, die irgendeinen nennenswerten Einfluss – auf was auch immer – haben sind RadFems.
      Mit Gleichberechtigung hat keine davon was am Hut.
      Die rein nominellen Mitläufer werden nur gebraucht, um die faule Ausrede des Meinfeminismus frisch zu halten ( wie hier ja auch regelmäßig vorgeführt wird ).

  2. Ich habe da vor kurzem irgendwo diese Grafik zu den Unterschieden in dem Bedürfnissen nach Dominanz zwischen Frauen, Männern und Feministinnen gesehen:

    Ist der Begriff Alliierter nicht irgendwie falsch? Das setzt für mich eine gewissen Augenhöhe und Unabhängigkeit voraus.

    Wäre Vasalle nicht passender, obwohl es hier auch oft noch den Schutz durch den Staat gibt, dem man sich unterwirft. Das ist bei Feministinnen ja komplett anderes. Da wird man als Mann zusätzlich noch immer bedroht und sofort auf den Scheiterhaufen geworfen, wenn sich eine Gelegenheit bietet.

    Im Grunde ist daher Sklave die richtige Bezeichnung. Also wie Mann ein feministischer Sklave wird.

  3. =)
    https://en.wikipedia.org/wiki/Other_World_Kingdom

    Hier geht’s um eine BBC Dokumentation
    „Sex Lies and Rinsing Guys“ 2012
    und die Taktiken die Frauen nutzen um Männer zu manipulieren.

    Der Witz an den Spezialistinnen, es ist eine absolut einseitige Geschichte ist, bei der ausschließlich genommen und gar nichts gegeben wird.

    Diana geht die Rationalisierungen der Frauen durch.
    Da kann einem schon schlecht werden.

    Hier die Doku.

    Interessantes, und mit Sicherheit automatisierbares, Phänomen, wenn Männer für einen kleinen Fitzel aufmerksamkeit in Form eines Tweets Cash springen lassen.

    Und, ich wage zu behaupten, ein talentierter CGI Artist kann das – wie immer wenn Männer was machen was Frauen glauben zu können, um Welten besser.

    Fun Fact
    Getragene Unterhosen verkaufen Männer ja auch teurer als Frauen.

    • Richtig verschärft ist die Stelle bei Minute 28:54, da wird aus einem Observer Artikel zitiert.

      „Dennis, who is currently serving one woman exclusively, insists that his self-worth is intact, that he has no deep-seated psychological wounds. His parents have been together, lovingly, for four decades; he doesn’t recall any significant trauma from his youth. A more resonant explanation, he suggests, is evolution. “It makes sense to think that men with a desire to provide for high-status females, without demanding sexual exclusivity, would, at least in some cases, be naturally selected for,” he says. “As a mate, such a male allows his partner access to a greater variety and quality of genes, while also working hard to provide resources necessary to raise offspring.”“

      Ich muss da unweigerlich an die für BDSM offene Seite der Bahnhofsbeklatschenden-Männerbewegung denken.

      https://observer.com/2015/02/hard-core-money-managers/

  4. Jo, sie versuchen halt den Gender-Kommunismus durchzusetzen.
    Nur… wer soll es denn durchsetzen? Die feministischen Männer sind in der Regel zu schwach (ausser sie befinden sich in Machtpositionen, aber auch da kann man nur so viel durchsetzen), und die Frauen können es nicht.

    Das größte Problem ist weiterhin, dass diese Männer sich gegen Bedrohungen von aussen(Muslime anyone? Nein? Ok, wie wäre es mit China?) nicht wehren können. Der ganze Genderkommunismus-Quatsch ist von vornherein zum scheitern verurteilt.

    Einfach nicht drauf einlassen, kein Mann benötigt die Zustimmung von Frauen. Im Gegenteil, die Zustimmung von Frauen kommt nachdem man sich in einer passende Position gekämpft hat, nicht umgekehrt.

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