Verletzlichkeit und Gefühle zeigen bei Männern

Eine feministische Idee ist, dass Männer deswegen eine „toxische Männlichkeit“ entwickeln, weil sie den „harten Mann“ spielen müssen und deswegen ihre Gefühle und ihre Verletzlichkeiten tief in sich vergraben. Daraus wiederum würde dann Gewalt und Abwertung von Frauen entstehen (weil man mit Gewalt seine Stärke beweisen kann und weil Frauen dann im Vergleich schwach sind) und Männer würden sich selbst schaden.

Ein Beispiel aus jüngerer Zeit:

 

Oder hier auf „Everyday Feminism“

But what if you’re not a Nice GuyWhat if you’re just a really nice guy?

You may well be genuine and 100% sincere, but the way men are socialized around gender means that even the most goodhearted guys are susceptible to sexist slip-ups (and might accidentally, unintentionally participate in some Nice Guy tomfoolery).

If you grow up being taught that you aren’t allowed to express emotion or cry, that the only way to be masculine is to be macho or aggressive, and that the only way to bond with other men is through shared objectification of women, it can be extraordinarily difficult to recognize when you’re being sexist – especially if you’re well-intentioned.

 

Natürlich drücken Männer auch Emotionen aus. Nur muss man dazu nicht heulen. Dieser Gedanke, dass man nur dann Sachen verarbeiten kann wenn man heult oder vollkommen emotional ist und das jeder Mann überhaupt solche Probleme zu verarbeiten hat, dass er beständig hoch emotional sein muss und heulen muss ist schon merkwürdig. Zumal ja Frauen auch nicht beständig heulen und das auch keineswegs umbedingt als Vorteil sehen.

Natürlich kann jemand „zu hart“ sein und gerade wenn ein ansonsten sehr sensibler Mensch gezwungen wird sehr hart zu sein, dann kann ihm das schaden (etwa der „verweichlichte Junge“ der von seinen Eltern auf eine Militärakademie geschickt wird um ein „echter Mann“ zu werden, der aber aufgrund etwa einer Hormonstörung schlicht „weicher“ ist)

Genauso kann es auch schädlich sein, jemanden quasi zu zwingen Gefühle vorzuspielen und zu heulen, damit er darstellen kann, dass er etwas verarbeitet.

Hier wird ein Weg der Problemverarbeitung absolut gesetzt ohne darüber nachzudenken, ob er so effektiv ist und für alle der Richtige ist.

78 Gedanken zu “Verletzlichkeit und Gefühle zeigen bei Männern

  1. Seit 50 Jahren heißt: Neue Männer braucht das Land.
    Seit 50 Jahren bekommt das Land neue Männer.
    Seit Jahren wird die weibliche Klage immer lauter: Wo sind all die richtigen Männer hin?
    Seit Jahren werden Höschen feucht bei der Aussicht, sich richtige Männer zu importieren.

    Wenn Gassert massive unverarbeitete Mama-Proleme hat, dann hat das nichts mit mir zu tun und ich interessiere mich nicht dafür…

    • @only me @all

      Bitte lass dich, lasst euch nicht verarschen.

      Das ganz neue literarische Programm:
      „Fülle des Herzens und Freiheit des Gefühls, Ahnung und Trieb, emotio statt ratio.“
      Das Gefühl rückt ins Zentrum der literarischen Aussage.
      „Die Stimme des Herzens ist ausschlaggebend für die vernünftige Entscheidung.“ Es gilt „die Überwindung der Vernunftherrschaft und eine Entfesslung des Gefühlsüberschwangs, der Fantasie und der Gemütskräfte als neuer dichterischen Grundhaltung“.

      Freust du dich auch so auf diese neue Männlichkeit in der Literatur?! 🙂

      Sturm und Drang bezeichnet eine Strömung der deutschen Literatur in der Epoche der Aufklärung, die etwa von 1765 bis 1785 hauptsächlich von jungen, etwa 20- bis 30-jährigen Autoren getragen wurde.“ (Wiki)

      Oooops.
      Noch „Die Leiden des jungen Werther“ im Kopf, in dem sich Goethe den Liebeskummer von der Seele schrieb? Erschien 1774.

      Die Konstruktion der feministischen Männlichkeit hat den Kardinalfehler, sie hat nie existiert.
      Mein Vorschlag für eine originelle Antwort: Wer auch immer das Gegenteil behauptet, hat offensichtlich bei Abitur betrogen, denn die Kenntnis des oben ausgeführten darf als Grundbedingung gelten.
      Daher Aberkennung des Abiturs.

      • @crumar,

        obacht.
        Deinen Beitrag kann man auch so verstehen, dass Gassert der Herder von heute ist.

        Denn sein Lamento ist ja ein sehr verwandter Ton: Ich will nicht Vernunft, ich will nicht Industrie, ich will nicht in Regeln eingeengt, ich will nicht in Konkurrenz stehen!

        Dass Gassert zo doof und ungebildet ist, um zu kapieren, dass er in ein 250 Jahre altes Horn bläst, ist dem natürlich völlig unbenommen.

        • So sehr ich Crumars kluge Beiträge schätze, so kann ich ihm aber nicht folgen, wenn er Gassert zu viel der Ehre gibt, und ihn bei den geistig durchdrungenen Vertretern von „Sturm und Drang“ einordnet oder wie only me ihn in einem Atemzug mit der Geistesgröße Herder nennt…

          • Nichts lag mir – und sicherlich auch nicht only me – ferner, als ihn in einem Atemzug mit Herder zu nennen.

            Es ging mir darum aufzuzeigen, wenn er sich sehnlichst wünscht, Männer mögen „herzlicher, gewaltloser, verletzlicher“ werden, so braucht das nicht „neu definiert“ zu werden.
            Seine Forderung ist weder originell, noch ist sie neu und vor allen Dingen war sie im Sturm&Drang bereits praktisch umgesetzt worden.
            Es wird ihn erstaunen, das ist bereits 250 Jahre her.

            Was ihn aber auch bei Kenntnis der Sachlage m.E. nicht darin hindern würde fest zu glauben, er äußerte eine Utopie, an deren Umsetzung er hartnäckig – und maßgeblich beteiligt – arbeitet.
            Nicht weil das real ist, sondern seine (religiöse) Überzeugung.

        • „Deinen Beitrag kann man auch so verstehen, dass Gassert der Herder von heute ist.“

          Oh mein Gott, nicht auszudenken! 😦
          Die Idee, dass es ein „Vernunftgefühl“ nicht geben kann und die Leidenschaft den Kopf bestimmen soll und nicht umgekehrt, sind Resultate der falschen Dichotomien in denen Gassert denkt und damit befindet er sich in einer Tradition.

          „Denn sein Lamento ist ja ein sehr verwandter Ton: Ich will nicht Vernunft, ich will nicht Industrie, ich will nicht in Regeln eingeengt, ich will nicht in Konkurrenz stehen!“

          Das ist eine sehr schöne Beobachtung. Dabei hat die literarische Konkurrenz dafür gesorgt, dass die meisten Autoren des Sturm&Drang vergessen worden sind. Wer kennt heute bspw. noch Klopstock?

          „Dass Gassert zo doof und ungebildet ist, um zu kapieren, dass er in ein 250 Jahre altes Horn bläst, ist dem natürlich völlig unbenommen.“

          Ja, denn er müsste sich dann von seinem statischen Männerbild verabschieden – unter heißen Tränen, hoffentlich. 😉

          Aber ohne Scherz: Was hat er denn für ein schiefes Bild von sich?
          Sicher, er verkündet im geheuchelten „wir“ seine Ansprüche an Männer, aber unverkennbar sieht er sich und alle anderen Männer als Mängelwesen.

          Das empfinde ich als eine einseitige Radikalisierung von dem, was „Komplementarität“ genannt wurde – „Du vervollständigst mich!“ und diese Vervollständigung läuft immer wieder auf die stereotypisch weibliche Empfindsamkeit hinaus.
          Inzwischen finde ich das so auffällig, ich frage mich, ob damit nicht eher beabsichtigt wird, der holden Weiblichkeit ständig zu versichern, dass sie diese Eigenschaften wirklich besitzt, als diese Eigenschaften für sich zu wollen.

          • Das deckt sich ja schon fast mit meinen Hasspostings, wenn ich schreibe Empathie ist keine weibliche Eigenschaft, sondern eine der Männer, die die Sympathiehonigtöpfchen gepflegt abzuernten wissen.

          • Wer kennt heute bspw. noch Klopstock

            Dir nur, liebendes Herz, euch, meine vertraulichsten Thränen,
            Sing‘ ich traurig allein dieß wehmüthige Lied.
            Nur mein Auge soll’s mit schmachtendem Feuer durchirren,
            Und, an Klagen verwöhnt, hör‘ es mein leiseres Ohr!
            Ach warum, o Natur, warum, unzärtliche Mutter,
            Gabest du zum Gefühl mir ein zu biegsames Herz?
            Und in das biegsame Herz die unbezwingliche Liebe,
            Daurend Verlangen, und ach keine Geliebte dazu?

            Ich nicht.
            Mein humanistisches Bildungsfragment reicht grad zum Wissen, dass es ihn gab, wo er begraben ist und dass er damals ein Volksheld war.

            Immerhin besser als Gassert, der selbst den Namen noch nie gehört hat…

            Aber ich scheue mich gleichzeitig, die Unkenntnis von Klopstock in diesem Kontext überzubewerten. In den Worten Robert Gernhardts:

            Lotte und Werther kennen einander noch nicht lange.
            Gerade haben sie festgestellt, daß sie beim Tanzen harmonieren, gleich werden sie einen weiteren, weit verhängnisvolleren Gleichklang feststellen – Herr Goethe, übernehmen Sie:

            Wir traten ans Fenster.
            Es donnerte abseitwärts, und der herrliche Regen säuselte auf das Land, und der erquickendste Wohlgeruch stieg in aller Fülle einer warmen Luft zu uns auf. Sie stand auf ihren Ellenbogen gestützt, ihr Blick durchdrang die Gegend, sie sah gen Himmel und auf mich, ich sah ihr Auge tränenvoll, sie legte ihre Hand auf die meinige und sagte: – Klopstock! –
            Ich erinnerte mich sogleich der herrlichen Ode, die ihr in Gedanken lag, und versank in dem Strome von Empfindungen, den sie in dieser Losung über mich ausgoß.

            Klopstock – weiter nichts.
            Da ist keine Gedichtstrophe vonnöten, keine Gedichtzeile, nicht einmal der Gedichttitel »Frühlingsfeier« – der Dichtername genügt. Zwei Silben entbinden einen Strom von Empfindungen: Goethe macht uns zu Zeugen einer Kommunikationsbeschleunigung, von der die jungen Menschen von heute nur träumen können, wenn sie sich, von den Dichtern unserer Tage im Stich gelassen, angesichts eines gewaltigen Naturschauspiels und eines noch unbekannten, dunkel lockenden Partners mit dem kurrenten Betroffenheitsjargon behelfen müssen: Du, ich weiß nicht, mir gibt so ein Gewitter unheimlich viel, also auch emotional – was macht Regen eigentlich mit dir?

            Nun ist es aber ja nicht so, dass Jugendliche unserer Generation sich nicht mit extrem verkürzten Codes verständigen könnten. Die lauten dann halt:
            „Lasst doch mal das Kind nach vorn.“ oder
            „Ganz Gallien? Nein, nicht ganz“ oder
            „Es kann nur einen geben“ oder
            „Here’s looking at you, Kid“

            Oder?

          • ich frage mich, ob damit nicht eher beabsichtigt wird, der holden Weiblichkeit ständig zu versichern, dass sie diese Eigenschaften wirklich besitzt, als diese Eigenschaften für sich zu wollen

            Leicht veränderte These: Das ist eine (Selbst-) Beschwörungsformel: „Frauen sind einfühlsam. Einfühlsamkeit ist gut. Frauen sind gut. O mani padme omm. Frauen sind einfühlsam. Einfühlsamkeit ist gut. Frauen sind gut. Oh Mann, ich pattme einen um. etc etc Frauen sind einfühlsam. Einfühlsamkeit ist gut. Frauen sind gut. “

            Sozusagen die Kucklick Kurve: Solange wenigstens die Frauen stellvertretend gut sind, besteht Hoffnung, dass die eigenen Sünden in toto nicht so schlimm sind.

            „Wir sollten mehr wie Frauen sein“ ist dann nur ein klein wenig unehrlicher als „Ich sollte mehr ins Fitnessstudio gehen. Ab nächste Woche gehe ich mehr ins Fitnessstudio“, aber in der selben Kategorie von Selbstbetrug.

          • @Murdoch @only me

            1. Niemand hat die Absicht Hasspostings zu schreiben! 😉

            2. Ich muss ganz ehrlich sagen, only me, hier Klopstock zu lesen und den wunderbaren Gernhardt hat mich wirklich berührt.
            Vielen Dank dafür!

            3. „Leicht veränderte These: Das ist eine (Selbst-) Beschwörungsformel: „Frauen sind einfühlsam. Einfühlsamkeit ist gut. Frauen sind gut. O mani padme omm. (…)
            Sozusagen die Kucklick Kurve: Solange wenigstens die Frauen stellvertretend gut sind, besteht Hoffnung, dass die eigenen Sünden in toto nicht so schlimm sind.“

            Interessant.
            Wenn man also annimmt, es handle sich um eine „Kategorie von Selbstbetrug“, dann ist dieser Vorgang ebenfalls eine Delegation von Eigenverantwortung, oder?
            Denn wenn „das Gute“ (TM) Frau ist, dann sind meine eigenen Sünden als Mann lässlich und ich werde ent-schuldet, weil ich vom dem Guten immerhin weiß und es als das Gute anbete.

            Was hältst du von diesem Gedankengang?

          • @crumar

            Was hältst du von diesem Gedankengang?

            Sitzt, passt und wackelt nicht.

            Das der Feminismus dem Christentum eng verdrahtet ist, über die Gleichsetzung von Erbsünde=Männlichkeit, ist kein neuer Gedanke.

            Was erlöst den Christen von der Erbsünde?
            Der Glaube an Jesus und dass dieser duch sein Leid die Schuld des Menschen auf sich genommen hat.

            Was erlöst den Feministen von seiner Erbsünde?
            Der Glaube an die gute, schuldfreie Frau, an deren Wesen die Welt genesen wird, weil sie durch ihr (historisches Leid), das Über der Männlichkeit kompensiert und Männern den Weg zum Heil zeigt.

            Da wurde konzeptionell quasi nichts verändert.

            Ich frage mich, ob Feministen mitunter auch ins Alttestamentarische abrutschen und Opferrituale fahren. Oder es für gut halten, 3000 Leute zu töten, weil diese um ein goldenes Kalb getanzt haben.

          • …weil sie durch ihr (historisches) Leid, das Übel der Männlichkeit kompensiert…

            scusi, es ist nicht leicht zu tippen, wenn die Katze um einen Platz auf der Tastatur drängelt.

          • @ only me

            Die Frage mit den Opferritualen muss man an die richten die Jesus Christus NICHT akzeptiert haben.

            Das sind aber, insofern passt’s, durchaus die, die sich heute sehr stark um den Feminismus bemüht machen.

  2. „Natürlich drücken Männer auch Emotionen aus. Nur muss man dazu nicht heulen. Dieser Gedanke, dass man nur dann Sachen verarbeiten kann wenn man heult oder vollkommen emotional ist und das jeder Mann überhaupt solche Probleme zu verarbeiten hat, dass er beständig hoch emotional sein muss und heulen muss ist schon merkwürdig.“

    Wenn Feministen den Mann femsplainen. Ich habe es schon öfter erwähnt: Das Weibliche ist nicht das Maß aller Dinge und Emotionen ausdrücken kann auch zB durch Aktiv werden passieren, statt mit dem Kleenex in der Hand am Telefon sich bei der Freundin über die Gefühle ausheulen.

    Übrigens, „toxic Masculinity“ war ursprünglich ein Begriff in der Männerrechtsbewegung und bezeichnete einen Umstand wie etwa, wenn Jungen ohne Vater aufwachsen.

    Offensichtlich war der Begriff aber eine Scheißidee, wenn auch mit guten Intentionen, denn er bezeichnete nicht die „falsche“ Männlichkeit, sondern vielmehr die Abwesenheit von Männlichkeit, ließ er sich doch zu leicht von männerhassenden Radfems aufgreifen, in ihr ideologisches Theoriegewirr einflechten und gegen eben jene in’s Feld führen, die ihn einst verwendeten um auf eine gegen Männlichkeit gerichtete Kultur aufmerksam zu machen.

  3. Das liegt auch an der Erwartungshaltung von Frauen. Viele sehnen sich nach einem „richtigen Mann“, der Selbstsicherheit und Dominanz ausstrahlt. Sie suchen eine starke Schulter, an die man sich anlehnen kann.

    Wenn z.B. Männer an der berühmt-berüchtigten Männergrippe leiden, wird uns signalisiert, dass wir aufhören sollen so rumzuheulen.

    Feministinnen: „Männer sollen mehr Gefühle zeigen“
    (Männer zeigen Gefühle als sie z.B. der Gillette Werbespot gekränkt hat)
    Auch Feministinnen: „Männlichkeit ist so fragil. Ich trinke Männertränen HAHA!“

  4. Toxic Masculinity?

    43% of boys are raised by single mothers. 78% of teachers are female.

    So, close to 50% of boys have 100% feminine influence at home and 80% feminine influence at school.

    Toxic masculinity isn’t the problem. The lack of masculinity is.

        • „Junge Männer, die ohne männliche Bezugsperson/Vaterfigur aufwachsen, werden häufiger kriminell und gewalttätig.“

          Und welche Kausalität sollen wir uns dazu aussuchen?

          • Dass viele alleinerziehende Mütter überfordert sind und Jungs ein männliches Vorbild brauchen, zu dem sie aufschauen können und der ihnen Grenzen aufzeigt.

          • „Und warum haben dann die Kinder getrennt lebender mit Vater die signifikant besseren Werte?“

            Weil, wenn das Kind beim Vater landet, die Mutter nicht so Asi sein kann wie ihre Schwester, die PAS super findet?

            Aber es gibt ja nicht nur die Korrelation.
            Es gibt die Beobachtung z.B auch bei Elefanten, wo Vaterlosigkeit vergleichbare Effekte hat, aber von Asimüttern nicht die Rede sein kann.
            Und es gibt das recht stabile psychoanalytische Erklärungsmodell, dass ein Kind zum Erwachsenwerden in abnehmendem Maße liebevollen Rückhalt und in zunehmendem Maße stabile Herausforderung braucht. Zwei Rollen, mit denen ein und derselbe Mensch fast zwangsläufig überfordert ist und die deshalb traditionellerweise auf Mutter und Vater aufgeteilt werden.

  5. Meiner Erfahrung nach kommt es bei Frauen eher schlecht an, wenn man als Mann „verletztlich“ ist oder gar – Gott bewahre – über seine „Gefühle reden“ will.
    Frauen wollen jemanden, der für sie da ist, ihnen zuhört, auf ihrer Seite ist und sie emotional unterstützt. Sie brauchen NICHT jemanden, der seinen eigenen emotionalen Ballast bei ihnen ablädt – davon haben sie selbst schon genug.

    • Noch eine Ergänzung: Es wird, so scheint es mir, auch immer falsch verstanden, was Frauen mit „Gefühle zeigen“ und „verletztlich sein“ meinen, wenn sie das verlangen. Mit „Gefühle zeigen“ ist hier gemeint, dass er sich z.B. wie Bolle über einen Sieg der eigenen Fußballmannschaft freut, Hunde und/oder Katzen mag oder mit kindlicher Begeisterung ein Hobby betreibt. Mit „verletzlich sein“ ist gemeint, dass er z.B. Tränen vergießt, während er „Wie ein einziger Tag“ mit ihr anschaut.
      Es ist natürlich nicht gemeint, dass er ernsthaft über echte emotionale Probleme reden soll. Das verstehen viele Männer glaube ich immer falsch.

      • Wohlgemerkt: das sind die von Feminist*_Innen und ihnen naiv-gläubig folgenden Frauen so adressierten „Gefühls-Wünsche“ an Männer, aus welchen Gründen auch immer.
        Wenn (alle) Männer diese „Qualitäten“ hätten, würde ich es vorziehen, Single zu sein. Wahrscheinlich sehen das viele Frauen so, und das ist dann vielleicht auch der Grund für diesen „gefühligen“ Feminist*_Innen-Vorstoß?!

        • Gute Frage. Ich denke man kann Fem.-Aktivistinnen grob in 2 Gruppen Teilen, 1. die mit viel Testosteron u. Dominanz (https://allesevolution.wordpress.com/2019/08/31/studie-feministinnen-sind-maskulinisiert-in-bezug-auf-praenatales-testosteron-und-im-bereich-dominanz/) und die 2. die Mitläuferinnen die so etwas im Partner suchten aber dann verprügelt wurden.

          Ich denke Gruppe 1 bestimmt Diskurs und Ziele und Gruppe 2. glaubt deren Versprechungen.

          Das Ideal eines männlichen Partners von Grp. 1 ist unterwürfig, schüchtern und anpassungsbereit. Und Grp2 will einfühlsame Partner die sie nicht mehr verprügeln.

          Sehr verkürzt ausgedrückt, aber ich hoffe man versteht was ich meine.

        • Das kommt häufig genug auch von nicht-feministischen Frauen.
          Es ist schlichtweg ein naiver Wunsch, die nicht im Einklang mit den Gefühlen der Frau stehen.

          Sollte man nicht allzu ernst nehmen, ist eine Art Shittest.
          Immer dran denken, das Frauen eher kindlich denken. Und verzogene Kinder sind keine glücklichen Kinder.

          Sorry an Anne und andere weibliche User hier, ich weiß sowas hört ihr nicht gern, aber mit ein paar direkteren Aussagen werdet ihr hier schon leben müssen.

      • Sehr gute Kommentare

        „Es ist natürlich nicht gemeint, dass er ernsthaft über echte emotionale Probleme reden soll“

        richtig , speziell nicht über seine eigenen, das elende Weichei soll sich zusammenreißen.

    • „Frauen wollen jemanden, der für sie da ist, ihnen zuhört, auf ihrer Seite ist und sie emotional unterstützt.“

      Das sind dann aber Frauen mit einem sehr egozentrischen Weltbild und bei sowas bin ich als Mann raus. Ich habe keine Lust Entwicklungshelfer für Frauen zu spielen.

      • Frauen und Kinder sind von den Männern abhängig, je früher du das einsiehst umso weniger böse bist du ihnen.

        Ich verstehe den Gedankengang, aber nur wenn man weiterhin die Haltung einnimmt, dass Frauen und Männer gleich sind. Außerhalb rechtlicher Gleichbehandlung (und das ist schon ne Menge) teile ich diesem Gedanken aber keinen Wert mehr zu.

        Die können nichts dafür, die sind so, und von ihnen zu verlangen anders zu sein ist grausam.

        No judgement though, das ist ein Prozess durch den der moderne Mann gehen muss, die Kulturpropaganda der letzten 50 Jahre war viel zu allgegenwärtig um es (erstmal) besser zu wissen.

  6. Das ist auch wieder mal so einer, der denkt, er könne sich auf diese Weise bei Frauen einschleimen. 😮

    Wie kann man nur verlangen, jemand solle „verletzlicher“ werden? Das ist wie die Forderung, sämtliche Schutzschilde fallen zu lassen (um die Konkurrenz loszuwerden).

    Man stelle sich den #aufschrei vor, Frauen dazu aufzurufen, „vernünftiger, respektvoller, gelassener“ zu werden.

    • Das ist einer der Punkte, bei denen ich manchen Männerrechtlern widersprechen würde.

      Zumindest denen, die auch für Männer und Burschen den Anspruch erheben wollen, Verletzlichkeit und übermäßige nach außen hin gezeigte Gefühlswallungen (im Sinne von „auch Männern dürfen/sollen weinen“) zu zeigen anstatt Kinder, wurscht welchen Geschlechts, in Resilienz zu üben und ihnen Stressbewältigung im Sinne von Problemlösungsstrategien anzuerziehen.

      Man muss sich mal im Klaren sein, dass diese geäußerten Verhaltensweisen in den meisten Fällen keine Veränderung im Leben bewirken werden. Mehr bzw. schlimmer noch: ein wegen Kleinigkeiten weinender Mann hat nicht nur in den Augen vieler Frauen ausgeschissen, auch ist das Zeugnis, dass er durch so ein Verhalten durch die Gesellschaft ausgestellt bekommt, kein gutes. Es triggert keinen Helfer-Reflex wie bei Frauen.

      Und bevor mich jetzt jemand ganz falsch versteht: ich bin durchaus dafür, dass man als Mann seine Emotionen und Gefühle nicht unterdrücken, sondern diese nach außen hin in produktive Bahnen lenken sollte bzw. wenn dann in einem im Vorhinein wohl durchdachten Rahmen äußert. Nie“frau“ hat etwas gegen einen weinenden Mann im Rahmen der Geburt des ersten Kindes oder bei einer Trauerfeier. Wohl aber wenn dieser von seinem Jobverlust erfährt oder das Zusammenbauen des Ikea-Kastens nichts so verläuft wie es hätte sein müssen.

      Das heißt: wenn es eine einzige Sache gibt, die ich nie und nimmer einem Mann nahelegen würde, dann ist es seine eigene Frau oder Freundin als Psychotherapeutin zu behandeln, sich ihr zu öffnen um die eigenen Probleme auf diese Art und Weise zu bekämpfen. Das kann und wird nur nach hinten losgehen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    • Die Forderung Verletzlichkeit und Gefühle zu zeigen ist schon eine Frechheit an sich. Sie geht davon aus, dass der Mann seine Gefühle unterdrückt und das wird als pathologisch markiert. Der Maßstab für das „Gesunde/Normale“ ist die Emotionalität der Frau. Der Mann ist der Kranke! Diese Idee muß man a priori zurückweisen, das ist weiblicher Solipsismus. Die Evolution hat männliche und weibliche Eigenschaften hervorgebracht, die weder als „gesund und gut“ noch als „krank und schlecht“ bewertet werden können. Vielmehr bedeutet der männliche Stoizismus und die emotionale Resilienz einen Überlebensvorteil. Frauen sind wahrscheinlich eher neidisch auf diese Stärken und wollen durch die Umdeutung in eine Schwäche den männlichen Vorteil eliminieren, eine typische Taktik im Geschlechterkampf. Jungs, lasst die Mädels heulen und fallt nicht auf den verschmierten Eyeliner herein. Es ist für alle besser den weinerlichen Kram zu ignorieren.

    • „Das ist auch wieder mal so einer, der denkt, er könne sich auf diese Weise bei Frauen einschleimen“

      Würde mich als Frau total abturnen. Hat was von „Ich möchte gerne vögeln und tu so als würde ich es nicht wollen“. Es ist gerade diese Unehrlichkeit und diese Heuchelei die auf mich eher unmännlich wirken würde. Wenn ein Mann sich verletzlich zeigen kann, aber wenigstens solche Weltretter-Postings sein lassen würde, würde ich diesen schon mal eher vorziehen. Schleimerei ist meiner Erfahrung nach das frühste Aus was man ernsten kann bei Frauen. Auch wenn sie am Ende Herzchen verteilen.

  7. Als ich jung war, war ich ein zurückhaltender, netter junger Mann.

    Das Ergebnis war viel Ärger – auch körperlich wie das hält so ist als Teenager – Herzschmerz, und Unsicherheit.

    Irgendwann habe ich beschlossen, mir nichts mehr gefallen zu lassen. Aggression nicht mit Beschwichtigung, sondern mit Gegenaggression zu beantworten. Ausserdem Frauen nicht mehr hinterherlaufen und nett zu sein, sondern sie eher mal auf den Arm zu nehmen.

    Das Ergebnis war weniger Ärger als vorher und mehr Frauen. Dazu ein ruhigeres Gewissen, weil ich mich nicht mehr mit Zurücksetzungen mental auseinandersetzen musste.

    Insofern kann ich diese feministische Idee nur als Falle ansehen. Entweder ein Shittest oder ein Versuch, intrasexuelle Konkurrenz auszuschalten. Das gilt ja sowohl für die männlichen Allies als auch die Lesbofeministen. Wenn alle Männer auf einmal zu weichen Nudeln werden, haben sie selber mehr Chancen.

    • „Insofern kann ich diese feministische Idee nur als Falle ansehen. Entweder ein Shittest oder ein Versuch, intrasexuelle Konkurrenz auszuschalten. Das gilt ja sowohl für die männlichen Allies als auch die Lesbofeministen. Wenn alle Männer auf einmal zu weichen Nudeln werden, haben sie selber mehr Chancen.“
      ————–
      Halte ich auch für sehr plausibel!

  8. Sowas sieht man echt immer wieder.

    Feminist: Männer müssen mehr Gefühle zeigen.
    *Männer zeigen Gefühle und sprechen über ihre Probleme*
    Feminist: Hahaha, schaut euch diese Heulsusen an!!! Male Tears, göttlich!

  9. Das ist doch die klassische Marktsituation, dass sich der Markt nach den Wünschen Kunden richtet. Wenn die Masse des Käufermarktes etwas wünscht (z.B. Regenschirme mit wasserfesten Material), dann wäre Masse der Verkäufermarktes dumm, wenn sie nicht entsprechend ihre Produkte ausrichten, denn die Verkäufer wollen verkaufen. Man kann dann auch nicht den Verkäufern vorwerden bzw. die Käufer sind dann mindestens genauso mitverantwortlich, dass die Verkäufer Regenschirme anbieten werde. Die Verkäufer wären nämlich wären dann nämlich maximal erfolglos, wenn sie nur Regenschirmegestelle mit Bezug aus wasserdurchlässigen Material anbieten würden, weil eine kleine radikale Gruppe lautstark erklärt, dass Regenschirme so sein müssten (und selbst diese radikale Gruppe im Privaten selber nicht solche Produkte kauft). Die Verkäufer würden dann völlig am Markt vorbei anbieten und erfolglos bleiben.

    Und genauso ist das eben auf dem Partnermarkt. Wenn ein Mann nicht maximal erfolglos bleiben möchte, dann handelt er in seinem Leben möglichst so, wie die allermeisten Frauen es attraktiv finden. Und plärrende weiche Männer finden die allermeisten Frauen ziemlich unattraktiv. Und selbst die Frauen, die behaupten, dass Männer viel mehr Gefühle zeigen müssten, verlieren ziemlich schnell ihre Achtung und Respekt vor dem Mann, wenn er (wie Frauen) häufiger seine schwachen Gefühle zeigt und damit sein Umfeld signalisiert, dass er sich eine starke Schulter zum auffangen wünscht und wie ein kleines Kind in den Arm genommen werden möchte. Das macht selbst die überzeugteste Feministin vielleicht ein paar Mal mit, weil sie das (Männer müssen Gefühle zeigen) vorher mantramässig immer wieder sich selber betont hat. Aber auch hier werden die allermeisten Frauen dann ziemlich schnell ihre Achtung und Respekt vor dem Mann verlieren und andere Männer einfach attraktiver finden, weil gefühlezeigende Männer als völlig abturnend empfunden werden.

    Und da der Markt sich in der Masse nach dem richtet, was Erfolg bei den Kunden verspricht und die meisten Männer nach ihren ersten Beziehungserfahrungen recht schnell vom Markt (Frauen) demonstriert bekommen, wie erfolglos sie als gefühlezeigende Männer sind bzw. wie schnell sie dann nach kurzer Zeit schmerzhaft wieder aussortiert werden, weil die Partnerin sehr schnell ihre Achtung und Respekt verliert, wird die Masse der Männer ihr eigenes Angebot weiter nach dem richten, was auf dem Markt (Frauen) erfolgsversprechender ist.

    Würden die allermeisten Frauen ab heute wirklich ehrlich gefühlezeigende Männer attraktiv finden und Männer danach selektieren, würden Männer ganz schnell sich so verhalten und ihr Angebot danach ausrichten. Solange sich das Selektionsverhalten der Frauen daher nicht ändert, ist es schlicht hirntot, wenn von den Männern ein anderes Verhalten eingefordert wird. Das wäre ungefähr genauso hirntot, wie wenn von Frauen gefordert wird, sie müssten endlich mit Glatze herumlaufen, um hier die biologische Ungleichheit auf diese Weise anzupassen. Solange Männer Frauen mit Glatze weit weniger attraktiv finden, werden sich die allermeisten Frauen weiterhin nach dem ausrichten, was auf dem von ihr erwünschten Zielmarkt den besten Erfolg verspricht. Völlig egal, was ein paar hirntote Spinner anderes fordern.

    • @XYZ:
      CHAPEAU! DAS ist mit weitem Abstand die lockerste, knackigste und weitestgehend zutreffende Zusammenfassung zu den darin angesprochenen Themenbereichen, die ich mir vorstellen kann!
      Volltreffer! Versenkt!

      @Uepsi! Hier gibt’s was zu konservieren!

    • Femismus in seiner ganzen Dysgenik sollte allerdings aus Schulen, Bildungsanstalten und allen Bereichen des öffentlichen Raumes verbannt werden, in welchem er für Kinder und Heranwachsende gefährlich sein kann.

      Auch Schirmhersteller müssen mit Einschränkungen ihrer Werbung leben.

    • Völlig klar. Ich dachte auch immer, als sensibler, künstlerischer Junge mit langen Haaren müsste ich doch viel anziehender sein, als die sportlichen Großmäuler, sahen die Mädchen aber anders.

      Männer sind so, wie Frauen sie wollen, und Frauen wollen vielleicht keine ausgesprochenen Machos, aber selbstbewusste und dominante Männer. Die gerne auch mal gewalttätig werden dürfen, viele Frauen stehen auf sowas.

      Ich frag mich nur, was Leute wie dieser Gassert bewirken sollen, mehr Erfolg bei Frauen wird es jedenfalls nicht bringen.

      • „Männer sind so, wie Frauen sie wollen, und Frauen wollen vielleicht keine ausgesprochenen Machos, aber selbstbewusste und dominante Männer. Die gerne auch mal gewalttätig werden dürfen, viele Frauen stehen auf sowas.“
        ———————–
        Das mit dem „gerne auch mal gewalttätig werden dürfen“ würde ich gerne noch etwas präzisieren.
        Ich persönlich stehe nicht so auf SM, finde es aber gut, meinen Mann an meiner Seite zu wissen, der mich notfalls verteidigen KANN, und worauf ich mich dann im Ernstfall auch verlassen kann!

      • „Völlig klar. Ich dachte auch immer, als sensibler, künstlerischer Junge mit langen Haaren müsste ich doch viel anziehender sein, als die sportlichen Großmäuler, sahen die Mädchen aber anders.“

        Ein erwachsener Mensch bist du dann wenn nicht mehr daran gedacht, geschweige gehandelt hast, was anderen gefallen „würde“ sondern was dir gefällt. Und du kannst gerne deine Haare eine Stunde im Bad legen wenn es „dir“ Freude macht.

        Die Ausrichtung von Handlungen, Überzeugungen und vielleicht noch Wahrnehmungen an externen vermuteten Bervorzugungen kann nur zu deiner eigenen Unzufriedenheit ausgehen und ist dann noch soziologisch sehr fragil. Im Ernst, die Markttheorie ist vielleicht ein Gespräch der Anschauung für die Menge. Wenn du die „Menge“ aber von Nahen anschaust ist da soviel Pluralität das eine Ausrichtung nur Chaos ist. Die Unterscheidung zwischen einer Verallgemeinerung und der eignen Position ist wichtig. Das sollte dir klar werden.

        • >>> Die Ausrichtung von Handlungen, Überzeugungen
          >>> und vielleicht noch Wahrnehmungen an externen
          >>> vermuteten Bervorzugungen kann nur zu deiner
          >>> eigenen Unzufriedenheit ausgehen und ist dann
          >>> noch soziologisch sehr fragil.

          Du hast halt sehr oft die Wahl, ob Du grob gesagt entweder
          a) eher Deinem inneren Antrieb nachgibst und dann nicht den erwünschten Erfolg hast (z.B. viel Eis essen und dick bzw. unattraktiv werden / wenig strebsam in der Fortbildung und damit eher weniger erfolgreich im Beruf / …) oder aber
          b) eher Deine Handlungen an den angestrebten Erfolgen ausrichtest (z.B. mehr Sport treiben, um von mehr Menschen attraktiver wahrgenommen zu werden / zielstrebig das lernst, was für den erwünschten Job notwendig ist bzw. um beruflich Erfolg zu haben / …).

          Bei der ersten Variante empfindet man gewöhnlich kurzfristig ein gewisses Glück bzw. Zufriedenheit, bei der zweiten Variante hingegen erreicht man gewöhnlich Ziele und damit eine nachhaltigere Zufriedenheit.

          Und da die Ziele, die einen nachhaltiger glücklich machen (Partner, guter Job, Erfolge, …), gewöhnlich auch von der Bewertung anderer Menschen bzw. der sozialen Gemeinschaft abhängig sind, ist es vollkommen normal, dass man dabei seine Handlungen und Verhaltensweisen auch nach dem ausrichtet, was von anderen gewünscht wird. Das empfindet man dann aber gewöhnlich gar nicht als schlimm oder fremdbestimmt, da man ja mit dem Erfolg belohnt wird und die Dinge durchaus für den Erfolg gerne tut. So treibt man z.B. oft sogar recht gerne Sport, wenn man Erfolge erkennt bzw. dadurch von anderen als attraktiver wahrgenommen wird bzw. sich gesünder fühlt. Denn Erfolg macht Spaß.

          Viel ist eben auch davon abhängig, mit welcher Einstellung man an eine Sache geht. Wenn man z.B. zwangsweise zum Wehrdienst eingezogen und gegen seinem eigenen Antrieb im Schlamm robben muss, dann hat man eben selber die Wahl, ob man sich zum Opfer erklären möchte, dessen „Nein heißt Nein“ keiner beachtet, der aufgrund von Fremdzwangserlebnisse depressiv bzw. psychisch angeknackst wird, der seinem Umfeld seine Negativgefühle mittzuteilen versucht und nach einer starken Schulter zum Ausheulen heult, … oder aber man kann an seiner inneren Einstellung arbeiten, dass man lernt, dass es immer mal wieder im Leben Situationen geben wird, wo man das Beste aus unerwünschten Dingen machen muss, dass die Sache ja einen auch nicht tötet, man auch an diesen Dingen lernen und stärker werden kann, …

          Zufriedenheit hat eben sehr viel auch damit zu tun, wie man von anderen wahrgenommen wird.

    • > Solange sich das Selektionsverhalten der Frauen daher nicht ändert,
      > ist es schlicht hirntot, wenn von den Männern ein anderes Verhalten eingefordert wird.

      Das ist wohl auch einer der Gründer für den Gender Pay Gap.
      Die Gruppe der Frauen sucht sich nun mal im Schnitt besserverdienende Männer. Da ist es logisch, daß man als Mann entsprechend gutbezahlte Karrieren einschlägt (BWL statt Literatur), sich entsp. im Job engagiert (Gehaltsforderungen, Überstunden) oder generell möglichst weit nach oben will.

      Auf der anderen Seite kann man sich als Frau dann halt nicht beschweren, dass all die gutbezahlten, High-Status Jobs von Männern dominiert werden.
      Frauen haben da ein echtes Zielproblem (zum einen Männer dazu motivieren Besserverdiener zu sein/werden selbst Besserverdiener sein wollen). Weniger Frauen als Männer wollen aber auch nur so einen Lebensentwurf, wo eben die Karriere so viel Zeit/Engagement in Anspruch nimmt.

      Ich glaube Warren Farrell hat das mal in einem alten youtube video gesagt (sinngemäß):
      „Wenn Frauen plötzlich Männer attraktiv finden würden, die auf den Händen laufen können, dann würden die Männer plötzlich anfangen das Händelaufen zu üben. Einige würden gar anfangen auf nur einer Hand/Arm zu hüpfen, und es würde Wettkämpfe im „Auf-den-Hände-Laufen“ geben.“

      • Deshalb gibt es MGTOW.
        Um die Männer, die „plötzlich anfangen das Händelaufen zu üben“ als die armseligen Würstchen und Frauenbediener zu bezeichnen, die sie wirklich sind.
        Die keine Restwürde mehr haben – als Mensch und Mann.

        Die die Ursache dafür sind, dass es gelingt, unsere Ansprüche an Frauen gar nicht erst zu thematisieren, weil sie bereitwillig und schamlos über jedes Stöckchen springen, welches man ihnen hinhält. Fiffis.

        „Solange sich das Selektionsverhalten der Frauen daher nicht ändert, ist es schlicht hirntot, wenn von den Männern ein anderes Verhalten eingefordert wird.“

        Stimmt. Und stimmt nicht.

        Solange ihr diesen kleinen Heuchlerinnen durchgehen lasst, dass ihre Hypergamie genau die Verhältnisse erzeugt haben, die sie dann wortreich beklagen, wird sich nichts ändern.
        So lange ihr nicht knallhart zurück spiegelt: „Wer die beste „work-life-balance“ für sich selbst will, möchte explizit eine MANN, der diese finanziert. Deine progressiven Phrasen sind einfach nur: Phrasen.“ wird sich nichts ändern.

        Anspruch und Wirklichkeit müssen zueinander passen und Ansprüche der Geschlechter aneinander reziprok sein. Die derzeitige „Verhaltensstarre“ ist weiblich PUNKT
        WIR haben uns bereitwillig geändert – jetzt seid IHR dran und zwar nicht mit Maulheldinnentum, sondern mit Taten.

        • So lange ihr nicht knallhart zurück spiegelt:

          mach das mal zurück spiegeln. Du wirst überrascht sein, wie viele Frauen da geschockt sind. Sie sind es so gewohnt, das Männer ob nun Macho oder Pantoffelheld ihr Spiel bereitwillig mitspielen, das jeder Mann der einfach mal zeigt, daß er das Spiel (theatertechnisch gesehen eine absurde Farce, eine Schmierenkomödie) durchschaut hat und nicht mehr mitspielen will, eine richtig böse Überraschung für sie ist.

          • „Sie sind es so gewohnt, das Männer ob nun Macho oder Pantoffelheld ihr Spiel bereitwillig mitspielen, das jeder Mann der einfach mal zeigt, daß er das Spiel (theatertechnisch gesehen eine absurde Farce, eine Schmierenkomödie) durchschaut hat und nicht mehr mitspielen will, eine richtig böse Überraschung für sie ist.“

            Mag schon sein.
            Aber nach kurzer Irritation wird sie Dich stehenlassen und den Typen neben Dir, der auf einer Hand hüpft, mitnehmen.

            Du glaubst doch nicht im Ernst, dass Du über 100.000 Jahre Prägung per Beschluss von heute auf morgen beendest.
            Ändern würde sich nur was, wenn mindestens 10%+x der Männer – und zwar ganz besonders der attraktiven – sich den Regeln der Frauen verweigern würde.
            Dass das passiert, ist so wahrscheinlich, wie ein Unterwasserflächenbrand.

          • > Du wirst überrascht sein, wie viele Frauen da geschockt sind.
            > Sie sind es so gewohnt, das Männer ob nun Macho oder
            > Pantoffelheld ihr Spiel bereitwillig mitspielen

            Lustige Begebenheit vor ein paar Jahren.
            Ich stand an der Kasse kurz vor Ladenschluss, hinter mir ein Mädel, so ca. 18 (vermutlich jünger), gutaussehend, schlank, ca. 1.80m. Und dann fragt sie mich ob ich sie vor lasse.
            Nun laß ich gerne Menschen vor, die bedürftig sind (Rentner), oder wenn mal jemand in Eile ist etc… Ich hatte aber nur 4 Artikel (sie 2). Also habe ich gesagt „Nein, ich bin sowieso gleich fertig.“

            Dann ist erstmal von jetzt auf gleich ihr freundliches Lächeln verschwunden, und ich hab nichts mehr von ihr gehört 🙂

            Und da frag ich mich schon: Wie muss man eigentlich aufgewachsen sein, wie bereitwillig zuvorkommend müssen andere Menschen gewesen sein, damit man überhaupt auf die Idee kommt wegen 40 Sekunden Zeitersparnis andere Menschen um einen Gefallen zu bitten.
            Und wie erleben solche Menschen die Welt, wenn das gute Aussehen anfängt zu schwinden?

  10. Männer sollen nur dann heulen, wenn ihre Maniküre nichts wird.

    Sie sollen nicht weinen, wenn sie ihren Kindern entfremdet werden. Dann sollen sie schweigen und sich in der Tretmühle abrackern, damit sie den Unterhalt zahlen können.

  11. Das ist mal wieder ein Aspekt, den sich Feminist*_Innen da herausgepickt haben, der im Verbund mit allen anderen von ihnen beklagten „toxischen Eigenschaften“ von Männern zeigt, daß sie letztlich ALLES an Männern stört, wobei mich diese total totalitäre Haltung der Feminist*_Innen im übrigen überhaupt nicht (mehr) erstaunt!
    Aber anstelle zu hinterfragen, ob diese Störung nicht vielleicht bei ihnen selbst liegen könnte, was ich übrigens für sehr wahrscheinlich halte, attribuieren Sie ihre eigene Störung mal wieder auf den „toxischen“ Mann.
    Dieses Mal geht es ihnen also um die vermeintlich nicht vorhandenen oder „unangemessen“ geäußerten Gefühle der Männer. Ich halte diese selbstherrliche Anmaßung für unangemessen dreist und übergriffig!
    Feminist*_Innen, die im übrigen für sich selbst-verständlich in Anspruch nehmen, auf den Gefühlen von Männern beliebig herumtrampeln zu können, wollen die Männer nun über „echte Gefühle“ und „echte Gefühls-Äußerungen“ belehren.
    Wie hier schon von einigen festgestellt worden ist, äußern sich die Gefühle von Männern nicht unbedingt im Sinne des Stereotyps von „Gefühls-Duselei“, was ich aber ähnlich wie wohl die meisten Frauen nicht als deren „Gefühls-Störung“ empfinde, sondern vielmehr als deren Andersartigkeit achte und respektiere.
    D.h. nicht, daß ein Mann nicht auch einmal in bestimmten Situationen Frauen vertrautere Emotionen zeigen können, wie ich dies z.B. neulich bei Jordan Peterson hier gewürdigt habe…

  12. Wer der Ambivalenz weiblicher Anspruchshaltungen zu genügen versucht, der hat schon verloren.
    Es ist doch kein Geheimnis, dass erfolgreiche Männer mit hohem sozialen Status und reichlich materiellen Ressourcen von Frauen begehrt werden. Dieser Typus ist doch nicht der gefühlsduselige Frauenversteher, der sich von seinen Emotionen leiten lässt sondern der Typus, der seine Emotionen zu kontrollieren versteht. Der Wert des Mannes für die Frau misst sich an seiner materiellen Verwertbarkeit. Das Gemeckere von wegen „Männer sollten mehr Gefühle zulassen“ ist ein Haufen bullshit und nicht ernst zu nehmen.

  13. Auch seine Wortwahl ist ja schon ziemlich dumm:

    „Herzlicher, gewaltloser, verletzlicher. Und damit stärker. Echtere Männer.“

    Herzlicher: also Männer sind schon herzlich, aber sie sollen doch bitte noch herzlicher sein, oder wie?
    Gewaltloser: gewaltlos bedeutet bereits die Abwesenheit von Gewalt. Wie kann man etwas, was nicht existiert, noch verringern?
    Verletzlicher: auch hier wieder, Männer sind verletzlich, aber sie sollen doch bitte noch verletzlicher sein oder vielleicht auch auf eine andere Art verletzlich, die vielleicht von Frauen oder von Würstchen wie ihm definiert wird.
    Stärker: wo ist doch gleich der logische Zusammenhang zwischen „stärker“ und den drei Adjektiven zuvor? Ach ja, gibt keinen. Er definiert das einfach so.
    Echtere Männner: Entweder etwas ist echt oder nicht. Das Wort „echter“ gibt es gar nicht. Aber auch hier wird einfach wieder festgelegt, wie so ein Mann denn sein muss.

    Es ist ja auch interessant, dass er überhaupt den Komparativ verwendet. Dadurch setzt er ja schon voraus, dass ein echter Mann per definitionem herzlich, gewaltlos und verletzlich zu sein hat.

  14. Hannes Gassert=Opfer
    In der Oberschule wo ich war wären solche Typen ohne Schuhe nach Hause gegangen. Solche Weicheier waren perfekt…um abgezogen zu werden.
    Wann werden diese Trottel endlich merken, dass die Welt kein Männerparadies ist, sondern nur derjenige sich durchsetzt der schlau, schnell, stark ist und zudem andere für sich einnehmen kann.
    Die Vorstellung, dass man jetzt doch einfach mal „verletzlich“ sein sollte ist so weltfremd, dass ich mich tatsächlich frage oder der Typ noch bei Mami wohnt.

  15. Der guteste hat inzwischen einen Blogpost zu seinm viral gegangenen tweet verfasst:
    https://www.gassert.ch/gedanken/2019/8/29/maenner

    „Die Heftigkeit der Zustimmung war unglaublich, und die Heftigkeit von Hass und Frust ebenso. Krass.“

    Nun hab ich nicht den ganzen thread durchgelesen, aber so mehrere Dutzend Folgebeiträge schon.

    In den kritischen Stimmen hab ich sowas wie „Hass“ nicht feststellen können – jede Gegenposition solchermaßen als „Hass“ zu framen ist unsachliche eskalationspolemik.

    Oder bin ich zu den heftigen „hasskommentare“ nur noch nicht vorgedrungen?
    Selbst wenn das so wäre – die vielfalt der ernsthaft und rational vorgetragenen gegenstimmen bügelt er einfach weg, indem er nur „Hass“ als Gegenreaktionen sehen will.

    • Naja, altes Phänomen. Da seine Auffassung wahr ist, muss es irrational sein, einer anderen Auffassung zu sein. Daher kann man aus dem Sachverhalt „Andere Auffassung“ bereits hinlänglich auf niedere Motive schließen. QED.

    • Für solche Männer ist Nicht-Zustimmung halt Hass. Die leben in ihrer behüteten Blase von welcher es einfach ist, sich moralisch über alle Anderen zu stellen. Solchen Menschen wünsche ich tatsächlich, dass sie mal mit der Realität des Lebens konfrontiert würden. Aber das würden die vermutlich nicht überstehen, sie würden daran so schnell zerbrechen wie eine zu Boden gefallene Porzellantasse.

  16. Die Sache ist vor allem die, dass der Feminismus auch bei diesem Thema höchstgradig widersprüchlich agiert. Denn ganeu diese Vorstellung, dass ein Mann immer hart sein muss und sich nicht zu beklagen hat, wird von feministischer Seite reflexartig ausgenutzt, sobald jemand über typische Probleme von Männern sprechen will.

  17. (editiert: Bitte höflich bleiben)

    Dann: Stoizismus ist eine Tugend und keine Sünde, ok? Ich weiß Hannes, du kennst das nicht, du bist ja auch ein Soyboy. Gerade in Stressituationen ist es absolut notwendig stoisch zu bleiben. Das macht gute Anführer, und damit gute Männer aus.

    Gefühle zeigen wir permanent. Guck mal Hannes, ich zeige das Gefühl des „genervt seins“ dir gegenüber, gepaart mit einem gewissen ekel. Ein „verletzlicher Mann“ ist ein nutzloser Mann, der im Zweifel in seinen Aufgaben versagt. Verletzlichkeit zeigen Männer untereinander in der Kneipe, das ist auch gut so. Niemals gegenüber Frauen, die verlieren Respekt dadurch. Meinen sie nicht böse, sie sind halt so verdrahtet.

    Ich weiß Hannes, du kennst das nicht, du bist nur von Frauen und Soyboys umgeben. Genau daher hast du auch keine Ahnung. Und solltest einfach die Klappe halten.

    An Christian und den Rest: Sorry für die Tirade, ich kann bei solchen Typen nicht anders.
    Der versteht einfach nicht, das es keine männliche Ingroup gibt, der projiziert weibliches Verhalten.
    Daher ist es komplett nutzlos zu sagen „wir Männer“. Ja „ihr „“Männer““ mach mal, ich halte euch für Versager und Feiglinge. Ihr macht mal auf Bettvorleger, und wir Männer bauen weiter Zivilisation. Komm uns einfach nicht in die Quere, ok?

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