Verletzlichkeit und Gefühle zeigen bei Männern

Eine feministische Idee ist, dass Männer deswegen eine „toxische Männlichkeit“ entwickeln, weil sie den „harten Mann“ spielen müssen und deswegen ihre Gefühle und ihre Verletzlichkeiten tief in sich vergraben. Daraus wiederum würde dann Gewalt und Abwertung von Frauen entstehen (weil man mit Gewalt seine Stärke beweisen kann und weil Frauen dann im Vergleich schwach sind) und Männer würden sich selbst schaden.

Ein Beispiel aus jüngerer Zeit:

 

Oder hier auf „Everyday Feminism“

But what if you’re not a Nice GuyWhat if you’re just a really nice guy?

You may well be genuine and 100% sincere, but the way men are socialized around gender means that even the most goodhearted guys are susceptible to sexist slip-ups (and might accidentally, unintentionally participate in some Nice Guy tomfoolery).

If you grow up being taught that you aren’t allowed to express emotion or cry, that the only way to be masculine is to be macho or aggressive, and that the only way to bond with other men is through shared objectification of women, it can be extraordinarily difficult to recognize when you’re being sexist – especially if you’re well-intentioned.

 

Natürlich drücken Männer auch Emotionen aus. Nur muss man dazu nicht heulen. Dieser Gedanke, dass man nur dann Sachen verarbeiten kann wenn man heult oder vollkommen emotional ist und das jeder Mann überhaupt solche Probleme zu verarbeiten hat, dass er beständig hoch emotional sein muss und heulen muss ist schon merkwürdig. Zumal ja Frauen auch nicht beständig heulen und das auch keineswegs umbedingt als Vorteil sehen.

Natürlich kann jemand „zu hart“ sein und gerade wenn ein ansonsten sehr sensibler Mensch gezwungen wird sehr hart zu sein, dann kann ihm das schaden (etwa der „verweichlichte Junge“ der von seinen Eltern auf eine Militärakademie geschickt wird um ein „echter Mann“ zu werden, der aber aufgrund etwa einer Hormonstörung schlicht „weicher“ ist)

Genauso kann es auch schädlich sein, jemanden quasi zu zwingen Gefühle vorzuspielen und zu heulen, damit er darstellen kann, dass er etwas verarbeitet.

Hier wird ein Weg der Problemverarbeitung absolut gesetzt ohne darüber nachzudenken, ob er so effektiv ist und für alle der Richtige ist.