Duschmöglichkeiten für Obdachlose – Frauen besonders betroffen

Leser Maddes8cht verweist über Arne auf einen Bericht über eine Dusche für Obdachlose:

Das ganze Drama der Berichterstattung spiegelt sich in diesem einen Absatz aus der TAZ:

„Bisher gibt es nur wenige Duschmöglichkeiten für Obdachlose in Berlin. Die Stadtmission betreibt am Bahnhof Zoologischer Garten ein Hygienecenter, in dem Menschen, die auf der Straße leben, eine Duschmöglichkeit haben. Über 200 Menschen nehmen das Angebot der Bahnhofsmission täglich wahr. Etwa ein Fünftel der Nutzenden seien Frauen, so der Bahnhofsmission-Leiter Wilhelm Nadolny. Er betont die Relevanz von geschützten Räumen für wohnungslose Frauen, denn Nadolny beobachtet einen „wachsenden Anteil der obdachlosen Frauen proportional zur Gesamtzahl der wohnungslosen Menschen in Berlin“. Belastbare Zahlen gebe es jedoch keine.“

Aha.
Wenn ein fünftel der nutzenden Frauen sind, dann sind irgendwie natürlich Frauen „besonders betroffen“ ™.
Und Gott bewahre, wenn es eine Tendenz gibt, dass der Anteil von Freuen sich dem von Männern angleicht.

In dieser Sichtweise ist es nicht ein Problem, wenn die Zahl von Obdachlosen steigt, sondern nur dann, wenn die der weiblichen Obdachlosen steigt. Männer leben auch als Obdachlose schließlich nur ihre patriarchale dividende aus.
https://www.derstandard.at/story/1379291026282/obdachlose-frauen-wer-hierher-kommt-soll-sich-in-ruhe-sortieren

„Frauen würden sich ihrer Obdachlosigkeit schämen und verstecken, sagt Renate Kaufmann. „Männer hingegen feiern ihr Schicksal quasi mit einem Doppelliter in der Öffentlichkeit“, überspitzt die Bezirksvorsteherin von Mariahilf (SP) die Tatsache, dass obdachlose Frauen viel weniger sichtbar sind.“

„Feiern mit einem Doppelliter in der Öffentlichkeit“ ist schon eine recht dreiste Formulierung.

Aber Männer sind eben priviligiert und können damit selbst die Obdachlosigkeit feiern.

84 Gedanken zu “Duschmöglichkeiten für Obdachlose – Frauen besonders betroffen

  1. In dieser Sichtweise ist es nicht ein Problem, wenn die Zahl von Obdachlosen steigt, sondern nur dann, wenn die der weiblichen Obdachlosen steigt.

    Es reicht, wenn der Anteil steigt. Wenn die Zahlen absolut sinken würden, die der Männer aber schneller als die der Frauen, dann wäre das mit Sicherheit auch ein Problem.

    • Das obdachlose Frauen keinen Drogen nehmen, wäre mir neu. Aber bestimmt hat das ganz andere tragische Gründe. Die wollen bestimmt nicht immer nur an ihre schlimme Situation denken und versuchen sich die schön zu trinken. Nicht so wie die Männer *ausspuckt*, die nur trinken weil ihr Leben dank Male Privilege so easy-pisy ist!

      • Es ist schlimm, daß es „in diesem unserem (ach so reichen) Lande“, das grenzenlos offen Weltsozialamt spielt, diese unfassbare Vielzahl dieser unerträglichen „Lebens“-Bedingungen für Menschen gibt (Obdachlosigkeit).
        Können wir uns angesichts dessen mit der Diskussion in vorgegebenen Denkschablonen (Männer gegen Frauen) „zufrieden“ geben?!

  2. Seltsam.

    In manchen Bereichen schrillen die Alarmglocken, wenn der weibliche Anteil auf 20% steigt, in anderen Bereichen wollen sie schummeln, damit der weibliche Anteil auf 20% steigt.

    „University lowers entry score for female applicants in male-dominated courses
    University of Technology Sydney makes 10-point adjustment in hope to address gender imbalance in engineering, computing and construction“

    „Atar is a number between 0.00 and 99.95 that indicates a student’s position relative to all the students in their age group.“

    „females received 4-8% of UTS offers to study mechanical engineering/mechatronics. The university expects the score adjustment will increase female study offers to about 20%.“

    https://amp.theguardian.com/australia-news/2019/aug/29/university-makes-10-point-entry-score-adjustment-for-female-applicants

    • Richtig ist die Einschätzung im Artikel, man müsse viel früher ansetzen. Richtig etwas ändern wollen sie aber auch nicht. Denn dann müssten sie sich mit der Dominanz von Frauen in der kindlichen Bildung beschäftigen. Und dann trügen Frauen Verantwortung, insofern ganz, ganz schlecht. Denn Frauen sind niemals nicht für etwas verantwortlich zu machen! Ausserdem könnte man fast auf die Idee kommen, sie müssten sich ändern. Also zum Beispiel programmieren lernen. Um als das Vorbild und role model zu dienen, welches Mädchen angeblich so dringend benötigen. Das eventuell Grundschullehrerinnen und Mütter diese schädlichen Geschlechterstereotypen reproduzieren, weil sie einfach keine Lust haben, sich mit diesem männlichen Quatsch zu beschäftigen ist zwar möglich, doch selbstverständlich frauenfeindlich.

      Die Abschaffung des feministischen Ausredenkalenders ist unsere Aufgabe und Pflicht!

  3. Tja, das einzige, was den ironischen Kommentar „Meteor hits earth, women most effected!“ bislang davor bewahrt hat, von der Realität überholt zu werden, ist das bisherige Ausbleiben eines folgenschweren Meteoriteneinschlags auf der Erde zu unseren Zeiten. Käme es dazu, wäre diese Feststellung gewiss gesicherter Inhalt der Schlagzeilen der NYT, des Guardian, des Spiegels, etc., etc., etc.

    Warum ist die Menschheit nur so dermaßen anfällig für solch offensichtlichst irrationalen Käse? Dieses ganze durchgeschallerte Deppentum unterscheidet sich doch in absolut Null Komme gar nix mehr von radikalreligiösen Sektenspinnereien.

    • Der Tag wird kommen, an dem in den von dir genannten Postillen postuliert wird:
      Frauen von Hodenkrebs ganz besonders betroffen!

      Selbstverständlich wird damit die Forderung nach besserer Krebsvorsorge für Frauen verbunden sein. *SCNR*

      • „Der Tag wird kommen, an dem in den von dir genannten Postillen postuliert wird:
        Frauen von Hodenkrebs ganz besonders betroffen!“

        Aber aber! Selbstverständlich sind sie das, sie verlieren nämlich ihre Besteiger!
        Also ährlich, Hans, das mußt Du aber wirklich anerkennen ….

  4. Obdachlose Männer lieben es bei Regen, Schnee und Kälte auf der Straße zu leben. Nicht genug zu Essen und zu Trinken zu haben. Nach Geld zu betteln, um die Sorgen mit Alkohol wegzuspülen. Das sind paradiesische Zustände!

    • Selbstverständlich, sonst hätten die Femis auch gar keinen Grund sich so über die doofen männlichen Penner zu ärgern, die sich erdreisten auch mal Duschen zu wollen und damit ja den Betrieb behindern, in dem sich die armen, armen, armen Frauen mal so richtig geschützt „durchsortieren“ und erholen wollen.
      Daran ändert es auch nix, daß die Frauen dort sicherlich mindestens genau so überrepräsentiert sind wie in der hohen Politik.

      • Das ist dieses Manspreading.
        Dagegen ist unser Gegenbeispiel mit den zwei Einkaufstüten die den 2. Sitzplatz belegen natürlich Kinderkram.
        Der belegt mindestens drei und bestinkt vielleicht noch 2-3 andere.

        Legit Manspreading detected!

      • Von dir kommt nix als Zynismus und immer sind die Frauen den Männern gegenüber völlig überprivilegiert. Ich finds für dich ja fast ein bissi schade, dass du keinerlei Freuden im Leben hast, dich permanent verfolgt fühlst und alle Frauen böse sind.

        • Nanana lightyear, besonders reflektiert war dein Post aber nicht! 2 Sätze voll von Vermutungen, Unterstellungen, Beleidigungen gegenüber anderen. Es kommt immer nur „Dir“, „du fühlst dich“, „du bist“ usw. du solltest dich mal ein bisschen mehr reflektieren und auch mal was genuines über dich schreiben, nicht immer nur über andere!

          Und ganzen erstaunlich dass du dir mit traumwandlerischer Sicherheit eine der größten krawallschachteln herauspickst. Du liest doch hier ständig still mit, hast du noch nicht bemerkt dass Murdoch mit seiner Paranoia und seiner tlw penetrant vorgetragenen Ablehnung alles weiblichen hier ziemlich alleine dasteht? Andererseits auch verständlich, ich vermute stark für eine Diskussion mit z.b. Crumar, Billy Coen, Christian, Leszek, schoppe usw reicht es bei dir dann halt doch nicht…

          • Oh sorry, dachte lightyear hätte auf dich geantwortet, habe erst gesehen dass er sich anscheinend auf fiete bezog. Das macht das ganze ja noch absurder, fiete ist zwar ein kantiger kerl aber man kann sich ganz vernünftig mit ihm unterhalten. Er hat das Herz am rechten Fleck wenn ich mal so sagen darf, trotz seiner aufbrausenden Art wenns um Juristerei und Kindschaftsrechtsfragen geht.

            Bei dir, murdoch, bin ich mir da nicht so sicher…

          • Außerdem würde ich gerne mal sehen wo ich weibliches, und dazu gar noch alles, ablehne.
            Ich lehne das Frauenwahlrecht ab, das ist aber was ganz anderes als Frauen abzulehnen.

        • Fiete, genau das sieht dir ähnlich: Autoritär, voller Hass und Missgunst. Bei so viel Projektion, Lug und Trug und Hass gegen Frauen ist vermutlich Gewalt auch nicht weit.

          Wo ja Gewalt in der Sprache hier im Forum ja schon viel mehr als nur latent vorhanden ist.

          • Ja ja, gähn, is klar …( grins)….
            „Bei so viel Projektion, Lug und Trug und Hass gegen Frauen ist vermutlich Gewalt auch nicht weit.“

            Über wen redest Du denn da? Erstens kennst Du mich nicht, zweitens definiere Hass und liefere ein Beispiel dafür. Drittens, was hast Du gegen Autorität und warum, oder ist Dir das Kompliment aus versehen rausgerutscht? Viertens, seit wann bist Du denn eine Frau?
            Fünftens, wolltest Du irgendetwas mit Themenbezug äußern und falls ja, warum tust Du es dann nicht endlich?

            Hat mal wer etwas Popcorn ( und ein wenig Vogelfutter für den Piepmatz, bitte )?

        • Murdoch
          “Ich lehne das Frauenwahlrecht ab“
          Schau an, da offenbart sich eine Widerlichkeit nach der anderen. Wie ich unten schon geschrieben hab: Dieses Forum ist voll von Hass und Gewaltfantasien gegen Frauen. Wenn nicht physisch, dann zumindest in der Sprache.

          Ihr seid ideologisch so starrsinnig, dass ihr euer widersprüchliches Argumentationskonzept ständig reproduziert und euch die logischen Fehler aber gar nicht mehr auffallen.

          Alles in allem ist dieses Forum hier ein schöner Spiegel von dem Patriarchat da draußen.

          • Ich bin auch gegen Kinderwahlrecht oder das Wahlrecht für kinderlose Männer.
            Bei mir gäb’s keinen Macron.

          • „Ihr seid ideologisch so starrsinnig, dass ihr euer widersprüchliches Argumentationskonzept ständig reproduziert und euch die logischen Fehler aber gar nicht mehr auffallen.“

            DAS ist eine klassische Steilvorlage, Herr Logikexperte!
            Nur zur Info: Murdoc hat sich hier nie in den Plural gesetzt, er redet explizit und immer von „ICH“.
            Von wegen „logische Fehler“ und so ( breitgrins! )

    • Den Doppelliter hat er schuldbewusst versucht, aus dem Bildausschnitt herauszuhalten. Ragt aber doch hinein, rechts unten am Rand.

      Und was macht das Schwein mit der linken Hand?

  5. Daß da Idioten meinen die Leserschaft verarschen zu können, sieht man ja schon an diesen beiden Textschnipseln:

    „denn Nadolny beobachtet einen „wachsenden Anteil der obdachlosen Frauen proportional zur Gesamtzahl der wohnungslosen Menschen in Berlin“. Belastbare Zahlen gebe es jedoch keine.““

    Das ist klar, denn in den Statistiken wird sicherlich zwischen Obdachlosen und Wohnungslosen unterschieden.

    „überspitzt die Bezirksvorsteherin von Mariahilf (SP) die Tatsache, dass obdachlose Frauen viel weniger sichtbar sind.“

    Ich gehe davon aus, daß da eben keine obdachlosen, sondern wohnunungslose Frauen gemeint sind, denn die sind in der Öffentlichkeit logischerweise genau so unsichtbar wie wohnungslose Männer, die nicht obdachlos sind.

    Ach wie gut, daß ich sogar schon zweimal wohnungslos, aber noch nie obdachlos war, da fällt einem solch Unfug dann nämlich auf 😉

    Außerdem wäre der Anteil der wohnungslosen Frauen ggü. den Männern sicherlich noch deutlich geringer wenn man die obdachlosen da mit einrechnen würde, da Männer oft jahrelang ( oder für immer ) Platte machen, während Frauen üblicherweise binnen Tagen irgendwo untergebracht werden.

    Kurz: Das ganze Gelaber ist mal wieder fauler, ideologischer Zauber ohne den geringsten Aussagewert!

    • Bei Herrn Nadolny gehe ich davon aus, dass dieser ziemlich genau einschätzen kann, ob die Zahl der Obdachlosen in Berlin zu-, abgenommen hat oder gleich geblieben ist. Klar spielt er das Spiel um Aufmerksamkeit (und damit Finanzquellen) mit. Das wundert mich aber kaum.
      Ich leben auch in Berlin, und mir fällt auch auf, dass die Zahl der Obdachlosen (derjenigen, die tatsächlich auf der Straße leben), zugenommen hat. Zugenommen hat auch die Zahl der Menschen unter diesen Obdachlosen, die im wahrsten Sinne des Wortes völlig aus der Spur geraten sind, sprich völlig verwahrlost. Menschen also, die man eigentlich intensiv psychologisch betreuen müsste.

      • Das ist völlig unbestritten, @Jürgen.
        Thema ist, daß Femispinner diese Tatsache mit reziproken Verdauungsprodukten umhüllen, mit Gülle parfümieren und ihren Scheiß-Geschlechterkrieg damit beflügeln. Und das – wie immer – ausschließlich auf Kosten aller Männer.
        ( Aller Männer deshalb, weil äähm … rate mal wer die Croissants in den Wellnessstationen bezahlt )

    • „denn Nadolny beobachtet einen „wachsenden Anteil der obdachlosen Frauen proportional zur Gesamtzahl der wohnungslosen Menschen in Berlin“. Belastbare Zahlen gebe es jedoch keine.“

      beagt mMn lediglich:
      Ich kenne die „gefühlte Wahrheit“, dass Frauen immer schlimmer betroffen sind. Aber ich hab nichts konkretes vorliegen, was diese gefühlte Wahrheit untermauert.

      Es bleibt trotzdem meine gefühlte Wahrheit, die mich ganz tief innen dazu antreibt, etwas gegen diese gefühlte Ungerechtigkeit zu Lasten von Frauen zu unternehmen.

      Was mir gleichzeitug ermöglicht, die 90% von Obdachlosigkeit betroffenen Männer links liegen zu lassen – immerhin hab ich ja was für „obdachlose“ gemacht.

    • Nichts als Vermutungen. Du gehst “davon aus, dass“. Ich geh auch davon aus, dass du selbst so ideologisch hirngewaschen bist, dass du dich und Männer einfach immer in der Opferrolle siehst. Total lachhaft.

      • Nirgendwo aus fietes Beitrag geht hervor dass er Männer IMMER in der Opferrolle sieht, das hast du in deinem Wahn dazufantasiert. Frag ihn doch einfach mal, ich bin sicher er wird dir fix einen ganzen Schwung von Bereichen aufzählen wo Männer im Vorteil sind. Im Unterschied zu genderfeministischen Wahrheit ™ beschränkt er sich aber nicht nur auf diese Seite der Medaille, sondern sieht auch die andere: Nämlich die einfache Tatsache dass es viele Situationen gibt wo man als Mann im Nachteil gegenüber Frauen ist.
        Aber das haben wir dir nun wirklich schon tausendmal lang und breit erklärt. Dass gerade du dann von Projektion usw faselst scheint mir wirklich ein bemerkenswerter Fall von, nun ja, Projektion zu sein. Hier im Forum trifft sich ein Haufen Leute aus völlig verschiedenen Schichten und Lebensbereichen, die schön langsam auf die eine oder andere Art erkennen dass an der genderfeministischen Wahrheit ™ „Wir leben in einem frauenunterdrückenden Patriarchat zum Vorteil der Männer“ irgendwas nicht so ganz stimmen kann. Viele haben aufgrund von persönlichen Schicksalsschlägen begonnen sich für Männerrechte zu interessieren, frag mal schoppe oder fiete.
        Es gibt kein „wir“ außerhalb von dem was du fantasierst, das hier ist eine echte Graswurzelbewegung. Im Gegensatz zur feministischen Ideologie, die sich als Aufstand gegen das Establishment geriert und nicht versteht dass sie selbst mittlerweile das Establishment ist.

        billy hat das weiter unten sehr schön zusammengefasst:

        Denn hier geht es „uns“ ja nicht darum, Obdachlose entlang der Geschlechtergrenze auseinander zu dividieren, sondern „wir“ thematisieren hier, dass eben genau das von staatlich gestützten Einrichtungen seit Jahren Tag ein, Tag aus praktiziert WIRD(!).

        Wie kann es sein, dass sich sämtliche geschlechtsspezifischen Hilfsangebote für Obdachlose an Frauen richten (dass diese dann auch noch in einer deutlichen Minderheit in dieser Gruppe sind, ist da eigentlich nur Beiwerk)? Wie kann es sein, dass Journalisten, Politiker, ja gar Hilfsorganisationen meinen, eine besonders erschütternde Erkenntnis mitzuteilen, wenn sie schreiben, dass einer unter fünf Obdachlosen eine Frau ist, ohne dass sie dabei auch nur eine Sekunde ihre eigenen sexistischen Geisteshaltungen hinterfragen brauchen, die sie, mit solchen Aussagen offensichtlich werdend, jegliche Empathie für Menschen von deren Geschlechtszugehörigkeit abhängig machen lässt?

        DAS ist es, was „uns“ hier aufregt. Würde hier einer fordern, nur noch männlichen Obdachlosen zu helfen, bekäme er hier nicht minder Lack von den Foren-Usern. Denen, die geschlechterseparatismus bei Hilfsangeboten kritisieren, vorzuwerfen, sie würden sich damit am „divide et impera“ beteiligen, ist, mit Verlaub, fragwürdig und richtet sich definitiv an den falschen Adressaten.

        Wenn du hier mit dem hanebüchenen Vorwurf kommst es würde uns immer nur um Männer als Opfer und divide et impera „Männer vs Frauen gehen“, dann heißt es für dich zurück an den Start und alles nochmal ein bisschen sorgfältiger lesen und reflektieren.

        • „Wenn du hier mit dem hanebüchenen Vorwurf kommst es würde uns immer nur um Männer als Opfer und divide et impera „Männer vs Frauen gehen“, dann heißt es für dich zurück an den Start und alles nochmal ein bisschen sorgfältiger lesen und reflektieren.“

          Vergiss es.
          Das haben wir dem Lichtjahr schon in erschöpfendem Umfang zu erklären versucht. Aber er ist wie ein früher Computer. Sobald er abends zu Bett geht, wacht er am nächsten Morgen mit leerem Speicher auf und fängt von vorn an. Nur sein BIOS bleibt mit der simplen Info: „Frauen werden von Männern unterdrückt!“
          Da ist er dem Sisyphos gleich, der bis in alle Ewigkeit dazu verdammt ist, einen Stein einen Felsen hinaufzurollen, um am Ende doch immer wieder an dieser nutzlosen Aufgabe zu scheitern.

          Eher bringt man einem Stock das Tanzen bei, als dem Lichtjahr die logischen Brüche von der armen unterdrückten Frauenseele.

  6. Wer da an Gerechtigkeit oder Mannesthemen interessierter was dran ändern will, dem bleibt ja nur sich zu fragen, welche Strömung hält eigentlich die TAZ am Leben?

    Vernünftig blinken und dann links Gas geben hilft ja doch nix…

  7. Liebe Leute!
    Ich finde es unfassbar schlimm, daß wir uns hier mit „PillePalle“ wieder einmal geschlechtsspezifisch auseinanderdividieren lassen (spalte und herrsche!), anstatt den Skandal ausgeprägter Obdachlosigkeit anzuprangern, in „diesem, unserem (ach so reichen) Lande“, so daß dieses fleißig weiter das grenzenlose Sozialamt „für die ganze Welt“ spielen darf.
    Eine Diskussion darüber, ob mehr Männer oder Frauen stärker darunter leiden, ungeschützt ganz unten auf dem nackten Boden liegend diese systemische „Lebensqualität genießen dürfen“, finde ich angesichts der Härte, der jedes einzelne menschliche Leben in dieser Situation ausgesetzt ist, nicht angemessen.
    Macht Euch bitte klar, daß diese, wie viele andere Diskussionen auch, genau so systemgewollt sind, denn damit wird von der Unerträglichkeit für die einzelnen Menschen-Schicksale unter diesen „Lebens-„Bedingungen erfolgreich ab- und umgelenkt.

    • Unbenommen, @Seerose. Klar ist das eine Derailingvariante. Alllerdings denke ich, daß wir bei Patriarch Chrissy insofern soviel safespace haben, daß wir erstens zu recht konkreten Ergebnissen kommen, zweitens die Bandbreite halbwegs intellenter Subjekte relativ gut abbilden ( in Relation zu den MSM-Kommentatoren ) und drittens einem Großteil der hier aktiven Leute die grundsätzlichen Problematiken dadurch nicht aus dem Gedächtnis verschwinden.
      V.dh. gehe ich davon aus, daß der Spalteffekt hier deutlich geringer ist, als anderswo, oder umgekehrt gesagt: Es bildet sich proportional betrachtet mehr Problembewußtsein, daß NICHT nach Hochglanzbroschüre und Mitläuferfaktor vorgetäuscht wird.

      • Hinzufügen möchte ich, dass du @ Seerose hier das Pferd vom falschen Ende aufzäumst. Denn hier geht es „uns“ ja nicht darum, Obdachlose entlang der Geschlechtergrenze auseinander zu dividieren, sondern „wir“ thematisieren hier, dass eben genau das von staatlich gestützten Einrichtungen seit Jahren Tag ein, Tag aus praktiziert WIRD(!).

        Wie kann es sein, dass sich sämtliche geschlechtsspezifischen Hilfsangebote für Obdachlose an Frauen richten (dass diese dann auch noch in einer deutlichen Minderheit in dieser Gruppe sind, ist da eigentlich nur Beiwerk)? Wie kann es sein, dass Journalisten, Politiker, ja gar Hilfsorganisationen meinen, eine besonders erschütternde Erkenntnis mitzuteilen, wenn sie schreiben, dass einer unter fünf Obdachlosen eine Frau ist, ohne dass sie dabei auch nur eine Sekunde ihre eigenen sexistischen Geisteshaltungen hinterfragen brauchen, die sie, mit solchen Aussagen offensichtlich werdend, jegliche Empathie für Menschen von deren Geschlechtszugehörigkeit abhängig machen lässt?

        DAS ist es, was „uns“ hier aufregt. Würde hier einer fordern, nur noch männlichen Obdachlosen zu helfen, bekäme er hier nicht minder Lack von den Foren-Usern. Denen, die geschlechterseparatismus bei Hilfsangeboten kritisieren, vorzuwerfen, sie würden sich damit am „divide et impera“ beteiligen, ist, mit Verlaub, fragwürdig und richtet sich definitiv an den falschen Adressaten.

      • Ja Fiete, das sehe ich auch so!
        Vielleicht ist es aber trotzdem sinnvoll, daß ich hier bisweilen darauf aufmerksam mache, den ganzheitlichen Bezug einerseits, und das betroffene Individuum andererseits, nicht aus den Augen zu verlieren. Beides liegt mir persönlich sehr am Herzen!

        • Den sehe ich immer, @Seerose, ich bin zufällig Holist ( nein, KEIN Esospinner! )
          Auch @Billy:
          Beachtet bitte, was ich oben schon zur Begriffsverwirrung bez. „Obdachlose“ und „Wohnungslose“ gesagt habe. Daß Frauen ein Fünftel der Obdachlosen stellen, halte ich für ein ganz mieses Gerücht, auch in Bärlin nicht!
          Andersrum: Die Wohnungslosen Frauen stellen ein Fünftel der Duscher in diesem „Hygienecenter“.

          Und jetzt überlegt mal, was das bezüglich Framing und so bedeutet!

          • @ Fiete

            Ich habe mich mit dem „1 unter 5“ auch nur indirekt zitierend über das geäußert, was immer verlautbart wird. Deine Erläuterungen dazu halte ich für plausibel und kann es mir im Zuge des politischen Zeitgeistes gut vorstellen, dass man bei Männern tatsächlich ausschließlich real Obdachlose als solche zählt, während man bei Frauen auch die mit zu den Obdachlosen zählt, die „nur“ keine eigene Wohnung haben.

            Dass man politisch vor selbst noch den dreckigsten Taschenspiertricks nicht zurückschreckt, zeigt ja, wie sich Regierungen immer wieder gerne für neue Redkordtiefs der Arbeitslosenquote feiern lassen, die in Wahrheit aber nur dadurch erreicht werden, dass man immer mehr Arbeitslose über windige Tricksereien aus der Statistik rausrechnete: arbeitslos, aber vom Arbeitsamt auf ein zweimonatiges Abendseminar geschickt worden = raus aus der Statistik; arbeitslos und alt = amtlich veranlasste Zwangsfrühverrentung und somit auch raus aus der Statistik. Das widerliche am zweiten Beispiel: den Kaviar, mit dem Politiker sich für ihre „tolle Politik“ selbst feiern, zahlen die auf diese Weise zum Opfer der Statistikschönung gewordenen, denn obwohl sie sich selbst bis zum Erreichen des Rentenalters als arbeitssuchend zur Verfügung stellen wollten, kriegen sie eiskalt die vollen Abzüge auf ihre Rentenansprüche, so als wären sie aus eigenem Antrieb in die Frühverrentung gegangen. Eine schier unfassbare Sauerei…

        • „Vielleicht ist es aber trotzdem sinnvoll, daß ich hier bisweilen darauf aufmerksam mache, den ganzheitlichen Bezug einerseits, und das betroffene Individuum andererseits, nicht aus den Augen zu verlieren. Beides liegt mir persönlich sehr am Herzen!“

          Mir auch.
          Und deshalb gebe ich seit einigen Jahren weiblichen Bettlern nichts mehr, habe aber meine Spenden an männliche aufgestockt.
          Das mag bitter für die einzelne Bettlerin sein, aber in der Debatte richtig die Arschkarte haben die männlichen Ausgesonderten.

          Ich sag’s ja immer wieder: wenn eine Bewegung den Frauen Schaden zufügt, dann der Feminismus.
          An einer entsolidarisierten Gesellschaft verlieren Frauen weit mehr, als Männer, weil die Gesellschaft bislang ihnen gegenüber besonders solidarisch war.

    • @Seerose
      Dein Argument sticht, wenn die Obdachlosigkeit vom Gynozentrismus, der hier beständig thematisiert wird, abtrennbar wäre. Ursachen der Obdachlosigkeit liegen sicherlich im Gesellschaftssystem. Es wäre die Frage, ob es das Merkmal des Kapitalismus bei den Ursachen dominiert, was ich bezweifle. Die Massenimmigration von 2015 hat zur exponentiellen Steigerung der Obdachlosigkeit geführt. Dies war ein Gemeinschaftsprojekt des Gynozentrismus (Freiheit der Frau, Abwertung der Familie, Abwertung der Männer, Reduktion der Geburtenrate) und der marktwirtschaftlichen Globalisierung, um die Reproduktion zu sichern. Die mit den Teddybären bei den Refugee Welcome Aufläufen waren meistens Frauen, die lautesten Journalisten, die die Massenimmigration bejubelt hatten, waren vorzüglich Frauen, die kritische Kraft, die in der Verdrängung des WHM durch attraktive, hilflose, junge dunkelhäutige Ausländer am deutlichsten intersektionalistisch befeuert hatte, war der Feminismus der 3. Welle.

  8. „Wir brauchen einen Straftatbestand ,Macho-Gewalt‘“

    Brauchen wir dann auch einen Strafbestand „weibliche Kindstötung“, weil Frauen überwiegend die Täterinnen sind?

    Mord ist Mord, egal ob an Frauen oder Männern. Vor dem Gesetz ist jeder Mensch gleich, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder der Hautfarbe.

  9. In dem zitierten Absatz steht nirgends, dass “Frauen besonders betroffen“ wären. Ist wohl wieder ne völlig absurde Projektion darauf, dass eurer Meinung Frauen immer bevorzugt werden. Also fernab von jeder Realität. Das ist ja wirklich lächerlich und kindisch, was ihr da so oft so künstlich suggerieren wollt.

    Maddes8cht möcht ich hingegen zustimmen, dass es total lächerlich ist zu schreiben, dass Männer ihre Obdachlosigkeit mit Alkohol abfeiern. Das ist auf so vielen Ebenen falsch und vermutlich von wem geschrieben, die völlig unempathisch über Obdachlosigkeit berichten.

    Und wenn wir schon bei dem Thema sind: da wär es doch endlich mal angebracht, dass ihr auf die Kategorie Klasse mehr eingeht, als euch permanent auf die Kategorie Geschlecht zu versteifen. Es gibt kein Problem zw Männern und Frauen, das Problem heißt Kapitalismus. Schaut euch an, wie Menschen im Kapitalismus leiden und schreibt doch nicht ständig von der alten Leiher, dass heute alles so schlecht ist, nur weil Männer endlich mal ihre Privilegien (sehr sehr langsam) abbauen müssen (bzw völlig zu Recht von staatlichen Institutionen dazu gebracht werden).

    • dass “Frauen besonders betroffen“ wären

      Na, dann mal los: Dein Erklärungsansatz für „Wir helfen ausschließlich Frauen“

      … (Trommelwirbel) ….

    • Vielleicht mag “Frauen besonders betroffen“ nicht ausdrücklich da stehen, aber warum betont man die weiblichen Obdachlosen besonders?

      Und die Erklärung, dass Frauen sich für die Obdachlosigkeit schämen bzw. verstecken würden, während Männer die Obdachlosigkeit in aller Öffentlichkeit feiern, heißt übersetzt, dass Frauen im Vergleich zu Männern die Obdachlosigkeit als etwas Schlimmeres empfinden. Und das ist lediglich nur eine andere Formulierung dafür, dass Frauen von der Obdachlosigkeit härter betroffen seien.

    • …nur weil Männer endlich mal ihre Privilegien (sehr sehr langsam) abbauen müssen

      Entschuldige bitte, ich hab’s schon wieder vergessen. Von welchen Privilegien ist hier die Rede?

        • Ach so. DESwegen ist heute alles schlecht, weil irgendjemand findet, obdachlose Männer sollten keinen Alkohol trinken.

          Ja, das ergibt … äh … beinahe Sinn.

          • Gemeint war vermutlich, dass Männer mehr Alkohol vertragen können (= Privileg) und das Männer diesen Alkohol ja auch wieder „abbauen“ müssen, also kurz: „Privilegien abbauen“.

          • Du weißt doch, @only, diese Nazigesetz in dem steht „Weinen und Röcketragen verboten!“. Und außerdem machen die doch alle Selbstverwirklichungskarriere, besonders die Kloakentaucher und Kadaverwerter.
            Solche patriarchalen Privilegien, die natürlich Frauen besonders betroffen machen, müssen endlich abgebaut werden!
            Damit die oberen Femibonzetten endlich die Doppelkanzlerspitze stellen, und zwar für mindestens 100 Jahre! Das ist nur gerecht!

    • Und wenn wir schon bei dem Thema sind: da wär es doch endlich mal angebracht, dass ihr auf die Kategorie Klasse mehr eingeht, als euch permanent auf die Kategorie Geschlecht zu versteifen.

      Aha, und dann …

      dass heute alles so schlecht ist, nur weil Männer endlich mal ihre Privilegien (sehr sehr langsam) abbauen müssen

      Keine weiteren Fragen, euer Ehren.

    • „Maddes8cht möcht ich hingegen zustimmen, dass es total lächerlich ist zu schreiben, dass Männer ihre Obdachlosigkeit mit Alkohol abfeiern. Das ist auf so vielen Ebenen falsch und vermutlich von wem geschrieben, die völlig unempathisch über Obdachlosigkeit berichten.“

      Ich konkretisiere: es kommt von einer Person, die völlig unempathisch gegenüber Obdachlosigkeit ist, wenn Männer von ihr betroffen sind.

      Diese Person war übrigens eine Dame aus den Reihen der österreichischen Sozialdemokraten. Das Gesagte kostete sie weder Ämter noch Parteipositionen. Nicht einmal zu einer Entschuldigung sah sie sich gezwungen. Ja, ja, so läuft das im frauenunterdrückenden Patriarchat, in dem Männer alle nur erdenklichen Privilegien haben…

    • Wer hat denn da, the heck, den Käfig offen stehen lassen? Noch dazu wo ich mich gerade auf ein halbwegs friedliches WE mit max. ein paar angeregten Gesprächen mit vernünftigen – oder zumindest latent vernunftsbegabten – Menschen gefreut hatte!
      Jetzt schmeißt der vollkommen bildungsfreie Depp schon in seiner ersten Absonderung hier mit der Blank-Slate-Bullshitstory um sich ( „es gibt keinen Unterschied zwischen Männers und Frauens, IHH-AHH-IHH-AHH….“) und furzt was von Klassenunterschieden, Kathegorien und sonstigen von ihm auch in 100 Jahren noch nicht verstandenen Fremdworten.

      Daß Money schon letztes Jahrtausend als Scharlatan enttarnt wurde, müssen wir dem jetzt aber nicht bis mindestens Sonntag abend am Stück zu verklickern versuchen, oder?
      Das geht sowieso wieder voll in die Hose!

    • “ vermutlich von wem geschrieben, die völlig unempathisch über Obdachlosigkeit berichten.“

      Nun stammt die Aussage selbst von besagter Renate Kaufmann,
      https://de.wikipedia.org/wiki/Renate_Kaufmann
      von 2001 bis 2014 Bezirksvorsteherin des 6. Wiener Gemeindebezirks Mariahilf,
      und die Aussage wird midestens kritiklos, wenn nicht grundsätzlich zustimmend von „der Standard“ als quasi Tatsache einer zuständigen Person zitiert.

      Was sagt es aus, dass eine nach deiner Einschätzung völlig empathiebefreite Person in einer solche Position derartiges verlautbaren lassen kann und dabei vom Standard kritiklos zitiert wird?

      „In dem zitierten Absatz steht nirgends, dass “Frauen besonders betroffen“ wären.“

      Was dort steht ist nur:
      „Er betont die Relevanz von geschützten Räumen für wohnungslose Frauen, denn Nadolny beobachtet einen „wachsenden Anteil der obdachlosen Frauen proportional zur Gesamtzahl der wohnungslosen Menschen in Berlin“.“
      Worin liegt sie denn, die besondere Relevanz für Fraeun, die bei Männern nicht vorliegt?

      Liegt es vielleicht im weiter oben zitierten
      „Im Duschmobil finden diese Frauen Ruhe, einen Ort, an dem sie nicht bloß durchatmen können, hier finden sie auch zu dem Gefühl von Würde […]“, das Männer selbstverständlich nicht nötig haben?

      „Vor allem können sie sich mal fallen lassen, 90 Minuten seelischer Genuss, keine Hektik, kein Blick auf die Uhr – Inseln der emotionalen Seelenstärke. In Notunterkünften ist die Duschzeit meist auf fünf Minuten begrenzt.“ – für Männer alles natürlich völlig egal, wenn die Duschzeit auf 5 min begrenzt ist
      ?

      „In einem Vorraum des Duschmobils erhalten die Frauen Kaffee und Croissants. “
      Hat zwar nix mehr mit dem duschen zu tun, aber obendrauf bekommen die Frauen noch ein paar andere vergünstigungen gratis obendrauf, die für Männer selbstverständlich vorenthalten bleiben.

      Die „besondere Betroffenheit“, aufgrund derer Frauen irgendwie etwas mehr und etwas besonderere Beachtung verdienen als die restlichen 80% nichtweiblichen Obdachlosen, die man dabei ein weiteres Mal achtlos links liegen lässt, wird zwar nirgends explizit ausgesprochen, atmet in sämtlichen Artikeln zu diesem Thema aus jeder Zeile.

    • Wenn Frauen gar nicht besonders betroffen sind und das auch niemand in dem Text behauptet, weil das da ja nicht steht, warum gibt es dieses Angebot dann nur für Frauen?

      „Er betont die Relevanz von geschützten Räumen für wohnungslose Frauen“

      Warum sind nur geschützte Räume für Frauen wichtig, nicht für Männer?

      Und betonen Feministinnen nicht zum Beispiel bei häuslicher Gewalt immer wieder das ein Großteil der Opfer Frauen sind und das soll dann irgendwie eine Begründung sein, warum man regelmäßig wieder die Förderung für Männerhäuser streicht? Dabei ist dieser Großteil mittlerweile schon laut offiziellen Polizeihellfeld kleiner wie der Großteil an männlichen Obdachlosen.

      „da wär es doch endlich mal angebracht, dass ihr auf die Kategorie Klasse mehr eingeht“

      Ah-ja, sich allein auf das Geschlecht und andere angeborene Eigenschaften zu konzentrieren und die Kategorie Klasse vollkommen außen vor zu lassen, ist schließlich Aufgabe von Feministinnen, nicht wahr? Oder warum forderst du das nicht von der TAZ? Warum kritisierst du das nur ggü. den Kommentatoren hier, aber nicht ggü. der TAZ? Denkst du die sie da eh nicht fähig zu?

      • Aber @Matze, das
        „sich allein auf das Geschlecht und andere angeborene Eigenschaften zu konzentrieren“
        geht nu wirklich nicht, das dürfen Männer nicht sagen, ist ausschließlich Femiprivileg!
        Hat der große Erleuchter doch oben schon unmißverständlich gesagt:
        ES GIBT KEINEN UNTERSCHIED!
        BASTA!

    • @lightyear

      Kurz zur Aufklärung von Fragen, die du dir nicht stellst. Am Beispiel deines Kommentars:
      „Das ist auf so vielen Ebenen falsch und vermutlich von wem geschrieben, die völlig unempathisch über Obdachlosigkeit berichten.“

      Stell dir doch bitte zunächst die Frage, wie ein gesellschaftliches Klima entstehen konnte, in dem „völlig unempathisch über Obdachlosigkeit“ berichtet werden kann – so lange diese nämlich Männer (be-)trifft.
      Es werden Duschmöglichkeiten nämlich nicht allen Obdachlosen zur Verfügung gestellt, sondern ausschließlich Frauen.

      Das „teile und herrsche“ ging der Mitleidslenkung zwar nicht voraus, aber dir sollte auffallen, es werden die realen Verhältnisse einmal auf den Kopf gestellt.
      Relevant ist die Gruppe, die 20% der Betroffenen stellt, während 80% der Betroffenen leer ausgehen.

      Damit eine perfekte Überleitung zum nächsten Punkt: „Und wenn wir schon bei dem Thema sind: da wär es doch endlich mal angebracht, dass ihr auf die Kategorie Klasse mehr eingeht, als euch permanent auf die Kategorie Geschlecht zu versteifen.“

      Ist es nicht eine fantastische Idee, sich für Wohltaten feiern zu lassen, die jedoch nur einer Minderheit einer Gruppe von Betroffenen zukommen?
      Und es auch gar nicht vorgesehen ist, sich um das Wohlergehen der Mehrheit zu kümmern?

      Wenn die Gruppe der Obdachlosen zu 80% aus Migranten bestehen würde und zu 20% aus Deutschen und ich Duschmöglichkeiten für Obdachlose schaffe, aber nur für deutsche Obdachlose, würde es bei dir evtl. im Kopf klingeln, welcher Zusammenhang zwischen Nationalität und Klasse in diesem Beispiel konstruiert wird?!

      Kommt dir evtl. in den Sinn, dass es ausgesprochen herrschaftsdienlich ist, sich plakativ um das Wohlergehen einer Minderheit besonders zu kümmern, während die Mehrheit der Betroffenen nicht nur ignoriert, sondern ein gesellschaftliches Klima geschaffen wird, in dem sie an ihrem Schicksal selbst Schuld sind?

      Zur Erklärung des letzten Punktes: Den männlichen Obdachlosen in Deutschland kennzeichnet nach der intersektionalen Theorie, er ist männlich und überwiegend weiß, demnach ist er doppelt privilegiert geboren worden.
      Der Schluss liegt auf der Hand: Der Obdachlose hat aus seinen biologischen Privilegien einfach nichts gemacht. Der „Charme“ dieses Ansatzes besteht gerade darin, dass seine reale sozioökonomische Lage und Vorgeschichte keine Rolle spielt.

      Ist es nicht bemerkenswert, wie geschmeidig sich eine solche Theorie in das neoliberale Umfeld einfügt, in dem Lebensrisiken individualisiert werden und das Scheitern dem selber Individuum auferlegt wird?
      Lässt sich daraus nicht ganz einfach ableiten, warum medial ein solcher Feminismus hofiert, hingegen ein (linker) Maskulismus ignoriert bis bekämpft wird?

      Deine Volte: „Es gibt kein Problem zw Männern und Frauen, das Problem heißt Kapitalismus.“ übergeht die komplette Vorgeschichte, die zum vorliegenden Artikel erst geführt hat.
      Der intersektionale und der Staatsfeminimus bspw. sind in eben dieser Gesellschaft entstanden und leben nicht schlecht in dieser.
      Wessen „Unterdrückung“ daraus besteht, vom „Patriarchat“ jährlich mit hunderten von Millionen Euros beworfen zu werden, macht sich einfach nur lächerlich und wer 20 Jahre soziale Spaltungen nach Geschlecht selber produziert hat, dem kaufe ich eine antikapitalistische Haltung einfach nicht ab.

      • Gut nachvollziehbare Klarstellungen, derer es bedarf, wenn es einem um die ganzheitliche Problembetrachtung geht, die darüber aber auch die Schwere des Einzelfalls nicht übersieht!

        • Vielen Dank für dein Lob!

          Was mich verwundert ist, gerade auf der Basis historischer Erfahrungen sollte es bei der deutschen Linken besonders laut klingeln, wenn ihnen ein Sündenbock für gesellschaftliche Probleme dargeboten wird.
          Was mich an diesen „Linken“ anwidert ist die Bereitwilligkeit, sadistischen Impulsen enthemmt nachzugehen, wenn sie sich gegen das „richtige Opfer“ wenden.
          Das Elend von Männern kann gar nicht groß genug sein, das „Ende der Männer“ steht unmittelbar bevor…und es hagelt Schadenfreude.

          Genau diejenigen, die „gesellschaftliche Verrohung“ diagnostizieren blenden den eigenen Anteil an der Herstellung dieser Zustände gnadenlos aus.
          Verwundern tut es mich nicht.
          Ich frage mich nur, wie es ihnen gelingt.

      • „Wenn die Gruppe der Obdachlosen zu 80% aus Migranten bestehen würde und zu 20% aus Deutschen und ich Duschmöglichkeiten für Obdachlose schaffe, aber nur für deutsche Obdachlose,“

        Sehr schön dargestellt.
        Man stelle sich dazu die im originalartikel beschriebenen rationalisierungen vor, die „begründen“, warum das für Frauen(tm) notwendig ist, und entsprechend Männer ruhig mit den auf 5 minuten begrenzten üblichen Zeiten zufrieden sein sollen.

        Da trieft dann der Rassismus aus jedem Satz.

  10. Jede Wette, dass nahezu alle Obdachlosen männlich sind. Oder hat jemand von euch schon einmal eine Frau unter der Brücke schlafen sehen? Man mixt also wohnungslos und obdachlos zusammen und bastelt daraus ein weiteres „Frauen sind Opfer“ Märchen.

    Ich bin übrigens selbst seit ein paar Monaten wohnungslos, aber natürlich nicht obdachlos.

  11. „Jede Wette, dass nahezu alle Obdachlosen männlich sind. Oder hat jemand von euch schon einmal eine Frau unter der Brücke schlafen sehen?“
    —————-
    Doch, die gibt es leider wirklich auch. Die müssen sich dann aber besonders verkriechen oder sich männlichen Beistand suchen, um nicht völlig ungeschütztes „Freiwild“ zu sein.
    So weit ich weiß, war auch die ältere Frau in Magdeburg obdachlos, die in Mülleimern nach Leergut gesucht hat, und die vor etwa einem Jahr von „noch nicht schon länger hier Lebenden“ zunächst brutal mißbraucht, und schließlich ermordet wurde.

    • Ja, es gibt sie Seerose, aber ihr Effektivanteil unter Obdachlosen liegt – afaik – immer noch bei unter 10%. Und v.dh. hat Rano Recht, wenn er dazu den erheblichen Unterschied zwischen Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit heranzieht, wie ich oben schon grob angesprochen habe.
      Von der ermordeten Frau wußte ich noch nix, aber ich weiß, daß im letzten Jahr in Bärlin und anderso mehrere Penner angezündet wurden und noch mehr halb tot geprügelt.
      Wie oben schon erwähnt, Männer machen oft über Jahre, teilweise für den Rest ihres Lebens Platte, während Frauen i.d.R. nach einigen Tagen irgendwo untergebracht werden ( oft auch über div. Jahre ) und somit per se nur noch noch offiziell wohnungslos sind.

      Übrigens, was gern vergessen wird:
      Ein Großteil derer, die tatsächlich Obdachlos sind, sind das quasi „freiwillig“ ( völlig unabhängig vom Geschlecht, soweit bekannt ). Sie geben die Initiative ( laut deren eigenen Aussagen ) auf, weil sie das als letztendlich würdevoller empfinden, als sich zum Vorführobjekt irgendwelcher Systembüttel machen zu lassen. Es kotzt sie an, bei den Ämtern und Hilfsorganisationen bettelnd zu Kreuze zu kriechen.

      Kurz: Auch Obdachlose Frauen haben ggü. den Männern keinen besonderen Schutz nötig, kein halbwegs zurechnungsfähiger Mensch tut denen was! Im Gegenteil genießen auch sie die üblichen Privilegien.

    • Wenn ich nach „obdachlos ermordet“ google, ist die weit überwiegende Mehrzahl der Opfer aber auch hier Männer – die öffentliche Aufmerksamkeit mag auch hier wieder höher sein, wenn es eine Frau trifft, aber die Vorstellung, Frauen seien da irgendwie real gefährdeter spricht da wieder mal jeder realen Statistik Hohn.

      Man muss nicht selber nachgoogeln, wenn man keine starken Nerven hat, aber so als Hinweis, da kommt lebendig verbrannt, enthauptet, erstochen, sprich, so ziemlich alles an brutalst vorstellbaren Mordvarianten.

        • Ja, diesen, wie auch die anderen schlimmen Morde an obdachlosen Männern (Mehrzahl) und Frauen habe ich auch „auf dem Schirm“, und ich bin über jeden dieser bestialischen Morde empört, und mein tiefstes Mitgefühl gilt diesen gepeinigten Menschen, und dem, was sie durchgemacht haben.
          Die schlimmsten Horrorkrimis sind da ja wohl inzwischen von der Realität schon eingeholt worden. Unfassbar auch der von Dir angesprochene Mord an dem trotz aller Widrigkeiten immer noch würdig-gepflegt aufgetretenen „netten Kerl“, der bestialisch auf einem Friedhof ermordet wurde, wenn ich mich richtig erinnere.

      • Jeder Mord ist ein Mord zu viel.
        Nur solltest du schon auch nach den Regeln der Logik argumentieren: Wenns absolut gesehen mehr obdachlose Männer gibt, dann gibt’s auch mehr Verbrechen gegen sie.

        Und im Verhältnis zu den wenigen Frauen als Obdachlose erfahren diese wenigen relativ mehr Gewalt. Aber eben “relativ“ und nicht *absolut*. Das ist ja wohl ein Unterschied, den du vlt verstehen wirst.

        • Lightyear altes Haus, ich wusste irgendwann würden wir uns verstehen! Ich verwende mal genau dein Argument
          „Nur solltest du schon auch nach den Regeln der Logik argumentieren: Wenns absolut gesehen mehr obdachlose Männer gibt, dann gibt’s auch mehr Verbrechen gegen sie.“
          in ein paar anderen Fällen:
          * Wenn absolut gesehen Männer mehr arbeiten, dann verdienen sie auch mehr.
          * Wenn absolut gesehen Männer mehr Überstunden machen, d.h. sich stärker für die Firma einsetzen, dann kommen sie auch öfter in Führungspositionen
          * Wenn absolut gesehen Männer auf beiden Seiten des IQ Spektrums in der Überzahl sind, es also sowohl mehr männliche Idioten als auch männliche Genies gibt, dann ist es nur logisch dass Männer bei den großen technischen, wirtschaftlichen, musikalischen, künstlerischen usw Errungenschaften der Menschheit in der Überzahl sind.
          Wenn absolut gesehen Männer mehr Risiko eingehen, dann sind sie auch in der Gruppe derer die von diesem Risiko stark profitieren stärker vertreten (in der Gruppe derer die bei dem Risiko draufgehen übrigens auch. Aber ich habe den Eindruck diese Seite willst du gar nicht so genau wahrhaben)

          Wenn du also das nächste mal einen gewissen Impuls verspürst bei der Meldung dass in den Fortune 500 Unternehmen nur x Prozent Frauen in den Aufsichtsräten sitzen, oder beim nächsten alle-Jahre-wieder Gender Pay Gap Geheule, denk an deine eigenen Erkenntnis: „Du solltest schon auch nach den Regeln der Logik argumentieren…“ 🙂

    • ein bewegendes Interview, das authentisch thematisiert, wie schnell wir heutzutage, jede/r von uns obdachlos werden kann, in diesem „globalen Dorf“…

  12. Pingback: Entsolidarisierung – es wird kälter | uepsilonniks

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