Duschmöglichkeiten für Obdachlose – Frauen besonders betroffen

Leser Maddes8cht verweist über Arne auf einen Bericht über eine Dusche für Obdachlose:

Das ganze Drama der Berichterstattung spiegelt sich in diesem einen Absatz aus der TAZ:

„Bisher gibt es nur wenige Duschmöglichkeiten für Obdachlose in Berlin. Die Stadtmission betreibt am Bahnhof Zoologischer Garten ein Hygienecenter, in dem Menschen, die auf der Straße leben, eine Duschmöglichkeit haben. Über 200 Menschen nehmen das Angebot der Bahnhofsmission täglich wahr. Etwa ein Fünftel der Nutzenden seien Frauen, so der Bahnhofsmission-Leiter Wilhelm Nadolny. Er betont die Relevanz von geschützten Räumen für wohnungslose Frauen, denn Nadolny beobachtet einen „wachsenden Anteil der obdachlosen Frauen proportional zur Gesamtzahl der wohnungslosen Menschen in Berlin“. Belastbare Zahlen gebe es jedoch keine.“

Aha.
Wenn ein fünftel der nutzenden Frauen sind, dann sind irgendwie natürlich Frauen „besonders betroffen“ ™.
Und Gott bewahre, wenn es eine Tendenz gibt, dass der Anteil von Freuen sich dem von Männern angleicht.

In dieser Sichtweise ist es nicht ein Problem, wenn die Zahl von Obdachlosen steigt, sondern nur dann, wenn die der weiblichen Obdachlosen steigt. Männer leben auch als Obdachlose schließlich nur ihre patriarchale dividende aus.
https://www.derstandard.at/story/1379291026282/obdachlose-frauen-wer-hierher-kommt-soll-sich-in-ruhe-sortieren

„Frauen würden sich ihrer Obdachlosigkeit schämen und verstecken, sagt Renate Kaufmann. „Männer hingegen feiern ihr Schicksal quasi mit einem Doppelliter in der Öffentlichkeit“, überspitzt die Bezirksvorsteherin von Mariahilf (SP) die Tatsache, dass obdachlose Frauen viel weniger sichtbar sind.“

„Feiern mit einem Doppelliter in der Öffentlichkeit“ ist schon eine recht dreiste Formulierung.

Aber Männer sind eben priviligiert und können damit selbst die Obdachlosigkeit feiern.