Reflektionen zum Stand der Vertretung von Männerrechten

Über Arne bin ich auf diesen Artikel aufmerksam geworden, in dem man bei „A Voice for men“ über den Stand des Maskulismus reflektiert:

 It’s coming up on six years since I realised I had to take a stand against misandry and become involved with men’s rights. What a journey it has been. Lost friends, many new friends. Anger, frustration, and sorrow at the plight of so many men chewed up and spat out by a gynocentric society and its enablers just looking for a quick buck.

Among MRAs and anti-feminists (of the non-gynocentric variety) we have a core group of people truly committed to effecting change. We don’t always agree on everything but we’re mostly going in the same direction. Some people appear, make a bit of a splash and then either move on or burn out. Many potential volunteers burn out quickly as they become overwhelmed. We’ve analysed the volunteer successes and failures at AMRA and concluded that volunteers that tend to stick around spent time reading, listening and watching to understand men’s rights before they ever put their hand up to get involved. How much time did they take before putting their hand up? Between 6 and 18 months.

A few people in our ranks have appeared who I consider could be trouble for the movement. In all cases those people have moved on after realising they can’t treat men’s rights like their own little fiefdom. I’m sure some readers know who I mean. There have been quite a few.

Meanwhile, we’re changing the world. Slowly but surely. And we’re doing it without most people noticing. The cultural narrative has changed, and it will continue to change. Today we see words like misandry and gynocentrism being used in the wider community and even by public figures with no association to us. Wouldn’t have happened five years ago. Recognition that intimate partner violence isn’t gendered is going mainstream. It sure wasn’t a few years ago. Recognition that the earnings gap is largely a result of choices men and women make is increasingly recognised by the wider community too.

Of course the night is coldest just before the dawn. As was predicted right here at AVfM a few years ago feminists have ramped up the rhetoric as they feel their control of the narrative slipping. Expect them to get nastier as we gain ground.

(Bei Arne gibt es auch eine Übersetzung, für die, die es lieber auf Deutsch lesen wollen)

Ich würde auch sagen, dass man immer mehr in anderen Medien auch das Contra zu den feministischen Thesen liest, etwa schon auf Seiten wie 9gag oder anderen eigentlich auf Unterhaltung ausgerichteten Seiten. Leute nehmen, vielleicht auch dank Southpark und anderen Serien das radikale im Feminismus war, was auch daran liegt, dass dessen Radikalität immer offensichtlicher wird.

Gleichzeitig scheint er aber auch an Einfluss gewonnen zu haben: Intersektionale Theorien sind in vielen Medien zu finden und relativ unbeeindruckt von der Ablehnung, die aus meiner Sicht in breiten Teilen der Bevölkerung zu finden ist.

Wie schätzt ihr die Lage ein?

 

30 Gedanken zu “Reflektionen zum Stand der Vertretung von Männerrechten

  1. Da z.Zt. noch beide Seiten „radikaler“ werden ( Femis werden eher extremer als radikaler, mit den Wurzeln von Frauen haben die ja praktisch gar nix zu tun ), schätze ich da erstmal noch nix.
    Kommt halt drauf an, ob da noch ein klassisch gewattätiger Krieg draus wird und wer am Ende zu wieviel % gewinnt.
    Noch räumen die Femis mit weitem Vorsprung ab, da ihre lächerlichen Joker ( Unglaublichkeit, Unzurechnungsfähigkeit, Welpenschutzbonus etc. ) immer noch nicht als Fake&Bullshit aufgeflogen sind. Während deren Kritiker starr im Stadium des an-den-Verstand-Appellierens verharren.
    Und wie man an Norwegen sieht ( trotz – und lange nach – Eia wurde die Helge Ingstad versenkt ) bringt selbst ein dicker Etappensieg noch lange keine endgültige Trendwende.
    Dazu sind die Buffer aus Vertuschungs- u./o. Parolen-Agit-Prop auch zu dick und zu reich.

    Es bleibt also zunächst noch verdammt spannend.

  2. Das ist nicht nur beim Thema Feminismus so. Es gibt eine breite Kluft zwischen dem, was man gesellschaftlich zu denken hat und dem, was man wirklich denkt.
    Je widerspenstiger die normale Bevölkerung wird, umso mehr verbreiten politische und mediale Eliten das altbekannte Narrativ.

    • Menschen mit längerer DDR Erfahrung versichern mir, daß diese Schizophrenie weit stärker ist als in DDR-Zeiten. Und auch seelisch schmerzlicher, weil sie eben nicht nur politische Themen betrifft, sondern weit ins zwischenmenschliche hineinreicht.

  3. Wie schätzt ihr die Lage ein?Schlecht. Frauen haben mehr Zeit und sind bezüglich Feminismus besser und nachhaltig vernetzt. Sie können sich politisch noch so gegenseitig verdreschen, harte Gegen-Positionen einnehmen. Aber alles, was ihnen Vorteile verschaffen könnte, soll nicht angetastet werden.
    Mir fällt bei verschiedenen Gelegenheiten (z.B. Original-statements der RA im Tagesspiegel zum Thomanerchor, den sie wg. Förderung angehen wollte), aber auch in Foren und im persönlichen Kontakt, auf, daß Genderisten und (kluge) Radikalfeministen eine schneidende Wort- und absolute Satzwahl verwenden. Einerseits in sich schlüssig klingend, andrerseits aber auch Begriffe verwendend, die andere moralisch in Frage stellen. Z.B. „Finde ich befremdlich, wie Du darüber denkst“. Gestelzt, und mit einer unglaublichen Beharrlichkeit den Meinungskorridor verengend. Die setzen solange nach und beharren darauf, daß etwas noch nicht richtig eingenordet ist, daß andere irgendwann keinen Bock mehr haben. Dazu wählen sie nur noch selektiv nach Argumenten, da ist nichts mehr mit Abwägen und dadurch überzeugend wirken, daß man auch die Gegenposition kennt und erwähnt.
    Das sind Fanatiker, und die werden weiter indoktrinieren. Zusätzlich muß man die Zahlenverhältnisse abschätzen. Nahezu alle Frauen werden sich beim Wort Feminismus (auch wenn der intersektionale etwas Anderes ist) positive biased dazu verhalten. Dazu kommen noch geschätzte 50% Pudel oder Männer, die aus anderen Gründen aktiv mitfördern.
    Daß sie überall Vorstöße machen und auch umsetzen (Gender-Amtssprache, Parität, Migrationspakt mit seiner Presse- und Meinungsfreiheitsklausel etc.), ist unübersehbar. Zusätzlich kommt dazu, daß die Sprachänderung in den Köpfen anfängt zu wirken. Und daß der Nachwuchs schon vollkommen verstrahlt ist. Aber die werden mit dem Zeug Karriere machen. Wirklich.

    Was man auch beobachten kann, ist eine Spaltung der Linken (z.B. Wagenknecht, aber auch andere). Nur ist die Spaltung kleiner als das, was Linkssein noch immer vereinigen kann. Gegen ein bißchen Kulturkampf hat schließlich keiner was. Erschreckend auch, wie weit die ’soziale Frage‘ zurückgedrängt wurde.

    Alles in allem sehe ich (fanatische) Kräfte am Werkeln, jetzt in Form von Flintenuschi auch in einer sehr einflußreichen und UN-hörigen Position, daß da noch viele böse Überraschungen auf uns warten. Ich sehe auch tatsächlich wenig Widerstand. Zwar könnte ich mir vorstellen, daß ein solcher Erfolge verzeichnen könnte, wenn er medial durch Aktionen präsent würde (keine Gewalt gegen Personen, sondern gegen Sachen). Aber die Überwachung nimmt ja gleichzeitig auch zu.

    Also für mich geht das arg in Richtung weltweite Migration, als Zugpferd nimmt man hier das Leckerli Feminismus und die Moral, und insgesamt wird das von viel Macht getrieben. Verhindern bzw. aufhalten kann man sowas nur durch Zerstörung, zuerst im kleinen, dann im etwas größeren Maßstab. Also ganz klassisch eine Revolution, die dann irgendein Zwischendingens hervorbringt. Wobei die Revolution sehr sinnstiftend sein könnte, im Gegensatz zum etwas freudlosen Dahinsiechen (sehenden Auges), was die meisten von uns kennen.
    Fiete und crumar wollten ja schon das Alles-nur-nicht-Männer-Ministerium entern. Ich fürchte, um das Nachdenken Anderer nachhaltiger zu fördern, wären stärkere Maßnahmen notwendig, möchte mich da aber nicht weitergehend äußern *pfeif*

    • „Fiete und crumar wollten ja schon das Alles-nur-nicht-Männer-Ministerium entern. “
      Das würde ich gern zum Kontextverständnis verlinken, aber ich finde es nicht wieder.
      Schade um, nützt nix, sei angemerkt, daß wir eher mit Lachsalven gefeuert hätten, als dort Blutbademeisternd herumzumeucheln. Was auch heftige Breitseiten ergeben kann. Frei nach Wolfgang Neuss: Gute Pointen sind wie Pershing II, extrem kurze Vorwarnzeit, verheerende Wirkung!

      • Ich fand das Bildliche (Enterhaken etc.) witzig, und ein Kontext war, Männer von rechts bis links zu vereinen und dann endlich mal loszulegen. Völlig korrekt so weit.

        Aber wen willst Du hier jetzt vereimern – mit Lachsalven feuern?
        Feministinnen (und jemand Anderes wird in diesem „Ministerium“ nicht arbeiten) sind absolut humorbefreit. Das sind sauertöpfische Gestalten, die nur dann feucht werden, wenn sie’s uns heimzahlen können. Das ist denen todernst, und alles andere nur aufgesetzte Maskerade.

        Und die soll man mit Humor bedenken, Perlen vor die Säue schmeißen? Never. Einfangen und ihnen Spuckmützchen überziehen wäre besser.

        • Ach nö, Humor ist ja auch wenn man wen dazu bekommt, sich selbst der Lächerlichkeit preiszugeben. Das macht Femis zwar garantiert richtig stocksauer, aber ab einer gewissen Öffentlichkeitsquote nützt denen das garnix mehr, da ist dann für die Schluss mit lustich, eben weil sie genau wissen und es nicht mehr abspalten können, DASS sie mit ihrem Quaak nur noch den ROTFL-Effekt auslösen.
          DAS ist durchaus wirksame Tiefenpädagogik!

    • Deprimierenderweise muss ich dir da Recht geben. Die Feminismus mag zwar unter der normalen Bevölkerung an Sympathie mächtig einbüßen, durch die komplett durchgeknallten Schnallen, die ihn propagieren, aber der Druck gleicht das (zumindest z.Z. noch) alles aus. Wir sind längst auf dem direkten Weg in eine Art Faschismus und es wird immer noch von Tag zu Tag schlimmer. Und natürlich halten alle das Maul, weil sie Angst haben oder der Propaganda glauben.

      Spannend zu beobachten, ekelerregend, aber auch sehr lehrreich. Die meisten Deutschen dürften nach dieser Episode ihre eigenen (drittes-Reich-) Großeltern rehabilitieren, falls sie noch Gelegenheit dazu haben…

  4. Mal sehen was der kommende US-Wahlkampf noch zur Tage bringt, wo mehrere Kandidaten auf Identitätspolitik setzen. Also Weiße sind schlecht und müssen Buße tun, während Nicht-Weiße einfach nichts falsch machen können.

    Und wenn die dann verständlicherweise jemand anderen wählen, zeigt das ja nur wie schlecht sie sind.

    • Totaler Wahnsinn

      Das hat zumindestens in den USA die Geschlechterdebatte abgelöst. Schuld ist jetzt nicht der Mann an sich, auch wenn die natürlich alle toxisch sind, sondern vor allem der weiße Mann und auf den wird jetzt drauf gedroschen, was das Zeug hält.

      • Als offizieller Repräsentant (durch Geschlecht und Hautfarbe) des Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, spreche ich den Verantwortlichen meinen Dank für die hervorragende Unterstützung im kommenden Wahlkampf aus. Nie waren die weißen Stimmen so sicher wie heute.
        Weitermachen!

  5. Ich schätze dass die Politik sich mit den Medien verbündet hat, und die Gesellschaft als Geisel genommen hat. Der Erhalt des Status Quo ist oberstes Gebot, dafür erhält die Politik willfährige Diener, die die Kernlinien mitträgt und Dissens dämonisiert. Diese Dämonisierung findet anhand von Identitätsgrenzlinien statt, bei denen im Vordergrund steht, wer etwas ist, und nicht, was jemand sagt oder für eine Position bezieht.

    Dazu gibt es ein paar Kernnarrative, bei denen Widerspruch dämonisiert wird.
    1. Westbindung, Transatlantik und NATO-Orientierung
    Der Feind sitzt im Osten, die Russen sind die Bösen, die CIA Aktionen werden nachhaltig unterstützt, ob in Syrien oder der Ukraine. Folgen sind hier egal.
    Bei Hinterfragen dieser Punkte ist man „Verschwörungstheoretiker“, „Kommunist“ oder „Antisemit“.
    Medium: „Nachdenkseiten“. Tendenz: fallend (weil Trump).
    2. Frauen sind die besseren Menschen
    Frauen sind die besseren Menschen, und werden ganz zu Unrecht benachteiligt, ausgegrenzt, die ganze Zeit belästigt und ausgebeutet.
    Bei Bezweifeln dieses Narrativs ist man „Rechter“, „Sexist“ oder „Weichei“.
    Medium: AE. Tendenz: gleichbleibend.
    3. Migration
    Hier gibt es kein einheitliches Narrativ. Nur muss Kritik an der aktuellen Situation, die eine Aufnahme von mehr Migranten und Flüchtlingen nicht gut heisst, wirklich sehr vorsichtig formuliert werden, wenn man nicht die Nazi-Keule um die Ohren bekommen möchte.
    Medium: Leider kein seriöses; Tendenz: Abnehmend, wobei die Grundsituation nach wie vor nicht geklärt ist, insbesondere im Hinblick auf ertrinkende Migranten und Konflikte in Nordafrika. Die Problematik der abgelehnten Asylbewerber wird ausgeblendet. Die Kosten werden verheimlicht oder in Salamitaktik bekannt gegeben

    Ich gehe allerdings davon aus (bzw. hoffe), dass inbesondere vor dem Hintergrund der Gesetzesinitiativen in Brandenburg und Thüringen zum Parite Gesetz ein Umschwenken stattfinden wird. Wichtig ist, dass man nüchtern, sachlich und auch redlich argumentiert. Denn mit Toben und Schimpfen wird man nichts erreichen.

    • Der Metatrend ist nicht zu vergessen, also 1, 2 u. 3 wild und unüberblickbar zu vermischen, da das unendlich diverse weitere und letztendlich noch pauschalere Diffamierungs-, Denunziations u. in jedem Fall Ausgrenzungsmöglichkeiten eröffnet.
      Bspw. Homophobe, fremdenfeindliche, alte, weiße Frauenhasser UND Antisemiten ( kannse jederzeit und überall einfach dodschlagen und es gibt noch Applaus dafür, oder die Gaddafiformel: „We came, We saw, he died“ [O-Ton Hillbilly Cleanton]). Belegerfordernis: Keine! ( Wird in den MS-Medien gerade zur Obligomethodik ).
      S.a.: Die Kampagne gegen Jebsen und Erbel

    • „Ich schätze dass die Politik sich mit den Medien verbündet hat, und die Gesellschaft als Geisel genommen hat. Der Erhalt des Status Quo ist oberstes Gebot, dafür erhält die Politik willfährige Diener, die die Kernlinien mitträgt und Dissens dämonisiert.“

      Ein solch komplexes Vorgehen würde aber ein hohes Maß an Intelligenz erfordern. Und wenn ich mir anschaue, wer bei uns in der Politik so rumturnt, ist da eindeutig das Gegenteil der Fall. Bei den Medien spielt wohl eher die Sozialisation eine Rolle. Die Journalisten stehen überwiegend den links-grünen Parteien nahe und dementsprechend berichten sie auch. Hier zählen Meinung und Haltung mehr als die Fakten. „Sagen, was ist“ war früher, heute heißt es „sagen, was sein soll“. Die Parteien kuschen dann aus Angst vor einem medialen shit storm. Opportunisten eben. Ich denke das eine Veränderung nur von unten kommen kann. Und damit das eintritt, muss es erst noch sehr viel schlechter werden.

      • „Ein solch komplexes Vorgehen würde aber ein hohes Maß an Intelligenz erfordern.“
        Ein Trugschluss, denke ich, ein gewisses Maß an stumpfer Adaptionsfähigkeit reicht aus.
        Merke: Solche Leute brauchen keine Verschwörungen, sie wissen auch so, was sie zu tun haben!
        Letztendlich ein Fork der guten alten Radfahrertaktik: Nach oben buckeln, nach unten treten.

  6. „Wie schätzt ihr die Lage ein?“

    Nur den englischen Text und diesen Thread zugrundegelegt, ist sie wohl schlecht, bzw. im Vergleich zum Feminismus wirkt es sehr nischig, geradezu zwergenhaft. Es gibt demnach keine Erfolge, die konkret die Lage von Männern verbesserten. Von außen betrachtet, geht es beim Maskulismus offensichtlich viel um die richtigen Worte, und um Kulturkämpfe bzw. Antifeminismus im Internet oder Medien allgemein.

    • Stimme zu. Mein Eindruck ist, dass die Graeben nur tiefer ausgehoben werden. AvfM mag sich ja ueber den Zuwachs durch einen weiteren Einzelkaempfer freuen, der Feminismus und Sozialismus wird aber im Kindergarten und der Schule schon so erfolgreich indoktriniert, dass die keine Nachwuchssorgen haben muessen. Vor kurzem hatte ich wieder mal eine Diskussion auf einem anderen Blog. Nachdem ich die Gegenargumente genannt hatte, fand der Kommentator seine widerlegten Argumente und Zitate noch besser als vorher und freute sich ueber seine eigene Rethorik (aehnlich wie Leszek&Co. hier 😉 )

      Die echten Probleme werden sich in den naechsten 10 Jahren manifestieren, wenn die Boomer alle in Rente gehen, und wenn wegen dem durch Feminismus verursachten Kindermangel und deshalb Konsumentenmangel, die Wirtschaft nachhaltig einbricht. Kurzfristige Aktionen, wie der Import von ca. 2 Mio. Konsumenten seit 2015, werden langfristig zur weiteren Schwaechung beitragen.

      • Stimme Dir natürlich zu, Luisman. Deshalb ein paar ergänzende Anmerkungen von mir.

        Was hier im Forum immer wieder ignoriert wird: es ist nicht der Feminismus, der die Politik gekapert hat, sondern Feminismus/Genderismus aber auch andere Topics (etwa Klimawandel, Migration, etc.) werden als vielen Machtmittel eingesetzt, um die Freiheit der individuen zu beschränken und diese zu gängeln. Es geht also ganz banal um eine weitere Machtakkumulation der herrschenden Klasse.

        Deswegen sind m.E. politische Massnahmen in der Regel kontraproduktiv; es mag in Zukunft eine Machtverschiebung zum Genderismus hin geben, die man dem Untertanen dann als Stärkung der (bisher vernachlässigten) Männerrechte verkaufen wird. Die Vorteilswirkung wird aber für die herrschende Klasse dieselbe bleiben: nämlich eine weitere Machtakkumulation, die mit einer weiteren Bevormundung der Untertanen einhergeht. Profitieren werden dann als Günstlinge des Gendersystems auch einige Männerrechtler, die von den Machthabern dann ebenso gekauft werden wie seinerzeit die Feministinnen (z.B. Alice Schwarzer und Konsorten).

        Das einzige Mittel welches wirkt, ist eine gezielte Abkehr und Abkoppelung von der staatlichen Einflussnahme. Man muss staatsunabhängige Strukturen aufbauen, die sich von staatlichen Schergen auch nicht dreinreden lassen. Wer innerhalb des politischen Systems eine Änderung versucht, ist per definition ein Teil ebendieses Systems und kann somit nur eine politisch gewünschte Systemänderung durchbringen.

        Übrigens die Muslime machen das schon seit Jahren erfolgreich. Inzwischen wagt kaum ein Staatsbüttel und auch nicht die Mainstreampresse bei denen irgendwas zu kritisieren; und jeder, der es trotzdem tut, wird von den hehren Gutmenschen aus dem politmedialen Komplex sofort als islamphob diskreditiert. Und so bilden sich islamische Parallelgesellschaften mit faktisch eigenen Ordnungs- und sogar Rechtsstrukturen heraus, in denen der Staat schlichtweg nichts zu melden hat.

  7. Die Lage ist weitaus besser als man glauben möchte, eben weil der Feminismus mittlerweile nicht mehr subversiv auftritt.

    Man erinnere sich an die 90er, die meisten bekloppten Ideen des Feminismus gab es auch schon damals, und wurden, zumindest in den USA, auch so implementiert. Das hat aber kaum jemand mitbekommen, da es recht suversiv ablief. Dusselige Familienväter in Sitcoms und Männer-Verachtung war da auch rampant.

    Heute dagegen gibt es einen klaren Basisaufstand dagegen. Nicht unbedingt weil man meint, dass das unfair wäre, sondern weil Mann meint, dass man sich doch nicht von einer Horde (zukünftiger) Katzenladys das Leben kaputt machen lassen muss. Einfach nein sagen, das wars.
    Und natürlich kampfbereit sein, der größte Fehler ist es es denen recht machen zu wollen.

    Basisaufstand sage ich deswegen weil die Fanatiker in den Medien durchaus zahlreicher geworden sind, aber in der Propagandawirkung dafür umso schwächer (die Propaganda ist handwerklich sehr viel schlechter geworden), und die Fanatiker in der Politik sind auch zahlreicher geworden. Letzeters könnte man aber auch an der Verfilzung der Politik festmachen, die spätestens seit 2015 sehr offensichtlch geworden ist. Und ja ich weiß die Politik war schon immer verfilzt, und viele werden sagen, dass der Anfang bei Helmut Kohl lag. Aber seit Merkel III ist es öffentlicher Konsens, dass die Politik korrupt und kaputt ist.
    Summasummarum denke ich das unsere Lage weit besser ist als noch vor 20 Jahren,auch wenn es nicht so aussieht. Vor 20 Jahren wussten wir es einfach nicht.

    • „Und natürlich kampfbereit sein, der größte Fehler ist es es denen recht machen zu wollen.“

      DAS ist der zentrale Knackpunkt an dem es hakt und ich bin mir nicht sicher, daß der mal eben in ein paar Jahren außer Wirkung gesetzt werden kann, im Gegenteil, da steckt noch jede Menge unenddecktes Eskalationsmaterial drin.

  8. Es ist aktuell so wie mit dem Konservatismus in den 50ern: Eigentlich schon auf dem absteigenden Ast, nutzt aber die noch starke Stellung und die gute Vernetzung um so zu tun als ginge es gerade mit ihm bergauf. Denn so wie in den 50ern viele Grundlagen für den ab den 60ern stattfindenen sozialliberalen Reformprozess gelegt wurden, findet aktuell auch viel im Hintergrund statt, dass auf eine deutlich männerfreundlichere Politik hinausläuft als aktuell.
    Und so wie in den 50ern von der konservativen Revolution gesprochen wurde, wird jetzt von revolutionären Veränderungen durch den Feminismus gesprochen.
    In ca. 10 Jahren werden sich womöglich einige wundern wie schnell plötzlich alles geht, die jetzt noch den Eindruck haben es tue sich nichts

  9. „Es geht also ganz banal um eine weitere Machtakkumulation der herrschenden Klasse.“

    Dazu lesenswert Mausfeld :Angst und Macht- Herrschaftstechniken im Neoloberalismus: Das Buch ist lesenswert, auch wenn es nicht direkt auf die Femi-Problematik eingeht.

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