Truefruits oder auch: Was ist an einem aufgemalten Penis eigentlich so schlimm?

Wie Arne auch gestern möchte ich hier den Text von Truefruits besprechen, die diese angesichts des Shitstorms veröffentlicht haben.

Zur Erinnerung: Das hier war der Auslöser:

 

 

Man sieht eine lachende Frau mit einem mit Sonnencreme aufgemalten ejakulierenden Penis, den sie ganz offensichtlich in die Kamera hält und der sie anscheinend in keiner Weise stört. (das andere Bild, bei dem sich der Frauenrücken als Männerrücken herausstellt war zwar eine witzige Idee, ist aber wie man gerade an der Schleife und ihrer Fallart sieht das künstlich veränderte aus meiner Sicht)

Die Kritik führte an, dass damit „ein Besitzanspruch des Mannes verdeutlicht wird“ oder „Die Frau als Eigentum des Mannes markiert wird“ oder das man so etwas nicht veröffentlichen dürfe, weil es die bestimmte Kommentatorin triggert.

Jetzt kann man sicherlich darüber streiten, ob eine solche Werbung albern, kindisch oder auch etwas anstößig ist. Aber bei einem derart stilisierten Penis dürfte wohl die Grenze zum erlaubten nicht überschritten sein.

Es ist teilweise um so erstaunlicher, weil aus dem gleichen Lager, welches maßgeblich die Kritik getragen hat, dem intersektionale Feminismus gleichzeitig für „Freethenipple“ gekämpft wird, man sich „Pussyhats“ aufsetzt, man meint, dass „vulva-cupcackes“ salonfähig sind und das Abbildungen des weiblichen Geschlechtsorgan allgemein mit „Viva la vulva“ in den abstrusesten Formen gefeiert werden.

Der spritzende Penis darf nicht für das Feiern von gemeinsamen guten Sex stehen, er muss Gewalt, Frauenunterdrückung und männliche Herrschaft bedeuten.

Aber zum Statement von Truefruits:

Liebe Freunde, liebe Andere,

es ist mal wieder so weit. Die Welt geht gerade unter für eine Gruppe von Menschen, die es nicht ertragen können, dass wir für die Bewerbung unseres aktuellen „Suncreamie“ im Sonnencreme-Design in den sozialen Medien ein Bild verwenden, auf dem ein Frauen- bzw. Männerrücken zu sehen ist, der mit einem kleinen (einige Kollegen beharren darauf er sei mindestens mittelgroß) Penis aus Sonnenmilch verziert wurde. Uns macht das Ganze sehr nachdenklich und auch ein bisschen Angst… Zumindest gucken wir gerade wie Hide-the-Pain-Harold, beim Lesen einiger Kommentare. Unsere Sicht in alle Kürze zu dem Ganzen:

Es wäre mal interessant eine Umfrage zu sehen, was „normale Menschen“, also außerhalb der Geschlechterdiskussion, mit dem Bild verbinden. Und aus der Sicht können einem in der Tat einige der Kommentare darunter Angst machen, weil sie das Fanatische deutlich machen.
Der Werberat wird überhäuft mit Beschwerden, die Presse wird informiert und unsere Handelskunden erhalten unzählige E-Mails mit der präzise formulierten Forderung unsere Produkte unverzüglich aus dem Sortiment zu schmeißen. Der Vorwurf gegen uns lautet: Sexismus, Rassismus oder Ableismus, aber am schlimmsten ist, wie wir im Netz auf Kommentare reagieren. Aber nicht nur wir werden angegangen: Wer uns OK oder gar lustig findet, ist mindestens ein Idiot, auf einer Stufe mit Trump und der AfD.
Ist dieser Angriff verhältnismäßig für ein so harmloses Bild? Natürlich: Es ist nicht der erste Vorfall, bei dem sich Truefruits mit SJWs angelegt hat. Sie spielen bewußt damit, dass sie eben nicht politisch korrekt sind, wenn auch mit relativ harmlosen Sprüchen aus meiner Sicht und keineswegs in eine Richtung, die man jetzt als AFD nah bezeichnen würde.
(Natürlich muss man es dann zur Selbstkontrolle auch damit vergleichen, wie man auf das Edekavideo reagiert hat: War das harmloser oder angemessener?)
Kurz: Leute malen nun mal mit Sonnencreme Penisse auf Rücken. Auf Männerrücken wie auch auf Frauenrücken. Na und? Es ist schlichtweg Teil dessen was manche Leute tun. Man muss es nicht mögen oder kann es vorpubertär, vulgär oder kindisch finden aber sexistisch? Hier teilen sich nun mal die Meinungen. Manche finden es lustig und ok – andere halt nicht. Sexistisch ist es jedoch auf keinen Fall. 
Das wäre auch in der Tat meine Wertung. Die ganzen Herleitungen zum Sexismus stehen angesichts des Lächelns der Frau auf eher dünnen Beinen. Warum sollte sie nicht Spass daran haben, dass ihr ein Penis auf den Rücken gemalt wird? Immerhin sollte der intersektionale Feminismus doch Sexpositiv sein und selbst mit Erniedrigung, BDSM, Anspritzen, Anpissen oder sonstigen Spielarten kein Problem haben, wenn sie der Frau gefallen. Warum sind dann angesichts der lachenden Frau nur Interpretationen zulässig, bei denen es geradezu eine Vergewaltigung ist, was hier mit ihr gemacht wird?
Vielleicht nehmen wir uns zu wichtig, aber die Fanatiker, die uns angreifen, greifen nicht bloß uns an. Sie streben die Diktatur darüber an, welcher Humor, welche Meinung erlaubt ist und welche nicht. Und genau das ist das Problem. Diese Radikalapostel glauben, sie besäßen die alleinige Wahrheit und gehen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen anders Denkende und Handelnde vor. Für diese Menschen gibt es kein grau. Nur schwarz oder weiß, Freund oder Feind. Keinen anderen Humor, nur Diskriminierung oder Rassismus. 
Und das ist leider nicht ganz falsch. Wer in einer Welt lebt, bei der in einer Kategorie immer nur einer die Macht haben kann und der andere unterdrückt wird, der gewöhnt sich schnell ein Schwarz-Weiß denken an, bei dem die Zuordnung zum Feind bereits alle positiven Auslegungen der Abbildung unmöglich machen.
Typische Aussagen sind da:

„Ihr werdet einfach immer widerlicher mit eurer Scheiße. Gerade unbeabsichtigt die Werbung gesehen und noch nie erlebt, dass Marketing so sehr alte Traumata triggert“

Wäre interessant bei der nächten Vulvamütze etc einmal einen ähnlichen Kommentar zu bringen. Man würde wahrscheinlich ausgelacht werden, denn Traumata können eben nur Penise hervorrufen.
Und  truefruits Antwort:
„Hast Du ein Penis-Trauma? 🤔“
verschlimmert die Lage aus deren Sicht natürlich noch, dabei ist die Frage ja durchaus berechtigt: Warum triggert sie ein so harmloses Bild und wie sollte Truefruits darauf kommen, da theoretisch so gut wie alles triggern kann?
Diese Radikalapostel sind die Wohltäter der Nation, weil sie vermeintlich für das Gute kämpfen. Was nicht ihres Gleichen ist wird mit aller Kraft versucht zu bekehren und wenn das nicht gelingt, dann mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft. Sie glauben sie stehen für Toleranz und Gleichheit, aber Toleranz zu zeigen ist nicht schwer, wenn es darum geht, dass ein Anderer eine komische Hose oder eine verrückte Frisur trägt. Toleranz wird dann zur Aufgabe, wenn die Meinung oder Position anderer gänzlich entgegen der eigenen steht, dann zeigt sich wer Toleranz wirklich aushält.
Nicht umsonst ja der Spitzname „Social Justice Warrior“, der dann eher ironisch gemeint ist, weil das eben gerne ins totalitäre abgleitet und man schlicht undifferenzierten Feindbildern frönt.
Sie erinnern uns an Daenerys Targaryen aus Game of Thrones, die eine bessere, freie Welt erschaffen will, aber am Ende dafür über Leichen geht und im Endeffekt nicht besser ist, als die Monster, die sie zu vertreiben sucht. #teamtyrion
Interessanter Vergleich. Passt aber durchaus-

Aber wer sind diese Hysteriker, die scheinbar wirklich davon überzeugt sind, das WIR (kurze Erinnerung: true fruits = kleiner Saftladen, 30 Mitarbeiter, keine Rassisten, kein Sexismus, dafür politisch unkorrekte Witze und – touché – Peniszeichnungen an den Konferenzwhiteboards, vier Azubis, ein Hund sowie eine Tischtennisplatte) das absolut Böse sind und auf einer Stufe stehen mit Donald Trump oder der AfD???

Ein paar sogenannte Aktivisten (bisher keine zertifizierte IHK Ausbildung) führen den digitalen Mob an und organisieren den Kreuzzug gegen jede Art von unkorrektem Humor. Unter dem Deckmantel der Fürsorge der Schwachen werden Inhalte aus dem Kontext gerissen und alle durch Empörungslärm zum Schweigen gebracht, die es wagen sich gegen ihre moralische Vorherrschaft und Meinungsdiktatur auszusprechen. Und sie fühlen sich natürlich alle SO sicher, da sie überzeugt sind, sich für Minderheiten einzusetzen gestatte ihnen alles und der Zweck würde die Mittel heiligen. Und da sie sich vermeintlich für die Schwachen einsetzen, stoßen sie auf so wenig Widerhall, da ja niemand ein schlechter Mensch sein will.

In der Tat ist „der Zweck heiligt bei uns die Mittel (bei anderen aber zeigen sie wie falsch sie liegen und wie böse sie sind“ in dem intersektionalen Feminismus stark verbreitet.

Aber auch Leute die vermeintlich Gutes tun wollen, können hirnverbrannte Idioten sein und das darf man auch ruhig aussprechen.

Sie tun uns leid, allesamt. Und was uns betrifft hier bei true fruits: Sie haben unsere Firmenzentrale beschmiert, unsere Handelskunden mit hunderten E-Mails bombardiert, Influencer, die mit uns zusammenarbeiten beschimpft und bedroht. Wir werden öffentlich als Rassisten bezeichnet, nachdem Einzelmotive aus unserer 250.000 € Kampagne gegen die rechtsgerichtete Politik Österreichs aus dem Kontext heraus gerissen werden… (facepalm) Was kommt noch? Werden wir demnächst auf der Straße angegriffen? Mag sein, aber eher gehen wir mit unseren dummen Peniswitzen unter und bleiben uns treu, als uns diesen falschen Weltverbesserern zu beugen. (Übersetzung für alle, die das Ganze inhaltlich eher wenig juckt, die aber immer schon gerne bei Schulhofprügelein zugeschaut haben – es geht weiter. Haltet das Popcorn bereit.)

Eigentlich ganz gut rausgestellt und durchaus auch geschickt gemacht: Die Übertriebenheit der dortigen Übergriffe ist ja eigentlich durchaus greifbar. Und natürlich gibt es genug, die das gut finden, eben weil SJWs eine Gruppe sind, die viele ohnehin für falsch halten und die mit der Wertung, dass man sich denen nicht beugen sollte übereinstimmen.
Aber diejenigen von Euch, die unsere Werbung als lustig empfinden werden dann geistig direkt der AfD oder Donald Trump zugeordnet. Na prima… Das nennt man Propaganda. Die systematische Verbreitung politischer, weltanschaulicher o. ä. Ideen und Meinungen mit dem Ziel, das allgemeine Bewusstsein in bestimmter Weise zu beeinflussen. Uns aus dem Weg zu gehen oder unsere Produkte nicht zu kaufen steht JEDER/M offen – aber das genügt ja nicht. Nein, der true fruits Ketzer muss das Knie beugen oder sterben. Na bravo!
Auch das typisch für eine solche Shitstormkampagne: Der Gegner wird überaus massiv angegangen, wie seinerzeit beispielsweise bei dem T-Shirt mit den abgebildeten Pinups und jeder Schritt gegen ihn ist gleichzeitig nach innen eine Zeichen, dass man für die Sache kämpft, so dass es gar nicht mehr darauf ankommt, ob es noch gerecht ist.

Unsere Smoothies mögen köstlich, die Werbung dafür geschmacklos sein, aber rein rechtlich ist was wir tun in Ordnung und in diesem Rahmen bewegen wir uns. Alle bisherigen Kampagnen, die in der Kritik stehen, hat der Werberat weder als sexistisch noch als rassistisch eingestuft. Woran sollen wir uns sonst orientieren? Daran was moralisch korrekt ist? Und wer bestimmt das? Diejenige, die am lautesten brüllt? Bitch, please 🙂

Wir wissen für uns, dass wir weder rassistisches noch sexistisches Gedankengut in uns tragen, geschweige denn verbreiten und lassen uns das auch nicht nachsagen. Das Gegenteil ist der Fall und wer sich etwas mehr mit uns bzw. unseren Inhalten befasst, kann zu keinem anderem Ergebnis kommen. Wir versenden bereits alle Motive mit dem Hinweis „Achtung: diese Werbung könnte von dummen Menschen missverstanden werden!“ Dumm ist für uns, wer blind den Radikalaposteln hinterherläuft und nicht selbstkritisch hinterfragt.

Das das Erlaubte trotzdem kritisiert werden kann ist die eine Sache. Aber der Anspruch vieler SJWs das man zumindest in die eine, ihre Richtung, alles unterlassen muss, was irgendwie ihnen nicht passt, während sie freimütig jeden beleidigen und abwerten können
Zu guter Letzt wirft man uns dann immer wieder vor, wie menschenverachtend wir mit den Kommentaren im Netz umgehen. Dazu nur eine kurze Erinnerung, wie wir es auf unseren Kanälen mit Trollen halten: Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es hinaus. Wessen Kommentar schon voller Hass beginnt, der muss schon ziemlich optimistisch sein, um mit einer freundlichen, ernsthaften Antwort zu rechnen. Ja, es ist wahr, wir fassen niemanden mit Samthandschuhen an, der uns doof kommt. Und ja, nicht alle unsere Kommentare sind im Ansturm der wütenden Radikalapostel immer 100% on point. Auch wir machen Fehler. Natürlich ist es nicht unsere Absicht, Menschen mit Traumata aufzuziehen oder zu verletzen. Das ist rücksichtslos und schlicht böse. Aber wir haben immer stärker das Gefühl, dass alles und jede noch so harmlose Bemerkung, die nicht völlig politisch korrekt formuliert ist, gleich mit der schlimmsten Absicht verbunden wird. 
Auch das ist ganz typisch: Sie sind im Recht, also können sie lospoltern wie sie wollen. Die andere Seite ist im unrecht, also darf sie sich allenfalls entschuldigen. Eine faire Auseinandersetzung sieht anders aus.
Hier heißt es dann immer „ein Unternehmen mit solch einer Reichweite trägt Verantwortung“! Bullshit! Jeder von uns trägt dieselbe Verantwortung. Wir sind auch nichts anderes als eine Gruppe von Menschen. Wer Respekt erwartet, der soll bitte auch uns mit Respekt begegnen. Grundsätzlich ist es so: diese Art von peinlichem Humor und dummen Kommentaren (wir finden uns selbst meistens OK, haben das jetzt nur mal aus „hater“ Perspektive geschrieben) trifft man bei true fruits immer wieder. Wer das doof findet – kein Problem. Das Netz ist weit und es gibt andere, nettere Smoothies. 
Wer Respekt erwartet, der sollte selbst Respekt zeigen. Klingt logisch. Beim Denken in Feindbildern verkörpert Truefruits (mit seiner nach meinem Wissen sehr weiblich besetzen Marketingabteilung) aber das Patriarchat, das Böse und das ist auszurotten.
Wenn wirklich Jemand bei dem Anblick eines Sonnencreme-Penis an ein Trauma erinnert bzw. getriggert wird, wäre unser ehrlicher, freundlicher Rat, sich mit den eigenen Bewältigungsstrategien auseinander zu setzen. Es hat keinen Sinn die ganze Welt zu bitten sich zu verändern.
Köstlich. Und wahr. Triggern kann alles.
Lohnenswerter wäre vielmehr der Aufbau der eigenen Resilienz. Denken wir es mal konsequent durch. Jeden Tag begegnen wir hundertfach irgendwelchen Triggern. Manche Menschen haben Höhenangst, Angst vor Spinnen, Angst vor engen Räumen oder waren im Krieg und haben Missbrauch oder andere unvorstellbare Dinge erlebt. Darf es nun keine Hochhäuser mehr geben, müssen alle Spinnen getötet, alle Aufzüge und alle Sylvester Kracher oder Clownsmasken verboten werden? Wo bitte fängt das an und wo hört es auf? Wer anderen Menschen die Verantwortung für das eigene Seelenheil gibt, übergibt ihnen auch damit auch die Macht über das eigene Seelenheil. Das kann keiner wollen…
ABER PENISSE  SIND BÖSE VERGEWALTIUNGSWERKZEUGE VERSTEHEN DIE DAS DENN NICHT?
Das ist doch nun wirklich einfach.

JA, ABER ES TRIGGERT MICH! Es ist reine Willkür und total subjektiv. Nichts wäre mehr möglich, denn irgendwas triggert immer irgendwen und wir sprechen hier aus Erfahrung. Also: Leben und leben lassen. Und wenn es gar nicht geht – bitte, dann trommelt halt so viele zusammen wie nötig, dass es Gesetzesänderungen gibt, die uns untersagen das zu tun, was wir tun. Aber stellt nicht jeden, der nicht denkt wie ihr als Sexist, Rassist oder AFD-Anhänger da.
Natürlich ist es Willkür. Bzw eine Machtposition, aus der heraus man Forderungen aufstellen kann. Wer anführt, dass ihn etwas triggert, der hat in ihrer Welt recht. Und natürlich wird immer einer schreiben, dass ihn Penisse triggern, die Vorlage ist zu gut.
Wir werden sehen wie es mit der Aufregung um true fruits weiter geht, aber das ist fast schon Nebensache. Viel spannender ist es zu sehen, wie es mit dieser, unserer Gesellschaft weitergeht. Werden wir uns von einer Gruppe fanatischer Radikalapostel, die keinen Deut besser sind als alle anderen fanatischen Gruppierungen (völlig intolerant, diffamierend, etc.) vorschreiben lassen, wie wir sein sollen, worüber wir lachen dürfen?
Das ist eine interessante Frage. Der Rückhalt in der Bevölkerung für SJWs ist denke ich nicht so groß, jedenfalls kleiner als in der Presse und den Medien. Aber es möchte auch niemand einen Shitstorm gegen sich haben. Was ihnen relativ viel freien Raum lässt.
Es fällt schwer sich den Radikalaposteln gehobenen Hauptes entgegen zu stellen, denn wer wird schon gerne als Sexist oder Rassist bezeichnet oder der AFD zugeordnet? Aber wir verraten Euch was: Ihr seid weder Sexisten noch Rassisten noch diskriminiert ihr irgendwelche Minderheiten. (Solltet ihr welche sein, hört auf mit dem Scheiß!) Ihr seid in Ordnung. Wir sind in Ordnung. Und zwar alle so wie wir sind. Wir haben gerne Spaß und genießen unser Leben und nehmen uns selbst nicht so ernst. Lasst Euch nichts anderes einreden. Oder wie eine weise Influencerin mal sagte: „Compassion always wins. Right, boo?“
Eine gute Message, mit der man einiges anfangen kann und die man gut entgegenstellen kann.

57 Gedanken zu “Truefruits oder auch: Was ist an einem aufgemalten Penis eigentlich so schlimm?

  1. Fragile Weiblichkeit… oder wie war das?
    Und die Männer, die sich darüber aufregen, tun das bestimmt nur weil ihre Frauen sie dazu zwingen. Ganz sicher!

    Wie du sagst:

    „Der spritzende Penis darf nicht für das Feiern von gemeinsamen guten Sex stehen, er muss Gewalt, Frauenunterdrückung und männliche Herrschaft bedeuten.“

    Aber Feministinnen haben gar nix gegen Männer. Listen and believe!

    Es darf einfach niemand positives mit Männern in Verbindung bringen. Ansonsten klappt das mit dem Frauenempowerment und der Frauengleichberechtigung nicht.

  2. Ein sehr beeindruckender Text von Truefruits. Die wesentlichen Punkte werden genau erfasst, und ich kann Ihnen zu Ihrer Lust am Konflikt und dem Angehen dieser Klientel nur gratulieren.

    Das trifft den Nagel auf den Kopf. Alles.

    Nur der Sonnencreme Penis, der ist spätpubertär.

    • Sehe ich ähnlich.
      Nur der Sonnencreme Penis, der ist spätpubertär.
      Man kann das als eine Art Aktivierungsbarriere sehen. Dämlich, aber wirksam.

      Ich finde es andrerseits empörend, wie die SJWs nun überall ihre Empörung rauslassen müssen! 🙂
      Deren denunziatorisches Potential ist allerdings tatsächlich beängstigend, die suchen jetzt wieder verzweifelt nach Papa, der die bösen TrueFruiter endlich bestraft.

  3. Man sollte meinen Erwachsene könnten in einem öffentlichen Raum ohne errigierte Penisse kommunizieren.

    Aber scheinbar sind Smoothie Jizz und Rackettennippel wirklich das Niveau einer durchabiturisierten Gesellschaft.

    • Man sollte meinen Erwachsene könnten in einem öffentlichen Raum ohne errigierte Penisse kommunizieren.

      Feministische Ahnungslosigkeit oder?
      Er ist nicht erigiert, schließlich hat er ja bereits abgespritzt. Erkennbar auch an der Größe. 😛

      Natürlich sollte man Erwachsener ( Mann) auch „ohne Penisse“ kommunizieren können. Es schadet aber nicht generell, sich auch mal etwas zotig zu artikulieren.

      Solche Bilder, die eher noch von kindlichem Gemüt zeugen, sind mir auf jeden Fall lieber als die ständige Schwemme von realen Abbildungen weiblicher Geschlechtsorgane, mit denen uns Feministinnen nahezu tagtäglich belästigen.
      Zumal man hier nicht wieder einmal unterschlagen sollte, wie wieder mit zweierlei Maß gemessen wird.

      • Männer *können* ohne Penisse kommunizieren. Wenn sie es doch tun, ist es Spiel.

        Viele Feministinnen hingegen können *nicht* außerhalb ihrer körperlichen Weiblichkeit denken und müssen infolgedessen in aller Öffentlichkeit Bettlaken vollbluten. Andere Optionen haben sie nicht.

        ¯\_(ツ)_/¯

  4. Hallo,
    auf Openpetition läuft eine Petition, Truefruits niederzumachen:

    https://www.change.org/p/truediskriminisierung-und-sonst-nichts-nehmt-true-fruits-aus-dem-sortiment

    Ich könnte eine Gegenpetition starten. Allerdings bräuchte ich dazu einen guten Text und ein eingängiger Hashtag wie #truehumor, #fruchtigerHumor (ja, ich weiß, dass die schlecht sind, deshalb frag ich ja) wäre auch von Vorteil. Kreative Vorschläge?

    Weiterhin sollte die Petition auf den verschiedenen sozialen Medien geteilt werden.

  5. Die Edekawerbung stellte Männer aber als unfähige Trottel da und wurde übrigens auch von Feministen kritisiert, weil sie darstellt, dass nur Frauen Kindererziehung richtig könnten. Und hätte man Frauen als unfähige Vollidioten dargestellt, die nicht mal einen Nagel in die Wand kriegen, wäre der Shitstorm noch viel krasser ausgefallen.

    Bei Gillette wurde der Mann als Ursache von Gewalt und Übergriffen dargestellt.

    Truefruits ist einfach nur frech.

    • Sehe ich auch so.

      Ich teile die von Christian im betreffenden Absatz angeregte Aufforderung zur Selbstreflexion, damit man nicht am Ende in die Falle läuft, die extremen bis fanatischen Positionen, die man bei anderen kritisiert, selbst zu entwickeln, aber es liegt bei den Fällen einfach nichts vor, was man vergleichen könnte.

      Bei TrueFruits wird niemand herabgewürdigt, schon gar nicht aufgrund seines Geschlechts. Die Kampagnen von Gillette und Edeka hingegen waren deutlich und in recht extremer Weise männerabwertend. Da wurden Vorurteile gegen Männer aus der Mottenkiste geholt und als Streubombenpauschalismen abgeworfen. Da brauchte man sich gar nicht erst irgendwas herleiten, wie es die dauerempörten SJWs bei TrueFruits in ihrer bekannt verkrampften Art machen müssen. Die Tatbestände lagen offen vor.

      Das einzige, was SJWs bei TrueFruits triggert, ist die Kombination von Frau (grundsätzlich Opfer; egal wann, wo und wie) und Penis (grundsätzlich Gewaltwerkzeug; egal wann, wo und wie). Es ist also die Konfrontation mit ihren eigenen misanthropischen Vorurteilen, welche sie so ausrasten lässt. Die ganzen verschwurbelten, geistlosen Herleitungen, warum das denn nun ein nicht hinnehmbarer, frauenverachtender, wenn nicht gar frauenunterdrückender Sexismus ist, sind nichts anderes als verzweifelte Versuche, die dadurch entstehenden kognitiven Dissonanzen aufzulösen. Das Bild selbst gibt nichts von dem her, was sie ihm in gaaaaanz großem Gestus und an Apokalyptik nicht mehr zu überbietender Wortwahl vorwerfen. Das Bild ist schlimmstenfalls präpubertär, das war’s…

      • Wobei true fruits – das unterstelle ich mal – diese Reaktionen einkalkuliert hat und die daraus resultierende Bekanntheit ihres Namens sehr gerne mitnimmt. Ich mag es generell nicht, wenn Werbung an politische Reizthemen andockt. Ein Saftladen ist und bleibt ein Saftladen, egal, wie sie sich politisch verorten.

        • Das in Abrede zu stellen war auch nicht meine Absicht. Natürlich handelt es sich bei der Werbung von TrueFruits und ihren Verlautbarungen um reines Marketing. Sie haben halt nur den Weg gewählt, nicht der Ideologie der SJWs nachzuhecheln sondern vielmehr diese in kalkulierbare Rage zu versetzen. SJWs sind durch ihre ideologischen Scheuklappen als vollkommen verblödet einzustufen und verhalten sich so berechenbar wie Computerprogramme. Es ist nicht das erste mal, dass TrueFruits diese Berechenbarkeit der ganzen Volldeppen nutzt, um Aufmerksamkeit im Social-Media-Bereich zu generieren. Wobei man ihnen lassen muss, dass sie das hier schon echt gut aufziehen; speziell die hier thematisierte Stellungnahme. Jeder noch halbwegs richtig tickende Mensch kann bei der Gegenüberstellung der Positionen eigentlich nur einer Seite (weitgehend) zustimmen und das wird sicher nicht die Seite der Gift und Galle spuckenden SJWs sein.

          Somit kommen sie vor der klaren Mehrheit der Menschen, die von der Sache Wind bekommen, eben rüber als das tolle Unternehmen, welches sich als Bastion der Vernunft gegen eine Phalanx von Vollidioten postiert und schon wurde emotionales Kapital generiert.

    • Der Vergleich zu Edeka oder Gillette scheint mir auch zu hinken. Die beide haben ja explizit wertende Aussagen über Männer getroffen (über die von letzterem ist man uneins, aber man WOLLTe ja ein Statement abgeben), hier wird einfach nur geblödelt, ohne dass es eine Aussage hat.

      Ich persönlich finde es auch albern und pubertär, aber eine Aussage über Frauen, Männer oder das Verhältnis beider kann ich da nicht drin erkennen.

  6. Weil du „überlegst“, ob das Marketingteam of Truefruits aus Frauen besteht… bin zu faul jetzt in deren Team Seite (https://www.true-fruits.com/team.html) alle anzuklicken, wer da was macht. Aber hab mal so rein „äußerlich“ gezählt und das Team besteht insgesamt aus 15 Männern und 16 Frauen (und 1 Hund). Das sind doch feministische Träume, wie da die Geschlechterverteilung ist! (naja, zu viele Männer…) Und die tragen alle das Konzept und die Richtung der Firma mit! Da sieht man gleich, wie sexistisch und frauenfeindlich truefruits ist … oh, wait…

  7. Wow, das ist wirklich ein richtig guter Kommentar, sehr reflektiert und eloquent formuliert. Und ich hoffe, dass dieses Beispiel Schule macht und mehr Firmen und auch Personen dieser abartigen und totalitären PC/SJW-Ideologie etwas entgegensetzen und nicht so einknicken wie Gillette es getan hat. Es kann nicht sein, dass einige wenige (und ich denke es sind SEHR wenige) darüber bestimmen, wie die Mehrheit zu denken und zu handeln hat. Leider halte ich die ÖR Medien aufgrund der Sozialisation der Medienschaffenden für unfähig diesen Prozess zu erkennen, da sich grade hier wahrscheinlich viele dieser geistig total verblödeten Subjekte tummeln. Zeit, Spiegel und Süddeutsche sind da aber auch nicht anders. Vor kurzem erschien ja eine Studie, wonach sich zwei Drittel der Deutschen im öffentlichen Raum nicht mehr trauen ihre Meinung frei zu äußern. Eigentlich müssten da in jeder Demokratie die Alarmglocken schrillen, da die Meinungsfreiheit ein Grundpfeiler einer jeden Demokratie ist. Ohne Meinungsfreiheit kann es keinen Diskurs geben bzw. nur einen Pseudo-Diskurs in einem winzigen Overton-Fenster. Selbst Politker (letztes Beispiel Linnemann, davor AKK) werden ja medial wegen Nichts ruckzuck niedergemacht. Und diese Bewegung nimmt immer totalitärere Züge an. Und ich frage mich, wo da der Widerstand bleibt? Warum lassen sich alle so bereitwillig niedermachen? Warum springt niemand dem anderen bei? Warum entfacht niemand einen entgegengesetzten shit storm? Daher freue ich mich sehr über den Kommentar von truefruits. Endlich hat mal jemand Eier. Ich bin mir sogar sicher, dass dieser Vorfall eine wahnsinnig gute Werbung für die Firma ist, da viele Leute jetzt erst auf das Produkt aufmerksam werden (so wie ich) und auch die Schnauze voll haben von dem ganzen SJW-Mist.
    Von Politik und Medien erwarte ich nichts, die werden sich nicht ändern. Diese Bewegung muss aus der Gesellschaft kommen und dieser Kommentar ist zumindest ein guter Anfang.

    • So nicht richtig.
      Dann schon eher: Wenn Frauen vor Männern und Sex keine Angst hätten, gäbe es hier kein Potential für einen Shitstorm.

      Frauen mögen Sex mit Männern.
      Nicht so sehr, wie Männer Sex mit Frauen mögen, aber durchaus.
      Das Problem ist, dass sie als Gatekeeper Verantwortung dafür tragen, Sex mit dem richtigen Mann, oder zumindest nicht Sex mit dem falschen Mann zu haben und Verantwortung mögen sie nicht.

      All das Geblubber von Victim Blaming, Rape Culture und so?
      Das ist in erster Linie dazu da, dass niemand über eine Frau sagen kann:

        • Ich dachte, gerade du als Schwuler würdest wissen, was für schlechte Liebhaber manche Männer sind.

          Aber unabhängig vom Geschmack, gilt das Diktat des Subjektiven: „falsch“ ist der Mann, der bezüglich Sex und Beziehung Vorstellungen und Wünsche hat, die mit denen der Frau nicht kompatibel sind.
          Und das Problem der Frau: Sie muss wählen. Und wenn sie schlecht wählt, passieren in ihrem Leben Dinge, die sie nicht gut findet, und SIE HAT SELBER SCHULD, weil sie schlecht gewählt hat.

          Und für die Wahrheit dieses Satzes ist es völlig unerfindlich, was irgendjemand sonst „gut“ oder „schlecht“ oder „richtig“ oder „falsch“ findet.

          Männer haben das kapiert.

          Ob MGTOW, die sagen: „Es gibt keine Frau, bei der du keine Kompromisse eingehen musst und m.E. ist die Rechnung am Ende negativ“.
          Ob MRAs wie Paul Elam, der auf AnEarForMen den Satz: „Es gibt keine Opfer, es gibt nur Freiwillige“ geprägt hat.
          Ob Psychologen wie Shawn Smith, der sagt: „Ja, es gibt richtige Scheiß-Frauen. Aber es gibt auch richtig gute. Und es ist möglich, dass du Mann a) eine gute Frau von einer schlechten unterscheiden kannst und b) dich so entwickeln kannst, dass du für die gute Frau attraktiv bist“

          Sie ALLE sehen die Verantwortung für das Wohlergehen des Mannes beim Mann selbst.

          Feministinnen haben das nicht kapiert.

          Der einzige Lösungsansatz, der denen einfällt ist, von Männern eine Lösung zu fordern.

          Denn die Alternative wäre, dass eine Frau, der schlechtes passiert, Teil der Ursache ist und selbst etwas ändern müsste.

  8. Meine Analyse etwas detaillierter:

      • Mich würde eher interessieren, was die Feministinnen hier in diesem Forum zu den völlig überzogenen Reaktionen ihrer Gesinnungsgenossinnen denken! Oder ob sie aus Feministinnensolidarität lieber schweigen, auch wenn sie sie die Reaktion völlig bescheuert finden.

        • @KlausT,

          die Werbekampagne ist pubertär und doof, die Reaktionen allerdings meiner Meinung nach überzogen und die Sache nicht wert.

          Ob es feministische „Gesinnungsgenossinnen“ sind, weiß ich nicht. Und sie könnten ja auch andere Motive für ihre Aktionen haben. Am Ende sind es ja vielleicht bezahlte Akteure die einen Wettbewerber aus dem Markt Kegeln wollen…

  9. Der Begriff Sexismus wird immer weiter aufgeweicht und mehr und mehr ein bloßer Deckmantel für bloße Prüderie. Dazu wird dann irgendein Quatsch behauptet, der logisch keinen Sinn ergibt, aber die Buzzwords enthält, damit die Leute, die sich eifrig vor jeder Worthülse auf den Boden werfen auch gleich kuschen.

    Der „Besitzanspruch“ hier ist ein besonders dreistes Beispiel.
    Haben die noch nie einen Seemann oder Rocker gesehen, der sich eine barbusige Tänzerin oder Nixe auf den Arm hat tätowieren lassen? Die ist mit ganzem Körper da und dauerhaft fest mit ihm verbunden und keiner käme auf die Idee zu sagen, er sei ihr unterworfen. Bei einem abwischbaren abstrakten Körperteil aber schon? Wirklich ausgemachter Blödsinn!

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    „-„_::::_„-*__„„~“

    Ich find’s wirklich befremdlich, das hier Leute eine Werbeagentur in Schutz nehmen.
    Kopiert doch selber mal die ‚Clipart‘
    auf Twitter herum.
    Guckt was passiert.

    (Darf sehr gerne wegeditiert werden, hier geht’s um nen Punkt.)

    Also ein Mädchengesöff darf, in alle Öffentlichkeit abspritzende Pimmel darstellen, da ist’s dann witzig.

    Ein Bub macht’s Gleiche in irgend einem Forum, da ist’s dann bösartigstes Hatespeech und begründet eine Sondersitzung der UN.
    Was nicht mals ausm Arsch gezogen, sondern traurige Realität ist.

    Und wer hängt eigentlich auf Instagramm ab? Und ab welchem Alter?
    Fullspectrumdurchvernuttung …

  11. Höre ich da ein kleines Mimimi von der Humorpolizei? Die Dauerempörten und Moralapostel fühlen sich wieder getriggert. Das wird langsam zum Volkssport.

    Man muss das Maß wahren und nicht aus einer Mücke einen Elefanten machen. Wer jede Kleinigkeit anprangert, untergräbt die Ernsthaftigkeit der Thematik.

    Die sollen den Stock aus dem Arsch ziehen und nicht zum Lachen in den Keller gehen. Humor darf alles!

  12. Sowohl Noam ShoaChomsky, als auch Adolf Hitler, sind sich ja erstaunlicher Weise darin einig, eines der Merkmale der sogenannten Demokratien ist es, zwar nicht über viel, aber dafür über wenigen Unfug, in ausgesprochener Heftigkeit diskutieren zu dürfen.

    Die hätten ja auch nen besonders sauren Smothie machen können, für’s Gesicht der Ex, wenn die mal wieder die Familienehre beschmutzt.

    Oder ist der Lachkanal da einfach schon zu eingeengt.

    #Tanzverbotskomiker … die Lacher des geringsten Widerstands ..

  13. „Natürlich ist es Willkür. Bzw eine Machtposition, aus der heraus man Forderungen aufstellen kann.“

    Willkürlich handeln zu können an sich ist eine klassiche Machtposition!

    • Zitat Wikipedia:

      Für Max Weber ist der Machtbegriff „soziologisch amorph“; er definiert ihn wie folgt: „Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht.“

      Gute Definition.
      Daher: Ja, ziemlich akkurate Umschreibung. Willkürlich handeln zu können, setzt entweder das Fehlen sozialer Beziehungen oder eine Machtposition voraus..

        • Ein Einsiedler kann so ziemlich machen, was er will. Rein willkürlich.

          So, wie du das verkürzt, ist es natürlich gleich wieder falsch.
          Ist das Absicht?

          • Klar.
            Anspielend auf die Trends zu Deplattforming und Co.

            Ich seh das als eine Extremismusbefeuerungsmaßnahme.
            Daher gefiehl mir die (verkürzte) Definition so gut.

            WordPress scheint übrigens Bitchute zu blocken.

  14. „Auch das ist ganz typisch: Sie sind im Recht, also können sie lospoltern wie sie wollen. Die andere Seite ist im unrecht, also darf sie sich allenfalls entschuldigen. Eine faire Auseinandersetzung sieht anders aus.“

    Ja, das ist leider tatsächlich typisch. Heutzutage treten die meisten Leute (nicht nur, aber doch sehr oft auf „progressiver“ Seite) in eine „Diskussion“ ein mit der in Stein gemeißelten Überzeugung „wir sind gut – die sind böse“. Dass sich daraus keine sachliche, erkenntnisorientierte Diskussion entwickeln kann, sollte eigentlich jedem einleuchten. Aber das ist offenbar auch nur noch in den seltensten Fällen überhaupt Ziel.

    Was mir in letzter Zeit auch mehrfach begegnet ist, ist die sinngemäße Argumentation:
    1. Natürlich sind wir für offene Diskussion, in denen unterschiedliche Meinungen vertreten werden können.
    2. Aber es ist natürlich eine Grenze zu ziehen bei Rassismus/Sexismus/Rechtsextremismus etc…
    3. Was rassistisch/sexistisch/rechtsextrem usw. ist, bestimmen wir.
    4. Relevant für die Beurteilung, ob eine Äußerung unsere Kriterien für 3. erfüllt, ist nicht die tatsächliche Äußerung eines Diskutanten bzw. seine Intention, sondern unsere eigene Interpretation.

    Dass diese Handhabung irgendwie problematisch sein könnte, lässt sich diesen Leuten dann in der Regel nicht ansatzweise vermitteln.

  15. Wir erinnern uns an die Veranstaltung Vulvenmalerei beim Evangelischen Kirchentag. In Berlin drucken (malen zum Glück nicht) Frauen ihre Menstruationsmuster auf T-Shirts, worüber die rbb-Abendschau wohlwollend ausführlich informiert. Das alles triggert mich aufs Schlimmste, lässt Traumata vom engen Muttermund (ich war schon immer ein Dickkopf) aufleben. Aber das muss ich schon aushalten. Andere sind da expressiver und veranstalten Shit(pfui)storms a la „Fuck Your Sexism“
    Angesichts der würdevollen und entschlossenen Reaktion des Smoothie-Herstellers habe ich heute im Supermarkt erfolglos nach dem beworbenen Produkt gesucht. Aber nicht schlimm, ich mag eigentlich keine Smoothies – hab ja noch Zähne…
    Schon armselig, wenn die hinter einem hingemalten Penis sofort Mikro(derHerstellerbeteuertMittelgroß)aggressionen entdecken und sich daran hundert- und tausendfach abarbeiten. Von der Firma kann Gilette was lernen…

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