„Du hättest doch nur fragen müssen“ – Aufteilung der Hausarbeiten in der Beziehung

Die Brigitte über Arbeitsteilung bei der Hausarbeit:

Er ist bestimmt gut gemeint, macht aber unsere Autorin total wütend. Hier erklärt sie, warum sie es hasst, wenn ihr Mann „Du hättest doch nur fragen müssen“ sagt.

Ganz bestimmt steckt dahinter eine total gute Absicht, wahrscheinlich stimmt der Satz sogar, trotzdem macht er mich rasend. Ja, wahrscheinlich hätte ich nur fragen müssen! Wahrscheinlich wäre mir dann auch geholfen worden. Aber darum geht es nicht. Ich möchte nicht fragen müssen, ich suche keinen Assistenten, ich möchte einen gleichberechtigten Partner. Es ist das Jahr 2019, die Zeiten, in denen es toll ist, wenn der holde Gatte beim Spülmaschineausräumen hilft, sollten längst Geschichte sein!

Die Klage über den Satz gibt es schon länger und es scheint etwas zu sein, was einen grundlegenden Unterschied in der Auffassung zu bestimmten Arbeiten deutlich macht.
Sehen Männer eher eine bestimmte Aufteilung der Arbeiten, etwa „Sie räumt die Geschirrspülmaschine aus, weil sie sich sowieso immer beschwert, dass ich alles an die falsche Stelle stelle und weil sie eher daran denkt etc, ich mache dafür die Handwerkerarbeiten und Frage da auch nicht groß um Hilfe“

Oder sagt er sich „Ich mache meine Arbeit beim Geldverdienen und sie ihre Arbeit hier, nach unserer Einteilung, wer wäre ich ihr vorzuschreiben, wann sie das macht und wie sie das macht?“

Oder hat er einfach zu bestimmten Zeiten keine Lust, zu denen sie gerade die Arbeiten macht etwa „Ich habe mich gerade hingesetzt und ein Buch angefangen, da fängt sie an die Geschirrspülmaschine auszuräumen, muss das denn gerade jetzt sein? Ich brauche gerade mal etwas Entspannung nach der Arbeit/am Wochenende etc“

Oder bekommen es Männer weniger mit und sie ist eben schon fast fertig, wenn er dazu kommt?

Sie führt dann noch an, dass sie eben einen Mann will, der das von sich aus macht und nicht einen, den sie quasi anweisen muss. Weil sie eben nicht seine Mutter ist. Auch ein typischer weiblicher Gedanke. Ihr „Daddy“ sein wäre im Gegenzug zumindest im englischen weit aus positiver besetzt. Seine Mutter sein ist da wesentlich unsexier. Vielleicht weil die Mutter da die Macht hat.

Ihre Lösung ist dann wieder ganz praktisch:

Manchmal mache ich Sachen jetzt übrigens auch einfach nicht und warte, ob sie dann doch noch erledigt werden. So trainiere ich mir selber mehr Gelassenheit an. Es passiert dann meistens auch nichts (so schnell schimmelt Wäsche gar nicht in der Maschine!), ich meckere weniger, ich frage nicht mehr, ich gebe einfach in Auftrag, wie so ein Alleinherrscher.

Das ist dann auch so eine Sache, die wahrscheinlich dazu beiträgt. Männer können das ganze im Schnitt eher aussitzen als Frauen, weil es ihnen nicht so wichtig ist.

 

Demnächst wird der Satz „Du hättest mich doch nur fragen müssen “ bei uns sicher nicht mehr fallen. Ich habe nämlich einen Plan gemacht, da steht drin, wer was machen muss. Ganz ohne Fragezeichen übrigens.

Aus meiner Sicht eine gute Lösung. Einen fairen Plan machen und dann schauen wie es läuft. Die Planerstellung kann dann natürlich das Problem sein.

 

 

95 Gedanken zu “„Du hättest doch nur fragen müssen“ – Aufteilung der Hausarbeiten in der Beziehung

  1. „Auch wenn ich vielleicht ein paar Stunden mehr da bin, weil ich klassischerweise Teilzeit arbeite.“

    Den Plan würde ich da gerne Mal sehen.

    • Dann muss er nur einen Plan machen, wie sie das fehlende Geld nach Hause bringt. Wenn Frauen Mal mehr arbeiten würden, dann würde ihnen auffallen, dass nach einem 8 Stunden Tag+Überstunden+Fahrtzeit einem es bei weitem weniger wichtig ist, ob der Klodeckel unten ist oder nicht als wenn man einen entspannten 4 Stunden Tag ohne große Anfahrt hat.

    • Die EU wollte da ja auch schon was machen:

      The European Union is being asked to make sure men do at least half of the household chores as part of a “strategy for equality”.

      https://m.huffingtonpost.co.uk/2015/06/15/housework-european-parliament-chores-ukip_n_7585808.html

      Mindestens die Hälfte, also über 50%. Das Frauen dann im Gegenzug auch mindestens die Hälfte der gemeinsamen Finanzen erarbeiten, wird aber nicht erwartet. Die strategy for equality sieht also in den Augen der EU vor das Männer mehr machen sollen.

  2. In dem Beitrag schimmert ein typisches Kommunikationsverhalten vieler Frauen hervor: Die Männer sollen Gedanken lesen können. Sie sagt, der Mülleiner sei ziemlich voll. Er drückt seinen Müll einfach noch in den Mülleiner rein und fertig. Sie meint aber eigentlich, dass er den Mülleiner ‚runterbringen soll soll. Männer wünschen und brauchen klare Ansagen.

    • Dazu kommt, dass diese Art der Kommunikation situationsabhängig ist. „Der Mülleimer ist voll.“ kann meiner Erfahrung nach unterschiedliche Bedeutungen haben:
      1. „Der Mülleimer ist voll“ (einfach was von der Seele reden)
      2. „Löse das Problem… “ (voller Mülleimer)
      a) „… auf irgendeine Art!“
      b) „.. auf genau die Art, die ich mir gerade vorstelle!“
      Das Problem: 1.,2.a) und b) sind nicht zu unterscheiden. Nur durch Telepathie, wie schon @KlausT sagt.
      Gut dargestellt in dem Nagel-im-Kopf-Video.

      • Das hat jetzt aber nichts mit Boshaftigkeit zu tun, und zwar bei keinem der beiden Geschlechter!
        Frauen und Männer denken und kommunizieren eben im Vielem anders, und darüber hat Vera F. Birkenbihl in ihren Videos viel Humorvolles berichtet.
        Wir sollten uns dieser grundlegenden Unterschiede halt öfters bewußt werden, dann können wir es mit Gelassenheit nehmen, und vielleicht sogar gemeinsam darüber lachen, über unsere „weltbewegenden“ Andersartigkeiten!

        • @Seerose, da gebe ich dir Recht. Ich weiß, dass Frauen anders kommunizieren. Meine Frau weiß das auch. Daher haben wir am Anfang unserer Beziehung ein paar Regeln aufgestellt. Und es klappt…

          • Es freut mich, daß das auch bei Euch klappt, und Danke für die Anregung!

            Wenn man aber die kleinen „Widrigkeiten“ im Alltag einfach „sich selbst überläßt“, die oftmals nur auf unseren unterschiedlichen Perspektiven beruhen, dann können daraus „gewaltige“ Beziehungs-Probleme resultieren, und das muß doch nun wirklich nicht sein!

        • Klingt anstrengend und ist es auch. Man kann Frauen dominieren, manipulieren oder ignorieren, was anderes funktioniert nicht. Deswegen macht das Zusammenleben mit Frauen auch nach kurzer Zeit keinen Spaß mehr, jedenfalls nicht wenn der Mann keine Lust hat den kleinen Jungen für die Mutti spielen zu müssen.

  3. Prinzesschen muss halt nicht kommunizieren. Prinzesschen will, dass man ihr jeden Wunsch von den Augen abliest.

    Eine weit verbreitete weibliche Kommunikationsform.

    Da sind Männer deutlich überlegen. Präzise, klare Anweisungen. Wenn was nicht klar ist, nachfragen. Idealerweise vorher die Aufgabe in den größeren Kontext stellen.

  4. Er soll „eigenverantwortlich“ Aufgaben im Haushalt übernehmen, dabei aber die von ihr gesetzten Standards erfüllen.

    Da sieht sie keinen Widerspruch.

    • Den Widerspruch zu sehen setzt voraus, den Inhalt der beiden teilhätte logisch miteinander in Beziehung zu setzen. So ähnlich wie bei „wasch mich, aber mach mich nicht nass“. Andererseits ist Logik wie wir wissen patriarchales Teufelszeug, erfunden von herrschsüchtigen Männern zur Unterdrückung von Frauen. Ein Dilemma… dass man da auf den lebenspraktischen Grundsatz „ich fühle also bin ich“ ausweicht ist nur verständlich.

  5. Wieviel Zeit benötigt ein allein lebender, Vollzeit arbeitender Mann für seinen Haushalt? Mehr als die Differenz zwischen Voll- und Teilzeit? Wenn nein, warum sollte er überhaupt etwas zum Haushalt beitragen?

    • Klassiker. Männer brauchen auch ohne Frau weit weniger Zeit für den Haushalt. Das bedeutet nach feministischer Sicht, dass Männer Frauen sogar dann unterdrücken wenn sie gar keine haben! Ein Teufelskreis

      • Das liegt dann aber eher daran, wie perfektionistisch beide Partner sind.
        Mein Mann zB kann nix „mit dem halben Arsch“, er macht es akkurat bis zumgehtnichtmehr. So wie in seinem Job eben auch.
        Ich dagegen mache oft nur 75%, weil das in einem Haushalt mit 3 kleinen Kindern völlig reicht und schaffe wesentlich mehr und es sieht trotzdem „ordentlich“ aus.
        Beispiel:
        Ich lag im Wochenbett und hab ihn gebeten, kurz den Hausaufgang zu wischen, weil die Kinderärztin sich für den Hausbesuch angekündigt hat. Es war Herbst und dort eine wilde Gummistiefel-Schlammschlacht.
        Was macht er? Er räumt alles aus, saugt alle Ecken aus, scheuert die Fußleisten, reinigt die Fußmatten, kärchert die Gummiabtretedingsis, putzt gründlichst durch. Im November. Nagut.
        Ich mache den großen Aufriss erst im Frühling und hätte kurz gefegt und drüber gewischt. 🙂

        • @Freya:
          Ich finde es schön, daß Du es so souverän annehmen kannst; das ist EINE Voraussetzung für eine stabile, dauerhafte Beziehung…

          • Wir sind schon lange zusammen und haben keinen Stress miteinander.
            Ich bin ein großer Freund der strikten Arbeitsteilung und klar abgegrenzten Zuständigkeiten.
            Er ist sehr fleißig und arbeitet teilweise schwer körperlich, da gehe ich ihm nicht mit Pillefitz auf die Ketten.

    • Ich geh sogar so weit zu behaupten dass die paar Hausmänner mit Teilzeitjob die es gibt, selbst mit Kindern, weniger Zeit für den Haushalt aufbringen müssen als diese verkrachten Existenzen die für die Burdapresse ihre Partner vorführen.

      • Ja, und wenn auch nur deshalb, weil die Telefongespräche zwischendurch bei ihr natürlich zur Hausarbeit dazugehören.

        Wer übrigens als Mann das Hinuntertragen des Mülls als selbstverständlich ansieht, hat sich bereits abgefunden. Auch mit dem Weltbild, wonach nur Männer Kanalarbeiten etc. übernehmen müssen. Wenn schon komplizierte Pläne erstellt werden, dann aber im Rotationsprinzip. Und da gehört die Wartung des Computers genauso dazu wie der Ölwechsel und das Austauschen des Dimmers.
        Am besten Projektzeiterfassung dazunehmen. Dann wird die Effizienz der Arbeiten deutlicher, andrerseits auch die zur Verfügung stehende Freizeit. Wenn sich dann Auffälligkeiten ergeben, kann man sie wegen Störung des Betri .. also ich meine des Beziehungsfriedens einfacher rausschmeißen.

          • Eher Beziehungsberatung, wobei es sein kann, daß die allein schon beim Streit über die Projektzeiterfassung zerbröselt.
            Der Gerechtigkeitsaspekt am Rotationsprinzip ist aber verlockend. Heute hast Du den Dimmer gewechselt, das nächste Mal muß sie es tun. Das gilt dann eben nicht nur für die Dinge, sie die gerne tut oder kann…
            Wenn mich nicht eine Frau drauf gebracht hätte, daß z.B. eine Radfem gar nicht in der Lage wäre, den Dimmer o.ä. zu wechseln, ohne daß ihre Projektzeit dabei gegen unendlich geht oder sie sich selbst entleibt, würde ich mir zwecks Wäschewaschen noch immer ein schlechtes Gewissen einreden lassen. Obwohl ich Wäschewaschen natürlich kann.

            Projektzeiterfassung kann für feministisch hirngewaschene Männer einen versachlichten Vergleich ermöglichen. Also wenn Du über ein beraterisch tätiges Unternehmen damit Kasse machen kannst und willst, tu das.
            Bei mir – als MGTOW edlen Geblüts – ist das nur noch ein Rückblick auf jahrelange Ausbeutung und Stress (als Sex- und Arbeitssklave), die Beschäftigung damit auch eine peinlich berührende Aufarbeitung feministischen Unrechts. Nichts, was mann wirklich gerne tut 🙂

        • Das finde ich eh interessant. Es hat auch bei mir ein paar Jahre gedauert bis ich gemerkt habe, dass ich am Ende viel mehr Dinge kann als die meisten Frauen die ich kenne. Haushaltsführung kann ich sowieso, schließlich war man ja auch schon Single und reparieren kann man die meisten Sachen auch. Zur Not schaut man im Internet nach. Der größte Teil der Frauen scheitert am letzten und holt sich dann einen Kerl, den sie auf die eine oder andere Art bezahlt.

    • Wenn der Horizont nicht über die Küchenplatte hinausgeht. Madame hat halt sonst nichts zu tun. Frauen wie dieser konnte man wohl nichts schlimmeres antun als es ihr zu ermöglichen NICHT Vollzeit weit von daheim zu arbeiten. Schreckliches Schicksal.

        • Gut, das gehört für mich eben dazu. Also ist er aktiv. Ich sitze oft rum mitm handy und sie macht viel herum. Klar Stress aber ich kriegs mit Mindestaufwand hin so gut wie nix zu tun.

  6. Die Autorin geht davon aus, dass sie festlegt, wann etwas getan werden muss / wann etwas dreckig ist.

    Sie übersieht die eigentliche Diskussion, die die verschieden Verständnisse für Sauberkeit abgleicht und dort einen Kompromiss findet.

    Auf Basis dieses Kompromisses kann der Mann dann selbst einschätzen was getan werden muss.

    Natürlich sollte der Kompromiss zur sauberen Wohnung tendieren, weil Dreck eher unerträglich ist als zu viel Sauberkeit.

    Ich habe eine Bekannte, die mindestens einmal pro Woche die Bettwäsche wechselt – dabei hofft sie dann aber auch nicht auf Hilfe von ihrem Mann.

    • Ja gerne genommen. Erst absurd hohe Standards setzen und sich dann über den Aufwand der Einhaltung und mangelnde Mitarbeit beklagen. Kann man machen, aber funktioniert erfahrungsgemäß überhaupt nicht. Was diese Xanthippen dabei nicht sehen ist, dass das die Beziehung wirklich ruinieren kann.

    • Natürlich sollte der Kompromiss zur sauberen Wohnung tendieren, weil Dreck eher unerträglich ist als zu viel Sauberkeit.

      Und wundert sich dann noch nicht mal, wieso Hautkrankheiten und insbesondere Allergien zunehmen. 😉

  7. Frauen leisten mehr im Haushalt als Männer, was u.a. auf die Teilzeitarbeit zurückzuführen ist, aber auch wenn beide Partner Vollzeit arbeiten, schwingen Frauen häufiger den Staubwedel und den Putzlappen als Männer.

    Darf ich da auch Frauen in die Pflicht nehmen und sagen: „Augen auf bei der Partnerwahl“? Keiner zwingt sie mit einem Macho zusammenzuleben, der sie nicht mit Respekt behandelt. Sie sollten ihm ein Ultimatum stellen oder gleich in die Wüste schicken. Das Problem ist im wahrsten Sinne des Wortes hausgemacht.

    Meine Meinung: Eine Beziehung sollte auf Augenhöhe geführt werden und die Hausarbeit sollte fair aufgeteilt werden. Das gilt auch fürs Rasen mähen, Auto waschen, Schnee schippen, Glühbirnen wechseln und Müll rausbringen.

    • Du hast vergessen zu erklären, was „fair“ bedeuten soll.

      In den Augen der feminismus-zeitgeist-gestählten Frau bedeutet „fair“ ja: „Der Zustand ist exakt so, wie ich ihn haben will, aber ich bin nicht allein dafür zuständig, den Zustand herzustellen. Aber ich bin allein dafür zuständig zu beurteilen, ob der Zustand erreicht ist.“.

      • Der Zustand ist exakt so, wie ich ihn haben will, aber ich bin nicht allein dafür zuständig, den Zustand herzustellen.

        Falsch!
        Nach feministische Lesart ist sie GAR NICHT dafür zuständig, diesen Zustand herzustellen.

  8. Wenn ich ihn aber immer bei allem fragen sollte, dann liegt der gesamte Mental Load ja wohl bei mir. Und das will ich nicht. Denn das bedeutet: ICH bin zuständig für den Haushalt.

    Ich hingegen finde es sehr sinnvoll, wenn Verantwortungsbereiche klar aufgeteilt sind. Natürlich sollte diese Aufteilung gerecht sein, und natürlich sollte es nicht bedeuten, dass jeder sämtliche Arbeiten seines Verantwortungsbereichs allein machen muss. Aber wenn tatsächlich jeder für alles mitverantwortlich ist, muss man zum einen alles selbst im Auge behalten und zum anderen jeweils abklären, welchen Kenntnisstand und Verhaltensplan der/die andere Mitverantwortliche hat, damit nichts untergeht oder doppelt (evtl. sogar gegensätzlich) gemacht wird. Das ist insgesamt viel mehr Aufwand als eine sinnvolle Verantwortlichkeitsaufteilung.
    In meiner Ehe gibt es die „klassische“ Aufteilung – meine Frau hat den Haushalt im Blick und verteilt die anstehenden Aufgaben, ich dagegen bin für Finanzen, Korrespondenz u.ä. verantwortlich, und wir empfinden es beide als sehr wohltuend, uns nicht ständig zusätzlich Gedanken um den Verantwortungsbereich des anderen machen zu müssen, sondern insoweit schlicht auf „Anweisungen“ warten zu können.

    Im Übrigen vermute ich, dass der Unwillen der Autorin, die Alleinverantwortung für den Haushalt zu übernehmen, sich nicht gleichfalls auf alleinige Verantwortungsbereiche ihres Mannes erstreckt…

  9. Eindeutig definierte Zuständigkeitsbereiche, und ausdrückliche Absprache vor absehbaren Abweichnungen.
    Alles andere führt zu Konflikten oder Frustration.
    Dabei sehe ich es als besonders problematisch an, ungefragt Aufgaben zu erledigen, für die eigentlich der andere verantwortlich ist.

  10. Pläne sind ja voll mein Ding^^

    Ernsthaft: ich hab über die Jahre erfreut festgestellt, dass mein Mann Routinearbeiten (selbsttätig) mitgeht – nur ums „große Ganze“ macht er sich halt keinerlei Gedanken. Ausgemistet z.B. hat er glaub ich noch nie seit ich ihn kenne – was aber nicht heißt, dass er nicht auch schon Dinge weggeworfen hätte, die ich dann vermisste, zuletzt warens die Deckel eines Mülleimers :/

    Woran ich ab und an so ein bisschen verzweifel sind die Berge an Kinderklamotten. Aktuell horten bzw. nutzen wir ja die komplette Garderobe ab Gr. 80 (bis „Erwachsen“) – das sind bei uns sehr, sehr viele Teile, die sporadisch/regelmäßig rotiert werden müssen. Ein halber Kellerraum ist bis unter die Decke voll mit „Nachschub“ (in diesen riesigen, vakumierten Plastik-zip-Säcken, aufgeteilt in und beschriftet mit Ober- und Unterbekleidung samt Größenangaben, natürlich. Ich bin sehr froh, dass ich mir die Zeit genommen habe, die elende Karton-Wirtschaft zu beenden).

    Naja, jedenfalls nochmal zum Plan. Schade, dass die Autorin nicht mehr dazu geschrieben hat, was sie genau festgehalten hat.

    Der Internet-weit wohl erfolgreichste Haus(frauen)arbeits-Ansatz ist der von Flylady (der sich selbstverständlich bedarfsgerecht modifizieren lässt). Die Basis ist immer zunächst erst einmal die Etablierung von festen Morgen- und Abendroutinen, der Startpunkt liegt in der Küche („shine your sink“). Wie man dann vorgehen kann um das System auszubauen, hat bspw. die youtuberin Diane in Denmark wie ich finde sehr hübsch aufbereitet, hier die Verlinkung auf ihre Babysteps-Playlist:

    Nein, hier wird kein Wort darüber verloren, dass Männer ja auch „im Haushalt helfen“ könnten. Bzw. positiv formuliert ist dieses System inklusiv, weil es auch für Alleinerziehende bspw. funktioniert^^

      • Ich habe eigentlich ja keine Ahnung, worauf Du Dich beziehst.
        Das man (möglichst) bevor man das Haus verlässt sowie abends die Küche in Ordnung bringt, ist für Dich schon „too much“?

        Am meisten geholfen hat mir (neben dem Flylady-Herzstück namens ZoneCleaning) die (min. einmal) wöchentlich zu erledigenden Aufgaben zu entzerren d.h. jedem Wochentag gedanklich erstmal nur einen Task zuzuordnen (Montag staubwischen; Dienstag Glasflächen & Spiegel reinigen; Mittwoch staubsaugen; Donnerstag Böden wischen; Freitag Bäder putzen) – anstatt Alles in einem Rutsch/einem Tag schaffen zu wollen. Und natürlich auch, mir das „decluttern“ nur in ebenso kleinen.Häppchen zuzumuten.

        Welches System würdest Du denn empfehlen?

        • Wochentag = Arbeitswochentag
          Am Wochenende stehen nur (weiter) die Morgen- und Abendroutine aufm Plan.
          Plus bei uns in den meisten Fällen: LOL (=load of laundry – und zwar „from start to finish“). Leider.^^

          • @semikolon:
            Soweit ich mich erinnere bist Du derzeit doch Vollzeit Mutter und Hausfrau.
            Warum musst Du die Wäsche auf das Wochenende legen, musst die Waschmaschine bewachen damit Sie richtig wäscht?
            Selbst wenn Du keinen Trockner hast, sollte das Wäsche aufhängen auch kein Tagesfüllender Job sein. Die meisten Teile kann man wenn Sie trocken sind einfach fix zusammenfalten. Zeitfressend sind Hemden die gebügelt werden müssen, wenn man sich nicht für die bügelfreie Qualität entschieden hat.
            Was zur Hölle treibst Du fünf Tage die Woche wenn Du das aufs Wochenende schieben musst?

          • Du meinst jetzt nicht ernsthaft, dass in einem größeren Haushalt nur am Wochenende die Waschmaschine angeworfen würde?
            (einen Trockner hab ich, aber den nutz ich nur um die Haare unseres Hundes vor dem Waschen zu entfernen)
            Im Gegenteil: der Punkt steht ganz oben auf meiner _täglichen_ Morgenroutine! Meistens komm ich nur halt auch am WE nicht ganz drumrum (und meistens liegen auch „Reste“ rum, die noch gebügelt werden müssen).

          • Nun meine Ex war zu Faul meine Wäsche (ja auch Hemden) zu waschen, da ich zu der Zeit fünf Tage die Woche unterwegs war hatte ich mir meine Wäsche in ausreichender Zahl besorgt, damit ich nicht jedes Wochenende waschen musste sondern meine Wäschepackete jeweils nur wechseln musste. Somit musste ich alle 5 bis 6 Wochen Waschen und wie durch Zufall war an dem Wochenende wo ich waschen musste auch immer die Wäsche der restlichen Familie (3 Kinder und Ex) fällig.
            Ich habe dann an einem Samstag zwischen 4 und 5 Waschladungen durchgejagt (manchmal auch mehr wenn Bettwäsche da lag und was waren die Kinder immer Happy wenn wieder alles im Schrank war) und mich nebenbei um anderen Bürokram oder was halt sonst so notwendig war gekümmert und spätestens am nächsten Morgen (was über Nacht trocknete) war alles in den Wäschepaketen (meine Sachen) oder in den Wäschekörben so das die Sachen der Kinder nur noch in die Schränke geräumt werden mussten.
            Also Erzähl mir nicht das es nicht möglich ist, es ist einfach nur eine Sache der Organisation und Disziplin. Nein Stundenlang mit Kollegen zu telefonieren und die Wäsche nicht im Blick zu haben ist da halt nicht drin.
            (Nicht selten haben mich die Kinder gefragt ob ich nicht waschen müsste, weil mal wieder nur noch die unbeliebten Sachen im Schrank waren)
            Nein man muss nicht alles Bügeln, oder kann die wie meine Ex auch zum Bügeln bringen.
            Also nochmal was zu Hölle treibst Du fünf Tage lang, dass Du das aufs Wochenende schieben musst?

          • „Somit musste ich alle 5 bis 6 Wochen Waschen und wie durch Zufall war an dem Wochenende wo ich waschen musste auch immer die Wäsche der restlichen Familie (3 Kinder und Ex) fällig.
            Ich habe dann an einem Samstag zwischen 4 und 5 Waschladungen durchgejagt (manchmal auch mehr“

            Mit 5 Personen, sagst Du, wärt ihr im Wochenschnitt auf nichtmal eine volle Maschine gekommen?
            Du willst mich wohl verkackeiern.

            „Nein man muss nicht alles Bügeln“

            Ich mache bereits Abstriche – vorallem ja bei meinen Sachen^^.
            Und er darf seine Sachen selbst bügeln. Meistens beschränkt er sich aber nicht darauf, thank god.

            „oder kann die wie meine Ex auch zum Bügeln bringen.“

            Na, und wie teuer kam der Posten dann so?

            Mein Ziel diesbezüglich ist übrigens folgende Lösung:
            nur abends (jeden Abend of course) für vielleicht eine Viertelstunde das Bügeleisen anschmeissen und dann nur die Dinge bearbeiten, die sämtliche Familienmitglieder am Folgetag tragen werden.
            We’re not there yet, but we will get there!

          • Du hast schon gelesen was ich geschrieben habe, wobei nein, sonst hättest Du verstanden das es meine gesammelte Wäsche und die Familienwäsche von der Woche vor meinem Waschtag war.
            Meine Ex war Mutter eher nicht Hausfrau und da ich alleine das Geld herangeschafft habe, habe ich nur dann gewaschen wenn ich meine Wäsche waschen musste und haben dann eben nicht nur meine Wäsche gewaschen sondern eben alles was gewaschen werden musste und die dann auch Schrankfertig gemacht.
            Mein Anteil dürften 2 Waschladungen gewesen sein, die jedoch wegen Trennung verteilt waren und da passte natürlich noch der Rest dazu.
            Das ich mich auch noch um die Wäsche an den Wochenenden gekümmert habe, an denen ich selber nichts zu waschen hatte, hätte Ihr sicher gefallen.
            Ein Hemd in die Reinigung bringen hat damals irgendwas um die 2 Euro gekostet, nur die Hemden verschleissen deutlich schneller als wenn man es selber wäscht, hab ich also nur genutzt wenn es notwendig war. Was sie für Ihre Bügelaufträge bezahlt hat weis ich nicht, das hat Sie von den Überweisungen auf Ihr Konto bezahlt und ich habe das nicht mit dem spitzen Bleistift nachgerechnet.

            Du willst also jetzt noch darlegen, dass obwohl er einen Vollzeitjob hat, mit Überstunden und Anfahrt erwartest Du das er seine Wäsche bügelt.
            Wenn ich das nicht kennen würde, dann würde ich jetzt sagen boa ist das dreist, aber gut lassen wir das ich war ja selber doof genug das lange mitzumachen.

            Vielleicht solltest Du nicht soviel Zeit damit zubringen wie andere Hausfrauen Ihren Tag einteilen und anstatt dessen Deine Abläufe optimieren, da scheint mir jedenfalls noch viel Luft nach oben zu sein.

          • „Du hast schon gelesen was ich geschrieben habe, wobei nein, sonst hättest Du verstanden das es meine gesammelte Wäsche und die Familienwäsche von der Woche vor meinem Waschtag war.“

            Ich hatte verstanden, dass Du es so darstellen wolltest, als hättest Du da mehr gemacht als sie? Wahrscheinlich aber hat sie min. ebensoviel (eher deutlich mehr) Zeit mit der Kinderwäsche zugebracht als(wie) Du? Und warum hast Du es ihr auch dann noch überlassen, die sauberen Sachen wieder in die Schränke zu räumen, wenn Du Dich ca. einmal in anderthalb Monaten dem Thema annahmst (ich gehe davon aus, dass die Kinder noch nicht alt genug waren um das selbst zu übernehmen)?

            „Du willst also jetzt noch darlegen, dass obwohl er einen Vollzeitjob hat, mit Überstunden und Anfahrt erwartest Du das er seine Wäsche bügelt.“

            Ich machs jedenfalls nicht im Normalfall. (Auch die skizzierte Zielvorstellung imaginiere ich dergestalt, dass – im Normal- bzw. Idealfall – jeder ab 10 Jahren etwa seine Sachen stets selbst bügeln darf. Denn dann wäre es für jeden nur eine Aufgabe von vielleicht 5 Minuten täglich – hört sich das nicht traumhaft an?)

            Er versteht, dass der Haufen Bügelwäsche echt übelst abnervt. Man sieht ihn und denkt: da liegen/hängen min. 4 Stunden Arbeit. Und das eigentlich ja permanent, niemals bleibt man länger als bestenfalls 2 Tage von diesem stets anschwellenden to-do-Posten verschont. Ätz.

            Rasenmähen macht Spaß im Vergleich. Oder Streichen (was ich gerade tue. Praktisch alle Wohnräume sind nach über einer Dekade fällig für nen neuen Anstrich, und so kämpfe ich mich nun Wand für Wand durch die belebten Räumlichkeiten vor, oftmals das Kleinkind auf den Rücken geschnallt solang es das mitmacht, weils nicht anders geht). Oder oder oder

            „Wenn ich das nicht kennen würde, dann würde ich jetzt sagen boa ist das dreist, aber gut lassen wir das ich war ja selber doof genug das lange mitzumachen.“

            Wer macht denn jetzt Deine Wäsche?

            „Vielleicht solltest Du nicht soviel Zeit damit zubringen wie andere Hausfrauen Ihren Tag einteilen“

            Die verlinkte Diane in Denmark z.B. ist in Vollzeit berufstätig…

            „und anstatt dessen Deine Abläufe optimieren, da scheint mir jedenfalls noch viel Luft nach oben zu sein.“

            True.
            Als aktuell dringendste Baustelle habe ich mir batch-cooking bzw. weekly-meal-prep auserkoren (da gibt’s sehr inspirierende youtuberinnen!). Denn jeden Tag (Alles) schnibbeln&kochen müssen ist ja auch so ein übler Stressor&Zeitfresser (für mich)…

          • „Rasenmähen macht Spaß im Vergleich. Oder Streichen (was ich gerade tue.“

            Latürnich! Daddelt diverse Stunden täglich auf der Tastatur rum und schreibt vollkommenen schwachsinnigen Blödfug auf AE, während sie sich heldenhaft mit der Flasche in der einem Hand, Farbeimer und Pinsel in der anderen und auf den Rücken geschnalltem Kleinkind, von Wand zu Wand kämpft ( und das sind mindestens drei dutzend Wände, die seit mindestens Jahrzehnten nicht gestrichen wurden und deshalb erstmal gründlich angelaugt und gewitschert werden müssen, is klar, nä? ). Und nebenbei bügelt se und kocht, und putzt und was weiß ich noch alles gleichzeitig streng nach wissenschaftlich erarbeitetem Plan.

            Wer glaubt so einen zusammengelogenen Scheiß?
            Diese „Heldin der ‚Care-Arbeit‘ gammelt vor dem Rechner dumm herum, den sie von Männe auch noch nebenbei warten und in Schuss halten lässt, und fault so vor sich hin, und zwar immer, jede Wette!

        • Ja, die Küche kann morgens auch einfach mal so bleiben. Bestenfalls Geschirr in den Spüler und fertig. Jeden Tag irgendwas routinemäßig abwischen? Aus Prinzip? Nee lass mal. Staubwischen reicht alle paar Monate. Glaube mir das lässt sich deutlich reduzieren ohne im Dreck zu versinken. Waschmaschine geht dann los wenn der Sack voll ist bzw die Klamotten ausgehen, whatever comes first. Ich habe einen Vollzeit Job und echt besseres zu tun als meinen Haushalt zu perfektionieren

          • „Ja, die Küche kann morgens auch einfach mal so bleiben. Bestenfalls Geschirr in den Spüler und fertig.“

            Wenn Du sie abends sauber gemacht hast, _ist_ morgens kaum mehr zu tun als das Geschirr in die Spülmaschine zu räumen! Na gut: eventuelle Kaffeeflecke oder Krümel wegmachen wäre schon auch nett^^

            „Jeden Tag irgendwas routinemäßig abwischen? Aus Prinzip?“

            Yup. Weil das was Dir Routine wird kostet wenig(er) Anstrengung. Und der Ansatz hat auch viel psychologisches. Das „ganze Haus“ für eine mehrköpfige Familie wenigstens in Schuss zu halten, bestenfalls noch voran zu bringen, ist eine zunächst mal unüberschaubare Aufgabe. Wissen, was man wann tut, wissen, dass es einen nicht ganze Tage kostet den Haushalt wieder in den Griff zu kriegen, macht doch zweifelsohne zufriedener.

            „Nee lass mal. Staubwischen reicht alle paar Monate.“

            Von wegen.

            „Glaube mir das lässt sich deutlich reduzieren ohne im Dreck zu versinken.“

            Staubsaugen, Fliesen bzw. Laminat wischen oder die sanitären Anlagen reinigen machst Du dann wie oft?

            Und wonach entscheidest Du, wann Du bspw. Kühl- und Vorratsschränke auswäschst, den Backofen säuberst, Mülleimer reinigst, Fenster putzt usw.? Welche Frequenz hieltest Du bei solchen Arbeiten für (womöglich) optimal?

          • Einfach machen wie es kommt, wie es einem auffällt. Da braucht man echt nicht so lange rumreden und planen. Echt nicht. Und diese AE Floskeln sollen was zeigen? Modernität? Möchtegern-Hipstertum? Wie zum Henker hast du Zeit und Mut soviel rumzuschreiben?!

          • Schon interessant wie das Punktkomma hier ihre Befehle für andere als eigene Leistungen darzustellen versucht, während sie stinkenfaul am PC rumgammelt und es genießt, daß andere sie vollversorgen und bedienen. Lächerlich sowas.

          • Nee ich mach das Bad höchstens einmal pro Woche und dann das Klo vor allem. Boden wischen alle paar Wochen. Backofen alle Monate usw. Glaube mir das reicht völlig.

          • „Einfach machen wie es kommt, wie es einem auffällt“

            Ein Problem ist (wahrscheinlich in den meisten Haushalten, zumindest aber denen mit kleinen Kindern), dass – solang man noch keinem Plan folgt – viel zu viel gleichzeitig ins Auge springt, was eigentlich getan werden müsste… wie entscheiden, womit anfangen? Und es überkommt einen dann natürlich auch das Gefühl, es sei eh nicht zu schaffen.

            Außerdem hat ein Plan den unschlagbaren Vorteil, dass man sich auf seiner Basis mit dem Partner umfassend absprechen kann.

            „Nee ich mach das Bad höchstens einmal pro Woche“

            Mehr stand doch auch nicht wirklich zur Debatte?

            „Boden wischen alle paar Wochen.“

            Mit Kindern und Hund: wirklich keine gute Idee^^
            Staubsaugen ist bei uns tatsächlich auch regelmäßig mehrmals pro Woche angezeigt. Der erwähnte Roboter fällt als Lösung übrigens aus wegen verwinkelten Raumzuschnitten, Stufen auf zwei Etagen (Anbau) u.a.

            „Backofen alle Monate usw.“

            Wartest Du denn darauf, dass es richtig schlimm geworden ist?

            Ein Ziel besteht ja auch darin, zu gewährleisten, dass man wenig(er) Aufwand mit jedem einzelnen Reinigungsauftrag hat.

            Aber klar: wer alleine lebt (seltener Mahlzeiten zubereitet etc.), hat natürlich sehr wenig Arbeit im Vergleich.

          • Ja, es ist die Zeit nicht wert soviel drüber zu schreiben. Wie kann Semikolon soviel Zeit haben soviel zu tippen?! Und soviel pop musik und pop youtube zu gucken. Spiel lieber analog mit deinen kindern statt auf AE zu erklären woe du wände in deinem Schloss anpinselst.

          • „Wie kann Semikolon soviel Zeit haben soviel zu tippen?! Und soviel pop musik und pop youtube zu gucken. “

            Easy: ich guck halt sonst kein Fernsehen/DVD/Netflix; keine Serien, keine Filme (es sei denn die Kinder zwingen mich).

            Aber sach mal… willst Du Flöte mich ernsthaft angreifen, weil ich konstruktive Kommentare gespickt mit Tipps unter einen Beitrag pinnte, der endete auf:

            „Aus meiner Sicht eine gute Lösung. Einen fairen Plan machen und dann schauen wie es läuft. Die Planerstellung kann dann natürlich das Problem sein.“

            ?

            Lag es denn überhaupt mal in Deiner Absicht, mit Deinen Beiträgen jemandem (vielleicht) zu helfen? Glaubst Du, Du hättest schonmal irgendwie zum Nachdenken angeregt?

            Oder auch: was ist Dein Problem?

          • Das beantwortet Fiete Dir sehr gut. Und beleidigen brauchst Du mich nicht als Flöte, weil ich ich krieg meinen Haushalt ohne Youtube hin. Du laberst zu viel, das ist das große Problem von Dir und hörst glaube ich gar nicht richtig zu. Ich klink mich aus, weil meine Lebenszeit (mit meiner Familie) ist mir wichtiger als Dir mit Deiner also tschüsikowsky Du kaputtr Piccoloflöte.

          • Erst jetzt habe ich oben gelesen, was Du eigentlich bist, und das erklärt doch auch schon Deine emotionale (Abwehr-)Reaktion auf die Vorstellung eines Plans.

            Ich habe mir ja bereits als Kind einen Aushang gewünscht, auf dem die Haushaltspflichten für jeden festgehalten worden wären. Öfter, nachdem ich angebrüllt worden war, weil irgendwas nicht gemacht war (was nicht zur täglichen Routine gehörte, sondern wo halt ur-plötzlich Mutter oder Vater auffielen, dass ich das doch hätte „von allein“ tun sollen), sprach ich das an. Aber mein Vater stellte sich quer, gibt’s nicht, hat er gesagt. Und mir war damals auch schon klar, warum.^^

        • Du bügelst was anderes als Hemden / Blusen? Muss dir langweilig sein. Übrigens ist ein gebraucht gekaufter Staubsaugerroboter ein Segen. Immer Grundsauberkeit. Aber genau das ist das Problem. Viele Frauen legen einen Anspruch an Haushaltsführung an der durch absolut nichts gerechtfertigt ist, der 80/20 Regel widerspricht und letztlich nur der eigenen Beschäftigung dient. Glaub mir, nötig ist es nicht

          • Sebastian -. ich kenne Leute, die bügeln sogar die Unterwäsche. Nicht lachen. Hab ich selbst erlebt.
            Hemden und Blusen müssen nun mal gebügelt werden (sofern nicht bügelfrei). Auch T-Shirts und Hosen. Aber bis auf Blusen die manchmal total bescheurt geschnitten sind, lässt sich alles ziemlich fix erledigen. Wir sind ein 4-Personen-Haushalt. Berufsbedingt brauchen sowohl meine Frau als auch ich täglich frische Hemden etc. Trotzdem braucht meine bessere Hälfte keine Stunde pro Woche für sämtliche Bügelwäsche. Wenn ich es mache, dann dauert es ein bißchen länger. Ich bin allerdings auch nicht ganz so geübt 😉

          • Hustenstorch, tshirts sind Strickwaren die müssen nicht gebügelt werden. Das bringt auch nix. Jeans übrigens auch nicht.

          • Semikolon ich habe 2 Kinder und trotzdem sauge ich nicht mehrmals pro Woche. Das ist verschwendete Lebenszeit. Böden wischen obendrein. Backöfen sind per se steril. Wegen etwas angeklebtem Fett muss man die wirklich nicht dauernd reinigen und glaube mir ich koche oft, gern und gut. Vermutlich nach deinen Einlassungen alles mehr und besser als du. Diese Marotte mit dem „ich sehe mich um und da ist soviel gleichzeitig zu tun“ ist eher weiblich. Da ist Staub in der Ecke, so what? Der ist da morgen auch noch. Usw. Einfach mal entspannen und eine 80 Prozent Lösung akzeptieren. Haushaltsführung sind ein paar Stunden pro Woche. Beim besten Willen keine Vollzeitarbeit. Sonst würden die meisten Singles und speziell Männer im Dreck versinken. De facto kommen gerade Männer mit vergleichsweise wenig Aufwand zu recht. Die Notwendigkeit von irgendwelchen Youtuberinnen zu lernen wie man sowas auch noch optimieren kann dürften nur ganz wenige Männer sehen.

          • Ich kenne allerdings extrem viele Männer (single oder liiert) mit extrem verdreckten Buden. Schon sehr sehr oft! Eingentlich die Mehrheit. Nichtmal spülen oder Müll oder Pfandflaschen wegbringen. Das ost dann meist eklig das Bad. Da hat kaum eine Frau Lust zu bleiben. V.a. weil es gleich den Anschein macht, dass sie dann wie Mama Wäsche und putzen muss.

          • „ich habe 2 Kinder“

            Lebst Du allein mit ihnen?

            „und trotzdem sauge ich nicht mehrmals pro Woche.“

            Du hast Dir also einen Saugroboter gekauft, damit der einmal alle 7 Tage ca. wieviele Stunden läuft?
            Denkst Du denn, das war eine sinnvolle Investition? Inwiefern fühlst Du Dich dadurch entlastet & brauchst Du den normalen Sauger jetzt wirklich gar nicht mehr?

            „Das ist verschwendete Lebenszeit. Böden wischen obendrein.“

            Nun: bei uns entstehen (zunächst unbemerkte) Flecken.
            Nicht mehr so viele wie noch zu der Zeit als die Mittlere ein Baby war z.B.
            ( thanks to:
            https://smile.amazon.de/gp/product/B01591NZII/ +
            https://smile.amazon.de/dp/B07SB65SXC/ +
            https://smile.amazon.de/gp/product/B004SLDG2G )
            – aber immernoch genug, um nach einer Woche spätestens zu denken: hui, jetzt wird’s aber so langsam wieder unschön…

            „Backöfen sind per se steril.“

            Aber klar doch…

            „glaube mir ich koche oft, gern und gut. Vermutlich nach deinen Einlassungen alles mehr und besser als du.“

            Tja, keine Ahnung; wie oft ist denn „oft“?

            „Haushaltsführung sind ein paar Stunden pro Woche. Beim besten Willen keine Vollzeitarbeit.“

            Kommt halt drauf an was Du Alles dazu rechnest, wieviele Personen Du versorgst, wieviel sie mithelfen (können) usw.

            „Sonst würden die meisten Singles und speziell Männer im Dreck versinken. De facto kommen gerade Männer mit vergleichsweise wenig Aufwand zu recht.“

            De facto essen viele (Single-)Männer ihre Hauptmahlzeiten hauptsächlich außerhalb. De facto wird ihr Wohnraum unter der Woche i.d.R. für 16-18 Stunden von niemandem genutzt. De facto haben Viele eine Putzfrau angestellt. De facto versinken Einige, die das nicht tun, über kurz oder lang im Dreck…

            „Die Notwendigkeit von irgendwelchen Youtuberinnen zu lernen wie man sowas auch noch optimieren kann dürften nur ganz wenige Männer sehen.“

            Was ist das denn für ne alberne Kritik?

          • Also erst z wenn du sagst „ui jetzt wirds langsam wieder unschön“ legst du Tablet/handy/pc weg und machst mal wieder ne geplante runde sauber.
            Da hast du viel Zeit.
            Bzw. Deine Resilienz für den Alltag ist nicht so hoch.

          • Da schließe ich mich Murdoc und Sebastian vollumfänglich an. Nicht nur hier mit Reklame um sich zu werfen, was per se eine Unverschämtheit ist, sondern ansonsten völlig wüste Phantasien über absolut unbekannte Menschen zu „defacto“ zu erklären, ist dermaßen gestört, daß es ein ganz übles Aroma hat. Und das alles nur, um nicht zugeben zu müssen, daß Sebastian ( + Familie ) erstens den Haushalt besser im Griff und zweitens offensichtlich wesentlich besseres zu tun hat, als vor Langeweile – neben hirnfreien Belästigungen im Internet – verzweifelt nach Dreck zu suchen.

        • @semikolon
          Für Dich nochmal, ich war der Alleinverdiener mit einer 50+ Stundenwoche ohne Berücksichtigung der Dienstreisezeit. Sie war in keinem Arbeitsverhältnis.
          Unter den Rahmenbedingungen ist Ihr nicht eingefallen sich eventuell auch meiner Wäsche anzunehmen und hat auch in der Woche wo klar war das ich Waschen würde sich nicht um die Wäsche der Kinder sowie Ihre Wäsche gekümmert.
          Zu den mindestens 25 Oberhemden fürs Büro, 35 Unterwäschesätzen sowie diversen weiteren Teilen habe ich mich zusätzlich noch um das vermutlich normale Wochenpensum der Familienwäsche gekümmert.
          Alles was Dir dazu einfällt ist das ich mich an den anderen Wochenenden auch noch um die Wäsche hätte kümmern sollen?
          Was die Kinderwäsche betrifft habe ich die selbstverständlich in die Schränke geräumt, bis sie das selber konnten, aber Ihre Wäsche, wo sie von meinen Wäscheteilen nur aus versehen was mit gewaschen hätte ich auch noch verräumen sollen, ernsthaft?
          Ja natürlich kann man sich zu allem übelst abnerven und stundenlang rumzetern (ist sicher auch wertvolle Care Arbeit), nur davon wird die Arbeit halt nicht erledigt.
          Rasenmähen und Wände streichen kann Dir Spass machen, nur warum schließt Du von Dir auf andere?

          Das ich niemanden brauche, der sich um meine Wäsche kümmert, sollte klar sein.

          So so auch Essen zubereiten ist ein Stressor&Zeitfresser. Welch ein Glück, da gibts ja Youtuberinnen mit denen man sich Stundenlang (Care Arbeit!!!) beschäftigen kann ohne auch nur eine Mahlzeit auf den Tisch zu bekommen.

          Wie Du Deine wertvolle Care-Arbeit ran klotzt, während Dein fauler Mann irgendwo einen Bürostuhl aufwärmt, ist jetzt schon klar.
          Echt ein Schwein Dein Mann, dass er sich nur so wenig einbringt um Dich von der schweren Care-Arbeit die Du jeden Tag verrichtest zu entlasten!

          • „Für Dich nochmal, ich war der Alleinverdiener mit einer 50+ Stundenwoche ohne Berücksichtigung der Dienstreisezeit. Sie war in keinem Arbeitsverhältnis.“

            Ergo: höchstmöglicher Splitting-Vorteil, oder nicht?

            „Unter den Rahmenbedingungen ist Ihr nicht eingefallen sich eventuell auch meiner Wäsche anzunehmen“

            Finde ich persönlich schon merkwürdig – ohne Bügeln betrachtet ist das auch aus meiner Sicht eigentlich kein großer Akt.

            „und hat auch in der Woche wo klar war das ich Waschen würde sich nicht um die Wäsche der Kinder sowie Ihre Wäsche gekümmert.
            Zu den mindestens 25 Oberhemden fürs Büro, 35 Unterwäschesätzen sowie diversen weiteren Teilen habe ich mich zusätzlich noch um das vermutlich normale Wochenpensum der Familienwäsche gekümmert.“

            „Vermutlich“^^
            Vielleicht aber wars auch weniger als das normale Wochenpensum?

            „Alles was Dir dazu einfällt ist das ich mich an den anderen Wochenenden auch noch um die Wäsche hätte kümmern sollen?“

            Na, aber Du musst doch zugeben: wenn Du jedes Wochenende 1 Maschine erledigt hättest, wäre Dir der Wasch-Marathon dann erspart geblieben.

            „Was die Kinderwäsche betrifft habe ich die selbstverständlich in die Schränke geräumt, bis sie das selber konnten“

            Oh! Also unser „Missverständnis“ lag hier daran, dass Du oben noch schrubst:

            „war alles in den Wäschepaketen (meine Sachen) oder in den Wäschekörben so das die Sachen der Kinder nur noch in die Schränke geräumt werden mussten.“

            „aber Ihre Wäsche, wo sie von meinen Wäscheteilen nur aus versehen was mit gewaschen hätte ich auch noch verräumen sollen, ernsthaft?“

            Also ich pack die Socken und Unterhosen meines Mannes schon an ihren Platz…

            „Ja natürlich kann man sich zu allem übelst abnerven und stundenlang rumzetern (ist sicher auch wertvolle Care Arbeit), nur davon wird die Arbeit halt nicht erledigt.
            Rasenmähen und Wände streichen kann Dir Spass machen, nur warum schließt Du von Dir auf andere?“

            Tu ich ja gar nicht, waren nur Beispiele. Welche im weitesten Sinne Hausarbeit hat Dir denn Spaß gemacht? Oder zumindest mehr Spaß als die Wäsche?

            „Das ich niemanden brauche, der sich um meine Wäsche kümmert, sollte klar sein.“

            Öhm, nein, war aus der Formulierung nicht ersichtlich.

            „So so auch Essen zubereiten ist ein Stressor&Zeitfresser. Welch ein Glück, da gibts ja Youtuberinnen mit denen man sich Stundenlang (Care Arbeit!!!) beschäftigen kann ohne auch nur eine Mahlzeit auf den Tisch zu bekommen.“

            Ich seh das ja als Fortbildung^^

            „Wie Du Deine wertvolle Care-Arbeit ran klotzt, während Dein fauler Mann irgendwo einen Bürostuhl aufwärmt, ist jetzt schon klar.“

            Meine Arbeit verbrennt jedenfalls sicher min. mehr Kalorien…

            „Echt ein Schwein Dein Mann, dass er sich nur so wenig einbringt um Dich von der schweren Care-Arbeit die Du jeden Tag verrichtest zu entlasten!“

            Ich wollte mich nicht über mangelnden Einsatz seinerseits beschweren, kam das jetzt echt so rüber?

    • @Semi
      bei den Kinderklamotten wäre die Alternative ja, dass Du saisonweise alles verkaufst und die nächste Größe kaufst, aber der Arbeitsaufwand dafür ist monströs, evtl. spart man etwas Stauraum, weil gerade eine Größe für ein Jahr mal nicht getragen wird. Einige meiner Freundinnen in kleinen Mietwohnungen können das nur so machen, weil es platztechnisch gar nicht anders geht. Die sind aber endgenervt davon.
      Schon allein die Schuhe für 3 Kinder, einfach krass, alles in doppelter Ausführung (zuhause/Kiga), im Winter die Matschklamotten und Schneeanzüge…
      Ich mache es genau wie Du und verwalte den Dachboden des Grauens. 😀
      Mein Mann sagt mir oft, dass er so froh ist, dass ich das auf dem Schirm habe und er sich nicht drum kümmern muss.

  11. Männer und Frauen könnten so glücklich sein, wenn sie nicht unter einem Dach wohnen und sich mit diesem Mist abgeben würden. Ich verstehe es bis heute nicht, warum man seine Beziehungen mit so etwas belastet.

  12. Da erinner ich mich gerne an die Diskussion mit der Ex-Frau, die irgendwann meinte, sie wolle, dass ich für irgendwas im Haushalt die Verantwortung übernehme.
    Ich habe ihr gesagt:
    „Meine Verantwortung ist, dass ich jeden Morgen da Rausgehe und das geld verdiene. Das ich jeden Morgen unseren Sohn in die KiTa bringe, dass ich abends um 17:00 zu Hause bin, damit die in die Abendschule gehst, und dann die Kinder ins Bett bringe.
    Ich finanziere jede Woche eine Putzfrau,
    Wenn du mich fragst, bringe ich dann auch gerne mal den Müll runter oder Wasche ab, aber ich werde es sicher nicht zu meiner Verantwortung machen, neben all dem Scheiß auch noch daran denken, dass ich dieses oder jenes machen muss, was mir persönlich ohnehin nicht wichtig ist und wo ich weiß, dass wir uns alle zwei Wochen darüber streiten, weil wir unterschiedliche Qualitätsansprüche haben.“
    Gut sie ist dann aus anderen Gründen ein knappes Jahr später ausgezogen, und das dieses Problem auf andere weise gelöst, aber haushaltstechnisch war das für mich eine erlösen. Keine Diskussionen über Haushaltsstandards, die mir doch eher egal waren.

  13. Was ist eigentlich so problematisch an klaren Absprachen und Zuständigkeitsbereichen? Den Mann zum Hilfsarbeiter zu degradieren („bring den Müll raus!“), ist jetzt auch nicht so der Hit und würde ich mir nicht gefallen lassen.

    Mit den Qualitätsunterschieden muss man halt leben, so wie bei jeder Arbeitsteilung, falls man sich nicht auf einen Standard einigen kann. Wenn die Vorstellungen extrem unterschiedlich sind, scheitert i.d.R. ohnehin irgendwann die Beziehung.

  14. Helfen denn Männer allgemein mal freiwillig mit? Oder ‚muss‘ die Frau erstmal bissl stressen, damit der Mann mal was Kleines erledigt?

    • Das was der Mann freiwillig macht zählt in der Regel nicht, es läuft also weitestgehend immer auf Stress hinaus, das er das was Sie erwartet auch noch macht.

    • Ja selbstverständlich, wenn mir irgendetwas auf den Sack geht, mache ich es umgehend.

      Allerdings habe ich meiner Frau klar gemacht, dass mich nicht jedes herumliegende Kleidungsstück sofort und überall stört. Ebenso möchte ich nicht, dass sie meine Sachen nach ihrem Gusto wegräumt. Es funktioniert mittlerweile seit mehr als 30 Jahren mehr oder weniger ohne größere Störungen. 🙂

    • Das hängt von beiden Personen ab, ihren Ansprüchen, ihrem Engagement, ihrem Selbstverständnis (Rollenbild), ihren Absprachen, ihrer Auslastung usw. man kann also höchstens statistische Aussagen darüber machen. Zu deiner Frage kenne ich aber keine Statistik.

  15. Es kommt halt immer auch drauf an, wie man die Zeit zählt.
    Wenn das Waschprogramm 1h45min läuft, dann wird das dann halt als 1h45min Hausarbeit gezählt. Der Trockner braucht dann auch nochmal 2h. Mit Waschmaschine bestücken, umladen in den Trockner und Trockner leeren hat man/frau dann schon mal 4h Hausarbeit geleistet!

    Das selbe mit der s.g. „Care-Arbeit“ – da werden Sprößlinge zu irgendwelchen Aktivitäten gekarrt und während die Kinder da ihr Ding machen, wird halt eine Stunde mit anderen Eltern palavert. Und schon hat man 1,5h „Care-Arbeit“ geleistet.

    Zum Glück ticken bei weitem nicht alle so.

    • Das stimmt schon, andererseits seien wir ehrlich, ich hocke auch die Hälfte vom Tag nur herum, während ich darauf warte, dass irgendein Compilier-Vorgang endlich fertig wird, der Drucker endlich die 200 Seiten Doku fertig ausgedruckt hat oder langweile mich bei Meetings zu Tode. Das gibt es im Berufsleben auch, bei Handwerkern usw. natürlich seltener als in einem Bürojob, aber Arbeit bleibt es nichtdestotrotz, weil man die Zeit halt nicht nach eigenem Rhythmus und Bedarf planen kann.

      Und gerade bei kleinen Kindern braucht man selbst für einfache Tätigkeiten doppelt so lange, weil da keine Minute vergeht, ohne dass irgendjemand angestreuselt kommt, man mitspielen soll, Streit schlichten muss, beim Anziehen, Zähneputzen und der Toilette helfen muss usw. Ich fand die Tage zu Hause immer sehr viel anstrengender, als die im Büro. Jetzt wo die Kinder größer sind, ist es ausgeglichener.

  16. Guck an. Feminismus, Stepford Wifes und Hausarbeit.

    Wie man Frauen erst ein mal einreden muss ihr Leben stinkt, bevor der Feminimus überhaupt erst einfallen kann und eine falsche Lösung für ein nicht vorhandenes Problem verkaufen kann.

  17. Wenn’s so schlimm wäre, dann fragt sich schon, woher die Zeit für so Phänomene wie’s Helikoptereltern eigentlich kommen soll.
    Was kostet so ein Saugroboter?
    Die waren doch schon vor zwei-drei Jahren unter 250€.

    https://www.danisch.de/blog/2018/12/09/ist-feminismus-eine-unterbewusste-abwehrreaktion-gegen-die-emanzipation-der-frau/

    Auch die anderen Danischs beim Suchwort Hausarbeit dürften spannender als ein komprimiertes Jahrzentsabo Brigitte sein.

    • Allerdings. (Saugroboter gibt’s mittlerweile übrigens auch gebrauchte) Saugroboter sind des Teufels, weil sie (genau wie Männer) das nicht gut genug machen….. (Danisch ist persönlich sicher ein Ekel, aber unterhaltsam)

    • Das ist alles mehr ein psychisches Phänomen. Oder anders: man macht sich die Arbeit durch seine Ansprüche. Aus den Drittweltländern wissen wir: (die meisten 🙂 ) Kinder überleben auch mit einer Mahlzeit am Tag und wenn sie den ganzen Tag unbeobachtet im Dreck spielen. Aber das ist eben nicht unser kulturelles Niveau. Es stimmt schon, dass die Hausarbeit weniger anstrengend ist, als früher, andererseits führt jede Entlastung m.E. zu einer Kompensation durch gestiegene Ansprüche.

      Heutzutage hat man vielleicht den Supermarkt um die Ecke, aber der geht natürlich nicht, es muss was vom Biomarkt drei Blöcke weiter sein. Das Brot muss man selbst backen, weil man angeblich kein Gluten mehr verträgt und das käufliche glutenfreie Zeug nicht schmeckt (ich kenne tatsächlich so eine Familie). Die Klamotten werden nicht einmal im Monat (oder wenn sie halt schmutzig sind) gewechselt, sondern wenigstens alle drei Tage usw. auch hinsichtlich der Kinder sind die Ansprüche höher, man versucht die sinnvoll zu beschäftigen und da zu sein, wenn sie Fragen haben. Das lohnt sich auch, man merkt das sehr deutlich am Leistungsniveau, wenn die eingeschult werden, die starten mit einem Vorsprung. Aber es ist halt auch unheimlich zeitintensiv. Bei der Seltenheit und dem Aufwand den wir in ein Kind stecken, wird es natürlich auch behütet wie der eigene Augapfel und ein Verlust als persönliches Versagen, nicht „nur“ als Schicksalsschlag gesehen.

      • „Kinder überleben auch mit einer Mahlzeit am Tag“

        Nein, alle Menschen würden mit nur einer Mahlzeit am Tag überleben.
        Nur: wer will schon nur einmal am Tag essen?
        Eben.

        „und wenn sie den ganzen Tag unbeobachtet im Dreck spielen.“

        Vor meiner und so ziemlich jeden anderen Haustür im Land fahren Autos…

        „Aber das ist eben nicht unser kulturelles Niveau. Es stimmt schon, dass die Hausarbeit weniger anstrengend ist, als früher, andererseits führt jede Entlastung m.E. zu einer Kompensation durch gestiegene Ansprüche.

        Heutzutage hat man vielleicht den Supermarkt um die Ecke, aber der geht natürlich nicht, es muss was vom Biomarkt drei Blöcke weiter sein.“

        Früher gabs bei uns im Dorf zwar keinen richtigen Supermarkt – aber der Milchbauer war nur die Straße runter, Bäcker und Metzger dito sowie ein kleiner Drogeriemarkt. Und der Obst- und Gemüsehändler fuhr seinen Wagen mit den besten, lokalen Erzeugnissen 2x pro Woche durch jede Straße und klingelte laut, damit alle kamen um ihre Besorgungen zu erledigen. Mit der Eier-Frau gabs persönlichere Arrangements, die kam, so wie es einem passte…

        „Das Brot muss man selbst backen, weil man angeblich kein Gluten mehr verträgt und das käufliche glutenfreie Zeug nicht schmeckt (ich kenne tatsächlich so eine Familie).“

        Das wird wahrscheinlich stimmen; geh mal davon aus, dass ne Menge Menschen sich mit unentdeckten Lebensmittelunverträglichkeiten rumplagen und eigentlich einer Ernährungsumstellung bedürften.

        „Die Klamotten werden nicht einmal im Monat (oder wenn sie halt schmutzig sind) gewechselt,“

        Das muss aber lange her sein (einmal im Monat Klamotten wechseln)…

        „sondern wenigstens alle drei Tage usw. auch hinsichtlich der Kinder sind die Ansprüche höher, man versucht die sinnvoll zu beschäftigen und da zu sein, wenn sie Fragen haben“

        War das je wirklich anders, was meinste?

        • Hallo Semi, Danke für die Antwort.

          „Nein, alle Menschen würden mit nur einer Mahlzeit am Tag überleben.
          Nur: wer will schon nur einmal am Tag essen?
          Eben.
          „und wenn sie den ganzen Tag unbeobachtet im Dreck spielen.“

          Vielleicht ist dir aufgefallen, dass das nur eine Einleitung war, ein relativierender Vergleich?

          „Vor meiner und so ziemlich jeden anderen Haustür im Land fahren Autos…“

          Ja, u.a. darauf wollte ich hinaus.

          „Das wird wahrscheinlich stimmen; geh mal davon aus, dass ne Menge Menschen sich mit unentdeckten Lebensmittelunverträglichkeiten rumplagen und eigentlich einer Ernährungsumstellung bedürften.

          Ja, oder halt die psychosomatischen Wehwehchen, die unsere Generation halt so mit sich herumträgt.

          Und ja, mehr als Psychosomatik vermute ich, aus verschiedenen Gründen, nicht dahinter! Eine dekadente „Krankheit“. Meine Mutter hat z.B. angeblich auch Asthma, also eine allergiebedingtes, gegen alles und jedes. Man kann nicht mehr mit ihr Essen gehen, ohne dass sie Sonderwünsche äußert. Einen Anfall von ihr habe ich (und faktisch keiner aus meiner Verwandtschaft) bisher nicht gesehen. Und bei Naschereien scheint ihre Unverträglichkeit komplett auszusetzen, weshalb sie auch alles andere als abgemagert ist…

          Da kann man mir erzählen was man will, das ist überwiegend was Emotionales. Denn in den 50-,60-,70-iger Jahren, als die Umwelt noch viel mehr versaut wurde, gab es das alles noch nicht, nicht in diesem Umfang!

          „Das muss aber lange her sein (einmal im Monat Klamotten wechseln)…“

          Ja, wie man heute sagen würde „das kann man sich gar nicht mehr vorstellen“!

          Tatsächlich kenne ich das noch von meinen Großeltern (in der DDR kam die Waschmaschine etwas später):
          https://de.wikipedia.org/wiki/Waschtag
          Zitat:
          „Die Häufigkeit des Waschtages richtete sich nach Art der Textilien: alle ein bis zwei Wochen die „Kleine Wäsche“ (Hemden etc.) und einmal im Monat die „Große Wäsche“ (Hosen, Röcke, Bettwäsche etc.). Er nahm ein bis zwei Tage in Anspruch. Er wurde an festen Tagen oft als Gemeinschaftsaktion der Frauen einer Familie oder Hausgemeinschaft erledigt, oder an Tagen, an denen keine anderen wichtigen Arbeiten (Heuen, Ernten) anstanden bzw. diese wegen schlechten Wetters nicht ausgeführt werden konnten.“

          Tatsächlich reicht das meist vollkommen aus, gerade bei einem Bürojob, zu dem man mit Auto hinfährt, klimatisiert rumsitzt und dann wieder zurückfährt. Als Informatiker (keine mäkelnden Weiber in der Nähe) trage ich meine Hosen z.B. teilweise sogar länger als einen Monat.So lange halt, bis sie anfangen schmutzig auszusehen oder komisch zu riechen. Wenn man ansonsten reinlich ist, ist das erstaunlich lange. Macht aber kaum noch jemand, womit wir wieder bei meiner Hypothese wären: die Ansprüche steigen (zum Teil unsinnig) mit jeder Erleichterung in die Höhe. q.e.D.

          „sondern wenigstens alle drei Tage usw. auch hinsichtlich der Kinder sind die Ansprüche höher, man versucht die sinnvoll zu beschäftigen und da zu sein, wenn sie Fragen haben“
          War das je wirklich anders, was meinste?

          Fehlt dir eigentlich komplett die kulturelle Erdung? Ich wohne in einem (kleinen!) Haus, welches vor zwei Generationen von einer Familie mit 6 (!) Kindern bewohnt wurde. Konkreter: mein Nachbar ist darin aufgewachsen. Die hatten zu tun, die Kinder zu ernähren. Die Frauen waren Vollzeit damit beschäftigt, zu waschen, zu kochen, die Tiere zu versorgen usw., während die Männer auf dem Feld oder im Handwerk arbeiteten. Die Kinder liefen komplett „nebenher“, weil man sie nicht vermeiden konnte, aber auch nicht wirklich Zeit für sie hatte. Die beschäftigten sich auch selbst, weil alle Leute so viele Kinder hatten. Wenn man sie nicht zum „Kühe hüten“ (musste meine schlesische Oma noch machen) brauchte, trieben die sich halt mit anderen Kindern herum. Genau dasselbe Verhalten kannst du auch bei arabischen „Flüchtlingen“ beobachten, bei Zigeunern, teilweise sogar bei Türken (wir hatten hier auf dem Dorf so eine Familie, die Kinder besetzten ganztags einen der Spielplätze, die Eltern sah man fast nie).

          Der deutsche Status Quo ist faktisch eine kulturelle Errungenschaft der Ein-Kind-Familie. Man könnte auch sagen: eine Perversion. Je nachdem, welche Sichtweise man bevorzugt.

          Erschreckend, dass dir (und vielen anderen) das nicht bewusst ist.

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