Sebastian Krumbiegel – Die Demokratie Ist Weiblich

Die Demokratie ist weiblich

Die Demokratie ist weiblich
Ich weiß nicht, aber ich glaube
Dass die Liebe und die Hoffnung
Ihre Schwestern sind
Weiblich
Ich glaube, dass Barmherzigkeit und Humanität
Genau das ist, worum es geht
Die Demokratie ist so verletzlich
Ich weiß nicht, aber ich glaube
Dass die Klugheit auf der Matte steht
Genauso wie die Solidarität
Und die Schönheit, die Freiheit
Die Verliebtheit in diese wunderbare Welt
Ich will ein Leben lang für diese Dinge gradestehn
Mit all den Leuten, die auf unsrer Seite sind
Ich will ein Leben lang auf dieser Barrikade stehn
Für die Demokratie – sie ist weiblich
Ich weiß, ich wiederhol mich und frag mich
Wie komm ich drauf klar, dass der Friede männlich ist
Genau wie der Krieg oder der Sieg, das will ich wissen
Ich frag mein Gewissen, sächlich
Tatsächlich ist das Geschlecht doch nicht wichtig
Ich will ein Leben lang für diese Dinge gradestehn
Mit all den Leuten, die auf unsrer Seite sind
Ich will ein Leben lang auf dieser Barrikade stehn
Mit all den Männern, all den Fraun
Mit all den Wesen, die sich gegenseitig vertraun
Mit all den Freaks und den Normalos
Is egal, los, lass mal machen
Ich will ein Leben lang für diese Dinge gradestehn
Mit all den Leuten, die auf unsrer Seite sind
Ich will ein Leben lang auf dieser Barrikade stehn
Ich will ein Leben lang verstehn, dass es sich lohnt
An dieser Front steil zu gehn
Für die Demokratie, die Demokratie
Die Demokratie ist weiblich
Zum Inhalt:
Irgendwie scheint er auf das grammatikalische Geschlecht abzustellen, aber irgendwie dann doch wieder einen Bezug zu Frauen herzustellen, was bei Herleitungen aus dem grammatikalischen Geschlecht Blödsinn ist, denn da finden sich in jedem Bereich Wörter, die positiv oder negativ sind. Die Blödheit ist weiblich, die Intelligenz ist weiblich, der Verstand ist wieder männlich, ebenso wie der Wähler, die Verfassungsfeinde und die Diktatur sind auch wieder weiblich.
Die Feststellung, dass das Geschlecht dann wieder egal ist löst die Verbindung dann wieder auf. Es wird wieder Gemeinsamkeit betont. Ein wirklich fester Inhalt scheint zu fehlen.

 

Wer fördert traditionelle Geschlechterrollen eher, Männer oder Frauen?

Neulich ging es darum, dass Mädchen nicht mit Dinosaurier spielen dürfen, weil das Patriarchat besteht.
Ich glaube die meisten Väter würden ihren Mädchen gerne alles mögliche über Dinosaurier und Co darlegen und mit ihnen ins Museum gehen. Wenn Fräulein Schmidt sich für Dinosaurier, Starwars, Lichtschwerter etc interessieren würde, dann hätte ich glaube ich eine Menge Spass.

Klar machen das auch genug Frauen. Aber wilderes Spielen und auch Dinosaurier und Co sind in vielen Familien, die ich kenne, weit aus eher eine Vätersache.

Bei uns wäre es auch weit eher Südländerin, die meint, dass die Kleidung von Fräulein Schmidt Rosa sein sollte und etwas eher „unweiblich“ und nichts für ein Mädchen wäre. Aber sie kommt ja auch aus einem konservativen Land und ich bin vergleichsweise liberal. Das kann es natürlich umgekehrt genau so geben.

Vielleicht ist das natürlich auch bei bei Jungs wieder unterschiedlich und da sind Männer eher hinterher?

Natürlich werden die Unterschiede zwischen einzelnen Personen größer sein als zwischen den Geschlechtern. Dennoch kann man ja mal diskutieren, ob ihr einen Unterschied im Schnitt wahrnehmt.