Wer ist eigentlich „Weiß“ im Sinne des intersektionalen Feminismus?

Der Weiße Mann ist ja bekanntlich an allem schuld. Aber eine Definition, wer nun eigentlich dabei ist, die ist deutlich schwieriger zu finden. Sie scheint sehr subjektiv zu sein.

Das der klassische Deutsche dabei ist wäre wohl klar, auch der klassische Brite würde da wohl schwer rauskommen.
Was wäre mit Italienern, Spaniern, Griechen? Alle Privilegien als Weiße? Oder dann doch wieder nicht richtig weiß?
Können die weißen dann auch die Alleinschuld an Versklavungen der Schwarzen und Indianer abgeben, weil es die auch die Spanier etc waren?

Was ist mit den Osteuropäern, Polen, Russen etc? Alle weiße Privilegien?

Oder wechselt dann die Betrachtung wieder zu „Migrationshintergrund“ und kann mit diesem magischen Ausdruck erreicht werden, dass auch ein Weißer einen Weißen diskriminiert?

Verschiedentlich wurde ja schon angeführt, dass es gar nicht um die Hautfarbe geht, an der dann aber gleichzeitig wieder die Privilegien festmachen.

Es scheint damit wie so vieles im Feminismus zu sein: Ein Begriff, der sehr subjektiv auszulegen ist und der schlicht dem, was man erreichen will, angepasst wird.

59 Gedanken zu “Wer ist eigentlich „Weiß“ im Sinne des intersektionalen Feminismus?

  1. Die Asiaten sind – als „Weiße ehrenhalber“ – auch dabei. Das berechtigt sie, bei der Zulassung zu amerikanischen Universitäten benachteiligt zu werden. Sie bilden 6% der Bevölkerung aber 10-20% der Studenten. Wäre der Zulassungsprozeß rassenunabhängig würden sie 54% der Studenten stellen.

      • Zum Beispiel

        Currently, Asian-American students, who represent about 5% of public high school students, make up 22.9% of Harvard’s freshman class. Harvard data released as part of the lawsuit showed that admitted Asian-American students have a higher average SAT score and lower rate of admission than any other racial group. It also revealed that Asian-Americans would make up 43% of Harvard’s admitted class if only academics were considered.

        • Thx, only me. Ich habe die Zahlen von hier:

          und wikipedia.Und disclaimer: meine Frau ist japanisch-stämmige Amerikanerin und in einem Lager in der Wüste von Utah geboren, wo ihre Familie nach Pearl Harbor interniert wurde. Ich bin also vielleicht nicht unparteiisch..

          • Ich bin mir noch nicht sicher, was ich von Charlie Kirk halten soll. Insofern ist die Zeitung wohl die unverfänglichere Quelle.

            Angesichts dessen, wie im 19. Jh mit Chinesen umgegangen wurde, ist der intersektionale Fokus auf „coloured“ noch etwas absurder,

          • Ist es nicht lustig und auffällig das Rubins Ethnie, sobald sie nach ihrem „Erfolg“ gefragt wird, als Antwort nur IQ kennt?

            Ist es nicht auffällig das Rubins Ethnie bestimmt das Asiaten die höheren Scores einfahren müssen, während man sich selbst ganz fein unter White einsortiert?

            Und wäre die wirklichere Antwort wohl nicht, nennen wir das Kind beim Namen, blanker Beschiss?

        • „Harvard has said that analysis is flawed and has denied it discriminates, arguing that race-conscious admissions policies are necessary to maintain a diverse student body.“

          Vielleicht sollten die sich mal mehr Gedanken drüber machen, warum Schwarze und Hispanics unterrepräsentiert und Asiaten überrepräsentiert sind. Dafür wird es ja wohl Gründe geben, wahrscheinlich soziale. Aber wie so häufig stellt man diese (unangenehmen) Fragen besser nicht, sondern macht alles gleich und freut sich nachher über das (schon vorher feststehende) Ergebnis. Dann gibt es halt Quotenscharze und Quotenhispanics. Aber wem ist damit geholfen? Vielfalt ist für mich sowieso das Unwort des Jahrzehnts. Was genau das überhaupt heißen soll (Deutschland war vor hundert Jahren auch vielfältig, wenn man Dialekte, Bräuche, Religionen, Speisen und was weiß ich was dazuzählt) und warum man das unbedingt braucht (obwohl es all die Jahre auch ohne ging und die Menschheit große Fortschritte gemacht hat).

  2. Die Frage „Was ist die Bedeutung von X im Feminismus?“ hat etwas tragisch-komisches.

    Als würden Feministinnen auch nur theoretisch wissen, dass man mit Sprache was anderes als Panscherei betreiben kann.

    „Sexismus“ ist „Alles mit Geschlecht, was ich in dem Moment irgendwie nicht gut finde“
    „Rassismus“ ist „Irgendwie Gruppe gegen Gruppe und der ist in der falschen Gruppe“
    „weiß“ ist entweder „ich bin weiß und ich mag nicht, dass kulturell was von mir erwartet wird“ oder „ich bin nicht weiß und kann brownie points sammeln“
    „alt“ ist „ich hab ein Problem mit Vaterfiguren“
    „männlich“ ist „irgendwie wär ich gern so, aber eigentlich auch nicht und jetzt bin ich verwirrt, also ist das schlecht“

    Ich vermute, es gibt nicht eine einzige Mein-Feminismus-Feministin, die sich Gedanken über diese Wörter gemacht hat, die über dieses Niveau hinausgehen.

    • „Ich vermute, es gibt nicht eine einzige Mein-Feminismus-Feministin, die sich Gedanken über diese Wörter gemacht hat, die über dieses Niveau hinausgehen.“

      Müssen sie ja auch nicht. Es reicht ja schon derart erzeugte Gefühle herauszuplappern um Aufmerksamkeit zu bekommen. Ein bisschen strukturierter als plappern und mehr Füllwörter und es reicht auch für einen Artikel in einer Zeitschrift…

      Medialer Feminismus (einen anderen gibt es faktisch nicht) ist ein Indikator für Wohlstand. Je besser es einer Gesellschaft geht desto mehr öffentliche Feminista.

      • Je besser es einer Gesellschaft geht desto mehr öffentliche Feminista.

        Und doch gibt es keine einzige Feministin, die nicht das Gefühl hat: „Mir sollte es besser gehen.“ oder „Diese Sache, die mich nervt, dürfte in einer gerechten Welt nicht passieren.“

        Irgendwann muss ich mit mir noch mal klar kriegen, ob und was das über Frauen aussagt.

        • Irgendwann muss ich mit mir noch mal klar kriegen, ob und was das über Frauen aussagt.
          Der Offset (hier Kenngröße für das Gutgehen) wandert mit. Selbst wenn es ihnen gut geht, und besser als anderen, geht es ihnen noch zu schlecht, und es ginge ihnen besser, wenn a + b + c auch noch erfüllt wäre. a + b + c wird bei Erreichen des Ziels dann wieder neu ausgedacht. Es wird krampfhaft und penibel nach etwas gesucht, wo sie vermeintlich zu kurz kommen.

          Hier gibt es eine Parallele zu Narzissten. Wenn diese Aufmerksamkeit (positive oder negative) bekommen, geht es ihnen solala. Gleichzeitig scannen die pausenlos (und automatisch) andere Personen und Zustände nach Fehlern ab, mit einer unheimlichen Präzision. Das wird dann benutzt, um den anderen von vornherein schlecht zu machen, bzw. immer eine latente Vorwurfshaltung mitschwingen zu lassen und den eigenen Anspruch auf bessere Zustände (zu leisten von anderen natürlichm bicht vom Narzissten selbst) zu untermauern. Nichtbeachtung schmerzt sie sehr.
          Wenn man es ihnen recht machen will (und sie positiv bestärkt), ist das nach einiger Zeit nicht mehr genug. Es muß dann wieder was dazu kommen. Wenn man dagegen ablehnt, was sie für sich wünschen, werden sie negativ bestärkt und genießen diese Form der Aufmerksamkeit. Dann gehen sie einem auf den Sack, bis sie es trotzdem kriegen. Das artet dann in einen Machtkampf aus.

          Der Witz ist tatsächlich, daß sie leiden, selbst wenn es ihnen bestens geht. Sie leiden wirklich, wenn die Aufmerksamkeit für ihre Dinge fehlt, so wie jemand, dem es tatsächlich schlecht geht. Muß man nicht glauben, scheint aber so zu sein.

          Ähnlich wie Narzissten ertragen Feministinnen es nicht, wenn sie weder Zuwachs noch Abwachs an Aufmerksamkeit bekommen. Die Ableitung der Aufmerksamkeit nach der Zeit muß immer ungleich 0 sein. Sonst gibt es Streß.

  3. Man sollte von der politischen Linken nicht erwarten, dass sie ihre Thesen durchdenken. Das haben sie schon beim Kommunismus nicht getan. Warum sollte es hier anders sein?

    • Der Kommunismus würde mit einer anderen Spezies ja womöglich funktionieren. Er scheitert also nicht daran, dass er nicht „durchdacht“ ist, sondern an seinem Menschenbild.

      Feminismus hingegen hat seine intellektuelle Grenze bei „Ich mag das nicht, wuäääh“, das ist eine andere Kategorie.

      • Früher gehe ich bis zum Beweis des Gegenteils von Satire aus. Heute von Echt.

        Wenn ich das richtig verstanden habe, ist The Root etwa auf der Ebene vom Stürmer einzuordnen. MaW: Es gibt Leute, die das vollkommen ernst meinen, aber man sollte das auch nicht überbewerten.

      • Ach eigentlich finde ich es ja geradezu vulgär, wie binär das ist. Einfach eine radikal subjektive und asoziale Perspektive einnehmen, Interaktionen mit anderen strikt hierarchisch denken und dann noch ordentlich Emo rein.

        Und schon hasst Du alle die (vermeintlich) über Dir stehen und verachtest alle die (vermeintlich) unter Dir stehen.

        Um die Verachtung nicht offen zu zeigen, tarnst Du sie einfach mit angeblich wohlmeinender Anteilnahme.

        Fertig ist der Intersektionalismus 🙂

  4. Wenn Menschen pauschal abgewertet werden aufgrund von Eigenschaften, für die sie nichts können und die sie nicht ändern können, ist das für mich faschistoid. Ob das Rasse, Geschlecht, Hautfarbe, Alter, Augenfarbe oder Körpergröße sind.
    Dass in einer Gesellschaft und von Leuten, die eigentlich gegen Diskriminierung und Rassismus sein wollen, gerade solche Merkmale gewählt werden, um Bevölkerungsteile negativ und bösartig zu etikettieren, zeigt mir, dass es eben nicht darum geht, aufgeschlossen, tolerant und gleichberechtigt zu leben, sondern dass weiterhin das Ziel die Ausgrenzung, Benachteiligung und Ächtlichmachung von Menschengruppen ist. Ob das Juden, Ausländer oder jetzt eben alte weiße resttoxische Männer sind.

    • Vor allem diese Leute behaupten ja auch das wenn man „Bürger“ sagt, Frauen sich nicht mitgemeint fühlen, obwohl nie jemand anderes aus sie selbst das behaupten haben… da muss man unbedingt differenzieren! Aber wenn es dann um den schon belegten Begriffe „weiße Männer“ geht, sollen alle automatisch von selbst darauf kommen das damit nicht Männer mit europäischen Wurzel und heller Hautfarbe gemeint sind, sondern nur eine bestimmte Geisteseinstellung oder Privielgienstatus.

      Sowie ja auch andere Geisteseinstellungen durch angeborene Merkmale beschrieben werden./ironyoff

      • Das mit dem mitgemeint sein ist ja auch so eine Sache. Die Endung *in für die weibliche Form ist genaugenommen eine linguistische Extrawurst, die sich im deutschen durchgesetzt hat. Das Englische hat z.B. nicht gleichwertiges.

        Das heißt, die weibliche Form ist in etwa so, als würde in einer Gruppe von Schülern Olaf ständig explizit genannt werden. „Alle Schüler und auch Olaf machen am Donnerstag einen Ausflug.“, „Nächste Woche bekommen alle Schüler und auch Olaf ihre Zeugnisse.“

        Wenn das lange genug läuft, wird Olaf sich auch darüber empören, wenn jemand ortsfremdes von „allen Schülern“ redet, dass er nur „mitgemeint“ ist, statt seine explizite Extrawurst zu bekommen.

        Diese Extrawurst-Verteilung hat in den letzten Jahrzehnten ja immer noch mehr zugenommen. Kein Wunder, dass es immer mehr Frauen gibt, die sich von gendergerechtem, also traditionellem Deutsch ungerecht behandelt fühlen.

        • Das Englische hat z.B. nicht gleichwertiges.

          Möglicherweise nicht gleichwertig, aber grundsätzlich vergleichbar ist die englische Endung -ess mit der deutschen Endung -in. So wird aus dem Steward, die Stewardess, aus dem Prince wird die Princess und die weibliche Form von Actor ist Actress. Es gibt allerdings einen wichtigen Unterschied (laut Wiktionary):

          This suffix tends to be regarded as sexist and as such is starting to fall into disuse; a single, gender-neutral term is preferred by some even though it is a less specific term.

          D.h. während es in deutschsprachigen Raum als sexistisch gilt, die weibliche Form nicht (extra) zu erwähnen, gilt es in englischsprachigen Ländern als sexistisch, die weibliche Form zu verwenden.

          • Wir hatten hier kürzlich eine Dikussion über die Maskulinisierungsform *erich, wie in Kröterich oder Gänserich.
            Das englische *ess scheint mir diesem näher als dem deutschen *in.

            Es ist zum Beispiel ausgesprochen unüblich zu sagen: „She is a doctress“. Keiner, der alle Tassen im Schrank hat, würde das anders ausdrücken als „She is a doctor“.

            Das ist meines Erachtens dem deutschen *in in keiner Hinsicht gleichwertig.

            Aber wenn dir das Englische zu „weiß nich“ ist… Im Isländischen formuliert man so:

            Der Präsident des Allthings leitet die Ver­samm­lung des All­things der Isländer. Ásta Ragn­hei­ður Jóhannes­dóttir [eine Frau] ist der der­zei­tige Vor­sit­zende des All­things. Sie ist Thing­mann [Ab­geordne­ter] der Könföderierten.

            Die Berufsbezeichnung grammatisch ins weibliche zu beugen, nur weil der ausführende Mensch eine Frau ist, ist eine deutsche linguistische Extrawurst, das ist weder normal noch selbstverständlich.

          • Mich stört es, dass man im Englischen oft erst später im Text erfährt, ob es sich um Weiblein oder Männlein handelt. Nämlich erst dann, wenn die Person durch ein Personalpronomen wiederaufgegriffen wird. Aber die Pronomen sind ja sicher auch nur sexistisch.

            Die englischsprachigen Feministen haben immerhin Sinn für Eleganz. Sie basteln sich keine Kunstwörter, die man nicht aussprechen kann, sondern wechseln einfach in den Plural (they statt he/_*!she).

            Die Linguistin und Radabfeministin Luise Pusch hatte in den 70ern noch einen ganz brauchbaren Vorschlag: Der Schüler, die Schüler (Singular) oder das Schüler, je nachdem, ob das Geschlecht genannt werden soll oder nicht. Der Plural wäre dann immer geschlechtsneutral (nur die Schüler).

        • Witzig, seh ich aber etwas anders. Es geht bei der politischen Korrektheit nicht um Extrawürste, sondern um eine Machtdemonstration des Juste Milieu: Andere nötigen können, den selbstausgedachten Sprachgebrauch nachzuäffen. Bei der feministischen Korrektheit werden Englisch und Deutsch genau entgegengesetzt behandelt: Im Deutschen ist es feministisch-pc, das Geschlecht überall deutlich zu betonen, immer Doppelnennungen auch da wo es im herkömmlichen Deutsch unüblich war. Im Englischen – wo die fehlende -in Endung die Übung erschwert -, ist es das genaue Gegenteil: DIe im konventionellen Englisch zwar vorhandenen, aber seltenen geschlechtsmarkierten Personenbezeichnungen (actress, chairman) werden tabuisiert, stattdessen muss ohne Nennung des Geschlechts umformuliert werden: actor, chairperson.

          • Die fehlende in-Endung macht es der political correctness leichter, nicht schwerer. Man könnte im Deutschen die Endung genauso leicht abstoßen wie das -tress im Englischen. Allerdings gibt es im Deutschen ja noch die Artikel, die die Sache wieder verhageln.

          • “ sondern um eine Machtdemonstration des Juste Milieu: “

            Ich seh hier kein entweder-oder. Das eine schließt das andere nicht aus.

    • Dass in einer Gesellschaft und von Leuten, die eigentlich gegen Diskriminierung und Rassismus sein wollen, gerade solche Merkmale gewählt werden, um Bevölkerungsteile negativ und bösartig zu etikettieren, zeigt mir, dass es eben nicht darum geht, aufgeschlossen, tolerant und gleichberechtigt zu leben, sondern dass weiterhin das Ziel die Ausgrenzung, Benachteiligung und Ächtlichmachung von Menschengruppen ist.
      Deshalb beteilige ich mich auch nicht an Diskussionen darüber. Etwas Wissen braucht man darüber, zuviel artet in Selbstbeschäftigung aus und treibt einen – im Gegensatz zu logischen und schlüssigen Hobbys – in den Wahnsinn.
      Afaik wäre es zielführender, Persönlichkeitseigenschaften zu analysieren, um Machtpositionen oder Privilegien umzuverteilen. So daß eben nicht ein empathiebefreiter Psychopath die Fa. oder den Staat leitet, sondern andere. Feministinnen wäre das aber ein Dorn im Auge, weil sie sich dann auch mit den Männern solidarisieren müßten, die ebenfalls z.B. unter der imaginierten Glasdecke steckenbleiben. Das gilt es aus deren Sicht zu vermeiden, um die Kollektivschuld aufrechtzuerhalten und eben ein griffiges Merkmal (hier nicht Hautfarbe, sondern Geschlecht) zur Hand zu haben, gegen das es zu ‚kämpfen‘ gilt. Es ist so gewollt.

  5. Menschen europäischer Abstammung. Die Chose kommt ja aus den USA. Eine Ausnahme bilden Latinos, die zwar auch europäischer Abstammung sind, aber primär aus den Lateinamerikanischen Staaten stammen und erst sekundär europäischer Abstammung sind.

    • Bei Latinos ist das etwas kompliziert. Es gibt welche, die überwiegend von europäischen Einwanderern abstammen wie etwa Argentinier oder Südbrasilianer, dann weitgehend indigene (die von Asiaten abstammen, die über die Beringstraße eingewandert sind) wie in Mexiko oder Peru, und natürlich Schwarze, wie etwa die Mehrheit der Kubaner.

      • @El_Mocho

        Das ist ein Irrtum. In den USA sind Brasilianer Weiße.
        Sie sind nicht black und auch nicht hispanic oder asian, also sind sie weiß.

          • Ähm, das ist ein Missverständnis.

            Brasilianer gehören zur portugiesischen Sprachfamilie, sind also lusitanic und nicht hispanic.
            Deshalb sind Brasilianer Weiße</i<.

            Auch mit der Geografie haben es US-Amerikaner nicht so ganz.
            Um nicht "schwarz" sagen zu müssen, sprechen sie von "sub saharan"-Afrika.
            Wenn man sich anschaut, wo – also durch welche Länder – die Sahara verläuft, wird es sehr komisch.
            Auf der Basis könnte man sich außerdem noch mal überlegen, ob in Angola und Mosambik Schwarze oder Weiße leben…

          • Das ist eine gute Frage, habe ich mir noch nicht überlegt.
            Formal korrekt wäre „weiß“.
            Ich fürchte nur, der Zollbeamte wird sich verkaspert vorkommen.

        • Das hängt immer davon ab wie’s gerade gebraucht wird von der (((Presse))).

          Geht’s um eine Antitrump Rally, dann sind Hispanics PoC.
          Geht’s um Trayvon Martin, dann ist der Hispanic Schütze auf einmal White.

  6. Pingback: „Feministische“ frage des tages | Schwerdtfegr (beta)

  7. Bei der ZEIT gibt es zu den entsprechenden Artikeln nette Hinweiskästchen, die mehr oder weniger einer intellektuellen Bankrotterklärung gleich kommen, weil bei diesen Definitionen quasi nichts definiert wird:

    „Ebenso wie of Color beschreibt weiß keine messbare Hautpigmentierung, sondern eine soziale Zugehörigkeit. Gemeint ist: ein Mensch, der aufgrund seines Aussehens im Alltag eher keine Rassismuserfahrungen macht. Wer als weiß zählt, ist nicht streng definiert, sondern kontextabhängig. “

    „Of Color“ bedeutet entsprechend: “ …ein Sammelbegriff von und für Menschen mit Rassismuserfahrungen aufgrund ihrer vermeintlichen Hautfarbe.“

    Der „Kontext“ wird dann entsprechend durch die Priester der Religion verkündet, analog zur Einführung von „Macht“ in die moderne Rassismusdefinition geht es darum, hier keine möglichst exakten, neutralen, wissenschaftlichen Definitionen zu etablieren, sondern solche, die möglichst effizient politisch/ideologisch verwendet werden können.
    In der Realität wird „weiß“ natürlich de facto immer auf die Hautfarbe bezogen verwendet, die obigen Definitionen sind reine Schutzbehauptungen, um den (berechtigten) Vorwurf einer Reetablierung rassistischer Argumentationsmuster irgendwie auszubremsen.

    • „Reetablierung rassistischer Argumentationsmuster“

      Im Grunde ist das genau das auf was die Pseudo-Linken hinarbeit, siehe USA. Es ist äußert unwahrscheinlich dass die identitären Weißen in den USA sich auch derart gebildet hätten, wenn die Linke durch die Medien jetzt nicht schon seit Jahren weißen Männern an allem die Schuld gibt und sie sogar zur größten Bedrohung für die USA erklären, obwohl statistisch gesehen nur die Ostasiaten noch weniger Verbrechen begehen zusammen mit der Behauptung das Weiße doch ach so privilegiert sind, während in der Realität Weiße die größte Gruppe der armen in den USA stellen.

      Man muss doch schon sehr hirnrissig sein das nicht zu sehen. Also haben die Linken es die Reetablierung rassistischer Argumentationsmuster angelegt?

      • Ach herr*je, also meinen die Frauen und Feministen gar nicht wirklich die alten weißen Männer, sondern etwas anderes? Dann sollten sie es aber artikulieren lernen. „Nein“ soll ja angeblich auch nicht immer Nein geheißen haben, sondern oft „Gib dir mehr Mühe“ oder „vielleicht“.
        Am mangelnden Bildungsabschluss kann es ja wohl nicht liegen, dass die sich nicht richtig ausdrücken können und flächendeckend faschistoide Etiketten verteilen, die nahezu überall unreflektiert übernommen werden.

        • Für eine weiße Feministin muss ein schwarzer Mann weißer sein, als sie selbst, sonst passt ihre Selbsteinordnung in die Gruppe der größten Opfer nicht.

    • Ich könnte mit diesen „Definitionen“ gut leben, wenn der Folgeschluss akzeptiert werden würde, dass „of colour“ damit exakt in der selben Kategorie steckt wie „klein“, „unattraktiv“, „dick“, „linkshändig“ oder „doof“ und der Name der Kategorie ist „Scheißegal für den Rest der Menschheit, deal with it“

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