„Sechs Thesen, wie der Feminismus von morgen sein muss.“

Ein Artikel stellt sechs Thesen auf, wie der Feminsmus von morgen sein muss, wobei jede These von einer anderen Feministin geschrieben worden ist:

1. Der Feminismus muss eine wütende Bitch sein

Begründet wird es damit, dass nur so Veränderung erreicht werden kann. Auszug aus der Begründung:

Die Kolumnistin Margarete Stokowski schrieb genau darüber in ihrem Buch Untenrum frei. Sie erklärte, was Wut eigentlich will: Veränderung. Veränderung heißt immer Kampf – und Kämpfe müssen wehtun. Wer Veränderung will, muss sich streiten, Positionen aushandeln, sich reiben. Der Kampf muss laut sein und dreckig, auch ausarten dürfen. Das ist das Wesen von Kämpfen. Keine Revolution ist dabei je ohne Wut ausgekommen. Auch der Feminismus wird es nicht.

Mir scheint, dass die Ware Begründung ist, dass man mit Wut und Emotionen darüber hinweg kommt, dass man eigentlich keine Fakten hat. Wütend und irrational auftreten und den Gegner scharf angehen hat den Vorteil, dass dieser automatisch in der defensive ist, was gerade bei einem Thema,bei dem man im Feminismus stets mit Feld und Festung arbeitet einstellt in den Beruf bringt etwas gegen Frauen zu haben. Wütend sein an sich ist keineswegs notwendig um Veränderung zu erreichen. Diese stellt sich weitaus eher ein,  wenn mantatsächlich etwas macht um eine Änderung herbeizuführen. Interessant aber, dass man eine wütende Bitch sein will. es wäre interessant, wie viele Frauen sich in dieser Beschreibung wiederfinden.

2. der Feminismus muss seinen Bruder im Arm halten

Auszug aus der Begründung:

Sexistische Strukturen lassen sich nicht allein von Frauen abschaffen. Dafür braucht es, surprise: Männer. (…) Ein Feminismus jedoch, der Gleichberechtigung auf allen Ebenen anstrebt, muss den Dialog mit Männern suchen: einen Dialog, der nicht nur in der Anklage von Übergriffen und Gewalt besteht. Sondern einen, der auch einen gemeinsamen Blick auf Geschlechterbeziehungen wirft und ebenso Raum für ein Zuhören schafft. Das bedeutet nicht, dass Frauen sich alles anhören müssen. Aber Männer sind nicht nur strukturelle Täter, sondern auch selbst mit belastenden Rollenerwartungen konfrontiert. Wer will und kann täglich Dominanz, Härte und Potenz unter Beweis stellen müssen?

Wir müssen die eigene Sozialisation als Kern der Geschlechterdifferenz begreifen. Nicht die Natur, sondern eine gesellschaftlich konstruierte Binarität führt zur Unterschiedlichkeit von Männern und Frauen – für diese Überzeugung muss man keine Butler-Jüngerin sein. Begreifen wir das Patriarchat nicht nur als die Vorherrschaft der alten, weißen Knacker, sondern auch als eine Dynamik, innerhalb derer Männern und Frauen einander komplementäre Eigenschaften zugesprochen werden, wird deutlich: Wir brauchen Männer als Komplizen.

warum lassen sich sexistischen Strukturen eigentlich nicht allein durch Frauen abschaffen? Was ist mit einer Kampagne des Feminismus, bei der Frauen dann tatsächlich andere Fächer studieren, wesentlich mehr Zeit auf Karriere verwenden, , eine feministische Partei gründen, die dann Frau nur noch wählen müssen etc.?

Und warum sollten Männer gerade mit dem Feminismus die Rollenerwartungen loswerden? Dieser ist selbst geprägt von alten Rollenerwartungen, etwa die der schwachen Frau, die unterdrückt wird. Der Feminismus müsste wohl weit er einmal anpacken statt zu reden. Unter müsste aufhören Verantwortung auf die Männer zu verlagern.

3. der Feminismus muss breitbeinig sein

eine Forderung nach Menspreading als Zukunft des Feminismus?

Aus der Begründung:

Feminismus muss breitbeinig sein. Feminismus muss sich Medizinbälle zwischen die Oberschenkel klemmen und sich Räume erobern. Dabei geht es nicht nur um Spreeabende und Periodeneinlagen. Es geht um männliche Attribute, die zu lange als solche hingenommen wurden. Vor allem von uns Frauen. Es geht nicht darum, sich wie Männer zu verhalten. Nein, Feminismus muss Verhaltensweisen und Alltagspraktiken hinterfragen, männliche Patentrechte aufdecken, um Rollenerwartungen zu lösen, Frauen und Männern neue Chancen zu geben und sich Beinfreiheit zu schaffen. Klug, nie feindselig. Großzügig, nie habgierig. Und vor allem: Wir Frauen müssen uns selbst den Weg ebnen, ob Tomaten werfend oder Tennisschläger schmetternd.

da wären wir bei der Raumeinnahme. Aber interessanterweise kommt in den von ihr genannten Beispiel nicht vor, dass man 60 Stunden Wochen im Büro hat und dafür die Familie reduzieren muss. Es kommt vor, dass man selbstbewusster auftreten soll und natürlich auch seine Aggression freien Lauf lassen soll. Viel Glück damit. Dann aber auch nicht jammern, wenn die Antwort entsprechend ist. Umgehen mit Kritik, das wäre etwas, was auch zur Breitbeinigkeit gehören würde.

4. der Feminismus darf kein Lifestyle sein.

Das ist allerdings schon auf eine gewisse Weise. Gerade weil er einem erlaubt, dass man seine eigene Kindheit in einem sehr einfachen System darstellt, dass einem eine einfache Abgrenzung von gut und böse liefert.

Aus der Begründung:

 Man kann Feminismus als Parfüm, als Haute-Couture-Shirt oder knallpinke Ratgeberliteratur kaufen – Hauptsache, es steht FEMINIST drauf.

Solch ein kommodifizierter Feminismus ist aber nur ein funkelndes Accessoire – und als solches „ungefähr so radikal wie ein mit Strass besetztes Handycover und so leicht runterspülbar wie ein probiotischer Trinkjoghurt“, wie die britische Philosophin Nina Power in Die eindimensionale Frauschreibt. (…)

Von kollektiven Zusammenschlüssen ist im Ego-Feminismus keine Spur mehr, für Solidarität mit Frauen, die nicht auch auf einer Karriereleiter stehen, kein Platz.

Der Feminismus von morgen aber ist nicht sexy, kein Vergnügen und kein Accessoire – er muss neben, hinter und vor sich schauen, statt nur nach „weiter“, nur nach „oben“. Sein Erfolg liegt eher im gemeinsamen Scheitern anstatt im einzelnen Vorankommen, eher im gemeinsamen Demonstrieren als im Einzelauftritt. Der Feminismus muss sein inneres Proletariat aktivieren. Sobald er glitzert, sollten wir misstrauisch werden.

Schon erheiternd, wenn ihr der Feminismus zu sehr glitzert. das ist eben der Nachteil einer Bewegung, die man mit Frauen aufbaut. Umso weiter eher ausgeweitet wird umso eher wird es eine Fraktion geben, die es gerne glitzernd hat. Die sich nicht Straßenkämpfe liefern möchte, sondern allenfalls Forderungen erheben möchte, die der andere umsetzen. Die vielleicht ihre eigene Krankheit darstellen möchte, aber dennoch niemals ein klassisches Männerfach studieren würde, weil es ihr nicht liegt und sie einfach besser in Sprachen ist. Die später doch Kinder bekommen möchte und die mit ihrer weiblichen Identität durchaus glücklich ist. die kein Proletariat sein möchte, sondern schlicht im Luxus leben möchte. Der die Karriereleiter erklimmen eben nicht wichtig ist, weil das anstrengt ist. Und für die sich ein großartiges unterstützen anderer Frauen dann auch nicht immer lohnt, weil es ihr dadurch auch nicht besser geht und es der fiktionalen Feminismus viel günstiger ist, wenn man stattdessen fordert, dass eine schwarze Frau oder eine transsexuelle befördert wird und nicht die weiße Frau.

5. Der Feminismus muss nerdig sein

wird auch schwierig. Wenn er wirklich nerdig wäre, dann wäre er viel sachlicher, vielmehr auf Fakten gestützt, weit weniger emotional. Das ist ja gerade das Element einer nerdigen Kultur, dass sie einem in der Regel mehr über den Verlauf des großen Bruderkrieges oder die Vorzüge der MK6 Servorüstung erzählen können als soziale Gegebenheiten auszuwerten. Nerd ist wie folgt definiert:

Nerd [nɜːd] (engl. modern für „Computerfreak“; ursprünglich für „Sonderling“)[1] ist eine Bezeichnung für an Spezialinteressen hängende Menschen mit sozialen Defiziten.[2]

Das Wort weist vom Kontext abhängig anerkennende oder abwertende Anklänge auf. In Computerkreisen gilt es als echtes Kompliment.[3]

Positiv betrachtet ist ein Nerd ein Individualist, der durch Besitz hinreichender Fachkenntnisse einen entsprechenden Grad an gesellschaftlicher Anerkennung innerhalb der jeweiligen Szene aufweist. Negativ gesehen ist Nerd eine stereotype Bezeichnung eines in sozialen Belangen unbeholfenen verschrobenen Einzelgängers, der ständig vor dem Computer sitzt und dadurch jenseits des Computers in soziale Isolation gerät.

Nerds verbinden vor allem drei Eigenschaften mit anderen Nerds: soziale Vernetzung per Mausklick, Ironie und Intelligenz.[3] Als besonders ausgeprägte Form des Computerfreaks gehört zum Nerd das Klischee eines Eigenbrötlers, der das Haus nur mit Bekenner-T-Shirt verlässt,[4] vorwiegend allein oder innerhalb abgeschotteter Gruppen agiert und keinen Wert auf die Meinung von Noobs legt. Das Wort findet über das Computerumfeld hinaus Anwendung als Bezeichnung für meist männliche Technikenthusiasten, die sich besonders für Science-Fiction oder andere Bereiche aus Wissenschaft und Technik interessieren.

Es ist ein in die deutsche Umgangssprache importiertes Wort, das ursprünglich aus dem US-amerikanischen Slang der Schulen, Colleges und Universitäten stammt. Dort wird es als Synonym für „Sonderling“ gebraucht, unter anderem im Sinne von „Fachidiot“[5], „Schwachkopf“[6] oder „Streber“[7] und nicht gerade geliebten „Eigenbrötler“[8] einer Klasse; als Gegenbegriff zum sogenannten Jock.[9] Während der Begriff ursprünglich negativ besetzt war, hat er sich unter Technikenthusiasten zu einer selbstironischen Eigenbezeichnung entwickelt,[9] vor allem wenn sie eine Affinität zur Hackerkultur zeigen.[10] Die Entwicklung geht bis hin zu einem positiveren Bedeutungswandel, der insbesondere durch Medien wie Fernsehserien die Umgangssprache beeinflusst;[9] von der reinen Außenseiterrolle hin zu einem Menschen, der die Gesellschaft voranbringt (etwa durch Vergleiche mit Archimedes[5] und Bill Gates[11]).

in gewisser Weise sind damit mindesten natürlich auch Nerds, wenn man davon ausgeht, dass sie feministische Theorien als Sonderinteressen haben, die sonst eigentlich kein interessieren und die im Wesentlichen fiktiv sind.

Aus der Begründung:

Mann ist zu Computerprogrammierer wie Frau zu Hausfrau“ – das verkündete letztes Jahr ein selbstlernender Algorithmus. Wissenschaftler hatten den Algorithmus untersucht und gefunden: Wenn Maschinen aus Texten lernen, übernehmen sie auch Vorurteile, die in diesen Texten stecken. Das mag erst mal abstrakt klingen – doch solche Verfahren kommen heute in vielen Anwendungen zum Einsatz. Der besagte Algorithmus etwa eignet sich zur Sprachanalyse und lässt sich etwa bei Sprachassistenten wie Siri oder Alexa einsetzen.

Dass es ausgerechnet der Programmierer ist, den der Algorithmus so stark mit Männern verbindet, ist ja auch kein Wunder. Obwohl mittlerweile mehr Frauen als Männer studieren, bleiben die Einschreibezahlen in Technik und Naturwissenschaften weiter niedrig. Egal, ob unter Wissenschaftlern, Ingenieuren, Entdeckern oder Programmierern: Frauen findet man dort kaum. Und selbst auf Wikipedia schreiben fast ausschließlich weiße Männer aus den USA und Europa.

(…)

Deswegen muss der Feminismus von morgen nerdig sein: Damit Frauen sich endlich zutrauen, zu forschen und Technik mitzuentwickeln. Damit die Welt von morgen nicht ausschließlich von weißen Männern gestaltet wird. Damit Technik nach den Bedürfnissen aller Menschen gebaut wird. Damit Daten und Algorithmen genutzt werden, um aufzuzeigen, wo es noch Ungerechtigkeiten gibt, anstatt sie blind zu verstärken. Und damit kleine Mädchen davon träumen, die Wissenschaftlerinnen, Ingenieurinnen, Programmiererinnen und Entdeckerinnen von morgen zu werden.

die Autorin hat Informatik und Mathematik studiert und ist dann anscheinend in Journalistin geworden..

Sie sagt an anderer Stelle:

Elena Erdmann: „Tatsächlich war es so, dass ich immer Journalistin werden wollte – das war schon vor Informatik und Mathe mein Ziel. Ich habe auch erst etwas in die Richtung studiert, bin dann aber doch bei der Informatik gelandet. Nach meinem Studium habe ich mich dann damit beschäftigt, was ich eigentlich genau machen will – und die Idee etwas im Bereich des Journalismus zu machen, war immer noch da und hat mir immer noch gefallen. Ich habe erst gedacht: ‚Wie soll das denn zusammenpassen?‘ Doch dann habe ich nach und nach herausgefunden, dass das doch ziemlich gut zueinander passt.“

Und damit legt sie ein selbst ganz gut das Problem dar. Sie ist nicht unterdrückt worden, sie konnte das Fach studieren, sie wollte nun einem gänzlich anderen Bereich arbeiten und ist nunmehr nicht diejenige, die die dortige Entwicklung vorantreibt. Sie ist Journalistin, die Texte schreibt.

Das ist ähnlich, wie bei den Grünen und den Langzeitflügen. jeder will, dass der andere bei den Flügen auffährt, aber selbst möchte er gerne an interessanten und schönen Orten Urlaub machen. So wollen viele Feministinnen eben auch, dass Frauen den oben geäußerten Wunsch umsetzen und diese dann in dem erreichen stärker vertreten sind. Aber in ihrem eigenen Leben wollen sie lieber in Bereichen arbeiten, die mehr mit Leuten zu tun haben und die sprachlich ausgerichtet sind. Tipps dann, wenn sie selbst gute Fähigkeiten in den anderen Bereichen haben. Als richtiger Informatiker zu arbeiten, ist dann doch wieder zu nerdig.

6.. Der Feminismus muss antirassistisch sein

Soweit im modernen intersektionalen en Feminismus keine Überraschung. Allerdings muss man gleich vorweg schieben, dass die 6 Thesen allesamt von weißen Frauen geschrieben worden sind. Eine der Frauen kommt zwar aus Moldawien der Abstammung nach (allerdings nicht die, die jetzt über Rassismus schreibt), aber auch wenn sie damit ein Migrationshintergrund hat wird man kaum anführen, dass sie nicht weiß ist.

mal sehen was sie fordern. Sie schildert zunächst, wie eine Einstellung gegen Ausländer, insbesondere Flüchtlinge, auch damit begründet wird, dass diese vermehrt Sexualstraftaten begehen sollen. Dazu sagt sie dann:

Das Eintreten für die Freiheit der Frau, und zwar in den Grenzen ihrer vorgesehenen Rolle, gebärdet sich hier als Verteidigung und ist dabei nichts anderes als ein Angriff: So wird Feminismus zur Waffe gegen als fremd Verstandene.

Diese Instrumentalisierung ist kein neues Phänomen, aber sie geschieht immer häufiger. Der Feminismus aber, der sich als intersektional versteht, und der aufbegehrt gegen verkrustete Herrschaftsstrukturen, wird aktuell bedroht aus genau der Ecke, die sich einzelne Aspekte aus dem Programm herausnimmt und sie unter falscher Flagge vor sich herträgt. Der sogenannte Rechtsruck bedroht auch emanzipatorische Anliegen. Antifeminismus wird zurzeit, wie viele andere Diskriminierungsformen, immer salonfähiger. Feminismus und Antirassismus eint schlicht die Erkenntnis: Unterdrückung ist nicht okay. Wie sollte Feminismus also sonst sein, wenn nicht antirassistisch?

also nicht unbedingt begründet mit den dazu vorherrschenden Theorien, sondern lediglich damit, dass man gegen jede Form der Unterdrückung vorgehen muss, weil ein feministisches Anliegen sein muss, dass Unterdrückung nicht o. k. ist. Damit könnte man natürlich eine Vielzahl anderer Bürgerbewegungen problemlos in den Feminismus einbeziehen. Selbst den Maskulismus.

68 Gedanken zu “„Sechs Thesen, wie der Feminismus von morgen sein muss.“

  1. Schon toll, so ein emotionales Schreibseminar.

    Hart arbeitend, nüchtern, pragmatisch und zielorientiert kommt dabei nicht vor. Komisch…

    Zu 1: Wer schreit, verliert. Zumindest da, wo man gern arbeiten will.

    Zu 2: Männer sind schon Männer. Ein paar zumindest. Die anderen sind eh schon Feministen. Sagen sie zumindest, in der Hoffnung, dass sie auch mal ran dürfen.

    Zu 3: Absurdität und Lächerlichkeit verstärkt die eigene Position nicht.

    Zu 4: zuerst sinnvoll, dann schnell die Wendung ins abstruse. Allein, dass Lifestyle mit glitzern und Accessoires gleichgesetzt wird, zeigt schon ein völlig anderes Weltbild.

    Zu 5: Ja. Mädels. Nerds begeistern sich für die Sache an sich. Sie hacken im Beruf, kommen heim und hacken weiter. Warum? Weil sie einfach Bock drauf haben! Weil ihr Beruf Berufung ist. Weil sie machen, was sie mit Freude und Sinn erfreut. Da gibt’s Computer Nerds, Telefon Nerds, Funk Nerds, Physik Nerds, Astronomie Nerds, Koch Nerds, Wein Nerds, aber auch Medizin Nerds.

    Was für weibliche Nerds gibt’s denn? Wofür begeistern sich Frauen denn so, dass sie nix anderes machen wollen und 12 Stunden arbeiten, weil sie im Flow sind und es einfach geil ist?

    • @Flin:
      „Zu 4: zuerst sinnvoll, dann schnell die Wendung ins abstruse. Allein, dass Lifestyle mit glitzern und Accessoires gleichgesetzt wird, zeigt schon ein völlig anderes Weltbild.“

      Zumindest umreißt es die intellektuelle Bandbreite dieser Autorin perfekt.
      Ähh …. Bandbreite, … was für ’ne Bandbreite .??? … ( ratlos guck …)

  2. Im Grunde ein einziger Aufruf dazu, ein Kotzbrocken zu sein und sich dabei wohl zu fühlen.

    „Nicht die Natur, sondern eine gesellschaftlich konstruierte Binarität führt zur Unterschiedlichkeit von Männern und Frauen“

    Woher wissen die das bloß immer so genau? Irgendwie ist das der Versuch, eine unbelegte These so lange ständig zu wiederholen, bis sich niemand mehr traut. ihr zu wiedersprechen.

    • Der „Feminismus von morgen“ sagt:
      „„Nicht die Natur, sondern eine gesellschaftlich konstruierte Binarität führt zur Unterschiedlichkeit von Männern und Frauen“
      —————
      „Logisch!“, darauf hätte man ja auch gleich kommen können, wenn man sich die „gesellschaftlich konstruierte Binarität“ der „höheren Säugetiere“ anschaut!
      Bloß: wie dämlich?!

  3. Ich hab auch eine These, wie der Feminismus der Zukunft sein sollte: Weg.

    Da es Feminismus aber nur in Gesellschaften gibt, in denen Frauen nicht unterdrückt werden, ist das ein sehr zweischneidiger Wunsch.

  4. Der Kampf muss laut sein und dreckig, auch ausarten dürfen.

    Was das wohl bedeutet?
    Welche Handlungen steht sie Maskulisten mit diesem Satz zu?

    Oder … Moment … Damit ist wieder nur gemeint, dass Feministinnen laut, dreckig und ausgeartet sein sollen, aber alle andere haben sich gefälligst sehr zivilisiert zu verhalten, oder?

    • Das ist Standardprozedere bei Internetfeministen. Die sagen irgendwas wie das alle Männer irgendwann vergewaltigen oder alle Männer von Natur aus Frauen hassen, werden kritisiert, behaupten das ist Frauenhass und führen sich dann als Opfer auf, was aber niemals passiert wäre wenn sie nicht die Hälfte der Menschheit beleglos Entenschlucht hätten.

    • Veränderung heißt immer Kampf – und Kämpfe müssen wehtun.

      Auf Anhieb fiel mir dazu dieser Artikel ein.
      https://scheidendegeister.wordpress.com/2017/03/13/dumme-aggressive-frauen/

      Insbesondere die Videos 2 und 3 (wobei nur noch das Dritte nach Altersverifikation per Anmeldung – wie witzig… verfügbar ist.)
      Wäre doch mal lustig, sich gegenseitig weh zu tun. Mal sehen, wie lange Strohdoofski Lust auf „Veränderung“ hätte. 😉

      Btw. Ja, ich würde auch Frauen schlagen, wenn sie mich physisch angreifen wollen würden. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit endet eben doch nicht beim männlichen Geschlecht, auch wenn man das in unserer Gesellschaft leider häufig anders sieht.

  5. Aber Männer sind nicht nur strukturelle Täter,

    Sind eigentlich auch Frauen strukturelle Täter oder sind alle sttrukturelle Täter Männer?

    • Dort, wo Frauen strukturelle Täter sind, ist das nur so, weil sie vom Patriarchat dazu gezwungen werden.

      Im Grunde sind sie also (überraschung) trotzdem Opfer.

  6. Der übliche Service am Kunden: Wer sind die Leute, die hier zu Wort kommen?

    DER FEMINISMUS MUSS EINE WÜTENDE BITCH SEIN
    Erica Zingher

    Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung im Programm „Medienvielfalt, anders“
    Freie Autorin bei der Zeit
    Hat Europäische Ethnologie und Gender-Studies in Berlin sowie im Master Osteuropastudien in Hamburg studiert. Thematisch beschäftigt sie sich besonders mit Demokratie und Zivilgesellschaft in Russland und Osteuropa. Journalistische Stationen unter anderem bei „Spiegel Daily“ und „Spiegel Online“. Dazwischen auch beim Radio.

    DER FEMINISMUS MUSS SEINEN BRUDER IM ARM HALTEN
    Ann-Kristin Tlusty

    ZEIT-Autorin: „Ann-Kristin Tlusty hat Literatur, Medien und Kulturjournalismus studiert. Seit 2017 bei ZEIT ONLINE.“
    ein Tweet: „Sollte man nun aus feministischen Gründen empört darüber sein, dass diesen Sommer mal nicht überall Deutschlandfahnen rumhängen? #FIFAWWC“
    derFreitag-Autorin: „Extrem belastbare, superflexible und überaus ambitionierte Jungjournalistin.“

    DER FEMINISMUS MUSS BREITBEINIG SEIN
    Marlene Knobloch

    Beim Theatertreffen: „Jahrgang 1994, studiert Deutsche Literatur und Medienwissenschaft in Berlin. Sie ist Stipendiatin der Journalistenausbildung der Passauer Neuen Presse. Lebt in Berlin.“
    ZEIT-Autorin: „Marlene Knobloch, geboren 1994, studiert Deutsche Literatur und Medienwissenschaft in Berlin und Tel Aviv. Dazwischen assistiert und inszeniert an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Praktika u.a. für Passauer Neue Presse, Nationaltheater Mannheim, Berliner Festspiele. “

    FEMINISMUS DARF KEIN LIFESTYLE SEIN
    Ann-Kristin Tlusty

    siehe oben

    DER FEMINISMUS MUSS NERDIG SEIN
    Elena Erdmann
    https://img.zeit.de/autoren/E/Elena_Erdmann/zon-column/square__200x200__desktop
    Redakteurin im Datenteam von ZEIT ONLINE: „Elena Erdmann studierte in Dortmund Informatik und Mathematik. Als Mitglied von Journocode genießt sie es, ihr Wissen und ihre Begeisterung für den Datenjournalismus weiterzugeben.“
    Panelistin auf dem Reporter-Workshop ’18: „Wie Journalisten Vertrauen verlieren und gewinnen“ (im Original nicht gegendert)
    Gibt es systematische Benachteilung von Frauen im Journalismus – und wie kann man Reporterinnen stärken?

    DER FEMINISMUS MUSS ANTIRASSISTISCH SEIN
    Julia Meyer
    https://img.zeit.de/autoren/M/Julia_Meyer/julia-meyer/square__200x200__desktop
    Teamleiterin Community bei der ZEIT: „sehr ausführliches Komparatistik-Studium in Wien bestritten, fast an der Diplomarbeit gescheitert und nebenher im Museum gejobbt.“
    Twitterhandle: „Teamleitung Community @zeitonline löschen gelernt:@derstandardat“

    • Nix gescheits studieren, oder was gescheits studieren und nix gescheits arbeiten.
      Nächster Halt: sich übers Gender Pay Gap aufregen.
      Alternativ: Mann heiraten, der das Geld ranschafft.
      Oder: sich über Männer echauffieren, weil man nicht auf Männer steht und sie für einen eine fremdartige Spezies sind, die man nicht versteht und die einfach nur anders und lästig ist.

    • Nix gescheits studieren, oder was gescheits studieren und nix gescheits arbeiten.
      Nächster Halt: sich übers Gender Pay Gap aufregen.
      Alternativ: Mann heiraten, der das Geld ranschafft.
      Oder: sich über Männer echauffieren, weil man nicht auf Männer steht und sie für einen eine fremdartige Spezies sind, die man nicht versteht und die einfach nur anders und lästig ist.

  7. Die wütenden Bitches wollen es dreckig, breitbeinig und nerdig. Zu den 6 Thesen paßt das sechsschüssige Modell 29 von Smith & Wesson. Vielleicht könnte Dirty Harry das Problem lösen.

  8. „Wütend und irrational auftreten und den Gegner scharf angehen hat den Vorteil, dass dieser automatisch in der defensive ist, was gerade bei einem Thema,bei dem man im Feminismus stets mit Feld und Festung arbeitet einstellt in den Beruf bringt etwas gegen Frauen zu haben. “

    Wie belieben Strunz?

    Ist heute nicht so schlimm wie vor ein paar tagen, aber die so typischen SPracherkennungs-Fehler sind heute wieder bergeweise drin.

    Die „Ware Begründung“.
    „Der Feminismus müsste wohl weit er einmal anpacken statt zu reden.“
    Das verschluckte „eher“, dass zu „er“ wird.
    Und, novum, heute auch mal andersrum:
    „Umso weiter eher ausgeweitet wird umso eher wird es eine Fraktion geben, die es gerne glitzernd hat.“

    Fehlendes Satzende:
    „Die sich nicht Straßenkämpfe liefern möchte, sondern allenfalls Forderungen erheben möchte, die der andere umsetzen.“
    Passiert beim freien Sprechen, wenn man gleichzeitig denkt und dabei formuliert – sollte aber beim drüberlesen auffallen

    In der Masse der Zitate fällt es heute weniger stark auf, weil dein eigener Textanteil nur gering ist, aber das Problem ist weiterhin da.

    Ich erinnere nochmals an unsere Vorschläge vor ein paar Tagen, eine Editoren-Gruppe da mal drübergucken zu lassen, bevor solche Texte raus gehen.
    Du hast dich bislang nicht mal dazu geäußert.

  9. Interessant finde ich, wie sehr der Feminismus hier PERSONIFIZIERT wird. Er soll eine wütende Bitch sein, breitbeinig, nerdig, den Bruder im Arm halten: Die Autorinnen sehen den (welchen?) Feminismus nicht als ein Bündel politischer Positionen an, sondern als eine Art großer Wunsch-Schwester, die es ihnen erlaubt, ein besseres Leben zu führen.

    Denken in politischen und sozialen Strukturen ist so aber kaum möglich, oder genauer: So umfassend, wie die Autorinnen hier personifizieren, ist es gar nicht möglich. „Feminismus“ ist eine Superheldinnenwunschfantasie, da spielen dann selbst offene Widersprüche keine Rolle.

    „Sie erklärte, was Wut eigentlich will: Veränderung. Veränderung heißt immer Kampf – und Kämpfe müssen wehtun.“ Da haben Feministinnen nun jahrelang erklärt, dass die Wut angeblich wütender weißer Männer ihren Grund darin hat, dass sie sich gegen alle Veränderungen sperren – da wird dann Wut mal eben kurz ins Gegenteil interpretiert.

    Nur ein beliebiges von vielen möglichen Beispielen – solche Widersprüche fallen hier nicht einmal auf. Das eben verschwindet, wenn Feminismus als Wunschschwester fantasiert wird: Unter all den Forderungen ist keine Forderung nach irgendeiner kritischen Distanz zu sich selbst – oder danach, eine halbwegs konsistente theoretische Grundlage zu erarbeiten – oder das eigene Verhältnis zu anderen Emanzipationsbewegungen zu klären (warum, z.B., hat die proletarische Frauenbewegung keine Fortsetzung gefunden?).

    All solche kritischen, gar selbstkritischen Einordnungen würden den Wunschfantasien von der großen Schwester im Weg sein. Peinlich ist nicht einmal die Infantilität solcher Ausführungen – sondern vor allem die Erwartung, dass sie gefälligst als wichtige politische Entwürfe ernst genommen werden müssten.

    • Die ganze Zeit überlege ich welche Ideologie der Bruder des Feminismus sein könnte, jetzt – Dank @Lucas! – fällt es mir wie Schuppen … Dingens:
      Der Infantilismus!
      Zwillinge gar!

    • „Denken in politischen und sozialen Strukturen ist so aber kaum möglich, oder genauer: So umfassend, wie die Autorinnen hier personifizieren, ist es gar nicht möglich.“
      Ich stelle die und in Frage, ob sie es überhaupt können oder wollen.

      Wenn ich mir die Damen so anschaue scheint ihnen entgangen zu sein, dass sie in der Mainstream-Presse die radikale „bitchy“ Feministin darstellen dürfen.
      Keine „strukturellen“ Hindernisse des „Patriarchats“ existent für das Erscheinen in einem werbefreundlichen Umfeld.

      Es müsste ihnen auffallen, ihre Forderung: „In politischen Debatten müssen mehr Tomaten fliegen, höfliche Worte haben ausgedient.“ wird nicht in einer linksradikalen Postille veröffentlicht, sondern in der Zeit (selbst wenn man berücksichtigt, es handelt sich um die Campus-Ausgabe).
      Der Unterschied: wenn man ihnen nicht abkaufen würde, dass es sich nur um hohle Phrasen und eitle Posen handelt, dann müssten sie in einer linksradikalen Postille veröffentlichen.
      Die verquaste Militanz, mit der sie ihre Texte versehen steht aber im Gegensatz zu den offenen Türen, die sie permanent einrennen.

      Dass der „Feminismus sein inneres Proletariat aktivieren“ muss wird alleine daran scheitern, dass die Feministinnen gerne weiterhin in der SZ, der Zeit, Brigitte, SPON, Cosmopolitan, im ÖR veröffentlichen wollen. Weil man nur in dort erfolgreich die „gläserne Decke“ und die „Vereinbarkeit von Familie und Karriere“ bejammern kann – und dafür Honorar erhält. Bei Publikationen, wie junge welt oder Jungle World gibt es weder die Karriereleitern, die ihnen vorschweben, noch solche Verdienstmöglichkeiten.

      Sie schreiben, man „muss den Dialog mit Männern suchen“ und „Wer Veränderung will, muss sich streiten, Positionen aushandeln, sich reiben.“
      Es findet aber weder ein Dialog statt, noch eine Debatte, schon gar kein Streit, sondern ein nicht enden wollender Monolog.
      Hätten sie wirklich die Absicht, müssten sie sich inzwischen wenigstens wundern, warum sie scheitern.

      Das fehlen einer „kritischen Distanz zu sich selbst“, die du bemängelst, ist kein bug, es ist ein feature.
      Hätten sie eine „halbwegs konsistente theoretische Grundlage“ wäre ihnen klar, dass sie sich permanent in Widersprüche verwickeln und vor allen Dingen warum.

      • Das ist per se ein Oberknaller:
        „„Feminismus sein inneres Proletariat aktivieren““
        Wo bitte ist zwischen oberer Mittelschicht und unterer Oberschicht ein „Proletariat“ zu finden?
        ( were’s my fucking map, i gotta research … )

        • Aber Fiete, die Damen Arruza, Bhattacharya und Fraser haben sogar ein Manifest (!) „Feminism For The 99%“ geschrieben.

          Volle Lotte im Glauben, dass ihr neuer (!) Feminismus „has the potential to overcome the stubborn and divisive opposition between „identity politics“ and „class politics.“
          Diese beiden hätten sich zu vereinen gegen den liberalen Feminismus, der nach ihrer Ansicht bankrott und „part of the problem“ ist.

          Aber erst der intersektionale Feminismus hat dafür gesorgt, dass aus Klasse „classism“ geworden ist und bei der Opfer-Olympiade nicht einmal mehr aufs Podest gehört.
          Sie möchten also mit der bereits stattgefunden habenden liberalen Verarbeitung von „class, race, gender“ gemeinsam gegen den liberalen Feminismus vorgehen.
          Was könnte da bloß schief gehen?!
          Während zu genau dieser Zeit die liberalen intersektionalen Feministinnen engagiert gegen radikale Feministinnen vorgehen, die nicht mitmachen wollen, dass eine Transfrau eine biologische Frau ist.

          Zum Glück haben sie gegen meine „old-school understandings, what makes class in capitalist society“ eine neue Sichtweise entwickelt, denn zum neuen Verständnis gehören „those who receive no pay in return for their work“ – also Hausfrauen.
          Ich nehme an, es handelt sich um die neue Hausarbeiterinnenklasse und frage mich immer, wovon die Frauen leben, wenn sie arbeiten und nicht bezahlt werden.
          Ach so, das neue globale (!) Proletariat besteht mehrheitlich aus allem und allen – außer weißen Männern.

          Dem Text liegt eine umfassende politische Fehleinschätzung und/wegen kein Blick auf die empirische Realität zugrunde. Fraser gilt als linke Vorzeigefeministin in den USA; das ist vielsagend.
          Da unsere deutschen Lieblingsfeministinnen begabte Kopisten und Plagiatoren sind, wird uns der Quatsch bald auch hier entgegen kommen.
          Ich kann es kaum erwarten! 😦

          • Ist das dann als identitäre Klasse, Klassenidentät, oder einfach Erste Klasse ( in welcher der beiden möglichen Interpretationen? ) zu betrachten? Oder manschen die gleich alle vier Möglichkeiten zusammen, passt irgendwie immer, fast noch perfekter als ein Meinfeminismus, weil kann man jedem andichten, je nach Bedarf ?
            …. und trotzdem komme ich über dieses Urlaubs-, Freizeit- u. unendlichen Konsum-Proletariat nicht hinweg, das hat schon was … ekelhaftes, widerwärtiges, entsetzliches ….

            Gesetzt ich wäre schwarz, wäre ich dann, als Rentner, auch Teil des feministischen Proletariats? Immerhin führe ich gratis meinen kompletten Haushalt, ganz ohne daß ein Ally mich dabei bedient … äh … unterstützt ….

          • @crumar, Ich nehme an, es handelt sich um die neue Hausarbeiterinnenklasse und frage mich immer, wovon die Frauen leben, wenn sie arbeiten und nicht bezahlt werden.
            Und es stellt sich die Frage nach den Produktionsmitteln, wer hat die denen zur Verfügung gestellt, um Essen kochen und staubsaugen zu können? Wir Männer.

            Was wir seit 100 Jahren erleben, ist pure „cultural appropriation“. Man vergleiche mal mit dem Fall, daß ein Yoga-Kurs hierzulande abgesetzt werden soll, weil Nichtinder sich die indische Kultur raubhaft aneignen.

            Das ist dann alerdings nur ein Klacks gegen das, was Frauen hier treiben. Die haben sich unserer Technik bar jeden Verstandes und Verständnisses bemächtet, kulturelle Aneignung in höchstkriminellem Ausmaß betrieben und wollen jetzt noch Geld dafür haben, daß sie die Dinge unrechtmässig benutzen?

            Und selbst trotz Zigfachförderung noch immer kaum dazu beitragen, aber Quoten haben wollen. Wie nennt man sowas eigentlich pc?
            Männer sollten die Produktionsmittel wegschließen und Miete dafür verlangen. So wird ein Schuh draus, den Frauen auch noch nichtmal selbst produzieren können. Verdammte Hacke nocheins.

          • @Fiete @Avus

            „Oder manschen die gleich alle vier Möglichkeiten zusammen“ – wenn man es politisch sehen will, dann ja.
            Sie vermanschen radikalen und intersektionalen Feminismus, so wie er in den 70er Jahren war plus intersektionalen Feminismus, wie er heute ist.
            In ihrer Interpretation von Marxismus geht es darum, ihn einmal auf den Kopf zu stellen, denn heute ginge es um Kämpfe in „social reproduction“ und das ist nach ihrer Ansicht weibliches Terrain, Stichwort: unbezahlte „care“-Arbeit.
            Es ist der x-te Versuch, den Zusammenhang von Produktion und Reproduktion aufzulösen und es hängt mir zum Hals raus.
            Das Schema läuft zuverlässig darauf hinaus, Frauen würden „das Leben“ (re-)produzieren (womit in letzter Instanz der Uterus gemeint ist) und Frauen müssten also für „care“-Tätigkeiten entlohnt werden.
            Insbesondere relevant, da immer mehr Frauen in den USA keinen Mann mehr im Haushalt haben, von dessen Lohn sie partizipieren können.

            Ergo und ich zitiere wörtlich, aber mit meiner Hervorhebung was ihrer Ansicht eingetreten ist: „Not just men, but women, too, are now forced to sell their labour power piecemeal – and cheaply – in order to survive.“
            Not just men…
            Und sie halten sich bestimmt für linke und besonders empathische Feministinnen.

            Wenn Frauen jetzt in den Arbeitsprozess eintreten, um ihre Arbeitskraft zu verkaufen, es vorher einen Zustand gegeben haben muss, in dem ein anderer seine Arbeitskraft verkauft hat, um für ihre Reproduktion zu sorgen ist logisch.
            Dieser Teil des Lohns ist das Geld, was sie selber hätte erarbeiten müssen, um sich zu reproduzieren. Oder anders herum gedacht: die Stunden, die sie selber hätte arbeiten müssen.
            Was natürlich bedeutet, die Hausarbeit war bezahlt und auf dem partnerschaftlichen Arbeitszeitkonto stand sie mit den Stunden im Soll, die sie nicht in der Erwerbsarbeit verbracht hat, um sich selbst zu reproduzieren.

            Dass Feministinnen diesen Zusammenhang nicht sehen oder sehen wollen beweist, sie sind durchseucht mit bürgerlicher Ideologie, deshalb nenne ich sie bürgerliche Feministinnen.

            Aus der bürgerlichen Ideologie resultiert m.E., dass Frauen für ihre eigene Reproduktion weder verantwortlich sind, noch zuständig – default Überzeugung ist, das wird ein anderer übernehmen.
            Weil das im Bewusstsein gesetzt ist, hat diese Arbeit (des anderen) keinen Wert.
            Nicht weil diese Arbeit objektiv keinen Wert hat, sondern weil für sie subjektiv bereits vorab feststeht, sie haben einen (natürlichen) Anspruch auf den Teil der Erwerbsarbeit eines anderen, der ihre eigene Reproduktion ermöglicht.

            Aus der Sicht des bürgerlichen Feminismus steht sie demzufolge im partnerschaftlichen Arbeitszeitkonto nicht mit den Arbeitsstunden im Soll, den ihre Reproduktion kostet.
            Ideologisch ist ihr Konto quasi immer gedeckt, weil es ihr zusteht.
            Greift sie zum Staubsauger ist sie im plus und leistet „unbezahlte Arbeit“.

            Beispiel: in dieser Weltsicht ist staubsaugen in der gemeinsamen Wohnung plus eine Stunde weibliche Arbeit, während die Stunden Arbeit des Mannes für die Miete der gemeinsamen Wohnung 0 zählt.
            Wird sie für die Stunde staubsaugen vom Mann bezahlt?
            Nicht? Seht ihr, unbezahlte Arbeit!

            Ich habe diesen Beitrag in dieser Länge verfasst, weil es m.E. keine andere Möglichkeit gibt, eine uns durch und durch fremde Denkweise plausibel darzustellen.
            Nur wenn man die bürgerlich feminin-istischen Grundüberzeugung verinnerlicht hat, kommt man auf die „unbezahlte Hausarbeit“.
            Wer dieses Gewölle reproduziert, kann wenigstens zuverlässig aus politisch „links“ ausgeschlossen werden und das Ergebnis war es also wert, diesen Kommentar gelesen zu haben. 🙂

          • Ich habe diesen Beitrag in dieser Länge verfasst, weil es m.E. keine andere Möglichkeit gibt, eine uns durch und durch fremde Denkweise plausibel darzustellen.

            Dank u.a. Deiner unermüdlichen Arbeit, aber auch der Beiträge der anderen hier, wird immer mehr Männer deutlich WAS für ein Anspruchsdenken alle Frauen haben, die mit Feminismus kein Problem haben.

            Es läuft wirklch darauf hinaus:
            Von einer Frau darf NICHTS erwartet werden.
            Einer Frau darf NICHTS Unangenehmes passieren.
            Ein Frau MUSS versorgt sein.

            Solange es Situationen gibt, in denen gegen eine dieser Regeln verstoßen wird, ist das der Beweis, dass das Patriarchat lebt und Frauen unterdrückt.

          • @only me

            „Solange es Situationen gibt, in denen gegen eine dieser Regeln verstoßen wird, ist das der Beweis, dass das Patriarchat lebt und Frauen unterdrückt.“

            Ja. Vor allen sollte man die Wortwahl in der US-Szene beachten. Es steht von vorne herein fest, dass „women are oppressed“, es ist völlig egal durch wen, für was und wie das zu beweisen ist.
            Demzufolge haben diese kleinen Heuchlerinnen auch das Augenmerk auf die „Unterdrückung“ gerichtet und nicht auf „Ausbeutung“ – was marxistisch wäre.

            Das ist kein Zufall.
            Nur wenn ich dich „unterdrücke“, DAMIT du „unbezahlte Hausarbeit“ leistest, macht „Unterdrückung“ Sinn. Wenn ich hingegen sage: ich beute dich aus, weil ich die unbezahlten Hausarbeit bezahle, indem ich deine Reproduktionskosten bezahle, die diese Hausarbeit erst ermöglichen, hört sich das schwachsinnig an.
            „Ich bezahle meine Sklavin, damit ich sie versklaven kann!“
            Das macht keinerlei SINN.
            Wenn DU Mehrarbeit verrichten musst, um einen anderen Menschen „auszubeuten“, hast du den Kapitalismus einfach nicht verstanden.

            Ihre Idee, dass „Patriarchat“ und ihr Verständnis von „Kapitalismus“ deckungsgleich sind, krankt an einem Missverständnis, um was es sich bei „Patriarchat“ und „Kapitalismus“ wirklich handelt und gehandelt hat.

          • @crumar:

            »Sie möchten also mit der bereits stattgefunden habenden liberalen Verarbeitung von „class, race, gender“ gemeinsam gegen den liberalen Feminismus vorgehen.«

            Danke für diesen und die anderen Kommentare! Ich denke, ich habe jetzt verstanden, was beim »Feminismus der 99%« schief liegt. 🙂

          • @crumar,

            ich frage mich, welche Analyseebene der Motivation der Durchschnittsfeministin eher gerecht wird.

            Ist es „Frauen … Nachteil .. schlecht … grunz“?
            Oder „Obacht Schwestern! ‚Ausbeutung‘ im marxschen Sinne ist weniger geschlechtersensitiv als ‚Unterdrückung‘. Lasst uns unsere Argumentation auf letzterem aufbauen“

            Ich bin ja sehr viel pessimistischer, was die kognitiven Fähigkeiten des Menschen angeht, und neige zu a)
            Tausende von Feministinnen brabbeln auf immer wieder leicht variierte Weise „Frauen … Nachteil .. schlecht … grunz“ und bleiben bei den Formulierungen, die am wenigsten Widerworte hervorrufen.
            Das ist ein normaler evolutionärer Prozess, zu dem es quasi keinerlei intellektuelle Brillianz braucht.

          • @djadmoros @only me

            Es handelt sich bei meinen Kommentaren um eine evtl. unfaire Verkürzung, da ich das Manifest mit zunehmendem Brast gelesen habe.

            Dass die Wahlen 2016 für die Demokraten verloren gingen folgte u.a. dieser bereits durchgesetzten Ideologie, wonach es sich bei der Hälfte der Trump-Anhänger um einen „basket of deplorables“ handelt.

            Das Manifest ist m.E. Ausdruck einer Verweigerung, eine ernsthafte politische Analyse ihres Scheiterns vorzunehmen, eine ernsthafte Kritik und Selbstkritik zu verfassen, stattdessen ist „double down“ + utopistische Zielsetzung das Motto.

            „ich frage mich, welche Analyseebene der Motivation der Durchschnittsfeministin eher gerecht wird.
            Ist es „Frauen … Nachteil .. schlecht … grunz“?
            Oder „Obacht Schwestern! ‚Ausbeutung‘ im marxschen Sinne ist weniger geschlechtersensitiv als ‚Unterdrückung‘. Lasst uns unsere Argumentation auf letzterem aufbauen“

            Es ist teilweise US-spezifisch, da hyperbole Sprache alltäglich ist.
            Deshalb übernehmen unsere Plagiatorinnen die Konzepte, schrecken aber dann doch zurück, 1:1 Übersetzungen vorzunehmen. Dass es eine „Vergewaltigungskultur“ gibt und wer das nicht glaubt ein „Vergewaltigungsleugner“ ist, wäre hier einfach nicht durchsetzbar.
            Dass Frauen zu einer „Klasse der Unterdrückten“ zählen und überall „unterdrückt“ werden, würde die Botschaft hier ebenfalls unglaubwürdig machen.

            Ergo beschränkt sich die hiesige Clique darauf, jeden Nachteil zu einer Benachteiligung und diese zu einer „Diskriminierung“ aufzubrezeln.

            Aber die Möglichkeiten, offensichtlich abenteuerliche Diskriminierungen von Frauen festzustellen und in den Medien als echtes Argument zu verkaufen sind hier ebenfalls gestiegen.

            SZ-Artikel vom 28.1.19 mit der Überschrift: „Für Frauen sind Kinder beim Gehalt eine Strafe“
            Nächster Absatz wortwörtlich zitiert:

            „Ein internationales Forscherteam hat untersucht, wie sich das Einkommen von Eltern nach der Geburt ihres ersten Kindes entwickelt. Die Ergebnisse sind drastisch. In allen sechs Ländern wurden starke Gehaltseinbußen bei den Müttern beobachtet. Der Ökonomieprofessor Josef Zweimüller von der Uni Zürich war vor allem von den Ergebnissen eines vermeintlichen Vorzeigelandes überrascht.

            SZ: Herr Zweimüller, Ihre Studie haben Sie Child Penalties genannt, Kind-Strafen. Ist das nicht etwas polemisch?“

            Nein, denn das ist eine schreckliche Diskriminierung von Frauen.
            Nur weil sie Kinder bekommen können gibt es diese Gehaltseinbußen, insbesondere für Frauen.
            Leider geht es dann weiter und der Forscher führt aus (kursiv von mir):

            „Die Arbeitsmarktbeteiligung macht in Deutschland mindestens die Hälfte des Effekts aus. Ein großer Teil der durchschnittlichen Einkommenseinbußen sind auf Mütter zurückzuführen, die gar nicht mehr arbeiten gehen.“

            Wer hätte das gedacht, wie weitreichend die Diskriminierung von Frauen ist.
            Wenn Frauen sich nicht am Arbeitsmarkt beteiligen, dann bekommen sie kein Gehalt.
            Hättest du das ohne diese seriöse Forschung gewusst?

            Aber dieser Forscher hat auch noch einen Vorschlag: „Das Ziel muss sein, die Einstellung der Männer zu verändern. Sonst wird der Großteil der Erziehungsarbeit weiter von Frauen gemacht.“

            Mein Vorschlag ist sogar noch viel progressiver als wie seiner: nur wenn beide Geschlechter gar nicht mehr arbeiten gehen, können sie Erziehungs- und Erwerbsarbeit fair untereinander aufteilen.

            Ich sollte ein Manifest schreiben. 🙂

          • @Crumar: Schallendlach!
            Jetzt ist es also raus! Frauen, die nicht arbeiten werden beim Lohn im aller-aller-allerschlimmsten diskriminiert. Schgandaaaahl!!!
            Nein! Doch! Ooooohh!
            Nein sowas aber auch ( TränenausdenAugenwisch … )
            Jaaa, schreibe ein Manifest, am besten eines, daß so viele grundlegende Erkenntnisse – wie diese geniale Erleuchtung – wie überhaupt findbar enthält.
            Das könnte dann zum deutschen „Eia-Zünder“ werden, jedenfalls vom Lachfaktor her und Humor zieht gut, auch und gerade als Populäre Bildungsebene!

            @only: Du machst Dir oben Gedanken ob nun „Frauen werden Diskriminiert“, oder „Schwestern passt auf!“ relevanter ist.
            Ich denke, ersteres ist die Formel nach unten, um unbedarfte Mitläufer zu generieren ( s. Schwesig’s „Automechaniker vs. Altenpfleger“ ), also rein populistischer Blödfug, während zweiteres ein Sprachcode ist, der von den Femiaktivisten intern verwendet wird und viel stärker codiert ist, man könnte sagen DIE interne Betriebsgeheimsprache.

          • @Fiete,

            Du machst Dir oben Gedanken ob nun „Frauen werden Diskriminiert“, oder „Schwestern passt auf!“ relevanter ist.

            Nein. Ich scheine mal wieder Schwierigkeiten zu haben, klar auszudrücken, was ich meine.

            Ich frage mich, auf welchem intellektuellen Niveau man der Normalen Feministin von Claudia bis zu Schwesig eigentlich gerecht wird.

            Wenn crumar seine philosophisch-soziologischen Erklärungsmuster ausbreitet, kommt er mir vor wie Frans de Waal, der mit komplizierten Wörtern und Konstrukten das Verhalten von Schimpansen erklärt und nachvollziehbar macht.
            Das bedeutet aber nicht, dass die Schimpansen selbst durch vergleichbare Überlegungen zu ihrem Verhalten gekommen sind.

            Wenn es irgendwas gibt, das mich von Haidts These überzeugt, dass der Verstand nicht zur Handlungs- und Meinungsleitung entwickelt wurde, sondern zur Handlungs- und Meinungsrechtfertigung, dann sind es Feministinnen.

            Feministische Argumente sind keine Abwägungen beobachtbarer Sachverhalte und auch kein Untersuchen logischer Widerspruchsfreiheit in ihrem Gedankengebäude. OFFENSICHTLICH sind sie das nicht.

            Auf die These: „Ich will KEINE Nachteile haben und als FRAU habe ich VERDIENT, keine Nachteile zu haben und jetzt brauche ich IRGENDWAS Wohlklingendes, was dieses Gefühl untermauert.“ passt aber alles, Claudia bis Schwesig von sich gibt.

            Inklusive der Forderung, dass eine Frau keine Einnahmenseinbußen haben darf, nur weil sie nicht arbeitet.

          • „( s. Schwesig’s „Automechaniker vs. Altenpfleger“ )“

            „Feministische Argumente sind keine Abwägungen beobachtbarer Sachverhalte

            [..]

            Auf die These: „Ich will KEINE Nachteile haben und als FRAU habe ich VERDIENT, keine Nachteile zu haben und jetzt brauche ich IRGENDWAS Wohlklingendes, was dieses Gefühl untermauert.“

            Deshalb gibt sich auch jeder, dem ein schwesigsches „Automechaniker vs. Altenpfleger“ als „argument“ ohne weiteren Hintergrund vorgelgt wird, bereitwillist der Illusion hin, dass der Automechaniker mehr verdienen würde als die unterdrückte Altenpflegerin. Ist eine ganz tief „gefühlte Wahrheit“.

            Google „kfz mechatroniker gehalt“:
            „Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung als KFZ-Mechatroniker liegt zwischen 1.500 und 1.900 Euro brutto pro Monat. Mit etwas Berufserfahrung liegt der Verdienst schließlich über der 2.000 Euro Marke.“

            Google „altenpfleger gehalt“:
            „Das Altenpfleger Gehalt ist leider im Vergleich zu anderen Berufen aus dem Bereich der Pflege im unteren Tertial anzusiedeln. Das mittlere Entgelt (Median) beträgt in Deutschland für Altenpfleger pro Monat 2.744 Euro brutto.“

            Andere Pflegeberufe verdienen nämlich mehr.
            Krankenpfleger Gehalt
            Träger der Einrichtung Gehalt von Gehalt bis
            Staatliche Einrichtung 2.800 € 3.600 €
            Kirchliche Verbände und Einrichtungen 2.800 € 3.800 €
            Privatisierte Unternehmen 1.800 € 2.200 €

            Scheiß Patriarchat, das die Frauenberufe so schäbig unterbezahlt.

          • @only, @Maddes:
            Im Prinzip führt Ihr das nur etwas weiter aus, was ich heute mal wieder arg verkürzt habe. Bin eigentlich auch schon bis heute abend weg …..

            „Ich frage mich, auf welchem intellektuellen Niveau man der Normalen Feministin von Claudia bis zu Schwesig eigentlich gerecht wird. “

            Geht nich, da is kein Niveau, v.dh. halte ich den Weg über Crumar’s These ( nennen wir’s mal eine Art Psychoanalytischen Ansatz ) für geeigneter. Ist für Selbstdenker nicht ganz leicht nachzuvollziehen, mittlerweile bin aber recht überzeugt davon. Die sind schlicht nich ganz dicht, weil existieren durchgehend nur auf der Ebene extremer kognitiver Dissonanzen, die komplett logikbefreit und far out von aller Realität sind. Kurz: Argumentieren sinnlos!

          • @ Fiete
            „Die sind schlicht nich ganz dicht, weil existieren durchgehend nur auf der Ebene extremer kognitiver Dissonanzen, die komplett logikbefreit und far out von aller Realität sind. Kurz: Argumentieren sinnlos!“

            Ich bezweifle, dass man komplett logikbefreit in solche Positionen gelangt. Da muss auch noch irgendwo eine gehörige Portion Bösartigkeit vorhanden sein.

          • „Ich bezweifle, dass man komplett logikbefreit in solche Positionen gelangt. Da muss auch noch irgendwo eine gehörige Portion Bösartigkeit vorhanden sein.“

            Es geht nicht um Logik und schon gar nicht um rationalität, sondern um gefühlte Wahrheiten.

            Die (ganz tief, wahrhaftig und echt) empfundene Gefühlte Wahrheit ist, dass Frauen untersrückt sind.
            Ein mögliche manifestation davon könnten schlechtere Löhne sein, also schreibt man das halt mal – weiß doch auch jeder, dass Frauen im Schnitt weniger verdienen.

            Also schreibt man halt mal „automechaniker vs. Altenpfleger – ist gefühlt wahr, der rationale Wahrheitsgehalt ist dabei völlig egal und bedarf deshalb auch keiner überprüfung – es wird schon stimmen.
            Das ist weniger Boshaft und nicht mal dumm, sondern einfach nur gedanklenlos – die entsprechende Reaktion bei nicht-feministischen nachbetern solcher „gefühlter Wahrheiten“, wenn man sie mal auf realitäten hinweist, ist daher auch erst mal ungläubige Verwunderung – da hat man nie auch nur einen gedanken verschwendet, dass es auch anders sein könnte oder man überhaupt mal drüber nachdenken könnte.

            Erst nach der Verblüffung kommt, je nach persönlichkeit, der nächste Schritt – Leugnung und Abwehr. Etwas, was man bisher einfach geglaubt hat, gibt man dann durch einen einfachen Hinweis doch nicht so einfach kampflos auf.

          • Danke, @Maddes! Inhaltlich hätte ich es nicht besser sagen können.
            Kurzgeformelt: Es geht überhaupt nicht um Logik, es sind formelle Hochintelligenzler dazwischen. Das Problem sind ziemlich krankhafte kognitive Dissonanzen, z.T. gepaart mit extrem autosuggestivem Irrsinn. Ganz gefährliche Kombination und ohne Femisymptome kaum erkennbar ( vermutlich oft PAS-Opfer, wie meine Exe ).

            Wobei man unterscheiden muß, die einfachen Mitläufer sind einfach nur gutgläubig und denkfaul aus Gewohnheit.
            Aber die echten Hardcorefemis muß man als Schwerstgestörte ansehen, anders hat man keine Chance dahinterzusteigen.

  10. Zitat Claudia (und vieler anderer Feministen, sobald man Feminismus auf irgend was festlegen will):

    „DEN Feminismus gibt es nicht“ !

  11. Feminismus als Life Style. Sei eine unangepasste, schlecht erzogene Göre. Gehe allen solange auf die Nerven, bis du deinen Willen durchgesetzt hast. Leider weisst du selbst noch nicht, welche Privilegien es noch abzugreifen gibt, aber das wird schon. Sei laut, sei dreckig, sei unangepasst, sei eine unreife, vorlaute Göre. Kompensiere deine Borniertheit mit Lautstärke. Feminism? Fuck yeah!

  12. Also ich lese den Zeit-Text ein wenig anders.

    Punkt 1 verstehe ich als Aufforderung, nicht still und leise in ohnmächtiger Wut zu verharren, sondern sich bemerkbar zu machen. Der Begriff Bitch bezieht sich dabei auf Reyhan Şahin die das wohl in einem Buch beschrieben hat.

    Punkt 2 weist darauf hin, dass ein großer Konsens gebraucht wird und wir Männer mitnehmen sollten. „Unsere Freunde, Brüder, Väter, Liebhaber, Kommilitonen und Kollegen müssen Teil unseres Kampfes gegen beschränkende Ideen von Männlichkeit und Weiblichkeit werden.“

    Ich selber bezweifel zwar, dass Männer hieran großes Interesse haben, aber für sich klingt das doch gut, was stört Euch daran?

    Punkt 3 hatten wir neulich mal hier wegen Manspreading diskutiert. „Es geht um männliche Attribute, die zu lange als solche hingenommen wurden. Vor allem von uns Frauen. Es geht nicht darum, sich wie Männer zu verhalten. Nein, Feminismus muss Verhaltensweisen und Alltagspraktiken hinterfragen, männliche Patentrechte aufdecken, um Rollenerwartungen zu lösen,“

    Auch das ist doch ein berechtigtes Anliegen was auch Männern hilft, oder?

    Punkt 4 ist auch wichtig, denn gesellschaftliche Anliegen und Protestformen werden gerne und schnell vom Kapitalismus zu einer Ware geformt und endet dann als inhaltsleerer Slogan am Kleiderständer. Da fällt mir Rap und Hip-Hop ein, die dieses Schicksal ereilt hat. Feminismus sollte nicht als Ohrschmuck bei Bijou enden.

    Bei Punkt 5 ist sicher Anne kompetenter als ich. Aber ich finde den Teil mit “ Code von Frauen wird besser bewertet, wenn nicht dabei steht, dass die Entwicklerin eine Frau ist. Dann aber ist die Bewertung im Durchschnitt sogar besser als bei den Beiträgen von Männern. Am Können kann es also wohl kaum liegen.“ schon vielsagend.

    Und Punkt 6 wehrt sich gegen eine Instrumentalisierung und Benutzung der Frauen aus anderen Motiven heraus. „Der vermeintliche Schutz der Frau – nicht die Rechte der Frau – wurde benutzt, um ganze Bevölkerungsgruppen zu diffamieren.“ – Geht gar nicht. Am Ende stehen noch alle Frauen automatisch als Rechtsextreme da, nur weil sie Frauen sind und die Instrumentalisierung in der öffentlichen Wahrnehmung auf sie durchschlägt.

    • „Punkt 1 verstehe ich als Aufforderung, nicht still und leise in ohnmächtiger Wut zu verharren, sondern sich bemerkbar zu machen.“
      Am besten also Feministen als „Wutbürger“ benennen und beim Amoklauf erschießen, wie man es mit männlichen Terroristen auch macht. Verstehe … und ja, ist vernünftig, die Interpretation, durchaus…

      „Punkt 2 weist darauf hin, dass ein großer Konsens gebraucht wird und wir Männer mitnehmen sollten. „Unsere Freunde, Brüder, Väter, Liebhaber, Kommilitonen und Kollegen müssen Teil unseres Kampfes gegen beschränkende Ideen von Männlichkeit und Weiblichkeit werden.“
      Ich selber bezweifel zwar, dass Männer hieran großes Interesse haben, aber für sich klingt das doch gut, was stört Euch daran?“

      Dumme Frage, also ich, und sämtliche normalen Männer, die ich kenne, wollen sich nicht als auszubeutende Esel vor einen Femikarren spannen lassen, um mit der Peitsche zu dem getrieben zu werden, wozu Feministen per se zu feige sind.
      Sonst werden nämlich wieder Männer erschossen ( s. Punkt 1 ) und die tatsächlichen Terroranstifter ( Femis ) lachen sie noch aus dafür und fleddern ihre Leichen.

      „Punkt 3 hatten wir neulich mal hier wegen Manspreading diskutiert. „Es geht um männliche Attribute, die zu lange als solche hingenommen wurden. Vor allem von uns Frauen. Es geht nicht darum, sich wie Männer zu verhalten. Nein, Feminismus muss Verhaltensweisen und Alltagspraktiken hinterfragen, männliche Patentrechte aufdecken, um Rollenerwartungen zu lösen,“

      Auch das ist doch ein berechtigtes Anliegen was auch Männern hilft, oder?“

      Warum sollte es Männern helfen, nicht mehr als Männer attributiert zu werden? Irgendwer einen Lösungsvorschlag? Oder wenigstens eine Idee, was daran „berechtigt“ sein soll?
      Ich finde das jedenfalls extrem frauenfeindlich, die Mädels finden dadurch keine Partner mehr – denn, auch wenn Claudia das nicht versteht, fast alle Frauen suchen Männer ( inkl. männliche Attribute ) als Partner. „uns Frauen“ ist vermutlich als Beleidigung gemeint, klingt in dem Zusammenhang jedenfalls so.
      Und das Ding mit den Patentrechten ist besonders kriminell. Männlichen Patentinhabern die Rechte daran aberkennen ( „hinterfragen“ = feministisches Synonym für verbieten, zerstören, klauen, aneignen etc. ) um selbst die Gebühren parasitär abzuzocken, widerwärtiger und offen krimineller geht es nicht! Aber wenigstens mal ein offenes Geständnis von Claudia, das muß man wohl anerkennen ( scheint wohl mächtig Oberwasser zu haben, z.Zt., warum auch immer ). Ich meine, der Patentinhaber hat sehr wohl das Recht auf die Rolle des Patentinhabers, da gibt es nix zu „lösen“! ( lösen = klauen )

      „Punkt 4 ist auch wichtig, denn gesellschaftliche Anliegen und Protestformen werden gerne und schnell vom Kapitalismus zu einer Ware geformt und endet dann als inhaltsleerer Slogan am Kleiderständer. Da fällt mir Rap und Hip-Hop ein, die dieses Schicksal ereilt hat. Feminismus sollte nicht als Ohrschmuck bei Bijou enden.“

      Da stimme ich großteils zu, der Feminismus ist eine der ekelhaftesten Varianten des leistungsfreien Raubkapitalismus. Und nein ( auch da stimme ich zu ), der Feminismus sollte nicht mal als Ohrring ( wessen auch immer, who the fuck is Kleiderständer-Bijou? ) enden, sondern einfach nur weg ( siehe ganz oben @only’s Kommentar ). Allerdings ist weder Rap, noch Hip-Hop als Ohrringe an irgendeinem Kleiderständer namens Bijou geendet. Von sowas hat Claudia offensichtlich noch weniger Ahnung als von Musik.

      „Bei Punkt 5 ist sicher Anne kompetenter als ich. Aber ich finde den Teil mit “ Code von Frauen wird besser bewertet, wenn nicht dabei steht, dass die Entwicklerin eine Frau ist. Dann aber ist die Bewertung im Durchschnitt sogar besser als bei den Beiträgen von Männern. Am Können kann es also wohl kaum liegen.“ schon vielsagend.“

      Da kann man, aller Erfahrung nach, von glatt gelogen ausgehen. Ähnlich verlogene Pseudoumfragen wurden auch schon von sciencefiles enttarnt. Bspw. eine die belegen sollte ( und das im zusammenfassenden Text auch falsch unterstellte ), daß Frauen bei anonymen Bewerbungstests deutlich eher genommen würden, als bei Angabe des Geschlechts ( sollte Vorurteile normaler Menschen hervorheben ). War nur eben gelogen, bei Geschlechtsangabe wirkte der Muschibonus und sie wurden signifikant eher eingestellt, wie aus den unsauber angeordneten Zahlen durch die beiden Empiriker unzweifelhaft nachgewiesen wurde. ( Siehe auch Bevorzugung von Mädchen/Frauen in Schule u. Universität )
      Ein anderes Beispiel ( auch aus der Yellofemipress ) sollte belegen, daß Ausländer bei der Wohnungssuche diskriminiert werden ( wurde ebenfalls im zusammengeschmierten Text behauptet ). Die Zahlen ergaben aber wieder absolut eindeutig, daß das exakte Gegenteil der Fall ist.

      Merke: Femis sind verlogene Spinner!

      „Und Punkt 6 wehrt sich gegen eine Instrumentalisierung und Benutzung der Frauen aus anderen Motiven heraus. „Der vermeintliche Schutz der Frau – nicht die Rechte der Frau – wurde benutzt, um ganze Bevölkerungsgruppen zu diffamieren.“ – Geht gar nicht. Am Ende stehen noch alle Frauen automatisch als Rechtsextreme da, nur weil sie Frauen sind und die Instrumentalisierung in der öffentlichen Wahrnehmung auf sie durchschlägt.“

      Da stimme ich wieder zu, denn das ganze Bevölkerungsgruppen ( hier: normale Männer UND normale Frauen ) von faschistoiden Femis permanent diffamiert, diskriminiert, ausgeplündert und noch verhöhnt werden, geht wirklich gar nicht und muß schleunigst beendet werden. Kriminelle Spinner gehören in Knast o. Sicherheitsverwahrung!

      Und das trifft auch auf die Sache mit der öffentlichen Wahrnehmung zu, wie Claudia ganz richtig anführt. Daß Frauen von faschistoiden Femis als Rechtsextreme falschdenunziert werden, und so etwas wohlmöglich irgendwann auf die öffentliche Wahrnehmung – an der die Femispinner ständig herumzumanipulieren versuchen ( was ihnen aber – zum Glück – kaum je ernsthaft gelingt ) – durchschlägt, muß von vornherein und ein- für allemal verhindert werden!

      Frauen sind NICHT mit Nazis gleichzusetzen, Femis meist schon!

      Wohl überflüssig zu erwähnen, daß dieser Kommentar nicht auf den Originaltext fokussiert, sondern auf Claudia’s bekloppte Interpretationen.

    • 1) Feministinnen sind die lautesten und rücksichtslosesten Mitbürger, die wir in den letzten 50 Jahren hatten. Wieso sollten die noch lauter und rücksichtsloser werden?

      2) Das Gesprächsangebot von Maskulisten besteht seit 20 Jahren und wird regelmäßig wiederholt. Ist dieser Gedanke also verlogen oder in der selben Schublade wie „Ich müsste mal mehr Sport treiben“?

      3) Das glaube ich, sobald Frauen aufhören, in erster Linie für Männer in traditionellen Mänerrollen zu schwärmen. Andernfalls ist das eine Variation von „Wenn es Mädchen besser gehen soll, muss es Jungen schlechter gehen“, dem traditionellen feministischen Programm.

      4) Also los: Fangt an, eine saubere Theorie, die auf nachvollziehbarer Empirie fußt, zu entwickeln. Wie bereits festgestellt, scheitern die 5 Autorinnen kläglich an dieser Notwendigkeit. Ist also erstmal nur eine Hülse.

      5) Feministische Forschung. Diskussion der „Studie“ gibt’s hier.

      Das heißt, sie zählen einfach aus, wieviele Requests akzeptiert wurden, scheren sich aber überhaupt nicht darum, was Inhalt und Qualität der Änderungen war und warum sie abgelehnt wurden.

      All die Änderungen, die Frauen am Handbuch vorgenommen haben, wurden also öfter durchgewunken als all die Änderungen, die Männer am Kernel vorgenommen haben. Feministische Forschung, halt.

      6) Kennst du die Geschickten von Emmet Till? Sie wird seit ein paar Jahren von antirassistischen Menschen pausenlos durch die Medien gezeerrt. Er wurde ermordet, weil eine weiße Frau die Menge auf ihn aufgehetzt hatte.

    • „Der Begriff Bitch bezieht sich dabei auf Reyhan Şahin die das wohl in einem Buch beschrieben hat.“
      Wenn man einen Text nur mit solchen Erläuterungen versteht, spricht das nicht gerade für den Text. Das mentale Bild von einer „wütenden Bitch“ ruft aber nun mal die Assoziation mit einer irrationalen, uneinsichtigen Zicke hervor. Wenn man seine Unzufriedenheit äußern will, wäre es wohl besser, eine andere Assoziation hervorzurufen, wenn man Verständnis von anderen haben will.

      „Ich selber bezweifel zwar, dass Männer hieran großes Interesse haben, aber für sich klingt das doch gut, was stört Euch daran?“
      Das halte ich für einen vergifteten Ölzweig. Es geht ja in den ganzen Diskussionen selten um „beschränkende Ideen von Männlichkeit und Weiblichkeit“. Hauptsächlich ist es Gejammer, dass von Frauen gewisse Sachen erwartet werden, gepaart mit Gejammer über Verhalten von Männern, was den Frauen nicht gefällt und sie über irgendwelche Hirnakrobatik mit angeblichen Männlichkeitsidealen verbunden werden, was näherer Betrachtung gar nicht standhält. Kaum eine Feministin beschwert sich darüber, dass der Mann als Versorger herhalten muss, wenn die Frau es gern so hätte und ihre Arbeitszeiten reduzieren will, oder dass der Mann sie beschützen können soll oder selbstbewusst den Ton angibt und Verantwortung übernimmt oder dass der Mann auch einfach mal die Drecksarbeit erledigt. Gerade viele Feministinnen reden auch gerne darüber, wie toll es wäre, wenn Männer häufiger über ihre Gefühle reden würden, weil sie dann nicht so frustriert wären und seltener Frauen schlagen würden oder so was (obwohl das Verprügeln von Frauen gar kein Männlichkeitsideal bei uns ist). Gleichzeitig sind aber Männer, die über ihre Gefühle reden, für den Großteil der Frauen die letzten Schluffis, absolut unattraktiv, und gepimpert wird dann doch mit Hakan vom McFit, weil der so rassig männlich und impulsiv ist. https://www.psychologytoday.com/us/blog/women-who-stray/201812/feminists-think-sexist-men-are-sexier-woke-men

      „“Nein, Feminismus muss Verhaltensweisen und Alltagspraktiken hinterfragen, männliche Patentrechte aufdecken, um Rollenerwartungen zu lösen,“
      Auch das ist doch ein berechtigtes Anliegen was auch Männern hilft, oder?“
      Warum hilft’s den Männern, wenn ihnen nur die Sachen madig gemacht werden, die von anderen als Vorteile angesehen werden, aber kein Versuch gemacht wird, auch die negativen Seiten dieser Medaillen ebenfalls zu übernehmen?

      „Punkt 4 ist auch wichtig, denn gesellschaftliche Anliegen und Protestformen werden gerne und schnell vom Kapitalismus zu einer Ware geformt und endet dann als inhaltsleerer Slogan am Kleiderständer. Da fällt mir Rap und Hip-Hop ein, die dieses Schicksal ereilt hat. Feminismus sollte nicht als Ohrschmuck bei Bijou enden.“
      Na ja, die „Powerfrauen“ der 80er und die „Girl Power“ der 90er waren voll kapitalistisch begleitet oder gar angetrieben, aber haben die Gleichberechtigung mehr vorangebracht als der heutige Feminismus, der Frauen eigentlich eher zu jammernden Kindern macht, die nix hinkriegen, wenn sich die Männer nicht ändern und ihnen was auf dem Silbertablett servieren.

      „Bei Punkt 5 ist sicher Anne kompetenter als ich. Aber ich finde den Teil mit “ Code von Frauen wird besser bewertet, wenn nicht dabei steht, dass die Entwicklerin eine Frau ist. Dann aber ist die Bewertung im Durchschnitt sogar besser als bei den Beiträgen von Männern. Am Können kann es also wohl kaum liegen.“ schon vielsagend.“
      Stimmt so allerdings nicht. https://slatestarcodex.com/2016/02/12/before-you-get-too-excited-about-that-github-study/
      Das Grundproblem ist aber weiterhin, dass Frauen selten in diesem Gebiet arbeiten wollen. Selbst viele der Frauen, die dann Informatik studieren, setzen sich selten zum Spaß in ihrer Freizeit hin und programmieren etwas oder trainieren eine KI. Solche Enthusiasten sind’s aber, die besonders gesucht werden. Und da muss man einfach auch in Betracht ziehen, dass es biologische Ursachen haben kann, dass sich Frauen (auch wenn sie intellektuell zu gleichen Leistungen in der Lage sind) seltener für so eine Karriere entscheiden, bevor man ganz selbstverständlich davon ausgeht, dass irgendeine Form gesellschaftlicher Diskriminierung dafür verantwortlich wäre.

      • @Klopfer,

        „Wenn man einen Text nur mit solchen Erläuterungen versteht, spricht das nicht gerade für den Text“

        In dem Zeit-Artikel wird das ausführlich hergeleitet. Dazu sollte man ihn aber lesen.

        • Ist es nicht ein alter feministischer Kampfruf: „Wer schweigt stimmt zu“?

          Wir können das also als Interpretationsgrundlage für deine Reaktion auf all die anderen Argumente gegen die 6 Pläne für den Feminismus der Zukunft werten…

          Fein, fein, das ist doch mal ein Fortschritt.
          Den du spätestens morgen wieder zurück gehen wirst, aber auch temporäre Fortschritte können schön sein.

          • @only me,

            Häh? Ich versteh kein Wort von dem was Du da schreibst. Zu den Punkten hatte ich mich heute Mittag bereits ausführlich geäussert.

          • Das macht gar nix,@Claudia, ist bei Dir ja der Dauerzustand, daß Du nix kapierst.
            Und der Rest der Mitleserschaft hat desbez. keine Verständnisdefizite, ist also überhaupt kein Verlust.

        • Man mag es nicht glauben, sagt die wirklich: „Wer die (Unter-) Überschrift verstehen will, muß den ganzen restlichen Dreck lesen“?

          Ich sage: Eine durchgeschallerte Schlampe ist eine durchgeschallerte Schlampe, gerade wenn man das auch auf dem dazugehörigen Foto schon sehen kann, daß es um eine handelt und sie es selbst offen zugibt, mit der normale Menschen zu Recht nix zu tun haben wollen.
          Und schon kann man sich den ganzen Rest des Drecktexts vernünftigerweise sparen

    • Zu Punkt 2 nochmal: wenn ich mit Rollenerwartungen, die an mich herangetragen werden, unglücklich bin, übernehme ich sie nicht. Oder vllt. doch, weil der Gruppenzwang zu groß wird. Ich verbünde mich aber nicht ausgerechnet mit Menschen, die mit der expliziten Erwartungshaltung, dass ich ihre Probleme lösen soll, an mich herantreten.
      Für weitere Ausführungen, klicken Sie mich.

  13. @Claudia

    “ gegen beschränkende Ideen von Männlichkeit und Weiblichkeit werden.“

    Ich selber bezweifel zwar, dass Männer hieran großes Interesse haben, aber für sich klingt das doch gut, was stört Euch daran?“

    Nichts, aber ich glaue nicht 1 Sekunde lang dass der Feminismus dabei Bundesgenosse sein kann oder will. Dafür hat er schon zuviel Hass, Bosheit und Bigotterie verbreitet, und produziert selbst Geschlechter-Stereotypen am laufenden Band. Ohne ihn geht das besser.

  14. 1. Wollen wir faire, besonnene Auseinandersetzung? Nope, gerechte Wut führt zu besseren Ergebnissen…

    2. Der Arbeitsesel Mann, soll bei der Implementierung des totalitären Matriarchats mitwirken, sonst bekräftigt er nur seinen internalisierten Gewalttäter, dies ist so, weil Männer auch unter dem Patriarchat leiden.

    3. Breitbeinig Auftreten, wenn man keine Fakten hat, ist überzeugtes und überzeugendes Auftreten nützlich.

    4. „Sein Erfolg liegt eher im gemeinsamen Scheitern anstatt im einzelnen Vorankommen, eher im gemeinsamen Demonstrieren als im Einzelauftritt.“ => Unglückliche Frauen, abgehängte Jungen, missachtete Männer, dem Aussterben zugewandte Geburtenraten. Dieses Scheitern soll auf alle Schultern verteilt werden (heißt hauptsächlich auf männliche), wenn wir weiterhin wütend demonstrieren, braucht man sich auch nicht mit Fakten beschäftigen.

    5. Feministischen Nerdismus gibt es, dieser sammelt bildungssprachliche Wörter, verschwurbelte Formulierungen und emotionsgeladene Ausdrücke. Es gibt auch Konkurenz, wer unverständlich aber hochgebildet-erscheinend Formulieren kann, kommt an die Spitze. Denn mit solchen Fähigkeiten kann man Logik und Fakten mit verwirrenden Satzkonstrukten und aufgeheizten Emotionen verdecken. Wenn die KI von Uber/Google o. Amazon durch numerisch belegte Fakten gefüttert, Männer eher befördern will, kann man wortgewaltig reagieren.

    6. Der Feminismus braucht diverse Verbündete, weil er seinen inneren, monothematischen Kern (Frauen zuerst!) nach außen als divers u. bunt verkaufen will.

    Am heutigen Feminismus hängen tausende Jobs und Lebenseinstellungen, die bei wahrer Gleichberichtigung und -Verpflichtung zusammenbrechen würden. Es werden an Gehirnwäsche gleichende Methoden angewandt um „Angriffe“ auf die „Gleichberechtigung“ abzuwehren. So z.B.

    + ständige Wierholung von Unwahrheiten (häusliche Gewalt/Paygap),

    + emotionsüberlandenes Geschwurbel welches in Nebensätzen „Fakten“ eintrichtern will („Aber Männer sind nicht nur strukturelle Täter“ = aber hauptsächlich die Täter, weil muh! Patriarchat)

    + eine feministische Elite in einflussreiche Position heben, die mittels eigens erfundener Sprache im Verborgenen eine Agenda durchsetzt, welche im Lichte betrachtet alles Andere als Gerecht ist.

    Wenn Feminismus tatsächlich einen „Gleichberechtigungapparat“ wäre, der sich für beide Geschlechter einsetzt gäbe es keine Bussfahrer die bei 40° in Röcken antreten müssen. Dann gäbe es keine Feministinnen die rumkrakehlen wie „das Patriarchat“ Frauen das Oben-Ohne-Sonnenbad verhindere. Dann würden natürliche, männliche Veranlagungen, körperliche wie geistige nicht als „menspreading“ und „mensplaining“(Männer lesen mehr Sachbücher u. Zeitungen) verteufelt.

    Der heutige Feminismus ist einäugig, übergriffig und manipulativ. Anders ist die Gewichtung auf Empörung, Emotion und Wut für mich nicht zu erklären. Eben so wenig wie der riesen Haufen an abstrusen Thesen und logischen Kurzschlüssen den er wie einen Goldberg behütet.

    Wer sich HEUTE noch als Feministin bezeichnet sollte, nach Faktenlage, sich verpflichtet fühlen sich öffentlich zu Entschuldigen, für die Übersehenen oder in völliger Absicht begangenen Grausamkeiten.

    —-

    So sieht es aus wenn ich den emotionsgeladenen Stil nachahmen will, an der Belegfreiheit und Faktenarmut muss ich noch arbeiten, aber sonst ganz gut gelungen, oder? 😉

    • @Komu:
      „Es gibt auch Konkurenz, wer unverständlich aber hochgebildet-erscheinend Formulieren kann, kommt an die Spitze.“
      Dafür habe ich jetzt eine knackige Abkürzung: Butlern!
      ( Fiel mir letztens bei einer Ankündigung von @Djadmoros ein – als Nachfrage – er versicherte sofort und glaubhaft, daß er derartiges keineswegs in Erwägung zieht, sondern – erwartungsgemäß – verabscheut )

  15. Nur mal so nebenbei: Wenn ich einen Artikel lese „Wie der Feminismus von morgen sein muss“, dann erwarte ich als Mann eigentlich eine Auflistung von Zielen. Und wie Ziele zu sein haben, kennt man ja aus dem Projektmanagement: S.M.A.R.T.
    spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert.
    Nix von dem Gelaber erfüllt diese Kriterien. Das ist alles nur subjektiv attraktiv, sonst nix. Also Geschwätz. Restlos.

    Nur Wohlfühl Geschwurbel, und das „Wie“ steht hier tatsächlich im Vordergrund. Letztendlich ist der gesamte Artikel eine Wortblase, die nichts aussagt. Vielleicht bis auf die Ziffer 2. Wütend sein, Verbünden, Breitbeinig sein, nicht glitzern, was mit Technik machen, nicht rassistisch sein.

    Das sind fast alles Luftblasen. Und ist fast alles Bullshit. Am geilsten ist die Informatikerin, die Journalistin geworden ist, und jetzt von ALLEN ANDEREN fordert, Technik zu machen. St. Florian lässt grüßen.

    • „was mit Technik machen“
      Heißt: „Auf dem Smartphone herumwischen, oder sich von Tech-affinen Männern filmen lassen“
      Und wer das kann, ist automatisch Journalist!
      So geht gläserner Fahrstuhl, bis zum Penthose ….

  16. Pingback: Mehrere Gründe, weshalb partielle Feminismuskritik immer wieder scheiterte und scheitern muß – Jan Deichmohle

  17. Pingback: Wieso Feminismus maskuliner werden müsste – nein, nicht laut Bento – apokolokynthose

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