Kuckuckskinder – wenn man erfährt, dass das Kind doch nicht das eigene Kind ist

In meinem sehr entfernten Bekanntenkreis gibt es ein Vater,  der mit seiner damaligen Partnerin aus seiner Sicht 3 Kinder hatte. Es kam zu Streitigkeiten und man trennte sich und in dem darauffolgenden Streit warf ihm die Frau an dem Kopf, dass eines der Kinder ohnehin nicht seins wäre und er deswegen ohnehin keine Rechte an dem Kind habe. Er glaubte dies zunächst gar nicht, aber da das Kind noch relativ jung war und es auch damals schon Probleme in der Beziehung gegeben hatte machte er heimlich ein Vaterschaftstest.dieser zeigte, dass es nicht nur etwas war, was sie ihm an den Kopf geworfen hatte, um ihn zu verletzen, sondern dass es der Wahrheit entsprach unters Kinn tatsächlich nicht sein Kind war.

Für ihn war es ein ganz erheblicher Schock, weil er insgeheim gehofft hatte, dass es tatsächlich nur etwas war, was sie ihm an den Kopf geworfen hatte, um ein Streit für sich zu entscheiden. Nun nahm er aber auch das Kind ganz anders war. Wo er vorher bestimmte Züge von sich gesehen hatte und wo er bestimmte Verhaltensweisen oder Mimik mit sich in Verbindung gebracht hatte wusste er nunmehr, dass diese eben nicht auf ihn zurückzuführen sind, sondern auf einen anderen Mann, den er auch entsprechend kannte, weil es der inzwischen neue Partner seiner Frau war. Noch schlimmer war, dass er auch seine anderen beiden Kinder unter dem Eindruck dieses Tests nunmehr ganz anders dar und sich fragte, ob die Punkte, die er für gerade mit sich übereinstimmt gehalten hatte, nicht vielmehr eine viel größere Ähnlichkeit mit dem anderen Mann aufweisen würden. Also machte er noch 2 weitere Tests, die ergaben, dass er von keinem der Kinder der Vater war.

Neulich schrieb die Feministin Antje Schrupp einen tweet, in dem sie zum Ausdruck brachte, dass sie nicht verstehen kann, was dies überhaupt ändern soll. Schließlich sei es doch egal, ob es seine Kinder sein, solange die Verbindung zu den Kindern bestehen würde. Sie könne nicht verstehen, was dabei überhaupt das Problem sei.

Nun ist Antje sicherlich in ihren Ansichten sehr speziell. sie vertritt ohnehin, dass man eine Vaterschaft im wesentlichen in biologischer Hinsicht abschaffen solle und lediglich die Mutter die Rechte am Kind hat, die Sie dann mit verschiedenen Vätern ausüben kann, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Dass sie solche Konzepte nicht verstehen kann ist insoweit aus ihrer ansonsten vertretenen Ansicht wenig verwunderlich.

Was ist es aber eigentlich, was es so schrecklich macht? In der Tat bleiben die Kinder als Person mir die gleichen. Sie haben sich nicht verändert, nur die Sicht auf sie ist anders geworden.

Die allermeisten Person sagen, dass mir Fräulein Schmidt wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Da ist doch viel wahres dran. Man sieht wirklich eine sehr große Ähnlichkeit in vielen Bereichen. Es bleibt für Fräulein Schmidt zu hoffen, dass sich das ganze noch etwas abgemildert, eine Vollversion von mir mit langen Haaren weiblich bereits Frau sicherlich nicht so attraktiv. Wobei meine Schwestern mir durchaus auch ähnlich sehen und durchaus attraktiv sind, so dass ich daran zuversichtlich bin. Und schließlich wird sicher sicherlich auch noch etwas von sind Ländern in ihr finden, so dass eigentlich gute Voraussetzungen bestehen. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, einen Vaterschaftstest zu machen und südländischen, die meiner Ansicht in dieser Hinsicht kennt hatte auch mitgeteilt, dass ich das gerne machen könne und sie damit keine Probleme habe , aber natürlich war ich letztendlich zu faul und wiege mich in der Sicherheit  dieser Ähnlichkeit und meinem Vertrauen in unsere Beziehung.

Dennoch habe ich angesichts des Kriegs von Antje diesbezüglich einfach noch einmal reflektiert, was es ändern würde. Eines der schönen Sachen bei einem Kind ist sicherlich es aufwachsen zu sehen, aber auch der Umstand, dass man es als einen gewissen Teil seiner selbst wahrnimmt. Dass man einfach gewisse Teile von sich und der Mutter in dem Kind wiederfindet und auch dadurch noch eine andere Verbindung zu dem Kind hat. Fräulein Schmidt natürlich noch sehr klein und kann noch nicht viel charakterliches oder an Fähigkeiten zeigen außer dass sie inzwischen schon hervorragend vorwärtskrabbelte und mit etwas aufstützen auch schon ganz gut stehen kann. das sind natürlich keine Fähigkeiten, man jetzt großartig einem Elternteil zugeordnet. Aber wenn sich später andere Fähigkeiten zeigen, dann kann ich mir schon vorstellen, dass man gerade in dem Wissen, dass man selbst in bestimmten Bereichen Schwierigkeiten hatte auch Schwierigkeiten des Kindes anders sieht oder bestimmte Fähigkeiten, die man sich selbst zuschreibt auch stolz bei ihr wahrnimmt.

 insofern kann ich mir schon vorstellen, dass sich die gesamte Sicht auf das Kind verändert. Man muss einmal komplett umdenken und bei allem, was man als Zeichen des eigenen Kindes gesehen hat, also des Umstandes, dass es das Kind ist, was auch biologisch mit einem sehr eng verwandt ist, nunmehr sich klar machen, dass dieser Anzeichen nichts mit einem zu tun haben, soweit sie auf Biologie beruhen. gerade weil man bestimmte Sachen auch in dem Lichte gesehen hat, dass das Kind von einem abstammt  und insofern stolz war dem Kind etwas mitgegeben zu haben oder bestimmte Eigenschaften einfach nur als Verbundenheit time selbst wahrgenommen hat fällt es vielleicht einfach wahnsinnig schwer, diese Sicht aufzugeben und nunmehr die Eigenschaften dem Mann zuzuordnen, mit dem einen die Frau betrogen hat. man sieht plötzlich ein Teil einer fremden Person in dem Kind wo man früher sich selbst gesehen hat. Natürlich muss das auch die Sicht auf das Kind verändern. Sie wird wie gespalten, wenn man das Kind natürlich immer noch als Kind lebt, gleichzeitig aber nunmehr diese veränderte Sicht hat, die einen erschreckt und ärgert. Mit der neuen Sicht stirbt die Zuordnung eines Teils des eigenen Ichs zum Kind. Und natürlich ist das ein Identitätsverlust, der insoweit verkraftet werden muss.

Das bedeutet nicht, dass man den Kontakt zum Kind abbricht oder es weniger liebt. Und natürlich sollte man so etwas ein Kind niemals merken lassen und ihm deutlich machen, dass es nach wie vor für einen selbst die eigene Tochter oder der eigene Sohn ist, wenn sich bereits eine entsprechende Bindung entwickelt hat. Aber dass man den Konflikt dann in gewisser Weise in seinem Inneren ausmachen muss trägt sicherlich auch nicht dazu bei, dass dies einfacher ist.

Natürlich war ich noch nicht Situation  und hoffe auch sehr stark, dass ich so etwas nie erleben werde.

interessant auch die Frage, ob man die Vaterschaft einer Anfechtung oder nicht. Der Vater in dem obigen Beispiel hatte es gemacht. Er meinte, dass dies Ihr dann auch nichts an seiner Verbindung zu den Kindern ändert und er natürlich nach wie vor ein Umgangsrecht aufgrund der sozialen Vaterschaft hat und auch gerne wahrnehmen möchte. Er saß aber nicht ein, dass er verpflichtet ist jeden Monat für 3 Kinder Unterhalt an die Kindesmutter zu zahlen, er wollte lieber seinen Kindern freiwillig ein Unterstützung und eine Verbesserung zukommen lassen, ohne dass die Kindesmutter das Geld für sich verwenden konnte, weil diese nach seiner Ansicht das gilt ohnehin nicht den Kindern zugute kommen ließ. Er wollte ihn lieber selbst bestimmte Kleidungsstücke oder andere Sachen zukommen lassen und das Geld für sie sparen.

er wollte sich insbesondere nicht von der Mutter unter Druck setzen lassen und sich Gehalt Pfändung etc. aussetzen, die diese nach seiner Meinung gnadenlos beantragt hätte, wenn er aus bestimmten Gründen den Unterhalt mal hätte nicht zahlen können. Er wollte die ihr insoweit ein Machtmittel über sich rauben und insoweit den eigentlichen Vater finanziell verpflichten. dies bedeutete natürlich, dass er offiziell nicht mehr der Vater war, aber die anderen Folgen waren aus seiner Sicht noch gravierender. in dieser Hinsicht war er dann der Auffassung, dass er auch Vater sein kann, ohne dass er rechtlicher Vater ist. Nachteil ist natürlich, dass damit auch das Sorgerecht für die Kinder nicht mehr bestand. Da die Beziehung mit der Mutter ohnehin zur Konflikt belastet war, dass er davon ausging, dass man sich dort nicht Überführung der einigen kann, hat er auch diesen Kauf genommen.