Jessica Yaniv, Waxing an weiblichen Hoden und Penissen und Machtmissbrauch durch nicht hinterfragbare Positionen

Gerade macht in Kanada ein Fall von sich reden, bei dem es um Waxing, also das Entfernen von Haaren im Genitalbereich geht.

Eine Transsexuelle hat sich an verschiedene Haarentfernunggeschäfte gewendet, die die Leistungen im Genitalbereich allerdings lediglich für Frauen anbieten. Die Transsexuelle führt an, dass sie eine Frau ist und verlangt die Behandlung. Die Dienstleisterinnen, die teilweise von zu Hause arbeiten, haben abgelehnt. Daraufhin hat die Transsexuelle sie wegen Diskriminierung angezeigt und wohl auch erfolgreich schon Geldzahlungen durchgebracht. Sie gibt an, dass sie eine Frau sei und damit die Behandlung ihr nicht verweigert werden könne.

Dagegen wird angeführte, dass es wohl auch das Recht der Kosmetikerinnen sein muss, solche Behandlungen ablehnen zu dürfen, weil sie nicht gezwungen werden können, einen Penis oder Hoden zu berühren.
Hinzu kommt, dass das Waxing von Penis und Hoden technisch andere Anforderungen stellt als das Waxing des weiblichen Genitalbereichs und diese Dienstleisterinnen nur für letzteres ausgebildet sind.

Das berührt einen alten Streit, weil in den intersektionalen Theorien natürlich eine strikte Gleichsetzung von Transsexuellen mit dem von ihnen angenommenen Geschlecht erfolgt. Transfrauen sind danach eben Frauen und der Penis und die Hoden dann eben weiblich.
In dieser bizarren Vorstellung muss demnach die Betreiberin dann einfach ebenso weibliche Geschlechtsorgane akzeptieren, die quasi nur etwas anders aussehen und kann deswegen die Behandlung nicht ablehnen. Natürlich sind zu diesem Fall viele Feministinnen eher ruhig, vermutlich weil sie ebenfalls ihre Zweifel haben, aber nicht als transsexuellenfeindlich erscheinen wollen,

Ansonsten regt sich aber einiges an Protest, dass dies so nicht gehen würde und dass es zu weit führt.

Hier ein Interview dazu:

 

 

Natürlich hat das Internet sich auch mit der Person beschäftigt und einiges herausgefunden. Sie scheint also zum einen mit minderjährigen Mädchen geflirtet zu haben und sich sehr dafür interessiert zu haben, ob man in Damenumkleiden auch genug nackte Frauen, insbesondere auch Brüste und Geschlechtsteile sieht, und ob sie sich trauen sollte, dort hinein zu gehen. Sie soll sich in anderem Zusammenhang eher als jemand dargestellt haben, der gerne frauenkleidung trägt und verschiedene Fetische hat, aber nicht unbedingt transsexuell ist.

Wenn das zutreffend ist, dann zeigt es einmal wieder die Gefahr, die von solchen Ideologien ausgeht, weil sie skrupellosen Menschen eine gehörige Machtposition einräumt, ohne dass ein Korrektiv vorgesehen ist. Leute, die die Position, dass man sie absolut akzeptieren muss, ausnutzen können. Hier solche Aktionen starten oder eben auch ansonsten verlangen, dass man nicht wahrnimmt, dass sie eigentlich Männer sind, die lediglich eine bestimmte Position ausnutzen wollen, um gegebenenfalls Frauen nackt zu sehen oder diese ihre Genitalien anfassen zu lassen oder einfach nur Macht zu erleben, indem sich andere ihnen fügen müssen.

Eine solche Machtanmaßung kann es in der feministischen Theorie gar nicht geben, weil dort diese Ansprüche eben absolut gesetzt sind. Die angegebene Identität muss unbedingt akzeptiert werden. Würde dies dann noch durch Gerichtsverfahren unterstützt, die solche Extremposition zulassen, dann besteht eine ganz gehörige Machtposition, die Narzissten und andere Leute, die gerne Aufmerksamkeit und Macht haben wollen, ausnutzen können.

Hier spricht vieles dafür, dass ein solcher Fall vorliegt