Haben Männer Angst vor hochqualifizierten Frauen?

Eine interessante Studie behandelt die Frage, ob Männer bzw Frauen auf Tinder positiv bzw negativ auf einen bestimmten Grad der Ausbildung reagieren:

Highlights

  • Women on Tinder are more selective than men on Tinder.
  • Women on Tinder have a preference for highly educated men
  • Men on Tinder are not intimidated by highly educated women.
  • On Tinder, preferences for educational assortative mating are absent.

Abstract

In this study, we examine the impact of an individual’s education level on her/his mating success on the mobile dating app Tinder. To do so, we conducted a field experiment on Tinder in which we collected data on 3,600 profile evaluations. In line with previous research on mating preferences from multiple fields, our results indicate a heterogeneous effect of education level by gender: while women strongly prefer a highly educated potential partner, this hypothesis is rejected for men. In contrast with recent influential studies from the field of economics, we do not find any evidence that men would have an aversion to a highly educated potential partner. Additionally, in contrast with most previous research – again from multiple fields – we do not find any evidence for preferences for educational assortative mating, i.e. preferring a partner with a similar education level.
Der Test wurde so durchgeführt, dass 24 Tinder Profile erstellst worden sind. Dazu aus der Studie:
To ensure that the pictures we used for the profiles were similar in terms of attractiveness, we scored 32 (16 male, 16 female) different pictures
on Amazon Mechanical Turk (hereafter: ‘MTurk’),14 and selected 8 pictures (four male, four female) that 493 workers on MTurk judged to be similar in level of attractiveness.
Also etwa gleich hübsche Bilder, aber verschiedene Level der Ausbildung:
• Master (5 years) in Business Engineering (hereafter: ‘Ma+’)
• Master (4 years) in Public Administration and Management (hereafter: ‘Ma–’)
• Bachelor (3 years) in Business Management (hereafter: ‘Ba+’)
• Bachelor (3 years) in Office Management (hereafter: ‘Ba–’).
The ranking of these education levels was based on the average starting wage for graduates from each of these studies when leaving school. Graduates with a Master in Business Engineering earn the most, graduates with a Master in Public Administration and Management earn the second most, and so on.
Ich hätte es interessanter gefunden, wenn sie ein paar Berufe reingenommen hätten, die kein Studium erfordern, aber gut.
Ein paar Daten:

tinder likes

Die Tabelle muss man so lesen, dass „Male Subjects“ die Männer auf Tinder sind, die auf die Profile reagiert haben. Sie starteten also 472 Unterhaltungen mit den Frauen, während die Frauen 5(!) starteten. Die Männer gaben den Frauen 1100 Likes, die Frauen den Männern 81 (!). Von 1.800 Frauen blieben (in diesem recht eingeschränkten Szenario) 684 ohne Match, während 1.116 ein Match hatten, die männlichen Profile erhielten von den Frauen 1719 Mal kein Match und nur 81 mal ein Match.

Aus der Studie:
Table 1 gives an overview of the frequency of the different outcomes. When considering all subjects, about one third (33.2%) of our profiles (hereafter: ‘the evaluated profiles’) received a (super)like.
However, this conceals remarkable differences between the male subjects and female subjects. Indeed, male subjects (super)liked 61.9% of the female evaluated profiles, while female subjects (super)liked only 4.5% of the male evaluated profiles. This finding is in line with previous research on online dating in general (Todd et al., 2007; Fiore, Taylor, Zhong, Mendelsohn, & Cheshire, 2010) and on Tinder in particular (Tyson, Pera, Haddadi, & Seto, 2016). Indeed, Tyson et al. (2016, p. 1) argue that this is due to a feedback loop: ‘men are driven to be less selective in the hope of attaining a match, whilst women are increasingly driven to be more selective, safe in the knowledge that any profiles they like will probably result in a match’. Additionally, this finding is in line with previous research in evolutionary psychology, and more specifically with parental investment theory (Trivers, 1972). This theory argues that women have a greater parental investment and are therefore looking for the most high-quality partner possible, in order to obtain high-quality offspring, therefore being more selective. Conversely, men have a smaller parental investment and are looking to maximise the quantity of offspring, resulting in them being less selective.Very few subjects used the superlike option, i.e. only 1.4% of all matches came about in this way. This finding is in line with the limited amount of superlikes available to Tinder users (see footnote 10). Finally, we note that male subjects started a conversation with the female evaluated profiles much more often (42.3%) than the other way around (6.2%). The explanation for this finding is similar to the explanation in the previous paragraph for the higher selectiveness of women (compared with men) with regard to (super)liking a certain profile.
Tinder ist insofern für Männer wesentlich schwieriger als für Frauen, wobei diese vielleicht sagen würden, dass man zwar viele Likes bekommt, aber nichts gutes dabei ist.
Und dann der Vergleich der Ausbildungen:
Ein Sprung von 0.04 auf 0.08 ist natürlich ganz ordentlich, aber es ist jetzt nicht so, dass man da überschüttet wird.
Dennoch ein deutlicher Anstieg, während es bei den Männern deutlich zurückhaltender ist. Auch da sind zwar Frauen mit höherer Bildung interessanter, aber in einem weitaus geringeren Verhältnis.
Natürlich dürften viele Männer aufgrund der geringen Ausbeute die Profile auch gar nicht lesen, allenfalls nach dem Match und insofern vor dem Anschreiben
Interessanter als den Unterschied finde ich insoweit noch einmal as Vor-Augen-Führen der krassen Unterschiede zwischen Männern und Frauen in dem Bereich. Männer bekommen soviel weniger Matches, es bleibt ihnen gar nichts anderes übrig als relativ wahllos zu liken.

48 Gedanken zu “Haben Männer Angst vor hochqualifizierten Frauen?

  1. Die Ergebnisse klingen für mich eher wie „Männer wollen alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Frauen nutzen kein Tinder.“

    Der Grad der Attraktivität wäre interessant gewesen. Auch deutliche Unterschiede in der Ausbildung. Bei diesen weiblichen Antwortraten hat man wohl einen methodischen Fehler gemacht.

    Wobei man auch sagen muss, dass das Setup der Studie nicht ideal erscheint.
    – wenig Streuung beim Untersuchungsgegenstand (Ausbildungsgrad)
    – geringe Anzahl an untersuchten Fällen (4 männlich, 4 weiblich)
    – auch nicht erwähnt wird, welcher „Level of Attractiveness“ hier gewählt wurde, und wie hoch der war. Wenn das für Frauen so ein Käufermarkt ist, muss hier das Niveau bei Männern entsprechend höher als bei Frauen sein.
    – Ausserdem lässt die Studie nur Aussagen über die Nutzer von Tinder zu, und ist dadurch wohl nicht repräsentativ. Die Nutzer sind wahrscheinlich eher promiskuitiv, weniger religiös und ungebundener als der Durchschnitt

    Aber wenigstens zieht die Studie den richtigen Schluss, nämlich über die Daten der (angeblich) weiblichen Teilnehmer keine weitreichenden Schlüsse zu ziehen, da die Datenlage so unergiebig ist.

    • Ich finde Tinder generell schwierig, weil ich die Plattform fragwürdig finde in der Veröffentlichung ihrer Nutzerzahlen. Mein letzter Stand waren global 50 Millionen Nutzer, wobei 4 Millionen Nutzer für den Service zahlen. Angeblich sollen 50% ihrer Nutzer zwischen 18-24 sein, was die Aussagekraft der Studie weiter einschränken würde, denn von der Ausbildungsdauer her gesehen wären die Befragten damit bereits aus der größten Zielgruppe durch das Alter raus.

      Vor dem Hintergrund, dass es Berichte in Massen über die schlechten Erfolgsaussichten von Männern auf dieser Plattform gibt frage ich mich, warum sich Männer diesen Quatsch überhaupt noch antun.

  2. „Haben Männer Angst vor hochqualifizierten Frauen?“
    Eher im Gegenteil, denke ich.
    Also mich ekeln besonders extrem niederqualifizierte Leute auf hochbezahlten Posten an. Ob nun im irgendwelchen Sachbearbeiterfunktionen beim lokalen ASD, in geheimen Sondergerichten, in sog. NGOs oder auf Ministerposten ist mir dabei relativ wurscht.
    Und völlig unabhängig vom Geschlecht, übrigens.

  3. ..nein, Männer haben allgemein keine Angst vor hochqualifizierten Frauen,Mmänner haben Angst vor Frauen, dievon sich glauben, hochqualifiziert zu sein..

      • Irgendwie wird Männern nicht zugestanden, dass sie ihre Entscheidungen durchaus und auch ausschließlich zum eigenen Vorteil treffen können. Für mich ist das bewusste Verweigerung die Realität wahr zu nehmen. Das merkt man ja schon wenn man mal fragt, was hat denn dein Prinz, der bloß nicht ärmer oder blöder sein darf als du, davon mit dir eine Beziehung einzugehen?

        Was verbessert sich denn? Hat er mehr bzw. besseren Sex? Lebt er irgendwie besser? Wie verändern sich denn seine Risiken im Leben?
        Wie ist es denn wenn mal Kinder kommen? Willst du dann so schnell wie möglich wieder arbeiten oder hat er dann plötzlich die alleinige finanzielle Verantwortung für 2 Menschen (du und das Kind)? Wenn man so kontert… Mann kann ja von Glück sagen, wenn der Blick nicht glasig wird weil der schwere Ausnahmefehler alles blockiert.

        • „Was verbessert sich denn? Hat er mehr bzw. besseren Sex? Lebt er irgendwie besser? Wie verändern sich denn seine Risiken im Leben?“

          Eigentlich sind das ja Fragen, die man dem Mann stellen muss, der sich für die Frau entscheidet, denn es muss ja einen Grund haben, warum er sich für sie entscheidet und nicht für jemand anders. Ich entscheide mich für eine Frau, weil sie mir etwas gibt, und nicht, weil sie mir etwas bietet. Wenn man diese Fragen einer Person stellt und diese antwortet darauf, dann heißt das ja, dass sie sich als Produkt wahrnimmt, was einen gewissen Marktwert hat, und bereit ist, einen Handel einzugehen, wenn der Gegenwert stimmt. Sich selbst als Produkt darzustellen ist aber genau das, was mich bei Frauen mega abturnt, auch wenn ich weiß, dass es letztendlich ihre Natur ist. Denn das Produkt ist leider oft nur eine Verpackung ohne Inhalt.

      • >>> Und Männer gehen Frauen aus dem Weg,
        >>> die die Ausstrahlung haben, sich für was
        >>> besseres zu halten.

        Im Prinzip richtig richtig. Das dürfte folgenden Hintergrund haben. Menschen, die sich für etwas Besseres halten, haben höhere Ansprüche und sind weniger bereit, selber umgekehrt zu Gunsten von Wünschen des Partners auf eigene Wünsche zu verzichten.

        Solche Menschen sind aus Sicht des Partners daher (a) einerseits teurer, weil höherwertigere Wunscherwartungen des Partners existieren und (b) andererseits umgekehrt weniger „erfüllend“, da diese Menschen ihrerseits weniger auf die Wünsche des Partners eingehen.

        Und da die Erwartungshaltungen der Geschlechter an potentielle Partner (in Bezug auf Status, Bildung, Vermögen, Wertschätzungen, …) von Frauen in der Regel nach oben oder zumindest auf gleiche Ebene gehen, während Männer eher akzeptieren, auch nach unten zu daten bzw. „mehr“ bieten zu müssen, sind Frauen mit höheren Status (z.B. hohe Qualifikation) halt noch teurer und nutzloser für den Partner, da es bei Frauen dazu führt, dass sie noch mehr Ansprüche stellt.

        Da ein Mann ohnehin nie ernsthaft darauf spekulieren kann, dass die Frau ihn finanziell versorgt bzw. er irgendeinen Nutzen aus einem höheren Status der Frau ziehen könnte (egal wie hoch der Status der Frau ist), ist es auch kein Wunder, dass Männer darauf nicht „kriegsentscheidend“ schauen. Für Männer sind solche Frauen eben eher tendenziell „teurer“ und „nutzloser“.

        Es liegt daher nicht daran, dass Männer mit „starken“ Frauen nicht umgehen könnten oder Probleme hätten, sondern dass solche Frauen in der Tendenz teurer und weniger erfüllender sind als Meschen mit weniger hohen Ansprüchen und aus der Sicht von Männern andere Frauen partnerschaftlich somit erheblich attraktiver sind.

  4. Die Überschrift wirkt reichlich deplaziert und clickbaiting.
    Es geht nicht um „Angst“, bzw. intimidated – eingeschüchtert sein, sondern um Attraktivität.
    Ebenso reißerisch wie unzutreffend hätte man formulieren können: „Verachten Frauen geringgebildete Männer?“

    Mal davon abgesehen, dass ein Master in Wirtschaftsingenieurwesen so toll beeindruckend nun auch wieder nicht ist.

    Wenn es ausschließlich darum geht, jemanden für Sex zu treffen, ist [die Bildung|der Beruf] völlig unwichtig.
    Wer jedoch darüberhinaus noch ein Verhältnis aufbauen möchte, wird auch wollen, mit dem anderen interessante Gespräche führen zu können. Das setzt eine etwa ebenbürtige Bildung voraus.
    Und wer beabsichtigt, mit dem anderen Kinder in die Welt zu setzen, wird auf hochwertiges Genmaterial wert legen, für das eine hohe Qualifikation zumindest Indikator ist.

    Tinder scheint schon eine recht spezielle Plattform zu sein. Man sollte besonders vorsichtig sein, diese Ergebnisse zu verallgemeinern.

    Außerdem: Männer, die tatsächlich „Angst“ hätten, verlören reichlich Attraktivitätspunkte.

    • „Männer, die tatsächlich „Angst“ hätten, verlören reichlich Attraktivitätspunkte.“ So mag ich das 🙂 . Wenn das über einen speziellen Mann gesagt wird, könnte man das als Nachtreten durch die Ex verstehen um seinen Marktwert anzugreifen?

      Für mich ist das ein Mantra, davon betroffener Frauen, um sich selbst ein gutes Gefühl zu geben. Ein Ausdruck weiblichen Anspruchsdenkens, welches noch so oft auf dem Riff genannt Realität auflaufen kann, ohne dass dessen Rumpf auch nur einen Kratzer abbekommt.

      Die Männer haben keine Angst, nur schlicht keinen Bock auf speziell diesen Frauentypus der sich beschwert.

      Sagt nur keiner, traut sich keiner die Blase platzen zu lassen.

      Allerdings könnte ein 00köpfiger Engelschor in einem blendenden Lichtkegel erscheinen, exakt das mit Posaunen und Trompeten unterlegt brüllend machen, so das in 5km Entfernung sämtliche Glasscheiben bersten!
      Und trotzdem würde die betroffene Frau lieber beim Mantra bleiben als nur die Eventualität in Betracht zu ziehen, dass sie als zu leicht befunden wurde als dass es sich für einen Mann in ihrem Beuteschema lohen würde.

      • Genau. Deshalb habe ich ja auch die ursprüngliche Formulierung mit „Angst“ kritisiert, bzw. den Begriff in Quotes gesetzt und den Konjunktiv benutzt.
        Die Vorstellung, dass Männer sich vor einer Frau nur aufgrund ihrer beruflichen Qualifikation fürchten würden, ist schon daneben bis lachhaft.

    • Es geht nicht um die „Angst“ von Männern! Dieses framing bedient nur die narzißtischen Phantasien unattraktiver Frauen, die das Narrativ der „starken Frau“ bemühen, um ihr Selbstwertgefühl zu pampern. Männer haben in erster Linie Angst vor sexuell attraktiven Frauen („Sexbombe“). Die meisten Männer treffen in ihrem Leben eher weniger qualifizierte Frauen. Berufliche Qualifikation und Bildung sind eine willkommene Zugabe, nachdem die sexuelle Attraktivität passt.

      • Wieso haben deines Erachtens Männer „Angst“ vor sexuell attraktiven Frauen?
        Eine angemessene Vorsicht vielleicht. Aber Angst?

        Ich hatte noch nie den Eindruck, dass ein Mann tatsächlich Angst vor mir hat, und halte das auch nicht für erstebenswert.

          • also das habe ich nie erlebt. So 2-3 meiner Verflossenen waren in der Gegend 9-10 und mit denen hatte ich viel Freude. Der Beruf hat eine längere Beziehung dann doch verhindert. Ich war halt schon MGTOW 🙂 Frauen können gegen, der Beruf bleibt.

          • Oder auch: Dein Ideal hat nichts mit äußerlicher Schönheit zu tun und hatte es nie.
            Wenn’s stimmt, bist du einer in 1000.

          • Die wirklich attraktiven Frauen aus meinem Sample haben nie schlecht über irgendwelche Männer geredet, das ist fast schon auffällig. Aber das wahre Urteil einer Frau spricht ihre Pussy und da könnte das durchaus stimmen.

          • „Aber das wahre Urteil einer Frau spricht ihre Pussy “
            Nur, wenn diese überhaupt zu Wort kommt.

          • “ wenn diese überhaupt “

            Wenn „Miss Pussy“ den Mund fest verschlossen hält, ist das auch eine Aussaeg.

        • Peterson führt den Gedanken hier aus:

          young men I’ve talked to are absolutely terrified of women because they’re terrified of being rejected and the terror exists in precise proportion to their attraction to the woman! which is a horrible paradoxical situation to be in. It’s often why men make such fools of themselves in front of women that they’re attracted to. It’s because first of all they don’t see the woman that they’re attracted to – cause what the hell do they know about her? – they don’t see her as an individual, they see her as the manifestation of a judgemental ideal and then it’s only in establishing the relationship with the actual woman that they can start differentiating between the judgemental ideal and the actual, individual woman and that also requires a sacrifice and the sacrifice is… you never can have an ideal woman. So to have a relationship with any woman you have to sacrifice the relationship with the ideal woman and you have to see the individual woman… and separate her from the ideal

          Das scheint mir ziemlich auf den Punkt.

          Kurioserweise sagt er am Anfang des Videos, dass man den Hang von Männern zu Chivalry stärken sollte, wobei gerade das, die offizielle Gottgleichschreibung des Weiblichen, ja wesentlicher Grund für diese Angst vor der Frau ist.

          Bei Pickups gibt es jedenfalls den Tipp, die Ansprechangst zu überwinden, indem mann damit anfängt, unscheinbare Frauen anzusprechen, bei denen es einem egal ist, ob sie positiv oder negativ reagieren.
          Also: Lerne die Routine mit menschlichen Gegenparts, bevor du dich an die (von dir so wahrgenommenen) göttlichen Frauen machst.

          Männer sind anders dumm als Frauen glauben mögen.

          • Interessant.
            Wenn diese Denkungsweise unter Männern weitverbreitet ist, gehört dies wohl zu den Dingen, die für mich nicht so ganz nachvollziehbar sind.

            Beim Thema des Blogposts ging es jedoch um berufliche Qualifikation von Frauen. Nach allem, was ich in den letzten Jahren hier so gelernt habe, trägt diese jedoch nicht maßgeblich zur Attraktivität von Frauen bei.
            Dann ist die ursprüngliche im Titel formulierte Fragestellung doch erst recht unsinnig. Oder verwechsle ich da irgendwas?

          • die für mich nicht so ganz nachvollziehbar sind.
            Genausowenig wie die Urängste der Frau für einen Mann nachvollziehbar ist.

            Zum Blogtitel:
            Die Qualifikation der Frau selbst ist fast vollkmmen egal.
            Das, was sich aus der Qualifikation ergibt, spielt aber eine Rolle.

            Wenn sie zum Beispiel nur in Designerklamotten rum läuft, dann ist es ihr dadurch zum Ausdruck gebrachter Anspruch „Ich will bei den Nouveau Riche mitspielen“, der klar macht, dass ein normaler Mann sich die Mühe sparen kann.
            Ein Brad Thundercock kann natürlich auch ohne Geld bei ihrem animalischen Teil landen, aber normale Männer halt nicht.

            Hast du Good Will Hunting gesehen? Die Figur von Minnie Driver studiert an einer der besten Universitäten des Landes, ist aber so wenig blasiert, dass auch normale Männer sich von ihr vermutlich nicht abschrecken lassen würden.

            Kannst du dich an die Verlobte in Trading Places (Die Glücksritter) erinnern?

            Ganz andere Nummer.

    • Finde die Überschrift auch so typisch daneben. Da könnte man ja mal einen Artikel schreiben ob Frauen Angst vor Arbeit haben. Männern wird immer gleich Angst (oder Hass) vorgeworfen. Völlig krank.

  5. Es gibt einen sehr sinnvollen Grund vorsichtig bei hochqualifizierten Karrierefrauen zu sein, denn leider erwarten auch viele Akademikerinnen, dass er die Familie über Wasser hält, wenn sie das erste Kind bekommt. Es ist bei zwei Hochverdienern deutlich schwieriger den Lebensstandard aufrechtzuerhalten, wenn das eine Gehalt wegfällt, über wie bei meiner Frau mit dem ersten Kind plötzlich halbiert wird. Wenn man sich sicher sein könnte, dass sie nach dem Mutterschutz wieder arbeiten geht und lieber dein Gehalt ausgleicht, damit du beim Kind bleibst, wäre das überhaupt kein Problem.

    • Gerade wollte ich scheiben, es gibt auch Ausnahmen, wo die Frau auch nach zig Kindern weiter arbeitet, siehe UvdL. Aber dann viel mir ein es ging ja um qualifizierte Frauen und um Arbeit……

  6. Klar habe ich Angst vor hochqualifizierten Frauen. Oft sind hochqualifizierte Frauen alt da es eine gewisse Zeit dauert um ihre Qualifikation zu bekommen. Das bedeutet, dass sie Männer wie mich versuchen in Beschlag zu nehmen. Ich hab öfters schon Liebeserklärungen solcher Frauen bekommen und dann ist da noch die Gefahr, dass sie versuchen die rasch mal eben ein Kind unterzujubeln.
    Da sollte der schlaue Mann schon auf der Hut sein.

  7. Weil ich noch nie auf Tinder war, habe ich keine Ahnung, was da abgeht. Aber die Sprüche und Behauptungen gibt es ja auch im restlichen Internet. Starke Frauen, hochqualifizierte Frauen, blabla.
    Letztendlich muß man im Job schon Kämpfchen durchstehen, da möchte man das in der Beziehung nicht auch noch. Andererseits ist Inspiration auch nicht schlecht, dazu muß frau eine Mindestqualifikation aufweisen.
    Ich habe immer mehr das Gefühl, je älter die werden, umso mehr mutieren die zu Kampfratten. Jeder hat das Potential und seinen Status, und die Frauen wollen’s dann halt extra nochmal wissen. Wer auf sowas steht oder wem das nichts ausmacht, ok. Aber für mich wär das nix.

    Generell müßte man auch hinterfragen, was Qualifikation letztendlich für den/die einzelnen bedeutet. Geht es um Titel, sagt das m.E. wenig aus. Qualifikation in der neoliberalen oder narzisstischen Gesellschaft kann auch bedeuten, ‚attraktiv‘ zu sein oder zu werden, indem man zeigt, daß man anderen schaden kann. Das wäre dann Qualifikation auf der Softskill-Ebene (Mobbing, blenden, drängeln, netzwerken, intrigieren), die zudem noch gut geeignet ist, fachliche Qualifikation locker zu schlagen. Für Frauen, die auf solche Signale stehen, hatte ich noch nie was übrig. Und noch weniger für solche, die dieses System selbst verkörpern.
    Egal, was irgendwelche Studien dazu meinen *beleidigt bin*

    • Das erinnert mich an eine Exfreundin. Sie hatte fast das doppelte Gehalt von mir. Ich 1800 brutto, sie 3500 brutto. Das Problem war, dass ich ihr einem Lifestyle bieten sollte, wie es nur einer in ihrer Gehaltsklasse kann.
      Sie wollte ständig in Thermen oder teure Restaurants oder ins Kino. Ich könnte mir das so leider nicht leisten. Das sagte ich ihr. Argument war , dass sie sich das aber leisten kann bzw auch was gönnen will. Dass ich das ja alles zahle, kam ihr nicht in den Sinn.
      Die Frau danach hatte kein Einkommen, das wär weit entspannter.

      • So wird das auch bei besserverdienenden Frauen in entsprechenden (Online-)Zeitschriften kommuniziert. Sie müssen den Lifestyle absenken, wenn sie einen Wenigerverdienenden an Land ziehen, das zieht sie ‚runter‘. Andrerseits: Man könnte das mit manchen sicher verhandeln (d.h. sie macht ihre Lifestyleevents ohne Dich), und versuchen, damit gemeinsam klarzukommen, aber dann trifft sie halt dort denjenigen, welcher … Ende vorprogrammiert.

        Daß es jahrzehntelang zwischen M+F genauso ablief, mit dem Mann als Allein- oder Besserverdiener, wird komplett ausgeblendet. Schon ‚erstaunlich‘. Ich hätte nämlich schon Lust, die Füsse hochzulegen und mich von einer Hochqualifizierten versorgen zu lassen. Aber nö, is nicht. Eine Sch**** ist das!
        Wobei ich nicht sagen will, daß dieses Selektieren von Frauen nun etwas Unmoralisches oder Anrüchiges hat. Das hat es sowieso. Aber sie können es halt nicht steuern, es ist ihre Biologie. Wie Du Dich dabei fühlst, ist schnurz :-p

        Es ist nach wie vor völlig in Ordnung, einkommensschwächere Frauen zu daten und zu päppeln, wenn sie halbwegs normal ticken. Was ich allerdings nicht glaube, ist, daß die automatisch besser für einen Normal-bis-weniger-gut-verdienenden Mann geeignet sind. Sie können Dir trotzdem auch die Hölle heißmachen, daß Du mehr verdienen solltest, weil die Nachbarsfrau jetzt ein eigenes Auto hat oder dergleichen. Und es besteht die Gefahr, daß sie kein forderndes Hobby haben und Dich zeitmässig zu sehr in Beschlag nehmen und quälen.
        Mit einer Frau, die anständig verdient, gerecht und normal tickt, und sich auch ein anspruchsvolles Hobby leisten kann, kann man prinzipiell relaxter leben. Aber die gibt’s halt nicht wirklich (m.E.).

        Die Hochqualifizierten machen auch deshalb soviel Wind, weil sie selbst ihre festverdrahtete Hypergamie nicht überwinden können, und oben wird die Luft halt dünner. Kapieren sie nicht, auch gut. Wischen sie halt auf ihrem Tinder rum, bis es keinen mehr gibt, und plärren dann. Auch wenn das dann nicht wirklich besonders hochqualifiziert anmutet.

      • Die naheliegende Option, das Sie einen Teil Deiner Kosten übernimmt um Gemeinsam was zu machen, auf die Idee ist Sie wohl nicht gekommen.

        Bei Männern übrigens ein ganz normales vorgehen, was von der Damenwelt ja auch so erwartet wird.

        • Sie hat klar gefordert, dass ich sie mehrfach pro Woche ausführe. Ob ich mir das leisten kann, war egal bzw es wurde erwartet als Mann.
          Bei der Arbeitslosen könnte klar fragen, was sie denn bietet. Natürlich NIX

          • Ist jetzt nicht böse gemeint, aber wie lange hast du dir das gefallen lassen? Eine solche Frau wäre bei mir direkt raus, denn was habe ich von einem Menschen, der solche Dinge fordert, zu erwarten? NIX. Da ist Single bleiben echt die bessere Option.

          • Knappes Jahr. Die meisten Frauen haben halt Ansprüche. Alternative sind Frauen, die rumhartzen, also als jemand, der nicht so gut verdient, da man sich ja nach unten orientieren muss.

            Danach hatte ich eine, die hat eine Ausbildung zur Erzieherin gemacht (kein Gehalt ohne Praktikum) und eine die“ nicht arbeiten kann „(Ist krank geschrieben aber kann auch den Hund nicht alleine lassen.)
            Da könnte ich jede Diskussion schnell abbügeln.

          • War meine Erwartung als genau richtig, Sie wollte ausgeführt werden und Du solltest zahlen.
            Was Sie zu bieten hat im Gegenzug stellt sich nicht nur bei Arbeitslosen. Nur Ihre Anwesenheit mag Sie als ausreichend sehen, blöderweise wird Sie auch genug Idioten finden die Ihre narzisstische Vorstellung füttern.
            Wobei Sie streng genommen nur andere Bezahlung fordert als die gewerblichen Damen.

          • Das blöde ist, dass ich durch Nutten verdaut bin. Ich rechne kosten immer gegen. Was mich alles schnell beenden lässt, da es zu teuer ist.

          • Das blöde ist, dass ich durch Nutten verdaut bin.

            Lustiger Tippfehler.

            Es fällt nicht unter „versaut“, im Kontakt mit einer heutigen Frau die Kosten im Blick zu behalten.
            Im Gegenteil.

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