Alte, weiße Männer – Eine Phobie der modernen Feministin? (Gastartikel)

Gastbeitrag von Marc

In letzter Zeit ist es en vogue gegen „alte weiße Männer“ auszuteilen. Es wurden viele Artikel in einschlägigen Medien verfasst und Sophie Passmann hat darüber sogar ein Buch geschrieben.

 

Der Begriff ist sexistisch, rassistisch und altersdiskriminierend. Sich über „Nafri“ aufregen, aber gleichzeitig „alte weiße Männer“ als Kampfbegriff verwenden. Genau mein Humor!
Horst Seehofer und Gregor Gysi sind beides „alte weiße Männer“, aber worin unterscheiden sie sich? Exakt! In ihrer Persönlichkeit und ihrer politischen Haltung. Menschen sollten nach ihrem Charakter beurteilt werden und nicht auf ihre Hautfarbe, Geschlecht oder Alter reduziert werden.

  • Weiße sind nicht das Problem, sondern Rassisten.
  • Männer sind nicht das Problem, sondern Sexisten.
  • Alte Menschen sind nicht das Problem, sondern reaktionäre Menschen.

 

„Aber du musst dich doch nicht angesprochen fühlen“ und „Männer haben Frauen früher sehr schlecht behandelt“ hört man häufig als Rechtfertigungsgrund:
1. Wir müssen uns nicht angesprochen fühlen, dennoch WERDEN wir es faktisch. Das Problem liegt nicht beim Empfänger, sondern beim Sender der Nachricht. Sonst soll man auch von Verallgemeinerungen absehen und muss überall differenzieren (z.B. bei Flüchtlingen oder Muslimen). Nicht alle Muslime sind Terroristen. Nicht alle Männer sind Sexisten. Nicht alle Weißen sind Rassisten.

2. Leider wurden Frauen früher stark unterdrückt, aber das geschah vor meiner Geburt und ich bin nicht für die Taten meiner Vorfahren verantwortlich. Es gibt keine Erbschuld. Wenn man jetzt den Spieß umdreht und uns beleidigt und diskriminiert, ist man kein Deut besser. Man kann nicht Hass mit Hass bekämpfen.

 

Wenn man sich die politische Arbeit von „alten weißen Frauen“ anschaut, stechen die auch nicht unbedingt positiv hervor.

1. Angela Merkel – 14 Jahre Bundeskanzlerin (Danke für den Wirtschaftslobbyismus. Danke für die Kluft zwischen Arm und Reich. Danke, dass sie nichts gegen den NSA-Skandal unternommen haben)
2. Ursula Von der Leyen – Bundesministerin der Verteidigung (Danke für die millionenschwere Berateraffäre. Danke für die Waffenexporte in Kriegsgebiete. Danke für den aufrecht erhaltenen US-Stützpunkt Ramstein)

3. Julia Klöckner – Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft (Danke, dass weiterhin Ferkel ohne Betäubung kastriert werden. Danke, dass weiterhin stundenlange Tiertransporte zur Schlachtung unter grausamen Bedingungen erlaubt sind)

4. Marlene Mortler – Drogenbeauftragte (Danke, dass Cannabis weder legalisiert noch für Konsumenten entkriminalisiert wird)

5. Katarina Barley – Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz (Danke für Artikel 13. Sie hatte ein Vetorecht und hätte es verhindern können)

6. Annegrette Kramp Karrenbauer (Danke, dass sie die Meinungsfreiheit vor dem Wahlkampf regulieren/einschränken möchten)

 

In dem Zusammenhang liest man auch häufig, dass es keinen Rassismus gegen Weiße undkeinen Sexismus gegen Männer geben kann:
1) Die offizielle Definition von Rassismus: Jemand wird aufgrund seiner Hautfarbe/Herkunft beleidigt, ausgegrenzt oder benachteiligt. Rassismus kann grundsätzlich von jedem gegen jeden ausgehen. Jedes Volk kann sich als höherwertiger betrachten und davon ausgehend andere abwerten und diskriminieren. Rassismus muss sich nicht unbedingt gegen Minderheiten richten und setzt nicht notwendigerweise „Macht“ voraus, auch wenn das die sog. Critical-Whiteness-Bewegung gerne behauptet.

Rassismus ist keine Einbahnstraße. Es kommt nur nicht im gleichen Ausmaß vor. Wenn mich z.B. jemand als „White Trash“, „Cracker“ oder „Scheiß Weißbrot“ beleidigt oder mich nur wegen meiner weißen Hautfarbe zusammenschlägt, ist das eine rassistisch motivierte Straftat. Es gibt auch Anhänger der Black Supremacy, die das Gegenstück zur White Supremacy bildet. Beides sind menschenverachtende Ideologien. Natürlich stellt die White Supremacy eine viel größere Bedrohung dar, weil die Anzahl der Anhänger um ein Vielfaches größer ist.

In Problembezirken wie z.B. Neukölln werden einige „bio-deutsche“ Kinder aufgrund ihrer Herkunft an Schulen mit hohem Migrantenanteil ausgegrenzt und gemobbt. Dort bekommen sie „Kartoffel“, „Scheiß Deutscher“ und „Schweinefleischfresser“ zu hören.

2) Nur weil Männer mehr Macht- und Führungspositionen innehaben, heißt das noch lange nicht, dass es keinen Sexismus gegen Männer geben kann. Nur ein kleiner Bruchteil der Männer ist sehr erfolgreich. Sie repräsentieren aber nicht den Rest aller Männer, die davon gar nicht profitieren.

„Frauen gehören in die Küche“, „Du bist chronisch untervögelt“, „Frauen und Technik“, „Hast du deine Tage?“ und „Typisch Frau“ sind genauso sexistische Sprüche wie „Alle Männer sind schwanzgesteuert“, „Männer sind Schweine“, „Men are Trash“, „Ich bade in Männertränen“, „Ladies First“, „Frauen und Kinder zuerst“ und „Typisch Mann“. Männer können genau wie Frauen in der Werbung leicht bekleidet als Sexobjekt mit Adoniskörper dargestellt werden oder als tollpatschige Vollversager, denen nichts gelingt. In typischen Frauenberufen (z.B. in der Erziehung) kann ihnen nur aufgrund des Geschlechts die Kompetenz und das Einfühlungsvermögen abgesprochen werden. Oft stehen sie unter Generalverdacht und haben mit dem Pädophilieverdacht zu kämpfen.

 

Lustigerweise greift man beim Feminismus auf die offizielle Definition des Dudens zurück, wonach Frauen und Männer gleichberechtigt sein sollen, wobei sie heutzutage gleichgestellt meinen, aber bei Rassismus und Sexismus ändern sie die Definition, um es ihrem Weltbild anzupassen, wodurch sie einen Freifahrtschein haben Weiße und Männer als Kollektiv zu beschuldigen und niederzumachen. Das ist aber nur die ausgedachte Definition von Sozial- und Geisteswissenschaftlern, die keine Allgemeingültigkeit hat!

Es gibt nicht „Die Weißen“ oder „Die Männer“. Wir Menschen sind Individuen mit eigenen Weltanschauungen. Keiner ist für das Verhalten von anderen verantwortlich. Das Schubladendenken muss aufhören.

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53 Gedanken zu “Alte, weiße Männer – Eine Phobie der modernen Feministin? (Gastartikel)

  1. „Leider wurden Frauen früher stark unterdrückt, aber das geschah vor meiner Geburt und ich bin nicht für die Taten meiner Vorfahren verantwortlich.“

    Und Schwupps, schon der feministischen Propaganda und Geschichtsklitterung aufgesessen. Es wurden nicht die Frauen, sondern nahezu ALLE Menschen massiv unterdrückt. Bis weit in die Neuzeit hinein lebte der größte Anteil der Menschen in Armut und Elend und das traf Männer wie Frauen zugleich.

    • Ja aber du weißt doch: Frauen wurden immer ein bißchen mehr unterdrückt und benachteiligt.
      Schau mal, wenn die Männer irgendwo in einem Krieg verheizt wurden, in einem Bergwerk verschüttet o.ä., dann waren die doch einfach nur tot. Frauen dagegen verloren ihren Mann/Vater/Sohn/Bruder etc. Das ist viel schlimmer!

      • Ich habe über diesen flapsigen Spruch neulich nochmal genauer nachgedacht.
        Tatsächlich gibt es einen sinnhaften Aspekt.

        Durch Krieg bleiben die Männer aus, Frauen verlieren diese und müssen dann und daher die Aufgaben der Männer übernehmen.
        Offenbar ist aus Sicht der Frau das allerschlimmste Denkbare der Welt, wenn Frau die Männertätigkeiten übernehmen muss.
        Damit ist dann dieser Satz auch gerechtfertigt.

    • „Und Schwupps, schon der feministischen Propaganda und Geschichtsklitterung aufgesessen“

      War auch mein erster Gedanke.

      Ergänzung:
      Es wurden nicht nur nahezu alle Menschen unterdrückt – wobei die Formulierung durchaus fragwürdig ist, die Lebensumstände waren eben auch so. Ein paar wenige mögen es besser gehabt haben, aber ob es den anderen wirklich besser gegangen wäre, wenn die einfach weg gewesen wären? (an manchen Stellen ist das so – wenn diese „Chefs“ z.B. den Krieg anfangen, den die Bevölkerung zu tragen hat.)

      Innerhalb der je eigenen Klasse war das Verhältnis der Geschlechter aber weniger das von unterdrücker und unterdrücktem, sondern von Arbeitsteilung und Kooperation.

      Die Darstellung, Frauen seien dabei die „unterdrückten“, ist eine extrem einseitige, die die erheblichen Risiken für Leib und Leben der Männer völlig in der Gleichung unberücksichtigt lässt. Diese Risiken werden von den Männern nicht freiwilig „gewählt“, sondern von ihnen eingefordert – und bei Nichterbringung droht Verfolgung, Folter und Tod.

      • So ist es! Genauso sehe ich es auch, zumindest für unsere nordeuropäischen Kulturen (zu den anderen äußere ich mich nicht, weil mir da der Einblick fehlt).

      • Weiß nicht ich habe schon mehrere Texte gelesen, wo es hieß die Menschen hätten als Bauer in Teilen mehr Freiheit, Freizeit und Stress als heute wo viele allein 20h die Woche nur für das Dach über’m Kopf ackern müssen.

  2. Treffende Analyse und Statement, sehr gut!

    Fragen die ich auch wichtig finde:

    + wohin soll das führen und wohin wird das führen?

    + was ist die Motivation hinter der Abwertung und Verteufelung?

    + ist der Feminismus o. Frauen Anführer oder Trittbrettfahrer dieser Agenda?

    Alte weiße Männer(awM) sind z.Z. DIE Gruppe mit der meisten Erfahrung, dem meisten Wissen und der meisten Kontrolle in VIELEN bereichen.

    awM’s haben super viel Erfahrungen auch unter strengen, kritischen Blick zu agieren und ihre Handlungen gegenüber lauten Stimmen zu verteidigen.

    awM’s haben schon viele Fehler gemacht und mussten sich gegen gerechte und ungerechte Anschuldigungen verteidigen.

    awMs haben schon viel durch gemacht, sahen wie versprochene Bündnisse , Freundschaft und Sympathien plötzlich nichts mehr galten.

    http://www.hornoxe.com/freundschaft-unter-politikern/ <- hier ein Statement von Seehofer.

    Platzmachen für neue, frische Führungsköpfe fördert sicherlich Erneuerung, Veränderung und Entwicklung.

    Ich bin der Meinung, dass wir zZ vor großen Umwälzungen und Umbrüchen stehen. Das Frauen Machtpositionen und Männerdomänen einnehmen ist m.M.n. nur ein kleiner Teil von diesen Umbrüchen.

    Genau zu der Zeit wo BigData, KI und nie dagewesene Überwachungs-, Kontroll- und Einflussmöglichkeiten über soziale Medien vor der Einführung stehen, wird eine neue Führungsriege die Entscheidungsgewalt haben.

    Ich habe den Eindruck, dass mit den awMs die Hauptkritiker dieser neuen Führungsriege Mundtod gemacht werden wird.

    "Wir haben nicht die Absicht der totalen Kontrolle, eine Immunisierung gegenüber Kritik findet nicht statt"

    • „Genau zu der Zeit wo BigData, KI und nie dagewesene Überwachungs-, Kontroll- und Einflussmöglichkeiten über soziale Medien vor der Einführung stehen, wird eine neue Führungsriege die Entscheidungsgewalt haben. Ich habe den Eindruck, dass mit den awMs die Hauptkritiker dieser neuen Führungsriege Mundtod gemacht werden wird.“

      Jede Wette! Nicht nur das, es sind vorwiegend die awM die die tödliche Massenmigrationspolitik hinterfragen und kritisieren, die sich daran stören, dass man Atom- und Kohlekraftwerke abschalten will, bevor die Alternativen aufgebaut sind. Die sich über die Verhunzung unserer Kultursprache ebenso ärgern, wie darüber, dass Milliarden in die Bankenrettung gepumpt werden und die weibliche Führungsriege jeden heilsamen harten Schnitt panisch vermeidet.

      Es gibt da auch jede Menge Frauen die sich engagieren, aber es ist halt leider doch so, dass der Durchschnitt da unkritischer, unpolitischer, ängstlicher und auf Gefühlsebene leichter manipulierbar ist. Ich finde das jeden Tag bestätigt, bei den Frauen die ich um mich habe.

  3. „Danke für die Waffenexporte in Kriegsgebiete.“

    Wohin soll man Waffen denn sonst exportieren? Kriegsgebiete sind doch wohl der naheliegende Absatzmarkt.

  4. Guter Artikel. Mit einer Anmerkung:

    „Es gibt nicht „Die Weißen“ oder „Die Männer“. Wir Menschen sind Individuen mit eigenen Weltanschauungen. Keiner ist für das Verhalten von anderen verantwortlich. Das Schubladendenken muss aufhören.“

    Das ist gleichzeitig richtig und falsch.

    Richtig, weil man bei persönlichem Kontakt nach Möglichkeit seinem Gegenüber immer als Mensch begegnen und ihn nicht primär als Mitglied einer Gruppe sehen sollte.

    Falsch, weil er doch Mitglied einer bzw. vieler Gruppen ist und das auch thematisiert werden kann, darf und gelegentlich sogar muss.

    Oder konkretes Beispiel: Männer haben im Durchschnitt andere Interessen, Fähigkeiten und Probleme als Frauen im Durchschnitt. Eine statistische Betrachtung dazu macht jederzeit Sinn und lässt bestimmte Rückschlüsse zu. Bei der Problembekämpfung ist eine solche Analyse sogar absolut notwendig! Jedoch darf man halt im privaten Rahmen nicht den Fehler machen und das auf jedes Individuum der Gruppe herunterbrechen. Ob man eine ganze Gruppe diffamieren können sollte oder nicht, ist Geschmackssache (ich meine, das muss ausgehalten werden können), in Deutschland aber als „Volksverhetzung“ eigentlich verboten, es sei denn es trifft Männer, Weiße oder gar irgendwie „Rechte“, da gelten die üblichen Doppelstandards, während man andere Gruppen noch nichtmal mehr kritisieren oder vor ihnen warnen darf ohne ein „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ um die Ohren gehauen zu bekommen. Das kann es irgendwie nicht sein!

  5. „…sondern reaktionäre Menschen.“

    Ich habe eine Frage.

    Ist die Einstellung „Das scheint nicht zu funktionieren. Ich schlage vor, wir gehen ein paar Schritte zurück und versuchen es noch einmal“ eine reaktionäre Einstellung?

    Und falls ja, ist dann „reaktionär“ etwas Schlechtes?

          • Ja, jetzt sehe ich es. Vorher kam nur so ein google-Icon (deshalb dachte ich, ich hätte versehentlich den google-Link reingestellt). Komische Sache, ich benutze den aktuellen Firefox 68.0.1 vielleicht hat der einen Schuß, wurde heute früh erst geupdated.

    • Also wenn man sich die Wörterbuchdefinition von philosophischer Dialektik ansieht: „philosophische Methode, die die Position, von der sie ausgeht, durch gegensätzliche Behauptungen infrage stellt und in der Synthese beider Positionen eine Erkenntnis höherer Art zu gewinnen sucht.“ würde ich eher sagen: Das ist im Sinne der Dialektik eher das Streben nach einer Synthese
      Die revolutionäre Haltung ist die These, die reaktionäre Haltung ist die Antithese und du versucht mit deinen zwei schritten Zurück eine sinnvolle Lösung aus beiden Positionen zu finden.

      Wie Nietzsche so schön sagte in „Jenseits von Gut und Böse“ sagte:
      „»Schlimm! Schlimm! Wie? geht er nicht – zurück?« – Ja! Aber ihr versteht ihn schlecht, wenn ihr darüber klagt. Er geht zurück, wie jeder, der einen grossen Sprung thun will. – –“

    • Mal rein hypothetisch angenommen, das wäre kein fake:
      Was würde das dann zeigen?

      mMn können Kinder derart heftig reagieren, wenn sie zuvor entsprechend indoktriniert wurden:
      Dieser mann ist das böse persönlich.

      Und dann kommt tatsächlich der Teufel persönlich zur Tür rein.
      Ist natürlich beängstigend, da rastet ein Kind schon mal aus.

      • War auch meine erste Haltung zu dem Video (auch wenn ich trotzdem schmunzeln musste): vorausgesetzt, das sind nicht nur Szenen, die aus völlig unterschiedlichen Videos zusammengeschnitten wurden (was es mit einer mindestens 99 prozentigen Wahrscheinlichkeit ist), würde die Reaktion der Kinder weniger über Trump aussagen, als über die Eltern, die es scheinbar für eine gesunde Form der Erziehung halten, ihren Kindern offensichtlich absurdeste Horrorgeschichten über den Präsidenten ihres Landes zu erzählen. Wenn die Reaktionen wirklich auf Trump bezogen wären: was zum Teufel müssen Kinder von ihren Eltern jedes Mal zu hören bekommen, wenn der Typ im Fernsehen zu sehen ist, um dermaßen panisch auf ihn zu reagieren?

        Aber ich habe komus Post auch nicht anders verstanden: was passiert, wenn man einen Menschen nicht mehr nur sachlich auf Basis dessen kritisiert, was er wirklich sagt und tut, sondern ihn nur noch plump und zumeist an den Haaren herbeigezogen dämonisiert.

        • „vorausgesetzt, das sind nicht nur Szenen, die aus völlig unterschiedlichen Videos zusammengeschnitten wurden (was es mit einer mindestens 99 prozentigen Wahrscheinlichkeit ist),“
          Ist ziemlich klar, dass der Schnitt in dem schnellen Schwenk versteckt sein wird.

          Der ist schon auffällig.
          Ich habs spaßeshalber mal runtergeladen und in nem Videoeditor angeschaut, in dem man sauber Bildweise springen kann.

          Der Fake findet zw. Frame 65 und 70 stat, mit dem eigentlichen Schnitt von 67 auf 68.

          Man sieht zu beginn des Schwenks schon ganz deutlich, dass der gar nicht echt ist – die Flagge taucht plötzlich nochmal gespiegelt in umgekehrter richtung auf, für den ersten teil des Schwenks wurde das Bild einfach nach rechts mit seiner senkrecht gespiegelten version ergänzt – dazu extreme bewegungsunschärfe, bild aufhelen und zum ebenfalls hellen einschwenk des anderen Clips überblenden.

          Ist bei Einzelbildansicht nicht mehr wahrscheinlich, sondern ganz offensichtlich fake.
          🙂

          • Heißt umgekehrt:
            Die postulierte indoktrination fand gar nicht stat (bzw. das Video ist zumindest kein Beleg dafür)

            Da fragt man sich natürlich, was die Leute sich gedacht haben, so ein Video zu schneiden – bzw. ich kann es mir zwar denken, aber was sagt es über die denke aus, wenn die realistische Einschätzung des Videos unter Annahme seiner Echtheit eigentlich auf massive indoktrination hinausläuft?

          • @ maddes8acht

            „… aber was sagt es über die denke aus, wenn die realistische Einschätzung des Videos unter Annahme seiner Echtheit eigentlich auf massive indoktrination hinausläuft?“

            Das ist tatsächlich eine sehr interessante Frage.

            Wie gesagt: ich hielt die Echtheit des Videos auch vor deiner dankenswerten Fleißarbeit für in höchstem Maße fraglich, denn normalerweise reagieren kleine Kinder eher mit vor Staunen aufgerissenen Augen, wenn ihnen die Erzieherin / Lehrerin ankündigt: „Wir haben heute einen ganz besonderen Gast zu Besuch: den Präsidenten unseres Landes, Herrn Donald Trump!“ und dann ein Mann reinkommt, den sie vielleicht tatsächlich schon ein paar mal im Fernsehen oder auf Zeitungen gesehen haben. Darüber hinaus haben Kinder einfach noch ein viel zu unterentwickeltes Interesse an Politik (falls man es überhaupt so nennen könnte), als dass sie über Trump schon eine so „gefestigte Meinung“ haben könnten, dass sie bei seinem Erscheinen panisch schreien oder in Tränen ausbrechen, als käme da Karl der kaltschnäuzige Kinderfresser zur Tür rein.

            Und ja, unter dieser Prämisse hätte die einzige Erklärung für diese Reaktionen, im Falle der Echtheit des Videos, tatsächlich nur massive elterliche Indoktrination gewesen sein können.

            Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Video geschnitten wurde, um Trump eine reinzuwürgen. Zu der Annahme komme ich, weil ich die Auswahl der beiden Kinder nicht für zufällig halte: ein kleiner schwarzer Junge und ein kleines Mädchen. Sprich: schon kleine, schwarze Jungen wissen, dass Trump Schwarze hasst und kleine Mädchen wissen bereits, dass Trump Frauen hasst.

            Dabei gehe ich sogar davon aus, dass die Urheber selbst wussten, dass die meisten das Video recht schnell als Fake / als Ulk erkennen würden. Bei der Frage, was die sich davon erhoffen, spielt das aber eigentlich keine Rolle, denn sollte das Ziel sein, Trump zu verarschen, würde man dieses Ziel sowohl im Falle der Annahme der Echtheit des Videos als auch im Falle der Annahme seiner Unechtheit verfehlen, zumindest bei jenen, die nicht ohnehin schon davon überzeugt sind, dass Trump der Teufel in Person ist.

            Denn jeder, der versucht mit der Causa Trump noch halbwegs nüchtern umzugehen, würde unter der Echtheitsvermutung nur fassungslos die Reaktionen der Kinder zur Kenntnis nehmen und sich fragen: „WARUM?????“. Und bei der Vermutung der Unechtheit kann man es dann eigentlich nur als einen resignierten Kommentar zur allgemeinen Art verstehen, wie Trump, speziell in den Medien, dargestellt wird. In beiden Fällen wäre also nicht Trump der Depp, sondern eigentlich jene, die – echt oder unecht – solche Reaktionen auf ihn zu verantworten haben.

            Das Traurige daran: in der Realität waren es ja nicht mal Kleinkinder, die so auf ihn reagierten, sondern junge Erwachsene im Collegealter. Man erinnere sich nur an Colleges, bei denen nach Trumps Wahlsieg tagelang der universitäre Betrieb zum Erliegen kam, weil sich Studenten traumatisiert zu gemeinschaftlichen Gruppenheulveranstaltungen treffen mussten.

            Also (vielleicht unabsichtlich) gibt das Video eigentlich schon einen durchaus sehr treffenden Kommentar zur Lage der Debattenkultur in den USA bzw. der westlichen Welt ab. Sollte es tatsächlich so herum beabsichtigt gewesen sein, würde ich gar sagen: Chapeau, geniale Satire! Von hinten durch die Brust ins Auge. So muss man’s machen…

          • @maddes8cht

            Ich habe das geposted, weil man sich nicht den Spaß verderben lassen sollte.
            Alle Achtung diese gründliche Analyse hat mir gut getan, ein kleiner Teil in mir zweifelte: ist es vielleicht doch echt?

            Ich habe Videos von US-Einwanderern ohne Papiere gesehen, ich denke diese Gruppe könnte einen entsprechenden Groll hegen, der dann ausreicht ihre Kinder zu indoktrinieren.

            Ich denke eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit ist zu lernen mit den absoluten Gegnern zu diskutieren, statt mit Häme, Spott und Hetze zu dehumanisieren.

            Die sozialen Medien begünstigen leider einen unsozialen Umgang mit Gegnern. Man nimmt Mimik, Tonlage u. Körperhaltung nicht war. Fantasiert, weil ein Gegner spricht, eher das schlimmst Mögliche. Dann kommt eine Gruppendynamik, der erste reagiert mit Häme oder Hass, und wenn noch weitere mitmachen, schließen sich sogar Menschen an, die sonst nie Jemanden unter der Gürtellienie angreifen würden.

            Empörung und Aufruhr ist im Internet eine Währung, da die Klickzahlen in die Höhe gehen. Folglich sind die Algorythmen welche Nachrichten zuteilen, darauf ausgerichtet auch negative Emotionen zu verstärken. Jemand am Anfang eines Shitstorms aufklären könnte, und Beschwichtigung befördert, wird von der KI als Klickzahlen-Stopper erkannt und möglichst verdrängt/umgangen. Echtes Teufelswerk.

          • „auch vor deiner dankenswerten Fleißarbeit “

            Wenn mir an einem Video etwas spanisch vorkommt, mache ich das fast schon routinemäßig.
            Mein Firefox ist mit addons gut darauf eingerichtet, Videos der üblichen Platformen runterladen zu können, obwohl die das zu verhindern versuchen.
            Ins Videoprogramm ziehen und einzelschritteise die kritische Stelle angucken.

            Kein großer act, wenn man darauf eingerichtet ist.
            Und man sieht in einzelbildschaltung befremdlicher Schnitte immer wieder mal hoch interessantes…

          • @KOmu:
            Ich denke, nach den Fachanalysen oben, nicht, daß es zur gezielten Hetze – bspw. bei Migranten – gemacht wurde, sieht mir eher wie ein „Insiderwitz“ aus, der dann über Tweety und FB an so Pfosten der Gesellschaft, wie hier bspw. Claudia oder Lightyear, verteilt wird. Die finden sowas dann gleichzeitig zutreffend UND lustich ….

        • @maddes8cht

          Was benutzt du für Addons, kennst Du eins das zuverlässig HLS-Streams sichern kann?

          Ich hab „Video Downloadhelper“ u „YouTube Video and Audio Downloader (Dev Edt.)“

          • “ kennst Du eins das zuverlässig HLS-Streams sichern kann?“

            Der große Knackpunkt ist das „zuverlässig“.

            Den Video Download Helper hab ich auch,
            zudem
            Easy Video Downloader
            Ummy Video Downloader
            und
            My Video Downloader

            Zu unterschiedlichen Zeiten und auf unterschiedlichen Seiten funktionieren immer mal wieder welche davon nicht – oder nicht mehr – und irgendwann doch wieder.
            Die Anbieter und die Downloader spielen da Katz und Maus, auch ohne dass es um großartig „illegale streaming-dienste“ geht.

            Im Moment funktioniert der Easy Video Downloader für mich am zuverlässigsten – und zwar nicht über die eigene Speicherfunktion, sondern dessen eigenen „play“-Button, der das Video in einem neuen Fenster öffnet – als reinen html-Video-Stream, den man mit der browser eigenen „rechts click – speichern unter“-funktion speichern kann.

  6. Den Feststellungen im Beitrag, und den Kommentaren ist zuzustimmen!
    Die heute tonangebende Einseitigkeit und die praktizierten Doppelstandards beleidigen jedes intakte Gerechtigkeitsempfinden, und die dem zugrundeliegenden Ignoranz und Primitivität sind unerträgliche Zumutungen für jede zu eigenständigem Denken fähige und dazu bereite Intelligenz!
    Aber auf dieser Basis wird heute Politik gemacht, und es geht dabei leider sehr erfolgreich um die Umsetzung von „spalte und herrsche“.
    Bei aller retardierten Plumpheit, mit der diese Konzepte ausgeführt werden, haben sie aber den „Vorteil“ des Agenda-Settings, und sie sind zudem Narrativ-konstruierend, worauf dann bestenfalls „reagiert“ wird. Wenn sich das grundlegend ändern soll, darf es nicht nur bei einer schnell wieder vergessenen Reaktion bleiben!

    • Korrekt! Da sind offensichtlich ernsthafte Paradigmenwechsel angesagt, sonst ward dat nix.
      Ich setze einfach auf Verdacht auf den Trend, daß die Jugend ( warum auch immer, eine hinreichende Erklärung habe ich noch nicht gesehen ) scheinbar von selbst immer weniger bereit zu sein scheint, sich am Nasenring durch die Manege zerren zu lassen.
      Was aber auch eine Tour de Hardcore werden kann, einerseits wegen der heftigen Extremismen, die immer dominanter werden und anderseits weil die Youngsters immer weniger backing durch alterfahrene Leute haben.
      Tja, da müssen die Kids wohl durch ….
      Wenn da allerdings – und das ist recht wahrscheinlich – im Zuge der „Digitalkriege“ und verzettelter Energiekonzepte. ein paar ernsthafte Blackouts hinzukommen, ist kein Halten mehr.
      Was dann passiert möchte ich eigentlich lieber nicht mehr erfahren müssen.

  7. Wie sieht es in Ländern aus, die keine alten weißen Männer an der Macht haben?

    Ganz Afrika ist ein Problem.
    Asien ist von Diktaturen und Gewalt geprägt. Okay, Japan scheint stabil Südkorea bin ich nicht sicher.
    Der arabische Raum – naja.
    Südamerika……nur Probleme.

    Alte weiße Männer kann man nur da angreifen, wo sie an der Macht sind.

    Irre ich mich da? Ich bin nicht sicher….

    • Hm, hast Du schon von CIA und Regierungsumstürzen gehört? In den von Dir benannten Länder sind AWM-geführte Machtinteressen am werken ist die Gegenthese.

      • Das kann im Einzelfall auch so sein. Aber warum gibt es keine mir bekannte Regierung nicht alter weißer Männer, die was hin bekommt. Abgesehen von Japan?

        Wie schon geschrieben, ich bin mir nicht sicher. Meinungen und Fakten sind willkommen….

        • China und Korea nicht vergessen! Allerdings erfahren wir in Deutschland viel zu wenig von den 100+ Ländern, die es noch so gibt und das was wir erfahren, sind meist „bad news“, ich wäre also sehr vorsichtig mit einer Beurteilung der weltweiten Lage.

          Man muss auch noch erwähnen, dass die awM zwar ihre Länder i.d.R. ganz gut im Griff haben, an den Entwicklungsländern aber fast durchgehend auch scheiterten. Über die Gründe darf wild spekuliert werden…

          • @maddes8cht

            Du siehst Indien als Erfolgsland an? Ich war noch nie dort, aber neulich kam eine Doku darüber, dass die dort recht ernüchtert sind, insbesondere da die sich schon viel länger auf Aufbau und Entwicklung konzentrieren als China, selbiges aber längst in Volltempo vorbeigezogen ist.

            Aber ich gebe zu: schwierig von außen zu beurteilen und schwierig eine Grenze zu ziehen. Sich mehr oder weniger langsam entwickelnde Länder, gibt es m.E. noch viel mehr. Während wir uns ja eher zurückentwickeln, weil die awM zu gutmütig sind 🙂

          • „Du siehst Indien als Erfolgsland an?“

            Tscha – gute Frage.
            Es entwickelt sich jedenfalls stetig.

            Welchen Preis bezahlt China dafür, und welchen zahlt Indien?
            Chinas Regime hat andere Möglichkeiten, bestimmte Projekte einfach durch zu ziehen.
            Und auch bessere Möglichkeiten, über völlig verarmte Gegenden oder Bevölkerungsschichten nichts nach außen dringen zu lassen.

            Schwierig.

  8. Oh nein, wir sind das ultimative Feindbild und die Wurzel allen Übels…

    Alte weiße Männer sind Siegertypen. Lang lebe das Patriarchat! 😉

    Spricht man eigentlich in China von „alten gelben Männern“? Fragen über Fragen.

  9. „Wenn man jetzt den Spieß umdreht und uns beleidigt und diskriminiert, ist man kein Deut besser.“

    Das Dinge ist, das man heute weiß das die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und der Hautfarbe falsch ist. Früher konnte man sich vielleicht damit entschuldigen das man es einfach nicht besser wusste. Aber welche Entschuldigung haben die Feministinnen und andere Sexisten/Rassisten?

    • Aber welche Entschuldigung haben die Feministinnen

      Einfach: Feministinnen diskriminieren nicht aufgrund Geschlecht. Sie gleichen bestehende Ungerechtigkeiten aus.

      Und das funktioniert so:
      A hat durch Rasenmähen sein Taschengeld aufgebessert und 2 Tafeln Schokolade gekauft.
      B hat zwei Tüten M&Ms geschenkt bekommen.
      A hat viel mehr Schokolade als B.
      Das ist nicht fair.
      A muss eine Tafel an B abgeben.
      Dann haben beide je eine Tafel.
      Ist das etwa nicht gerecht?

      Wie kann es sein, das blöde Maskus einen so simplen Gedankengang nicht verstehen?!?

      • Schön erklärt. Feministen kapieren das dank ihres ausgeprägten Solipsismus oder Allymasochismus nie, aber für die anderen Jungs gehört sowas schon in der Grundschule unterrrichtet 🙂

  10. Nachdem die alten weißen Männer quasi im Alleingang alles erschaffen haben worauf sich die jungen bunten Frauen jetzt ausruhen, bin ich sehr gespannt, was diese zu bieten haben, wenn sie das unbedingt alle selbst machen wollen-müssen. Weibliche Industrie, Informatik, Business Cases, etc. sind bislang jedenfalls genau so erfolglose Lachnummern wie der feministische Porno. Das wollen nicht mal FeministInnen sehen.

    Was sagt es über die Welt aus, wenn selbst fast alle erfolgreichen Damenmodelabels von alten, weißen Männern betrieben werden? Weder den Luxusbedarf, bei dem es egal ist, ob es voll in die Wand läuft, noch den alltäglichen Bedarf können sie decken, ohne die alten weißen Männer im Boot zu haben. Ich bin mir sicher, dass Halbtags-CEOs in der Woken-Branche die Antwort sind. lol

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