Der Anti-Manspreading-Stuhl und der Pro-Breitbeinigsitzen-für-Frauen-Stuhl

Alte, weiße Männer – Eine Phobie der modernen Feministin? (Gastartikel)

Gastbeitrag von Marc

In letzter Zeit ist es en vogue gegen „alte weiße Männer“ auszuteilen. Es wurden viele Artikel in einschlägigen Medien verfasst und Sophie Passmann hat darüber sogar ein Buch geschrieben.

 

Der Begriff ist sexistisch, rassistisch und altersdiskriminierend. Sich über „Nafri“ aufregen, aber gleichzeitig „alte weiße Männer“ als Kampfbegriff verwenden. Genau mein Humor!
Horst Seehofer und Gregor Gysi sind beides „alte weiße Männer“, aber worin unterscheiden sie sich? Exakt! In ihrer Persönlichkeit und ihrer politischen Haltung. Menschen sollten nach ihrem Charakter beurteilt werden und nicht auf ihre Hautfarbe, Geschlecht oder Alter reduziert werden.

  • Weiße sind nicht das Problem, sondern Rassisten.
  • Männer sind nicht das Problem, sondern Sexisten.
  • Alte Menschen sind nicht das Problem, sondern reaktionäre Menschen.

 

„Aber du musst dich doch nicht angesprochen fühlen“ und „Männer haben Frauen früher sehr schlecht behandelt“ hört man häufig als Rechtfertigungsgrund:
1. Wir müssen uns nicht angesprochen fühlen, dennoch WERDEN wir es faktisch. Das Problem liegt nicht beim Empfänger, sondern beim Sender der Nachricht. Sonst soll man auch von Verallgemeinerungen absehen und muss überall differenzieren (z.B. bei Flüchtlingen oder Muslimen). Nicht alle Muslime sind Terroristen. Nicht alle Männer sind Sexisten. Nicht alle Weißen sind Rassisten.

2. Leider wurden Frauen früher stark unterdrückt, aber das geschah vor meiner Geburt und ich bin nicht für die Taten meiner Vorfahren verantwortlich. Es gibt keine Erbschuld. Wenn man jetzt den Spieß umdreht und uns beleidigt und diskriminiert, ist man kein Deut besser. Man kann nicht Hass mit Hass bekämpfen.

 

Wenn man sich die politische Arbeit von „alten weißen Frauen“ anschaut, stechen die auch nicht unbedingt positiv hervor.

1. Angela Merkel – 14 Jahre Bundeskanzlerin (Danke für den Wirtschaftslobbyismus. Danke für die Kluft zwischen Arm und Reich. Danke, dass sie nichts gegen den NSA-Skandal unternommen haben)
2. Ursula Von der Leyen – Bundesministerin der Verteidigung (Danke für die millionenschwere Berateraffäre. Danke für die Waffenexporte in Kriegsgebiete. Danke für den aufrecht erhaltenen US-Stützpunkt Ramstein)

3. Julia Klöckner – Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft (Danke, dass weiterhin Ferkel ohne Betäubung kastriert werden. Danke, dass weiterhin stundenlange Tiertransporte zur Schlachtung unter grausamen Bedingungen erlaubt sind)

4. Marlene Mortler – Drogenbeauftragte (Danke, dass Cannabis weder legalisiert noch für Konsumenten entkriminalisiert wird)

5. Katarina Barley – Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz (Danke für Artikel 13. Sie hatte ein Vetorecht und hätte es verhindern können)

6. Annegrette Kramp Karrenbauer (Danke, dass sie die Meinungsfreiheit vor dem Wahlkampf regulieren/einschränken möchten)

 

In dem Zusammenhang liest man auch häufig, dass es keinen Rassismus gegen Weiße undkeinen Sexismus gegen Männer geben kann:
1) Die offizielle Definition von Rassismus: Jemand wird aufgrund seiner Hautfarbe/Herkunft beleidigt, ausgegrenzt oder benachteiligt. Rassismus kann grundsätzlich von jedem gegen jeden ausgehen. Jedes Volk kann sich als höherwertiger betrachten und davon ausgehend andere abwerten und diskriminieren. Rassismus muss sich nicht unbedingt gegen Minderheiten richten und setzt nicht notwendigerweise „Macht“ voraus, auch wenn das die sog. Critical-Whiteness-Bewegung gerne behauptet.

Rassismus ist keine Einbahnstraße. Es kommt nur nicht im gleichen Ausmaß vor. Wenn mich z.B. jemand als „White Trash“, „Cracker“ oder „Scheiß Weißbrot“ beleidigt oder mich nur wegen meiner weißen Hautfarbe zusammenschlägt, ist das eine rassistisch motivierte Straftat. Es gibt auch Anhänger der Black Supremacy, die das Gegenstück zur White Supremacy bildet. Beides sind menschenverachtende Ideologien. Natürlich stellt die White Supremacy eine viel größere Bedrohung dar, weil die Anzahl der Anhänger um ein Vielfaches größer ist.

In Problembezirken wie z.B. Neukölln werden einige „bio-deutsche“ Kinder aufgrund ihrer Herkunft an Schulen mit hohem Migrantenanteil ausgegrenzt und gemobbt. Dort bekommen sie „Kartoffel“, „Scheiß Deutscher“ und „Schweinefleischfresser“ zu hören.

2) Nur weil Männer mehr Macht- und Führungspositionen innehaben, heißt das noch lange nicht, dass es keinen Sexismus gegen Männer geben kann. Nur ein kleiner Bruchteil der Männer ist sehr erfolgreich. Sie repräsentieren aber nicht den Rest aller Männer, die davon gar nicht profitieren.

„Frauen gehören in die Küche“, „Du bist chronisch untervögelt“, „Frauen und Technik“, „Hast du deine Tage?“ und „Typisch Frau“ sind genauso sexistische Sprüche wie „Alle Männer sind schwanzgesteuert“, „Männer sind Schweine“, „Men are Trash“, „Ich bade in Männertränen“, „Ladies First“, „Frauen und Kinder zuerst“ und „Typisch Mann“. Männer können genau wie Frauen in der Werbung leicht bekleidet als Sexobjekt mit Adoniskörper dargestellt werden oder als tollpatschige Vollversager, denen nichts gelingt. In typischen Frauenberufen (z.B. in der Erziehung) kann ihnen nur aufgrund des Geschlechts die Kompetenz und das Einfühlungsvermögen abgesprochen werden. Oft stehen sie unter Generalverdacht und haben mit dem Pädophilieverdacht zu kämpfen.

 

Lustigerweise greift man beim Feminismus auf die offizielle Definition des Dudens zurück, wonach Frauen und Männer gleichberechtigt sein sollen, wobei sie heutzutage gleichgestellt meinen, aber bei Rassismus und Sexismus ändern sie die Definition, um es ihrem Weltbild anzupassen, wodurch sie einen Freifahrtschein haben Weiße und Männer als Kollektiv zu beschuldigen und niederzumachen. Das ist aber nur die ausgedachte Definition von Sozial- und Geisteswissenschaftlern, die keine Allgemeingültigkeit hat!

Es gibt nicht „Die Weißen“ oder „Die Männer“. Wir Menschen sind Individuen mit eigenen Weltanschauungen. Keiner ist für das Verhalten von anderen verantwortlich. Das Schubladendenken muss aufhören.

Du würdest auch gerne einen Gastartikel schreiben?