Trump und die Herausstellung der „intersektionalen 4“ als „Feinde der USA“ als taktisches Mittel

Trump schrieb in mehreren Tweets:

So interesting to see “Progressive” Democrat Congresswomen, who originally came from countries whose governments are a complete and total catastrophe, the worst, most corrupt and inept anywhere in the world (if they even have a functioning government at all), now loudly……

….and viciously telling the people of the United States, the greatest and most powerful Nation on earth, how our government is to be run. Why don’t they go back and help fix the totally broken and crime infested places from which they came. Then come back and show us how….

….it is done. These places need your help badly, you can’t leave fast enough. I’m sure that Nancy Pelosi would be very happy to quickly work out free travel arrangements!

Und dann etwas später:

So sad to see the Democrats sticking up for people who speak so badly of our Country and who, in addition, hate Israel with a true and unbridled passion. Whenever confronted, they call their adversaries, including Nancy Pelosi, “RACIST.” Their disgusting language…..

….and the many terrible things they say about the United States must not be allowed to go unchallenged. If the Democrat Party wants to continue to condone such disgraceful behavior, then we look even more forward to seeing you at the ballot box in 2020!

We are doing great Economically as a Country, Number One, despite the Fed’s antiquated policy on rates and tightening. Much room to grow!

China’s 2nd Quarter growth is the slowest it has been in more than 27 years. The United States Tariffs are having a major effect on companies wanting to leave China for non-tariffed countries. Thousands of companies are leaving. This is why China wants to make a deal….

….with the U.S., and wishes it had not broken the original deal in the first place. In the meantime, we are receiving Billions of Dollars in Tariffs from China, with possibly much more to come. These Tariffs are paid for by China devaluing & pumping, not by the U.S. taxpayer!

When will the Radical Left Congresswomen apologize to our Country, the people of Israel and even to the Office of the President, for the foul language they have used, and the terrible things they have said. So many people are angry at them & their horrible & disgusting actions!

If Democrats want to unite around the foul language & racist hatred spewed from the mouths and actions of these very unpopular & unrepresentative Congresswomen, it will be interesting to see how it plays out. I can tell you that they have made Israel feel abandoned by the U.S.

“We all know that AOC and this crowd are a bunch of Communists, they hate Israel, they hate our own Country, they’re calling the guards along our Border (the Border Patrol Agents) Concentration Camp Guards, they accuse people who support Israel as doing it for the Benjamin’s,….

….they are Anti-Semitic, they are Anti-America, we don’t need to know anything about them personally, talk about their policies. I think they are American citizens who are duly elected that are running on an agenda that is disgusting, that the American people will reject……

….What does it mean for America to have free Healthcare for Illegal Immigrants, no criminalization of coming into our Country – See how that works for controlling Immigration! They talk about Israel like they’re a bunch of thugs, not victims of the entire region. They wanted…

…..to impeach President Trump on DAY ONE. Make them the face of the future of the Democrat Party, you will destroy the Democrat Party. Their policies will destroy our Country!” Need I say more?

Natürlich wurde Trump dafür kritisiert, dass er sagt, dass die Politikerinnen, die bis auf eine in den USA geboren sind (die andere zog mit 2 Jahren in die USA), in ihr Land zurückgehen sollen. Das sei rassistisch.

Aber die Frage ist, ob das wirklich Leute interessiert. Denn Trump bedient hier den in den USA sehr weit verbreiteten Patriotismus und betont, dass eben die USA an erster Stelle stehen sollen und sie sich nicht für dieses einsetzen. Er bezeichnet sie als Antisemiten und Radicale und polarisiert deutlich. Er wirft dann den Demokraten vor, dass sie sich um diese fürchterlichen Politiker scharren und sich mit ihnen gemein machen.

Faszinierend an der ganzen Sache finde ich, dass er versucht die radikalen intersektionalen Politiker als Druck- und Spaltungsmittel zu gebrauchen. Denn diese sind auch bei den Demokraten nicht unumstritten und haben durchaus schon für etwas Ärger gesorgt. Er stellt sie jetzt als unpatriotisch geradezu feindselig dar. Anhänger dieser vier werden ihn ohnehin nicht wählen, er kann sie also problemlos vergrätzen. Aber er sorgt damit zum einen für Ärger bei den Demokraten, indem er diese dazu bewegen will, dass sie sich entweder mit diesen Solidarisieren oder von diesen lossagen. In beiden Fällen entstehen erhebliche Angriffspunkte für Trump und er kann auch jeweils Kandidaten die gegen ihn angehen ebenso dazu auffordern, zu erklären, was er von diesen hält und damit evtl Wähler dort gegen die Kandidaten aufbringen, egal was sie sagen.

Er oder seine Berater scheinen sich durchaus bewußt zu sein, dass intersektionale Theorien, gerade auch aufgrund ihrer Nähe zum Islam etc sehr kritisch gesehen werden. Das ist einmal ein interessanter Weg diese Richtung direkt anzugreifen und sie als Radikale dazustellen.

Eine Karikatur, die mir nach der Suche zu Meinungen dazu auf Twitter über den Weg lief, stellt es wie folgt dar:

Trump squad

Und es werden passend die Verfehlungen herumgereicht:

In den folgenden Thread geht sie dann so einige Punkte durch

Andere solidarisieren sich natürlich:

Trump geht insoweit die radikalen intersektionalen Theorien direkt an, stellt sie ins Scheinwerferlicht und zeigt auf, dass dort ebenso Rassismus vorhanden ist.

Er betont, dass er für die Einwohner der USA da ist. Und malt ein Bild, dass es die Linken/die Demokraten nicht sind. Diese malen ein Bild von ihm als Rassisten, wobei es interessant wäre, welche Wähler das übernehmen, die nicht ohnehin bereits gegen ihn sind. Es ist in dem Angriff gegen die Politikerinnen eine klare „Ich habe eure Interessen vor Augen“-Botschaft enthalten.

Ich bin etwas gespannt, was daraus wird. Wird es einen Kampf innerhalb der Demokraten lostreten? Wird es dazu führen, dass sich verschiedene Leute gegen intersektionale Theorien aussprechen? Gelingt es ihm den passenden Unfrieden zu sehen und daraus Vorteile zu ziehen? Oder schreckt er Wähler damit ab?

Generell finde ich diesen Umgang interessant. Auf Deutschland ist er sicherlich schwerer zu übertragen, weil Patriotismus in dieser Form hier wesentlich plumper wirken würde.

Aber es zeigt, dass man die Radikalität der linken durchaus auch als Waffe einsetzen kann, wenn man es passend gestaltet. Ob es eine wirksame Waffe ist oder es sich gegen ihn wendet, dass wird sich noch zeigen

105 Gedanken zu “Trump und die Herausstellung der „intersektionalen 4“ als „Feinde der USA“ als taktisches Mittel

  1. Trump ist ein Rassist, und US Bürger mit anderer Hautfarbe als weiss zu sagen, sie sollen zurückgehen, wo sie herkommen, ist 100% rassistisch, oder mindestens nationalistisch.

    Trotzdem reagieren die 4 völlig falsch. Auslachen hätten sie ihn sollen. Denn es ist ja sein bekanntes Ablenkungsverhalten, weil die Dinge mal wieder schief laufen.

    Und sie laufen bei Trump ja eigentlich nie richtig.

    • Siehe Danisch.
      Im Fall Lübke ist es nicht rechts oder rassistisch, wenn dieser sagt, jeder könne dieses Land verlassen, dem es hier nicht gefalle.
      Da sind dann plötzlich die Kritiker rechts und rassistisch.
      Die Anstalt lies jetzt einen ähnlichen Spruch verlauten: Jeder Deutsche hat das Recht zu gehen, wenn es ihm hier nicht gefällt.

      Auch das ist angeblich wieder nicht rechts oder rassistisch. Rechts oder rassistisch ist das nur wenn Trump das sagt.
      Es ist nicht das Maß, sondern das doppelte Maß, das zum Kotzen ist.

      • Das ist genau der Punkt. J.W. v. Goethe hat dazu gesagt: „wem die Regeln nicht gefallen, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten.“ Aber ich schätze, da sitzen die Gesinnungsethiker (Gutmenschen) gleich wieder auf dem Stängchen und gackern ‚Nazi‘ herunter.

      • „Es ist nicht das Maß, sondern das doppelte Maß, das zum Kotzen ist.“

        Ich denke, da gibt es einen kleinen, aber feinen Unterschied zwischen dem Fall Lübcke und Trump.
        Im Ersteren wollten die Kritiker des Regierungspräsidenten die Grenzen dicht machen, im Zweiten der US-Präsident.
        Bodenlos dumm ist auch seine Aufforderung, die Frauen sollten „dahin zurückgehen, wo sie hergekommen sind, …“, weil zumindest drei von ihnen in den USA geboren sind – und Trump selbst aus einer Familie stammt, die erst 1885 aus der deutschen Pfalz in die USA eingewandert ist.

        Es entbehrt da nicht einer gewissen Komik, wenn europäische Einwanderer die USA „wieder“ zu einem reinrassigen weißen Land machen wollen.

        • „Ich denke, da gibt es einen kleinen, aber feinen Unterschied zwischen dem Fall Lübcke und Trump.“

          Den Unterschied sehe ich auch – ob eines davon besser ist als das andere finde ich aber nicht so klar.

          „Bodenlos dumm ist auch seine Aufforderung, die Frauen sollten „dahin zurückgehen, wo sie hergekommen sind, …“, weil“

          Ist natürlich immer praktisch, Trump erstmal als bodenlos dumm darzustellen.

          Er hat die Damen aber nicht deshalb aufgefordert, zurückzugehen (das hat Lübke nicht getan – es gibt kein „zurück“, wohin er die deutschen schicken könnte, er schickt sie nicht „zurück“, sondern „weg“), weil sie von wo anders herkämen – das wäre in der Tat unamerikanisch und vor seinem eigenen hinergrund auch „dumm“. Aber das war nicht der Grund, den er genannt hat.
          Der Grund, warum er sie auffordert ist, weil sie Amerika verachten.
          Und an der Stelle ist der Verweis darauf, wo sie herkommen, auch durchaus ein Sinnvoller. Einer, über den man streiten kann, aber jedenfalls kein „dummer“.

          Und auch hier ist ein Unterschied zu Lübke: Er schickt nicht diejenigen fort, die Deutschland verachten.

          Denn eines kann man Trump sicher nicht vorwerfen: Dass er Amerika „verachte“. Daher verfängt der Hinweis auf seine Herkunft auch nicht. Amerika ist ein Einwanderungsland, das weiß auch Donald Trump. Wer stolz ist auf dieses Land und es aufbauened mitgestaltet, darf natürlich kommen und auch bleiben.

          Man muss schon eine Menge Bias einbauen, um ihm diese Argumentationskette als „dumm“ ans Bein zu binden, aber bei Trump darf man das, weil der Vorwurf gewissermaßen allgemeingut ist…

          • Eine Kollegin erzählte mir mal von einem Erlebnis in einem Bus. Da saßen wohl zwei Jugendliche, vom Aussehen her mutmaßlich mit türkischen Wurzeln, die sich lautstark über „Scheiß Kartoffelland“ und „dreckische Kartoffeln“ ausgelassen haben. Nachdem sie das eine Weile durchgezogen haben, soll der Busfahrer plötzlich angehalten, die Tür geöffnet und die beiden Bengels aufgefordert haben, auszusteigen und legte ihnen auch noch nahe, sie könnten doch gerne jederzeit in ein anderes Land gehen, wenn sie Deutschland und die Deutschen so Scheiße fänden.

            Ich weiß, dass so manch einer dieses Verhalten schnappatmend als voll Nazi bezeichnet hätte, aber ich fand das absolut zutreffend. Denn Fakt ist: wer sich derart von einem Land und der Mehrheit der dort lebenden Menschen abzugrenzen müssen glaubt, dem sei berechtigt die Frage gestellt, was er denn dann noch in diesem Land zu suchen gedenkt.

            Was Lübcke, ohne hier Leichenfledderei begehen zu wollen, rausgehauen hat, war fundamental antidemokratisch. Denn seine Äußerung damals richtete sich ja klar erkennbar an jene, die mit der Politik – speziell der Einwanderungspolitik – unzufrieden waren, die – in Teilen gewiss auch polemische – Kritik daran äußerten. Wer aber meint, Menschen die Tür zeigen zu müssen, wenn sie nicht mit der Meinung der Herrschenden konform gehen, der offenbart damit einen radikal diktatorischen Duktus.

          • „Denn seine Äußerung damals richtete sich ja klar erkennbar an jene, die mit der Politik – speziell der Einwanderungspolitik – unzufrieden waren, die – in Teilen gewiss auch polemische – Kritik daran äußerten.“

            Ich war auf der Veranstaltung nicht dabei, kann mich also dazu nicht äußern.
            Aber Deutschland hat nunmal über Jahrzehnte Werte vertreten, die dem „Deutschland den Deutschen!“ diametral entgegenstehen.
            ICH fühle mich wohl in einem weltoffenen, toleranten Land, ich brauch kein fragwürdiges Brauchtum und keine Burschenschaften im Gleichschritt.

            Als ich jung war, habe ich öfter gegen die Nato-Aufrüstung mit Atomwaffen, für Frieden und Menschenrechte demonstriert. Geflügeltes Wort der damaligen RECHTEN „Gutmenschen“: „Geht doch in den Osten, wenn es euch hier nicht gefällt!“

            Und in diesem Duktus kann ich Lübckes Äußerung sehr gut nachvollziehen.
            Er wollte ein weltoffenes tolerantes Land – und wer das eben nicht wollte, der sollte sich doch eines suchen, das autoritär und exklusiv organisiert ist. Polen z.B., oder Ungarn.

            „Wer aber meint, Menschen die Tür zeigen zu müssen, wenn sie nicht mit der Meinung der Herrschenden konform gehen, der offenbart damit einen radikal diktatorischen Duktus.“

            Zweifellos. Man muss in einer Demokratie mit der Meinung Andersdenkender umgehen können und müssen. Dazu gehört aber nicht, ihn zu ermorden.

          • @ Carnofis
            „Dazu gehört aber nicht ihn zu ermorden“

            Ja natürlich nicht. Jemanden aufgrund seiner politischen Meinungen und Aussagen zu ermorden ist entweder dissozial und maximal durchgeschallert, sollte es von jemandem als gegen die Person gerichtete Tat verübt worden sein oder es ist gar Terrorismus, sollte es gezielt getätigt worden sein, um auch möglichst anderen zu suggerieren: „Seht her, was passiert, wenn ihr nicht so agiert, wie wir es wollen!“.

            Aber ich wage mal zu behaupten, dass diese Haltung zu einem mutmaßlich politisch motivierten Mord hier Konsens ist. Ich glaube zumindest nicht, dass hier auch nur ein User unter uns ist, der die Ermordung von Lübcke als legitimen Akt betrachten würde.

          • „Ich glaube zumindest nicht, dass hier auch nur ein User unter uns ist, der die Ermordung von Lübcke als legitimen Akt betrachten würde.“

            Ich frage lieber nicht nach 😦

          • Weltoffenheit und Toleranz führt aber zu nichts, wenn man sie ausübt gegenüber Menschen die ihrerseits nicht weltoffen und tolerant sind, sie führt dann vielmehr früher oder später zur Selbstzerstörung.

      • Dänisch ist ein paranoider Verschwörungstheoretiker, dem seine Mama zuviel Müsli gegeben hat und der jetzt überall die grüne Weltverschwörung wittert. Ein Identitätsrechter, dessen Idenntitätsprojektionen auf alles „grün“ und „links“ drauftackern, was ihm unangenehm ist.

        Zum Kotzen ist wohl eher Herr Trump. Der Kinder in Käfige sperrt, Handelskriege anzettelt, und von seinem präsidialen Versagen (diesmal: seine korrupte Mischpoke handelt einen Deal mit Epstein aus) durch Twitter-Angriffe auf Minderheiten und Frauen ablenkt.

        Und es ist ein Unterschied zu sagen „du kannst Deutschland verlassen“ und „geh hin, wo du herkommt“. Aber soweit reichen wohl weder Danischs noch Deine Lesekompetenz.

          • „Die „Kinder in Käfige“ gibt es in den USA schon immer. Ganz besonders auch unter Obama. Nur da hat es niemanden interessiert, weil er war ja einer von „den Guten“.“

            Das ist in der Tat etwas, was immer wieder faszinierend ist. Es gab schon eine Vielzahl von Punkten, bei denen Trump etwas fortgesetzt hat, was Obama gemacht hat und es ihm dann vorgeworfen worden ist. Ich hatte da mal einen Artikel zu meine ich. Finde ich aber gerade nicht

          • „Das ist in der Tat etwas, was immer wieder faszinierend ist.“

            Man nennt es auch Trump Derangement Syndrome. Trump verkörpert für viele das absolute Böse. Das ist wie im Mittelalter, wo jede Missernte entweder das Werk von Teufeln, Hexen oder Juden war oder was auch immer gerade für ein Sündenbock envogue war. Komplett ideologischer Wahn.

        • „Und es ist ein Unterschied zu sagen „du kannst Deutschland verlassen“ und „geh hin, wo du herkommt“.“

          Ja.
          Der Unterschied ist, dass es bei „geh hin wo du hekommst“ einenOrt gibt, auf den man verweisen kann, wo er herkommt.

          Trump z.B. könnte man in diesem Sinne in die Pfalz zurückschicken.

          Deutsche, deren Vorfahren seit Jahrhunderten hier wohnen, kannst Du nicht irgendwo „zurückschicken“. Du forderst sie auf,das Land zu verlassen und sich gefäligst irgend was neues zu suche.

          Ist wie wenn Trump zu amerikanischen Ureinwohnern sagen würde: Wenn euch nicht passt, was wir mit eurem Land gemacht haben, dann geht doch!

          Das hat er aber nicht.

          • „Ist wie wenn Trump zu amerikanischen Ureinwohnern sagen würde: Wenn euch nicht passt, was wir mit eurem Land gemacht haben, dann geht doch!

            Das hat er aber nicht.“

            Zutrauen würde ich ihm das sofort 😀
            Leider verhalten sich die ECHTEN Amerikaner so still, dass es mit ihnen keine Auseinandersetzung gibt.

          • „Zutrauen würde ich ihm das sofort 😀“

            Ja klar – weil wir ja alle wissen, wie dumm Trump ist …

            Häte, hätte, Fahradkette.
            Er hat aber nicht.

            Trump hat schon eine Menge dinge gesagt und noch viel mehr nicht gesagt.
            Und bei Trump werden und wurden Aussagen skandalisiert, die man einem Obama und anderen bedenkenlos durchgehen lässt, komplett unter dem Radar laufen lässt und meist gar nicht kennt oder beachtet.

            Trotzdem ist er der Präsident der jüngeren amerikanischen Geschichte seit meinen Lebzeiten, der bislang noch keinen eigenen Krieg begonnen hat.

            Da macht er in meinen Augen irgend was richtig.
            Möglichkeiten dazu hatte er bereits viele, Iran, Nordkorea etc.
            Wie viele seiner Vorgänger hätten in der selben Situation schon den ein der anderen Krieg vom Stapel gelassen?
            Obama oder eine potentielle Hillary Clinten nehme ich da als gesetzt an.

            Trump-bashing kommt immer gut, mir ist da zu viel hätte bestimmt und würde bestimmt, wenn.. dabei. zu billig. Sollte doch eigentlich unter deiner Würde sein?

          • „„Zutrauen würde ich ihm das sofort 😀“

            Ja klar – weil wir ja alle wissen, wie dumm Trump ist …“

            Nein, weil er regelmäßig erst quatscht und dann – vielleicht – denkt.

            „Und bei Trump werden und wurden Aussagen skandalisiert, die man einem Obama und anderen bedenkenlos durchgehen lässt, komplett unter dem Radar laufen lässt und meist gar nicht kennt oder beachtet.“

            Gut, einiges Schlimmes scheint wirklich unterm Radar gelaufen zu sein bei Obama. Aber da werfe ich mir nicht vor, nicht hingesehen zu haben. Ich hab einfach nichts davon gewusst. Wenn ich von Käfig-Kindern unter Obama erfahren hätte, hätte ich es mit Sicherheit massiv kritisiert. Von daher greift der Vorwurf nicht, nur bei Trump hinzuschauen.
            Außerdem hatte ich von Anbeginn an den Friedensnobelpreis für Obama für nicht gerechtfertigt gehalten. So nibelungentreu bin ich also dann doch nicht.

            „Trotzdem ist er der Präsident der jüngeren amerikanischen Geschichte seit meinen Lebzeiten, der bislang noch keinen eigenen Krieg begonnen hat.“

            Wenn er das bis zu seinem Amtsende durchhält, werde ich ihn dafür auch loben. Aber – wie schon erwähnt – er hat sein Maul nicht unter Kontrolle. Und das macht mir weit mehr Sorgen, als irgendeine Kriegslüsternheit, die sogar ich ihm nicht unterstelle.

            „Wie viele seiner Vorgänger hätten in der selben Situation schon den ein der anderen Krieg vom Stapel gelassen?
            Obama oder eine potentielle Hillary Clinten nehme ich da als gesetzt an.“

            Kann ich nicht beurteilen. Und bei den Kriegen müsste ich erstmal schauen, ob die eine hegemoniale Zielrichtung verfolgten, oder – wie in Jugoslawien – Genozide verhinderten. In dem Punkt gehe ich z.B. auch nicht mit dem Grünen Mainstream d’accord.
            Irak und Serbien verbuche ich allerdings unter Hegemonialkriege.

            „Trump-bashing kommt immer gut, mir ist da zu viel hätte bestimmt und würde bestimmt, wenn.. dabei. zu billig. Sollte doch eigentlich unter deiner Würde sein?“

            Abgesehen von der nicht ganz ernst gemeinten Unterstellung, Trump hätte auch Indianer des Landes verwiesen, sehe ich da keine Mutmaßungen bei mir.
            Ich halte Trump für dumm, das ist meine Meinung. Und gefährlich ist sein loses Mundwerk, worunter ich auch sein Gezwitscher verbuche.

            Allerdings traue ich ihm genau deshalb auch zu, als erster US-Präsident den Korea-Konflikt nachhaltig zu befrieden.
            Und dann würde ich ihm als Erster aus tiefsten Herzen den Nobelpreis gönnen.
            Zufrieden?
            😉

          • „Ich halte Trump für dumm, das ist meine Meinung. Und gefährlich ist sein loses Mundwerk, worunter ich auch sein Gezwitscher verbuche.

            Allerdings traue ich ihm genau deshalb auch zu, als erster US-Präsident den Korea-Konflikt nachhaltig zu befrieden.“

            Du findest, um den Korea-Konflik nachhaltig befrieden zu können, ist ein dummer Kandidat besser geeignet??

            Ich teile die Einschätzung, dass Trump nicht der hellste der amerikanischen Präsidenten ist, und in einigen Beziehungen halte ich ihn definitiv auch für gefährlich.

            Was ihm beim Korea-Konflikt „zu gute“ kommt ist mMn eher seine unberechenbarkeit – es ist schwer, ihn einzuschätzen, und man traut ihm jederzeit zu, dass er mit seinen marktschreierischen verlautbarungen auch einfach mal ernst macht. Somit ist sein „loses Mundwerk zwar tatsächlich einerseits gefährlich, andererseits eben genau seine bemerkenswerte Qualität, die da zum Einsatz kommt.

            Das als seine „dummheit“ zu verkaufen ist allerdings kurzsichtig – oder böswillig – oder (sic) dumm – oder alles zusammen.

    • ich glaube nicht, dass sie ihn hätten auslachen können. Denn sie sind ja in der Tat umstritten und hatten sich zuvor auch mit pelosi angelegt.

      Wir sind eben klassische intersektionale dies auch gar nicht schaffen würden darüber zu lachen. Und sie haben eben auch teilweise extreme Positionen, die jetzt vereinzelt auch immer durchgekaut werden und die für viele unverständlich sind.

      • Zumindest in Sachen Steuerpolitik ist eine AOC deutlich näher an dem „Make America Great Again“ Versprechen der Rückkehr in die goldenen Fünfziger dran als Trump selbst.

        Sie will Steuersätze wie in den Fünfzigern, als der „American Dream“ für die gesamte Bevölkerung galt, nicht bloß für die obersten 0.1%.

        Ob sich mit dem extrem linken Flügel in den USA Wahlen gewinnen lassen, bleibt abzuwarten. Gemäßigt linke – sozialdemokratische – Themen, wie Krankenversicherung, Mutterschutz, Kündigungsrecht oder auch mäßige Waffenkontrolle (z. B. Keine Waffen an Straftäter) finden breite Mehrheiten in der Bevölkerung.

      • Ich denke, der Hauptgrund warum Trump sein „Geht-doch-zurück-wo-ihr-herkommt“-Getöse gemacht hat, war als Ablenkung der Medien und Politik von der Verschärfung des Asylrechts, die er fast gleichzeitig veranlasst hat (Drittlandregelung ähnlich wie Dublin III). Dann regt sich alles und jeder über alle Maßen über sein Sprüchlein auf und das neue Asylgesetz vergisst jeder.

        Ist erstens für ihn praktischer, wegen Kindergarten-Krimskrams à la „der böse Trump hat dies und das zu mir gesagt!“ angegriffen zu werden als wegen etwas Erheblichem, das er in die Wege leitet. Und zweitens diejenigen Wähler die das doch mitbekommen mit dem Asylgesetz und damit nicht einverstanden sind, wundern sich gleichzeitig warum die Demokraten und Medien wegen ein paar blöder Sprüche viel mehr Ramtam machen als wegen der Verschärfung des Asylrechts, wo doch an den (illegalen) Einwanderern angeblich so sehr ihr Herz hängt und deren Schicksal ihnen daher viel wichtiger sein sollte als eine verbale Rüpelei… Oder zumindest passt das Ramtam im Verhältnis nicht zu den angeblichen Prioritäten.

        Und für Trumps Anhänger und Sympathisanten sowie Unentschlossene, die das mitbekommen haben, ist das ein Indiz dafür dass es so manchen Politikern und Medien wohl doch mehr darum geht, Tugendhaftigkeit zu signalisieren, als wirklich konkret politisch etwas für angeblich so sehr im Mittelpunkt der Sorge stehende Minderheiten zu machen.

        Neben- oder Zweitgrund allerdings hast du, denke ich, brillant analysiert. Wahltaktisches Demokraten-in-die-Ecke-manövrieren.

          • Woran macht er denn deiner Meinung nach fest, das seien keine Amerikaner? Und sie kämen aus anderen Ländern?

          • „Trump hat die Hautfarbe überhaupt nicht erwähnt.“

            Ach Adrian, hör auf die Unschuld vom Lande zu spielen. Meinst Du, dass ein Trump mit einem IQ von fünf Scheiben Toastbrot sich vorab mit der Herkunft der Eltern der vier Weiber beschäftigt hat?
            Er hat sie einmal kurz betrachtet und aus ihrem Aussehen geschlossen, dass sie „nicht dazu“ gehören.
            Er und seine Wähler verstehen das „Make Amerika great again“ sehr wohl auch als „Make Amerika white again“.

          • „Er hat sie einmal kurz betrachtet und aus ihrem Aussehen geschlossen, dass sie „nicht dazu“ gehören.“

            „einmal kurz betrachtet“

            Die Vier lassen seit den Kongresswahlen nicht eine Sekunde aus, über Trump abzuhaten und die USA als rassistisch, patriarchal und faschistisch zu beschimpfen. Und du willst uns erzählen, dass Trump die nur „einmal kurz betrachtet“ hat?

          • @ carnofis

            Da billigst du Trump aber ganz schöne Fähigkeiten zu. Bei zwei der Frauen hätte ich zumindest nicht erkennen können, dass die nicht schon auf mehrere Generationen von US-Bürgern in ihrem Ahnenstamm zurückblicken können. Die eine ist doch so weiß, weißer geht es kaum noch… 😉

            Mal davon ab, ich finde es eine ziemlich harte Unterstellung, zu behaupten, dass zig Millionen Menschen (laut Erhebungen wohl auch ein nicht unerheblicher Teil „PoC“) Trump gewählt haben, um Amerika wieder weiß zu machen. Da begibst du dich auf dasselbe argumentative Niveau, welches wir hier zurecht beständig bei Feministinnen kritisieren.

            Viele Menschen, gerade aus der Unterschicht, haben Trump gewählt, weil sie vor allem Hillary nicht wollten. Und dafür hat diese Dame selbst gesorgt. Sie und weite Teile ihrer Partei haben sich doch für den größten Teil der amerikanischen Unterschicht gar nicht mehr interessiert und das nur, weil dieser Teil leider die falsche, also die weiße Hautfarbe hat. Mit welcher Verachtung weißen Unterschichtlern in den USA umgegangen wird, das symbolisiert für mich vor allem der gerade in den Medien sehr populäre Begriff „White Trash“.

            Und selbst jene, die Trump gewählt haben, wegen seiner Posaunerei von einer Mauer an der Südgrenze der USA, haben das bei weitem nicht zwingend aus Rassismus getan, sondern aus der mit ein wenig Empathie nachvollziehbaren Situation heraus, dass gerade für geringqualifizierte Arbeiter in strukturschwachen Regionen die illegale Einwanderung von Menschen, die bereit sind sogar für weniger als den amerikanischen Mindestlohn zu arbeiten (welcher selbst schon ein sehr schlechter Witz ist), tatsächlich ein persönliches Problem darstellen, weil sie den ohnehin schwierigen Arbeitsmarkt dort schlicht kaputtmachen.

            Man sollte vielleicht auch mal versuchen, ein wenig Empathie auch für Menschen aufzubringen, die aufgrund ihrer Hautfarbe oder ihres Geschlechts im zeitgeistigen Diskurs nicht gerade auf der Seite der Empathie-Bruttoempfänger stehen und ihnen auch dann nicht unvermittelt die niedersten Gesinnungen zu unterstellen, nur weil sie in einem demokratischen Prozess aus ihrer persönlichen Situation heraus eine Entscheidung getroffen haben, die einem persönlich nicht passt.

          • „die illegale Einwanderung von Menschen, die bereit sind sogar für weniger als den amerikanischen Mindestlohn zu arbeiten“

            und die insbesondere im großen Umfang schwarz arbeiten (sie haben ja keine Arbeitserlaubnis), während die anderen Steuern und Abgaben zahlen müssen.

          • @ Christian

            Eben! Sonst könnten die illegal Eingewanderten ja auch von vornherein unmöglich für derart wenig Geld arbeiten. Und natürlich kann kein Arbeitgeber jemanden ganz offiziell für weniger als den gesetzlichen Mindestlohn beschäftigen. Also natürlich läuft das alles schwarz. Geht ja auch nicht anders, denn wer sich illegal in einem Land aufhält, hat selten eine offizielle Arbeitserlaubnis.

          • „Und selbst jene, die Trump gewählt haben, wegen seiner Posaunerei von einer Mauer an der Südgrenze der USA, haben das bei weitem nicht zwingend aus Rassismus getan, …“

            Ich gehe vollkommen d’accord mit Dir, Billy. Die Rassefrage war nur Teil des amerikanischen Wahlkampfes, vielleicht – ja, wahrscheinlich – nicht einmal die wahlentscheidende. Sogar ich „Gutmensch“ verfolge die amerikanische Innenpolitik einigermaßen stetig.
            Viele Stimmen wird Trump auch mit dem Versprechen eingesammelt haben, dem „Establishment“ mal ordentlich aufs Maul zu hauen. Dabei gehört er selbst dazu. Die USA werden nach englischem Muster seit 100 Jahren von einem – für amerikanische Verhältnisse alten – Geldadel regiert, der sich weitgehend vom Rest der Bevölkerung abschottet und vorrangig seine eigenen Interessen verfolgt.

            Den Abgehängten im Mittleren Westen hilft die trumpsche Politik des „America first“ am wenigsten, weil sie keine neuen Arbeitsplätze schafft, aber bestehende zusätzlich gefährdet, weil die hohen Zölle auf Produkte der Zulieferer die eigenen Produkte verteuert.

            Eines der ersten Ziele Trumps war z.B., die Produktion von Handys wieder in die USA zu holen. Nach einer umfassenden Machbarkeitsanalyse stellte man fest, dass man nicht nur die Technologie dazu nicht mehr hatte, es fehlte schlicht auch am Know how.
            Anstatt in zukunftsweisende Technologien zu investieren, stützt Trump die uralten, hält so einen todkranken Greis am Leben und treibt die Industrie weiter in eine Sackgasse.
            Trump und Co. versuchen, die wachsenden Probleme des 21. Jahrhunderts mit Techniken des 19. zu lösen. Das kann und wird nicht klappen.

          • „Den Abgehängten im Mittleren Westen hilft die trumpsche Politik des „America first“ am wenigsten, weil sie keine neuen Arbeitsplätze schafft, aber bestehende zusätzlich gefährdet, weil die hohen Zölle auf Produkte der Zulieferer die eigenen Produkte verteuert.“

            Selbstverständlich kann man mit Zöllen, Steuerpolitik und Subventionen Arbeitsplätze schaffen, auch im Mittleren Westen. Der US-Arbeitsmarkt läuft ja recht gut (Ich behaupte nicht, das liegt alles an Trump und seiner Politik).

            „Eines der ersten Ziele Trumps war z.B., die Produktion von Handys wieder in die USA zu holen. Nach einer umfassenden Machbarkeitsanalyse stellte man fest, dass man nicht nur die Technologie dazu nicht mehr hatte, es fehlte schlicht auch am Know how.“

            Also dass es in den USA niemanden gibt, der weiß, wie man ein Handy produziert, und/oder es nicht möglich wäre, sich dieses Wissen zu beschaffen, kann ich irgendwie nicht so recht glauben.

            „Trump und Co. versuchen, die wachsenden Probleme des 21. Jahrhunderts mit Techniken des 19. zu lösen. Das kann und wird nicht klappen.“

            Was sind die wachsenden Probleme des 21. Jahrhunderts? Was sind die Methoden des 19.? Warum müssen diese notwendigerweise falsch sein? Was sind die richtigen/modernen?

          • @ Carnofis
            Ich stimme mit deiner Analyse zu Trumps Politik im Hinblick gerade auf die sozial schwachen Schichten in den USA überein.

            Wenn Unterschichtler und Arbeiter Trump wählen, dann offenbart sich darin ein ähnliches Dilemma dieser Gruppen, welches wir in unserer deutschen Parteienlandschaft auch haben: es gibt schlicht niemanden mehr, der die Interessen dieser Menschen vorbehaltlos und glaubwürdig vertritt. Das ist doch dasselbe wie, wenn hierzulande Leute, die eigentlich ursprünglich klassischstes SPD-Wählermilieu sind, inzwischen die AfD wählen, weil sie den Eindruck haben, das sei die einzige Partei, von der sie nicht permanent wahlweise verarscht oder diffamiert werden. Das ist quasi das Wählen des in dem Moment gefühlt geringsten Übels, denn gerade für Arbeiter bietet die AfD nun eigentlich politisch mal so gar nichts. Wenn sie z. B. (Arbeits-) Marktpolitisch Stellung beziehen, ordnen sie sich da auch eher liberalistisch ein.

            Eigentlich sollten sich – wohl in weiten Teilen der westlichen Welt – die etablierten Parteien mal die Frage stellen, wie es sein kann, dass Menschen inzwischen Parteien wählen, die zu weiten Teilen auch keine ihrer originären Interessen vertreten, nur um so die etablierten Parteien NICHT gewählt zu haben. Aber eine solche Analyse könnte natürlich weh tun. Da ist es natürlich angenehmer, sich in wildes Gesabbel über „Rechtsruck“ und natürlich der auch jederzeit immer wieder bei Bedarf irgendwie herzuleitenden „Frauenfeindlichkeit“ hineinzusteigern. Hat den Vorteil, dass man sich so nie mit irgendwelchen Fakten auseinandersetzen muss und sich gleichzeitig auch noch als einer von den Guten fühlen kann.

    • Trump wird die zweite Präsidentschaftswahl gewinnen. Denn die Menschen haben die Schnauze voll von Gutmenschen und Antirassisten wie Dir.
      Und wir lassen uns von Moslems und sonstigen Drittweltmigranten auch nicht länger unsere Zivilisation schlecht reden.

    • „US Bürger mit anderer Hautfarbe als weiss zu sagen“

      Wo hat er das gesagt? Er meinte damit ganz sicher nicht Leute wie Candance Owens oder Kanye West. Er hat direkt eine ganz bestimmte Gruppe angesprochen und jeder wusste ganz genau, wer hier gemeint ist, obwohl er keinen konkreten Namen der Angesprochenen nannte. Und die angesprochenen wurden auch sogleich dazu auf Pressekonferenzen befragt.

      Er sprach auch überhaupt nirgends die Hautfarbe an, sondern deren politischen Standpunkt, die USA als einen faschistischen Staat zu bezeichnen (Konzentrationslager sind nichts anderes als Faschismus), während die Länder aus denen sie bzw. ihre direkten Vorfahren kamen sogenannte „shithole countries“ sind. Und das worauf er damit hinwies ist, dass diese Frauen bzw. ihre Familien aus ihren Heimatländern gerade in die USA geflohen sind, weil das Land ihnen Möglichkeiten und Chancen bietet, die sie in ihrer ehemaligen Heimat nicht haben. Die USA ist nach wie vor das größte Einwanderungsland der Welt, mit Abstand und das gilt für legale wie für illegale Einwanderer.

      Aber interessant wie sich die Wahrnehmungen unterscheiden, je nach dem ob man brav auswendig gerlernt hat, dass Trump ein Rassist ist oder nicht…

  2. Die Republikaner werden mit der Zeit ein demographisches Problem kriegen, wenn sie so weiter machen. Die städtische Bevölkerung stimmt zunehmend für die Demokraten, sowie die Schwarzen und die Hispanics. Vielleicht wird es für einmal noch klappen, aber lange können die Republikaner diese Strategie nicht mehr fahren, wie sie jetzt Trump fährt. Vermutlich will er mal vorerst die Demokraten spalten. Für Ihn wäre es sicherlich ein Vorteil, wenn er gegen eine radikale Demokratin antreten könnte, zumal er sich dann erhoffen kann, dass dass dann der rechte Flügel der Demokraten eher noch ihn wählen würden.

    • Das stimmt, spätestens wenn der nächste demokratische Präsident in Florida und Texas alle illegalen Einwanderer zu Bürgern mit Stimmrecht macht, wird es für die Republikaner unmöglich auf Bundesebene noch zu gewinnen, was auf kurz oder lang zu einer Balkanisierung von Amerika führen wird.

      • Auch das ist ja alles relativ. Dann müssen sich die Parteien eben in ihrer Ausrichtung verschieben. Dann würden die Republikaner eben etwas nach links rücken.
        Gleichzeitig verschieben sich damit natürlich auch teilweise die Interessen. auch Latinos haben nicht unbedingt Interesse an einer unbegrenzten Einwanderung. Gerade wenn sie als Bürger anerkannte sind.

        • Das ist grundsätzlich ein Problem aller Migration. Der Migrant hat solange ein Interesse an offenen Grenzen, bis er (bzw. seine Familie) im Zielland angekommen bzw. etabliert ist. Danach kann er eigentlich kein Interesse haben, Sozialleistungen und Arbeitsplätze mit immer mehr Menschen teilen zu müssen. Es gibt ja auch entsprechende Aussagen von länger in Deutschland lebenden Mihranten über die Massenzuwanderung seit 2015.

          • Nicht nur Sozialleistungen und Arbeitsplätze mit immer mehr Menschen teilen ist das Problem, sondern auch steigende Mieten, größere Schulklassen, mehr Gedrängel in Bussen etc, längere Wartezeiten für Arzttermine usw. Ist ja außerdem nicht so, dass bei Masseneinwanderung die verschiedenen Berufsgruppen in genau dem Verhältnis reinkommen wie sie gerade gebraucht werden und dass der erforderliche zusätzliche Wohnraum, öffentliche Nahverkehr etc. urplötzlich aus dem Boden ploppt.

        • @Christian

          Zunächst einmal zu deiner Einschätzung: Diese intersektionalen Frauen/Demokratinnen sind in erster Linie eines nicht, nämlich „radikal“.

          Sie sind „one trick ponies“, die Affekte mobilisieren, statt sich rational und inhaltlich mit dem Unsinn auseinander zu setzen, den Trump von sich gibt.
          Und sie sind
          notwendig beschränkt in ihrer Argumentation.

          Die soziale Mobilität in den USA hat empirisch nachweisbar abgenommen. Das meritokratische Versprechen, mit genügend harter Arbeit könnte man alles schaffen und werden, ist für die Mehrheit der Menschen in den USA eine Farce geworden.

          Hier kommt der Knackpunkt: Für die Mehrheit der Menschen umfasst selbstverständlich auch die Mehrheit der Weißen.
          Ebenso, wie die Mehrheit der Armen eine weiße Hautfarbe hat und das ist das „Problem“ der Intersektionalen.

          Sie können nicht von der Hautfarbe der Menschen abstrahieren, weil ihre eigene Theorie/Weltsicht den weißen Menschen in den USA qua Hautfarbe eine bessere soziale Lage andichten, als sie tatsächlich haben.

          Während radikal meint, zur Wurzel eines Problems vorzudringen und es dann zu lösen, verfehlt die intersektionale Theorie die empirische und politische Realität um Meilen.
          Das sind die Kasperinnen der Clownworld.

          • „Während radikal meint, zur Wurzel eines Problems vorzudringen“

            Aber das geben die doch vor zu machen, die Wurzel des Problems sei der Kapitalismus respektive bei Gelegenheit synonym dazu gebraucht „das Patriarchat“, welches angeblich ein System der Unterdrückung sei und Menschen sowie die Umwelt schädige. Cortez‘ Green New Deal ist daher ein anti-kapitalistisches, demokratisch-sozialistisches Modell, welches den Kapitalismus sukzessive abschaffen will. Was ist das anderers als radikal?

          • @Adrian @mindph

            Das eigene Land zu kritisieren ist angemessen, auch das eigene Land zum kotzen zu finden.
            Alles gedeckt von deinem Recht, deine Meinung frei zu äußern.

            Man sollte nur seinen Standpunkt nennen, den Standard, an dem man es („zum kotzen“) misst und Wege aufzeigen, wie das Kritisierte zu überwinden ist.
            Wenn die Kritik sich an der „weißen Dominanz“ stört, aber „Dominanz“ ganz einfach nur „Bevölkerungsmehrheit“ bedeutet, dann wird es irgendwann peinlich.

            Es wird noch peinlicher, wenn seine eigene Theorie die beste soziale Lage Weißen andichtet und beim Blick auf die empirische Realität feststellt, dass es Asiaten wesentlich besser geht.
            Ich mache es kurz: Die intersektionale Theorie hat sich blamiert und ist bankrott – wir haben es mit einem clownesken Zombie zu tun.

            „Cortez‘ Green New Deal ist daher ein anti-kapitalistisches, demokratisch-sozialistisches Modell, welches den Kapitalismus sukzessive abschaffen will. Was ist das anderers als radikal?“

            Zunächst einmal war der „New Deal“ damals (nach der Bankenkrise 1929) ein Programm, um den Kapitalismus mit einem Staatskapitalismus zu retten.
            Was macht den Neuen Deal „demokratisch-sozialistischer“ als den alten?
            Dann: Der neue Deal ist nicht auf eine realistische Umsetzung hin kalkuliert. Man braucht die konservativen Horrorzahlen von 90 Billiarden für die nächsten 10 Jahre nicht zu übernehmen um sich zu fragen, woher bei der Verschuldung der USA und dem niedrigen Steueraufkommen durch die Unternehmen und die Reichen das Geld herkommen soll.
            Drittens: Trump tut mit seiner Politik der Zölle nichts anderes, als via eines „Handelskriegs“ mit China dafür zu sorgen, dass US-Unternehmen in den USA Steuern zahlen. Denn Apple, Nike, Dell, Timberland, Wal-Mart usw. usf. haben ihre Produktion verlagert und entwickeln und vertreiben die Produkte nur noch.
            Viertens: Sieht man sich den globalen CO2-Ausstoß an, dann müsste in D schon der Sozialismus herrschen. Bezogen auf die Bevölkerung sollte der globale Anteil des CO2-Ausstoßes in den USA 9,6% sein, er ist aber 17,7%. Was zunächst nichts anderes bedeutet, als dass Ineffizienz in den USA nicht bestraft wird.

            Die Analyse der Gleichsetzung von Patriarchat und Kapitalismus erspare ich mir – zu langweilig.

            Werden diese Fragen und Befunde Cortez thematisiert? Nope.
            Wenn ich morgen die Schwerkraft abschaffen will, bin ich dann radikal in deinen Augen oder bloß durchgeschallert? Ich hoffe letzteres.

          • „Was macht den Neuen Deal „demokratisch-sozialistischer“ als den alten?“

            https://www.forbes.com/sites/prakashdolsak/2019/03/23/can-the-socialism-label-hurt-the-green-new-deal/#b87c2817b94c

            Sanders und Cortez machen ihn sozialistischer als den Alten. Sanders ist ein alt-Sozialist in der Tradition der nicht-leninistischen, westlichen Sozialisten. Cortez bezeichnet den demorkatischen Sozialismus als einen Bestandteil ihrer Persönlichkeit. Und im Grunde stoßen die mit ihrem Green New Deal in das gleiche Horn wie Ende-Gelände und FFF hierzulande: Klimawandel und Zerstörung des Planeten sei ein Effekt des Kapitalismus und daher müsse dieser abgeschafft werden, um den Planeten zu retten.

            Cortez wird bei Fragen immer herlich unkonkret und faselt immer von „we need to do something!“, was genau das aber sein soll, wird aber zumeist nicht nachgefragt oder aber wenn doch, dann faselt sie was davon, dass sie wenigstens was verändern wolle, im Gegensatz zu allen anderen und besonders im Gegensatz zu den Konservativen.

            Es geht aber bei der Diskussion um den Green New Deal um nichts anderes als Systemwechsel. Die Marktwirtschaft wird als Verursacher des Klimawandel ausgemacht und müsse daher radikal reformiert oder aber abgeschafft und ersetzt werden. Das SIND radikale Äußerungen, es GEHT darum, die Gesellschaft von Grund auf zu ändern.

          • @mindph

            Ok, kurz zum aufräumen mit politischen Begriffen:
            „Sanders und Cortez machen ihn sozialistischer als den Alten. Sanders ist ein alt-Sozialist in der Tradition der nicht-leninistischen, westlichen Sozialisten. Cortez bezeichnet den demorkatischen Sozialismus als einen Bestandteil ihrer Persönlichkeit.“

            Für die US-Rechte ist alles „sozialistisch“, was bei uns sozialdemokratisch heißt.
            Die halten die skandinavischen Länder auch für „sozialistisch“, obwohl es sich simpel um kapitalistische Wohlfahrtsstaaten handelt (und selbst das nicht mehr).
            Sie werden immer wieder belehrt, aber entweder sind sie zu blöd oder aus taktischen Gründen begriffsstutzig, denn nur mit „sozialistisch“ kann man in den USA die Sau durchs Dorf treiben.

            „Demokratische Sozialisten“ sind linke Sozialdemokraten, die sich früher in der „Sozialistischen Internationale“ befanden und alle sozialdemokratischen Parteien, die sich in Ländern mit einer starken kommunistischen Partei befanden, nannten sich selber „Sozialisten“.

            „Und im Grunde stoßen die mit ihrem Green New Deal in das gleiche Horn wie Ende-Gelände und FFF hierzulande: Klimawandel und Zerstörung des Planeten sei ein Effekt des Kapitalismus und daher müsse dieser abgeschafft werden, um den Planeten zu retten.“

            Das ist Angesichts der Tatsache, dass innerhalb kürzester Zeit China zum größten Umweltverschmutzer werden konnte eine fragwürdige These.
            Und lässt sich auch dadurch konterkarieren, dass schon Gorbatschow die ökologischen zu „globalen Problemen“ erklärte. Dass in der ehemals realsozialistischen DDR die Umweltverschmutzung noch drastischer war als in der BRD, ist ebenfalls eine Tatsache (aus mehreren Gründen).

            Man kann berechtigt kritisieren, dass die inhärente Wachstumsideologie des Kapitalismus die Zerstörung des Planeten befördert und dass Umweltzerstörung schlicht nicht eingepreist wird.
            Aber zu hoffen, dass eine „sozialistische Produktion“ per se ökologischer ist, ist blauäugig bis blöd.

            „Cortez wird bei Fragen immer herlich unkonkret und faselt immer von „we need to do something!“, was genau das aber sein soll, wird aber zumeist nicht nachgefragt oder aber wenn doch, dann faselt sie was davon, dass sie wenigstens was verändern wolle, im Gegensatz zu allen anderen und besonders im Gegensatz zu den Konservativen.“

            Ich kommentiere diese beiden Abschnitte (den vorigen und den nachfolgenden) zusammen in der nächsten Anmerkung.

            „Es geht aber bei der Diskussion um den Green New Deal um nichts anderes als Systemwechsel. Die Marktwirtschaft wird als Verursacher des Klimawandel ausgemacht und müsse daher radikal reformiert oder aber abgeschafft und ersetzt werden. Das SIND radikale Äußerungen, es GEHT darum, die Gesellschaft von Grund auf zu ändern.“

            Dass sich in den USA etwas radikal verändern muss in der Gesellschaft, Politik und Ökonomie liegt für mich auf der Hand. Ich hatte oben bereits angeführt, im internationalen Vergleich industrialisierter kapitalistischer Staaten in Sachen CO2-Ausstoß sieht die USA schlecht aus.

            Wenn man bestimmte Fakten zur Infrastruktur anschaut, wird einem bewusst, wie das Defizit entsteht.
            So ist das Schienennetz in den USA 290.000 km lang, aber davon sind elektrifiziert: 1600 (eintausendsechshundert) km. Das High-Speed Netz in den USA hat die Länge von 44,8 km – ja, die Zahl ist korrekt. China im Vergleich zu letzterem: 25.000 km, Deutschland 3.000 km.
            https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_Eisenbahnnetz

            Bestimmte Fraktionen des Kapitals in den USA haben zugunsten der Automobil-, der Flugzeug- und der Erdölindustrie dafür gesorgt, dass der Stand so ist, wie er eben ist.
            Wenn man auf diesem – konkreten – Stand etwas ändern möchte, dann ist das für die Konservativen und genannte Kapitalfraktionen tatsächlich ein „Systemwechsel“ – ich nehme ihnen ab, dass sie das so empfinden. Nur ändert das keinen Jota an der Tatsache, sie leben in Sachen „Public transport“ im noch im letzten Jahrhundert.

            Von dem Nachhinken im sozialen Bereich ganz abgesehen. Stichwort (immer noch): Krankenkasse und (für uns) banale Dinge, wie bezahlter Schwangerschaftsurlaub oder Studium ohne monströse, bis ruinöse Studiengebühren.
            Egal für wie durchgeknallt ich AOC halte und für wie albern ihre Lösungsstrategien – die genannten Probleme existieren.

          • „Ok, kurz zum aufräumen mit politischen Begriffen:“

            Das stimmt aber so nicht ganz. Auch nicht in den USA. Sozialdemokratie ist dort, was sie „Liberal“ nennen, also quasi der Kern der Demokraten (ohne den Cortez-Sanders ect Sozialisten-Rand). Die „Liberals“ sind quasi die Sozialdemokraten. Auch bei uns hat’s in der SPD noch Sozialisten, also welche, die etwas weiter wollen als Sozialdemokratie, auch wenn die meisten von denen nach Schröder in die WASG und dann in die Linkspartei („unsere“ demokratischen Sozialisten) abgewandert sind. Aber die USA hat ja auch eine viel engere Parteilandschaft durch das quasi-Zweiparteiensystem, so dass sich in den Reps gemäßigte Konservative bis zu National- und Rechts-Konservativen versammeln während sich in den Demokraten Sozialdemokraten bis hin zu Sozialisten versammeln.

            „Für die US-Rechte ist alles „sozialistisch“, was bei uns sozialdemokratisch heißt.“

            Ja, genauso wie bei uns alles Nazi ist was vor ein paar Jahren auch nur erzkonservativ war. Das hat aber nicht viel zu bedeuten, wie das eine Extrem das andere bezeichnet.

            Die Wikipedia (english) ist bezüglich demokratischen Sozialismus ziemlich eindeutig und belegt das mit politikwissenschaftlichen Quellen: Demokratische Sozialisten sind Sozialisten, die die Marktwirtschaft abschaffen oder zumindest drastisch umbauen wollen. Im Unterschied zu den Sozialisten aus dem ehemaligen Ostblock sieht der demokratische Sozialismus die Demokratie als Mittel zu einem Wandel in ein sozialistisches System statt gewaltsamer Revolution. Arbeitswelt soll demokratisiert werden, Eigentum an Produktionsmitteln in die Hände demokratisch orgnanisierter Arbeitnehmerschaften (statt Staatseigentum) und von der Arbeitnehmerschaft organisierte Planwirtschaft, im Gegensatz zur staatlich diktierten Planwirtschaft des leninistischen Ost-Sozialismus. Demokratischer Sozialismus wird also als ein dritten Weg verstanden, welcher zwischen Sozialdemokratie, welche die Marktwirtschaft nicht abschaffen sondern sozial gestalten will und dem leninistischen Sozialismus wie er im Ostblock geübt wurde, steht.

            Die demokratischen Sozialisten sind also keine Sozialdemokraten, weil das Ziel des demokratischen Sozialismus eben, genauso wie beim leninistischen Sozialismus, der Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft ist, was den Sozialdemokraten fehlt. Der Unterschied zum leninistischen Sozialismus ist nur die Präferenz der Mittel, also reformerische Transformation statt gewalttätigen Umwurf.

            Sozialisten beider coleur sind also radikal(er) als Sozialdemokraten, weil sie ein komplett anderes System wollen, während Sozialdemokraten eine Politik der Intervention favorisieren, dort wo es notwendig ist aber nicht einen kompletten Systemwandel.

            Die Democratic Socialists of Amerika sind in den 1970ern mit Michael Harrington aus der Sozialist Party hervorgegangen, welche noch Sozialdemokraten und Sozialisten versammelte. In den 70ern spaltete sich die Partei, weil die Sozialdemokraten die Marktwirtschaft nicht ablehnen und den Sozialismus nicht als ihr Ziel sehen wollten. Die DSA unterstützen zwar sozialdemokratische Methoden, streben mit diesen aber einen Systemwandel zum Sozialismus an. Sozialdemorkatie wird als nicht ausreichend betrachtet. Cortez ist Mitglied der DSA, Sanders nicht direkt wird von ihnen aber unterstützt. Sanders wollte aber auch Präsident werden, weshalb er sich mit klarer Positionierung zwischen Sozialdemokratie und Sozialismus zurück hält und beide Begriffe gebraucht je nach dem, wie es ihm gerade strategisch günstiger erscheint.

            „alle sozialdemokratischen Parteien, die sich in Ländern mit einer starken kommunistischen Partei befanden, nannten sich selber „Sozialisten“.“

            Wie gesagt, das hat sich auch erst später herauskristallisiert. Sozialdemokraten waren die ersten, die den Begriff „Sozialismus“ für ihre Politik nutzen. Aber Sozialdemokratie ist älter als demokratischer Sozialismus und die Spaltung fand an der Systemfrage statt, welche die Sozialdemokraten nicht mittragen wollten. Auf der anderen Seite des Spektrums war im Leninismus der Sozialismus als Staatsform ein Zwischenhalt auf der Stecke zum Endziel Kommunismus.

            „Aber zu hoffen, dass eine „sozialistische Produktion“ per se ökologischer ist, ist blauäugig bis blöd.“

            Natürlich ist das fragwürdig und ich denke auch nicht, im Gegensatz zu Cortez und co., dass die Abschaffung kapitalistischer Wirtschaftsordnung die einzige Möglichkeit zum Umweltschutz ist.

            „Dass sich in den USA etwas radikal verändern muss in der Gesellschaft, Politik und Ökonomie liegt für mich auf der Hand.“

            Es war aber auch gar nicht das Thema, ob sich etwas ändern muss, sondern wie. Und das soll in den Augen der DSA und deren Anhänger und Sympatisanten eben durch Abschaffung der kapitalistischen Wirtschaftsordnung geschehen und durch die Deprivatisierung von Produktionsmitteln, weil sie behaupten, dass eine Gruppe von Arbeitern, die einen Betrieb demokratisch-sozialistisch führt diesen auch nachhaltiger und ökologischer führen würde.

          • @Crumar:
            „Das ist Angesichts der Tatsache, dass innerhalb kürzester Zeit China zum größten Umweltverschmutzer werden konnte eine fragwürdige These.“

            Irgendwelche „Friedensforscher“ gehen übrigens z.Zt. davon aus, daß der MIK China wahrscheinlich locker übertrifft.

          • Zunächst einmal zu dem Punkt, an dem wir uns einig sind:
            „Aber die USA hat ja auch eine viel engere Parteilandschaft durch das quasi-Zweiparteiensystem“

            Und damit zu einer nahezu sinnlosen Unterscheidung:
            Alles was nicht Demokraten umfasst ist rechts. Alles, was nicht Republikaner umfasst ist links.
            Selbstverständlich sind auch die extremen Enden des rechten und des linken Spektrums in diesen beiden Parteien enthalten.
            Während sich für diese Positionen bei uns eigene Parteien finden, die es sogar in Parlamente schaffen, was in den USA quasi aussichtslos ist.

            „Das stimmt aber so nicht ganz. Auch nicht in den USA. Sozialdemokratie ist dort, was sie „Liberal“ nennen, also quasi der Kern der Demokraten (ohne den Cortez-Sanders ect Sozialisten-Rand). Die „Liberals“ sind quasi die Sozialdemokraten.“

            Halte ich weder für zutreffend, noch vergleichbar.
            „Liberals“ im US-Sinne würde man hier eher „linksliberal“ nennen.

            „Liberal“ im US-Sinn bezieht sich auf die kulturelle Komponente (gay rights, gay marriage bspw.), nicht auf die ökonomische, für die hier die SPD stand und die Linke steht.
            Wenn man als FDPler hier „liberal“ als Begriff gepachtet hat, müsste man den in den USA als „classic liberal“ übersetzen und bei „sozialliberal“ hätte man echte Schwierigkeiten.
            Heiner Geißler wäre in den USA definitiv ein Sozialist. 😉

            „Auch bei uns hat’s in der SPD noch Sozialisten, also welche, die etwas weiter wollen als Sozialdemokratie, auch wenn die meisten von denen nach Schröder in die WASG und dann in die Linkspartei („unsere“ demokratischen Sozialisten) abgewandert sind.“

            Jup. Es gibt bei uns Differenzierungen zur Frage der Umsetzbarkeit „sozialer Gerechtigkeit“ im kapitalistischen System und die haben mit der der US-Version, „social justice“, nicht viel zu tun.
            Deshalb nerven mich auch 1:1 Importe von US-Debatten.

            „Demokratische Sozialisten sind Sozialisten, die die Marktwirtschaft abschaffen oder zumindest drastisch umbauen wollen. (…) Die demokratischen Sozialisten sind also keine Sozialdemokraten,“

            Missverständnis. NOMINAL war die SPD (bis 2013) und auch die Democratic Socialist (bis 2017) der USA Mitglied in der Sozialistischen Internationale und deren Ziel war offiziell der „dritte Weg“ und damit der „demokratische Sozialismus“.
            Seit 2013 gibt es die Abspaltung „Progressive Allianz“, in der u.a. Mitglieder sind (Überraschung!): Die SPD, die britische Labor Party und die Democratic Party der USA.

            „Sozialisten beider coleur sind also radikal(er) als Sozialdemokraten, weil sie ein komplett anderes System wollen, während Sozialdemokraten eine Politik der Intervention favorisieren, dort wo es notwendig ist aber nicht einen kompletten Systemwandel.“

            Das ist auf einer theoretischen und nominalen Ebene richtig, auf der praktischen Ebene sind diejenigen, die sich Sozialisten nannten, zu fast 100% Sozialdemokraten gewesen.

            „Aber Sozialdemokratie ist älter als demokratischer Sozialismus und die Spaltung fand an der Systemfrage statt, welche die Sozialdemokraten nicht mittragen wollten.“

            Das Parteiprogramm der Sozialdemokraten in D war zunächst antikapitalistisch und die interne Spaltung setzte bei der Frage der Bewilligung der Kriegskredite für den 1. Weltkrieg ein. Folgte Gründung USPD und KPD. Nach dem 2. Weltkrieg änderte die westdeutsche SPD ihre Ziele mit dem Godesberger Programm 1959. Aber da gab es eben bereits eine SED und die DDR und die KPD wurde verboten.

            „Auf der anderen Seite des Spektrums war im Leninismus der Sozialismus als Staatsform ein Zwischenhalt auf der Stecke zum Endziel Kommunismus.“

            Moooooment. Erst Stalin hat a. diktiert, dass es einen „Leninismus“ gibt und b. die Etappenform vorgegeben.

            „Es war aber auch gar nicht das Thema, ob sich etwas ändern muss, sondern wie. Und das soll in den Augen der DSA und deren Anhänger und Sympatisanten eben durch Abschaffung der kapitalistischen Wirtschaftsordnung geschehen und durch die Deprivatisierung von Produktionsmitteln, weil sie behaupten, dass eine Gruppe von Arbeitern, die einen Betrieb demokratisch-sozialistisch führt diesen auch nachhaltiger und ökologischer führen würde.“

            Dass das sozialistische Ziel die Selbstverwaltung des Eigentums der Produzierenden durch die Produzenten ist, wäre unbestritten für mich. Die Enteignung von Produktionsmitteln ist nur der notwendige Schritt dahin.
            Was ich rundweg ablehnen würde ist, einem demokratisch-sozialistischen Betrieb zu unterstellen, er würde aus Eigeninteresse prinzipiell nachhaltiger produzieren.
            Der geringstmögliche Aufwand zur Produktion eines Produkts wäre auch das Bestreben eines solchen Betriebs und der Betrieb in seinen ökologischen Ambitionen auf der Höhe des Bewusstseins seiner Mitglieder und der Abnehmer der Produkte.
            Es wird eine paradiesische Gesellschaft ohne gesellschaftliche Konflikte niemals geben.

            Der nächste Punkt ist die Praxis im internationalen Vergleich, auf die ich mich bereits bezogen habe. Aus dem Vergleich USA, China, BRD geht nicht hervor, dass die Systemfrage bei dem Ausmaß der Umweltverschmutzung eine Rolle spielt.
            D.h. die US-Zuspitzung in Sachen „Öko-Sozialismus“ holt m.E. eine Entwicklung nach, die in D bereits Ende der 70er Jahre vollzogen wurde und die sich mit dem Austritt des linken Flügels (Ebermann, Trampert, Ditfurth) aus den Grünen in den 90ern politisch erledigt hatte.

            Ich sehe in den USA keine „revolutionäre Situation“, von daher folgen für mich solche politischen Ambitionen keiner Analyse der objektiven Situation, sondern sind in ihrem Bedarf an Zuspitzung religiös motiviert. Egal ob rechts oder links made in USA, es klingt nach Religion im Bewusstsein.

  3. Mal abgesehen von der Schwarzen Ayanna Pressley kann man sich durchaus fragen, warum sie bzw. ihre Eltern in den USA leben und nicht in Somalia, Palästina und Puerto Rico? Alle drei Länder sind extrem korrupt und ineffizient, und es müsste einem doch zu denken geben, dass man in ein Land emigriert, für das man im Grunde nur Verachtung über hat.

    Puerto Rico will schon lange vollständiger Bundesstaat der USA werden, aber die Amis wollen nicht, weil sie sich die nicht noch mehr ans Bein binden wollen.

  4. Ich fand es völlig unangebracht, den vieren vorzuhalten, daß die Regierungen „zu Hause“ nix können. Erstens können die dafür nichts, und zweitens sind es immer noch Amerikanerinnen, die sich in erster Linie für Amerika interessieren, was auch immer man politisch von ihnen halten mag.

    Trump wollte hier – ziemlich durchsichtig – ein bisschen die „nicht amerikanisch genug“-Karte spielen. Hat bei Obama schon nicht geklappt.

    • Zumindest eine Muslims mit Kopftuch interessiert sich sicher nicht für Amerika. Würde sie sich für Amerika interessieren, würde sie das Kopftuch ablegen und konvertieren.

      • „Würde sie sich für Amerika interessieren, würde sie das Kopftuch ablegen und konvertieren.“

        Den Stuss glaubst Du doch hoffentlich nicht einmal selbst, Adrian.

        Eines der Grundpfeiler der amerikanischen Verfassung und des amerikanischen Selbstverständnisses ist die Religionsfreiheit – Grund für die ersten Europäer, ihr Heimatland aufzugeben und über den großen Teich auszuwandern.
        Zu fordern, die eigene Religion zugunsten einer (nicht vorhandenen) Staatsreligion aufzugeben würde bedeuten, dass das weiße Amerika hinter die Ausgangsländer zurückfiele.
        Ich kann mir beim Land der unbegrenzten Möglichkeiten ja Vieles vorstellen, aber das nicht.

        • Religionsfreiheit bedeutet nicht, eine Religion auch zu leben. In den USA gibt es ebenso die Freiheit, ein Kommunist oder Nationalsozialist zu sein. Unabhängig davon verkörpern weder diese Ideologien, noch der Islam amerikanische Werte, Kultur und Geschichte.
          Der Islam ist eine genuin antiwestliche Ideologie. Sich hierzu freimütig zu bekennen, ist amtiamerikanisch und antiwestlich.

          • „Der Islam ist eine genuin antiwestliche Ideologie.“

            Und das Christentum verficht die Rückkehr zur Sklaverei, wie uns die Anhänger des KuKlux-Clans beweisen.

            Der Islam ist ebenso wenig antiwestlich, wie jede andere Religion auch. Du nimmst nur eine Handvoll Extremisten wie durch eine Lupe wahr, nimmst sie als Norm und blendest die Milliarden anderen Friedfertigen aus.

          • Schau Dir die Gesellschaften an, in denen Muslime die Mehrheit stellen. Die können „friedlich“ sein, soviel sie wollen. Friedlich für wen? Schwule, Atheisten, andere Religionen? Willst Du mir ernsthaft weismachen, diese Gesellschaften, diese Religion, sei mit ihren Werten gleichwertig mit westlichen Gesellschaften und Werten?
            Und was soll eigentlich der ständige Verweis auf das Christentum? Habe ich hier das Christentum gelobt? Verteidigt? Mich als Christ bezeichnet?

          • Wollen wir hoffen, das die Amerikaner sich um dieses Problem kümmern. Uns werden sie nicht fragen….

    • Bei Obama hat es nicht geklappt, weil der nicht so dusseligen Scheiß von sich gegeben hat, wie besagte Damen. Der hat nicht die amerikanische „weiß-heterosexuell-männliche Gesellschaft“ für alles Schlechte im Land und auf der Welt verantwortlich gemacht. Diese Schreckschrauben hingegen tun ja nun wirklich alle dafür, jeden, der nicht ohnehin schon vom selben ideologischen Gift hirnsediert wurde wie sie, geradewegs in die Arme Trumps zu jagen.

    • Warum ist es unangebracht, zu sagen, dass deren Regierungen „zu Hause“ nix können? Das ist nunmal ein Fakt. Die USA ist sicher genauso wenig wie Europa ohne Probleme, aber es bietet Chancen und Möglichkeiten, die „zu Hause“ nicht existieren. Einige diser Länder gehören zudem zu den größten Shitholes auf diesem Planeten, wo sich die eigenen Leute seit Jahrzehnten gegenseitig abschlachten und die es seit dem Ende der Kolonialzeit nicht geschafft haben, eine dauerhafte, stabile Regierung und Gesellschaftsform zu bilden.

      Und vorgehalten wird ihnen das nicht, weil sie angeblich an den Zuständen schuld seien, sondern weil die Vier pausenlos auf Amerika einhacken, das Land als faschistisch bezeichnen. Währen sie nicht in den USA, wären sie vielleicht nicht einmal mehr am Leben auf jeden Fall aber keine Politikerinnen. Und man kann auch Politik machen, ohne dabei pausenlos auf das Land zu scheißen, welches ihnen und ihren Familien Chancen für eine bessere Zukunft geboten hat.

      • „Warum ist es unangebracht, zu sagen, dass deren Regierungen „zu Hause“ nix können?“

        Weil es nunmal nicht „ihre“ Regierungen sind, nicht „ihr Zuhause“!

        Der Verweis ist einfach absurd.
        Meine Ahnen stammen aus Russland, Schweden und Dänemark. Willst Du mir das Recht absprechen, deutsche Politik zu kritisieren, weil ich eigentlich erstmal in Moskau für saubere Verhältnisse sorgen solle, bevor ich mich hier aufblase?
        Mein Zuhause ist Deutschland und es wäre auch Deutschland, wäre ich in Russland geboren und als Kleinkind nach D ausgewandert.

        • „Weil es nunmal nicht „ihre“ Regierungen sind, nicht „ihr Zuhause“!“

          In der Tat, der Teil ist idiotisch, gerade da sie alle (bis auf eine) in den USA geboren sind. Natürlich können sie die USA-Politik kritisieren. Und er bedient damit natürlich eine stark problematische Denkweise. Aber die Frage ist, wie die 4 reagieren werden. Sie sind ja von der politischen Ausrichtung teilweise in die Richtung der hiesigen „Antideutschen“ gehend, wenn ich das richtig verstehe. Gemischt mit „Die weißen sind an allem schuld“.
          Rudern sie etwas zurück und betonen, dass sie Amerika lieben? Setzen sie noch einen drauf und betonen ihre Kritik in der oben genannten Weise? Wie reagieren dann jeweils ihre Fans und Gegner?

          • Die Frage ist, ob man die vier als Amerikaner sieht. Sie mögen ja die entsprechende Staatsbürgerschaft haben, aber macht sie das zu echten Amerikanern? In den Augen nicht weniger Amis vermutlich ebensowenig, wie ein Mesut Özil deutsch ist.

          • Entscheidend ist ja wohl, in welcher Art und Weise die US-Politk kritisiert wird. Wenn man (bzw. die Eltern) aus einem Land wie Somalia oder Palästina kommt und in den USA lebt, weil diese wesentlich bessere soziale und politische Bedingungen bieten, ist es schon irgendwie inkonsequent, grade die Aspekte der amerikanischen Gesellschaft, die das ermöglicht haben (funktionierende Marktwirtschaft, Trennung von Religion und Politik, Einwanderungsmöglichkeit für Leute die etwas produtives zum Land beitragen können und nicht dauerhaft von Sozialhilfe leben wollen wie in Deutschland) zu kritisieren und ökologische Planwirtschaft und unkontrollierte Zuwanderung einzufordern. Und natürlich alle Andersdenkenden als Rassisten zu bezeichnen.

          • Ja, das ist Blödsinn.
            Außerdem ist das, gerade wenn’s von Trump kommt, mehr „die sind aber auch totale Katastrophen von Regierungen“.

            Einfach zu sagen: „Diese Vorwürfe sind maßlos übertrieben, weil 1., 2., 3., …“ wäre die bessere Alternative. Und wenn er sich zehnmal wiederholen muss.

        • „Willst Du mir das Recht absprechen, deutsche Politik zu kritisieren“

          Es ging nicht darum Politik oder einzelne Politiker zu kritisieren, das macht jeder, pausenlos. Es ging darum, auf ein ganzes Land zu scheißen und das Land konsequent als faschistisch und rassistisch zu beschimpfen, obwohl genau das selbe Land ihnen respektive ihren Vorfahren Chancen auf eine bessere Zukunft geboten hat, als sie es „zu Hause“ hätten haben können. Dein Argument ist also nichts als ein Strohmann.

          Außerdem scheinst du übersehen zu haben, dass ich „zu Hause“ in Anführungzeichen schrieb.

          USA ist Einwanderungsland Nummer 1 mit einer großen Vielfalt. Das Land als rassistisch zu bezeichnen ist maximalbekloppt und wird zurecht von Trump angegriffen.

          • „Es ging darum, auf ein ganzes Land zu scheißen und das Land konsequent als faschistisch und rassistisch zu beschimpfen, obwohl genau das selbe Land ihnen respektive ihren Vorfahren Chancen auf eine bessere Zukunft geboten hat, als sie es „zu Hause“ hätten haben können.“

            Es liegt mir fern, die Weiber in Schutz nehmen zu wollen. Ich widerspreche nur den Argumenten, jemand habe nur dann das Recht, eine Regierung, ein Land zu kritisieren, wenn er so eine Art Ureinwohner ist.

            „USA ist Einwanderungsland Nummer 1 mit einer großen Vielfalt. Das Land als rassistisch zu bezeichnen ist maximalbekloppt und wird zurecht von Trump angegriffen.“

            1. sind die USA nun wahrlich nicht bekannt für ihre rassismusfreie Vergangenheit, die besonders im Süden und im Bible Belt noch heute sehr virulent ist und
            2. greift Trump eben NICHT den Vorwurf des Rassismus an, sondern er äußert sich gegenüber den Frauen rassistisch.

          • „jemand habe nur dann das Recht, eine Regierung, ein Land zu kritisieren, wenn er so eine Art Ureinwohner ist“

            Das hat nie jemand gesagt. Warum wiederholst du deinen Strohmann, nachdem ich ihn dir als einen solchen klassifiziert habe, hast du nichts besseres auf Lager?

            „sind die USA nun wahrlich nicht bekannt für ihre rassismusfreie Vergangenheit“

            Es geht nicht darum was war, oder ob es in einem Land Rassisten gibt. Auch die gibt es überall und Leichen im geschichtlichen Keller hat ebenfalls jedes Land. Es geht um die USA heute und deren System, welches Millionen an Einwandern jedes Jahr eine bessere Zukunft als ihre Heimat bietet, denn sonst würden sie nicht kommen oder es versuchen. Gerade sind Trecks von hunderttausenden unterwegs, um koste es was es wolle, in die faschistische, rassistische USA zu gelangen. Sind das alles Masochisten oder was?

            „greift Trump eben NICHT den Vorwurf des Rassismus an, sondern er äußert sich gegenüber den Frauen rassistisch“

            Wenn er sich rassistisch geäußert hätte, dann hätte er die Hautfarbe erwähnt. Hat er aber nicht. Er sprach auch nicht von Schwarzen wie Candance Owens, Kanye West, Ayaan Hirsi Ali oder Araberinnen wie Brigitte Gabriel. Die Hautfarbe der 4 war in dem Tweet überhaupt nicht das Thema, sondern ihre hasserfüllte Einstellung gegenüber der USA als Ganzes, welches ihnen und ihren Familien schutz und Zukunft geboten hat.

          • „sondern ihre hasserfüllte Einstellung gegenüber der USA als Ganzes, welches ihnen und ihren Familien schutz und Zukunft geboten hat“

            hat er dennoch schlecht (oder vielleicht für seine zwecke gut?) formuliert. Aber es ist ja ein Standartargument, auf das dann häufig keine Antwort kommt: „welches Land ist denn besser als dieses Land mit seinen weißen Leuten, dass ihr so hasst?“ Und da können die intersektionalen ja meist allenfalls weißere Länder (Island, Skandinavien etc) aufführen. Niemand wird ernsthaft behaupten wollen, dass ein afrikanisches oder arabisches Land besser ist.

          • „welches Land ist denn besser als dieses Land mit seinen weißen Leuten, dass ihr so hasst?““

            Nachdem Mindph bereits erklärt hat, dass Trump die Hautfarbe der 4 nicht erwähnt und siche eben grade nicht rassistisch über sie geäußert hat, sondern sie ganz konkret für ihre konkreten äußerungen angegriffen hat, weise ich darauf hin, dass er auch nicht vom „weißen“ amerika gesprochen hat.

            Die unterstelung „aber wir wissen doch, dass er das im Grunde meint“ ist erst mal genau das – eine Unterstellung.

            Bis zu einem gewissen Grad teile ich diese Unterstellung sogar – aber nur bis zu einem gewissen Grad.
            Ich gehe davon aus, dass Trump z.B. einen dunkelhäutigen, erfolgreichen Unternehmer, der positiv das Land gestalten will, jederzeit anerkennen wird, und auch mit einer Candace Owens hat er keine Probleme.

          • „hat er dennoch schlecht (oder vielleicht für seine zwecke gut?) formuliert“

            Er hat es so formuliert, wie man es von ihm kennt und wie es seine Anhänger erwarten. Natürlich kann man sich wünschen, dass sich ein Präsident irgendwie diplomatischer ausdrückt als Trump das macht, aber Trump hat sich noch nie diplomatisch ausgedrückt, insbesondere nicht gegenüber seinen Gegnern. Und genau dafür wurde er gewählt, weil er sagt was die Leute denken. Warum von einem Erfolgsrezept abweichen?

            Und die Kritik gibt ihm ja auch wieder nur recht. Was anderes als ihn als Rassisten hinzustellen, bleibt denen nicht. Dabei hat er nicht einmal nur gesagt „geht doch da hin wo ihr hergekommen seid“ sondern hat sie auch noch aufgefordert, wieder zurück zu kommen. Damit hat er im Grunde die amerikanische Staatsbürgerschaft der vier anerkannt, denn ohne diese könnten sie nicht jeder Zeit so einfach wieder zurück kommen.

  5. „Aber es zeigt, dass man die Radikalität der linken durchaus auch als Waffe einsetzen kann, wenn man es passend gestaltet.“

    Wenn man POTUS ist, schon. Uns hingegen wird nichtmal nennenswert zugehört und man wirft uns aus den Foren, sperrt uns bei Twitter, FB und youtube und wehe man war so leichtsinnig und hat seinen Klarnamen verwendet, dann gibt es auch mal Hausbesuch von der Polizei (wegen „Hassrede“) oder von der Antifa, auch ein Anruf beim Chef (wegen böser Gesinnung) ist nicht ausgeschlossen…

    Davon abgesehen, muss man erstmal abwarten, ob Trump überhaupt was bewirkt. Ich vermute seine Äußerungen werden verpuffen, einfach weil sie von Trump kommen und weil kognitive Dissonanzen bei Idioten ohnehin keinen Schmerz auslösen. Es könnte sogar einen „jetzt erst recht“-Effekt bewirken. Die Linksgrünen hierzulande sind längst so offen feindlich gegen unser Land und Volk gesonnen, die würde man mit Patriotismus-Hinweisen nur bestätigen und die „Nazi, Nazi!“-Rufe würden noch lauter gellen.

    Ein anderer Punkt ist noch der behauptete „Antisemitismus“. Jeder, der nur ansatzweise einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, gewillt ist, dem ist klar, dass die USA, drücken wir es vorsichtig aus: eine extrem starke jüdische Lobby haben. Niemand wird da Präsident, ohne vorher bei AIPAC den Kniefall gemacht zu haben, selbst Trump war dort:

    Und in Deutschland dürfte es noch schlimmer sein.

    Es ist ärgerlich und wenig plausibel, wenn jetzt ausgerechnet „die Rechten“ da ihren blinden Fleck haben, nur weil Linke und Muslime das ansprechen. Das ist wieder typisches Parteien-Gespalte, man bekommt Sachen untergeschoben, die man gar nicht will, sobald man einem Lager irgendwie angehört oder es wählt.

    • Was ist eigentlich an jüdischen Lobbies so schlecht? Diese Lobbies bewahren zumindest eine westliche Gesellschaft in der ich vögeln und bei McDonalds essen darf.
      Mit einer islamischen Lobby wäre das nicht gegeben.

      • „Was ist eigentlich an jüdischen Lobbies so schlecht? Diese Lobbies bewahren zumindest eine westliche Gesellschaft in der ich vögeln und bei McDonalds essen darf.
        Mit einer islamischen Lobby wäre das nicht gegeben.

        Kleine Empfehlung für die Bettlektüre, Adrian.
        Lies Dich mal in die Geschichte der Französischen Revolution ein – insbesondere in den Teil, der was mit Religionsfreiheit zu tun hat. Dann wirst auch Du lernen, dass es neben dem Judentum und dem Islam noch eine dritte große Weltreligion gab/gibt. Und meine Vermutung ist, dass Du der weit eher die Freiheit, zu vögeln und bei McDonalds zu essen verdanken dürftest.

          • „In welchem Land ist Homosexualität legal? Israel oder Saudi-Arabien?“

            In welchem der beiden Länder wachsen Bananen?

            Wen juckt das?
            Wir leben in Deutschland, in Mitteleuropa.
            Wenn einer mit Strohmännern hantiert, dann Du.

          • „Verstehe. Gesellschaftliche Verhältnisse und deren Ursachen sind irrelevant… “

            In Israel und Saudi-Arabien ja.
            Wenn nicht, dann müssten sie es auch von und in Lhasa, Togo, oder Trinidad sein.
            Du schnitzt Dir Deine Feindbilder und willst sie uns als allgemeinverbindlich verkaufen.

      • Falsche Dichotomie, denn warum sollte ich eine islamische Lobby gut finden? Das ist ein ähnlich durchschaubares Argument, wie wenn man mir bei Kritik an der transatlantischen Unterwanderung vorwirft, die Russen zu bevorzugen.

        Nein, ich will überhaupt keine mächtige Interessengruppe an der Spitze, weder eine industriell-finanzaristokratische, noch eine religiös-ethnische, noch eine fremdländische. Denn was ist daran noch demokratisch?

        Zweitens solltest du dir die Frage stellen, warum die überall im Westen so mächtig und gut organisiert sind. Das geschieht nämlich nicht ohne Absicht. Die offensichtlichste ist die, Israel (mitten im Feindesland) zu finanzieren und militärisch zu schützen, beinahe unabhängig davon, wie es sich selbst benimmt. Egal wie man dazu steht: es ist ein Ausnutzen der anderen Völker, die mindestens dazu genötigt werden, das mitzufinanzieren und die zudem noch in den sich ständig hochschaukelnden Konflikt hineingezogen werden.

        Alles weitere sind rechte Verschwörungstheorien, aber man darf sich z.B. schon fragen, was einen Prof. Kimmel, einen weißen (jüdischen) Mann, dazu bringt, gegen weiße Männer zu hetzen:
        https://www.danisch.de/blog/2014/06/25/ein-boesartiger-vortrag-eines-boesartigen-professors/

        Oder was einen grünen Cohn-Bendit, der (als einer der wenigen Grünen) weiß, wie Multi-Kulti eine Gesellschaft zerstört, dennoch dazu bringt, dieser Agenda zu huldigen. Man kann auch noch viel deutlichere Statements finden, wenn man danach sucht. Aber ich will das nicht ausweiten, weil ich nicht sicher bin, wie stark diese Kreise innerhalb der jüdischen Lobby sind. Zumindest sind sie aber stärker als die Exiljudenlobby, die ja durch die aktuelle Politik ihre Klientel zunehmend in der Defensive sieht…

        • „Zweitens solltest du dir die Frage stellen, warum die überall im Westen so mächtig und gut organisiert sind.“

          Weil Juden cool, säkular, und weltlich sind.
          Und überhaupt: Die jüdische Lobby ist in Europa winzig. Fast niemand hierzulande mag zum Beispiel Israel. Weder links noch rechts.

          • Hast du meinen Kommentar eigentlich bis zu Ende gelesen? Deine Antwort wirkt auf mich nicht so.

            „Weil Juden cool, säkular, und weltlich sind.“

            Der Teil, der seine Kinder nicht beschneidet? Egal wie du es drehst und wendest, sind die „coolen“, „weltlichen“ Juden durch die aktuelle Politik in zunehmender Bedrängnis, ihre Lobby ist offenbar schwach.

            „Und überhaupt: Die jüdische Lobby ist in Europa winzig. Fast niemand hierzulande mag zum Beispiel Israel. Weder links noch rechts.“

            Eine starke Lobby erkennt man daran, dass sie sich selbst dann durchsetzt, wenn sie von allen gehasst wird…

  6. Aber wegen genau solcher Sprüche wurde Trump gewählt. Die reichen Küstenstädte haben Trump nie unterstützt sondern im Gegenteil ihn von Anfang an als minderbemittelten Volltrottel dargestellt. Und Trump antwortete darauf von Anfang an in seiner pöbelhaften Art und Weise.

    Ausschlaggebend war für die Wähler zudem immer eher ihre eigene Situation statt der genauen Wortwahl der Protagonisten. Und wer es schaffte, diesen Leuten das Gefühl zu geben, ihre Situation anzusprechen, hat auch die Wahl gewonnen.

    Trump hat die Wahl nicht gewonnen, weil er so ein intellektuelles Schwergewicht ist, der sich besonnen als Vermittler zwischen den Schichten darstellt, sondern gerade weil er konsequent so dermaßen auf die Kacke haut.

    Und jedes Mal, wenn CNN und co. über Trump geschimpft hat und ihn als neuen Hitler darstellte, konnte er seinen Zuspruch ausbauen.

  7. Wer Trump einfach nur für strohdumm hält, der unterschätzt ihn. Zunächst stellt sich die Frage, wie dumm denn die Demokraten sind, die gegen ihn verloren haben.
    Trump ist narzisstisch, impulsiv und reichlich ungehobelt in seiner Ausdrucksweise. Er hat aber politisches Gespür. Wenn die vier Damen als das Gesicht der Demokratischen Partei wahrgenommen werden, dann kann er optimistisch in die Zukunft blicken. Eine Omar hat miserable Zustimmungswerte und Ocasio Cortez etwas bessere, aber keineswegs gute. Die vier Damen sind die Lieblinge der Medien. Ihre Anhängerschaft wird niemals eine Republikaner wählen, weder Trump noch irgend einen anderen. Für gemässigte Wechselwähler allerdings, die man für sich gewinnen muss, sind die vier Damen eher ein Grund, Trump nochmals zu wählen.
    Trump ist die logische Konsequenz einer Identitätspolitik, die eine „weisse“ Identität behauptet und sie als rassistisch, mit historischer Schuld behaftet charakterisiert. Kurzum: Wer Identitätspolitik in dieser Weise praktiziert, der sollte sich nicht über Rassismus beschweren.

  8. Ich finde an dieser Episode zwei Aspekte interessant:
    1. Die Reaktion der Demokraten ist sehr gut vorhersehbar, Frau Pelosi hat keinen Spielraum: sie muss die 4 verteidigen weil die Konstellation „Trump attackiert 4 PoC Frauen“ intersektional eindeutig zu verurteilen ist. Trump kann sie also aufgrund ihrer intersektionalität (vulgo Fixierung auf Rasse, Geschlecht, Orientierung) zu einer vorhersehbaren Reaktion zwingen, für das Verhalten der Demokraten sind in diesem Fall Rasse und Geschlecht ausschlaggebender als inhaltliche oder taktische Fragen . Taktisch ein enormer Vorteil, wenn Trump z.b. fürchtet dass pelosi die 4 diszipliniert bekommen könnte.
    2. Es ist zumindest für mich kaum vorstellbar, dass jemand Trump auf die gleiche Art in die Enge drängen könnte. Wenn z.b. jemand einen aus Trumps Kabinett als weissen alten Mann beschimpfen würde, dann würde er ihn immer noch feuern und z.B. durch eine geeignetere schwarze Frau oder sonstwen ersetzen, wenn er das für richtig hält.

    In Summe scheint er in seinen Handlungen viel weniger Gewicht auf Geschlecht, Rasse, sexuelle Orientierung usw. zu legen als das seine politische Konkurrenz tut. Ein für die Nachwelt sicherlich amüsantes Beispiel, da die weltweit recht einheitliche Interpretation es exakt andersherum sieht.

    Was meint ihr? In welcher Form könnte man Trump analog zu etwas zwingen?

    Welche Definition für Rassismus muss man aus der Tasche ziehen, damit in diesem Beispiel Trump derjenige ist, der der Rasse mehr Bedeutung zuweist.

    • @Frank
      Mit Deiner Analyse hast Du IMHO das Dilemma der Demokraten im Allgemeinen und von Nancy Pelosi im Besonderen recht gut herausgearbeitet. Frau Pelosi konnte es sich nicht leisten, sich gegen diese vier Politikerinnen zu stellen, auch wenn sie wahrscheinlich anderer Ansicht als diese. Sie hat möglicherweise nicht die charakterliche Stärke und ganz gewiss nicht den Schneid, das zu tun; der jahrelange Politbetrieb, dem sie unterworfen war und der unbedingten Konformismus und Loyalität gegenüber der eigenen Partei fordert, hat sie viel zu sehr geprägt.

      ‚Was meint ihr? In welcher Form könnte man Trump analog zu etwas zwingen?‘

      Ich glaube, dass es sehr schwer ist Donald Trump in eine ideologische Zwickmühle zu zwingen; schon gar nicht mit irgendwelchen Rassismusvorwürfen, die offenkundig einfach an ihm abperlen. Warum gelingt das nicht? Weil er halt ziemlich unideologisch handelt. Als Geschäftsmann ist er es wohl gewohnt, mit ganz verschiedenen Leuten zu verhandeln und mit denen auch zu einem Ergebnis zu kommen. Deswegen kann er beispielsweise mit Kim Jong Un verhandeln, ohne sich gross um die ideologischen Vorbehalte gegen diesen zu kümmern.

      In der Politik ist solches unideologisches Handeln sehr unüblich; nur wenige Politiker können sozusagen über ihren eigenen ideologischen Schatten springen. Kissinger konnte es zum Beispiel als Aussenminister, als er China besuchte. Donald Trump ist es gelungen, seine unideologische Haltung zumindest vorübergehend den Republikanern aufzuzwingen; das ist das eigentlich Bemerkenswerte an seinem Erfolg zuerst bei den Vorwahlen der Republikaner und hinterher auch bei den Präsidentschaftswahlen. Es ist ja nicht so, dass die Republikaner grundsätzlich weniger ideologisch verhaftet wären als die Demokraten. Trotzdem glaube ich nicht, dass ein Typ wie Donald Trump bei den Demokraten die Chance hätte, die ideologischen Barrieren zu überwinden. Bei den Republikanern hat er bewiesen, dass es zu schaffen ist.

      Interessant in diesem Zusammenhang war auch eine Befragung von republikanischen und demokratischen Wählern über ihre jeweilige Toleranz gegenüber dem politischen Gegner, welche während der Vorwahlen durchgeführt worden war. Das Ergebnis war, dass die Republikaner viel eher bereit waren, mit politischen Gegnern auch private Kontakte zu unterhalten als umgekehrt die Demokraten. Obendrein waren die Männer noch toleranter als die Frauen. Bei den Demokraten wurde ausserdem zusätzlich noch nach den grössten Ethnien unterschieden. Das Resultat war, dass die Hispanics unter den demokratischen Wählern relativ gesehen am tolerantesten waren, gefolgt von den Afromamerikanern und am Schluss von den Weissen. Am intolerantesten gegenüber den Republikanern waren bezeichnenderweise die weissen demokratischen Wählerinnen. Fakten sind halt oftmals anders als die Propaganda, die die Demokraten als toleranter sieht als die Republikaner. Und nicht wenige Demokraten (bzw. Linke) glauben nur allzu gerne an ihre eigene schönfärberische Propaganda…

  9. „In welcher Form könnte man Trump analog zu etwas zwingen?“

    Garantiert nicht, indem man einen seiner Kabinettsmitglieder als weißen, alten Mann brandmarkt.
    Das würde Trump allenfalls motivieren, NOCH EINEN weißen alten Mann an eine Führungsposition zu setzen.
    Insofern ist er ein Stück weit berechenbar 🙂 . Trump feuert seine Leute immer noch nach seinen eigenen undurchschaubaren Kriterien, nicht nach denen irgendwelcher durchgeknallter Genderschwalben.

    • “ würde Trump allenfalls motivieren, NOCH EINEN weißen alten Mann an eine Führungsposition zu setzen.“

      Was ihn berechenbarer machen WÜRDE.
      Ist nur so, dass du ihn eben weder dazu noch zum gegenteil „zwingen“ oder auch nur drängen kannst kannst.
      Es beschädigt trump in keiner Weise, wenn er in einer solchen Situation „NOCH EINEN weißen alten Mann“ auswählt.

      Es würde ihm aber ebenso wenig schaden, wenn er – zur verböüffung der Dems – eine schwarze, lesbische Rollstuhlfahrerin nehmen würde.

      Konkreter:
      Candice Owens ist nicht lesbisch und keine Rollstuhlfahrerin, aber sie könnte irgendwann als eine clevere Personalentscheidung aus dem Hut gezaubert werden – sie könnte auf jeden Fall im nächsten Wahlkampfteam eine wichtigere Rolle spielen.

  10. Obwohl hier ja der komplette Text der Tweets zitiert ist, wird doch weitgehend nur über den Teil und die entsprechende Kontextualisierung geredet, die sich medial durchgesetzt hat, aber ganz offensichtlich verkürzt ist. Trump hat eben NICHT gesagt, dass nichtweiße Amerikaner das Land verlassen sollen, sondern dass die genannten Abgeordneten in ihre Länder zurückkehren sollen, die allesamt failed states wären, diese nach ihren tollen Vorstellungen in Ordnung bringen und dann ZURÜCKKOMMEN und den Amerikanern zeigen, wie es richtig geht.
    Wenn man die zweite Hälfte mit einbezieht, wird es wesentlich schwieriger, das in den „white supremacy“-Zusammenhang zu stellen. Es ist ein typischer Appell an den Patriotismus, daran, wie toll die USA sind und dass die Angesprochenen das Land nur kritisieren und ablehnen, inklusive taktisch nicht uncleverem Aufzeigen der potentiellen und schon vorhandenen internen Probleme der Demokraten.

    Ob man sowas als Präsident tweeten sollte, ist eine andere Frage, ob ein Teil der Trump-Anhänger das evtl. genauso selektiv liest wie die Gegner, ebenfalls. Dennoch finde ich es spannend, wie der öffentliche Diskurs in bestimmten Bereichen oft an den Quellen vorbei stattfindet, obwohl die dank Internet in fast allen Fällen vorliegen und geprüft werden könnten.

    • „Ob man sowas als Präsident tweeten sollte, ist eine andere Frage, ob ein Teil der Trump-Anhänger das evtl. genauso selektiv liest wie die Gegner, ebenfalls.“

      Trump ist vermutlich ganz wesentlich gewählt worden, WEIL er sich wie ein Rüpel aufgeführt und Tabus ganz ungeniert gebrochen hat.
      Wenn da vier feministisch angehauchte Schrauben glauben, ihn moralisch angreifen und damit ins Wanken bringen zu können, dann liefern sie ihm eine Steilvorlage, genau diese Stärke für den nächsten Wahlkampf wieder einsetzen zu können.
      Pelosi, ebenfals feministisch überzeugt, bleibt nichts anderes übrig, als den Erwartungen ihrer Parteifreund(innen) nachzukommen und sich hinter das Quartett zu stellen – und als Interessensvertreterin von Sektiererinnen wahrgenommen zu werden.
      Es ist ja nicht so, dass Trump nur von Männern und Clinton nur von Frauen gewählt wurde – wie gern kolportiert wird.
      Die Wahl Trumps zeigt deutlich, wie genervt die Bevölkerung von der verlogenen PC des Feminismus ist.

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