Entgelttransparenzgesetz: Kaum einer fragt, was der Kollege verdient

Ein Bericht über das seit 2 Jahren in Kraft befindliche Entgeldtransparenzgesetz:

Seit gut zwei Jahren ist das sogenannte Entgelttransparenzgesetz in Kraft, mit dem Ziel, „das Gebot des gleichen Entgelts für Frauen und Männer bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit durchzusetzen“, wie es am Anfang des Gesetzestextes heißt. Wer in einem Unternehmen mit mindestens 200 Mitarbeitern arbeitet, kann mittels des Gesetzes Auskunft darüber verlangen, was Kollegen des anderen Geschlechts in gleicher oder gleichwertiger Tätigkeit brutto im Monat verdienen – sofern es denn mindestens sechs Beschäftigte in einer vergleichbaren Tätigkeit gibt.

Bislang haben diese Möglichkeit allerdings nur äußerst wenige Beschäftigte genutzt. Gerade einmal 4 Prozent der Befragten stellten einen entsprechenden Antrag, wie aus einem für das Familienministerium erstellten Gutachten hervorgeht. Ministerin Franziska Giffey (SPD) kleidete das enttäuschende Resultat in möglichst positiv klingende Formulierungen: „Die erste Überprüfung des Gesetzes zeigt, es war ein erster wichtiger Schritt hin zu mehr Transparenz“, sagte sie. Allerdings müssten die mit dem Gesetz einhergehenden Instrumente und Möglichkeiten bekannter gemacht werden. Die Autoren des Gutachtens empfehlen außerdem die Vereinfachung des Auskunftsverfahrens und eine Erhöhung der Aussagekraft der Auskunft durch die Erweiterung der zu gewährenden Informationen.

Aus dem Bericht:

Erst einmal zwei Grafiken:

Da sieht man schon, dass in den meisten Unternehmen die Entgeldgleichheit kein großes Thema ist. Zu vermuten ist, dass es wenn eher von der Leitung aus politischen Gründen dazu gemacht wird.

Auch faszinierend: in 59% der Unternehmen spielt es keine Rolle und dort sagen 82% „weil es gleiche Löhne bereits gibt“. Kaum jemand sagt, dass es die Führung nicht interessiert, die meisten sehen sich schon durch einen Tarifvertrag geschützt (der natürlich dennoch einen unbereinigten Gender Pay Gap erzeugt).
Erstaunlich eigentlich, wenn Frauen im Schnitt im angeblich gleichen Job 21% weniger verdienen, wie gerne der Eindruck erzeugt wird.

Das Gesetz ist auch relativ bekannt und den Leuten ist bewußt, dass man Männern und Frauen gleich viel zahlen muss.

Dann die eigentlichen Zahlen:

Interessant auch die Gründe warum es Leute nicht machen:

Weil es eh schon fair und transparent ist und weil sich nichts ändern würde macht schon den ganz wesentlichen Teil aus.

Ich habe den Bericht nur überfolgen. Aber was mir besonders auffällt ist, dass dort keinerlei Daten enthalten sind, die nach Geschlecht aufgeschlüsselt worden sind.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Geschlecht hier nicht abgefragt worden ist, denn es wäre ja gerade ein toller Nachweis, wenn man sehen kann, dass es die Männer nicht interessiert, die Frauen aber wesentlich mehr Interesse haben und eher nachfragen.

Meine Vermutung wäre, dass hier auch die Nachfragenden, also die die den Antrag gestellt haben, eher Männer waren. Wenn jemand Zahlen findet, die ich übersehen habe: Bitte bescheid sagen

 

47 Gedanken zu “Entgelttransparenzgesetz: Kaum einer fragt, was der Kollege verdient

  1. Ich verstehe nicht, wie man die Ergebnisse dieser Umfrage als „enttäuschend“ bezeichnen kann. Da hat wohl jemand den Sinn für die Realität verloren.

    2 Antworten fand ich besonders gut. Zum einen sind die Arbeitnehmervertretungen stark und die Arbeitnehmer vertrauen ihnen bei ihrer Kernaufgabe. Zum anderen, dass nur wenige ein schlechteres Verhältnis ggÜ ihrem Arbeitgeber erwarten, wenn sie ihre Rechte wahrnehmen.

    Alles in allem sehr positiv.

    • Das ist bestimmt schon bald 6-8 Jahre her, Arne und C. H. Sommers haben da auch drüber bereichtet, da wurden an einer US-Uni neue Vergewaltigungsstatistiken für diese Uni veröffentlicht. Die Feministinnen waren stinkt sauer. Was war passiert? Die Vergewaltigungszahlen sind gesunken! Für Menschen die denken das alle Männer Vergewaltiger sind und alle Frauen früher oder später vergewaltigt werden, bedeuten sinkende Zahlen nur, dass sich immer noch nicht alle Frauen trauen die Vergewaltigungen anzuzeigen. Das Frauen gar nicht einer Epidemie gleich vergewaltigt werden oder das deren eigenen feministischen Anti-Vergewaltigungskurse tatsächlich dazu beitragen das die Zahlen sinken, ist in deren Weltbild gar nicht vorgesehen.

      Genau so hier. Für Feministinnen steht fest das Frauen für die gleiche Arbeit weniger Geld bekommen und wenn die Statistik das nicht zeigt, dann muss es dafür andere Gründe geben. Erst wenn sie es schaffen einen Beweis dafür zu finden das Frauen diskriminiert werden, sind sie glücklich.

  2. die meisten sehen sich schon durch einen Tarifvertrag geschützt (der natürlich dennoch einen unbereinigten Gender Pay Gap erzeugt

    Der Tarifvertrag legt nur eine Mindestbezahlung fest. Darüberhinaus steht es dem Arbeitgeber frei, freiwillige Zulagen zu zahlen. Er wird dies tun, um besondere Arbeitsqualität, Einsatz u.dgl. zu würdigen.
    Ein Schelm, wer einen Zusammenhang mit dem bereinigten GPG zu erkennen glaubt.

  3. Das Gesetz war doch von Anfang an reine Alibi-Politik.

    Alleine die Beschränkung durch die Vorgabe, es müssen mindestens sechs MitarbeiterInnen in „vergleichbaren“ Positionen beschäftigt sein, ist eine Hürde die in der Praxis selten überwunden werden kann. Da sind auch die Personalabteilungen in den Firmen sehr kreativ im Verschleiern.

    Sehr gerne wird ja auch das Direktionsrecht vom Arbeitgeber ausgenutzt, um MitarbeiterInnen für eine Tätigkeit x einzustellen, ihnen aber dann Tätigkeit y zuzuweisen. Natürlich ohne Gehaltsanpassung. Wer sich dagegen auflehnt und Nachverhandeln will, kommt auf die schwarze Liste.

    Und, ja: solche Listen habe ich selber schon gesehen.

    Außerdem läuft sehr viel über Bonus-Zahlungen und die sind ebenfalls ausgeklammert, aber sehr oft im Arbeitsvertrag festgeschrieben.

    Das Thema an sich wäre staatlicherseits nur durch totale Transparenz, also einer Veröffentlichungspflicht der Gehälter ohne Beschränkungen, zu lösen. In anderen Ländern geht das. Hierzulande haben die Big-Boys tierisch Angst davor. Warum wohl?

    https://www.sueddeutsche.de/karriere/gleichstellung-ehrlichkeit-tut-weh-1.3932429

    Für die einzelne Mitarbeiterin gibt es nur den Weg, dem Arbeitgeber glaubhaft den Wechsel zur Konkurrenz androhen zu können um sich finanziell zu verbessern. Das geht aber nur wenn sie direkten persönlichen Kundenkontakt oder strategisch wichtige Informationen im Kopf hat und mitnehmen/weitergeben könnte.

    • Und, ja: solche Listen habe ich selber schon gesehen.

      Belege? Dass du angeblich selbst so etwas gesehen heben willst, beweist überhaupt nichts.

      Für die einzelne Mitarbeiterin gibt es nur den Weg, dem Arbeitgeber glaubhaft den Wechsel zur Konkurrenz androhen zu können um sich finanziell zu verbessern. Das geht aber nur wenn sie direkten persönlichen Kundenkontakt oder strategisch wichtige Informationen im Kopf hat und mitnehmen/weitergeben könnte.

      Wer will schon eine Mitarbeiterin, die versucht, ihren Arbeitgeber auf solch hinterfältige Weise zu erpressen?

      • „Ich denke, meine Arbeit ist mehr wert, also gibt es zwei Optionen für mich: entweder ich bekomme hier mehr oder ich gehe zu einem Arbeitgeber, der mir mehr gibt“ ist doch eine stinknormale Verhandlungssteategie.

        Lustig ist nur, dass Claudia anscheind meint, die könne man Frauen nicht zumuten. Denen muss mann mehr geben, ohne dass sie sich dafür einsetzen.

        • Vielleicht habe ich Claudia’s Formulierung ja falsch gedeutet. Es schien mir aber eine subtile Drohung vorhanden zu sein, der Konkurrenz vertrauliche, firmen-interne Informationen preiszugeben.
          Auch wenn dies doch nicht so gemeint war, kann solch ungeschicktes Verhalten dennoch das Vertrauensverhältnis zerstören.

          • „der Konkurrenz vertrauliche, firmen-interne Informationen preiszugeben“

            Ach so. Das geht natürlich gar nicht.

            Vielleicht ist das auch ein Beitrag zum GPG, dass es mehr Frauen wie Claudia gibt, die hier keinen Instinkt für Klarheit haben, als entsprechende Männer.

        • Ich habe jetzt noch mal ihren genauen Wortlaut nachgelesen, und glaube, dass sie es exakt so gemeint hat, wie ich es ursprünglich aufgefasst hatte.

          Davon abgesehen: Mitarbeitern, die ich behalten möchte, gewähre ich übertarifliche Zuschläge, die ausdrücken, wie sehr ich ihre Arbeit wertschätze. Dazu müssen sie kaum selbst initiativ werden. Gute Arbeit engagiert leisten genügt.
          Wer sich unterbezahlt fühlt, hat jederzeit die Option zu kündigen. Das weiß ich auch, ohne dass er es mir ausdrücklich sagt.
          Wer mit Kündigung droht, muss auch bereit sein, die Drohung umzusetzen. Wenn ich also eine Gehaltserhöhung ablehne, bleibt dem Mitarbeiter dann kaum etwas anderes übrig, als in absehbarer Zeit von sich aus zu gehen.
          Deshalb sollte ein Arbeitnehmer nicht zu hoch pokern und sehr zurückhaltend sein, von sich aus mit dem Thema Kündigung anzufangen – höchstens dann wenn er bereits einen konkreten besseren Arbeitsplatz in Aussicht hat.

          • strategisch wichtige Informationen im Kopf hat und mitnehmen/weitergeben könnte

            FFS!
            Das geht ja gar nicht. Wer will denn bitteschön jemanden wie Claudia einstellen auf gehobener Position?

            Alter Schwede.

            Mitarbeitern, die ich behalten möchte, gewähre ich übertarifliche Zuschläge

            Ja, du.
            Es ist unklar, wie normal das ist. Es gibt genug Chefs, die die Devise „nicht mehr bezahlen als unbedingt nötig“ fahren.

          • @Anne

            deswegen hatte ich ja „glaubwürdig“ geschrieben. Wer blufft, fährt ein hohes Risiko und meistens gegen die Wand. Wer bekannterweise nicht mobil und damit flexibel ist (und hier kommen wir zur Problematik der Frauen mit Kindern), hat automatisch auch schlechte Karten.

            „dass sie es exakt so gemeint hat, wie ich es ursprünglich aufgefasst hatte.“

            Ich weiss nicht wie es in Deiner Branche ist, aber in meiner ist es üblich, Kontakte, Netzwerke und Wissen mitzunehmen. Niemand fängt beim neuen Arbeitgeber bei 0 wieder an. Keiner ist aber so doof und nimmt Unterlagen oder sowas mit.

          • @Claudia
            „glaubwürdig“, über relevante Informationen zu verfügen, und keine Skrupel zu haben, sie auch weiterzugeben.
            Die privaten Lebensverhältnisse des Mitarbeiters gehen den Arbeitgeber nichts an. Wenn ein MA von Kündigung spricht, wird man ihm glauben, dass er einen eventuell nötigen Umzug schon arrangieren wird.

            Ein Arbeitnehmer, der beim Mitarbeitergespräch eine mögliche Kündigung andeutet, signalisiert damit seinem Vorgesetzten, diesen Arbeitnehmer zukünftig nicht bei Beförderungen oder sonstigen Begünstigungen zu berücksichtigen.
            Der Vorgesetzte wird sehr auf der Hut sein, diesem MA überhaupt noch wichtige Informationen anzuvertrauen, denn er muss ja stets damit rechnen, dass dieser MA plötzlich kündigt.

            In meinem beruflichen Umfeld wird Diskretion und Verschwiegenheit erwartet.
            Was man in einem Unternehmen erfährt, gibt man nicht an den nächsten Arbeitgeber weiter.
            Es ist üblich, dass es bei Schlüsselpositionen mit besonderem Know-how in den Arbeitsverträgen Wettbewerbsverbote gibt, die es dem AN ausdrücklich untersagen, innerhalb einer längeren Frist bei einem Konkurrenzunternehmen tätig zu werden.

          • @Claudia: Du bist wie immer sehr einseitig Unterwegs, was glaubst Du denn wie flexibel ein Familienvater ist.
            Umziehen gegen den Willen der Gattin, guter Witz!
            Jobwechsel mit weniger Gehalt, dass wird ein Spaß!
            Die Flexibilität des Familienvater bezieht sich im wesentlichen darauf einen längeren Arbeitsweg in Kauf zu nehmen.

            Nicht wenige kleine bis mittelständische Betriebe wissen wie Sie Ihre Familiär gebundenen Know-How Träger neben guten beruflichen Bedingungen gegen Abwerbung absichern und der Schlüssel ist immer die Ehefrau, die im die Hölle heiß machen wird falls er auch nur darüber nachdenkt den Job zu wechseln wo weniger Gehalt winkt.

          • @Andreas,

            „und der Schlüssel ist immer die Ehefrau, die im die Hölle heiß machen wird falls er auch nur darüber nachdenkt den Job zu wechseln wo weniger Gehalt winkt.“

            Wenn Du in Deinem Gegenbeispiel die Ehefrau als die Böse im Spiel annimmst, würde das dann nicht eher die (erzwungene) Flexibilität und damit die Wechselbereitschaft des Arbeitnehmers erhöhen?

            Ohne jetzt so einen Fall zu kennen, könnte eine Argumentation „meine Frau will, dass ich mehr verdiene. Wie kann ich das hier oder muss ich dafür den Arbeitgeber wechseln?“ eventuell sogar noch wirksamer bei Gehaltsverhandlungen sein?

            Von einem Wechsel in einen Job mit weniger Gehalt hatten wir es ja nicht. Dafür muss man auch nicht mit dem Chef Gehaltspoker spielen.

          • @Claudia: Du kannst meine Aussage jetzt gern aus den Kontext reißen, um irgendwas zu basteln was da nicht steht.
            Das mit dem Böse hast Du jetzt selber konstruiert!

            Meine Aussage war klar auf das Opfernarrativ, dass Du hier aufgestellt hast bezogen das Frauen mit Kindern nicht flexibel sind.
            Flexibilität heißt eben auch weniger verdienen zu können, die Statistiken zur Teilzeit zeigen klar wer da eher Flexibel ist und nicht ein volles Gehalt nach Hause bringen zu muss.

            Das Frauen indirekt (Haus mit Garten, Urlaub, usw.) und mitunter auch direkt den Partner unter Druck setzen mehr zu verdienen, ist jetzt nicht wirklich eine neue Erkenntnis. Den Arbeitgeber wird mit dem Argument jedoch nicht beeindrucken können.

            Was längere Arbeitswege im Bezug auf gelebte Lebenszeit bedeutet ist Dir schon klar, oder?

        • @only me

          „Lustig ist nur, dass Claudia anscheind meint, die könne man Frauen nicht zumuten. Denen muss mann mehr geben, ohne dass sie sich dafür einsetzen.“

          Wo habe ich das denn geschrieben? Vielleicht verzichtest Du mal auf Unterstellungen und dann können wir auch gerne mal über strukturelle Benachteiligungen sprechen, die Frauen immer dann in eine schlechte Verhandlungsposition bringen, wenn sie in der Arbeitswelt nicht wie Männer agieren können.

          • „„Lustig ist nur, dass Claudia anscheind meint, die könne man Frauen nicht zumuten. Denen muss mann mehr geben, ohne dass sie sich dafür einsetzen.“

            Wo habe ich das denn geschrieben? Vielleicht verzichtest Du mal auf Unterstellungen…“

            Das ist keine Unterstellung, muß ich Dir Deinen „ganz großes Kino“-Kommentar aus ddem Eindhoven-Thread erst noch einemal wieder heraussuchen.
            Da geht es genau darum, daß Frauen, ohne, daß sie sich auch nur im geringsten darum verdient gemacht haben, mit einem Geschenk von 100000€uro auf Profstellen gekauft werden. Und Du hast gejubelt, daß der Unfug ein mächtiges und tolles Zeichen für die Ergebnis-„Gleichstellung“ wäre..

          • @Claudia,

            du hast geschrieben:

            Für die einzelne Mitarbeiterin gibt es nur den Weg, dem Arbeitgeber glaubhaft den Wechsel zur Konkurrenz androhen zu können um sich finanziell zu verbessern.

            Faktisch wäre korrekt gewesen: Für jeden einzelnen Mitarbeiter, egal ob männlich oder weiblich gibt es nur den Weg, dem Arbeitgeber glaubhaft den Wechsel zur Konkurrenz androhen zu können um sich finanziell zu verbessern.

            Das hast du aber nicht geschrieben. Du hast betont, dass weibliche Mitarbeiter das machen müssen.

            Warum hast du das wohl getan?

            Mir ist keine andere Erklärung eingefallen, als dass du das für eine unerträgliche Zumutung hältst. Von Frauen kann man so was nicht erwarten (von allen anderen, die du ja nicht erwähnst, schon eher).

            Es ist das gleiche rhetorische Muster wie bei „Keine Gewalt gegen Frauen“. Das ist auch nicht anders zu verstehen als dass der Sprecher Gewalt gegen Männer irgendwie OK oder egal findet. Es gibt keine andere rationale Interpretation.

            Daher das „anscheinend“.

            Ich bin gespannt, ob du eine andere, plausible Erklärung für deine Formulierung angeben kannst.
            Nein, pardon, ich bin nicht gespannt. Ich habe eine vage Vorstellung, wie du, wenn überhaupt, hierauf reagieren wirst.

          • @only me

            „Für jeden einzelnen Mitarbeiter, egal ob männlich oder weiblich gibt es nur den Weg, dem Arbeitgeber glaubhaft den Wechsel zur Konkurrenz androhen zu können um sich finanziell zu verbessern.“

            Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung ob es für männliche Mitarbeiter auch noch andere Wege gibt. Ich hatte das aus der Ich-Perspektive geschrieben und dabei mein Gehaltsgespräch Anfang des Jahres im Hinterkopf.

          • @Claudia,

            Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung ob es für männliche Mitarbeiter auch noch andere Wege gibt.

            Du bist wirklich der Inbegriff der Mein-Feminismus-Feministin.

            Hast zwar keine Ahnung, unter welchen Bedingungen Männer leben, aber dass es dir als Frau so und so geht, ist Unterdrückung und ein unhaltbarer Zustand.

    • Frauen wie du sind der Grund warum ich es vermeide Frauen einzustellen. Fordernd, stinkefaul, arrogant bis zum geht nicht mehr und immer schnell mit dem mehrmehrmehr Rufen.

      Wenn ein Mitarbeiter gut ist, dann will ich ihn halten und wenn das mehr kostet dann ist das halt so. Aber ERST muss der Mitarbeiter gut sein und DANN bezahle ich ihm mehr. Frauen wollen das immer anders herum und darum erspare ich mir und ihnen diese Probleme.

      • @PfefferundSalz

        „Frauen wie du sind der Grund warum ich es vermeide Frauen einzustellen. Fordernd, stinkefaul, arrogant bis zum geht nicht mehr und immer schnell mit dem mehrmehrmehr Rufen.“

        Soso, Frauen wie ich – und damit ich persönlich – bin also „Fordernd, stinkefaul, arrogant bis zum geht nicht mehr und immer schnell mit dem mehrmehrmehr Rufen“.

        Also, PfefferundSalz, wir kennen uns nicht persönlich. Dennoch beleidigst Du mich gleich auf persönlicher Ebene. Da ist doch für die Mitlesenden klar, dass Du hier lediglich Deinen Frauenhass über mich auskübeln möchtest. Naja, besser hier und so als real Frauen verprügeln oder schlimmeres. Also tob Dich hier aus aber erwarte keine Antwort mehr von mir.

        • Dennoch beleidigst Du mich gleich auf persönlicher Ebene.

          Wie sollte man jemanden den sonst beleidigen? *facepalm*
          Da ist doch für die Mitlesenden klar, dass Du hier lediglich Deinen Frauenhass über mich auskübeln möchtest.
          Sorry, nein! Mir war das bisher nicht klar. Du verallgemeinerst.
          Und nein, ich sehe hier keinen Frauenhass, sondern lediglich begründet pragmatisches Handeln zum Wohl seiner Firma und seiner (männlichen) Arbeitnehmer.
          Und das, obwohl er kaum was verdient, schließlich verdienen Männer ja 21-23% mehr als Frauen. 😉

          Also tob Dich hier aus aber erwarte keine Antwort mehr von mir.

          Ich glaube, ich bin nicht der einzige hier, der dir da ausgesprochen dankbar wäre – also generell mit deinem Geblubber. Das ist auch nicht besser als das Geschwafel von diesem merkwürdigen Satzzeichen.

    • @Claudia: da gibts noch ganz andere Tricks (Leiharbeit, Werkverträge, usw.).
      Was würden den öffentliche Lohnlisten bringen? Man müsste gleichzeitig noch alle Arbeitsverträge offen legen, sonst könnte man ja nicht die gleichen Aufgaben vergleichen.

      • @GOI

        Firmenintern, nicht öffentlich. Die Mitarbeiter untereinander wissen schon was sie jeweils für Aufgaben haben. Was es bringen würde? Es würde z.B. strategische Abwerbungen und Einstellungen über Beziehungen erheblich verteuern. Die sind in meiner Branche der Hauptgrund für Einkommensdisparitäten die nicht aus der leistung oder dem Alter abzuleiten sind.

        Wenn also zum beispiel der Chef seinen Neffen bei sich unterbringt und ihm einen ordentlichen Verwandtschaftsaufschlag zahlt, soll er ruhig ins Schwitzen kommen wenn drei Angestellte, die vergleichbare Aufgaben wahrnehmen, ihn fragen warum sie nur die Hälfte verdienen.

        • Was für ein Chef? Der Geschäftsführer? Der Firmeninhaber?
          Es sollte auch kein Problem sein, fiktive Aufgaben in einen Arbeitsvertrag zu schreiben, um eine höhere Bezahlung zu rechtfertigen.

          • @GOI

            „Was für ein Chef? Der Geschäftsführer? Der Firmeninhaber?“

            Ein Geschäftsführer muss das eventuell gegenüber den Gesellschaftern verargumentieren, wenn es denen zu Ohren kommt (und die es überhaupt interessiert). Der Inhaber muss das nicht. Sonst gibt es da keinen Unterschied. Im Binnenverhältnis Chef zu Angestellten spielt das keine Rolle.

            „Es sollte auch kein Problem sein, fiktive Aufgaben in einen Arbeitsvertrag zu schreiben, um eine höhere Bezahlung zu rechtfertigen.“

            Wenn es transparent ist, hat er ein Motivationsproblem in der Belegschaft. Vor allem wenn diese fiktiven Aufgaben offensichtlich fiktiv sind.

          • Ohne Frage. Wenn mancge Leute für alle anderen sichtbar bevorzugt werden, demotiviert das. Vermutlich die männlichen Wissenschaftler in Eindhoven; ganz bestimmt die männlichen Polizisten in NRW nach der letzten (inzwischen zurückgenommenen) Änderung der Beförderungsregeln.

          • Generell gilt, alle von dir aufgeführten Ungleichbehandlungen habe ich in meinem beruflichen und privaten Umfeld GESCHLECHTSUNABHÄNGIG mitbekommen.
            Ungleiche Bezahlung ist ein Thema; aber eben kein Geschlechterthema.

        • @Claudia

          der Chef seinen Neffen bei sich unterbringt und ihm einen ordentlichen Verwandtschaftsaufschlag zahlt

          Ein angestellter GF muss sich dafür bei den Inhabern rechtfertigen, die dem wohl kaum zustimmen dürften.
          Wenn der Chef selbst Inhaber ist, könnte er das zwar machen (solange Steuern ordnungsgemäß abgeführt werden), denn mit seinem Geld kann er tun und lassen, was er will.
          Er würde aber auch andere Wege finden, seinem Verwandten Geld zukommen zu lassen.

          Insofern ist dies nur ein reines Scheinargument ohne jede praktische Relevanz.

      • Arbeitsverträge vergleichen reicht aber nicht. Denn Arbeitsverträge beinhalten eine Leistungsanforderung. Die erfüllen Menschen dann vielleicht tatsächlich – dabei meist aber unterschiedlich gut oder schlecht.
        Und das begründet imho durchaus auch für die selben Tätigeiten unterschiedliche Entgelte.

    • @claudia:

      Alleine die Beschränkung durch die Vorgabe, es müssen mindestens sechs MitarbeiterInnen in „vergleichbaren“ Positionen beschäftigt sein, ist eine Hürde die in der Praxis selten überwunden werden kann.

      Ich bin gespannt, wie du eine (angebliche) schlechtere Bezahlung bei gleicher Arbeit feststellen willst, ohne die entsprechenden Mitarbeiter auf eben jenen gleichen bzw. vergleichbaren Positionen…

  4. Deinen Verdacht, dass mehr Männer als Frauen angefragt haben und man das unter den Teppich kehren wollte, teile ich. Es ist ja schon äußerst bizarr dass in den ganzen Statistiken an keiner Stelle die Kategorien m/w auftauchen obwohl es doch um Geschlechtsunterschiede geht.

    Was mich allerdings noch mehr wundert: JA WO IST DENN NUN DAS ERGEBNIS??!

    Was haben die Anträge denn ergeben jeweils und im Durchschnitt?? Entgeltgleichheit oder nicht?
    (Oder übersehe ich jetzt was?)

    Generell muss ich sagen, dass die Aufklärung über den GPG bzw. dessen faktische Widerlegung immer noch viel zu wenige Menschen erreicht. Die Lüge bleibt hegemonial.

    Daher schlage ich eine neue Alternativ-Erzählung vor, die sich durchaus mit plausiblen Argumenten untermauern lässt:

    Der wahre GPG benachteiligt Männer! Frauen verdienen pro geleisteter Stunde mehr als Männer bei gleicher Arbeit!

    Diese Position dürfte viel mehr Aufsehen erregen und kann nicht so einfach als „Leugnung“ oder Relativierung abgetan werden wie bisher. Eine solch kühne Theorie fordert inhaltliche Auseinandersetzung heraus und da haben GPG-Kritiker schließlich Heimspiel.

    Wie lässt sich die Position begründen?

    -Teilzeit und Progression
    Frauen arbeiten viel häufiger in Teilzeit. Teilzeitarbeit ist steuerlich begünstigt, pro Stunde bleibt mehr netto vom brutto.

    – Statistiken zu Überstunden und Krankheitstagen
    bezahlte Überstunden haben einen relativ niedrigen Nettolohn, unbezahlte reduzieren den Stundenlohn ohnehin deutlich. Dies wie auch die feststellbaren Unterschiede zu bezahlten Krankheitstagen wirkt sich zu Ungunsten von Männern aus.

    -Berufsverbote bei Schwangeren
    Meine Frau regt sich fast täglich darüber auf, wie viele Frauen sich voreilig und aus reiner Bequemlichkeit Berufsverbote ausstellen lassen, die medizinisch kaum bis gar nicht gerechtfertigt sind.
    Selbst wenn man dies für medizinisch gerechtfertigt hält, ist es dennoch monatelange Vollbezahlung (sogar Ausgleich von Zuschlägen!) ohne geleistete Arbeitsstunde.

    – höherer Wert von Rentenansprüchen
    Genaue Zahlen grade nicht im Kopf, aber Frauen haben eine doppelt so lange erwartete Rentenbezugsdauer wie Männer, d.h. pro erworbenem Rentenpunkt bekommt eine Frau am Ende doppelt so viel ausgeschüttet wie ein Mann.

    Elterngeld:
    Kann man diskutieren ob das dazugehört, ist aber Steuerfinanziertes Einkommen ohne geleistete Erwerbsarbeit, das zu ca 80% Frauen zugute kommt, das sind pro Frau etwa 1,2 Jahre ihres Erwerbslebens. (Bezugsdauer * Kinderzahl). Männer beziehen deutlich kürzer, aber dafür wohl monatlich (Berechnungsgrundlage) etwas höher, kann man einwenden.

    Weitere Punkte lassen sich vermutlich ergänzen, das Thema Unterhalt was männliches verfügbares Einkommen teilweise ungerecht reduziert und weibliches erhöht, habe ich mal weggelassen.

  5. In der feministischen Physik gehört der GPG von 21% zu den Naturkonstanten.

    Es spielt keine Rolle, daß es den bereinigten GPG gibt. Feministinnen dürfen diesen nicht kennen, auch wenn er ebenfalls vom statististischen Bundesamt offiziell geführt wird. Wenn eine angehende Politikwissenschaftlerin (incl. Genderstudies) den ber. GPG nicht kennen will, ebenso eine alte, weiße Frau, die in der 2. Welle hängengeblieben ist, von #metoo angeblich noch nie etwas gehört hatte, aber das ganz toll findet, weil Männer Schweine sind, waren und immer bleiben werden, was ist das?

    Das ist die ganz alltägliche Umsetzung von ’subjektiver Wahrheit‘. Evident wird dieses Denkunwilligkeit auch beim Herumzicken.

    Das (sie angeblich benachteiligende) Patriarchat müßte m.E. so etwas wie die dunkle Energie sein. Keiner kann sie finden oder beweisen, aber es müßte sie der Theorie nach eigentlich geben. Fast schon mystisch.

    Ich finde es wirklich mutig und anstrengend, wie ihr hier die Fakten analysiert. Die andere Seite wird sich en gros niemals über Fakten, andere Sichtweisen, Männerrechte oder -ungerechtigkeiten informieren. Denn was sie nicht wissen, und demzufolge als nichtexistent einstufen, brauchen sie auch nicht zu diskutieren. Infantil, aber höchst wirksam, denn so werden sie ihre Gleichstellung stückweise und mit unnachahmlicher Stur- und Blödheit durchprügeln.

    • „Das (sie angeblich benachteiligende) Patriarchat müßte m.E. so etwas wie die dunkle Energie sein. Keiner kann sie finden oder beweisen, aber es müßte sie der Theorie nach eigentlich geben. Fast schon mystisch.“

      Die Ähnlichkeit mit den spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Vorstellungen von Hexerei ist frappierend. Auch die war unsichtbar, aber überall präsent.
      Sie galt als sog. „verborgenes“ Verbrechen und deshalb als besonders verfolgensbedürftig, wobei man auch bereit war, die marginalen Rechtsstaatsprinzipien (Wiederholungsverbot der Folter) außer Kraft zu setzen.
      Und genau wie damals steht auch heute die Justiz stellenweise wieder ganz vorn in der ersten Reihe der Hexenjäger (LG Mannheim im Fall Kachelmann).
      Und damals wie heute befeuerten Frauen die Hatz besonders eifrig.

  6. Ich finde es interessant, wie die Feministinnen beim Thema Lohndiskrimminierung so eifrig an der Aufdeckung ihrer eigenen Lüge arbeiten. Neben diesem Gesetz, gab es ja überall in der westlichen Welt schon eine ganze Reihe, sehr aufwändiger Aktionen um vermeintliche Lohndiskrimminierung zu finden, die dann aber im Endeffekt nie gefunden wurde. Im Moment mag es sich noch kaum einer vorstellen, aber ich denke inzwischen, dass genau dieses Thema die aktuellen dominierenden feministischen Bewegungen ruinieren wird.
    Ich denke dabei nämlich an etwas, was mir zuletzt bezüglich der ehemaligen DDR aufgefallen ist: Gründe, diesen Staat abzulehnen gab es viele aber wenn man mit ehemaligen DDR-Bürgern redet wird interessanterweise oftmals am stärksten darüber geschimpft, dass man von der DDR-Führung die ganze Zeit über belogen wurde. Und ich denke inzwischen, dass genau dieses Gefühl auch dem Feminismus zum Verhängnis werden wird. Und dieses Gefühl wird bei Vielen zuerst beim Thema Lohndiskrimminierung auftauchen. Denn dafür sorgen die Feministinnen gerade selbst.

    • Das wirft die interessante Frage auf ob die DDR länger Bestand gehabt hätte, wenn ich ihr Bürger nicht so schamlos belogen hätte. Da habe ich dann auch meine Zweifel, in dem Fall hätte es die Revolution wohl schon früher aus andern Gründen gegeben. Ändert natürlich nichts an der Tatsache dass die Legitimation unserer politischen Eliten im Schwinden begriffen ist.

  7. @Christian

    Einen Hinweis habe ich gefunden:
    „Interessant ist: Bei der Telekom haben seit Januar 120 Beschäftigte einen Antrag gestellt. Das entspreche einem Anteil von etwa 0,1 Prozent der Beschäftigten in Deutschland, heißt es. 52 waren Frauen, 68 waren Männer, die einen möglichen Nutzen für sich sahen.“
    https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/entgelttransparenzgesetz-gehalt-der-kollegen-frauen-wollen-es-nicht-so-genau-wissen/22738616.html

    Die Berichterstattung nimmt immer wieder eine interessante Wendung in der Wortwahl, je nachdem, welches Geschlecht betroffen ist.
    Wären es mehrheitlich Frauen gewesen, hätten sie sich natürlich benachteiligt gefühlt…

  8. Ich denke allen Beteiligten, außer dem harten Kern der feministischen Realitätsverweigerer, ist klar,dass es sich beim GPG um ein Scheinproblem handelt. Deswegen wird auch nur Symbolpolitik gemacht und nicht nach Ergebnissen gefragt. Dem durch die Ideologie erzeugten Konformitätsdruck wird mit Wirkungslosigkeit der Maßnahmen die Luft herausgelassen. Ähnliches passiert auch mit den anderen UN Ideologie Verordnungen wie Klima und Migration. Das Budget für moralische Verblasenheit ist immer begrenzt durch die vorhandenen Überschüsse für das Lebensnotwendige. Wenn diese Überschüsse schwinden, schwindet auch die überschüssige Moral.

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