Die Elemente, die so tief verankert in unserer Frauenhassenden Kultur sind, dass man sie immer noch nicht beseitigen konnte

Maddes8cht schreibt auf meine Frage, was eigentlich bei 100 Jahren eine Emanzipation hindert vollkommen richtig das, was dort als Grund häufig angegeben wird:

Ein wesentlicher Teil des 100-Jahre-Argumets ist meiner Erfahrung nach, es handle sich eben um Dinge (Verhalten/vorstellungen/etc), die „so tief verankert“ in unserer Frauenhassenden Kultur sind, dass sie entsprechend langlebig seien.

Wie immer im Feminismus bleibt auch das sehr vage. Man zeichnet ein schlechtes Bild von Männern und Frauen, wobei die Frauen nichts dafür können, weil sie eben so erzogen worden sind (von Frauen), die Männer aber schon, weil sie die Vorteile haben (wie Überstunden, früheres Sterben etc) und diese nicht mit den Frauen teilen (der Halbteilungsgrundsatz im Familienrecht bezüglich Versorgungsausgleich, Zugewinn, Unterhalt etc existiert in dieser Sicht anscheinend nicht).

Auch hier muss man sich fragen: Bei der ganz vorherrschenden Stellung der Frau in allen Erziehungsbereichen: Wie können wir diese Macht halten, wie können wir diese Erfahrungen bei den nach dem Feminismus ja offensichtlichen Nachteilen für Frauen vermitteln?

Die Lösung des Feminismus: Frauen sind zu doof zu merken, dass sie unterdrückt werden und unterdrücken sich selbst in der Erziehung und später (über internalisierten Sexismus).

Was für eine absurde Vorstellung, wenn man es sich mal anschaut und das ganze Geschwafel drum herum weglässt.

Wie schaffen es seit über 100 Jahren Frauen eine ganz umfassende Unterdrückung nicht wahrnehmen zu lassen und selbst daran mitzuarbeiten. Wir werfen sogar noch freie geheimen Wahlen auf für Frauen in den Ring, mit aktiven und passiven Wahlrecht. Wir setzen sie auf einen Großteil der Erziehungsstellen mit absoluten Einfluss auf die nächste Generation. Wir schaffen eine Gesellschaft in der mehr Frauen studieren als Männer. Und dennoch schaffen wir es, dass Frauen in der Unterdrückung gehalten werden.

Das ist das Frauenbild im Feminismus.