Ursula von der Leyen – in Deutschland viele Skandale, jetzt ohne dafür kandidiert zu haben Präsidentin der Europäischen Kommission?

Nach einer Einigung zwischen den verschiedenen Regierungen wird Ursula von der Leyen vom Europäischen Rat für das Amt der Präsidentin der Europäischen Kommision nominiert werden.

Der Präsident der Europäischen Kommission ist Vorsitzender der Europäischen Kommission. Er wird vom Europäischen Rat nominiert und durch das Europäische Parlament für fünf Jahre gewählt. Er gibt die Leitlinien der Kommissionsarbeit vor und soll für eine effektive und kollegiale Arbeitsorganisation der Kommission sorgen. Als Oberhaupt der Exekutive ist sein Amt mit dem eines Regierungschefs auf nationaler Ebene zu vergleichen.

Außerhalb Deutschlands haben wahrscheinlich die Leute von ihr noch nicht viel gehört, was ja aber auch nicht so ungewöhnlich wäre, den Ex-Premierminister von Luxemburg hätte ich auch nicht gekannt.

Von der Leyen steckt gerade in zwei „Skandalen“ . Einmal scheint ihre Doktorarbeit ein Plagiat zu sein und dann soll sie unnötige Beraterverträge, die Millionenkosten verursacht haben, zu verschulden haben.

Es waren schon Stimmen nach ihrem Rücktritt laut geworden und ihre Wiederwahl zu einer der stellvertretenden Parteivorsitzenden viel denkbar schlecht aus.

Jetzt soll sie plötzlich Präsidentin der EU-Kommision werden. Aus meiner Sicht eher ein verheerendes Signal, wenn man Politiker „nach Brüssel abschiebt“. Wie sollen Leute sich für die EU begeistern, wenn sie das Gefühl haben, dass man dort Leute hinschickt, die man in Deutschland fast abgesägt hat, noch dazu in so hohe Positionen?

Warum hält sich das Bild der unschuldigen und unterdrückten Frau?

Leser Only Me führt an:

Ich hör grad Steve Stewart-Williams Buch, in dem er auch über die Evolution von Memes redet.

Wie in diesem Interview

The meme’s-eye view says that memes are selected to the extent that they have effects on the people who encounter them that keep the memes alive in the culture: tunes that get stuck in our heads, for instance, or ideas that motivate us to talk about them, spread them, or impose them on other people.

Critics often assume that the meme’s-eye view implies that culture is just a gigantic collection of memetic viruses, which spread themselves by working against our interests. I don’t think that’s right, though. Most of the time, the memes that do best in a culture are those that are good for us or good for the groups we belong to.

https://quillette.com/2019/05/14/memes-genes-and-sex-differences-an-interview-with-dr-steve-stewart-williams/ )

Nun ist ja Feminismus und das Bild der unschuldigen, unterdrückten und unschuldig unterdrückten Frau eines der stabilsten Memes der letzten 150 oder so Jahre.

Hatten wir hier schon sinnvoll die Diskussion, ob dieses Meme ein Virus, ein Pfauenschwanz oder sinnvoll überlebensfördernd oder sonstwie zu klassifizieren ist?

Wieso ist das so stabil? Welchen Zweck erfüllt es?

Ich meine wir hatten es schon immer wieder mal zwischendurch, aber es hier noch einmal ganz ausdrücklich zu durchdenken ist ja auch interessant.

Mal etwas brainstorming:

  • Frauen zu beschützen kann einen attraktiv machen (Beschützereigenschaften sind grundsätzlich etwas attraktives), um so mehr in einer Welt, in der es tatsächliche Gefahren und ein weitaus unsichereres Leben gab, wie in der evolutionär interessanten Vorzeit
  • Frauen bedienen Kindchenschema
  • Sich mit Frauen anzulegen konnte vielleicht auch mehr Ärger machen als es wert war, wenn der eigene Status nicht sicher genug war. Vielleicht bot ihr ein anderer mehr/unterstützung, weil gerade damals der alte Spruch noch mehr galt: Sperm is cheap, eggs are expensive.
  • Für Frauen war es vielleicht auch deswegen einfach eine effektive Form zu fordern und auf Erfüllung durch andere zu setzen. Es hat vielleicht einfach häufig geklappt.