„Du kannst das nicht, du bist ein Mädchen“

Auf Twitter wurde in mehren Tweets folgendes dargelegt:

Wir versuchen, unsere zwei Töchter in dem Bewußtsein groß zu ziehen, dass sie alles dürfen und können und ihnen nichts nur aufgrund ihres Geschlechts verbaut ist. Offenbar sehen das nicht alle Eltern so: „Du kannst nicht mit Dinosauriern spielen, Du bist ein Mädchen“.

Heute haben mich die Mädels gebeten, dass ich meinen Rock anziehen soll, um sie zur Schule/Kita zu bringen. Mit der EXPLIZITEN Aufforderung, dass dann die doofen Jungs sehen, dass Männer WOHL einen Rock tragen können, und deshalb folgerichtig Mädchen WOHL Fußball spielen können.

Mir war nicht so ganz wohl dabei, aber wenn die Mädels das wollen, mach ich das. Wenn ich ihnen dauernd predige, dass sie nur auf sich hören sollen, und nicht auf die Vorurteile der anderen, dann muss ich das eben auch mal selbst vorleben. So geht .

Was soll ich sagen? Ziemlich vielen Jungs ist heute auf dem Schulweg offenbar das Gehirn explodiert. Aber noch mehr: ungefähr ALLE Eltern haben mich extrem befremdet bis feindlich angeschaut. Selbst ein befreundeter Vater hat passiv-aggressive spitze Kommentare gebracht.

Ernsthaft, Leute, wenn eure Männlichkeitskonstruktion derart fragil ist, dass sie von einem Stück Beinkleid komplett in Frage gestellt werden kann – solltet ihr dann nicht anfangen, euch zu überdenken?

Was sagt es über diese Gesellschaft aus, wenn ein Kleidungsstück, das als klar weiblich konnotiert wird, eine inherente Sexualisierung bedeutet? Und wie schaut diese Gesellschaft wohl auf eine 4jährige, wenn die dieses Kleidungsstück trägt? , Du mieses Stück Scheiße.

Einem Mädchen vorzuhalten, dass es irgendwas nicht darf oder lassen soll nur weil es ein Mädchen ist, ist sicherlich falsch.

Damores Grafik passt da wieder gut um zu erklären, warum solche absoluten Aussagen nicht passen:

Damore Populationen Normalverteilungen

Damore Populationen Normalverteilungen

Allerdings neigen Kinder dazu zu verallgemeinern, nicht weil sie in einem Patriarchat leben, sondern weil Kindergehirne in einem gewissen Alter noch eher auf das Erkennen der „Großen Muster“ und nicht einen sehr differenzierten Blick ausgerichtet sind. Das kann für Kinder durchaus vorteilhaft gewesen sein, wenn sie sich lieber zu starr an das „Große Muster“ gehalten haben als zu versuchen Ausnahmen vom schlechten Verhalten abzugrenzen. Vielleicht ist es auch schlicht eine Frage der „Leistungsfähigkeit“, Kinder sind ja keine kleinen Erwachsenen, sondern eben Kinder und ihr Gehirn insoweit noch nicht voll ausgebaut.

Ob sein Rocktragen an einem Tag dagegen ankommt? Wäre eine interessante Frage, aber ich glaube nicht, dass sich dadurch in den Auffassungen der Kinder viel ändert. Vielleicht speichern sie dann auch nur ab, dass es verrückt ist, wenn ein Mann ein Kleid trägt, weil sie ja die Reaktionen der anderen sehen.

Kindern im Gegenzug einzureden, dass es ein Patriarchat gibt, finde ich da durchaus schwieriger. Kindern beizubringen, dass man Leute durchaus individuell sehen muss und einige Leute eben aus dem Raster fallen und das okay ist, auch wenn viele aus der Gruppe es anders sehen wäre ja das genaue Gegenteil von „Männer errichten das Patriarchat und unterdrücken Frauen“.
Es steht natürlich nicht im Text, dass er das so seinen Kindern dann vermittelt hat, aber es ist gleichzeitig ebenfalls eine sehr pauschale Einordnung der Welt nach einem sehr einfachen Schema.

Nur eben diesmal durch einen Erwachsenen

132 Gedanken zu “„Du kannst das nicht, du bist ein Mädchen“

  1. Ein Mann trägt einen Rock, um zu beweisen, dass Mädchen Fussball spielen können.

    Dieselbe Kindergartenlogik benutzt er dann, um das Männlichkeitsbild der anderen als fragil zu betiteln, weil er blöde Sprüche abkriegt.

    Ich hätte einen glorreichen Tag, wenn ein Bekannter von mir im Rock auftauchen würde. Das wäre ein Spass. Ungefähr so, wie wenn sich jemand in meinem Alter die Haare blau färben würde.

    Wenn man zu dumm ist, um im Rahmen gesellschaftlicher Konventionen und Modetrends zu leben, dann ist das nicht die Schuld der anderen. So wie die Leute, die sich in der Schule individuelle Frisuren gemacht haben und nicht merkten, wie sehr sie sich zum Affen machten.

    Aber vielleicht waren die Anderen ja nur wegen der kulturellen Aneignung eines weissen Mannes empört.

    • „Du kannst nicht mit Dinosauriern spielen, Du bist ein Mädchen“.
      Scheint von den Jungs auszugehen.
      Dann jedoch: „Mit der EXPLIZITEN Aufforderung, dass dann die doofen Jungs sehen, dass Männer WOHL einen Rock tragen können, und deshalb folgerichtig Mädchen WOHL Fußball spielen können.“

      Themenwechsel von Dinosauriern zu Fußball – ohne Anlass.
      Wo sagten die Jungs, Mädchen könnten nicht Fußball spielen?
      Wo ist überhaupt die Verbindung von „Rock tragen“ und „Fußball spielen“?

      Sein Hirnriss dient nur dazu, die Jungs im (geistigen) Auftrag seiner Mädchen unumwunden als „doofe Jungs“ herabwürdigen zu können.
      Kein Auftritt eines Feministen, ohne das männliche Geschlecht zu erniedrigen, selbst wenn sie noch so jung sind.

      „Aber noch mehr: ungefähr ALLE Eltern haben mich extrem befremdet bis feindlich angeschaut. Selbst ein befreundeter Vater hat passiv-aggressive spitze Kommentare gebracht.“
      Ich darf mal raten: Weil er ein extrem nerviger feministischer Allie ist und seine Selbstdarstellung allen auf den Keks geht.

      Der Männerrock ist so bekannt, dass es auf Wikipedia sogar einen eigenen Artikel zu ihm gibt: https://de.wikipedia.org/wiki/Männerrock

      Daraus: „Die Mode entdeckte den Männerrock in den 80er Jahren. Nachdem vor allem Vivienne Westwood durch androgyne Kollektionen aufgefallen war, schuf der französische Modedesigner Jean Paul Gaultier 1984 den ersten Rock für eine Männerkollektion. In den USA wurde Marc Jacobs zum führenden Vertreter des Männerrocks. Seitdem präsentieren immer mehr renommierte Designer neue Entwürfe, so u. a. Giorgio Armani, John Galliano, Kenzo, Rei Kawakubo und Yohji Yamamoto. Vor allem bei den Mailänder Männermodewochen und den New Yorker Fashion Shows sind häufig Männerröcke zu sehen. Einige Modelabels haben sich ausschließlich auf das Rockdesign als authentische Männerbekleidung fokussiert. Auch den traditionellen Schottischen Kilt gibt es mittlerweile in modernen Varianten.“

      Sein Heroismus ist also weder neu, noch ist er mutig in seinem Auftritt. Er halluziniert sich als Rebell um seine abgeschmackten Plattitüden (fragile Männlichkeit) von sich zu geben und sich als Brecher von Tabus zu inszenieren, die es nicht mehr gibt.

      Er ist ein Lügner, ein Narziss und die ganze Geschichte eine verlogene Selbstinszenierung und -darstellung.

      • Uehmmm…
        Die Äusserung war:
        „dass dann die doofen Jungs sehen, dass Männer WOHL einen Rock tragen können, und deshalb folgerichtig Mädchen WOHL Fußball spielen können.“

        • Seine eingangs genannte Herausforderung eines „Vorurteils“ waren Dinosaurier, mit denen Mädchen nicht spielen können.
          Trägt er also einen Rock, um zu zeigen, dass Mädchen mit Dinosauriern spielen können?
          Eher nicht.

          Um seiner Handlung einen Sinn zu verleihen, hätten die Aussagen der Jungs also lauten müssen:
          1. Männer tragen keine Röcke, sondern nur Frauen.
          2. Mädchen können/dürfen kein Fußball spielen
          3. WEIL Männer keine Röcke tragen, können/dürfen Mädchen kein Fußball spielen.

          Davon war aber gar nicht die Rede.
          Was außer Selbstdarstellung bleibt da noch?
          Das sind alles seine Allie-Kopfgeburten.

          • Ausserdem muss ich sagen, dass diese „Mädchen können X nicht“ Nummer nach meiner Erkenntnis ziemlich der Vergangenheit angehört.

            Meine Tochter erlebt so etwas nicht.

            Insofern ja. Kopfgeburten.

            Und in Bezug auf die Kindergartenjungs… Da gilt die alte Frage „Wer bewegt wen?“. Wenn er einen Rock anzieht, weil seine Mädchen das wollen, und die das wollen, weil Kindergartenjungs Kindergartendinge sagen….

            Da würde ich doch mal sagen: Die Kindergartenjungs haben gewonnen.

          • „Meine Tochter erlebt so etwas nicht.“

            Wir sollen Dir glauben, dass Du sie schon mal danach gefragt hättest?

          • „Wir sollen Dir glauben, dass Du sie schon mal danach gefragt hättest?“

            Wichtiger Punkt.
            Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie der Twitter-Protagonist eifrig seine Töchterlein über den grausigen patriarchalen Sexismus im Kindergarten ausfrägt.
            Nach ein bisschen probieren wissen die, was er hören will. Und fangen auch an, danach im Kindi ausschau zu halten, notfalls ein bissele ausschmücken, gibt schließlich Bonuspunkte.

            Man kennt das Prinzip aus den Suggetivbefragungen wie bei Wildwasser und den Wormser Prozessen.

            Nein, solchermaßen Suggestiv wird _Flin_ hoffentlich nicht vorgehen.
            Wenn die Kinder tatsächlich etwas beschäftigt, werden sie es entweder sagen, oder aber zumindest bemerken, dass irgend was im Argen liegt.

            Das Klima ist jedenfalls allgemein deutlich so, dass gerade Mädchen mittlerweile sehr SEHR deutlich darin bestärkt werden, bei einem quersitzenden Pups den Mund aufzumachen – ganz sicher werden die im Kindi nicht dazu herangehalten, irgend was einfach zu schlucken – nicht die Mädchen!

          • Ganz dicken Dank, @Maddes!
            Ich spielte schon wieder mit dem Gedanken ungefähr das gleiche in ca. 4Zeilen zusammenzufassen ( nur signifikant gehässiger ) und Semikolon (editiert: bitte höflich bleiben) mit Schmackes um die Ohren zu hauen ….

          • @ Chrissy:
            Neue Regeln? Schick! Dann werden jetzt auch die „Erzeuger“ grundsätzlich wegzensiert, oder?
            Von wegen Gleichstellung und so, nä?

          • @all:
            Disclaimer, gern ( Semi-OT, hä hä! ) zu diskutieren:

            Es ging im von Chrissy zensierten Kommentar natürlich um das Messen mit zweierlei Maß.
            Nachdem das zusammengesetzte Satzzeichen Väter ( außer möglw. dem eigenen, da fällt mir kein Beispiel zu ein ) grundsätzlich und über lange Zeit als Brenngasentwickler, resp. agrarische Kartoffelproduzenten ( Femivulgo: „Erzeuger“ ) deklariert hat, in der eindeutigen Absicht, ihre reproduktive Rolle verächtlich zu machen, habe ich das ( vor einigen Jahren schon ) diverse Male offen moniert.
            Was sie geflissentlich ignorierte und ihre Rabulistik provokativ fortsetzte. Kein Problem, da Chrissy das eindeutig für gut befand und es nunmal sein Blog ist.
            Also warnte ich vor und kündigte an, die Maschinen- bzw. überabstrahierte Bezeichnug adäquat zu erwidern, da das ja offensichtlich im Sinne der Blogregeln war.
            Demzufolge titulierte ich sie daraufhin grundsätzlich als Inkubator, resp. synonymisiert als Brutmaschine, beides meist jedoch in der verniedlichenden, somit verharmlosenden Form, mit „chen“ am Ende, also letztendlich erkennbar ohne irgendwelche beleidigenden Absichten. So ging das jahrelang, bis heute und ward allgemein unkommentiert hingenommen, oder anerkannt.
            Auch von den direkt beteiligten Personen, also dem Kinderaustragungsgerät und meiner Wenigkeit.

            Warum Chrissy jetzt plötzlich seine Gewohnheiten/ Auffassungen/ Regeln vorwarnfrei geändert hat, entzieht sich meiner Kenntnis und ist mir auch wurscht, es ist seine rein private Emotionalität und geht mich nix an.

            Seltsam ist der Maßstab, zumal ich selbst gerade heute einen recht unhöflichen Kommentar zum Eingangspost geschrieben habe, nämlich diesen:
            https://allesevolution.wordpress.com/2019/07/01/du-kannst-das-nicht-du-bist-ein-maedchen/#comment-409169
            der den Blogmaster scheinbar garnicht zu stören scheint.

          • „Seltsam ist der Maßstab, zumal ich selbst gerade heute einen recht unhöflichen Kommentar zum Eingangspost geschrieben habe, nämlich diesen der den Blogmaster scheinbar garnicht zu stören scheint“

            Das hier ist ein privat geführter Blog. wenn ich mal was nicht sehe, einen Kommentar gar nicht lese oder Kommentare nur überfliege, dann bedeutet das nicht, dass ihr Inhalt genehmigt ist. Die Regeln, dass man andere nicht beleidigen soll sind hier nun wirklich steinalt.

          • @ Chrissy:
            Mich kann sie nicht als Erzeuger bezeichnen, da ich kein Vater mehr bin, wurde ja bekanntlich verboten. Die Asymmetrie besteht darin, daß sie grundsätzlich alle Väter ausdrücklich verachtet, während ich lediglich adäquat humoresk eine rein liguistische Retourkutsche ausdrücklich und ausschließlich auf sie anwende, da ich vor Müttern grundsätzlich genau so viel menschlichen Respekt empfinde, wie allen anderen Menschen ggü. ( sogar ggü. dem hüpfenden Kommapunkt, da ich ihren tatsächlichen Umgang mit ihren Kindern weder kenne, noch sonstwie beurteilen kann – ich habe da zwar durchaus einen gewissen Verdacht, der beruht jedoch rein auf – naheliegender, aber nicht zu belegender – Spekulation ).
            Eben das aufzuzeigen war ja der ganze Zweck der jahrelangen Übung.
            Aber wie bereits gesagt, es ist Dein Blog, was Du wie beurteilst ist Deine ganz persönliche Privatsache und selbstverständlich kannst Du Dir Maßstäbe schnitzen, widde widde wie es Dir gefällt.

    • Der Vater fehlinterpretiert die Geschehnisse gemäß seiner eigenen Ideologie.

      1. In bestimmten Altersabschnitten dissen die Geschlechter einander: Mädchen erklären Jungs für blöde, Jungs erklären Mädchen für blöde. Das ist erstmal normal und erwartbar.

      2. Dieses gegenseitige Dissen der Geschlechter nimmt folgerichtigerweise Bezug auf Geschlechterstereotypen.

      3. Weil der Vater (zufälligerweise) zwei Töchter hat und ein feministischer Ally ist, hebt er das Problem auf eine Ebene, wo es nicht hingehört:

      (a) Hätte er zwei Söhne, könnte er genötigt sein, spitzzukriegen, dass das Dissen in beide Richtungen läuft. Da er zwei Töchter hat, bleibt er von den feministischen(!) Geschlechterstereotypen (Mädchen dissen nicht, Mädchen pupsen nicht, und wenn doch, dann riechen ihre Fürze nach Rosen) eingeladen, die Geschehnisse für ein einseitiges Verhältnis zu halten.

      (b) Anstatt seine Töchter zu »empowern«, intelligent zurückzudissen und sie dadurch autonom handlungsfähig zu machen, erklärt er seine Töchter zu Opfern, denen er als Vater mit einer »Infragestellung von Geschlechterstereotypen« beispringen muß – er handelt anstelle seiner Töchter, die eigentlich lernen sollten, das selbst zu erledigen und sich bei den Jungs Respekt zu verschaffen. Dazu verwandelt er sich in eine Rock gewordene Anklage, die allen anderen Eltern auf den Sack geht.

      (c) Er kapiert nicht, dass nicht der Rock, sondern sein Anklagegestus das Problem ist, und bestätigt seinen ideologischen Tunnelblick erneut: das übermächtige Verhängnis namens »Patriarchat« hat wieder zugeschlagen!

      (d) Seine Töchter müssen woanders lernen, autonom zurückzudissen.

      • Und er kapiert nicht, dass seine Töchter noch lange nicht Fussball spielen können, nur weil er nen Rock trägt.

        Sollen sie doch spielen. Wie die Jungs. Jeden Tag. Stundenlang. Dann können sie es auch.

        Aber so ist das im Feminismus. They talk the talk, but don’t walk the walk.

        • Das Problem ist hier wie so häufig, dass nicht zwischen „dürfen“ und „können“ unterschieden wird. Eigentlich hätte der Text lauten müssen „Mädchen dürfen nicht Fußball spielen.“

          Dass Mädchen nicht Fußball spielen dürfen, ist natürlich Quatsch und kommt nur in seiner feministischen Welt vor.

      • Seine Töchter werden höchst wahrscheinlich sowohl seinen Anklagegestus erben, als auch lernen, ihren Opferstatus auszuschlachten.
        Vor allem werden sie lernen, es reicht völlig aus eine „Diskriminierung“ zu empfinden und von der Empfindung auf das objektive Vorhandensein einer Diskriminierung schließen.
        Sie werden allen auf den Sack gehen, so wie ihr Vater schon.
        Logisch, das sie die folgende Ablehnung als Benachteiligung empfinden werden. Zum Glück gibt es dafür Twitter! 🙂

        Zu deinem Artikel in „Gleichberechtigung beginnt zu zweit“ (beknackter Titel, übrigens) meine Glückwünsche!
        „Abschied vom Patriarchatsmythos. Für eine überfällige Historisierung des Feminismus“ – sehr gelungen, lesenswert und erhellend.

        Aber natürlich gehörst du ins Gulag, wenn du es in Zukunft nicht schaffst deine Fußnoten zu kürzen.
        Um mal zu petzen: Nach 14 Seiten Text kommt die 50. Fußnote, auf S. 175 z.B. zwei Zeilen Text, 40 (vierzig) Zeilen Fußnoten und Anmerkungen.
        Die Gesamtheit dieser erreicht locker (!) die Länge des Haupttextes – selbstverständlich einzeilig und in augenfreundlicher 6 Punkt Schrift.

        Als Verleger würde ich nur deinen Text in Buchform drucken und für Fußnoten, Anmerkungen, Literaturverzeichnis eine SD-Karte dem Buch beilegen.

        • @crumar:

          »Zu deinem Artikel in „Gleichberechtigung beginnt zu zweit“ (beknackter Titel, übrigens) meine Glückwünsche!«

          Vielen Dank! 🙂

          »Aber natürlich gehörst du ins Gulag, wenn du es in Zukunft nicht schaffst deine Fußnoten zu kürzen.«

          Ich hatte zuerst eine Version ohne Fußnoten eingereicht und die andere Version in Reserve, aber dann meinte Arne, daß auch für die Version mit Fußnoten noch Platz wäre. Ich sehe ein, dass ich auch wohlmeinende Leser damit belaste, aber eigentlich wollte ich die feministischen Ideologen in der Fußnotenhölle brennen sehen (bzw. mit Fußnotenmühlsteinen um den Hals im Meer versenken, wo’s am tiefsten ist). Also die, die den Text voraussichtlich eh nicht lesen werden, Fußnoten hin oder her. Vielleicht wären Endnoten besser gewesen, aber die kann ich selber gar nicht ab, weil ich dann ständig genötig bin, mir die jeweils passende Seite rauszublättern.

          • Bzgl. Endnoten: Dann lass halt zwei Lesebändchen reinmachen. Wenn ich ein Buch mit Endnoten und nur einem Lesebändchen habe, ist letzteres immer bei den Endnoten (die ja fortlaufend sind, also muss man nichts raussuchen, sondern nur hin und her wechseln); im Haupttext verwende ich dann i.d.R. ein zusätzliches Lesezeichen. Und wenn’s Buch mit Endnoten gar kein Lesebändchen hat, klebe ich mir halt selber eines dran.

          • @Jo:

            Lesebändchen mag ich auch, aber sie passen nur in gebundene Bücher, und wenn ich es als gebundenes Buch rausbringe, wird es teuer. Deshalb soll es ein Standard-BoD-Taschenbuch im Format 12 x 19 werden.

        • @crumar:

          In meinem Buch kann ich aber ohne Zeilenbegrenzung argumentieren und bin somit nicht genötigt, Teilargumente in den Fußnotenbereich auszulagern, das wird viel lesbarer aussehen. Und damit ich bei dem Projekt endlich mal zu Potte komme, habe ich mich entschlossen, (a) ohne umständliche Verlagssuche per Books on Demand und (b) mehrbändig zu publizieren, d.h ich bringe erst mal nur die Einleitung raus, die m. E. als selbständiger Essay durchgeht und mit der ich schon bei über zweihundert Seiten liege (kommt dann auf den Textsatz an, aber Großdruck wird es ganz sicher nicht 🙂 ). Diesen Teil will ich definitiv noch dieses Jahr auf die Reihe kriegen.

          • Dein Vorhaben: „eigentlich wollte ich die feministischen Ideologen in der Fußnotenhölle brennen sehen“ ist dir gelungen. Meinen Respekt! 🙂

            Ich unterstütze einerseits, dass du auf BOD gehst, aber lies dir bitte genau durch, was im Vertrag steht und gebe keine Rechte aus der Hand!!!

            Meine Vorschlag ist übrigens nicht Theorie, denn ähnlich wurde verfahren in der neuen Textausgabe des Kapital durch Kuczynski. Text (zusätzlich) und Apparat auf SD, die in eine Art Karte aus Pappe in der Größe einer Scheckkarte entnehmbar integriert worden ist und dem Band beiliegt.

            Sonst werden die Druckkosten irgendwann absurd oder mehrere Bände Pflicht und die Kosten steigen ins Abenteuerliche. Alternativ selbiges verlinken und zum download anbieten.

          • @Djad:
            „d.h ich bringe erst mal nur die Einleitung raus, die m. E. als selbständiger Essay durchgeht und mit der ich schon bei über zweihundert Seiten liege“.
            Hauptsache Du fängst nicht an im handlichen Schrankwandformat zu butlern, sowas boykottier ich schon aus Lebenszeitgründen.

          • @Fiete:

            »Hauptsache Du fängst nicht an im handlichen Schrankwandformat zu butlern, sowas boykottier ich schon aus Lebenszeitgründen.«

            Nein, eine Schrankwand wird das nicht, und von Butlern halte ich auch nichts (allerdings habe ich mich schon früh mit den Habermasern infiziert 🙂 .) Ein Mann muß schreiben, was ein Mann schreiben muß, un et kütt, wie et kütt! Aber ich kann dann immerhin zwischen den einzelnen Bänden noch was dazulernen. 🙂

          • @crumar:

            »lies dir bitte genau durch, was im Vertrag steht und gebe keine Rechte aus der Hand!!!«

            Ich werde mich vorher auf jeden Fall beraten lassen (hab nen Juristen im Umfeld) und auch ein paar von euch noch mal privat anschreiben, bevor es in die heiße Phase geht. 🙂

          • @crumar:

            »ähnlich wurde verfahren in der neuen Textausgabe des Kapital durch Kuczynski. Text (zusätzlich) und Apparat auf SD, die in eine Art Karte aus Pappe in der Größe einer Scheckkarte entnehmbar integriert worden ist und dem Band beiliegt.«

            Das Verfahren werde ich mal im Auge behalten, aber ich muß ja gottlob keine komplexe Editions- und Variantenhistorie dokumentieren.

      • „In bestimmten Altersabschnitten dissen die Geschlechter einander: Mädchen erklären Jungs für blöde, Jungs erklären Mädchen für blöde. Das ist erstmal normal und erwartbar.“

        Normal und erwartbar sind (auch) gegengeschlechtliche Freundschaften in jedem Alter. Unsere Grundschülerin hat letzt noch bei ihrem Schulfreund übernachtet – wird ihn aber wahrscheinlich nicht zu ihrem Geburtstagsfest einladen, weil sonst nur Mädchen kommen und es eine Pool-Party wird (find ich eigentlich falsch, aber naja, ist ihr Ding. In der Vergangenheit hat sich ein anderer, männlicher Gast da auch mal tatsächlich sichtbar unwohl gefühlt… bis er sich den Strohhalm ins Auge stach und weinend nach Hause gebracht werden wollte^^. Nein, das ist nicht lustig – sorry, dass ich trotzdem grinse^^).

        Wenn Jungs mal für blöd erklärt wurden, dann, weil sie sich (bisweilen in Gruppen) daneben benommen hatten: sie jagten und „einsperrten“, mit Beleidigungen um sich warfen, ihr Dinge klauten, sie an den Haaren zogen… oder eben (in älterem Alter) Busen und Hintern betatschen. Klar machen das nicht alle Jungen, aber es sind erfahrungsgemäß Mitglieder der Gruppe Jungen, die sowas gern machen. Mädchen diese rhetorische Verallgemeinerung vorzuwerfen, wäre überzogen.

        • „Wenn Jungs mal für blöd erklärt wurden, dann, weil “

          (Liste üblicher Geschlechterstereotype über Jungen)

          Und ich schreibe bewusst „Stereotype“ und nicht „vorurteile“.

          Umgekehrt ist es natürlich so, dass,
          Wenn Mädchen mal für blöd erklärt werden, dann, weil sie sich (bisweilen in Gruppen) daneben benommen haben: Rumzicken, lästern, hintenrum beim Lehrer anschwärzen anstelle einer fairen Auseinandersetzung, hintenrum Zoff anzetteln, viel zu schnell losheulen/rumheulen, etc.

          Halt alles, was die Klischees so hergeben, und noch eine Menge mehr. Dass die Mädelsgangs mittlerweile auch körperlich ausgesprochen Aggressiv agieren können, liest man ja auch zunehmend in der zeitung und wird seinen Eingang darin schon haben, entsprechende Gangs doof zu finden.

          Klar machen das nicht alle Mädchen, aber es sind erfahrungsgemäß Mitglieder der Gruppe Mädchen, die sowas gern machen. Jungen diese rhetorische Verallgemeinerung vorzuwerfen, wäre überzogen.

          Können wir uns darauf einigen, dass die gegenseitigen Gründe des doof findens gleichermaßen berechtigt wie dümmlich sind?

          Oder muss die Feministin doch wieder darauf beharren, das im Grunde eben doch die Männer/Jungs/das Patriarchat die eigentliche Schuld tragen?

          (Ich bin schon mal gespannt auf die Begründung…)

      • @Djad: Ich halte jede Wette, daß der Kerl eben deshalb das Bild mit Sonnenbrille und Böseblick gepostet hat. UND, daß er in exakt dem Outfit zähnefletschend mit den Mädels zur Schule gelatscht ist. Wogegen ich prinzipiell nix habe, nur ist das
        A – als Erziehungsmethode Bullshit und
        B – dann auch kein Wunder, daß die anderen Eltern davon angefressen waren. Zumal er
        C – nix von locker humorvollen Erlebnissen dabei erzählt.

        Gesamtaussage ist also:
        Ich = Berserker, Ihr = potentielle Opfer
        ( Reiner Einschüchterungsversuch )

        Und das ausdrücklich als Reklame für das gigafriedliche Supergeschlecht verkaufen zu wollen ist schlicht saudämlich!

  2. Das letzte Mal, dass ich gezwungen war, ein Mädchen beim Fußball mitspielen zu lassen, war die nicht daran interessiert, den Ball in Richtung Tor zu bringen, nahm den Ball zwischendurch in die Hand usw.

    Da dieser Vater seinen Töchtern beibringt, dass Spielregeln für sie nicht gelten, gehe ich bis zum Beleg des Gegenteils davon aus, dass die Jungs recht haben und sie tatsächlich buchstäblich nicht Fußball spielen können.

    Zum Fußball spielen ist nämlich Voraussetzung, mit dem Prinzessin sein aufhören und sich selbst zur Funktionseinheit machen.

    Es klingt nicht so, als ob seine Töchter das könnten.

  3. Die einzige sinnvolle Frage, warum er sich bei dem Scheiß „unwohl“ fühlt, ignoriert er feige.

    (editiert: Bitte höflich bleiben und konkrete Kritik üben statt zu beleidigen)

    • Die konkrete Begründung haben die geschätzen Mitkommentatoren doch bereits schon vor- oder nachgeliefert, weshalb ich mich auf die üblichen Bezeichnungen beschränkte, da das absehbar war.
      Eben drum bleibe ich auch bei den extrahierten pointierten Kurzformeln.

  4. Ahja, soso. Als Hebel einsetzen.
    Hybris, Narzissmus, Gottkomplex. Das Übliche bei diesen Spinnern also.

  5. Ich weiß ja nicht, in welcher Gegend der Welt der gute Mann lebt. Aber Meiner Tochter ist es weder im Kindergarten noch in der Schule jemals untergekommen, daß ihr ein Junge (oder Mädchen) gesagt hat, daß sie etwas nicht tun könne, weil sie ein Mädchen ist. Gerade mit Dinos haben Jungs und Mädchen in ihrem Kindergarten fasziniert zusammen gespielt. Jedenfalls die Kinder, die Interesse dran hatten. Und das waren keinesfalls alle Jungs. Bei weitem nicht.
    Wenn ein Junge mit Puppen spielen wollte, dann wurde der da weder ausgegrenzt noch ausgelacht. Es konnte lediglich mal passieren, daß jemand mal gerade nicht mir DER angesagten Puppe spielen durfte, weil ein anderes Kind halt schneller war.
    Später hat sich das dann ein bißchen mit den Interessen auseinander entwickelt. Was ja auch vollkommen normal ist (außer für die m.E. fehlentwickelten Hirne, die meinen, jede/r muss für alles das gleiche Interesse aufbringen und in allem gleich gut sein).

  6. Tja, wenn die Eltern die Kinder noch zur Schule bringen, wie alt sind die Kinder da bloß? Als ich eingeschult wurde hatte ich noch keine Minute Fußball gespielt. In den ersten 10 MInuten bin ich 2x dem Reflex erlegen, den Ball in die Hand zu nehmen, dann war das überwunden.

    Einen Rock anziehen ist aber leichter als Fußball zu spielen; bei ersterem muss man es tatsächlich nur wollen. Bis 12, 13 können Mädchen beim Fußball wahrscheinlich auch mithalten, wenn sie Fußballspielen wollen und nicht nur demonstrieren wollen, das Mädchen alles können. Wenn es nämlich keinen Spaß macht, dann macht man das als Kind nicht lange mit.

    Zu erklären, wieso Männer keine Röcke tragen ist nicht so leicht.
    Priester tragen ja auch Röcke, Schotten zu Trachtenfesten. Araber und Afrikaner tragen Kleider, die Frauenkleidern ähneln. Man könnte darauf auch neugierig reagieren statt feindlich. Wieso ist das so ein Tabu?
    Ich glaube nicht, dass die Antwort dazu aus unserer Vernunft kommt. Die Reaktion ist unvermittelt da, bevor sich im Hirn eine Begründung gefunden hat.

    Wenn die Schulkinder clever sind, dann muss Papi morgen stricken und häkeln lernen und dann schwanger werden und das Baby an der Brust stillen. Nur erreichen wird er damit nichts. Vielleicht selbst etwas lernen?

    • Er könnte irgendwann lernen, dass, wenn man sich lange genug zum Deppen macht, man irgendwann als der Depp wahrgenommen wird.

    • Nur für’s Protokoll: Priester tragen eigentlich keine Röcke, sondern eine Abwandlung der römischen Toga, also eher eine Art Kutte, plus eine Art Poncho. Unter dieser zerimoniellen Kleidung tragen Priester in der Regel Hose und Hemd.

    • „Wieso ist das so ein Tabu?“

      Kultur?
      Im Mittelalter trugen durchaus auch Männer eine Art Rock. Vielleicht kommt das ja irgendwann mal wieder. DANN ist das auch kein Eyecatcher.
      In den frühen 70ern trugen einige Männer Schuhe mit Plateausohlen und Eierquetschen als Jeans. Heute würdest Du auch jede Aufmerksamkeit auf Dich ziehen, wenn Du Dein Kind so zur Schule bringen würdest.
      Jedes eben zu seiner Zeit und zu seinem Ort.

  7. >> Offenbar sehen das nicht alle Eltern so: „Du kannst nicht mit Dinosauriern spielen, Du bist ein Mädchen“. <<

    Glaub ich ihm nicht, dass er das als reales Beispiel erlebt hat – da hat er sich ein Beispiel aus dem Finger gezogen, das er für plausibel hält.

    Es mag einen gewissen Überhang bei Jungen bei der Vorliebe für Dinosaurier geben, aber ziemlich viele Kinder mögen Dinosaurier.

    Weil das so ist, finden sich in der Folge des Threads Elternde, die anderslautende Erfahrungen haben.
    Bemerkenswert, wie das dann kontextualisiert wird:
    Anstatt es als Beleg zu sehen, dass an der ursprünglichen Behauptung irgendwie nicht ganz richtig sein kann, inszenieren die sich selbst als Revoluzzer – als Helden im Angesichts des Patriarchats.

    Aussage ist eigentlich, dass solche "komischen Eltern", so es sie tatsächlich geben sollte und sie nicht der Wunschphantasie des Autors entsprungen sind (was ich annehme), doch eher die Ausnahme als die Regel sind. Jedenfalls in Bezug auf Dinos.

    Ist natürlich ironisch gemeint, natürlich will sie die Sachen nicht wirklich entsorgen. Will aber v.a. signalisieren, wie janz doll progressiv sie ist.
    Was sie nicht ist, weil es Mainstream-Ware für Mädels ist.

  8. Was für ein Idiot! Meine Tochter wollte mal Fußball spielen. Also haben wir sie im Verein angemeldet und sie hat das einfach gemacht. Inzwischen macht sie allerdings vor allem Kampfsport.

    Und diese lächerliche Witzfigur meint also ernsthaft, alle Privilegien auf seiner Seite zu haben? Ich wünsche ja Menschen grundsätzlich nix Schlechtes, aber hier wäre vielleicht ein Scheidungsverfahren mal hilfreich.

  9. Ich kaufe einmal „Dinge die sich so nicht zugetragen haben, aber weil ich meine Kinder vorschiebe kann ich mich ganz toll in Szene setzten“ für 200.

  10. „Du kannst nicht mit Dinosauriern spielen, Du bist ein Mädchen“.

    Die treffende Antwort wäre: „Du siehst doch, dass ich es kann.“

    Es mag leicht OT sein, aber lassen sich Kinder tatsächlich so leicht durch ein paar dumme Sprüche nachhaltig beeinflussen?
    Spätestens im Jugendalter sollten sie doch selbständig genug denken, um nicht jede derartige Aussage für bare Münze zu nehmen.
    Weckt ein „du kannst nicht“ nicht erst recht den Ehrgeiz, oder ruft bisweilen auch Trotz hervor?

    dass Männer WOHL einen Rock tragen können

    Als ich meinen Mitarbeitern kürzlich vorschlug, bei der Hitze einen Rock zu tragen, wollten sie das nicht.

    Kann sein, dass es ihnen vorübergehend noch heißer wurde, schließlich zogen sie sich aber wieder ein T-Shirt über.

    Einem Mädchen vorzuhalten, dass es irgendwas nicht darf oder lassen soll nur weil es ein Mädchen ist, ist sicherlich falsch.

    Ich kann mich nicht erinnern, früher je so etwas gehört zu haben.
    Gelegenlich allerdings „eine Dame tut dies nicht“, „eine Dame macht jenes nicht“, .. naja – dämlich wollte ich eh nicht sein.

    • „Ich kann mich nicht erinnern, früher je so etwas gehört zu haben.
      Gelegenlich allerdings „eine Dame tut dies nicht“, „eine Dame macht jenes nicht“, .. naja – dämlich wollte ich eh nicht sein.“

      Gebildete Leute wissen, dass zwischen Dame und dämlich etymologisch kein Zusammenhang besteht.

      Ich kann mich aber leider auch daran erinnern, dass mein Klassenlehrer (und Schulleiter) in der Grundschule während unseres Deutschunterrichts den „Herr kommt von herrlich und Dame von dämlich“ Spruch brachte. Ich könnt nur nicht sagen, ob er das Witz gemeint haben wollte… so oder so war er in dem Fall ohne Zweifel herausragend dämlich.

      • Grundsätzlich schätze ich die Qualität dieser Aussage so ein wie Du, muss aber anmerken, dass in den Zeiten, in denen Sexus!=Genus und Konstruktionen wie das generische Maskulinum nicht mehr verstanden werden, die Etymologie von Worten auch keiner mehr kennt und das Witzchen dadurch relativ an Qualität gewonnen hat.

  11. > Wir versuchen, unsere zwei Töchter in dem Bewußtsein groß zu ziehen, dass sie alles dürfen

    Inklusive Mord. Nur weil Christian erst auf die folgenden, idiotischen Allaussagen eingeht.

  12. Wenn man sich das Foto des Herrn so anschaut, dann muss ich allerdings auch gegen die kulturelle Aneignung protestieren. Den schottischen Ureinwohnern ihre Kultur zu stehlen, nur um den eigenen Töchtern von oben herab zu erklären, womit sie spielen dürfen…

    Fehlt nur noch, dass er sich im Bus breit einig hinsetzt. Und dann hätte auch ich ein Problem mit Manspreading. Denn mit Rock geht das ja gar nicht!

    Dieses Thema ist echt zu lustig.

    • Warum hättest du ein Problem, wenn sich ein Mann mit Rock breitbeinig hinsetzt? Solange der noch was drunter trägt…?
      Gut bei Kilt-Trägern munkelt man (eher Frau) ja, daß die eben nichts drunter tragen. Ist immer lustig zu sehen, wie die Damen dann bei den Highland-Games mehr oder weniger verstohlen versuchen, einen Blick zu erhaschen. Dabei zeigen die Jungs am Ende immer, was sie (nicht) drunter haben. 😀

  13. Ich hab eine 5jährige Tochter, seit 4 Jahren im Kindergarten, und noch nie hat jemand ihr erzählt, sie könne/dürfe etwas nicht, weil sie ein Mädchen ist. Da würde es auch unendlich Ärger geben.

    Sie (zusammen mit anscheinend allen anderen Mädchen) hat irgendwann selbst beschlossen, daß Jungs doof sind, und daher Ninjago und Spiderman ebenfalls. Da kann man dann auch nicht mehr gegenanreden, das ist purer Tribalismus, der sich mE daraus ergibt, daß Menschen schon früh nach Gruppenzugehörigkeit suchen, und Penis/Kein Penis eine offensichtliche Demarkationslinie darstellt.
    Immerhin hat sie ein paar mal mit Fussball gespielt, und ich gehe mit ihr auch öfters kicken, aber ihr sind die Jungs zu aggressiv. Hauptsache für mich ist, daß sie die Angst vorm Ball verliert. Gibt nichts schlimmeres als Angst vorm Ball. Ich hoffe, sie spielt später mal Volley/Handball, wenn sie Bock hat.

    Biologie ist halt mächtig.

    • Eben – sie entscheiden selber, was sie mögen und was nicht. Meine tochter ist ganz verrückt nach Star Wars. Mein Sohn mag das überhaupt nicht. Und beide lassen sich nicht von anderen sagen, ob sie das mögen „dürfen“ oder nicht. Es ist ihnen schlicht egal, wenn da irgendwer meint, daß irgendwas nur für Mädchen oder Jungs sein soll. Und das kommunizieren sie auch. Schon seit dem Kindergarten.

    • „Gibt nichts schlimmeres als Angst vorm Ball.“

      Stimmt.
      Ich war so einer, der höllische Angst vor dem Ball hatte. Lag vielleicht dran, dass ich erst spät in der Schule überhaupt mit so einem Spielzeug in Kontakt kam.
      Deshalb wurde ich beim Sport in unserer Klassenmannschaft auch immer ins Tor gestellt. Unsere Jungs waren wohl fast alle Vereinsspieler und die Jungs der Parallelklasse kamen so selten über die Mittellinie, dass man auch statt meiner ebensogut nen Sack Stroh ins Tor hätte stellen und trotzdem haushoch gewinnen können.
      Meine Angst hatte ich erst überwunden, als die Schulzeit vorüber war. Aber immerhin habe ich später noch viele schöne Fußballerlebnisse mit unserer extrem internationalen Mannschaft aus angehenden Wissenschaftlern genossen.
      Übrigens war da der gefürchtetste Gegner eine junge, eher scheue Mexikanerin, die berüchtigt für ihre Blutgrätsche war.

      • „Unsere Jungs waren wohl fast alle Vereinsspieler und die Jungs der Parallelklasse kamen so selten über die Mittellinie, dass man auch statt meiner ebensogut nen Sack Stroh ins Tor hätte stellen und trotzdem haushoch gewinnen können.“

        OK, das erklärt einiges. Ich dachte schon erst, das ist ja wohl mal nen Beispiel für seelische Grausamkeit, den mit der größten Angst vorm Ball dahin zu stellen, wo die Bälle in der Regel mit dem größten Tempo auf einen zugerauscht kommen. Und als Konfrontationstherapie wäre das sonst auch nicht zu empfehlen, denn die erste blutige Nase oder der erste Volltreffer in die Weichteile ist dem Abbau von Angst vorm Ball eher abträglich, würde ich mal so sagen… 😀

      • „Deshalb wurde ich beim Sport in unserer Klassenmannschaft auch immer ins Tor gestellt.“

        Weil das die Position ist, auf der man dem Ball am leichtesten kontrolliert aus dem Weg gehen kann?

        • „Weil das die Position ist, auf der man dem Ball am leichtesten kontrolliert aus dem Weg gehen kann?“

          Nein, mich ins Spiel zu nehmen und einen anderen ins Tor zu stellen, wäre Verschwendung gewesen 😉 .
          Man hätte mich ja auch nicht anspielen können/dürfen.

      • Da habe ich eine prägende Gegenerfahrung gemacht. Eigentlich war Rasenhalma nie so wirklich mein Ding, ich habe mich dem zwar nicht gerade verweigert, aber stets zugesehen, daß ich möglichst hinterletzter Verteidiger der von vornherein besseren Mannschaft war, was meist ganz gut geklappt hat.
        Also stand ich mit dem Torwart klönend am Pfosten herum fing Fliegen, oder so.
        Bis unerwarteterweise unser Sportlehrer ( netter Kerl, knallhart durchtrainiert und leidenschaftlicher Fußballer ) beschloss, den anderen auch mal einen Sieg zu verschaffen und sich dort als Sturmspitze einteilte. Beim nächsten Anstoß kam er also mit ungefähr D-Zugtempo, den Ball am Fuß klebend angerast und ließ die Pille ( klassischer dicker Lederball, kaum je gefettet, mit stabiler Gummiblase, morgens schon für mehrere Spiele im Gebrauch, es hatte geregnet, klatschnass und schlammig – kurz: gefühlt about ungefähr 2 Kilo schwer ) bis auf ca. 8m vor’m Kasten vorlaufen. Der Torwart ward nicht mehr gesehen, also joggte ich locker mittig kurz vor die Torlinie, registrierte, daß ich die Kanonkugel mit den Händen unmöglich abwehren konnte, bückte mich elegant und hielt locker den immer schon betonharten Schädel hin. Dann knallte mir das Ding auch schon an die Birne und das Licht ging aus.
        Ein paar Minuten später erwachte ich von der besorgten Frage, warum ich nicht in Deckung gegangen bin, was ich nicht beantworten konnte, da ich den Sinn der Frage nicht verstand.
        Fazit: Das Tor war erfolgreich verhindert, ich hatte meine erste und letzte EINS in Sport und für den Rest des Tages frei ( und einen komischen Geschmack im Mund ) 🙂
        Und vor Gegenständen, die mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf mich zugeflogen kommen, habe ich seitdem erhöhten Respekt, was mir später bei der einen oder anderen Fausterfahrung einen gewissen Geschwindigkeitsvorteil brachte.

        • „Das Tor war erfolgreich verhindert, ich hatte meine erste und letzte EINS in Sport und für den Rest des Tages frei ( und einen komischen Geschmack im Mund )“

          Siehst Du, mir genügte die Vorstellung solcher Erfahrungen, um mich von ihnen fernzuhalten 😀

          Ich hielt es lieber mit meinem Opa, der das Lebensmotto hatte: „Lieber fünf Minuten feige, als ein Leben lang tot“.

  14. Was soll ich sagen? Ziemlich vielen Jungs ist heute auf dem Schulweg offenbar das Gehirn explodiert. Aber noch mehr: ungefähr ALLE Eltern haben mich extrem befremdet bis feindlich angeschaut. Selbst ein befreundeter Vater hat passiv-aggressive spitze Kommentare gebracht.

    Ist wie auf der Autobahn, da kommen dir die Geisterfahrer zu Hunderten entgegen! Wie blöd sind die denn?
    Aber ernsthaft: Gibt es hier jemanden, der es als Mangel empfindet, dass der Männerrock nicht so gesellschaftlich akzeptiert ist wie die Frauenhose? Ich vermute, kaum jemand empfindet es als Beschränkung der eigenen Freiheit, weil ihr euch in Hosen wohl fühlt.
    Der Typ denkt über drei Ecken, zwei Banden und macht das falsche Fass auf. Wenn von gesellschaftlichen Konventionen und deren teilweise freiheitseinschränkender Wirkung die Rede ist, dann wäre doch der naheliegende Vergleich der Männerrock und die Frauenhose, und nicht Männerrock, Dinosaurier und Frauenfussball. Fazit: Die gesellschaftliche Konvention ist in dieser Sache strenger und einschränkender für Männer. Nur stört das fast niemanden ausser ein paar feministische Allies, die sich gerne als mutige Kämpfer gegen das „System“ aka. „Patriarchat“ darstellen und beeindruckende Leistungen im Schattenboxen vorweisen.

    • Die strengeren Konvention für Männer stören schon einige Männer, mich eingeschlossen (auch wenn ich kein Rockträger bin). Ich bin froh, dass es nicht mehr so streng ist.

  15. „Was sagt es über diese Gesellschaft aus, wenn ein Kleidungsstück, das als klar weiblich konnotiert wird, eine inherente Sexualisierung bedeutet? Und wie schaut diese Gesellschaft wohl auf eine 4jährige, wenn die dieses Kleidungsstück trägt? #Patriarchat, Du mieses Stück Scheiße.“

    Aua, was ist denn bei dem kaputt???

    Nicht nur, dass seine „Herleitung“ der inhärenten Sexualisierung des Rockes als weiblich konnotiertes Kleidungsstück in seinem Text ähnlich logisch ist, wie der Glaube, die Beweisführung, dass Männer Röcke tragen können auch zu dem Schluss führt, dass Frauen / Mädchen auch Fußball spielen können, aber dann auch gleich noch auf einen wenig subtilen Vorwurf gegen das „Patriarchat“ abzuheben, die Gesellschaft, was bei einem feministischen Ally eben bei negativen Dingen immer eigentlich nur heißt „die Männer“, würde auch ein vierjähriges Mädchen, das dieses Kleidungsstück trägt, nur voll pädophiler Geilheit wahrnehmen… Unfassbar!

    Kann man sein schieres und ungefiltertes Bedürfnis, sich als Streiter für das Gute und Gerechte zu inszenieren, eigentlich noch plumper und deutlicher aufzeigen? Mit völlig abstrusen Behauptungen um sich schmeißen, Zusammenhänge herstellen, die unlogischer und unzusammenhängender gar nicht mehr sein könnten und das alles dadurch zu verdecken suchen, indem man die Moralisierung ohne Not und logischen Beleg auf olympische Höhen treibt. Frei nach dem Motto „… und jeder, der von alledem irgendwas anders sieht als ich, findet es sicher auch in Ordnung, wenn in unserem Patriarchat vierjährige Mädchen als Lustobjekte missbraucht werden!“.

    • Aber es scheint doch zu funktionieren. Er bekommt das, worauf m.E. die meisten Twitter-Exibitionisten aus sind: Beachtung und Zuspruch. Was anderes interessiert den doch gar nicht.
      Ob seine Tochter Fußball spielen kann? Das ist ja mal sowas von relativ. Verglichen mit Christiano Ronaldo oder Birgit Prinz kann ich es auch nicht. Ich darf es – aber ich kann es nicht.
      Einen Rock dagegen kann ich jederzeit tragen. Einzige Einschränkung: die Bundweite. (nach feministischer Logik ist daran natürlich der alter weiße Mann schuld, der Frauen zwingt, Klamotten mit engerem Bund zu tragen. Und damit das auch klappt, essen die bösen Jungs den armen Mädchen das ganze gute Essen weg. Oder so ähnlich.), Dummerweise darf ich nicht. Jedenfalls nicht im Job. Wenn ich da in Rock oder Kilt erscheine (oder in kurzen Hosen, Chinos oder sonstwas anderem außer Anzughosen) bekomme ich Ärger.

  16. In den Kommentaren findet sich so ungefähr jede argumentative Sünde, die man finden kann. Filterblasen und Unwissenheit sind fatale Kombinationspartner. Wenn man die eigene Bubble nicht verlassen möchte, aus welchem Grund auch immer, kann man immerhin so weit gehen, dem anderen seine zu lassen. Stattdessen wird hier ferndiagnostiziert und verurteilt, als gäbe es kein Morgen. Zeit letzten Endes bloß, wie armselig tatsächlich die maskulistische Variante ist. Alle doof, außer Mutti.

    • was genau wirfst du „uns“ (wir sind hier ja keine Einheit, sondern verschiedene Einzelpersonen)denn jetzt vor? Wir stimmen hier doch im Ergebnis sogar mit ihm überein (Mädchen oder Jungs sollten nicht ausgeschlossen werden, weil bestimmte Tätigkeiten nicht typisch für ihr Geschlecht sein sollen). Wir differenzieren im wesentlichen in der Wahl der Mittel dagegen

    • Yay, ein Opfa! Wie goil!

      „In den Kommentaren findet sich so ungefähr jede argumentative Sünde, die man finden kann.“
      Nur kannst Du offensichtlich keine einzige anführen und blubberst nur dumm rum.

      “ … Filterblasen und Unwissenheit sind fatale Kombinationspartner.“
      Absolutely correkt! Soll das ein Reflektionsversuch Deinerseits sein?

      “ Wenn man die eigene Bubble nicht verlassen möchte, aus welchem Grund auch immer, kann man immerhin so weit gehen, dem anderen seine zu lassen.“
      Und was suchst Du hier?

      „Stattdessen wird hier ferndiagnostiziert und verurteilt, als gäbe es kein Morgen.“
      Das nennt man gemeinhin kommentieren, v.wg. Meinungsäußerung uns so 🙂
      Du machst nix anderes nur eben vollständig argumentfrei.

      „Zeit letzten Endes bloß, wie armselig tatsächlich die maskulistische Variante ist.“
      Variante wovon?

      „Alle doof, außer Mutti.“
      Du sagst ja selbst:
      „“ … Filterblasen und Unwissenheit sind fatale Kombinationspartner.““
      Korrekt heißt es: „Alles Schlampen, außer Muddi!“

      So, jetzt darfst weiter Krabbenpuhlen üben …
      https://auschfrei.wordpress.com/eine-seite/#comment-7655
      https://auschfrei.wordpress.com/eine-seite/#comment-7659

    • „In den Kommentaren findet sich so ungefähr jede argumentative Sünde, die man finden kann.“

      ich könnte jetzt sage, ein grober Keil auf einen groben Klotz – auf den referenzierten Twitter-stream trifft so ziemlich
      jedes.
      einzelne.
      Wort.
      deines Vorwurfs zu.

      Namentlich der Teil über Filterbubbles.
      Und natürlich Mutti.

      Aber egal, ich bin ja der Überzeugung, dass sich sowas nur durch Kommunikation überwinden lässt – also sei herzlich eingeladen – probier mal.

      Brauchst ja nicht mit allen „argumentativen Sünden“ anzufangen, aber so ein bisschen konkret werden und vielleicht mal versuchen, zumindest ein konkretes Beispiel oder ein paar wenige anzubringen, wäre schon mal ein guter Anfang.

      Denn so pauschal lässt sich natürlich nicht mit deinem Beitrag argumentieren – und möglicherweise weißt du das (und möglicherweise war das auch so beabsichtigt?)

      • „auf den referenzierten Twitter-stream trifft so ziemlich
        jedes.
        einzelne.
        Wort.
        deines Vorwurfs zu.“

        Ich gestehe, daß ich ungefähr die erste Hälfte von Carola’s Kommentar davon ausgegangen bin, daß sie sich eben darauf bezöge.
        Dann kamen allerdings Zweifel auf, die zu der Erkenntnis führten, daß es sich wohl um Carola M. handelt, die auch auf Anne’s Blog und bei Elmar ( und Uepsi? ) schon auffällig wurde. Das vereinfachte die Sache dann erheblich … 🙂

        Die Einladung unterschreibe ich trotzdem.

        • „Ich gestehe, daß ich ungefähr die erste Hälfte von Carola’s Kommentar davon ausgegangen bin, daß sie sich eben darauf bezöge.“

          Jupp, eigentlich eher zwei drittel – Grund zum Stutzig werden gabs erst bei „Stattdessen wird hier ferndiagnostiziert“, und klar wars dann bei „wie armselig tatsächlich die maskulistische Variante ist“.

          Ob ihr das klar ist, dass man das so herum sehen kann?
          Ob sie sich in eine Argumentative Auseinandersetzung traut?

          Wir werden sehen …
          😉

    • Senior Career Expert, Autorin, Feministin, Sprachwissenschaftlerin, Klugscheisserin, Kölnerin #effzeh. #nohate #nonazis #fckafd

      fail

  17. Ein Volldepp, dieser Vater, der angesichts der Carola- und Gretaisierung seinen Töchtern sagt, sie dürfen etwas nicht. Die Wahrheit ist, sie dürfen alles, werden in unseren sogenannten Bildungseinrichtungen bevorzugt und jammern dann, dass die Kerls ihnen gehaltsmäßig enteilen, soweit sie nicht studiert haben, was durch Gender vergiftet wurde. Dafür erwarten sie von eben diesen Kerls, dass sie als Mintler durch Höchststeuern den gesamten, von ihnen ausgeheckten, Scheiß finanzieren incl. ihrer verkorksten Existenz und ihre Renten bezahlen während sie selbst ihr Dasein als ungebrauchteter Uterus zelebrieren und mit Teddybären nutzlos an süddeutschen Hauptbahnhöfen potentielle Stecher ihres verhärmten, weiblichen Herbstes begrüßen. Sie halten sich in gesinnungethischer Selbstgerechtigekit an kein Recht und werden obendrein noch gehuldigt von Innehabern höchster Präsidenten- und MInisterämter, die fordern, sie freizulassen selbst wenn sie gegen Entscheidungen höchster europäischer Gerichte verstoßen und dabei fremde Schiffe gerammen, also gegen Recht und Gesetz verstoßen. Wir sollten diese angeblich nichtdürfenden (mal ein sinnvoll angewendetes Partizip) Prachtexemplare ächten und ihnen unsere Gesellschaft verweigern, sie sind Zerstörer unserer Kultur, sie köpfen jeden ihnen nachpfeifenden Bauarbeiter und relativieren jede Vergewaltigung eines jeden Kulturbereicherers, der natürlich ebenfalls seinen Strohhalm im Geldbeutel obengeannter blechenden Mintler hat. Die Gläser ihrer Brillen sind grün und wenns wirklich Ernst wird und ihre Agenda zwangsläufig und folgerichtig wankt, zittern sie!

    • Übrigens, das elatante Gebashe gegen Italien hängt m.E. nicht zuletzt damit zusammen, daß das Land eine unabhängige Staatsanwaltschaft hat ( weshalb die StA dort auch gelegentlich erschossen o. in die Luft gesprengt werden, weil man ihnen nicht mal eben Befehle erteilen kann, wie im hiesigen gemeinen Wesen ).
      Kurz gesagt: Die deutsche Politfemizunft hat Angst, daß die Italoermittler die kriminelle Schleuserei aufdecken könnten.

      • Das ist sowieso so ein Fall für sich. Ich weiß aus erster Hand, dass die in Italien schon seit Jahrzehnten ein großes Problem mit illegaler Einwanderung aus afrikanischen Ländern haben. Italien ist zum größten Teil von Wasser umgeben und hat entsprechend viele Häfen und Schiffsverkehr. Gerade das macht es schwer, Schleuserei zu unterbinden.

        Gerade von einem Außenminister würde ich erwarten, dass ihm solche Fakten bekannt sind und er im Umgang mit einem EU-Partnerstaat abgewogener umgeht, als einfach nur, wie so ziemlich alle gerade so arg Enragierten, herum zu rabulisieren, man dürfe doch nicht einfach das Retten von Menschen kriminalisieren.

        Herr Gott, darum geht es doch gar nicht. Diese von ihrer eigenen Güte besoffene Spinnerin hat sich über eindeutige Verbote eines souveränen, demokratischen Staates hinweggesetzt, dabei auch noch Beamte in Ausübung ihrer Arbeit, ohne jede Rücksicht, in nicht unerhebliche Gefahr gebracht und Menschen ohne Einhaltung von Vorgaben italienischer Einwanderungsbehörden ins Land geschleust. Alles andere als eine Festnahme und eventuell auch letztlich mehrjährige Haftstrafe wäre da bei nüchterner Betrachtung doch nur noch eine Farce für jeden Rechtsstaat. Ein Staat, der so etwas durchgehen lässt, der kann auch gleich dichtmachen.

        Und nun diese ganzen aufgeblasenen Moralapostel in Deutschland, die sich vor Empörung über diesen italienischen „Nazistaat“ nicht mehr einkriegen und diese Kriminelle noch als Heldin feiern… Tja, in deren Köpfen heiligt der Zweck halt die Mittel. Und wenn es um Seenotrettung geht, dann darf man schon einmal wie ein Actionheld auf LSD gegen alle Verbote und Aufforderungen in einen Hafen reinscheppern und sich dabei rabiat einer Zollkontrolle entziehen. Alles voll in Ordnung! Und es fragt sich auch niemand, warum, wenn es doch nur um Seenotrettung ginge, worauf sich die Dame ja nun auch beruft, man dann unbedingt immer nur Häfen in Südeuropa ansteuert. Wenn es doch nur darum geht, Menschen vor dem Tode zu bewahren, warum reichen dann nicht auch mal Häfen z. B. in Marokko oder Tunesien? Würden da vielleicht die Seenotleidenden an Bord rebellisch werden? „Natürlich wollen wir gerettet werden, aber doch nicht dort!“?

        Aber wenn es um die richtige Gesinnung und um das Zeigen von Haltung geht, dann ist alles egal. Nicht sogar sondern gerade Gesetze und die Interessen von Menschen, die, wie unter anderem die italienischen Steuerzahler, im Opferranking sehr weit hinten rangieren.

        Manchmal denk ich mir, hätte sich die RAF erst heutzutage gegründet, sie hätte viele Fans in Politik, Medien und auf Social-Media-Kanälen.

        • In einem privaten E-Mailaustausch habe ich den Vorfall und die geheuchelten Reaktionen mal etwas ausführlicher dargelegt und hinterfragt. Ich zitiere einfach mal ein paar Punkte daraus:

          „Und [ Danisch ] meckert über Steineier, vergißt dabei aber etwas wesentliches. Warum wird denn z.Zt. so widerwärtig über Italien hergezogen? Ganz einfach, weil es dort eine dritte Gewalt gibt. Ob das nun eine echte Judikative ist, weiß ich nicht ( es gab auch schon Gerüchte, daß die Richter z.T. ähnlich korrupt sind wie hier ). Aber sie haben eine unabhängige Staatsanwaltschaft ( deshalb werden Staatsanwälte da auch öfters mal erschossen oder in die Luft gesprengt, weil man ihnen keine Befehle erteilen kann, wie hier ). Was die Dreyer da ablässt ist aber auch ekelhaft zynisch. Wer macht denn in den Herkunftsländern Reklame für „Asylflucht“? Wer bringt denn diese ausgeplünderten Leute extra gezielt in „Seenot“? Wer schleppt denn gezielt die leeren Schlauchboote zu einem ganz bestimmten Punkt, wo dann die Fugees einsteigen müssen und der ganz exakt mit Carola Rakete & Co. abgesprochen ist, damit sie die dort abholt, weil sie sonst nämlich garantiert ersaufen würden, ohne Motor und ohne Benzin? Wer bezahlt und organisiert das? Die Fugees werden ihre Kohle schon los, um sich quer durch Afrika zu bestechen, da gehen ganze Familienvermögen für drauf, wodurch die Armutslage im Herkunftsland nochmal erheblich verschlimmert wird. Und wer bezahlt die Rakete und ihren Schleusereimer?

          Natürlich hat man Angst vor den italienischen Ermittlern, die könnten den Scheiß ja aufdecken! Deshalb u.a. belegt man Italien mit Sanktionen und stellt irre Forderungen, damit das Land vor der EU zittert!

          Und hier? Die Produktivgewinne gehen unter Null zurück, aber hey, die Kosten sind höher als die Verluste und deshalb steigt die Märchenzahl BIP!

          Gegenbeispiel, Framing: Gerade fällt mir auf net-news-express ein Anreißer aus der TAZ ins Auge. Ich werde den Artikel nicht lesen, aber vergleiche mal die Teaser-Zeilen mit dem, was ich oben geschrieben habe und denke dabei an das wehlingsche Framing-Manual der ARD:
          „Nicht die Seenotrettung ist ein Verbrechen, sondern das Sterbenlassen, sagt Günter Burkhardt von Pro Asyl. Er fordert mehr Druck auf Italien. Taz: Herr Burkhardt, hat Sie die Verhaftung von Kapitänin Carola Rackete überrascht? Günter Burkhardt: Nein. Mit der Festnahme will Italiens Innenminister Salvini ein Exempel statuieren. Sein Ziel ist es, generell Schiffe davon abzuhalten, Menschen aus Seenot zu retten. Wenn jetzt Kapitäne verhaftet und Schiffe beschlagnahmt werden, trifft das die Existenz vor allem von Handelsschiffen, die jetzt schon wegschauen, wenn Menschen ertrinken.„

          Wie mies ist das denn? So so, kriminelle Menschenschmuggler, die bewußt das Risiko eingehen, daß ihre abgezockten Kunden ersaufen, zu bekämpfen, trifft die Existenz von legalen Handelsschiffen, die „wegschauen“? Mir ist nicht ein einziger Fall bekannt, wo irgendein Bulker auf Trampfahrt, oder ein Linienschiff in derartige Aktionen verstrickt war, die können also gar nicht hin- oder wegschauen!
          Cem Özdemir macht stolz Reklame in Uniform für die Bundeswehr von Büchsenuschi. Und? Patrouilliert jetzt die deutsche Kriegsmarine vor Libyen und fängt Schleuserschiffe ab? Wer schaut da weg? Und was hat pro Asyl damit zu tun? Sollten die sich nicht um Menschen kümmern, die z.B. aus dem derzeit besetzten Ost-Aleppo vor Scharfschützen, Bomben und Granaten des IS geflüchtet sind? Der Durchgedrehte, der letztes oder vorletztes Jahr in Bayern mit der Axt in einem Regionalzug Amok gelaufen ist und von der Polizei erschossen wurde, kam aus Aleppo und wurde hier abgelehnt, sollte abgeschoben werden, wurde irre, kam in die Psychiatrie, wurde wieder zurück in die Sammelunterkunft geschickt und auch subsidiärer Schutz abgelehnt. Dazu hat pro Asyl aber nicht ein einziges Wort verloren. Der war Kriegsflüchtling!
          Das ist sowas von zum Kotzen!“

          Links dazu:
          https://www.danisch.de/blog/2019/06/30/bundespraesident-steinmeier-tickt-aus/
          https://taz.de/Pro-Asyl-Mitbegruender-ueber-Sea-Watch/!5603765/
          https://taz.de/Gruene-und-Bundeswehr/!5601987/

        • @Chrissy:
          Meine Antwort an Billy ist im Filter gelandet, vermutlich weil 3 Links drin sind, 2 zur TAZ und einer zum Danisch. Bist Du so nett und fischt ihn wieder raus?

  18. Also, grundsätzlich halte ich das für einen fiktiven Tweet. Aber mal darauf eingehend:

    „aber wenn die Mädels das wollen, mach ich das. Wenn ich ihnen dauernd predige, dass sie nur auf sich hören sollen, und nicht auf die Vorurteile der anderen, dann muss ich das eben auch mal selbst vorleben. So geht #Performanz.“

    Seine Vorstellung von Erziehung scheint mir sehr unterkomplex.

    Erstmal ist alles machen was die Kita-Töchter wollen total verkehrte Welt und geradezu grausam den Kindern gegenüber, die nur an Grenzen reifen können.

    Dann ist „nur auf sich hören sollen“ zwar zeitgeistig passend für die Entwicklung eines ausgeprägten Narzissmus, aber nicht zielführend wenn die Tochter später mal arbeitsteilig in der Gesellschaft agieren sollen.

    Das ist nicht #Performanz sondern #dummeHeliEltern

    Allerdings:

    „Ernsthaft, Leute, wenn eure Männlichkeitskonstruktion derart fragil ist, dass sie von einem Stück Beinkleid komplett in Frage gestellt werden kann – solltet ihr dann nicht anfangen, euch zu überdenken?“

    Damit hat er allerdings recht. Männlichkeit ist fragil geworden, was daran liegt, weil Frauen heute viel unabhängiger sind. Sie werden nicht mehr als mittelloses Eigentum von Vater zu Ehemann weitergerreicht um ihr Leben lang als Sklavin zu dienen. Sondern sie können ihr Leben selber bestimmen.

    Deswegen ja der männliche Backlash der aggressiv versucht, männliche Domänen zu verteidigen und Männer in Frauenkleidung als Verräter ansieht. Abgesehen davon, dass sie lächerlich darin aussehen, weil eben nur Frauen sowas können.

    „Und wie schaut diese Gesellschaft wohl auf eine 4jährige, wenn die dieses Kleidungsstück trägt? #Patriarchat, Du mieses Stück Scheiße.“

    Da vergisst er mit seinem androzentrischen (sexualisierten) Blick, dass hübsch aussehen für Frauen ein Eigenwert ist, den bereits Mädchen kultivieren wollen. Und niemals eine Einladung an Männer ist, sich an dem Anblick aufzugeilen oder gar übergriffig zu werden. Wie man nicht zuletzt an #metoo sieht, haben Männer das einfach noch nicht kapiert.

    Also hier bitte „diese Gesellschaft“ durch „wir Männer“ ersetzen. Dann stimmt es.

    • „Seine Vorstellung von Erziehung scheint mir sehr unterkomplex.

      Erstmal ist alles machen was die Kita-Töchter wollen total verkehrte Welt und geradezu grausam den Kindern gegenüber, die nur an Grenzen reifen können.“

      Wie wahr, wie wahr. Kann ich als Vater nur unterstreichen. Wer seinen Kindern keine Grenzen aufzeigt, der missbraucht sie.

      „Damit hat er allerdings recht. Männlichkeit ist fragil geworden, was daran liegt, weil Frauen heute viel unabhängiger sind. Sie werden nicht mehr als mittelloses Eigentum von Vater zu Ehemann weitergerreicht um ihr Leben lang als Sklavin zu dienen.“

      Das war genau WANN mal üblich? Ich bin ja relativ sattelfest in Geschichte, aber solche Verhältnisse sind mir nicht bekannt geworden.

      „Sondern sie können ihr Leben selber bestimmen.“

      Und genau DIESEN Beweis sind sie noch schuldig. Das Einzige, was die heutigen jungen Frauen von ihren Großmüttern dort unterscheidet, ist die Möglichkeit, den Staat damit zu betrauen, ihre Interessen durchzusetzen. Deutschland hat eines der umfassendsten Unterhaltsgesetze weltweit. Bis vor wenigen Jahren genügte eine mindestens dreijährige Ehe, um bis zum Lebensende Anspruch auf Alimentierung der eigenen Trägheit zu haben.

      „Deswegen ja der männliche Backlash der aggressiv versucht, männliche Domänen zu verteidigen und Männer in Frauenkleidung als Verräter ansieht.“

      Ich denke nicht, dass hier irgendwas „aggressiv“ verteidigt werden soll, sondern dass solche bunten Vögel dankbares Ziel ausgewählten Spotts sind.

      „Abgesehen davon, dass sie lächerlich darin aussehen, weil eben nur Frauen sowas können.“

      So ein klein wenig Sexist steckt eben doch in Jedem, nicht wahr? 😉

      „Da vergisst er mit seinem androzentrischen (sexualisierten) Blick, dass hübsch aussehen für Frauen ein Eigenwert ist, den bereits Mädchen kultivieren wollen.“

      Da gehen wir wieder konform.

      „Und niemals eine Einladung an Männer ist, sich an dem Anblick aufzugeilen oder gar übergriffig zu werden.“

      Aber hinschauen sollen die Typen schon, sonst macht es keinen Spaß.
      Das Problem bei der Präsentation ist, dass sie auch Interesse bei den Mr. No erzeugt und nicht nur bei den Mr. Right. Und bei den Mr. No ist es dann „Gazing“.

      „Wie man nicht zuletzt an #metoo sieht, haben Männer das einfach noch nicht kapiert.“

      Wir arbeiten dran 😉

      Hatte sich nicht vor einiger Zeit Anita Sarkeesian über eine abnehmende Aufmerksamkeit der Männer an ihrer Erscheinung gejammert?
      Ausgerechnet Sarkeesian, die Mr. No sofort für sein Gazing auf Millionen Schadensersatz verklagt hätte.

      Männer haben Frauen nie verstanden, und sie werden es auch nie tun.
      Ihr größter Fehler war, dass sie es in den letzten dreißig Jahren VERSUCHT haben.

    • @Claudia

      Bemerkst du nicht dass das hier:
      „Ernsthaft, Leute, wenn eure Männlichkeitskonstruktion derart fragil ist, dass sie von einem Stück Beinkleid komplett in Frage gestellt werden kann – solltet ihr dann nicht anfangen, euch zu überdenken?“
      verlogener Quatsch ist?

      Es gibt auf Wikipedia einen eigenen Artikel über Männerröcke (seit den 80ern) und in Linux-Camps vor zwanzig Jahren gab es mehr junge Männer, die Röcke getragen haben als Frauen draußen.
      Auf jeder Goa-Party kannst du Wickelröcke in hundertfacher Ausführung sehen. Gib mal „Goa-Rock“ auf Amazon oder ebay ein.
      Die haben so viel von dem Zeug, sie müssen es sogar verkaufen.

      Sein „Rebellentum“ ist dermaßen outdatet und peinlich, wieso fällt dir das eigentlich nicht auf?

      „Deswegen ja der männliche Backlash der aggressiv versucht, männliche Domänen zu verteidigen und Männer in Frauenkleidung als Verräter ansieht.“
      Gähn.
      Bei der Erfindung des „backlash“ handelt es sich um eine klassische Projektion der zweiten Welle. Ursache waren einerseits die Feminist Sex Wars und andererseits das endgültige scheitern des ERA 1982.
      Weil auf gar keinen Fall Feministinnen oder Frauen für polarisierende interne Konflikte und ein scheitern verantwortlich gemacht werden können /sarcasm off, gab es eben einen ganz üblen backlash und „die Männer schlugen zurück“.
      Feminin-ismus.

      Welche männlichen Domänen möchtest du denn gerne erobern, Claudia?
      Bundeswehr? Die suchen dringend Bewerberinnen. Trau dich! 🙂

      „Sie werden nicht mehr als mittelloses Eigentum von Vater zu Ehemann weitergerreicht um ihr Leben lang als Sklavin zu dienen.“
      Die Auswahl der Ehepartner (=Sklavenhalter) traf übrigens die Mutter – wenn du mir nicht glaubst, lies es bei Friedrich Engels nach.

      Das Patriarchat enttäuscht uns jeden Tag aufs Neue durch seine Unzuverlässigkeit, Claudia! 😦

      Man möchte bspw. den kleinen Rabauken partout die Erziehung verpassen, dass es keine „Einladung an Männer ist, sich an dem Anblick aufzugeilen oder gar übergriffig zu werden“ aber überall stehen einem seit Jahrzehnten Frauendomänen (Erzieherinnen, Lehrerinnen, Mütter) im Weg.
      Die sind quasi der backlash.

      • „Es gibt auf Wikipedia einen eigenen Artikel über Männerröcke (seit den 80ern) und in Linux-Camps vor zwanzig Jahren gab es mehr junge Männer, die Röcke getragen haben als Frauen draußen.
        Auf jeder Goa-Party kannst du Wickelröcke in hundertfacher Ausführung sehen. Gib mal „Goa-Rock“ auf Amazon oder ebay ein.
        Die haben so viel von dem Zeug, sie müssen es sogar verkaufen.“

        das müsste sich nicht beißen, wenn Goa-Röcke etc eben von Männern ohne fragile Männlichkeit getragen werden, während Männer mit fragiler Männlichkeit sie nicht tragen würden.

        Wobei der Schottenrock dann eigentlich etwas feige wäre: er wäre ja gerade ein Rock für Männer und damit leichter zu tragen, auch bei fragiler Männlichkeit

        • Übrigens habe ich den Eindruck, daß gerade in der „Goa“-Szene ein deutlich erhöhter Anteil fragiler Männlichkeiten vorhanden ist ( gerade vor einer Woche war ich bei einer Lesung eines Autors, der seine desbezügliche Chemodrogenkarriere literarisch aufarbeitet und der recht eindeutige Verhältnisse – wenn auch nur implizit – schilderte ).
          W.h.: Von den knallharten Männerrockträgern abgesehen ( zu denen sich der Kerl im Eingangspost ja auch zählt – m.E. fälschlicherweise ), scheinen schwächere Persönlichkeiten eher dazu zu neigen, sich mittels Rock ein Persönlichkeitssurrogat andichten zu wollen.

      • „Es gibt auf Wikipedia einen eigenen Artikel über Männerröcke (seit den 80ern) und in Linux-Camps vor zwanzig Jahren gab es mehr junge Männer, die Röcke getragen haben als Frauen draußen.
        Auf jeder Goa-Party kannst du Wickelröcke in hundertfacher Ausführung sehen. Gib mal „Goa-Rock“ auf Amazon oder ebay ein.
        Die haben so viel von dem Zeug, sie müssen es sogar verkaufen.“
        So sieht es aus. Ich war vor ein paar Wochen auf dem WGT und habe einen Rock getragen und demnächst sind in Berlin die Highlandgames und ich werde wieder einen tragen. Nur der Unterschied zu den feministischen Männer ist, dass ich damit nicht weniger männlich aussehe, während diese Pseudomänner wie billige Tunten aussehen und sich auch so fühlen.

    • „Also, grundsätzlich halte ich das für einen fiktiven Tweet.“

      Zustimmung.
      Große Vorbehalte an den Realitätsgehalt dieser Geschichte. Das ist, was Michael ausgedrückt hatte mit

      „Ich kaufe einmal „Dinge die sich so nicht zugetragen haben, aber weil ich meine Kinder vorschiebe kann ich mich ganz toll in Szene setzten“ für 200.“

      Weiter:

      „Aber mal darauf eingehend:

      „aber wenn die Mädels das wollen, mach ich das. Wenn ich ihnen dauernd predige, dass sie nur auf sich hören sollen, und nicht auf die Vorurteile der anderen, dann muss ich das eben auch mal selbst vorleben. So geht #Performanz.“

      Seine Vorstellung von Erziehung scheint mir sehr unterkomplex.

      Erstmal ist alles machen was die Kita-Töchter wollen total verkehrte Welt und geradezu grausam den Kindern gegenüber, die nur an Grenzen reifen können.

      Dann ist „nur auf sich hören sollen“ zwar zeitgeistig passend für die Entwicklung eines ausgeprägten Narzissmus, aber nicht zielführend wenn die Tochter später mal arbeitsteilig in der Gesellschaft agieren sollen.

      Das ist nicht #Performanz sondern #dummeHeliEltern“

      100% Zustimmung. (und ich dachte, du wolltest hier „unsere filterblasen zerstören“ oder so… wohl mein Fehler ?)

      Weiter im Text:

      „Allerdings:

      „Ernsthaft, Leute, wenn eure Männlichkeitskonstruktion derart fragil ist, dass sie von einem Stück Beinkleid komplett in Frage gestellt werden kann – solltet ihr dann nicht anfangen, euch zu überdenken?“

      Damit hat er allerdings recht. “

      Moment mal: Waren wir uns nicht einig, die Story für fiktiv zu halten?
      Warumm nimmst du ihm ausgerechnet den Teil ab, wo den Jungens „das Gehirn explodiert“ und ihn „ungefähr ALLE Eltern [..] mich extrem befremdet bis feindlich angeschaut“ haben sollen?
      Und selbst wenn er das so erlebt haben will (betonung auf „will“): Er berichtet nicht von äußerungen oder handlungen, sondern zieht schlüsse aus den Blicken der Leute. Mindestens gewagt, seine Hypothese – kann man ja mal einfach so behaupten. Vielleicht ist es auch eher so, dass er da ein hypochonder ist?

      Okay, er berichtet doch einen Vorfall:
      „Selbst ein befreundeter Vater hat passiv-aggressive spitze Kommentare gebracht.“

      Zitat des Kommentars? Kommentar bezog sich worauf?
      Vielleicht war er auch einfach nur witzig?
      Oder eben, wie durchaus nicht vonb der hand zu weisen, vielleicht auch einfach nur erfunden oder zu einem ganz anderen Zeitpunkt in einem ganz anderen Kontext gefallen, aber „der würde auch sowas sagen, wenn die Situation tatsächlich so gewesen wäre“?

      Weiter im Text:

      „Männlichkeit ist fragil geworden, was daran liegt, weil Frauen heute viel unabhängiger sind. Sie werden nicht mehr als mittelloses Eigentum von Vater zu Ehemann weitergerreicht um ihr Leben lang als Sklavin zu dienen. Sondern sie können ihr Leben selber bestimmen.“

      Eine Zeit, in der Frauen als Mittelloses Eigentum von Vater zu Ehemann weitergerreicht um ihr Leben lang als Sklavin zu dienen, dürfte länger her sein als deiner feministischen Phantasie vom Patriarchat passen würde.
      Sowas mag in Muslimischen Ländern der Fall sein, hier eher seltener.
      Man sollte das auch nicht verwechseln mit gesellscahftlichen Zwängen für Frauen UND Männer, wie angemessen geheiratet wird, wie eine „gute Partie“ gewählt wird, etc. Glaub doch nicht, dass das nur Frauen unter Druck setzt.
      Das Leben war kein Zuckerschlecken, aber die „sklaverei“ der Frauen (und nur der Frauen im ggs zu Männern), die meist doch relativ geschützte Tätigkeiten zu Hause, am Webstuhl oder auch der Fabrik leistete, während der Mann im Bergwerk buchstäblich sein Leben riskiert und viel zu oft auch verlor, diese „sklaverei“ ist doch eher eine feministische Legende. Kooperation war es, was das zusammenleben der Geschlechter geregelt hat, und die Frauen haben dabei keinen schlechten Schnitt gemacht. Zum Thema gibt es einige sehr erhellende Videos von „girl writes what“ Karen Straughan, allerdings auf englisch und angloamerikanische/Kanadische verhältnisse bezogen, die aber durchaus ähnlich zu denen auf Festlandeuropa sein dürften.

      Weiter im Text:

      „Deswegen ja der männliche Backlash der aggressiv versucht, männliche Domänen zu verteidigen und Männer in Frauenkleidung als Verräter ansieht. Abgesehen davon, dass sie lächerlich darin aussehen, weil eben nur Frauen sowas können.“

      Aha, so langsam kommt doch der Angriffsmodus – allerdings auch wieder nur mit behauptungen und nicht mit Argumenten.
      Wo siehst du denn diesen „männlichen Backlash“ und gegen was richtet der sich (deiner Meinung nach?)

      Richtig ist, dass wir uns auch nicht übern Tisch ziehen lassen wollen und auf Gleichberechtigung bestehen – will heißen, jeder bekommt die selben Chancen. Im ggs. zu gleichstelllung, die eben nicht die selben chancen will, sondern am Ende auf dem selben Ergebnis besteht (falls es nicht zu Gunsten von Frauen ausfällt – es gibt keine feministischen Forderungen nach Männerquten bei Lehrern)

      Fortsetzung folgt..

      • Übrigens:
        „„ungefähr ALLE Eltern“
        Richtet sich an beide Geschlechter, der damit kombinierte Vorwurf plus Beschimpfung jedoch ausschließlich und explizit an „die Männer“, resp. „das Patriarchat“.
        Sowas von Eierlos.

        ( OT: der ganze Thread hier ist dermaßen stimmungsvoll, daß ich ihn komplett an meine Lieblingssoziologin weiterempfehlen werde, die hat sicherlich satt Spaß daran )

    • „Männlichkeit ist fragil geworden, was daran liegt, weil Frauen heute viel unabhängiger sind. Sie werden nicht mehr als mittelloses Eigentum von Vater zu Ehemann weitergerreicht um ihr Leben lang als Sklavin zu dienen. Sondern sie können ihr Leben selber bestimmen.“

      Dein Definition von Männlichkeit ist ja geil.

      Wie definierst du denn Weiblichkeit?

    • Weiter im Text.

      „und Männer in Frauenkleidung als Verräter ansieht. Abgesehen davon, dass sie lächerlich darin aussehen, weil eben nur Frauen sowas können.““

      keine Ahnung, ob du das versuchst auf uns zu beziehen oder auf seine projozierten „Erlebnisse“, aber der Vollständigkeit halber möchte ich fetstellen, dass sich hier niemand über den Umstand an sich lustig gemacht, dass er einen Männerrock angezogen hat – was im übrigen auch keine „frauenkleider“ sind, deshalb heißt es ja Männerrock.
      Die Kritik bezieht sich vielmehr auf sein gehabe, sich als revolutionärer Held abzufeiern und „die anderen Männer“ dabeials rückständiges „patriarchales“ ™ gehabe darzustellen.

      Stattdessen war hier mehrfach und unabhängig die Aussage, dass der guteste irgendwie den Schuss wohl noch nicht gehört hat, dass Männerröcke mitlerweile gar nicht mehr ganz so mutig sind, wie er sich da selber versucht einzureden.
      Was in ungefähr das exakte Gegenteil dessen ist, was du behauptest.

      Weiter im Text, du zitierst:

      „„Und wie schaut diese Gesellschaft wohl auf eine 4jährige, wenn die dieses Kleidungsstück trägt? #Patriarchat, Du mieses Stück Scheiße.“

      Da vergisst er mit seinem androzentrischen (sexualisierten) Blick, dass hübsch aussehen für Frauen ein Eigenwert ist, den bereits Mädchen kultivieren wollen.“

      Au weia, willst du dich mit Stevie Schmiedel und Pinkstinks anlegen? Der Genderista? Womöglich gar der verruchten Meinung anhängen, das könnte etwas mit Biologie zu tun haben und nicht rein „sozial konstruiert“ und deshalb sexistisch ist?

      Liebe Claudia, an der Stelle Willkommen bei uns, wir werden dafür auch versuchen, dich zu schützen, denn die Genderista wird versuchen dich zu finden, zu häuten und zu vierteilen…

      Aber wer weiß, vielleicht wirst du auch eher diese Aussage relativiieren.
      Schaun mer mal.

      Weiter im Text:
      “ Und niemals eine Einladung an Männer ist, sich an dem Anblick aufzugeilen oder gar übergriffig zu werden. Wie man nicht zuletzt an #metoo sieht, haben Männer das einfach noch nicht kapiert.“

      Wie man an der Gesetzgebung der letzen Jahre, Jahrzehne und sogar Jahrhunderte sieht, war unsere Gesellschaft (ersetze durch: „wir Mäner“ funkjtioniert da ganz prima) schon ziemlich lange außerordentlich nachtragend und strafend in Bezug auf Männer, die gegenüber Frauen übergriffig werden. #metoo und die gesamten mediale Berichterstattung samt bereitwilligster vorverurteilung ist dafür auch nur ein weiterer Beleg. Dass selbst unter Gefängnisinsassen solche Leute als die unterste Kategorie in der Gefängnishierarche gesehen werden, ist hinlänglich bekannt.
      Zu sagen „Männer“ hätten das „einfach noch nicht kapiert“ ist also eine grotsk verfälschende Wahrnehmung. Es sind ganz bestimmte Männer, und die verteidigen wir hier auch nicht. Es ist eher die pauschale diffamierung von Männern als ganzes.
      Etwas in der Art von
      „Also hier bitte „diese Gesellschaft“ durch „wir Männer“ ersetzen. Dann stimmt es.“

      Nicht „bestimmte“ Männer, sondern so ganz allgemein „Männer“.

      Und nach diesem Schlussatz hab ich dann auch schon wieder genug und nehm mein „willkommen“ vieleicht lieber wieder zurück – mit sexisten hab ichs nicht so.
      Schade, waren ein paar gut Ansätze dabei.

    • Erstmal vielen Dank für die vielen Antworten. Und ich bin echt positiv überrascht, dass wir hier zumindest in der Erziehungsfrage wohl einen Konsens haben.

      Ich schreibe die Antworten einfach mal in Reihe runter und hoffe niemanden zu vergessen:

      @Carnofis wegen Unterdrückung der Frauen

      Das war hierzulande im ländlichen Raum noch bis in die 70er Jahre hinein üblich. Auch die entsprechenden Gesetze wurden lange nicht geändert. Erst vor 20 Jahren z.B. wurde die Vergewaltigung in der Ehe endlich strafbar.

      Symbolische Elemente davon haben sich bis heute erhalten, z.B. bei der Hochzeit führt der Vater die Braut zum Altar und übergibt sie da an den Ehemann. Aber wenn Du so gut in Geschichte bist, kennst Du ja bestimmt noch mehr von Männern in Gesetze und Regeln gepackte Beschränkungen von Frauen (auch schönes Beispiel, die Zunftordnungen) die ihnen ein selbstbestimmtes Leben lange verunmöglicht haben.

      @crumar wegen Männerröcke und backlash

      Die Aggressivität der Männer bei dem Thema ist schon bezeichnend. Da helfen auch winzige Nischen nicht wo folkloristisch Röcke getragen werden. Die sind dann eher als geduldete Reservate zu verstehen.

      Es geht auch beim Backlash nicht um das akute Erobern männlicher Domänen sondern um die zunehmende Aggressivität der Männer gegen die selbstbestimmte Lebensweise der Frauen. Und hier speziell darum, dass Männer untereinander aggressiv werden wenn da einer anfängt stereotype Männlichkeit in Frage zu stellen.

      @maddes8cht wegen Filterblase und Fiktiv

      Von Filterblasen habe ich nirgends geschrieben, da verwechselst Du mich wohl.

      Wegen dem Fiktiv: Ich glaube, das mit dem Rock war das eigentliche Thema des Autors und die Story mit seinen Töchtern nur vorgeschoben.

      Wegen der Unterdrückung habe ich schon oben Carnofis geantwortet. Bei Moslems ist das bestimmt noch heute sehr viel ausgeprägter, das stimmt. Aber früher war das hier ganz genauso.

      @matze

      Ich habe damit nicht Männlichkeit definiert und auch eine Definition von Weiblichkeit wäre ein umfangreiches Thema. Zuviel für einen Kommentar.

      • @ Claudia

        Ich will mal annehmen, dass Du uns nicht ernsthaft weismachen willst, dass Frauen bis vor 40 Jahren noch als Sklavinnen vom Vater an den Ehemann übergeben wurden.
        Ich bin mit fast 60 Jahren schon etwas betagter und habe die Zeit „life“ mitbekommen. Wenn ich von einer Generation den Eindruck von Souveränität gewonnen hatte, dann von meiner Müttergeneration – und vielleicht noch von deren Müttern, also meinen Großmüttern. Über das, was heutige Feministinnen ihnen an Ängstlichkeit und Rechtlosigkeit andichten wollen, würden die nur in höhnisches Gelächter ausbrechen. Das waren Frauen, die nicht in Tränen ausbrachen und nach Vater Staat riefen, wenn ihnen ein Mann auf der Straße hinterher pfiff. Ja, das gab es damals tatsächlich relativ häufig – und die jungen Frauen haben es als das genossen, was es sein sollte, ein Kompliment. Ich erinnere mich noch gut an meine Tante, die mit kaum verhohlenem Stolz, aber offen zur Schau getragener Empörung abends über die Maurer unten in der Straße berichtete.
        Das gehörte zum Spiel – und jeder wusste das.

        „Symbolische Elemente davon haben sich bis heute erhalten, z.B. bei der Hochzeit führt der Vater die Braut zum Altar und übergibt sie da an den Ehemann.“

        Du darfst aber auch nicht den Rest der Wahrheit verschweigen. Viele Töchter waren für einen Vater ein Unglück, denn er hatte sie mit üppigen Brautgeschenken, der Mitgift („Gift“ im Sinne von „Geschenk“) auszustatten. Die mittellose Braut gab es in der Tat, wenn die Eltern nichts zu bieten hatten, aber ansonsten stimmt das Bild nicht.

        „Aber wenn Du so gut in Geschichte bist, kennst Du ja bestimmt noch mehr von Männern in Gesetze und Regeln gepackte Beschränkungen von Frauen (auch schönes Beispiel, die Zunftordnungen) die ihnen ein selbstbestimmtes Leben lange verunmöglicht haben.“

        In der Tat war es grundsätzlich Frauen an vielen Orten und zu vielen Zeiten nicht erlaubt, eigenständig Mitglied in Zünften zu werden. Was aber nichts daran änderte, dass es
        1. auch Frauenzünfte gab und dass
        2. Frauen sehr wohl berechtigt waren, ihre wegen ausgedehnter Geschäftsreisen abwesenden Männer in den Zünften zu vertreten.
        Und Witwen wurden auch nicht unbedingt aus den Zünften geworfen.

        Vielleicht solltest Du nicht unbedingt Alice Schwarzer lesen, wenn Du etwas über Frauen im Mittelalter erfahren möchtest. Versuch es mit Cordula Nolte „Frauen und Männer in der Gesellschaft des Mittelalters“, Edith Ennen „Frauen im Mittelalter“ und vielleicht Barbara Tuchmann „Der ferne Spiegel“. Da wirst Du manches Aha-Erlebnis erfahren.

        Wenn Frauen wirklich Teilhabe am gesellschaftlichen Leben haben wollten, dann kriegten sie sie auch in aller Regel. Womit ich überhaupt nicht leugnen will, dass ihre Freiräume weit enger gezogen waren, als bei heutigen Frauen. Aber das galt in exakt gleicher Weise für Männer.

      • Vergewaltigung in der Ehe war im wesentlichen auch vorher strafbar, es galt nur nicht als Vergewaltigung und wurde weniger stark bestraft. Genauso wie einige immer wieder behaupten, Homosexuelle könnten erst seit letztem Jahr heiraten, wobei sie im wesentlichen sich auf eine Umbennenung der Eingetragenen Partnerschaft beziehen, die 20 Jahre älter ist. Beide Gesetzesänderungen sind etwas Fortschritt, aber sie sind bei weiten kein so großer Schritt wie von der Barbarei zur Zivilisation, wie gerne getan wird.

        Kurz und gut, ich möchte nur darauf hinweisen, nicht so schnell mit so Jahresbehauptungen zu kommen, nur weil etwas verbessert wurde, war man davor nicht am Anfang.

        • @ Bub

          „nur weil etwas verbessert wurde, war man davor nicht am Anfang.“

          Das war auch nicht meine Aussage. Es war ein langer Kampf bis dahin und er ist auch nicht nicht beendet.

          „Vergewaltigung in der Ehe war im wesentlichen auch vorher strafbar, es galt nur nicht als Vergewaltigung und wurde weniger stark bestraft.“

          Es wurde gar nicht bestraft. Bis in die 50er-Jahre hinein gab es sogar hierzulande noch eine Sexpflicht für die Ehefrau, d.h. wenn sie sich dem Sex verweigerte oder erduldete und danach zur Polizei ging, war sie am Ende die Angeklagte.

          Außerdem war und ist die Strafbarkeit der Vergewaltigung in der Ehe ein sehr mächtiges Zeichen an die Männer. Es symbolisiert ein Stoppschild und soll zum gesellschaftlichen Umdenken führen. Es soll in die Köpfe der Männer rein.

          • Sicherlich würde Claudia auch behaupten, daß Schwule bis vor kurzem keine Kinder hätten adoptieren können, was ebenfalls glatt gelogen ist. Sie plappert halt irgendwelche unwahren feministischen Unsinnsfloskel nach.

          • @ Christian

            Danke für die Hinweise auf ältere Beiträge hier. Ich sehe, die Themen wurden hier ja schon ausführlich besprochen. Hoffe, der eine oder andere hitzige Kommentator hier liest sich das auch durch und geht dann ein wenig in sich.

          • @Chrissy:
            „dann weise sie doch einfach auf einen Artikel hin, in dem der Irrtum aufgeklärt wird oder lege die Argumente selbst dar“

            Warum? Ich habe doch gerade schlüssig dargelegt, daß das vollkommen nutzlos ist. Im Gegenteil würde ich mich damit ja lediglich auf ihre Spielebene ziehen lassen, zumal davon auszugehen ist, daß der Rest der Kommentatorenschaft dadurch höchstens die Lust verliert noch ( und noch eine und noch eine ) eine Runde auf diesem Hick-Hack-Karussel zu drehen.

          • „Hoffe, der eine oder andere hitzige Kommentator hier liest sich das auch durch und geht dann ein wenig in sich.“

            Hast Du sie denn gelesen?
            Zu deinem „Es wurde gar nicht bestraft.“ führt der Artikel ein Urteil einer Verurteilung an, das 2 Jahre vor der Gesetzesänderung verfasst worden ist.

            Zur „Sexpflicht“ führt der zugehörige Artikel aus, dass es eine solche eben nicht in dem Sinne gab, wie du das implizierst.
            „Es regelt keine tatsächliche Pflicht, Sex mit seinem Ehemann zu haben und diesem nicht zu zeigen, dass es einem Gleichgültig ist oder anwidert, sondern es sagt lediglich, dass jemand nicht an einer Ehe festhalten muss, wenn der andere zeigt, dass ihm der Sex gleichgültig ist oder sogar anwidert.“

            Das ist ein Scheidungsgrund, nicht mehr und nicht weniger. Die Erwartung, in einer Ehe Sex mit dem Ehepartner haben zu können, ermächtigte allerdings nicht, sich diesen gewaltsam zu nehmen.
            „angeklagte“ war sie in dem Zusammenhang lediglich in dem Sinne, dass bei Scheidung aufgrund des Schuldprinzips die Schuld auf ihrer Seite gesehen wurde.

            „wenn sie sich dem Sex verweigerte oder erduldete und danach zur Polizei ging, war sie am Ende die Angeklagte.“
            Du meinst so, wie wenn ein männliches Opfer häuslicher Gewalt zur Polizei geht und dann als der Schuldige behandelt wird? Dafür gibt es tatsächlich zahlreiche Belege und Geschichten.
            Wurden hier bereits zahlreich breitgetreten, auf Wunsch findet sich sicher jemand, der ein paar der drastischeren Fälle zusammenstellt. Aber ich bezweifle mal wieder, dass du in der Lage sein wirst, für diese Behauptung auch nur ein einziges Beispiel zu finden.

            Überrasche mich, und bring tatsächlich mal was konkretes.
            (Die Nachfragen nach konkreten Beispielen bist du, soweit ich das sehe, bislang zu 100% schuldig geblieben. Bevor du mit weiteren abstrusen behauptungen aufläufst, könntest du versuchen, zumindest das eine oder andere reale Beispiel doch zu finden. Aber lass mich raten: Du findest keine. Das liegt daran, dass es sie nicht gibt.)

          • „„Warum? Ich habe doch gerade schlüssig dargelegt, daß das vollkommen nutzlos ist“

            Weil Diskussionen hier nach Möglichkeit mit Argumenten geführt werden sollen“.

            Exakt das habe ich doch getan, @Chrissy, ich habe stringend dargelegt daß und warum es sinnlos ist, sich in eine endlos wiederholende Plappermühle einspannen zu lassen. Lies doch einfach oben nochmal nach. Und nachdem das erledigt ist, verlegeich mich wahlweise nach Gelegenheit auf die Meta- oder die humoristische Ebene, eben gerade WEIL alles andere, rational betrachtet und mehrfach belegt, sinnlos ist.
            Populistische Kurzformel ( nicht von mir ) dazu:
            Diskutiere nicht endlos mit Idioten, denn sie ziehen sich auf ihre Ebene und dort schlagen sie Dich aus Erfahrung und mittels Durchhaltevermögen.

            Das nehme ich mir, schon aus Lebenszeitgründen, zu Herzen.

      • „Das war hierzulande im ländlichen Raum noch bis in die 70er Jahre hinein üblich. Auch die entsprechenden Gesetze wurden lange nicht geändert. Erst vor 20 Jahren z.B. wurde die Vergewaltigung in der Ehe endlich strafbar.“

        Wie alt bist du?
        Hast du dazu authentische Berichte und Erlebnisse realer Frauen, die das vom Alter her erlebt haben müssten? Nein? Ich nämlich auch nicht.
        Kennst du die entsprechenden Behauptungen vielleicht auch nur von der feministischen propagandamaschinerie?

        Dass es erst seit 20 Jahren einen eigenen Straftatbestand für Vergewaltigung in der Ehe gibt, bedeutet nicht, dass solche Gewalthandlungen zuvor nicht strafrechtlich relevant waren. Nötigung und Körperverletzung war auch damals auch innerhalb einer Ehe durchaus nicht erlaubt. Allein der Straftatbestand der Vergewaltigung kam eben dafür nicht in Frage.

        Das andere regelmäßige Konstrukt, das da aus dem Hut gezaubert wird, ist diese Behauptung, dass Frauen bis 1977 nicht ohne Erlaubnis des Ehemannes arbeiten durften. Dummerweise gibt es heute Internet und man kann auch verflossene Varianten von Gesetzen einfach selbst nachschlagen. Und -Tadaa!! – der damalige Gesetzestext gibt diese Behauptung einfach nicht her.

        Auch hier gilt: Ich kenne es auch von Leuten aus der entsprechenden Generation nicht. Es wurde nicht so gelebt und auch nicht so wahrgenommen. Auch nicht aus der Zeitgenössischen Literatur. Das ist eine Erfindung der letzten 20, 30 Jahre.

        Zu beiden propagandaaussagen empfehle ich die Lektüre bei Man in the middle, hat auch noch andere Texte zu feministischer Propaganda.

        http://maninthmiddle.blogspot.com/p/feministische-falschaussagen.html#ffa_arbeiten

        und direkt darunter

        http://maninthmiddle.blogspot.com/p/feministische-falschaussagen.html#ehe_vergewaltigung

        „Symbolische Elemente davon haben sich bis heute erhalten, z.B. bei der Hochzeit führt der Vater die Braut zum Altar und übergibt sie da an den Ehemann.“

        Ob es sich dabei aber um eine „übergabe“ im Sinne eines Eigentums wie eines Sklaven handelt ist feministische interpretation. Mindestens ebenso legitim ist, die Frau als besonders schützenswertes Wesen von einem Schutzbereich in einen anderen zu übergeben, und die Verantwortung dafür zu übergeben.Dass eine Braut eher wie eine Königin auf einer Hochzeit herausgeputzt wird passt auch eher zu dieser interpretation als die übergabe einer Sklavin.

        Und es passt viel besser in eine Kongruenz von „Frauen und Kinder zuerst“, „unter den Opfern waren auch Frauen und Kinder“ (ja, wenns bloß Männer gewesen wären…).

        „Aber wenn Du so gut in Geschichte bist, kennst Du ja bestimmt noch mehr von Männern in Gesetze und Regeln gepackte Beschränkungen von Frauen (auch schönes Beispiel, die Zunftordnungen) die ihnen ein selbstbestimmtes Leben lange verunmöglicht haben.“

        Du führst ausgerechnet Zunftordnungen als Bsp an???
        Mag ja schon richtig sein, dass Zunftordnungen Frauen aus vielem herausgehalten haben, aber sie haben auch Männer darin festgehalten – „gefesselt“, gebunden, wie immer du es nennen willst. Selbstbestimmt die Zunft wechseln? Haha.
        Feministische Träumereien vom „selbstbestimmten“ Leben im „patriarchat“. Durch Heirat hatte eine Frau eher bessere Möglichkeiten die „zunft“ und damit evtl. den Stand zu wechseln als ein Mann.

        „Die Aggressivität der Männer bei dem Thema ist schon bezeichnend. […] Es geht auch beim Backlash nicht um das akute Erobern männlicher Domänen sondern um die zunehmende Aggressivität der Männer gegen die selbstbestimmte Lebensweise der Frauen. Und hier speziell darum, dass Männer untereinander aggressiv werden wenn da einer anfängt stereotype Männlichkeit in Frage zu stellen.“

        Du behauptest diese Aggressivität mehrmals, wie wäre es, du benennst die mal in Beispielen?

        Wo zeigen Mäner „zunehmende Aggressivität der Männer gegen die selbstbestimmte Lebensweise der Frauen“?

        Ich kenne die Behauptung, aber reale exemplare dazu sind mir eigentlich eher unbekannt. Jedenfalls unter Europäern..

        „@maddes8cht wegen Filterblase und Fiktiv

        Von Filterblasen habe ich nirgends geschrieben, da verwechselst Du mich wohl.“

        Ja, bekenne mich schuldig – hab dich an der Stelle mit Claudia in den selben Topf geworfen.

        „Aber früher war das hier ganz genauso.“
        Erinnerst du dich da dran, warst du dabei?
        Nein, war es nicht.

        Lies mal zeitgenössische Literatur – und lies die nicht ausschließlich aus dem feministischen Blickwinkel und der ausschließlichen Prämisse von der „Untersrückung der Frau“. Die verengt den Blick doch sehr.
        Darin stehen Frauen und Männer zwar in verschiedenen geselschaftlichen Zwängen, aber den Zwängen unterliegen beide.

        Für beide Geschlechter (obwohl die Zweigeschlechtlichkeit „bekanntlich“ von den Nazis erfunden wurde, ist die Literatur diesbezüglich erstaunlich konstant…) gibt es da heftige soziale Begrenzungen. Aber trotzdem ist die ganze Literatur auch immer schon voll von agierenden Frauen, im positiven wie im negativen.
        Lies mal Schiller, Goethe, Shakespeare.
        Lies mal die Niebelungen – Kriemhild, Gudrun. Gestalten, die die Geschite maßgeblich prägen.
        Lies mal die römischen und griechischen Sagen.

        Frauen haben da immer ihre ganz spezifischen Handlungsmöglichkeiten und nutzen die auch. Und das sind nicht nur die Möglichkeiten von Sklaven.

        Es stimmt einfach nicht. Es stimmt nicht.
        Es reicht nicht, das zu behaupten. Und eine jeweilige Behauptung müsste immer mit einbeziehen, wie denn die zugehörige Situation für Männer war – und die war i.d.r. eher nicht besser, sondern potentiell vor allem (Lebens-)gefährlicher.
        Weil das Leben von Frauen immer das kostbare war und ist.
        Man verheizt die Männer, um die Frauen zu schützen.

        Bevor du dich mit dem Stichwort von der „unterdrückten Frau“ in einem „Männerrechtler“-Forum vortraust, solltest du dich zumindest einmal grob mit dem Konzept vom „disposable male“ befasst haben – vom „entsorgbaren Mann“.
        Für die meisten Männer der Menschheitsgeschichte war die Realität als „entsorgbarer“ Mann sehr viel deutlicher als die eines patriarchalen unterdrückers einer Frau.

      • Klar:

        „Männlichkeit ist fragil geworden, was daran liegt, weil Frauen heute viel unabhängiger sind. Sie werden nicht mehr als mittelloses Eigentum von Vater zu Ehemann weitergerreicht um ihr Leben lang als Sklavin zu dienen. Sondern sie können ihr Leben selber bestimmen.“

        Männlichkeit benötigt nur abhängige Frauen. Und Ehefrauen als Sklavinnen ihrer Ehemänner zu bezeichnen ist albern. Da schafft man nur wenn man das aller meiste ausblendet. Wären die Rollen getauscht gewesen, würde die Berufs-Opfer auch behaupten das Frauen Sklavinnen waren, weil sie Arbeiten mussten um Geld ran zu schaffen, das dann i.d.R. vom Mann ausgegeben wurde. Lächerlich.

      • Bis die anderen mit dem Abendbrot fertig sind, fange ich schon mal an ( olen Mann freet jo nich mehr so fehl wi hebbt dat jo und dat kostscha ok nix )

        Zunächst wäre es nicht schlecht, wenn Du aufhörst Dich auf dümmliche Femikampfformeln zu beschränken und differenziert zu argumentieren anfingst.
        These: Frauen wurden und werden schon immer unterdrückt.
        Das ist richtig, nur fehlt die Mengenangabe. Ich gehe also mal von irgendwelchen Frauen, irgendwelchen Unterdrückern und gar keinem ( ! ) Grundsatz aus.
        Männer wurden und werden schon immer von Männern unterdrückt. Stimmt genau so.
        Männer wurden und werden von Frauen unterdrückt. Dito.
        Frauen wurden und werden von Frauen unterdrückt. Ebenfalls.
        Frauen wurden und werden von Männern unterdrückt, Yes, so what?
        Die These ist also zunächst eine konkret sinnlose Nullnummer.

        In medias res:
        „Und ich bin echt positiv überrascht, dass wir hier zumindest in der Erziehungsfrage wohl einen Konsens haben.“
        Warum? Oder besser gefragt, warum hast Du irgendetwas anderes erwartet? Und was genau?

        „Das war hierzulande im ländlichen Raum noch bis in die 70er Jahre hinein üblich.“
        Ach, gar? Wie kommst Du darauf, unter differenzierter Berücksichtigung der entsprechenden Gegenrechnungen? Kennst Du die überhaupt?

        „Auch die entsprechenden Gesetze wurden lange nicht geändert. Erst vor 20 Jahren z.B. wurde die Vergewaltigung in der Ehe endlich strafbar.“
        Welche konkret, mit welchen realen Auswirkungen in welchem Maße? Gegenrechnungen ( s.o. )?
        Und jetzt komme bitte nicht mit dem hanebüchenen Mist über Männer, die ihren Frauen das arbeiten verboten hätten, denn damit würdest Du Dich schlicht zum Gespött machen, da das Thema hier mehrere Male, umfassend und erschöpfend ausdiskutiert, dargelegt und abgehakt wurde. Du würdest Dir damit selbst den Vorwurf lesefaul zu sein ( bestenfalls ), oder eben Femi-Bockmist nachzuplappern an den Hals hängen, weswegen ich den ganzen Sermon dazu jetzt auch nicht zum xten Male wiederhole.
        Ansonsten: Stelle doch bitte einmal anhand einigermaßen valider Zahlen dar, wieviele Frauen von ihren Männern und wieviele Männer von ihren Frauen vergewaltigt wurden ( am besten im historischen Verlauf ) und was Du unter einer Vergewaltigung konkret verstehst.

        „Symbolische Elemente davon haben sich bis heute erhalten, z.B. bei der Hochzeit führt der Vater die Braut zum Altar und übergibt sie da an den Ehemann.“
        Ach? DAS symbolisiert eine Vergewaltigung, oder wolltest Du damit auf die Selbstbestimmung ganz grundsätzlich abheben? Falls letzteres, inwiefern ist so ein schöner Brauch denn selbstbestimmungsfeindlich und inwiefern gilt das umgekehrt nicht?
        Schließt Du etwa rekursiv, daß Männer sich ihr Leben vollständig selbst gestalten konnten oder noch können, weil sie nicht von der Mutter während der Hochzeitszeremonie der Braut übergeben werden? DAS wäre allerdings realitätsfremd und lächerlich. Wenn man überhaupt irgendetwas daraus schließen kann, dann doch wohl, das Frauen besser geschützt wurden und werden, als Männer, oder?

        „Aber wenn Du so gut in Geschichte bist, kennst Du ja bestimmt noch mehr von Männern in Gesetze und Regeln gepackte Beschränkungen von Frauen (auch schönes Beispiel, die Zunftordnungen) die ihnen ein selbstbestimmtes Leben lange verunmöglicht haben.“
        Und diese Gesetze und Regeln haben wie genau anders gewirkt, als die welche die Männer irgendwelchen Rahmenregeln unterwarfen?
        Und wie kommst Du darauf, daß diese Gesetze und Regeln allein der Verantwortung „der Männer“ unterlagen, also von Frauen grundsätzlich irgendwie gar nicht gewollt gewesen wären?
        Und was ist mit den heutigen Gesetzen und Regelungen, Stichwort AGG u.s.w.? Wo werden da Frauen unterdrückt? Soweit mit bekannt gibt es locker zwanzig nur für Frauen geltende gesetzliche Privilegien ( wahrscheinlich defakto noch diverse mehr ) und kein einziges für Männer, im Gegenteil werden Jungen und Männer z.T. eklatant benachteiligt.

        „Die Aggressivität der Männer bei dem Thema ist schon bezeichnend.“
        Wie büdde? Welcher Männer und welcher Frauen, mit welchem Anteil woran genau?
        Der Satz ist eine Blase voll gar nix, wenn Du ihn nicht mit Inhalt zu füllen bereit bist.
        „Männerröcke und backlash“ sollte darin schon in nachvollziehbar ausdifferenzierter Form vorkommen.

        „Da helfen auch winzige Nischen nicht wo folkloristisch Röcke getragen werden. Die sind dann eher als geduldete Reservate zu verstehen.“
        Und wie willst Du belegen, daß dem so ist? Ich kenne Männer, die in Röcken herumlaufen und keiner davon hat je gejammert, daß er aggressiv angegangen und gar „nicht geduldet“ wurde.
        Übrigens sind Reservate Rückzugsgebiete, soweit ich weiß und Männerröcke sind Boomartikel.
        Wobei dann, ganz nebenbei, auch zu berücksichtigen wäre, daß Frauenhosen ( ja, sowas gibt es ) sich auch zunehmender Beliebtheit erfreuen, ganz besonders unter Frauen und sicherlich auch unter solchen Frauen, die Männer dafür scheel angucken würden.
        Na und? Ist doch deren ganz private Angelegenheit, oder?

        „Es geht auch beim Backlash nicht um das akute Erobern männlicher Domänen sondern um die zunehmende Aggressivität der Männer gegen die selbstbestimmte Lebensweise der Frauen.“
        Bei welchem Backlash und wo in D. werden DIE Männer ( alle ) zunehmend aggressiver ( wie viele Männer? ), wenn DIE Frauen so selbstbestimmt leben, wie sie das seit langem tun? Männer akzeptieren es im allgemeinen sogar ohne jedes Problem, wenn eine Frau nicht arbeiten, sondern lieber zuhause bleiben und sich selbst verwirklichen möchte, bspw. durch die überwiegende Aufzucht gemeinsamer Kinder. Was willst Du denn noch?
        Deine hanebüchene Unterstellung, das alle Männer allen Frauen ggü. immer aggressiver würden, WEIL dieselben ihre Lebensplanung selbst gestalten, mal im Konsens mit Partner, mal ganz ohne, mal in ausgehandelten Kompromissen, ist jedenfalls schlicht komplett falsch, wie damit wohl hinreichend dargelegt sein sollte, oder fällt Dir dazu noch etwas neues ein?
        Ich denke Du leidest in dem Punkte leicht erkennbar unter dem Duracellsyndrom und rappelst einfach längst widerlegten Kram weiter, weil die entsprechende Batterie noch nicht alle ist.

        „Und hier speziell darum, dass Männer untereinander aggressiv werden wenn da einer anfängt stereotype Männlichkeit in Frage zu stellen.“
        Ja? Beleg? Stereotype sind nicht nur so ziemlich das beste was wir haben ( auch Frauen! Und Du besonders, wobei ich bei Dir eine erhöhte Rate an Vorurteilen festzustellen meine ), sondern sie sind sogar lebensnotwendig! Das kam nicht zuletzt durch Hinterfragungen derselben an’s Licht.
        Merke: Menschen hinterfragen Stereotype gelegentlich und das ist gut so, aber noch besser ist es, daß sie sich in den meisten Fällen auf sie verlassen können. Mal vorausgesetzt, daß Du mit „infragestellen“ dasselbe meinst, wie ich und nicht auf Femiformeln bestehst, also die besten Stereotype einfach durch wirre ideologische Experimente abzuschaffen trachtest, müßtest Du das eigentlich vollumfänglich bestätigen können.
        Auch ist es mir noch nie passiert, daß andere Männer mir gegenüber aus geschlechtsspezifischen Gründen aggressiv wurden, wenn ich nachts um halb zwei bei roter Ampel die Strasse überquert habe. Frauen allerdings auch nicht. Ist Deine Stereotypenwelt vielleicht nicht mehr so intakt wie meine?

        „Wegen dem Fiktiv: Ich glaube, das mit dem Rock war das eigentliche Thema des Autors und die Story mit seinen Töchtern nur vorgeschoben.“
        Wong! Auch die Rockgeschichte war nur vorgeschoben, es ging ihm darum sich als Allie zu outen, in der Hoffnung sich dadurch bei durchgeknallten Femis Kekspunkte per Arschkriecherei zu verschaffen. Noch dazu so ungeschickt, daß es nicht nur leicht zu erkennen war, sondern er auf dieser Billigschiene selbst bei ( relativ intelligenten ) Femis ( doch ein paar gibt es wohl ) gnadenlos abperlen würde. Ich denke, das hat die Gemeinschaft der Kommentatoren hier schon sehr überzeugend herausgearbeitet. Vielleicht liest Du den Thread nochmal zur Gänze, hmmm?

        „Wegen der Unterdrückung habe ich schon oben Carnofis geantwortet. Bei Moslems ist das bestimmt noch heute sehr viel ausgeprägter, das stimmt. Aber früher war das hier ganz genauso.“
        Zu Satz 1: Ja, hast Du, aber nicht substanzvoll, oder gar überzeugend.
        Zu Satz drei: Noch ’ne substanzlose Unterstellung, meinst Du Masse macht Wahrheit, hmmm?

        Tja, Claudia, das war mal garnix, mit ohne was. Gedenkst Du noch irgendetwas von Gehalt zur Diskussion beizutragen, oder wolltest Du nur mal durch trotzige Anwesenheit glänzen?

        • @ Fiete

          „These: Frauen wurden und werden schon immer unterdrückt. Das ist richtig, nur fehlt die Mengenangabe.“

          Bist Du Zahlenfetischist? Oder willst Du dass ich schreibe „95,8% der Frauen zwischen 14 und 94 haben schon mindestens einmal in ihrem Leben gegen ihren Willen Sex erduldet, weil sie im Fall einer Weigerung negative Konsequenzen befürchten mussten“. Um dann mit mir zu feilschen, dass es doch nur 71,9% waren, also gar nicht so schlimm und ich hysterische Ziege mich nicht so anstellen soll??

          Jeder Fall ist ein Fall zuviel. Mehr Zahlen braucht es da nicht. Und wenn diese Aussage und meine „trotzige Anwesenheit“ Dich ärgern, habe ich ja schon was bewirkt.

          • Nein , es geht nicht um Zahlenfetischeismus, sondern darum, daß daß es jedes Ärgernis schon immer gab und immer geben wird. Daraus hanebüchene Absolutwerte zu behaupten, also z.B. daß DER Kampf in eine ganze bestimmte Richtung – und nur in diese – „weitergeführt“ werden müsse und dabei den Rest der komplett auszublenden, ist schlichtweg Unsinn. Das ist übrigens so ziemlich allen ( normalen ) Menschen auf der Welt klar. Warum Feministen das nicht nur nicht verstehen, sondern – um in Deinen Worten zu sprechen – einen heiligen ewigen Fetischismus zu basteln, lässt sich m.E. nur mit harten logischen nd soziologischen Defiziten erklären.

          • Bzgl. der Zahlen: Bitte Quelle angeben, sonst haben sie keinen Wert! Beziehen sich die Zahlen auf Deutschland oder auf die ganze Welt?

      • @Claudia

        Wenn du so etwas pauschal und generalisierend behauptest:
        Die Aggressivität der Männer bei dem Thema ist schon bezeichnend. Da helfen auch winzige Nischen nicht wo folkloristisch Röcke getragen werden. Die sind dann eher als geduldete Reservate zu verstehen.“ solltest du gute Belege für deine Allaussagen liefern können.
        Nicht jedoch ex-post meine mit Belegen erfolgte Falsifikation deiner Aussagen zum Anlass nehmen, sie einfach zu wiederholen.
        Das kommt bei mir nicht gut an.

        Noch einmal: Auf der Wikipedia findest du einen Artikel, der sich ganz dem Thema „Männerrock“ widmet.
        Aus diesem geht hervor, Männermode mit namhaften Herstellern in Sachen Männerrock gibt es seit den 80ern des letzten Jahrhunderts.
        Deine behauptete Aggressivität der Männer bei dem Thema ist einfach nur eine Behauptung und sie ist eine Falschbehauptung.

        „Es geht auch beim Backlash nicht um das akute Erobern männlicher Domänen sondern um die zunehmende Aggressivität der Männer gegen die selbstbestimmte Lebensweise der Frauen.“

        Auch dies ist bestenfalls eine Annahme von dir, die du durch irgendetwas belegen musst.
        Du kannst nicht einfach eine „zunehmende Aggressivität“ behaupten.
        Durch welche Belege siehst du dich in deiner theoretischen Vorannahme bestätigt, es gäbe eine zunehmende männliche Aggressivität gegen „die selbstbestimmte Lebensweise der Frauen“?
        Wie und wo zeigt sich diese denn?

        Kannst du evtl. nachvollziehen, warum es uns bei der Diskussion mit Feministinnen so vorkommt, als redeten wir mit Vertretern einer Religion, die ebenfalls beliebig religiös-normative Setzungen als bereits bewiesen betrachten?

        „Und hier speziell darum, dass Männer untereinander aggressiv werden wenn da einer anfängt stereotype Männlichkeit in Frage zu stellen.“

        Das ist erstens falsch, weil Männer untereinander eine wesentlich größere Toleranz gegenüber Lebensmodellen und Lebensweisen von anderen Männern aufbringen, als Frauen dies für andere Frauen zu tun in der Lage sind.
        Zweitens zeigen mir deine Beiträge (und auch der Tweet), du bist irgendwann in den 80er Jahren des letzten Jahrtausends im Kopf stehen geblieben und hast dich darin behaglich eingerichtet.

        Es gab eine Pluralisierung von akzeptablen Männlichkeitsmodellen seit den 70ern, die sich nicht zuletzt daran zeigte, ein offen schwuler Westerwelle konnte bereits 1994 als Generalsekretär der FDP und ein offen schwuler Wowereit 2001 in Berlin als Bürgermeister gewählt und wiedergewählt werden.
        Es kann nicht gleichzeitig eine höhere Akzeptanz „nicht stereotyper Männlichkeit“ (ich setze deren Wahl als Beweis meiner These) geben und eine größere Aggression gegenüber dieser, die sich in ihrer Ablehnung bzw. Abwahl zeigen würde.

        Diese Pluralisierung drückt sich auch darin aus, dass Männer die Rolle eines Vaters anders verstanden haben und ausfüllen wollten als ihre Väter.
        Aber im Trennungsfall ihr fortschrittliches Verständnis an der gynozentrischen Realität dieses Staates scheiterte, der im Zweifelsfall stereotyp bürgerliche Rollenmodelle bevorzugt und darin vom bürgerlichen Feminismus bestärkt wird.
        D.h. du wirst hier Beiträge von Männern lesen, die eben diese „nicht stereotype“ Männlichkeit praktisch verkörpert haben und verkörpern.
        Also völlig akzeptable Männer für mich.

        Diese geschichtliche Entwicklung zu leugnen und lustige Stöckchen einer „nicht stereotypen Männlichkeit“ in die Höhe zu halten, über die Männer mit Röcken und lackierten Fußnägeln zu springen haben ist durchsichtig und albern.

        Kein Mann würde solche absurd oberflächlichen Anforderungen an Frauen stellen.
        Obwohl wir alle wissen, dass für alle Zeiten gilt: „Lange Haare, kurzer Verstand!“
        Aber – wie gesagt – wir sind eben das tolerante Geschlecht! 🙂

      • Er stellt nicht Stereotype Männlichkeit in Frage. Er ist ein Kasper, der sich einen Rock anzieht, um zu zeigen, dass Mädchen Fussball spielen / mit Dinosauriern spielen dürfen / können (das inkohärente Gebabbel an der Stelle hilft nicht weiter). Der Zusammenhang besteht vor allem in seinem Kopf.

        Und sich dann darüber beschwert, dass die Welt ihm dafür nicht huldigt. Sondern denkt: Guck mal. Ein Kasper im Rock.

        Und daraus fabriziert er dann irgendwas mit Männlichkeit und Patriarchat.

        Vielleicht schmiert er sich ja das nächste Mal mit Menstruationsblut ein. Und wenn die Leute komisch gucken, liegt das auch an ihrer „fragilen Männlichkeit“.

      • @Claudia (01.07. 19:14):
        Aus welcher ländlichen Gegend kommst du?
        Dass der Brautvater seine Tochter am Altar dem Bräutigam übergibt, ist eine Tradition aus England, die über die USA und Hollywood zu uns gekommen ist (walking down the aisle). Im deutschsprachigen Raum ist das eine neumodische (Un-)Sitte.
        Im Rahmen meiner Hochzeit habe ich das recherchiert, da ich diese „Tradition“ bescheuert finde.

        • Ich möchte noch ergänzen, dass diese Tradition aus einer Zeit stammt, als der künftige Ehemann durchaus vorne am Altar festgebunden wurde, damit er nicht das Weite suchte, während die künftige Ehefrau nach vorn geschleift wurde. Es war also auch in den Kulturkreisen (Angloamerikaner/Briten) nicht so einseitig unangenehm, wie Claudia sich das vorzustellen schein.

  19. Verstehe ich das richtig, dass er bei Twitter quasi jeden blockt und ausgrenzt, der seinem feministischen Weltbild widerspricht bzw. in diesem Aspekt ein anderes Weltbild bevorzugen möchte?

    Und dann will er sich darüber beschweren, dass andere es ziemlich ähnlich handhaben, wenn sie Männer mit Röcken und somit einem anderen Weltbild nicht mit Begeisterung in ihren Reihen haben wollen.

    Das Prinzip: „Der hat ein anderes Weltbild, deswegen will ich mit dem nichts zu tun haben und grenze sie aus“, beherrscht er doch um Längen besser, als die Menschen, die ihn ledlich „befremdet bis feindlich“ angeschaut haben.

    Er muss halt auch als eine feministische Heulsuse irgendwann lernen, dass die allermeisten Menschen die geschlechtertypischen Identitäten nicht als eine Einschränkung, sondern als einen persönlichkeitsmitbestimmenden Leitfaden empfinden, auf den sie sich bis zu einem gewissen Grad verlassen können und nicht alles neu herausfinden müssen. Und natürlich bestimmen die Vorlieben des einen Geschlechts das Aussehen und Handlungen des anderen Geschlechtes (und umgekehrt). Würden Frauen in der Masse plärrende Männer in Röcken und Highheels attraktiv finden, so würden sofort die Männer danach streben, um auf diese Weise von möglichst vielen aus seiner Zielgruppe als attraktiv empfunden zu werden. Da Frauen das aber als ziemlich unmännlich und sexuell abtörnend empfinden, tun die meisten Männer das eben nicht. Das empfinden aber die allermeisten Männer nicht als eine Einschränkung, sondern als ein „Gewinn“, dass es gewisse „Leitlinien“ gibt, an denen sie an sich arbeiten können und auf diese Weise ihre eigene Attraktivtät bei der erwünschten Zielgruppe steigern können.

    Und Menschen sind nun einmal glücklicher, wenn sie sich in Gruppen aufhalten, die sie abschätzen können bzw. einzuschätzen vermögen, einfach weil sie ähnliche Grundregeln akzeptieren. Man fühlt sich halt unter Menschen glücklicher, die man aufgrund ähnlicher Sozialisation insofern abschätzen kann, dass man eine gemeinsame Basis hat, man also z.B. bei bloßen Meinungsverschiedenheiten nicht gleich das Messer zückt oder man sich grundsätzlich einig ist, dass man seine Popel nicht an die Wände schmiert oder ornanierend durch die Straßen geht. Auch das empfinden die allermeisten Menschen aber nicht als Einschränkung ihres Lebens, sondern sind über die Vereinfachungen dankbar darüber, dass man nicht jeden Aspekt des Lebens bei jedem Gegenüber erst mühsam herausfinden muss, sondern man mit einer Anpassung an die Masse eine hohe Wahrscheinlichkeit hat, dass man beim Gegenüber nicht aneckt bzw. sogar angenehm ankommen wird.

    Und aus genau diesem Grunde uniformieren sich die Menschen halt freiwillig und gerne, weil sie sich unter ihresgleichen mit ähnlichen Identitätsmerkmalen dann wohl fühlen und sich untereinander abschätzen können. So laufen z.B. die Menschen auf Metalkonzerten sehr ähnlich herum, … Selbst Punker laufen ziemlich ähnlich und somit uniformiert herum, weil die Menschen eben genau das selber gut finden, von dem sie glauben, dass das in der von ihr erwünschten Zielgruppe als attraktiv bzw. toll empfunden wird.

    Und dieser Jakob will halt in der feminitischen Bubble als toll wahrgenommen werden, weshalb er alles dafür tut, um sich diesen Leuten (Denken, Handlungen, Optik, …) unterzuordnen. Und auch er empfindet das nicht als Unterordnung, sondern als seine Freiheit, obwohl er sich damit voll uniformiert und seiner erwünschten Zielgruppe anbiedert.

    Und da die allermeisten Menschen es eben nicht als Einschränkung empfinden, sondern es sogar als sehr schön und angenehm empfinden, wenn Männer männlich und Frauen weiblich wirken (Optik, Verhalten, Einstellungen, …), ist es völlig normal, dass diese Menschen kein Interesse an Menschen mit anderen Weltbildern haben, erst recht dann nicht, wenn diese bewusst belehrend und erzieherisch mit ihrem Verhalten ihr Weltbild anderen aufdrücken wollen („Mit der EXPLIZITEN Aufforderung, dass dann die doofen Jungs sehen, dass Männer WOHL einen Rock tragen können, und deshalb folgerichtig Mädchen WOHL Fußball spielen können. / „solltet ihr dann nicht anfangen, euch zu überdenken“).

    Ja, Männer dürfen auch Röcke und High-Heels tragen, genauso wie Frauen Fußball spielen dürfen. Jeder hat eben das Recht, zu entscheiden, ob bzw. an welche Personengruppen (Banker, Punks, Metaller, Feministen, …) er sich „anpasst“ und in welchen Personengruppen er damit als attraktiv wahrgenommen wird. Und genauso wie jemand mit einem AfD-T-Shirt in feminitischen Gruppen recht wahrscheinlich Ablehnung und Ausgrenzungen erfahren wird, wird halt auch ein Mann mit Röcken und High-Heels in Kreisen eher Ablehnung erfahren, die abgrenzbare Geschlechteridentitäten nicht als etwas Negatives und Bekämpfbares empfinden.

    Wer daher nicht nur von seiner Bubble „akzeptiert“ werden möchte, muss eben auch den Wünschen bzw. „Regeln“ („man schmiert keine Popel an die Wand“) der anderen Gruppen entsprechen oder eben anderweitig von seiner Person überzeugen. Und da fast keiner belehrende Menschen mag, die andere erziehen wollen, werden halt auch schon aus diesem Grunde Menschen von vielen anderen ausgegrent und abgelehnt, die z.B. mittels Kleidung politische Botschaften vermitteln wollen, die nicht dem eigenen Weltbild entsprechen.

    Und genauso wie Jakob Menschen blockt uns ausgrenzt, die in Bezug auf sein Weltbild eine andere Ansicht darstellen wollen, wird er eben auch von anderen Menschen „befremdet bis feindlich“ angeschaut, denen er ein anderes Weltbild vermitteln will.

  20. So sah dieser Skinhead mit Rock aus.

    Ich glaube kaum das der aggressiv angegangen wurde. Solche Röcke trifft man bei männlichen Metal-Fans häufiger. Keine Ahnung wo der wohnt. Ich denke der übertreibt ziemlich.

  21. Sehr verdächtiger Text.

    Meiner persönlichen Erfahrung nach wird solches Gender-Policing in 90% der Fälle von Frauen durchgeführt. Die Mischen sich nämlich ganz allgemein gerne ein wenn es darum geht, wer was tun darf. Verdächtig abwesend ist in dem Text also der Begriff „Mütter“. Er spricht von Jungs, erwähnt einen konkreten Vater, sonst spricht er nur von „Eltern“.

    Schon tragisch diese kognitive Dissonanz, wenn man das Verhalten von Müttern kritisieren will, aber es irgendwie den Männern in die Schuhe schieben muss 😉

  22. „Allerdings neigen Kinder dazu zu verallgemeinern, nicht weil sie in einem Patriarchat leben, sondern weil Kindergehirne in einem gewissen Alter noch eher auf das Erkennen der „Großen Muster“ und nicht einen sehr differenzierten Blick ausgerichtet sind. “

    Hier mal die Wissenschaftliche Erklärung dazu: „Die der Einschulungszeit folgende geistige Entwicklungsphase umfasst nach Piaget das Alter von 7 bis 11 Jahren. Das Kind verwendet zunächst noch Handlungen und davon abgeleitete Schemata (Verallgemeinerungen). Es tauchen aber auch erste innerliche Handlungen auf, die sogenannten Operationen. „Gegenüber den Handlungen in der äußeren Welt haben die verinnerlichten Handlungen einen entscheidenden Vorteil: Sie sind reversibel, also umkehrbar. Das Kind kann nun im Geiste eine Handlung rückwärts ablaufen lassen (wie einen Film) und daraus seine Schlüsse ziehen“ (Charlton, 2003, S. 107).“
    https://kindergartenpaedagogik.de/fachartikel/gestaltung-von-uebergaengen/uebergang-von-der-kita-in-die-schule/1228

    Vielleicht auch noch interessant: https://kindergartenpaedagogik.de/fachartikel/psychologie/779

  23. Pingback: Wer fördert traditionelle Geschlechterrollen eher, Männer oder Frauen? | Alles Evolution

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