67 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 221 (26.06.2019)

  1. Ich bin von Twitter ausgesperrt. Die wollen meine Telefonnummer. Neuen Account erstellt: Ebenfalls Zwang Telefonnummer anzugeben. Ist natürlich keine Option, Twitter ist nicht zu trauen.

    • Scheint ’ne Manie zu sein, FB wollte das auch immer, bis ich da abgehauen bin, jetzt fragt google alle paar Wochen, ob ich echt so einen schlimmen Profilzustand ( ohne Telephonnummer ) wirklich weiterhin haben will. Egal, solange nicht gesperrt wird, ignorier ich das noch nich mal … 😉

  2. Über die Doppelmoral der Standards bei Geschlechterpolitik haben wir schon häufig geschrieben, z. B. hier. Jetzt zeigt eine neue US-Studie, dass 92 Prozent der geschlechtsspezifischen Stipendien für Frauen reserviert sind:

    „Stop Misusive and Violent Environments, das sich für die Rechte von Angeklagten einsetzt, hat die faire Behandlung von Stipendien zu seiner früheren Agenda der fairen Behandlung in Verfahren wegen sexuellen Fehlverhaltens für Männer und Frauen hinzugefügt.

    Die Gruppe analysierte geschlechtsspezifische Stipendien an »115 der größten Universitäten der Nation« und fand weniger als 10 Prozent für Männer reserviert. Genauer gesagt, weniger als 100 von fast 1.200. Der Rest war für Frauen reserviert.

    https://manndat.de/feministische-mythen/berufsleben/heisst-92-prozent-gleichberechtigung.html

    Aber da ja jetzt immer noch mehr Männer in Führungspositionen sind, brauchen wir am Besten noch mehr Frauenbevorzugung! Schließlich ist ja noch mehr möglich.

    So ‚argumentieren‘ tatsächlich welche:

    Jungs kommen auch mit schlechten Schulabschluss direkt in die Führungsebene. It is known, Khaleesi!

  3. Denen müsste man mal massive das Geld streichen, diesen abgehobenen ÖR-Fatzken. Die denken echt die haben einen moralischen Anspruch auch unser Geld, für die Scheiße, die sie produzieren.

    • Als Beispiel

      Die ÖR betreiben im Grund grüne Wahlwerbung und wollen das dafür alle Menschen bezahlen.

    • „Denen müsste man mal massive das Geld streichen, diesen abgehobenen ÖR-Fatzken.“

      Auf gar keinen Fall, dann wäre ja unsere Grundversorgung mit profeministischer und grüner Propaganda gefährdet! Nur rechtspopulistische Nazis können das wollen!

  4. https://www.heise.de/newsticker/meldung/Cybergrooming-Schon-der-Versuch-der-Kindesbelaestigung-soll-strafbar-werden-4455721.html

    > Wer ein Kind über das Internet anspricht, um es zu sexuellen Handlungen zu bringen, kann schon heute hart bestraft werden. Paragraf 176 StGB sieht für Cybergrooming bereits eine Freiheitsstrafe zwischen drei Monaten und fünf Jahren vor. Wenn ein Täter allerdings nur glaubt, mit einem Kind zu kommunizieren, kommt er bisher ungeschoren davon.

    > … Das Gesetz sei „schon seit langem überfällig“, betonte die Rechtsexpertin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Elisabeth Winkelmeier-Becker. „Denn die Täter nutzen schamlos die Anonymität des Internets und geben sich als Kinder oder Jugendliche aus.“ Der zuständige Berichterstatter Alexander Hoffmann (CSU) ergänzte, dass sich Täter fortan nicht mehr sicher sein könnten, in eine Falle zu tappen. Cyber-Grooming finde „jeden Tag tausendfach digital statt, auf Pausenhöfen, in Kinderzimmern – einfach überall und jederzeit. Das ist ein nicht hinnehmbarer Zustand“.

    Wo ist da die Abgrenzung zur Aufklärung? Als Beispiel wenn geraten wird sich regelmäßig selbst zu befriedigen, würde das auch unter diesem Paragraphen fallen?

  5. Via Genderama

    https://www.nzz.ch/zuerich/stadt-zuerich-svp-politikerin-empoert-sich-ueber-sprachregeln-ld.1491556

    Ich bin immer wieder überrascht, wie sehr selbst Gegner solcher Sprachregelungen bereitwilligst stillschweigende prämisssen der genderisten übernehmen und ihren Formulierungen aufdrücken lassen.

    „Wenn sie in Texten die männliche Form verwende, meine sie die weibliche stets mit.“
    Und schon hat sie verloren.
    Nein, es ist erstens keine „männliche Form“, sondern die generische Grundform, die aus irgendwelchen Gründen „maskulinum“ genannt wird.
    Männer sind da im gleichen Sinne nur „mitgemeint“ wie auch Frauen „gemeint“ sind. Wer „mitgemeint“ verwendet, hat schon verloren. Never ever benutze in deiner Argumentation das wörtchen „mitgemeint“.

    Gegenfrage wäre übrigens, ob sie auch Männer „mitmeint“, wenn sie eine „weibliche“ Form benutzt. Wenn man generische feminina in der gleichen Weise als „weibliche“ form betrachtet, tut sie das vermutlich ohne jegliches Nachdenken. Z.B. wenn sie von „Personen“ („die“ Person, generisch femininum)
    Ebenfalls wäre zu fragen, ob sie, wenn sie z.B. von „mädchen“ spricht, weibliche Mädchen nur „mitgemeint“ sind, oder man weibliche Mädchen noch irgendwie besonders kennzeichnen sollte („das“ Mädchen ist generisch neutrum, jedenfalls nicht „weiblich“)

    „Neu kommt eine Anmerkung hinzu, in der sie so umfassend wie möglich festhält: «Im nachfolgenden Text wird für die Bezeichnung von Individuen das generische Maskulinum verwendet. Dieses umfasst weibliche Individuen und solche Individuen, welche sich keinem Geschlecht zuordnen wollen und/oder können, gleichermassen wie männliche Individuen. Es werden somit Frauen, Männer und Diverse sprachlich gleichberechtigt behandelt.»“

    Ich bezweifle doch sehr stark, dass sie durchgehend „männliche“ formen verwendet. Schade, dass der Text nicht vorliegt (oder hat den jemand?) Sicher, dass sie nicht irgendwo von „Personen“ spricht? Grade sowas kommt in solchen Texten doch recht häufig vor. Und berits in dieser einen Erklärung spricht sie von „Individuen“. „Das“ Individuum ist eindeutig nicht „männlich“ und auch nicht vom gramatikalischen Genus „maskulinum“, sondern neutrum.

    Nein, sie verwendet nicht die „männliche“ und nicht einmal die maskuline Form, sondern sie verwendet die jeweils korrekte generische Form. Bei Berufs- und Funktionsbezeichnungen ist das weit überwiegend maskulinum, aber nicht notwendig bei allem, was Menschen (m) /Personen (f) /Individuen (n) bezeichnet.

    Wer behauptet, er würde durchgängig die „männliche“ form verwenden, hat ebenfalls argumentativ bereits verloren.
    erstens, weil man anerkennt, dass es sich um „männliche“ Formen handelt und nicht nur um ein grammatisches Konstrukt, das zufällig „maskulinum“ heißt, zweitens weil es nicht stimmt und man das gar nicht so geringe vorkommen an generisch femininen Formen komplett unterschlägt

      • Ich probiere mal eine Kurzform, die möglicherweise auch maximale verblüffung auslösen könnte:

        >> In diesem Text wird bei Bezeichnungen von Personen ausschließlich die jeweilige generische Grundform verwendet. Wenn ich z.B. von „Personen“ spreche, sind männliche und weibliche Personen gleichermaßen gemeint, auch wenn „die Person“ generisch feminin ist. Dies ist bei generischen feminina in breiter Form so akzeptiert, dass es nirgends in Frage gestellt wird. Ich sehe keinen Grund, dies bei generischen maskulina anders zu handhaben. <<

        Diese Kurzform verzichtet weitgehend auf erklärung, zwingt einen Leser, der eine andere Meinung haben möchte aber dazu, sich damit zu befassen, dass es a) generische feminina überhaupt gibt und man sich b) damit befassen muss, ob und wenn ja warum man das bei feminina nicht so handhabt.

    • Meine eigene Form eines solchen Disclaimers, wenn ich sowas mal brauchen sollte, klingt deshalb eher so (an einigen Stellen wohl noch etwas zu weitschweifig, aber vom Prinizip):

      In diesem Text wird bei Bezeichnungen von Personen ausschließlich die jeweilige generische Grundform verwendet. Der Gedanke des Generikums beinhaltet dabei insbesondere eine geschlechtsunabhängige Bezeichnung, die alle Möglichkeiten einschließt.
      So schließt die Verwendung des Begriffs „Person“ auch männliche Personen implizit ein, ohne sie gesondert benennen zu müssen, obwohl „Person“ generisch feminin ist.
      Entsprechend wird hier auch bei generisch maskulinen Formen verfahren.

      Die besondere Benennung abgeleiteter weiblicher Formen bei generisch maskulinen Ggrundformen lehne ich aus zahlreichen Gründen ab.
      Neben häufig genannten Gründen wie die Aufblähung des Textes und Störung des Leseflusses möchte ich darauf verweisen, dass eine solche Verwendung von Doppelformen vor allem dazu führt, dass die Grundformen, namentlich die maskulinen, als jeweils explizit „maskulin“, also „männlich“ verstanden werden. So stellen sich mitlerweile bei Nennung generisch maskuliner Pluralormen wie „Ärzte“ eine überwiegende Zahl von Menschen männliche Ärzte vor, wenn keine explizit feminisierte Form („Ärztinnen“) verwendet wird, und dies, obwohl der Arztberuf zunehmend weiblich dominiert wird.

      Dabei ist erstaunlich inkonsequent, dass dies ausschließlich bei generisch mskulinen Formen eingefordert zu werden scheint, aber nicht bei generischen Feminina: Niemand fordert eine Benennung von „Personen und Personerichen“, und wenn der Laborpraktikant „die Mäuse“ füttert, erwartet niemand, dass er die Mäuseriche verhungern lässt. Infolgedessen funktioniert die implizite gedankliche Verallgemeinerung auf eine geschlechtsunabhängige Bedeutung dort auch noch besser.
      Bei explizit maskulinen Formen droht hingegen ein Sprachgebrauch, bei dem Menschen außerhalb der geschlechtlichen Zuordnung gar nicht mehr benannt werden können, sondern nur noch als explizit „männlich und weiblich“, weil eine als geschlechtsübergreifend verstandene Grundform nicht mehr akzeptiert wird.

      • Was diese Argumentation verschleiert ist aber, dass es einen weiblichen Suffix gibt.

        Sprich: Das Deutsche sieht vor, dass du aus einem generischen Wort ein explizit weibliches Wort machen kannst.
        Es gibt keine grammatische Möglichkeit, das gleiche fürs Männliche zu machen.

        Es gibt also die betont weibliche Bäckerin zum generischen Bäcker, aber es gibt keinen betont männlichen Personus zur generischen Person.

        „Liebe Bürgerinnen und Bürger“ hat also die Bedeutung „Liebe weiblichen Bürger und liebe sowohl weiblichen als auch männlichen Bürger“ oder, knapper: „Liebe Bürger (mit besonderer Hervorhebung der Frauen)“.

        Da hier m.E. der eigentliche Grund dafür liegt, warum Feministierende auf diese Art zu formulieren bestehen, sollte man den Umstand nicht unter den Tisch fallen lassen.

        • „Es gibt keine grammatische Möglichkeit, das gleiche fürs Männliche zu machen.“

          Doch, die gibt es schon. Allerdings nicht bei „Person“.

          Dort, wo es gemacht wird, geschieht es durch ein Anhängsel von -er, -rich, manchmal sogar -erich. Dein Anhängsel „us“ wäre eine latinisierte Form, die vor einigen hundert Jahren durchaus eine gewisse verbreitung gehabt haben mag, aber die zeitgenössische deutsche Form ist meiner Auffassung nach -er, rich und -erich.

          Es gibt also eine vorgesehene Form der Ableitung einer männlichen Form aus einer weiblichen Grundform. Sie ist allerdings weit weniger gebräuchlich und bei vielen generisch femininen Begriffen tatsächlich schlicht nicht vorgesehen.

          Trotzdem wird es deutlich genug verstanden, dass Wortbildungen analog zu „die Maus / der Mäuserich“ wie „die Person / der Personerich“ zwar erst mal lächerlich klingen, aber immerhin instinktiv richtig verstanden werden.

          In dem Zusammenhang finde ich immer bemerkenswert, wenn solche Leute in völliger Sprachignoranz behaupten, „nur noch das generische femnininum“ zu verwenden, wenn sie eigentlich die abgeleitete weibliche Form verwenden – also nur „ärztinnen“ sagen, auch wenn mehrheitlich bzw. ausschließlich Männer gemeint sind.

          Die Bedeutung des Begriffs „Generikum“ liegt darin, dass es sich um eine Grundform handelt. Eine erkennbar aus einer Grundform abgeleitete Form kann niemals ein Generikum sein und kann auch niemals als generische Form wahrgenommen werden.

          Eine tatsächlich generisch weibliche Form von „der Arzt“ wäre „die Arzt“, mit einer abgeleiteten maskulinen Form „der Arzter“.

          Diese Konsequenz wird aber nirgends auch nur mal laut gedacht.
          Man kann natürlich fragen, warum.
          Was dann tatsächlich auch wieder auf das selbe hinausläuft wie deine Betrachtung mit den Bürgerinnen und Bürgern.

          „Liebe Bürgerinnen und Bürger“ bedeutet eben „Liebe Bürger (mit besonderer Hervorhebung der Frauen)“

          Ein echtes generisches Femininum „die Arzt“ mit abgeleitetem „Artzer“ lässt aber keine besondere hervorhebung der Frauen mehr zu, sondern nur eine von Männern(es hieße dann „Liebe Ärzte und Arzter“ = Liebe Ärtze unter besonderer Hervorhebung von Männern), und das möchte natürlich niemand haben.
          Daher spielt man lieber mit einer erkennbar abgeleiteten Form herum und „bezeichnet“ die einfach als generisch, unter Beibehaltung der Eigenschaft der besonderen Hervorhebung der Frauen, weil immer die erkennbare abgeleitete Form bleibt.

          • „Es gibt also eine vorgesehene Form der Ableitung einer männlichen Form aus einer weiblichen Grundform.“

            Fäält dir außer bei Tiernamen ein Beispiel für -erich ein?

            Es gibt mit -in eine Endung, die aus ALLEM eine weibliche Form macht. Es kann sein, dass man – wenn nur ausreichend Menschen so religiös verbohrt wie die Feministinnen wären, das auch für -erich etablieren könnte. Status Quo aber ist, dass es kein männliches Pendant gibt.

            Vom Sprachgefühl her wird (das seltsame) Personin viel eher als „weibliche Person“ erkannt als Peronerich als „männliche Person“.

            Kriegerinnen gibt es. Amazoneriche ruft nur Kopfschütteln hervor.

            Gab es nicht auch schon feministische Schreiben, in denen von „Töchtern und Töchterinnen“ die Rede war? Ohne dass es der Autorin auffiel.

            Hier kann also von keinem grammatischen Gleichgewicht die Rede sein.

            Frauen haben mit -innen eine sprachliche Extrawurst, die für Männer schlichtweg nicht existiert.

          • @only me

            Es gibt mit -in eine Endung, die aus ALLEM eine weibliche Form macht.

            Das stimmt so nicht ganz. Zum einen trifft dies grundsätzlich nur auf generisch maskuline Formen zu, aber selbst dort ist eine weibliche Form nicht immer ableitbar. So gibt es halt für das grammatikalisch maskuline Wort Mensch keine feminine Form (Menschin). Für neutrale (sächliche) Formen, wie z.B. Mitglied können ebenso keine weibliche Formen (Mitgliedin) gebildet werden.

            Umgekehrt gibt es durchaus weibliche generische Formen, aus denen auch eine spezielle männliche Form gebildet werden kann. So sind z.B. bei Katzen i.A. die Kater mitgemeint. Katze ist also die generische Form und Kater die abgeleitetet männliche Form. Ein anderes Beispiel ist Witwe. Die männliche Form dazu ist Witwer. Aber beide können Witwengeld bekommen, da Witwe die generische Form ist. Auch auf Braut und Bräutigam trifft dies zu. Üblicherweise gehören zu einem Brautpaar eine Braut und ein Bräutigam. Neuerdings kann sogar (dank „Ehe für alle“) ein Brautpaar aus Bräutigam und Bräutigam, also ohne Braut bestehen.

            Grundsätzlich ist aber die generische Form die phonetisch kürzere Form.

            Hier kann also von keinem grammatischen Gleichgewicht die Rede sein.

            Das ist allerdings wahr, denn die Beispiele, die ich genannt habe sind eher Ausnahmen.

          • Danke, schöne Beispiele, besonders die Witwe gefällt mir, nach sowas hab ich lange gesucht – eine echte personenbezeichnung, bei der es eine abgeleitete männliche Form gibt.

            „Hier kann also von keinem grammatischen Gleichgewicht die Rede sein.“

            Was ich sagen will:
            Vom grammatischen prinzip eben schon – es gibt eine analoge, allgemein verständliche und akzeptierte Form der ableitung eines maskulinums aus einem generischen Femininum.

            Die Besonderheit ist, dass sie deutlich seltener auftritt, noch seltener benutzt wird, und von den genderistas vollständig ignoriert wird.

            Der Grund ist mMn (zumindest mit) der, dass damit Männer besonders benannt werden würden, was ein Privileg ist, das man eigentlich Frauen vorbehalten will.

            Es besteht also einsprachliches ungleichgewicht vor allem in der Anzahl realer Fälle, aber konzeptionell ist der Fall in der Sprache durchaus vorgesehen und möglich.

        • „Da hier m.E. der eigentliche Grund dafür liegt, warum Feministierende auf diese Art zu formulieren bestehen, sollte man den Umstand nicht unter den Tisch fallen lassen.“

          Mit der Einschränkung bzw. anderen Bewertung des Umstandes, das es eine solche ableitende maskuline Wortbildung zwar gibt und sprachlich vorgesehen, nur eben ungern genutzt wird, stimme ich Zu: Man will eine Form, die eine besondere Nennung der Frauen ermöglicht, und käme niemals ever auf die Idee, eine originär generisch feminine Form mit besonderer Benennung der Männer durchsetzen zu wollen.

          Nun sollte eine solche Formulierung eines disclaimers natürlich nicht angriffig werden, insbes. nicht gegen Frauen ™.
          Wenn du also einen passenden Formulierungsvorschlag hättest, wie man das ausdrücken kann – nur her damit.
          Ich selbst merke, dass ich mich erst mal schwer damit tue, das so in die Formulierung mit hinein zu nehmen, dass es passt. Liegt vielleicht daran, dass ich mich mit diesem Aspekt noch nicht so auseinandergesetzt habe.

          • Ich schätze, im Geiste des Agree and Amplify sollte man solche Schreiben dann konsequent so formulieren:
            „Liebe Leserinnen und Leseriche (kurz: Leser),
            wie von vielen Sprachexpertinnen und Sprachexperterichen (also: Sprachexperten) angemerkt wurde, gibt es keinen zwingenden Zusammenhang zwischen dem grammatischen Gena oder Genus und dem biologischen Sexa oder Sexus und auch nicht dem soziologischen Genderin oder Gender.
            Wenn Politiker, also sowohl Politikerinnen als auch Politikeriche, also auf gendergerechte Sprache wert legen, müssen die Bürger, also sowohl Bürgerinnen als auch Bürgeriche, geistig flexibel bleiben“

    • „Gegenfrage wäre übrigens, ob sie auch Männer „mitmeint“, wenn sie eine „weibliche“ Form benutzt.“

      Korrekterweise nein, denn, während uns das generische Maskulinum über das wahre Geschlecht des Beschriebenen um Unklaren lässt, beschreibt das generische Femininum explizit Weibliches.

    • Eine einfache Tatsache wird mir zuwenig betont:

      Die Bezeichnung „Genus MASCULINUM“ ist, bei der Erarbeitung der Deutschen Grammatik, FALSCH aus dem Lateinischen übernommen.
      (Im Lateinischen bezeichnet das Masculinum tatsächlich ein solches: die männlichen und weibliche Endungen sind verschieden.)
      Hier beginnt der Fehler – in der Bezeichnung.

      „Gendergeschlechte“ Sprache wäre ganz einfach umzusetzen: Genus Masculinum korrekt umbenennen, etwa in Genus Generalis.
      Und in der Schule darauf hinweisen, daß das Deutsche keinen Genus besitzt, der das biologisch Männliche bezeichnen kann.
      In ein paar Jahren wäre das „Problem“ erledigt.

      Wird aber nicht möglich sein. Der Genderismus BRAUCHT Gründe um zu nörgeln, zu klagen und zu fordern.
      Probleme zum Verschwinden zu bringen, liegt nicht in dessen Interesse.

      • Der Psoststrukturalistische Genderismus ist besessen von der Vorstellung, über die Kontrolle von Sprache Macht ausüben zu können.

        „In ein paar Jahren wäre das „Problem“ erledigt.“
        Sie würden ein anderes erfinden.

        Man denke daran, dass die Genderei im Englischsprachigen Raum auch nicht nach den selben Regeln betrieben werden kann – dort veranstaltet man das entsprechende Theater mit den Pronomen.

        Irgendwas findet sich immer. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, und der Wille, da auf der Sprachebene zu manipulieren, ist sehr ausgeprägt.

  6. Bei Noel Kohatkar wieder mal „Modern Educayshun“ ansehen wollen und stattdessen auf das hier gestoßen – schon oder erst ein halbes Jahr alt.

    „Hatred, ignorance, and intolerance has no place in this friendship group.“

  7. Laut Verfassungsschutzbericht 2018 https://www.verfassungsschutz.de/embed/vsbericht-2018.pdf (dort. S. 50, 110 u. 178) ist die Zahl der Extremisten gestiegen, und zwar:

    Rechtsextremisten: von 24.000 auf 24.100 (+0,4%)
    Islamisten: von 25.810* auf 26.560* (+2,9%) (*zzgl. weitere Gruppen, für die keine gesicherten Zahlen vorliegen)
    Linksextremisten: von 29.500 auf 32.000 (+8,4%)

    Mag sich jeder eine eigene Meinung bilden, ob die aktuelle mediale Berichterstattung zum Verfassungsschutzbericht diesen Zahlen gerecht wird…

    • „Warum ist Sebastian W. eigentlich nicht genau so angesehen wie Lukas Schoppe?“

      Ich kannte das Blog bisher nicht.

      Hab grade gedacht, ob ich da schon länger was verpasst habe.
      Aber so wie ich das seh, gibt es diesen Blog seit ziemlich genau einem Monat.
      Ob das was damit zu tun hat, dass er noch nicht ganz so bekannt ist wie Schoppes man Tau, der so in der größenordnung eines Jahrzehnts kontinuierlich schreibt?

      Aber ich werd ihn mir mal durchlesen; sind alerdings eher noch längere Text als bei Lucas, da muss man ein bisschen Haushalten. Mal sehen, wie lange er das durchhält. Es ist immer gut, wenn es aktive neue Blogautoren gibt.

  8. Whoa…

    Ein Artikel von Barbara Tversky über alles mögliche, aber im Wesentlichen über die Bedeutung räumlichen Denkens.

    boosted by the 2014 Nobel prize awarded to John O’Keefe and Eduard and Britt-May Moser for the remarkable discoveries of place cells, single cells in the hippocampus that code places in the world, and grid cells next door one synapse away in the entorhinal cortex that map the place cells topographically on a neural grid. If it’s in the brain, it must be real. Even more remarkably, it turns out that place cells code events and ideas and that temporal and social and conceptual relations are mapped onto grid cells. Voila: spatial thinking is the foundation of thought. Not the entire edifice, but the foundation.

    Ich habs bisher nur überflogen, aber wenn ich das richtig verstehe, geht’s darum, dass Evolution gern bestehende Systeme zweckentfremdet, um neue Aufgaben zu bewältigen (statt komplett neue Systeme am Reißbrett zu designen, was aus naheliegenden Gründen nicht geht).

    Im Hippocampus gibt es Zellen, die Raum und Zeit abbilden, so dass der Mensch sich orientieren kann und aus Punkt- und Wegewissen irgendwann Landkartenwissen im Kopf hat.

    Und nun sieht es so aus, als wären diese Systeme auch an abstrakteren Gedankengebilden, Beziehungen von Konzepten etc beteiligt.

    Es ist bestimmt voreilig zu sagen, dass räumliches Denkvermögen generell intelligenter macht, aber was für ein spannender Gedanke.

  9. Über Danisch:
    https://www.welt.de/politik/deutschland/video196024309/Naechtliche-Plenarsitzung-AfD-scheitert-mit-Antrag-auf-Hammelsprung.html

    Ganz bemerkenswert finde ich die Art der Berichterstattung, des „framings“ der Meldung gewissermaßen:

    Laut Welt reagiert die Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth „gelassen“.
    Eine „gelassene“ Reaktion ist etwas, was eine souveräne Erwiederung auf eine Unverschämtheit ist. Ist ja schließlich von der AFD gekommen.

    Bei web.de findet sich die folgende Formulierung:
    „Die AfD ist im Bundestag mit dem Versuch gescheitert, nachts um halb zwei einen Hammelsprung und damit möglicherweise einen Abbruch der Plenarsitzung zu erzwingen.“

    Die Formulierung „möglicherweise einen Abbruch der Plenarsitzung zu erzwingen.“ suggeriert einen Missbrauchsvorwurf der parlamentarischen Regeln zur Beschlussfähigkeit, auf die sich die AFD hier bezieht.

    „Streng genommen ist der Bundestag nur dann beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der 709 Abgeordneten anwesend sind“

    „Streng genommen“ also – Was aber niemand ernsthaft so durchsetzen würde wollen, oder wie?
    Bei so Banalitäten wie der Gesetzgebung sollte man nicht all zu pingelg sein?

    “ – was zu dieser nächtlichen Zeit allerdings nie der Fall ist“

    und deshalb sollte man das Nachts um 2 einfach durchwinken?

    • Für solche Meldungen halte ich den Danisch übrigens für extrem wichtig. Sowas findet der mit der Sicherheit eines Trüffelschweins ….
      Völlig egal was man sonst so von ihm denkt ( da muß ich manchmal auch heftig schlucken, aber … )

      • „Für solche Meldungen halte ich den Danisch übrigens für extrem wichtig. “

        jup

        „Völlig egal was man sonst so von ihm denkt“

        Er kommt fachlich aus der Kryptografie-ecke. Und dass da tatsächlich Geheimdienste was mit der verhinderung seiner Doktorarbeit zu tun hatten ist ja durchaus plausibel. Aber damit stammt er aus einem Umfeld, in dem das Nachdenken über mögliche echte oder potentielle Verschwörungen zum Berufsalltag gehören.
        Das muss man beim Lesen seiner Artikel im Hinterkopf haben.
        Er ist „professioneller verschwörungstheoretiker“ in einem Sinne, mit tatsächlich realen „professionellen“ gedankengängen über mögliche reale Verschwörungen nachzudenken.
        Er bleibt trotzdem verschwörungstheoretiker, weil seine Gedankenspiele (oft) hoch hypothetisch bleiben und er die professionellen Hintergrundinformationen von z.B. Geheimdiensten eben nicht zur Verfügung hat.

        Er ist nicht einfach nur versponnener Verschwörungstheoretiker, weil er seine Ausführungen nicht einfach so behauptet (und evtl gar gegen wiedersprechende fakten verteidigt), sondern meist mal so als Denkmöglichkeit in den Raum stellt – könnte ja was dran sein.

        • Volle Zustimmung! Es überrascht mich immer wieder, wie nah er auf seine Weise anderen, z.T. hochprofessionellen, Einschätzungen kommt, das ist schon verblüffend.

          Auch seine manchmal recht brüsken pauschalen Unterstellungen sind unter dem Aspekt der sicherlich heftigen Traumatisierung, bedingt durch die Erfahrungen mit opportunistischen Intellektuellen-Idioten, gut nachvollziehbar. Insofern liegt er sogar mit seinem Spruch: „Es gibt keinen Rechtsruck, sondern eine Linksflucht“, prinzipiell gar nicht falsch, wenn man die zwangsläufige terminologische Unschärfe dessen im Kopf behält.

          Als tagesaktueller populistischer „politischer Lokalwetterbericht“ ist er zur ad-hoc-Information jedenfalls sehr gut zu gebrauchen.

    • Das ist allerdings schon ein Hammer, da muss ich dem AfD-Abgeordneten uneingeschränkt recht geben.
      Es kommt sicherlich öfter vor, dass weit weniger Abgeordnete im Saal sind, als zur Beschlussfassung nötig. Aber solange keiner diese infrage stellt, steht das auch nicht zur Debatte.
      WENN allerdings die Beschlussfähigkeit angezweifelt wird, dann MUSS die Bundestagspräsidentin diese SOFORT überprüfen – und ggf. sofort die Sitzung abbrechen.

      • Jupp!
        Ich sach nur: Nachts um zwei, während der Fußballweltmeisterschaft mit max. zwei Dutzend Anwesenden durchgewunken ….
        DAS ist grober, boshafter Vorsatz!

        • „DAS ist grober, boshafter Vorsatz!“

          Vorsatz mit Sicherheit, ob boshaft, will ich nicht in jedem Fall unterstellen.
          Aber die Motivation ist letztlich egal, weil alle nach dem Antrag noch getroffenen Beschlüsse anfechtbar wären.

          • Nun ja, der Vorsatz wäre natürlich gerichtlich zu überprüfen. Eine gewisse Restintelligenz und Vorbildung erwarte ich allerdings von den Mitgliedern und Funktionsträgern des BuTa ( selbst von Roth, die gewiss eine der Dümmsten in dem Haufen ist )..
            Das Problem ist, daß auch in der AfD niemand die Eier hat, die Immunitätsaufhebung zu erzwingen, Strafantrag zu stellen und das Ding bis in die höchsten Instanzen durchzuziehen. Und erst dann wäre eine Grundsatzklage sinnvoll.
            Und anders ist dem ( mittlerweile ganz üblichen ) Gekungel m.E. nicht beizukommen.
            Schätze, man würde sich am Ende auf „Treu und Glauben nach Gewohnheitsrecht“ o.ä. zynischen Unfug herauszureden versuchen.

        • Und die Presse, die sogenannte (sagt man da. selbsternannte?) vierte Gewalt, die mal von sich behauptet hat, regierungen zu kontrollieren, die gucken zu und hauen nicht etwa denen auf die Finger, die sich da großzuügig und selbstherrlich über grundlegende verfassungsrechtliche Rahmen hinwegsetzen, sondern denen, die die einhaltung der Verfassung einfordern. Weil die siond ja die „bösen“, und die „demokratiscehn Parteien“, die dürfen das, weil die sind ja „die guten“ ™.

          Warum eigentlich machen die es der AFD so dermaßen leicht, den Bundestag als Bananen-Parlament vorzuführen?

          • Zu den Medien hat Sebastian W. (danke, Kendra, für den Link, sehr interessant) auch einen treffenden Blogbeitrag, dort am Beispiel des Umgangs mit Trump:
            https://www.homoduplex.de/die-entmenschlichung-des-gegners-am-beispiel-trump/

            u.a. Trump ist für diese Medien das Fremde, das Andere, das Böse. Als solches steht er außerhalb der Welt zwischenmenschlicher Verbindlichkeit. Wenn er angegriffen wird, erscheint das daher normal und nicht weiter erwähnenswert. Er ist derjenige, der den Frieden stört, schon allein dadurch, dass er im Amt ist. Er ist der Angreifer, egal wie der konkrete Sachverhalt aussieht. Ihm gegenüber sind keine Fairnessregeln einzuhalten, weil bereits seine bloße Existenz als Regelverstoß empfunden wird.

            Genauso ist es bei der AfD auch. Die AfD ist der Gegner, faire Berichterstattung über sie ist nicht erforderlich, sogar verwerflich.

      • „WENN allerdings die Beschlussfähigkeit angezweifelt wird, dann MUSS die Bundestagspräsidentin diese SOFORT überprüfen – und ggf. sofort die Sitzung abbrechen.“

        Gemäß § 45 Abs. 2 der Geschäftsordnung des Bundestags kann eine Überprüfung (der „Hammelsprung“) unterbleiben, wenn der Sitzungsvorstand die Beschlussfähigkeit „einmütig bejaht“. Im vorliegenden Fall hat Frau Roth den Antrag der AfD abgeschmettert, nachdem sie sich versichert hat, dass seitens des Sitzungsvorstands diese einmütige Bejahung vorliegt. Nach dem Wortlaut der GO ist das zulässig.
        Tatsächlich ist die Regelung aber wohl dazu gedacht, rein willkürliche Anzweiflungen der Beschlussfähigkeit zurückweisen zu können, um Sitzungen und Abstimmungen nicht gezielt grundlos behindern zu lassen. Die Zurückweisung einer berechtigten Anzweiflung der Beschlussfähigkeit durch eine eindeutig kontrafaktische einmütige Bejahung der Beschlussfähigkeit ist diesbezüglich ganz sicher nicht vorgesehen und zeigt einmal mehr, wie leicht und unbedacht heutzutage demokratische Regeln außer Kraft gesetzt oder umgedeutet werden, wenn es gegen die AfD geht – was, wie ich hier ja schon mehrfach schrieb, m.E. deutlich gefährlicher ist als die AfD selbst.

        • „Tatsächlich ist die Regelung aber wohl dazu gedacht, rein willkürliche Anzweiflungen der Beschlussfähigkeit zurückweisen zu können, um Sitzungen und Abstimmungen nicht gezielt grundlos behindern zu lassen.“

          Das ist richtig. Aber das gilt meines Wissens nach nur für Fälle, wo AUGENSCHEINLICH eine Mehrheit der Parlamentarier auf ihrem Platz sitzt.
          Davon kann man aber bei 100 von über 700 Abgeordneten nicht mehr ausgehen, nicht einmal, wenn man wegen fortgeschrittenen Alkoholkonsums alle(s) doppelt sieht.

  10. https://kress.de/news/detail/beitrag/143018-exklusiv-vertrauensbruch-in-der-sz-chefredaktion.html

    „Auch hat sie in dem Text – kaum verholen – den Führungsstil ihrer beiden Chefredakteurskollegen Kister und Krach als unmodern und überkommen kritisiert. Den Transformationsprozess in den Medien reduzierte sie auf einen Konflikt zwischen rückständigen mittelalten Männern und digital und modern denkenden jungen Frauen, die „für Veränderung“ stünden.“

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