Fronleichnam

Auch wieder so ein Fest, bei dem kaum einer der nicht sehr religiösen weiß, was eigentlich gefeiert wird:

Das Fronleichnamsfest (lateinisch Sollemnitas Sanctissimi Corporis et Sanguinis Christi ‚Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi‘[1]) ist ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche, mit dem die bleibende Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird.

Die Bezeichnung Fronleichnam leitet sich von mittelhochdeutsch vrône lîcham für ‚des Herren Leib‘ ab, von vrôn ‚was den Herrn betrifft‘ (siehe auch Fron) und lîcham (‚der Leib‘). In der Liturgie heißt das Fest Hochfest des Leibes und Blutes Christi, regional wird es auch Prangertag[2] oder Blutstag genannt. In das Englische und in andere Sprachen ist die lateinische Bezeichnung des Hochfestes, Corpus Christi, eingegangen

Auch sehr schön: Der Ursprung:

Die Anregung zu der Schaffung dieses Festes geht auf eineVision der heiligenJuliana von Lüttich, einer Augustinerchorfrau, im Jahre 1209 zurück, die berichtete, sie habe in einer Vision den Mond gesehen, der an einer Stelle verdunkelt war. Christus habe ihr erklärt, dass der Mond das Kirchenjahr bedeute, der dunkle Fleck das Fehlen eines Festes des Altarsakraments. Das mit der Bulle Transiturus de hoc mundo in der lateinischen Kirche eingeführte Fest war das erste, das von einem Papst in den liturgischen Kalender der Gesamtkirche aufgenommen wurde.

Großartig. Eine Heilige hatte eine Vision, dass alle mal ordentlich feiern sollten und das wurde umgesetzt. Chapeau an die heilige Juliana!

 

Warum „Ja, alle Männer“ (Yes, all men) so wichtig für den Feminismus ist

Crumar schreibt in einem Kommentar etwas dazu, warum alle Männer verantwortlich sein müssen, damit die feministische Theorie klappt:

Die Idee, dass alle Männer verantwortlich sind für die Taten aller Männer und es demnach möglich wäre, diese umfassend zu kontrollieren, ist die notwendig bizarre andere Seite der feministischen Theorie, dass Männer – alle Männer – umfassend die Gesellschaft kontrollieren.

Größenwahn des Sozialingenieurs auf der Basis eines größenwahnsinnigen und sexistischen Feindbilds.

Dass er sich eingangs des Textes von „allen Männern“ ausnimmt – also behauptet rosa Einhorn zu sein – ist kein Zufall, sondern die umfassende Anklage ist notwendig, weil er dann scheitert, wenn es individuell und konkret wird.
Die abscheulichen Taten begehen individuelle Männer und das Kollektiv Mann, welches diese billigt oder begünstigt existiert nur in den paranoiden Vorstellungen feministischer Theorie.

Es ist halt immer wieder erstaunlich wie gerne man in Gruppenschuld denkt. Das ist denke ich einfach ein Teil unserer Art zu denken, einfach weil sich ganz häufig Gruppen gegenüber standen. Gerade in Gruppen, die untereinander ein starkes persönliches  Band haben, was bei steinzeitlichen relativ kleinen Gruppen sicherlich der Fall war es wahrscheinlich auch kaum möglich sich nur mit einem Einzelnen aus der Gruppe anzulegen oder nur ihn als feindselig anzusehen, weil klar war, dass der Einzelne von der Gruppe verteidigt wird oder mit ihr zusammen angreift. Klar wird es auch individuelle Feindseligkeiten geringerer Intensität gegeben haben, aber wenn es zu offenen Feindseligkeiten gekommen ist, dann wird es schnell die Gruppe/Sippe gegen die andere Gruppe/Sippe gewesen sein. Und gleichzeitig ist Entindividualisierung auch das beste Mittel um einen Hass auszubauen, der für eine Bekämpfung oft erforderlich ist: Entindividualisierung erlaubt es denn anderen nicht mehr als Menschen zu sehen, sondern die angenommenen negativen Merkmale der Gruppe auf ihn zu projizieren.

Insofern ist diese Denkweise wahrscheinlich in vielen Fällen einfach sehr verführerisch, auch weil sie so einfach und intuitiv ist. Aber das ist natürlich keine Rechtfertigung dafür sie anzuwenden. Weder für rechte noch für linke Identitätspolitik

In diesen Fällen einzeln zu betrachten, welche Umstände zur Tat geführt haben, wird aber m.E. eher auf männliche Ohnmacht und auf das individuelle Scheitern an gesellschaftlichen Vorstellungen von Männlichkeit hinauslaufen. Und ich unterstelle ihm erstens, das wenigstens zu ahnen.

Das Scheitern an gesellschaftlichen Vorstellungen von Männlichkeit ist natürlich auch fester Bestandteil der feministischen Theorie:
Die (hegemonialen) Männer errichten die Regeln, dass der Mann stark und beruflich erfolgreich sein muss und keine Schwäche oder Gefühle zeigen darf (toxische Männlichkeit) und die nichthegemonialen Männer zerbrechen daran, können es aber nicht zugeben und bringen daher eher ihre Kinder und ihre Frau um als zuzugeben, dass sie Schwächlinge sind. Der Ohnmacht des Mannes steht ja gerade das feministische Heilversprechen entgegen, dass er nur mit ihnen gegen das Patriarchat kämpfen muss und schon muss er diesen Vorstellungen von Männlichkeit nicht mehr genügen.
Das ist natürlich auch ein sehr simples Modell, welches den weiblichen Einfluss und die Biologie vollkommen ignoriert.

Zweitens, würde man von letzterer Betrachtungsweise ausgehen und diese Fälle einzeln analysieren, könnte man als Gesellschaft tatsächlich handlungsfähig werden.
Seine Pseudo-Radikalität hingegen befeuert nur das Ego der mental ohnehin geschädigten und produziert gesellschaftliche Ohnmacht.

In der Tat verstellen monokausale Erklärungsmodelle oft die Sicht auf einzelne Faktoren, bei denen man tatsächlich etwas verändern kann. Sie erlauben aber ein klares Feindbild und die Bekämpfung des „Feindes“ was Virtue Signalling wesentlich effektiver macht.

Das „yes all men!“ ist das Bekenntnis maximal bußfertiger und maximal nutzloser Religioten und wir sollten dazu übergehen, sie als die solche zu bezeichnen.

Leider ist es eben auch immer verbreiteter in vielen Bereichen und ein einfaches Beschimpfen wird nicht ausreichen.