Selbermach Samstag 242 (08.06.2019)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, der ist dazu herzlich eingeladen

Wer schaut eigentlich Frauenfußball? Anscheinend weiße alte religiöse Männer

Gerade läuft eine Kampagne, den Unterschied zwischen der Siegprämie der Spielerinnen bei der FrauenFußball-WM und der Spieler bei der Männer Fußball WM aus Diskriminierung darzustellen. Schuld ist natürlich auch mal wieder der weiße alte Mann:

Interessant dazu allerdings die Auswertung der Zuschauer beim Spiegel:

Die Frage, wie oft sie eigentlich Fußballspiele der Frauen im Fernsehen oder im Stadion verfolgen, beantworteten elf Prozent der Bundesbürger mit „eher häufig“ oder „sehr häufig“. Fast jeder dritte Bundesbürger (etwa 32 Prozent) verfolgt sie selten. Und rund 56 Prozent der Befragten gucken sogar nie einem Fußballspiel mit Spielerinnen zu.

Religiös und familienorientiert

Diejenigen, die den Frauen häufiger beim Fußballspielen zuschauen, sind laut der Civey-Zielgruppenanalyse häufiger männlich als im Bundesdurchschnitt – Frauen sind hingegen im Hinblick auf die Verteilung in der Gesamtbevölkerung weniger interessiert. Fans sind eher in der Altersgruppe 65 und aufwärts zu finden, 30- bis 39-Jährige sind deutlich unterrepräsentiert.

Des Weiteren sind diejenigen, die Fußball der Frauen gucken, häufiger als im Bundesdurchschnitt Unions- oder SPD-Anhänger und beschreiben sich als konservativ, Grünen-Wähler sind hingegen unterrepräsentiert. Weitere Eigenschaften der Häufig-Gucker: Sie sind religiös (vor allem katholisch) und familienorientiert.

Wer Fußballspiele der Frauen häufig oder sehr häufig verfolgt, dessen beliebtestes TV-Format ist Sport – und in der Freizeit betreibt der- oder diejenige ebenfalls gerne Sport. Die Themen Sport, Autos und Wirtschaft sind dabei im Vergleich zur bundesdeutschen Gesamtbevölkerung überdurchschnittlich häufig von Interesse.

Der alte weiße Mann, auch noch weniger links aus der Schnitt der Bevölkerung, ist also derjenige, der hier überhaupt schaut. Weiß unterstelle ich einfach, wie es ja auch sonst unterstellt wird und angesichts der Bevölkerungsverteilung zu erwarten ist und auch aufgrund der Religion.

Die „Hellblau-Rosa Falle“ und das Interesse bei Männern und Frauen an rosa Kleidung

Bekanntlich ist Fräulein Schmidt das bezaubernste weibliche Baby dieser Welt, was bei den wunderbaren Eltern ja auch zu erwarten war.

Das wird von Südländerin und natürlich auch jede Menge Geschenke  noch durch modische Einkleidung unterstützt. Mir ist dabei nichts egaler als die Farbe, während Südländerin sehr darauf erpicht ist, dass man unseren Schatz gleich als Mädchen erkennt. Irgendwas sollte daher immer rosa sein, irgendetwas besonders weiblich.

Südländerin hätte am liebsten diverse Decken und Unterlagen auch direkt in rosa erstanden während ich eher meinte, dass man es doch am besten in einer neutralen Farbe kauft, falls das zweite Kind ein Junge wird.

Neulich hat es einen Großteil unserer weißen Babykleidung erwischt. Fräulein Schmidt hatte von einer Freundin von Südländerin eine knallrote Jacke geschenkt bekommen, die Südländerin dann mit den weißen Sachen mitgewaschen hatte. Was ihr gar nicht ähnlich sieht –  ob es solche Jacken extra zu kaufen gibt als „Umfärbejacken“ falls einem Elternteil ein Wunsch nach mehr Rosa entsteht, den der andere nicht umsetzen will?

Allgemein scheint mir das „schmücken“ der Babys auch eine bei den Müttern sehr gerne praktizierte Tätigkeit zu sein. Gerade tauchte ein neues Kopfband mit Schleife auf, welches der Kleinen auch durchaus gut steht, aber auch kleine Kleidchen und andere Sachen gibt es in der Hinsicht zuhauf.

Nicht, dass es nicht niedlich ist oder ich was dagegen habe. Es macht sich gut auf Fotos und schaut auch nett aus. Aber ich würde glaube ich weit weniger Energie dort hineinstecken als einige Mütter. Natürlich mag hinzukommen, dass man sich in der Elternzeit auch beschäftigen muss, aber dennoch passt es auch zu den sonstigen Hobbys vieler Frauen, dass Shoppen nach Kleidung.

Südländerin ist in der Hinsicht froh, dass es ein Mädchen geworden ist, denn Jungen sind in der Hinsicht nicht so ergiebig. Bei Mädchen hat man einfach mehr Gestaltungsmöglichkeiten als bei Jungs. Und später erst: Ohrringe, lackierte Fußnägel und Hände etc.

Das diese Ausgestaltungen „Das Patriarchat“ sind erscheint mir daher eher unwahrscheinlich. Frauen dürfte in dieser Hinsicht die Betonung der Rollen vielleicht sogar wichtiger sein.