Meryl Streep zu „toxischer Männlichkeit“

Meryl Streep hat sich gegen den Begriff der toxischen Männlichkeit“ ausgesprochen:

The three-time Oscar winner explained that she dislikes the term because, in her opinion, all individuals can exhibit toxic behaviour, regardless of gender.

“Sometimes I think we’re hurt. We hurt our boys by calling something toxic masculinity. I do,” Streep said. “And I don’t find [that] putting those two words together … because women can be pretty f***ing toxic.

“It’s toxic people,” the Suffragettestar said. “We have our good angles and we have our bad ones.”

Streep added that she thinks labels can be “less helpful” than direct communication when calling out detrimental behaviour.

“We’re all on the boat together. We’ve got to make it work,” she said.

Immer gut zu sehen, wenn ein Prominenter den Zirkus nicht mitmacht. Im Endeffekt spricht sie damit gegen einseitige Abwertungen von Jungen bzw Männer aus und führt an, dass Weiblichkeit da nicht besser ist. Und spricht sich dann wieder für einen individuellen Ansatz aus und nicht für eine Lagerbildung. Finde ich sehr positiv

11 Gedanken zu “Meryl Streep zu „toxischer Männlichkeit“

  1. Interessanter Artikel über Streep:

    the 2015 Academy Awards, during which Streep became Patricia Arquette’s No. 1 cheerleader (recruiting J-Lo along with her) when the Boyhood actress spoke out for equal pay for women during her Oscar acceptance speech. We all saw Streep stand up, hoop, holler, and give Arquette a „You go, girrrl!“
    (…)
    There was also the moment she gave a rousing speech for Hillary Clinton at the 2012 Women in the World Summit in which she told the audience „artillery rhymes with Hillary,“
    (…)
    She has long identified as an outspoken advocate for women’s rights and, according to The New Yorker, even called herself a „rabid man-eating feminist“ in a speech for gal pal Emma Thompson
    (…)
    A long-time representative of equal rights organization Equality Now, Streep has been voice for women’s rights across the board
    [Mission Statement von Equality Now: To achieve legal and systemic change that addresses violence and discrimination against women and girls around the world.]
    (…)
    there is no museum dedicated solely to the achievements of women. Streep is on the board for the first-ever National Women’s History Museum, and even insisted the movement be featured in a 2011 Vogue feature story about her career

    Timeo Danae et dona ferrentes.

    Oder: Es wird schwierig, eine gynozentrischere Frau als Streep zu finden.

    Wie ist vor dem Hintergrund die Aussage oben zu bewerten?
    Bis zum Beweis des Gegenteils gehe ich von der Arbeitshypothese aus, dass sie die Richtung des Ressourcenflusses verstanden hat und mitbekommt, wie der Hahn in Zeiten von metoo langsam zugeht.

    • Jo! Mir fiel auch sofort ein Videoschnipsel ein, wo Streep bei einer Femihetzveranstaltung aus einer der ersten Reihen aufsprang und wild klatschte und rumgröhlte.
      Um so mehr freut es mich, wenn sie zumindest die Zeichen der Zeit erkennt, oder möglw. sogar ein Wenig zur Vernunft kommt.

      Kennt hier noch wer „Silkwood“?

    • Die Szene bei den Academy Awards war glaube ich auch bei der Doku „The Red Pill“ zu sehen. Vielleicht hat sie den Film ja gesehen?!
      Oder sie hat aus anderen Gründen ihre Perspektive erweitert. Kann man ja nicht ausschließen.

  2. Bezüglich Hollywood fällt mir in letzter Zeit eines verstärkt auf: Es ist der Ort der USA der sich aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen am stärksten verweigert und trotzdem schaffen es die Hollywoodstars irgendwie immer sich als Vorreiter feiern zu lassen.
    Man denke mal an die 80er: Zu der Zeit befand sich in der westlichen Gesellschaft die Frauenbeweung auf dem Höhepunkt. Was hat Hollywood zu der Zeit gemacht? Haufenweise Macho- und Steroid-Männer kreiert.
    Und nun die jetzige Zeit: Der Feminismus (oder die radikalen Ausprägungen davon, je nach Sichtweise) ist seit mehr als einem Jahrzehnt auf dem absteigenden Ast doch Hollywood erweckt den Eindruck es sei das Gegenteil der Fall. Die Aussagen die Meryl Streep jetzt getroffen hat, waren wiederum in ähnlicher Form schon vor Jahren in allenmöglichen Ecken der USA anzutreffen. Außer in Hollywood.

  3. Sollte es nicht auch einen Begriff der „toxischen Weiblichkeit“ geben?
    Erinnere mich an Studien die zeigen dass viel Gewalt in Beziehungen (v.a. psychische) von Frauen ausgeht.

    • Wenn man wie u.a. Gunnar Kaiser (s.u.) davon ausgeht, dass das, was mit toxischer Männlichkeit gemeint ist, auf seelisch-geistiger Unreife basiert, dann wäre es nur zu logisch, dass dies bei Weibern äquivalent vorliegt.

      „Das Wesen echter Männlichkeit“

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