41 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 216 (22.05.2019)

  1. Hat einer von euch vielleicht „The Neon Demon“ gesehen? Ist nicht nur ein ziemlich eigenwilliger, durch seine spezielle Ästhetik definierter Film, sondern enthält auch jede Menge ungesunde weibliche Statuskonkurrenz…

  2. Hallo,

    einige von euch kennen vermutlich meinen Text über die Entstehung des Gleichberechtigungs-Paragraphen des Grundgesetzes schon aus meinem damaligen Artikel über feministische Geschichtsklitterung:
    https://alternativlos-aquarium.blogspot.com/2016/08/was-nicht-im-geschichtsbuch-steht.html

    Ich habe den Teil jetzt noch mal separat veröffentlicht:
    https://alternativlos-aquarium.blogspot.com/2019/05/elisabeth-selbert-die-andere-haelfte-der.html
    um an der Blogparade des DHM teilzunehmen. Bin sehr gespannt, ob sie ihn aufnehmen.

    Viele Grüße

    Gunnar

    • Das UN-Paper steht akademisch auf eher schwachen Füssen. Ziemlich viele Referenzen sind Aufsätze in Zeitungen/Magazinen. Man hat also noch nicht ein mal im eigenen Fachbereich viele Artikel finden können die die eigene Thesen stützen.

  3. Die Kontroverse um die letzte Staffel von „Game of Thrones“ (GoT) auf youtube übertrifft inzwischen in der prinzipiellen Kritik die um die letzten beiden Filme der „Star Wars“-Serie.

    Dabei wird – wie bei Star Wars auch – nicht nur eine Spaltung zwischen medialer Filmkritik und der Einschätzung der Fans, bzw. wirklich seriöser Kritik auf youtube sichtbar.
    Sondern ein drastisches qualitatives Gefälle der Kritik auf den alternativen Medien und derjenigen in den „Qualitätsmedien“.

    Letztere erweist sich als ausschließlich „politisch popkulturell“ engagiert und ignoriert die erzählerischen und filmischen Qualitäten des zu besprechenden Gegenstands.
    Ist die frohe Botschaft der „diversity“ und „gender equality“ untergebracht, sind „plot holes“ in der Größe eines Scheunentors egal, die unlogische Charakterentwicklung Wurst, handelt es sich um „strong independent women“.
    Analog zur Ausbreitung postmodernistischer Sichtweisen werden Forderungen nach Kohärenz und Stringenz in der Erzählung als mehr oder weniger unwichtig angesehen, was den Eindruck völliger Willkürlichkeit beim Publikum erzeugt.

    Es wird m.E. immer deutlicher sichtbar, die politisch popkulturelle Verengung der Filmkritik ging einher mit einem massiven Kompetenzverlust der Kritik, die wiederum Einfluss auf die Kompetenz der Drehbuchschreiber und Regie hatte.
    In der Filterbubble politisch korrekter Produktion solcher Filme und Serien, die von popkultureller Filmkritik wohlwollend aufgenommen wurde, entstand die Entfremdung des Publikums von „ihren“ Produkten.

    Der Modus der Publikumsbeschimpfung, der bei „The Last Jedi“ noch halbwegs erfolgversprechend schien und medial durchgehalten worden ist, scheint nun zu bröckeln.
    Zudem hat es das Publikum nicht dabei belassen, z.B. zum Boykott von „Han Solo“ aufzurufen, sondern auf change.org eine Petition verfasst: „Remake Game of Thrones Season 8 with competent writers.“ – mit aktuell knapp unter 1,5 Millionen Unterzeichnern.

    Herausragende Filmkritik auf youtube zur Zeit von „Mauler“, der die Debatte mit der Auseinandersetzung um „Objektive oder subjektive Kritik?“ auf eine neue Höhe gebracht hat.
    Er hat sich in mehreren Teilen mit „Star Wars“ auseinandergesetzt, nun auch systematisch mit den letzten Folgen der letzten Staffel von GoT, hier am Beispiel der Episode 3, Staffel 8 sein epischer rant:

  4. Hat schon jemand „Gleichberechtigung beginnt zu zweit“ in Papierform geliefert bekommen? Ich habe es gleich nach Arnes Ankündigung auf Genderama bei Amazon bestellt. Das Geld haben die auch schon abgebucht, aber noch nichts geliefert.

    „Voraussichtlicher Liefertermin: Wir brauchen ein wenig mehr Zeit, um Ihnen verlässliche Angaben bereitzustellen. Wir werden Sie per E-Mail verständigen, sobald wir einen voraussichtlichen Liefertermin haben.“

  5. https://derstandard.at/2000103654632/Affaere-um-rassistische-Bachelorarbeit-an-Grazer-FH-weitet-sich-aus

    Schon mitbekommen?

    Anscheinend gab es auf der Fachhochschule in Graz einen Vorfall, wo ein Student in seiner Bachelorabschlussarbeit „rassische“ Konzepte verwendet hat um die Stimmenvielfalt bzw. „Stimmenfarben einzelner Rassen“ zu erklären. Diese Bachelorarbeit war durch die Kommission durchgegangen. Der Titel lautete „“Innerartliche Variation des menschlichen Vokaltraktes und der Stimme“.

    Jetzt hyperventilieren alle, weil alles und nichts mal wieder angeblich rassistisch sein soll.

    Was ist eure Einschätzung?

    https://www.researchgate.net/publication/322581876_Die_innerartliche_Variation_des_menschlichen_Vokaltrakts_und_der_Stimme

    Hier übrigens das Paper worums geht.

    • Ich habe keine Lust, eine eigene Einschätzung zu erarbeiten.

      Vorläufig also ScienceFiles Einschätzung:

      Seifter hat den Begriff der Rasse in seine Arbeit eingeführt, durchaus kritisch und im Rahmen einer differenzierten Diskussion des Begriffs, also einer Darstellung von Für und Wider, Kritik an und Vorteil des Konzepts der Rasse und in einem Kapitel, das mit „Grundierung: Das Minenfeld Rasse“ überschrieben ist.

      Statt politisch-korrekt Unterschiede zwischen Menschengruppen zu verwischen oder mit „Kultur“ oder sonstigen nichtssagenden Begriffen zu umschreiben, versucht Seifter die internationale Diskussion um den Begriff „Rasse“ aufzunehmen, die derzeit u.a. darüber geführt wird, ob die vielen systematischen Intergruppenunterschiede, die mit Blick auf genetische Differenzen gefunden werden, es nicht rechtfertigen, das alte Konzept der Rasse wieder aufzunehmen (Cooper 2004: 270). Die Arbeit von Seifter ist also auf der Höhe der wissenschaftlichen Diskussion, wie man sie auch bei Koenig, Lee und Richardson (2008) nachlesen kann oder für sein Thema noch relevanter bei Xue und Hao (2006), die „significant gender and race effects … in certain vocal tract dimensions“ finden.

      https://sciencefiles.org/2019/05/22/gegen-wissenschaftsfreiheit-fur-rufmord-spiegel-sturmt-voran/

      Klingt wie das übliche: Jemand arbeitet sauber wissenschaftlich an einer komplexen Materie und ein Mob von Menschen, die zu dumm für komplexe Materien sind, regt sich auf.

  6. Die ersten zwei Minuten alleine sind so episch. So trocken episch.

    Sie: Was ich an Ihnen so mag ist, ich habe keine Ahnung wenn sie reden, ob sie Republican oder Democrat sind. Das ist wirklich cool.
    Er: Ich liebe es wenn Frauen sagen ich bin cool.

  7. Hmmm….

    „Bei steigender Raumtemperatur verbessert sich die Produktivität von Frauen – die der Männer nimmt dagegen ab. Das zeigen Experimente. Aber auch die Männer haben besondere Stärken.

    Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass die Leistungen von Männern und Frauen gesteigert werden könnten, wenn je nach Mischung der Teams auf eine gute Raumtemperatur geachtet werde, schreiben Agne Kajackait vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und Tom Chang von der Marshall School of Business in Los Angeles in ihrer Studie, die sie im Wissenschaftsmagazin „Plos One“ veröffentlicht haben.“

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/kaelte-raeume-mindern-produktivitaet-von-frauen-a-1268845.html

    Die Studie gibt es hier:

    https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0216362#pone-0216362-g001

  8. https://www.buzzfeed.com/de/pascalemueller/tagesspiegel-metoo-belaestigung-stalking-vorwuerfe

    Man weiß gar nicht, wo anfangen. Am besten gefallen mir in der Kombination ja diese beiden Absätze.

    „Teilweise schickt er den Frauen schon vor ihrem Arbeitsantritt in der Redaktion gezielt Freundschaftsanfragen auf Facebook, sucht ihre Nähe auf Weihnachts- und Betriebsfeiern. Die Facebook-Nachrichten, so berichten es die Frauen, unterscheiden sich nur geringfügig: Der Reporter schreibt, dass seine Tür immer offen stehe. Dass die Frau auf einen Tee vorbeikommen solle. Dass er immer gerne ihre Texte lesen könne.

    Im Gespräch mit BuzzFeed News erklärte der Mann, das sei von ihm als normales kollegiales Verhalten gemeint gewesen.“

    Ja als was denn sonst?!

  9. https://www.heise.de/tp/features/Schweiz-Beunruhigend-schlechte-Spermien-4429368.html

    Eine Studie an Wehrpflichtigen stellt fest, dass die Qualität der Spermien bei über 60 Prozent der jungen Männer nicht den WHO-Kriterien von 2010 entsprechen

    Mit der Fortpflanzungsfähigkeit von Männern scheint es nicht zum Besten zu stehen, wird immer wieder einmal gemeldet. So hieß es zum Beispiel in einer Metastudie von 2017, dass die Spermienkonzentration im Ejakulat der Männer aus westlichen Ländern (Nordamerika, Europa, Australien und Neuseeland) zwischen 1973 und 2011 um mehr als 52 Prozent gefallen sei (Samenzahl hat sich bei westlichen Männern in 40 Jahren halbiert).

  10. Wer noch unsicher ist, was am kommenden Sonntag wählen – die Partei der Humanisten hat offenbar viele Positionen, die den meisten Lesern hier gefallen dürften. 😉

    Aus einem längeren Interview der Abschnitt zu Geschlechterpolitik:

  11. https://boundingintocomics.com/2019/05/23/idw-announces-new-marvel-action-title-captain-marvel/

    Aus den Kommentaren

    ‚So let me get this straight, someone thought it was a good idea relaunch Cpt. Marvel as the unlikable Brie Larson version. Not only that, its being written the googled face hipster broad who claimed to be rape on a hacked server in GTA Online who also wrote the story for Mass Effect: Androgynous. I wonder what success looks like in the eyes of Kevin Faige and Bob Iger?‘

  12. Tja, Feminismu ist nämlich gar nicht „Cancer“.
    Sondern einfach eine spezielle Form der Legasthenie.

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